Sektionsinfo - Alpenverein Beckum

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Sektionsinfo




   Mitgliederinformation Winter 2019/20
Sektionsinfo - Alpenverein Beckum
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Der Vorsitzende informiert
                                                                Grußwort
                                                                                                 3
Mitgliederinformation Winter 2019/20



Liebe Sektionsmitglieder,
das Jahr 2019 neigt sich wieder dem Ende
entgegen. Für unseren Verein war es wieder
ein ereignisreiches Jahr mit vielen interes-
santen Veranstaltungen. Leider hat der reich-
liche und lang anhaltende Schnee des
vergangenen Winters dem Rückgang der
Gletscher keinen Einhalt gebieten können.
Das ab Mitte Juli anhaltende schöne und
warme Wetter hat ihn wieder schwinden las-
sen. Der Rückgang des Eises setzt sich fort
mit allen unangenehmen Folgen.
Insbesondere auf den Erhalt von Hütten und
Wegen wird sich der Permafrostrückgang in
den nächsten Jahren verstärkt auswirken.         damit deutlich über dem Bundesdurch-
Von den damit verbundenen Kosten für den         schnitt.
Erhalt ganz zu schweigen.                        Dieses Wachstum ist nur möglich durch ein
Unser Kletterturm steht und die letzten Ar-      breitgefächertes und abwechslungsreiches
beiten werden bis zur offiziellen Eröffnung      Programm und viele ehrenamtliche Helfer,
erledigt sein. Trotz einiger Unwägbarkeiten      die es organisieren. Ihnen gebührt unser
konnte die Kostenplanung eingehalten wer-        aller Dank für ihre Arbeit. Aber wir brauchen
den. Mehrkosten wurden im wesentlichen           hier immer wieder Unterstützung. Also tra-
über Spenden aufgefangen. Unser aller Dank       gen Sie dazu bei und engagieren Sie sich.
gebührt der Projektgruppe, die den Bau über      Zum 1. Januar 2021 erhöht sich die Ver-
3 Jahre geplant und realisiert hat. Wir werden   bandsabgabe für Vollmitglieder um 3 Euro
die Eröffnung im Frühjahr 2020 mit einem         für die Digitalisierungsoffensive des DAV und
großen Vereinsfest gebührend feiern.             1 Euro für einen neuen Klimaschutzfonds.
Das Jahr 2020 ist ein besonderes Jahr für den    Für die anderen Mitgliederkategorien gilt
Bergsport in unserer Region. Vor 100 Jahren      dies abgestuft. Diese Erhöhung können wir
beantragte Clemens Bomke bei der damali-         mit dem bisherigen Beitrag nicht auffangen.
gen Vereinsleitung in Wien die Zulassung un-     Der Vorstand wird der Mitgliederversamm-
serer Sektion. Da die Interessentenzahl noch     lung daher eine Beitragserhöhung in Höhe
nicht für einen eigenständigen Verein aus-       der oben genannten Beträge vorschlagen.
reichte, bildete sich die Ortsgruppe Beckum      Für allgemeine Kostensteigerungen wird
in der Sektion Dortmund des D.u.Oe.A.V. mit      keine Erhöhung benötigt. Hier profitieren wir
14 Mitgliedern. Aus dieser Gruppe wurde          vom Mitgliederwachstum der vergangenen
dann 1925 unser heutiger Verein. Näheres         Jahre. Der bisherige Beitrag war dann seit 8
hierzu in der Sommerausgabe 2020.                Jahren unverändert.
Aus den 14 Mitgliedern des Jahres 1920 sind      Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein
heute 1.767 Mitglieder geworden. Die posi-       gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesun-
tive Mitgliederentwicklung hält an. Das          des und glückliches Jahr 2020.
Wachstum 2019 beträgt 6,2 %. Wir liegen          Ihr Thomas Roßbach, 1. Vorsitzender
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Redaktionsinfos
4                 Impressum                                 Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Impressum
     Deutscher Alpenverein
     Sektion Beckum e. V.
     Lönkerstraße 18
     59269 Beckum
     Telefon: (0 25 21) 2 82 73
     E-Mail: info@alpenverein-beckum.de
     Internet: www.alpenverein-beckum.de

     Bankverbindung:
     Sparkasse Beckum-Wadersloh, IBAN: DE28 4125 0035 0000 5385 38, BIC: WELADED1BEK
     Volksbank Beckum-Lippstadt eG, IBAN: DE73 4166 0124 0127 2518 00, BIC: GENODEM1LPS

     Redaktion:              Manfred Kolkmann
                             Everkekamp 9, 59269 Beckum
                             Telefon: (0 25 21) 1 46 24
                             E-Mail: redaktion@alpenverein-beckum.de

     Der Redaktions- und Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe ist der 30.04.2020.




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    Titelbild
    Beim Abstieg vom Teissljöchl (im Südtiroler Pflerschtal) musste manches Hindernis überwun-
    den werden, bis der Dolomieuweg erreicht war.                      Foto: Manfred Kolkmann
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Überblick
                                                         Inhaltsverzeichnis
                                                                                            5
Mitgliederinformation Sommer 2019



Grußwort                                 3    Rege Nachfrage nach Septemberfahrt 50
Impressum                                4    Fronleichnam geht’s nach
Inhaltsverzeichnis                       5    Brotterode in Thüringen               52–53
                                              Schneeschuhwandern im März 2020          53
 Blick zurück                                 Bis 1. Februar anmelden zum
150 Jahre Windmühle Ennigerloh –              Grundkurs Alpinklettern im Ötztal        54
Die Sektion beim Maibaum- und                 Watzmann-Ostwand – Gemeinschaftstour
Mühlenfest                              6–7   vom Königssee zur Watzmannspitze         55
Touren der Wandergruppe                       Hüttentour 2020 führt in Sarntaler Alpen 56
von Mai bis September                  8–10   Termine Dezember 2019–Juli 2020 58–61
Mehrtagesfahrt zu Fronleichnam
führte nach Masserberg/Thüringen 11–13        Neues vom Büchermarkt
Tschernobyl-Initiative 20 Jahre aktiv 14–15   22 perfekte Skitouren-Wochenenden       62
Arbeitseinsatz im Arbeitsgebiet               Skitourenführer Dolomiten               63
Leutasch                              16–19   Winterwandern Bayerische Alpen          64
Inselwanderungen auf Madeira          20–21   Wanderführer Allgäu 2                   64
Radtour zum „Freistaat“ Überems          22   Wanderführer Champagne-Ardennen         65
Alpenveilchenradtour 2019                     Wanderführer Niedere Tatra              65
„150 Jahre DAV – 150 km geradelt“        23   Wanderführer Dolomiten                  66
Auf den Spuren der Tödden             24–25   Wanderführer Kreta                      67
Kistenklettern in Ennigerloh –                Karten Lienzer Dolomiten + Hohe Wand    68
Die Sektion bei den Ferienspieltagen     26
Auf Hüttentour im Rätikon                     Allgemeine Informationen
unterwegs                             27–29   Ansprechpartner der Sektion          69–71
Schöne Tage an der Ravensburger Hütte 29      Neues von der Weidmannsruh              72
Jubiläumstour „150 Jahre DAV“                 Aufnahmeantrag DAV                   73–74
zur Weidmannsruh                      30–31   Mitgliedsbeiträge der Sektion           75
Zugspitztour im August 2019           32–33   Mitteilungen der Geschäftsstelle     76–77
Mehrtagesfahrt ins Pflerschtal        34–39   Neue Mitglieder der Sektion          78–79
Richtfest: Turmbau zu Beckum             40   Geburtstage von
Jubiläumsfestakt 150 Jahre DAV           41   Sektionsmitgliedern                  79–80
                                              Nachrufe                             82–83
Blick voraus                                  Stellenanzeige
Multivisionsschauen in Stadthalle Ahlen 42    Wanderleiter – Trainer C Bergsteigen    84
Alpingruppe: Orientierungstraining       43   Antrag für unsere Kletteranlage      85–86
Klettergruppe Breitensport: Blick voraus 43   Neue Gebühren Kletteranlage ab 2020 87
Multivisionsschau Portugal            44–45   Die unbekannte Seite des Kletterns –
Lichtbilderporträt Libanon               46   Erschließen und Pflege von
Bildervortrag Uganda                     47   Steinbrüchen fürs Klettern           88–90
Multivisionsschau „Schweiz alpin“        48   Der DAV beschließt konsequenten
Einladung zur Mitgliederversammlung 49        Klimaschutz                          92–93
Kleine Ahornschleife an zwei Tagen       50   Übernachtungspreise Weidmannsruh 94
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6         Maibaum- und Mühlenfest                           Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




    150 Jahre Windmühle Ennigerloh
    Die Sektion am Maibaum Ennigerloh
    und Klettern beim Mühlenfest
    Text + Fotos: Bernhard Emberger




    Jürgen Brexler präsentiert den Alpenverein Beckum und hängt die Vereinstafel auf.

    Die Mühlenfreunde Ennigerloh und der Al-      errichtet. Da auch der Alpenverein Beckum
    penverein feierten am Wochenende des 18.      mit seinen Mitgliedern in Ennigerloh aktiv
    und 19. Mai 2019 gemeinsam ihr Jubiläum       ist, war auch die Sektion Beckum mit einer
    zum 150-jährigen Bestehen beim Mühlen-        Tafel am Maibaum präsent. Jedes Gewerk
    fest. Ein ökumenischer Gottesdienst läutete   und jeder Verein stellte sich mit seinen Akti-
    am Samstagnachmittag das Mühlenfest ein.      vitäten kurz vor. Für unsere Sektion sprach
    Anschließend wurde gemeinsam mit den          Jürgen Brexler, der auch anschließend die
    Gewerken und den Vereinen der Maibaum         Tafel an den Baum hing. Als die 28 Tafeln am
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                                                       Maibaum- und Mühlenfest
                                                                                                7
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Baum eingehängt waren, wurde mit verein-         Routen am Turm zu erklimmen, und gedul-
ten Kräften der Maibaum aufgestellt.             deten sich dafür sogar ein bisschen mit War-
Am Sonntag wurde das Mühlenfest mit vie-         tezeit. Eine besondere Freude für die
len Spielstationen für die Kinder gefeiert.      Kletterer war das Läuten der Glocke an der
Zum 150-Jährigen war eine mobile Kletter-        Turmspitze.
wand an der Mühle aufgestellt. Hier sicherte     Unser Engagement wurde am Abend mit
die Klettergruppe Breitensport mit Ute           einem Rundgang durch die Mühle belohnt.
Schmidt, Jessica Kirschke, Siegfried Räcke,      Einer der Mühlenfreunde stellte uns das
Jürgen Brexler und Bernhard Emberger die         Handwerk des Müllers vor über 100 Jahren
kletternden Kinder. Viele Kinder stellten sich   und die Geschichte der Ennigerloher Wind-
sogar mehrmals an, um die verschiedenen          mühle vor.




Die Breitensportgruppe des Alpenvereins Beckum übernimmt die Sicherung, damit auch
alle Kletterer wieder heil am Boden ankommen.
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8      Wandergruppe Mai–September                              Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




    Wandergruppe jeden Monat unterwegs
    Text: Iris Jungbluth/Manfred Kolkmann, Bilder: Peter Bellenhaus/Manfred Kolkmann

    Am 19. Mai führte Josef Franke 50 Teilneh-       chen schon auf die hungrige Meute warte-
    mer über einen Teilabschnitt der Teutoschlei-    ten. Es war eine sehr gesellige Einkehr bei
    fen im Teutoburger Wald bei Leeden. Der          Erwin privat, der uns herrlich beköstigte.
    Rundweg verlief über idyllische Ruheplätze       Am Samstag, den 20. Juli starteten wir schon
    und aussichtsreiche Wiesenpassagen. Das          in aller Frühe Richtung Hamburg. Hier hatte
    Highlight war der Abstecher zum Lengeri-         Manfred Kolkmann eine Tagestour auf dem
    cher Canyon. Dies ist ein stillgelegter Stein-   Alsterwanderweg ausgearbeitet. Bevor die
    bruch mit hohen Klippen. Der Ausblick auf        Wanderung bei den Landungsbrücken star-
    smaragdgrünes Wasser bei bestem Sonnen-          tete, begrüßte uns Jürgen Lockhausen vom
    schein war der strahlende Abschluss einer in-    Alpenverein Hamburg, der uns einige Infor-
    formativen Wanderung.                            mationen gab und ein Stück des Weges be-
    Am sonnigen 16. Juni führte Edith Kappe bei      gleitete.
    der Sektionsradtour 33 Radler von Beckum         Dann gingen wir mit 40 Wanderfreudigen
    aus über Vellern und das Geisterholz zur kur-    am Michel vorbei zur Binnenalster, wo knapp
    zen Kaffeepause nach Ostenfelde. Über den        die Hälfte den Ausflugsdampfer nahm, um
    Golfplatz sowie durch Bauerschaften ging es      bis zum nördlichen Rand der Außenalster zu
    über Westkirchen nach Enniger, wo Marlies        gelangen. Die meisten liefen jedoch an der
    Bergedieck und Erwin Werka mit großem            Westseite entlang mit herrlichem Blick über
    Kaffeegedeck und vielen heißen Reibeku-          den See zu dem gemeinsamen Treffpunkt an




    Die Teilnehmer der Tageswanderung im Mai
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                                                 Wandergruppe Mai–September
                                                                                            9
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Die Teilnehmer der Sektionsradtour vor der Rückämper Kapelle in Enniger

der Krugkoppelbrücke. Von hier aus ging es    gel wartete.
auf dem Alsterwanderweg bei viel Sonnen-      Eine Punktlandung legten wir bei der An-
schein und Temperaturen bis zu 29 Grad zu-    kunft hin, denn keine fünf Minuten später
nächst ein Stück entlang nobler Villen und    goss es in Strömen, so dass wir leider den
dann durch urige Wälder und schöne Grün-      Biergarten nicht nutzen konnten. Gegen Mit-
anlagen bis ins Rodenbeker Quellental, wo     ternacht kehrten wir mit anderen als den
nach knapp 27 km zum Abschluss ein Brat-      sonst üblichen Eindrücken von Hamburg
kartoffelbüfett auf die hungrigen Wandervö-   wieder in der Heimat ein.




Die Teilnehmer der Hamburgfahrt am 20. Juli etwa 3 km vor dem Ziel
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10      Wandergruppe Mai–September                            Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Die Teilnehmer der Septemberwanderung

     Marlies Bergedieck hatte am 18. August         endete, kamen noch 47 Wanderer zusam-
     schlechtes Wetter bei ihrer Wanderung. Trotz   men, die bei herrlichem Sonnenschein und
     allem fanden sich 38 Wanderer ein, die sich    25 Grad die 20 km lange Strecke liefen. Der
     auf den Weg ins Naturschutzgebiet „Haard“      Pilgerweg kann leicht unterteilt werden, wir
     bei Haltern am See machten. Eine sehr ab-      aber machten die ganze Strecke, Zeit war
     wechslungsreiche Strecke durch die Westru-     genug. Bei dem Wetter auch kein Opfer. Ge-
     per Heide begeisterte die Mitläufer, die die   opfert und gebüßt wurde auch sonst nicht.
     naturnahe Gegend bestaunen konnten. Der        Eher viel geredet. Vor allem bei der Einkehr
     Regen war dann auch schnell vergessen.         im Biergarten bei Weyherʼs, wo es neben Kaf-
     Nach Paderborn auf den „Alten Pilgerweg“       fee und Kuchen noch Bratkartoffelspezialitä-
     ging es am 22. September mit Iris Jungbluth    ten und Bier gab. Ein allgemeiner schöner
     und Berni Lüttkenhaus. Trotz der zehntägi-     Sonn(en)tag auf beschaulichen Waldwegen
     gen Sektionstour, die erst vor einer Woche     und in weiten Buchenwäldern.


       Kooperation mit dem Ski-Club Beckum
       Seit ein paar Jahren kooperieren wir mit dem Ski-Club Beckum im Bereich Skilauf und
       Wandern. Der Ski-Club veranstaltet jeden Winter eine Skifreizeit in den Alpen. Dabei
       werden die Teilnehmer in verschiedenen Leistungsgruppen von Übungsleitern betreut.
       Als Beckumer Sektionsmitglied können Sie an den Skireisen des Ski-Clubs zu Mitglie-
       derpreisen teilnehmen. Im Gegenzug steht unser Wanderprogramm den Mitgliedern
       des Ski-Clubs offen.
       Informationen zum Ski-Club und zu der angebotenen Fahrt finden Sie im Internet
       unter www.ski-club-beckum.de.
       Die notwendigen Informationen finden Sie zudem auch auf unserer Homepage.
Blick zurück
                                               Fronleichnamsfahrt nach Masserberg
                                                                                               11
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Wandertagebuch zur Fronleichnamsfahrt
nach Masserberg im Thüringer Wald
Text: Jochen Ogurek, Fotos: Manfred Kolkmann/Monika Heinemann




Die Teilnehmer der Fronleichnamsfahrt 2019

Am Donnerstag, 20. Juni starteten wir mit 39   Am Freitag ging es nach einem reichhaltigen
Teilnehmern unsere 4-Tage-Fronleichnams-       Frühstück mit vielen Leckereien ab Hotel auf
fahrt nach Masserberg in Thüringen. Nach Er-   unsere erste Ganztags-Rundwanderung. Bei
reichen unseres Aussetzpunktes an einer        klarem Wetter, 19 °C und einer angenehmen
Grillhütte südlich von Neustadt am Renn-       Brise waren wir schon nach ein paar Minuten
steig und dortiger Mittagspause begann un-     auf dem Rennsteig. Zur Einstimmung der
sere erste Wanderung: zunächst über eine       Wanderung waren auf dem Weg zur Turm-
offene Hochfläche mit schöner Aussicht.        baude gleich einige Dutzend Höhenmeter
Dann ging es über Waldwege talwärts in den     zu bezwingen. Während die meisten Wande-
kleinen Ort Altenfeld, wo dann ein langer      rer die kleine Pause an der Turmbaude zur Er-
Aufstieg über Waldwege begann. Da es dazu      holung nutzten, erklommen andere die
auch noch ziemlich schwül war, wurde die       Aussichtsplattform der 33 Meter hohen
Wanderung schon etwas anstrengend. An          Rennsteigwarte, die hier direkt am Weges-
der Triniusbaude führte uns der Weg über       rand steht. Über Waldwege und schöne
den Rennsteig durch schmale Rinnen und         Pfade, vorbei an der Heidehütte, Eisfelder
Pfade weiter Richtung Hotel. Nachdem wir       Ausspanne und dem Germarstein auf der
unsere Zimmer bezogen und uns frisch ge-       Pechleite, erreichten wir den idyllisch gele-
macht hatten, hängten unsere Sektions-         genen Werrateich, bei dem wir unsere Mit-
fahne auf. Anschließend ging es direkt zum     tagsrast einlegten. Danach war wieder ein
Abendbuffet. Den Tag ließen wir bei einigen    längerer Anstieg zu bewältigen. Oben ange-
kühlen Getränken ausklingen. Die Wande-        kommen, lud dann die neu gestaltete Werra-
rung heute war 12 km lang mit 300 Hm.          quelle zu einer kurzen Verschnaufpause ein.
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12   Fronleichnamsfahrt nach Masserberg                     Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.



                                                  Kolkmann stellte Ute als seine Nachfolgerin
                                                  ab 2020 vor. Die heutige Wanderung bei
                                                  idealem Wetter war 24 km lang mit 520 Hm.
                                                  Am Samstag fuhren wir nach dem Frühstück
                                                  zu einem Parkplatz südlich von Oberhof. Hier
                                                  starteten wir bei angenehmem Wanderwet-
                                                  ter unsere Rundwanderung. 6 Teilnehmer
                                                  entschieden sich für eine kürzere und relativ
                                                  ebene Variante zum Schneekopf und 4 Teil-
                                                  nehmer nutzten den Tag für einen Bummel
     Werraquelle                                  in Oberhof und eine anschließende Kurz-
                                                  wanderung. Die Hauptgruppe wanderte
     Der uneingeschränkte Höhepunkt der Tages-    über die uns nun schon geläufigen Schotter-
     wanderung war der Weg durch den Esels-       wege, aber auch auf schönen Wanderpfa-
     grund. Über traumhaft schöne Wald- und       den. Vorbei an der Dürrenberger Hütte,
     Wiesenpfade schlängelte sich der Weg im      erreichten wir über einen kurzen, sehr steilen
     ständigen Auf und Ab entlang eines Zuflus-   Pfad den Gipfel des Schneekopfs, mit 978
     ses der Biber. Der Weg endete am Zigeuner-   Metern zweithöchster Berg des Thüringer
     felsen in der Fehrenbacher Schweiz. Da der   Waldes und für unsere Wanderungen der
     Ort Fehrenbach auch der niedrigste Punkt     einzige Berg mit einem Gipfelkreuz. Auf dem
     unserer Tageswanderung war, stand nun auf    Gipfel legten wir unsere Mittagsrast ein und
     kurzer Distanz ein ordentlicher Anstieg      auch unsere Gruppe „Kurzwanderer“ traf fast
     bevor. Um 16:15 Uhr erreichten wir unser     zeitgleich ein. Auf Grund der immer noch
     Hotel. Während des Abendessens stieß auch    sehr guten Wetterlage hatten wir eine sehr
     Ute Schmidt zu uns. Tourenleiter Manfred     gute Rundumsicht auch über den Thüringer




     Eselsgrund
Blick zurück
                                                 Fronleichnamsfahrt nach Masserberg
                                                                                               13
Mitgliederinformation Winter 2019/20



Wald hinaus. Um 13:15 Uhr traten wir dann
gemeinsam den Rückweg an: vorbei an der
Neuen Gehlberger Hütte und Plänckners
Aussicht sowie dem höchsten Punkt des
Rennsteigs. An der Verzweigung zum Forst-
haus Sattelbach stießen auch noch unsere 4
Oberhof-Bummler zu uns, um den Rest des
Weges jetzt wieder mit allen Wanderern ge-
meinsam zu gehen. Am Parkplatz erwartete
uns Busfahrer Rainer mit kühlen Getränken
und „Stärkungstropfen“. Nachdem es windi-
ger wurde und dunkle Wolken aufzogen,            stiegen ab nach Dannheim, wo uns bereits
setzte unmittelbar nach Antritt der Fahrt        unser Bus erwartete. Nach kurzer Fahrt er-
starker Regen ein. Aber das berührte uns         reichten wir pünktlich um 13 Uhr die Stadt-
nicht mehr. Gut gelaunt erreichten wir unser     brauerei Arnstadt.
Hotel, wo wir nach dem Duschen mit geüb-         Zur Führung in der kleinen Brauerei be-
ter Zeremonie unsere Sektionsfahne abnah-        grüßte uns das „Schankmädchen“. In seiner
men. Nach dem wieder ausgezeichneten             humorigen Art erzählte das Schankmädchen
Abendbuffet saßen wir ein letztes Mal zu-        über die älteste Weizenbierbrauerei
sammen und ließen die schönen Wander-            Deutschlands und die Ursprünge in einem
tage mit vielen kleinen Begebenheiten            Kloster. Nach der interes- santen Führung
Revue passieren. Die Wanderung heute war         ging es dann ins angeschlossene Restaurant
20 km lang mit 450 Hm.                           zum Mittagessen. Danach war „Aufsitzen“
Am Sonntag nach dem letzten leckeren             angesagt.
Frühstück starteten wir dann mit dem Bus         Die Wanderung heute war 10 km lang und
nach Arnstadt-Schmerfeld zum Ausgangs-           hatte 240 Hm.
punkt unserer letzten Wanderung. Nach            Nach problemloser Rückfahrt erreichten wir
einem kurzen ansteigenden Zuweg erreich-         um 20 Uhr Beckum.
ten wir den „Von Bach zu Goethe“-Wander-         Mit einer tollen Wandergruppe hatten wir
weg. Wir wanderten auf den Spuren von            bei idealem Wanderwetter wieder vier
Bach und Goethe allerdings nur ein Teilstück     schöne Tage.
des „Qualitätsweges Wanderbares Deutsch-
land“. Auf sehr schönen Pfaden gingen wir
über mehrere Kilometer an einer teils tief ab-
stürzenden Kante entlang und durchliefen
Buchen- und Mischwaldbestände. Aber auch
die Aussicht kam bei dieser Wanderung nicht
zu kurz. Im Süden blickten wir auf den hinter
uns liegenden Thüringer Wald, im Osten auf
das Wipfratal und im Westen auf das Geratal.
Auf Höhe der Gerhard-Pfeiffer-Hütte verlie-
ßen wir dann den schönen Wanderweg und           Wandern alleine reichte den beiden nicht.
Blick zurück
14    Tschernobyl-Initiative 20 Jahre aktiv                        Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Tschernobyl-Initiative 20 Jahre aktiv
     Die Kinder der Tschernobyl-Initiative sind
     mit ihren Gastfamilien bereits zum vierten
     Mal zum Klettern gekommen
     Text + Fotos: Bernhard Emberger

     Am 26. April 1986 explodierte im Kernkraft-        Die Beckumer Tschernobyl-Initiative ist eine
     werk Tschernobyl in der nördlichen Ukraine         private Initiative Beckumer Familien, die
     der Kernreaktor 4, ein Störfall, der auf der Be-   1998 gegründet wurde. Seit 20 Jahren be-
     wertungsskala für nukleare Ereignisse in die       steht eine Partnerschaft mit Svensk und dem
     höchste Kategorie „katastrophaler Unfall“          nahe gelegenen Nachbarort Popovka in
     eingeordnet wird. In den folgenden Tagen           Weißrussland, rund 350 km nördlich von
     nach dem Unglück wurden größte Mengen              Tschernobyl. Jedes Jahr laden Beckumer Fa-
     radioaktiver Stoffe freigesetzt, die sich be-      milien für etwa vier Wochen Kinder aus der
     sonders in der Region, aber auch über ganz         hoch verstrahlten Region für einen Erho-
     Europa niederschlugen. Große Teile des             lungsurlaub in unbelasteter Umgebung ein.
     nördlichen Nachbarlands Weißrussland wur-          Die Kinder werden in Gastfamilien aufge-
     den radioaktiv verstrahlt, wo viele Gebiete        nommen und durch ein Rahmenprogramm
     auch heute noch hoch belastet sind.                geführt, das von der Initiative jedes Jahr neu
Blick zurück
                                                   Tschernobyl-Initiative 20 Jahre aktiv
                                                                                                15
Mitgliederinformation Winter 2019/20



gestaltet wird. Dieses Jahr kamen 14 Kinder
zwischen 7 und 14 Jahren zu Besuch.
Seit vier Jahren kommen die Kinder mit ihren
Gastfamilien auch an die Kletteranlage im
Phoenix-Park. Dieses Jahr fiel der Besuch der
Tschernobyl-Initiative mit dem ersten Spa-
tenstich für unseren neuen Kletterturm zu-
sammen, sodass wir auch dieses Ereignis
gemeinsam mit den Kindern feiern konnten.
Viele der Kinder kletterten zum ersten Mal.
Der erste Kontakt sind die Klettergriffe an der
Innenwand. Neugierig und auch mutiger ge-
worden, nahmen viele dann die Struktur auf
der schiefen Platte in Angriff. Besonders bei
den Kleinsten und Jüngsten spiegelte sich
die konzentrierte Anspannung deutlich
sichtbar im Gesicht wider. Viele wagten über-     Zum Abschied erhielt das Team von der Klet-
raschend unerschrocken den Schritt über           tergruppe Breitensport ein Ständchen auf
den Balkon, um dann freudestrahlend abge-         Russisch sowie eine Matrjoschka, die einen
lassen zu werden.                                 Platz auf der Kletteranlage erhalten wird.
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16     Einsatz im Arbeitsgebiet Leutasch                        Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Arbeitseinsatz im Arbeitsgebiet Leutasch
     Text + Fotos: Uwe Conrad

     Und dieses Mal ... war (fast) alles anders: Es   ten wir diesmal am Walchensee. Über den
     war so heiß wie noch nie. Es wurden die          Heimgarten, 1.790 m üNN, ca. 3½ Stunden
     höchsten Temperaturen jemals im Leutasch         Aufstieg, entschieden sich Herbert und ich,
     gemessen: mehrere Tage über 30 und 35            die Überschreitung über einen gut gesicher-
     Grad am bis dahin heißesten Tag überhaupt,       ten Grat zum Herzogstand, 1.731 m üNN, zu
     dem 24. Juni 2019. Für die Anfahrt nutzten       wagen. Das Zeitfenster betrug ca. 2 Stunden,
     wir dieses Jahr den Feiertag Fronleichnam,       bevor ein heftiges Sommergewitter über uns
     um am Montag, den 24. Juni in die Arbeits-       hereinbrechen sollte; war passend, denn die
     woche bis Freitag zu starten. Teilnehmer:        Überschreitung war mit 1½ Stunden ange-
     Franz Schneider, Herbert Lammers, Herbert        geben. Der Rest entschied sich, über die Auf-
     Bauch und ich, Uwe Conrad, sowie Daniel          stiegsroute abzusteigen.
     Karl und Frank Hauke, der Berliner, die wir am   Herbert und ich schafften es tatsächlich
     Abend in unserer Unterkunft, der Jausenalm       punktgenau und saßen im Trockenen, nach-
     am Lärchhang in Plaik, Gemeinde Leutasch,        dem wir gerade noch so die Herzogstand-
     bei Martina, Arno und der mittlerweile deut-     bahn runter zurück nach Walchensee
     lich gewachsenen Mia antrafen.                   erreicht hatten. Die anderen hatten weniger
     Unseren Besuch bei Thomas und seiner Fa-         Glück: Nachdem wir mehr als 2 Stunden war-
     milie auf dem Hallerangerhaus im Karwen-         teten, erreichte uns ein Anruf der anderen,
     delgebirge hatten wir für Samstag auf            die nicht nur das Unwetter hautnah erlebten,
     Sonntag geplant. Unsere „Eingehtour“ plan-       sondern sich zu allem Elend auch noch ver-
                                                      laufen hatten. Wir ließen uns durchgeben,
                                                      wo sie waren, und holten sie völlig durch-
                                                      nässt und durchgefroren, aber Gott sei Dank
                                                      weiter unversehrt an telefonisch angegebe-
                                                      ner Stelle ab. Trotzdem waren alle glücklich,
                                                      nicht nur das Gewitter heil überstanden zu
                                                      haben, auch wurden wir zuvor mit dem Blick
                                                      vom Gipfel des Heimgartens mehr als ent-
                                                      schädigt (eine wahrlich spektakuläre Aus-
                                                      sicht auf den Kochelsee und viele andere
                                                      Seen im Voralpenland sowie Walchensee
                                                      und die beginnende Alpenkette dahinter).
                                                      Für den nächsten Tag war der Anstieg über
                                                      das Vomper Loch, ein ca. 15 km langes Sei-
                                                      tental, geplant, welcher jedoch nicht mög-
                                                      lich war. Aufgrund der Schneemassen im
                                                      vergangenen Winter und der entsprechen-
                                                      den Umweltschäden durch Schlamm, über-
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                                                  Einsatz im Arbeitsgebiet Leutasch
                                                                                               17
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spülte Wege und Hochwasser war dieser Zu-       tasch als Übergang nach Gießenbach und
gang zum Hallerangerhaus, wo uns schon          Scharnitz und stellte in der Vergangenheit
Thomas als Hüttenwirt mit seiner Familie er-    eine wichtige Verbindung dar. Im ca. mittle-
wartete, unmöglich. Also entschieden wir        ren Bereich der Strecke waren unzählige
uns, völlig unspektakulär mit dem Karwen-       Bäume durch Lawinenabgänge im letzten
deltaxi von Scharnitz aus durchs Hinterautal    Winter zu Fall gebracht worden und verleg-
zur Kastelalm zu fahren und die letzten ein-    ten den Weg über ca. 10 bis 15 m. Sepp vom
einhalb Stunden zu Thomas aufzusteigen.         Bauhof, selbst ein Kerl wie ein Baum, setzte
Dieses Mal hatten wir also mehr Zeit, die wir   die Motorsäge an, die über mehr als 2 Stun-
wie immer kurzweilig bei voll ausgebuchter      den(!) keine Ruhe mehr gab. Wir zogen und
Hütte, so gut wie eben möglich, mit Thomas      zerrten an den Ästen und schleppten die zer-
und seiner Familie zu verbringen.               legten Bäume so gut wie eben möglich aus
Gemütlich ging es dann am folgenden Tag         dem Weg, so dass am Ende des Tages eine
zurück nach Plaik zu unserer Unterkunft, um     breite Schneise die Begehung der Verbin-
uns auf den am nächsten Tag beginnenden         dung wieder möglich machte.
Einsatz vorzubereiten.                          Am Dienstag ging es dann in das Bergleintal,
Montag, den 24. Juni: strahlend blauer Him-     wo am Ende des Talabschlusses die Meiler-
mel, 7 Uhr Bauhof, 18 Grad. Der Gebirgspass     hütte, 2.366 m üNN, Wanderer und Bergstei-
Hoher Sattel, 1.421 m üNN, verbindet Leu-       ger erwartet. Der Anstieg war länger und
Blick zurück
18     Einsatz im Arbeitsgebiet Leutasch                       Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.



                                                    len Sonne ausgesetzt. Erneut erwarteten uns
                                                    umgestürzte Bäume: als Anzahl so viele wie
                                                    noch nie in den Jahren davor. Also, Motor-
                                                    säge an und los, jedoch mit besonderer Vor-
                                                    sicht, standen wir doch meistens steil am
                                                    Berg. Die Erfahrung vom Vortag hatte uns
                                                    schon gelehrt, deutlich mehr Wasser mitzu-
                                                    nehmen, und selbst diese 3 l waren zu
                                                    wenig! Erschöpft schlossen wir den Arbeits-
                                                    tag erfolgreich ab, mit dem Wissen, am
                                                    nächsten Tag 4 l Wasser pro Person mitneh-
                                                    men zu müssen.
                                                    Mittwoch: Die 4 l Wasser sollten wir erst mor-
                                                    gen brauchen. Aufgrund der zwei sehr an-
                                                    strengenden Tage zuvor begingen wir den
                                                    Waldsteig, eine Verbindung zu Rotmoosalm,
                                                    wo wir weitgehend „nur“ ausschneiden
                                                    mussten. Eine eher erholsame Tätigkeit ge-
                                                    genüber den zwei Tagen zuvor. Trotzdem
                                                    trotzte uns auch bei dieser Tätigkeit die Hitze
                                                    einiges ab. Am Nachmittag ging es dann
                                                    noch mal ins Bergleintal, wo wir relativ zu
                                                    Anfang eine Sitzbank komplett erneuerten
     steiler als gestern und wir waren immer wie-   und auf dem Rückweg an einem Wegab-
     der durch freie Flächen nach den Austritten    zweig bei weiter bestehender Hitze mehrere
     bewaldeter Abschnitte auch noch der pral-      Stufen schlugen, was uns dann doch noch
Blick zurück
                                                 Einsatz im Arbeitsgebiet Leutasch
                                                                                            19
Mitgliederinformation Winter 2019/20



unsere letzten Kräfte raubte. Glücklicher-
weise befand sich eine Wasserquelle in der
Nähe, die uns sehr glücklich machte, da wir
dadurch nicht nur genug Wasser zum Trin-
ken hatten, sondern das Wasser auch zum
Abkühlen reichlich nutzten.
Schließlich folgte am Donnerstag die „Nie-
dere Munde“, 2.059 m üNN, ausgehend von
ca. 1.300 m üNN beginnend. Die heute mit-
genommen 4 l Wasser verbrauchten wir bis
auf den letzten Tropfen. Teils direkt der
Sonne ausgesetzt, gaben uns die Latschen
den Rest. Diese fungieren als Wärmespeicher
und man hatte immer wieder das Gefühl,
eine Sauna zu betreten, wenn man an na-        Am Freitag schlossen wir dann den Arbeits-
hezu zugewachsenen Stellen an sie heran-       einsatz 2019 von Schanz aus Richtung Fran-
trat. Sepp schwang die Motorsäge wie einen     zosensteig ab, wo wir uns annähernd den
Degen und wir besorgten den Rest: vom          ganzen Tag mit dem Ausschneiden von in
Weg die angeschnittenen Äste Richtung Tal      den Weg hineingewachsenen Ästen beschäf-
werfen, ausschneiden, ausschneiden, na, ihr    tigten.
wisst schon.                                   Festhalten kann man schon, dass der Klima-
Jede Stunde machten wir eine Trinkpause        wandel im vollen Gange ist, vom wem auch
und arbeiteten uns langsam, aber kontinu-      immer ausgelöst. Seien es die von Jahr zu
ierlich nach oben, wo uns ein wahnsinniger     Jahr zunehmenden Schneemassen mit ent-
Ausblick entschädigte: das Inntal mit Telfs,   sprechenden Folgen der vermehrten Lawi-
welches uns nach Süden blickend zu Füßen       nenabgänge und damit der Zerstörung der
lag, in den Norden schauend die Knorrhütte     Wälder und Wege oder auch die extreme
und die Zugspitze.                             Hitze.
Nach dem Abstieg ließen wir den Tag dann       Wir werden sehen.
auf der Tillfußalm ausklingen und stellten     Der Arbeitseinsatz 2020 als Jubiläumsjahr
uns den neuen Pächtern vor, die gerade ihre    wird weitere Erkenntnisse bringen.




  i
erste Saison begannen.                                       Ihr Wegereferent Uwe Conrad


                  Ermäßigter Seniorenbeitrag
                  Senioren, die in 2019 das 70. Lebensjahr vollendeten, können auf
                  Antrag (spätestens bis 20. Dezember!) ab 2020 den ermäßigten Senio-
                  renbeitrag erhalten.
                  Der Antrag muss schriftlich an die Geschäftsstelle erfolgen.
                  Verspätet eingehende Anträge können ansonsten erst für 2021
                  berücksichtigt werden!
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20      Inselwanderungen auf Madeira                         Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Spannende Inselwanderungen auf Madeira
     Text und Fotos: Thomas Dreier/Christian Huster

                                                   Eine außergewöhnliche Wanderreise erleb-
                                                   ten Anfang Juli 12 Mitglieder des Beckumer
                                                   Alpenvereins auf Madeira, der „Insel des ewi-
                                                   gen Frühlings“. DAV-Wanderleiter Thomas
                                                   Dreier durchquerte dabei mit den Teilneh-
                                                   mern die Blumeninsel Madeira von Ost nach
                                                   West. Auf 6 Tagesetappen – bei einem gut er-




     Wanderer mit Stirnlampe im Tunnel. Links      Eine Stärkung durfte vor dem letzten Auf-
     die ca. 1 Meter tiefe Levada (Wasserkanal),   stieg nicht fehlen. Kuchen und „Wanderben-
     rechts ein schmaler Gehweg – so durchquer-    zin“ gab es im Nonnental vor dem Aufstieg
     ten wir viele Tunnel auf Madeira.             zum Hotel (im Hintergrund oben).




      i
                   Hüttenschlafsäcke
                   – sind auf Hütten Pflicht! –

                   aus weicher Baumwolle oder kuscheliger Seide können in unter-
                   schiedlichen Größen zu verschiedenen Preisen günstig in unserer
                   Geschäftsstelle erworben werden!
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                                                   Inselwanderungen auf Madeira
                                                                                       21
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schlossenen Wegenetz – konnte die Reise-
gruppe spannende Inselwanderungen hoch
über dem Atlantik entlang atemberauben-
der Steilküsten genießen. Egal ob die Über-
schreitung des höchsten Gipfels auf Madeira,
des Pico Ruivo (1.861 m üNN), das Durch-
schreiten eines 3 km langen, unbeleuchteten
Tunnels, das Wandern durch urwaldartige
Landschaften und duftende Eukalyptuswäl-
der, entlang von alten, einsamen Wasserka-
nälen – die Vielfalt Madeiras ließ die Herzen
der begeisterten Wanderer mit den gewon-
nenen Eindrücken jeden Tag ein wenig
höher schlagen. Am Ende des letzten Wan-
dertages hatten die Wanderer insgesamt 95
km und jeweils 4.800 Höhenmeter in Auf-
und Abstieg absolviert. Ein Stadtbummel
durch Funchal, die Hauptstadt Madeiras, run-    Wanderung entlang Madeiras Ostküste.
dete die gelungene, außergewöhnliche            Immer wieder konnte man auf das Meer
Wanderreise schließlich ab.                     herabblicken.
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22      Radtour zum „Freistaat“ Überems                      Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Radtour zum „Freistaat“ Überems
     Text + Foto: Lydia Kaatz

     Im Juli trafen wir uns, die DAV-Gruppe „Rad    sewinkel, durch die Boomberge, am Kloster-
     und Wandern mit Genuss“, in Herzebrock,        garten Marienfeld vorbei und an der Lutter
     um eine Runde durch die beschauliche Ems-      entlang zum Café und Heimatmuseum „Hüh-
     region zu radeln. Wir streiften Clarholz, um   nerstall“, wo wir mit leckeren Torten ver-
     im Bogen auf Beelen zuzufahren. Zwischen       wöhnt wurden. Am Gütersloher Flughafen
     Beelen und Harsewinkel liegt der „Freistaat    entlang und durch die Bauerschaft Quen-
     Überems“, an dessen Mittelpunkt, markiert      horn gelangten wir wieder nach Herzebrock
     mit einem großen Findling, eine Rast einge-    und hatten 52 km zurückgelegt. Eine schöne
     legt wurde und wir uns unsere Wegzehrung       Sonntagstour bei erträglichen Temperaturen
     schmecken ließen. Weiter ging es über Har-     ging zu Ende.
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                                                     15. Radtour der Alpenveilchen
                                                                                                 23
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15. Radtour 2019 der Alpenveilchen
150 Jahre DAV – 150 km geradelt
Text: Monika Mersmann, Bild: Karin Niestroj

Vom 29. bis 31. Juli 2019 radelten die Frauen   vom Hotel ab, um mit uns durch die Riesel-
des DAV Beckum nach Münster-Handorf. Zu-        felder zu radeln. Die Erklärungen über die
nächst ging es über den Werseweg nach Vor-      Vogel- und Pflanzenwelt fanden viel An-
helm, wo wir uns an der Augustin-               klang.
Wibbelt-Kapelle mit den Ennigerlohern tra-      Zum Mittagessen (Speckpfannekuchen)
fen. Gestärkt mit einem Glas Sekt, ging es      waren wir im Hotel Schräder in Gimbte. Zu-
weiter die Schlösserroute bis Wolbeck. In der   rück fuhren wir durch die Bockholter Berge.
Pizzeria Carpaccio aßen wir lecker.             Im Biergarten am Abend redeten wir noch
Bei herrlichem Wetter – mit einem Zwischen-     viel über die Erlebnisse in den Rieselfeldern.
stopp in einer Eisdiele – erreichten wir über   Am dritten Tag fuhren wir den wunderschö-
Albersloh auf dem Werseradweg unser Hotel       nen Emsradweg über Telgte nach Warendorf.
„Zum Wersetürmʼken“ in Handorf. Nach dem        Dort konnte sich jeder für die restlichen Ki-
Abendessen lockte der Biergarten für einen      lometer im „Extra-Blatt“ stärken. Über West-
gemütlichen Abend.                              kirchen und Ennigerloh erreichten wir den
Der zweite Tag begann nach dem Frühstück        „Hohen Hagen“, wo ein Tisch reserviert war
mit einer Überraschung. Herr Udo Wellerdick     und die schöne Tour bei guter Laune ihren
vom Naturschutzbund Münster holte uns           Abschluss fand.         Guet goahn! Monika
Blick zurück
24         Auf den Spuren der Tödden                         Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Auf den Spuren der Tödden
     Text + Fotos: Lydia Kaatz

     An einem Freitag im August trafen sich 11     45 km wieder in Recke ein und ließen den
     Radler der Gruppe „Rad und Wandern mit        Abend bei einem kühlen Glas Bier ausklin-
     Genuss“ in der Töddengemeinde Recke im        gen.
     Tecklenburger Land. Gegen Mittag starteten    Am nächsten Morgen kam das Gepäck aufs
     wir unsere erste Tour. Ohne Steigungen        Rad und wir folgten dem Mittellandkanal mit
     zogen sich die kaum befahrenen Wirtschafts-   seinen schwer beladenen Binnenschiffen bis
     wege durch Wiesen und Felder bis zum Na-      zum „Heiligen Meer“. Hier legten wir eine
     turschutzgebiet Recker Moor. Weiter           Rast ein und genossen die mystische Stille
     radelten wir nach Mettingen mit seiner be-    des Sees, welcher der Sage nach ein Kloster
     rühmten Milliardärsfamilie Brenninkmeijer,    mit lasterhaft lebenden Mönchen verschlun-
     Gründer der Textilkette C&A.                  gen haben soll. Weiter ging es durch den
     Der wundervoll restaurierte Ortskern von      Wallfahrtsort der Tödden Hopsten. Hier
     Mettingen mit plätschernden Bächen, histo-    konnten wir uns ein Abbild einer Töddenfi-
     rischen Fachwerkgebäuden und Kopfstein-       gur aus Bronze mit langem Mantel und Zy-
     pflaster lud uns zum Verweilen ein und wir    linder bekleidet anschauen. Vorbei am
     genossen Kaffee und Kuchen. Über die Ört-     Schäferdenkmal in Schapen und über die
     chen Schlickelde und Espel trafen wir nach    höchste Erhebung im Emsland, dem Wind-




     Rast am Saller See
Blick zurück
                                                    Auf den Spuren der Tödden
                                                                                25
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mühlenberg mit 91 m, erreichten wir den
idyllisch gelegenen Saller See, an dem unser
Hotel lag.
Bevor wir die Zimmer bezogen haben, er-
frischten wir uns noch in der nahe gelegenen
Kneippanlage. Auch diesen Tag ließen wir
nach 65 km gemütlich ausklingen.
Am nächsten Morgen radelten wir über Fre-
ren an dem Rittergut Hange vorbei. Hier ist
die Fazenda da Esperanca eingezogen und
seit 2015 ist dort die 5. Männerfazenda in
Deutschland. Da ein Sommerfest stattgefun-
den hatte, war es uns möglich, den Innenhof
und den Meditationspark auf uns wirken zu
lassen. Über Land und durch kleine Dörfer
radelten wir wieder auf Recke zu, durchquer-
ten noch einmal das Recker Moor und been-
deten das schöne Wochenende bei einem
erfrischenden Becher Eis, ehe wir die Heim-
fahrt antraten.                                Am Mittellandkanal entlang
Blick zurück
26        Kistenklettern in Ennigerloh                         Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Kistenklettern in Ennigerloh
     Rekordhöhe bei den Ferienspieltagen
     war 8,25 Meter mit 25 Kisten
     Text: Bernhard Emberger, Foto: Bastian Wiese

     Das Jugendrotkreuz des Ortsvereins Enni-        elektrischen Draht, Treffsicherheit beim Tor-
     gerloh im Deutschen Roten Kreuz und die         wandschießen, Gleichgewicht auf einem
     Gemeinde Ennigerloh starteten am Sonntag,       menschlichen Kugellabyrinth und eine ru-
     den 4. August 2019 in die Ferienspieltage En-   hige Hand bei verschiedenen Formen des
     nigerloh. Hier waren Geschicklichkeit am        Flippers gefordert. Eine Hüpfburg und eine
                                                     Kistenrutsche lockten besonders die jünge-
                                                     ren Kinder.
                                                     Am Sonntag übernahm die Klettergruppe
                                                     Breitensport mit Bernhard Emberger und
                                                     Jürgen Brexler die Sicherung beim Kisten-
                                                     klettern. Den ersten Platz belegten Emely (11
                                                     Jahre) und Mia (10), die in 10:58 und 12:30
                                                     Minuten einen Turm aus 25 Kisten aufstapel-
                                                     ten und daran hochstiegen. Die beiden Mäd-
                                                     chen hätten noch weitergebaut, wenn noch
                                                     mehr Kisten zur Verfügung gestanden hät-
                                                     ten. Aber auch ein Turm aus 25 Kisten er-
                                                     reicht mit 8,25 Metern schon eine
                                                     beachtliche Höhe. Bei den Jungen hält Malte
                                                     (8) mit 21 Kisten in 8:30 Minuten den Rekord.
                                                     Die Rettungshundestaffel des DRK führte
                                                     eine Suche mit den Hunden vor. Die Hunde
                                                     mussten versteckte Personen suchen, finden
                                                     und die Rettungskräfte zu den Vermissten
                                                     führen. Die Hunde reagierten bei ohnmäch-
                                                     tigen Personen, wie wir Menschen es im
                                                     Erste-Hilfe-Kursus lernen: ansprechen (sprich
                                                     anbellen) und wenn keine Reaktion kommt:
                                                     anstupsen.
                                                     Die Ferienspieltage waren bis zum Abend
                                                     gut besucht. An vielen der Stationen wie
                                                     auch beim Kistenklettern drängten sich die
                                                     Kinder, aber trotz ein bisschen Wartezeit
     Zehn Kisten sind bereits 3,30 Meter hoch.       kamen alle dran.
Blick zurück
                                                         Hüttentour im Rätikon
                                                                                                27
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Auf Hüttentour im Rätikon unterwegs
Text: Ute Schmidt, Fotos: Ute Schmidt/Andreas Künk

Am 7. August starteten wir mit dem Zug von      waren die Anstrengungen vom Aufstieg ver-
Neubeckum mit 6 Wanderfreunden zur Hüt-         gessen. Die Tilisunahütte war für zwei
tentour ins Montafon. Am Bahnhof in Blu-        Nächte vorgesehen. Am nächsten Morgen
denz erwarteten uns noch Lydia und Petra        führte uns Andreas auf abwechslungsrei-
sowie Andreas Künk. Gemeinsam fuhren wir        chen Wegen hinauf auf die Weißplatte. Oben
zum Frühstück ins Hotel Montabella, wo man      angekommen, wurden wir mit einer tollen
uns bereits erwartete. Gut gestärkt durch das   Aussicht auf alle benachbarten Gipfel be-
lecke Frühstück und erholt von der langen       lohnt. Wieder zurück an der Hütte, konnten
Anfahrt, packten alle die Rucksäcke und es      wir bei schönem Wetter den Nachmittag auf
ging los. Den Hauptweg haben wir schnell        der Sonnenterrasse genießen.
verlassen und es ging über einen ständig        Am nächsten Tag sollte es über die Sulzfluh
bergauf führenden Bergpfad weiter zum To-       zur Lindauer Hütte gehen. Leider hat uns der
belsee. Am schön gelegenen Tobelsee haben       Nebel einen Strich durch unsere Planung ge-
wir eine Pause eingelegt und die schöne         macht. Hinzu kam noch zunehmender
Aussicht genossen, es war auch Zeit für ein     Regen, so dass wir nicht auf die Sulzfluh
erfrischendes Fußbad. Nun war es nicht          konnten. Der Abstieg durch den Rachen war
mehr weit und die Murmeltiere waren auch        eine Herausforderung, viele Steine, Geröll
bereits zu hören. Bei schönem Wetter kamen      und die Sicht machten es nicht leichter. Viel
wir am Nachmittag geschafft und glücklich       von der schönen und abwechslungsreichen
auf der Hütte an. Bei Kaffee und Kuchen         Natur im Rätikon haben wir an diesem Tag
Blick zurück
28            Hüttentour im Rätikon                             Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.



     nicht erleben können. Alle waren froh, als wir   Terrasse einen sonnigen Nachmittag verbrin-
     am Nachmittag auf der Lindauer Hütte anka-       gen. Zur Nacht waren bereits neue Regen-
     men. Nachdem das Zimmer bezogen war              schauer angekündigt. Hier waren wir für den
     und die nasse Kleidung auch zum Trocknen         nächsten Tag schon auf Regen eingestellt, da
     ihren Platz in der sehr gut besuchten Hütte      es sich bereits am Vorabend angekündigt
     gefunden hatte, konnten wir uns von den          hat. Die Speisekarte der Hütte hatte eine
     Anstrengungen bei einigen warmen und kal-        nette Anmerkung – wer mag, konnte das
     ten Getränken vom Tag erholen. An der Lin-       Hüttenteam am Abend in der Küche verstär-
     dauer Hütte findet man auch einen von der        ken. Schnell war hier von Ute die Zusage an
     Sektion angelegten Alpengarten, welchen          das Hüttenteam zum Abtrocknen. Am
     man sich bei einem Besuch auf der Hütte auf      Abend gesellten sich noch Herbert und Ger-
     jeden Fall anschauen sollte.                     hild dazu.
     Früh am Morgen bekamen wir Besuch von            Am nächsten Morgen war allen schnell klar,
     Andreas. Nach dem gemeinsamen Frühstück          dass es wieder ein Regentag werden wird.
     packten alle ihre Rucksäcke und wir wander-      Gut gerüstet machten wir uns auf den Weg
     ten über die Drei Türme zur Carschinahütte.      mit der Hoffnung, dass wir vor dem ganz
     Der Aufstieg zu dem größten der Drei Türme       großen Regen auf der Douglashütte ankom-
     war anstrengend und herausfordernd zu-           men. Leider hat es nicht geklappt und wie-
     gleich. Wer nicht mit aufsteigen wollte,         der kamen wir vom Regen durchnässt auf
     machte es sich am Depot gemütlich. Oben          der Hütte an. Vom Lünersee haben wir nicht
     angekommen, hatten wir eine schöne Aus-          viel gesehen, Nebel und Regen versperrten
     sicht. Nach dem Abstieg und einer kleinen        die Sicht.
     gemeinsamen Pause machten wir uns auf            Das Team der Hütte war auch mit diesem
     den Weg zur Carschinahütte. Unterwegs ver-       Wetter etwas überfordert, der Schuhtrockner
     abschiedeten wir uns von Andreas und             im Trockenraum wollte einfach nicht funktio-
     wechselten über das Drusentor in die             nieren. Nach mehrmaligen Versuchen konn-
     Schweiz. Jetzt war es nicht mehr weit bis zur    ten wir diesen am Abend dann doch noch
     Hütte. Angekommen, konnten wir auf der           nutzen und die Schuhe hatten die Chance,
                                                      trocken zu werden.
                                                      Auch hier haben wir zwei Nächte verbracht.
                                                      Die Möglichkeit der mehrfachen Übernach-
                                                      tung hat allen gut gefallen. Zum einen konn-
                                                      ten wir weitere Berge um die Hütte
                                                      erkunden und mal nur ein Rucksack mit
                                                      leichtem Gepäck war auch angenehm.
                                                      Der Plan für den nächsten Tag musste geän-
                                                      dert werden. Geplant war der Aufstieg von
                                                      der Douglashütte über die fast zerstörte Tot-
                                                      alphütte zur Schesaplana und zurück. Be-
                                                      dingt durch den Nebel, war nur der Aufstieg
                                                      zur Totalphütte möglich. Am See entlang
     Auf dem Weg zu den Drei Türmen                   wanderten wir bis zum Wegweiser, welcher
Blick zurück
                                                           Hüttentour im Rätikon
                                                                                                 29
Mitgliederinformation Winter 2019/20



den Weg zur Totalphütte ankündigte. In Keh-
ren und später auf gut begehbaren Wegen
ständig bergan stiegen wir zur Hütte auf.
Oben angekommen, haben wir uns die Schä-
den der Staublawine angeschaut und sind
eingekehrt. Bei warmen Getränken und dem
ein oder anderen Stück Apfelstrudel haben
wir es uns gutgehen lassen. Auf dem Rück-
weg haben wir noch den Lünersee umrun-
det.
Der vorletzte Tag unserer Hüttentour führte
uns von der Douglashütte über die Kirchli-
spitzen wieder zurück zur Lindauer Hütte.
Nach dem gemeinsamen Frühstück machten
wir uns auf den Weg. Ein Stück des Uferwe-
ges und über schöne Wanderwege ging es
Richtung Kirchlispitzen. Unterhalb vom Gip-       Kuchen auch den frischen Sura Kees – eine
fel haben wir ein Depot gemacht und sind          Spezialität aus dem Montafon – genießen.
über Stein und Geröll zum Gipfel aufgestie-       Auf der Lindauer Hütte haben wir den letz-
gen. Auch beim Abstieg war Trittsicherheit        ten Abend gemeinsam ausklingen lassen.
gefragt. Nach einer kurzen Stärkung ging es       Am nächsten Morgen sind wir nach Latschau
weiter zur Lindauer Hütte. Eine kleine Rast       abgestiegen. Hier haben wir Petra verab-
machten wir noch an der Oberen Spora-             schiedet und sind mit dem Bus und mit dem
Alpe. Hier konnten wir neben dem leckeren         Zug zurück nach Neubeckum.


Schöne Tage an der Ravensburger Hütte
Text: Siegfried Räcke
Im Rahmen der Erweiterung der Kletteran-
lage ist dieser Artikel leider in Vergessenheit
geraten. Die Klettergruppe Breitensport war
                                                   E-Mail-Änderung




                                                                   i
im Juli in den Alpen unterwegs. Ausgangs-          bitte mitteilen!
basis war die Ravensburger Hütte.
                                                   Bei jeder Mitteilung per E-Mail-Versand
Hier der Link auf die Internetseite (links) und
                                                   müssen wir leider feststellen, dass etliche
das erstellte Video (rechts). Viel Spaß!
                                                   E-Mail-Adressen nicht mehr aktuell sind.
                                                   Daher wäre es wünschenswert, wenn Sie
                                                   uns Ihre neue E-Mail-Adresse unverzüg-
                                                   lich unter info@alpenverein-beckum.de
                                                   mitteilen, damit wir Sie auch weiterhin
                                                   über Aktuelles informieren können.
Blick zurück
30     Jubiläumstour zur Weidmannsruh                           Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Jubiläumstour „150 Jahre DAV“
     zur Weidmannsruh
     Text: Ute Schmid, Fotos: Margret Räcke/Bernhard Emberger

     Am 16. August starteten wir unter dem            Als zusätzliches Ritual wurde ein morgendli-
     Motto „150 Jahre DAV“ mit 8 Teilnehmern für      ches und abendliches Baden im nahe gele-
     eine Woche zum gemeinsamen Klettern,             genen Bergsee eingeführt.
     Wandern und Radfahren zur Jubiläumstour          Nach dem gemeinsamen Frühstück schmier-
     nach Thüringen zur vereinseigenen DAV-           ten wir uns noch Brötchen oder Brote für den
     Hütte Weidmannsruh. Am Samstag und am            Tag, dann wurde aufgeräumt und alle pack-
     darauffolgenden Dienstag kamen noch zwei         ten ihre Sachen zusammen und wir fuhren in
     weitere Teilnehmer dazu. Neben erfahrenen        Fahrgemeinschaften zu den Klettergebieten.
     Kletterern war auch ein Teil der Gruppe An-      Am ersten Tag fuhren wir ins Klettergebiet
     fänger.                                          Bocksberg, auf welches an den folgenden
     Im Anschluss an den Einkauf und die Zim-         Tagen die Klettergebiete Ratssteinbruch-Fel-
     merverteilung gingen wir an die Vorberei-        sen bei Ilmenau, Lauchagrund, Finkenstein,
     tungen für das Abendessen, wir haben mal         Moosbachtal bei Rotterode und Treppen-
     gekocht oder gegrillt – natürlich nur „echte     stein folgten.
     Thüringer“. Nach dem Essen begannen wir          Die verschiedenen Felsarten und Routen
     mit Übungseinheiten für alle Teilnehmer. Ein     waren besonders für die Anfänger als auch
     dafür von Siegfried vorbereitetes Brett mit      für die erfahrenen Kletterer herausfordernd
     Bohrhaken wurde an einem passenden Ort           und interessant, da neu erlernte bzw. aufge-
     in der Hütte installiert. Sehr schnell stellte   frischte Techniken wie Knotenkunde, Top-
     sich diese Idee als sehr informativ und lehr-    rope, Vorstieg, Standbau, Mehrseillängen
     reich für uns heraus. Gesellschaftsspiele und    direkt ausprobiert und umgesetzt werden
     gemütliches Beisammensein am Lagerfeuer          konnten. Dabei wurden die Schwierigkeits-
     rundeten diesen und folgende Abende ab.          grade 3 bis 7+ erfolgreich geklettert.




     Auf dem Gipfel
Blick zurück
                                                     Jubiläumstour zur Weidmannsruh
                                                                                                   31
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Nicht nur das Klettern und die Zustiege
waren abenteuerlich, auch die Anfahrt zu
den Klettergebieten stellte sich sehr schnell
als Umleitungs-Abenteuer heraus, nach dem
Motto „Umwege erhöhen die Ortskennt-
nisse“ war es jeden Morgen eine neue Her-
ausforderung für uns. So haben wir auch viel
von Thüringen gesehen.
Neben dem Klettern stand auch eine Wande-
rung auf den Inselsberg auf dem Programm,          Start der Radtour
bei der wir mit gutem Wetter und mit einer
schönen Aussicht vom Berg belohnt wurden.          feld und Bad Arolsen liegenden 105 Kilome-
Nach einer kleinen Stärkung ging es wieder         ter und ca. 1.000 Höhenmeter stellten uns
zur Weidmannsruh zurück.                           vor eine große Herausforderung. Immer wie-
Als Abschlussherausforderung stand für             der freuten wir uns über jeden geschafften
Siegfried, Markus und Ute am Ende der              Anstieg, da wir wussten, dass es auch wieder
Woche die Fahrradtour zurück von der DAV-          bergab ging – manchmal rasend schnell.
Hütte „Weidmannsruh“ nach Beckum an. Die           Auch ein Platten konnte schnell behoben
Tour wurde von Siegfried ausgearbeitet. Ziel       werden. Eine kleine Herausforderung kam
der ersten Etappe war das circa 90 km ent-         kurz vor Bad Arolsen. Hier hieß es noch ein-
fernt gelegene Bad Hersfeld, welches bei           mal alle Kräfte und Ausdauer sammeln für
strahlendem Sonnenschein am späten Nach-           den letzten steilen und sehr langen Anstieg.
mittag erreicht wurde. Nach einer Stärkung         Am Abend beim „Holländer“ im Biergarten –
wurde noch die Stiftsruine besichtigt. Hier        bei gutem Essen und Bier – waren alle An-
finden jährlich die Hersfelder Festspiele statt,   strengungen des Tages vergessen.
man war ganz nah an bekannten Schauspie-           Die dritte und letzte Etappe war von Bad
lern wie z. B. Marianne Sägebrecht.                Arolsen nach Beckum zu absolvieren. Ein
Am nächsten Tag stand die „Königsetappe“           paar Anstiege und viele Abfahrten standen
auf dem Programm. Die zwischen Bad Hers-           auf dem Programm. Auch an diesem Tag
                                                   hatte das Wetter es gut gemeint. Ein weiterer
                                                   Platten konnte, wie der am Vortag, schnell
                                                   behoben werden.
                                                   Nach einem Zwischenstopp in einer Eisdiele
                                                   in Lippstadt kamen wir glücklich und ge-
                                                   schafft nach 305 Kilometern am Nachmittag
                                                   an der Kletteranlage im Phoenix-Park in Be-
                                                   ckum an.

                                                   Über diesen QR-Code
                                                   kann man ein Video von
                                                   unserer Jubiläumstour
Abendschule                                        sehen.
Blick zurück
32                   Zugspitztour                               Deutscher Alpenverein Sektion Beckum e. V.




     Zugspitztour im August 2019
     Text + Bilder: Iris Jungbluth

     Ein Berg, ein Team, eine Idee. Der größte Berg   hier her. Wir mussten über Felsen, immer
     Deutschlands, die Zugspitze, wollte erklom-      höher, durch eine Scharte, danach in Serpen-
     men werden. 6 Wanderer des Deutschen Al-         tinen durch das letzte Feld zur ersehnten
     penvereins aus der Sektion Beckum trafen         Knorrhütte auf 2.052 m. Dort wartete der
     sich Freitag morgens in Ehrwald am Bahnhof.      Marathonläufer Christian seit geraumer Zeit
     Mit dem Zug ging es geschlossen nach Gar-        und dokumentierte jeden unserer gequälten
     misch-Partenkirchen, wo ein stärkendes           Ankünfte mit der Kamera.
     Frühstück eingenommen wurde.                     Einchecken in der völlig überfüllten Hütte.
     Über die Partnachklamm ging es bei gutem         170 Gäste tummelten sich bei kühlem, tro-
     Wetter in Richtung Reintal zur beliebten         ckenem Wetter. Die Nacht mit 13 Personen
     Bockhütte. Dort war ein starker Andrang und      im Lager war eigentlich recht ruhig. An die-
     noch einige Stunden lagen vor uns. Also wei-     sem ersten Tag legten wir bei einer Strecke
     ter, an der Partnach entlang, an Steilwänden,    von 25 km einen Aufstieg von 1.470 Höhen-
     Bächen, am Wasserfall gelegen. Gediegen          metern hin.
     war der Weg, gemütlich, ohne große Stei-         Um 8 Uhr der Aufbruch mit vollem Gepäck.
     gung. Am Hallerangerhaus gab es dann die         Die schmalen Wege durch leichtes Gestein.
     ersehnte Pause: auf 1.745 m, bevor es bergan     Immer langsam hoch. 950 Hm lagen vor uns.
     ging. Über den Bach, durch ein Tal, steiniger    An der Sonnalpin, der Gipfelbahn am Zug-
     wurde jetzt der Weg. Wenige Leute liefen         spitzblatt, durchquerten wir das rutschige
Blick zurück
                                                                Zugspitztour
                                                                                                 33
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Schotterfeld. Teils musste man sich einen ei-
genen Weg suchen. Unterhalb des Kletter-
steigs, der uns mit Halteseilen zum Gipfel
führte, kamen wir an. Dann der Steig. Nicht
schwer, aber steil. Das Schlimmste – die letz-
ten 30 Stufen bis auf das Gipfelplateau – riss
in den Beinen. Oben: ein erster Souvenirla-
den, Bratwurst, Imbiss, Bergbahn und Ess-
meile. Bei bestem Wetter empfingen uns
schon viele Tagesgäste, die längst mit der
Bahn gekommen waren.
Nach der ersehnten, ausgiebigen Pause fiel
die letzte Passage über die Leiter zum golde-
nen Kreuz weg. Aufgrund des Staus der san-
dalenbehafteten Bahntouris wollten wir uns       Matratzen bei 1,40 m Kopfhöhe. 10 Lager
nicht die Zeit stehlen lassen. Aber wir gönn-    vorhanden. Nach den heute gelaufenen 16
ten uns die Abfahrt mit der Gondel zur Sonn-     km und 1.345 Hm fielen alle zeitig ins Bett.
alpin. Der Schotterweg reicht einmal. Zurück     Das Frühstück im Sonnenschein. Selbstge-
denselben Weg zur Knorrhütte. Leichtfüßig        backenes Brot, Obst und Gurke, alles hoch-
bergab, den Massen entgegen, die sich bis        getragen. Man wartet darauf, dass die
spätnachmittags über den Weg schlängel-          eigenen Hühner endlich Eier legen. Die Wir-
ten. Wann die wohl alle ankommen wollen?         tin will Kuchen backen. Wir mussten dann
Und auch noch zurück. Wir nahmen das Stei-       doch irgendwann mal los. Erwin erleichterte
nerne Hüttl ins Visier, dort hatten wir unser    sich, denn er übergab dem Hüttenwirt seine
Nachtlager bestellt. Einsam der Weg, die         guten Schuhe. Die waren doch nicht das Pas-
Gruppe unterteilt: die Durstigen, die Redse-     sende für ihn. Es ging über einen gut besuch-
ligen und die Bewunderer der Umgebung.           ten Weg, mittlerweile wieder von Kiefern
Wir passierten die Staatsgrenze, Uwe inspi-      gesäumt, zur Hochfelder Alm. Diese Strecke
zierte gleichfalls sein Leutascher Arbeitsge-    war nicht mehr lang. Und die Zeit bis zur
biet an diesem einen einsamen Weg                Heimkehr schwand rapide. Beim Mittag auf
oberhalb Ehrwalds entlang zur verborgenen        der Alm wurde der Abschluss der Tour einge-
Hütte. Was für ein Eindruck! Nach Massen-        läutet. 1.158 Hm bergab wurden auf 10 km
tourismus und glasversetzter Architektur ge-     Weg gegangen. An der Talstation der Ehrwal-
paart mit Hobbyläufern, die den Gipfel           der Bahn angekommen, trennten sich un-
abarbeiten, nun diese alte Hütte. Auf 1.925      sere Wege. Erwin fuhr weiter in den Süden,
m. Mit Plumpsklo und Wassertrog als Wasch-       Berni und ich wollten noch im Karwendel
gelegenheit und Kühlschrank gleicherma-          bleiben. Auf die drei anderen wartete bereits
ßen. Ein Essen für alle gleich: Hühnerbrühe      die Arbeit.
und Kässpatzn. Herrlich einfach und wunder-      Fazit: 3 intensive Tage, 51 km Strecke bei
bar lecker. Gemütlichkeit pur. Naher Kontakt     5.540 Hm. Es bedanken sich Erwin Werka,
zu Mitwanderern und dem neuen Hütten-            Uwe Conrad, Christian Huster, Berni Lüttken-
wirtspaar. Ein großzügiges Lager mit breiten     haus und Iris Jungbluth bei Thomas Dreier
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