Ostern 2019 - Gemeindereise nach Hohenlohe im September Rückschnitt-Aktion auf dem Jungscharplätzle Konfirmationen
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Sommer 2014 Ostern 2019 Gemeindereise nach Hohenlohe im September Rückschnitt-Aktion auf dem Jungscharplätzle Konfirmationen
Angedacht
Liebe Leserinnen und Leser, unterschied: Im Gottesbild. Er störte die
pharisäischen Kreise sehr, weil sie fürch-
Warum musste Jesus sterben? Antwor- teten, er könne zum „schlechten Vor-
ten darauf finden wir bereits in den bild“ für viele werden. Ein Sicherheitsri-
Evangelien oder den anderen neutesta- siko war er für den römischen Statthal-
mentlichen Schriften. Es sind theologi- ter Pilatus und nicht weniger – wenn
sche Antworten. Der Apostel Paulus et- auch aus anderen Gründen – für die reli-
wa formuliert im 2. Korintherbrief (5, giös-politische Oberschicht der damali-
14): „Wenn einer für alle gestorben ist, gen jüdischen Tempel-Aristokratie. Der
so sind wir alle gestorben.“ Das alttesta- römische Politiker konnte nicht tatenlos
mentliche Sühne-Ritual des Großen Ver- zusehen, wenn beim Einzug Jesu in Jeru-
söhnungstages (Jom Kippur, 3. Mose 16) salem quasi der „neue David“ ausgeru-
steht hinter dieser theologischen Formel. fen wurde; und die Tempelpriesterschaft
Wie das Blut des stellvertretend für die musste spätestens da eingreifen, als Je-
Sünden aller Israeliten getöteten Böck- sus den Opferbetrieb des Tempels recht
leins ins Allerheiligste des Tempel ge- brachial störte und dabei ihre hervorra-
bracht wurde, um Sühne zu wirken und gend laufenden finanziellen Geschäfte
die Sünden der Vielen aus der Welt zu zu gefährden begann. Enttäuscht hat
schaffen, so schafft das Blut des Gottes- Jesus den sprichwörtlichen „Mann auf
sohnes jetzt noch weit mehr: Sühne für der Straße“, der eine klare Erwartung an
die ganze Welt, ein Opfer, das nicht den Messias hatte: Den Aufstand gegen
mehr wiederholt werden muss. In der die verhasste römische Besatzungs-
Formel „einer für alle gestorben“ begeg- macht anführen. In den Berichten der
nen wir der im Neuen Testament ver- Evangelien finde ich es schwarz auf
breitetsten Weise, das Warum des Todes weiß: Jesus störte; Jesus war ein Sicher-
Jesu zu deuten. heitsrisiko; und Jesus enttäuschte. Was
Warum musste Jesus sterben? Ich will er wollte, wollte niemand. Was er für
versuchen, keine weitere theologische den Weg hielt, wollte niemand mit ihm
Antwort zu geben, sondern eine histori- gehen. Frieden, den er verkündete, war
sche zu wagen. Und ich will meine Ant- nicht gefragt. Am Ende saß er zwischen
wort in die kurze Formel gießen: „Er stör- allen Stühlen und wurde zum Objekt des
te; er war ein Sicherheitsrisiko; und er Hasses. Die Wut der Vielen wurde auf
enttäuschte maßlos.“ Gestört hat er vor ihn projiziert und führte zum „Kreuzige
allem die „Frommen“ jener Zeit, die Pha- ihn!“
risäer-Kreise. Dass er sich um ihre fröm- Auf „100 Jahre Weimarer Republik“
migkeitsgeleiteten Verbots- und Gebots- schauen wir in diesem Jahr zurück. Die
Kataloge wenig geschert hat, brachte sie erste deutsche Demokratie startete mit
auf die Palme, zeigte in Wirklichkeit aber, der gewaltigen Last, die der Versailler
dass Jesus sich von ihnen im Zentralen Vertrag dem geschlagenen Kriegsgegner
2Angedacht
auferlegte. „Alleinschuld“ Deutschlands Während viele sich der Hetze und Propa-
wurde von französischer Seite verfügt ganda hingaben, versuchte er, das Beste
und daraus gewaltige Reparationen abge- aus der Situation zu machen und sein
leitet – die Zahlungen des Deutschen Rei- Land dabei voranzubringen. Zum Stören-
ches wären erst 1984 erledigt gewesen. fried derer wurde er, die sich mit den
Nicht nur an den Finanzen krankte die „einfachen Wahrheiten“ begnügten, als
neue Demokratie von Anfang an, son- er sich daran machte, trotz schwerer
dern auch am kollektiv aufrufbaren Ge- Lasten sein Land finanztechnisch neu
fühl, durch den Versailler Vertrag natio- und zukunftstauglich aufzustellen. Eine
nal gedemütigt worden zu sein. Rechts- erstaunliche Finanzverwaltungsreform
nationale und später nationalsozialisti- brachte Erzberger dabei zustande. Doch
sche Demagogen hatten wenig Mühe, er war Hassobjekt, „Kollaborateur“ der
sich dieser Rachegefühle zu bedienen Kriegsgegner. Bereits im Januar 1920
und den Revanchekrieg-Gedanken syste- wurde auf ihn geschossen, aber er über-
matisch heranzuzüchten. lebte glücklich. Er ließ sich davon nicht
Auch damals gab es Menschen, die sich einschüchtern, obwohl er seiner Tochter
vom Mainstream-Denken nicht mitreißen Maria anvertraute: „Die Kugel, die mich
ließen und darum störten. Einer von treffen soll, ist schon gegossen.“ Am 26.
ihnen war Matthias Erzberger aus Butten- August 1921 sollte sie ihr Ziel finden. Auf
hausen, Politiker der Zentrumspartei. Er einem Spaziergang in Bad Griesbach im
entzog sich nicht, Verantwortung in die- Schwarzwald wurde Matthias Erzberger
sen schwierigen Zeiten zu übernehmen von nationalsozialistisch gesonnenen
und den Bankrott des Kaiserreichs quasi Freicorps-Angehörigen ermordet.
zu verwalten. Bereits Anfang 1917 plä- Erzberger hatte gestört, weil er Verstän-
dierte Erzberger für einen Verständi- digung und Frieden suchte. Für die Rech-
gungsfrieden mit Frankreich, blieb aber ten war Erzberger ein Sicherheitsrisiko,
mit dieser Meinung einsam. Eine Ironie weil sein kluges und umsichtiges politi-
der Geschichte ist es, dass gerade ihm sches Handeln ihre „einfachen Wahrhei-
dann die demütigende Aufgabe zufiel, im ten“ gefährdete. Erzberger – ein Arbeiter
Wald von Compiègne nahe Versailles des Friedens. Nach der totalen Katastro-
eine Art Waffenstillstandsdiktat der Sie- phe von 1945 hat man sich an Männer
germächte zu unterzeichnen. Seine Un- wie ihn erinnert, an Menschen, die ihren
terschrift missbrauchten die rechten Het- persönlichen Karfreitag nicht gescheut
zer bald schon als Erweis seines Verrats haben. Was wäre aus unserem Land ge-
an Deutschland. Mit dem Schmähtitel worden, wenn es sie nicht gegeben
Erfüllungspolitiker belegten sie ihn, als er hätte.
in der jungen Weimarer Republik so-
gleich politische Verantwortung über- Martin Kaschler, Pfr.
nahm und das vielleicht schwierigste Amt
übernahm – das des Finanzministers.
3Gemeindeausflug
Ex flammis orior – Aus Flammen entstanden!
Historischer Ausflug am 5. September 2019
führt nach Hohenlohe.
In jenen Landkreis Baden-
Württembergs – der flächenmäßig
kleinste zumal – wird unser diesjähriger
Historischer Ausflug führen, in dem,
gemessen an der Zahl der Einwohner,
die meisten Weltmarktführer zuhause Das Stammwappen
des Hohenlohe-Geschlechts: Zwei schwarze schreiten-
sind. Ein im wahrsten Sinne des Wortes de Leoparden mit niedergeschlagenem Schweif.
„tüchtiges Völkchen“ muss hier also
wohnen und arbeiten – und das ist tat- schaftsschwerpunkt der Hohenloher
sächlich so. Hohenloher sind nicht nur aus der Gegend um Weikersheim und
arbeitsame und fleißige Leute, sondern Bad Mergentheim südwärts – eben da-
zeigen auch meist ein sehr gastlich- hin, wo schließlich jene Residenzen ge-
freundliches Wesen. Dass ihnen auch baut wurden, die bis heute Zeugnis von
eine gehörige Portion Schlitzohrigkeit zu Hohenlohes Selbstbewusstsein geben:
eigen ist, zeigt sich im viel zitierten Le- Neuenstein, Öhringen, Langenburg,
bensgebot des Hohenlohers, der so Bartenstein, Schillingsfürst, Kirchberg a.
klingt: „I sooch ned sou und sooch ned d. Jagst und Waldenburg.
sou, sonschd kummd anner und sächd, i
häd sou oder sou gsoochd!“ Wie sich Keine Sorge, die Genannten beschrei-
der Hohenloher kurz und bündig ben nicht das Reiseprogramm unseres
sprachlich definiert, begegnet in dem geplanten Ausflugs! Wo genau wir Sta-
Satz: „Doh wo d Hase Hoosa haaße, un tion machen werden, will ich heute
di Hoosa Housa haaße, dô sann mr da- noch nicht verraten, so viel aber den-
hamm“ - übersetzt: „Da wo die Hasen noch: Auf dem „Balkon Hohenlohes“
Hoosa heißen, und wo die Hosen Housa werden wir beginnen – in Waldenburg.
heißen, da sind wir daheim.“ Von hier aus ergibt sich ein fantasti-
scher Blick auf die Weite der Hohenlo-
Hohenlohe ist das Land der Burgen und her Ebene, die vom Kocher-, Jagst- und
Schlösser und darum liegt die Vermu- Taubertal zerschnitten und gegliedert
tung nahe, dass das namengebende wird. Kleinräumig ist Hohenlohe, und
Fürstenhaus Hohenlohe aus dem das macht seinen besonderen Reiz aus.
Stamm der Franken hervorgegangen Auf engem Raum bietet das sympathi-
sein muss – und so ist es auch! Ganz sche Ländchen eine große Vielfalt –
allmählich erst wanderte der Herr- landschaftlich, kulturell und baulich.
4Gemeindeausflug
Am Ende des Ausflugstages werden wir
„Spezialisten“ der Geschichte des Hau- Reisedatum:
ses Hohenlohe sein, eine schöne Ge- Donnerstag, 5. September 2019
meinschaft genossen haben und in zwei
gute Lokalitäten (Kaffeezeit und Abend- Abfahrt:
essen) eingekehrt sein. 10.40 Uhr Klöpferbach
10.45 Uhr Lerchenstraße
Haben Sie Lust bekommen, den Aus-
flugstag mitzuerleben? Rückkehr: ca. 20.00 Uhr
Dann melden Sie sich am besten früh-
zeitig an, denn im Bus haben wir nur 50 Kaffeezeit: ca. 14.15 Uhr
Plätze; und das waren im letzten Jahr Abendessen: ca. 17.30 Uhr
mehr als 10 zu wenig. Also: Wer zuerst
kommt, malt zuerst. Kosten: 23 Euro
Das bezaubernde Residenzstädtchen Waldenburg, dessen großartige Silhouette von der Autobahn
A6 aus zu sehen ist. Hier treffen wir auf den „Balkon Hohenlohes“ – Aussichtspunkt auf die Hohenloher Ebene.
5Konfirmation
Konfirmation 2019
sonntagsrelevant, aber nicht für den All-
Schon ist die „Konfirmandengruppe tag, Worte, die man halt „manchmal so
2018/19“ auf die Schlussgerade ihres Unter- sagt“, aber nicht glaubt, dass sie Wirklich-
richtsjahres eingebogen. Noch bleibt die keit gestalten und verändern können.
Aufgabe, den Festgottesdienst zu planen
und die Rollen einzuüben. Ein paar Proben Zentrale Christus-Botschaft war, ist und
wird es geben, um die Abläufe der Einseg- bleibt das Osterevangelium. Gott hat sei-
nungsfeier zu beherrschen und Texte sicher nen Christus nicht im Tod gelassen, son-
am Mikro präsentieren zu können; alle sol- dern auferweckt. Der Tod durfte nicht das
len sicher sein, dass sie sprichwörtlich „eine letzte Wort haben. Getauft werden be-
gute Figur“ machen, wenn so viele Gäste deutet, in dieses Christus-Geschehen mit
den Gottesdienst mitfeiern werden. Nein, hineingenommen zu sein. Das ursprüngli-
eine gute Figur machen ist gewiss nicht al- che Untertauchen im Taufwasser steht für
les, und doch soll niemand befürchten müs- den Tod, das „aus der Taufe (Tiefe) geho-
sen, sich zu blamieren – das ist halt auch ben werden“ für Auferstehung und ewi-
wichtig. Und darum proben wir und haben ges Leben. Gott will, dass wir leben und in
jedes Jahr auch eine Menge Spaß dabei. An uns tragen die Hoffnung der Auferste-
Humor sollte es auch im Konfirmandenjahr hung. Diese zentrale Hoffnung hat das
nicht fehlen, denn Humor bringt zum La- Potenzial der Lebensveränderung, weil
chen und lachen öffnet Herzen und schafft eine andere Sichtweise auf das Hier und
vertraute Gemeinschaft. Diese Vorausset- Jetzt entsteht: Alles ist von Bedeutung,
zungen sind sehr hilfreich, um die geistli- auch über den Tod hinaus. Mein Leben
chen Inhalte gut platzieren zu können – erfüllt sich nicht im Irdischen und darum
Inhalte, die sich erweisen müssen als The- bekommt das Materielle einen anderen
men des eigenen Lebens. Der Glaube an Stellenwert. Auch Scheitern im Leben
Jesus Christus findet entweder ins eigene steht unter dem wunderbaren Vorbehalt,
und reale Leben, oder er bleibt ein Leben dass Gott auch mit Scherben unseres Le-
lang „marginal“, das heißt „randständig“ – bens etwas Wunderbares in seiner Ewig-
keit machen kann.
Auch Spielerisches hat im Konfi-Unterricht
seinen festen Platz. Diakonin Fabienne Schwarz
hat meist ein Spiel in petto, das Entspannung
nach einer oft inhaltlich dichten und konzentra-
tionsaufwändigen Unterrichtsstunde ver-
schafft.
6Konfirmation
Im Konfirmandenjahr und der Konfirmation Am Sonntag Kantate, 19. Mai 2019 wer-
geht es um die Taufe. Junge Menschen den konfirmiert:
sollen ihr eigens Ja zum „Weg der Taufe“ Nils Schuster, Max Schuster, Benjamin
finden, den ihre Eltern und Paten meist 14 Hentschel, Casey Hehr, Luca Zehb,
Jahre zuvor stellvertretend für sie begon- Jonas Gans, Cosima Gans, Simon Gans,
nen haben. „Weg der Taufe“ lässt erken- Malin Gaiser, Hanna Klenk.
nen: Konfirmation steht nicht für Ende und
Abschluss, sondern für eine feierlich- Am Sonntag Rogate, 26. Mai 2019 werden
festliche Zwischenstation, die nach An- konfirmiert:
schluss verlangt. Und das hoffen wir für Lara Trautwein, Jan Ole Harms,
unsere jungen Menschen: Dass sie An- Marten Arbogast, Lena Ille, Sandro Bäuerle,
schluss in unserer Kirchengemeinde finden Jannik Mauthe, Tayla Grauer.
werden, gute Gemeinschaft und glaubwür-
Die Einsegnungsgottesdienste beginnen
dig-attraktive Angebote und Möglichkei-
um 10 Uhr. Die Konfirmandenabendmahle
ten, die sie gerne wahrnehmen wollen.
finden am Samstag vor den Konfirmatio-
nen statt und beginnen um 19 Uhr.
Anmeldung zum Konfirmandenunterrichtsjahr 2019/20
Die Anmeldung zum Konfirmandenunter- merferien möglicherweise ein paar Termi-
richt erfolgt am Mittwoch, 5. Juni 2019 um ne freitagnachmittags vereinbaren müssen.
19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Wie viele Konfirmanden sich anmelden
Eingeladen sind Jugendliche, die zum Zeit- werden, ist bisher nicht einzuschätzen, und
punkt der Anmeldung in der Regel im 7. darum auch nicht zu bestimmen, ob es
Schuljahr sind. Ausnahmen von der Regel eine oder zwei Unterrichtsgruppen geben
gibt es immer wieder, müssen aber im wird. Das gilt auch für die Konfirmation.
Vorfeld im direkten Kontakt mit Pfarrer Wahrscheinlich ist, dass es zwei Konfirma-
Kaschler geklärt werden. Die Jugendlichen tionstermine geben wird. Die vorgesehe-
melden sich selber an und bringen zum nen Termine sind 3. bzw. 17. Mai 2020.
Anmeldetermin wenigstens ein Elternteil Vorfestlegungen auf einen der beiden Ter-
mit. mine sollten bis zur Anmeldung nicht
Unterrichtsbeginn wird in KW 27 (erste Juli stattfinden.
-Woche) sein. Ob die wenigen Unterrichts- Noch zwei weitere wichtige Termine: Am
stunden vor den Sommerferien mittwoch- Sonntag 7. Juli 2019 werden die neuen
nachmittags stattfinden können, hängt Konfirmanden der Gemeinde im Gottes-
vom Stundenplan der neuen Konfirman- dienst vorgestellt. Mit selbst gestalteten
den ab. Die Schulen sind verpflichtet, alle Kerzen werden wir feierlich in die Kirche
Mittwochnachmittage in Klasse 8 von einziehen. Es wäre wichtig, dass diesen
schulischen Verpflichtungen freizuhalten. Termin alle wahrnehmen können. Das gilt
Das gilt aber nicht für das 7. Schuljahr, und auch für das Konfirmandenwochenende
darum kann es sein, dass wir vor den Som- 12. bis 14. Juli 2019.
7Kirchenwahlen
Wort unseres Landesbischofs Vielleicht können auch Sie sich vorstel-
Frank Otfried July len, zu kandidieren. Oder Sie überlegen
sich als amtierende Kirchengemeinderä-
Liebe Gemeindeglieder in te, Andere anzusprechen. Menschen
Württemberg, mit unterschiedlichen Gaben, mit krea-
tiven Ideen und eigenen Vorstellungen
am 1. Advent 2019 wählen Sie die Kir- von Kirche. Wie es schon im Neuen Tes-
chengemeinderäte in Ihrer Gemeinde tament beschrieben ist: „Es sind ver-
und darüber hinaus noch die Mitglieder schiedene Gaben; aber es ist ein
der Landessynode. Unserer Württem- Geist.“ (1. Korinther 12,4). Wir freuen
bergischen Landeskirche ist diese de- uns sehr, wenn Sie bereit sind, sich für
mokratische Beteiligung durch Wahlen unsere Kirche und den christlichen
und in den Leitungsgremien ein beson- Glauben vor Ort einzusetzen! Und wir
deres Anliegen. laden Sie ein, am 1. Advent 2019 von
Ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.
Bevor die Kirchenwahlen stattfinden, Wählen Sie – und unterstützen Sie da-
suchen die Gemeinden Kandidierende mit Ihre Kandidatinnen, Kandidaten und
für diese wichtigen Ämter. Rund 15.000 Gemeinden.
Menschen bringen derzeit als Kirchen-
gemeinderäte und Kirchengemeinderä- Mit herzlichen Segenswünschen
tinnen ihre Zeit, ihre Fähigkeiten und Ihr Frank Otfried July
ihre Persönlichkeit ein, um die Gemein-
den vor Ort zu leiten. Erst durch sie
werden Leben und Wirken in unseren
mehr als 1.300 Kirchengemeinden in
Württemberg in ihrer Vielfalt möglich.
Viele von ihnen stellen sich erneut für
das Amt zur Verfügung.
8H i sto ri s c h e s zu r Wa h l
„125Jahre Kirchengemeinderäte in einmal während der sechsjährigen Wahlpe-
Württemberg“ riode zusammenkommen. Das reichte dem
1848 war Württemberg mal wieder fort- König. Dem Volk auch. Allerdings nicht al-
schrittlich. König Wilhelm I. nahm als erster len. So blieb die Diskussion um eine Verfas-
Monarch des Deutschen Reichs die neuen sung der Landeskirche lebendig.
Grundrechte der Nationalversammlung in Als Sollbruchstelle erwies sich dabei, dass
der Frankfurter Paulskirche an und aner- damals die „bürgerliche“ Gemeinde mit der
kannte wenig später die neue Reichsverfas- „kirchlichen“ noch deckungsgleich war. In
sung. Damit waren Kirche und Staat ge- rein evangelischen und rein katholischen
trennt und die Abschaffung der „Grund- Gemeinden war das kein Problem. Überall
lasten“, also der auf Grund und Boden dort aber, wo sich die Konfessionen ver-
haftenden Abgaben und Pflichten, eingelei- mischten, kam es zu Problemen. Als die zu
tet. Allerdings bekam der König bald schon groß wurden, führte König Karl 1887 ein
Angst vor der eigenen Courage und ver- Gesetz ein, das die bürgerliche von der
suchte, das Rad der Geschichte wieder zu- kirchlichen Gemeinde trennte. Damit wur-
rückzudrehen. Allerdings, den Geist, den er den die Kirchengemeinden zu eigenständi-
sozusagen einziehen ließ, wurde er nicht gen „Körperschaften des öffentlichen Rech-
mehr los. tes“. Vertreten wurden sie durch die Kir-
So auch die Forderung nach einer eigenen chengemeinderäte.
Verfassung der evangelischen Kirche. Der Die bestehenden Pfarrgemeinderäte wur-
württembergische Landtag wollte eine Lan- den aufgelöst und die Kirchengemeinderäte
dessynode, Wilhelm I. ließ die Diskussion auf sechs Jahre gewählt. Das Wahlrecht
erst zu, ab 1848 war er dann wieder dage- besaßen allerdings immer noch nur die
gen und untersagte die Bildung einer Lan- Männer. Frauen hatten in öffentlichen Äm-
dessynode. Bei den Pfarrgemeinderäten tern – leider – noch immer nichts zu sagen.
musste er hingegen nachgeben; sie wurden Wählen durfte man ab dem 25. Lebensjahr
1851 eingeführt, durften den Pfarrer aller- („aktives Wahlrecht“), gewählt werden
ding lediglich „beraten“ und schon gar nicht konnte man ab dem 30. Lebensjahr
über die Finanzen - den Haushalt - abstim- („passives Wahlrecht“). Der Kirchenge-
men. Und wählen durften auch nur selb- meinderat hatte nun das Haushaltsrecht
ständige Männer ab 30 Jahren, die (Budget, Finanzen). Die Demokratie konnte
„Hausväter“. Zur Wahl stellen konnte man so vor 125 Jahren beginnen. Auch in unse-
sich erst ab dem 40. Lebensjahr. Frauen rer Kirche.
hatten in solchen öffentlichen Angelegen- Heute darf sich unsere Württembergische
heiten im wahrsten Sinne des Wortes noch Evangelische Landeskirche als einzige im
nichts zu melden, geschweige denn zu wäh- Bund der EKD selbstbewusst den Titel ge-
len. ben: „Konsequent demokratisch struktu-
Das änderte sich erst unter seinem Nachfol- riert“. Denn nur in Württemberg wählen
ger König Karl (1864-1891). Der führte 1867 alle wahlberechtigten Gemeindemitglieder
eine „Landessynode“ ein, die erstmalig auch die Mitglieder der Landessynode di-
1869 zusammentrat. Ohnehin sollte sie nur rekt und in einer „Urwahl“.
9Kirchenwahlen
Aufruf an alle Mitglieder unserer Unser Großaspacher Kirchengemeinderat
Großaspacher ev. Kirchengemeinde besteht aus 9 gewählten Mitgliedern, der
Kirchenpflegerin, dem Pfarrer, der Diako-
Liebe Gemeindemitglieder. nin und dem Ausbildungsvikar. Die beiden
zuletzt Genannten sind beratende Mitglie-
Wer 18 Jahre alt ist und evangelisch und der, alle anderen haben gleiches Stimm-
seinen Hauptwohnsitz hier in Großaspach recht. Am 1. Dezember 2019 geht es um
hat, kann das Amt eines Kirchengemeinde- die Neubesetzung der „9 gewählten Mit-
rats bzw -rätin anstreben. Es ist ein ver- glieder“. Haben Sie Lust, im Großaspacher
antwortungsvolles und schönes Amt zu- Kirchengemeinderat mitzuwirken und sich
gleich. Womit es inhaltlich verbunden ist, darum zur Wahl zu stellen? Wenn ja, mel-
fasst unsere Kirchengemeindeordnung in den Sie sich bei Pfarrer Kaschler oder spre-
dem Satz zusammen: Kirchengemeinderat chen Sie die amtierenden Mitglieder unse-
und Pfarrerinnen und Pfarrer leiten ge- rer Kirchengemeinderats an. Wir freuen
meinsam die Gemeinde. Dass der Kirchen- uns über reges Interesse!
gemeinderat hierbei zuerst genannt wird,
ist gewollt und soll ins Bewusstsein brin- Damit Sie wissen können, worauf Sie sich
gen, dass Kirche nicht „einfach“ Sache von dabei einlassen würden: Die Amtszeit ei-
Pfarrerinnen und Pfarrern ist, sondern gut nes Kirchengemeinderats beträgt 6 Jahre.
geführt, zeitgemäß gestaltet und mit Leben In der Regel tagt das Gremium einmal pro
erfüllt wird, wenn die Gestaltungsmöglich- Monat – gewöhnlich dienstags. Die Sitzun-
keiten und Rechte der sog. „Laien“ denen gen beginnen um 20°° Uhr und enden ge-
der Hauptamtlichen gleichgestellt sind. gen 22°° Uhr. Einmal im Jahr begibt sich
„Laie“ wird übrigens zu Unrecht als Abqua- der Kirchengemeinderat auf Reisen und
lifizierung verdächtigt, denn „Laie“ stammt quartiert sich für ein Wochenende in einer
vom griechischen „Laos“, was Volk bedeu- Tagungsstätte ein. Denken Sie dabei an
tet.
Der frisch gewählte
„Kirchengemeinderat 2013“.
V.l.n.r.: Pfarrerin Irmgard Kaschler
(inzwischen bei der Paulinenpflege
im Dienst), Andrea Gruber, Achim
Notter, Renate Szameitat, Bernd
Krämer (Vorsitzender), Siegfried
Baumgärtner, Wolfgang Klenk
(„unser Kirchenmusiker“), Heike
Schulz, Eberhard Schulz, Elke Lenk
(Kirchenpflegerin), Karl-Heinz
Otterbach (Protokollant) und Pfar-
rer Martin Kaschler.
10Kirchenwahlen
schöne Orte wie Bad Boll, Kloster Heilig- wöhnlich endet der Abend in guter Ge-
kreuztal, die Tagungsstätten Hesselberg meinschaft in einer der Gaststätten unse-
oder Löwenstein oder andere mehr. Sol- res Ortes. Sie sehen: Außer „Arbeit“ bietet
che Wochenenden haben ein spannendes die Zugehörigkeit zum Kirchengemeinde-
Thema und bieten darüber hinaus Raum rat auch etliche Bonbons. Übrigens: Der
für gute Gemeinschaft. Aufgabe des Kir- neue Kirchengemeinderat wird eine tolle
chengemeinderats ist auch die Gebäude- Gestaltungsaufgabe haben – die Außen-
verwaltung unserer Gemeinde; an einem und Innenrenovierung unserer Juliana-
frühen Herbstabend begibt er sich darum Kirche!
auf „Gebäudeschau“, um bauliche Mängel Pfr. M. Kaschler
zu erheben und Abhilfe zu planen. Ge-
Wahldatum: 01. Dezember 2019 (1. Advent)
Wahlzeit: 08.00 bis 17.00 Uhr
Wahllokal: Clubraum im evangelischen Gemeindehaus
(neben der Juliana-Kirche)
Wer darf wählen?
Alle Gemeindemitglieder, die am 01. 12. 2019 14 Jahre alt sind.
Wer darf sich zur Wahl stellen?
Alle Gemeindeglieder, die am 01. 12. 2019 18 Jahre alt sind.
Wahlberechtigt in unserer Kirchengemeinde ist, wer hier seinen Haupt-
wohnsitz hat. Wer ihn in einer anderen Kirchengemeinde der Württember-
gischen Landeskirche hat und hier allenfalls einen
Nebenwohnsitz, kann entscheiden, ob er am Nebenwohnsitz – als hier in
Großaspach – sein Wahlrecht ausüben möchte. Dazu muss er bis zum
29. November eine entsprechende Erklärung im Gemeindebüro abgeben.
Übrigens: Die Wahl wird als allgemeine Briefwahl durchgeführt, das heißt,
die Wahlberechtigten erhalten alle für die Briefwahl nötigen Unterlagen
zugestellt. Briefwahl muss also nicht mehr gesondert beantragt werden.
11Kinderkirche
Evangelische Kinderkirche Katholische Kinderkirche
Großaspach Aspach / Oppenweiler
Am Karfreitag, 19. April 2019
wollen wir miteinander einen
ökumenischen Kinderkreuzweg
gehen.
Wir beginnen um 9.30 Uhr in der Kath. St. Josefs-Kirche Großaspach,
Eichendorffstraße
Ende ca. 11.45 Uhr
im Evangelischen Gemeindehaus Großaspach (neben der Julianakirche).
Wir laden Euch (auch mit Euren Familien)
herzlich dazu ein!
Informationen für die Kinderkirche Großaspach:
Am Palmsonntag (14.4.) und am Sonntag nach Ostern (28.4.) ist wegen der
Ferien keine Kinderkirche.
An Ostern findet die Kinderkirche trotz Ferien statt!
Ab dem 5. Mai ist dann wieder ganz normal Kinderkirche.
Euer Kinderkirchteam
12Frauenkreis
Wir begrüßen den Ostermorgen am Osterbrunnen in Einöd
Es ist inzwischen eine jahrzehntelange und begrüßen uns mit dem alten Oster-
Tradition, dass wir Frauen uns vor der gruß „Christ ist erstanden“ und der Ant-
Morgendämmerung am Gemeindehaus wort „Er ist wahrhaftig auferstanden“.
treffen, um am Ostermorgen zu unserer Im Gemeindehaus erwartet uns dann
QUELLE zu gehen. ein köstliches Osterfrühstück, das fleißi-
ge Hände für uns vorbereitet haben.
Früher, als wir alle noch fit waren, spa- Anschließend besuchen wir den Oster-
zierten wir von Strümpfelbach aus über gottesdienst.
die Gertrudenbank zum Heppbrunnen.
Seit über 10 Jahren geht es vom Esels- An dieser Stelle möchten wir uns auch
weg in Kleinaspach zum Osterbrunnen bei den Familien Leins und Binder herz-
in Einöd. lich bedanken, die den Osterbrunnen
und die Umgebung immer mit viel Liebe
Ringsum stimmen die Vögel ihre Mor- und Herzblut gestalten.
genlieder an, der Sonnenaufgang lässt
die Natur im neuen Grün erstrahlen. Alle, die Lust bekommen haben, am
Wir singen zu Beginn ein Lied, bevor wir Ostersonntag ab 06.30 Uhr mit uns zu
schweigend nach Einöd gehen – unter- wandern, laden wir herzlich ein.
brochen an mehreren Punkten durch Eine Anmeldung ist erbeten bis zum 17.
österliche Meditationen. April bei Marianne Beterke (Tel. 20299)
oder Karin Bieber (Tel. 906250).
Am Brunnen angekommen benetzen
wir unser Gesicht mit frischem Wasser Ihr Frauenkreisteam
13Mit Demenz Gemeinde leben
Verwirf mich nicht
in meinem Alter,
verlass mich nicht,
wenn ich schwach werde.
(Psalm 71,9)
Die Kirchengemeinde ist der Ort an
dem niemand auf Grund einer Ein-
schränkung ausgegrenzt wird. Hier sol-
len Sie sich von einem Netz getragen
wissen, sollen Hilfe und Entlastung,
Wertschätzung und Zuneigung erfah-
In der Kirche hat jedes Alter ren.
Zukunft. Gemeinden auf dem Weg zur demenz-
Sie gehören dazu! Ältere Menschen sensiblen Gemeinschaft nehmen Men-
sind heute im Durchschnitt gesünder schen mit Demenz wahr, schaffen An-
und vitaler als frühere Generationen. gebote, die auf ihre Bedürfnisse einge-
Doch nicht alle haben Anteil an dieser hen, bemühen sich um die Entlastung
positiven Entwicklung. Nicht selten geht von pflegenden Angehörigen, sie ko-
besonders das hohe Alter mit einer er- operieren mit anderen Einrichtungen
höhten Verletzlichkeit und Bedürftigkeit in der Wohngemeinde und tragen so
einher – und mit Pflegebedürftigkeit. zu einem Leben in Würde für alle bei.
Hinzu kommt, dass immer mehr Pflege-
Wir hatten dazu gemeinsam mit dem
bedürftige in ihrer vertrauten Umge-
Alexander-Stift am 11. Februar im Ev.
bung und damit auch in ihrer Gemeinde
Gemeindehaus zum Vortrag einer kom-
bleiben wollen. Es ist also Zeit, das Mit-
petenten Referentin der Diakonie ein-
einander von Menschen mit und ohne
geladen. Sie möchten auch etwas tun –
Demenz aktiv zu
Sie suchen Informationen?
gestalten und als Gemeinde Solidarität
Dann nehmen Sie Kontakt auf zum Dia-
und Mitverantwortung zu entwickeln.
konischen Werk u. finden Sie Hinweise
unter www.ekd.de/eafa.
Dabei sein und teilhaben
Vielfältige Ideen und Projekte. Oft hel-
Das Schlüsselwort heißt Inklusion – Ein-
fen bereits kleine Schritte – einige wer-
schluss und Dazugehörigkeit. Dieses
den im Handbuch „Qualitätsent-
muss auch für Menschen mit Demenz
wicklung in der Offenen Altenarbeit“
gelten. Erkrankte wie ihre Angehörigen
beschrieben.
gehören dazu, sind Teil der Gemeinde.
14Gelebte Inklusion
Der Auftrag Jesu Christi steht im
„Wenn ich „Heimweh“ sage, Mittelpunkt
sag‘ ich „Traum“. Menschen in schwierigen Lebenssitua-
Denn die alte Heimat gibt es kaum. tionen zur Seite zu stehen z.B. bei
Wenn ich Heimweh sage, Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Behin-
mein ich viel: derung und schwierigen familiären Si-
Was uns lange drückte im Exil. tuationen: Kranken- und Altenpflege,
Fremde sind wir nun im Heimatort. Betreuung, Entlastung, Hauswirt. Ver-
Nur das „Weh“, es blieb. sorgung, Alltagshilfen, familienpfleg.
Aufgaben, Hausnotruf u.a.
Das „Heim“ ist fort.“
Mascha Kaléko
Im Mittelpunkt der Integrativen Valida-
tion (IVA) steht die Identität des Men-
schen mit Demenz mit seinen Ressour-
cen – wir nehmen ihn so an wie er sich Die Diakoniestation Mittleres Murrtal
selbst als Person erlebt und bestätigen bietet montags von 14:30 bis 17:30 Uhr
und stärken seine Identität: im Ev. Gemeindehaus in Großaspach
eine Betreuungsgruppe für an Demenz
• Nehmen Sie Gefühle u. Antriebe erkrankte Menschen.
wahr, versuchen Sie, sie zu erspüren. Pflegende Angehörige werden dadurch
entlastet und den Demenzerkrankten
• Validieren Sie diese in kurzen Sätzen, soziale Kontakte und Abwechslung er-
geben Sie ein behutsames persönli- möglicht.
ches Echo. Zu den festen Bestandteilen gehören
das gesellige Beisammensein bei Kaffee
• Geben Sie ein allgemeines Echo, mit und Kuchen, gemeinsames Singen,
Sprichwörtern, Volksweisheiten, Lie- Gymnastik, Gedächtnistraining und
dern usw. Spaziergänge.
Anmeldung unter Tel. 07191 / 344 240.
• Beleben Sie verschüttete Mosaikstei-
ne des Lebens, indem Sie ein biografi- Die Kosten von 24 € für einen Nach-
sches Echo geben. mittag können in der Regel über die
Erstattungsleistungen bei der Pflege-
Quelle: www.integrative-validation.de kasse abgerechnet werden.
Bei Bedarf bieten wir einen Fahrdienst
an. Eine Anmeldung ist erforderlich.
15Jugendkreis JAM
Rückblick auf 2018
Ereignisreiche Monate mit tollen Erleb-
nissen liegen hinter uns als JAM. Wir
durften viele schöne Freitagabende ge-
meinsam verbringen und unsere Grup-
pe wächst stetig. Das finden wir richtig
cool und genießen die tolle Gemein-
schaft! Seit September gibt es auch ein
neues Gesicht in unserer Mitarbeiter-
runde: Paula Heidt, eine Schülerin der
Missionsschule Unterweissach. Sie ist
dieses Schuljahr als Praktikantin bei
JAM dabei und bereichert unsere Aben-
de mit interessanten Andachten und
anderen kreativen Ideen.
In den Herbstferien 2018 haben wir ein
lange geplantes Projekt umgesetzt. Wir
haben unseren Jugendraum neu gestri-
chen. Innerhalb von 3 Tagen haben wir Wand, die wir zum blauen Farbakzent
den Raum zunächst vorbereitet und verwandelt haben. Wir fühlen uns in
anschließend die Pinsel und Farbrollen unserem Raum nun schon viel heimi-
geschwungen. Jetzt erstrahlt der Raum scher und freuen uns, dass wir ihn
in neuem Weiß mit Ausnahme einer selbst gestalten dürfen.
16Jugendkreis JAM
Zu Weihnachten standen dann die
nächsten Highlights an. Unsere Diako- Was bedeutet „JAM“?
nin, Fabienne Schwarz, hat uns zur JAM bedeutet wörtlich „Jesus And
Weihnachtsfeier zu sich nach Hause Me“ und ist der Name unserer Ju-
eingeladen. Wir haben gemeinsam ge- gendgruppe. Wir haben uns diesen
gessen, Punsch getrunken und das Jahr Namen ausgesucht, weil wir uns
2018 Revue passieren lassen. Gemein- wünschen, dass Jesus der Mittel-
sam blickten wir auf das Jahr zurück, punkt unserer Gemeinschaft ist und
tauschten uns über die tollen Erlebnisse wir unsere persönliche Beziehung zu
aus und blickten anschließend auch auf ihm durch unsere gemeinsamen
das Jahr 2019 und die Projekte und Vor- Abende und Aktionen stärken kön-
haben, die wir noch umsetzen wollen. nen. JAM ist offen für alle Jugendli-
An Heilig Abend beteiligten wir uns am chen, die gerne Teil unserer Ge-
Theaterstück im Familiengottesdienst, meinschaft werden wollen. In der
den Irmgard Kaschler gemeinsam mit Regel stoßen Jugendliche nach ihrer
dem Team „Kirche für kleine Leute“ Konfirmation zu uns. Aber wir brin-
gestaltete. Joana Stahl und Collien gen auch immer wieder Freunde aus
Möhle machten als Hirten, Lars Gogel der Schule oder unserem privaten
als Wirt und Deborah Weingärtner in Umfeld mit und einige davon sind
der Hauptrolle der Franzi eine gute Fi- seitdem auch ein Teil von uns ge-
gur. Es war ein schöner Gottesdienst worden. Wir freuen uns immer über
und wir haben uns gefreut, ein Teil da- neue Gesichter in unserer Runde!
von zu sein. Also, wenn du Lust hast, uns kennen
zu lernen, komm einfach Freitag–
abends um 19:30 Uhr ins Gemein-
dehaus und sei dabei!
Trainee Gruppe 2017
17Jugendkreis JAM
Pläne für 2019 Ein weiteres Projekt, das dieses Jahr wie-
Für dieses Jahr liegen wieder einige Pro- der stattfinden soll, ist „Trainee“. Alle
jekte und Ideen vor uns, die wir gerne Jugendlichen sind eingeladen, daran teil-
neben unseren regelmäßigen Treffen Frei- zunehmen und einmal in die Rolle eines
tagabends umsetzen wollen. Dazu gehört Jungschar- oder Kinderkirchmitarbeiters
die Raumgestaltung, die noch nicht abge- hinein zu schnuppern.
schlossen ist. Wir wollen den Raum noch Selbstverständlich werden auch unsere
weiter verschönern und wünschen uns JAM-Abende weiterhin stattfinden und
auch eine neue Einrichtung. Außerdem gefüllt sein mit Spaß, Lobpreis, Andach-
steht dieses Jahr auch wieder eine WoGe- ten, Spielen, Gemeinschaft, gemeinsamen
Le (Woche gemeinsamen Lebens) an. Wir Mahlzeiten und vielem mehr.
werden voraussichtlich zwischen den Im Mai haben wir schon unseren 2. JAM-
Pfingst- und Sommerferien eine Woche Geburtstag und werden das gemeinsam
gemeinsam im Gemeindehaus wohnen, feiern!
von dort zur Schule und zu unseren Frei- Wir freuen uns darauf, ein weiteres Jahr
zeitaktivitäten gehen und unsere Gemein- gemeinsam zu verbringen!
schaft stärken. Dazu sind dann auch die Euer JAM
jetzigen Konfirmanden herzlich eingela-
den, die nach der Konfirmation auch zu
JAM kommen können!
JAM—Gruppe im Oktober 2018
18Jugendkreis JAM
Was bedeutet „Trainee“?
Trainee ist ein Schulungsprogramm des ein Rhetorik-Tag angeboten und die Trai-
Evangelischen Jugendwerks und richtet nees nehmen am Basiskurs des EJW
sich an Jugendliche, die interessiert sind, Backnang teil. Als gemeinsames Projekt
selbst Mitarbeiter im Kinder- und Jugend- ist die Waldweihnacht geplant und die
bereich unserer Kirchengemeinde zu wer- Teilnehmer dürfen während des Schu-
den. Die Teilnehmer erwerben während lungsjahres in verschiedenen Jungschar-
dem Schulungsjahr Kompetenzen in per- gruppen und in der Kinderkirche hospi-
sonalen, sozialen, pädagogischen und tieren. Am Ende der Schulungszeit erhal-
organisatorischen Bereichen, bekommen ten alle Teilnehmer ein Zertifikat vom
die Möglichkeit, im Glauben zu wachsen EJW Backnang, das auch als Urkunde
und werden so auf ihre Mitarbeit im Ju- über ehrenamtliches Engagement in der
gendbereich vorbereitet. Konkret bedeu- Ausbildungsbewerbung gern gesehen
tet das, dass sich die Trainee-Gruppe wird. Alle interessierten Jugendlichen aus
zweiwöchentlich trifft um verschiedene Aspach sind herzlich eingeladen, an die-
Themen zu bearbeiten. Zusätzlich werden sem Angebot teilzunehmen!
Weitere Infos über JAM und Trainee gibt es
bei unserer Diakonin Fabienne Schwarz.
E-Mail: fabienne.schwarz@paulinenpflege.de
Handy: 0163 69 69 742
Trainee: Knigge Abend
19Rückschnitt -Aktion Jungscharplätzle
Schnittaktion mit großem Spaßfaktor
Die fleißigen Helferinnen und Helfer (Manuel Schulz fehlt auf dem Bild)
Mit einem echten „Kaltstart“ begann die gemeinsamen Abschluss-Vespers zu bean-
Holzschnittaktion auf dem Jungscharplätzle tragen.
am Samstag, 16. Februar. Zwar strahlte die Am Ende versammelte sich die Mannschaft
Sonne von einem wolkenlosen Himmel, vor einem stattlichen Haufen Schnittgut, um
aber der Nachtfrost hielt sich noch eine ein Gruppenfoto zu machen. Die Gelän-
ganze Weile hinter den hohen Bäumen des deränder wurden gelichtet und ein Baum
Jungscharplätzles und sorgte bei einigen für musste weichen. Die Fällarbeiten fanden
kalte Finger selbst in den Arbeitshandschu- unter fachlicher Leitung von Kirchenge-
hen. Großartig war die Beteiligung; denn meinderat Siegfried Baumgärtner, Martin
wer konnte damit rechnen, dass sich – un- Kress und Kirchengemeinderat Eberhard
sere „Kleinen“ mitgerechnet - gut zwanzig Schulz statt. Letztgenannter komplettierte
Leute zum Arbeitseinsatz zusammenfan- die Arbeiten zusammen mit Sohn Manuel
den. Auch hier sollte sich die alte Erfahrung Schulz, als das große Holz fachgerecht ge-
bestätigen: „Viele Hände machen bald ein spalten und gestapelt wurde – bereit zur
Ende“. Während die Planung von circa zwei- Verwendung, sobald es trocken genug sein
einhalb bis drei Stunden Arbeit ausging und wird.
dementsprechend das Mittagsvesper bei Wie trocken Holz sein muss, um es für ein
Kirchengemeinderätin Renate Szameitat auf Grillfeuer verwenden zu können, wussten
halb zwölf „bestellte“, zeigte sich schon zumindest jene Unbekannten nicht, die das
bald, dass die Arbeit wohl in weniger als Jungscharplätzle wenige Tage danach
zwei Stunden abgeschlossen sein könnte. „heimsuchten“, um eine unangemeldete
So griff der Vorsitzende des Kirchengemein- Party zu veranstalten. Was sie hinterließen,
derats Bernd Krämer auch bald schon nach war in jedem Fall unerfreulich: Unzählige
seinem Handy, um die Vorverlegung des Scherben von offensichtlich mutwillig zer-
20Rückschnitt -Aktion Jungscharplätzle
schlagenen Flaschen, Plastikbecher zuhauf ne Auskunft gibt, wann und zu welchen
und verteilt über den halben Platz und ein Bedingungen auch private Feiern auf unse-
großer Haufen unsachgemäß gestapelter rem Platz möglich sind.
und angekokelter Holzscheite, der nicht Wer selber in Augenschein nehmen möch-
brennen wollte, und zerstört der fachge- te, wie schön das Plätzle geworden ist, kann
recht geschichtete Holzstapel – ein unschö- sich auf jeden Fall schon den „Gottesdienst
nes Bild in jedem Fall und ärgerlich für alle, im Grünen“ am 21. Juli 2019 (10.30 Uhr)
die sich mit Zeit und Arbeitskraft das ganze vormerken. Unser Posaunenchor wird ihn
Jahr über für diesen herrlichen Ort unserer festlich mitgestalten und wer möchte, kann
Kirchengemeinde einsetzen. gerne zum anschließenden gemeinsamen
Grillen dableiben. Was gegessen und ge-
Dabei wäre es durchaus möglich, das trunken werden möchte, müssen die Einzel-
Jungscharplätzle ganz legal genießen zu nen bzw. Familien allerdings selber mitbrin-
können; ein Anruf bei Platzwart Uwe Gru- gen – die beste Garantie, dass es dann auch
ber ist dazu nötig (07192/20 2 85), der ger- schmeckt.
Ein echtes Kleinod ist
unser Jungscharplätzle –
ein Ort des Gottesdiens-
tes, des Feierns und gu-
ter Gemeinschaft. So sah
er – noch im Winterkleid
– nach der Rückschnitt-
aktion aus. Ein kleiner
Teil des Schnittgut-
Haufens ist am rechten
Bildrand zu sehen. Die
rostigen Fußballtore
sollen bis zum Sommer
auch noch einen neuen
Anstrich bekommen.
Mal sehen, ob’s klappt.
Danke allen, die mitge-
holfen haben; und danke
allen, die das ganze Jahr
über ein Auge aufs Plätz-
le haben und die not-
wendigen Arbeiten zu-
verlässig und von Herzen
tun.
21Rückschnitt -Aktion Jungscharplätzle
Wer arbeitet, soll auch gut
essen und trinken! Wenn es
anschließend Leckeres gibt,
ist ein Arbeitseinsatz eine
runde Sache.
Welchen Arbeitseifer die Jugendlichen und und Jugendliche auch eine Axt selber in die
Kinder an den Tag legten, zeigt diese Auf- Hand nehmen dürfen, ohne dass Eltern
nahme besonders schön. Die Älteren leiten gleich „Zeter und Mordio“ rufen. Natürlich
das „Projekt“ und die Jüngeren freuen sich, müssen sie dabei angeleitet werden und
eine wichtige Rolle dabei zu spielen. Wie selbstverständlich besteht dabei auch ein
wichtig wäre es, dass wieder mehr junge Verletzungsrisiko. Wer aber keine eigenen
Menschen echte Naturerfahrungen machen Erfahrungen mit Gefahren machen darf,
würden – jenseits von eingezäunten Parks wird später nicht mit ihnen umgehen gehen
und sensationsgeschwängerten künstlichen und echte von beherrschbaren Gefahren
Erlebnislandschaften. Dazu müssen Kinder unterscheiden können.
22Männervesper
Termine
Freitag, 10. Mai 2019, 19.30 Uhr
Männer altern anders
Es referiert Prof. Dr. Eckart Hammer,
Leiter Campus Reutlingen
Freitag, 27. September 2019, 19.30 Uhr
Naturwissenschaft und Glaube:
Gegeneinander oder Miteinander?
Es referiert Dr. Hansjörg Hemminger,
Biologe und Psychologe aus Baiersbronn
Das Großaspacher Männervesper ist ein ökumenisches Projekt der
katholischen und evangelischen Kirchengemeinde in Großaspach
und findet drei Mal jährlich im Gasthof Traube statt. Nach einem
gemeinsamen Vesper gibt es einen interessanten Vortrag und die
Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Sie sind herzlich dazu einge-
laden, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
23Großaspacher Modell
Das Großaspacher Modell ist ein gemein- ihrer Arbeit stoßen. Deshalb bekommen
schaftliches Projekt zwischen der Ge- sie regelmäßig die Möglichkeit, sich über
meinde Aspach, der Evangelischen Kir- diese Herausforderungen auszutauschen
chengemeinde Großaspach, der Pauli- und Fortbildungen zu besuchen, die von
nenpflege Winnenden, dem Evangeli- den hauptamtlichen Sozialarbeiterinnen
schen Kirchenbezirk Backnang und dem der Conrad-Weiser-Schule organisiert
Kreisjugendamt, das nun schon seit fast werden und sich an den aktuellen The-
13 Jahren ein Teil unserer Gemeinde ist. men der Kinder und Ehrenamtlichen ori-
entieren. Die drei hauptamtlichen Sozial-
Verortet ist es an der Conrad-Weiser- arbeiterinnen Claudia Berr, Meike Rank
Schule uns bietet dort vielen Schülern und Diakonin Fabienne Schwarz, sind also
eine enorme Unterstützung. Rund 30 Eh- ebenfalls Teil des Großaspacher Modells
renamtliche engagieren sich zurzeit durch und neben der Betreuung der Ehrenamtli-
Lernbegleitung und Lesepatenschaften an chen auch für die klassische Schulsozialar-
der Schule und bieten den Schülern dort beit an der Conrad-Weiser-Schule zustän-
einerseits Unterstützung bei den schuli- dig.
schen Herausforderungen und anderer-
seits ein offenes Ohr für ihre Schützlinge. Aktuell findet an der Conrad-Weiser-
In der Lernbegleitung betreut je ein Eh- Schule eine Evaluation des Großaspacher
renamtlicher oder eine Ehrenamtliche Modells statt. Hierfür wurden Schüler,
einen Schüler oder eine Schülerin. Es wird Eltern, Lehrer sowie die Schulleitung, die
nachmittags gemeinsam gelernt, gespielt Schulsozialarbeit, Kooperationspartner
und den Schülerinnen und Schülern wird und der Förderverein der Conrad-Weiser-
eine Bezugsperson zur Seite gestellt. Als Schule zum Großaspacher Modell befragt.
Ergänzung zur Lernbegleitung hat sich in Die Evaluation wird von Petra Nonnenma-
den vergangenen Jahren die „Individuelle cher von der Fachstelle für Sozialraumori-
Förderung“ entwickelt. Diese findet vor- entierte Jugendarbeit des Kreisjugend-
mittags statt und ermöglicht einigen Schü- amts durchgeführt. Sie befragte alle Be-
lern eine Unterstützung direkt während teiligten hinsichtlich der Angebote des
des Unterrichts. Neben der Lernbeglei- Großaspacher Modells und deren Effekti-
tung und der individuellen Förderung gibt vität. Die Ergebnisse sollen demnächst in
es die Lesepatenschaften, die mittlerweile einer öffentlichen Sitzung des Gemeinde-
nicht nur in allen Grundschulklassen an- rats vorgestellt werden. Wir sind ge-
geboten wird, sondern genauso wie die spannt darauf, welche Erkenntnisse ge-
Lernbegleitung auch vermehrt in der Se- wonnen wurden und wie sich die Zukunft
kundarstufe stattfindet. Die Förderung ist des Großaspacher Modells dadurch ent-
also vielseitig und genauso vielseitig sind wickelt.
auch die Themen und Herausforderun-
gen, auf die die Ehrenamtlichen während Fabienne Schwarz
24Wir stellen Bücher vor
Klartext zur Integration StehaufMensch!
Ahmad Mansour , S. Fischer Verlag, 2018 Samuel Koch, adeo, 2019
Samuel Koch ist ein ehe-
Eine der drängendsten maliger Kunstturner und
Aufgaben unserer Gesell- seit einem Unfall in der
schaft ist Integration – es Show „Wetten, dass…?“ im
braucht unvoreingenom- Jahr 2010 vom Hals ab-
mene, sachliche De- wärts gelähmt. Trotz des
batten und langfristige Schicksalsschlags kämpfte
Pläne. er sich zurück ins Leben und legte 2014 als
Der Psychologe und Best- erster Rollstuhlfahrer das Schauspieldiplom
sellerautor Ahmad ab. Seitdem wirkte er in verschiedenen Fil-
Mansour beschäftigt sich men, TV-Serien und Theaterproduktionen
seit vielen Jahren mit den mit. 2016 heiratete er seine Schauspielkolle-
Problemen und Chancen von Integration. gin Sarah Elena Timpe und er landete mit
seinem aktuellen Buch „StehaufMensch!“
Er besuchte Haftanstalten, Schulen und seinen dritten SPIEGEL-Bestseller.
Flüchtlingsunterkünfte und sprach mit Poli-
tikern, Lehrern und Sozialarbeitern. So hat Nun könnte man sich fragen: Woher nahm
er erfahren, wie Zusammenleben funktio- der damals 23-jährige Mann nach seinem
nieren und woran es scheitern kann. Unfall die Kraft, all diese Dinge zu schaffen?
Er spricht an, in welchen gesellschaftlichen Wo sich einige aufgeben würden, hat man
Bereichen Veränderungen nötig sind, wo den Eindruck, Samuel Koch legt erst richtig
die Politik oder jeder Einzelne gefragt ist los. In seinem Buch schreibt Samuel Koch
und welche Werte unverhandelbar sind – darüber, wie er Mut und Kraft gefunden hat,
ein eindrücklicher Appell. Claus Leggewie um sich nach seinem Unfall wieder ins Leben
sieht in Mansour, der verheiratet ist, eine zurück zu kämpfen.
Tochter hat und deutscher Staatsbürger ist,
Im Mittelpunkt seines Buches steht das The-
einen Vertreter der integrierenden Ver-
ma „Resilienz“ - die innere Widerstandskraft.
nunft.
Nach etlichen Gesprächen mit Todkranken,
Flüchtlingen, Häftlingen und Managern stellt
Ich war so fasziniert von diesem Buch, dass
sich Samuel Koch die Frage: Kann man Resili-
ich es an zwei Abenden durchgelesen habe.
enz lernen? Und wenn ja, wie? Was gibt
Viele praktische Beispiele aus der Arbeit
Menschen die Kraft, wieder aufzustehen?
von Ahmad Mansour zeigen den aktuellen
Unterstützt wird Samuel Koch auf der Suche
Stand von Integration. Das Buch endet mit
nach Antworten von Hirnforscher Gerald
einer konkreten Anleitung zur Integration,
Hüther. Ein Resilienz-Ratgeber, der durch die
die in zehn Schritten auf dreißig Seiten be-
Geschichte von Samuel Koch außergewöhn-
schrieben wird.
lich persönlich ist und zum Nachdenken an-
regt.
Cordula Weeske
Fabienne Schwarz
25K i n d e r g a r t e n S c h u b e r t s t r.
Neues aus dem Kindergarten Und sonst sind wir mit unserem Jahres-
thema “Der Natur auf der Spur – Gottes
wunderbare Schöpfung“ viel draußen
unterwegs. Bei Wind und Wetter
(besonders gerne auch im Schnee) erle-
ben wir die Natur, sind bei monatlichen
Waldtagen auf Entdeckungstour, wer-
den mit unseren Kindern und Vätern
Nistkästen bauen und haben sonst
noch so einiges bis zum Sommer vor.
Zum Poporutscher fahren reicht selbst
der kleinste Hügel bei uns im Kinder-
Über 50 Jahre ist unser schöner Kinder- garten und alle haben eine Menge
garten bereits alt und da muss im Lau- Spaß. Wir genießen einfach auch zu
fe der Zeit so manches erneuert wer- jeder Zeit unseren wunderschönen
den. Als erstes kamen die Tische und Garten!
Stühle 2017 an die Reihe. Nun wurde
das Büro/der Mitabeiterraum in An-
griff genommen. Durch helle Farben,
neue Lampen und wenige neue Möbel
zum Arbeiten ist aus diesem sehr dunk-
len Raum ein heller, ansprechender
und jetzt auch gemütlicher Raum für
Elterngespräche und Teamsitzungen
geworden. Nur noch der Boden fehlt,
der zusammen mit den Böden in den
Gruppenräumen im Sommer erneuert
wird.
Auch die alte Falttür wird durch eine
stabile Tür ersetzt und es gibt neue
Schränke. Da das sehr umfangreiche
Arbeiten sind, die nicht nebenher lau-
fen können, werden wir im Sommer
zwei Wochen im August schließen.
26K i n d e r g a r t e n S c h u b e r t s t r.
Auch haben sich die Kinderzahlen im
Vergleich zu den Vorjahren stabilisiert.
„Wir sind voll“, müssen wir immer wie-
der Eltern mitteilen, so dass es leider
zur Zeit immer wieder vorkommt, dass
nicht alle Kinder zum Wunschtermin
aufgenommen werden können.
Die „Purzelzwergengruppe“ kann maxi-
mal sieben Kinder unter drei Jahren
aufnehmen (das sind dann 14 belegte
Plätze). Die Kinder werden liebevoll
über einen längeren Zeitraum von den
Mitarbeiterinnen eingewöhnt, damit
der Einstieg in den Kindergarten opti-
mal gelingt. Diese Plätze waren in die-
sem Kindergartenjahr sehr schnell
weg!
Die „Schmetterlingsgruppe“ hat dann
andere Schwerpunkte: Ausflüge zum
Beispiel. Dieses Jahr waren wir mit un-
seren Kindern schon im „Alten Schloß
Stuttgart“ zur Mitmachaustellung. Und
haben dort im Räuberwald „Räuber
Hotzenplotz“ getroffen.
Sie sehen, es ist lebendig bei uns! Es ist
ein gutes Miteinander von Mitarbeite-
rinnen, Kindern, Eltern, dem Kirchen-
gemeinderat und Pfarrer Kaschler!
27Kirchenband
Kennen Sie schon unsere drei Sängerinnen bilden nun ein wun-
derbares Gesangstrio und bringen Ab-
Kirchenband? wechslung und Stimmenvielfalt in die
„Es fließt mir das Herz über vor Dank- Musik hinein.
barkeit gegen die Musik, die mich so oft
erquickt und aus großen Nöten errettet Von Anfang an haben wir Wert darauf
hat.“ gelegt, dass es für uns alle zeitlich inner-
Martin Luther (1483 - 1546), halb eines überschaubaren Rahmens
Theologe und Reformator
bleibt, dass wir sowohl die nötige Vor-
bereitungszeit haben, als auch, dass es
Besser als Martin Luther könnte man es
nicht zu viel wird. Wir haben nun unse-
nicht ausdrücken, um zu beschreiben,
ren Weg gefunden und proben in der
was Musik für Menschen bedeutet. Seit
Regel zweimal Freitag abends vor einem
ungefähr einem Jahr haben wir nun in
Gottesdienstauftritt. Weitere Proben
unserer Kirchengemeinde wieder eine
finden flexibel nach Bedarf statt. Alle
Band. Nachdem die Bandarbeit einige
Bandmitglieder bringen ihre Wünsche
Zeit lang brach lag, wollten Heike Schulz
an Liedern mit ein, die sie gerne singen
und ich wieder damit anfangen, eine
und spielen möchten. So erweitern wir
Band aufzubauen, um die Musikvielfalt
stets gemeinsam unser Repertoire.
in unserer Gemeinde weiter auszubau-
en. Am Anfang bestand die Band aus
In den letzten zwölf Monaten haben wir
Heike (Gitarre) und Manuel Schulz
schon bei einigen besonderen Sonntags-
(Gitarre, Cajon, Technik), Ann-Sophie
Gottesdiensten, wie z.B. Taufen, mitge-
Moser (Gesang), Julia Unkauf (Gitarre),
wirkt. Vor einiger Zeit ist nun auch das
Jonathan Übele (Rhythmus), Samira
neue Liederheft "Wo wir Dich loben,
Bäuerle (Querflöte) und mir (Klavier,
wachsen neue Lieder plus" erschienen.
Technik und Organisation). Nach dem
Hieraus haben wir bereits einige Lieder
Wegzug von Ann-Sophie Moser brauch-
geprobt und werden bald für die Ge-
ten wir nach ca. einem halben Jahr nach
meinde einen Sing-Abend anbieten, bei
unserer Gründung wieder eine neue
dem wir die neuen Lieder ausprobieren
Sängerin. Barbara Baumgärtner erklärte
wollen. Einen Termin werden wir dem-
sich spontan bereit, mitzumachen und
nächst unter den kirchlichen Nachrich-
den Gesangspart zu übernehmen. Ge-
ten im Mitteilungsblatt veröffentlichen.
meinsam musizieren wir ca. alle 6 Wo-
chen bei Gottesdiensten.
Hauptsächlich spielen wir in der Band
Vor kurzem sind außerdem noch Sabine
christliche Popularmusik, aber wir sind
Eisenmann und Sandra Leitner zu uns
auch selbst immer wieder erstaunt, wie
hinzugestoßen (beide Gesang). Unsere
28Kirchenband
flott und fetzig ein altehrwürdiger Choral Sakrale Musik hat ein anderes Ziel als
doch in Bandbesetzung klingen kann, z.B. künstlerische Komplexität und Perfek-
als Bandbearbeitung von Michael Schütz. tion. Immer wieder stellt sich im Kon-
Kirchenmusik kann hochvirtuos sein, text popularmusikalischer Darbietun-
muss es aber nicht. Das Ziel sakraler Mu- gen in Gottesdiensten die Frage, was
sik ist nicht höchste Perfektion, sondern denn eigentlich Kirchenmusik ist? Ich
dem Menschen göttliche Präsenz zu ver- persönlich denke, dass allein die Emp-
mitteln. Jedoch spornt uns die Freude findungen und Wahrnehmungen der
am gemeinsamen Musizieren stets dazu Zuhörer Musik zu sakraler Musik ma-
an, uns qualitativ als Band immer weiter chen.
zu entwickeln.
29Sie können auch lesen