INTERNATIONALER DEUTSCHER PIANISTENPREIS- 5. APRIL 2017 DR. HOCH'S KONSERVATORIUM ALTE OPER FRANKFURT
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INTERNATIONAL PIANO FORUM PRÄSENTIERT
FABIO MARTINO MOYE CHEN ZHENNI LI ERIC LU ALEXANDER YAKOVLEV JIAYAN SUN
7. INTERNATIONALER
DEUTSCHER PIANISTENPREIS
4. – 5. APRIL 2017
DR. HOCH'S KONSERVATORIUM · ALTE OPER FRANKFURTINHALT
SEITE
GRUSSWORTE 5
Peter Feldmann 6
Valery Gergiev 7
Lars Vogt 8
Stefan Freymuth 9
Jürgen Lieberknecht 10
Detlef Braun 11
Dr. h.c. Petra Roth 12
Dr. Peter Ramsauer 13
Prof. Dr. h.c. Paul Badura-Skoda 14
Prof. Dr. Martin Ullrich 15
Maryam Maleki 16
Feith Stiftung 17
JUROREN DES 7. INTERNATIONALEN DEUTSCHEN PIANISTENPREISES 19
TEILNEHMENDE PIANISTEN · PROGRAMM 23
Moye Chen 24
Zhenni Li 27
Eric Lu 30
Fabio Martino 32
Jiayan Sun 36
Alexander Yakovlev 39
ZU DEN KLAVIERKONZERTEN 41
ORCHESTER 47
Staatskapelle Halle 49
DIRIGENT 51
Josep Caballé Domenech 53
MODERATION 55
Dr. Andreas Bomba 57
WIR DANKEN 59
NOMINIERUNGEN UND LAUREATE IN DER VERGANGENHEIT 67
JUROREN 2011 BIS 2017 71
INTERNATIONAL PIANO FORUM 75
IMPRESSUM 79
Fotoaufnahmen sowie Bild- und Tonaufzeichnungen ohne Genehmigung sind nicht gestattet.
Bitte schalten Sie vor dem Konzert Ihr Mobiltelefon aus. Vielen Dank!
INTERNATIONAL PIANO FORUM 3PETER FELDMANN
Sehr geehrte Damen und Herren,
bereits zum siebten Mal verleiht das International Piano Forum Frankfurt den
Internationalen Deutschen Pianistenpreis.
Mit diesem Wettbewerb wird jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform
geboten, die ihnen allgemeine Aufmerksamkeit, intensive Präsenz und emotionale
Beteiligung des Publikums verschafft.
Auf dem Weg in eine professionelle Pianistenkarriere sind derartige Wettbewerbe
wichtig und international sehr angesehen. Einen solchen Klavierwettbewerb
regelmäßig in Frankfurt am Main abhalten zu können, ist auch für unsere Stadt
ein großer Gewinn, der das Konzertleben bereichert. Heute Abend können sich
alle Musikinteressierten einen eigenen Eindruck von den künstlerischen Fähig-
keiten der Nominierten verschaffen.
Ich danke allen, die den Wettbewerb ermöglicht haben und ihn unterstützen. Den
Musikerinnen und Musikern wünsche ich viel Erfolg und dem Publikum einen un-
terhaltsamen Abend und viel Freude bei den Konzerten.
Peter Feldmann
Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main
INTERNATIONAL PIANO FORUM 6VALERY GERGIEV
KÜNSTLERISCHER SCHIRMHERR
INTERNATIONAL PIANO FORUM
Verehrtes Publikum, verehrte Gäste, verehrte Laureaten-Jury,
liebe Nominierte des 7. Internationalen Deutschen Pianistenpreises,
beide Länder, Deutschland und Russland, verbinden die tiefen, groß-
artigen und wunderbaren Wurzeln der klassischen Musik. Wie keine
andere Sprache vereint die Musik die Menschen, Kulturen und
Generationen. Sie wird über alle nationalen Grenzen hinweg überall verstanden.
Ihre unerschöpfliche Kraft, Schönheit und Reinheit gibt mir die innere Kraft, mich
für kulturelle Identität, Freundschaft und Friedenserhaltung einzusetzen. Deshalb
ist es mir eine Freude als künstlerischer Schirmherr des International Piano Forums zu
wirken, das jährlich den Internationalen Deutschen Pianistenpreis vergibt. Mit großem
Engagement setzt sich das International Piano Forum dafür ein, glänzende
Klaviertalente weltweit zu fördern und sie in der internationalen Bühnenkarriere
zu unterstützen. Eine Herausforderung, die ich gerne begleiten werde. Durch die
Verbindung des Tschaikowsky Wettbewerbes und des Internationalen Deutschen
Pianistenpreises wird eine noch engere musikalische Brücke beider Länder ge-
schlagen.
Für ihre Nominierungen für den 7. Internationalen Deutschen Pianistenpreis
möchte ich den sechs Pianisten wärmstens gratulieren und mit auf ihren Weg
geben, dass das Geheimnis der Musik darin liegt, sie immer lebendig klingen zu
lassen, die Wärme und das Leben, die in ihr verborgen sind alle spüren zu lassen
und daraus eine emotionale Geschichte zu kreieren.
Valery Gergiev
INTERNATIONAL PIANO FORUM 7LARS VOGT
KÜNSTLERISCHER SCHIRMHERR
INTERNATIONALER DEUTSCHER PIANISTENPREIS
Der Internationale Deutsche Pianistenpreis hat sich zur Aufgabe ge-
macht, weltweit Pianisten zu suchen und zu finden, die durch ihre
künstlerische Persönlichkeit im Stande sind, den schöpferischen
Geist der großen Komponisten in der klassischen Musikgeschichte
so tief zu empfinden, dass sie ihn mit Hilfe ihres über Jahre erwor-
benen Könnens einem Publikum unserer Zeit überzeugend und mit-
reißend vermitteln können.
Die Aufgabe eines Pianisten ist vielfältig; sie umfasst das genaue
Kennen der Werke, der Komponisten, der Zeit und Stilistik, aber sie
beinhaltet vor allem auch das tiefe Kennenlernen von sich selbst und
damit auch der tiefsten und innersten Welten, die in uns allen
schlummern und die die Komponisten auf so wundersame Weise über alle Zeiten-
grenzen hinweg ansprechen. Wir erhoffen uns also viel von den sechs für den
7. Internationalen Deutschen Pianistenpreis nominierten Pianisten! Und sicher
werden wir wieder wie schon in den vergangenen Jahren durch besondere mu-
sikalische Entdeckungen beschenkt werden.
Solche besonderen Talente, wie wir sie in diesem Rahmen erleben dürfen, zu för-
dern ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die sich das International Piano
Forum mit dem Internationalen Deutschen Pianistenpreis seit sieben Jahren
durch stetigen Einsatz für seine Preisträger und Nominierten zu Herzen genommen
hat. Keine leichte Aufgabe, aber eine Zielsetzung, die sich für unsere Gesellschaft
lohnt. Denn was ist das Leben schon ohne Musik?
Als künstlerischer Schirmherr des Internationalen Deutschen Pianistenpreises
möchte ich allen Sponsoren, Förderern und Mitwirkenden danken und appellieren,
auch in Zukunft diese Initiative weiterhin zu unterstützen, die mittels Ihres Ein-
satzes dazu beiträgt, dass große Talente weiter gefördert und gefordert werden!
Ich wünsche den diesjährigen sechs nominierten Pianisten viel Erfolg und dem
Publikum spannende und beglückende Musikererlebnisse!
Ihr
Lars Vogt
Pianist und Dirigent
INTERNATIONAL PIANO FORUM 8STEFAN FREYMUTH
Alfred Brendel hat in seiner Jugend an drei Wettbewerben teilge-
nommen, aber nur einen Preis gewonnen. 1949 in Bozen. »Nicht den
Busoni-Preis«, berichtete der bedeutende Pianist einmal: »Aber es
war ein Preis. Ich war damals 18 Jahre alt. Und dieser Preis hat mir
geholfen, dass ich ein bisschen wahrgenommen wurde und dann
meine ersten Konzerte in Wien bekam.«
So unprätentiös Brendel über seine Wettbewerbserfahrungen be-
richtet, so genau trifft seine Beschreibung das Wesen von Musik-
wettbewerben: Diese erreichen ihr Ziel, wenn sie jungen Musikern
helfen, auf die Bühne zu gelangen.
Der Internationale Deutsche Pianistenpreis hat es in kurzer Zeit ge-
schafft, als einer der bedeutenden Klavierwettbewerbe anerkannt zu werden.
Das liegt auch in der Struktur des Wettbewerbs selbst begründet: So wählte eine
Nominierungsjury 2017 aus rund 100 Bewerbern sechs Pianistinnen und Pianisten
anhand von Videos aus, ohne über die Namen der Teilnehmer informiert zu sein.
Die sechs Nominierten erhalten nun in Frankfurt die volle Aufmerksamkeit der
hochkarätigen Laureat-Jury, des Publikums und der Presse und dürfen sich so alle-
samt schon als Gewinner fühlen.
Die Finalrunden in so traditionsreichen Häusern wie Dr. Hoch's Konservatorium
und der Alten Oper sowie die individuelle Betreuung der jungen Pianistinnen und
Pianisten während und auch noch nach der Veranstaltung zählen zu den großen
Pluspunkten dieses Wettbewerbs, dessen Orchesterfinale gleichzeitig das Eröff-
nungskonzert der Musikmesse Frankfurt darstellt.
Seit Carl Bechstein 1853 seine Pianofortefabrik in Berlin gegründet hat, unter-
stützt Bechstein junge Musiker. Daran anknüpfend begleiten wir gern partner-
schaftlich diesen herausragenden Wettbewerb und wünschen dem Team des In-
ternational Piano Forum ein gutes Gelingen! Den Teilnehmern, der Jury und dem
Publikum wünschen wir viele musikalisch intensive und mitreißende Stunden –
auch mit unseren Konzertflügeln.
Stefan Freymuth
Vorsitzender des Vorstands der C. Bechstein Pianofortefabrik AG
INTERNATIONAL PIANO FORUM 9JÜRGEN LIEBERKNECHT
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste des Internationalen
Deutschen Pianistenpreises 2017,
Sie werden es alle kennen: den berühmten Klavierzyklus »Kindersze-
nen« von Robert Schumann mit dem wohl bekanntesten 7. Klavier-
stück, »Träumerei«. Es gilt als Inbegriff des romantischen Klavier-
stücks. In der Romantik betrachtete man die Kindheit verklärend als
Gegenpol zur Bedrängnis des Alltags und der Erwachsenenwelt. Eine
Sehnsucht, ein bestimmter Traum ist es auch, der die jungen Nach-
wuchskünstlerinnen und -künstler, die die TARGOBANK beim Inter-
nationalen Deutschen Pianistenpreis seit 2012 begleiten darf, alle-
samt vereint. Sie alle möchten auf der großen Bühne stehen und an-
dere an ihrer Kunst teilhaben lassen.
Gerade diesen jungen Menschen, die noch am Anfang stehen, sich einen Namen
zu machen, möchten wir mit unserem Engagement Möglichkeiten eröffnen, ihren
Traum von der klassischen Musik wahr werden zu lassen, ihn zu leben.
Diese jungen Künstler haben Vorbildcharakter. Wir alle können von ihnen lernen,
dass es sich auszahlen kann, seinen Träumen und Sehnsüchten zu folgen. Als
TARGOBANK versuchen wir unsere Kunden dabei zu unterstützen, mit Hilfe unse-
rer Finanzdienstleistungen ihre kleinen und großen Träume zu realisieren.
Deshalb wollen wir mit unserer Förderung des musikalischen Nachwuchses ein
Zeichen setzen. Ich freue mich daher sehr, dass die TARGOBANK im Rahmen ihres
gesellschaftlichen Engagements auch 2017 den Internationalen Deutschen Pia-
nistenpreis unterstützt.
Mein Glückwunsch gilt allen Nominierten des heutigen Abends. Den Zuhörerin-
nen und Zuhörern wünsche ich ein besonderes Konzerterlebnis auf höchstem Ni-
veau.
Herzlichst
Jürgen Lieberknecht
INTERNATIONAL PIANO FORUM 10DETLEF BRAUN
Sehr geehrte Damen und Herren,
bereits seit vielen Jahren ist das International Piano Forum ein be-
deutender Förderer der musikalischen Kultur. Es bereitet herausra-
genden Künstlerpersönlichkeiten eine beispiellose Plattform und un-
terstützt sie in ihrer professionellen Karriere. Es baut Brücken zwi-
schen Generationen von Musikern, indem es den Wissenstransfer
von erfahrenen Meistern zu engagierten Nachwuchskünstlern voran-
treibt. Es schafft einzigartige Konzerterlebnisse für Musikfreunde in
Deutschland, Europa und der ganzen Welt.
Als Veranstalter der Musikmesse, der internationalen Messe für
Musikinstrumente und Noten, Musikproduktion und -vermarktung,
wissen wir dieses Engagement im besonderen Maße zu würdigen. Denn die
Musikmesse und das International Piano Forum verbindet ein gemeinsames Ziel:
Die Begeisterung für das Musizieren zu wecken, zu festigen und Impulse für die
weltweite Musiklandschaft auszusenden.
Vor diesem Hintergrund freut es uns, dass das Grand Finale des Internationalen
Deutschen Pianistenpreises auch in diesem Jahr als offizielles Eröffnungskonzert
der Musikmesse künstlerische Meisterleistungen präsentiert. Es ist zudem eines
der Höhepunkte des Musikmesse Festivals, das an allen Messetagen Konzerte au-
ßergewöhnlicher Künstler in den Spielstätten der gesamten Frankfurter Innen-
stadt bietet. Als langjähriger Partner des International Piano Forums freuen wir
uns ebenso über das kontinuierlich wachsende Renommee des Wettbewerbs und
über den erfolgreichen künstlerischen Werdegang der bisherigen Preisträger.
Auch den Teilnehmern des diesjährigen Wettbewerbs wünsche ich im Namen der
Messe Frankfurt viel Erfolg – und Ihnen, meine sehr geehrte Damen und Herren,
einen spannenden und inspirierenden Konzertabend.
Detlef Braun
Geschäftsführer der Messe Frankfurt Exhibition GmbH
INTERNATIONAL PIANO FORUM 11DR. H.C. PETRA ROTH
SCHIRMHERRIN INTERNATIONAL PIANO FORUM
Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Gäste des 7. Internationalen Deutschen Pianistenpreises,
der Internationale Deutsche Pianistenpreis ist ein kulturelles Glanz-
licht, das mittlerweile weit über die Grenzen Deutschlands hinaus
strahlt. Er stellt eine Botschaft der Stadt Frankfurt am Main an die
Welt des »Guten, Schönen und Wahren« dar und genießt Wert-
schätzung als Auszeichnung für Exzellenz-Förderung mit höchstem Anspruch.
Seit 7 Jahren erleben wir, wie auf vorbildliche Weise die Verknüpfung der Kunst
mit der Förderung der jungen Menschen erreicht werden kann. Es ist mir eine
besondere Freude, dass mein legendärer Freund Maestro Valery Gergiev als
künstlerischer Schirmherr des International Piano Forum Seite an Seite mit mir
die Förderung der Talente des klassischen Klavierspiels übernehmen wird.
Die sechs für den Internationalen Deutschen Pianistenpreis 2017 nominierten Pia-
nistinnen und Pianisten sind allesamt herausragende musikalische Talente mit
einzigartigem künstlerischem Potenzial. Durch sein vielseitiges und intensives
Engagement ermöglicht das International Piano Forum den Nominierten und
seinen Preisträgern eine nachhaltige Förderung, die bedeutende Schritte in den
einzelnen professionellen Musikkarrieren bedeuten.
Allen sechs Pianisten wünsche ich viel Erfolg für ihr weiteres Leben sowohl auf
der Bühne als auch privat. Ich bin mir sicher, wir erleben gemeinsam heute die
Stars von morgen.
Ihre
Dr. h.c. Petra Roth
Oberbürgermeisterin a.D. der Stadt Frankfurt am Main
INTERNATIONAL PIANO FORUM 12DR. PETER RAMSAUER
SCHIRMHERR INTERNATIONALER DEUTSCHER PIANISTENPREIS
Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
bereits zum siebten Mal hat sich der Internationale Deutsche Pia-
nistenpreis auf die Suche nach weltweiten Spitzenleistungen bege-
ben. Jedes Jahr stellen sich zahlreiche nationale und internationale
Pianisten dieser Herausforderung, die den Teilnehmern zwar unend-
lich viel abverlangt, aber auch gleichermaßen durch die breitgefä-
cherte und intensive Förderung der Initiatoren im Nachgang den
Nominierten zurückgibt.
Ein Konzertpianist benötigt heute von frühen Kindesbeinen an flam-
mende Begeisterung und Motivation, sowie den richtigen Lehrer und
die entsprechende Einstellung der Eltern. Aber dazu gehören auch
eiserne Disziplin, unermüdliches Üben und die Bereitschaft, auch
gnadenlosen Drill über sich ergehen zu lassen und Verzicht auf Vieles des Übens
wegen. Angesichts der weltweiten »Überproduktion« glänzender Pianisten ist an-
dernfalls kein Durchkommen möglich. Das klingt brutal, aber es gehört zur Wahr-
heit, die man den jungen Leuten nicht vorenthalten darf.
Deshalb freue ich mich zum einen besonders, dass das International Piano Forum
mit seinem Namen und Netzwerk einen Beitrag dazu leistet, glänzende Klavier-
talente aus aller Welt die Stufen auf der Erfolgsleiter höher steigen zu lassen. Zum
anderen aber darüber, was es trotz zahlloser anderer Klavierwettbewerbe noch
nie gegeben hat: den Internationalen DEUTSCHEN(!) Pianistenpreis! Ich finde, das
braucht Deutschland als Kulturnation mit dieser Pianisten- und Komponistenge-
schichte. So macht sich der Internationale Deutsche Pianistenpreis um den deut-
schen und internationalen pianistischen Spitzennachwuchs unendlich verdient.
Förderung ohne Förderer ist nicht möglich! Deshalb danke ich allen beteiligten
Sponsoren, die durch ihre Unterstützung diesen Weg der Exzellenz-Förderung an
der Seite des International Piano Forums gemeinsam bestreiten.
Mein größter Respekt und meine Hochachtung gelten jenen, die uns mit ihrer
Musik auf diesem hohen Niveau erfreuen.
Herzlichst Ihr
Dr. Peter Ramsauer, MdB
Bundesminister a.D.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 13PROF. DR. H.C. PAUL BADURA-SKODA
Ich begrüße die Teilnehmer am Internationalen Deutschen Pianistenpreis 2017.
Leider kann ich heute aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich zugegen
sein, aber aus der Ferne schicke ich allen Teilnehmern meine besten Wünsche.
Hier teilzunehmen, ist schon eine große Ehre. Bei den vorhergehenden Wettbe-
werben konnte ich mich vom hohen künstlerischen und pianistischen Niveau
aller Kandidaten überzeugen. Die Fachjury hatte es oft gar nicht leicht, die Fina-
listen auszuwählen. Erleichtert wurde unsere Aufgabe durch die Teilnahme der
musikalischen Fachpresse. Erfreulich war auch die stets große Publikumspräsenz.
So kommt es, dass gerade dieser Pianistenpreis jungen Künstlern den Weg in die
Karriere eröffnet. Wichtiger als Geldpreise ist für sie die Möglichkeit, in Konzerten
aufzutreten und auch Förderungsstipendien zu erhalten.
Prof. Dr. h. c. Paul Badura-Skoda
INTERNATIONAL PIANO FORUM 14PROF. DR. MARTIN ULLRICH
Im Namen der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen
grüße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Jurymitglieder
und Zuhörerinnen und Zuhörer beim 7. Internationalen Deutschen
Pianistenpreis.
Es freut mich außerordentlich, dass es dem International Piano Forum erneut
gelungen ist, aus den vielen exzellenten Bewerbungen eine verheißungsvolle
Finalrunde auszuwählen. Der Internationale Deutsche Pianistenpreis hat sich in
den letzten sieben Jahren als wichtige und hochkarätige Auszeichnung für Pia-
nistinnen und Pianisten etabliert und sich in die Riege der bedeutsamen inter-
nationalen Wettbewerbe eingereiht. Zu dieser erfreulichen Entwicklung gratu-
liere ich sehr herzlich!
Neben den Preisgeldern tragen die vielfältigen Folgeengagements und die CD-
Produktionen zur Attraktivität dieser Auszeichnung und zur Nachhaltigkeit der
Förderung des musikalischen Nachwuchses bei. Für die Künstlerpersönlichkeiten
ist diese Preisverleihung eine faszinierende Möglichkeit ihre künstlerische Exzel-
lenz und Kreativität auszuleben.
Ich wünsche allen teilnehmenden Pianistinnen und Pianisten, Jurymitgliedern
ebenso wie allen Gästen und Musikbegeisterten auch in diesem Jahr erfüllte Tage
und anregende Musikerlebnisse in Frankfurt.
Prof. Dr. Martin Ullrich
Vorsitzender der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK
INTERNATIONAL PIANO FORUM 15MARYAM MALEKI
PRÄSIDENTIN INTERNATIONAL PIANO FORUM
Im Namen des International Piano Forums darf ich Sie herzlichst
willkommen heißen!
Aus vielen Ländern der Welt haben sich wunderbare Talente für den
7. Internationalen Deutschen Pianistenpreis 2017, der gleichzeitig das
offizielle Eröffnungskonzert der größten Musikmesse der Welt ist,
beworben. Sechs Pianisten konnten die Nominierungsjury durch
ihren musikalischen Reifegrad und die Ausdruckskraft ihrer Inter-
pretationen überzeugen. Alle sechs Pianisten sind Talente, die mit
viel Idealismus, Können und Durchhaltewillen Außergewöhnliches
leisten.
Aus den sechs nominierten Pianisten, die sich am 04. April im Semi-
finale in Frankfurt am Main der Jury stellen werden, werden zwei
für das Finale und Grand Finale von der 11-köpfigen Laureaten-Jury auserwählt.
Im Anschluss an ihre Auftritte im Grand Finale wird der Laureat des 7. Internatio-
nalen Deutschen Pianistenpreises gekürt. Sie, liebes Publikum, können Ihre
Stimme für den Publikumspreis vergeben.
Es ist mir eine große Ehre, bekannt zu geben, dass seit Februar diesen Jahres das
International Piano Forum unter der künstlerischen Schirmherrschaft von MAES-
TRO VALERY GERGIEV steht. Wie kein anderer setzt er auf die unerschöpfliche
Kraft der Musik als kulturelle Identität, Freundschaft und Friedenserhaltung.
Die Förderung musikalischer Talente auf diesem Niveau, unter der künstlerischen
Federführung von MAESTRO VALERY GERGIEV und LARS VOGT, ist ein würdiger
Auftrag, der sich lohnt. So prägen wir unsere Kulturlandschaft von heute und
morgen!
Mein Dank gebührt allen, die uns auf diesem Wege begleitet, unterstützt, ermu-
tigt und vertraut haben: Den Pianisten, unseren Juroren und ganz besonders un-
seren Förderern und unserem großartigen Partner C. Bechstein!
Den Nominierten drücke ich von Herzen die Daumen und wünsche ihnen für ihre
weitere künstlerische Karriere viel Erfolg. Ihnen, verehrte Gäste, wünsche ich
einen erlebnisreichen Abend voll großartiger Musik.
Wir sehen uns wieder, und darauf freue ich mich schon heute, am 9. April 2018.
Ihre
Maryam Maleki
INTERNATIONAL PIANO FORUM 16FEITH STIFTUNG
DR. HANS FEITH UND DR. ELISABETH FEITH-STIFTUNG
Die Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung wurde im Jahr 2000 durch
Dr. med. Elisabeth Feith in Frankfurt/Main ins Leben gerufen. Sie ist eine rechts-
fähige Stiftung bürgerlichen Rechts und wird durch ihre Vorstände vertreten.
Als Philanthropin unterstützte Frau Dr. Feith schon vor Stiftungserrichtung un-
terschiedlichste Bereiche des öffentlichen Wohls. Sie entschloss sich später, eine
Stiftung zu gründen, um sicherzustellen, dass auch zukünftige Generationen von
dem durch sie geprägten altruistischen Tun profitieren. Die Stiftung ist schwer-
punktmäßig im Raum Frankfurt und Saarbrücken aktiv, insbesondere in der För-
derung der Kunst, der Unterstützung von Einrichtungen zur Alten-/Jugendhilfe,
der Begleitung von Musikprojekten und wissenschaftlichen Forschungsarbeiten.
Dr. Hans Feith und Dr. Elisabeth Feith-Stiftung
c/o Deutsche Bank AG /Stiftungsverwaltung
20079 Hamburg
info@feith-stiftung.org · www.feith-stiftung.org
Gründerin Elisabeth Feith * 16.06.1921 † 12.09.2013
Frau Dr. med. Elisabeth Feith war als Ärztin in Homburg und
Saarbrücken tätig, bis sie später in Frankfurt am Main mit
Dr. jur. Hans Feith sesshaft wurde.
Mit fast 80 Jahren entschloss sie sich, eine Stiftung zu gründen.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 17JURY INTERNATIONAL PIANO FORUM 19
7. INTERNATIONALER DEUTSCHER PIANISTENPREIS
JUROREN
NOMINIERUNGS-JURY
Prof. Paul Dan Petras Geniušas
Deutschland, Pianist Litauen, Pianist
Alexey Lubimov
Russland, Pianist
LAUREAT-JURY
Josep Caballé Domenech Prof. Ekaterina Murina
Spanien, Dirigent Russland, Pianist
Renchang Fu Prof. Wojciech Rajski
Volksrepublik China, Polen, Dirigent
Dirigent
Prof. Rudolf Meister Reinhard Seehafer
Deutschland, Pianist Deutschland,
Dirigent & Komponist
Pablo Mielgo Prof. Wolfram Schmitt-Leonardy
Spanien, Dirigent Deutschland, Pianist
Dr. Dariusz Mikulski Yekwon Sunwoo
Polen, Dirigent Pianist,
Laureat 5. Internationaler
Deutscher Pianistenpreis
INTERNATIONAL PIANO FORUM 21TEILNEHMENDE
PIANISTEN
INTERNATIONAL PIANO FORUM 23MOYE CHEN
Der Cincinnati Enquirer pries Moye Chen für sein Spiel mit »Bravour und Kunst-
fertigkeit« bei Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 mit dem Cincinnati Symphony
Orchestra, und der Frequent Business Traveler nannte seinen Klavierabend, den er
2015 in der Carnegie Hall gab, »majestätisch und lyrisch«. Moye Chen ist als Kon-
zertpianist schon in vielen Konzertsälen der USA, Europas, Asiens und Australiens
aufgetreten.
Zu den Höhepunkten der letzten Spielzeiten gehören Konzerte an renommierten
Spielorten wie der Carnegie Hall, dem Aronoff Center, der Benaroya Hall, dem
Krannert Center for the Performing Arts, der Finney Chapel, dem Sydney Opera
House, dem Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, dem Petit-Palau-Saal,
dem Joaquín Rodrigo Music Auditorium, der Beijing Concert Hall, der Forbidden
City Concert Hall, der Shanghai Concert Hall, dem Shanghai Oriental Art Center
und dem Shanghai Grand Theatre. Außerdem trat Moye Chen als Solist mit vielen
renommierten Orchestern auf, wie etwa dem Cincinnati Symphony Orchestra,
dem Sydney Symphony Orchestra, dem Beijing Symphony Orchestra, dem Shanghai
Symphony Orchestra, dem Sioux City Symphony Orchestra, dem Oberlin Orchestra
und dem internationalen Orchester Virtuosos de Madrid.
Moye Chen wurde von vielen Festivals eingeladen als Gastkünstler aufzutreten,
wie zum Beispiel vom Gilmore International Keyboard Festival, Deia International
Music Festival, Beijing International Contemporary Music Festival, Shanghai Spring
Music Festival, DoCha Chamber Music Festival und Tongyeong International Music
Festival.
Er ist mit herausragenden Künstlern wie Guillaume Berney, William Eddins, Ryan
Haskins, Tasmin Little, Stefan Milenkovich, Nicholas Milton und Benjamin Northey
aufgetreten.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 24Moye Chen hat schon bei vielen Wettbewerben Preise gewonnen. Dazu gehören
der 11. Sydney International Piano Competition (Australien), der 58. Cincinnati
World Piano Wettbewerb (USA), der 16. Internationale Klavierwettbewerb »Spanish
Composers« (Spanien), der 8. International Iowa Piano Wettbewerb (USA), der
2. Dallas International Piano Wettbewerb (USA) sowie der 4. Seattle International
Piano Wettbewerb (USA). Zu Moyes vielen Stipendien zählen das prestigeträchtige
Kate Neal Kinley Memorial Stipendium, ein Stipendium der Vladimir & Haewon
Feltsman Piano Foundation und das June and Charles Ross Piano Stipendium.
Einer seiner Live-Mitschnitte beim Sydney International Piano Competition wurde
in das Album Encore! von ABC Classics aufgenommen. Moye Chen ist seit 2016
exklusiv als Studiomusiker bei Universal Music unter Vertrag.
Moye Chen wurde in Peking (China) geboren. Seinen Bachelor- und Mastertitel
erhielt er von der Musikhochschule Shanghai und sein Künstlerdiplom vom Oberlin
Conservatory of Music. Unterrichtet wurde er hauptsächlich von Hung-Kuan Chen,
Angela Cheng, Robert Hamilton, William Heiles und Xiaosheng Zhao. Weitere Lehrer
und Mentoren waren Tema Blackstone, Alvin Chow, Cheung-Yu Mo und Yunlin
Yang. Derzeit macht Moye Chen seinen Doktor der Musischen Künste an der
University of Illinois bei Professor William Heiles. Außerdem wird er von Robert
Hamilton in der Region Phoenix unterrichtet.
SEMIFINALE 1 4. APRIL | 9.30 – 13.30 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
ALEXANDER SKRIJABIN
Poème Nr. 1 in Fis-Dur, op. 32
EDVARD GRIEG
Schmetterling aus »Lyrische Stücke« Nr. 1, op. 43
Marsch der Zwerge aus »Lyrische Stücke« Nr. 3, op. 54
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Sonate Nr. 10 in C-Dur, K. 330
FRANZ LISZT/HOROWITZ
Ungarische Rhapsodie Nr. 19
INTERNATIONAL PIANO FORUM 25MOYE CHEN
SEMIFINALE 2 4. APRIL | 14.45 – 17.00 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
DOMENICO SCARLATTI
Sonate in g-Moll, K. 8
SERGEI RACHMANINOW
Sonate Nr. 2 in b-Moll, op. 36
FINALE 5. APRIL | 10.00 – 11.45 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
ALEXANDER SKRIJABIN
Sonate Nr. 10, op. 70
FRANZ LISZT
Sonate in h-Moll, S. 178
GRAND FINALE 5. APRIL | 19.00 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
SERGEI RACHMANINOW
Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll, op. 30
Allegro ma non tanto
Intermezzo (Adagio)
Finale (Alla breve)
INTERNATIONAL PIANO FORUM 26ZHENNI LI
Zhenni Li ist eine »Pianistin von magnetischer Anziehungskraft – mit Feuer und
Poesie«. »Jeder sollte sie hören«, schrieb der Musikkritiker David Dubal, da »sich
Feingefühl, ein eleganter Anschlag und musikalische Intelligenz bei ihr vereinen«
(Concours Clara Haskil). Die junge Pianistin ist schon in vielen bekannten Kon-
zertsälen der USA, Europas und Chinas aufgetreten, wie etwa der Alice Tully Hall
im Lincoln Center, dem Metropolitan Museum of Art, der Morgan Library in New
York, dem California Theatre in San José, dem Théâtre de Vevey in der Schweiz
und der National Concert Hall im chinesischen Tianjin. Ihre musikalischen Inte-
ressen und ihr großes Repertoire reichen von Bach über Kirchner bis hin zu allen
Beethoven-Sonaten und dem größten Teil von Chopins Werken für Klavier. Zurzeit
bereitet Zhenni Li das gesamte Klavierwerk Debussys vor.
»Ein großer, prächtiger Klang und ein hypnotisierender Anschlag«
The Philadelphia Inquirer
Zu ihren jüngsten Engagements zählen Aufführungen von Beethovens Klavier-
konzert Nr. 2 und Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 mit dem McGill Symphony
Orchestra unter der Leitung von Alexis Hauser, sowie Solokonzerte in Montreal
und eine Zusammenarbeit mit dem New Orford String Quartet. Zhenni Lis Kon-
zerte wurden bereits von vielen Radiosendern übertragen, wie etwa dem Canada
CBC Radio, dem Texas Public Radio, dem WFMT Public Radio in Chicago sowie den
Hunan Daily und Feng Media in China. Außerdem war Zhenni Li Gastkünstlerin auf
dem New York Philharmonic Symposium zum Thema Strawinsky mit dem Dirigen-
ten Valery Gergiev.
»Eine grossartige Pianistin von ungewöhnlich reger Fantasie und eine
kreative Musikerin.«
INTERNATIONAL PIANO FORUM 27ZHENNI LI
Zhenni Li hat Preise bei zahllosen Wettbewerben gewonnen und vor kurzem den
1. Platz beim Concours Musical de France belegt, wie die Jury einstimmig entschieden
hat. Beim renommierten Concours Clara Haskil Wettbewerb in der Schweiz war
sie unter den ersten sechs Kandidaten. Außerdem hat sie den ersten Preis beim
International Russian Piano Competition im kalifornischen San José gewonnen,
wo sie Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 2 mit dem New Symphony Orchestra
aufgeführt hat. Sie belegte erste Plätze beim Chopin-Klavierwettbewerb der
Kosciuszko Foundation und bei dem Heida Hermanns International Piano Wett-
bewerb sowie den zweiten ersten Preis bei dem MTNA National Piano Wettbe-
werb in Seattle, Washington.
»Zhenni Li hat die kapriziöse harmonische Sensibilität und die außerge-
wöhnliche Schönheit Schumanns mit natürlicher Leichtigkeit gefunden
und die inneren Stimmen dabei besonders prägnant herausgearbeitet.«
Broad Street Review
Als aktive Kammermusikerin hat Zhenni Li mit dem New Orford String Quartet
und dem Hugo Wolf Quartett gespielt und ist auf bekannten Kammermusik-
festivals wie dem Ravinia Festival, dem Kneisel Hall Festival und dem Juilliard
ChamberFest sowie an berühmten Spielorten wie dem Schweizer Théâtre de
Vevey aufgetreten. Außerdem hat sie bereits mit renommierten Musikern wie
Leon Fleisher, Miriam Fried, Garrick Ohlssohn, Joel Krosnick, Pamela Frank und
Jerome Lowenthal zusammengearbeitet.
Zhenni Li hat die Juilliard School besucht, an der sie 2012 mit einem Vollstipen-
dium bei Seymour Lipkin und Joseph Kalichstein ihr Bachelor- und Master-Stu-
dium in Musik abgeschlossen hat. Vor kurzem hat sie ihr Artist Diploma von der
Yale School of Music in der Klasse von Peter Frankl bekommen und schließt nun
ihr Promotionsstudium an der Schulich School of Music der McGill University bei
Dr. Stéphane Lemelin ab. Weitere Lehrer Zhenni Lis waren weltbekannte Pianisten
wie Richard Goode, Ginette Gaubert, Sergei Mikulik (ein früherer Assistent der
Pianistin Tatjana Nikolajewa am Moskauer Konservatorium), Zhou Guangren
sowie ihr Vater, der ihre Liebe zur traditionellen Musik Chinas geweckt hat.
Zurzeit unterrichtet Zhenni Li Studenten des Erstsemesters an der School of
Music in den Fächern Klavierspiel und Kammermusik. Außerdem ist sie seit 2010
Kunstreporterin und Koordinatorin des Concours Musical de France.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 28SEMIFINALE 1 4. APRIL | 9.30 – 13.30 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
BÉLA BARTÓK
Elegien Nr. 1, Sz. 41
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sonate in c-Moll, op. 111
SEMIFINALE 2 4. APRIL | 14.45 – 17.00 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
ROBERT SCHUMANN
Sonate in fis-Moll, op. 11
FINALE 5. APRIL | 10.00 – 11.45 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
ARTHUR LOURIÉ
Préludes fragile Nr. 3 und 4, op.1
CLAUDE DEBUSSY
Image Book II
FRÉDÉRIC CHOPIN
Sonate Nr. 2 in b-Moll, op. 35
GRAND FINALE 5. APRIL | 19.00 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
SERGEI RACHMANINOW
Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll, op. 30
Allegro ma non tanto
Intermezzo (Adagio)
Finale (Alla breve)
INTERNATIONAL PIANO FORUM 29ERIC LU
Der 19 Jahre alte Pianist Eric Lu hat sich schnell einen internationalen Ruf als junger
Pianist mit hervorragenden Aussichten und einem unverwechselbaren musikali-
schen Stil erworben. Eric Lu wurde im Raum Boston, Massachusetts, geboren. Er
belegte den 1. Platz beim 9. Internationalen Chopin-Wettbewerb für junge Pianisten
in Moskau und beim Nationalen Chopin-Wettbewerb 2015 in Miami, USA, wo er
auch den Preis »Best Concerto« erhielt. Im Oktober 2015, im Alter von 17 Jahren,
belegte Eric Lu den 4. Platz beim 17. Internationalen Chopin-Wettbewerb in War-
schau. Damit war er einer der jüngsten Preisträger in der Geschichte des Wett-
bewerbs. Bereits zuvor hatte er den 1. Platz beim 12. Internationalen Wettbewerb
für junge Pianisten in Ettlingen (2010) und bei der International e-Piano Junior
Competition der Universität Minnesota (2013) belegt.
»Ein Musiker von außergewöhnlich hoher musikalischer Sensibilität«
New York Classical Review
»Der Klang, den er hervorrief, war leuchtend, seine Artikulation aufregend
und fesselnd und sein Legato und Belcanto unglaublich bewegend.«
Michael Moran vom Chopin-Festival in Duszniki-Zdrój Duszniki Festival
Eric Lu hat erneut von sich reden gemacht, als er 2015 den Tabor Foundation Piano
Award der Verbier Festival Academy gewann. Bei seinen frischen und innovativen
Auftritten begeistert Lu das internationale Publikum mit der einzigartigen Schön-
heit und Intensität seines Spiels.
Seine Klavier- und Konzertengagements in aller Welt führen ihn als nächstes in
das Auditorio Nacional de Música Madrid, die Warsaw Philharmonic Hall, die Boston
Jordan Hall, das Seoul Arts Center, die Sapporo Concert Hall, das Tokyo Metropo-
litan Theatre sowie zum Nohant Chopin Festival und zum Musikfestival Krakau.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 30Höhepunkte der Spielzeit 2015/16 waren ein Klavierabend in der Carnegie Hall in
New York sowie ein Konzert beim 70. Internationalen Chopin-Festival im polni-
schen Duszniki-Zdrój und in der Beijing Concert Hall in China. Lu hat bereits mit
Orchestern wie dem Warsaw National Philharmonic Orchestra, dem Minnesota
Orchestra, dem Cincinnati Chamber Orchestra, dem State Youth Orchestra of
Armenia und dem Chopin Foundation Orchestra zusammengearbeitet.
Im Alter von 6 Jahren begann Eric Lu Klavierunterricht bei Dorothy Shi in der Nähe
von Boston, MA, zu nehmen. An der Preparatory School des New England Con-
servatory studierte er Klavier bei Alexander Korsantia und A. Ramón Rivera. Im
Jahr 2013 begann Lu ein Studium am Curtis Institute of Music in Philadelphia, wo
er derzeit von Prof. Jonathan Biss und Prof. Robert McDonald unterrichtet wird.
Außerdem ist er Schüler von Dang Thai Son.
SEMIFINALE 1 4. APRIL | 9.30 – 13.30 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
FRANZ SCHUBERT
Impromptus Nr. 1-2, op. 90
FRÉDÉRIC CHOPIN
Ballade Nr. 4 in f-Moll, op. 52
SEMIFINALE 2 4. APRIL | 14.45 – 17.00 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
WOLFGANG AMADEUS MOZART
Rondo in a-Moll, K. 511
SERGEI SERGEJEWITSCH PROKOFJEW
Sonate Nr. 7 in B-Dur
FINALE 5. APRIL | 10.00 – 11.45 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
JOHANN SEBASTIAN BACH/ ALEXANDER ILJITSCH SILOTI
Präludium in h-Moll
FRÉDÉRIC CHOPIN
24 Präludien op. 28
INTERNATIONAL PIANO FORUM 31ERIC LU | FABIO MARTINO
GRAND FINALE 5. APRIL | 19.00 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
SERGEI RACHMANINOW
Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll, op. 30
Allegro ma non tanto
Intermezzo (Adagio)
Finale (Alla breve)
FABIO MARTINO
Schon als Fünfjähriger hat er mit dem Klavierspielen begonnen; auf dem Instru-
ment seiner Großmutter, einer Klavierlehrerin in São Paulo. Siebzehn Jahre später
- nach einer harten Ausbildung an führenden Musikhochschulen in Brasilien und
Deutschland - kaufte sich Fabio Martino seinen ersten eigenen Steinway-Flügel.
Das Geld dafür hatte er sich mit dem Ersten Preis beim größten internationalen
Pianisten-Wettbewerb Lateinamerikas der BNDES-Bank erspielt – 48.000 US-Dollar.
Im Finale setzte er sich gegen einen 28-jährigen Japaner und einen 29-jährigen
Russen durch.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 32Bereits ein Jahr später, 2011, gewann er in Deutschland den mit 10.000 Euro
dotierten Ersten Preis im Klavierwettbewerb des Kulturkreises der deutschen
Wirtschaft »Ton und Erklärung – Werkvermittlung in Ton und Wort«. Denn Martino
zieht die Hörer nicht nur durch sein virtuoses Spiel in den Bann, er bezaubert sein
Publikum auch durch südamerikanischen Charme, wenn er ihm seine Musik
erklärt. Inzwischen hat Fabio Martino über 20 Erste Preise in Wettbewerben
gewonnen. Er gilt als frecher und zugleich aufgeschlossenster Herausforderer der
internationalen Pianisten-Szene. Wie ein Markenzeichen trägt er stets eine hand-
gebundene Fliege.
Als weiterer Meilenstein seiner Karriere ist 2013 sein Debütalbum mit Werken
von Brahms, Schumann und der Welt-Ersteinspielung der 3. Klaviersonate von
York Höller sowie drei Etüden von Edino Krieger erschienen. Der Komponist Höller
lobt sein »ausdrucksstarkes, kraftvolles und technisch perfektes, aber nie kraft-
meierisches, feinfühliges und nie unklares Spiel«.
»Fabio Martino hat Beethovens 5. Klavierkonzert mit einem durchgreifen-
den, entschiedenen Gestaltungswillen, Genuss an gut liegenden, wohlklin-
genden Passagen und auch mit der nötigen Durchhaltekraft belebt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
Sein gerade erschienenes Album »PASSION« wurde in Koproduktion mit dem
SWR im berühmten Hans-Rosbaud-Studio in Baden-Baden aufgenommen. Neben
bekannten Werken von Beethoven, Liszt und Schumann, welche Fabio Martino
auf seine ganz besonders gefühlvolle und inspirierende Art interpretiert, ist auch
das heitere, temperamentvolle und pianistisch hoch anspruchsvolle Stück Tico-
Tico no fubá in einer Bearbeitung von Marc-André Hamelin als Welt-Ersteinspie-
lung enthalten.
»Das ist nicht nur virtuos, das fetzt regelrecht! Grandios!«
Guido Krawinkel in Klassik-Heute
Als Solist hat Fabio Martino international die Klavierkonzerte von Prokofjew,
Rachmaninow, Beethoven, Bach, Schumann, Medtner, Bartók und viele andere
gespielt. Begleitet wurde er von großen Orchestern wie dem Orquestra Sinfonica
Brasileira (OSB), dem Staatsorchester von São Paulo (OSESP), dem Symphonieor-
chester des Bayerischen Rundfunks, der Badischen Staatskapelle, den Duisburger
Philharmonikern, den Berliner Symphonikern u.v.a.
Seine Konzerte und Rezitale führen ihn regelmäßig in die großen Konzertsäle und
zu den bekannten Festivals der Welt: Berliner Philharmonie, Seoul Arts Center,
INTERNATIONAL PIANO FORUM 33FABIO MARTINO
Sala São Paulo, Cidade das Artes, Opernhaus von Rio, Miami International Piano
Festival, The Gilmore Festival, Heidelberger Frühling, Norddeutscher Rundfunk,
Gasteig und Badisches Staatstheater. Stets sind das Publikum und die Kritiker
gleichermaßen beeindruckt.
Sein Können und seine besondere Bühnenpräsenz führten ihn auch schon zu ver-
schiedenen Film- und TV-Produktionen und LIVE-Aufnahmen, u.a. für den SWR,
BR, NDR, TV Globo und die BBC.
Das erfolgreiche Konzertjahr 2015 wurde gekrönt durch 2 wichtige Auszeichnungen:
Kritikerpreis »Entdeckung des Jahres« für das Konzert »Rhapsodie über ein
Thema von Paganini« von Rachmaninow mit dem Staatsorchester OSESP unter
der Leitung von Marin Alsop in der Sala São Paulo und Publikumspreis in der Ka-
tegorie »Junge Talente«.
Kritiker nennen Fabio Martino bereits in einem Atemzug mit Nelson Freire, Mar-
tha Argerich, Claudio Arrau und Sviatoslav Richter.
SEMIFINALE 1 4. APRIL | 9.30 – 13.30 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
JOSEPH HAYDN
Sonate in h-Moll Hob XVI:32
FRÉDÉRIC CHOPIN
Mazurka Nr. 13 in a-Moll, op. 17
Mazurka Nr. 5 in B-Dur, op. 7
Polonaise Nr. 6 in As-Dur, op. 53
ZEQUINHA DE ABREU (Bearbeitung Marc-Andre Hamelin)
Tico-Tico no fubá
INTERNATIONAL PIANO FORUM 34SEMIFINALE 2 4. APRIL | 14.45 – 17.00 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Variationen in F-Dur, op. 34
HEITOR VILLA-LOBOS
Alma brasileira
Dança do índio branco
ALBERTO GINASTERA
Danzas Argentinas op. 2
FINALE 5. APRIL | 10.00 – 11.45 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
ROBERT SCHUMANN
Fantasie in C-Dur, op. 17
MOZART CAMARGO GUARNIERI
Dança Selvagem
Dança Negra
Dança Brasileira
Lundu
GRAND FINALE 5. APRIL | 19.00 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Klavierkonzert Nr. 5 'Emperor' in Es-Dur, op. 73
Allegro
Adagio un poco mosso
Rondo Allegro
INTERNATIONAL PIANO FORUM 35JIAYAN SUN
»Sein Spiel ist eine Offenbarung«
New York Times
»Technisch makellos, poetisch inspiriert und unglaublich sicher«
Toronto Star
Der Pianist Jiayan Sun ist bereits in vielen Konzerthäusern Nordamerikas, Europas
und Asiens aufgetreten und hat mit zahlreichen Orchestern zusammengearbeitet,
wie etwa dem Cleveland Orchestra, The Hallé, dem Nationalen Sinfonieorchester
Chinas und Irlands RTÉ, dem Fort Worth and Toledo Symphony Orchestra, dem
Toronto Symphony Orchestra und dem Aspen Concert Orchestra. Die Meininger
Hofkapelle hat er vom Klavier aus begleitet.
Jiayan Sun hat schon unter der Leitung vieler bekannter Dirigenten gespielt,
darunter Sir Mark Elder, Michail Jurowski, Stefan Sanderling, Leon Fleisher, David
Hayes, Thomas Crawford, Kerry Stratton und Xincao Li. Er ist in der Carnegie Hall
und im Lincoln Center New York aufgetreten sowie in der Severance Hall in Cleve-
land, dem Großen Saal des Moskauer Konservatoriums, der National Concert Hall
in Dublin, der Leeds Town Hall, dem Beethoven-Haus in Bonn, der Koerner Hall des
Royal Conservatory in Toronto, der Beijing Concert Hall und der Taipei National
Concert Hall, um nur einige zu nennen. Seine Konzerte wurden von der BBC, der
RTÉ, von China Central Television und von verschiedenen Klassikradiosendern
Nordamerikas übertragen.
Jiayan Sun hat bei internationalen Klavierwettbewerben schon viele Preise
gewonnen und erste Plätze belegt – wie zum Beispiel den dritten Platz bei dem
Leeds International Piano Wettbewerb, den zweiten Platz bei dem Dublin Inter-
national Piano Wettbewerb, den vierten Platz und den Publikumspreis bei dem
INTERNATIONAL PIANO FORUM 36Cleveland International Piano Wettbewerb und den ersten Platz beim internatio-
nalen Klavierwettbewerb zur Eröffnung des CCC in Toronto.
Er wurde von der Tokyo Foundation zum »Sylff Fellow« ernannt und ist ein »Young
Artist« des Center for Musical Excellence in New York.
Die Verwendung alter Tasteninstrumente und das Studium der historischen Auf-
führungspraxis spielen eine große Rolle in Jiayan Suns musikalischer Laufbahn.
Zu seinen wichtigsten Auftritten zählen die von Kritikern hoch gelobte Aufführung
von Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 mit dem American Classical Orchestra in der
Alice Tully Hall sowie Klavierabende im Westfield Center for Historical Keyboard
Studies an der Cornell University und an der Juilliard School. Im Jahr 2014 gab
Jiayan Sun eine Reihe von Klavierabenden zu Ehren von Carl Philipp Emanuel Bach,
dessen Geburtstag sich am 8. März diesen Jahres zum 300. Mal gejährt hatte.
Dabei hat er sowohl Klavichord als auch Cembalo und Hammerklavier gespielt.
Sun hat Cembalo bei Lionel Party und Hammerklavier bei Malcolm Bilson und
Audrey Axinn studiert.
Jiayan Sun wurde 1990 in Yantai in der chinesischen Provinz Shandong geboren.
Er studierte am Central Conservatory in Peking bei Jin Zhang, bevor er 2006 in die
Vereinigten Staaten ging, um ein Studium an der Juilliard School Pre-college Di-
vision bei Victoria Mushkatkol zu beginnen und 2008 mit dem Achievement
Award abzuschließen. Von der Juilliard School erhielt er 2012 einen Bachelor-Ab-
schluss und 2014 einen Master-Abschluss. Sun setzte seine Studien an der Juilliard
School als Doktorand unter der Leitung von Yoheved Kaplinsky und Stephen
Hough fort und wurde von Richard Goode und Robert Levin unterrichtet. Er tritt
häufig an der Juilliard School auf und hat schon am jährlichen ChamberFest und
am Focus!-Festival der Hochschule teilgenommen. Auch auf zahlreichen Festivals
ist er schon aufgetreten, wie dem Aspen Music Festival, dem Verbier Festival, dem
Sarasota Music Festival, PianoTexas und dem Pianofest in den Hamptons. Seine
Liebe zur Kunst der Komposition brachte ihn dazu, bei dem Komponisten Philip
Lasser in die Lehre zu gehen. Erste Kompositionen von Jiayan Sun wurden schon
an der Juilliard School uraufgeführt.
INTERNATIONAL PIANO FORUM 37JIAYAN SUN
SEMIFINALE 1 4. APRIL | 9.30 – 13.30 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Sonate Nr. 24 in Fis-Dur, op. 78 (A Thérèse)
LEOŠ JANÁČEK
Sonate Nr. 1 X.1905
EMMANUEL CHABRIER
Idylle (aus Pièces pittoresques), Bourée fantasque
SEMIFINALE 2 4. APRIL | 14.45 – 17.00 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
GYÖRGY LIGETI
Musica ricercata Nr. 3, 4, 6, 10
CLAUDE DEBUSSY
Etude Nr. 8 aus dem zweiten Buch: Pour les agréments
FRANZ SCHUBERT
Wandererfantasie in C-Dur, op. 15
FINALE 5. APRIL | 10.00 – 11.45 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
JOSEPH HAYDN
Fantasie in C-Dur, Hob. XVII: 4
FERRUCCIO BUSONI
Toccata (Preludio-Fantasia-Ciaconna), BV 287
FRANZ LISZT
Sonate in h-Moll, S. 178
GRAND FINALE 5. APRIL | 19.00 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Klavierkonzert Nr. 5 ‘Emperor’ in Es-Dur, op. 73
Allegro
Adagio un poco mosso
Rondo Allegro
INTERNATIONAL PIANO FORUM 38ALEXANDER YAKOVLEV
Alexander Yakovlev wurde in Rostow am Don geboren. Schon im Alter von 6 Jahren
begann er Musik zu studieren. An sein Grundstudium am Konservatorium in Rostow
schloss sich ein Aufbaustudium mit Schwerpunkt Klaviermusik (in der Klasse von
Sergei Osipenko) an. Nach seinem Studium der Komposition bei Leonid Klinichev
studierte Alexander Yakovlev am Salzburger Mozarteum unter Alexei Ljubimow
und an der Universität der Künste Berlin unter Pascal Devoyon. Seine internationale
Karriere begann aber erst mit seinem ersten Platz beim internationalen Chopin-
Wettbewerb in Rom (2006), bei dem er einen Konzertflügel gewann.
In den Jahren 2006 bis 2012 gewann der Pianist unzählige Preise bei renommierten
internationalen Wettbewerben, wie etwa dem »Concours de Genève« in Genf
(Schweiz), dem »Rina Sala Gallo« in Monza (Italien) und dem »Ettore Pozzoli« in
Seregno (Italien), bei dem der Pianist auch den Ehrenpreis des Präsidenten der Ita-
lienischen Republik »Für Verdienste an der italienischen Kultur in 2013« verliehen
bekam. Außerdem gewann Alexander Yakovlev Preise beim Artur-Schnabel-Kla-
vierwettbewerb in Berlin, dem internationalen Parnassos-Wettbewerb in Mon-
terrey (Mexiko) und dem World-Piano-Wettbewerb in Cincinnati (USA, 2012). Ale-
xander Yakovlev gibt regelmäßig Konzerte in Europa, Amerika und Japan. Er
ist bereits in vielen renommierten Konzertsälen der Welt aufgetreten, wie etwa
der Carnegie Hall, der Tschaikowski-Konzerthalle in Moskau, dem Großen Saal
der Berliner Philharmonie, der Victoria Hall in Genf, dem Conservatorio Giuseppe
Verdi in Mailand, dem Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, dem Palau de la
Música in Barcelona sowie dem Konzertsaal der Sapienza-Universität Rom.
Alexander Yakovlev hat schon mit vielen bekannten Orchestern zusammengear-
beitet, wie etwa den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de la Suisse Ro-
mande, dem Symphonieorchester der Präfektur Tokio, dem Kammerorchester von
INTERNATIONAL PIANO FORUM 39ALEXANDER YAKOVLEV
Rom, dem Kammerorchester von Tokio, dem Sinfonieorchester des Serate-Musicali-
Festivals in Mailand, dem rumänischen Philharmonieorchester »Mihail Jora«
sowie dem Cincinnati Symphony Orchestra. Er hat unter der musikalischen
Leitung von berühmten Dirigenten wie Kent Nagano, Ravil Martynov, Semyon
Kogan, Dmitry Yablonsky, Jean-Bernard Pommier, Shunsaku Tsutsumi, Ovidiu
Balan, Alexander Polyanichko, Andrei Anikhanov und Conrad van Alphen gespielt.
Alexander Yakovlev ist Gastkünstler des Teatro Real in A Coruña (Spanien).
SEMIFINALE 1 4. APRIL | 9.30 – 13.30 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
JOSEPH HAYDN
Sonate in G-Dur Hob XVI: 40
JOHANNES BRAHMS
Paganini Variationen op. 35, Buch II
PETER TSCHAIKOWSKY/MIKHAIL PLETNEV
Ballettsuiten aus „Nussknacker“ (1-5)
SEMIFINALE 2 4. APRIL | 14.45 – 17.00 UHR | DR. HOCH'S KONSERVATORIUM
MODEST P. MUSSORGSKI
Bilder einer Ausstellung
FINALE 5. APRIL | 10.00 – 11.45 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
JOHANNES BRAHMS
Fantasien op. 116
IGOR STRAWINSKY
Petrushka
GRAND FINALE 5. APRIL | 19.00 UHR | ALTE OPER FRANKFURT
JOHANNES BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, op. 83
Allegro non troppo
Allegro appassionato
Andante
Allegretto grazioso
INTERNATIONAL PIANO FORUM 40ZU DEN KLAVIERKONZERTEN
PICTURE-ALLIANCE/DPA
LUDWIG VAN BEETHOVEN
Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur, op. 73
Entstehung: Beginn 1809, Abschluss Februar 1810
Rudolph Erzherzog von Österreich gewidmet
Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 entstand im allgemein äußerst schwierigen Jahr
1809. Europa befand sich mitten in den Napoleonischen Kriegen. Im April hatte
Österreich Frankreich den Krieg erklärt. Mitte Mai 1809 wurde Wien von den fran-
zösischen Truppen unter Napoleon bombardiert und besetzt. Schon am 4. Mai war
die kaiserliche Familie, darunter auch Erzherzog Rudolph, Beethovens Förderer und
Schüler, aus Wien in den ungarischen Teil ihres Herrschaftsbereiches geflohen.
Mit der Besatzung verschlechterten sich die Lebensverhältnisse in Wien. Die einhei-
mische Bevölkerung hatte für den Unterhalt der Truppen aufzukommen, was die all-
gemeine Versorgungslage dramatisch verschärfte. Zudem war Österreich verpflich-
tet, Reparationszahlungen zu leisten sowie Zwangsanleihen und Sondersteuern ab-
zuführen, von denen auch Beethoven betroffen war. Beethoven schreibt am 19. Sep-
tember 1809 nach Leipzig: »wir sind hier in geldes Noth, dann, wir brauchen zweimal
so viel als sonst – verfluchter Krieg« (BGA 400), und am 2. Januar 1810 klagt er »wir
haben nicht einmal mehr gutes genießbares Brod« (BGA 419). Beethoven hatte
zudem noch ausgesprochen unangenehme Erinnerungen an die erste französische
Besatzung 1805, deretwegen u.a. die Uraufführung der Leonore zu einem veritablen
Misserfolg wurde. Beethovens Haltung Napoleon gegenüber schlug 1809 in Ableh-
nung um. Der allgemeinen Gesinnung folgend, wurde auch Beethoven 1809 zuneh-
mend deutsch-national.
Ein Zeugnis von Beethovens Patriotismus findet sich am unteren Rand von Bl. 74r im
Partiturautograph zum fünften Klavierkonzert, zu Beginn des 2. Satzes. Beethoven
hält hier fest »Östreich löhne Napoleon« – Österreich zahle es Napoleon heim!
(Hans-Werner Küthen, Herausgeber des Konzerts in der Neuen Beethoven-Gesamt-
ausgabe, schließt aus dieser Bemerkung, dass Beethoven den zweiten Satz des Kon-
zerts nach der Eroberung Wiens geschrieben hat.)
Erzherzog Rudolph und die kaiserliche Familie kehrten erst am 30. Januar 1810 aus
dem ungarischen Exil nach Wien zurück. Beethoven hatte die Abwesenheit seines
Schülers u.a. dafür genutzt, das Konzert zu vollenden. Beethovens Freude über die
Rückkehr seines begabten Schülers war groß. Neben der Klaviersonate »Les Adieux«
op. 81a erhielt der Erzherzog auch das fünfte Klavierkonzert von seinem Lehrer ge-
widmet. Eine Widmung, die unter den geschilderten Umständen mehr als nachvoll-
ziehbar und folgerichtig erscheint. (J.R.) QUELLE: BEETHOVEN-HAUS BONN
INTERNATIONAL PIANO FORUM 41ZU DEN KLAVIERKONZERTEN
VERLAG LUCIEN MAZENOD, GENF 1946
DIE BERÜHMTEN MUSIKER, KUNST-
JOHANNES BRAHMS UM 1866
JOHANNES BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, op. 83
Das starke Stück
Mit seinem Klavierkonzert Nr. 1 war Brahms im Alter von 25 Jahren noch entschieden
durchgefallen. Denn das Publikum erwartete vor allem wirkungsvolle Zirkusnum-
mern und pianistische Bravour. Brahms bot stattdessen ein Konzert aus dem stren-
gen Geist der großen Symphonie. Auch in seinem Klavierkonzert Nr.2 blieb sich
Brahms darin absolut treu, doch diesmal war das Publikum hin und weg vor Begeis-
terung.
Das lag zum einen daran, dass Brahms mittlerweile, im Jahr 1881, weltberühmt war.
Man wusste eben, dass man von diesem Meister kein kompositorisches fast food zu
erwarten hatte, sondern reiche und dichte Musik, emotional packend, aber nicht auf
äußere Wirkung berechnet.
Der andere Grund für den großen Erfolg des 2. Klavierkonzerts war die neue Rolle
des Solisten: Er wird zur Schaltzentrale, ist fast immer aktiv, gibt die Impulse, dialo-
gisiert und treibt das Geschehen voran. So steht gleich am Beginn ein romantisches
Hornsolo, aus dem sich eine ausgedehnte Klavierkadenz entwickelt. Dann erst ant-
wortet das ganze Orchester.
Man kann nur staunen, dass man noch immer auf das hartnäckige Vorurteil stößt,
Brahms sei ein kühler Klassizist gewesen. Sicher, seine formale Meisterschaft wird
von keinem anderen Romantiker übertroffen - aber das bedeutet ja noch lange nicht,
dass es deswegen weniger Raum für Gefühle gäbe in seiner Musik.
QUELLE: BERNHARD NEUHOFF
INTERNATIONAL PIANO FORUM 42COLLECTION AT THE LIBRARY OF
THE GEORGE GRANTHAM BAIN
CONGRESS
SERGEI RACHMANINOW
Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll, op. 30
Den Sommer 1890 verbrachte der 17-jährige Rachmaninow gemeinsam mit Ver-
wandten auf ihrem Landgut Iwanowka, 500 Kilometer südwestlich von Moskau. Hier
fand er die Ruhe und Abgeschiedenheit, die er zum Komponieren benötigte. Rach-
maninow liebte diesen Ort, mit dem er sich am stärksten verbunden fühlte und
wohin er immer wieder gerne zurückkehrte. Auch den Sommer 1909 verbrachte er
dort, um sich auf seine Amerika-Tournee vorzubereiten. Im Spätherbst sollte es dort-
hin gehen und aus diesem Grund komponierte er für sich innerhalb weniger Wochen
sein 3. Klavierkonzert in d-Moll. Ein Mammutwerk, das vom jedem Pianisten Kraft,
Ausdauer, aber auch Geschmeidigkeit und Eleganz abverlangt.
Obwohl er es sich quasi auf den Virtuosen-Leib geschrieben hatte, widmete Rach-
maninow das Konzert dem polnischen Pianisten Josef Hofmann, einem Schüler des
berühmten Anton Rubinsteins. Er hat es jedoch nie gespielt. Selbst für den technisch
versierten Pianisten Rachmaninow stellte die Aufführung eine Herausforderung dar.
Noch während der Überfahrt auf dem Atlantik, übte er auf einem »stummen« Kla-
vier. Unter der Leitung von Walter Damrosch kam das Werk am 28. November 1909
in New York zur Uraufführung. Der Erfolg stellte sich jedoch erst mit einer folgenden
Aufführung im Januar 1910 ein; diesmal auch wieder in New York, doch unter dem
Dirigat von keinem Geringeren als Gustav Mahler.
Aufgrund der technischen Anforderungen ist das Konzert eine immense Herausfor-
derung. Der Solopart ist eine harte Prüfung für jeden Pianisten. Die reiche Orches-
trierung mit ihren zahlreichen Instrumentalsoli hat den Charakter eines sinfonischen
Bravourstücks. Die melancholischen Untertöne und eine leidenschaftliche Traurigkeit
durchziehen das gesamte Werk und sind sicherlich auch der Schlüssel zu der enor-
men emotionalen Kraft, die jeden Zuhörer in ihren Bann zieht.
Es wurde vermutet, dass es aufgrund seiner Anmut und Schlichtheit aus der russi-
schen Volks- oder Kirchenmusik stammt. Rachmaninow widersprach jedoch:
»Das Thema meines Dritten Konzerts ist weder Volksliedformen noch kirchenmusi-
kalischen Quellen entlehnt. Es wurde einfach ‚von selbst geschrieben‘ (…) Wenn ich
beim Komponieren des Themas irgendwelche Pläne hatte, so waren es reine Klang-
vorstellungen. Ich wollte auf dem Klavier eine Melodie ‚singen‘, so wie es Sänger tun,
und dazu eine passende, oder genauer, den Gesang nicht übertönende Orchester-
begleitung finden. Das ist alles. (…) Gleichzeitig denke ich aber, dass das Thema, un-
abhängig von meiner Absicht, einen lied- oder kirchenliedhaften Charakter enthalten
hat.«
INTERNATIONAL PIANO FORUM 43Sie können auch lesen