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GRÜNWINKLER ANZEIGER Das offizielle Stadtteilmagazin des Bürgervereins Grünwinkel e.V. NR. 119 | DEZEMBER 2020 Bürgerverein Grünwinkel e.V.
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Aus der Arbeit des Bürgervereins
Des isch oiner von uns! | S. 24 Grußwort 1. Vors. Karin Armbruster 5
Blick ins Rathaus – OB Frank Mentrup 9
Blick zurück – ganz ohne Zorn 12
Was für ein Jahr ... 16
Mitgliederwerbung 17
Beitrittserklärung/SEPA-Lastschrift 18
Mitgliederversammlung 2021 19
Waldprojekt Grünwäldchen 21
St. Martin alternativ 23
Foto: Jörg Donecker
Des isch oiner von uns! Gerhard Seiler 24
Grünwinkler Geschichtskreis 29
Gärten des Grauens 32
Kleingartenentwicklungsplan 37
Renaturierung der Alb 41
Corona-Update 43
Grünwinkler Geschichtskreis | S. 29 Nachruf Dietmar Kullick 45
Sanierungsbeirat Gewerbegebiet Grünw. 47
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Wir danken für die Unterstützung! 50
ftmit Neuverlegung des Sinnersammlers 51
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Interessantes aus Grünwinkel
Drache verfängt sich in Stromleitungen 59
Foto: Geschichtskreis
Herbstzeit – Drachenzeit 60
Kürschnermeister beendet Tätigkeit 62
Klappstuhllesung an der Albkapelle 63
Aktiv älter werden in Grünwinkel 64
Neubau Edelbergstraße 65
Neue Filiale der Bäckerei Meier 66
Jetzt neu in Grünw.: OrangeBikeConcept 68
Klappstuhllesung | S. 63 Erweiterung der Messe Karlsruhe 69
Schulen, Kinder- u. Jugendeinrichtungen
Villa Siebenschläfer 71
Grünwinkler Vereine
Weil ein gutes Netzwerk alles ist 74
Aktuelles vom TSV Grünwinkel 75
Foto: Frank Diedrich
Quartier am Albgrün 76
Siedlergemeinschaft Hardeck 77
Tennisclub Grünwinkel 1981 e.V. 79
VdK-Schulprojekt 80
Kirchen
Sicherheitsbericht | S. 82 Sternsingeraktion Seelsorgeeinheit 81
Sonstiges und Wissenswertes
Fächerblick – Gärtnern in der Stadt 55
Sicherheitsbericht 82
Baumpatenschaften 84
Altpapiersammlung/Sammlungstermine 85
Papiertonne, Biotonne 87
Der Stadtjugendausschuss e.V. informiert 88
Abb: HOB-DESIGN
Vorstandschaft BV Grünwinkel 89
Anregungen zum Grünwinkler Anzeiger 89
Impressum 89
Leider vorerst keine Veranstaltungen 90
Schadstoff-Sammeltermine 90
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 3Anzeige
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4 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Liebe Bürgerinnen
und Bürger,
eigentlich kann und vor allem will es ja keiner mehr
hören, das böse Wort mit C..., aber allen Hoffnun-
gen zum Trotz ebbte die Pandemie im Sommer
nicht ab. Im Gegenteil, mit der Rückkehr vieler
Auslandsurlauber nach den Schulferien, erlebte
sie einen ungeahnten Aufschwung. Die Fallzah-
len schnellten in die Höhe. Bereits erfolgte Lo-
ckerungen, vor allem im Bereich der Feiern und
Veranstaltungen, mussten neu überdacht und die Fristen
für Einschränkungen verlängert werden. Im Lauf des Okto-
bers waren dann die Zahlen der täglichen Neuinfektionen
in einigen Gebieten so hoch, dass es dort wieder zu Ein-
schränkungen im Bereich Veranstaltungen, private Feiern
und Kontakte wie zu Beginn der Pandemie kam.
Man sollte ja glauben, dass nach Monaten geübter Praxis
die meisten mit dem Maskenthema zurechtkämen. Aber
aufgeheizt durch negative Stimmungsmache, die vor al-
lem aus dem rechten Spektrum bedient wurde, trieb es im
August in Berlin Zehntausende zum Protest auf die Straße.
Eines unserer älteren Mitglieder hatte es für mich ganz tref-
fend formuliert „Was haben die eigentlich für ein Problem?
Wir können uns innerhalb Deutschlands frei bewegen, sind
satt und haben ein Dach über dem Kopf. Zuhause erwar-
tet uns ein vielfältiges Angebot an TV und Digitalem. Als
ob ein kleines Stück Stoff über dem Mund das Ende der
Freiheit bedeutet.“ Ich gestehe, ich konnte so manche Re-
aktionen und Verhaltensweisen auch nicht nachvollziehen.
In asiatischen Ländern wird schon ewig aus Rücksichtnah-
me im Krankheitsfall eine Maske getragen. Aber vielleicht
ist das ja auch das Problem. Die Alltagsmaske schützt ja in
erster Linie nicht mich, sondern den Anderen. ... Es war auf
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6 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
jeden Fall beruhigend zu sehen, dass die Teilnehmerzahlen
im Herbst rasch nach unten gingen.
Dennoch, was ich im letzten Anzeiger gesagt habe, stimmt
immer noch. Auch wenn die Selbstsüchtigen sehr laut sind,
eine viel größere Anzahl an Menschen tut ihr Möglichstes,
damit wir auch weiterhin mit einem blauen Auge davon-
kommen. Und das heißt für Deutschland immerhin fast
11.000 Tote durch Covid19. Zum Vergleich: in Frankreich
sind es über 36.000 und in Italien sogar fast 39.000 Tote
Stand Anfang November (Tendenz steigend) gewesen.
(Quelle WHO)
Wir mussten 2020 einiges neu lernen. Viele hatten zum ers-
ten Mal Kontakt mit den digitalen Medien und Kommuni-
kation und Nähe fand ohne Körperkontakt statt. Aber auch
die Unternehmen mussten kreativ werden und sich neue
Wege überlegen, wie sie ihre Produkte und Dienstleistun-
gen an den Konsumenten bekommen. Für manch einen hat
sich ein völlig neues Geschäftsfeld erschlossen. Jetzt, da
wir zumindest für einige Zeit mit dem Virus leben müssen,
wird sich manches auch für die Zukunft ändern. Ich persön-
lich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn man sich bis in
alle Ewigkeit in die Armbeuge husten und niesen würde.
Und wenn derjenige, der einen Infekt hat, zum Schutz der
anderen einen Mundschutz trägt. Und eigentlich ist es fast
traurig, dass der Kinderspruch „Nach dem Klo und vor dem
Essen, Hände waschen nicht vergessen.“ im Erwachsenen-
alter keine Präsenz mehr hat.
Bei mir war es im Juni, als mir klar wurde, dass uns das
Thema Corona sicherlich noch eine ganze Weile beschäf-
tigen wird. Da war dann Schluss mit abwarten und Über-
gangsregelungen. Ich denke schon, dass selbst wenn in
absehbarer Zeit kein Imfpstoff zur Verfügung steht, die Pan-
demie soweit abflachen wird, dass man mit diesem Virus
genauso leben kann, wie mit einem Grippe- oder HIV-Virus.
Ein bisschen mehr Sensibilität in Sachen Hygiene und An-
steckung schadet keinem.
Ich schließe mit der Hoffnung, die wir sicher alle haben,
dass im nächsten Jahr alles besser wird. Bleiben Sie
optimistisch.
Ihre
Karin Armbruster
Foto: Oliver Buchmüller
Karin Armbruster
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8 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Blick ins Rathaus –
Haushalt 2021: Gestalten neu lernen
46 Jahre ist es her, die Verabschiedung des Etats noch in
dass der Karlsruher diesem Jahr all jenen Planungssicher-
Gemeinderat einen heit, die auf verlässliche Vorgaben an-
Haushalt für nur ein gewiesen sind.
Jahr verabschiedet
hat. Das war 1974. Strukturdiskussion beginnen
Jetzt ist es wieder Der Haushalt 2021 ist aber nicht nur
so weit. Der Ge- ein Haushalt des Übergangs in eine
meinderat wird hoffentlich wieder vorhersehbarere
noch in diesem Nach-Krisenzeit. Er markiert zugleich
Jahr über den Etat den Einstieg in ein neues Verständnis
2021 entscheiden – von Haushaltspolitik angesichts einer
vorgesehen waren zunehmend prekären Haushaltslage,
eigentlich Beratun- wie wir sie prognostisch eigentlich
gen über den Doppelhaushalt für die erst ab 2023 erwartet hätten. Deshalb
Jahre 2021 und 2022. müssen wir ernsthaft mit einer grund-
legenden Strukturdiskussion begin-
Grund für diese Planänderung ist die nen: Was müssen wir? Was wollen
Corona-Krise. Das Virus hat unseren wir? Was können wir uns (noch) leis-
Alltag auf den Kopf gestellt, das öf- ten? Wie setzen wir unsere Schwer-
fentliche, wirtschaftliche und kulturel- punkte? Auf was verzichten wir? Kurz:
le Leben zeitweise völlig zum Erliegen Wir müssen Gestalten neu lernen!
gebracht. Von Normalität sind wir alle Denn ein beeindruckendes Jahrzehnt
noch weit entfernt. Es herrscht nach des ungebrochenen Aufschwungs
wie vor große Unsicherheit, wie sich in der Gestaltung unserer Stadt geht
die Wirtschaft, wie sich Unternehmen mit dem Haushalt 2021 endgültig und
und Handel in Stadt und Region ent- für viele Jahre zu Ende. Das braucht
wickeln werden. Wir operieren mit uns aber nicht Bange machen. Denn
unsicheren Zahlen. Hinzu kommt, nachdem wir unsere Stadt in vielen
dass wir den Themen Ökologie und Bereichen modernisiert und kraftvoll
Klimaschutz einen hohen Stellenwert aufgestellt haben, steht Karlsruhe
einräumen müssen, einräumen wollen gut da, und daran hat auch der Ge-
– und dafür selbstverständlich auch meinderat gewichtigen Anteil. Jetzt
angemessene Mittel bereitstellen. kommt es darauf an, das Erreichte zu
bewahren und das, was wir auf den
Ein Haushalt, der sich nur auf das Weg gebracht haben, weiterzuentwi-
kommende Jahr konzentriert, ist dabei ckeln. Gleichzeitig müssen wir stärker
in der gegenwärtigen Ausgangslage priorisieren; wir können nicht alles
Fotos: Stadt Karlsruhe, julia_arda/AdobeStock
das Mittel der Wahl, weil er allen Be- gleichzeitig vorantreiben. In manchen
teiligten die notwendige Flexibilität Bereichen brauchen wir eine Seit-
einräumt. Kürzere Zeiträume lassen wärtsbewegung, teilweise den Rück-
sich besser überblicken, und die Ver- wärtsgang.
antwortlichen in Politik und Verwal-
tung müssen nicht ins Ungewisse Erreichtes kann sich
planen, können zeitnah auf Entwick- sehen lassen
lungen reagieren und, falls notwendig, Das Erreichte der letzten zehn Jah-
gegensteuern. Gleichzeitig beschert re kann sich sehen lassen: Unsere
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10 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Stadt ist für immer mehr Menschen Handelns. Jetzt kommt es zunächst
gefragter Studienort und bietet zu- darauf an, Begonnenes fortzuführen
kunftsfähige Arbeitsplätze – gerade in und Investitionsverpflichtungen – etwa
den Bereiche IT und Kreativwirtschaft. in Brandschutz oder Barrierefreiheit –
Sichtbarkeit und Wahrnehmung Karls- nachzukommen. Neue Projekte wer-
ruhes haben deutlich zugenommen, den wir angesichts großer Defizite im
das Selbstbewusstsein der Karlsruhe- Ergebnishaushalt gar nicht oder nur
rinnen und Karlsruher ist gestiegen. nach vorgeschalteter Aufgabenkritik
Und was mich immer wieder neu be- angehen können.
eindruckt: Unsere Stadtgesellschaft
zeichnet eine selbstverständliche, Ich blicke aber mit Optimismus in die
große Fähigkeit aus, neu Hinzukom- Zukunft. Denn Politik und Verwaltung
mende schnell und unaufgeregt zu haben – gemeinsam mit den Bürgerin-
integrieren. nen und Bürgern – eine attraktive und
verlässliche Basis für die Zukunft ge-
Auch die weiter gehende Bilanz der schaffen. Jetzt brauchen wir Mut und
Themen und Projekte liest sich beein- Gestaltungswillen, mit reduzierten
druckend: Neuausrichtung der Tech- Ressourcen den begonnenen Weg bei
nologieRegion Karlsruhe; Stärkung den Themen fortzusetzen, die uns für
der Verantwortung als Zentrum; Zu- die Zukunft von Stadt und Gesellschaft
kunft Innenstadt angepackt, ebenso besonders wichtig sind.
wie die Modernisierung der Verwal-
tung; Teilhabe, Förderung und Be- Ihr
treuung im Fokus ebenso wie Gestal-
tungsmöglichkeiten in den Bereichen
Wirtschaft und Beschäftigung; neue
Querschnittsbedeutung des Klima-
schutzes und der Sicherung unserer
natürlichen Lebensgrundlagen; Woh- Dr. Frank Mentrup
nen als zentrale Aufgabe kommunalen Oberbürgermeister
Fotos: Stadt Karlsruhe, julia_arda/AdobeStock
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 11Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Blick zurück –
ganz ohne Zorn
Heute, 10 Monate nachdem die Pandemie auch Deutsch-
land erreicht hat, ist sicherlich der richtige Zeitpunkt, um
einmal auf diese Zeit zurück zu schauen und sie zu be-
werten. Neben Einschränkungen und Problemen hat uns
dieser Virus tatsächlich auch positive Impulse gebracht.
Das können Sie sich nicht vorstellen? Dann kommen Sie
mit zu einem kleinen Exkurs:
Grafik: biscotto87/AdobeStock
12 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Das erste, was sicher jedem einfällt, ist man kann monatelang Pläne und Konzepte
das Thema Digitalisierung. erarbeiten, alle Vor- und Nachteile abwägen,
Ja, an den Schulen hat das nicht wirklich gut es bleibt Theorie. Tatsächlich kann es manch-
geklappt aber in vielen Bereichen wurden die mal einfach besser sein, zu machen als ewig
Möglichkeiten, die eine Digitalisierung bietet, zu überlegen. Dänemark ist uns in der Digita-
erst durch Corona entdeckt oder vorangetrie- lisierung des Bildungswesens um Lichtjahre
ben. voraus, weil sie es einfach ausprobiert und
Mancher Einzelhändler hat endlich seinen aus den Problemen und Fehlern aber auch
Online-Shop erstellt, über den er schon seit den gelungenen Versuchen heraus ihre
Jahren nachdenkt. Damit sichert er sich zu- Konzepte entwickelt haben. Aber auch wir
sätzliche Absatzwege auch nach Corona. Konsumenten haben festgestellt, dass wir
Auf einmal gehen so viele Sachen auf digi- nicht dauernd einkaufen gehen müssen und
tale Art und Weise. Arbeiten von Zuhause, beschränken uns plötzlich viel mehr auf das,
man kann gemeinsam an geteilten Doku- was wir wirklich brauchen.
menten arbeiten. Man kann an Sportkursen
über Videos teilnehmen. Man kann Konzer- Innehalten. Es war, als hätte jemand ir-
ten per Videostream beiwohnen statt vor Ort gendwie die Pausentaste gedrückt und das
zu sein. Sogar Beratungstermine bei Ärzten ohne Vorwarnung. Man kam mehr zum
gehen bis zu einem gewissen Grad ohne Nachdenken, hat in sich hineingehorcht. Und
persönlichen Kontakt. Diese ganze Phase ist siehe da, man brauchte keine Angst zu ha-
eigentlich ein hervorragender Testlauf für die ben, durch das Innehalten irgendwas zu ver-
Digitalisierung. Hinterher wird man sehen, passen, denn es fand ja absolut nichts statt.
welche Aspekte es lohnt beizubehalten, aus- Die Gelegenheit zu erkennen, welche Din-
zubauen oder man wird vielleicht ein paar ge wirklich für einen wichtig sind. Die neue
Stellen erkennen wo das „alte Modell“ doch Handtasche? Nicht wirklich. 20 verschiedene
besser war. Lernen durch ausprobieren. Jetzt Sorten Käse? Auch nicht wirklich. Hauptsa-
werden wir alle dazu gezwungen. che es ist ein bisschen Käse da. Wohl eher
die Familie, die Freunde, die eigene Gesund-
Sehr beeindruckend ist auch das The- heit und die des Umfelds. Solche Dinge. Din-
ma Verzicht. ge, die man im täglichen Hamsterrad viel zu
Da kommt so ein Virus daher, und auf einmal schnell aus den Augen verloren hat. Die man
bekommt der Planet eine Verschnaufpause. nicht mehr komplett aus den Augen verlieren
Ist es nicht unglaublich, auf was plötzlich sollte, auch wenn die Welt sich irgendwann
so alles verzichtet werden kann? Wie viele wieder schneller dreht.
Geschäftsreisen allein schon ersetzt werden Es wurde in den letzten Monaten viel über
durch Videomeetings? Wieso ging das bit- Werte gesprochen. Und sicher konnten auch
te nicht schon früher? Wie viele Menschen Sie feststellen, dass sich da unter dem Ein-
plötzlich doch von Zuhause am Laptop arbei- druck einer weltweiten Pandemie der eigene
ten können, statt täglich ins Büro zu pendeln? Fokus verrückt hat. Auf einmal sind es die
Klar, nicht in allen Berufen geht das. Aber in ganz banalen Dinge wie ein Zuhause, gesund
so vielen, dass die Straßen dann wesentlich sein und sich über eine gute Infrastruktur ver-
leerer sind. So viel CO2 Ausstoß fällt auf ein- sorgen können. So manch einer erkennt erst
mal weg, überall auf der Welt. Alles angesto- vorm leeren Supermarktregal, wie verdammt
ßen von Corona. Viele Firmen gestehen ein, gut es uns eigentlich die ganze Zeit ging und
dass sie ohne den Virus ewig nichts geändert immer noch geht. Alles in Hülle und Fülle da,
hätten. Zu groß waren die Bedenken. Und alles versorgt, alles sicher. Bei all dem Schre-
jetzt auf einmal, da muss es eben gehen und cken um Corona, wir sind hier in Deutschland
siehe da, es funktioniert. Wir hoffen, dass die in einer guten Ausgangsposition. Ob wir nun
Unternehmen daran festhalten. Weg mit den genug Klopapier haben oder nicht. Anderen
überflüssigen Anwesenheitspflichten und gehts wesentlich schlechter, sie müssen
überflüssigen Dienstreisen. Und eines ha- IMMER mit weniger auskommen, nicht nur
ben die letzten Monate ganz deutlich gezeigt, zeitweise. Und die medizinische Versorgung,
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 13Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
allein die Tatsache, dass man versorgt und nen mehr Raum. Man geht füreinander ein-
nicht zuerst zur Kasse gebeten wird, ist auch kaufen, holt Unterrichtsmaterialien aus der
ein Privileg. Schule ab und bringt sie für die andern El-
tern mit. Tauscht Ideen aus, wie man die Zeit
Damit wären wir beim nächsten großen überstehen kann, sei es mit Spielideen oder
Thema, Zusammenhalt. praktischen Tipps zum HomeOffice. Gefühlt
Trotz aller Isolation und Abschottung fand sind die Menschen gerade weniger damit
grade im letzten halben Jahr eine zwar ganz beschäftigt, sich gegenseitig zu bekämpfen.
neue aber eben auch besondere Art Zusam- Auch die Sensibilität für die Mitmenschen
menhalt statt. Wir (video-)telefonierten viel erscheint geschärft. Wir übernehmen mehr
mit Familie und Freunden und hatten, ohne Verantwortung und helfen anderen. Nach
es zu merken, oft mehr Kontakt zueinander wie vor leben die Hilfsprojekte für Bedürftige
als zuvor. Alle waren unsicher und ein biss- in unserer Stadt weiter. Der Zusammenhalt
chen sprachlos, aber man hielt zusammen. wird größer. Wir hoffen diese Art des Zusam-
Das soziale Miteinander, das Lächeln, die menhalts und der Menschlichkeit bleibt auch
Dankbarkeit, die Hilfsbereitschaft gewin- nach der Krise bestehen.
Achtsamkeit. Mehr Spaziergänge anstatt
Kino, Kneipe oder Theater haben uns wie-
Viele tun, der für kleine Dinge, wie z.B. eine Blüte oder
das Gezwitscher der Vögel aufmerksam ge-
was sie können... macht. Wir bemerken, dass manche Dinge,
von denen wir glaubten, sie unbedingt zu
...wir können, benötigen, in Wirklichkeit nicht wichtig sind.
Plötzlich hatten wir Zeit für andere und uns
was wir tun und sind selbst. Sicher haben viele im ersten Moment
dem Drang nachgegeben, und diese Zeit
damit zum ältesten mit „Sinnvollem und Wichtigem“ gefüllt. Da
wurde geputzt und viel im Haus und Garten
Karlsruher Reifenhändler gearbeitet. Aber auch konsumiert, wie man
geworden. an den Konsumentenzahlen der großen An-
bieter für Streamingdienste von Filmen und
Seit 1921
Serien ablesen kann. Aber irgendwann war
klar, das geht noch eine Weile und wir haben
in Karlsruhe
rundum sympathisch!
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14 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
D A N K E
angefangen, uns an die Situation zu gewöh- Krankenhäusern, aber auch bei Friseuren und
nen. Der veränderte Rhythmus wurde zum Fußpflegern. Der Installateur kommt trotz Co-
Alltag. Wir haben gelernt, uns wieder mit uns rona, wenn die Heizung ausfällt. Überhaupt
selbst zu beschäftigen, sind kreativ gewor- hat das gesamte Handwerk bisher ohne Un-
den und haben neue Hobbys entdeckt. So terbrechung fast unbemerkt weitergearbei-
mancher hat erst in der letzten Zeit Kochen tet. Dienstleistungen nahmen wir bisher sehr
und Backen gelernt oder im Laufen ein neues selbstverständlich in Anspruch. Einkaufen
Hobby gefunden. gehen war immer so alltäglich, jetzt sind wir
dankbar, dass es Menschen gibt, die dann,
Dankbarkeit wenn alle möglichst zuhause bleiben sollen,
Ja klar gibt es Ausnahmen! Nicht wenige ha- trotzdem für uns arbeiten. Tja, die gut bezahl-
ben durch Kurzarbeit viel Geld verloren oder ten Manager braucht man dann wohl eher
wurden gar entlassen. Viele Selbständige rin- nicht so dringend. Wir hoffen, diese Wert-
gen um Ihre Existenz. Und eine ganze Menge schätzung, dieser zurecht gerückte Blickwin-
Menschen mussten 2020 mehr arbeiten als kel auf so viele Berufe bleibt auch nach Coro-
je zuvor. Manche unter immer noch schwie- na noch bestehen und sorgt dafür, dass sich
rigen Bedingungen. Wir schätzen die Leis- hier einige Umstände zum Besseren ändern
tung von Menschen im Gesundheitssystem werden, sei es Arbeitszeiten, Personalstärke
und in Pflegheimen heute sicher stärker und oder Bezahlung. Hier machen gerade viele
hoffen und wünschen, dass auch bald eine Leute einen verdammt guten Job.
leistungsgerechte Bezahlung auf diese Er-
kenntnis folgt. Wir lernen, dass es in unserer Abschließend haben wir das Gefühl, dass
Gesellschaft auf den Beitrag jedes Einzelnen es schon so ein bisschen an jedem einzel-
ankommt. nen von uns liegt, was wir aus so einer Krise
machen. Ob wir verändert, gestärkt daraus
Und das führt dann unweigerlich zum hervorgehen oder nicht. Das gilt auch für die
nächsten Punkt: Wertschätzung Möglichkeit, positive Impulse mitzunehmen
Nach fast einem Jahr im Ausnahmezustand, in eine Zeit nach Corona. Da uns das Virus
merken wir sehr deutlich, welche Berufe wir sicher auch noch bis ins nächste Jahr hinein
wirklich dringend brauchen. Welche Berufe beschäftigen wird, wünschen wir allen, dass
unsere Infrastruktur aufrechterhalten, wel- Ihnen unsere kleinen Gedankenanstöße hel-
che uns schützen, uns pflegen, uns heilen, fen, sich nicht unterkriegen zu lassen und
aber uns auch versorgen. Allen voran die dass Sie dieser Zeit auch etwas Inspirieren-
Mitarbeiter im Verkauf, den Arztpraxen und des abgewinnen können. Bürgerverein
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 15Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Was für ein Jahr ...
Wir glauben, darin sind sich alle einig,
einfach war es nicht, das Jahr 2020.
Und ob das nächste einfacher wird, das
ist noch nicht gesichert.
Ihr Friseur in Grünwinkel! Der Bürgerverein hatte viele schwere
Entscheidungen zu treffen. Am Ende
mussten wir wirklich alles absagen:
Nachtflohmarkt, Stammtische, Happy
Halloween, St. Martin, Weihnachts
singen ...
Das war bitter für uns, macht doch der
Kontakt mit den Menschen in Grün-
winkel den Großteil unserer Vereinsar-
beit aus. Aber wir waren uns unserer
Verantwortung bewusst, dass wir nur
„Seit mehr als 10 Jahren dann eine Veranstaltung anbieten kön-
nen, wenn sich diese auch gemäß der
sind wir für Sie in der geltenden Hygieneregeln sicher für die
Zeppelinstraße in Grün- Besucher durchführen lässt. Und das
war leider bei keiner unserer Veranstal-
winkel die erste Adresse
tungen gegeben. Wir hatten uns stun-
für einen professionellen denlang die Köpfe heiß geredet, wie es
Haarschnitt oder Farbe.“ gehen könnte, mussten uns aber am
Ende beugen.
Aber wie meistens haben wir aus der
Not eine Tugend gemacht und angefan-
gen, uns neue Konzepte zu überlegen.
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Wir wü hes Falls der „Mist“ noch länger dauert, wie
ein fro fest kann uns die Vereinsarbeit dennoch
achts
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16 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
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Bürgervereins Grünwinkel“
Wir wollen
• unseren Stadtteil schöner und ruhiger gestalten,
• anstehende Probleme mit den zuständigen Stellen lösen,
• berechtigte Bürgerwünsche verwirklichen helfen
• und uns zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger unseres
Stadtteils einsetzen.
Tragen auch Sie dazu bei, indem Sie Mitglied des Bürger
vereins Grünwinkel werden.
Mehr Infos zur Arbeit des Bürgervereins im Internet unter:
www.bv-gruenwinkel.de
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 17Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
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Beitrittserklärung
Hiermit erkläre/n ich/wir meinen/unseren Beitritt zum Bürgerverein Grünwinkel e.V.
und erkenne/n die Satzung des Vereins an.
Jahresbeitrag: Einzelmitglied 7,– EUR | Familien 10,– EUR
Name, Vorname
Geburtsdatum
Straße/Hausnr.
PLZ/Ort
E-Mail-Adresse
Vornamen und Geburtsdaten der Familienmitglieder*:
* Nur ausfüllen bei Mitgliedschaft von Familien
Gläubiger-Identifikationsnummer: DE14 ZZZ0 0000 3936 34
SEPA-Lastschrift-Mandat
Ich ermächtige den Bürgerverein Grünwinkel e.V., Zahlungen von meinem Konto
mittels Lastschrift einzuziehen. Zugleich weise ich mein Kreditinstitut an, die vom
Bürgerverein auf mein Konto gezogenen Lastschriften einzulösen.
Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des belas-
tenden Betrages verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.
Kontoinhaber
Straße, Hausnr.
IBAN
Foto: drubig-photo/AdobeStock
BIC
Ort, Datum
Unterschrift
Hinweise zur Verarbeitung Ihrer Daten finden Sie unter: www.bv-gruenwinkel.de/impressum-datenschutz
18 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Mitgliederversammlung 2021
Es war im September als der Vorstand zusam- Hinzu kommt, dass man für eine Mitglieder-
menkam und über die kommenden Veran- versammlung grundsätzlich keine Beschrän-
staltungen 2020 entschied. Bei dieser Sitzung kung der Teilnehmerzahl vornehmen darf.
kam auch die Mitgliederversammlung 2021 Es muss allen Mitgliedern möglich sein, die
zur Sprache, denn diese kündigen wir immer MV zu besuchen. Sonst wären die Beschlüs-
in der Dezemberausgabe unseres Anzeigers se nicht rechtlich wirksam und anfechtbar.
an. Traditionell ist die Mitgliederversamm- Bleiben also nur Umlaufbeschlüsse per Mail,
lung im März. Da es Jahr für Jahr schwieriger Videoversammlung oder in Persona, aber in
wird, einen passenden Versammlungsort zu einem genügend großen Raum um die Ab-
finden, müssen wir den Saal immer schon im stands- und Hygieneregeln zu erfüllen. Und
September/Oktober davor reservieren. als es dann Mitte Oktober schon wieder los
ging mit rasant ansteigenden Fallzahlen, wur-
Jetzt standen wir vor der schwierigen Frage, de uns klar, dass es auch schnell wieder zu
wie wir dieses Mal mit dem Thema umge- Verhältnissen wie im März kommen kann, als
hen. Es sah so gar nicht danach aus als ob Versammlungen generell verboten waren.
die Pandemie so schnell vorbei sein würde.
Im Gegenteil, noch vor Ende September wur- Unter all diesen Erkenntnissen, Informatio-
de die geltende Corona-Verordnung bis Ende nen und Eindrücken haben wir entschieden,
November verlängert. Das bedeutete für uns, die Mitgliederversammlung im nächsten Jahr
keinerlei Planungssicherheit. erst im Juni abzuhalten. In der Hoffnung, dass
sich bis dahin die Lage entschärft hat. Parallel
Eine Umfrage der Arbeitsgemeinschaft Karls- suchen wir in Grünwinkel nach einem Raum,
ruher Bürgervereine ergab ein düsteres Bild. der groß genug ist, dass wir die Mitgliederver-
Die meisten Bürgervereine hatten ihre Mit- sammlung auch mit Abstand und unter Hygie-
gliederversammlung in diesem Jahr noch neregeln durchführen können.
nicht durchführen können. Da hatten wir
Glück, dass unsere noch kurz vor den ersten Wir werden Sie rechtzeitig schriftlich darüber
Veranstaltungsverboten stattfand. Jetzt ha- informieren, wann genau und wo die Mitglie-
ben viele Bürgervereine das Problem, dass derversammlung stattfindet. Sicher haben
sie keinen entsprechend großen Raum in Sie Verständnis für diese Entscheidung. Wir
ihrem Wohngebiet finden können. Buchun- möchten niemanden durch unsere Arbeit in
gen von Nebenzimmern und Sälen wurden Gefahr bringen, müssen aber dennoch unse-
von den Gaststätten storniert. Alle treibt die rer satzungsgemäßen Pflicht nachkommen
Sorge und Verantwortung gegenüber den und einmal jährlich eine Mitgliederversamm-
Mitgliedern um, denen man kein erhöhtes lung durchführen.
Infektionsrisiko zumuten will. Bürgerverein
Unsere Leistungen für Sie:
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Ein frohes Weichnachtsfest und ein glückliches neues Jahr wünschen wir all unseren Kunden!
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 19Aus der Arbeit des BV Grünwinkel 20 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119
Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Waldprojekt
Grünwäldchen
Am 14. November wollten wir die dritte und
letzte Neuanpflanzung von Bäumen für den
Bestattungswald auf dem Friedhof in der
Heidenstückersiedlung vornehmen.
Schon Anfang September hatten wir inner-
halb des Vorstandes starke Bedenken, ob
wir diese wie in den Vorjahren gemeinsam
mit den Schulkindern der 3. und 4. Jahr-
gangsstufe der Grundschule Grünwinkel
durchführen können. Die zu diesem Zeit-
punkt rasch ansteigenden Fallzahlen an
Corona-Infizierten mahnten zur Vorsicht. In
Absprache mit dem Friedhofs- und Bestat-
tungsamt verzichteten wir daher für 2020
auf eine Neuanpflanzung und hoffen, dass
wir im November 2021 die letzten Bäume
pflanzen können.
Der dritte Hitzesommer in Folge und die
extreme Trockenheit haben leider dazu ge-
führt, dass etliche der Ende 2019 gepflanz-
ten Bäumchen, nicht überlebt haben. Diese
wurden im Auftrag des Friedhof- und Be-
stattungsamtes durch neue ersetzt, sodass
es am Ende doch eine kleine Anpflanzung
gab.
Foto: Oliver Buchmüller
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22 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
St. Martin alternativ
Bei all unseren abgesagten Veranstaltungen Natürlich hätten wir das nie so gut hinbekom-
hat uns der Verzicht auf das Martinsfeuer men, wenn sich Oliver Buchmüller von HOB-
mit am meisten weh getan. So viele Men- DESIGN nicht spontan bereit erklärt hätte,
schen und vor allem Kinder kamen jedes den Kameramann zu spielen, denn von uns
Jahr, um staunend die live gespielte Mar- hatte niemand eine wirklich gute Kamera,
tinsgeschichte zu erleben. Und jetzt sollte die ein präsentables Ergebnis hätte liefern
das einfach so ausfallen? Ersatzlos? können. Und das, finden wir, ist uns wirklich
gelungen. Ein netter kleiner Film, der uns ein
Damit konnte sich der Vorstand des Bürger- wenig der verloren gegangenen Atmosphäre
vereins einfach nicht abfinden und die ver- des Martinsfeuers nachhause gebracht hat.
rücktesten Ideen wurden gesponnen. Es fing
mit „Und wenn wir die Geschichte einfach Am schönsten war für uns der Gedanke, dass
nachspielen und das filmen?“ an und endete wir auf diese Art doch alle irgendwie zusam-
nach viel Nachdenken und Versuchen, wie men sind. Und genau deshalb haben wir uns
man das realisieren könnte, in einem ganz auch für das Weihnachtssingen ein alternati-
neuen Format. Rechtzeitig zum 11.11. konn- ves Format überlegt, das wir am 24.12.2020
ten wir einen kleinen Film präsentieren. Un- über unsere Internetseite präsentieren wer-
ser 2. Vorsitzender, Christian Zumstein, ver- den. Lassen Sie sich überraschen und be-
las vor der Albkapelle die Martinsgeschichte. suchen Sie an Heiligabend unsere Website
Gemeinsam mit unserem Vorstandsmitglied unter www.bv-gruenwinkel.de.
Holger Erich hatte er dazu die Albkapelle mit Bürgerverein
Lichtbechern dekoriert.
Foto: Oliver Buchmüller
Christian Zumstein, 2. Vorsitzender des Bürgervereins Grünwinkel, beim Videodreh vor der
illuminierten Grünwinkler Albkapelle
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 23Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Des isch
oiner von
uns!
Das kann man von Gerhard Seiler, geb. 21.10.1930 in
Karlsruhe, sicherlich sagen. Da sein letzter Geburtstag
der 90. war und damit doch etwas Besonderes, woll-
ten wir ihn ein wenig würdigen. Aber mal anders als
sonst üblich, nicht in dem wir andere über ihn sprechen
lassen, sondern in dem wir ihn selbst zu Wort kommen
lassen. Wir waren nämlich der Meinung, dass er durch-
aus noch etwas zu sagen hat. Zu diesem Zweck haben
wir ein kleines Interview mit ihm geführt. Coronagerecht
per Telefon und Mail. Wir haben ihn danach gefragt, wie
lange er schon in Grünwinkel lebt, was dieser Stadtteil
für ihn bedeutet, auf welche Art er sich verbunden fühlt.
Hier kommen seine unzensierten Chronik von Grünwinkel, an der ich übrigens
Antworten: mitschrieb, auf der Seite Numero 463 findet
sich der Eintrag „Seiler, Jos. Kassendn. Ver-
Der isch net von weit her: bindungstr. 11“
Wohnorte – Karlsruhe-Weststadt:
Weltzienstraße 3, Liebigstraße 3, Bunsen In meiner Schulzeit in der Gutenbergschu-
straße 7, Yorckstraße 43; (Karlstraße 49a) le lernte ich arme, aber freundliche Schüler
Grünwinkel: seit 1964 Kübelkopfstraße 17 aus der Holzsiedlung kennen, aber vor der
– Alles Primzahlen Steinsiedlung hatten wir Regat, (Regat ist
die badische Darstellung des franz. régard
Foto: Jörg Donecker
Die Familie Seiler: = Anerkennung bis Angst). Wir mieden sie
Die Urgroßeltern wohnten zur Zeit der Ein- also und sie uns. In den Mitfünfziger Jahren
gemeindung nach Karlsruhe anno 1909 in spielte ich als Handballer des KTV und später
Grünwinkel. So steht es geschrieben in der KFV gegen den TSV Grünwinkel, mit dem all-
24 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
seits bekannten Rachitl (Richard Reiser) und Vor unserem Haus steht seither ein Gockler
dem Burkart’s Karle von de Mahlbergstroß, auf der Wand mit der Stadtpyramide auf dem
mit denen ich dann auch persönlich guten Buckel (Foto siehe Seite 27) – man kann erra-
Kontakt für viele Jahre hatte und habe. ten, wohin er schaut.
Da wohnen wir heute noch – wie lange? Nur
Das Wichtigste: der Herrgott weiß das genau. Und die vier
meine Frau und ich möge die hiesige Leut, Kinder sind ausgezogen – übrigens sind zwei
die sind wie wir so freundlich wie Badener davon hier geboren. Damals war ich junger
nur sein können. Und wir kennen viele, denn Hafendirektor.
wir sind ja beinahe Eingeborene, auch wenn
viele heute nicht mehr unter uns sind. Wir ha- Zu den „offiziellen Grünwinklern“ hatten wir
ben unser Häusle 1964 in den Heidenstücker immer sehr gute Verbindungen, allen voran
gebaut, z.T. mit unserer Hände Arbeit, weil zu Alban Schuster, dem ich noch am Grabe
die Fertigbaufirma damals bankrott ging. Adieu zurufen durfte, zum omnipräsenten
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26 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Der Gockler mit
Foto: Oliver Buchmüller
der Pyramide auf
dem Rücken an der
Fassade des Hauses
von Familie Seiler in
der Heidenstücker
siedlung
Karl-Heinz Schmidt und zu Heribert Scherer, Bahnlinie gebaut, nur net für uns in Grünwin-
mit dem ich dienstlich viel und gut zu tun kel, dabei hätt sich doch eine Linie von Dax-
hatte, sowie zu August Schreiner, der neben landen (Rappenwörth!) 5 Rheinhafenstraße
Rachitl ein Original vom Siedlerverein war. 5 Pulverhausstraße bis Bulach und darüber
hinaus geradezu angeboten.
Meine Verdienste für Grünwinkel: Ich schweige!
Also alles, was zu meiner Zeit als Stadtkäm-
merer bis 1972, als Bürgermeister für Finan- Zu guter Letzt kenne ich keinen Stadtteil, der
zen und Wirtschaft bis 1986, und als OB bis so viele Angebote des täglichen Lebens hat
1998 gut lief, war ich dabei. wie wir in Grünwinkel.
Was Besonderes war die Verlegung unseres Und: mit dem Fahrrad bin ich früher in nur
Flugplatzes nahe Grünwinkel, den ich feder- 15 Minuten auf den Marktplatz gefahren, wo
führend für die Städte und Gemeinden als ich früher arbeitete, heute auch noch in 25
Vorsitzender der Entwicklungsgesellschaft Minuten, wenn man richtig fährt.
Söllingen auf den ehemaligen kanadischen
Flugplatz, heute Flugplatz Baden-Baden, ver- Was mich stört:
legen konnte. Dieses Areal habe ich dann dass die Leut in unsere Umgebung immer
an Manne Schmider (ehemals Holzsiedlung) älter werden und wir einen um den anderen
verkauft, der viel geborgtes Geld dort inves- Nachbar verlieren, dass für manche Straßen
tierte und dann von den heutigen Eigentü- ein Parkverbotsschild gut täte (aber ich sag
mern (Städte und Land) abgelöst wurde. nicht, wo) – sonst fallt mir nix ein.
Die zweifelhafte Geschichte mit unserem Und wie sich Grünwinkel verändern wird?
neuen Friedhof südlich der Heidenstücker Das würde ich gerne verlautbaren – wenn ich
habe ich wohl mit zu vertreten, aber das wa- es wüsste.
ren und sind keine Heldentaten.
Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei
Meine Frau meldet sich immer zu Wort, „unserem“ Gerhard Seiler für die Bereitschaft
wenn wir mit der Linie 1 in die Stadt fahren hier mitzuwirken.
wollen und dafür lange bis zur Haltestelle Karin Armbruster
Hardecksiedlung brauchen: überall hasch Du
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 2728
Bleiben Sie gesund.
Ihnen frohe Weihnachten.
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Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA, Michelinstraße 4, 76185 Karlsruhe, Deutschland, Stand 10/2020Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Der Grünwinkler Geschichtskreis
im Corona-Jahr – Wir haben das Beste
daraus gemacht!
Als wir uns am 25. Februar 2020 in fröhli- dete, „das machen wir wieder“. Inzwischen
cher Runde zu einer Kappensitzung im Be- wissen wir, dass wir dafür wohl viel Geduld
sprechungsraum des Bürgervereins trafen, brauchen.
ahnte noch niemand, dass dies für lange
Zeit das letzte Mal sein sollte. Kurze Zeit Im Juli des Jahres als die Kontaktbeschrän-
später lähmte die Corona-Pandemie das öf- kungen gelockert waren, trauten wir uns, ein
fentliche Leben, auch der Grünwinkler Ge- Treffen im Freien anzubieten. Dankbar wurde
schichtskreis musste sich der neuen Situa- es angenommen. Groß war die Sehnsucht,
tion anpassen. Bis Mitte des Jahres fielen sich wieder mal Auge in Auge zu sehen und
Treffen und Exkursionen aus. sich auszutauschen. Dabei wurde die Idee
geboren, die bei der Chronik-Arbeit gesam-
Bunte Luftschlangen, jede Menge „Berliner“, melten Bücher und Hefte im Besprechungs-
Bier und Wein – der Tisch war gedeckt für raum des Bürgervereins zugänglich zu ma-
die erste Kappensitzung des Geschichtskrei- chen. Ein Platz für ein Regal wurde gefunden,
ses. Spannend war die Frage, ob die Teilneh- ebenso ein Bücherregal und Franziska Joa-
merinnen und Teilnehmer wie eingeladen chim hat es dann übernommen, die Bücher
mit „Kappen“ kommen würden. Sie kamen! zu ordnen und zu präsentieren. Ein Leichtes
Bunt und vielfältig waren ihre Kopfbede- für die frühere Bibliothekarin im Evangeli-
ckungen. Und mitgebracht hatten die Ge- schen Oberkirchenrat.
schichtsinteressierten Erinnerungen an die
Fastnacht früherer Jahre, an Büttenreden, an Auch der Tag des offenen Denkmals fiel in
Fastnachtsumzüge, an Sitzungen. Ein gelun- diesem Jahr Corona zum Opfer. Wirklich?
gener Abend, der mit dem Versprechen en- Eigentlich nein, im Gegenteil: die Krise und
o.l.: Reger Austausch unter den Kappen
trägern.
o.r.: Gertrud und Gunter Schneider
gehörten zu den Stützen der Fastnachter
Fotos: Geschichtskreis
„S’gnizze Brigändle“, die alemannische
Traditionen aufgriffen. Die Gruppe existiert
inzwischen leider nicht mehr.
u.l.: Marga Götz rezitierte eine Büttenrede,
die sie vor 35 Jahren gehalten hatte.
GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 29Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Kurt Roth vor dem aufwendig zum Museum umgebauten ehemaligen Rathaus von
Neuburgweier.
der Verzicht auf Besichtigungen vor Ort wur-
den genutzt für Videoclips, die nicht nur am
Denkmaltag einen Einblick gewähren. Die
jahrelange Beteiligung des Grünwinkler Ge-
schichtskreises an den Denkmaltagen wurde
belohnt. Die KME Karlsruhe Marketing- und
Event-GmbH als lokale Veranstalterin des
Denkmaltages bot die Finanzierung und Pro-
duktion eines kurzen Videos zu Grünwinkler
Denkmalen an. Die Chance ließen wir uns
nicht nehmen. Peter Forcher und ich bas-
telten an einer Geschichte zu den Architek-
tur-Denkmalen rund um das Sinner-Areal
und bauten dabei auch unser Grünwinkler
Im ehemaligen Feuerwehrhaus gegenüber Wahrzeichen, die Albkapelle ein. Für den
dem Museum hat der Heimatverein sein Do römischen Ziegelbrennofen und die Tho-
mizil gefunden. Der laue Spätsommerabend maskirche tat es uns leid, dass wir sie nicht
wurde für ausführliche Erläuterungen im berücksichtigen konnten. Aber wer weiß,
Freien genutzt. vielleicht gibt es ein Folgeprojekt. Nach ei-
nem Vorbereitungstreffen folgte ein Drehtag,
der uns viel Geduld abverlangte, dafür aber
interessante Einblicke in ein für uns neues
Metier bot. Am Ende waren wir zufrieden mit
dem Produkt, mit den schönen Bildern und
einer weiteren Möglichkeit, niederschwellig
ein Stück Grünwinkler Geschichte vermitteln
zu können.
Gerne nutze ich die Gelegenheit, mich bei al-
len, die zum Gelingen des Clips beigetragen
haben, herzlich zu danken. Peter Forcher und
Fotos: Geschichtskreis
Peter Möllmann für den inhaltlichen Beitrag
und die tatkräftige Unterstützung. Ebenso
Wolfgang Scheidtweiler, dem Eigentümer
Viel zu bestaunen gab es in den Samm der Hatz-Moninger Brauhaus GmbH, für sei-
lungsräumen des Heimatvereins. nen Beitrag, mit dem er die Motivation für
30 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
den Kauf der Brauerei zum Ausdruck brach- die Dauerausstellung zu führen und so man-
te und neue Ideen anklingen ließ. Dank gilt che Hintergründe beim Zustandekommen
auch dem Pfarramt St. Josef, dem Bridge- des ebenso liebevollen wie anspruchsvol-
Club, dem Milano-Event-Café und der Firma len Museums zu erzählen. Roderich Rexroth
Softec. Sie alle haben uns Türen geöffnet unterstützte ihn dabei. Er wusste zu jedem
für sehr interessante Einblicke. Nicht zuletzt Ausstellungsstück eine Geschichte, zeigte
danke ich dem Filmteam von Dr. Oliver Lan- uns die Sammlung im ehemaligen Feuer-
gewitz sowie Carmen Heichel und Johanna wehrhaus und am Ende wurde aus der ein-
Klein von der KME für die umfangreiche Vor- stündig geplanten Führung ein fast doppelt
bereitung und Durchführung des Drehtages. so langer Besuch bei Gleichgesinnten in der
Den Video-Clip finden Sie auf der Homepage Ortsgeschichte.
des Bürgervereins unter Gerhard Strack
https://www.bv-gruenwinkel.de/
sowie auf YouTube unter
Foto: Geschichtskreis
https://youtu.be/hPEO3hiFc7Y
Schauen Sie mal rein!
Ende September trauten wir uns eine Exkur-
sion zu. Mit vorheriger persönlicher Anmel-
dung, mit Teilnahmebeschränkung und mit
Masken. Wolfgang Wurster hatte die Kon-
takte zum Heimatmuseum in Rheinstetten-
Neuburgweier hergestellt, genauer gesagt
zum „Museum zur Siedlungsgeschichte im
PAMINA-Raum“. Kurt Roth, früherer Bürger-
meister unserer Nachbarstadt Rheinstetten Professionelle Rahmenbedingungen
ließ es sich nicht nehmen, uns selbst durch gewährten die Qualität des Videoclips.
Oliver Storm
Eichelbergstr. 53
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GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 31Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Gärten Des
Grauens
So werden Schottergärten gerne bezeichnet. Ende Juli hat der baden-württem-
bergische Landtag eine Änderung des Landesnaturschutzgesetzes beschlos-
sen. Schottergärten auf Privatgrundstücken werden verboten. Die beschlos-
senen Änderungen des Landesnaturschutzgesetzes sollen in erster Linie dem
Gedanken des Artenschutzes und der Artenvielfalt Rechnung tragen.
Ein Schottergarten besteht aus fig Senioren, aber auch Berufstä-
großflächig ausgebrachten Stei- tige und Familien mit wenig Zeit
nen, in der Regel Schotter, und oder Neigung zur Gartenarbeit.
nur wenigen, solitären Pflanzen. Verkauft wird er von den Gestal-
Er ist nicht zu verwechseln mit tern mit dem Argument der pfle-
einem Steingarten, der ein wah- geleichten und aufwandsarmen
res Biotop sein kann, denn hier Erhaltung der einmal hergestell-
spielen Steine, auf denen sich ten Optik.
Foto: U. J. Alexander/AdobeStock
noch Leben ausbreiten kann,
eine zentrale Rolle. Aber ist das wirklich so? Schau-
en wir uns die Steinwüsten doch
Wer legt sich einen solchen mal genauer an.
„Garten“ an? Nun das sind Men-
schen, die einen optisch gepflegt Der Schottergarten kommt
aussehenden Vorgarten ohne gleich mit mehreren negati-
viel Arbeit erhalten wollen. Häu- ven Eigenschaften für die Natur
32 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
und das Klima daher. Unter den gewehter Samen wohl und dann
Schotter kommt immer eine Fo- wächst da eben doch etwas.
lie, um den Pflanzenwuchs zwi- Auch herumgewirbelter Müll
schen den Steinen zu unterdrü- lässt sich gerne auf den Steinen
cken. Denn die bekommt man nieder. All diese unwillkomme-
aus dem scharfkantigen Schotter nen Ablagerungen kann man nur
nicht mehr gut heraus. Diese Fo- durch den regelmäßigen Einsatz
lie verhindert das Versickern von von Gebläse wie Laubbläser ent-
Regenwasser und macht den gegenwirken. Wie sehr das den
Vorgarten zur versiegelten Flä- Nachbarn freut, braucht man
che. Und sie verhindert auch das nicht zu betonen. Und da Kräut-
Leben von Kleinstlebewesen, lein, die dann doch wachsen,
Würmern und Insekten im Boden Moos-, Schmutz- und Algenbe-
darunter. Hinzu kommt, dass die läge nur schwer entfernt werden
Folie im Lauf der Jahre mürbe, können, kommen dann häufig
brüchig und undicht wird. Zum chemische Mittel zum Einsatz,
Ersetzen muss der gesamte Be- die der Natur zusätzlichen Scha-
lag abgetragen werden. den zufügen.
Und dann gibt es ja noch den Der Schotter hat leider auch die
Wind, das himmlische Kind, der Eigenschaft, sich stark zu erhit-
bringt im Laufe der Zeit dennoch zen. Messungen haben erge-
Staub, Laub und organisches ben, dass an heißen Tagen die
Material in die Zwischenräume. Umgebungstemperatur um so
Und auf dem fühlt sich dahin einen Schottergarten gern mal
Ihr Bau-
finanzierer!
n Bausparen
n Modernisierungen
n Beratung über öffentliche
Fördermittel (KfW, L-Bank)
LBS-Bezirksleiter Ralf Büchel
Beratungsstelle Karlsruhe, Siegfried-Kühn-Str. 4,
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GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119 33Aus der Arbeit des BV Grünwinkel
Staudengärten sind 5 Grad erhöht ist. Die aufgeheiz- Die Änderung des Landesnatur-
pflegeleicht, schön ten Steine geben die Wärme schutzgesetzes Baden-Württem-
anzusehen und noch bis in die Abendstunden an berg verlangt die Beseitigung
gleichzeitig gut fürs ihre Umgebung ab. Damit tragen von Schottergärten, die nach
Klima diese Flächen zusätzlich zur Kli- 1955 entstanden sind. Neue wer-
maerwärmung bei. Leider bieten den nicht mehr zugelassen.
geschotterte Gärten auch keinen
Lebensraum für Vögel, Insekten, Gartenbaubetriebe
Kleinsäuger wie Igel oder Mäu- empfehlen pflegarme
se. All diese Arten haben ohne- Staudengärten als tier-
hin schon mit einem immer klei- und klimafreundliche
ner werdenden Lebensraum zu Alternative.
kämpfen. Unsere zu gepflegten
Gärten sind kein Ersatz für den Stauden sind mehrjährige Pflan-
naturnahen Raum, den wir uns zen, die es von Bodendeckern
für Bauvorhaben einverleiben. bis zu einer Wuchshöhe von
Biologisch gesehen sind diese mehreren Metern gibt. An Far-
Gärten tot. ben und Formen gibt es nahezu
keine Grenzen. Blütenfarben von
Aus diesen Gründen sind die Blau über Rot bis hin zu Gelb
Schottergärten in vielen Städten oder auffällig gefärbtes Laub.
und Gemeinden schon vor Jah- Die mehrjährigen Pflanzen ster-
ren auf Kritik gestoßen. Xanten ben im Winter meist oberirdisch
am Niederrhein war eine der ers- komplett ab und überdauern in
ten Kommunen, die auf die Aus- einer Art Winterschlaf. Im Früh-
Foto: Andrea/AdobeStock
breitung vor allem in Neubauge- jahr treiben sie dann wieder neu
bieten reagierte. Sie schrieb für aus. Einige Stauden sind jedoch
neue Bebauungspläne vor, dass auch immergrün und sorgen so
Vorgärten begrünt werden müs- das gesamte Jahr über für Struk-
sen und nicht versiegelt werden tur im Garten oder Vorgarten.
dürfen. Es gibt viele verschiedene Arten
34 GRÜNWINKLER ANZEIGER | DEZEMBER 2020 | NR. 119Sie können auch lesen