Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat

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Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
2/2016

         Natur Land
           Salzburg
             Naturschutz –
             Partner zum Leben
Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                                                        NaturLand Salzburg

                  Inhalt
  Vorwort LH-Stv. Dr. Astrid Rössler .............. 3
  Aktuelles
  Einladung zum Tag der Natur 2016............. 4
  Fortbildung sichert Qualität der Arbeit ......11
  Fachliche Betreuung der Naturjuwelen .......11
  In der Landschaft lesen ......................... 12
  Vorsorgemodell für Deponieflächen ........... 13
  Vier neue Europaschutzgebiete für Salzburg .14
  Eine bürgernahe Stelle für Europa ............ 15
  Neuer Internet-Auftritt des Landes online ... 16
  Acht Ideen für den Lungau ..................... 17
  Geschichten aus dem Salzburger Wald ....... 18
  Forstwirtschaft sichert Arbeitsplätze ........ 19
  „Profiteure“ des Waldes ........................ 20
  Lärche, Fichte und Co. zum Verkauf .......... 21
  Arbeitsplätze für Asylwerbende .............. 22
  Jagd hält Ökosystem Wald im Gleichgewicht.23
  EU-Informationsplattform zum Zika-Virus ... 23
  Energiekennzahlen stärken Baustoff Holz ... 24
  Alpines Bauen als Herausforderung .......... 25
  Mobilisierung von Bauland ..................... 26
  Salzburg hat bestes Heu Österreichs ......... 27
  Katzenkastration vermeidet Tierleid ......... 27
  Starke Wintersaison in Salzburg ............... 28
  Aktuelle Trends im Tourismus ................. 29
  Mit Gottvertrauen und Gaisbergbahn ........ 30

                                                             Liebe Leserinnen und Leser
  26 Salzburger Museen führen Gütesiegel .... 32
  Wacher Blick auf die Vergangenheit .......... 32
  200 Jahre nach dem Vertrag von München .. 33

                                                              von Natur Land Salzburg!
  Mehrheit der Landesbediensteten weiblich .. 34
  Fachbeiträge
  Die Eiche – Baum des Jahres 2016 ............. 34
  Der Wald im permanenten Überblick ......... 37

                                                            D
  Das Braunkehlchen (Saxicola rubetra) ....... 39
  Salzburger Raumordnungsbericht ............ 40
                                                                   er Frühsommer hat in Salz-       Neben dem Detailprogramm zum
  Naturschutz international
  Holzschwindel bei Einkaufsmärkten ..........44                   burg Einzug gehalten, die Zeit   Tag der Natur finden Sie im neu-
  Wasserversorgung und Arbeitsplätze .........44
  Kein Elefant 2015 in Thailand getötet ........ 45
                                                                   der Erholung im Freien und       en Natur Land Salzburg aber auch
  Gefährdetste Katze der Welt erholt sich .... 45           der Entdeckungen in unserer viel-       Fachberichte zum Baum des Jahres
  EU unterstützt Kooperation mit Italien ...... 46
  Nationalpark
                                                            fältigen Naturlandschaft hat wieder     – der Eiche –, zum jüngst erschienen
  Bartgeierprojekt im NP Hohe Tauern ........ 47            begonnen. Lassen Sie sich vom Ar-       Raumordnungsbericht des Landes,
  Sommerprogramm 2016 ......................... 48
  Tätigkeitsbericht 2015 .......................... 49      tenreichtum unseres Bundeslandes        zum Biosphärenpark Lungau sowie
  SMS von Gams und Rothirsch .................. 50
  „Bergsport Oscar“ für den NP Hohe Tauern .51              faszinieren – und lassen Sie sich       zur Luftreinhaltung.
  Umweltseite                                               dabei auch viel Neues zeigen und
  Mobilitätsgarantie in Alpine Pearls Orten ... 52
  Salzburgs Stickoxid-Emissionen ............... 53         erklären! Gelegenheit dafür bietet      Eine angenehme Lektüre und viele
  Mehrsprachige Folder für Mülltrennung ..... 53
  Energie-Contracting und Klima-Masterplan .54
                                                            der Tag der Natur, der heuer vom        spannende Ausflüge in die Natur
  Zentrale Rolle für Bioenergie .................. 54       17. bis 19 Juni begangen wird und       wünscht Ihnen
  Neues Umweltzentrum schafft Synergien ... 54
  Landwirtschaft und Klima-Thematik ......... 55            mit zahlreichen Veranstaltungen
  17 neue Betriebe im Klimabündnis ............ 55
                                                            und Exkursionen für Jung und Alt        Ihre
  Tagungsberichte
  Alpiner Lebensraum fördert Gesundheit .... 56             aufwarten kann. Vielen Dank an
  Eschensterben beeinträchtigt Sicherheit .... 58
  Entwicklung der Salzach diskutiert ........... 59
                                                            dieser Stelle an die teilnehmen-
  „Paris“ und die Folgen .......................... 60      den Organisationen und die vielen
  Berg- und Naturwacht
  Tätigkeitsbericht für das Jahr 2015 ........... 63
                                                            Helferinnen und Helfer, die sich in
  Bezirkstreffen Tennengau 2016 ................ 66         den Dienst der Wissensvermittlung       Astrid Rössler
  „Saubere Longa 2016“ ........................... 67
  Naturschutz informiert auf „Hoher Jagd“ .. 68             und des Staunens stellen!               Naturschutzreferentin des Landes
  Keine weiteren Einsparungen beim Heer .... 68
  Geburtstage ...................................... 68
  Seite der Vereine
  100max – das Alpenspiel zum Klimaschutz .. 69
  Stopp für Erweiterung von Skigebieten ...... 69                Erklärung der in diesem Heft verwendeten Kürzel am Artikelende
  Der Wolf im Mittelpunkt lebhafter Debatte .71
  Verschwendung von und für Lebensmittel ... 71
                                                              A.L. LL Ing. Alexander Leitner        LMZ     Landes-Medienzentrum
  Buchbesprechungen
  Die Alpen .......................................... 72     A.W. Dipl.-Ing. August Wessely        M.J.    Mag. Maria Jerabek
  Das verborgene Leben des Waldes ............ 73             BFW  Bundesamt für Wald               NO      Mag. Günther Nowotny
  Unkraut natürlich bekämpfen ................. 73
  Handbuch für gebietsfremde Arten........... 74              G.F. Dr. Gertrude Friese              NPHT    Nationalpark Hohe Tauern
  Richtig Mulchen .................................. 74
  Überleben in der Natur ......................... 75
                                                              G.H. Mag. Gundi Habenicht             ÖBF     Österreichische Bundesforste
  Eis.Leben .......................................... 75     H.H. HR Prof. Dipl.-Ing.              RB      Dipl.-Ing. Bernhard Riehl
  Alpenkonvention und nö. Randalpen ......... 76
  Klimaschock ....................................... 77
                                                                   Hermann Hinterstoisser           S.St.   Dr. Susanne Stadler
  Wo leben wir denn? .............................. 77        J.B. HR Dipl.-Ing. Johann Bonimaier   StV     Leopold Stocker Verlag
  Unsere Gartenvögel ............................. 78
                                                              K.J. Dipl.-Ing. Karl Jordan           T.V.    Tyrolia Verlag
  Titelbild: Braunkehlchen                                    K.K. Dipl.-Ing. Klaus Kogler          UBA     Umweltbundesamt
  (Bild: Sammlun Gressel)
                                                              LK   Landeskorrespondenz

                                                                                                                                           3
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Heft 2 • 2016                                                                                     NaturLand Salzburg

                                          Ak tuelles

                Einladung zum Tag der Natur 2016
    !     Informationen
                                               Samstag, 11. Juni 2016
                                              Botanische Exkursion
                                                                                   Leitung: Alfred Leiblfinger & MMag.
                                                                                   Manfred Windberger
    Aktuelle Informationen                      in die Wengerau                    Kurzbeschreibung: Im Mörtelbach-
         zum Programm                               (Pongau)                       graben bei Gaissau wird in den
        finden Sie unter                                                           Kössener Schichten (Trias) und
 www.salzburg.gv.at/naturschutz           Ort: Werfenweng                          den Adneter Schichten (Jura) nach
                                                                                   Fossilien gesucht. Zu finden sind
                                          Treffpunkt: Parkplatz vor der Jau-

D
                                                                                   Muschelpflaster, Schnecken und
      er Tag der Natur, eine Initiative   senstation in der Wengerau um 9.00
                                                                                   auch Ammoniten. Die geologische
      der Österreichischen Natur-         Uhr
                                                                                   Entstehungsgeschichte der Gestei-
      schutzplattform, findet nun
                                          Dauer: ca. bis Mittag                    ne wird bei dieser Exkursion ebenso
schon zum 13. Mal in Österreich statt.
                                                                                   vermittelt wie die einstigen Lebens-
                                          Veranstalter: Naturschutzbund
                                                                                   umstände der versteinerten Tiere.
Unterschiedliche Organisationen           Salzburg, Bezirksgruppe Pongau
                                                                                   Ausrüstung: Hammer, Meißel, festes
und Einrichtungen bieten im Juni,         Exkursionsleitung: Eduard Astner         Schuhwerk und Verpflegung.
u. v. a. rund um den 18. Juni 2016,
vielfältige Veranstaltungen in Salz-      Kontakt: Magdalena Meikl, MSc,
burg an, in denen Besonderheiten          0664-5357188, magdi_ml@gmx.at
                                                                                        Samstag, 11. Juni 2016
unserer Natur gezeigt und erlebbar        Kurzbeschreibung: Im Rahmen des
gemacht werden. Der diesjährige           Tages der Natur veranstaltet der Na­      Sekundärlebensräume für
Tag der Natur in Salzburg steht           tur­schutzbund Salzburg eine Exkur-          Vögel und Reptilien
unter dem Motto „Biodiversität“,          sion in die wunderschöne Wenger­au,            in Puch-Urstein
um die Österreichische Biodiversi-        die zu dieser Zeit gerade in der Blüte           (Tennengau)
tätsstrategie mit Leben zu füllen.        steht. Einheimische Blumen- und
                                          Kräuterarten werden bestimmt und         Ort: Puch
Im Folgenden werden die Veranstal-        erklärt, und das eine oder andere        Treffpunkt: Puch-Urstein, S-Bahn-
tungen in den verschiedenen Salz-         Hausmittel aus heimischen Pflanzen       station bzw. Parkplatz FH Salzburg,
burger Bezirken kurz beschrieben.         verraten. Umrahmt wird die Exkursi-      um 8.30 Uhr
Da sich noch Änderungen ergeben           on von der beeindruckenden Kulisse
können bzw. einige Veranstaltun-                                                   Dauer: ca. 4 Stunden
                                          des Tennengebirges. Bei Schlecht-
gen noch in Planung sind, finden Sie      wetter wird die Exkursion verscho-       Veranstalter: Haus der Natur
die aktuellen Informationen unter         ben, daher bei unsicherem Wetter
www.salzburg.gv.at/naturschutz.                                                    Leitung: DI Jakob Pöhacker & Peter
                                          bitte am Vortag anrufen.
                                                                                   Kaufmann MSc.
Für die meisten Wanderungen gilt:                                                  Kurzbeschreibung: Schottergruben
Es handelt sich um Wanderungen                  Samstag, 11. Juni 2016             und Gewerbegebiete gewinnen auf-
entlang von Wegen und Wiesen, die                                                  grund des allgemeinen Verlusts von
für die ganze Familie geeignet sind.              Fossilien im
                                                                                   natürlichen Lebensräumen immer
Bitte Anmerkungen bei den einzel-               Mörtelbachgraben
                                                                                   mehr an Bedeutung als Ersatzlebens-
nen Veranstaltungen beachten. Bit-
                                                  (Tennengau)
                                                                                   raum für anpassungsfähige Tierarten.
te nehmen Sie für die Wanderungen                                                  Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der
                                          Ort: Gaissau
ausreichend Getränke, Sonnen- und                                                  Brutplatz des Flussregenpfeifers im
Regenschutz sowie festes Schuh-           Treffpunkt: Parkplatz bei der Stau-      Gewerbegebiet Urstein. Entlang der
werk mit. Die Veranstaltungen sind        mauer des Wiestalstausees, um            Salzach nutzen zudem Äskulapnat-
kostenlos. Sollte eine Anmeldung          9.00 Uhr                                 tern und Ringelnattern den Blockwurf
erforderlich sein, wird dies geson-                                                in der Nähe des Kraftwerks Urstein
                                          Dauer: bis zum frühen Nachmittag
dert erwähnt. Generell gilt, dass für                                              als Sonnenplatz. Mit etwas Glück
Unfälle im Rahmen der Veranstal-          Veranstalter: Haus der Natur, Ar-        können diese heimischen Schlangen
tungen nicht gehaftet wird.               beitsgemeinschaft Paläontologie          hier beobachtet werden ...

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Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                                NaturLand Salzburg

     Samstag, 11. Juni 2016             ab Unterhadermark -, die Plätte          Donnerstag, 16. Juni 2016
                                        und ihre Begleiter zu unterstützen
     Für die Salzach                                                                 Von Moosen und
                                        und mitzumachen. Anmelden bitte
      als Naturfluss                                                                  Gefäßpflanzen
                                        unter fraundorfer.umwelt@knau.
 (Oberösterreich, Bayern)                                                               (Pinzgau)
                                        de. Beteiligung auf eigene Verant-
                                        wortung und Gefahr!
Ort: Tittmoning, Burghausen (Bayern)                                          Ort: Weißbach bei Lofer
                                        12.30 Uhr: Ankunft in Burghausen
Treffpunkt: Burghausen, Stadtplatz,                                           Uhrzeit: vormittags
                                        - Altstadt, Plätten-Anlegestelle
um 14:00 Uhr
                                        Ku-Max-Gymnasium. Umkleideräu-        Veranstalter: Naturpark Weißbach
Veranstalter: Naturschutzbund,          me und Duschen im Schulgebäude
                                                                              Kontakt: DI Birgit Battocleti, 06582-
Aktionsgemeinschaft Lebensraum          können genutzt werden.
                                                                              835212, info@naturpark-weissbach.
Salzach sowie Bayerischer Kanu-
                                        14.00 Uhr: Kundgebung am Stadt-       at, www.naturpark-weissbach.at
Verband, Stadt Burghausen, Bund
                                        platz (vor Stadtsaalgebäude). Nam-
Naturschutz in Bayern e.V., DAV                                               Zielgruppe: Naturparkschule Weiß-
                                        hafte Persönlichkeiten informieren
Sektion Burghausen, Deutscher                                                 bach
                                        Sie über die Problematik mit unse-
Kanu-Verband, Flüsse-voller-Leben.
                                        rem Heimatfluss Salzach.              Kurzbeschreibung: Aktionstag für
at, LBV, LFV Bayern, Österreichi-
                                                                              die Naturparkschule Weißbach
scher Kanu-Verband, WWF
                                           Donnerstag, 16. Juni 2016          im Naturpark Weißbach mit dem
Kontakt: Dr. Hannes Augustin, han-                                            Themenschwerpunkt „Moose und
nes.augustin@naturschutzbund.at,            Artenvielfalt vor der             Gefäßpflanzen“.
0660-1539061                                 eigenen Haustüre
                                                 (Lungau)
Zielgruppe: alle Altersgruppen
                                                                                    Freitag, 17. Juni 2016
Kurzbeschreibung: Das Ziel der Natur-   Ort: Zederhaus, Riedingtal
schutz-Verbände und -Organisationen                                             Exkursion Wiesenbrüter
                                        Treffpunkt: beim Naturparkhaus im
ist eine naturnahe, auf ihren letzten                                                  (Lungau)
                                        Naturpark Riedingtal
50 Kilometern frei fließende Untere
Salzach, ohne Kraftwerke und wei-       Veranstalter: Verein Naturpark        Ort: Sankt Michael
tere Querbauten. Sie fordern daher      Riedingtal
                                                                              Uhrzeit: vormittags
eine naturnahe Sanierung, auch auf      Kontakt: Franz Gfrerer, 06478-
bayerischer Seite, nach der Devise:                                           Veranstalter: Schutzgebietsbetreu-
                                        801, zederhaus@lungau.at, www.
BREITwasser statt HOCHwasser! Mit                                             ung Lungau
                                        naturpark-riedingtal.at
der Verwirklichung des „Naturparks                                            Kontakt: Barbara Hillebrandt, MSc.,
Salzachauen“ bei Salzburg bereichert    Anmeldung: bei Franz Gferer. Nä-
                                                                              0660-8687887, lungau@schutzge-
die österreichische Seit bereits die-   here Details werden bei der Anmel-
                                                                              bietsbetreuung.at
ses besonders wertvolle europäische     dung bekannt gegeben.
Naturerbe. Die Naturfluss-Variante                                            Zielgruppe: Schulen im Lungau
                                        Kurzbeschreibung: Aktionstag
bei Tittmoning/Fridolfing ließe eine    mit der Volksschule Zederhaus         Kurzbeschreibung: Exkursion mit
einmalige, naturnahe Flusslandschaft    zum Themenschwerpunkt „Bio-           Barbara Hillebrandt und Werner
mit dem bestmöglichen Hochwasser-       diversität“. Im Mittelpunkt steht     Kommik für die Schulen im Lun-
schutz entstehen.                       eine Exkur­ sion in den Naturpark     gau mit dem Themenschwerpunkt
                                        Riedingtal mit dem Schwerpunkt        „Wiesenbrüterschutz im Lungau“.
            Programm
                                        „Schmetter­linge“. Die Schüler
10.00 Uhr: Treffpunkt Plättenanle-      werden dabei mit einem Schmet-
gestelle Tittmoning. Begrüßung der      terlingsexperten den Naturraum
Ehrengäste, Kanuten, Schwimmer,         vor Ort näher erkunden. Auf der             Freitag, 17. Juni 2016
Läufer und historischen österreichi-    Suche nach Schmetterlingen wird       Schutzwaldbewirtschaftung
schen Plätten – Zeit für Gespräche      dabei viel interessantes Wissen        und Hochlagenaufforstung
mit Aktiven, Möglichkeit für einen      über Schmetterlinge vermittelt und            (Lungau)
Imbiss.                                 nähergebracht. Entdeckte Schmet-
                                        terlinge werden in Beisein des        Ort: Zederhaus
11.00 Uhr: Start der Plätte mit Eh-
                                        Schmetterlingsexperten auch näher
rengästen und allen Begleitern.                                               Veranstalter: Wildbach- und Lawi-
                                        unter die Lupe genommen und be-
11.45 Uhr: Plättenanlegestelle Rai-                                           nenverbauung
                                        stimmt – gesammeltes Wissen wird
tenhaslach: Ab hier begleiten uns       in ein Schulprojekt mit einfließen.   Kontakt: DI Thomas Eckerstorfer,
Walker. Zusätzliche Möglichkeit für     Ausweichtermin bei Schlechtwetter     06474-2276, thomas.eckerstorfer@
Schwimmer und Läufer – evt. erst        am 25. Juni 2016.                     die-wildbach.at

                                                                                                                5
Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                              NaturLand Salzburg

Kurzbeschreibung: Im Rahmen des       machen und dabei vieles über die      mas Bernhard Weg – Otto Witschier
Tages der Natur gibt es in Koopera-   Tier- und Pflanzenwelt des Hunds-     Weg – Thumersbacher Straße – Por-
tion mit der Schule der Gemeinde      feldmoores erfahren.                  sche Allee – Rößlpromenade – Tho-
Zederhaus einen Wandertag in                                                mas Bernhard Weg. Dabei werden
                                      Ausrüstung: Fernglas, gute Schuhe
ein Hochlagenaufforstungsgebiet.                                            wir die Vegetation der Streuwiesen
                                      und Jause
Anhand eines langfristigen Hoch-                                            und Niedermoore und deren Pflege
lagenaufforstungsprogrammes wird                                            bzw. Management sehen. Auch über
die Wirkungsweise und Notwendig-                                            die Vogelwelt des Feuchtgebiets
keit einer derartigen Maßnahme              Freitag, 17. Juni 2016          mit Schwerpunktthema Wiesen-
der Schutzwaldbewirtschaftung                                               brüter und Schafstelze (wichtige
                                             Exkursion ins
vor Ort dargestellt und erläutert.                                          Verhaltensregeln!) gibt es viel zu
                                           Naturschutz- und
Geschultes Forstpersonal wird den                                           berichten. Die Exkursion findet bei
                                          Europaschutzgebiet
Schulkindern zeigen, wie eine Auf-                                          jedem Wetter statt – es gibt keinen
                                              Zeller See
forstung durchgeführt wird.                                                 Ausweichtermin.
                                               (Pinzgau)
                                                                            Ausrüstung: Regen/Sonnenschutz,
                                      Ort: Zell am See                      Getränk, Lupe und Fernglas wenn
      Freitag, 17. Juni 2016
                                                                            vorhanden.
                                      Treffpunkt: Parkplatz Zugang Na-
        Exkursion ins                 turschutzgebiet / nahe Badeplatz
       Hundsfeldmoor                  „Haus Gabi“, um 15.00 Uhr
      (Pongau, Lungau)                                                            Freitag, 17. Juni 2016
                                      Dauer: ca. 2-3 Stunden                  Streuwiesen im Adneter
Ort: Untertauern                      Veranstalter: Schutzgebietsbetreu-       Moos - Vogelkundlich-
Treffpunkt: Parkplatz beim Hunds-     ung Pinzgau                              botanische Exkursion
feld/Sportzentrum, um 8.15 Uhr                                                     (Tennengau)
                                      Leitung: Andreas Scharl, MSc.,
Dauer: bis ca. Mittag                 0677-61757512, pinzgau@schutzge-      Ort: Adnet
                                      bietsbetreuung.at
Veranstalter: BirdLife                                                      Treffpunkt: um 15.30 Uhr am Schot-
                                      Zielgruppe: Naturfreunde jeden        terparkplatz bei der Adneter Kirche
Leitung: Hemma Gressel
                                      Alters
Zielgruppe: Schüler der Volksschule                                         Dauer: ca. 3 Stunden
                                      Kurzbeschreibung: Je nach Gruppe
Obertauern und Naturinteressierte                                           Veranstalter: Schutzgebietsbetreu-
                                      und Interesse kann eine kleine bzw.
aller Altersgruppen                                                         ung
                                      große Runde angeboten werden:
Kurzbeschreibung: Gemeinsam           Kleine Runde: Thomas Bernhard         Leitung: DI Jakob Pöhacker & Elisa-
mit den Volksschülern werden wir      Weg – Otto Witschier Weg – zurück     beth Ortner, MSc
eine Exkursion ins Hundsfeldmoor      zum Parkplatz; Große Runde: Tho-
                                                                            Kurzbeschreibung: Der geschützte
                                                                            Landschaftsteil Adneter Moos ist
                                                                            eines der letzten größeren Feucht-
                                                                            gebiete des Tennengaus. Nach
                                                                            einer großflächigen Aufgabe der
                                                                            Bewirtschaftung und stellenweiser
                                                                            Aufforstung wird das Gebiet seit
                                                                            der Umsetzung eines Landschafts-
                                                                            pflegeplanes überwiegend als
                                                                            Streuwiese genutzt. Bei dieser Ex-
                                                                            kursion lassen sich viele besondere
                                                                            Tier- und Pflanzenarten bestim-
                                                                            men, aus ornithologischer Sicht sind
                                                                            insbesondere die Vorkommen des
                                                                            Schwarzkehlchens und des Neuntö-
                                                                            ters von Bedeutung. Darüber hinaus
                                                                            erhält man spannende Einblicke in
                                                                            die Hintergründe des Salzburger
                                                                            Schutzgebietsmanagements. Die
                                                                            Veranstaltung findet im Rahmen
                                                                            der Schutzgebietsbetreuung statt.
Schutzgebietsbetreuung (Bild: Antersberger Barbara).                        Keine Anmeldung erforderlich.

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Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                                  NaturLand Salzburg

      Freitag, 17. Juni 2016           Leitung/Ansprechpartner: DI Bern­        danach gemeinsames Mittagessen
                                       hard Riehl, Projektleiter LIFE-Projekt   im Gasthof „Alpenblick“ (groß-
    Fledermausnacht in
                                                                                artige Aussicht ins Gebirge !) auf
 St. Georgen bei Salzburg              Zielgruppe: Alle am LIFE-Projekt
                                                                                Einladung des Landesverbands, an-
        (Flachgau)                     und den Salzachauen Interessierten
                                                                                schließend wird über den Naturpark
                                       Kurzbeschreibung: Exkursion in die       „Buchberg“ und die umliegenden
Ort: Sankt Georgen bei Salzburg
                                       Weitwörther Au, dem Kerngebiet           Natur- und Landschaftsschutz­
Treffpunkt: Widum (Pfarrhof), um       des LIFE-Projekts Salzachauen. Das       gebiete informiert, dann Gelegen-
20.00 Uhr                              LIFE-Projekt ist das derzeit größte      heit zum Gedankenaustausch sowie
Dauer: bis ca. 22.30 Uhr               Renaturierungsprojekt in Salzburg.       zur Diskussion aktueller Anliegen,
                                       Bei der Exkursion werden die be-         Fragen, Probleme, etc. Die Veran-
Veranstalter: Koordinationsstelle      sonderen Lebensräume des Natura          staltung findet bei jedem Wetter
für Fledermausschutz und –for-         2000-Gebiets und die geplanten           statt!
schung in Österreich (KFFÖ) &          Renaturierungsmaßnahmen vorge-
Pfarre St. Georgen bei Salzburg                                                 Ausrüstung: Wanderausrüstung mit
                                       stellt.
Leitung & Kontakt: Mag. Maria                                                   festem Schuhwerk, Regenschutz,
                                       Ausrüstung: Festes Schuhwerk, falls      Getränke
Jerabek, 0676-9045482, maria.je-
                                       vorhanden Fernglas zur Tierbeob-
rabek@fledermausschutz.at
                                       achtung.
Zielgruppe: alle Altersgruppen                                                       Samstag, 18. Juni 2016
                                       Wichtig: Die Exkursion findet nur
Kurzbeschreibung: Zuerst gibt es ei-   bei trockenem Wetter statt. Im                    Zum Biotop
nen Fledermaus-Vortrag im Widum        Zweifelsfall bitte nachfragen unter            „Adam und Eva“ –
der Pfarre St. Georgen bei Salzburg,   0664-5640111.                                    Hochmoore im
bei dem Spannendes und Wissens-                                                        Hundsteingebiet
wertes zu Biologie, Gefährdung und     Infos zum LIFE-Projekt unter www.
                                       life-salzachauen.at
                                                                                          (Pinzgau)
Schutz der Fledermäuse berichtet
wird. Anschließend werden wir                                                   Ort: Gries im Pinzgau
die Fledermäuse beim Ausflug aus
der Pfarrkirche beobachten. Da es           Samstag, 18. Juni 2016              Treffpunkt: Gries im Pinzgau, Grie-
spät werden wird, können Kinder                                                 serwirt, um 9.00 Uhr
                                            Wanderung auf den
nur in Begleitung von Erwachsenen          Buchberg bei Mattsee                 Dauer: 9.00 bis 16.00 Uhr
teilnehmen. Der Vortrag findet bei              (Flachgau)
jedem Wetter, die Exkursion nur bei                                             Veranstalter: Biotopschutzgruppe
gutem Wetter statt. Es sind keine                                               Pinzgau des Naturschutzbundes
                                       Ort: Mattsee
Vorkenntnisse nötig!                                                            Ansprechpartner: Feri Robl, ferro@
                                       Treffpunkt: Parkplatz „Weyer-
Ausrüstung: Warme Kleidung, Stirn-                                              sbg.at, 0664-4413810
                                       bucht“ im Zentrum von Mattsee,
lampe / Taschenlampe                   10 Uhr                                   Leitung: Feri Robl & Siegi Gerstner
                                       Dauer: bis zum frühen Nachmittag         Zielgruppe: Jung und Alt, besonders
     Samstag, 18. Juni 2016                                                     auch Familien
                                       Veranstalter: Österreichischer Al-
        LIFE-Projekt                   penverein, Landesverband Salzburg        Kurzbeschreibung: Südöstlich vom
  Salzachauen – Exkursion                                                       Hundstein liegen in 1.780 m See-
                                       Leitung: Mag. Josef Fischer-Colbrie
         (Flachgau)                                                             höhe auf engstem Raum mehrere
                                       Anmeldung: bei Mag. Josef Fischer-       Tümpel, die in ein hochwertiges
Ort: Nußdorf am Haunsberg, Weit-       Colbrie unter 0662-647325, 0660-         Hochmoorgebiet eingebettet sind.
wörther Au (Natura 2000-Gebiet         5058411, fischer-colbrie@gmx.at          Sie stellen in ihrer Einheit ein be-
Salzachauen)                           oder naturschutz-salzburg@landes-        sonderes Juwel dar.
                                       verband.alpenverein.at
Treffpunkt: Lokalbahnhof Weit-                                                  Geplant sind die Auffahrt zur Moos-
wörth, die Anfahrt mit der Sbg.        Zielgruppe: Die Sektions-Natur-          alm (wird organisiert), anschließend
Lokalbahn oder dem Fahrrad (Tau-       schutzreferenten und –referentin-        eine Wanderung Richtung Hundstein
ernradweg) wird aus Klimaschutz-       nen, darüber hinaus jedoch auch          zum Biotop „Adam und Eva“ ca. 1
gründen empfohlen!                     alle am Naturschutz interessierten       Stunde auf einem Steig. Nach der
                                       Mitglieder des ÖAV                       Exkursion Einkehr in der Moosalm,
Dauer: 9:00 bis 12:00 Uhr                                                       dann Abstieg zum Parkplatz.
                                       Kurzbeschreibung: Etwa einstün-
Veranstalter: Land Salzburg, Abtei-    dige Wanderung auf den Buchberg          Ausrüstung: Wanderausrüstung,
lung - 5 Natur- und Umweltschutz,      (300 Höhenmeter), dort Besuch der        bei Regenwetter entfällt die Exkur-
Gewerbe                                diversen Naturpark-Einrichtungen,        sion!

                                                                                                                  7
Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
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                                                                                 Von dort Fußmarsch auf den La-
                                                                                 benberg, Höhendifferenz ca. 450
                                                                                 Meter.
                                                                                 Veranstalter: Haus der Natur, Ar-
                                                                                 beitsgemeinschaft Botanik
                                                                                 Leitung: Dr. Helmut Wittman
                                                                                 Anmeldung: unter 0664-9069993
                                                                                 oder helmut.wittmann@hausder-
                                                                                 natur.at
                                                                                 Kurzbeschreibung: Im Frühsom-
                                                                                 mer, bevor die Beweidung richtig
                                                                                 einsetzt, ist das Postalmgebiet in
                                                                                 vielen Bereichen ein Blumenmeer.
                                                                                 Ursprüngliche, noch ungedüngte
                                                                                 Wiesen auf magerem Boden über
                                                                                 Kalkgestein weisen eine außeror-
                                                                                 dentliche Artenvielfalt auf. Trotz-
                                                                                 dem ist die Erfassung dieser Flora
Hundstein Moor (Bild: Siegi Gerstner).
                                                                                 noch recht unvollständig, wie Bege-
                                                                                 hungen im Vorjahr gezeigt haben.
     Samstag, 18. Juni 2016              Leitung: Albert Strasser & Dr. Anna     So sind durchaus noch Überraschun-
                                         Bieniok                                 gen bei Orchideen und anderen
Respektiere deine Grenzen
        (Pinzgau)                        Anmeldung: unter 0662-662127 oder       Artengruppen zu erwarten. Die
                                         bertls@hotmail.com                      Exkursion findet bei (fast) jedem
Ort: Fusch                                                                       Wetter statt.
                                         Kurzbeschreibung: Diese Exkursion
Treffpunkt & Veranstalter: Erlebnis-     führt in die Gegend östlich von         Ausrüstung: Wanderausrüstung mit
welt HOLZ - MÜHLAUERSÄGE, Fusch          Abtenau. Es reihen sich Fundmög-        festem Schuhwerk, Anorak, Regen-
                                         lichkeiten für Coelestin, Jordanit,     schutz und Proviant; bewirtschaf-
Veranstalter: Josef und Brigitte de                                              tete Hütten liegen am Weg
                                         lila Fluorit, Calcit, Dolomit, Stron-
Mas, Mühlauersäge, Fusch, unter
                                         tianit, Strontio-Baryt und Schwefel
0664-2112823; de-mas@sbg.at,
                                         aneinander. Am Rückweg besteht
www.muehlauersaege.at
                                         nach einem kurzen Fußmarsch noch             Samstag, 18. Juni 2016
Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und      die Möglichkeit, eine Fundstelle für    Tag der Natur im Weidmoos
Erwachsene                               Glaukophan zu besuchen. Die Ex-                 (Flachgau)
                                         kursion findet nur bei trockenem
Beschreibung: Die Kinder und Be-
                                         Wetter statt.                           Ort: Weidmoos, Lamprechtshausen
sucher können am Tag der Natur
das Museum und die Ausstellung           Ausrüstung: feste Schuhe, Hammer,       Treffpunkt: Infostelle
„Respektiere deine Grenzen“ zu           Meißel und Lupe
einem ermäßigten Eintrittspreis                                                  Ansprechpartner: Obmann des Torf­
besichtigen.                                                                     erneuerungsvereines Ing. Johann
                                              Samstag, 18. Juni 2016             Grießner (Tel. 0664/4008733)

     Samstag, 18. Juni 2016
                                            Zu den Blumenwiesen                  Kurzbeschreibung: Kostenlose
                                                der Postalm –                    Weidmoosführungen mit botani-
    Exkursion Zwieselbad                    Kartierungsexkursion                 schen Erläuterungen sollen unseren
        (Tennengau)                             (Tennengau)                      Naturliebhabern die Pflanzenwelt
                                                                                 – sie wird immer bunter – näher-
Ort: Abtenau                             Ort: Abtenau                            bringen. An nicht zu heißen Tagen,
                                                                                 erfreut uns auch die Vogelwelt!
Treffpunkt: Parkplatz der Lammer-        Treffpunkt: Voglau vor Voglauerhof
klamm an Lammertalstrasse B162           nahe Lammertalstraße gegenüber          Jeweils um 13.00 Uhr, 15.00 Uhr und
um 9.00 Uhr                              Abzweigung zur Postalmstraße,           17.00 Uhr, Start bei der Infostelle;
                                         um 9.00 Uhr. Die Anfahrt erfolgt in     zur Einstimmung wird ein 20 Minu-
Dauer: bis zum frühen Nachmittag
                                         Fahrgemeinschaften auf der Pos-         ten dauernder Film über die Umset-
Veranstalter: Haus der Natur, Ar-        talmstraße (Mautstraße!) bis zur        zung des EU-Vogelschutzgebietes
beitsgemeinschaft Mineralogie            Abzweigung zur Innerlienbachalm.        gezeigt!

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Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                                  NaturLand Salzburg

Zu einer stimmungsvollen Abend-          werden bei einer interessanten Wan-    ÖBf Forstbetrieb Pinzgau und Moor-
messe um 19.00 Uhr lädt die Pfarre       derung in Richtung Salzburger Hoch-    verein Wasenmoos.
und der Torferneuerungsverein bei        thron und eventuell Mittagsscharte
                                                                                Kurzbeschreibung: Anfahrt in
der Infostelle recht herzlich ein! Die   fachkundige Erläuterungen zu Land-
                                                                                Fahrgemeinschaften, Rundwande-
Messe hält unser Herr Pfarrer KR         schaft, Pflanzen- und Tierwelt sowie
                                                                                rung (etwa 5 km): Filz - Engbachl
Mag. Rupert Reindl!                      ein Einblick in die Aufgaben und Tä-
                                                                                - Buamahäusl-Möser – Nordrand des
                                         tigkeiten der Berg- und Naturwacht
Ein nettes Beisammensein nach der                                               Moores bei Hochrain-Reith – Süd-
                                         gegeben. Bei Schlechtwetter findet
Messe bei deftigen Aufstrichbroten                                              hang des Hochrain-Riedels – Filz.
                                         die Veranstaltung nicht statt.
sowie Kaffee und Kuchen lässt                                                   Pflanzen- und Tierbeobachtungen
unseren Tag der Natur gemütlich          Ausrüstung: Festes, bergtaugliches     in verschiedenen Lebensräumen –
ausklingen.                              Schuhwerk, wetterfeste Wander-         wie Mooren, Wäldern, Bachläufen
                                         kleidung (Windschutz), Getränk,        und einem Trockenhang - unter
                                         ev. Jause                              fachkundiger Führung.
      Sonntag, 19. Juni 2016
                                                                                Ausrüstung: Wanderausrüstung mit
       „Schnuppertag“                         Sonntag, 19. Juni 2016            festem Schuhwerk. Mittagsjause
     auf dem Untersberg                                                         Selbstversorgung.
          (Flachgau)                       Umrundung des Moores
                                            bei Hochrain-Reith                  Bei jedem Wetter (bei Regen ver-
Ort: Grödig                                   am Pass Thurn                     kürzt).
                                                 (Pinzgau)
Treffpunkt: 08.45 Uhr auf dem
Parkplatz der Untersberg-Seilbahn        Ort: Hollersbach                            Sonntag, 19. Juni 2016
in Grödig - St. Leonhard
                                         Treffpunkt: Vorplatz der Haltestelle   Naturkundliche Wanderung
Dauer: ca. bis Mittag/früher Nach-       Mittersill der Pinzgauer Lokalbahn       auf das Hochgründeck
mittag                                   um 10.00 Uhr, die Ankunft des Zuges             (Pongau)
Leitung und Kontakt: Mag. Günther        in Richtung Zell am See um 10.08
Nowotny, 06246 76144, guenther.          Uhr wird abgewartet. Bei Anfahrt       Ort: St. Johann im Pongau
nowotny@inode.at                         von Norden: Parkplatz Gasthof
                                         Hohe Brücke an der Pass Thurn-         Anreise/Treffpunkt: 08.12 Uhr ab
Kurzbeschreibung: Die Einsatzgruppe      Straße um 10.15 Uhr.                   Salzburg Hbf, St. Johann i. Pg. an:
Grödig - Anif der Berg- und Natur-                                              09.02 Uhr
wacht lädt zu einem „Schnuppertag“       Dauer: bis ca. 16.00 Uhr
                                                                                Voraussichtliche Rückreisemöglich-
auf dem Untersberg ein. Nach der         Veranstalter: Biotopschutzgruppe       keiten ab St. Johann: 16.56, 17.29,
Auffahrt mit der Untersberg-Seilbahn     Pinzgau des Naturschutzbundes,         17.55, 18.29 Uhr
                                                                                Veranstalter: Naturschutzbund
                                                                                Leitung: Univ. Prof. Dr. Roman Türk
                                                                                Kurzbeschreibung: Die botanisch-
                                                                                naturkundliche Wanderung führt
                                                                                von St. Johann durch stellenweise
                                                                                noch naturnahe Fichtenwälder, die
                                                                                sogar noch flechtenreich sind, auf
                                                                                das Hochgründeck. Auch die Ve-
                                                                                getation der höheren Pflanzen ist
                                                                                vielfältig, da das Hochgründeck ein
                                                                                Ausläufer der Kitzbüheler Alpen ist
                                                                                und sehr interessante Gesteine dort
                                                                                anstehen. Auf dem Gipfel besuchen
                                                                                wir das von Hermann Hinterhölzl
                                                                                geführte Heinrich-Kiener Haus, das
                                                                                mehrfach für Energiesparmaßnah-
                                                                                men ausgezeichnet wurde. Keine
                                                                                Anmeldung erforderlich.
                                                                                Ausrüstung: Wanderausrüstung,
                                                                                festes Schuhwerk, Regenschutz,
Exkursion Hollersbach (Bild: Wolf Kunnert).                                     Proviant.

                                                                                                                 9
Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                               NaturLand Salzburg

     Samstag, 25. Juni 2016           Hundsteinsee. Diese malerische
                                      Bergregion mit herrlichem Pan-           Ausstellungen
          Kartieren
                                      orama zählt derzeit noch zu den
     auf dem Hundstein                                                               Ausstellung
                                      Gebieten mit sehr geringer Informa-
          (Pinzgau)                                                               „Respektiere deine
                                      tion über die Verbreitung der heimi-
                                      schen Amphibien und Reptilien im                Grenzen“
Ort: Zell am See
                                      Bundesland Salzburg. Eine intensive
Treffpunkt: Thumersbach, Gasthof      Suche soll den Wissensstand rund       Ort: Fusch, Erlebniswelt HOLZ -
Waldheim, um 8.00 Uhr                 um die im Gebirge lebenden Arten       MÜHLAUERSÄGE, Fusch (Pinzgau)
                                      wie Grasfrosch, Alpensalamander,       Dauer: ab Anfang Juni bis Anfang
Dauer: bis 18.00 Uhr
                                      Bergeidechse und Kreuzotter sowie      September 2016
Veranstalter: Haus der Natur, Her-    deren Lebensräume erhöhen. Es
petologische Arbeitsgemeinschaft                                             Kontakt: Josef und Brigitte de
                                      handelt sich um eine mittelschwere
                                                                             Mas, 0664-2112823; de-mas@sbg.
Leitung: Dr. Andreas Maletzky         und lange Gebirgswanderung über
                                                                             at, www.muehlauersaege.at
                                      1.100 Höhenmeter. Auf dem Gipfel
Anmeldung: 0650 9833599 oder          befindet sich das bewirtschaftete      Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und
andreas.maletzky@sbg.ac.at bis        Statzerhaus mit Einkehrmöglich-        Erwachsene
spätestens 20. Juni 2016!             keit. Die Exkursion findet bei jedem
                                                                             Kurzbeschreibung: Die Besucher
Kurzbeschreibung: Der Hundstein       Wetter statt
                                                                             der Erlebniswelt Holz können die
ist mit 2.117 m Seehöhe die höchs-    Ausrüstung: wetterfeste Kleidung       Naturschutz-Ausstellung „Respek-
te Erhebung der Salzburger Schie-     und festes, wasserdichtes Schuh-       tiere deine Grenzen – Wer versteht,
feralpen und liegt in der Osthälfte   werk, Fernglas und Verpflegung         zeigt auch Verständnis“ besuchen.
der Dientener Grasberge. Hier                                                Die Ausstellung informiert über die
grenzen die Gemeinden Maria Alm,                                             Auswirkungen menschlichen Verhal-
Zell am See, Bruck und Taxenbach           Sonntag, 26. Juni 2016            tens auf die Natur und gibt Tipps
aneinander. Östlich und rund 200                                             für rücksichtsvolles Verhalten. Sie
m unterhalb des Gipfels liegt der     Rupertigau-Jugendfischen
                                                                             wurde in Zusammenarbeit mit dem
                                        am Karlsbader Weiher
                                                                             Projekt „Respektiere deine Gren-
                                          (Salzburg Stadt)
                                                                             zen“ erstellt.
                                      Ort: Salzburg-Liefering, Karlsbader
                                      Weiher und Kleiner Salzachsee                   Ausstellung
                                      Dauer: 9.00 bis ca. 13.00 Uhr
                                                                                   „Schmetterlinge“

                                      Veranstalter: Peter-Pfenninger-        Ort: Zederhaus, Naturpark Infostel-
                                      Schenkung Liefering & Landesfi-        le Riedingtal (Pinzgau)
                                      schereiverband Salzburg
                                                                             Dauer: ab Mitte Juni bis Ende Sep-
                                      Leitung & Kontakt: Mag. Daniela        tember 2016
                                      Latzer, buero@fischereiverband.        Kontakt: Franz Gfrerer, 06478-
                                      at, 0664-5273999                       801, zederhaus@lungau.at, www.
                                      Zielgruppe: Naturinteressierte Ju-     naturpark-riedingtal.at
                                      gendliche                              Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und
                                      Kurzbeschreibung: Im Rahmen des        Erwachsene
                                      Rupertigau-Jugendfischens wird es      Kurzbeschreibung: Die Besucher
                                      die Möglichkeit zum Fischen und        der Naturpark Infostelle Riedingtal
                                      Forschen am Karlsbader Weiher          können die Naturschutz-Ausstellung
                                      und am Kleinen Salzachsee geben.       „Artenvielfalt ist Lebensqualität –
                                      Der Fischereiverband bietet eine       die heimischen Schmetterlinge“
                                      ökologische Station an, an der sich    besuchen. Die Ausstellung infor-
                                      Kinder und Jugendliche spielerisch     miert über Schmetterlinge, ihre
                                      mit dem Thema „Leben im Was-           Lebensansprüche, Gefährdung und
                                      ser“ vertraut machen können. Beim      Schutz. Sie wurde in Zusammen-
Allerhand Interessantes gibt es       Fischen behilflich sind Fischer der    arbeit mit der Entomologischen
beim Fischen und Forschen am          Peter-Pfenninger-Schenkung Liefe-      Arbeitsgemeinschaft am Haus der
Karlsbader Weiher zu entdecken        ring. Die Veranstaltung findet bei     Natur erstellt.
(Bild: PPS/Gumpl).                    jeder Witterung statt.                                               M.J.

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Natur Land Salzburg Naturschutz - Partner zum Leben 2/2016 - Zobodat
Heft 2 • 2016                                                                                  NaturLand Salzburg

                      Fortbildung sichert Qualität
                         der laufenden Arbeit
D
      as Land Salzburg ist bestrebt,    Beispiel heikle Geländeeingriffe       tige praktische Erfahrung mit den
      einen harmonisierten Voll-        oder Maßnahmen in besonders sen-       Kursteilnehmern teilten.
      zug naturschutzrechtlicher        siblen Landschaftsteilen geplant,
Bestimmungen sicherzustellen.           kann die Behörde eine „ökologische
In diesem Sinn organisieren der         Bauaufsicht“ vorschreiben. Diese         Jeweils aktuelle Themen
Naturschutzfachdienst des Landes        muss bei Ausführung des Vorha-             werden aufgegriffen
und die Salzburger Verwaltungs-         bens laufend überprüfen, ob die
akademie seit vielen Jahren die         Vorschreibungen der Naturschutz-       Die Seminar-Reihe greift immer
Fachseminar-Reihe „Naturschutz          behörden eingehalten wurden, aber      wieder jeweils aktuelle Themen
in der fachlichen Praxis“. Diese        auch den Bauwerber fachlich bei        auf, wie beispielsweise Artenkennt-
jährlich stattfindenden Fortbil-        der Erfüllung behördlicher Vor-        nis über geschützte Pflanzen- und
dungsveranstaltungen haben eine         schreibungen beraten.                  Tierarten, Bodenschutz und -er-
Anhebung und Angleichung der                                                   haltung, Gutachtenerstellung, Be-
fachlich-inhaltlichen Standards in      30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter    urteilung des Landschaftsbildes,
der Verwaltungspraxis sowie die         der Bezirksverwaltungsbehörden         Pflegemaßnahmen im geschützten
Fort- und Weiterbildung der mit         und von Abteilungen des Amtes          Grünland oder Biotopkartierung.
Naturschutzagenden befassten Be-        der Salzburger Landesregierung         „Die Fortbildungsveranstaltungen
diensteten der Bezirksverwaltungs-      nutzten das Angebot dieser Fort-       werden sehr gut angenommen“,
behörden und des Amtes zum Ziel.        bildung, bei der die rechtlichen Vo-   berichtet Hermann Hinterstois-
Damit soll auch die erforderliche       raussetzungen ebenso thematisiert      ser von der Naturschutzabteilung
Qualitätssicherung im behördlichen      wurden wie fachliche Vorgaben und      des Landes. Landeshauptmann-
Vollzug unterstützt werden.             praktische Umsetzungsbeispiele.        Stellvertreterin Astrid Rössler, die
                                        Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter       für Naturschutz ressortzuständig
Dem Thema „Ökologische Bauauf-          der Landesverwaltung mit lang-         ist, betonte: „Mit gezielter, an der
sicht“ war die jüngste dieser Veran-    jähriger Berufserfahrung fungier-      Berufspraxis orientierter Weiterbil-
staltungen gewidmet, die kürzlich       ten dabei ebenso als Referenten        dung wird aktuelles Wissen vermit-
in St. Gilgen stattgefunden hat. Sind   wie kompetente Experten aus der        telt und die Qualität der laufenden
bei geplanten Baumaßnahmen zum          Privatwirtschaft, die ihre reichhal-   Arbeit gesichert.“                LK

                Fachliche Betreuung von
           Salzburgs Naturjuwelen ausgeweitet

M
       ehr als 40 Europaschutzge-
       biete gibt es im Bundesland
       Salzburg. Das sind Gebiete,
in denen seltene bzw. vom Aus-
sterben bedrohte Pflanzen und
Tiere vorkommen. Um diese Arten
und ihre Lebensräume langfristig
zu erhalten und ihr Vorkommen
abzusichern, kümmern sich eigens
engagierte Naturschutzfachleute
um die Umsetzung von Landschafts-
pflegeplänen, Bestandsaufnahmen
oder auch die Besucherlenkung. Das
Team dieser Fachleute wurde nun
aufgestockt und ausgeweitet: Mit
Anfang Jänner 2016 haben Barbara
Hildebrandt im Bezirk Tamsweg und
Andreas Scharl im Bezirk Zell am        Im Bild von links: Dr. Astrid Rössler, Andreas Scharl (Zell am See), Barbara
See diese Aufgabe übernommen.           Hildebrandt (Tamsweg) (Bild: Land Salzburg).

                                                                                                                 11
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Bereits bisher waren Schutzge-
bietsbetreuungen in den Bezirken                    In der Landschaft lesen
Salzburg-Umgebung und Hallein
eingerichtet. Diese haben sich
sehr bewährt und zu einer deutlich      D   er erste internationale Work-
                                            shop zur Artenkenntnis fand
                                        im März an der Bayerischen Aka-
verbesserten Wertschätzung der
Schutzgebiete in den jeweiligen         demie für Naturschutz und Land-
Standortsgemeinden geführt. „Nur        schaftspflege in Laufen (ANL) im
der ständige Dialog mit den Grund-      Rahmen der EuRegio statt. Dabei
eigentümern und Bewirtschaftern         geht es nicht nur darum, Arten zu
in den Schutzgebieten sowie den         bestimmen, sondern auch ableiten
verschiedenen Nutzergruppen,            zu können, was das Vorkommen ei-
wie Jagd, Fischerei und Tourismus,      ner bestimmten Art über Qualität
sowie die damit einhergehende           oder Entwicklungszustand eines
Bewusstseinsbildung stellen eine        Standortes oder Habitats aussagt.
optimale Entwicklung der Gebiete        Die Interpretation von Artenvor-
sicher. Auch braucht es ein aktives     kommen erlaubt z. B. Rückschlüsse
Schutzgebietsmanagement etwa            auf die Bewirtschaftungsgeschichte
zur Koordination von Landschafts-       einer Region, auf die aktuelle Bo-
pflege- und Besucherlenkungsmaß-        denentwicklung oder den Eintrag
nahmen“, so Naturschutzreferentin       von Schadstoffen.
Landeshauptmann-Stellvertreterin                                               Die Kornblume mit ihrem kräftigen
Astrid Rössler.                         „Wir wollen mit diesem gemeinsa-       Blau war früher ebenso wie der
                                        men Projekt wieder mehr Interesse      rote Klatschmohn häufig in den
Die Schutzgebietsbetreuer haben         und Begeisterung für die Natur,        Getreidefeldern anzutreffen (Bild:
eine wesentliche Brückenfunktion:       Landschaften und die Vielfalt der      H. Hinter­stoisser).
Einerseits stehen sie als Ansprech-     unterschiedlichen Lebensräume
personen für Grundbesitzer sowie        wecken“, so Dieter Pasch, Direktor     Vernetzung der Träger von Um-
Gemeinden in diversen praktischen       der ANL bei der Begrüßung der rund     weltbildung, Schulen, Universitä-
Fragen des Schutzgebietsmanage-         30 Teilnehmer aus Österreich und       ten und Verbänden. Dabei ist die
ments beratend zur Verfügung,           Bayern zum ersten internationalen      Zusammenarbeit von führenden
andererseits ist es ihre Aufgabe,       Workshop.                              Institutionen aus Bayern und Öster-
Naturschutzprojekte zu initiieren                                              reich mit spannenden Projektideen
und partnerschaftlich umzusetzen.       Hintergrund der Tagung waren           besonders zielführend“, so Dr. Kai
Die nunmehr fast flächendecken-         Untersuchungsergebnisse         des    Frobel, Artenschutzreferent des
de Schutzgebietsbetreuung im            BUND Naturschutz (BN), dass die        deutschen BN.
Bundesland Salzburg hat das Ziel,       Artenkenner, also Menschen, die
Salzburgs Naturjuwele mit ihren         sich mit Tier- und Pflanzenarten       Alle Teilnehmerinnen und Teil-
teilweise sehr unterschiedlichen        in der Landschaft wissenschaftlich     nehmer des Workshops in Laufen
Schutzzielen und Ansprüchen an          befassen, immer weniger werden.        machten klar, wie drückend insbe-
das Management in einem bestmög-        Das macht es beispielsweise immer      sondere die Nachwuchssorgen und
lichen Zustand zu erhalten und zu       schwieriger, kompetente Biotopkar-     vor allem das mangelnde Interesse
entwickeln.                             tierer oder Fachkräfte für Kurse zur   für die Bereiche Natur- und Lebens-
                                        Naturvermittlung zu finden.            raum und ihren Schutz mittlerweile
Zu den Schwerpunkten im Lungau                                                 sind. „Wir wollen gemeinsam ver-
zählen Maßnahmen zugunsten des          Ab 2017 wollen Ehrenamt und            suchen, das Interesse an Natur und
Braunkehlchens (einer wiesenbrü-        Hauptamt, Hochschulen, Bildungs-       Landschaft und die Bedeutung von
tenden Vogelart) und des Blauschil-     häuser wie die ANL, Nationalpark       Artenkenntnis wieder in das Be-
lernden Feuerfalters, der im Lungau     Berchtesgaden und Land Salzburg in     wusstsein möglichst vieler Schich-
sein westlichstes Verbreitungsgebiet    der EUREGIO international zusam-       ten der Bevölkerung zu bringen“,
in Österreich hat. Im Pinzgau stehen    menarbeiten, um die Begeisterung       waren sich alle Beteiligten einig,
Apollofalter und Moorflächen im         für Natur und Landschaft und das       „ Die Idee einer internationalen
Fokus der Bemühungen. Intensive         Interesse für Tier- und Pflanzen zu    Vernetzung ist eine hervorragende
Öffentlichkeitsarbeit, Besucherinfor-   verbessern.                            Basis, aber es muss uns vor allem
mation und Mithilfe bei praktischen                                            gelingen, Begeisterung für Natur,
Betreuungsarbeiten in den Schutz-       „Artenkenntnis lernen und wieder       Landschaften, Lebensräume und
gebieten sind weitere Aufgaben der      Begeisterung für die Natur we-         ihre interessanten Zusammenhänge
Schutzgebietsbetreuer.            LK    cken braucht die interdisziplinäre     zu erzeugen.“                  ANL

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            BH Zell entwickelte Vorsorgemodell
                    für Deponieflächen

B
     ei der Bewältigung einer Ka-       Gratz von der Bezirkshauptmann-        Gemeinden stehen hinter
     tastrophe zählt jede Minute.       schaft Zell am See.                         dem Projekt
     Gerade die Räumung von
Wildbachsperren ist ein Wettlauf                                              Die Gemeinden tragen diese Vor-
mit der Zeit. Dort sammeln sich             Wie funktioniert das              gehensweise mit, weil sie mehr Si-
nach heftigen Gewittern oft tau-             Vorsorgemodell?                  cherheit bringt. Durch die kürzeren
sende Kubikmeter an Holz, Geröll                                              Wege zwischen WLV-Sperren und
und Schlamm an. Die Sperren             Mögliche Flächen werden von           Deponien können auch die Kosten
müssen vor dem nächsten großen          Grundeigentümern angeboten.           für die Sperrenräumungen gesenkt
Niederschlag geräumt werden, da-        Nach einer naturschutzfachlichen      werden. „Jetzt muss natürlich jede
mit unter anderem Häuser wieder         und -rechtlichen sowie einer was-     Gemeinde schauen, dass derartige
geschützt werden können. In der         ser- und forstrechtlichen Prüfung     Deponieflächen vorhanden sind“,
Vergangenheit war es vor allem          der Grundstücke werden die natur-     sagte der Vorsitzende der Pinz-
in den Gebirgstälern schwierig,         schutzrechtlichen Bewilligungen für   gauer Bürgermeisterkonferenz Hans
ausreichend Flächen zu finden,          die Deponierung erteilt. Zwischen     Warter.
wo dieses sogenannte Geschiebe          den Grundeigentümern und den
gelagert werden konnte.                 Gemeinden oder auch Wildbach-         Alle Beteiligten von der WLV,
                                        genossenschaften werden Dienst-       den Gemeinden und der Bezirks-
                                        barkeitsverträge abgeschlossen, die   hauptmannschaft bedanken sich
Pinzgauer Weg interessant               auch Grundlage der Verfahren sind.    ausdrücklich bei den betroffenen
   für andere Regionen                  Die Grundeigentümer werden für        Grundeigentümern für die gute
                                        die Bereithaltung und Nutzung ihrer   Zusammenarbeit. Bei einer Be-
Die Bezirkshauptmannschaft Zell         Flächen entschädigt. Bisher wurden    sprechung der Katastrophenschutz-
am See geht nun gemeinsam mit           mehr als 15 Grundstücke, die sich     referenten wurde dieses Modell
Grundeigentümern, den Gemein-           im Wesentlichen gleichmäßig über      vorgestellt und eine Umsetzung
den und der Wildbach- und Lawi-         den Pinzgau verteilen, fachlich be-   in den anderen Bezirken bespro-
nenverbauung (WLV) im Pinzgau           urteilt und für die Deponierung als   chen.
einen neuen Weg, der auch für           geeignet befunden.                                                  LK
andere Regionen interessant ist.
Es ist gelungen ein Vorsorgemodell
zu entwickeln. Bereits jetzt werden
für Unwettersituationen vorsorglich
Flächen gesucht, auf die im Ernstfall
Schutt und Geröll gebracht werden
können. „Es war uns wichtig eine
Lösung zu finden, wie man mehr
Sicherheit herstellen kann, wie
man auf kurzem Weg auch dement-
sprechend das Geschiebematerial
unterbringen und lagern kann und
in weiterer Folge auch Rechtssi-
cherheit für die Grundeigentümer
herzustellen. Bisher war es sehr
mühsam im Katastrophenfall unter
Zeitdruck geeignete Deponieflä-
chen zu finden. Im Einsatz ist oft
wertvolle Zeit vergangen, bis eine
geeignete Fläche gefunden wurde.
Künftig können wir sofort sagen, wo     Katastrophenschutz: Bgm. Hans Warter (Piesendorf, Vorsitzender BGM-
die nächstgelegene Deponie ist, zu      Konferenz Pinzgau), Hannes Schernthaner (BH Zell am See, Katastrophen-
der das Material aus der Sperre ge-     schutz), Bernhard Gratz (BH Zell am See) und Gebhard Neumayr (Gebiets-
bracht werden kann“, so Bernhard        bauleiter WLV Pinzgau).

                                                                                                             13
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Vier neue Europaschutzgebiete für Salzburg

V
      ier Verordnungen, mit denen
      Gebiete in der Stadt Salzburg,
      im Flachgau, im Pinzgau und
im Lungau zu Europaschutzge-
bieten erklärt werden, wurden
im Rechtsinformationssystem des
Bundes (RIS) kundgemacht. „Die
Erhaltung der Artenvielfalt in un-
serem Bundesland ist eine zentrale
Aufgabe des Naturschutzes. Mit
der Ausweisung dieser Flächen als
Europaschutzgebiete wird ihrer be-
sonderen Bedeutung für die dort
vorkommenden Arten Rechnung
getragen. Fledermäuse, Feuerfal-
ter, Sichelmoos und Juchtenkäfer
finden dort jeweils die idealen Be-
dingungen zu ihrem Weiterbestand
vor. Diese vier Schutzgebiete sind     Kirche St. Georgen bei Salzburg (Bild: Maria Jerabek).
eine wesentliche Bereicherung un-
serer Salzburger Naturjuwele“, so      der „Kleinen Hufeisennase“. Der      gehört zu den großen naturkund-
Landeshauptmann-Stellvertreterin       Standort in St. Georgen ist deren    lichen Kostbarkeiten des Lungaus,
Astrid Rössler.                        nördlichste Wochenstube im Alpen-    denn nur dort flattert in Salzburg
                                       vorland. Nahrungsquellen der Fle-    diese bunte Schmetterlingsart auf
Landesgesetzblatt Nummer 12/2016       dermäuse liegen im benachbarten      wenigen verbliebenen Feuchtwie-
enthält eine Verordnung, mit der       Europaschutzgebiet Salzach-Auen.     senarealen. Mit dem Mooshamer
Teile der Gemeinde St. Georgen bei                                          Moor wird ein wichtiges Vorkom-
Salzburg zum Europaschutzgebiet        Im Landesgesetzblatt Nummer          men in Zusammenwirken mit dem
erklärt werden. Die Pfarrkirche in     13/2016 wird per Verordnung ein      Grundeigentümer erhalten. Ebenso
St. Georgen ist Österreichs erste      Teil des in der Gemeinde Untern-     sollen noch einige, bereits mit den
„Europa-Kirche“. In ihrem Dachge-      berg gelegenen geschützten Land-     Grundbesitzern vereinbarte Flä-
bälk befinden sich alljährlich große   schaftsteils „Mooshamer Moos“        chen folgen, um einen gesicherten
Wochenstuben zweier Fleder-            zum Europaschutzgebiet erklärt.      Bestand dieser Rarität zu erhal-
mausarten, der „Mausohren“ und         Der „Blauschillernde Feuerfalter“    ten.

                                                                            Die Verordnung in Landesgesetz-
                                                                            blatt Nummer 14/2016 betrifft die
                                                                            Kopfweiden am Almkanal, mit der
                                                                            Teile der Stadtgemeinde Salzburg
                                                                            zum Europaschutzgebiet erklärt
                                                                            werden. Die Kopfweiden am Almka-
                                                                            nal werden schon seit vielen Jahren
                                                                            von der Stadt Salzburg in vorbildli-
                                                                            cher Weise gepflegt. Im Mulm (ver-
                                                                            rottendes Holz) der dort erhaltenen
                                                                            alten Kopfweiden entwickeln sich
                                                                            die Larven der seltenen Käferart
                                                                            Eremit bzw. Juchtenkäfer, einer
                                                                            Insektenart, die europaweit vom
                                                                            Aussterben bedroht ist.

                                                                            Ebenfalls per Verordnung zum Eu-
                                                                            ropaschutzgebiet erklärt wird ein
                                                                            Teil des in der Stadtgemeinde Zell
Kleine Hufeisennase (Bild: Wolfgang Forstmayer).                            am See gelegenen Naturschutzge-

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bietes am Südufer des Zeller Sees
in Landesgesetzblatt Nummer
15/2016. Hier kommt das seltene
firnisglänzende Sichelmoos vor, das
europaweit nur noch auf wenigen
Feucht-Standorten anzutreffen ist.
Die Stadtgemeinde Zell am See ver-
fügt nun in der Europa-Sportregion
auch über ein Europaschutzgebiet.

Alle Ausgaben des Landesgesetz-
blattes werden zentral im Rechtsin-
formationssystem des Bundes (RIS)
veröffentlicht und können auch nur
dort abgerufen werden. Über neu
kundgemachte Landesgesetzblät-
ter informiert ein Newsletter, der
kostenlos auf der Landes-Website
abonniert werden kann.          LK     Naturschutzgebiet Zeller See Südufer (Bild: Hermann Hinterstoisser).

                Eine bürgernahe Stelle für Europa
                   im Salzburger Zentralraum
                                                                                  !
F
     ür den Großraum Salzburg          „Europa soll in Salzburg eine neue
     und Umgebung bis ins benach-      bürgernahe Informationsstelle im                 Informationen
     barte Bayern hat ein neues        Salzburger Zentralraum bekom-
EuropeDirect-Informationszentrum       men“, erklärte Europareferent            EuropeDirect Salzburg und Um-
den Betrieb aufgenommen, das im        Landeshauptmann Wilfried Has-            gebung in der Michael-Pacher-
Amtsgebäude Michael Pacherstraße       lauer bei der offiziellen Eröffnung.     Straße 36 in Salzburg ist von
(Erdgeschoß) angesiedelt ist.          Mit einer abwechslungsreichen            Montag bis Freitag von 8.00 Uhr
                                                                                bis 12.30 Uhr und nach persön-
                                                                                licher Vereinbarung geöffnet
                                                                                sowie unter der Telefonnum-
                                                                                mer +43 662 8042-3302 bezie-
                                                                                hungsweise per E-Mail unter
                                                                                europedirect@salzburg.gv.at

                                                                               „Open-House-Veranstaltung“ am
                                                                               neuen Standort in der Michael-
                                                                               Pacher-Straße 36 wurden die Türen
                                                                               geöffnet und ein Einblick in die Be-
                                                                               ratungstätigkeit ermöglicht.

                                                                               „Damit sollen emotional besetzte
                                                                               EU-Themen versachlicht werden
                                                                               und wieder mehr Begeisterung für
                                                                               die großen Werte Europas geweckt
                                                                               werden. Das Land Salzburg positi-
                                                                               oniert sich damit – zusätzlich zum
Eröffnung des Europe Direct Informationszentrums der Europäischen Kom-         Landes-Europabüro mit dem Ver-
mission in Salzburg. Jörg Wojahn (Vertreter der Europäischen Kommission        bindungsbüro in Brüssel unter der
in Österreich), EU Abgeordnete Claudia Schmidt, Gritlind Kettl (Leiterin des   Leitung von Michaela Petz-Michez
Büros), Michaela Petz-Michez (Leiterin des EU-Verbindungsbüros in Brüssel)     – einmal mehr bewusst für Europa
und Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer Bild: LMZ – Franz Neumayr).          und streicht durch das Eingehen

                                                                                                               15
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einer Partnerschaft mit der Europä-       Informationsstelle europabezogene      mationsbroschüren zur Verfügung,
ischen Kommission die Bedeutung           Veranstaltungen wie Europacafés,       bietet einen kostenlosen Zugang
europapolitischer Themen für die          Diskussionen, Konferenzen und          zu EU-Datenbanken und offiziellen
Salzburger Bevölkerung nochmals           Workshops für unterschiedliche         EU-Dokumenten, führt EU-Vorträge
heraus. Salzburg hat nun zusätzlich       Zielgruppen, konzipiert EU-Son-        durch und vermittelt europäische
zu der seit 2013 in Bischofshofen         derprojekte und setzt sie um, stellt   Referentinnen und Referenten zu
bestehenden EuropeDirect-Infor-           EU-Infopakete und kostenlose Infor-    aktuellen EU-Themen.           LK
mationsstelle Südliches Salzburg
eine Anlaufstelle für EU-Fragen und
damit eine ausgezeichnete Versor-         Neuer Internet-Auftritt des Landes
gung in Sachen Europainformation
im Zentralraum“, so Haslauer.                         ist online
„EU-weit besteht das EuropeDirect-
Netzwerk aus rund 500 Informati-          E  in neues, modernes Design,
                                             eine schnelle Suchfunktion und
                                          eine verbesserte und gestraffte
                                                                                 aufgestellt. Ich danke allen Mitar-
                                                                                 beiterinnen und Mitarbeitern, die
                                                                                 an der Entwicklung dieses inno-
onszentren, die auch fern von den
jeweiligen Hauptstädten als erste         Navigation - das sind die Eckpunk-     vativen Projekts beteiligt waren“,
öffentliche Anlaufstelle in EU-Fra-       te des technischen und optischen       erklärte Landeshauptmann Wilfried
gen dienen. Zusammen mit der Lan-         Neustarts der offiziellen Internet-    Haslauer zum „Go Live“ der neuen
desregierung können wir ein neues         Präsenz des Landes Salzburg.           Landes-Website unter www.salz-
Informationszentrum im Herzen                                                    burg.gv.at. „Mit dem neuen Inter-
von Salzburg eröffnen. Unter der          „Der neue Internet-Auftritt des        net-Auftritt können Interessierte
Leitung der EU-Expertin Gritlind          Landes ist ein weiterer wichtiger      jetzt auch unterwegs mit mobilen
Kettl steht dort den Bürgerinnen          Schritt zu mehr Bürgernähe. Die        Geräten wie Smartphones und Ta-
und Bürgern ein kompetentes Team          übersichtliche und barrierefreie       blets jederzeit Informationen vom
bei Fragen zur EU-Gesetzgebung,           Gestaltung sowie die verbesser-        Land Salzburg abrufen und sind im
zu Förderungen oder zu den Aufga-         te Suchfunktion erleichtern das        Bedarfsfall auch auf dem aktuellen
ben und Politikbereichen der EU zur       schnelle Finden der richtigen          Stand. Mit dem Start der neuen
Verfügung“, betonte Jörg Wojahn,          Informationen. Gemeinsam mit           Homepage haben wir auch die
Vertreter der Europäischen Kom-           dem Projekt Open Government            Möglichkeit, im Krisenfall sofort zu
mission in Österreich.                    Data schafft das Land dadurch          reagieren. Solange Internet- bzw.
                                          mehr Transparenz und Offenheit.        Mobilfunkverbindungen aufrecht
In Salzburg bekommt mit EuropeDi-         Das neue System wurde von einem        sind, können die Bürgerinnen und
rect auch das Europäische Parlament       Projekt-Team des Landes-Medien-        Bürger umfassend informiert und
eine Anlaufstelle. „Europa verändert      zentrums (LMZ) und der Landes­         über notwendige Schritte auf dem
sich, und keiner weiß, in welche Rich-    informatik (LIF) in Zusammenarbeit     Laufenden gehalten werden“, so
tung die Entwicklung geht. Was wir        mit allen Abteilungen des Landes       Landeshauptmann Haslauer.        LK
allerdings wissen, ist, dass spätestens
mit dem englischen Referendum
der Richtungsstreit innerhalb Euro-
pas massiv zunehmen wird. Diese
Diskussion kann, soll und darf nicht
nur in Brüssel und Straßburg geführt
werden. Europa muss in jeder Gene-
ration neu ‚erstritten‘ werden. Die
EU kann im Gegensatz zu Salzburg,
Bayern, Österreich oder Deutsch-
land nicht auf eine tausendjährige
Geschichte zurückblicken. Sie ist
nicht selbstverständlich, sie ist nicht
leicht verständlich, und manche
Entscheidungen sind unverständlich.
EuropeDirect kann beitragen, diese
drei Zustände anzusprechen“, so die
„Salzburger“ EU-Abgeordnete Clau-
dia Schmidt bei der Eröffnung. Neben      Neue Landes-Website, im Bild v. li.: Christine Schrattenecker (LMZ), Harry
Auskünften und Informationen zu           Timons (LIF), LH Wilfried Haslauer, Stefan Mayer (LMZ), Astrid Maschits
Europafragen organisiert die neue         (LIF) (Bild: LMZ Franz Neumayr).

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