PROGRAMM KONGRESS-PK_HERBSTTAGUNG 2017 B_MIT SANNER_F_KORR

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Ihr Kontakt für Rückfragen: Am 10. und 11.11.2017 vor Ort in Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Mannheim: Julia Hommrich, Stephanie Priester Congress Center Rosengarten Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart Foyer Johann Wenzel Stamitz, Ebene 2 Telefon: 0711 8931-423/605 Telefon: 0621 4106 5024 Telefax: 0711 8931-167 Telefax: 0621 4106 5925 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org www.herbsttagung-ddg.de Kongress-Pressekonferenz 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Motto: „Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln“ Termin: Freitag, 10.

November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr Ort: Raum Johann Wenzel Stamitz, Ebene 2 Anschrift: Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim Themen und Referenten: Highlights der Diabetes Herbsttagung und des Hypertonie-Kongresses Professor Dr. med. Monika Kellerer Tagungspräsidentin Diabetes Herbsttagung 2017, Vizepräsidentin der DDG, Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin I (Diabetologie, Endokrinologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin) Marienhospital Stuttgart Professor Dr. med. Martin Hausberg Kongresspräsident des 41.

Wissenschaftlichen Kongresses der DHL® , ehemaliger Vorstandsvorsitzender der DHL® , Direktor der Medizinischen Klinik I für Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie und Pneumologie des Städtischen Klinikums Karlsruhe Zielblutdruck nach SPRINT: Empfehlungen für Bluthochdruckpatienten mit und ohne Diabetes Professor Dr. med. Bernhard Krämer Kongresspräsident des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der DHL® , Vorstandsvorsitzender der DHL® , Direktor V. Medizinische Klinik, Lehrstuhl für Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie, Universitätsklinikum Mannheim, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg DDG fordert von der neuen Koalition „Bundesbeauftragten für Diabetes, Adipositas und Prävention“ Professor Dr.

med. Baptist Gallwitz Mediensprecher der DDG, Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen Diabetes und Schwangerschaft – Gestationsdiabetes vermeiden und früh erkennen; werdende Mütter mit Diabetes Typ 1 durch die Schwangerschaft begleiten Dr. med. Helmut Kleinwechter Diabetologikum Kiel, Diabetes-Schwerpunktpraxis und Schulungszentrum Kiel Während der Schwangerschaft Diabetes Typ 1 entdeckt – Erfahrung einer Betroffenen Dr. med. Daniela Renz Automatische Blutdruckmessung im Alltag – aber richtig! Professor Dr. med. Bernd Sanner Vorstandsmitglied der DHL® , Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Medizinischen Klinik mit Kardiologie, Lungenheilkunde und Schlafmedizin, Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal Moderation: Anne-Katrin Döbler, Pressestelle, Stuttgart

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Ihr Kontakt für Rückfragen: Am 10. und 11.11.2017 vor Ort in Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Mannheim: Julia Hommrich, Stephanie Priester Congress Center Rosengarten Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart Foyer Johann Wenzel Stamitz, Ebene 2 Telefon: 0711 8931-423/605 Telefon: 0621 4106 5024 Telefax: 0711 8931-167 Telefax: 0621 4106 5925 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org www.herbsttagung-ddg.de Kongress-Pressekonferenz 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Motto: „Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln“ Termin: Freitag, 10.

November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr Ort: Raum Johann Wenzel Stamitz, Ebene 2 Anschrift: Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim Inhalt: Pressemitteilungen Redemanuskripte Zahlen und Fakten zu Diabetes mellitus und der Fachgesellschaft DDG Porträt der Deutschen Hochdruckliga e. V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Lebensläufe der Referenten Bestellformular für Fotos

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Pressemitteilung 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® 10. bis 11. November 2017, Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln Mannheim, 10. November 2017 – In Deutschland leiden mehr als sechs Millionen Menschen an Diabetes mellitus und 20 bis 30 Millionen Bundesbürger haben Bluthochdruck. Die beiden Volkskrankheiten fördern sich gegenseitig und haben viel gemeinsam: Sie verursachen lange Zeit keine Beschwerden, weisen daher eine hohe Dunkelziffer an Betroffenen auf, schädigen die inneren Organe und sind hohe Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Da Diabetes mellitus und Bluthochdruck derart eng miteinander verbunden sind, diskutieren die Teilnehmer der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga DHL® aktuelle Themen, neue Fragestellungen und wissenschaftliche Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung. Sie findet vom 10. bis 11. November 2017 im Congress Center Rosengarten in Mannheim statt. „Der Schulterschluss unser beiden Fachgesellschaften ist ein Novum: Die interdisziplinäre Zusammenarbeit soll eine effektivere Bekämpfung der Volkskrankheiten Diabetes mellitus und Bluthochdruck ermöglichen“, sagt Prof.

Dr. med. Monika Kellerer, Tagungspräsidentin der Diabetes Herbsttagung und Ärztliche Direktorin am Marienhospital Stuttgart. „Daher haben wir viele Veranstaltungen zu gemeinsamen Aspekten wie Diabetes und Gefäßerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck und Nierenerkrankungen, Prävention oder Adhärenz konzipiert“, erläutert Prof. Dr. med. Martin Hausberg, Kongresspräsident des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der DHL® und Direktor der Medizinischen Klinik I des Städtischen Klinikums Karlsruhe. Prof. Dr. med. Bernhard Krämer, ebenfalls Kongresspräsident und Direktor der V. Medizinischen Klinik des Universitätsklinikums Mannheim, ergänzt: „Außerdem werden wir unter anderem auch soziale und gesundheitspolitische Aspekte beider chronischen Erkrankungen und die Digitalisierung in der Medizin diskutieren.“

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In Vorträgen, Workshops und Symposien bieten die Herbsttagung der DDG und der Wissenschaftliche Kongress der DHL Ärzten, Wissenschaftlern, Diabetesberatern, Ernährungsberatern und anderen Berufsgruppen ein breites Themenspektrum von der experimentellen Forschung bis hin zur klinischen Praxis. Die Diabetes Herbsttagung übersetzt die neuesten Erkenntnisse aus der Diabetesforschung in die Praxis. Der Hypertonie-Kongress ist die wissenschaftliche Jahrestagung der Deutschen Hochdruckliga und findet jährlich unter einem wechselnden Leitthema statt. An den zwei Veranstaltungstagen im November treffen sich etwa 4.000 Ärzte und Mitglieder der Behandlungsteams zur fachlichen Weiterbildung.

*** Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. *** Ihr Kontakt für Rückfragen: Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Julia Hommrich, Stephanie Priester PF 30 11 20 70451 Stuttgart Tel.: +49 711 8931-423/605 Fax: +49 711 8931-167 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org

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Pressemitteilung 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® 10. bis 11. November 2017, Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim „Empfehlungen 2017“: Deutsche Hochdruckliga schlägt eine moderate Absenkung der Zielwerte vor Mannheim, 10.

November 2017 – In Deutschland sind 20 bis 30 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention schlägt knapp zwei Jahre nach Erscheinen der amerikanischen SPRINT-Studie aufgrund der aktuellen Datenlage eine moderate Absenkung der Zielwerte vor und betont die Notwendigkeit von exakten Messungen. Die „Empfehlungen 2017“ der DHL® zu Blutdruckmessung und Zielblutdruck wurden im September in der Deutschen Medizinischen Wochenschrift (2017; 142: 1– 2) veröffentlicht.

Die amerikanische SPRINT-Studie hatte 2015 ergeben, dass eine intensive Blutdrucksenkung auf einen oberen systolischen Zielwert von unter 120 mmHg Menschen mit Bluthochdruck besser vor Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzschwäche und Herz-Kreislauf-Tod schützt als der bisher bevorzugte Zielwert von unter 140 mmHg. Diese Studienergebnisse gelten aber nur für bestimmte Patienten: für Menschen mit hohem kardiovaskulärem Risiko, aber ohne Diabetes mellitus, nicht nach einem Schlaganfall oder bei orthostatischer Hypotonie, also wenn der obere Blutdruckwert im Stehen plötzlich abfällt. Patienten mit diesen Erkrankungen waren aus der SPRINT-Studie explizit ausgeschlossen.

Die Fachgesellschaften in Kanada, Australien und Österreich sowie die ISH (International Society of Hypertension) empfehlen seit der Publikation der SPRINT- Daten eine intensivere Blutdrucksenkung, auch wenn dies häufig den Einsatz zusätzlicher Medikamente erforderlich macht. Die Task Force Wissenschaftliche Stellungnahmen und Leitlinien der DHL® hat sich in ihrer aktuellen Stellungnahme diesen Empfehlungen nicht vollständig angeschlossen. „Aufgrund der erweiterten

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Datenlage nach SPRINT sowie darauf bezogener Publikationen und Metaanalysen empfehlen wir weiterhin einen generellen Zielwert von unter 140/90 mmHg“, sagt Professor Dr.

med. Bernhard Krämer, DHL® -Vorstandsvorsitzender und Mitglied der Task Force. In Deutschland werde der moderate Zielblutdruck von 140/90 mmHg derzeit bei weniger als 60 Prozent der Patienten erreicht. „Wichtigstes Behandlungsziel für alle Ärzte muss daher sein, dass dieses Blutdruckziel erreicht wird“, fordert der Experte.

Nur bei den kardiovaskulären Risikopatienten analog zu SPRINT solle ein Wert von unter 135/85 mmHg angestrebt werden, so die „Empfehlungen 2017“. Dies gilt damit für Patienten mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen, außer Schlaganfall, im Alter von 75 Jahren oder älter, mit chronischer Nierenkrankheit CKD 3 und einem hohen vaskulären Gefäßrisiko (≥ 15 Prozent nach Framingham Risk Score). „Eine intensivere Blutdrucksenkung geht mit mehr Nebenwirkungen einher“, erläutert Professor Krämer. „Sie erfordert daher regelmäßige Labortests zu Nierenfunktion und Elektrolyten.“ Die aktuelle Stellungnahme der Deutschen Hochdruckliga thematisiert auch die Blutdruckmessung.

In der SPRINT-Studie kam eine unkonventionelle Art der Blutdruckmessung – die automatisierte Praxisblutdruckmessung – zur Anwendung. Sie erfolgte nach fünfminütiger Ruhephase mit einem automatischen Gerät in einem separaten Raum ohne Anwesenheit ärztlichen oder nichtärztlichen Personals. „Diese Methode wird auf lange Sicht in Deutschland nicht flächendeckend verfügbar und praktikabel sein“, erklärt Professor Krämer. „Mit ihr wurden in der SPRINT-Studie Werte gemessen, die wir nicht eins zu eins mit konventionell gemessenen Werten vergleichen können.“ Die „Empfehlungen 2017“ der Deutschen Hochdruckliga beziehen sich in ihren Angaben auf die konventionelle Praxisblutdruckmessung.

Auch in Deutschland kontrollieren immer mehr Patienten ihren Blutdruck selbst. Die Deutsche Hochdruckliga unterstützt dies in ihrer Stellungnahme ausdrücklich, weist aber darauf hin, dass die Messwerte meist etwas niedriger als in der Arztpraxis ausfallen. Der Grund ist ein erhöhter Stressfaktor beim Arztbesuch. In der Selbstmessung gilt deshalb ein Zielwert von unter 135/85 mmHg. Professor Krämer erläutert: „Die Patienten sollten mindestens eine Woche vor dem nächsten Arztbesuch täglich vier Messungen über sieben Tage zu Hause – zwei morgens,

zwei abends – durchführen.“ Die zuverlässigsten Informationen über den Blutdruck liefert die 24-Stunden-Blutdrucklangzeitmessung. Hier gilt ein Zielwert von unter 130/80 mmHg. Tagsüber darf der Blutdruck in dieser Messung höher sein (unter 135/85 mmHg) als in der Nacht (unter 120/70 mmHg). Die „Empfehlungen 2017“ der Deutschen Hochdruckliga können Interessierte hier nachlesen: https://goo.gl/YxUUii. *** Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. *** Quelle Bernhard K. Krämer, Martin Hausberg, Bernd Sanner, Kristina Kusche-Vihrog, Joachim Weil, Burkhard Weisser, Ulrich Wenzel, Peter Trenkwalder. Blutdruckmessung und Zielblutdruck.

Stellungnahme der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® /Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention. Deutsche Medizinische Wochenschrift 2017; 142: 1–2 © Georg Thieme Verlag KG, Stuttgart New York, ISSN 0012-0472 Ihr Kontakt für Rückfragen: Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Julia Hommrich, Stephanie Priester PF 30 11 20 70451 Stuttgart Tel.: +49 711 8931-423/605 Fax: +49 711 8931-167 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org

Pressemitteilung 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® 10. bis 11. November 2017, Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim Ob Gestationsdiabetes, Typ 1 oder Typ 2: Schwangere Frauen mit Diabetes benötigen engmaschige Betreuung Mannheim, 10. November 2017 – Als Frau mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 ein Kind zu gebären ist trotz verbesserter diabetologischer und geburts- medizinischer Betreuung in den letzten 20 Jahren auch heute noch mit Risiken verbunden. Und bei bislang stoffwechselgesunden werdenden Müttern zählt Gestationsdiabetes (GDM) in den Industrienationen zu den häufigsten Komplikationen.

Im Jahr 2016 waren in Deutschland mehr als fünf Prozent aller Schwangeren betroffen. Die Hälfte aller Betroffenen entwickelt zehn Jahre später Diabetes Typ 2. Welche Lebensstil- maßnahmen dem vorbeugen können und welche ärztliche Betreuung werdende Mütter mit Diabetes benötigen, diskutieren Experten auf der heutigen Kongress-Pressekonferenz der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga DHL® im Congress Center Rosengarten in Mannheim. Außerdem berichtet eine Mutter mit Typ-1-Diabetes über ihre Erfahrungen während der Schwangerschaft.

Im Jahr 2016 haben etwa 3 500 Frauen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland ein Kind geboren. Noch heute nimmt bei jeder 200. Frau mit Typ-1-Diabetes eine Schwangerschaft einen lebensbedrohlichen Verlauf. „Die Hauptprobleme sind im Vergleich zu nichtdiabetischen Müttern erhöhte Sterblichkeitsraten der Babys vor, während und kurz nach der Geburt, vermehrt große Fehlbildungen besonders am Herzen, an den herznahen großen Blutgefäßen und dem knöchernen Rückenmarksrohr mit Nervensystem, außerdem Frühgeburten und die ‚Schwangerschaftsvergiftung‘ Präeklampsie“, erklärt Dr. med. Helmut Kleinwechter, niedergelassener Diabetologe aus Kiel.

Die Risiken bei Schwangeren mit Typ-2- Diabetes seien genauso hoch wie bei Typ-1-Diabetes, obwohl ihre Diabetesdauer deutlich kürzer ist. Er rät Frauen mit Diabetes daher, ihren Kinderwunsch mit guter Vorplanung zu verwirklichen: „Der Stoffwechsel sollte schon vorher möglichst gut

eingestellt sein, der Langzeitblutzuckerwert möglichst unter sieben Prozent liegen“, betont Dr. Kleinwechter. „Insulinbehandelte Frauen sollten in Perinatalzentren der Stufen 1 und 2, Frauen mit Diabetes Typ 2 mindestens in einer Geburtsklinik mit angeschlossenem Kinderkrankenhaus entbinden.“ Bei rund 40 650 Schwangeren wurde in 2016 Gestationsdiabetes festgestellt – eine Glukosetoleranzstörung, die durch einen oralen Blutzuckerbelastungstest nachweisbar ist. Seit März 2012 ist die Untersuchung auf einen GDM als Kassenleistung in die Mutterschaftsrichtlinien und damit verbindlich in die Schwangerschaftsvorsorge aufgenommen, trotzdem wird GDM häufig übersehen.

„GDM hat in den letzten 15 Jahren um das Viereinhalbfache zugenommen“, sagt Dr. med. Helmut Kleinwechter. Damit ist GDM mittlerweile eine der häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft. Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht, höheres Lebensalter, Bewegungsmangel und ein hoher Konsum von Softgetränken sowie rotem Fleisch. Außerdem essen werdende Mütter im Verlauf der Schwangerschaft nicht selten zu kalorienreich und nehmen übermäßig zu. Da die Hälfte aller betroffenen Mütter zehn Jahre später Diabetes Typ 2 entwickelt und ihre Kinder häufig mit zu hohem Gewicht geboren werden, ist es wichtig, GDM vorzubeugen: „Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Nachwuchs in jüngeren Lebensjahren planen und etwaiges Übergewicht nach Möglichkeit schon vor der Schwangerschaft abbauen.“ *** Bei Veröffentlichung Beleg erbeten.

*** Ihr Kontakt für Rückfragen: Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Julia Hommrich, Stephanie Priester PF 30 11 20 70451 Stuttgart Tel.: +49 711 8931-423/605 Fax: +49 711 8931-167 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org

Pressemitteilung 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® 10. bis 11. November 2017, Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim Blutdruckmessung im Alltag – aber richtig! Mannheim, 10. November 2017 – Bluthochdruck führt häufig zu Herz- Kreislauf-Erkrankungen: Rund 50 Prozent der Schlaganfälle und Herzinfarkte gehen darauf zurück. Eine rechtzeitige und effektive Behandlung des Bluthochdrucks mit einer Senkung um nur wenige Millimeter Hg kann das Risiko für diese Folgeerkrankungen wesentlich verringern.

Daher ist es wichtig, die tatsächliche Höhe des Blutdrucks so genau wie möglich zu erfassen. Über richtiges Messen des Blutdrucks sprach ein Experte der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® – Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention daher auf der heutigen Pressekonferenz der gemeinsamen Tagung der DHL® und der Deutschen Diabetes Gesellschaft (10. bis 11. November 2017 in Mannheim). „Gerade bei Messungen in der Arztpraxis gelingt es nur unzureichend, möglichst genaue Blutdruckwerte zu erheben“, sagt Professor Dr. med. Bernd Sanner, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® .

„Es handelt sich dabei ja um eine Gelegenheitsblutdruckmessung, die nur zu wenigen Zeitpunkten durchgeführt wird.“ Zudem sei zu bedenken, dass Patienten in der Arztpraxis andere Blutdruckwerte haben können als im häuslichen Umfeld. „Fallen sie beim Arzt höher aus, spricht man von einer Weißkittelhypertonie; fallen sie niedriger aus, liegt eine ,maskierte‘ Hypertonie vor“, erläutert der Experte. „Betroffene sowie prinzipiell alle Menschen über 50 Jahre sollten ihren Blutdruck daher regelmäßig zu Hause messen“, rät Professor Sanner, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik des Agaplesion Bethesda Krankenhauses Wuppertal gGmbH.

Zum Einsatz kommen dabei vor allem automatische Blutdruckmesssysteme, wie sie zunehmend auch in Krankenhäusern, Arztpraxen, Rehakliniken und Altenheimen verwendet werden. „Falsches Messen stellt hierbei aber ein großes Problem dar“, so der Experte. „Anstatt die Behandlung zu unterstützen, könnten falsch erhobene Werte einer Selbstmessung dann eine

erfolgreiche Therapie verhindern.“ Auf korrekte Messbedingungen müsse daher unbedingt geachtet werden. „Beachtet man einige Regeln, ist die Blutdruckselbstmessung aber nicht schwer“, betont Professor Sanner. „Dazu zählen beispielsweise eine Messung in entspanntem Zustand im Sitzen sowie die richtige Größe der Blutdruckmanschette.“ Während bei der Gelegenheitsblutdruckmessung beim Arzt ein Blutdruckwert von kleiner als 140/90 mmHg als normal gilt, liegt der Grenzwert bei der Blutdruckselbstmessung bei 135/85 mmHg.

Richtig Blutdruck messen – so geht’s: • Immer zur gleichen Zeit morgens und abends messen.

• Die Messung sollte erst nach fünf Minuten ruhigen Sitzens im entspannten Zustand stattfinden. • Die Umgebung sollte ruhig sein, Beine nicht überkreuzen. • Den zu messenden Arm auf den Tisch legen. • Der Unterrand der Blutdruckmanschette eines Oberarmmessgeräts sollte 2,5 cm über der Ellenbeuge enden (Manschette in Herzhöhe). Auf die richtige Größe der Blutdruckmanschette ist dabei zu achten: Ist sie zu klein, wird ein zu hoher Blutdruckwert ermittelt.

• Bei der Messung mit einem Handgelenkblutdruckmessgerät ist unbedingt darauf zu achten, dass sich die Messmanschette in Herzhöhe befindet. • Sind die Blutdruckwerte an beiden Armen unterschiedlich, gilt der höhere Blutdruckwert. • Wiederholungsmessungen sollten frühestens nach einer halben Minute stattfinden. Empfohlen werden zwei Messungen hintereinander, wobei der zweite, in der Regel niedrigere Wert zählt. • Bei Herzrhythmusstörungen ist zu prüfen, ob das eingesetzte Gerät verlässliche Werte liefert und daher verwendet werden kann. • Es sollten nur validierte Blutdruckmessgeräte zum Einsatz kommen.

Empfohlen werden vor allem Geräte, die das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga tragen.

Die richtig durchgeführte Blutdruckmessung im häuslichen Umfeld könne die Versorgungssituation wesentlich verbessern: „Je genauere Werte dem Arzt vorliegen, umso effektiver kann er die Therapie gestalten“, sagt Professor Sanner.

„Zudem kann bislang unentdeckter Bluthochdruck rechtzeitig erkannt werden, wodurch sich das Risiko für Folgeerkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems verringern lässt.“ Weitere Informationen zum Thema Blutdruckmessung und Bluthochdruck finden Interessierte auch im Patientenleitfaden Bluthochdruck unter https://www.hochdruckliga.de/patientenleitfaden.html.

*** Bei Veröffentlichung Beleg erbeten. *** Ihr Kontakt für Rückfragen: Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Julia Hommrich, Stephanie Priester PF 30 11 20 70451 Stuttgart Tel.: +49 711 8931-423/605 Fax: +49 711 8931-167 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org

P R E S S E M I T T E I L U N G Deutsche Diabetes Gesellschaft vergibt Medienpreise 2017 Preisträger werden auf der Diabetes Herbsttagung in Mannheim geehrt Mannheim, 10. November 2017 – Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat zum vierten Mal ihre Medienpreise für herausragende journalistische Beiträge zum Thema Diabetes mellitus vergeben. Die fünfköpfige Jury wählte vier Beiträge in den drei Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen aus. Einen Sonderpreis erhielt der 16-jährige Schüler Bastian Niemeier für sein auf YouTube veröffentlichtes Video „Diagnose D 2.0“. Zu den Gewinnern gehören in der Kategorie Hörfunk Astrid Wulf (Deutschlandradio Kultur), in der Kategorie Fernsehen das Autorenteam Marianne Falck, Almut Gronauer und Hendrik Loven (Bayerischer Rundfunk) sowie in der Kategorie Print Dr.

Bernhard Albrecht und Nicole Heißmann (stern) sowie Beate Wagner (FOCUS DIABETES). Die DDG Medienpreise werden am Freitag im Rahmen der 11. Diabetes Herbsttagung in Mannheim vergeben. „Die Sichtung der Beiträge für die DDG Medienpreise hat eines gezeigt: Es wird viel und differenziert über die Erkrankung Diabetes mellitus berichtet. Die vielen sehr guten Beiträge haben es der Jury nicht leichtgemacht, die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner zu ermitteln“, sagt Professor Dr. med. Baptist Gallwitz, DDG Vizepräsident und Vorsitzender der fünfköpfigen Jury der DDG Medienpreise 2017.

Digitalisierung in der Medizin ist ein brandaktuelles Thema. Welche Möglichkeiten sie in der Diabetestherapie bietet, zeigt die Hörfunkreportage „Start der bundesweit ersten Online- Ambulanz für diabeteskranke Kinder“ von Astrid Wulf auf ausgezeichnete Weise. In dem am 5. Juli 2017 in der Sendung „Länderreport“ auf Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlten Beitrag zeigt Wulf kurz, präzise und nachvollziehbar, was die Übermittlung und Bearbeitung elektronisch erfasster Blutzuckermessdaten in einer pädiatrischen Diabetesambulanz leisten kann. „Sehr schön wird zudem deutlich, wie persönlich und intensiv die Beziehung Arzt- Patient-Eltern sich auch im digitalen Zeitalter gestalten lässt.

Durch die akustisch einfühlsam

vermittelte Familien-Situation werden die Hörer sofort eingebunden in den Alltag einer Familie, die mit einer nicht ganz alltäglichen Herausforderung – der Diabetes-Typ-1- Erkrankung ihrer Kinder – zurechtkommen muss“, fasst der DDG Mediensprecher die Jury- Entscheidung zusammen. „Weg von der Spritze“ lautet der Titel eines stern-Artikels des Autoren-Duos Dr. Bernhard Albrecht und Nicole Heißmann, der am 3. November 2016 erschienen ist. Der Beitrag erklärt die Ursachen für Diabetes, stellt die Folgen der Stoffwechselerkrankung dar und thematisiert dann mutmaßliche Hintergründe der in Deutschland ausgeprägten Verschreibungspraxis von Insulin.

„Der Artikel motiviert insulinpflichtige Patienten, den ‚Ausstieg‘ zu versuchen und mithilfe von Lebensstiländerungen Blutzuckerwerte zu erreichen, die einen Verzicht auf das Insulinspritzen möglich machen“, betont Gallwitz.

Der Preis in der Kategorie Print wurde in diesem Jahr geteilt, da ein zweiter Beitrag von der Jury ebenfalls als preiswürdig eingestuft wurde: Beate Wagner schildert in ihrem FOCUS DIABETES-Artikel (veröffentlicht 3/2016) mit dem Titel „Walken für die Wissenschaft“ wie unterschiedlich der Typ-2-Diabetes ist. „Deutlich wird in dem sehr gut geschriebenen und gut bebilderten Beitrag, wie wichtig ‚maßgeschneiderte Präventions- und Therapiestrategien‘ sind und warum dafür die individuelle Charakterisierung der Risiko-Gene und des Stoffwechsels von Bedeutung sind“, sagt Gallwitz. An einem sehr persönlichen Beispiel werde deutlich, dass wissenschaftliche Forschung auch im Hinblick auf die klinische Betreuung notwendig ist.

Dass eine Verbindung besteht zwischen Ernährung und Diabetes, steht außer Zweifel. Hochkalorische Nahrungsmittel, viel Zucker und Fett, eine Umwelt mit konstanten Ess- Verlockungen und eine „moderne Lebensweise“ (viel Sitzen, wenig Bewegung) – das ist ein Ursachenbündel für Übergewicht und in der Folge auch für Diabetes. Wer dabei vorschnell die „Schuld“ den Betroffenen zuschreiben will, wird durch die Fernsehdokumentation „Die süße Verführung der Zuckerlobby“ (Bayerischer Rundfunk, gesendet am 14. Dezember 2016) eine neue Sichtweise gewinnen. „Dem Autorentrio Marianne Falck, Almut Gronauer und Hendrik Loven gelingt es, das multifaktorielle Ursachengeflecht des Adipositas-Problems deutlich zu machen“, so die Jury.

Mithilfe sympathischer Protagonisten entlaste der Film die Betroffenen, indem er klar darstellt, dass sie nicht selbst schuld, sondern zum größten Teil Opfer sind. Die Strategien der Lebensmittelindustrie sind ausgeklügelt, die Lobbyarbeit der Zuckerindustrie ist intensiv und wirksam.

Der Film zeigt auch konkrete Wege auf, um die Adipositas/Diabetes-Welle nicht noch größer werden zu lassen: Mehr Aufklärung der Bevölkerung, eine steuerliche Begünstigung gesunder und höhere Steuern auf ungesunde Lebensmittel (Zucker-Fett-Steuer), Ampelkennzeichnung auf Lebensmittelverpackungen, mehr unabhängige Forschung und ein kritischer Umgang mit Lobbyismus.

Wer selbst von einer Erkrankung betroffen ist, kann auf ganz besondere Weise darüber berichten, wie mit dem Schock der Diagnose umgegangen werden kann und wie man im Alltag den Herausforderungen der Therapie begegnet.

„Man muss aber den genauen Ton treffen“, sagt Gallwitz. „Dem 16-jährigen Bastian Niemeier ist etwas ganz Besonderes gelungen: Er beschreibt klar und unaufgeregt, was bei ihm die Diagnose Diabetes Typ 1 ausgelöst hat, wie die Erkrankung in seinen Alltag eingedrungen ist und wie er ganz pragmatisch und mit Verve die Herausforderungen des Diabetes annimmt.“ Die Jury hat dabei überzeugt, wie der Protagonist zeigt, dass er trotz der eigenen Betroffenheit und einer ersten Niedergeschlagenheit nach der Diagnose Kraft zum Weitermachen und Glücklichsein fand. Seine Botschaft: „Diabetes ist nicht der Weltuntergang.“ Die Beiträge und Links finden sich auf der Webseite der DDG: https://www.deutsche- diabetes-gesellschaft.de/presse/medienpreis-der-ddg/medienpreis-2017.html Die DDG Medienpreise werden auch 2018 ausgeschrieben werden.

Nähere Informationen werden im Dezember auf der Webseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft bekannt gegeben.

Kurzbiographien der Preisträger der DDG Medienpreise 2017: Kategorie Hörfunk: Astrid Wulf, geboren 1981, studierte nach einem Hörfunk-Volontariat in Hamburg an der Fernuniversität Hagen Politik- und Verwaltungswissenschaften. Sie arbeitet seit 2011 als Hörfunkjournalistin und Autorin u.a. beim NDR, Deutschlandfunk und WDR. Kategorie Fernsehen: Marianne Falck, ist freie Journalistin, Filmemacherin und Autorin u.a. für ARD, BR, MDR, Süddeutsche Zeitung und FAZ. Sie studierte Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaften und Soziologie in Aachen und Nijmegen (Niederlande). 2010 führte sie eine filmberufliche Weiterbildung nach Los Angeles (USA).

Almut Gronauer, geboren 1972, machte eine Ausbildung zur Rundfunk- und Fernsehjournalistin, nachdem sie Geschichte, Philosophie und Völkerrecht in Heidelberg und Berlin studierte. Seit 2003 arbeitet sie als feste freie Fernsehautorin und Regisseurin beim BR. Hendrik Loven, geboren 1980, arbeitet seit 2007 für den BR und die ARD. Er volontierte beim BR, berichtete dann als Hörfunk- und Fernsehreporter, war mehrere Jahre lang Redakteur beim ARD Politmagazin Report München und ist seit diesem Jahr in der neuen trimedialen Chefredaktion des BRs tätig. Er studierte Politologie, Geschichte und Spanisch in Augsburg und Cadíz (Spanien).

Kategorie Print: Dr. Bernhard Albrecht studierte Medizin in Bochum, Uppsala, Barcelona und Straßburg. Er arbeitete als Arzt in der Neurologie und Psychiatrie und absolvierte dann die Evangelische Journalistenschule Berlin. Danach arbeitete er zunächst als Fernsehautor und Chef vom Dienst u.a. für Pro7 (Wissensmagazin Galileo), WDR und ARTE, später auch für Printmedien wie Der Spiegel und GEO. Seit 2013 ist er Wissenschaftsreporter beim stern.

Nicole Heißmann, geboren 1975, ist Wissenschaftsredakteurin beim stern. Als Umweltwissenschaftlerin befasst sie sich seit 15 Jahren mit Themen aus Biologie, Medizin und Ernährung.

Sie ist Absolventin der Henri-Nannen-Journalistenschule und veröffentlichte 2012 mit Dr. Christian Weymayr das Buch „Die Homöopathie-Lüge“. Beate Wagner, geboren 1970, studierte Ärztin, arbeitete u. a. als Pressereferentin bei „Ärzte ohne Grenzen“. Seit mehr als zehn Jahren ist sie freie Medizin- und Wissenschaftsjournalistin und schreibt für Magazine, Stiftungen, Institute und Ministerien über Medizin und Gesundheit.

Sonderpreis: Bastian Niemeier, geboren 2001, ist Schüler am Ravensberger Gymnasium in Herford. Er hat seit drei Jahren Diabetes Typ 1 und seine Erfahrungen mit der Erkrankung in zwei auf Youtube abrufbaren Kurzfilmen filmisch aufbereitet und umgesetzt. Nach der Schule möchte er sein Hobby, das Filmemachen, zu seinem Beruf machen. Mitglieder der Jury: Prof. Dr. med. Baptist Gallwitz, Stellvertretender Direktor Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen, Vizepräsident und Mediensprecher der DDG Vera Cordes, freie Medizinjournalistin und Moderatorin des Gesundheitsmagazins Visite, NDR Fernsehen Dr.

Martina Lenzen-Schulte, freie Journalistin u.a. für die FAZ und Ärzteblatt Volker Niehaus, Chefredakteur FOCUS-DIABETES und FOCUS-GESUNDHEIT Volkart Wildermuth, freier Hörfunkjournalist u.a. für den Deutschlandfunk Über die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG): Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) ist mit 9.000 Mitgliedern eine der großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland. Sie unterstützt Wissenschaft und Forschung, engagiert sich in Fort- und Weiterbildung, zertifiziert Behandlungseinrichtungen und entwickelt Leitlinien. Ziel ist eine wirksamere Prävention und Behandlung der Volkskrankheit Diabetes, von der mehr als sechs Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind.

Zu diesem Zweck unternimmt sie auch umfangreiche gesundheitspolitische Aktivitäten.

Ihre Kontakte für Rückfragen: Pressestelle DDG Dagmar Arnold Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart Tel.: 0711 8931-380, Fax: 0711 8931-167 arnold@medizinkommunikation.org Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Geschäftsstelle Albrechtstraße 9, 10117 Berlin Tel.: 030 3116937-0, Fax: 030 3116937-20 info@ddg.info www.ddg.info

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10.

November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Highlights der Diabetes Herbsttagung und des Hypertonie-Kongresses Professor Dr. med. Monika Kellerer, Tagungspräsidentin Diabetes Herbsttagung 2017, Vizepräsidentin der DDG, Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin I (Diabetologie, Endokrinologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin), Marienhospital Stuttgart Die in diesem Jahr gemeinsame zweitägige Veranstaltung unserer beiden Fachgesellschaften widmet sich neuesten Forschungserkenntnissen zu den Erkrankungen Diabetes und Bluthochdruck und ihrer Umsetzung in den Behandlungsalltag.

Unser Schulterschluss ermöglicht interdisziplinäre Betrachtungsweisen und soll damit einer effektiveren Bekämpfung der beiden häufig gemeinsam auftretenden Volkskrankheiten dienen. Denn bei der Entstehung von Diabetes und Bluthochdruck spielen sowohl erbliche als auch umweltbedingte Faktoren eine große Rolle. Gerade bei den sogenannten Umweltfaktoren gibt es erhebliche Überschneidungen. So fördern unter anderem falsche Ernährung und geringe körperliche Bewegung beide Erkrankungen. Daher werden neben fachinternen Symposien der DDG und der DHL auch zahlreiche interdisziplinäre Schwerpunktveranstaltungen mit beiden Verbänden gemeinsam stattfinden.

Als Beispiele seien die Themen „Diabetes und Gefäßerkrankungen“, „Diabetes, Bluthochdruck und Nierenerkrankungen“, „Ernährung“ und „Prävention“ genannt.

Bei den fachinternen DDG-Veranstaltungen beispielsweise werden in diesem Jahr Updates zum Schwangerschaftsdiabetes, zu allen relevanten Diabetesfolgeerkrankungen an Auge, Nerven und Fuß u. a. angeboten. Ein wichtiges Symposium wird sich den häufig gar nicht so bekannten Diabetessonderformen widmen. Neben dem klassischen Typ-1- und Typ-2-Diabetes haben wir es ja mit mehr als 20 weiteren Diabetesformen zu tun. Diese erfordern besondere Kenntnisse, Erfahrung und eine spezielle Therapie. Natürlich werden wir uns auf der Herbsttagung auch mit der rasant fortschreitenden Diabetestechnologie auseinandersetzen.

Vielfach schon heute und in Zukunft vermehrt werden Betroffene und Therapeuten durch die technischen Fortschritte in der Diabetologie wie kontinuierliche Glukosemessung, Insulinpumpensysteme bis hin zum sogenannten künstlichen Pankreas unterstützt werden. Gerade auch die Digitalisierung bietet hier viele Chancen, aber auch Risiken. Angesichts der künftig auf die Patienten einwirkenden Daten- und Informationsflut wird der Diabetologe ein wichtiger Lotse für den Patienten sein. Infolgedessen wird der Beratungsaufwand in Zukunft eher steigen und die sprechende Medizin mehr in den Vordergrund rücken.

Hierzu bedarf es aber auch seitens der Gesundheitspolitik einer Weichenstellung, da gerade die sprechende Medizin

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim sich derzeit im DRG-System und auch in anderen Vergütungssystemen schlecht abbildet. Mit allen daraus folgenden Konsequenzen: Eigenständige klinische Diabetesabteilungen müssen nicht selten dem ökonomischen Druck weichen und werden nicht wiederbesetzt. Als Folge wird dann auch weniger Nachwuchs für dieses Fach rekrutiert (weil Weiterbildungsplätze zur ärztlichen und pflegerischen Qualifikation verschwinden, man mit Diabetesabteilungen als Student kaum mehr in Kontakt kommt und Diabetes in den Lehrplänen der Universitäten unterrepräsentiert ist).

Diese drohende Entwicklung läuft dem Trend einer steigenden Anzahl von Patienten mit Diabetes absolut entgegen und gefährdet eine qualifizierte diabetologische Versorgung in der Zukunft.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft fordert deshalb u. a.: – eine Stärkung der Versorgung und der Forschung von Volkskrankheiten wie Diabetes – eine stärkere Verankerung von Diabetes im Medizinstudium – eine Prävention mit dem Nationalen Diabetesplan und – einen Bundesbeauftragten für Diabetes, Adipositas und Prävention (Es gilt das gesprochene Wort!) Mannheim, November 2017

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41.

Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Highlights der Diabetes-Herbsttagung und des Hypertonie-Kongresses Professor Dr. med. Martin Hausberg, Kongresspräsident des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der DHL® , ehemaliger Vorstandsvorsitzender der DHL® , Direktor der Medizinischen Klinik I für Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie und Pneumologie des Städtischen Klinikums Karlsruhe Zum ersten Mal findet ein gemeinsamer Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft und der Deutschen Hypertoniegesellschaft statt.

Dies ist sinnvoll, da diese beiden großen Volkskrankheiten beide sogenannte „Querschnittsdisziplinen“ sind, also eine Vielzahl von medizinischen Fachdisziplinen berühren. Zudem gibt es eine enge Überschneidung zwischen Patienten mit Hypertonie und Patienten mit Diabetes. Beide Volkskrankheiten müssen einen wesentlichen Schwerpunkt auf die Prävention richten, beide Disziplinen benötigen erhebliche politische Unterstützung, um Präventionskonzepte effizient umzusetzen.

Highlights der gemeinsamen Sitzungen des gemeinsamen Kongresses ist die Präsentation der neuen oralen Antidiabetika mit blutdrucksenkender und nierenschützender Wirkung, die das kardiovaskuläre Risiko erheblich reduzieren – ein gewaltiger Fortschritt für Patienten mit Hypertonie und Diabetes. Das Thema Zielblutdruck wird in mehreren Sitzungen behandelt, dazu auch die Darstellung von Herrn Professor Krämer im Rahmen dieser Pressekonferenz. Neue Erkenntnisse gibt es auf dem Gebiet der interventionellen Hochdrucktherapie sowohl der renalen Denervierung als auch der Barorezeptorstimulation – diese sind Gegenstand von mehreren Sitzungen.

Weitere Sitzungen beschäftigen sich mit moderner Herzinsuffizienztherapie, häufige Komorbidität bei Diabetes und Hypertonie, sowie mit der Digitalisierung der Medizin, hier ein Schwerpunkt die Telemedizin. Highlights sind weiterhin der Vortrag des Franz-Gross-Wissenschaftspreisträgers, Herr Professor Hoyer, und der Plenarvortrag von Herrn Professor Battegay, Zürich, über die Probleme der adäquaten Abbildung von multimorbiden Patienten in den aktuellen medizinökonomischen Paradigmen.

Am Freitagabend erwartet uns im Rahmen des gemeinsamen Networking eine spannende Posterpräsentation, bei der junge Nachwuchswissenschaftler ihre Forschungsergebnisse vorstellen, darüber hinaus Sitzungen mit Kurzvorträgen der besten Abstracts.

Eigene Sitzungen sind für aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Hypertonie vorgesehen, sogenannte „Wissenschaftstracks“.

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Am Samstag finden die Qualifizierungsfortbildungen für Hypertensiologen statt, ebenso das Training für das Hypertonieschulungsprogramm der DHL® . Auch wird medizinisches Hilfspersonal in den Qualifizierungsseminaren für die Assistenten/Assistentinnen für Hypertonie und Prävention weitergebildet.

Wichtiges Thema ist weiterhin die Therapieadhärenz bei chronischen Erkrankungen. Am Samstagnachmittag, am Ende des Kongresses werden die Ergebnisse von late-breaking trials vorgestellt, hier zum Beispiel „SPYRAL HTN-OFF MED“-Studie. (Es gilt das gesprochene Wort!) Mannheim, November 2017

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Berliner Str. 46, 69120 Heidelberg Telefon: 06221/58855-0 Telefax: 06221/58855-25 info@hochdruckliga.de www.hochdruckliga.de Hochdruckliga Blutdruckmessung und Zielblutdruck Seite 1 von 5 Die aktuellen Empfehlungen der Deutschen Hochdruckliga e.V.

DHL® / Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention finden sich in den Pocket-Leitlinien von 2013 (gemeinsam erstellt von DHL® und Deutscher Gesellschaft für Kardio- logie – Herz- und Kreislaufforschung [DGK] nach den aktuellen Europäischen Leitlinien von ESC/ESH [1]) sowie in denTherapieempfehlungen zur Hochdruck- behandlung von 2015 (21. Auflage). Die 2015 veröffentlichte SPRINT-Studie [2] hat einerseits die Diskussion um den besten Zielblutdruck neu belebt, ande- rerseits wegen der in dieser Studie verwendeten unkonventionellen Art der Blutdruckmessung („unattended blood pressure measurement“) die Diskussi- on um eine möglichst valide Blutdruckmessung neu entfacht.

Inzwischen ha- ben aber weitere Publikationen (u.a. eine Nachanalyse der ONTARGET/TRAN- SCEND-Studien [3]) und wissenschaftlich solide Metaanalysen [4–7]) zu einer erweiterten und wissenschaftlich fundierten Datenlage geführt. Dies veranlasst die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® , die folgenden konkreten Empfehlungen zu formulieren.

1 Blutdruckmessung und Normwerte Zur Diagnose und Therapiekontrolle einer arteriellen Hypertonie sollte die Blutdruck- messung grundsätzlich mit validierten Messgeräten unter definierten Standardbedin- gungen (Ruhe, sitzender Patient) durchgeführt werden. Mehrfachmessungen erhöhen die Sicherheit: so sollte z.B. in der Praxisroutine der Blutdruck zweimal gemessen wer- B. in der Praxisroutine der Blutdruck zweimal gemessen wer B. in der Praxisroutine der Blutdruck zweimal gemessen wer den, wobei dann der niedrigere Messwert gewertet wird, oder mindestens dreimal bei Patienten mit Vorhofflimmern mit Berechnung des Mittelwertes.

Die Praxismessun- gen werden heute durch regelmäßige Blutdruckselbstmessung der Patienten und bei Bedarf/Indikation durch die 24-Stunden-Blutdrucklangzeitmessung (ABDM) ergänzt. Blutdruckmessung und Zielblutdruck STELLUNGNAHME Task Force VERÖFFENTLICHUNG FREIGEGEBEN 13.09.2017 Normwerte des Blutdrucks Praxismessung < 140 und < 90mmHg Selbstmessung des Blutdrucks < 135 und < 85mmHg 24-Stunden-Blutdrucklangzeitmessung (ABDM) Tagesmittelwert (Wachphase) < 135 und < 85mmHg 24-Stunden-Blutdrucklangzeitmessung (ABDM) Nachtmittelwert (Schlafphase) < 120 und < 70mmHg 24-Stunden-Blutdrucklangzeitmessung (ABDM) Gesamtwert über 24 Stunden < 130 und < 80mmHg

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Berliner Str. 46, 69120 Heidelberg Telefon: 06221/58855-0 Telefax: 06221/58855-25 info@hochdruckliga.de www.hochdruckliga.de Hochdruckliga Blutdruckmessung und Zielblutdruck Seite 2 von 5 2 Empfehlungen 2017 Alle Empfehlungen beziehen sich auf die konventionelle Praxisblutdruckmessung (im Sitzen nach 5 Minuten Ruhe, mindestens 2 Messungen im Abstand von 1 Minute mit Angabe des niedrigeren Wertes, bei Patienten mit Vorhofflimmern Mittelwertbildung von drei Messungen; jeweils auskultatorische oder oszillometrische Messungen mit validierten Messgeräten) und die entsprechend niedrigeren Zielwerte bei Selbstmes- sungen oder 24-Stunden-Blutdrucklangzeitmessung (ABDM).

In Anbetracht der Tatsache, dass in Deutschland immer noch bei etwa 39–59 Prozent der Hypertoniker (je nach Geschlecht und Region) der Zielblut- druck von

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Berliner Str. 46, 69120 Heidelberg Telefon: 06221/58855-0 Telefax: 06221/58855-25 info@hochdruckliga.de www.hochdruckliga.de Hochdruckliga Blutdruckmessung und Zielblutdruck Seite 3 von 5 4 Messungen über 7 Tage zu Hause (2 morgens, 2 abends) durchführen. Der an- gestrebte Zielwert der Durchschnittswerte entspricht bei dieser Methode der Ta- ges-ABDM und liegt bei

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Berliner Str. 46, 69120 Heidelberg Telefon: 06221/58855-0 Telefax: 06221/58855-25 info@hochdruckliga.de www.hochdruckliga.de Hochdruckliga Blutdruckmessung und Zielblutdruck Seite 4 von 5 6. Bangalore S, Toklu B, Gianos E et al. Optimal Systolic Blood Pressure Target After SPRINT: Insights from a Network Meta-Analysis of Randomized Trials. Am J Med 2017; 130: 707–719 7 . Bundy JD, Li C, Stuchlik P et al. Systolic blood pressure reduction and risk of cardiovascular disease and mortality. A systematic review and network meta-analysis.

JAMA Cardiol Published online May 31, 2017 doi:10.1001/ jamacardio.2017 .1421 8. Diederichs C, Neuhauser H. Regional variations in hypertension prevalence and management in Germany: results from the German Health Interview and Exami- nation Survey (DEGS1). J Hypertension 2014; 32: 1405–1414 9. Lonn EM, Bosch J, Lopez-Jaramillo P et al. Blood-pressure lowering in inter- Lonn EM, Bosch J, Lopez-Jaramillo P et al. Blood-pressure lowering in inter Lonn EM, Bosch J, Lopez-Jaramillo P et al. Blood-pressure lowering in inter mediate-risk persons without cardiovascular disease. N Engl J Med 2016; 374: 2009–2020 10.

Qaseem A, Wilt TJ, Rich R et al. Pharmacological treatment of hypertension in adults aged 60 years or older to higher versus lower blood pressure targets: A cli- nical practice guideline from the American College of Physicians and the Ameri- can Academy of Family Physicians. Ann Intern Med 2017; 166: 430–437 11. Williamson JD, Supiano MA, Applegate WB et al. Intensive vs standard blood pressure control and cardiovascular disease outcomes in adults aged ≥75 years. A randomized clinical trial. J Am Med Assoc 2016; 315: 2673–2682

Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Berliner Str. 46, 69120 Heidelberg Telefon: 06221/58855-0 Telefax: 06221/58855-25 info@hochdruckliga.de www.hochdruckliga.de Hochdruckliga Blutdruckmessung und Zielblutdruck Seite 5 von 5 Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Ge- sellschaft für Hypertonie und Prävention ist ein gemein- nütziger Verein zur Bekämpfung der arteriellen Hyper- Verein zur Bekämpfung der arteriellen Hyper Verein zur Bekämpfung der arteriellen Hyper tonie. Die Gesellschaft wurde 1974 gegründet, um die schlechte Versorgungslage von Patienten mit Bluthoch- druck zu verbessern.Vor 17 Jahren noch waren nur 42% der behandelten Hypertoniker gut eingestellt.

Heute sind knapp über 70% der behandelten Hypertoniker gut eingestellt. Das ist auch ein Verdienst der Deutschen Hochdruckliga. Die große Stärke des Vereins ist seine breite Mitgliederbasis. Betroffene, Ärzte und Wissen- schaftler engagieren sich gemeinsam im Kampf gegen eine Krankheit, die bei vielen Betroffenen immer noch viel zu spät erkannt wird. Über 6.000 Mitglieder gibt es inzwischen, rund 3.200 Ärzte und 2.800 Laien. Das Selbstverständnis der Deutschen Hochdruckliga drückt sich bereits in ihrem Namen aus. Der Name „Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® “ zeichnet den gemeinnützigen Verein als zweckgerichtetes Bündnis verschiedener be- teiligter Gruppen aus.

Die im gleichen Maße verwen- dete Bezeichnung „Deutsche Gesellschaft für Hyperto- nie und Prävention“ weist den Verein als medizinische Fachgesellschaft aus. In der Deutschen Hochdruckliga arbeiten u.a. Allgemeinmediziner, Kardiologen, Nephro- logen, Neurologen und Sportmediziner zusammen, was der integralenVersorgung der Patienten zu Gute kommt. Arterielle Hypertonie ist kein nationales Problem, son- dern weltweit der wichtigste Risikofaktor für die gro- ßen Killer Herzinfarkt und Schlaganfall. Im Kampf gegen Bluthochdruck sind internationale Ansätze wie abge- stimmte Forschungsprojekte, gemeinsame Therapie- empfehlungen und auch die Unterstützung politischer Maßnahmen besonders wichtig.

Deshalb arbeitet die Hochdruckliga mit vielen Fachgesellschaften/Organisa- tionen national wie international eng zusammen. Die Bedeutung der Blutdruckselbstmessung wurde schon früh erkannt. Die regelmäßige Messung des Blutdrucks durch die Betroffenen selbst ist ein wichtiger Bestand- teil der Behandlung. Die selbst gemessenen Werte der Patienten zeigen dem Arzt, wie sich der Blutdruck über einen längeren Zeitraum verhält. Voraussetzung dafür sind zuverlässige Messwerte. Viele im Handel erhält- liche Blutdruckmessgeräte liefern aber nur ungenaue Werte. Experten der Deutschen Hochdruckliga über- Werte.

Experten der Deutschen Hochdruckliga über Werte. Experten der Deutschen Hochdruckliga über prüfen daher regelmäßig Blutdruckmessgeräte. Wenn die Geräte die strengen Kriterien erfüllen, erhalten Sie das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga für Mess- genauigkeit. Mit einem eigenen Zertifizierungssystem möchte die Deutsche Hochdruckliga auch die medizini- sche Betreuung von Patienten mit Bluthochdruck ver- sche Betreuung von Patienten mit Bluthochdruck ver sche Betreuung von Patienten mit Bluthochdruck ver bessern und ihnen eine an hohen Qualitätsmaßstäben orientierte Behandlung ermöglichen.

Fast 3.900 Ärzte wurden seit 2005 durch die Deutsche Hypertonie Aka- demie zu Hypertensiologen DHL® fortgebildet. Für die Ärzte besteht eine jährliche Fortbildungsverpflichtung. Seit 2012 wurden zudem 144 Hypertoniezentren zerti- fiziert. Diese sind insbesondere für eine umfassende Diagnostik der Hypertoniker zuständig. Seitdem haben sich bereits 80 Krankenhäuser und 64 Facharztzentren als Hypertoniezentrum DHL® zertifiziert lassen. Die Hy- pertoniezentren müssen sich alle drei Jahre rezertifizie- ren lassen. Zahlreiche Mitglieder der Deutschen Hoch- druckliga sind Betroffene, die in den Selbsthilfegruppen der Deutschen Hochdruckliga organisiert sind.

Vor 36 Jahren im Jahr 1989 wurde die erste Selbsthilfegrup- pe gegründet, knapp 50 Selbsthilfegruppen existieren derzeit. Die Gemeinschaft einer Gruppe hilft, mit der Krankheit besser zu Recht zu kommen. Die Selbsthil- fegruppen sind so unterschiedlich wie ihre Teilnehmer. Die Selbsthilfegruppen werden durch erfahrene ärztli- che Mitglieder der Deutschen Hochdruckliga beraten. Die Deutsche Hochdruckliga gibt seit 1985 für Laien eine eigene Zeitschrift für Prävention und Behandlung des Bluthochdrucks und seiner Folgen heraus: Das Ge- sundheitsmagazin DRUCKPUNKT. Der DRUCKPUNKT erscheint drei- bis viermal im Jahr mit einer Auflage von jeweils 22.000 Exemplaren.

Das Herz-Kreislauf-Telefon wurde 1992 ins Leben gerufen. Über 77 .000 Betroffene haben bisher um Rat gesucht. Als gemeinsame Initiati- ve der Welt Hypertonie Liga und Deutschen Hochdruck- liga findet jedes Jahr am 17 . Mai der Welt Hypertonie Tag statt (www.hypertonietag.de). Der weltweite Ak- tionstag soll auf den Bluthochdruck und seine Folgen aufmerksam machen. Wichtigstes Ziel ist dabei, dass möglichst viele Betroffene von ihrer Krankheit erfahren und möglichst viele gute Werte erreichen. In einer Viel- zahl von Aktionen, Arzt-Patienten-Foren und Gesund- heitstagen informieren Experten aus Klinik und Praxis, aber auch Apotheken und Selbsthilfegruppen deutsch- landweit über Bluthochdruck und seine Folgen ein.

For- uck und seine Folgen ein. For uck und seine Folgen ein. For scher und Ärzte machen sich stark für die klinische und experimentelle Erforschung der Hypertonie und für die Verbesserung von Diagnostik und Therapie im Rahmen evidenzbasierter Forschungsergebnisse. Die Deutsche Hochdruckliga veranstaltet jährlich einen wissenschaftli- chen Fachkongress. Der nächste, der 40. Wissenschaft- liche Kongress der Deutschen Hochdruckliga findet vom 1. bis zum 3. Dezember 2016 in Berlin statt. Er steht un- ter dem Leitthema „Hypertonie in Bewegung“ . Bis Ende 2015 finanzierte die Deutsche Hochdruckliga noch eine Stiftungsprofessur.

Die deutsche Hochdruckliga fördert aktiv junge Wissenschaftler durch Forschungspreise und Stipendien. Das Forum junge Hypertensiologen wurde als Plattform vor allem für aktive Nachwuchswis- senschaftler gegründet. Für Ärzte in der Weiterbildung bietet die Deutsche Hochdruckliga unter anderem eine Summer School an. An vier Nachwuchsforscher wurden 2013 und 2014 zudem Forschungsstipendien vergeben. Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® bündelt die Expertise zur arteriellen Hypertonie in Deutschland. Gegründet 1974, engagiert sie sich seitdem für eine bessere Versorgung von Menschen mit Bluthochdruck.Weltweit bleibt Bluthochdruck die größte Gefahr für die Gesundheit.

Deshalb verfolgt die DHL® das Ziel „30-50-80“: Jeder Mensch ab 30 Jahren sollte seinen Blutdruck kennen. Ab 50 sollte der Blutdruck bei jedem kontrolliert und gut eingestellt sein. Menschen mit 80 sollten nicht an Folgeschäden des Bluthochdrucks wie Schlaganfall oder Herzinfarkt leiden. Über die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL®

Diabetes erforschen und verhindern, behandeln und heilen. Vorstand 2017/2018: Prof. Dr. Dirk Müller-Wieland (Präsident), Prof. Dr. Baptist Gallwitz (Past Präsident), Prof. Dr. Monika Kellerer (Vizepräsidentin), Dr. Matthias Kaltheuner, Prof. Dr. Ralf Lobmann, Prof. Dr. Andreas Neu (Schatzmeister), Dr. Hans-Martin Reuter, Prof. Dr. Michael Roden (Tagungspräsident 2019), Prof. Dr. Annette Schürmann, Prof. Dr. Jochen Seufert (Tagungspräsident 2018) Geschäftsführerin: Barbara Bitzer Vereinsregister: AG Berlin Charlottenburg VR 30808 B, Finanzamt: Berlin für Körperschaften I St.-Nr.: 27/640/59125 Albrechtstraße 9 10117 Berlin Tel 030 / 3 11 69 37-0 Fax 030 / 3 11 69 37-20 E-Mail: info@ddg.info www.ddg.info Berlin, 17.10.2017 Was die Politik in den nächsten vier Jahren im Kampf gegen Diabetes tun sollte Politische Forderungen der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) Künftige gesundheits- und wissenschaftspolitische Entscheidungen, die Einfluss auf die Zukunft von Patienten, Ärzten und weiteren Akteuren im Gesundheitswesen haben, machen eine aktive Einbindung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und anderer Fachgesellschaften unverzichtbar.

Konkret fordert die DDG x Strukturierte Einbindung der Fachgesellschaft bei gesundheits- und wissenschaftspolitischen Gestaltungsprozessen x Stärkung der Forschung und Versorgung im Bereich Diabetologie x Mitgestaltung der digitalen Transformation durch die DDG x den Nationalen Diabetesplan Strukturierte Einbindung der Fachgesellschaft bei gesundheits- und wissenschaftspolitischen Gestaltungsprozessen Hintergrund: Die DDG sieht es als ihre Verantwortung an, relevante Erkenntnisse aus und für die Patientenversorgung regelmäßig in den politischen Prozess einzubringen. Der Gesetzgeber und die Organe der Selbstverwaltung haben wissenschaftliche Fachgesellschaften bislang jedoch nicht legitimiert, Fragen der öffentlichen Gesundheit aktiv mitzugestalten.

Alle Verfahren der Selbstverwaltung mit Gesetzes- prägendem Charakter werden z.B. ohne strukturierte Einbindung wissenschaftlicher Fachgesellschaften vollzogen. Dasselbe gilt für die Millionen von Betroffenen bzw. Patienten, die hierbei keine „Stimme“ haben!

Forderungen: x Die DDG fordert von der Politik als Gesetzgeber eine juristisch festgelegte und damit regelhafte Einbindung medizinischer Fachgesellschaften, wenn es darum geht, den „medizinischen Standard“ nach SGB V festzulegen. Patienten- relevante Endpunkte sind bei der Evaluierung von Medizinprodukten, Arzneimitteln und gesundheitspolitischen Prozessen wissenschaftlich begründet und methodisch festgelegt zu berücksichtigen. x Um die Interessen der Patienten besser wahrnehmen zu können, muss die Patienten-Selbsthilfe ein juristisch zugesichertes Stimmrecht in den Organen der Selbstverwaltung bekommen; hierfür machen wir uns gemeinsam mit diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe stark!

Stärkung der Forschung und Versorgung im Bereich Diabetologie Hintergrund: Die Lebenszeit von Patienten mit Diabetes ist häufig um viele Jahre verkürzt. Daher ist es das Ziel einer optimalen Versorgung, die Lebenserwartung und Lebensqualität der Menschen mit Diabetes zu normalisieren. Hierzu muss die translationale Forschung, der zügige Transfer von wissenschaftlicher Erkenntnis in die Patientenversorgung, gestärkt, sowie Lehre und klinische Ausbildung in der Diabetolgie an universitären und außer-universitären Einrichtungen ausgebaut werden. Die zunehmende Ökonomisierung in Klinik und Praxis führt dazu, dass schlecht vergütete medizinische Maßnahmen wie das unverzichtbare Gespräch mit dem Patienten, die „Sprechende Medizin“, ins Hintertreffen geraten.

In der Folge sind bereits verschiedene klinische Lehrstühle für Diabetologie dem Rotstift zum Opfer gefallen, ebenso wie große diabetologisch/endokrinologisch geführte medizinische Abteilungen in Kliniken. Dies gefährdet bereits jetzt die Ausbildung des klinischen Nachwuchses und die Förderung von Clinicial Scientists und Medical Scientists, die für die wissenschaftliche Zukunft der Diabetologie und eine bessere Patientenversorgung unverzichtbar sind. Diese Entwicklung gefährdet die Versorgungsqualität der heute bereits 6,7 Millionen Bürger, die von Diabetes betroffen sind. Um die Versorgung dieser und künftiger Patienten qualitativ zu verbessern, muss sowohl die Grundlagen- sowie die klinische Forschung, gefördert, Register und vernetzte Auswertung vorhandener Daten (z.B.

DMPs) initiiert und politisch geregelt werden.

Forderungen: x Fortführung und erweiterte Förderung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD), verbunden mit der Forderung des Bundes an die Länder, klinische Lehrstühle für Diabetologie auf- und auszubauen x stärkere Verankerung der Diabetologie im Medizinstudium x Sicherung eigenständiger diabetologischer Fachabteilungen in den Kliniken x Anerkennung der Qualifikation „Zusatzweiterbildung Diabetologie“ auf Facharzt-äquivalentem Niveau (Definition durch DDG zusammen mit DGE und DGIM) durch die Bundesärztekammer via Landesärztekammern

x Staatliche Anerkennung DDG-qualifizierter Diabetes-spezifischer Weiter- bildungen nicht-ärztlicher Berufsgruppen x Adäquate Vergütung der „Sprechenden Medizin“ im ambulanten und stationären Sektor x Bundesweite Zusammenführung von Patientendaten in Registern, insbesondere die vernetzte Evaluation von DMP-Krankenkassen- und KV- Daten, mit der Möglichkeit für die Wissenschaft, auf diese Daten zuzugreifen x Strukturierte Stärkung und Förderung klinischer Studien Dies alles dient dem Ziel, die Patientenversorgung wissenschaftlich basiert weiterzuentwickeln.

Mitgestaltung der digitalen Transformation durch die DDG Hintergrund: Die DDG sieht in der Digitalisierung die große Chance für interdisziplinäre und sektorenübergreifende Vernetzung und flächendeckende medizinische Versorgung auf höchstem Niveau. Forderungen: x flächendeckender Netzausbau (mit Gigabit-Netzkapazitäten!) und zügige Umsetzung des E-Heath-Gesetzes x Datenschutz und Datensicherheit unter Berücksichtigung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung der Patienten bei gleichzeitiger Abwägung mit den Belangen von Versorgung und Forschung (Big Data) x technische und inhaltliche Konnektivität und Interoperabilität aller Systeme x Transparenz, Qualitätskontrolle und Vigilanzprüfung verwendeter Medizinprodukte und Algorithmen x Unterstützung und Verbreitung des „Code of Conduct Digital Health“ der DDG (s.

www.ddg.info) Nationaler Diabetesplan Hintergrund: Alle Anstrengungen der Vergangenheit, den rapiden Anstieg nichtübertragbarer Kranken wie z.B. Diabetes zu stoppen, haben sich leider als unwirksam erwiesen. Adipositas und Diabetes schreiten mit dramatischen Folgen für den Einzelnen und die Gesamtgesellschaft weiter voran. Besonders sozial schwache und bildungsferne Schichten sind betroffen.

Forderungen: x Um dieses Problem nachhaltig und sozial gerecht zu lösen, bedarf es eines Wandels von der Verhaltens- zur Verhältnisprävention. x Eine Mehrwertsteuerbefreiung für gesunde Lebensmittel bei gleichzeitiger Anhebung des Mehrwertsteuersatzes für ungesunde Lebensmittel ist notwendig, um breiten Bevölkerungsschichten den Zugang zu diesen Nahrungsmitteln zu erleichtern. Die politischen Forderungen der DDG betreffen viele verschiedene Ministerien und föderale Strukturen. Das führt häufig zu Kommunikationsbarrieren, die eine Verbesserung der Situation behindern.

Daher fordert die DDG einen Bundesbeauftragten für Diabetes und Adipositas und Prävention! Prof.

Dr. med. Dirk Müller-Wieland Barbara Bitzer Präsident Geschäftsführerin

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Schwangerschaft und Diabetes Typ-1-Diabetes mellitus Dr. med. Helmut Kleinwechter, Diabetologikum Kiel, Diabetes-Schwerpunktpraxis und Schulungszentrum Kiel Für Verlauf und Ausgang einer Schwangerschaft mit Typ-1-Diabetes bestehen trotz verbesserter diabetologischer und geburtsmedizinischer Betreuung in den letzten 20 Jahren unverändert hohe Risiken im Vergleich zu einem allgemeinen geburtshilflichen Kollektiv: Im Jahr 2016 haben circa 3 500 Frauen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland ein Kind geboren.

Die mütterlichen Risiken, die Risiken für den Fetus und das Neugeborene könnten deutlich abgemildert werden, wenn Frauen mit Typ-1-Diabetes die Schwangerschaft planen und bis zum Erreichen der für die Schwangerschaft optimalen Voraussetzungen effektiv verhüten.

Das Leben schreibt zu diesen ärztlichen Wunschvorstellungen aber eine ganz andere Geschichte. Etwa die Hälfte der Schwangerschaften bei dieser Zielgruppe entsteht ungeplant, entsprechend haben auch nur 30 bis 50 Prozent der Frauen an einer präkonzeptionellen Beratung beim Diabetologen und Gynäkologen teilgenommen. Ebenso nimmt nur höchstens die Hälfte dieser Frauen rechtzeitig vor der Konzeption Folsäure ein. Folsäure verhindert effektiv kongenitale Fehlbildungen, besonders am Neuralrohr (zum Beispiel Spina bifida, Anencephalie), am Herzen und im Bereich von Lippen und Kiefer. Die embryonal ungestörte Entwicklung dieser Organsysteme findet etwa in der vierten bis sechsten Schwangerschaftswoche statt, da wissen viele Frauen noch gar nicht, dass sie schwanger sind.

Eine der sich hieraus ergebenden Konsequenzen ist, dass in der Diabetes-Schulung schon im Jugendalter vor erster sexueller Aktivität die Möglichkeiten der Kontrazeption erläutert und nach Beginn der sexuellen Aktivität regelmäßig wiederholt werden. Fehlbildungen sind ebenso abhängig vom perikonzeptionellen HbA1c-Niveau, dies sollte unbedingt unter

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November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim 7 Prozent liegen. Sehr straffe Blutglukosewerte erhöhen andererseits das Unterzuckerungs-Risiko der Schwangeren, so ist das Vorgehen genau auszubalancieren. Im späteren Verlauf der Schwangerschaft spielt die Qualität der Blutglukose- und HbA1c- Einstellung weiterhin eine große Rolle. Werden die schwangerschaftstypischen Zielwerte nicht erreicht, dann werden häufiger übergroße und fettleibige, gleichzeitig aber unreife Kinder geboren. Sie neigen zu Atemnot, Unterzuckerungen und Neugeborenengelbsucht. Eine engmaschige und spezialisierte, interdisziplinäre Betreuung und Überwachung sind daher erforderlich.

Auf der Grundlage einer strukturierten Schulung sind die intensivierte konventionelle Insulintherapie und die Insulinpumpentherapie gleichwertig. Auch können einige der Insulinanaloga bei Schwangeren eingesetzt werden.

Große Hoffnungen hat man auf den Einsatz der kontinuierlichen Unterhaut- Glukosemessung gesetzt (CGM = Continuous Glucose Monitoring). Kürzlich wurde die erste große randomisierte und multizentrische Studie (CONCEPTT) hierzu veröffentlicht (Feig D et al. Lancet 2017; doi: 10.1016/S0140-6736(17)32449-5. Die Ergebnisse der 315 Frauen erfüllten die Erwartungen bei Weitem nicht. CGM bringt bei Planung der Schwangerschaft im Vergleich zu üblicher kapillärer Blutzuckermessung keinen Nutzen. Bei Beginn des CGM-Einsatzes in der Frühschwangerschaft konnte das Ziel, den HbA1c- Wert mindestens um 0,5 Prozent abzusenken, nicht erreicht werden, es wurden nur 0,19 Prozent.

Die Compliance, d.h. die Tragezeit der Sensoren, war mit 77 Prozent geringer als in der DIAMOND- oder GOLD-Studie. Die Schwangeren in den CGM-Gruppen mussten 35-mal häufiger als in den Kontrollgruppen die Studienzentren wegen Fragen zu oder Problemen mit dem CGM-System aufsuchen. Die Ergebnisse bei den Neugeborenen sprechen für sich: Die Rate an zum Beispiel makrosomen Neugeborenen wurde zwar von 69 auf 53 Prozent vermindert, das ist aber noch meilenweit vom Ziel 10 Prozent entfernt. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Eine nationale Versorgungsanalyse aus England und Wales (Murphy H et al.

Diabetologia 2017;60:1668) für den Jahrgang 2015 hat ergeben, dass Frauen mit ungeplanter Schwangerschaft oder nicht zielgerechtem HbA1c am Beginn der Schwangerschaft die perinatalen Komplikationen doch noch absenken konnten, wenn sie nach 24 Schwangerschaftswochen einen HbA1c unter 6,5 Prozent erreichten. Für die nächste Zukunft heißt daher die Botschaft, die Lücken bei der Basisversorgung zu schließen und die Schwangeren und Betreuer nicht mit einem Übermaß an (noch ineffektiver) Technik zu belasten. Gestationsdiabetes mellitus (GDM) In den Jahren 2015 und 2016 ist die Häufigkeit des bei Geburt registrierten GDM jeweils um über 14 Prozent gestiegen, 2016 waren es rund 40 650 Fälle, entsprechend 5,4

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Prozent aller Geburten. GDM gilt heute als Vorstufe des Typ-2-Diabetes und zählt zu den häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. Der Anstieg erklärt sich vorrangig durch vier Faktoren: höheres Lebensalter der werdenden Mütter, Zunahme an Adipositas schon vor der Schwangerschaft, exzessive Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und Bewegungsmangel.

Deshalb wurde im März 2012 ein generelles Screening in die Mutterschaftsrichtlinien eingeführt, das von den Krankenkassen bezahlt wird. Die Teilnahme am Screening ist für die Frauen freiwillig und soll auf der Basis eines informierten Einverständnisses durchgeführt werden. Die intensive Betreuung der Schwangeren mit GDM muss durch Diabetologen erfolgen. In 80 Prozent reichen Basismaßnahmen, wie Blutzucker-Selbstkontrolle, Ernährungsumstellung und vermehrte Bewegung aus, nur circa 20 Prozent der Frauen benötigen Insulin. Andere Diabetes-Medikamente werden in Deutschland bei Schwangeren nicht eingesetzt, auch nicht Metformin.

Die GDM-Therapie mindert unter anderem die Rate an Präeklampsien für die Mütter und ebenso Risiken unter der Geburt für Mutter und Kind, vergleichbar dem Typ-1-Diabetes.

Die GDM-Diagnose ist von erheblichen emotionalen Reaktionen bei der Mutter begleitet. (Feighan C et al. Lancet Diabetes Endocrinol 2017; doi: 10.1016/S2213-8587(17)30189- 4). Stehen unmittelbar nach der Diagnose Angst, Ärger, Wut und Schuldgefühle im Mittelpunkt, so wandelt sich dies im Laufe der Zeit in das Empfinden, GDM könne behandelt und bewältigt werden. Die Unterstützung der professionellen Betreuer wird angenommen. Am Ende der Schwangerschaft sind die Frauen erleichtert, fühlen sich gut informiert und weiter unterstützt. Einige Frauen treffen wegen der GDM-Diagnose auch Entscheidungen für ihre eigene Gesundheitsförderung.

Nicht zuletzt mit Blick auf weiteren Kinderwunsch.

Jede zweite Frau entwickelt innerhalb von zehn Jahren nach der Schwangerschaft einen manifesten Diabetes. Den gilt es zu verhindern. Deshalb fordert die evidenzbasierte Leitlinie der DDG, nach einem GDM je nach Risiko alle ein bis drei Jahre einen oGTT durchzuführen, nur ein Nüchtern-Blutzucker oder ein HbA1c-Wert reichen nicht aus. Wird bei der Nachsorge eine gestörte Glukosetoleranz festgestellt (BZ nach 2 Stunden 140– 199 mg/dl bzw. 7,8–11,05 mmol/l), so kann durch eine begleitete Lebensstilintervention (Gewichtsreduktion, Bewegung, Ernährungsumstellung, Nikotinkarenz) das Umspringen in einen Typ-2-Diabetes in drei Jahren um 50 Prozent und in 10 Jahren um 35 Prozent reduziert werden.

Das ist effektive Krankheitsprävention in noch jungen Lebensjahren. Heute wissen wir auch, dass Frauen, die nach einem GDM einen Typ-2-Diabetes entwickeln, ein erhöhtes Risiko für mikrovaskuläre Komplikationen an Augen, Nerven und Nieren haben (Diabetes Care 2016; doi: 10.2337/dc-161400).

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Für zukünftige gesundheitsfördernde Strategien ist es daher wichtig, zwei wesentliche Punkte zu berücksichtigen. Erstens sollte schon vor der Schwangerschaft ein normales Körpergewicht erreicht werden. Dies bedingt Gesundheitserziehung und Verbraucheraufklärung ab dem Kindergartenalter. Zweitens sollte die erste Schwangerschaft auf jüngere Lebensjahre vorverlegt werden.

Hierzu sind begleitende gesellschaftspolitische Entscheidungen notwendig, nämlich Schwangerschaft und Kindererziehung für Frauen möglich zu machen, ohne dass sie beim Abschluss ihrer Ausbildung und bei der Verwirklichung ihrer beruflichen Ziele benachteiligt werden. (Es gilt das gesprochene Wort!) Mannheim, November 2017

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Automatische Blutdruckmessung im Alltag – aber richtig! Professor Dr. med. Bernd Sanner, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® , Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik des Agaplesion Bethesda Krankenhauses Wuppertal gGmbH Der Bluthochdruck, die arterielle Hypertonie, ist eine Erkrankung, die häufig mit Herz- und Kreislaufkomplikationen einhergeht und zu einer deutlich erhöhten Sterblichkeit führt.

Eine effektive Behandlung mit der Senkung des Blutdrucks um nur wenige Millimeter Hg vermag es, die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen dieser Erkrankung – wie einen Schlaganfall oder andere Gefäßerkrankungen – substanziell zu reduzieren. Es ist daher wichtig, die tatsächliche Höhe des Blutdrucks und damit auch die individuelle Bedeutung dieser Erkrankung für den Betroffenen so genau wie möglich zu erfassen. Gerade bei der nur zu wenigen Zeitpunkten durchgeführten Messung in der Arztpraxis, der sogenannten Gelegenheitsblutdruckmessung, gelingt dies nur unzureichend. Auch ist zu bedenken, dass Patienten im häuslichen Umfeld andere Blutdruckwerte haben können als in der Arztpraxis.

Entweder sind diese in der Praxis höher als im häuslichen Umfeld, man spricht dann von einer Weißkittelhypertonie. Oder sie sind in der Praxis niedriger, dann liegt eine „maskierte“ Hypertonie vor. Die Blutdruckselbstmessung Betroffener im häuslichen Umfeld sollte daher unterstützt werden. Zum Einsatz kommen hier vor allem automatische Blutdruckmesssysteme. Solche Systeme werden auch zunehmend häufig in medizinischen Zentren (Krankenhäusern, Arztpraxen, Rehakliniken und Altenheimen) verwendet. Fehlerhafte Messungen und die Reaktion auf falsche Blutdruckwerte können jedoch zu erheblichen Problemen führen und eine erfolgreiche Therapie verhindern.

Aus diesem Grund ist unbedingt auf korrekte Messbedingungen zu achten: – Die Messung sollte erst nach fünf Minuten ruhigen Sitzens im entspannten Zustand stattfinden.

– Die Umgebung sollte ruhig sein, Beine sollten nicht überkreuzt werden. – Auf die richtige Größe der Blutdruckmanschette ist zu achten: Ist sie zu klein, wird ein zu hoher Blutdruckwert ermittelt. – Der Unterrand der Blutdruckmanschette eines Oberarmmessgerätes sollte 2,5 cm über der Ellenbeuge enden. – Es sollten nur validierte Blutdruckmessgeräte zum Einsatz kommen. Empfohlen werden vor allem Geräte, die das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga tragen. – Sind die Blutdruckwerte an beiden Armen unterschiedlich, gilt der höhere Blutdruckwert.

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(DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim – Bei Herzrhythmusstörungen ist zu prüfen, ob das eingesetzte Gerät verlässliche Werte liefert und daher verwendet werden kann. – Bei der Messung mit einem Handgelenkblutdruckmessgerät ist unbedingt darauf zu achten, dass sich die Messmanschette in Herzhöhe befindet. – Wiederholungsmessungen sollten frühestens nach einer halben Minute stattfinden. – Empfohlen werden zwei Messungen hintereinander, wobei der zweite, in der Regel niedrigere Wert zählt.

– Während bei der Gelegenheitsblutdruckmessung beim Arzt ein Blutdruckwert von kleiner als 140/90 mmHg als normal gilt, liegt der Grenzwert bei der Blutdruckselbstmessung bei 135/85 mmHg. Insgesamt ist davon auszugehen, dass sich durch den Einsatz der automatischen Blutdruckmessung vor allem im häuslichen Umfeld die Versorgungssituation verbessert und sich dadurch Folgeerkrankungen und Komplikationen verhindern lassen und die ansonsten erhöhte Sterblichkeit von Patienten mit einem unbehandelten Bluthochdruck positiv beeinflusst werden kann.

(Es gilt das gesprochene Wort!) Mannheim, November 2017

Diabetes mellitus – Zahlen und Fakten Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die Menschen jeden Alters betreffen kann. Zahlen: Von Diabetes mellitus sind in Deutschland – laut Robert Koch-Institut – mehr als sechs Millionen Menschen betroffen (2012). Das ist eine Steigerung um 38 Prozent seit 1998, nur 14 Prozent davon sind altersbedingt. Jedes Jahr kommen etwa 270 000 Neuerkrankungen hinzu. Bis 2030 wird mit einem Anstieg auf acht Millionen Erkrankte gerechnet. Jedes Jahr erblinden 2 000 Menschen infolge von Diabetes, mehr als 2 000 Menschen werden dialysepflichtig und 40 000 Amputationen werden durch Diabetes verursacht.

Ursachen: Rund 95 Prozent der Diabetespatienten haben einen Typ-2-Diabetes. Zu den Auslösern eines Typ-2-Diabetes gehören Übergewicht, Mangel an Bewegung, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck sowie genetische Faktoren.

Circa 300 000 Menschen haben einen Typ-1-Diabetes. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine angeborene Autoimmunkrankheit, die meist im Kindes- und Jugendalter auftritt: Die Zellen der Bauchspeicheldrüse produzieren dann kein Insulin mehr. Begleit- und Folgeerkrankungen: Die Folgen von Diabetes mellitus sind vor allem dann schwerwiegend, wenn die Erkrankung über lange Zeit unentdeckt oder der Blutzucker unzureichend eingestellt ist. Zu den gravierendsten Folgeerkrankungen gehören Schlaganfall, Herzinfarkt, Netzhauterkrankung bis hin zur Erblindung, Diabetisches Fußsyndrom mit Gefahr der Amputation, und Niereninsuffizienz.

Behandlung: Typ-2-Diabetes kann häufig mit Ernährungsumstellung und mehr körperlicher Bewegung behandelt werden. Knapp die Hälfte der Patienten erhält Tabletten (orale Antidiabetika) und etwa 30 Prozent der Patienten werden ausschließlich oder in Kombinationstherapie mit Insulin behandelt. Typ-1-Diabetes muss immer mit dem Hormon Insulin behandelt werden. Amputationen als Folge des Diabetischen Fußsyndroms können nachweislich durch eine strukturierte Behandlung im interdisziplinären Team vermieden werden. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Die Deutsche Diabetes Gesellschaft wurde 1964 gegründet und gehört mit über 9 000 Mitgliedern zu den großen medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften in Deutschland.

Mitglieder sind Ärzte in Klinik und Praxis, Wissenschaftler, Psychologen, Apotheker, Diabetes-Fachkräfte sowie andere diabetologisch tätige Experten. Ziel aller Aktivitäten der DDG sind die Prävention des Diabetes und die wirksame Behandlung der daran erkrankten Menschen.

Zu den Aufgaben der DDG im Einzelnen gehören: • die Fort- und Weiterbildung von Diabetologen, Diabetesberaterinnen, Diabetesassistentinnen, Diabetes-Pflegefachkräften, Wundassistentinnen und Fachpsychologen • die Zertifizierung von Diabetespraxen und Krankenhäusern • die Entwicklung von medizinischen Leitlinien zu Diagnostik und Therapie des Diabetes • die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung • die Information und der wissenschaftliche Austausch über neueste Erkenntnisse, unter anderem auf zwei großen Fachkongressen im Frühjahr und Herbst jeden Jahres Zunehmend an Bedeutung gewinnt das gesundheitspolitische Engagement der Fachgesellschaft.

Die DDG ist im regelmäßigen Gespräch mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages, dem Bundesgesundheitsministerium, den Verantwortlichen im Gemeinsamen Bundesausschuss und dem Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Meinungsbildung durch die Herausgabe von Stellungnahmen und eine aktive Medienarbeit.

In 29 Ausschüssen, Kommissionen und Arbeitsgemeinschaften werden einzelne Themen fokussiert bearbeitet. Auf Länderebene arbeiten 15 Regionalgesellschaften daran, dass Ärzte die Erkenntnisse und Empfehlungen der DDG in die tägliche Praxis umsetzen und auf diese Weise dem Patienten zugutekommen lassen. Weitere Informationen unter www.ddg.info

1 Über die Deutsche Hochdruckliga Die Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® | Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention ist ein gemeinnütziger Verein zur Bekämpfung der arteriellen Hypertonie. Die Gesellschaft wurde 1974 gegründet, um die schlechte Versorgungslage von Patienten mit Bluthochdruck zu verbessern.

Weltweit ist nur jeder achte mit Bluthochdruck gut eingestellt. Entweder ist er nicht erfolgreich behandelt, lässt sich nicht behandeln bzw. ist unwissend. Die Langzeituntersuchungen des staatlichen Robert-Koch-Instituts zeigen für Deutschland, dass inzwischen jeder zweite gut eingestellt ist. Vor zehn Jahren war es in Deutschland nur jeder fünfte. Inzwischen ist der Aufklärungs- und Behandlungsgrad gestiegen. Vor 17 Jahren noch waren nur 42 % der behandelten Hypertoniker gut eingestellt. Heute sind knapp über 70 % der behandelten Hypertoniker gut eingestellt. Das ist auch ein Verdienst der Deutschen Hochdruckliga.

Die große Stärke des Vereins ist seine breite Mitgliederbasis. Betroffene, Ärzte und Wissenschaftler engagieren sich gemeinsam im Kampf gegen eine Krankheit, die bei vielen Betroffenen immer noch viel zu spät erkannt wird. Über 6.000 Mitglieder gibt es inzwischen, rund 3.200 Ärzte und 2.800 Laien. Das Selbstverständnis der Deutschen Hochdruckliga drückt sich bereits in ihrem Namen aus. Der Name „Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® “ zeichnet den gemeinnützigen Verein als zweckgerichtetes Bündnis verschiedener beteiligter Gruppen aus. Die im gleichen Maße verwendete Bezeichnung „Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention“ weist den Verein als medizinische Fachgesellschaft aus.

In der Deutschen Hochdruckliga arbeiten u.a. Allgemeinmediziner, Kardiologen, Nephrologen, Neurologen und Sportmediziner zusammen, was der integralen Versorgung der Patienten zu Gute kommt.

Arterielle Hypertonie ist kein nationales Problem, sondern weltweit der wichtigste Risikofaktor für die großen Killer Herzinfarkt und Schlaganfall. Im Kampf gegen Bluthochdruck sind internationale Ansätze wie abgestimmte Forschungsprojekte, gemeinsame Therapieempfehlungen und auch die Unterstützung politischer Maßnahmen besonders wichtig. Deshalb arbeitet die Hochdruckliga mit vielen Fachgesellschaften/ Organisationen national wie international eng zusammen. Die Bedeutung der Blutdruckselbstmessung wurde schon früh erkannt. Die regelmäßige Messung des Blutdrucks durch die Betroffenen selbst ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Die selbst gemessenen Werte der Patienten zeigen dem Arzt, wie sich der Blutdruck über einen längeren Zeitraum verhält. Voraussetzung dafür sind zuverlässige Messwerte. Viele im Handel erhältliche Blutdruckmessgeräte liefern aber nur ungenaue Werte. Experten der Deutschen Hochdruckliga überprüfen daher regelmäßig Blutdruckmessgeräte. Wenn die Geräte die strengen Kriterien erfüllen, erhalten Sie das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga für Messgenauigkeit.

Mit einem eigenen Zertifizierungssystem möchte die Deutsche Hochdruckliga auch die medizinische Betreuung von Patienten mit Bluthochdruck verbessern und ihnen eine an hohen Qualitätsmaßstäben orientierte Behandlung ermöglichen. Aus diesem Grund gründete die Deutsche Hochdruckliga im Jahr 2007 die gemeinnützige Akademie für Fortbildung der Deutschen Hochdruckliga GmbH mit Sitz in Heidelberg. Über 4.100 Ärzte wurden seit 2005 durch die Deutsche Hypertonie Akademie auf Basis einer Verbandsprüfungsordnung zu Hypertensiologen DHL® fortgebildet. Für die Organisation und Durchführung der Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Fachpersonal gründete die Hochdruckliga im Jahr 2007 die gemeinnützige Akademie für Fortbildung der Deutschen Hochdruckliga GmbH mit Sitz in Heidelberg.

Für die Ärzte besteht eine jährliche Fortbildungsverpflichtung.

2 Darüber hinaus qualifiziert die Deutsche Hypertonie Akademie medizinisches und pharmazeutisches Fachpersonal zu Assistenten für Hypertonie und Prävention DHL® . Für das Fachpersonal besteht eine dreijährige Fortbildungsverpflichtung. Bisher wurden bereits 900 Fachkräfte fortgebildet. Seit 2012 wurden zudem 144 Hypertoniezentren durch die Deutsche Hochdruckliga zertifiziert. Diese Zentren bilden hochqualifizierte Anlaufstellen für Hypertoniepatienten, insbesondere auch für schwierig zu diagnostizierende oder schwer zu behandelnde Sonderfälle. Mindestens zwei Hypertensiologen DHL® müssen in einem Zentrum beschäftigt sein.

Unter anderem ein Herz- und Nierenspezialist arbeiten in den Zentren Hand in Hand zusammen. Bisher haben sich bereits 80 Krankenhäuser und 64 Facharztzentren als Hypertoniezentrum DHL® zertifiziert lassen. Die Hypertoniezentren müssen sich alle drei Jahre rezertifizieren lassen. Ärztliche Therapieempfehlungen werden häufig nicht in wünschenswerter Weise umgesetzt. Eine Schulung der Betroffenen und ihrer Angehörigen kann helfen, dies zu verbessern. Mit dem interaktiven Hypertonie-Schulungsprogramm „MEIN BLUTDRUCK – ok!“ hat die Deutsche Hochdruckliga bzw. Hypertonie Akademie 2015 ein zeitgemäßes Konzept zur Schulung von Betroffenen und Angehörigen vorgestellt.

Die Hypertonie Akademie bietet für Ärzte und medizinisches Fachpersonal ein eintägiges Train the Trainer Seminar an, welches zur Durchführung des neuen Hypertonie-Schulungsprogramms berechtigt.

Zahlreiche Mitglieder der Deutschen Hochdruckliga sind Betroffene, die in den Selbsthilfegruppen der Deutschen Hochdruckliga organisiert sind. Vor 36 Jahren im Jahr 1989 wurde die erste Selbsthilfegruppe gegründet, knapp 50 Selbsthilfegruppen existieren derzeit. Die Gemeinschaft einer Gruppe hilft, mit der Krankheit besser zu Recht zu kommen. Die Selbsthilfegruppen sind so unterschiedlich wie ihre Teilnehmer. Die Selbsthilfegruppen werden durch erfahrene ärztliche Mitglieder der Deutschen Hochdruckliga beraten.

Die Deutsche Hochdruckliga gibt seit 1985 für Laien eine eigene Zeitschrift für Prävention und Behandlung des Bluthochdrucks und seiner Folgen heraus: Das Gesundheitsmagazin DRUCKPUNKT.

Der DRUCKPUNKT erscheint drei- bis viermal im Jahr mit einer Auflage von jeweils 22.000 Exemplaren. Das Herz-Kreislauf-Telefon wurde 1992 ins Leben gerufen. Über 78.000 Betroffene haben bisher um Rat gesucht. Als gemeinsame Initiative der Welt Hypertonie Liga und Deutschen Hochdruckliga findet jedes Jahr am 17. Mai der Welt Hypertonie Tag statt (www.hypertonietag.de). Der weltweite Aktionstag soll auf den Bluthochdruck und seine Folgen aufmerksam machen. Wichtigstes Ziel ist dabei, dass möglichst viele Betroffene von ihrer Krankheit erfahren und möglichst viele gute Werte erreichen. In einer Vielzahl von Aktionen, Arzt-Patienten-Foren und Gesundheitstagen informieren Experten aus Klinik und Praxis, aber auch Apotheken und Selbsthilfegruppen deutschlandweit über Bluthochdruck und seine Folgen ein.

Studien zeigen, dass Patienten besser eingestellt und zufriedener sind, wenn die Therapiemaßnahmen einvernehmlich im Dialog zwischen Patient und Arzt festgelegt werden.

Zu einem gelingenden Dialog zwischen Arzt und Patient wollen wir mit unserer Jahreskampagne 2017/ 2018 „Ich bleib mir treu!“ beitragen. Die Therapietreue ist eine gemeinsame Verantwortung bzw. auch eine gemeinsame Herausforderung für Arzt und Patient (siehe auch unsere dazugehörige Kampagnenseite www.ich-bleib-mir-treu.de). Das Motto der kommenden Jahreskampagne 2018/ 2019 lautet „Blutdruckmessen, aber richtig!“. Damit soll auf die Bedeutung der Blutdruck(selbst)messung als Grundlage für eine fundierte Diagnose und Therapie hingewiesen werden.

3 Forscher und Ärzte machen sich stark für die klinische und experimentelle Erforschung der Hypertonie und für die Verbesserung von Diagnostik und Therapie im Rahmen evidenzbasierter Forschungsergebnisse.

Die Deutsche Hochdruckliga veranstaltet jährlich einen wissenschaftlichen Fachkongress. Der diesjährige wissenschaftliche Kongress der Deutschen Hochdruckliga findet vom 10. bis zum 11. November 2017 gemeinsam mit der 11. Diabetes Herbsttagung der DDG in Mannheim statt. Er steht unter dem Leitthema „Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln“. Der 42. wissenschaftliche Kongress der Deutschen Hochdruckliga steht unter dem Motto „Hypertonie, auf Herz und Niere geprüft“ und wird vom 22. bis zum 24. November 2018 im Kosmos in Berlin stattfinden.

Bis Ende 2015 finanzierte die Deutsche Hochdruckliga noch eine Stiftungsprofessur. Die deutsche Hochdruckliga fördert aktiv junge Wissenschaftler durch Forschungspreise und Stipendien. Das Forum junge Hypertensiologen wurde als Plattform vor allem für aktive Nachwuchswissenschaftler gegründet. Für Ärzte in der Weiterbildung bietet die Deutsche Hochdruckliga unter anderem eine Summer School an. An vier Nachwuchsforscher wurden 2013 und 2014 zudem Forschungsstipendien vergeben. Deutsche Hochdruckliga e.V. DHL® Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention Berliner Straße 46, 69120 Heidelberg Telefon: +49 6221 58855-0, Fax -25 Mail: info@hochdruckliga.de Web: www.hochdruckliga.de Vorstand (nach § 26 BGB) Prof.

Dr. med. Bernhard Krämer (Vorsitzender), Prof. Dr. med. Peter Trenkwalder (stv. Vorsitzender), PD Dr. rer. nat. Kristina Kusche-Vihrog, Prof. Dr. med. Bernd Sanner, Prof. Dr. med. Joachim Weil, Prof. Dr. med. Burkhard Weisser, Prof. Dr. med. Ulrich Wenzel, Ines Petzold Geschäftsführer (besonderer Vertreter nach § 30 BGB) Diplom-Volkswirt Mark Grabfelder Vereinssitz: Heidelberg Vereinsregister Mannheim, VR 330849 Steuer-Nummer: 32081/ 00422 Stand 10. Oktober 2017

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Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Curriculum Vitae Professor Dr. med. Monika Kellerer Tagungspräsidentin Diabetes Herbsttagung 2017, Vizepräsidentin der DDG, Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin I, (Diabetologie, Endokrinologie, Angiologie, Internistische Intensivmedizin, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin) Marienhospital Stuttgart Beruflicher Werdegang: 1983–1990 Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität, München 1992 Promotion mit dem Thema „Die Bedeutung der Isoformen des Insulinrezeptors für die Tyrosinkinaseaktivität“ bei Professor H.-U.

Häring, Institut für Diabetesforschung, München 1992 Förderpreis der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 1990–1995 Assistenzärztin an der III. Medizinischen Abteilung (Diabetologie, Endokrinologie und Angiologie) am Städtischen Krankenhaus München-Schwabing (Leitung Professor Dr. H. Mehnert) 1994–1995 Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Gastaufenthalt am Joslin Diabetes Center und New England Deaconess Hospital, Harvard Medical School, Boston 1996–1998 Assistenz- und Fachärztin an der IV. Medizinischen Abteilung der Universitätsklinik Tübingen (Diabetologie, Endokrinologie und Angiologie), Leitung Professor Dr.

H.-U. Häring 1997 Ferdinand-Bertram-Preis der Deutschen Diabetes Gesellschaft 1997 Fachärztin für Innere Medizin 1998 Habilitation im Fach Innere Medizin mit dem Thema „Modulation der Insulinsignalübertragung und ihre Bedeutung für die Pathogenese der Insulinresistenz“ 1998 Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft 2000 Diabetologin/DDG 2000 Schwerpunktanerkennung Endokrinologie im Gebiet Innere Medizin 1998–2002 Oberärztin an der IV. Medizinischen Abteilung der Universitätsklinik Tübingen

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Seit 8/2002 Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin I am Marienhospital Stuttgart Mitarbeit in folgenden Organisationen (Auswahl): • Mitglied im Präsidium der DDG (seit Mai 2017) • Mitglied im Vorstand der Deutschen Diabetes Gesellschaft (2008-2012) • Mitglied und Gutachterin der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft, Berlin (2005–6/2008) • Redaktionsmitglied der Zeitschrift Diabetologie und Stoffwechsel, 2004 – 2009 (offizielles Organ der Deutschen Diabetes Gesellschaft) • Beiratsmitglied der Zeitschrift „Der Diabetologe“ • Mitglied des Weiterbildungsausschusses der Bezirksärztekammer Nord- Württemberg • Gutachterin nationaler und internationaler Diabetes- und Endokrinologie-Organe Weitere Mitgliedschaften (Auswahl): • Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) • Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) • Amerikanische Diabetes-Gesellschaft (ADA) und Endokrinologische Gesellschaft • Europäische Diabetes-Gesellschaft (EASD) • Arbeitsgemeinschaft Diabetes Baden-Württemberg Auszeichnungen und Preise: • Förderpreis der Deutschen Diabetes Gesellschaft • Ferdinand-Bertram-Preis der Deutschen Diabetes Gesellschaft • Heisenberg-Stipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Curriculum Vitae Professor Dr. med. Martin Hausberg Kongresspräsident des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der DHL® , ehemaliger Vorstandsvorsitzender der DHL® , Direktor der Medizinischen Klinik I für Allgemeine Innere Medizin, Nephrologie, Rheumatologie und Pneumologie des Städtischen Klinikums Karlsruhe Akademische Grade: 11/1991 Medizinisches Staatsexamen 1992 Promotion zum Dr.

med., Medizinische Universität zu Lübeck 1994 United States Medical Licensing Examination 2000 Habilitation für das Fach Innere Medizin, Universität Münster 2005 Außerplanmäßiger Professor, Universität Münster Beruflicher Werdegang: 1992–1994 Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik D, Universitätsklinikum Münster 1994–1996 Visiting Research Fellow, Cardiovascular Center, University of Iowa, USA 1996–2000 Assistenzarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik D, Universitätsklinikum Münster 1999 Facharzt für Innere Medizin 2000 Visiting Research Fellow, Cardiovascular Center, University of Iowa, USA 2000–2008 Oberarzt an der Medizinischen Klinik und Poliklinik D, Universitätsklinikum Münster (UKM) 2001 Schwerpunktbezeichnung Nephrologie 2002–2008 Personaloberarzt 2005–2008 Leitender Oberarzt 2007 Zusatzweiterbildung Intensivmedizin 2008 Zusatzweiterbildung Labormedizin, fachgebunden

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Stipendien: 1985–1991 Studienstiftung des Deutschen Volkes 1988–1989 Deutscher Akademischer Austauschdienst 1994–1996 Deutsche Forschungsgemeinschaft 1999 MSD-Stipendium Schwerpunkte der klinischen Tätigkeit: • Gesamte Innere Medizin mit Schwerpunkt Nephrologie, Hypertensiologie, Transplantationsmedizin und Intensivmedizin/Notfallmedizin, Funktionsbereich Ultraschalldiagnostik • Hypertensiologe DHL® seit 2005 • European-Hypertension-Spezialist seit 2005 Wissenschaftliche Arbeitsgebiete: • Regulation des sympathischen Nervensystems bei Niereninsuffizienz • Funktionelle und strukturelle Gefäßwandeigenschaften bei Niereninsuffizienz Publikationen: • Circa 70 Originalarbeiten • Circa 30 Letter und Kasuistiken • Circa 30 Übersichtsarbeiten • Circa 30 Veröffentlichungen mit Fortbildungscharakter, einschließlich Lehrbuchbeiträgen • Mehr als 270 Kumulative Impact-Factors Lehre: 1985–1987 Studentische Hilfskraft, Praktikum Anatomie und Physik, Med.

Universität zu Lübeck Seit 1996 Kursus der allgemeinen klinischen Untersuchung UKM Seit 2000 Medizinische Poliklinik – Differenzialdiagnose Innere Seit 2000 Praktika der Inneren Medizin UKM Seit 2000 Seminare für Studenten im Praktischen Jahr Seit 2000 Kurse Problemorientiertes Lernen – interdisziplinäre Tumormedizin, Entzündungs- und Transplantationsmedizin sowie vaskuläre Medizin UKM

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Seit 2002 Hauptvorlesung Innere Medizin UKM Seit 2003 Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen/Leitlinienkonferenzen für niedergelassene Internisten und Nephrologen Gremien: 2010–2016 Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga e.V. DHL® Seit 2011 Beirat der SWGIM 2013–2016 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Hochdruckliga e.V.

DHL® Seit 2013 Erweiterter Vorstand der DGfN Preise: 2002 Austin Doyle Award der International Society of Hypertension

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Curriculum Vitae Professor Dr. med. Baptist Gallwitz Mediensprecher der DDG, Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen Studium: Studium der Humanmedizin an den Universitäten Essen, Berlin (Freie Universität), TU München sowie einjähriger Studienaufenthalt in Großbritannien mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.

Approbation 1984.

Promotion: „Zur Rolle des Phospholipidstoffwechsels bei der Übertragung des Insulinsignals vom Rezeptor in die Zelle“, Betreuer: Prof. Dr. O.-H. Wieland, Forschergruppe Diabetes, Ludwig- Maximilians-Universität München, 1986. Habilitation: Für das Fach Innere Medizin mit Habilitationsschrift: „Glucagon-like peptide-1: ein Inkretin mit Potenzial zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ II“ an der Christian-Albrechts- Universität zu Kiel, 1998. Berufliche Laufbahn: 1984–1985 Wissenschaftlicher Assistent in der „Forschergruppe Diabetes“ am Städtischen Krankenhaus München-Schwabing (Leitung Prof.

Dr. O.-H. Wieland) 1985–1988 Postgraduiertenstipendium des Boehringer Ingelheim Fonds für medizinische Grundlagenforschung an der Medizinischen Klinik der Georg-August-Universität Göttingen, Abteilung Gastroenterologie und Endokrinologie (Leitung Prof. Dr. W. Creutzfeldt) 1988 „Klinische Arbeitsgruppe für gastrointestinale Endokrinologie“ der Max- Planck-Gesellschaft und der Georg-August-Universität Göttingen (Leitung Dr. J. M. Conlon) 1988–1991 Wissenschaftlicher Assistent an der Medizinischen Klinik der Georg- August-Universität Göttingen, Abteilung Gastroenterologie und Endokrinologie (Leitung Prof.

Dr. W. Creutzfeldt)

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim 1991–1998 Wissenschaftlicher Assistent an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin – I. Medizinische Klinik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Leitung Prof. Dr. U. R. Fölsch) 1998–1999 Oberarzt für den Funktionsbereich Diabetes an der Klinik für Allgemeine Innere Medizin – I. Medizinische Klinik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (Leitung Prof.

Dr. U. R. Fölsch) 1999–2003 Oberarzt an der Medizinischen Klinik I des St. Josef-Hospitals, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum (Leitung Prof. Dr. W. E. Schmidt) Seit 2003 Leitender Oberarzt und Leiter der Ambulanzen für Endokrinologie und Diabetes an der Medizinischen Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen (Leitung Prof. Dr. H.-U. Häring) 2005 Ernennung zum außerplanmäßigen Professor Seit 2006 Stellvertretender Direktor, Medizinische Klinik IV, Eberhard Karls Universität Tübingen Mitgliedschaften in klinischen und wissenschaftlichen Gesellschaften: • American Diabetes Association (ADA) • European Association for the Study of Diabetes (EASD) • Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) • Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) • Berufsverband deutscher Diabetologen (BDD) • Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) • Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) • Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Baden-Württemberg (ADBW) Qualifikationen: Facharzt für Innere Medizin (1994), Gastroenterologie (1996), Endokrinologie (2000), Diabetologe (DDG) (1997), Ernährungsmedizin (DAEM/DGEM) (2001), Fachkunde Labormedizin (1999).

Forschung: Physiologie und Pathophysiologie der Inkretinhormone, Prädiabetes; Diabetesprävention bei Typ-2-Diabetes; Genotyp – Phänotyp Charakterisierung des Typ-2-Diabetes, Therapie von Diabetes und Adipositas.

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Curriculum Vitae Dr. med. Helmut Kleinwechter Diabetologikum Kiel, Diabetes-Schwerpunktpraxis und Schulungszentrum Kiel • Facharzt für Innere Medizin/Diabetologie (Diabetologe Deutsche Diabetes Gesellschaft/DDG) • 1972–1979 Studium der Humanmedizin und Psychologie in Bonn und Kiel • Promotion über ein Thema zur Insulinpumpentherapie • Ausbildung zum Internisten und Diabetologen am Kreiskrankenhaus Eckernförde und der 3.

Medizinischen Klinik des Städtischen Krankenhauses Kiel • 1993–2017 Führung einer Diabetes-Schwerpunktpraxis in Kiel gemeinsam mit Dr. Demandt Arbeitsschwerpunkt: Betreuung diabetischer Schwangerer • Ab 2017 diabetologischer Gerichtsgutachter, Fortbildungstätigkeit für Ärzte und Diabetes-Assistenzberufe • 2000–2010 Sprecher des Boards der AG „Diabetes und Schwangerschaft“ der DDG • 2003–2013 Sprecher der Leitlinienexpertengruppe „Diabetes und Schwangerschaft“ und „Gestationsdiabetes“ • 2012 Helmut-Otto-Medaille der DDG

Kongress-Pressekonferenz der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) und der Deutschen Hochdruckliga e.V. (DHL)® anlässlich der 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Freitag, 10. November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr, Mannheim Curriculum Vitae Professor Dr. med. Bernd Sanner Vorstandsmitglied der DHL® , Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Medizinischen Klinik mit Kardiologie, Lungenheilkunde und Schlafmedizin, Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal Professor Dr. Bernd Sanner studierte Medizin an den Universitäten in Frankfurt am Main und in Chicago, USA.

Seine Facharztausbildung für Innere Medizin erfuhr er an der Ruhr- Universität in Bochum. Er führt die Schwerpunktbezeichnungen Kardiologie und Pneumologie und besitzt die Zusatz-Weiterbildungen Internistische Intensivmedizin und Schlafmedizin. Er ist Hypertensiologe der Deutschen Hochdruckliga/Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention sowie Hypertension Specialist der European Society of Hypertension. Von 1996 bis 2002 war er Leiter der Abteilung für Pneumologie und des Schlafmedizinischen Zentrums der Ruhr-Universität Bochum am Marienhospital Herne, in den Jahren 2000 und 2001 zusätzlich kommissarischer Direktor der Medizinisch-Geriatrischen Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum.

Seit 2002 ist er Chefarzt und ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik am Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal.

Ihr Kontakt für Rückfragen: Am 10. und 11.11.2017 vor Ort in Pressestelle Diabetes Herbsttagung/Hypertonie-Kongress Mannheim: Julia Hommrich, Stephanie Priester Congress Center Rosengarten Postfach 30 11 20, 70451 Stuttgart Foyer Johann Wenzel Stamitz, Ebene 2 Telefon: 0711 8931-423/605 Telefon: 0621 4106 5024 Telefax: 0711 8931-167 Telefax: 0621 4106 5925 hommrich@medizinkommunikation.org priester@medizinkommunikation.org www.herbsttagung-ddg.de Kongress-Pressekonferenz 11. Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 41. Wissenschaftlicher Kongress der Deutschen Hochdruckliga DHL® Motto: „Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck: vorbeugen, erkennen, behandeln“ Termin: Freitag, 10.

November 2017, 12.30 bis 13.30 Uhr Ort: Raum Johann Wenzel Stamitz Anschrift: Congress Center Rosengarten, Rosengartenplatz 2, 68161 Mannheim Bitte schicken Sie mir folgende(s) Foto(s) per E-Mail: o Professor Dr. med. Monika Kellerer o Professor Dr. med. Martin Hausberg o Professor Dr. med. Bernhard Krämer o Professor Dr. med. Baptist Gallwitz o Dr. med. Helmut Kleinwechter o Professor Dr. med. Bernd Sanner Vorname: Name: Redaktion: Ressort: Straße/Nr.: PLZ/Ort: Telefon: Fax: E-Mail-Adresse: Unterschrift: Bitte kontaktieren Sie uns per E-Mail unter: deckert@medizinkommunikation.org oder per Fax an 0711 8931-167.

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