STUTTGART - Immobilienbrief - Liebe Leser !

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Liebe Leser! München meldet bei den Baugenehmigungen ein Plus von 40 Prozent im Vorjahr. Mit 13 475 geneh- migten Wohnungen sei ein neuer Rekord erreicht. In Relation zur Zahl der Einwohner müssten demnach in Stuttgart 5600 neue Einheiten genehmigt wor- den sein. Die tatsächliche Zahl kennen wir nicht, aber mehr als 2000 Baugenehmigungen dürften es kaum sein – sauber gerechnet, um Abrisse bereinigt. Stuttgart ist 2017 nur um 2446 Personen gewachsen, so wenig wie seit 2010 nicht mehr. Über 15 000 Menschen sind ins Umland weggezogen. Die Preise für Eigentumswohnungen sollen in der Lan- deshauptstadt laut einer Prognose von Immowelt.de bis 2020 um 24 Prozent steigen.

Was bedeuten nun diese Zahlen? Ein Interpretationsversuch: Aufgrund der geringen Zahl an neuen Wohnungen finden immer weniger Menschen eine Bleibe in Stuttgart. Die Zahl der Pendler nimmt zu, die Überlastung des Straßen- und ÖPNV-Netzes steigt. Der Druck auf die Mieten und Preise im Speckgürtel von Stuttgart wächst. Was müsste passieren? Ein Masterplan für die Entwicklung der Region. Die Ausweisung von mehr Bauland in Stuttgart und den umgebenden Landkreisen. Höhere Summen für den Ausbau des ÖPNVs und von Fahrradstraßen. Beschleunigung von Genehmigungsprozessen. Mehr politischer Mut, sich gegen Widerstände der Bürger durchzusetzen.

Vor fast hundert Jahren entstanden in Stuttgart vier Bauhaussiedlungen mit vielen Hundert kleinen, aber modernen Wohnungen. Bauherr war das städtische Hochbauamt. Heute schwimmt Stuttgart im Geld, 231 Millionen Euro betrug der Haushaltsüberschuss allein 2016. Der Gemeinderat sollte darüber nachdenken, ob die Stadt wieder zum Bauherrn werden sollte. Stuttgart könnte wieder Baugeschichte schreiben und zukunftsweisende, kleine, energieautarke Woh- nungen errichten. Gegen den Wohnungsmangel jetzt und Impulse setzend für morgen. Oder hatten unsere Ahnen vor hundert Jahren mehr Mut und Visionskraft als die Stadträte heute? Ihnen herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche zum 10-jährigen des Immobilienbrief Stuttgart.

Mit geröteten Wangen haben wir die vielen und ausschließlich freundlichen E-Mails gelesen. Einmal mehr wissen wir, was uns von anderen Medien unterscheidet: Sie! Wir haben die besten Leser der Welt. Merci!

Glücklich grüßt, stellvertretend für das Immobilienbrief-Team Ihr Frank Peter Unterreiner, Herausgeber Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 www.immobilienbrief-stuttgart.de 30.01.2018 Inhaltsverzeichnis Seite 2 Bauhaussiedlungen saniert •  SWSG investiert viele Millionen •  Monumente der Architekturgeschichte • „Hustenburg“ in Heslach Einwohnerzahl •  Stuttgart wächst langsamer Seite 5 Risiko-Rendite-Ranking •  Stuttgart am sichersten • Pforzheim lukrativer •  Studie von Dr. Lübke & Kelber Seite 6 E&G verkauft Immobilientöchter •  Management-Buyout an Caroli und Holzwarth Seite 7 Fetter Gewinn •  Alte Bahndirektion verkauft Seite 9 2020 um 24 Prozent teurer? •  ETW in Stuttgart Stabwechsel bei Wohninvest • Panzer übergibt an Fickler Seite 12 Preis für Nachwuchsarchitekten •  Nachhaltiger und preiswerter Wohnraum •  Epple stiftet – statt Jubiläumsgala Foto: Archiv

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Monumente der Architekturgeschichte saniert SWSG küsst drei Bauhaussiedlungen wach Die Weißenhofsiedlung ist in aller Munde. Dazu trägt ihr Status als Weltkulturerbe bei und die an- stehende IBA 2027, die sich auf das 100. Jahr ihrer Fertigstellung bezieht. Was kaum einer weiß: Stuttgart hat drei weitere Bauhaussiedlungen von hoher architekturhistorischer Bedeutung. Alle vier Bauhaussiedlungen waren städtische Projekte, berichtet Helmuth Caesar, technischer Geschäfts- führer der SWSG Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft. Drei von ihnen – die weniger be- kannten – seien so in das Eigentum der städtischen Wohnungsbaugesellschaft gelangt und nach jahr- zehntelangem Dornröschenschlaf aufwendig saniert worden.

Von einer „Wiedergeburt“ spricht Samir Sidgi, der kaufmännische SWSG-Geschäftsführer. Bei allen drei seien strenge Auflagen des Denk- malschutzes zu beachten gewesen.

Die Inselsiedlung in Stuttgart-Wangen und die Wallmer-Siedlung in Stuttgart-Untertürkheim ent- standen quasi rechts und links der schnell wachsenden Fabriken entlang des Neckars, beispielsweise des Daimlerwerks, und waren für deren Arbeiter und Angestellte gedacht. Die Siedlung Ziegelklinge in Stuttgart-Heslach hingegen wurde gebaut für Familien mit tuberkulosekranken Angehörigen. Inselsiedlung: 317 Wohnungen hinter markantem Torgebäude Die Inselsiedlung war laut Caesar das letzte Großsiedlungsprojekt der Stadt Stuttgart vor der Macht- ergreifung durch die Nationalsozialisten. Nach einem Werkbund-Wettbewerb wurden 1929/1930 der Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018

Seite 2 STANDORT Stadt Stuttgart wächst langsamer 2017 ist Stuttgart nur um 2446 Personen auf 611 666 Einwohner gewachsen.

Dies ist der niedrigste Wert seit 2010. 2016 stieg die Zahl der Einwohner noch um 6918 Personen, 2015 um 9406 Men- schen. Zwischen 2010 und 2016 hat Stuttgart insgesamt 43 308 Einwohner gewonnen, das sind im Durchschnitt 6187 pro Jahr. Die Zahl der Fortzüge von Stuttgart ins Umland lag 2017 mit 15 210 ge- ringfügig über dem Vorjahreswert von 14 751. Seit 2010 hat die Ab- wanderung ins Umland stark zuge- nommen, die Stadt vermutet den angespannten Wohnungsmarkt als einen Grund.

PROJEKTE Drittes Niu-Hotel für die Region Die Novum Hospitality und Merkur Development Holding haben mit den Bauarbeiten für ein Niu-Hotel im Stuttgarter Stadtteil Fasanen- hof begonnen. Unter der Adres- se Vor dem Lauch 16 entstehen 144 Hotelzimmer sowie 110 Service- apartments mit 10 500 m2 BGF. Die Fertigstellung ist für Herbst 2019 vorgesehen, das Projektvo- lumen beträgt rund 30 Millionen Euro. Für Novum und Merkur stellt das neue „Niu Mesh“ das dritte in der Region Stuttgart neben den Projekten am Stuttgarter Pragsattel und in Esslingen dar.

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Werte. Handel. LC Liegenschaft Consulting GmbH | Tel. +49 711 / 351 447-70 | www.LC-immo.de www.LC-kauft-am-schnellsten.de Inselsiedlung: Größere Balkone hat der Denkmalschutz erlaubt Foto: SWSG

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 3 Siegerentwurf durch das städtische Hochbauamt teilverwirklicht, es entstanden zehn dreigeschossige Flachdachhäuserzeilen mit kleinen Zwei- und Dreizimmerwohnungen, etwa 45 bis 52 Quadrat- meter groß. Alle Wohnungen hatten ein Bad und eine Loggia. Ein markantes Torgebäude schließt das Quartier an der Insel-, Ebersbacher und Geislinger Straße optisch ab. Seit 2008 läuft die Sanierung, 2018 soll der neunte und letzte Bauabschnitt abgeschlossen sein. 304 Wohnungen hat die SWSG dann saniert und an der Stelle der ehemaligen Siedlungswaschküche einen Neubau mit 13 Wohnungen plus Tiefgarage geschaffen.

Rund 35 Millionen Euro werden inves- tiert. Die SWSG erhielt im Rahmen des Deutschen Bauherrenpreises 2011/2012 eine „Besondere Anerkennung“. Die Häuser wurden nach und nach freigezogen und dann von Grund auf modernisiert. Teilweise wurden die Grundrisse geändert, Zwei- bis Vierzimmerwohnungen stehen heute zur Verfü- gung, die Wohnfläche beträgt im Durchschnitt knapp über 60 Quadratmeter. In Abstimmung mit den Behörden bekamen die irgendwann braun gestrichenen Häuser ihre weiße Farbe zurück. Mietergärten wurden geschaffen, teilweise die kleinen Balkone vergrößert, auch die Außenanlagen neu gestaltet.

„Der Denkmalschutz ist über seinen Schatten gesprungen“, lobt Caesar. Die Mieten betragen jetzt 8,80 Euro im Durchschnitt, vor der Sanierung waren es zirka 7 Euro bis 7,20 Euro.

Wallmer-Siedlung: Denkmalschutz verloren Auf der anderen Seite des Neckars liegt die Wallmer-Siedlung im Bereich Sattel-, Fiechtner- und Wall- merstraße in Untertürkheim, nahe den Weinbergen. Die Siedlung teilt sich auf in zwei Bereiche. Der Alte Wallmer entstand 1925/1926, die 59 Wohnungen wurden 2010 bis 2012 in zwei Bauabschnitten modernisiert. Der Neue Wallmer wurde 1929/1930 unter der Leitung von Richard Döcker, dem Bauleiter der Weißenhofsiedlung, realisiert. Fünf Häuserzeilen verlaufen parallel zur Hangsteigung, einheitliche Dreizimmergrundrisse dominieren. Es galt die Doktrin „Licht, Luft und Sonne“.

Rund 20 Millionen Euro investierte die SWSG in die 222 Wohnungen – und verlor den Denkmalschutz. Der Grund war die Vergrößerung der Balkone. Auch hier gibt es ein Torgebäude, und auch hier wurden Wän- de verschoben, da die einstigen Kleinstbäder und -küchen heutigen Anforderungen nicht mehr genügen. Trotz des Verlusts der Denkmaleigenschaft wollte die obere Denkmalbehörde mitreden und verlangte kontrastierende farbige Balkonbrüstungen.

Ziegelklinge: Der Stuttgarter Zauberberg „Hustenburg“ nannte der Volksmund die Siedlung Ziegelklinge in der Sperlingstraße/im Sandweg in Stuttgart-Süd. 1927/1928 errichtete das Stuttgarter Hochbauamt am Südhang und mit Blick auf den Wald die Siedlung mit fünf parallel angelegten Blocks. Vom „Stuttgarter Zauberberg“ spricht Caesar. PROJEKTE Nachverdichtung in Stuttgart-Freiberg Anstelle eines maroden Parkdecks sollen in Stuttgart-Freiberg 121 Miet- wohnungen und zwei Wohnge- meinschaften für Pflegebedürftige entstehen, zudem eine dreigruppige Kindertagesstätte. 20 Prozent der Woh- nungen werden nach dem Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) geför- dert.

Bauherren des Projekts an der Kreuzung Mönchfeld-/Adalbert-Stifter- Straße sind der Bau- und Heimstätten- verein und die Baugenossenschaft Zuf- fenhausen. Die Pläne stammen von der ARP Architektenpartnerschaft Eckert Manthos Tagwerker Bauhofer, die als Sieger aus einer Mehrfachbeauftra- gung mit acht Teilnehmern hervorging. Lido-Areal in Schwäbisch Gmünd Nanz Endrev Rienth Immobilien er- warb das Lido-Areal in Schwäbisch Gmünd von einer Erbengemein- schaft. Entlang der Königsturm- straße sollen in Kooperation mit der iLive Holding aus Aalen 117 Ei- gentumswohnungen in drei fünf- geschossigen Mehrfamilienhäusern entstehen.

Das Vorhaben wird unter dem Namen „i-Live Lido“ vermark- tet. Den Bewohnern soll unter ande- rem Carsharing angeboten werden. • Fertigstellung Q1/Q2 2018 • noch ca. 1.480 m² Bürofläche, teilbar ab ca. 370 m² • ca. 653 m² Einzelhandelsfläche zur Calwer Straße • direkt am S-Bahnaufgang • ca. 150 m von der Königstraße • Umfeld: Butlers, Bose, Lindt & Sprüngli, Calwer 13, Marc O’Polo, Bree Colliers International Deutschland GmbH Königstraße 5 | 70173 Stuttgart | Tel. +49 711 22733-0 | www.colliers.de | info.stuttgart@colliers.de Bürohaus mit Ladenfläche Quelle: Bau- und Heimstättenverein

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Seite 4 Im Prinzip handelt es sich um schmale Reihenhäuser mit kleinen Zimmern auf drei Etagen und 100 Quadratmetern Wohnfläche. Das oberste der drei Geschosse war als Krankenzimmer ausgelegt mit einer Loggia, die Luft, Licht und Sonne in das Zimmer des Tuberkulosekranken ließ. Doch das Konzept kam nicht an, bald wurden die Gebäude als Ledigenwohnheim genutzt. „Für die damalige Zeit waren die Gebäude sehr fortschrittlich“, urteilt Caesar. Der Denkmalschutz würde sie als so bedeutend wie die Weißenhofsiedlung einstufen. 7 Millionen Euro investierte die SWSG in die Sanierung.

Auch hier wurden unter anderem Bäder vergrößert, die gesamte Haustechnik erneuert, die Fenster ausgetauscht, Dach und Keller abgedichtet, die Haustüren restauriert und die Außenanlagen nach dem historischen Vorbild erneuert. 10,80 Euro bezahlen jetzt die Neumieter, Bestandsmieter nur etwa 8 Euro.

Weißenhofsiedlung: SWSG will wieder kaufen „Die Gespräche laufen wieder“, bestätigt Sidgi mit Blick auf die Weißenhofsiedlung, die als einzige Stutt- garter Bauhaussiedlung dem Bund gehört. Mit der Bima (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) habe sich die SWSG auf Bewertungskriterien geeinigt. Sidgi macht deutlich, dass ein Kauf nur aus Prestige- gründen für die SWSG nicht infrage käme. „Wir wollen die Weißenhofsiedlung nachhaltig bewirt- schaften, das muss sich im Preis niederschlagen“, betont er. n HOCHSCHULEN Immobilien- Marketing-Award Makler, Bauträger, Verwalter und Werbeagenturen sind aufgerufen, sich um den Immobilien-Marketing- Award der HfWU Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen- Geislingen zu bewerben.

Die Preise in den Kategorien „Wohnen“, „Gewer- be“, „Low Budget“ für Kampagnen bis 20 000 Euro und „Online Mar- keting“ werden auf der Messe Expo Real im Oktober vergeben. Einsende- schluss ist der 6. Juli. www.hfwu.de/ de/immobilien-marketing-award/ UNTERNEHMEN Remax Germany mit Sitz in L.-E. Die bislang sechs unabhängigen Re- gionen Remax Deutschland-Nord, Deutschland-Nordost, Deutschland- West, Deutschland-Mitte sowie Deutschland-Südwest und Bayern sind zu einem Unternehmen mit 170 Stand- orten und rund 700 Maklern zusam- mengewachsen. Das mit dem Kauf der übrigen fünf Regionen durch Remax- Deutschland Südwest entstandene Unternehmen firmiert unter dem Na- men Remax Germany.

Kurt Friedl steht dem Unternehmen als Vorsitzender der Geschäftsführung vor, Firmensitz ist Leinfelden-Echterdingen.

Beratung und Verkauf LWS Wohnbauservice GmbH Telefon: 0711-933 411 50 E-Mail: Info@lws-wohnbauservice.de www.lws-wohnbauservice.de LWS WohnbauService exquisites Wohnen mit allen Annehm- lichkeiten einer modernen Infrastruktur und den Vorteilen der begehrten Wohn- lage Killesberg. Zwischen der historischen Weißenhof- siedlung und der Staatlichen Akade- mie der Bildenden Künste Stuttgart ent- steht ein modernes Mehrfamilienhaus: 10 Wohnungen auf insg. ca. 1000 m2 Wohnfläche in hoher ausführungs- qualität.

Gestalterisch wurden die typischen Bau- haus-Stilelemente aufgenommen: Klare Flächen, kubische Formensprache und klassisches Weiß.

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 5 UNTERNEHMEN Apleona übernimmt FM-Mandat Apleona HSG Facility Management übernimmt für die kommenden drei Jahre das Facility-Management an über 100 Standorten des Energie- konzerns EnBW in Baden-Württem- berg, darunter am Multifunktions- standort EnBW-City am Stuttgarter Fasanenhof. PERSONEN Walcher folgt Schönenberger Patrick Walcher leitet seit Jahresbe- ginn die gewerbliche Immobilien- finanzierung der LBBW und folgt damit auf Thorsten Schönenberger, der im Vorjahr zum Vorstand für Im- mobilien und Projektfinanzierung der LBBW bestellt wurde.

Walcher studierte BWL und war zunächst Assistent der Geschäftsführung bei Ellwanger & Geiger. Nach Stationen bei der IBM Unternehmensbera- tung kam er 2000 zur LBBW. Risiko-Rendite-Ranking von Dr. Lübke & Kelber Stuttgart am sichersten, Pforzheim lukrativer Welche Städte weisen für Investitionen in wohnwirtschaftliche Immobilien die attraktivsten Rahmenbedingungen in Baden-Württemberg auf? Wo ist das Standortrisiko am geringsten? Dr. Lübke & Kelber untersuchte zwölf Städte in Baden-Württemberg. In Ulm, Heidelberg und Pforzheim können mit Bestandsimmobilien in den guten Lagen Renditen er- zielt werden, die deutlich über den von Dr.

Lübke & Kelber ermittelten Mindestrenditen liegen, die nach Ansicht des Maklerunternehmens das jeweilige Standortrisiko berücksichtigen. In Tübingen und Konstanz ist das schon nicht mehr der Fall, hier rutscht die Rendite leicht ins Minus, während sie in Ulm 1 Prozent- punkt über der Mindestrendite liegt.

Mittlere Lagen sind rentierlicher als gute Und während in den guten Lagen in Stuttgart die Eigenkapitalrendite gerade mal in etwa die notwendige Mindestrendite erreicht, ist dieser Wert in den mittleren Lagen mit etwa 2,5 Prozentpunkten deutlich positiv. Die guten Lagen, schlussfolgert der Report, seien oftmals schon zu teuer. Das trifft auch auf die anderen untersuchten Städte zu, auch Tübingen ist bei Investments in mittlere Lagen mit etwa 2 Prozent- punkten und Konstanz mit über 2 Prozentpunkten deutlich im Plus. Mit einem positiven Delta von fast 3 Prozentpunkten schneidet Mannheim am besten ab.

Neubauten rechnen sich in Pforzheim und Heilbronn Bei Neubauten schneiden in guten Lagen Mannheim, Pforzheim und Ulm mit einem Plus von zirka 0,7 bis 0,8 Prozentpunkten am besten ab. In Stuttgart und Freiburg werden die empfohlenen Eigenkapi- talrenditen gerade so erreicht. In mittleren Lagen ist die Situation wiederum etwas besser. Heilbronn, Heidelberg und Pforzheim liegen mit einem Renditeüberschuss von etwa 1,7 bis 1,8 Prozentpunkten vorne, Freiburg bildet mit leicht über 1 Prozentpunkt das Schlusslicht. Das ist ein Ergebnis des jetzt vorgestellten Risiko-Rendite-Ranking Baden-Württemberg 2017 der Dr.

Lübke & Kelber GmbH, für das zwölf Städte in Baden-Württemberg untersucht wurden: Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Mannheim, Pforzheim, Reutlingen, Stuttgart, Tübingen und Ulm.

Nachfrage nach Wohnraum am stärksten gewichtet Für die Studie sind Daten zur Bevölkerungsentwicklung, der sozioökonomischen Entwicklung, zum Wohnungsmarkt, der aktuellen Miet- und Kaufpreise sowie der Nachfrage nach Wohnraum einbezo- Foto: LBBW Pforzheim Heilbronn Heidelberg Mannheim Reutlingen Ludwigsburg Stuttgart Karlsruhe Tübingen Ulm Freiburg Konstanz –4 % –2 % 0 % 2 % 4 % Quelle: Destatis, empirica, eigene Darstellung Bestand: Delta zwischen Eigentums- und Mietbelastung (in %-Punkten) BF.direkt AG Berlin · Frankfurt · Stuttgart T +49 (0) 711/22 55 44-100 info@bf-direkt.de www.bf-direkt.de Real Estate Financing One Stop In Pforzheim haben Käufer von Eigentumswohnungen den größten Liquiditätsvorteil

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 6 UNTERNEHMEN E&G verkauft Immobilientöchter Die Bankhaus Ellwanger & Geiger hat im Rahmen eines Management- Buyouts zum Jahresende 2017 ihre Immobilien-Tochtergesellschaften veräußert. Der Erlös soll zum weite- ren Ausbau des Geschäfts mit ver- mögenden Privatkunden verwendet werden. Erwerber der E&G Real Estate und der E&G Private Immobilien sind Mario Caroli, persönlich haftender Gesellschafter von Ellwanger & Gei- ger, und Björn Holzwarth, beide bisher Geschäftsführer der E&G Real Estate. Die E&G Funds & Asset Management übernehmen Caroli und Ralf Schlaut- mann, bisher Geschäftsführer der Gesellschaft.

Die E&G Funds & Asset Management besitzt mit der Tochter- gesellschaft AIF Kapitalverwaltungs- AG seit Oktober 2017 die eigenen aufsichtsrechtlichen Zulassungen als regulierter Investmentmanager für Immobilien, Immobilienbeteiligungen und -kredite. Die E&G Real Estate und E&G Private Immobilien wurden vor zirka zwei beziehungsweise einem Jahr gegründet in der Annahme, für das Maklergeschäft so die bankauf- sichtsrechtlichen Regulatorien ver- meiden zu können. Da dies aufgrund des alleinigen Eigentümers Bankhaus Ellwanger & Geiger nicht möglich war – ebenso wenig wie bei E&G Funds & Asset –, erfolgte in der Kon- sequenz jetzt der Verkauf.

Bestehen bleiben soll die enge Zusammenarbeit zwischen Bankhaus und Immobilien- gesellschaften.

gen worden, wobei die zuletzt genannte Hauptkategorie mit 45 Prozent am stärksten gewichtet wird. Daraus entwickelte Dr. Lübke & Kelber Risikoscores. Aus der Summe des davon abgeleiteten standortabhängigen Risikozuschlags mit dem risikolosen Zinssatz sowie den Kaufnebenkosten wurde eine empfohlene Mindestrendite ermittelt. Orientierung bei Kaufentscheidungen geben „Ziel unserer jährlich stattfindenden Untersuchung ist es, potenziellen Investoren Orientierung für Kauf- entscheidungen zu geben. Die Mindestrendite mit eingepreistem Risiko ist hierfür ein wichtiges Kriterium“, sagt Steffen Wurst, Leiter des Bereichs Residential Investment Stuttgart bei Dr.

Lübke & Kel- ber. Nur wenn die Standortrendite mindestens genauso hoch wie die Mindestrendite sei, könnten Inves- toren davon ausgehen, dass das jeweilige Standortrisiko adäquat eingepreist ist. Hidden Champions in Baden-Württemberg Für die dem Risiko-Rendite-Ranking zugrunde gelegte Investitionsanalyse wurde eine Eigenkapitalquote von 55 Prozentpunkten bei einem auf zehn Jahre fixierten Zins von 1,2 Prozentpunkten für das Fremd- kapital angenommen. Aus der Differenz zwischen der Eigenkapitalrendite und der empfohlenen standortrisikobezogenen Mindestrendite ergibt sich die Rangfolge der attraktivsten Standorte für Wohnimmobilieninvestments in Baden-Württemberg.

„Je größer die Differenz, desto lukrativere Investmentchancen bieten sich. Die Städte, die in diesem Vergleich am besten abschneiden und also die lukrativsten Opportunitäten darstellen, sind unsere ‚Hidden Champions‘“, erklärt Wurst. Unter Einsatz einer nach Ansicht von Dr. Lübke & Kelber ausgewogenen und langfristig gesicherten Fi- nanzierung bieten Ulm, Heidelberg und Pforzheim bei Bestands- sowie Mannheim, Pforzheim und Ulm bei Neubauimmobilien erzielbare Eigenkapitalrenditen, die deutlich über der empfohlenen Mindestrendite liegen. In Teillagen in Stuttgart, Tübingen und Konstanz dagegen würden die Mindestrenditen nicht mehr in Gänze oder gar nicht erzielt.

„In den guten Lagen trifft ein sehr knappes Angebot auf eine besonders hohe Nachfrage, die Preise steigen und in der Folge sinken die Renditen“, erläutert Wurst. „Anders verhält es sich in den mittleren Lagen. Dort lässt sich in allen untersuchten Städten mehr als die Mindestrendite erwirtschaften.“ Niedrigstes Risiko in Stuttgart, Freiburg und Ulm Stuttgart, Freiburg und Ulm sind die risikoärmsten Städte in diesem Vergleich. Dr. Lübke & Kelber ermit- telte für die drei Städte Risikozuschläge von jeweils 0,3 Prozentpunkten für Stuttgart, 0,5 Prozentpunk- ten für Freiburg und 0,6 Prozentpunkten für Ulm.

Das höchste Wohninvestmentrisiko besteht in Pforzheim und Reutlingen. Der Risikozuschlag beträgt für beide Städte 1 Prozentpunkt. Für Ludwigs- burg und Heidelberg wurde ein Zuschlag von 0,6 Prozentpunkten ermittelt, für Karlsruhe und Heilbronn von 0,7 Prozentpunkten, für Tübingen und Mannheim von 0,8 Prozentpunkten und für Konstanz von 0,9 Prozentpunkten.

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 7 DEALS Alte Bahndirektion verkauft W2 Development und Competo haben die Alte Bahndirektion beim Stuttgarter Hauptbahnhof an die P+B-Gruppe aus St. Augustin ver- kauft. Erst Mitte 2016 hatten die Joint-Venture-Partner die Immo- bilie von CA Immo erworben, die 2007 die einstige Bahntochter Vi- vico Real Estate mitsamt der Alten Bahndirektion übernommen hat.

Vor einigen Jahren war die Immobi- lie für zirka 30 Millionen am Markt, wir gehen daher davon aus, dass W2 und Competo etwa 40 Millio- nen Euro bezahlt haben – für über 100 Millionen Euro wurde sie jetzt wieder verkauft. Das 13 400 m2 große Grundstück, auf dem nur noch der denkmalgeschützte Kopf- bau des Direktionsgebäudes sowie ein Betriebsgebäude stehen, wird voraussichtlich bis Anfang 2020 von der Deutschen Bahn im Zusam- menhang mit den Bauarbeiten für Stuttgart 21 genutzt, dann soll es zurückgegeben werden. Für das Areal und arrondierende Flächen entlang der Jäger- und Kriegs- bergstraße wird aktuell ein neuer Bebauungsplan gefertigt und wei- terhin federführend von W2 Deve- lopment betreut.

Zudem wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt ein städtebaulicher Ideenwettbewerb ausgelobt, dessen Ergebnisse nächs- ten Monat vorliegen sollen. Für die Alte Bahndirektion sei eine Büro-, Hotel- oder Wohnnutzung möglich. „Auch wenn in Pforzheim und Reutlingen um 0,7 Prozentpunkte höhere Risikozuschläge anzusetzen sind als beim Spitzenreiter Stuttgart, bleibt festzustellen, dass auch die am risikoreichsten bewerteten Städte in Baden-Württemberg im Bundesdurchschnitt ein vergleichsweise geringes Risiko aufwei- sen“, erläutert Wurst. Übertragen auf das Rating von Wertpapieren vergibt Dr. Lübke & Kelber für alle zwölf untersuchten Städte ein Rating von A+ oder A++.

Mieten oder finanzieren: Was ist vorteilhafter? Im Bestandssegment bietet sich in sechs der zwölf untersuchten Städte für Haushalte Wohneigentumsbil- dung an. Insbesondere in Pforzheim führt der Erwerb, also die Finanzierung einer Eigentumswoh- nung inklusive Bewirtschaftung, Verwaltung und Instandhaltung, zu einer um 2 Prozentpunkte niedrigeren durchschnittlichen Haushaltsbelastung als eine vergleichbare Bruttomietbelastung. In geringerem Maße trifft dies auch auf Heilbronn, Heidelberg und Mannheim zu. In Reutlingen und Ludwigsburg fällt die Entscheidung für den Eigentumserwerb sehr knapp aus.

„Unter anderem in den Städten Konstanz und Freiburg ist die Differenz negativ. Hier bringt der Kauf einer Wohnung bei Vollfinanzierung gegenüber der Anmietung keine laufenden Liquiditätsvorteile“, erläutert Wurst. In Stuttgart sieht das Ranking die Mietbelastung nur minimalst niedriger. Wobei die Studie lediglich auf die Liquiditätsvor- oder -nachteile abstellt und Aspekte wie Vermögensbildung, Wertsteige- rung und Mietpreisanstieg außen vor lässt.

Neubausegment: Mieten ist überall preiswerter Im Neubausegment gilt für alle zwölf Städte, dass die Anmietung einer Wohnung kostenschonender als die Finanzierung ist. Vor allem in Stuttgart beträgt die Haushaltsbelastung einer Mietwohnung durchschnittlich 10 Prozentpunkte weniger als bei Eigentumsbildung. Am niedrigsten ist das Delta in Heilbronn mit zirka 2,5 Prozent. „Ich schlage die Brücke. Zwischen Arbeit und Freizeit“, Jozo Ilic, Flugfeld-Bewohner der ersten Stunde.

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Lübke & Kelber Wo lohnen sich Investments am meisten? Dr. Lübke & Kelber will Orientierung geben

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018

Seite 8 DEALS Hanse Merkur investiert auf Flugfeld Die Böblinger Baugesellschaft veräußerte das BBG Office Center an die Hanse Merkur Grundver- mögen, die es in ihren offenen Spezialfonds „HMG Grundwerte Deutschland Südwest“ einbringt. Die Anfang 2017 auf dem Flugfeld Böblingen/Sindelfingen fertigge- stellte Büroimmobilie hat 7400 m2 Mietfläche und ist aktuell voll ver- mietet. Aurelis erwirbt in Untertürkheim Von GE Power erwarb Aurelis Real Estate in Stuttgart-Untertürkheim die Augsburger Straße 712, be- baut mit vier Gebäuden. Die Miet- fläche beträgt 17 400 m2 und ist laut Aurelis für Büro, Produktion, Lager und Technik geeignet.

Auf der Hälfte der Fläche verbleibt GE Power als Mieter. Aurelis plant, das viergeschossige Hauptver- waltungsgebäude, das über eine Kantine verfügt, für eine Multi- Tenant-Nutzung umzubauen. Die noch freien Büroflächen von insge- samt 6400 m2 sollen flexibel auf- geteilt, nutzerspezifisch ausgebaut und langfristig vermietet werden. Cushman & Wakefield vermittelte für den Verkäufer. Käufer sind in der Landeshauptstadt mit dem 11-Fachen durchschnittlichen verfügbaren Haushaltsjahres- einkommen für Kaufpreis plus Nebenkosten am stärksten belastet. In Heilbronn, Reutlingen und Pforz- heim ist hier der Faktor am niedrigsten.

Günstiges Umfeld für Wohninvestments in Baden-Württemberg „Die Preisentwicklung der vergangenen Jahre hat zu einem differenzierten Wohnungsmarkt geführt. Die Region Stuttgart, insbesondere auch mit den angrenzenden Städten Böblingen, Esslingen, Sindelfingen, Waiblingen und Ludwigsburg, ist weiterhin das Zugpferd bei Wohninvestments in Baden-Württemberg – aber die B-Städte holen teilweise erheblich auf“, weiß Wurst. Mittlere Lagen noch überall attraktiv Vor dem Hintergrund einer langfristig gesicherten Zinsvereinbarung verbunden mit einer angemessen hohen Tilgungsrate würden alle analysierten Städte in Baden-Württemberg in den mittleren Lagen at- traktive Wohninvestmentmöglichkeiten bieten.

„In den guten Lagen sind nur teilweise Eigenkapital- renditen möglich, die über die von uns empfohlene Mindestrendite hinausgehen. Insbesondere die Städte Stuttgart, Tübingen und Konstanz fallen gegenüber den ‚Hidden Champions‘ stark zurück“, meint Wurst. n „Das Risiko-Rendite-Ranking Wohninvestments in Baden-Württemberg 2017“ mit ergänzenden Informationen zu den Wohnungsmärkten ist auf der Homepage des Immobilienbrief Stuttgart eingestellt unter www.immobilienverlag-stuttgart.de/reports/wohnen. Manchmal braucht es Fantasie ... ... damit eine Idee Wirklichkeit wird.

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 9 PERSONEN Panzer übergibt an Fickler Stabwechsel bei der Wohninvest in Fellbach: Nach über zwölf Jahren übergibt Harald Panzer die Funk- tion des Allein-Geschäftsführers zum 19. Februar an Bernd Fickler. Panzer ist Gründer der Wohninvest und baute sie zum Immobilienun- ternehmen mit rund 75 Mitarbeitern, einem Jahresumsatz von zuletzt über 200 Millionen Euro und einem Im- mobilienvermögen von über 450 Mil- lionen Euro auf. Panzer bleibt pa- ritätischer Gesellschafter und will sich künftig auf die strategische Weiterentwicklung der Wohninvest fokussieren und sie insbesondere beim Objektankauf beraten.

Der Dip- lom-Sparkassenbetriebswirt Fick- ler startete seine Karriere bei der KSK Waiblingen, war ab 2001 Vor- standsvorsitzender der Sparkasse Niederlausitz und der Kreissparkasse Groß-Gerau. 2012 kehrte er als Vor- standsvorsitzender zur KSK Waiblin- gen zurück und hatte dieses Amt bis 2017 inne. Mit dem Wechsel zur Wohninvest habe er sich bewusst für eine andere Aufgabe in einem „unglaublich spannenden Unterneh- men“ entschieden. Panzer begründet die Berufung von Fickler auch damit, dass dieser eine größere Erfahrung in der Führung von komplexen Un- ternehmen hätte, die Wohninvest solle weiter wachsen.

Zudem wer- de finanztechnisches Wissen immer wichtiger. Der Übergang sei von lan- ger Hand vorbereitet worden, auch durch die Installation eines Beirats. Eigentumswohnungen in Stuttgart 24 Prozent Preisanstieg bis 2020? Es ist wie immer: Während die einen Auguren in Stuttgart einen hohen Preisanstieg prognosti- zieren, konstatieren die anderen ein abflachendes Preiswachstum. Einigkeit herrscht zumindest in einem Punkt: Es fehlen Wohnungen.

Bis 2020 werden die Preise für Wohneigentum in Stuttgart um 24 Prozent steigen, prognostiziert das Portal Immowelt. Von 3630 Euro im Jahr 2017 auf dann 4490 Euro soll sich eine Eigentumswohnung ver- teuern. „Das liegt vor allem daran, dass der Zuzug in die Ballungsräume weiter zunimmt und sich somit die Nachfrage nach Wohnraum stetig erhöht“, sagt Ulrich Gros, Finanzvorstand von Immowelt. In Nürnberg und Hannover stärkerer prozentualer Anstieg Das Immowelt-Kaufpreis-Ranking betrachtet die 14 größten deutschen Städte und erwartet einen An- stieg von 22 Prozent im Mittel. Der stärkste Zuwachs wird in München erwartet, um 28 Prozent auf dann 8390 Euro.

In Dortmund wird der geringste Anstieg prognostiziert, um 6 Prozent auf 1420 Euro. Stärker als in Stuttgart soll der Zuwachs noch in Nürnberg sein mit einem Plus von 26 Prozent auf 3400 Euro und in Hannover mit 25 Prozent auf 2720 Euro. In Berlin sollen die Preise um ebenfalls 24 Prozent zulegen, von 3460 Euro auf 4300 Euro.

Berechnungsgrundlage: Datenbasis für die Berechnung der Immowelt-Kaufpreis-Prognose waren 1.010.000 auf immowelt.de inserierte Angebote. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise. Die Preise geben jeweils den Median der zwischen 2010 und 2017 angebotenen Wohnungen wieder. Der Median ist der mittlere Wert der Angebotspreise. 6% 7% 13% 14% 21% 22% 22% 22% 22% 23% 24% 24% 25% 26% 28% 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% Dortmund Essen Leipzig Dresden Düsseldorf Bremen Köln Frankfurt am Main Deutschland Hamburg Stuttgart Berlin Hannover Nürnberg München Immowelt-Kaufpreis-Prognose Entwicklung der Quadratmeterpreise von Eigentumswohnungen von 2017 bis2020 WEIL RAUM IMMER KNAPPER WIRD.

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STUTTGART - Immobilienbrief - Liebe Leser !

Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 10 PERSONEN IBA-Intendant in Zürich gefunden Der Schweizer Architekt Andreas Hofer wurde von dem Aufsichtsrat der Internationalen Bauausstel- lung 2027 Stadt-Region Stuttgart zum Intendanten der IBA 2027 berufen. Der 1962 geborene Ar- chitekt aus Zürich sei ein ausge- wiesener Experte für neuartige Planungsstrategien und partizi- pative Prozesse, insbesondere im Wohnungs- und Siedlungsbau. Aus seiner bisherigen Arbeit als Partner des Planungs- und Archi- tekturbüros Archipel würde er über umfassende Erfahrungen in Archi- tektur und im Städtebau sowie in Fragen der Urbanität und Stadt- kultur verfügen.

Durch Tätigkeiten für das Hochbaudepartement der Stadt Zürich sei er zudem vertraut mit den Prozessen kommunaler Politik und Verwaltung. Steigender Leitzins bedeutet flacherer Preisanstieg Immowelt hat die Entwicklung der Bevölkerung ebenso berücksichtigt wie Verbraucherpreisindex und Bau- preisindex. Unterstellt wurde ein durchschnittlicher Darlehenszinssatz von 1,68 Prozent sowie eine Nullzins- politik der EZB. Sollte der Leitzins steigen, würde sich der Preisanstieg verlangsamen und bis 2020 in Stuttgart bei 18 statt 24 Prozent liegen. Eine Eigentumswohnung würde dann „nur“ 4280 Euro kosten.

Der Ausgangswert 3630 Euro wurde auf der Basis der bei Immowelt geschalteten Anzeigen errechnet. JLL sieht geringe Preissteigerung in Stuttgart Einen lediglich moderaten Aufwärtstrend erwartet JLL. Dieser werde sich trotz der leichten Ausweitung des Angebots fortsetzen. Nach den Untersuchungen von JLL stiegen die Kaufpreise von Mitte 2016 bis Mitte 2017 in Stuttgart nur um 0,5 Prozent auf 4070 Euro, das sei der geringste Anstieg unter den acht untersuchten Großstädten – außer Stuttgart noch Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig und München – gewesen. Zur Jahresmitte 2004 wäre der Angebotspreis in Stuttgart bei 2200 Euro gewesen, der Zuwachs bis Mitte 2017 beträgt im Durchschnitt 4,6 Prozent.

Laut JLL stiegen die Angebotspreise in Köln mit plus 11,1 Prozent auf 3480 Euro und in Frankfurt mit 10,7 Prozent auf 4830 Euro am stärksten. Gemittelt über die acht Städte würde die jährliche Zuwachsrate bei 4,6 Prozent liegen. Stiegen die Mieten stärker oder die Preise? Entgegen dem Trend der acht Städte stiegen in Stuttgart laut JLL die Mieten stärker als die Preise: Ein Plus von 4,7 Prozent auf 13,70 Euro. Allerdings seien in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 die Mieten in Stuttgart noch um 8 Prozent gestiegen. Beim Mietpreiswachstum auf Jahressicht liegt Stuttgart auf Rang drei nach Berlin mit 9,1 Prozent und München mit 5 Prozent.

„Die kräftigsten Mietpreisanstiege haben sich in diesem Halbjahr weg von den teuersten Lagen der Innen- stadtbezirke in die bisher eher mittel- bis niedrigpreisigen Lagen, etwa Bad Cannstatt und Zuffenhausen im Norden, verschoben. Betroffen waren aber auch die gefragten Lagen der Filderebene im Süden. Die Ausweichbewegung der Mietsuchenden in preiswertere Lagen unterstreicht zwar die hohe Wert- schätzung für das urbane Wohnen innerhalb der Stadtgrenzen, allerdings nicht zu jedem Mietpreis. Es bleibt abzuwarten, ob dies in Stuttgart den Beginn schwächerer Wachstumsraten darstellt“, meint Sebastian Grimm, Teamleiter Residential Valuation Advisory bei JLL.

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Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 11 TERMINE Landeskongress Architektur und Stadtentwicklung Die Architektenkammer Baden- Württemberg lädt am 1.

März zu „Archikon – Landeskongress für Architektur und Stadtentwicklung“ in die Messe Stuttgart ein. Ziel sei es, Vertreter aus Architektur, Stadtplanung und Landschafts- architektur mit Entscheidern aus Kommunen und Wirtschaft zusam- menzubringen. Schwerpunktthema der Veranstaltung ist „Nachhal- tigkeit“, rund 60 Referenten wer- den erwartet. Zudem gibt es eine Ausstellung „Nachhaltigkeit und Innovation“, bei der Unternehmen Lösungen und Produkte zeigen. www.akbw.de/archikon2018.de Vortrag: Neues EU-Datenschutzrecht Immoebs, RICS und CMS Deutsch- land laden am 26. Februar ab 17.30 Uhr gemeinsam zu einer Vortragsveranstaltung zum neu- en EU-Datenschutzrecht ein, das auch für die Immobilienwirtschaft wesentliche Änderungen und Neu- erungen mit sich bringt.

Die Ver- anstaltung findet in den Räumen von CMS in der Schöttlestraße 8 in Stuttgart statt. Anmeldung an veranstaltungen@cms-hs-com. „Angesichts der steigenden Einwohner- und Haushaltszahlen ist in Stuttgart auch weiterhin mit einem weiteren Anstieg des Wohnraumbedarfs zu rechnen“, glaubt Stephan Kippes, Geschäftsführer des IVD-Marktforschungsinstituts. Seit Jahren würden die Fertigstellungszahlen unter dem Bedarf liegen, was sich in kontinuierlich steigenden Kaufpreisen und Mieten widerspiegeln würde. „Insbesondere im unteren und mittleren Preissegment ist der Nachfragedruck sehr hoch“, konstatiert Kippes.

Hier gebe es kaum Neu- bau. Eine Eigentumswohnung mit gutem Wohnwert habe sich innerhalb eines halben Jahres um 3,8 Prozent auf 4150 Euro verteuert.

Deutsche Bank erwartet kräftig steigende Mieten und Preise „Angesichts des wohl weiter boomenden Stuttgarter Arbeitsmarktes ist mit einer höheren Nachfrage zu rechnen und Preise und Mieten dürften in den kommenden Jahren erneut kräftig zulegen“, meint Deutsche Bank Research. Das Angebot hingegen dürfte auch langfristig begrenzt bleiben. n ELLWANGER & GEIGER Real Estate GmbH Börsenplatz 1, 70174 Stuttgart Telefon 0711 2148-300 Herzog-Rudolf-Straße 1, 80539 München Telefon 089 179594-0 gewerbeimmobilien@ellwanger-geiger.de www.ellwanger-geiger.de BEI GEWERBLICHEN IMMOBILIEN ZÄHLT VOR ALLEM DIE ERFAHRUNG.

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H2 2017-H1 2004: +5,1 % p.a. H2 2017-H1 2004: +5,2 % p.a. H2 2017-H1 2004: +5,7 % p.a. Quelle: JLL Foto: Steche

Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 12 TERMINE Workshop Mimikresonanz Der Verein Frauen in der Immobilien- wirtschaft veranstaltet am 21. Feb- ruar um 19 Uhr im Stuttgarter Hos- pitalhof den Vortrag mit Workshop „Mimikresonanz – der Schlüssel zum Gegenüber“. Referentin ist Nicole Grün. Teilnehmerinnen bezahlen 20Euro,Anmeldunganm.irlbacher@ stuttgart.immofrauen.de. Wirtschaftsfrühstück Schriftformheilung „Mietverträge in Gefahr – BGH kippt Schriftformheilung“ lautet das The- ma des Wirtschaftsfrühstücks, zu dem CMS Deutschland am 7. Feb- ruar von 8.30 bis 10 Uhr einlädt.

wirtschaftsfruehstueck-stuttgart@ cms-hs.com Projektentwicklertag Heilbronn Am 2. März findet in den Räumen der Kreissparkasse Heilbronn der „7. Projektentwicklertag im Wirt- schaftsraum Heilbronn“ statt. In- formationen und Anmeldung unter www.wfghn-de/pe-tag.

Epple vergibt Nachwuchsarchitektenpreis Ideen für nachhaltigen und preiswerten Wohnraum Das Projekt Villengärten am Relenberg in Stuttgart-Nord ist längst fertiggestellt. Der Bauherr, das Heidelberger Immobilienunternehmen Epple, hat das Grundstück in prominenter Lage aber dennoch – oder besser gesagt: gerade deswegen – für einen ungewöhnlichen Architektenwett- bewerb ausgewählt. Er hätte auch eine teure Gala feiern können, meinte Unternehmensgründer und Geschäftsführer Andreas Epple. Doch ein Wettbewerb zur Förderung des architektonischen Nachwuchses und zur Gewinnung neuer Erkenntnisse sei ihm lieber gewesen.

Und um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, mit so einem Wettbewerb Architektenhonorare sparen zu wollen, nahm Epple nicht ein unbebautes, sondern ein be- reits entwickeltes Grundstück.

30 000 Euro für junge Architekten statt Jubiläumsgala „Ideen zur Schaffung von nachhaltigem und preiswertem Wohnraum“ lautete das Thema des Wettbewerbs, der sich an junge Absolventen von Architekturstudiengängen richtete, die noch nicht in die Architektenrolle eingetragen sein durften und somit über weniger als drei Jahre Berufserfahrung ver- fügten. Dotiert hat Epple den Preis mit stolzen 30 000 Euro, hinzu kommen die Kosten für die Jury und die Abwicklung des Wettbewerbs.

wohninvest-academy.de learn and study Das Preisträgertrio aus Karlsruhe erläutert Wolfgang Riehle und Andreas Epple den Siegentwurf Foto: Steche Foto: KSK Heilbronn

Immobilienbrief STUTTGART Ausgabe 230 30.01.2018 Seite 13 Impressum ISSN 1866-1289 Herausgeber: Frank Peter Unterreiner redaktion@ immobilienverlag-stuttgart.de Verlagsleitung: Stefan Unterreiner verlag@ immobilienverlag-stuttgart.de Immobilienverlag Stuttgart GbR Frank Peter Unterreiner & Stefan Unterreiner Urbanstraße 133 D-73730 Esslingen Telefon 0049/711/3 51 09 10 Telefax 0049/711/3 51 09 13 immobilienverlag-stuttgart.de immobilienbrief-stuttgart.de Der Immobilienbrief Stuttgart darf zu Informationszwecken kostenlos beliebig ausgedruckt, elektronisch verteilt und auf die eigene Homepage gestellt werden; bei Verwendung ein- zelner Artikel oder Auszüge auf der Homepage oder in Presse- spiegeln ist stets die Quelle zu nennen.

Der Verlag behält sich das Recht vor, in Einzelfällen die- se generelle Erlaubnis zu ver- sagen. Eine Verlinkung auf die Homepages des Immobilienver- lag Stuttgart sowie ein auch nur auszugsweiser Nachdruck oder eine andere gewerbliche Ver- wendung des Immobilienbrief Stuttgart bedarf der schriftlichen Genehmigung des Verlags. Alle früheren Ausgaben des Immobilienbrief Stuttgart, die Mediadaten sowie grundsätz- liche Informationen befinden sich im Internet unter www. immobilienbrief-stuttgart.de. Gastbeiträge geben die Mei- nung des Autors und nicht unbedingt die der Redaktion wieder.

Immobilienbrief STUTTGART Querdenken wurde vom Nachwuchs verlangt „Querzudenken und sich nicht an alles zu halten, was die Alten schon zu Papier gebracht ha- ben“, sei die Aufgabe gewesen, formuliert es Wolfgang Riehle, Juryvorsitzender und Ehrenpräsident der Architektenkammer Baden-Württemberg. „Einen solchen Wettbewerb unter den Jüngsten unseres Berufs- standes auszuloben, ist ein Ausdruck von Generosität und Weitblick“, ergänzt er. Erster Platz für den Großstadtdschungel Der mit 12 000 Euro dotierte erste Preis ging an die Karlsruher Arbeitsgemeinschaft der Jung-Architekten Lisa Bruch, Florian Albert und Nadja Rothe.

Das Trio hat sich nach eigenen Angaben „einige Nächte um die Ohren geschlagen“, bis der Entwurf ausgetüftelt war. Nach heftigen Diskussionen entschieden sich die drei, auf dem innerstädtischen Plangrundstück fünf sehr dicht aneinander gerückte und im Schnitt elf- stöckige Gebäudeblöcke nebeneinander zu setzen.

„Mit Leidenschaft“, lobte die Jury, habe das Trio dann das selbst gewählte Motto „Großstadtdschungel“ an den Gebäuden durchdekliniert und viele und deshalb sehr preiswerte Wohnungen entworfen, begrünte Fassaden, Brücken zwischen den Gebäuden, Loggien zum Winken in die Nachbarschaft, Kommuni- kationsräume für jeden Zweck auf dem siebten und achten Stockwerk sowie Schwimmbad, Volleyballplatz, Flaniergarten, Schrebergartensiedlung und Bio-Bauernhof jeweils auf den großen Flachdächern. Zweiter Platz für Regal mit Wohncontainer Der zweite Preis, immerhin noch mit 8000 Euro dotiert, ging an den Freiburger Nachwuchsarchitekten Hannes Siefert.

Er stellt auf das Plangrundstück ein riesiges Regallager, in das mit Kränen individuelle Wohncontainer eingeschoben werden. Die Skelettkonstruktion, so seine Idee, stellt der Bauträger bereit. Die Bewohner mieten innerhalb dieser Primärstruktur sogenannte Slots, in die sie ihre Wohn- container einstellen. Die Wohncontainer werden von den Bewohnern selbst geplant und finanziert und können bei einem Umzug mitgenommen werden. Die Primärstruktur könnte auch genossenschaftlich ge- baut und verwaltet werden. Die restlichen Wettbewerbsgelder wurden für eine Anerkennung an Julia Keinarth-Uhland aus Stuttgart und an weitere Teilnehmer ausgeschüttet.

„Wir müssen die Stadt neu interpretieren“ „Genau solche Ideen wollten wir haben“, freut sich Epple. „Wir müssen die Stadt neu interpretieren und die Themen ‚Auto‘, ‚Immer mehr Menschen in der Stadt’ und ‚Klima’ werden große Themen der Zukunft sein“. Die Preisverleihung sei zugleich eine Fortbildungsveranstaltung für Nachwuchsarchitekten gewesen. n Der Entwurf „Großstadtdschungel“ gewann den Wettbewerb Foto: EPPLE

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