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SONDERAUSGABE
FAKTEN - MEINUNGEN - TENDENZEN
NR. 485 | 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I kostenlos per E-Mail
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www.deka-immobilien.deNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 3
Inhaltsverzeichnis
Editorial (Werner Rohmert) 4 Gastbeiträge
- Der Überblick 4
Einzelhandel in Corona-Zeiten: Alles
- Blick in die Glaskugel 5 katastrophal? (Günter Vornholz) 27
- Die „Bürowelt 2021 ff.“ in Schlagworten 6
- Warum sollte es dann trotzdem
„schlimm kommen“? 7 Streifzug durch die Fondsszene
- Convenience - Warum Immobilien besser sind (Markus Gotzi) 46
als Aktien 13
Chronistenpflicht Büromarkt 14
Gewerbe-Investmentmärkte im Q3/2020 17
Der Immobilienbrief Berlin (Karin Krentz)
Neustrukturierung der RAG Aktiengesellschaft 19 BER erhält Betriebserlaubnis 53
BER Terminal 2 ist betriebsbereit 54
Q3-Wohnimmobilieninvestmentmarkt widersteht
Pandemie 21 BER bringt deutlichen Schub für die gesamte
Region 54
Wohnen in der Schweiz 25 Büromarkt Berlin 56
Eigentumswohnung-Kaufboom im Versöhnliches Jahresende auf dem Berliner
Rhein-Main-Gebiet 26 Immobilienmarkt erwartet 57
Logistikmarkt hält sich robust 30
Hotellerie - eines der größten Sorgenkinder 32
Büromärkte
Autoren 59
Frankfurt 34
Firmen und Personen 59
München 37
Sponsoren und Partner 59 Düsseldorf 40
Hamburg 41
Impressum 59 Köln 42
Stuttgart 43
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www.rohmert-medien.deNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 4
Sehr geehrte Damen und Herren,
keine Panik! Sie können jetzt beim x Der Schweinezyklus lebt. Das Angebot ist unelas-
Lesen zwischen Ironie und Szenario tisch und langsam. Es wechselt immer zwischen zu
wählen. Corona vergeht. Die Zinsen viel und zu wenig. Kleine Verschiebungen der Nach-
werden es schon richten. Scholz frage führen zu hohen Preisveränderungen.
spannt das Verschuldungssprung-
tuch. Die Nutzer stehen Schlange. x Arbitrage lebt. Sie wurde nur pervers. Wenn
Deutschland hat Wohnungsnot. An- Nutzung von Geldkapital nichts kostet oder belohnt
ständige Büros gibt es viel zu wenig. wird (Null- oder Negativ-Zins), dann kann die Nut-
Die Konsolidierung kommt noch zung von Sachkapital (Miete) auch nichts kosten.
pünktlich. Weltweit pokern die Anle- Das sagt die Lehre. Die Arbitrage-Perversion heute
Werner Rohmert ger an der Konzertkasse für das ist die Annahme, dass die Sachkapital-Nutzung im-
Herausgeber
Opus „Safe Haven Deutschland“ um mer teurer wird und die Preise damit arbitragebedingt
Eintrittskarten. Der Einzelhandel hat viel zu lange im Kon- unendlich steigen müssen.
junkturbett geschlafen. Die Automobilindustrie hat Umwelt-
x Mit MICE (Meetings Incentives Conventions Exhibiti-
wandel vom Verbrenner zu Kohlestrom-Auto verpasst. Wer
ons/Events) hat Corona bei Hotel, Gastro und Event
zu spät kommt, den straft das Leben. Hinter jeder Gastrono-
unschuldige Opfer zum Stolpern gebracht. Nicht je-
mie- und Hotel-Lebenspleite steht ein Junger, der es sowieso
der wird aufstehen.
besser kann. Die Lufthansa war eh zu arrogant. Der Deut-
sche bleibt reise- und veranstaltungssüchtig. Homeoffice x Digitalisierung, Globalisierung im Wettlauf mit De-
spart unter Corona-Herrschaft keine Flächen. Die schwachen Globalisierung, Demokratie mit Wettlauf mit Populis-
Vermietungs- und Investmentzahlen sind doch im Lockdown mus, Hegemonialkämpfe, Pandemie-Risiken, Rück-
logisch. Das Altmaier-„V“ bringt den Umsatz zurück. Und die kehr der Bedeutung militärischer Stärke, neue For-
letzten 15 Jahre hat der am meisten verdient, der sich am men der Arbeit, neue Mobilitätskonzepte oder Regu-
wenigsten um Warnungen geschert hat. Weiter so! lierungskaskaden statt Markt werden auch die
Immobilienwirtschaft beeinflussen. Was machen
Der Überblick: wir, wenn der Staat selber baut?
x Bau- und Immobilienwirtschaft werden wieder
x Ich freu mich auf den EXPO REAL Hybrid Summit. Ich lernen, dass sie keinerlei eigene volkswirtschaftli-
nehme wieder Visitenkarten mit. Von denen, die ich che Bedeutung haben, sondern lediglich vor-, nach-
kenne und gefragt habe, ist niemand da. Das gibt neue oder gleichlaufende Dienstleister der Nutzer sind.
Kontakte. Ich habe mich für nächsten Montag schon
zum Corona-Test angemeldet. Das ist für mich eine x 2020 wird vielleicht zum dreifach historischen
Frage der Höflichkeit. Jahr. 2020 ist das Jahr der Corona Krise. 2020 ist
das zyklische Wendejahr. 2020 ist das erste Jahr
x Die Zeit, in der Zins und Markt den Immobilienhäu- einer neuen immobilienwirtschaftlichen Welt oder
sern das Geld ins Haus schaufelten, geht vorerst zu einer neuen Ära.
Ende. Jetzt werden wieder Profis gefragt.
x Trotzdem wird alles gut. Wir werden es nämlich
x Das fiskal- und geopolitisch gedruckte „Modell gar nicht merken – solange die Zinsen unten bleiben
Schlaraffenland“ steht vor seiner ersten Bewährungs-
probe. Nullzins-Geld macht sinnlich – und süchtig. Sinn- x Außerdem: Wir werden nicht lernen. Warum auch.
lichkeit verschönert unsere Städte. Sucht ohne Behand- Am Ende ist doch immer alles gutgegangen. Die Im-
lung ist tödlich. mobilienwirtschaft ändert sich nicht. Vor genau 20
Jahren schrieb ich: „Es ergibt sich durchaus der Ein-
x Mieten werden wieder volatil. Das trifft zuerst die druck, dass es ganz einfach viel mehr Geld als Top-
Büros und später sportliches Wohnen. Bei Handel hat Investments gibt.“ Und zur „klassischen Kapitalanla-
Corona die konjunkturellen Bremsklötze auf dem Trend geimmobilie der großen institutionellen Investoren“
nach unten weggetreten. und vermögenden Familien schrieb ich: „Da die an-
fänglichen Mieteinnahmen in der Regel nicht ausrei-
x Homeoffice ist nicht unser großes, sondern nur un-
chen, um eine Fremdfinanzierung zu bedienen, ist
ser sichtbares Problem. Unser Problem kann der
dies eine Form des Investments, die in der Regel von
„perfect storm“ werden, für dessen Entwicklung alle
eigenkapitalstarken Investoren bevorzugt wird.“ Da-
konjunkturellen, strukturellen, technologischen und welt-
mals hatten Immobilien sogar noch geringere Rendi-
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen perfekt zusam-
ten als den „risikolosen Zins“. Heute ist es umge-
menpassen. Immobilien ohne Nutzer sind Ruinen.
kehrt. Fazit: Alles Gut . fNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 5
Der Blick in die Glaskugel - Was passiert 2021 ff.?
Psychologie schafft alternative Fakten. Das war in der verschiedene schiefe (Trend-) Ebenen nach oben und
Immobilie schon immer so. Dafür braucht es keinen Trump. nach unten, deren Neigung sich laufend verstellt, nebenei-
Für 2021 ff. heißt das: NICHT was IST, ist unser Problem. nander. Corona ist da nur der Bremsklotz vieler Entwick-
Was der Markt ERWARTET, ist das Problem. Marktfakten lungen, der brutal weggetreten wurde. Wohnen dürfte
sind Schnee von gestern. In den letzten 15 Jahren schuf die von Digitalisierung und Corona profitieren, was lediglich
Wertsteigerungserwartung den sich selbst befeuernden nicht vor hochpreisiger Überbauung schützt. Breite Über-
Markt von heute. Die Unsicherheit von heute schafft aber einstimmung gibt es bei Pflege, die demografisch profitiert.
die Fakten von Morgen. Logistik profitiert am langen Ende. Allerdings ändern
sich auch da die Strukturen. Non Food Einzelhandel bleibt
Woher ich das weiß? Seit über 25 Jahren lese unter verstärktem E-Commerce-Druck. Im täglichen Bedarf
und lerne ich tagaus tagein Jahr für Jahr das Research der hat E-Commerce durch Corona eine Schwelle überschrit-
Flächenzähler und ihre jeweils opportunen Interpretationen. ten und wurde zum Bedarfsdeckungsinstrument.
Seit 30 Jahren schreibe ich über die Zukunft. Beides tat oft
weh. In den großen Linien lag ich selten falsch. Regelmäßig Das alles ist, ehrlich gesagt, seit über 20 Jahren
aber habe ich die Schnelligkeit der Anpassung überschätzt. logisch und wurde (von mir damals) längst geschrieben.
Das macht demütig und selbstbewusst zugleich. Demütig Eine neue Story hat Corona allerdings für Hotels geschrie-
wurde ich, weil Timing reich macht und nicht die große Li- ben. Denn die hatte ich vor 20 Jahren auch in Reihe der
nie. Selbstbewusst bleibe ich, weil irgendwann der Trend Profiteure aus Demografie und Veränderung der Arbeits-
zyklische Höhen und Tiefen überholt. welt mit zu erwartender Entzerrung der Bürotätigkeit einge-
ordnet. Meine Erwartung war damals, dass Digitalisierung
Allerdings differenzieren sich nach Corona die Im- neue Kommunikationsbedürfnisse schafft, für die Hotels
mobilienmärkte noch weiter aus. Da stehen jetzt mehrere den Rahmen bieten können. f
ArnimNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 6
Personalie Logisch war für mich ab etwa 1997 und ist heute, dass das „Internet“ die bis dahin in der
Wirtschaft geltenden Gesetze von Zeit und Raum außer Kraft setzten würde. Bis dahin wa-
Erlangen: Der Aufsichtsrat ren Computer nur geniale Kreuzungen zwischen Karteikasten und Rechenschieber zur
der ZBI Zentral Boden Im- schnellen Bearbeitung großer Datenmengen. Wenn dagegen jeder Schreibtisch in jedem
mobilien Gruppe hat Schlafzimmer, Hotelzimmer oder auf jedem Boot zu einem vollwertigen Arbeitsplatz zu jeder
Thomas Wirtz (FRICS) zum Zeit in jedem Markt werden würde, war für mich klar, dass die Immobilienwirtschaft bei Büro,
Vorstand Vertrieb der ZBI Handel, Logistik und Hotel durch geänderte Arbeitsorganisation und Standortpräferenzen
Fondsmanagement AG beeinflusst werden würde. Die Wochenendehe werde zum Kollegenmittwoch werden. Der
ernannt. Im Rahmen der Kühlschrank werde den Einkauf intelligenter managen als das übliche Haushalts-
strategischen Unterneh- Einkaufsprocedere. Heute nennt man das „KI“. Für Handel erwartete ich den E-Commerce-
mensentwicklung und In- Anteil von „20 Prozent in 20 Jahren“ bei gleichzeitiger demografischer Alterung mit geänder-
tegration der Vertriebsleis- tem Einkaufsverhalten und abnehmendem Anteil des Konsums am Volkseinkommen in ei-
tungen in die Fondsmanage- ner immer reiferen Volkswirtschaft. Zentren des Erlebnisses und der Kommunikation würden
ment AG übernimmt er zum profitieren. Geringere Präsenz werde die Regionen entzerren. 20 Jahre passierte, ehrlich
1. Oktober 2020 die Leitung gesagt, eher wenig. Hat jetzt Corona die Bremsklötze tradierten Verhaltens weggestoßen?
des dort neu geschaffenen
Vorstandsressorts „Vertrieb“ Lassen Sie uns einmal auf Büros schauen, die die Medien derzeit so begeistern.
und ist damit in der ZBI
Gruppe für den Bereich
Fondsvertrieb verantwortlich. Die „Bürowelt 2021 ff.“ in Schlagworten
Thomas Wirtz ergänzt das
Die kommende Dekade wird eine Dekade der Profis
Vorstandsteam der Kapital-
verwaltungsgesellschaft um
Die 15-Jahres-Periode, in der der Büro-Immobilienwirtschaft, das Geld durch sinken-
Fabian John, Christian
de Zinsen, steigende Mieten und steigende Multiplikatoren allein durch den Markt ins
Reißing und Michiko
Haus gescheffelt wurde, sind zu Ende. 2020 läuft noch nach. 2021 startet eine neue
Schöller. Seine Funktion
Dekade. Sehen wir es positiv. So böse wie früher wird es wohl nicht kommen. Die Aus-
als Vorstand der ZBI Immo-
gangslage ist komfortabel. Corona kam früher, als die Blase platzen konnte. Das
bilien AG, dort verantwortlich
Cash Burning der Zins-Uhr läuft viel langsamer gegen den Leerstand als zu „7%-
für den Verkauf, nimmt er
Zeiten“. Und noch laufen die Verträge und Leerstand gibt es kaum. Gleichzeitig dürfte
weiterhin wahr.
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Deutschland als Safe Haven attraktiv für internationale In- Außerdem werden wie üblich im Hype die kurzfris-
vestoren bleiben. Und zyklisches Verhalten der Immobilien- tigen Effekte überschätzt. Arbeitsrecht, Analysenotwen-
wirtschaft ist ja kein echtes Neuland. digkeiten, Mietverträge, Sicherheitsfragen, Haftungsfra-
gen, organisatorische Fragen, Arbeitszeitkontrollen,
Die kommende Dekade wird aber dennoch eine De- Kosteneffekte, steuerliche und rechtliche Fragen,
kade für die Asset-Management-Profis. Der Druck entweicht Gewerkschaftsinteressen und soziale Fragen werden
aus dem Mietermarkt. Damit dürfte manche Investorenpla- den Homeoffice-Effekt so entzerren, dass er locker
nung korrigiert werden müssen. Für eigenkapitalstarke aufgefangen werden kann.
Investoren mit langem Atem werden sich gute Chancen er-
geben. Sie kennen ja den blöden Spruch: Krise ist Chance. Irgendwann wird auch der dümmste
Blöd ist er vor allem für diejenigen, die auf der falschen Seite Gewerkschaftler und Homeoffice-„Heil“sbringer der Politik
der Chance auf dem Boden der Realität aufgeschlagen sind. lernen, dass jeder richtige Homeoffice-Arbeiter auch
in Indien sitzen kann. Das bringt den internatio-
Außerdem: Die Welt braucht Krisen. Nur über nalen Lohnkostenwettbewerb in die deutsche
Kriege und Krisen lassen sich unter dem Mantel des Hochlohn-Kernkompetenz.
allgemein verinnerlichten Krisen-Narrativs Fehlentwicklungen
sozialisieren. Mit Geld lassen sich die Kranken der Wirtschaft
zu Zombies „wunderheilen“. Warum sollte es dann trotzdem
Was passiert also?
„schlimm kommen“?
Vergessen Sie Corona-Homeoffice-Medien-Theater. Was Aber es kommt trotzdem schlimm. Homeoffice ist
in der Not funktioniert, muss nicht sofort als Standard funktio- nicht unser großes, sondern nur unser sichtbares
nieren. Homeoffice macht vielleicht 10% Flächenminderbe- Problem. Glauben Sie wirklich, dass 2021 oder 2022
darf (ZIA-, JLL-, Rohmert-Überschlag). Das gleicht sich unter wieder genauso viele Maschinen, oder wovon ein Export-
Corona weitgehend durch Mehrbedarf pro Arbeitsplatz aus. Vize-Weltmeister sonst nun einmal lebt, in die Corona-
Unternehmensprofil EURAMCO
Langfristig stabile Immobilienerträge in einem anspruchsvollen Marktumfeld
EURAMCO bietet professionellen Anlegern auch unter den aktuell herausfordernden Rahmenbedingun-
gen ein passendes Produkt an: Der „Real Estate Infrastructure Fund“ setzt auf langfristige Einnahmesicherheit
durch Hauptmieter mit zweifelsfreier Bonität.
Hierfür investiert der Spezial-AIF mit einem angestrebten Fondsvolumen von 300 Millionen Euro in Büroimmo-
bilien mit überwiegend staatlichen Hauptmietern an deutschen Top-7-Standorten, deutschen Oberzentren
mit positiver Standortentwicklung und in Wien. Besonderes Augenmerk liegt auf einer hohen Objektqualität
unter Beachtung einer guten Drittverwendungsfähigkeit sowie ökologischer und sozialer Kriterien. Die vor-
gesehene Eigenkapitalquote von maximal 50 Prozent stellt einen weiteren Sicherheitsbaustein dar. Ein faires
und leistungsorientiertes Vergütungskonzept sichert darüber hinaus die Interessengleichheit zwischen Investor
und Asset-Manager.
Für das erste Quartal 2021 rechnet EURAMCO-Geschäftsführer Jürgen Göbel mit einem First-Closing und
ersten Akquisitionen aus der gut gefüllten Projektpipeline. EURAMCO erwartet für die Investoren mit einer
Mindestbeteiligung von 10 Millionen Euro laufende Ausschüttungen in einer Größenordnung von 3 bis
3,75 Prozent jährlich.Z ,
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Personalien Welt verkauft werden wie 2019? Glauben Sie, dass die internationalen Gäste wieder in die
Hotel-Klassiker strömen, dass Messen und Veranstaltungen wieder Hallen und Hotels
Berlin: Simon Betty wird die füllen und die Event-Dienstleister beschäftigen, dass die Autoindustrie wieder schnell Fuß
neu geschaffene Position des fasst, dass wieder Flieger und Schiffe, die wir so schön bauen können, schnell nachge-
Chief Executive Officer, Adina fragt werden. Natürlich kommt die Wirtschaft nach den Shutdown-Ferien wieder auf Trab.
Europe, besetzen. Betty ist Wenn ein Quartal in einem Jahr wegfällt und im nächsten Jahr nicht, wird es da natürlich
derzeit Managing Director politisch auszuschlachtendes „Rekordwachstum“ geben. Aber vermutlich dürfte aus dem
Quarters and Developments Altmaier-„V“ eher ein gespiegeltes Wurzelzeichen oder eine Nike-Logo-Erholung
beim aus Großbritannien werden, die uns aufsummiert verdammt viel Wachstum kosten wird.
stammenden Immobilienent-
wickler Hammerson. Fazit 1: Die konjunkturellen Folgen übersteigen die kurzfristigen Home-
Matthias Niemeyer wird als office-Folgen für den Büroflächenbedarf bei weitem.
Director of Development Euro-
pe weiterhin das Wachstum
Alles kommt auf den Prüfstand: Wohl fast alle Unternehmen und Dienstleister
der Marke in Europa verant-
haben ihren zukünftigen Personal- und Flächenbedarf auf den Prüfstand gestellt. Das
worten. Auch Georgios Gani-
führt zum einen zu sofortigem Attentismus für die kommenden zwei Jahre, in denen vor-
tis wird in seiner Aufgaben-
sichtshalber erstmal nichts mehr entschieden wird. Zum anderen deckt das bestehende,
stellung bestätigt und zukünf-
bislang versteckte Freisetzungspotentiale auf. In jedem Unternehmen sind 10% überflüs-
tig als Director of Operations
sig. Wachstumsperspektiven werden neu durchdacht. Bestehende Miet- und Vormietver-
Europe den operativen Hotel-
träge werden überprüft. Außerdem hat Deutschland im internationalen Vergleich sowieso
betrieb aller europäischen
eine mehr als komfortable Büroflächenausstattung pro Mitarbeiter. Unter Desk-Sharing-
Hotels leiten. Beide werden
Aspekten mit Teilzeitnutzung und bei EU-Harmonisierung des rechtlichen Rahmens könn-
an Betty berichten und mit ihm
ten auch da mittelfristig Potentiale ausgenutzt werden.
sowie Antony Ritch und Chris
Sedgwick, Group COO in
Statistik killt Nachfrage: Das größte kurz- und mittelfristige Problem ist aber
Sydney, zusammenarbeiten.
die Statistik-Überzeichnung. In der Knappheit planen Unternehmen lange voraus und sind
mit ihrem Flächenbedarf am Markt und in der Bedarfsstatistik. Wenn klar ist, dass genug
Köln/Frankfurt: Die VERIA-
Flächen auf den Markt kommen, verkürzt sich die Planungsdauer und Nachfrage
NOS SE hat mit Wirkung
verschwindet auch ohne Änderung des Bedarfs aus der Statistik. Das führt zu einem
zum 1. November 2020 Ole
noch größeren Überhang mit entsprechenden Mietsenkungserwartungen und daraus
Sichter als weiteren ge-
resultierendem Attentismus.
schäftsführenden Direktor der
Gesellschaft bestellt. Zuletzt
Digitalisierung frisst ihre Kinder: Auch längerfristig macht der Blick nach
war Sichter als Geschäftsfüh-
vorne eher wenig Spaß. KI (Künstliche Intelligenz) ist in seinen Folgen noch nicht
rer und Head of Transactions
abzuschätzen. Digitalisierung entzerrt das Arbeitsumfeld regional und zeitlich.
Germany bei Principal Real
Das hat Bedarfseffekte.
Estate Europe tätig.
Der Finanzdienstleistungssektor als wichtigster Büronachfrager steht vor
Wien: Michael Knap, Vorsit-
einer Neuordnung, die wohl eher nicht personell expansiv ist.
zender des Aufsichtsrats der
IMMOFINANZ, hat sein
Neue Mobilitätskonzepte werden unser Arbeitsumfeld beeinflussen. Wer nur
Aufsichtsratsmandat vorzeitig
einmal oder zweimal in der Woche für einige Stunden zur Kommunikation „ins Büro fährt“,
aus persönlichen Gründen
hat andere Ansprüche an sein Büro als klassische Bürobeschäftigte, die da den Lebens-
zurückgelegt. Knap war seit
mittelpunkt ihrer wachen Lebenszeit haben. Das beeinflusst gleichzeitig die Standortflexi-
dem Jahr 2008 Mitglied des
bilität im Wohnungsumfeld.
Aufsichtsrats.
Bettina Breiteneder, bislang
Die Demografie holt nach der Flüchtlingspause wieder zum Konterschlag
stellvertretende Vorsitzende
aus. Deutschland hat seine Zuwanderung noch nicht auf eine rationale Basis ge-
des Aufsichtsrats, wurde zur
stellt. Büro wird von der Alterung am schnellsten getroffen.
Vorsitzenden sowie Christian
Böhm und Sven Bienert
Fazit 2: Es sieht im Moment so aus, als hätte die Büroimmobilien-Branche
zu stellvertretenden Vorsitzen-
in der Summe nicht nur kein Glück, sondern es kommen noch Pech und
den gewählt.
Nachfragetransformationen dazu. fNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 10
te nach unten. Dann sehen Sie,
dass bei einem geänderten volks-
wirtschaftlichen Umfeld in der
Folge eines Leerstandes von
meist 8 bis 14% in den Innen-
stadtlagen die Mieten leicht um
ein Drittel nachgeben können und
real bis heute nicht das Niveau
von 1993 erreicht haben. Damals
lagen die Zinsen bei 7% oder
mehr. Warum sollten die Mieten
bei 2% denn anders reagieren.
Und damals war lediglich ein wenig viel gebaut worden.
Was heißt das für den Büromarkt konkret? Die Welt blieb die gleiche. Heute ändert sich die Welt.
Mieten sind und bleiben volatil. Die Annahme dauerhaft Der Schweinezyklus lebt in der Immobilie weiter.
steigender Mieten beruht auf modernen immobilienwirt- Das Angebot ist kurzfristig unelastisch. Es gibt entweder zu
schaftlichen Studiengängen und weniger auf Studien der viel oder zu wenig. Änderungen der Nachfrage führen zu
Preistheorie. Die Annahme dauerhaft steigender Büromieten großen Preisausschlägen. Im Chart (nächste Seite) wird
ist historischer und wirtschaftlicher Blödsinn. Schauen der Preiseffekt einer unelastischen Angebotsfunktion (rot)
Sie doch einfach einmal auf die nominale (!!!) Mietentwick- im Vergleich zu einer elastischen Angebotsfunktion (blau)
lung der Top-Bürolagen seit 1980 hier im Chart. Drehen Sie bei Verschiebung der Nachfragefunktion (grün) deutlich.
die Kurve dann noch einmal gedanklich um 50% Inflationsra- Die jeweils relevanten Marktsegmente sind oft eng um-
BHWNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 11
der Immobilie und die Lebenszykluskosten begrenzt. High-
tech-Büros sind nach 20 bis 30 Jahren Schrott mit Gene-
ralsanierungsbedarf. Bei Multiplikatoren über 30 geht das
nur noch in Excel auf. Im Excelsheet steigen die Mieten
und die Verkaufsrenditen fallen.
Neubau trifft auf sinkenden Bedarf und Flächenfreiset-
zungen. Gleichzeitig geben mir meine Augen ein anderes
statistisches Bild vom Neubau als die Statistik der Immobi-
lienhäuser. Wenn ich durch die Innenstädte gehe errei-
chen mich die Erinnerung an die NBL- und die Internet-
Euphorie. Natürlich glaube ich den Researchern, aber
auch meinen Augen. Die Stadt Frankfurt hat vor Corona in
einer internen Studie auch einmal überschlagen, dass die
Frankfurter Fertigstellungen den künftigen Bedarf wohl
schon vorher mehr als gut abdecken, berichtete letztens
im Background-Gespräch der Frankfurter Planungsdezer-
grenzt. Class A Nachfrage in Toplage ist (meist) nur recht
nent Mike Josef. Auf jeden Fall ist ein mittelfristiger Leer-
eng substituierbar. Grundsätzlich gilt längerfristig die Arbit-
stand von 8 bis 12% für die meisten City Lagen nicht aus
rage. Wenn die Nutzung von Geld-Kapital nichts kostet,
der Welt. Die Preiswirkung in oligopolistischen Büromärk-
gibt es keinen Grund, warum die Nutzung von Sachkapital
ten sehen Sie im Chart (S. 10) in der Preisentwicklung
etwas kosten sollte. Bei einem Kalkulationszinssatz von
Null ist der Preis einer Immobilie theoretisch unend- der City-Mieten in der Vergangenheit. f
lich. Er wird nur durch die nicht umlagefähigen KostenNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 12
Deutschlands Metropolen geht es aber besser Das Sondergutachten des ZIA bzw. des Rates der
als internationalen Metropolen. Deutschland ist hier Immobilienweisen aus September stellt zumindest fest,
gegenüber den internationalen Metropolen durch seine dass die Immobilienwirtschaft „im Kern getroffen“ wurde,
multizentrale Struktur bevorzugt. Während in Tokio, Lon- berichtet ZIA-Präsident Andreas Mattner. Annähernd 5.000
don oder Paris die morgendliche Rushhour unter Corona- Tage stetig steigende Mieten und Multiplikatoren und
Bedingungen zum Russischen Roulette wird, lassen sich immer geringere Bonitätsmieten haben mit Langfrist-
die deutschen Metropolen noch vergleichsweise harmlos statistiken das Risikobewusstsein der Branche eingelullt.
erreichen. Eine Entzerrung der Rushhour könnte dennoch Andererseits ist auch für das risikoerfahrene "Der Immo-
ein nächster Schritt sein. bilienbrief"-Team klar, dass auch die frühere Risiko-
erfahrung nur eine Statistik längst vergangener Tage
Fazit 3 - Immobilienwirtschaft „im Kern getroffen“: ist. Was heute geschieht, ist in weiten Teilen volks-
wirtschaftliches Neuland.
Homeoffice, E-Business, Abstands- und Hygieneregeln
und Reiseverhalten sind noch nicht einmal die alleini-
Auch das ZIA-Gutachten erwartet, dass gegenüber
gen Spaßbremsen, die der Immobilienwirtschaft bei
dem durchschnittlichen Büroflächenbedarf von 2019 zu-
Büro, Handel, Gastronomie und Hotel die Laune ver-
künftig rund 10% weniger Büroflächen benötigt würden.
derben und bei Logistik, Pflege und Wohnen Für den deutschen Büroimmobilienmarkt sei es aber bis-
Marktphantasien wecken. Durchaus „auskömmlicher“ her entscheidend gewesen, wie stark die Bürobeschäfti-
Neubau, konjunkturelle Folgeeffekte, schmerzhafte Fin- gung zu- oder abgenommen hätte. In den A-Städten sank
dungsprozesse wichtiger deutscher Industrien, allen die Büroflächenbedarf pro Kopf von 2006 bis 2019 von
voran der Automobilindustrie, Transformation der Fi- 27 qm auf zuletzt 25 qm. Gleichzeitig stieg die Zahl der
nanzdienstleistung und des Bankings, regionale Ausdif- Bürobeschäftigten in Deutschland um rund 2 Millionen.
ferenzierung, Rückkehr demografischer Trends und Diesem Effekt sei eine größere Hebelwirkung für den Im-
natürlich Folgen der Digitalisierung und der KI sind mobilienmarkt zuzuschreiben als etwa Details in der bran-
durchaus in der Lage, einen perfect storm auch in der chenabhängigen Arbeitsorganisation. f
Immobilienwirtschaft zu entwickeln.
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Deals Parallel führen Inflationsstatistik und Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR)
in die Irre. Sachwertpreise explodieren. Der Warenkorb sieht sie nicht. Telefonieren ist
Birmingham: Union Invest- billiger geworden. Die Kommunikationskosten der Haushalte explodieren. Das hat volks-
ment hat ein 1875 erbautes wirtschaftliche Verschiebungen des Konsums hin zu homogenen (Konzern-) Produkten zur
Bürogebäude mit denkmal- Folge. Regulierte Wohnungskreditvergabe schließt große Bevölkerungsgruppen junger
geschützter viktorianischer Haushalte mangels Eigenkapital und solvente ältere Haushalte wegen Alters vom zielgrup-
Fassade in der Colmore Row pengerechten Eigentumserwerb aus. Die Digitalisierung des Einkaufs und die Amazonisie-
55 erworben. Der Ankauf rung des Einzelhandels haben einen preissenkenden Effekt allein schon durch Erhöhung
erfolgt für den Offenen Immo- der Transparenz. Der Preissenkungseffekt geht voll in die Inflationsstatistik ein, während
bilien-Publikumsfonds die Sachwertinflation außen vor bleibt. Der Digitalisierungseffekt in der erfassten
UniInstitutional European Inflationsrate brennt aber naturgemäß aus. Die Sachwertexplosion zugunsten der Besit-
Real Estate. Verkäufer ist zenden dagegen nicht. Inflationsängste sind so sicherlich verständlich.
Nuveen Real Estate.
Union Investment wurde von Volkswirtschaft und internationale Aufgabenverteilung basieren auf komparativen
CMS und CBRE beraten, Wettbewerbsvorteilen und Grenzen. Die globale Finanz- und Informationswirtschaft kennt
Nuveen von A&O und Acre. keine Grenzen. Europa hat sie auch realwirtschaftlich abgeschafft. Die VGR kennt Investi-
Die Immobilie hat eine Ge- tionen vor allem aus Stein und Metall. Das Digitalisierungszeitalter investiert in Personal-
samtfläche von rund 14.600 kosten. Fazit: Was heute geschieht, haben Volkswirte nicht gelernt. Aber wissen die das?
qm und ist aktuell vollvermie-
tet. Im Untergeschoss befin-
den sich 59 PKW- und 242 Convenience - Warum Immobilien besser sind als Aktien
Fahrradstellplätze, die über
die Tiefgarageneinfahrt zu
Die ersten 9 Monate sind vorbei. Die Durchschnitts-Statistiker der Immobilienwirtschaft
erreichen sind, sowie Umklei-
erklären uns in einer Herdplatte-/Eiswasser-Situation mit lauer Erholung die kommende
deräume und Duschen.
Welt. Nach fulminantem Start folgte der Absturz. Da im Q2 nichts passierte, überrascht
Hauptmieter ist der Co-
das schwache Q3 auch nicht. Wie schon ausgeführt, bekommen wir nach allen
Working-Anbieter WeWork,
Kriterien klassischer Volkswirtschaftslehre mit mehr als großer Wahrscheinlichkeit
der rund 5.100 qm belegt.
die größte Klatsche der Immobilienwirtschaft der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Weitere Flächen sind an die
Die Investoren stört’s nicht.
international tätige Anwalts-
kanzlei Pinsent Masons LLP
Was heißt schon „klassische Volkswirtschaftslehre“ wenn der Staat und nicht der
(etwa 3.700 qm) sowie die
Markt die Steuerung übernimmt? Wie weit und wie lange reicht die „Macht des geschenk-
Berufskammer RICS (rund
ten Geldes“? Die Einbetonierung des Nullzinses in die Finanz- und Immobilienwirtschaft ist
2.800 qm) vermietet. Das 6.
spätestens seit den „historischen“ Beschlüssen von Brüssel zur Verschuldungsunion Rea-
OG hat sich das Maklerunter-
lität. Nach dem neuen, weltweiten „Modell Schlaraffenland“ werden alle volkswirtschaftli-
nehmen Savills gesichert. Im
chen Löcher und alle sozialen Wunden mit Geldscheinen bedeckt.
Erd- und Untergeschoss wur-
den langfristige Mietverträge
Alle großen Währungen der Welt sind ohne Anker zu reinen Spielbällen der Politik
mit zwei Restaurants (Gaucho
geworden. Die Flucht des Geldes in Sachwerte ist damit „alternativlos“. Da muss man
& Fazenda) abgeschlossen.
nicht mehr verstehen, warum bei wegbrechenden Gewinnen und Transformationen ganzer
Branchen ins Nirwana die Kurse steigen, Immobilien bei drohenden hohen Leerständen
Madrid: PATRIZIA hat im
immer teurer werden und die Mieten immer weiter steigen sollen.
Rahmen eines Forward-
Purchase-Agreements im
Eigentlich müssten BlackRock, Cerberus und ihre gefräßige Verwandtschaft,
Großraum Madrid für 50 Mio.
genannt „Die Märkte“, den Politikern sagen: „Das geht so nicht.“ Aber die leben gut davon,
Euro vier im Bau befindliche
politische Entscheidungen zukunftsfrei durch steigende Nachfrage im Modell Schlaraffen-
Logistikhallen erworben. Sie
land mit steigenden Kursen mit hohen Renditen im Perpetuum Mobile von self fulfilling
entstehen in einem Logistik-
prophecy (Teufels-) Kreisen zu belohnen. „Man muss die Welt nicht verstehen, sondern
park in Valdemoro. Der Bau
man muss sich nur darin zurechtfinden.“ Das stellte schon Albert Einstein fest. Davon
der 65.800 qm großen Anlage
werden Aktien und Immobilien in der neuen Zinswelt profitieren. Wie lange die
wird voraussichtlich bis 2022
Diskrepanz zwischen problematischer Realität und zukunftsorientierten steigenden
abgeschlossen sein.
Aktienkursen jedoch anhalten kann, versehen auch überraschte Börsenprofis mit
einem dicken Fragezeichen. fNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 14
Bei Aktien machen fallende Kurse jeden Tag ner- Chronistenpflicht Büromarkt –
vös. Wenn Immobilien vermietet sind, stört der aktuelle
Markt nicht. Wenn zu viel leer steht, wird solange nicht
Researchhäuser bestätigen Absturz
gebaut, bis es wieder knapp wird. Andererseits wird Home- Unsicherheit und Attentismus,
office und E-Commerce die Immobilienmärkte neu sortie- nicht Homeoffice sind die Auslöser
ren. Innenstadt-Apartments sind selten Homeoffice-
Familienwohnungen. Eine Büro-Immobilie ohne Nutzer ist
und bleibt eine wertlose Ruine. Und bedenken Sie: Der Werner Rohmert, Hrsg. „Der Immobilienbrief“,
Mega-Metropolentrend führte gegen die Digitalisierungslo- Immobilienspezialist „Der Platow Brief“
gik zu sich selbst verstärkenden Miet- und Preissteigerun-
gen. Jetzt dominiert aber wieder die Logik. Was passiert, Der Chronistenpflicht gehorchend vervollständigen
wenn durch Corona-Folgeeffekte als Katalysatoren die wir die Büromarktberichte. JLL, BNP Paribas Real
Steigerungs-Kette bricht? Estate, CBRE und Savills stoßen annähernd gleich
kräftig in dasselbe Horn, über das die GPP-Statistik
Die Corona-Panik muss man nicht verstehen. Sie bereits berichtete (siehe "Der Immobilienbrief" Nr.
ist aber der Auslöser für das Gehirn-Programm, 484). Der Informationsgehalt ist eher „Null“ bzw. liegt
das jetzt startet. nur in der Kontinuität der Statistik. Bereits zum
Monatsanfang hatte German Property Partners (GPP)
Ihr einen Rückgang des Büroflächenumsatzes in den
Werner Rohmert Top 7 um über 40% gemeldet. Das sehen BNPPRE
(-36%), JLL (-37%) und Savills (-37%) ähnlich. CBRE
berichtet -39,7% nur für die Top 5. Im Moment passiert
einfach nichts. f
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Berechnet nach der Modifizierten Internen Zinsfuß-Methode (Modified Internal Rate of Return): Die modifizierte interne Zinsfuß-Methode ist eine finanzmathematische Methode zur Berechnung der
Rendite (Effektivverzinsung) einer Investition. Der Abzinsungsfaktor, bei dessen Verwendung die diskontierten zukünftigen Zahlungen dem heutigen Preis bzw. der Anfangsinvestition entsprechen, heißt
interner Zinsfuß. Bei der modifizierten IRR-Methode wird im Gegensatz zur IRR-Methode unterstellt, dass die Einzahlungsüberschüsse während der Laufzeit zu einem Kalkulationszins (6 %) angelegt
werden, sodass sich im Vergleich zur IRR-Methode ein veränderter Endwert ergibt. Anschließend wird – wie bei der IRR-Methode – der Abzinsungsfaktor bestimmt, bei dem die zukünftigen Zahlungen
dem Preis der Anfangsinvestition entsprechen. Hinweis: Prognosen sind kein Indikator für die zukünftige Wertentwicklung. Allein verbindliche Grundlage für den Erwerb von Anteilen an geschlossenen
Investmentvermögen der HEP Kapitalverwaltung AG sind die jeweils aktuellen wesentlichen Anlegerinformationen und Verkaufsprospekte in Verbindung mit den neuesten Jahresberichten. In diesen
Unterlagen finden sich auch ausführliche Hinweise über die mit einer Investition verbundenen Risiken.NR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 15
haben zwar die Volkswirtschaft auf ihrer
Seite, wissen aber nicht, wie lange und
welche Wirkung die fiskalpolitische Ver-
schuldungskanone entfaltet. (Zu den Per-
spektiven aus Sicht von "Der Immobilien-
brief" siehe Editorial).
Der Flächenumsatz in Hamburg, Berlin,
Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und
München belief sich bei GPP auf 1,73 Mio.
qm, bei Savills auf 1,88 Mio. qm und bei
JLL auf 1,9 Mio. qm. Für die Top 5 sieht CBRE 1,54
Î Detaillierte Berichte zu den einzelnen Büro- Mio. qm und für die Top 8 BNPPRE ca. 2 Mio. qm. Bei
märkten lesen Sie ab Seite 34 diesen Zahlen dürften Homeoffice, Digitalisierung und
auch Konjunktur als Spaßbremsen noch keine große
Eine Interpretation des Zahlenwerks verbietet sich Rolle gespielt haben. Vorgänge wurden in konjunkturel-
eigentlich. Im Q2 wurde abgeschlossen, was vorher einge- ler Unsicherheit und mir neuen Erfahrungen einfach auf
tütet war. Für das Q3 müsste es ähnlich sein. Vorbereitun- Eis gelegt und Flächenbedarfsermittlungen in Auftrag
gen und Umsetzungsarbeit wurde im Q2 schließlich nicht gegeben. Der Attentismus dürfte auch noch eine Weile
geleistet. Der Absturz ist entsprechend programmiert. Mehr anhalten.
lässt sich daraus allerdings auch nicht für die Zukunft ablei-
ten. Im Moment passiert einfach nichts mehr. Positive Per- Die durchschnittliche Leerstandsquote blieb durch
spektiven sind freihändiges Gesundbeten. Crash-Propheten mögliche Mietmoratorien und Aussetzung der Insolvenz-
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pflicht über alle Standorte Ende Q3 weiterhin
lediglich bei 4,2%. Die Wirkungen zeigen sich
erst mit konjunkturellen Insolvenzen und Miet-
vertragsausläufen. Die mit Abstand niedrigste
Leerstandsrate weist in der BNPPRE-Statistik
nach wie vor Berlin mit 2,1% (CBRE 1,8%,
JLL: 2,4%) auf. Auch die Leerstandsquoten in
München (2,7%, JLL: 2,8%, Savills: 2,4%,
CBRE: 3,9%), Essen (3,2%), Köln (BNPPRE:
3,5%, JLL: 2,4%, Savills: 3,2%,) und Hamburg
(BNPRE: 3,9%, JLL: 2,7%, Savills: 3,4%,
CBRE 2,6%) liegen weiterhin teilweise deutlich
unter der 4%-Marke. Im CBD der bayerischen
Landeshauptstadt werden sogar nur 0,9% verzeichnet. JLL berichtet, dass Entwickler vermehrt Neubau-
Auch in Leipzig beläuft sich der Wert auf nur 5%. Sie erin- pläne verschieben. Im ersten Dreivierteljahr 2020 seien
nern sich, zur Jahrtausendwende sprachen wir in Leipzig Büroflächen mit einem Volumen von insgesamt rund
von über 30% Leerstand. Etwas höhere Quoten sind dage- 832.000 qm (+9%) fertig gestellt worden. Davon waren aber
gen in Frankfurt (BNPPRE: 7,4%, JLL: 6,5%, Savills: 6,7%, bereits 81% zum Zeitpunkt der Fertigstellung vermietet oder
CBRE: 6,9%) und Düsseldorf (BNPPRE: 8,2%, JLL: 6,4%, an Eigennutzer vergeben. CBRE registrierte in den Top 5
Savills: 6,1%, CBRE: 6,9%) zu notieren. Hier zeige sich Märkten mit 668.800 qm einen Rückgang der Fertigstellun-
aber eine ähnliche Situation wie in München. In den bei gen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um minus 6,8%.
den Mietern besonders begehrten CBD-Lagen liegt die Für die nächsten Jahre bis 2022 sind lt. JLL weitere 5,1 Mio.
Leerstandsrate in Frankfurt ebenfalls bei nur 4,5% und in qm im Bau oder in der Planung, die jedoch zur Hälfte bereits
Düsseldorf bei 5,1%. vermietet sind. f
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Deals Die Spitzenmieten
stagnieren lt. Savills im
Köln/Stuttgart: Die DIC As- Vergleich zu Q2 in Düssel-
set AG hat für rund 122 Mio. dorf, Hamburg, München
Euro den Bauteil B des Ob- und Stuttgart. Lediglich in
jekts "LOOK 21" in der Heil- Frankfurt konnten sie um
bronner Straße in Stuttgart für 6,7% auf 48,00 Euro/qm
einen Spezial-AIF erworben. zulegen. In Köln brachen
Verkäuferin ist die USWM- sie hingegen um 12,8% auf
Immobilien GmbH. Das Neu- 25,50 Euro/ qm ein. Trotz
bau-Objekt mit rund 11.200 der deutlichen Vermie-
qm Fläche ist vollständig ver- tungsrückgänge in den
mietet. PH REAL Peter Holtz Hochburgen erweisen sich
Real Estate hat die Verkäu- lt. JLL und CBRE im Jahresvergleich jedoch noch sehr stabil und robust. Der JLL-
ferin beraten. Spitzenmietpreisindex weist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 2,2% auf. Beim Blick auf
Der Neubau "HangarOne" die Big 7 weisen Stuttgart mit einem Plus von 4,1% und Hamburg mit 3,5% die stärksten
nordwestlich der Kölner In-
nenstadt, erbaut auf dem ehe-
maligen historischen Flugha-
fengelände, wurde für rund 38
Mio. Euro für einen weiteren
Spezialfonds von nesseler
projektidee angekauft. Die
Fertigstellung des fünfge-
schossigen Bürogebäudes
findet im vierten Quartal 2020
statt. Das Objekt verfügt über
rund 8.500 qm vermietbare Steigerungen im 12-Monatsvergleich auf. Das beziehe sich aber auf die Nominalmieten,
Fläche. Der Vorvermietungs- relativiert JLL. Nach Abzug von gewährten Incentives seitens der Eigentümer sei schon
stand beträgt 60%. eine Bewegung nach unten zu beobachten. Im Schnitt würden sich die Incentives auf ca. 5
-10% der Nominalmieten bei einem 10-Jahres-Mietvertrag bewegen.
Melbourne: Die Deka Immo-
bilien hat sich für rd. 280
Mio. Euro ein hochwertiges Die Einzelanalyse der Büro- und Investmentmetropolen geben
Büroobjekt kaufvertraglich
gesichert. Verkäufer der Lie-
Ihnen unsere regionalen Korrespondenten ab Seite 34
genschaft ist Dexus. Das Ge-
bäude soll in das Portfolio des Gewerbe-Investmentmärkte im Q3/2020
offenen Immobilien- Coronavirus dämpft Büros
Publikumsfonds Deka-
ImmobilienGlobal einge- Werner Rohmert, Hrsg. „Der Immobilienbrief“,
bracht werden. Immobilienspezialist „Der Platow Brief“
Das hochwertige Bürohoch-
haus 452 Flinders Street wur- Nicht ganz kompatibel sind die Informationen der Maklerhäuser bei Investments.
de 1994 errichtet und umfasst Nach Analyse des Maklernetzwerkes German Property Partners (GPP) (vgl. "Der
eine vermietbare Fläche von Immobilienbrief" Nr. 484) ist das Transaktionsvolumen an den deutschen Top-7-
mehr als 38.000 qm, 276 Bürostandorten im 3. Quartal 2020 im Vorjahresvergleich um 20% zurückgegangen.
Fahrradstellplätze sowie In der Berichterstattung unterscheiden sich aber auch noch die Trends. Wir bringen
hochwertig ausgestattete „End das vollständige Zahlenwerk dann in der kommenden Ausgabe. Die langen Vorlauf-
of Trip Facilities“. Hauptmieter zeiten von Investments machen das vorliegende Zahlenwerk noch mehr zu einem
ist die Jacobs Group. Gruß aus einer anderen Ära.
So seien in Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Stuttgart und München in den
ersten neun Monaten 2020 Verkäufe für gewerbliche Immobilien in Höhe von 18,94 Mrd.
Euro abgeschlossen worden. Einzig Hamburg und Düsseldorf verzeichneten Zuwächse.
JLL ermittelt 26,6 Mrd. Euro bzw. ein Minus von -17% (siehe JLL Tabelle). Für JLLNR. 485 I 42. KW I 13.10.2020 I ISSN 1860-6369 I SEITE 18
auf neue historische Tiefststände. Mit
einer über alle sieben Hochburgen
hinweg gemittelten Büro-
Spitzenrendite von 2,85%, entspre-
chend der 35-fachen Jahresnettomie-
te, liegt das Preisniveau aktuell sogar
noch einmal 6 BP niedriger als vor drei
Monaten. In der Realität der künftigen
Arbeitswelten werde das Büro wohl
seinen Platz behalten. Es dürfe aber
auch nicht vergessen werden, dass
einer nationalen und internationalen
Kapitalflut angesichts von Minizinsen nach wie vor kein
punktet in der Darstellung der gesamte deutsche Invest-
adäquates Angebot gegenüberstehe, meint JLL. Für den
mentmarkt leicht über Vorjahr mit einem Transaktionsvolu-
Rest des Jahres zeigt sich JLL bei zurückkehrendem Opti-
men in Höhe von rund 58 Mrd. Euro inklusive ca. 19 Mrd.
mismus mit einer Gesamterwartung incl. Wohnen von 75
Living. Knapp 27 Mrd. Euro entfielen insgesamt auf die Big
Mrd. Euro positiv.
7. Weiter zugenommen hat lt. JLL das Interesse an
Immobilien außerhalb der etablierten Hochburgen.
Bei den Preisen sei die Schockstarre des Q2
überwunden. Die Renditen knüpften dort an, wo sie
zu Beginn der Pandemie aufgehört haben, berichtet
JLL. Für Logistikimmobilien sanken die Renditen um
22 Basispunkte auf nun 3,53% im Mittel über alle
Big 7 Regionen. Das ist mit über der 28-fachen Jah-
resmiete mehr als sich „Der Immobilienbrief“ je vor-
stellen konnte. Für Fachmarktzentren und einzelne
Fachmärkte reduzierten sie sich um jeweils 20 BP
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Neustrukturierung der immobilienwirtschaftlichen Aufgaben der
RAG Aktiengesellschaft
Seit 2019 verfolgt die RAG Aktiengesellschaft konse- „Management Nachbergbau“ vorbereitet und damit auch
quent den Kurs, durch organisatorische Optimierung die Grundlage für die notwendige Organisationsstraffung
ihrer immobilienwirtschaftlichen Aufgaben den geschaffen. Diese ist verbunden mit zwei Wechseln in
Geschäftsbetrieb im Nachbergbau beständig wirtschaft- der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien.
licher zu gestalten. In diesem Zusammenhang wird Der bisherige Vorsitzende der Geschäftsführung,
die RAG das Geschäftsfeld „Management Nachbergbau“ Uwe Penth, und der kaufmännische Geschäftsführer,
von der Tochtergesellschaft RAG Montan Immobilien Hans Jürgen Meiers, haben das Unternehmen zum
GmbH integrieren. 30.09.2020 verlassen.
Nach der Neuorganisation bleibt die für neue Ansiedlungen Zum 01.10.2020 übernahm der Vorstand Finan-
dringend benötigte Flächenentwicklung in den ehemaligen zen der RAG Aktiengesellschaft, Michael Kalthoff, zu-
Bergbauregionen an der Ruhr, in Ibbenbüren und im sätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben den Vorsitz in
Saarland Kerngeschäft der RAG Montan Immobilien. Sie der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien. Ihm
leistet damit weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum zur Seite gestellt wird Stefan Hager, Leiter des Unterneh-
Strukturwandel. mensbereichs Standort- und Geodienste der RAG Akti-
engesellschaft. Der amtierende Arbeitsdirektor der RAG
In den letzten zehn Monaten hat die Geschäftsfüh- Montan Immobilien, Ulrich Wessel, komplettiert die Ge-
rung der RAG Montan Immobilien das Unternehmen mit schäftsführung.
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„Alles gut!“ – Q3-Wohnimmobilieninvestmentmarkt widersteht Pandemie
20-Mrd.-Euro Marke bis Jahresende noch im Visier
Constanze Wrede, Redakteurin „Der Immobilienbrief“
Der deutsche gewerbliche Wohninvestmentmarkt ist nicht nur das Ergebnis u. a. des ZIA-Herbstgutachtens,
stemmt sich nach wie vor gegen jede Corona-Panik. sondern spiegelt sich auch auf dem Investmentmarkt für
Mit einem Transaktionsvolumen von 16,6 Mrd. Euro in Wohnimmobilien wider. Lt. Savills wechselten in den ersten
den ersten 9 Monaten 2020 liegen die Umsätze lt. JLL drei Quartalen des laufenden Jahres Wohnimmobilien für
durch die Übernahme der Adler Real Estate durch die etwa 15,8 Mrd. Euro (erfasst wurden hier Transaktionen ab
israelische Ado Properties S.A im Q1 über dem Vorjah- 50 Wohnungen) den Eigentümer. Im Vergleich zum ent-
resvergleich mit 14,5 Mrd. Euro und über dem entspre- sprechenden Vorjahreszeitraum bedeutet dies einen An-
chenden Fünfjahresschnitt von 13,5 Mrd. Euro. Nach
der insgesamt bedrückenden Quartalszahlenanalyse
der Büro- und Einzelhandelsmärkte, wirkt das Studie-
ren der aktuellen Analysen über Wohnimmobilien wie
Balsam auf der Seele. Man ist angekommen beim „best
in class“, dem Musterschüler, dem standhaften
Coronatrotzer mit rosigen Zukunftsaussichten.
Der deutsche Wohnimmobilienmarkt zeigt sich bislang na-
hezu unbeeindruckt von den Covid19- Auswirkungen. Dies
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sein, es gibt doch eine kleine negativere
Botschaft: Auf das dritte Quartal entfielen
davon ca. 3,2 Mrd. Euro (24.600 Einhei-
ten), was einem Rückgang von -13,5%
gegenüber dem Vorquartal (3,7 Mrd.
Euro) entspricht. Durch die Megatransak-
tion Anfang des Jahres bewegt sich das
JLL Dreivierteljahresergebnis 2020 aber
noch deutlich über dem Vergleichszeit-
raum in 2019 (14,5 Mrd. Euro) und dem
entsprechenden Fünfjahresschnitt (13,5
Mrd. Euro).
Gepusht wurde das Volumen ins-
stieg um +29%. Auch das Fünf-Jahres-Mittel wurde lt. Savills besondere durch die Mega-Übernahme von Ado Proper-
um 29% übertroffen. BNP Paribas Real Estate ermittelte ein ties S.A./Adler Real Estate durch die Schweizer Peach
Investitionsvolumen in größeren Wohnungsbeständen (ab 30 Property Group mit rund 5.060 Wohn- und Gewerbeein-
Wohneinheiten) von gut 16,6 Mrd. Euro, ein Plus von knapp heiten und dem Kauf von rund 4.110 Einheiten durch das
23% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und das zweitbeste schwedische Unternehmen Heimstaden Bostad. Bislang
je registrierte Ergebnis! CBRE notierte mit 15,1 Mrd. Euro entfielen im Jahresverlauf lt. Savills fast 40% des Transak-
(ab 50 Wohneinheiten) eine Steigerung um 25% zum Vorjah- tionsvolumens auf Unternehmensübernahmen. Das ist der
reszeitraum. JLL ermittelte ein Volumen von 16,6 Mrd. Euro höchste Anteil seit dem Jahr 2015. Inzwischen würden
bei 131.500 gehandelten Wohneinheiten. Und jetzt tapfer potenzielle Übernahmekandidaten aber zunehmend rar,Sie können auch lesen