Digitaler Wandel in Studium und Lehre - NEXUS IMPULSE FÜR DIE PRAXIS Zur Bedeutung von internen und externen Hochschulnetzwerken
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
NEXUS IMPULSE FÜR DIE PRAXIS
Digitaler Wandel in Studium und Lehre
Zur Bedeutung von internen und externen Hochschulnetzwerken
Ausgabe 19 | September 20192 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
Einführung
Der Prozess der Digitalisierung an Hochschulen umfasst können: Die Perspektive der Lehrenden auf Lehre und
weit mehr als nur die Nutzung von Informations- und Studium und die der Hochschulleitung auf Strukturen
Kommunikationstechnologien im Rahmen von und Prozesse.
E-Learning-Formaten. Durch die digitale Transformation
vollzieht sich ein disruptiver, unumkehrbarer und sich Technologische Entwicklungen ermöglichen neuartige
stetig beschleunigender Wandel, der die Gesellschaft Kooperationsformen, über die effizient, schnell und
sowie die Lebens- und Arbeitswelt nachhaltig verändert. nachhaltig Lösungsansätze für unterschiedliche Problem-
Hieraus ergeben sich innerhalb der Hochschulen, in der stellungen entwickelt werden können. Die Zusammenar-
Hochschullandschaft und darüber hinaus für Akteure in beit innerhalb der Hochschule, zwischen Fachbereichen
Gesellschaft, Wirtschaft und Politik auf verschiedenen und Fakultäten oder über mehrere Hochschulen im Ver-
Ebenen Fragestellungen, die konstruktiv und kritisch bund können dazu beitragen, aktuelle Themen und tech-
diskutiert werden sollten. Die digitale Transformation be- nologische Neuerungen adäquat in Studium und Lehre
trifft ebenso Strukturen und Prozesse an Hochschulen mit abzubilden und Veränderungen herbeizuführen. Auch
Auswirkungen auf die miteinander verzahnten Bereiche Netzwerke mit hochschulexternen Akteuren aus der Pra-
Studium und Lehre, Wissenschaft und Forschung sowie xis oder aus Forschungseinrichtungen können dazu bei-
Verwaltung. Für Hochschulen ist es daher elementar, den tragen, wertvolles Wissen zu verknüpfen, das zeit- und
digitalen Wandel und den Diskurs über digitale Anwen- ortsunabhängig zugänglich ist (Funk et al. 2018, S. 18ff.).
dungen mitzugestalten und zu steuern.
Die Möglichkeiten für Netzwerke und Kooperationen
Vor diesem Hintergrund nehmen die Autoren zwei Berei- zum digitalen Wandel in und zwischen Hochschulen oder
che in den Blick. Zum einen wird der Frage nachgegan- mit außerhochschulischen Partnern sind vielfältig. Eine
gen, wie sich Hochschulen im Zuge der digitalen Trans- Kategorisierung soll Chancen, die sich für Studium und
formation weiterentwickeln können. Zum anderen wird Lehre bieten, greifbar machen. Beispiele für Netzwerke
aufgezeigt, welche Gestaltungsmöglichkeiten sich daraus zum digitalen Wandel in Studium und Lehre lassen sich
für Studium und Lehre ergeben. Für beide Bereiche sind – nicht immer eindeutig, vielmehr häufig bewusst über-
Netzwerke von entscheidender Bedeutung. Diese werden greifend – einteilen in die Bereiche Lehr-/Lernformate,
aus zwei Perspektiven betrachtet, deren Zusammenspiel Projekte zu deren Weiterentwicklung sowie strukturelle
wichtig ist, um den digitalen Wandel voranbringen zu Ebenen und Organisationsformen.
Abbildung 1:
Matrix zur Kategorisierung von Netzwerken zur digitalen Transformation in Studium und Lehre
Studiengänge KOOPERATIONEN UND NETZWERKE
innerhalb der mit mehreren mit außerhochschulischen
Hochschule Hochschulen Partnern
Lehr-/Lernangebote
WANDELS
BEREICHE
DES
Projekte
Strukturen/ Organisationsfomen
Die hier angeführten Beispiele sind eine kleine Auswahl von Beiträgen, die nach dem von nexus organisierten bundesweiten Call
vom Mai 2019 auf Grundlage der oben aufgeführten Matrix eingereicht wurden. Wir danken an dieser Stelle allen, die sich daran
beteiligt und ihren Beitrag für die nexus-Datenbank zur Verfügung gestellt haben.Kapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 33
Chancen für Lehrende
Digitaler Wandel kann nur im Zusammenschluss sowie Learnings in der Lehre. So können beispielsweise
im Zusammendenken – durch Netzwerke der entspre- Peer-Beurteilungen und Peer-Feedback, bei dem Studie-
chenden Akteure – funktionieren, sodass für Lehrende rende die Ergebnisse ihres Lernprozesses gegenseitig be-
in ihrer Rolle und ihrem Arbeitsalltag in Administration, urteilen, über Lernmanagementsysteme online erfolgen.
Forschung und Lehre neue Chancen, Herausforderungen Der Einsatz kleiner Abstimmungsgeräte (sogenannte
und Verantwortungen resultieren. Zunächst soll insbe- Clicker) ermöglicht Studierenden, in Vorlesungen mit
sondere die Rolle der Lehrenden geklärt werden. Hilfe der Peer-Instruction-Methode ihr Verständnis des
Lernstoffes gemeinsam zu diskutieren und mit dem Leh-
Lehrenden können genau genommen mehrere Rollen renden zu reflektieren (vgl. Abulawi/Albert/Dürrschnabel
zugeschrieben werden, für die jeweils unterschiedliche et al. 2017).
Faktoren der Digitalisierung ins Gewicht fallen: Neben
Forschungstätigkeiten sind sie meist Angestellte der Grundlegend für all diese Maßnahmen sind die Bereit-
Hochschulen und damit zwingend in entsprechende Ver- schaft und der Mut, sich dem Wandel gegenüber zu
waltungsstrukturen eingebunden – und eben Lehrende. öffnen und entsprechende digitale Kompetenzen im Um-
Als solche vermitteln sie Wissen, begleiten Studierende gang mit den erforderlichen Medien aufseiten aller Betei-
in ihrer wissenschaftlichen Ausbildung und sind gleich- ligten zu erwerben. Nur dann wird der digitale Austausch
zeitig ein Bindeglied zwischen den Studierenden und sowohl zwischen Lehrenden und Studierenden als auch
der Hochschule. Die Digitalisierung bietet eine Vielfalt unter Kolleginnen und Kollegen in der Lehre möglich und
an Möglichkeiten, den Arbeitsalltag von Lehrenden zu förderlich sein.
erleichtern, eigene Lehrveranstaltungen zu bereichern
oder den Austausch mit Studierenden individualisiert und Um genau diesen Austausch zur digitalen Transformation
flexibler zu gestalten. in oder zwischen Hochschulen anzuregen, bestehende
Barrieren zu senken und die Diskussion zur Umsetzung
Für die Studierenden ermöglichen digitale Maßnahmen in der Lehre voranzutreiben, sind verschiedene Formate
in der Lehre unter anderem die Chance, virtuell mit Kom- denkbar, die digitale Aspekte aufgreifen und bereits an
militonen und Lehrenden zu kommunizieren. Es eröffnen zahlreichen Orten im Einsatz sind. So können Weiterbil-
sich beispielsweise in virtuellen Lernumgebungen und dungsmaßahmen, beispielsweise von hochschuldidakti-
mit Hilfe digitaler Technologien vielseitige Peer-to-Peer- schen Einrichtungen, ebenso hilfreich sein wie kontinu-
Formate für die Lehre (Kerres/Keil-Slawik 2004). ierlich angelegte interdisziplinäre Arbeitsgruppen inner-
halb der Hochschule oder auch mit externen Partnern.
Beim sogenannten Peer Learning tauschen sich Teilneh-
mer einer Gruppe (der Peer-Learning-Group) von etwa An vielen Hochschulen hat sich der „Tag der Lehre“ eta-
gleichem Alter und Status informell untereinander aus bliert, es gibt eine Fülle von Veranstaltungen im gesam-
und lernen von- und miteinander. Wesentlicher Faktor ten Bundesgebiet, Initiativen wie das Hochschulforum
dabei ist, dass keine Machtverhältnisse zwischen den Digitalisierung (vgl. S. 11) oder auch Online-Plattformen
Mitgliedern der Gruppe oder der betreuenden Person für gute Praxisbeispiele wie etwa e-teaching.org. Bei al-
bzw. dem Lehrenden bestehen – der Lehrende ist Unter- len Formaten ist der Gedanke des Netzwerkens und der
stützer und Begleiter (übersetzt von Topping 1996). Die Kollaboration von Experten aus Technik, Praxis, Didaktik
(Weiter-)Entwicklung der Technik und der virtuellen Lern- und der Wissenschaft aus unterschiedlichen fachlichen
räume bietet viele Einsatzmöglichkeiten des Peer Disziplinen zentral.4 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
WANDEL IN STUDIUM UND LEHRE DURCH DIGITALE LEHR-/LERNANGEBOTE UND -FORMATE
a) Netzwerke innerhalb der Hochschule digital zu fundamentieren. So können beispielsweise
Lehrangebote zur Vermittlung digitaler Kompetenzen als
Zum einen geht es also um die Frage, wie die Instanzen Baukastenkonzept vielen Studiengängen zur Verfügung
innerhalb einer Hochschule miteinander interagieren, um gestellt werden [Beispiel 1].
die Lehr- und Lernangebote durch die Möglichkeiten der
digitalen Transformation – auch unter Berücksichtigung
der strategischen Ziele der jeweiligen Hochschule – mit- [BEISPIEL 1]
zugestalten. Das Netzwerk aus kompetenten Akteuren
in Studium und Lehre ist notwendig für die praktische HOCHSCHULWEITES PROGRAMM
Umsetzung der Digitalisierung in diesem Bereich. Welche DIGKOM,
Formate sind geeignet, und wie sollten die hierfür rele-
TECHNISCHE HOCHSCHULE NÜRNBERG
vanten Netzwerke aussehen, wie können diese entste-
hen und bestehen? DigKom steht für ein Hochschulzertifikat für Digitale
Kompetenzen und ist ein vernetztes und strukturiertes
Viele Hochschulen beschäftigen sich bereits intensiv mit Qualifizierungsprogramm für Studierende mit dem
Fokus auf der Vermittlung aktueller Themen und
übergreifenden Online-Angeboten in der Lehre sowie
Trends aus Feldern der digitalen Kompetenzen, der
mit der Synchronisierung von Prozessen zwischen Fach-
Förderung der Selbstlernkompetenzen im digitalen
bereichen, Fakultäten und Studiengängen. Hierbei wer-
Zeitalter sowie der Reflexion und Selbsteinschätzung
den Arbeitsabläufe digital durchgeführt, Routinen online der Kompetenzniveaus der Studierenden. Entstanden
erledigt oder über Dienste und Plattformen Aufträge ist es in Folge verschiedener Vernetzungsveranstaltun-
bearbeitet – von der Organisation von Lehrveranstaltun- gen zwischen Lehrenden und Lernenden und deren
gen bis hin zum Zugang zu Richtlinien, Anleitungen und Austausch über die hochschuleigene Online-Plattform
dem Kontakt zu Ansprechpartnern. Darüber hinaus kön- „Seeyou“ zu digitalem Lehren und Lernen.
nen übergreifende Online-Angebote und synchronisierte
Das Programm ist interdisziplinär angelegt, steht allen
Prozesse auch für die Entwicklung von Studiengängen,
Studienrichtungen offen und ist in die Curricula der
in denen explizit digitale Kompetenzen vermittelt werden
Studiengänge eingebunden. Durch ein modulares
sollen, eingesetzt werden. Ziel ist es, Studierenden den Baukastenkonzept belegen Studierende Lehrveran-
Erwerb von Kompetenzen für die digitale Lebens- und staltungen und Workshops je nach Interesse und
Arbeitswelt zu ermöglichen. individuellem Bedarf. Die Teilnehmenden sind ver-
netzt, lernen mit- und voneinander. Ein interner Blog
Die angebotenen Lehrinhalte werden nicht nur (digital) ermöglicht Austausch und die Veröffentlichung von
vermittelt: Das Lehrformat ist vielmehr so gestaltet, dass Ergebnissen des Lernprozesses. Im Abschlusswork-
die Studierenden dessen Inhalte nachhaltig erfassen und shop präsentieren und reflektieren Teilnehmende das
verantwortungsvoll anwenden können. Vor allem im erworbene Wissen und geben Impulse für die Hoch-
Hinblick auf interdisziplinäres Lehren und Lernen ergeben schule und die Programmentwicklung. An diesem
Dialog nehmen der Vizepräsident für Studium und
sich hierbei viele Möglichkeiten im Zusammenspiel von
Lehre sowie Vertreter aus dem „Service Lehren und
MINT-Fächern über Wirtschaftswissenschaften bis hin zu
Lernen“ und aus einzelnen Fakultäten teil.
den Sozial-, Geistes- und Kulturwissenschaften, beispiels-
wiese bei Themen wie Datensicherheit, Technikfolgenab- DigKom baut auf einem Netzwerk interner und exter-
schätzung oder den Feldern der Digital Humanities. ner Partner sowie auf einer internationalen Partner-
schaft auf. Ein Großteil der DigKom-Angebote wird
Besonders sinnvoll erscheint darüber hinaus die hoch- von externen Experten durchgeführt. Das Programm
schulinterne Kooperation, die Lehre, Forschung und wurde 2019 als „Hochschulperle des Monats“ vom
Stifterverband ausgezeichnet.
Verwaltung einander nochmals näherbringt, unter ande-
rem um Abläufe – im Studium etwa auf der Ebene von www.th-nuernberg.de/digkom
Lehrveranstaltungen und Inhalten – gemeinschaftlichKapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 55
b) Kooperationen im Hochschulverbund unmittelbaren Vergleich miteinander. Umso wichtiger
sind kooperative Vorhaben, die an einem ‚Runden Tisch’
Der Unterschied zwischen den Digitalisierungsbemühun- ebenso stattfinden wie im informellen Gespräch zwi-
gen einzelner Hochschulen wird besonders deutlich im schen den Akteuren und Einrichtungen mehrerer Hoch-
schulen. Im Hochschulverbund ergeben sich Synergie-
effekte beim Aufbau und bei der (Weiter-)Entwicklung
[BEISPIEL 2] von Studienangeboten und in der Qualitätssicherung.
Ressourcen an Ausstattung, fachlichen Kompetenzen
SOZIALE ARBEIT IM HOCHSCHULVER- und didaktischer Expertise können so gemeinsam ge-
BUND BASA-ONLINE/MAPS STUDIEREN nutzt werden, um unter anderem auch der Interdiszipli-
Seit 2003 werden im bundesländerübergreifenden narität in der Lehre gerecht zu werden [Beispiel 2].
Hochschulverbund Studiengänge der Sozialen Ar-
beit auf BA- und MA-Niveau in Teilzeit nach einem In der Zusammenarbeit zwischen mehreren Hochschulen
Blended-Learning-Konzept durchgeführt. Sie sind zu können durch die digitale Transformation neue Formen
75 Prozent orts- und zeitunabhängig studierbar und von Kooperationen entstehen, bei der „Digitalität“ nicht
besonders interessant für Studierende, die bereits nur als Kommunikationsmedium benutzt wird, sondern
im sozialen Bereich ohne akademische Qualifikation technische, mobile und organisatorische oder soziokul-
tätig sind (BASA-online) bzw. berufsbegleitend einen turelle Faktoren ebenfalls berücksichtigt werden (Ruf
Schwerpunkt durch ein MA-Studium vertiefen wollen
2014). Diese Faktoren entstehen durch die „Digitalität“
(maps).
selbst und beziehen sich auf Kulturtechniken, die neue
Die inzwischen sieben Hochschulen kooperieren Technologien (Touch Screens), mobile Medien (Smart-
eng beim Angebot der beiden berufsbegleitenden, phones) und neue Darstellungsweisen (Selfies etc.) her-
online-gestützten Studiengänge. Gemeinschaftlich vorbringen.
wurden Curricula, Studienmaterialien und ein Blen-
ded-Learning-Konzept, das stark auf Lerncoaching Das Kooperative zwischen den Hochschulen bezieht
und eine enge Verzahnung von Theorie und Berufser- sich dann auf die eingesetzten Anwendungen, welche
fahrung der Studierenden setzt, entwickelt. Diese
die Dreiheit aus Technik, Organisation und Sozio-Kultur
werden kontinuierlich gemäß aktuellen Bedarfen und
beinhaltet. Beispielsweise können durch mobiles Lernen
didaktischen sowie technologischen Entwicklungen
und virtuelle Trainings Simulationen ermöglicht werden,
fortgeschrieben. Die Studiengänge sind eigenständige
Angebote der kooperierenden Hochschulen, die das die online abrufbar und gemeinschaftlich nutzbar sind –
Verbundangebot jeweils an länderspezifische Vorga- unabhängig vom Ort, an dem man sich gerade befindet
ben und deren Hochschulprofile anpassen. oder auch der Zeit, zu der die Inhalte abgerufen werden.
Besonders relevant wird dieser Aspekt, wenn die Koope-
Beide Verbundstudiengänge sind mehrfach akkre- rationen nicht auf ein Land begrenzt sind, sondern inter-
ditiert und erfreuen sich einer hohen Bewerberzahl.
nationale Partner mit einbezogen werden [Beispiel 3].
Auffällig mit ca. 80 Prozent ist die für ein Fernstudium
hohe Zahl der Absolventen innerhalb der Regelstudi-
enzeit. Der Hochschulverbund ist auf Nachhaltigkeit
ausgelegt: Die Finanzierung erfolgt über Studien- c) Netzwerke mit externen Partnern
materialbezugsgebühren mit Unterstützung des
Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP; Hosting Eine ebenso praktizierte und interessante Variante des
der gemeinsamen Lernplattform) und des Zentrums Netzwerkens und Kooperierens für Studium und Lehre
für Fernstudien (zfh; Öffentlichkeitsarbeit, Produktion bezieht externe Institutionen in die Überlegungen zu
Studienmaterialien). digitalen Dimensionen einer Hochschule mit ein. So
können Netzwerke sowohl mit außerhochschulischen
www.basa-online.de
Einrichtungen, mit Unternehmen als auch mit Behörden
www.social-maps.de
und Verbänden geknüpft werden [Beispiel 4].6 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
Diese Netzwerke können gemeinsam thematisch auf He- gitale Kompetenzen plausibilisiert werden. Andererseits
rausforderungen, Implikationen und Innovationen einer ist genau dies möglicherweise ein eher komplizierter ko-
digital durchdrungenen Gesellschaft reagieren (Reckwitz operativer Weg, da hochschulexterne Akteure eigenen
2018). Für Studium und Lehre ergibt sich so der Vorteil Interessen nachgehen könnten, die nicht zwangsläufig
des Praxisbezugs: Im Austausch mit industriellen Partnern mit solchen wissenschaftlichen Interessen kongruent
können beispielsweise Anforderungen im Hinblick auf di- sein müssen, die Studium und Lehre konstituieren.
[BEISPIEL 3] [BEISPIEL 4]
LERNEN MIT REMOTE-LABOREN, INTERNATIONALES STUDIEN- UND
HOCHSCHULE BONN-RHEIN-SIEG SPRACHENKOLLEG (ISSK),
In ingenieur- und naturwissenschaftlichen Disziplinen JOH. GUTENBERG-UNIVERSITÄT MAINZ
stellen Laborarbeiten einen wichtigen Teil der Hoch- Das ISSK bereitet Bildungsausländer in Deutsch- und
schullehre dar. Studierende können Konzepte ihres Fachkursen auf die Feststellungsprüfung (FSP) vor
Fachs empirisch und praktisch erfahren sowie eigene und kooperiert, unterstützt von der Zentralstelle für
Ideen entwickeln und überprüfen. In der Industrie das Auslandsschulwesen (ZfA), mit mehr als 20 Schu-
sind viele Anlagen bereits aus der Ferne steuerbar. len im Ausland. Herausforderungen dabei sind die
In der Hochschullehre werden Studierende durch erschwerte Vorbereitung und Kommunikation, un-
Remote-Labore darauf vorbereitet: Sie greifen über terschiedliche Lern-/Lehrkulturen oder auch abrupte
das Internet auf einen Laborversuch zu und führen Übergänge ins Zielland Deutschland.
so Experimente durch. Ergebnisse werden durch Ka-
meras oder Messgeräte zurückgemeldet. Studierende Ziel war es daher, die Kooperationen mit internatio-
gewinnen so Zeit und Flexibilität für ihre Laborarbeit; nalen Partnern durch die Digitalisierung zu optimieren
teure Versuchsaufbauten können von mehreren – von Verwaltungsvorgängen über Testvorbereitung
Hochschulen gemeinsam genutzt werden. und -abnahme an den ausländischen Standorten und
Betreuung der Studierenden im Ausland bis hin zu
An der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) wird interkulturellen Erkenntnistransfers.
seit 2018 ein Remote-Labor für digitale Schaltungs-
technik online für Versuche der Signalverarbeitung, Vor diesem Hintergrund wurde eine Online-Vorbe-
Schaltungstechnik und Mikroelektronik zur Verfügung reitung auf die Aufnahmeprüfung für das ISSK ent-
gestellt. Als Open Educational Ressource ist das Re- wickelt, die Möglichkeit der Abnahme der Prüfung
mote-Labor weltweit ohne Zugangsbeschränkung im Ausland geschaffen und die Kommunikation
verfügbar. Lehrinhalte werden durch Videos auf zwischen in- und ausländischen Lehrkräften etabliert
YouTube vermittelt. Studierende können wählen, ob sowie intensiviert.
sie die Laborversuche in der Hochschule oder online
durchführen möchten. Die derart vorbereiteten Studierenden werden zudem
am ISSK auch auf digitalem Wege durch Mentoren
Neben dem didaktischen Einsatz und der technischen betreut. Um dies umsetzen zu können, wurden digi-
Umsetzung sind beim Betrieb eines Remote-Labors tale Plattformen eingerichtet zur Vorbereitung sowie
Fragen der Verfügbarkeit und Nutzungskapazität von für den Übergang a) von den Kooperationsschulen an
hoher Bedeutung. Durch Netzwerke wie der Commu- das ISSK und b) vom ISSK zum Studium an der Johan-
nity Working Group „Remote-Labore in Deutschland“ nes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).
kann ein Experiment an mehreren Orten gleichzeitig
zur Verfügung gestellt werden. Die H-BRS nutzt Das digitale Angebot wird betreut durch ein hoch-
Remote-Labore und Lehrvideos gemeinsam mit Part- schulinternes Netzwerk aus ISSK, dem interdiszip-
nerhochschulen in Argentinien und der Ukraine. Das linären Projekt „Blended-Learning an der JGU“ des
Remote-Labor wurde bisher in etwa 30 Ländern ge- Zentrums für Qualitätssicherung und des Zentrums
nutzt, die Lehrvideos in 60 Ländern angesehen. für Audiovisuelle Produktion, sowie dem Zentrum für
Datenverarbeitung, dem Virtuellen Campus RLP und
www.h-brs.de/fpga-vision-lab der Prüfungswerkstatt der JGU.
http://remote-labore.deKapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 77
DIGITALER WANDEL IN STUDIUM UND LEHRE DURCH PROJEKTE
An vielen Hochschulen werden Initiativen zur Förde-
rung des digitalen Wandels in Studium und Lehre durch
[BEISPIEL 5]
interne oder externe Förderanreize unterstützt. Über BIM PROJECT – VIRTUELLE REALITÄTEN,
Projekte werden neue Ideen, Konzepte und Ansätze in
der Lehre entwickelt und ausprobiert. Diese können dazu TECHNISCHE HOCHSCHULE KÖLN
beitragen, das Profil der Hochschullehre zu schärfen oder Im Zuge des „Building Information Modeling Projects”
auch neue Wege in der wissenschaftlichen Ausbildung (BIM) werden immersive Methoden getestet, evaluiert
der Studierenden zu beschreiten. Projekte haben meist und optimiert, um virtuelle Planungsräume interaktiv
Modellcharakter für ein bestimmtes Fach oder eine in Echtzeit zu nutzen. Das Projekt umfasst ein dreiwö-
Fachkultur. Die hier gemachten Erfahrungen können chiges BIM-Camp, in dem Studierende der TH Köln
anschließend – und gegebenenfalls modifiziert – in den mit Studierenden der University of Auckland, Neusee-
regulären Lehrbetrieb einfließen und auf andere Fächer land, im gemeinsam aufgesetzten virtuellen Raum ein
konkretes Bauprojekt kooperativ und arbeitsteilig pla-
transferiert werden.
nen. Über immersive Meetings in der virtuellen Reali-
tät tauschen sich die Studierenden über aufgetretene
Denkbar sind unterschiedliche Schwerpunkte für Pro-
Probleme und verschiedene Szenarien aus.
jekte, die den digitalen Wandel in Studium und Lehre
gestalten – vom Einsatz digitaler Technologien in der Die bereits bestehende Kooperation zwischen beiden
Lehre über die Umsetzung didaktischer Konzepte und Hochschulen wird durch dieses Projekt weiter ausge-
Methoden zur Förderung des Austauschs zwischen baut und durch die Beteiligung von mindestens zwei
unterschiedlichen Akteuren der Hochschule oder mit ex- Wissenschaftlern beider Hochschulen am BIM-Camp
verstetigt. In der Anlaufphase des Projektes wird test-
ternen Partnern bis hin zur Flexibilisierung des Studiums
weise eine Lehrveranstaltung an der TH Köln durch-
durch digitale Medien.
geführt. Im Frühjahr 2020 folgt das erste kooperative
Camp. Geplant ist, BIM-Project fest in den Curricula
Neben den inhaltlichen Schwerpunkten kann auch bei der Hochschulen zu verankern und einmal pro Jahr
Projekten die Kategorisierung der Netzwerke berücksich- mit einer Gruppe von etwa zehn bis 15 Studierenden
tigt werden. Viele Hochschulen fördern bereits durch und zwei bis vier Wissenschaftlern durchzuführen.
Lehrprojekte innovative Ansätze innerhalb der eige-
nen Hochschule. Weitere Kooperationen mit anderen Um den Studierenden einen stärkeren Praxisbezug zu
ermöglichen, wurden bisherige Partner der TH Köln
(ausländischen) Hochschulen oder auch mit externen
aus Verwaltung und Wirtschaft in das BIM-Project
Partnern könnten ebenfalls stärker in den Fokus rücken,
eingebunden: die Stadt Köln (Amt für Brücken-, Tun-
um gemeinsam die digitale Transformation zu gestalten
nel- und Stadtbahnausbau), Siemens PLM Industry
[Beispiel 5]. GmbH und Schüßler Plan Ingenieurgesellschaft mbH.
Die Finanzierung der Anlaufphase wird 2019/2020
durch ein Fellowship des Stifterverbandes für Innova-
tionen in der digitalen Hochschullehre unterstützt. Die
Verstetigung soll über die Einbindung in die Curricula
der Bachelor- und Masterstudiengänge Bauingeni-
eurwesen und hochschulseitig durch eine zusätzliche
finanzielle Unterstützung realisiert werden.
www.stifterverband.org/digital-lehrfellows/2018/
dyckhoff8 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
Chancen für Hochschulleitungen
Zur Bedeutung des digitalen Wandels und den damit Allgegenwärtiges Lernen
einhergehenden Herausforderungen für die Institution Informelles Lernen außerhalb von Bildungsinstitutionen
Hochschule liegen bereits verschiedene Untersuchungen fand schon immer zu jeder Zeit und an jedem Ort statt.
und Positionspapiere vor (Gottburgsen et al. 2019, Sailer Digitale Lehr- und Lernmittel machen es zunehmend
et al. 2018, Wannemacher 2016, Kreulich/Dellmann einfacher, auch formales Lernen zu jeder Zeit und überall
2016), in denen Handlungsfelder für die Lenkung des zu ermöglichen: Etablierte Mittel sind Lehrvideos oder
digitalen Wandels durch Maßnahmen der Hochschullei- Online-Kurse in Form von sogenannten Massive Open
tung diskutiert werden. Online Courses (MOOCs), die von Hochschulen zur
Verfügung gestellt werden. Zum zeit- und ortsunabhän-
Studienangebote für eine digital geprägte gigen Lernen dienen ebenso digitale Lehrskripte, Serious
Gesellschaft und Wirtschaft Games, Podcasts etc. Noch in der Erprobungsphase
Eine Aufgabe von Hochschulen ist das Bereitstellen von befindet sich der Einsatz von Augmented Reality, um
zukunftsfähigen Studienangeboten. Das bedeutet, es komplexe Sachverhalte auch außerhalb von Hochschul-
müssen Programme entwickelt werden, in denen Kom- räumlichkeiten, beispielsweise in Museen, Produktions-
petenzen für die digitale Arbeitswelt und Gesellschaft hallen oder an technischen Arbeitsplätzen verständlich
gefördert werden. Das ist sowohl bei der strategischen und erfahrbar zu machen. Die Zusammenarbeit von
Weiterentwicklung bestehender als auch bei der Konzep- Hochschulen mit Unternehmen, gesellschaftlichen In-
tion neuer Programme zu berücksichtigen. Hochschullei- stitutionen und anderen externen Partnern ist bei der
tungen stehen in der Verantwortung, die institutionellen Organisation von Lernorten, bei der Unterstützung von
Voraussetzungen für die stetige Erneuerung und Weiter- Lernenden und bei der Bereitstellung von Lernmitteln ein
entwicklung von Qualifikationszielen über alle Fachberei- wesentlicher Beitrag.
che hinweg zu schaffen. Nur dann bereitet ein Studium
künftige Absolventen optimal auf das anschließende Digitaler „Lebensraum" Hochschule
Berufsleben vor. Die Digitalisierung der Lebens- und Arbeitswelten bedeu-
tet nicht nur für die Studierenden, sondern für alle Ak-
Lehr-/Lernsettings und Prüfungsszenarien teure der Hochschule einen Wandel in der Kommunika-
Die methodische Nutzung von digitalen Medien, Kom- tions- und Institutionskultur. Für diese Zielgruppen müs-
munikationsmitteln und allgemeinen Technologien führt sen die Services, die jenseits der Studienprogramme zur
zu neuen flexibleren sowie individuelleren Formen des Qualität von Studium und Lehre wesentlich beitragen,
Studierens. Es bestehen bereits vielfältige Möglichkei- entsprechend angepasst werden, um den folgenden
ten, um Vollzeit-Präsenzlehrformate zu ergänzen. Im Generationen aktuelle Optionen der digitalen Partizipa-
Hinblick auf die Zielgruppen eines Studienangebots tion, Kooperation und Kommunikation zu ermöglichen.
sind Hochschulleitungen aufgefordert, Bedingungen für Die Nutzung digitaler Medien in der Lehre, im „Lebens-
erfolgreiche Online- und Blended-Learning-Formate in raum“ Hochschule und in der Verwaltung erfordert von
Kombination mit Teilzeitmodellen zu schaffen. Auch Rah- Lehrenden und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
menbedingungen für neue Prüfungsszenarien, wie etwa der Hochschulen neues Wissen zur Digitalisierung. Hoch-
Prüfungen, die digital zu Hause absolviert werden kön- schulleitungen sollten entsprechende Weiterbildungs-
nen, oder auch kompetenzorientierte Computerprüfun- strukturen für Hochschulangehörige schaffen. Dazu
gen sind Neuentwicklungen, die von Hochschulleitungen sind Hochschulnetzwerke und hochschulübergreifende
durchdacht werden sollten. Einrichtungen ein vielversprechender Weg.Kapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 99
Zu allen genannten Handlungsfeldern gibt es in der stra- digitalen Wandels erfolgversprechend. Zudem ermögli-
tegischen Entwicklung, in Aufbau und Organisation zum chen Kooperationen innerhalb der eigenen Hochschule
digitalen Wandel in Hochschulen bereits zahlreiche Initia- und darüber hinaus, Synergieeffekte und eine effizientere
tiven. Bei diesen – häufig als Pilotprojekte – eingeführten Wirkung zu erzielen. Der folgende Abschnitt greift exem-
Innovationen besteht eine wesentliche Herausforderung plarisch Initiativen und Projekte auf, die neue Einrichtun-
für Hochschulleitungen oft darin, erfolgreiche Konzepte gen und Organisationsstrukturen erproben. Die Auswahl
dauerhaft zu etablieren. Bei bestehenden Strukturen er- soll verantwortlichen Akteuren Anregungen zum Han-
scheint eine Umgestaltung mit neuen Möglichkeiten des deln und Gestalten im eigenen Kontext geben.
EXEMPLARISCHE EINRICHTUNGEN, ORGANISATIONSSTRUKTUREN UND PROJEKTE
a) Netzwerke innerhalb von Hochschulen [BEISPIEL 6]
Innerhalb der Hochschulen entstehen zur Umsetzung der ARBEITSGRUPPE OPENTUHH,
digitalen Transformation vielerorts neue Zuständigkeiten,
TECHNISCHE UNIVERSITÄT HAMBURG
sowohl für bereits bestehende Einrichtungen als auch für
verantwortliche Personen. Die strategische und operative Den Einfluss der Digitalisierung können Hochschul-
Verantwortung wird dabei sehr unterschiedlich veror- angehörige mitgestalten. Die Arbeitsgruppe „open
tet. An einigen Hochschulen gibt es im Präsidium ein TUHH” beleuchtet seit 2017 die Potenziale für Stu-
dium und Lehre aus strategischer, struktureller und
neu geschaffenes Ressort „Digitalisierung“, das explizit
kultureller Perspektive. Der AG gehören die Vizepräsi-
einem Vizepräsidenten zugeordnet ist. Andere agieren
denten für Forschung und Lehre, der Digitalisierungs-
mit einem hochschulweiten „Chief Digital Officer“ oder
beauftrage für Lehre, Leitung und Teams aus Rechen-
aber übertragen das Thema einem „Chief Information zentrum und Bibliothek sowie Mitarbeiter des Instituts
Officer“. Mit der gewählten Organisationsstruktur ist in für Technische Bildung und Hochschuldidaktik an.
der Regel auch eine wesentliche Weichenstellung für die
Weiter- oder Neuentwicklung einer Digitalisierungs- Über die AG werden Hochschulangehörige durch ver-
strategie geschaffen. schiedene Maßnahmen für die Potenziale von Digita-
lisierung in der Lehre sensibilisiert und bei deren Rea-
lisierung unterstützt. Seit 2018 verfügt die TUHH über
Für die konkrete Entwicklung von Strategien können aus
eine openPolicy. Im Blog „INSIGHTS” wird über das
der Organisationstheorie unterschiedliche Modelle her-
digitale Experimentierfeld der TUHH in Forschung und
angezogen werden. Unabhängig vom gewählten Modell Lehre berichtet. Für Studierende und Graduierte gibt
ist in Hochschulen bei weitreichenden strukturellen Ver- es Workshops zu digitalen Werkzeugen, etwa zum
änderungen immer auch ein Bottom-Up-Prozess erfor- Arbeiten mit der Webanwendung GitLab mit Fokus
derlich, der die Partizipation aller Beteiligten ermöglicht auf Kollaboration und interdisziplinärer Teamarbeit.
und einfordert.
Im Sinne eines nationalen und internationalen Wis-
senstransfers bringt sich die AG in Netzwerke ein und
Hochschulleitungen agieren dazu oft mit Lenkungskrei-
beteiligt sich an Veranstaltungen wie der Open Ac-
sen und Arbeitsgruppen, in denen geeignete Funktions-
cess oder Education Week. Sie trägt zur Realisierung
träger und Experten als Impulsgeber und Umsetzer ver- offener, digital gestützter Lehr- und Lernprojekte im
treten sind. Mit der Arbeitsgruppe wird eine Kultur des Rahmen der Hamburg Open Online University an der
Dialogs und der Kontroverse gefördert. So wird die Basis TUHH bei. Ziele und Maßnahmen werden in der AG
für tragfähige Vereinbarungen geschaffen, die auch über evaluiert, angepasst und langfristig in das strategische
Fakultätsgrenzen hinweg wirksam sind. Es wird zudem Gesamtgefüge der TUHH integriert. Die AG ist heute
Raum geschaffen zur Diskussion über den Einsatz neuer, fester struktureller Bestandteil bei der Gestaltung
typischerweise mit der Digitalisierung einhergehender, digital gestützter, offener Lehr- und Lernangebote.
Kommunikations- und Präsentationsformate wie bei-
http://collaborating.tuhh.de
spielsweise Blogs oder Pitches [Beispiel 6]. https://hoou.tuhh.de/projekte/10 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
Eine immer wiederkehrende erhebliche Herausforderung Fachbereiche sowie die gesamte Organisation in Lehre
für Hochschulleitungen stellt die Verankerung von fa- und Studium betroffen sind, ist das bereichsübergrei-
kultätsübergreifenden Kooperationen dar. Gerade beim fende Zusammenwirken von großer Bedeutung
Thema digitaler Wandel, von dem alle Fachgebiete und [Beispiele 7 und 8].
[BEISPIEL 7] [BEISPIEL 8]
ZENTRUM FÜR DIGITALEN WANDEL, DIE MEDIENFAKTUR,
STIFTUNG UNIVERSITÄT HILDESHEIM C.V. OSSIETZKY UNIVERSITÄT OLDENBURG
In Kooperation unterschiedlicher Fachbereiche wur- Die Medienfaktur dient seit 2018 als Innovations- und
den neue Lehrangebote entwickelt: In der Vorlesung Experimentierraum, um auf unkonventionellem Weg
mit Übung „Unternehmensgestaltung und -beratung“ Konzepte für eine Medienbildung in und für Bildungs-
lernen, reflektieren und erproben Studierende der institutionen zu entwickeln und zu testen. Hochschul-
Wirtschaftsinformatik und der Sozial- und Organisa- angehörige arbeiten offen an der Gestaltung neuer
tionspädagogik gemeinsam systemische Organisati- Lehr-/Lernformate und wenden sich strategischen
onsberatung mit Prozessmodellen. Diese erleichtern, und praktischen Herausforderungen des sozialen und
Abläufe für die Umsetzung mit IT zu strukturieren (z. kulturellen Wandels in tiefgreifend mediatisierten (Bil-
B. mittels Workflow-Managementsystemen). Metho- dungs-)Welten zu. Zunächst war die Frage, wie es ge-
den der systemischen Beratung prägen die Haltung lingen kann, auch ohne administrative Unterstützung
der Beratenden und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, und zusätzliche finanzielle Ressourcen, eine kollegiale
Organisationsveränderungen zu akzeptieren. Kooperationsstruktur nachhaltig zu etablieren.
Durch eine Lehrkooperation zwischen Computerlin- Inspiriert vom MindLab in Dänemark und dem Public
guistik und Wirtschaftsinformatik wird seit 2018 in Service Division Innovation Lab in Singapur setzt die
gemeinsamen Kursen Studierenden der Politikwis- Medienfaktur im Sinne der „grassroots movements“
senschaften, der Anglistik, der Übersetzungs- und bei den Bedürfnissen und Kontexten der Beteiligten
der Literaturwissenschaften grundlegendes Wissen an. Dieser Prozess benötigt viel Zeit, um mögliche
zur Anwendung computerlinguistischer Textanalyse- Mitstreiter zu finden. Hilfreich ist das Konzept des
methoden vermittelt. Die Kursinhalte versetzen die „Digital Playground“: Hier werden Kollegen durch
Teilnehmer in die Lage, für geisteswissenschaftliche gemeinsame spielerisch-experimentelle Auseinander-
Fragestellungen große Textmengen auszuwerten. setzungen mit komplexer Technik sensibilisiert und
Mit „Data Science for all“ wird der Einsatz von Me- involviert. Im zweiten Schritt kann durch gemeinsame
thoden maschinellen Lernens vorangetrieben. Projektarbeit ein hohes Identifikatonspotenzial ge-
schaffen werden (ownership), das zu hoher Eigeniniti-
Teilnehmenden der Veranstaltungen werden neue ative und -verantwortung aller Beteiligten führt.
Sichtweisen auf die eigene Disziplin vermittelt. Als
hilfreich haben sich Anschubfinanzierungen aus zent- Damit wurde ein Professionalisierungsprogramm für
ralen Studienqualitätsmitteln erwiesen. Um zukünftig die Medienbildung im Lehramtsstudium konzipiert
nachahmenswerte Aktivitäten bekannt zu machen sowie Seminare und Workshops zur universitären
und weitere Kooperationen zu initiieren, wurde das Lehre entwickelt und erprobt. Die Medienfaktur war
Zentrum für digitalen Wandel/Center for digital Ch- bei Organisation und Durchführung von Tagungen
ange gegründet, das neben Lehre auch Forschung beteiligt und entwickelt derzeit Konzepte für Blended-
und Transfer adressiert. Diesen Handlungsfeldern Learning-Formate in der Lehrerfortbildung. Langfristig
kommt zu Gute, dass aus den genannten Kooperatio- und basisdemokratisch angelegte Strategien bieten
nen parallel erfolgreiche Forschungs- und Transferan- Möglichkeiten, bestehende Strukturen zu nutzen, um
träge hervorgegangen sind. kollaborativ den digitalen Wandel von Studium und
Lehre voranzubringen.
www.uni-hildesheim.de/zfdw www.medienfaktur.educationKapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 11
11
b) Hochschulübergreifende Netzwerke
Hochschulleitungen werden bei der Entwicklung und
[BEISPIEL 9]
dem Aufbau von Organisationsstrukturen zur Digitalisie-
rung von Studium und Lehre von verschiedenen Akteu- VERBUNDPROJEKT DIGITALE
ren und bereits etablierten Netzwerkstrukturen unter- HOCHSCHULBILDUNG SACHSEN
stützt. Die wohl wichtigste und bekannteste einschlägige
Um die landesweite Digitalisierungsstrategie in der
Plattform in diesem Bereich ist das von Stifterverband,
Hochschullehre umzusetzen und die digitale Transfor-
Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschul-
mation von Lehren und Lernen gemäß der hochschul-
rektorenkonferenz betriebene „Hochschulforum Digita- eigenen Strategien in die Breite zu tragen, kooperie-
lisierung“. Als Netzwerk für Hochschulen ist auch das ren das Hochschuldidaktische Zentrum Sachsen (HDS)
bis Ende 2020 befristete bundesweite Förderprogramm und der Arbeitskreis E-Learning (AKeL) der Landes-
„Qualitätspakt Lehre“ von Bedeutung, in dessen Rahmen rektorenkonferenz Sachsen in einem gemeinsamen
zahlreiche Hochschulen landes- und bundesweit gut Verbundprojekt zur Digitalen Hochschulbildung in
vernetzte Organisationseinheiten zur Lehrunterstützung, Sachsen. Der Verbund umfasst drei Programmlinien:
insbesondere auch im Kontext der Digitalisierung, aufge-
baut haben. 1. Digital Fellowships zur Aktivierung von Lehrenden
und Studierenden mit einer Förderung von indi-
Es wurden Teams oder organisatorische Einheiten ge- viduellen und Tandem-Projekten an sächsischen
schaffen, die sich mit kompetenzorientierter Program- Universitäten, Hochschulen für Angewandte Wis-
mentwicklung und Qualitätsmanagement befassen. senschaften sowie Kunst- und Musikhochschulen.
Andere Einheiten unterstützen Lehrende in didaktisch-
methodischen Fragen. Dazu kommen spezifische Service- 2. Digital Workspaces an den vier Universitäten und
einrichtungen für Lehrmanagementsysteme und andere fünf Hochschulen für Angewandte Wissenschaften
E-Learning-Werkzeuge. zur breitenwirksamen Implementierung von Digita-
lisierungsprozessen.
Hochschulleitungen sind zur Prüfung aufgefordert, ob
die Schaffung von Schnittstellen und der Austausch oder 3. Ein Change Agent-Programm zur nachhaltigen
auch die Zusammenlegung der vielen Einrichtungen Etablierung digitaler Hochschullehre durch Qua-
sinnvoll sein können. Sowohl hochschulintern als auch lifizierung von Lehrenden an Schnittstellen der
-übergreifend können beispielsweise E-Learning-Center, Lehrorganisation zu Multiplikatoren für digitale
Stabsstellen für das Qualitätsmanagement und Didaktik- Hochschulbildung.
Einrichtungen beim Aufbau neuer Studienangebote zu-
sammenwirken, die einerseits digitale Mittel nutzen und Die Kooperation nutzt bestehende Strukturen, Netz-
andererseits digitale Kompetenzen vermitteln werke und Kompetenzen beider Einrichtungen und
[Beispiel 9]. wird durch einen Lenkungskreis aus der HDS-Leitung
sowie dem AKeL gesteuert und durch die zwei Ge-
schäftsstellen operativ geführt. Das Projekt wird von
Aus dem Zusammenwirken entsteht eine Struktur, die
2019 bis 2023 durch das sächsische Staatsministe-
es ermöglicht, E-Learning mit lehrmethodischen Hand-
rium für Wissenschaft und Kunst finanziert.
lungsfeldern zu verknüpfen und die zudem didaktische
Themen grundsätzlich immer auch auf eine durch Digita- www.hd-sachsen.de
lisierung gestützte Lehre reflektiert.12 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
c) Kooperationen mit externen Partnern
Digitalisierung in Lehre und Studium bedeutet auch den
[BEISPIEL 10]
Einsatz von digitalen Technologien bei der wissenschaft-
lichen Ausbildung in interaktiven Lehr- und Lernformaten OPEN DIGITAL LAB FOR YOU,
wie Übungen und Praktika. Beispielsweise können mit
Virtual oder Augmented Reality-Technologien für Stu-
HOCHSCHULE FÜR TECHNIK STUTTGART
dierende komplexe technische Details von Geräten oder Open Digital Lab For You (DigiLab4U) fokussiert die
Maschinen sichtbar und erfahrbar werden oder mit digi- Digitalisierung und standortübergreifende Vernet-
talen Simulationen praxisnahe Lernumgebungen angebo- zung von Laborinfrastrukturen. Studierenden und
ten werden. Im Vergleich zu den klassischen physischen Forschenden können praxisorientierte Handlungs-,
Laboren ist der Aufwand geringer, etwa bei der Einrich- Lern- und Forschungsfelder angeboten werden. Das
BMBF-geförderte Kooperationsprojekt verfolgt das
tung eines medizinischen chirurgischen Arbeitsplatzes.
Ziel, Studierenden, Lehrenden und Forschenden insti-
tutionsübergreifende, industrienahe, digitalisierte und
Derartige digitale Technologien erfordern hohe Investi-
vernetzte Laborumgebungen bereitzustellen.
tionen und haben spezifische Bedarfe an die Laboraus-
stattung oder benötigen Fachpersonal zur Bedienung Das Vernetzen schont personelle und finanzielle
und Wartung. Es ist auch deshalb für Hochschulleitungen Ressourcen und öffnet den Nutzerkreis, der bislang
erstrebenswert, Labore (teilweise) zu virtualisieren, sie für auf die eigene Institution beschränkt war. Vertrauen
viele Nutzer zugänglich zu machen und bei Einrichtung ist die Voraussetzung für eine funktionierende Zu-
sammenarbeit in virtuellen und verteilten Organisa-
und dauerhaftem Betrieb der Technologien mit externen
tionen: Die Akteure kennen sich nicht unbedingt,
Partnern zu kooperieren [Beispiel 10].
die verschiedenen Organisationen verfolgen nicht
notwendigerweise gemeinsame Ziele und können
unterschiedliche Anreizmodelle haben. Ein Serious
Game zur Sensibilisierung von Wechselbeziehungen
und Vertrauensfaktoren in interorganisationalen,
kooperativen Umgebungen soll dies im Konsortium
verdeutlichen.
Der Laborumgebung wird ein Rahmenkonzept un-
terlegt, das Lern- und Forschungsinhalte aus dem
Themenfeld Internet of Things (IoT) am Europäischen
Qualifikationsrahmen ausrichtet: Für jeden IoT-The-
menschwerpunkt sollen passgenaue Lernressourcen
(Skripte, Videos, Tutorials, Tests etc.) und Laborinf-
rastrukturen unter Einbeziehung von Experten be-
reitgestellt werden. Die Qualität der Inhalte soll über
ein Peer-Review-Verfahren sichergestellt werden. Das
Projekt DigiLab4U wird über die Laufzeit (März 2022)
mit einem Design-Based-Research-Ansatz zyklisch
evaluiert und ab 2021 für weiterführende Kooperati-
onen geöffnet.
https://digilab4u.com/Kapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 13
13
Fazit
Netzwerke innerhalb der Hochschule, zwischen mehre- weil Ressourcen gebündelt und fachliche Expertise sowie
ren Hochschulen und mit externen Partnern ermöglichen didaktische Unterstützung ausgetauscht werden. Um
viele Chancen, um die digitale Transformation in Studium jedoch den digitalen Wandel in Studium und Lehre lang-
und Lehre umzusetzen: Studienangebote können unter fristig zu steuern, bedarf es nicht nur zeitlich begrenzter
anderem flexibler und individueller gestaltet, und auch Anschubfinanzierungen, sondern vielmehr auf Dauer
der wissenschaftliche Diskurs kann digital unterstützt und ausgelegte Mittel, die sowohl den personellen als auch
gefördert werden. technischen Support ermöglichen und langfristig sichern.
Der Austausch über notwendige Veränderungsprozesse Dabei erscheint es sinnvoll, im Sinne eines kontinuier-
an den Hochschulen kann unterschiedlichste Akteure lichen Anpassungsprozesses bestehende Strukturen
und Betroffene zusammenbringen und damit sowohl das sowie umgesetzte Konzepte stets neu zu hinterfragen
gemeinsame Verständnis als auch die allgemeine Akzep- und zu optimieren – gerade auch, um laufend aktuelle
tanz für den digitalen Wandel fördern – auch im Sinne technische Entwicklungen aufgreifen zu können. Der
der strategischen Ziele einer Hochschule. digitale Wandel kann folglich eine wesentliche Funktion
Vor allem im Zusammenspiel der Hochschulleitung mit an Hochschulen erfüllen, um Studium und Lehre weiter-
den Lehrenden unter Einbeziehung der Studierenden zuentwickeln: Er kann eine Verbindung oder ein Gefüge
können erfolgreiche Kooperationen aufgebaut werden. schaffen, den Nexus, zwischen Akteuren innerhalb und
Diese ermöglichen Synergieeffekte sowohl bei der Curri- außerhalb von Hochschulen und ebenso zwischen Struk-
culumsentwicklung als auch bei der Qualitätssicherung, turen und Prozessen – und diese stärken.14 nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19
Weiterführende Links/Literatur
Alle elektronisch verfügbaren Quellen sind unter www.hrk-nexus.de/impulse/digitalerwandel.pdf zu finden.
Autoren und Informationen zu den Praxisbeispielen
[Beispiel 1] Thu Van Le Thi / Dr. Benjamin Zinger; www.th-nuernberg.de/digkom
[Beispiel 2] Prof. Dr. Patricia Arnold / Prof. Dr. Jörn Dummann; www.basa-online.de
[Beispiel 3] Prof. Dr. Marco Winzker / Andrea Schwandt / Tobias R. Ortelt / Claudius Terkowsky;
www.h-brs.de/fpga-vision-lab
[Beispiel 4] Dr. Roman Halfmann
[Beispiel 5] Myriam Dyckhoff; www.stifterverband.org/digital-lehrfellows/2018/dyckhoff
[Beispiel 6] Prof. Dr. Sönke Knutzen / Dr. Tina Ladwig; http://collaborating.tuhh.de
[Beispiel 7] Prof. Dr. Ulrich Heid / Prof. Dr. Ralf Knackstedt; www.uni-hildesheim.de/zfdw
[Beispiel 8] Dr. Michael Viertel; www.medienfaktur.education
[Beispiel 9] Dr. Claudia Bade / Benjamin Engbrocks / Dr. Jörg Neumann; www.hd-sachsen.de
[Beispiel 10] Prof. Dr. Dieter Uckelmann / Valentin Kammerlohr / Anke Pfeiffer; https://digilab4u.com/
Weitere gute Praxisbeispiele finden Sie unter:
https://www.hrk-nexus.de/material/gute-beispiele-und-konzepte-good-practice/
Verwendete Literatur
Abulawi, Jutta; Albert, Isabella & Dürrschnabel, Klaus et al. (2017): Curriculare Lehre neu gestalten: Chancen und
Hindernisse. Empfehlung des Runden Tisches Ingenieurwissenschaften des Projekts nexus der HRK. Bonn: Hoch-
schulrektorenkonferenz.
Funk, Burkhardt; Herzog, Christian; Japsen, Andrea, Riedel, Marc Stephan; Wuppermann, Michael (2018): Strategie
aus einem Guss. In: duz Wissenschaft & Management 1 (1), S. 18–21.
Gottburgsen, Anja; Wannemacher, Klaus; Wernz, Jonas & Willige, Janka (2019): Ingenieurausbildung für die digi-
tale Transformation. Düsseldorf: VDI, DZHW und HIS.
Kerres, Michael & Keil-Slawik, Reinhard (Hrsg.) (2005): Hochschulen im digitalen Zeitalter: Innovationspotenziale
und Strukturwandel. Münster: Waxmann.
Knaus, Thomas & Engel, Olaf (Hrsg.) (2018): Spannungen und Potentiale. Digitaler Wandel in Bildungseinrichtun-
gen. München: kopaed.
Kreulich, Klaus & Dellmann, Frank (2016): Digitalisierung. Strategische Entwicklung einer kompetenzorientierten
Lehre für die digitale Gesellschaft und Arbeitswelt. Die Position der UAS7-Hochschulen für angewandte Wissen-
schaften. Berlin: UAS7 e.V.
Reckwitz, Andreas (2018): Die Gesellschaft der Singularitäten. Berlin: Suhrkamp.
Ruf, Oliver (2014): Wischen und Schreiben. Von Mediengesten zum digitalen Text. Berlin: Kadmos.
Sailer,Michael, Schultz-Pernice, Florian & Chernikova, Olga et al. (2018): Digitale Bildung an bayerischen Hoch-
schulen – Ausstattung, Strategie, Qualifizierung und Medieneinsatz. München: Vereinigung der bayerischen
Wirtschaft e.V. (vbw).
Topping, K. J. (1996): The Effectiveness of Peer Tutoring in Further and Higher Education: A Typology and Review
of the Literature. Higher Education, 32, pp. 321-345.
Wannemacher, K. (2016): Organisation Digitaler Lehre in den Deutschen Hochschulen. Arbeitspapier Nr. 21. Berlin:
Hochschulforum Digitalisierung.Kapitelname
nexus IMPULSE FÜR DIE PRAXIS | Ausgabe 19 15
15
IMPRESSUM September 2019
1. Auflage ISSN: 2195-3615
nexus impulse für die Praxis
Nr. 19: Digitaler Wandel in Studium und Lehre Nachdruck und Verwendung in elektronischen Systemen – auch
Zur Bedeutung von internen und externen Hochschulnetzwerken auszugsweise – nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung
durch die Hochschulrektorenkonferenz. Die HRK übernimmt
Herausgeber keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit
Hochschulrektorenkonferenz | der bereitgestellten Informationen der abgedruckten Texte und
Leipziger Platz 11, 10117 Berlin | Illustrationen. Praxisbeispiele aus den Hochschulen dienen zur
+49 (0)30 206292-0 Illustration der Thematik. Die Auswahl stellt keine Wertung dar.
nexus@hrk.de | www.hrk-nexus.de
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser Broschüre
Autoren: Prof. Dr. Klaus Kreulich, Carolin Müller, auf die Nennung der männlichen und weiblichen Form verzichtet.
Prof. Dr. Oliver Ruf Es sind selbstverständlich immer alle Geschlechter gemeint.
Redaktion: Nicole Körkel
Gestaltung: Gabriele HentschelKontakt Hochschulrektorenkonferenz Projekt nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern Ahrstraße 39, 53175 Bonn +49 (0)228 887-0 nexus@hrk.de
Sie können auch lesen