Bewusst - Themenschwerpunkt: Multiple Sklerose Seminare für Selbsthilfegruppen Infos der Selbsthilfegruppen - Diakonie Rosenheim
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Ausgabe 02/2017
Bewusst
Selbsthilfezeitung der Region Rosenheim
Themenschwerpunkt: Multiple Sklerose
Seminare für Selbsthilfegruppen
Infos der SelbsthilfegruppenANZEIGE
Suchtkrankenhilfe
Sozialraumorientierte Fachambulanz für
Suchtkrankenhilfe Suchterkrankungen (FA)
■ Frühzeitig ■ Prävention
■ Ressourcenorientiert ■ Beratung
■ Maßgeschneidert ■ Behandlung
■ Integrativ ■ Nachsorge
■ Vernetzt ■ Gesundheitsförderung
■ Therapie
Soziotherapeutische ■ Vorbereitung zur MPU
■ Kompetente, schnelle und lösungsorientierte
Facheinrichtungen (STFE) Hilfe bei allen Fragestellungen zum Thema Sucht
■ Klientenorientierte Hilfen nach § 53 SGB XII
■ Stationäre Soziotherapie Ambulante Dienste (AD)
■ Soziales Entwicklungstraining (SET)
■ „Schutz – Halt – Orientierung“ ■ Aufsuchend – Personenzentriert
■ Individuelle, gemeinsame, soziotherapeuti- ■ Alltagsbegleitung
sche Hilfe für ein suchtmittelfreies Leben ■ Stabilisierung durch Struktur
■ Betreutes Einzel- / Gruppenwohnen
■ Individuelle Begleitung, Unterstützung
und Motivation
Nähere Informationen erhalten Sie per E-Mail unter stfe@sd-obb.de
oder unter Tel. 08033 6989 0.
www.soziale-dienste-obb.de03
Inhalt dieser Ausgabe
Liebe Leserinnen, liebe Leser 04
05 Leitartikel Multiple Sklerose 05
SekoRo – Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim: Berichte und Artikel
Auswirkungen der Multiple Sklerose auf Familie und Partnerschaft 07
Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen 09
Bessere Versorgung von Diabetikern 11
Früherkennung von Hörschäden mit dem Smartphone 12
Mückenabwehr: Exotische Stechmücken gar nicht mehr exotisch? 13
Selbstmedikation – kein Rezept, kein Risiko? 14
Wandern im Alter 16
Neuer Vorstand der Selbsthilfekontaktstellen Bayern e. V. 17
09 Interview der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim
Gesundheitsforum: Multiple Sklerose
18
20
SekoRo Infos
Aktuelle Themenliste der Selbsthilfegruppen 21
SekoRo – Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim: Berichte und Artikel
Selbsthilfe Aktion in Rosenheim 22
Workshop zur Selbsthilfe-Aktion 24
„Der Runde Tisch” SüdOstOberbayern in Rosenheim 25
Bundesweite Fachtagung für Fachkräfte der Selbsthilfeunterstützung 26
22 Termine 29
Impressum 30
27L i e b e L e s e r i n n e n , l i e b e L e s e r, viele von Ihnen hatten bereits mit dem Runden Tisch SüdOstOberbayern zu tun. Es handelt sich um eine Arbeitsgemeinschaft, in der sowohl Vertreter der Krankenkassenverbände als auch der Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten. Selbsthilfegruppen mit Gesundheitsbezug können so Fördergelder für Ihre Selbst- hilfearbeit erhalten. Es freut mich sehr, dass seit Januar diesen Jahres der Runde Tisch SüdOstOberbayern unter der Trägerschaft des Diakonischen Werkes Rosenheim steht und ich die Zuständigkeit übernehmen durfte. Nach meiner Arbeit in der Selbsthilfekontaktstelle – SekoRo, kommen jetzt weitere neue und spannende Aufgaben auf mich zu. Ich freue mich sehr auf eine gute Zusammenarbeit und stehe Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. Sie finden mich, wie gewohnt, im Klepperpark 18, Zimmer 15a oder Sie rufen mich an unter Tel: 08031 2351 142. Ich würde mich freuen, Sie bald einmal zu treffen! Ihre Iris Gans
L e i t a r t i k e l : Die Krankheit mit den tausend Gesichtern 05
istockphoto
„Es begann damit, dass ich das Gefühl hatte, dass tau- MS ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentra-
sende Ameisen an meinen Beinen hinauflaufen. Das len Nervensystems. Die Anzeichen und der Verlauf sind von
ständige Kribbeln war sehr unangenehm. Wenn ich ging Fall zu Fall sehr unterschiedlich, weshalb sie auch als
oder stand, fühlte ich mich unsicher, als ob der Boden „Krankheit mit tausend Gesichtern“ bezeichnet wird. Meist
unter meinen Füßen weich und uneben wäre. verläuft die MS in sogenannten „Schüben“. Ein Schub ist
Unterschiedliche Stellen meines Körpers fühlten sich eine akute Verschlechterung der Krankheit. Heilbar ist die
plötzlich taub an. Hinzu kamen Sehstörungen auf dem Krankheit noch nicht, aber eine individuell angepasste
rechten Auge, so als würde ich durch eine Milchglas- Behandlung kann das Fortschreiten verlangsamen und die
scheibe schauen“, erzählt Jasmin (31, Name geändert). Intensität der Schübe mindern.
Jasmin hat Multiple Sklerose (MS). Sie ist eine von etwa Die Symptome sind sehr verschieden, umfassen aber fast
120.000 Menschen in Deutschland, die von der Krankheit immer ein Taubheitsgefühl oder ein Kribbeln an Armen und
betroffen sind. Damit ist es die häufigste Erkrankung des Beinen. Hinzu kommen Spannungsgefühle um die Gelenk-
Nervensystems und tritt insbesondere im jungen Erwach- und Hüftregion und Schmerzen. Etwa drei Viertel aller
senenalter auf, wobei Frauen doppelt bis dreimal so häufig Menschen mit MS leiden unter Sehstörungen. Dies liegt
betroffen sind wie Männer. Zunehmend erkranken jedoch meist an einer Entzündung des Sehnervs. Ein weiteres häu-
auch Kinder und Jugendliche. Jeder hat schon einmal von figes Symptom sind Muskellähmungen. Darum sind einige
dieser Krankheit gehört, aber die wenigsten wissen, was es MS-Kranke auf einen Rollstuhl angewiesen.
damit tatsächlich auf sich hat.06
Etwa jeder zweite Patient leidet zusätzlich unter psychischen zu erleichtern, ist die Selbsthilfe. Damit sind in der Regel
Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen. Oftmals Selbsthilfegruppen gemeint, in denen der Betroffene auf
treten auch Sprech- und Konzentrationsstörungen auf. Bei andere Menschen mit ähnlichen Problemen trifft. Dies er-
manchen Erkrankten zeigen sich nur wenige MS-Symptome, möglicht den gegenseitigen Informationsaustausch, eine
bei anderen mehrere gleichzeitig. Das Beschwerdebild kann Beendigung der sozialen Isolation und eine emotionale
also bei jedem Betroffenen ganz unterschiedlich ausfallen. Unterstützung bei Krisen. Auch im Landkreis Rosenheim gibt
es ein paar dieser Gruppen für MS-Kranke.
Bei der Therapie der MS kommen vor allem Medikamente
zum Einsatz, die das Immunsystem beeinflussen. Damit sol-
len die Häufigkeit und die Intensität der Schübe gemildert
werden. Zur weiteren Unterstützung sollen Physio-, Psycho- Julia Schuster
und Ergotherapie die Lebensqualität des Patienten verbes-
sern. Eine weitere Möglichkeit, das Leben mit der Krankheit
istockphoto07
SekoRo Berichte und
Auswirkungen der Multiple Sklerose
auf Familie und Partnerschaft
ultiple Sklerose (MS) trifft nicht nur den Multiple Sklerose und Umwelt
M Erkrankten, sondern immer auch die Men-
schen, die mit ihm leben. Sie verändert die
Beziehung und wirft Probleme auf. Die Partner müssen
Am wichtigsten ist Aufklärung über die Erkrankung und ihre
Auswirkungen. MS-Betroffene sind auf Grund zahlreicher
ihre Beziehung den Erfordernissen der MS anpassen Symptome, die oft unsichtbar sind (Fatigue = extremer
und sie umgestalten. Es müssen gemeinsame Strate- Erschöpfungszustand, Schmerzen, Blasen- und Darmpro-
gien für die Bewältigung der veränderten Lebenssitua- bleme, Sensibilitätsstörungen, kognitive Störungen, Depres-
tion gefunden werden. Wichtig dabei ist Offenheit und sionen, etc.) nicht mehr so belastbar und leistungsfähig und
das Über-alles-Reden-können. stoßen oft auf Unverständnis und Vorurteile. (z. B. werden
Unsicherheiten beim Gehen als Alkoholprobleme interpre-
Auch das Freizeitverhalten wird der MS angepasst, da die tiert; auch die Fatigue ist für gesunde Menschen schwer
Betroffenen oft nicht mehr so belastbar sind oder verschie- nachvollziehbar). Deshalb versuchen viele Betroffene ihre
dene Einschränkungen haben. So kann es sein, dass im Krankheit geheim zu halten, z. B. aus Angst um den Verlust
Laufe der Erkrankung z. B. andere Freizeitaktivitäten gefun- des Arbeitsplatzes.
den werden müssen. Dies kann sich auch auf den Freundes-
kreis auswirken. Fröhlichkeit auf der 25. Jahr Feier
Der familiäre Alltag wird durch die MS stark verändert. Die
anfallenden Aufgaben werden neu verteilt und auf die
Gesunden kommen neue Pflichten und Lasten zu. Auch
übernehmen manchmal die Kinder unterstützende Dienste.
Aber Kinder sollen nicht als Pflegeperson eingesetzt werden!
Oft erleben die gesunden Partner mit wachsendem Pflege-
bedarf, dass ihre Freiräume immer mehr eingeschränkt wer-
den und sie zu wenig Zeit für sich haben. Sie sind dann auch
einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Wichtig
ist, Entlastungsstrategien zu entwickeln, sich rechtzeitig Rat
und Hilfe zu holen, was sowohl in der Beratungsstelle der
DMSG sein kann als auch in einer Angehörigengruppe.
Gerade den Austausch mit anderen bezeichnen die Betrof-
fenen und Angehörigen als sehr hilfreich. Man erlebt, dass
man mit seiner Situation nicht allein ist, sondern dass es
anderen auch so geht.
Bei der Reittherapie wird das Zusammenspiel
Konzentriert wird bei der Maltherapie gearbeitet Mensch und Tier aktiv gefördert.08
SekoRo Berichte und
MS-Gruppen
in Rosenheim Stadt und Land
2 Gruppen in Wasserburg:
• Schwerstbetroffene (Herr Schröder):
08074-917 75 30
DiplTheolPfarreiStJakob@gmx.net
Treffpunkt:
Pfarrheim St. Konrad
Brunhuberstr.
83512 Wasserburg, 13.30 Uhr
1. Mittwoch im Monat Reittherapie macht nicht nur den MS-Erkrankten Spaß
Kaffee und Kuchen, buntes Programm sondern der ganzen Familie
• leicht bis mittelbetroffene (Frau Haller):
08071-904 47 30
doro_eberstadt@yahoo.de
Treffpunkt:
Pizzeria: „Perla di Calabria“
Schustergasse 17
83512 Wasserburg
18 Uhr
2. Dienstag im Monat
machen auch gemeinsame Reisen
2 Gruppen in Rosenheim:
• Schwerbetroffene (Herrn und Frau Bauhuber,
ältere Rollstuhlfahrer):
08031-413 26 Auch ein Besuch auf dem Herbstfest steht
Treffpunkt: auf dem Programm und macht allen Freude.
Restaurant im Möbelhaus WEKO
(oder wechselnde Örtlichkeit)
Am Gittersbach 1
83026 Rosenheim
12.30 – 15.00 Uhr
Letzter Mittwoch im Monat
• Leicht bis mittelbetr., auch Neubetroffene:
„Mal schaun“ (Frau Steuck):
08031-132 39
monikasteuck@yahoo.de
Treffpunkt:
Wechselnde Lokalitäten auf Anfrage
11.30 Uhr
2. Sonntag im Monat
Geselliges Sommerfest auf dem Islandpferdehof.
Aus der „Mal schaun“-gruppe entstanden:
• Malgruppe (14-tägig)
• Nähgruppe (mtl.) Karin Brummer, Dipl.-Soz.Päd.(FH)
• Spielegruppe (mtl.)
• Angehörigengruppe: Treffen alle 2 Monate Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft
Beratungsstelle Oberbayern
1 Gruppe in Bad Aibling: Austraße 5a, 83022 Rosenheim
Neubetroffene und leicht Betr.: Tel.08031 69422, 382187, FAX: 08031 268307
treffen ca. alle 2 Monate in Lokal, Email: brummer@dmsg-bayern.de
Vorträge werden organisiert. Homepage: www.dmsg-bayern.de09
SekoRo Berichte und
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung
von Menschen mit Behinderung in Rosenheim
ine barrierefreie Umwelt würde das Leben sehr testtages von Menschen mit Behinderung eine Aktion in
E erleichtern (Ausbau von Behinderten-WC, kein
Kopfsteinpflaster, abgesenkte Gehsteige, etc.)
Dazu fand am 5. Mai im Rahmen des Europäischen Pro-
der Rosenheimer Fußgängerzone statt, an der auch die
MS-Gruppen beteiligt waren.
2. Bürgermeister Anton Heindl besuchte zusammen mit vielen Selbsthilfegruppen die Protest Veranstaltung auf dem Max-Josefs-Platz am 5. Mai.10
SekoRo Berichte und
Bereits seit 23 Jahren veranstalten Verbände und Organi-
sationen der Behindertenhilfe und Selbsthilfegruppen überall
in Deutschland am 5. Mai Demonstrationen, um Aufmerk-
samkeit auf die Anliegen von Menschen mit Behinderung zu
lenken.
Lena Schuster
Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SekoRo11
SekoRo Berichte und
Bessere Versorgung von Diabetikern
BARMER und Deutscher Apothekerverband schließen neuen Vertrag
ie BARMER und der Deutsche Apothekerver-
D band (DAV) haben neue Regeln für die Versor-
gung von Diabetikern mit Hilfen zur Blutzucker-
bestimmung vereinbart. Bei der Versorgung mit Blut-
zukkermessgeräten entfallen ab sofort unnötige Warte-
zeiten.
Möglich wird dies durch einen innovativen Vertrag der BAR-
MER mit dem Deutschen Apothekerverband (DAV), der am
1. März 2017 in Kraft tritt. „Diabetiker bekommen in der
Apotheke ab sofort bestimmte Blutzuckermessgeräte auch
ohne Einreichen eines Kostenvoranschlages. Das erspart
ihnen Wartezeiten und baut unnötige Bürokratie ab“, sagt Dr.
Mani Rafii, Vorstandsmitglied der BARMER.
Vertrag mit Vorbildcharakter
„Der Vertrag mit der BARMER hat für uns Vorbildcharakter in Zuckertest – ein Muss für Diabetiker
der Versorgung von Diabetikern mit Blutzuckerteststreifen“,
sagt Fritz Becker, Vorsitzender des Deutschen Apotheker-
Anmerkung der Redaktion:
verbandes. „Von der Vereinbarung profitieren alle Beteilig-
Patienten, versichert bei anderen Krankenkassen, sollten
ten. Die Apotheken sind vor Preissteigerungen durch die
sich in Bezug auf diesen Artikel an ihre Krankenkasse wen-
Hersteller geschützt und haben Planungssicherheit, wäh-
den.
rend die Krankenkasse einen effizienteren Mitteleinsatz hat.“
Entscheidend sei aber der Patientennutzen. „Die gut einge-
stellten Patienten müssen sich keine Sorgen machen, denn
sie werden wie bisher weiterversorgt“, sagt DAV-Vorsitzen-
der Becker: „Wer auf neue Teststreifen eingestellt wird, hat
nun zusätzlich die Wahl, das Messgerät sofort mit den
Teststreifen mitzunehmen."
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Hochwertige und wirtschaftliche Versorgung
mit Teststreifen
Über den Vertrag haben Diabetiker der BARMER weiterhin
Zugriff auf alle am Markt befindlichen Teststreifen. Er bein-
haltet zusätzlich zu den bereits bestehenden Preisgruppen
eine dritte Gruppe für besonders wirtschaftliche und qualita-
tiv hochwertige Teststreifen. In der dritten Preisgruppe befin-
den sich bereits 88 Blutzuckerteststreifen, darunter von füh-
renden Herstellern. Der Vertrag soll dafür sorgen, dass die
Umstellung von Patienten auf neue Teststreifen so reibungs-
los wie möglich verläuft. Zentraler Bestandteil ist dabei die GEORG
HAPTL
PTL
umfassende Beratung durch den Apotheker, wenn der ®
Diabetiker ein neues, gleichwertiges Messgerät mit alternati-
ven Teststreifen erhält. BESTATTUNGEN GMBH
Quelle Text und Bild: Barmer BEK Krankenkasse Berlin, 28.
Februar 2017ANZEIGE
Früherkennung von
Hörschäden mit dem
Smartphone
App passt Klang der Musik an das
individuelle Gehör an
mmer mehr junge Menschen leiden unter Hörschä-
I den. So stieg die Zahl der 15- bis 35-jährigen BAR-
MER-Versicherten, die auf Hörhilfen angewiesen
sind, zwischen den Jahren 2010 und 2015 um fast ein
Drittel. Schuld daran ist auch zu laute Musik aus dem
Smartphone-Kopfhörer.
Zum Welttag des Hörens am 3. März starten BARMER und
Mimi Hearing Technologies GmbH gemeinsam eine Initiative
zur Früherkennung und Prävention von Hörschäden. Mit den
von Mimi entwickelten Apps „Mimi Hörtest“ und „Mimi Music“
können Nutzer einen Hörtest machen, die Musik auf dem
Smartphone an das eigene Gehör anpassen und schließlich
bei geringerer Lautstärke mehr Details hören.
„Junge Leute reden nicht gerne über Prävention. Das wird
als uncool empfunden. Wir müssen sie daher über andere
Kanäle erreichen, nämlich ihrem Smartphone. Mit diesen
innovativen Apps setzen wir somit auf eine digitale
Gesundheitsversorgung und prägen so den medizinischen
Fortschritt aktiv mit“, sagt Dr. Mani Rafii, Vorstandsmitglied
der BARMER. Aber auch für betagtere Ohren seien die Apps
geeignet. Da das Gehör mit dem Alter nachlasse, sei es
besonders empfehlenswert, die Musik individuell anzupas-
Ambulanter Pflegedienst sen. „Mit diesen Apps könnte das Lieblingsstück von damals
wieder so gut klingen wie beim ersten Mal“, so Rafii.
und soziale Individuell statt laut
Der Hörtest von Mimi gibt dem Nutzer Aufschluss über sein
persönliches Hörvermögen. Diese Ergebnisse werden
Dienstleistungen genutzt, um den Klang aus dem Smartphone anzupassen.
„Um Musik in der gesamten Breite genießen zu können,
müssen Nutzer dank der Technologie von Mimi die
Wir bieten: Lautstärke nicht mehr voll aufdrehen. In Zukunft wird das
■ fachlich qualifizierte häusliche Alten- und Krankenpflege individuelle Hören die wichtigere Rolle für ein gutes
Klangerlebnis spielen“, sagt Dr. Henrik Matthies, Geschäfts-
■ Pflegeberatung und Pflegebesuche führer der Mimi Hearing Technologies GmbH. Musik aus
■ Hauswirtschaftliche Dienste, Umzugshilfen, dem Smartphone sei ohnehin längst für viele ein ständiger
Begleiter. Mimi integriere die präventive Idee des gesunden
Wohnungsauflösungen
Hörens unkompliziert per App direkt in den Alltag.
■ Soziale Beratung, Wohnberatung
Weitere Informationen zu den Apps gibt es hier:
www.mimi.io
Unsere Pflegedienstleitung Ursula Steinbeisser Quelle Text und Bild:
freut sich auf Ihren Anruf BEK Krankenkasse, Berlin, 13. Februar 2017
Tel. 08031 2199 85 Gerade junge Menschen strapazieren ihr Gehör durch laute Musik
Diakonische Dienste Rosenheim gemeinnützige GmbH
Innstraße 72
83022 Rosenheim
Tel. 08031 2199 85
Fax 08031 2199 45
info@ddro.de
www.diakonie-rosenheim.de13
SekoRo Berichte und
Mückenabwehr:
Exotische Stechmücken gar nicht mehr so exotisch
ückenschutz lohnt sich, denn Stechmücken sogar ein Todesfall. Auch in Deutschland, beispielsweise in
M können unter Umständen schwerwiegende
Krankheiten übertragen. „Dank der Globalisie-
rung sind ehemals exotische Stechmücken hierzulande
Baden-Württemberg und Thüringen, sind schon Exemplare
der Asiatischen Tigermücke gesichtet worden. „Sie sind hier-
zulande noch selten, allerdings steigt ihre Zahl weiter an“, so
mittlerweile gar nicht mehr so selten. Und durch den die Medizinerin.
Klimawandel können sie sich hier weiter ausbreiten“,
weiß Dr. Utta Petzold, Medizinerin bei der BARMER. Mückenschutz leicht gemacht
Experten gehen davon aus, dass das Jahr 2017 für Insekten
Eine Reise nach Italien oder Südfrankreich ist für uns in Deutschland aufgrund der für sie günstigen Wetter-
Deutsche wirklich keine Fernreise – und doch kann man dort bedingungen ein „gutes“ Jahr werden wird. Unabhängig von
von einer „exotischen“ Stechmücke gestochen werden. der zunehmenden Verbreitung von exotischen Stechmücken
Aufgrund des weltweiten Handels gelangen die Eier der scheint ein Schutz vor Stechmücken in diesem Jahr daher
Tiere aus den fernen Ursprungsländern nach Europa, wo sie besonders sinnvoll. Petzold rät, präventiv alle möglichen
mittlerweile durch die steigenden Temperaturen bessere Brutstätten am Haus und im Garten zu eliminieren. „Schon
Überlebenschancen vorfinden. „In Italien hat sich beispiels- kleine Mengen mit Restwasser in Gießkannen, Dachrinnen
weise die Asiatische Tigermücke fest etabliert. Sie kann oder alten Autoreifen sind ideale Eiablageplätze für Mücken.
mehr als 20 verschiedene Viren übertragen, darunter auch Wer den Abend im Freien genießen möchte, sollte diese
das Dengue-, das Chikungunya- oder das Westnil-Fieber- Sammelbecken daher regelmäßig leeren. Außerdem kann
Virus, die alle für den Menschen gefährlich werden können“, man sich vor Mückenstichen mit dicht gewebter, weiter
erklärt Petzold. Kleidung schützen. Mückenabweisende Cremes oder Lotio-
nen, auch unter der Kleidung aufgetragen, bieten ebenfalls
Die krankmachenden Viren können auf weitere Menschen einen guten Schutz“, so Petzold. Für Kinder- und
übertragen werden und lokal gehäuft zu Krankheitsaus- Schlafzimmer eignen sich Mückenschutzgitter an den
brüchen führen. Petzold nennt ein Beispiel aus dem Jahr Fenstern oder ein Moskitonetz über dem Bett.
2007, das mittlerweile gut belegt ist: Ein Inder reiste zu sei-
ner Verwandtschaft nach Italien. Er war vor seiner Abreise
von der Asiatischen Tigermücke gestochen worden und Barmer – GEK, Webcode p007656
erkrankte in Italien am Chikungunya-Virus. Das Resultat war
der Ausbruch der Erkrankung bei über 200 Menschen und
Tigermücke, die mittlerweile auch bei uns zu finden ist.14
SekoRo Berichte und
Fachkundige Beratung in den Apotheken
Selbstmedikation
Kein Rezept, kein Risiko?
er sich nicht fit fühlt, geht nicht unbedingt immer eine Beratung durch den Apotheker über Vorer-
W zum Arzt, sondern versucht es oft zunächst
einmal mit Selbstmedikation. Besonders nahe
liegt der Gang in die Apotheke, wenn die Betroffenen
krankungen, Unverträglichkeiten und die Einnahme von
Medikamenten erfolgen. Nur so kann der Apotheker das rich-
tige Arzneimittel entsprechend der individuellen Beschwer-
keine Zeit für einen Arztbesuch haben und sie ihre eige- den des Patienten aussuchen und Hinweise zur richtigen
nen Beschwerden als nicht sehr schwerwiegend ein- Einnahme geben. Das Lesen des Beipackzettels kann wei-
schätzen. Vor allem Kopf- oder Rückenschmerz- tere wichtige Informationen zur Einnahme geben.
Geplagte, Menschen mit Erkältung, Verdauungsbe-
schwerden, Schlafstörungen oder Hautproblemen be- Vorsicht vor Wechselwirkungen
handeln sich erst einmal selbst, ohne einen Arzt hinzu- Als Beispiel für Wechselwirkungen zwischen verordnungsfä-
zuziehen. higen und rezeptfreien Medikamenten nennt Günther Mittel
gegen Herzrhythmusstörungen, kombiniert mit rezeptfrei
„Gegen Selbstmedikation ist nichts einzuwenden, wenn man erhältlichen Abführmitteln. Bei gleichzeitiger Einnahme kann
ein paar Dinge beachtet“, so Heidi Günther, Apothekerin bei die Wirkung des Herzmedikamentes verstärkt werden,
der BARMER. Probleme können beispielsweise entstehen, Herzrhythmusstörungen und Ohnmacht können die Folge
wenn durch die Einnahme von nicht verschreibungspflichti- sein. Frauen, die die „Pille“ einnehmen, sollten vorsichtig bei
gen Medikamenten Wechselwirkungen mit anderen Mitteln Johanniskraut sein, denn durch die Wechselwirkung beider
auftreten. Aus diesem Grund sollte bei Selbstmedikation Mittel ist ein 100-prozentiger Verhütungsschutz nicht mehrANZEIGE
Diakonieverein
gegeben und eine ungewollte Schwangerschaft ist möglich. Prien
Wer regelmäßig Blutverdünner einnimmt, sollte auf Schmerz-
mittel wie Ibuprofen, Acetylsalizylsäure oder Diclofenac ver-
zichten, denn diese verstärken die Wirkung, und es können
Blutungen, auch innere Blutungen, auftreten.
Ökumenische Sozialstation
„Besonders vorsichtig mit der Selbstmedikation sollten Prien am Chiemsee und Umgebung
Senioren sein, denn sie leiden häufig unter mehreren Er-
krankungen, die mit verschiedenen Präparaten behandelt
werden. Die Gefahr von Wechselwirkungen der Medikamente
ist daher sehr groß“, warnt Günther. Hinzu kommt, dass sich
mit zunehmendem Alter die Pharmakokinetik der Arzneimittel
verändert, also der Prozess der Wirkstoffaufnahme, der
Verteilung im Körper, des Ab- und Umbaus und der Ausschei-
dung. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist hier besonders wich-
tig, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden.
Keine bereits früher verordneten Präparate einnehmen
Kritisch sieht die Expertin auch, wenn der heimische
Apothekenschrank durchsucht und ein verschreibungspflich-
tiges Präparat eingenommen wird, dass bereits früher ver-
ordnet wurde. „Möglicherweise weicht das aktuelle
Krankheitsbild von dem früheren ab, so dass der Einsatz des
Mittels nicht sinnvoll oder sogar schädlich ist“, erklärt
Günther. Bereits verordnete Arzneimittel sollten daher ohne
Rücksprache mit dem Arzt später nicht mehr zum Einsatz
kommen.
Wer bereits länger unter Beschwerden wie beispielsweise
Schlafstörungen, Schmerzen oder Magen-Darm-Problemen
leidet, sollte die Ursachen dafür von einem Arzt abklären las-
sen. Auch bei vermeintlich harmlosen Hautproblemen hilft
Pflege &Hilfe
besser ein Fachmann, bevor man die Haut mit falschen
bei Ihnen zuhause
Mitteln noch mehr schädigt.
Die Ökumenische Sozialstation Prien ist eine Einrichtung
des Diakonievereins Prien und der Caritas.
Quelle Text und Bild: BEK Barmer Krankenkasse
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SekoRo Berichte und
Wandern im Alter: Bewegung, die gut tut
as lange Zeit als verstaubte Art der Freizeit-
W gestaltung galt, erlebt seit einigen Jahren ein
ungeahntes Comeback: Wandern ist ein abso-
luter Trendsport. Kein Wunder, schließlich macht die
Bewegung in der freien Natur nicht nur Spaß, sondern
ist auch ein ganzheitliches Fitnesstraining, das sich
auch und besonders für ältere Menschen gut eignet.
Wandern ist nicht nur des Müllers Lust. Laut Statistiken zählt
die ursprünglichste Art der Fortbewegung zu den beliebte-
sten Outdoor-Aktivitäten der Deutschen. Fast jeder Zweite
schnürt regelmäßig die Wanderstiefel, darunter auch viele
Senioren. Und das aus gutem Grund. Denn Wandern ist
gerade im Alter eine tolle Möglichkeit, Körper und Geist fit zu
halten. „Kaum etwas eignet sich so gut zum Abschalten und
Auftanken wie eine Wanderung. An der frischen Luft, am Wanderutensilien – Rucksack, Hut, Wanderkarte
besten in Gesellschaft, fällt es leicht, einfach mal durchzuat- und vor allem gute Schuhe
men. Und das gleich im doppelten Sinn, denn durch die kör-
perliche Aktivität weitet sich einerseits die Lunge, anderer-
Gut ausgerüstet auf den Weg
seits kommt auch der Geist zur Ruhe und wir können Stress
Genauso wichtig wie die sorgfältige Routenplanung ist auch
abbauen“, erklärt Klaus Möhlendick, Diplom Sportwissen-
die richtige Ausrüstung. Grundsätzlich sollte die Kleidung
schaftler bei der BARMER. Außerdem, so der Experte, ver-
bequem und an die Witterungsverhältnisse angepasst sein.
ringere sich das Risiko für Krankheiten, weil mit der Zeit das
Feste Stiefel mit einem guten Profil sowie Wanderstöcke
Immunsystem gestärkt würde. Gleichzeitig könne Wandern
sind ein Muss, eine winddichte und regenfeste Jacke schützt
das Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen und den
außerdem vor einem unangenehmen Wetterumschwung
Blutdruck senken, Ausdauer und Koordination stärken, und
während der Tour. Immer dabei sein sollte eine ausreichen-
überflüssige Pfunde schmelzen lassen. „Besonders im Alter
de Menge zu Trinken, mindestens zwei Liter pro Person und
wirkt sich die Bewegung positiv aus. Sie wirkt stabilisierend
Tag. Dicke Socken, die gut am Fuß sitzen, können während
auf Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder an Armen und
der Wandertour als Polster in den Stiefel dienen, und die
Beinen, und auch die Haltemuskulatur an der Wirbelsäule
Bildung von schmerzhaften Blasen vermeiden. Wer ein
und den Gelenken wird gestärkt. Durch die Bewegung kann
Picknick plant, kann eine dünne Decke als Unterlage einpak-
sogar Osteoporose vorgebeugt werden, und die verbesserte
ken, um die verdiente Pause auch wirklich genießen zu kön-
Koordination trägt zur Sturzprofilaxe bei“, so Möhlendick.
nen.
Die richtige Planung ist das A und O
Das gehört in den Rucksack:
Ein weiterer Vorteil des Wanderns liegt darin, dass man es
• Wanderkarte, evtl. Kompass
ganz auf seine individuelle Fitness abstimmen kann. Selbst
• Aufgeladenes Handy für Notfälle
Untrainierte können, sofern keine medizinischen
• Erste-Hilfe-Ausrüstung, evt. Taschenlampe
Einschränkungen vorliegen, direkt loslaufen. Allerdings soll-
• Gesundes, mineralstoffreiches Essen
ten sich Senioren, die eine Wandertour planen, besonders
• Ausreichend Mineralwasser oder ungesüßter Tee
gut vorbereiten. „Egal ob im Urlaub oder vor der eigenen
• Je nach Wetter: Mütze, Regenschutz, Sonnencreme
Haustür, die Route sollte weder zu lang, noch zu anstren-
gend sein. Am besten informiert man sich vorab, etwa
anhand eines Wanderführers, über die geografischen
Gegebenheiten und über Möglichkeiten, Pausen einzulegen.
Barmer – GEK, Webcode p007660
Auch das Tempo ist ein wichtiger Faktor, denn erfahrungsge-
mäß brauchen untrainierte Wanderer zusätzlich noch einmal
ungefähr die Hälfte der Zeit, die für die jeweilige Wanderung
offiziell angegeben ist“, rät Möhlendick.17
SekoRo Berichte und
Neuer Vorstand Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V.
uf der Mitgliederversammlung des Vereins Ergänzt wird das Vorstandstrio durch Gudrun Hobrecht,
A Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. wurde am
Mittwoch, den 10. Mai 2017 im Allgäuhaus in
Wertach nahezu einstimmig ein neuer Vorstand gewählt.
einer Diplomsozialpädagogin, die beim Caritasverband
Scheinfeld und Landkreis Neustadt a. d. Aisch - Bad Winds-
heim seit 15 Jahren im Selbsthilfe-Büro vor Ort tätig ist.
Neben dem Geschäftsführer des Selbsthilfezentrums Gudrun Hobrecht erklärte, dass sie ihre langjährigen Er-
München, Klaus Grothe-Bortlik, der nun schon zum drit- fahrungen als Selbsthilfeunterstützerin im ländlichen Raum
ten Mal für eine neue Amtszeit kandidierte und bei den einbringen möchte und sich über die neue verantwortungs-
Mitgliedern und Kooperationspartnern gleichermaßen volle Aufgabe auf Landesebene sehr freut. Die Geschäfts-
geschätzt wird, wurden zwei sehr engagierte Frauen in führerin der Selbsthilfekoordination Bayern (SeKo Bayern),
den dreiköpfigen Vorstand gewählt. Theresa Keidel, gratulierte den drei gewählten Vorständen
und freut sich mit ihrem Team und den anderen bayerischen
Eine davon ist Renate Mitleger-Lehner aus München, die Selbsthilfeberater/innen sehr auf eine gute Zusammenarbeit.
sich als Rechtsanwältin seit Jahren für das Thema
Selbsthilfe engagiert. Renate Mitleger-Lehner erzählte bei In Bayern gibt es 11.000 Selbsthilfegruppen zu ca. 900 The-
ihrer Vorstellung, dass ihr das Thema Selbsthilfe immer men, die von den 32 selbsthilfeunterstützenden Einrichtun-
mehr ans Herz gewachsen sei. Nicht erst seit der Heraus- gen des Vereins SeKo Bayern beraten und unterstützt wer-
gabe des von ihr verfassten Bestsellers „Recht für den.
Selbsthilfegruppen“, der erstmals im Jahre 2010 erschien,
hat sie sich inhaltlich intensiv mit juristischen Fragen rund Der Verein SeKo Bayern bietet Informationen, Fortbildun-
um die Selbsthilfe beschäftigt (z.B. in der Vorläuferbroschüre gen, Großveranstaltungen und Kooperationen rund um das
„Recht und Haftung für Selbsthilfegruppen, 1995“ oder als Thema Selbsthilfe an. Die nächste große Fachtagung findet
ehrenamtliche Beraterin einer Selbsthilfegruppe für Frauen am 8. Juli 2017 in Passau zum Thema „Sucht trifft DICH und
in Trennungs- und Scheidungssituationen). Seit 6 Jahren ist MICH“ statt.
sie als Fortbildnerin für Selbsthilfegruppen, Organisationen Mehr Informationen unter www.seko-bayern.de.
und Selbsthilfekontaktstellen unterwegs. Dabei hat sich die
Theresa Keidel,
Anwältin auch über die bayerischen Grenzen hinaus im
SeKo Bayern
gesamten Bundesgebiet für Selbsthilfe einen sehr guten
Namen gemacht. In Bayern erweiterte sie ihre Vortrags- Neuer Vorstand: v. l. n. r. Gudrun Hobrecht,
tätigkeit in den Bereich Bürgerschaftliches Engagement. Klaus Grothe-Bortlik und Renate Mitleger-Lehner.Von links: Karin Woltmann (SekoRo) Iris Gans und Rebekka Brosig
Interview der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim
von Rebekka Brosig (Praktikantin im Diakonischen Werk)
R. B.: Könnt ihr die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim kurz SekoRo: Die SekoRo zeigt Möglichkeiten der Gruppenarbeit
darstellen? auf, stärkt den Initiatoren den Rücken in der Anfangsphase,
SekoRo: Die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim – SekoRo – hilft der Gruppe, sich zu organisieren und unterstützt ganz
des Diakonischen Werks ist eine Kontakt-, Informations- und praktisch bei der Raumsuche. Zudem bieten wir verschiede-
Koordinationsstelle für Selbsthilfe in Stadt und Landkreis ne Fortbildungsmöglichkeiten und Gesamtgruppentreffen
Rosenheim. Grundsätzlich sind wir Ansprechpartner in allen zum Austausch an. Wir unterstützten auch bei der Zusam-
Belangen rund um das Thema “Selbsthilfe”. menarbeit mit Fachleuten, zeigen Wege auf, wie die Gruppe
öffentlich bekannt werden kann, informieren bei Gesund-
R. B.: Wer arbeitet bei der SekoRo? heitsgruppen über Fördermöglichkeiten. Bei uns können
SekoRo: Bei der SekoRo sind ein Leiter mit fünf Wochenstun- Interessierte auf Wunsch auch anonym Kontakt aufnehmen.
den, zwei Halbtageskräfte mit jeweils 20 Stunden und eine
Verwaltungskraft mit zehn Stunden beschäftigt. R. B.: Was sind die Inhalte der Fortbildungen für die SHG-
Mitglieder?
R. B.: Wie viele Selbsthilfegruppen gibt es im Raum Rosen- SekoRo: Die Angebote sind sehr vielfältig und orientieren
heim? sich nach Möglichkeit an den Bedürfnissen und Wünschen
SekoRo: Im Juni diesen Jahres waren es 138 Gruppen in der Gruppen. Es gibt Fortbildungen zu allen möglichen
Stadt und Landkreis Rosenheim. Themen der Gruppenarbeit oder zur Gestaltung der Öffent-
Die Selbsthilfethemen verteilen sich auf die Bereiche lichkeitsarbeit. Regelmäßig finden auch Informationsabende
Abhängigkeit und Sucht, Gesundheit, Behinderung sowie statt, z. B. über die Förderungsmöglichkeiten von gesund-
soziale und sonstige Themen. heitsbezogenen Selbsthilfegruppen. Wichtig ist für die Grup-
pen auch der Austausch untereinander. Wir bieten dreimal
R .B.: Was sind die Kriterien der Selbsthilfegruppen? im Jahr ein Gruppensprecher-Forum an. Daneben werden
SekoRo: Selbsthilfegruppen sind ein Zusammenschluss von ca. zweimal im Jahr Fortbildungen für die Selbsthilfegruppen
Betroffenen oder Angehörigen, die sich ohne professionelle organisiert.
Fachkraft, freiwillig und regelmäßig zum gemeinsamen
Austausch treffen. Selbsthilfegruppen zeichnen sich durch R. B.: Welche weiteren Unterstützungen gibt es für die SHGs?
eine eigenverantwortliche, verbindliche und aktive Beteili- SekoRo: Alle Funktionsträger können sich mit allen Belangen
gung der Einzelnen aus, sie sind kostenfrei und für jeder- an die Selbsthilfekontaktstelle wenden. Wir beraten gerne
mann zugänglich. telefonisch oder persönlich und können bei Bedarf auch die
Gruppen aufsuchen und die Treffen begleiten. Natürlich steht
R. B.: Was sind die Motive, eine SHG zu gründen? die Kontaktstelle auch allen an Selbsthilfe Interessierten mit
SekoRo: Menschen mit gleichen oder ähnlichen Themen, Rat und Tat zur Verfügung.
das können Probleme, Krankheiten oder Anliegen im
gesundheitlichen, sozialen oder persönlichen Bereich sein, R. B.: Warum ist es hilfreich in eine SHG zu gehen?
haben oft das Bedürfnis, sich darüber mit anderen auszutau- SekoRo: Menschen treffen sich zum gemeinsamen Erfah-
schen. Ein starkes Band der Verbundenheit durch die eige- rungs- und Informationsaustausch. Ihr Anliegen ist es, sich bei
ne Betroffenheit, ist dabei ein unschätzbarer Wert, der die der Bewältigung von Krankheiten, psychischen oder sozialen
Gruppe und damit auch jedes Mitglied stärkt. Durch gegen- Schwierigkeiten zu unterstützen. Zu spüren, nicht alleine von
seitige Unterstützung können Krisen viel besser gemeistert einer Krankheit oder einer schwierigen Lebenssituation betrof-
werden. fen zu sein, empfinden viele als große Hilfe und Entlastung.
Die Gruppenmitglieder können sich gegenseitig Verständnis,
R. B.: Welche Unterstützung wird bei einer Gruppenbildung Trost, Entschlossenheit und Mut spenden, neue Verhaltens-
gegeben? weisen ausprobieren und Erfahrungen austauschen. Selbst-ANZEIGE
hilfegruppen sind so erfolgreich, weil jede Person der Gruppe
aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann, wie es dem
Anderen geht. Das schafft eine unglaubliche Gemeinschaft, in
der sich die Mitglieder einfach gut aufgehoben fühlen.
R. B.: Welcher Personenkreis besucht eine SHG?
SekoRo: Unserer Erfahrung nach werden Selbsthilfegrup-
pen von allen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten
besucht. Letztendlich muss jeder selbst den Schritt in eine
Gruppe wagen, dort seinen Platz finden und mit der Gruppe
wachsen. Das geht nicht bei den ersten zwei, drei Besuchen,
das braucht schon ein wenig Zeit, aber das Resultat spricht
dann für sich.
R. B.: Gibt es dennoch gesellschaftliche bzw. emotionale
Barrieren eine SHG aufzusuchen?
SekoRo: Sicherlich gibt es Vorbehalte eine Selbsthilfegruppe
zu besuchen, besonders bei heiklen Themen, wie z. B. Mob-
bing, Messies oder Sucht. Da ist dann die Anonymität für die
Menschen ganz wichtig. Das unterstützen wir als Kontakt-
stelle, indem mancher Kontakt zur Selbsthilfegruppe über uns
läuft. Und in den Selbsthilfegruppen gilt: „Wen Du hier siehst,
was Du hier hörst, wenn Du gehst, lass es hier!“ Vertraulich-
keit ist oberstes Gebot!
R. B.: Dann gewinnt die Selbsthife zunehmend an Akzeptanz
oder Ansehen?
SekoRo: Aus unserer Sicht ist in den letzten Jahren ein gro- Haus Sebastian
ßer Wandel in der Wahrnehmung und Wertschätzung der
Selbsthilfegruppen eingetreten. Viele, die früher bei Selbsthilfe Soziotherapeutische
vor allem an „Jammergruppen“ dachten, erkennen die großen Facheinrichtungen
Vorteile. Auch der stetig ansteigende Anteil an Fördergeldern
der gesetzlichen Krankenkassen macht diesen Trend deutlich.
Der Wert der Selbsthilfegruppen ist schwer messbar, aber der Für wen sind wir da?
Gesetzgeber hat wohl auch die enorme wirtschaftliche Wir unterstützen chronisch alkoholabhängige Menschen
Entlastung für das Gesundheits- und Sozialwesen erkannt. auf dem Weg in eine trockene Zukunft.
Denn Menschen, die sich in Selbsthilfegruppen engagieren,
tragen aktiv zur besseren Versorgung für sich und andere bei. Sie wollen Ihr Leben verändern?
Sie verbessern dadurch auch evtl. Heilungsfortschritte und ■ Kontaktaufnahme
überwinden Schwierigkeiten erfolgreicher, als Menschen, die ■ Abklärung
eher alles mit sich allein ausmachen. ■ Lösungsvision
■ Integration
R. B.: Wie kann Kontakt zur SekoRo aufgenommen werden?
SekoRo: Uns erreichen die Menschen über Telefon, E-Mail, Was können wir Ihnen anbieten?
oder Internet. Auch persönlich stehen wir für Gespräche zur ■ Integration
Verfügung. Am besten ist es, wenn Interessierte einen Termin ■ Psychiatrische Begleitung
vereinbaren, damit wir entsprechend Zeit haben. Die Kontakt- ■ Rückfallprophylaxe
daten sind: ■ Aktive Freizeitgestaltung
Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim – SekoRo, Diakonisches ■ Entwicklung von nachhaltigen Lösungsansätzen
Werk Rosenheim, Klepperstraße 18 in 83026 Rosenheim. Was könnte nach dem Aufenthalt sein?
Telefonisch zu erreichen unter 08031-235 11 41, per E-Mail Suchtmittelfreies Leben mit Eigenverantwortung und
unter selbsthilfekontaktstelle@dwro.de und im Internet Selbstständigkeit
unter www.sekoro.de. Dort findet man auch eine genaue
alphabetische Aufstellung aller Selbsthilfegruppen in der Gerne informieren wir Sie unverbindlich oder erstellen mit Ihnen
Region, teilweise mit Kontakten per E-Mail oder Homepages. einen individuellen Behandlungsplan nach Ihren Bedürfnissen.
R. B.: Was macht die Arbeit der SekoRo besonders?
SekoRo: Die Arbeit in der Selbsthilfe ist geprägt durch die Wie können Sie uns erreichen?
Vielfältigkeit. Immer wieder neue Themen, neue Menschen Soziotherapeutische Facheinrichtungen Haus Sebastian
und verschiedene Aufgaben, die daraus resultieren. Die Arbeit Sonnenweg 28
wird nicht langweilig und ist in Rosenheim auch immer wieder 83088 Kiefersfelden
innovativ. stfe@sd-obb.de
Tel. 08033 6989 0
www.soziale-dienste-obb.deANZEIGE
Alle
Vorträge
sind
kostenfrei
Gesundheitsforum
Wir laden Sie ein ... Gesundheitsforum:
Multiple Sklerose
Wir möchten Sie herzlich zu unserer diesjährigen Informa-
tionsveranstaltung über Multiple Sklerose (MS), am
Donnerstag, den 19. Oktober 2017 um 19.00 Uhr, einladen.
Bei der MS können bereits ab Erkrankungsbeginn Nerven-
schäden durch die Entzündung im zentralen Nervensystem
entstehen. Das Ziel der aktuellen Behandlungskonzepte in
der Immuntherapie bei MS sind die Vermeidung neurologi-
Bildnachweis © contrastwerkstatt/fotolia.com
scher Ausfälle und die möglichst komplette Unterdrückung
RoMed Klinik Prien am Chiemsee der Krankheitsaktivität. Sie erfahren im ersten Vortrag,
PRI warum die frühzeitige Therapie für einen langfristigen Be-
Hüft- und Kniegelenkverschleiß: handlungserfolg so wichtig ist.
Neues in der Endoprothetik an Knie- MS-Betroffene haben eine höhere Neigung zur Depression,
und Hüftgelenk was die Lebensqualität negativ beeinflusst. Daraus ergibt
Donnerstag, 12.10.2017, 19 Uhr sich die Notwendigkeit einer rechtzeitigen und konsequenten
Behandlung. Wir möchten Sie anhand eines Fallbeispiels
Veranstaltungsort: über die Früherkennung und Therapie der Depression bei
Harrasser Straße 61 – 63, 83209 Prien MS informieren.
Schmerzen bei MS können verschiedene Ursachen haben.
Hier wollen wir auf den Umgang mit Schmerzen und die
RoMed Klinikum Rosenheim gezielte Therapie eingehen.
RO
Schweres Übergewicht: Abschließend geben wir Ihnen eine Übersicht zu derzeitigen
Immuntherapien und zu neuen Medikamenten bei Behand-
Wenn Diäten nicht mehr helfen lung der Multiplen Sklerose.
Dienstag,10.10.2017, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Nach den Vorträgen haben Sie auch wieder ausreichend
Gelegenheit, Fragen zu stellen und Erfahrungen auszutau-
RoMed Klinikum Rosenheim, schen. In der Pause laden wir Sie zu einem kleinen Imbiss
Konferenzraum Haus 5 / 4. OG ein.
Die Veranstaltung wird wieder gemeinsam vom Kompetenz-
Multiple Sklerose
netz Neurologie und Seelische Gesundheit Rosenheim und
Donnerstag, 19.10.2017, 19 Uhr der Neurologischen Klinik am RoMed Klinikum Rosenheim
Veranstaltungsort: organisiert.
Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus, Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der Deutschen
Rosenheim (gegenüber Klinikum) Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) durchgeführt, die im
Foyer mit einem Informationsstand vertreten sein wird.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
RoMed Klinik Wasserburg am Inn
WAS
Oberlidplastik – medizinische und Veranstaltungsort:
ästhetische Aspekte Bildungs- und Pfarrzentrum St. Nikolaus
Donnerstag, 28.09.2017, 19 Uhr Pettenkoferstraße 5
Veranstaltungsort: 83022 Rosenheim
(gegenüber RoMed Klinikum)
Sparkassensaal Wasserburg, Rosenheimer
Straße 2, 83512 Wasserburg
Ein Unternehmen der
www.romed-kliniken.de Stadt und des Landkreises Rosenheim21
SekoRo
Aktuelle Themenliste der Selbsthilfegruppen
in Stadt und Landkreis Rosenheim
Abhängigkeit und Sucht Angehörige und Freunde psychisch Kranker
Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit Angehörige von Borderlineerkrankten
Angehörige und Freunde von Alkoholikern (Al-Anon) Angehörige von Pflegebedürftigen
Anonyme Alkoholiker (AA) Burnout
Anonyme Coabhängige (CoDA) Beziehungsstörungen
Eltern von Drogengefährdeten u. -abhängigen Jugendlichen Depression
Erwachsene Kinder von Alkoholikern (Al-Anon) Essstörungen Prien
Suchthilfe (Rosenheimer Suchthilfe e. V.) Mobbing
Suchtkranke und Angehörige (Kreuzbund e. V.) Ordnung für Raum und Seele
Psychoseerfahrene
Behinderung
Psychosomatik Raubling
Autismus
Soziale Ängste
Behinderten- und Reha-Sport
Trauer
Blinde und Sehbehinderte
Trauer für Kinder und Jugendliche
Down Syndrom
Trauer nach Suizid
Handicap-Aktivgruppen (Caritas)
Verwaiste Eltern
Hörgeschädigte
Körperbehinderte Soziale und sonstige Themen
Narkolepsie Adoptierte und Pflegekinder, Pfad für Kinder
Adoptiv- und Pflegefamilien, Pfad für Kinder
Gesundheit
Familiengruppe, Pfad für Kinder
ADHS
Männergruppe
Adipositas
Trennung/Scheidung
Antidiätgruppe
Zusammen sind wir stark, Juntos
Arthrose
Borreliose Sind Sie von einem der Themen betroffen und haben
Brustkrebs Interesse sich mit anderen auszutauschen, dann melden Sie
Darmausgang, künstlicher sich bitte bei der SekoRo unter Tel. 08031-235 11 45 oder per
Diabetes E-Mail: selbsthilfekontaktstelle@dwro.de. Wir vermitteln
Dialysepatienten gerne den Kontakt zur Gruppe. Eine aktuelle Übersicht über
Fibromyalgie alle Selbsthilfegruppen in der Region Rosenheim finden Sie
Den Menschen
Kehlkopflose unter www.sekoro.de/startseite/selbsthilfe-von-a-z.
Kontinenz
stärken,
Harnableitung, künstliche Es gibt noch keine Selbsthilfegruppe für Ihr Anliegen, Thema,
oder Ihre Krankheit …?
Krebs
die Sache klären
Lungenfibrose IPF
Marfan, Regionalgruppe Südbayern
Die SekoRo hilft Ihnen gerne bei einer Gruppengründung.
Morbus Bechterew Aufgaben der Selbsthilfekontaktstelle:
Morbus Crohn • Wir informieren und beraten kostenfrei rund um das
Morbus Wilson
Thema Selbsthilfe.
Multiple Sklerose – MS
Neurofibromatose • Wir vermitteln Interessierte an bestehende Selbst-
Organspende hilfegruppen oder an entsprechende Beratungsstellen.
Osteoporose • Wir unterstützen und begleiten bei der Gründung von
Parkinson Selbsthilfegruppen.
Prostatakrebs • Wir informieren über die Selbsthilfebewegung in Stadt
Restless Legs und Landkreis Rosenheim, über landes- und bundeswei-
Rheuma
te Ansprechpartner sowie über Selbsthilfeverbände.
Sauerstofflangzeittherapie – LOT
Schlaganfallbetroffene • Wir organisieren Fortbildungs- und Informations-
Schlaganfall Angehörige veranstaltungen sowie Selbsthilfegruppen-Gesamt-
Evangelisches Bildungswerk
Syringomyelie treffen.
Rosenheim-Ebersberg e.V.
Tinnitus • Wir betreiben Öffentlichkeitsarbeit.
www.ebw-rosenheim.de
Psychische Gesundheit • Wir kooperieren mit anderen Organisationen, die eben-
Angehörige Behinderter falls Selbsthilfe unterstützen.
Angehörige Demenzerkrankter Unsere Arbeit wird unterstützt durch die Arbeitsgemein-
Angehörige MS-Betroffener schaft der Krankenkassenverbände in Bayern.22
SekoRo Berichte und
Selbsthilfe-Aktion
m auf das Thema “Selbsthilfegruppen” aufmerk- eine innovative Weise auf das Thema aufmerksam. Die vor-
U sam zu machen, präsentierte sich Ende April eine
kleine Auswahl von 9 von den 138 Selbsthilfe-
gruppen aus der Region Rosenheim auf dem Max-
beigehenden Passanten schauten sehr interessiert auf die
Stuhlreihen und die Menschen mit den Riesenzeitungen, auf
denen handschriftlich persönliche Beschreibungen einer
Josefs-Platz in der Rosenheimer Fußgängerzone. bestimmten Selbsthilfegruppe standen. Die natürliche
Neugier der Vorbeigehenden trug zu einer sehr erfolgreichen
Selbsthilfe lebt vom Mitmachen, deshalb ist es wichtig, dass Aktion bei.
die Menschen auch über die große Vielfalt der 65 Themen in In Selbsthilfegruppen kommen Menschen, die das gleiche
den 138 Selbsthilfegruppen informiert werden, um so das hilf- Anliegen haben, zusammen, um sich gegenseitig zu unter-
reiche Angebot nutzen und sich beteiligen zu können. Diese stützen und um zu lernen, wie sie mit ihrer Situation umge-
Aktion machte mit den überdimensionierten Zeitungen auf hen können. Einmal in einer Selbsthilfegruppe angekommen
Viele Passanten beließen es nicht nur beim Zuschauen,
sondern suchten das Gespräch mit den Selbsthilfegruppen.ANZEIGE
zu sein, bedeutet für viele Menschen ein Gefühl großer Hilfe,
des Angenommenseins und der Geborgenheit. Dabei wer-
den auch noch fachbezogene Inhalte vermittelt, die z. B. ein
medizinisches Versorgungssystem in diesem Umfang schwer
leisten kann.
Auskünfte rund um das Thema “Selbsthilfe in der Region”
erhalten Sie bei der Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim –
SekoRo, einer Einrichtung des Diakonischen Werks
Rosenheim unter 08031-23 511 45 oder per
E-Mail unter selbsthilfekontaktstelle@dwro.de.
Karin Woltmann,
Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SekoRo
Überdimensionale Zeitungen machten die vorbeigehenden
Menschen neugierig.
Suchthilfe – Prävention,
Beratung, Behandlung
Neben kompetenter Beratung bieten wir:
■ Präventionsarbeit
■ MPU-Vorbereitung bei Führerscheinproblemen
■ ambulante Entwöhnungstherapie
■ Schulungen, Vorträge und Workshops zu den Themen
„Betriebliche Suchtprävention“ sowie „Alter und Sucht“
Orientierungsgruppen:
Rosenheim
Dienstag: 18:00 Uhr, Mittwoch: 18:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 Uhr, Donnerstag: 17:30 Uhr bis 18:30 Uhr
offene Sprechstunde für junge Erwachsene bis 24 Jahren
RoMed Klinikum Rosenheim
Pettenkofer Straße 10, Haus 4,
Besprechungszimmer im 1. Stock, Mittwoch: 12:30 Uhr
Wasserburg
Inhalt der Reisenzeitungen: Hier als Beispiel die Kaspar-Aiblinger-Platz 24, 83512 Wasserburg
Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs. Tel. 08071 5975 190, Fax 08071 9201 054, Montag: 18:00 Uhr
RoMed Klinikum Wasserburg
Krankenhausstraße 2, Raum: U31, Freitag: 10:00 Uhr
Bad Aibling
RoMed Klinikum Bad Aibling, Harthauser Straße 16
Dienstag: 18:00 Uhr
Prien
RoMed Klinikum Prien, Harrasser Straße 61
Donnerstag: 18:00 Uhr
Fachambulanz für Suchterkrankungen
Kufsteiner Straße 55 (Eingang Rgb.)
83022 Rosenheim
Tel. 08031 3562 80, Fax 08031 3562 816
fachambulanz@sd-obb.de
www.soziale-dienste-obb.de24
SekoRo Berichte und
Angebot für Selbsthilfegruppen: Workshop zur
Selbsthilfe-Aktion
m in der Öffentlichkeit immer wieder Präsenz zu den wie die Sprechweise von Kindern, Hauptsache anders
U zeigen, aber nicht den enormen Aufwand eines
großen Selbsthilfe-Tages zu haben, veranstaltete
die Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim – SekoRo – Ende
und auffällig. Der Inhalt dieser überdimensionalen Zeitungen
enthielt Informationen über die jeweiligen Selbsthilfegrup-
pen.
April eine kleine Aktion auf dem Max-Josefs-Platz in Ro-
senheim. Im vergangenem Jahr hatte die SekoRo zusammen mit den
Kontaktstellen der Landkreise Traunstein, Berchtesgadener
Zuvor durften die teilnehmenden Selbsthilfegruppen hierfür Land und Mühldorf/Altötting ein Seminar zum Thema “Öffent-
eine sogenannte „Riesenzeitung“ basteln und beschriften. lichkeitsarbeit” veranstaltet. Die neuen Ideen werden nun
Der zu lesende Text beinhaltete Informationen über die nach und nach umgesetzt, angefangen mit dieser Aktion.
Selbsthilfegruppe, aber nicht in Form von üblichen
Informationsbroschüren, sondern in Form des gesprochenen Karin Woltmann,
Worts: Dabei durfte Dialekt genauso zu Papier gebracht wer- Selbsthilfekontaktstelle Rosenheim - SekoRo
Die Teilnehmer verschiedener Selbsthilfegruppen
werkelten sehr motiviert an ihrer Zeitung.
Viele Klebestreifen waren nötig,
um die riesigen Zeitungen zu stabilisieren.ANZEIGE
„Der Runde Tisch“
SüdOstOberbayern in
Rosenheim
s freut uns sehr, dass der Runde Tisch Sozial-, Wohnungs-,
E SüdOstOberbayern seit dem 01.01.2017 unter der
Trägerschaft des Diakonischen Werks Rosen-
heim ist. Wir sind für die Anträge der Selbsthilfegruppen
Versicherungs-
und Grundsicherungsamt
aus den Regionen Traunstein, Mühldorf, Altötting,
Berchtesgadener Land sowie der Stadt und dem Land-
kreis Rosenheim zuständig.
Das Verfahren zur Förderung der Selbsthilfegruppen durch Ihr Ansprechpartner und Dienstleister bei einer
die gesetzlichen Krankenkassen ist seit 2008 in ganz Bayern
vereinfacht. Vielzahl von sozialen Fragen und Hilfen für die
Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rosenheim
Gesundheitsbezogene Selbsthilfegruppen (aus den Berei-
chen Behinderungen, Abhängigkeiten/Sucht, chronische Er-
■ Sozialhilfe und Grundsicherung
krankungen oder seelische Erkrankungen) brauchen nicht
mehr eine Vielzahl von Anträgen an die verschiedenen
Krankenkassen stellen, sondern können mit nur einem An- ■ Leistungen für Bildung und Teilhabe
trag bei dem für sie zuständigen regionalen Runden Tisch
eine bedarfsgerechte Förderung von allen gesetzlichen
Krankenkassen erhalten. ■ Wohngeld und Wohnungswesen
Die regionalen Runden Tische stellen die Schnittstelle zwi-
schen den gesetzlichen Krankenkassen, den Selbsthilfe- ■ Rentenangelegenheiten
gruppen und den Selbsthilfekontaktstellen dar.
In ganz Bayern gibt es zwölf regionale Runde Tische. Diese ■ Besondere soz. Angelegenheiten
übernehmen für ihre Regionen die Beratung zur Antrags-
stellung, die Vorbereitung der Antragsunterlagen und die
Vorbereitung der Vergabesitzung. ■ Senioren- und Behindertenarbeit
Sie erreichen mich, als Ansprechpartnerin für den Runden
Tisch SüdOstOberbayern unter
Tel: 08031- 235 11 42,
per E-Mail: runder-tisch@sd.obb.de,
im Internet unter: www.sekoro.de
oder Sie kommen persönlich in den Klepperpark 18
in Rosenheim.
Unsere Öffnungszeiten
Gerne stehe ich Ihnen bei Fragen
Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr
rund um die Selbsthilfeförderung zur Verfügung.
Donnerstag 14.00 bis 17.00 Uhr
Iris Gans, Wir bitten um Terminvereinbarungen!
Runder Tisch SüdOstOberbayern
Sozial-, Wohnungs-, Versicherungs-
und Grundsicherungsamt
Reichenbachstraße 8
83022 Rosenheim
Tel.-Nr. 08031/365-1461Sie können auch lesen