Berufswahl-INFO Informationen zur Berufswahl für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II - Bundesagentur für Arbeit
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Ausgabe 2020/2021
Berufswahl-INFO Brosch_A4_standard
Informationen zur Berufswahl für Schülerinnen
und Schüler der Sekundarstufe II
Drei junge Frauen sitzen in einem Hörsaal.
Logo
Logo BerufsinformationszentrumInhalt Vorweg ein paar Worte..................................................................................................................................................................... 3 Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl Wege nach der Schule - eine Übersicht ........................................................................................................................................... 4 Was kann die Berufsberatung für mich tun? ..................................................................................................................................... 6 Bestens informiert zum Ziel – Berufsinformationszentrum (BiZ) ....................................................................................................... 7 Zeitplan Studien- und Berufswahl..................................................................................................................................................... 8 Studieren, aber wo und was? Hochschultypen und -abschlüsse im Vergleich................................................................................................................................10 Zulassungsverfahren für Hochschulstudiengänge ...........................................................................................................................13 Studiengänge finden .......................................................................................................................................................................15 Hochschulstandorte in Niedersachsen und Bremen ........................................................................................................................16 Berufsfelder im Überblick ................................................................................................................................................................17 Lexikon für Studienanfängerinnen und Studienanfänger .................................................................................................................19 Studieren in Deutschland ................................................................................................................................................................22 Duales Studium und Sonderausbildung ..........................................................................................................................................23 Duale Studiengänge in Niedersachsen und Bremen .......................................................................................................................24 Studieren in den Niederlanden ........................................................................................................................................................27 Alternativen zum Studium Unterschiede in der Berufsausbildung.............................................................................................................................................32 Betriebliche Ausbildungen...............................................................................................................................................................34 Regionales Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen................................................................................................................35 MINT für Mädchen - Mauern einreißen!...........................................................................................................................................43 Ausbildungswege im öffentlichen Dienst .........................................................................................................................................44 Duales Studium im öffentlichen Dienst ............................................................................................................................................45 Schulische Ausbildungen ................................................................................................................................................................49 Regionales Angebot an schulischen Ausbildungsplätzen ................................................................................................................50 Tipps und Infos Anerkennung von ausländischen Bildungsabschlüssen ..................................................................................................................62 Erfolgreich bewerben ......................................................................................................................................................................63 Was sind Soft Skills?.......................................................................................................................................................................65 Wie finde ich den Beruf, der zu mir passt? ......................................................................................................................................67 Überbrückungsmöglichkeiten zwischen Schule und Beruf...............................................................................................................69 Anbieter von Überbrückungsmöglichkeiten .....................................................................................................................................73 Studieren im Ausland ......................................................................................................................................................................79 Finanzielle Unterstützung................................................................................................................................................................81 Und nach dem Studium ...?.............................................................................................................................................................83 Medien der Berufsberatung.............................................................................................................................................................85 Studium und Beruf im Internet.........................................................................................................................................................87 Kontakt und Anfahrt Die Berufsberatung in Cloppenburg und Friesoythe ........................................................................................................................89 Die Berufsberatung und das Berufsinformationszentrum (BiZ) in Vechta.........................................................................................90 Impressum ......................................................................................................................................................................... 91 « 2
Vorweg ein paar Worte
Deine Schulzeit neigt sich dem Ende und eine
Frage kommt näher:
„Wie soll es nach der Schule weitergehen?“
Abitur oder Fachhochschulreife bieten dir eine Fülle an be-
ruflichen Möglichkeiten: So kannst du ein Studium aufneh-
men oder eine Berufsausbildung beginnen. Die Entschei-
dung darüber ist aber nicht immer so einfach.
Damit du die richtige Berufswahl treffen kannst, ist es rat-
sam, sich rechtzeitig und ausführlich über Studien- und Aus-
bildungsmöglichkeiten zu informieren. Nur so erkennst
Du die damit verbundenen Anforderungen.
Dieses Heft kann dir dabei helfen, denn du erfährst darin al-
les über:
• Studienmöglichkeiten in deiner Umgebung,
• Termine, Zulassungsverfahren an den Hochschulen,
Studiengebühren,
• die Berufsberatung,
• das Berufsinformationszentrum (BiZ) und die Medien der
Bundesagentur für Arbeit,
• wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.
Schüler aus der Schule kommend SEK II
Das persönliche Beratungsgespräch kann ein Heft natürlich
nicht ersetzen. Daher darfst du dich in Fragen der Berufs-
wahl zur Unterstützung gern an uns wenden. Das Ganze ist
selbstverständlich kostenlos, individuell und unverbindlich.
Vereinbare einen Termin mit uns online unter www.arbeits-
agentur.de (siehe eService), unter der kostenlosen Telefon-
nummer 0800 4 5555 00 oder auch persönlich im BiZ.
Weitere Informationen findest du auf den Seiten am Heften-
de.
Das Team der Berufsberatung und des
Berufsinformationszentrums (BiZ) wünschen dir bei der Ar-
beit an deiner Studien- und Berufswahl
viel Erfolg!
3Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl
Wege nach der Schule - eine Übersicht
ild: Hochschulreife Hochschulreife umfasst die Allgemeine Hochschulreife (Abitur), Fachgebundene Hochschulreife und Fachhochschulreife. Erläuterungen zu den Abschlüssen und Ausbildungsarten findest du in den jeweiligen Kapiteln dieser Broschüre. Studium an Universitäten Manche Studiengänge sind nur an Universitäten möglich, z.B.: Medizin Rechtswissenschaften Lehramt Anglistik Dauer 3 Jahre und mehr Abschluss: Bachelor Master Diplom (Diese Abschlüsse werden immer seltener angeboten. Häufig ist eine Bewerbung für Studienanfänger nicht mehr möglich.) Staatsexamen Magister Artium (Diese Abschlüsse werden immer seltener angeboten. Häufig
ng für Studienanfänger nicht mehr möglich.) Promotion Studium an Fachhochschulen/ Hochschulen für angewandte Wissenschaften/ Musik- und Kunsthochschulen Fachrichtungen z.B.: • Ingenieurwesen • Wirtschaft • Sozialwesen • Informatik • Design • Kunst • Musik Dauer 3 Jahre und mehr Abschluss: Bachelor Master Diplom (FH) (Dieser Abschluss wird immer seltener angeboten. Häufig ist eine Bewerbung für Studienanfänger nicht mehr möglich.) Studium an Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung des Bundes und der Länder Studienmöglichkeiten z.B.: • Allgemeine innere Verwaltung • Auswärtiger Dienst • Polizei der Länder Dauer 3 Jahre und mehr Ab
Bachelor Master Diplom (FH) (Dieser Abschluss wird immer seltener angeboten. Häufig ist eine Bewerbung für Studienanfänger nicht mehr möglich.)
4Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl
m und Praxis – Duales Studium und Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten Duales Studium an Berufsakademien, Verwaltungs-und Wirtschaftsakademien, Fachhochschulen, Universitäten und im Betrieb Sonderausbildungen in Betrieben/Unternehmen Dauer 3 bis 4einhalb Jahre Abschlussprüfungen: z.T. firmenintern z.T. staatlich anerkannt z.T. IHK-Prüfung z.T. Diplom (Dieser Abschuss wird immer seltener angeboten. Häufig ist eine Bewerbung für Studienanfänger nicht mehr möglich.)/Bachelor Betriebliche Ausbildung in nahezu allen Berufsfeldern möglich findet dual in Betrieben und Berufsschulen statt anschließend Weiterbildungen oder aufba
Studium möglich Dauer 2 bis 3einhalbJahre Abschlussprüfung in anerkannten Ausbildungsberufen vor Kammern Schulische Ausbildung an Berufsfachschulen, z.T. Fachschulen, Fachakademien Vor allem in den Bereichen: Gesundheits- und Sozialwesen Wirtschaft Technik und IT Gestaltung, Musik Fremdsprachen Dauer 1 bis 3einhalb Jahre Abschlussprüfungen: z.T. staatlich geprüft z.T. staatlich anerkannt z.T. schulinterne Abschlüsse
5Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl
Was kann die Berufsberatung
für mich tun?
Wir, die Berufsberaterinnen und Berufsberater der
Agentur für Arbeit, möchten dir bei der Studien- und
Berufswahl helfen. Du kannst unsere Angebote vor 2016_SEK2_S6-Bildungsweg-Cover
und während deines Studiums, einer Ausbildung, aber
auch beim Übergang in die Berufstätigkeit in Anspruch
nehmen. Unsere Hilfen sind für dich kostenlos und der
Inhalt unserer Gespräche ist streng vertraulich.
Wir informieren
… in der Schule, im BiZ und natürlich in der Agentur für
Arbeit über Studiengänge, Ausbildungsmöglichkeiten in Be- Tests zur Studienwahl
trieben und Schulen, Aufgaben und Tätigkeiten in Berufen,
Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Aussich- Check-U – Das Erkundungstool der Bundesagentur für
ten und Entwicklungen auf dem Ausbildungs- und Arbeits- Arbeit richtet sich an Jugendliche und Erwachsene, die
markt, Bewerbungsverfahren und -termine und vieles mehr. sich für ein Studium oder eine Ausbildung interessieren.
Anhand deiner Kompetenzen und Interessen, erhältst
Wir beraten du Vorschläge zu Studienfeldern und Ausbildungsberu-
fen, die für dich interessant sein könnten. Das Erkun-
… dich in einem persönlichen Gespräch. Du kannst mit uns dungstool ist online aufrufbar unter
über deine beruflichen Wünsche, Ziele und Erwartungen, www.check-u.de.
aber auch über deine Bedenken oder Probleme sprechen.
Du bestimmst, was du besprechen möchtest und du selbst Falls du dich bereits für eine bestimmte Studienrichtung
triffst die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Aus- interessierst, aber noch unsicher bist, kannst du am
bildung oder ein bestimmtes Studium. „Studienfeldbezogenen Beratungstest (SFBT)“ teilneh-
men. Es gibt ihn für die Richtungen Naturwissenschaf-
Wir vermitteln Ausbildungsstellen und Praxispartner ten, Informatik/Mathematik, Ingenieurwissenschaften,
für ein duales Studium Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften oder
für die Philologischen Studiengänge.
… und helfen dir bei der Bewerbung. Da wir das Angebot
von Betrieben und Schulen kennen, können wir dir bei der Die Anmeldung für den SFBT erfolgt durch die
Verwirklichung deiner Ausbildungswünsche helfen. Auch Berufsberatung. Durchgeführt wird er vom Berufs-
unter www.arbeitsagentur.de/jobsuche findest du Infor- psychologischen Service in den Agenturen für Arbeit.
mationen zum Ausbildungsangebot. Die Ergebnisse kannst du mit einem Psychologen oder
einer Psychologin vom Berufspsychologischen Service
Wir helfen finanziell und mit deinem Berufsberater oder Berufsberaterin be-
sprechen.
… im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Vorausset- Hinweis: Termine mit der Berufsberatung kannst du
zungen. Zur Aufnahme und für die Zeit einer betrieblichen vereinbaren:
Berufsausbildung können wir dir finanzielle Hilfen gewähren. • unter der Rufnummer 0800 4 5555 00 (kostenfrei)
Sprich rechtzeitig mit uns darüber. So kannst du mögliche • online unter www.arbeitsagentur.de > eServices >
finanzielle Verluste durch eine verspätete Antragstellung Termin zur Berufsberatung anfragen
vermeiden.
Weitere Tests unter
www.abi.de > orientieren > was soll ich werden? >
Testverfahren
www.osa-portal.de – Überblick über alle
deutschsprachigen Online-Self-Assessments (OSA)
aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.
6Unterstützung bei der Berufs- und Studienwahl
Bestens informiert Biz Logo
zum Ziel –
Berufsinformationszentrum
(BiZ)
Was ist das BiZ?
Das BiZ ist nützlich für alle, die vor der Studien- oder
Berufswahl oder generell vor einer beruflichen
Entscheidung stehen. Hier kann sich jeder über alle
Themen der Berufswelt selbst informieren. Das breit gefä-
cherte Angebot steht dir während der gesamten 2019 BiZ
Öffnungszeit ohne Anmeldung zur Verfügung.
Mache dich schlau im BiZ!
Hier findest du
• Informationen zu Studium, Ausbildung und Berufen
• Unterstützung bei der Suche nach einem Ausbildungs-
platz, dualem Studienplatz oder einer Arbeitsstelle
• Informationen zu Überbrückungsmöglichkeiten
• Tipps zur Bewerbung und zum Vorstellungsgespräch
Was erwartet dich im BiZ?
• Internet-Arbeitsplätze mit Zugriff auf ein breites
Angebot an Informationen rund um Ausbildung,
Studium und Beruf
• Filme, mit denen du die Berufswelt auch virtuell
erkunden kannst
• Bücher und Zeitschriften
• Broschüren und Flyer – auch zum Mitnehmen
• Bewerbungs-PC zum Erstellen professioneller
Bewerbungsunterlagen
Bei Fragen helfen dir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
gerne weiter.
Im BiZ finden Informationsveranstaltungen zu Themen
rund um Ausbildung, Studium und Beruf statt. Informationen
zum aktuellen Veranstaltungsangebot erhältst du im BiZ in
deiner Nähe und in der zentralen Veranstaltungsdatenbank
unter www.arbeitsagentur.de > Finden Sie Veranstaltungen
in Ihrer Nähe.
Wo findest du das BiZ in deiner Region?
Die Adresse findest du am Ende dieser Broschüre.
7eg zum Studien- oder Ausbildungsplatz führt von der anfänglichen Ratlosigkeit bis zur schriftlichen Zusage über drei Phasen: informieren, entscheiden, bewerben. Informieren Du solltest sehr früh damit beginnen, dich zu informieren. Möglichst schon vor oder in den Sommerferien vor dem vorletzten Schuljahr. Vielleicht brauchst du ja noch Zeit, um ein oder zwei Praktika zu machen. Allerdings bringt es nicht viel, sich einfach ins Blaue hinein über irgendwelche Studienfächer und Berufe zu informieren. Beginne am besten damit, herauszufinden, was deine Stärken und Interessen sind, und lege Sie deine beruflichen Ziele fest. Fragen dich beispielsweise: • Was möch
en, persönlich und in deinem Beruf? • Welche Fähigkeiten bringst du dafür mit? • Welche Berufe könnten dazu passen? Wenn du eine grobe Ahnung hast, welche Berufe für dich interessant sein könnten, informieren dich darüber: • Was bietet der Beruf? • Was musst du leisten? • Gibt es Alternativen? Entscheide dich für eine grobe berufliche Richtung und/oder eine Studienrichtung. Mache gegebenenfalls ein Praktikum, um deine Entscheidung zu überprüfen. Entscheiden Wer schon früh begonnen hat, sich über Berufe und Studiengänge zu informieren, hat mehr Zeit für die Entscheidung. Allerdings solltest du dir bewusst machen, dass für bestimmte Ausbildung
ngänge schon ab Februar/März Ihres vorletzten Schuljahres die Bewerbungsphase beginnt. Besorge dir also zunächst genauere Informationen. Wenn du studieren willst, zum Beispiel über den Studienort, zu Zulassungsbedingungen (die können stark voneinander abweichen!) und zu Alternativen. Wenn du eine Ausbildung machen willst, brauchst du Informationen zu Ausbildungsort und -dauer, zu den schulischen, körperlichen oder sonstigen Voraussetzungen. Und natürlich solltesst du auch hier eine Alternative parat haben. Du kannst in der Entscheidungsphase auch schon beginnen, deine Bewerbungsunterlagen für bestimmte betriebliche oder schulische Ausbil
sowie duale Studiengänge zusammenzustellen und abzuschicken. Informiere dich rechtzeitig bei deiner Berufsberatung, da die Voraussetzungen in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlich sein können.ben Wenn du dich für einen bestimmten Ausbildungsberuf oder einen Studiengang entschieden haben, beginnt der Bewerbungsprozess. Die Bewerbungsfristen sind dabei sehr unterschiedlich. Hier eine kleine Übersicht: • Die Bewerbungsphase für Banken, Versicherungen und Großbetriebe, zum Teil für Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten sowie duale Studiengänge, beginnt bereits im Februar/März des vorletzten Schuljahres. • Ab April/Mai startet die Bewerbung für manche schulischen Ausbildungsberufe, zum Teil für die Behördenlaufbahn sowie für einige Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten. Auch für Praktika, insbesond
praktika, die vor Studienbeginn abgeleistet werden müssen, solltest du dich zu diesem Zeitpunkt bewerben, damit du es in den Sommerferien vor dem letzten Schuljahr noch absolvieren kannst. Gegebenenfalls solltest du dich jetzt auch für Überbrückungsmöglichkeiten nach dem Abitur, wie Au-pair oder Freiwilliges Soziales Jahr bewerben. • Wer sich um einen Ausbildungsplatz bei einem kleinen oder mittleren Betrieb bewerben möchte, sollte damit spätestens ab Juli/August starten. Hier beginnt auch die Bewerbung für manche schulischen Ausbildungsberufe, zum Teil für die Behördenlaufbahn. • Ab Januar des letzten Schuljahres beginnt die Bewerbungsphase
udiengänge, bei denen man eine Aufnahmeprüfung ablegen oder sich einem Eignungsfeststellungsverfahren unterziehen muss. • Letzte Frist ist im Normalfall der 15. Juli eines Jahres. Bis dahin müssen Bewerbungen an Hochschulen oder die Stiftung für Hochschulzulassung unter www.hochschulstart.de verschickt worden sein, wenn man im darauffolgenden Wintersemester mit dem Studium beginnen möchte (Der Bewerbungsschluss für das Sommersemester ist in der Regel der 15. Januar). Natürlich gibt es jede Menge Ausnahmen, zum Beispiel in einigen Bundesländern und für bestimmte Eignungsfeststellungsverfahren. Die konkreten Termine gilt es während
mations- und Entscheidungsphase bei den Unternehmen, Hochschulen oder bei der Berufsberatung zu erfragen. • Im Sommer beziehungsweise Herbst beginnt dann das Studium, die Ausbildung oder die Überbrückungszeit. In der Bewerbungsphase ist noch Folgendes zu beachten: Informiere dich rechtzeitig über die Bewerbungsformalitäten, beispielsweise ob du die Bewerbungsunterlagen an die Hochschule oder hochschulstart.de schicken musst. Oft sind auch Onlinebewerbungen möglich. Du kannst dich auch durch ein Praktikum auf das Studium vorbereiten, zum Beispiel ist für bestimmte Studiengänge ein Vorpraktikum notwendig. Hier noch einmal eine k
ogische Übersicht: • Mehr als zwei Jahre vor Ausbildungs- oder Studienbeginn fängt idealerweise die Informationsphase an. • Etwa eineinhalb Jahre vorher beginnt zum Teil schon die Bewerbungsphase für betriebliche Ausbildungen bei Banken, Versicherungen, Großbetrieben, für manche schulischen Ausbildungsberufe sowie für Sonderausbildungen für Abiturientinnen und Abiturienten und duale Studiengänge. • Ab April/Mai, spätestens aber Juli/August, des vorletzten Schuljahres beginnt zusätzlich die Bewerbungsphase für Praktika, schulische Ausbildungen und Behördenlaufbahnen, gegebenenfalls auch für Überbrückungsmöglichkeiten nach dem Abitur. • Ab
des letzten Schuljahres beziehungsweise ein Jahr vor Beginn des Studiums muss man sich in der Regel bei Studiengängen mit Aufnahmeprüfung/Eignungsfeststellungsverfahren anmelden. • Bis zum 15. Juli laufen in der Regel alle anderen Bewerbungsfristen für das kommende Wintersemester. Die Bewerbung richten Sie entweder direkt an die Hochschulen oder an hochschulstart.de. • Im September/Oktober beginnt im Normalfall die Ausbildung oder das Studium.Studieren, aber wo und was?
Hochschultypen und Deshalb nennen sie sich auch häufig „Hochschule
für angewandte Wissenschaften“. Im Gegensatz zu Universi-
-abschlüsse im Vergleich täten ist das Fächerspektrum an Fachhochschulen einge-
schränkt. Zugangsvoraussetzung für ein Studium ist in der
Regel die Fachhochschulreife. Einige Fachhochschulen ver-
Einige Studiengänge werden an verschiedenen Hoch- langen außerdem, dass vor Studienbeginn ein fachspezifi-
schultypen angeboten. Sie unterscheiden sich weniger sches Praktikum absolviert wird.
hinsichtlich der angebotenen Abschlüsse, das sind in
der Regel Bachelor und Master, als vielmehr in der Aus- Berufsakademien
gestaltung des Studiums. Du solltest dich fragen: Willst
du forschungs- oder eher praxisnah studieren? Oder in- Neben den Hochschulen gibt es in einigen Ländern Berufs-
teressiert dich ein Duales Studium? akademien (BA), die als Alternative zum Hochschulstudium
berufsqualifizierende duale Bildungsgänge für Studienbe-
Universitäten / rechtigte anbieten. Im Wechsel werden dabei berufsprakti-
Technische bzw. Pädagogische Hochschulen sche Ausbildungsphasen in einem Betrieb und theoretische
Studienabschnitte an der Berufsakademie absolviert.
Kennzeichnend ist ihre forschungsorientierte wissenschaft-
liche Ausrichtung. Das heißt, die Ausbildung des wissen- Voraussetzungen für ein solches Studium sind in der Regel
schaftlichen Nachwuchses ist nur ein Teil ihrer Aufgaben. Fachhochschulreife oder Hochschulreife (Abitur) sowie der
Außerdem wird in der Regel ein sehr breites Fächerspektrum Abschluss eines Ausbildungsvertrags mit einem Unterneh-
angeboten. men, das sich an dieser Form der Ausbildung beteiligt und
die Praxis vermittelt.
Bestimmte Studienfächer, etwa Humanmedizin oder Lehr-
amt, kann man nur an Universitäten studieren. Hinzu kommt, Duale Hochschulen
dass üblicherweise nur Universitäten oder ihr gleichgestellte
Hochschulen über das Promotionsrecht verfügen. Die Dualen Hochschulen in einigen Bundesländern bestehen
als eigenständige hochschulische Einrichtungen. Bei den
Es gibt auch spezialisierte Hochschulen: unter anderem dreijährigen dualen Studiengängen wechseln sich Theorie-
Kirchliche und Philosophisch-Theologische Hochschulen phasen an der Hochschule und Praxisphasen in einem Be-
für evangelische und katholische Theologie oder die beiden trieb ab. Auch hier gilt: Bevor man sich an der
Universitäten der Bundeswehr für angehende Offiziere. Dualen Hochschule bewirbt, benötigt man einen Studien-
und Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen oder einer
Zugangsvoraussetzung ist im Normalfall die Allgemeine sozialen Einrichtung. Der Abschluss berechtigt zum Master-
Hochschulreife oder die Fachgebundene Hochschulreife. In studium.
der Regel können mit der Allgemeinen Hochschulreife alle
Studiengänge studiert werden, mit einer Fachgebundenen Hinweis: Duale Studiengänge sind an fast allen Hochschul-
Hochschulreife nur bestimmte. In manchen Bundesländern, typen möglich, hauptsächlich aber an Fachhochschulen.
beispielsweise Hessen oder Brandenburg, können Studien-
interessierte auch mit der Fachhochschulreife an Universitä- Private Hochschulen
ten studieren.
Viele der genannten Hochschultypen gibt es auch in privater
Kunst-, Musik- und Sporthochschulen Trägerschaft. Wenn du dich für das Studium an einer Privat-
hochschule interessierst, solltest du unbedingt auf eine staat-
Sie bieten ausschließlich Studiengänge ihrer Fachrichtung liche Anerkennung der Einrichtung achten.
an. Ein erfolgreiches Studium setzt gestalterisches,
musisches oder sportliches Talent voraus. Deshalb ist An privaten Hochschulen werden allerdings in der Regel Stu-
die Aufnahme mit Eignungstests verbunden. diengebühren erhoben, da sich die privaten aus diesen Mit-
teln finanzieren. Informiere dich am besten direkt bei der
(Fach-)Hochschulen / Hochschule deiner Wahl über die Konditionen.
Hochschulen für angewandte Wissenschaften
Fachhochschulen verfolgen einen anwendungsorientierten
wissenschaftlichen Ansatz. Das heißt, das Studium dort
beleuchtet weniger den wissenschaftlichen Hintergrund,
sondern orientiert sich stark an den Anforderungen in der
Praxis.
10Studieren, aber wo und was?
Abschlüsse
Bachelor
Der international anerkannte Bachelor-Abschluss wird nach
einem drei- bis vierjährigen Studium erworben. Je nach Stu-
diengang und Hochschule besteht die Möglichkeit, entweder
nur ein Kernfach oder ein Kernfach kombiniert mit einem
oder zwei Nebenfächern zu studieren.
Mit dem Bachelor-Abschluss kannst du entweder direkt ins
Berufsleben einsteigen oder ein Masterstudium anschließen.
Master
Wer sich nach einem erfolgreichen Bachelor-Abschluss und
einer eventuellen Berufstätigkeit wissenschaftlich weiter-
qualifizieren möchte, kann ein Masterstudium anschließen.
Es dauert ein bis zwei Jahre und kann komplett oder teil-
weise im Ausland absolviert werden.
Es gibt zum einen konsekutive Masterstudiengänge, die das
im Bachelorstudium erworbene Wissen vertiefen, verbreitern,
fächerübergreifend erweitern oder auch fachlich andere
Die Abschlussbezeichnungen der Bachelor- und Masterstudiengänge lauten nach den jeweiligen Fächergruppen: Abschlüsse Bachelor of Arts (B.A.) Master of Arts (M.A.) Fächergruppen Sprach- und Kulturwissenschaften Sport, Sportwissenschaft Sozialwissenschaft
Inhalte zum Gegenstand haben können. Zum anderen gibt Kunstwissenschaft Abschlüsse Bachelor of Science (B.Sc.) Master of Science (M.Sc.) Fächergruppen Mathematik Naturwissenschaften Medizin (Betrifft nicht die staatlich geregelten Studiengänge, die mit dem Staatsexamen abschließen) Agrar-, Forst- und
Ernährungswissenschaften Abschlüsse Bachelor of Science (B.Sc.) Master of Science (M.Sc.) oder Bachelor of Engineering (B.Eng.) Master of Engineering (M.Eng.) Fächergruppen Ingenieurwissenschaften Abschlüsse Entsprechend der inhaltlichen Ausrichtung des
Studiengangs: Bachelor of Arts (B.A.) Master of Arts (M.A.) oder Bachelor of Science (B.Sc.) Master of Science (M.Sc.) Fächergruppen Wirtschaftswissenschaften Abschlüsse Bachelor of Laws (LL.B.) Master of Laws (LL.M.) Fächergruppen Rechtswissenschaften (Betrifft
nicht die staatlich geregelten Studiengänge, die mit dem Staatsexamen abschließen) Abschlüsse Bachelor of Fine Arts (B.F.A.) Master of Fine Arts (M.F.A.) oder Bachelor of Arts (B.A.) Master of Arts (M.A.) Fächergruppen Freie Kunst Künstlerisch angewandte Studiengänge,
Darstellende Kunst Abschlüsse Bachelor of Music (B.Mus.) Master of Music (M.Mus.) Fächergruppen Musik Abschlüsse Bachelor of Education (B.Ed.) Master of Education (M.Ed.) Fächergruppen Lehramtsstudiengänge (Betrifft nicht die staatlich geregelten Studiengänge,
es weiterbildende Masterstudiengänge, die an berufliche die mit dem Staatsexamen abschließen) Quelle: Kultusministerkonferenz
Erfahrungen anknüpfen. Für letztere ist in der Regel Berufs-
erfahrung von mindestens einem Jahr notwendig, sie werden
zudem oftmals auch berufsbegleitend angeboten. Generell
wird bei Masterstudiengängen außerdem unterschieden
zwischen solchen mit anwendungsorientiertem oder for-
schungsorientiertem Profil.
Zur Info:
Bachelor- und Masterstudiengänge an verschiedenen
Hochschultypen sind grundsätzlich hochschulrechtlich
gleichgestellt. Die Entscheidung für einen bestimmten Hoch-
schultyp sollte vom fachlichen Profil des Studiengangs ab-
hängig gemacht werden, aber auch von der Art der Hoch-
schule. Wer also zum Beispiel vor der Wahl zwischen einem
Bachelorstudiengang in BWL an einer Fachhochschule und
an einer Universität steht, sollte abwägen, ob Ausrichtung
und Schwerpunkte des Studiengangs an den gewünschten
Hochschulen den beruflichen Vorstellungen entsprechen.
11Studieren, aber wo und was?
Diplom und Magister Artium Promotion
Diese Studienabschlüsse werden Studienanfängern kaum Die Promotion ist mit wenigen Ausnahmen Voraussetzung
noch angeboten. Sie wurden durch Bachelor und Master für eine wissenschaftliche Laufbahn und setzt einen der
ersetzt. Hochschulabschlüsse Master, Diplom, Magister oder Staats-
examen voraus. Zur Vollendung der Promotion, die man nur
Staatsexamen (Staatsprüfung) an einer Universität oder an einer ihr gleichgestellten Hoch-
Staatsexamina werden nach staatlichen Prüfungsordnungen schule machen kann, muss man eine Doktorarbeit (Disserta-
vor staatlichen Prüfungsämtern abgelegt. Das betrifft derzeit tion) anfertigen, was gewöhnlich mehrere Jahre dauert.
das Studium der Human-, Tier- und Zahnmedizin, der Phar-
mazie, teilweise Lebensmittelchemie und Rechtswissen-
schaft.
Die Lehramtsstudiengänge sind in vielen Bundesländern auf
das Bachelor- und Mastersystem umgestellt.
Lehrerinnen und Lehrer sowie Juristinnen und Juristen
müssen nach dem Masterabschluss beziehungsweise dem
ersten Staatsexamen einen ein- bis zweijährigen Vorberei-
tungsdienst (Referendariat) und ein zweites Staatsexamen
absolvieren, um ihren Beruf ausüben zu können.
Tafel
12Studieren, aber wo und was?
Zulassungsverfahren für Ein Teil der Plätze in bundesweit oder örtlich zulassungsbe-
schränkten Studiengängen wird über eine Wartezeitquote
Hochschulstudiengänge vergeben. Als Wartesemester zählen die vollständig verstri-
chenen Halbjahre, die seit dem Erwerb der Hochschulzu-
gangsberechtigung – also zum Beispiel seit dem Abitur –
Du hast den notwendigen Abschluss erreicht und dich vergangen sind, ohne dass ein Studium an einer deutschen
für ein Studium entschieden. Dennoch kannst du nicht staatlichen Hochschule aufgenommen wurde.
einfach loslegen, denn nicht jeder Studiengang ist frei
zugänglich. Wer etwa nach dem Abitur zuerst eine Berufsausbildung
absolviert oder ein Freiwilliges Soziales Jahr anhängt, be-
Bei etlichen Studiengängen übersteigt die Zahl der Bewerbe- kommt die entsprechende Anzahl von Semestern als War-
rinnen und Bewerber das Angebot der freien Plätze um ein tezeit angerechnet. Man muss jedoch nicht an jeder Bewer-
Vielfaches. Deswegen gibt es für diese Studiengänge Zulas- bungsrunde teilnehmen oder sich auf eine Warteliste setzen
sungsbeschränkungen, die entweder bundesweit gelten oder lassen, damit die verstrichene Zeit als Wartezeit zählt. Die
von einer Hochschule selbst gesetzt werden. Ob ein Studien- wird bei einer erneuten Bewerbung entsprechend neu be-
gang zulassungsbeschränkt ist und welche Zugangsvoraus- rechnet.
setzungen erfüllt werden müssen, erfährst du auf der Inter-
netseite deiner Wunsch-Hochschule. Ausnahme: Medizinische Studiengänge
Hochschulinterne Auswahlverfahren Beginnend mit dem Auswahlverfahren für das Sommerse-
mester 2020, gibt es keine Wartezeitregelung mehr für Neu-
Für etwa 40 Prozent der Studiengänge gibt es an den Hoch- bewerber in den medizinischen und bundesweit zulassungs-
schulen eine örtliche Zulassungsbeschränkung. Dabei sucht beschränkten Studiengängen Humanmedizin, Tiermedizin,
sich die Hochschule mithilfe eigener Auswahlverfahren die Zahnmedizin und Pharmazie. Während einer Übergangsfrist
passenden Studierenden für das jeweilige Fach aus. Maß- von zwei Jahren (bis einschließlich dem Sommersemester
gebliches Auswahlkriterium ist die Durchschnittsnote im Ab- 2021/22) werden lediglich noch die bereits angesammelten
schlusszeugnis. Es können jedoch auch andere Kriterien an- Wartesemester von Altbewerbern im Rahmen der neu einge-
gewendet werden, zum Beispiel: Ergebnisse von Studierfä- führten „Zusätzlichen Eignungsquote“ (ZEQ, siehe unten)
higkeitstests, Auswahlgespräch, Motivationsschreiben, Be- berücksichtigt.
rücksichtigung von Berufserfahrung, Wartezeiten und Prakti-
ka, oder die besondere Gewichtung von Einzelnoten. Die Studienplätze werden wie folgt verteilt:
Es kann vorkommen, dass nicht alle zugelassenen Bewer- • 30 Prozent werden an die Bewerberinnen und Bewerber
berinnen und Bewerber ihren Studienplatz annehmen. Diese mit den besten Abiturnoten vergeben.
Plätze werden in einem mehrstufigen Nachrückverfahren er- • 10 Prozent werden über die ZEQ verteilt, für die Bewerber
neut verteilt. Über die Restplatzbörse der Hochschulrekto- bis zu 100 Punkte sammeln können – beispielsweise, in-
renkonferenz unter www.freie-studienplaetze.de kannst du dem sie Berufserfahrung oder abgeleistete Dienste nach-
dich zum Losverfahren für die Restplätze anmelden. weisen, oder freiwillig einen Studierfähigkeitstest absolvie-
ren, den die Hochschulen werten müssen.
Angehende Studierende von Musik, Sport, Bildender Kunst, • 60 Prozent werden von den Hochschulen selbst vergeben,
Design und teils auch Fremdsprachen müssen sich generell die hierzu eigene Auswahlverfahren durchführen. Sie wäh-
Eignungstests unterziehen oder Mappen mit eigenen Arbei- len ihre Studierenden anhand mindestens eines schulno-
ten einreichen. Wie diese Tests aussehen, bestimmen die tenunabhängigen Kriteriums aus, angehende Humanmedi-
Hochschulen. ziner sogar von zweien. Dennoch bleibt die Schulnote
wichtig.
Dialogorientiertes Serviceverfahren
Freiwillig ist die Teilnahme am Test für Medizinische Studien-
Die Bewerbung für sämtliche bundesweit und viele örtlich gänge (TMS) und die anschließende Wertung desselben:
zulassungsbeschränkte sowie einige zulassungsfreie Studi- Mehr als die Hälfte der Universitäten beziehen TMS-Ergeb-
engänge erfolgt über das dialogorientierte Serviceverfahren nisse bei der Studierendenauswahl mit ein.
(DoSV), an dem man über die von der Stiftung für Hoch-
schulzulassung betriebenen Seite www.hochschulstart.de
teilnehmen kann. Dort sind auch die teilnehmenden Hoch-
schulen aufgeführt.
13Studieren, aber wo und was?
Grafik Hochschulzugang
Bewerbung für bundesweit Bewerbung bei hochschulinterner
zulassungsbeschränkte Studiengänge Zulassungsbeschränkung
Start Wintersemester: Die Termine 15. Juli und 15. Januar gelten in der Regel auch
Bis zum 15. Juli eines Jahres müssen die Bewerbungsun- für die Bewerbungen bei den Hochschulen mit hochschulin-
terlagen für die Studiengänge Humanmedizin, Pharmazie, ternen Auswahlverfahren. Es gibt aber Ausnahmen. Infor-
Zahnmedizin und Tiermedizin und dialogorientiertes Service- miere dich deshalb rechtzeitig bei den Hochschulen.
verfahren bei hochschulstart.de eingegangen sein. Für
Alt-Abiturientinnen und -Abiturienten (also diejenigen, die Freier Zugang
im Vorjahr oder auch früher Abitur gemacht haben) ist der
Stichtag bereits am 31. Mai. Für Studiengänge, für die keine Zulassungsbeschränkungen
bestehen, kannst du dich direkt an der Hochschule deiner
Start Sommersemester: Wahl einschreiben (= immatrikulieren). Dennoch musst du
Der Bewerbungsschluss für das Sommersemester ist für alle auch hier häufig Voranmelde- oder Einschreibefristen beach-
Bewerberinnen und Bewerber der 15. Januar, egal, wann ten! An einigen Hochschulen ist für Studiengänge ohne Zu-
das Abitur gemacht wurde. lassungsbeschränkung trotzdem noch eine Bewerbung nötig,
die durchaus auch über das DoSV von hochschulstart.de
erfolgen kann. Erkundige dich deshalb rechtzeitig nach Ter-
minen und möglicherweise noch fehlenden Unterlagen. Infos
bekommst du von der Hochschule oder von der Berufsbera-
tung.
14Studieren, aber wo und was?
Studiengänge finden Online-Archiv).
Darüber hinaus ist es ratsam, sich bei den Hochschulen di-
Die deutsche Studienlandschaft ist sehr vielfältig: Unter- rekt über die konkreten Studieninhalte bzw. Schwerpunkte,
schiedliche Arten von Hochschulen bieten verschiedene Stu- Bewerbungsfristen, Auswahlverfahren, etc. zu erkundigen.
diengänge, inhaltliche Schwerpunkte und Abschlüsse an. Und falls du dir dann noch unsicher bist, welcher Studien-
Das Studienangebot unterliegt außerdem einem ständigen gang der richtige ist, kannst du bei der Hochschule deiner
Wandel: Immer wieder werden neue Studiengänge einge- Wahl eine persönliche Studienberatung vereinbaren. Viele
führt, bestehende umbenannt oder auch aufgehoben. Hochschulen bieten auch Schnuppertage und Informations-
veranstaltungen für Studieninteressierte an.
Wichtig zu wissen: Auch wenn sich viele Studiengänge von
der Bezeichnung her gleichen, kann es in den Studieninhal- Die folgenden Tabellen bieten dir einen Überblick über das
ten beachtliche Unterschiede geben. Auch daher solltest du Studienangebot in deiner Region. Die Studiengänge sind da-
dich im Vorfeld genau informieren, welcher Studiengang zu bei nach Hochschularten getrennt: Universitäten, andere
dir passt. Unter www.arbeitsagentur.de/studiensuche Hochschulen und Akademien sowie Fachhochschulen. Bitte
kannst du Studiengänge in ganz Deutschland recherchieren. beachte, dass bestimmte Studiengänge möglicherweise nur
als Zweitfach mit geringerem Stundenumfang belegt werden
Gerne kannst du deine Berufsberaterin/deinen Berufsberater können. Auch hier empfiehlt es sich, bei den Hochschulen di-
zu Rate ziehen, welche Studiengänge deinen Vorstellungen rekt nachzufragen.
und Kompetenzen am nächsten kommen.
Hinweis: Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 Weitere nützliche Informationen findest du unter:
4 5555 00 kannst du einen Beratungstermin vereinbaren.
www.abi.de
Übrigens: Technische oder naturwissenschaftliche Studien- www.studienwahl.de
gänge sind schon lange keine reine Männerdomäne mehr. www.hochschulkompass.de
Lies mehr dazu im „abi>> extra Heft Typisch Frau, typisch
Mann“ (erhältlich im BiZ oder als PDF-Download im abi>>
Ein Mann schaut durch ein Fernglas.
15Studieren, aber wo und was?
Hochschulstandorte in Niedersachsen und Bremen
Übersichtskarte Niedersachsen Bremen Hannover
16Studieren, aber wo und was?
Berufsfelder im Überblick
Was soll ich werden? Keine einfache Frage, weil es so viele verschiedene Berufe gibt. Doch genau das kann dir auch neue Wege öffnen. Denn vielleicht gibt es in deinem Wunsch-Arbeitsfeld einen spannenden Beruf, an den du noch gar nicht gedacht hast. Die folgende Übersicht zeigt dir die Vielfalt möglicher Berufe. Berufe, die ein Studium voraussetzen (Auswahl) Allgemeines Management, Personal- und Rechnungswesen # Betriebswirt/in (Hochschule): Internationale Wirtschaft, Personalmanagement # Ökonom/in # Personalentwickler/in Bauwesen, Architektur,
Vermessung # Architekt/in # Ingenieur/in: Bau, Gebäudetechnik/Facility Management # Vermessungsingenieur/in Bildende Kunst, Design, Restaurierung # Modedesigner/in # Innenarchitekt/in # Museologe/Museologin Bildung und Erziehung # Bildungsreferent/in # Lehrer/in: Berufliche Schulen, Schularten der Sekundarstufe I # Wirtschaftspädagoge/-pädagogin Biologie, Chemie, Pharmazie # Biowissenschaftler/in # Wirtschaftschemiker/in # Ingenieur/in: Kunststofftechnik, Pharmatechnik Bio- und Gentechnologie, Erneuerbare Energien # Bioinformatiker/in #
Ingenieur/in: Biotechnologie, Erneuerbare Energien # Biomathematiker/in Elektrotechnik # Ingenieur/in: Elektrotechnik, Fahrzeugelektronik, Mikroelektronik, Optoelektronik, Automatisierungstechnik, Mechatronik Geowissenschaften, Mathematik, Physik # Geologe/Geologin # Wirtschaftsmathematiker/in # Medizinphysiker/in Gesellschaft und Geschichte # Historiker/in # Politologe/Politologin # Sozialwissenschaftler/in Human-, Zahn-, Tiermedizin (Ärzte) # Facharzt/-ärztin: Augenheilkunde, Herzchirurgie, Kinder- und Jugendmedizin # Tierarzt/-ärztin # Zahnarzt/-ärztin
Informatik und IT # Informationsmanager/in # Geoinformatiker/in # Systemwissenschaftler/in Konstruktion, Entwicklung # Ingenieur/in: Angewandte Mechanik, Robotik, Autonome Systeme # Projektingenieur/in Landwirtschaft, Natur und Umwelt # Forstwirt/in (Hochschule) # Ingenieur/in: Agrarwirtschaft, Gartenbau, Landschaftsarchitektur # Umweltwissenschaftler/in Marketing, Verkauf, Vertrieb # Betriebswirt/in (Hochschule): Dienstleistungsmanagement, E-Business, Handel, Marketing # Marktforscher/in
17Studieren, aber wo und was?
Berufe, die ein Studium voraussetzen (Auswahl) Medien # Archivar/in # Ingenieur/in: Medientechnik/Multimedia # Journalist/in Metall, Maschinenbau # Ingenieur/in: Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Schiffbau und Meerestechnik, Verfahrenstechnik, Versorgungstechnik Musik, Tanz, Schauspiel, Kulturwirtschaft # Musiker/in: Instrumentalmusik # Dramaturg/in # Schauspieler/in Nano- und Werkstofftechnologie, Optische Technologien, Mikrosystemtechnik # Ingenieur/in: Augenoptik, Materialwissenschaften, Mikrosystemtechnik, Nanotechnologie, Werkstofftechnik
Öffentliche Verwaltung # Beamt(er/in) (geh. Dienst): Allgemeine Innere Verwaltung, Sozialverwaltung, Steuerverwaltung # Verwaltungsinformatiker/in # Verwaltungswirt/in / Verwaltungsbetriebswirt/in Produktion, Fertigung # Lebensmittelchemiker/in # Ingenieur/in: Bekleidungstechnik, Brauwesen und Getränketechnologie, Verpackungstechnik, Holztechnik Psychologie, Pflege und Therapie (nichtärztlich), Medizintechnik # Ingenieur/in: Medizintechnik, Orthopädie- und Rehatechnik # Ökotrophologe/Ökotrophologin # Pflegepädagoge/-pädagogin # Psychologe/Psychologin
Recht, Finanzen, Immobilien # Betriebswirt/in (Hochschule): # Finanzwirt/in # Jurist/in: Europarecht, Informationsrecht # Rechtsanwalt/Rechtsanwältin Schutz und Sicherheit # Beamt(er/in) (geh. Dienst): Justizvollzugsdienst, Verfassungsschutz, Polizeivollzugsdienst # Ingenieur/in: Sicherheitstechnik, Rettungswesen # Offizier: Sanitätsdienst, Truppendienst Sozialwesen und Religion # Gerontologe/Gerontologin # Sozialarbeiter/in / Sozialpädagoge/-pädagogin # Theologe/Theologin Sprache, Literatur, Kulturwissenschaft # Dolmetscher/in / Übersetzer/in # Romanist/in:
Französisch, Italienisch, Spanisch # Kommunikationswissenschaftler/in # Regionalwissenschaftler/in: Asien-Studien, Europa-Studien Tourismus und Freizeit # Betriebswirt/in (Hochschule): Touristik # Eventmanager/in Verkehr und Logistik # Betriebswirt/in (Hochschule): Logistik # Ingenieur/in: Verkehrswesen, Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrttechnik # Schiffsbetriebsoffizier/in: Nautik/Technik
18Studieren, aber wo und was?
Lexikon für Studienende erwerben musst.
Der Vorteil an diesem System: Die Credit Points gelten auch
Studienanfängerinnen an anderen Hochschulen im In- und Ausland. Die Anrech-
nung von Studienleistungen bei einem Hochschulwechsel
und Studienanfänger ist dadurch leichter.
Hier findest du einige Begriffe erläutert, die dir Diploma Supplement
während deines Studiums immer wieder begegnen Dieser Nachweis wird dem Abschlusszeugnis eines
werden. Bachelor- oder Masterstudienganges beigefügt und ist
eine Art Kurzzusammenfassung des Studienverlaufs.
Akademisches Viertel: c.t./s.t. Neben persönlichen Angaben enthält das Diploma Supple-
C.t. ist die Abkürzung für „cum tempore“ (lat. „mit Zeit“). ment Angaben über die Art des Abschlusses, den Status
Das heißt, Lehrveranstaltungen fangen eine Viertelstunde (staatlich oder privat) der Hochschule, die den Abschluss
später an als angegeben – meistens jedoch ohne spezielle verleiht, den Studiengang im Allgemeinen (zum Beispiel Zu-
Ankündigung im Vorlesungsverzeichnis. Dies ist der gangsvoraussetzungen oder Studienanforderungen) sowie
„Normalfall“. eine Übersicht über alle erbrachten Leistungen während
Es sei denn, du findest eine Zeitangabe mit dem Zusatz s.t. des Studiums.
(„sine tempore“, lat. „ohne Zeit“). Das bedeutet, dass die
Veranstaltung ohne Zugabe der akademischen Viertelstunde Eignungsprüfung
pünktlich beginnt. Bei einigen Studiengängen, wie zum Beispiel Kunst, Innen-
architektur, Musik oder Sport, wird für die Aufnahme in einen
Akkreditierung dieser Studiengänge neben der Hochschulzugangsberechti-
Akkreditierung bedeutet die zeitlich begrenzte Anerkennung gung ein zusätzlicher Eignungsnachweis verlangt.
von Studiengängen. Zu diesem Zweck überprüfen soge- Diesen Eignungsnachweis führt man je nach Studiengang
nannte Akkreditierungsagenturen die Studiengänge nach durch Vorlage einer Arbeitsmappe mit eigenen künstlerisch-
bestimmten Grundsätzen und Mindeststandards, die der Ak- gestalterischen Arbeiten, durch Vorspielen oder durch eine
kreditierungsrat vorgibt. Somit sichert der Akkreditierungsrat, Sporteignungsprüfung. Auch für ein Studium der Medizin
der sich aus Vertretern der Länder, Hochschulen, aus der setzen die Hochschulen verstärkt auf Eignungsprüfungen: Im
Berufspraxis und Studierenden zusammensetzt, die Qualität sogenannten Medizinertest wird die Fähigkeit eines Bewer-
in Lehre und Studium. bers für ein medizinisches Studium getestet. Ein gutes Test-
ergebnis kann die Chancen auf einen Studienplatz erhöhen.
Bologna-Prozess Da Eignungsprüfungen oft vor den allgemeinen Bewerbungs-
1999 haben die für das Hochschulwesen zuständigen fristen für ein Hochschulstudium durchgeführt werden, soll-
Ministerinnen und Minister von 29 europäischen Staaten test du die konkreten Informationen über Termine und Be-
im italienischen Bologna beschlossen, einen gemeinsamen werbungsunterlagen mindestens ein Jahr vor dem beabsich-
europäischen Hochschulraum zu schaffen. Im Zuge dieses tigten Studienbeginn einholen.
Prozesses werden zum Beispiel alle Studiengänge auf
Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt und das Leis- Fachschaft
tungspunktesystem (Credit Points) eingeführt. Die Fachschaft ist die Organisation von Studierenden eines
Fachbereichs und vertritt deren Interessen. Oft bekommst
Credit Points du dort Skripte oder andere Materialien von Vorlesungen
In den Bachelor- und Masterstudiengängen werden Studien- oder Seminaren. Außerdem organisieren die Vertreter und
leistungen anders bewertet als in den „alten“ Diplom und Ma- Vertreterinnen einer Fachschaft Orientierungstage für Erst-
gisterstudiengängen. Lehrveranstaltungen heißen in diesem semester oder beantworten Fragen von Mitstudierenden.
System Module. Diese werden, je nach Schwierigkeitsgrad Kontakt zur Fachschaft kannst du über die Website der
und Arbeitsaufwand, mit einer bestimmten Anzahl an Credit Hochschule oder über die Fachstudienberatung aufnehmen.
Points bewertet (Leistungspunkte, die auch ECTS-Punkte
genannt werden, von European Credit Transfer System). Bei
erfolgreichem Abschluss der Veranstaltung werden dir diese
Credit Points angerechnet. Zusätzlich werden auch deine
Leistungen bewertet. Diese Noten fließen anteilig in die End-
note ein. Bei einem Vollzeitstudium sollen die Immatrikulier-
ten pro Semester 30 solcher Leistungspunkte sammeln. Ein
Bachelorstudium mit sechs Semestern umfasst damit ein
Volumen von mindestens 180 Credit Points, die du bis zum
19Studieren, aber wo und was?
Hochschulinterne Auswahlverfahren
Wenn die Studienplätze in einem Studiengang an einer Die Qualifikation – etwa die Abiturnote – desjenigen Bewer-
Hochschule begrenzt sind, gibt es dort eine örtliche Zulas- bers, der den letzten freien Studienplatz bekommen hat, ist
sungsbeschränkung. Dann sucht sich die Hochschule mittels dann der NC und war damit die Mindestanforderung für
hochschulinterner Verfahren die passenden Studierenden einen Studienplatz. Deshalb steht der NC auch immer erst
für das jeweilige Fach aus. Bei der Auswahl können die fest, wenn das Auswahlverfahren zu Ende ist. Keinesfalls
Hochschulen neben der Abiturdurchschnittsnote unter- sollte man daher auf eine Bewerbung für einen Studienplatz
schiedliche Kriterien einbeziehen. Mögliche Verfahren sind verzichten, nur weil die eigene Durchschnittsnote nicht den
Vorstellungsgespräche, Studierfähigkeitstests, die beson- NC-Wert des letzten Vergabeverfahrens für den jeweiligen
dere Gewichtung von Einzelnoten, die Berücksichtigung Studiengang erreicht.
von Berufsausbildungen oder praktische Erfahrungen. Auch
eine Kombination aus mehreren Verfahren ist möglich. Rückmeldung
Am Ende der Vorlesungszeit eines Semesters müssen
Immatrikulation Studierende ihre Absicht, im nächsten Semester weiter stu-
Für alle Studiengänge, seien sie zulassungsbeschränkt oder dieren zu wollen, förmlich erklären. Wer die Rückmeldung
nicht, gilt gleichermaßen: Du musst dich persönlich ein- versäumt, kann exmatrikuliert werden und verliert damit die
schreiben (immatrikulieren), um dein Studium aufnehmen Berechtigung, das Studium fortzusetzen. Die Hochschule
zu können. Jede Hochschule teilt dir mit, wann und wo diese teilt dir die Termine für die Rückmeldung rechtzeitig mit.
Immatrikulation stattfindet und welche Unterlagen du dazu
benötigst. Nach der Einschreibung wird dir eine Immatriku- Semester
lationsbescheinigung ausgestellt. Ein Studienhalbjahr heißt Semester. Das akademische Jahr
wird üblicherweise in ein Wintersemester (WS) und ein
Kommilitoninnen und Kommilitonen Sommersemester (SS) aufgeteilt. Das Semester umfasst
Das sind alle an deiner Hochschule eingeschriebenen Mit- die Vorlesungszeit und die vorlesungsfreie Zeit, also auch
studierenden. Einführungsveranstaltungen für Erstsemester die sogenannten Semesterferien.
bieten eine hervorragende Möglichkeit, erste Kontakte zu
knüpfen! Nutze auch Gelegenheiten, um mit Kommilitonin- Seminar
nen und Kommilitonen höherer Semester zu sprechen. Diese Lehrveranstaltung sieht – anders als eine Vorlesung –
Deren Studienerfahrungen können oft sehr hilfreich sein. die aktive Mitarbeit der Studierenden vor, zum Beispiel in
Form von Referaten oder schriftlichen Arbeiten. Die Anzahl
Modul der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist in der Regel be-
Die gestuften Bachelor- und Masterstudiengänge zeichnen grenzt und es besteht Anwesenheitspflicht. Deshalb sind
sich durch eine neue Struktur des Studiums aus. Alle Lehr- häufig Voranmeldungen notwendig oder auch zusätzliche
veranstaltungen sind modularisiert. Das heißt, sie werden Voraussetzungen, wie beispielsweise der Nachweis über die
inhaltlich zu Modulen zusammengefasst, für die jeweils eine Teilnahme an Vorkursen.
Gesamtnote vergeben wird. Jedes Modul wird mit einer un-
terschiedlichen Anzahl an Credit Points (Leistungspunkten) Studienführer
bewertet, gemessen am Zeit- und Arbeitsaufwand, den die Besonders interessant für Studienanfängerinnen und Studi-
Studierenden für den Besuch des Moduls benötigen. Jedes enanfänger sind auch die sogenannten Studienführer. Dort
erfolgreich abgelegte Modul wird im Diploma Supplement findet man Detailinformationen zu allen Studiengängen einer
aufgeführt und detailliert beschrieben. bestimmten Fachrichtung (zum Beispiel aus dem Bereich
Wirtschaft, Geisteswissenschaften etc.) sowie allgemeine
Numerus clausus (NC) Informationen zum Studienbeginn und Studienablauf. Stu-
Der Begriff „NC“ bedeutet „begrenzte Zahl“ und wird ver- dienführer sind zum Teil als gedruckte Exemplare im Buch-
wendet, wenn die Zulassung zu einem Studiengang einge- handel oder bei der Studienberatung erhältlich. Viele Hoch-
schränkt ist. Einen NC findet man sowohl bei deutschland- schulen stellen sie online auf ihrer Homepage zur Verfügung.
weiten Auswahlverfahren für zulassungsbeschränkte Stu-
diengänge über www.hochschulstart.de, als auch innerhalb Studienordnung/Prüfungsordnung
einer Hochschule. Studien- und Prüfungsordnungen regeln Aufbau, Inhalt und
Umfang eines Studienganges. Auch wenn die Prüfung noch
Oft wird der NC mit der benötigten Abi-Note gleichgesetzt, lange nicht ansteht: Wer über Zulassungsvoraussetzungen,
was jedoch nicht stimmt: Die Zulassung zu einem Studien Anmeldefristen für Prüfungen oder über die Anerkennung
gang hängt vor allem von der Zahl der Bewerberinnen und
Bewerber und den verfügbaren Plätzen ab. Gibt es zu viele
Bewerber, findet eine Auswahl statt.
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