Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...

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Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
Vergangenheit
mit Zukunft –
Industriekultur
in historischen Stadtkernen
Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
ALTLANDSBERG                                         ANGERMÜNDE                         BAD BELZIG   BAD FREIENWALDE (ODER)       BEELITZ            BEESKOW         BRANDENBURG AN DER HAVEL

 DAHME/MARK                                            DOBERLUG                          GRANSEE       HERZBERG (ELSTER)         JÜTERBOG            KREMMEN                 KYRITZ

LENZEN (ELBE)                              LÜBBENAU/SPREEWALD                            LUCKAU          MÜHLBERG/ELBE             NAUEN            NEURUPPIN                 PEITZ

                           Wittstock/Dosse
 Lenzen (Elbe)
                                     Rheinsberg        Templin
          Perleberg
                                          Gransee                  Angermünde
                   Kyritz
                                  Neuruppin
  Wusterhausen/Dosse

                                       Kremmen                      Bad Freienwalde

                                   Nauen
                                                            Altlandsberg                PERLEBERG           POTSDAM             RHEINSBERG           TEMPLIN             TREUENBRIETZEN
 Brandenburg an der Havel
                 Werder (Havel)        Potsdam
                     Ziesar
                                     Beelitz
                                                                           Beeskow
              Bad Belzig
                                   Treuenbrietzen
                                        Jüterbog
                                                                   Lübbenau/Spreewald
                                   Dahme/Mark
                                                           Luckau            Peitz

                                               Herzberg (Elster)
                                                       Doberlug-Kirchhain
                                               Uebigau-Wahrenbrück
                                               Mühlberg/Elbe                             UEBIGAU        WERDER (HAVEL)        WITTSTOCK/DOSSE   WUSTERHAUSEN/DOSSE           ZIESAR
Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
VERGANGENHEIT MIT ZUKUNFT –
INDUSTRIEKULTUR IN
HISTORISCHEN STADTKERNEN

Am Kulturlandthemenjahr mit dem Titel »Zukunft der Vergan-        Die Konzertreihe »Noten neu verortet – Kammermusik findet
genheit – Industriekultur in Bewegung« beteiligte sich die        Stadt« brachte Klassik in die alten Gemäuer von fünf Mit-
Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des       gliedsstädten. Die Kammerakademie Potsdam bot den
Landes Brandenburg im Jahr 2021 mit dem Thema »Vergan-            Zuschauenden oder besser gesagt den Zuhörenden ein
genheit mit Zukunft – Industriekultur in historischen Stadt-      bezauberndes Klangerlebnis an ungewöhnlichen
kernen« und nahm damit zum 18. Mal an der Brandenburg             Konzertorten.
weiten Kampagne teil.
                                                                  Im Jahr 2022 heißt es nun passend zum 30-jährigen Jubiläum
Denkt man an Industriekultur, sucht man geschichtliche Zeug-      der Arbeitsgemeinschaft »Kulturgut Alte Stadt – Altstadt
nisse meist am Rande der Stadt. Doch schaut man genauer           genießen«. Freuen Sie sich auf themenbezogene Ausstellungen,
hin, zeigt sich, dass auch in den Stadtkernen industrielle Pro-   auf individuelle Hörführungen, auf unterhaltsames Sommer-
duktion stattfand. Hier lassen sich Spuren finden im Übergang     theater, auf klangreiche Kammerkonzerte sowie viele weitere
zwischen der Entwicklung der Handwerksbetriebe, über die          tolle Veranstaltungen und spannende Aktionen rund um das
Etablierung von Manufakturen bis hin zu Fabriken. Im Rahmen       Jahresthema und das Jubiläum. Ganz besonders freuen
der Kulturlandaktivitäten präsentierten die Städte Branden-       können Sie sich auch auf die Landesgartenschau in Beelitz.
burg an der Havel, Kyritz, Peitz, Wittstock/Dosse und Wuster-     Auch hier steht alles unter dem Vorzeichen Altstadt
hausen/Dosse ihre ganz eigene städtische Industriekultur          genießen.
in interessanten themenbezogenen Außenraumausstellungen
und/oder individuellen Hörführungen fürs Smartphone. Die
Stadt Brandenburg an der Havel gab unter dem Titel »Stoff
Wechsel – Liefer Kette. Industrie in Brandenburg an der
Havel« Einblicke in ihre vielfältigen Erwerbszweige. Unter
dem Titel »Vom Hochprozentigen zum Hochgeistigen« zeigte
Kyritz den Nutzungswandel des ehemaligen Klosterbereiches.
Die Zeugnisse der Tuchindustrie wurden in den Hörführungen
der Stadt Peitz erlebbar. »Von der Uniformtuchfabrik zum
Bildungscampus« hieß es in Wittstock/Dosse, wo es Einblicke
                                                                       KONTAKT
in die Revitalisierung des ehemaligen Fabrikgebäudes gab.
Wusterhausen/Dosse zeigte unter dem Titel »Wusterhausen –              Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen
Schusterhausen. Ein Absatzproblem« die Entwicklung des                 Stadtkernen des Landes Brandenburg
Schustergewerbes in der Stadt. Über die App »HEARonymus«
sind die diesjährigen und die bisher erschienenen Hörführungen         Geschäftsstelle:
kostenlos verfügbar. Der in der App angelegte Audioguide               c /o complan Kommunalberatung GmbH
»Historische Stadtkerne« wird in den nächsten Jahren mit               Voltaireweg 4
weiteren Inhalten aus den 31 Mitgliedsstädten erweitert                14469 Potsdam
werden.                                                                Telefon 0331 201 51 20
                                                                       Fax 0331 201 51 11
Vielfältige weitere Aktionen und Veranstaltungen rund um
das Jahresthema boten ein buntes Begleitprogramm, das die              info@ag-historische-stadtkerne.de
historischen Stadtkerne belebte. Mit der Aktion »Denkmal               www.ag-historische-stadtkerne.de
des Monats« wurden zwölf Denkmale ausgezeichnet, die                   www.reiseland-brandenburg.de/stadtkerne
Zeugnis der industriellen Vergangenheit in den Stadtkernen
sind. Denn in den Altstädten wurde früher gebraut, Seife
produziert, gedruckt, Keramik hergestellt und vieles mehr.
Unter dem Titel »Tand, Tand ist das Gebild von Menschenhand
umspielte theater 89 im Rahmen der 12. Sommertheatertournee
mit humoristischen Skizzen aus dem deutschen Handelsleben
von Georg Weerth samt brandenburgischen, schlesischen und
polnischen Balladen und Liedern das Jahresthema der
Arbeitsgemeinschaft auf besondere Weise theatralisch und
lockte viele Zuschauer zu insgesamt 16 Aufführungen.
Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
Liebe Bürgerinnen und Bürger,                                     Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Fördernde, Freundinnen, Freunde und Gäste                         Fördernde, Freundinnen, Freunde und Gäste
unserer historischen Stadtkerne im Land Brandenburg,              unserer historischen Stadtkerne im Land Brandenburg,

das brandenburgische Kulturlandjahr 2021 stand unter dem          die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen
Motto »Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewe-       des Landes Brandenburg schreibt Geschichte. Am 22. Mai
gung« – ein Thema, das man nicht unmittelbar mit histo-           1992 gegründet, sind die nunmehr 31 Mitgliedsstädte seit
rischen Stadtkernen verbindet. Dabei hat die industrielle         drei Jahrzehnten ein starkes Netzwerk, das auf der aktiven
Revolution als historische Epoche viele Stadtkerne ebenso         Zusammenarbeit aller Mitgliedsstädte und der gemeinsamen
geprägt wie die frühe Neuzeit mit ihren Stadtmauern und           Ausgestaltung vielfältiger gemeinsamer Projekte basiert. In
Fachwerkhäusern.                                                  30 Jahren Altstadtsanierung haben sich die Stadtkerne zu
                                                                  lebendigen, attraktiven Orten für Stadtgesellschaft und Touris-
Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen       mus gewandelt. Doch die Entwicklung der Brandenburger
des Landes Brandenburg trug in bewährter Weise zum Kultur-        historischen Altstädte ist damit längst nicht vollendet. Neue
landjahr bei. Sie zeichnete zwölf Denkmale aus, die beispiel-     Herausforderungen in Themen wie z.B. Klimaschutz, Mobilität
haft für die Vielfalt der Zeugnisse der Industrialisierung in     oder öffentlicher Raum erfordern stetige Weiterentwicklung.
den Städten des heutigen Landes Brandenburg stehen.               Zudem bedingen Funktionswandel und neue Nutzungsanfor-
                                                                  derungen eine zeitgemäße Umgestaltung der historischen
Dieser Kalender zeigt die eindrucksvolle Geschichte der Denk-     Bausubstanz – so auch die zwölf ausgezeichneten »Denkmale
male, deren Nutzung sich bereits in der Vergangenheit häufig      des Monats«.
gewandelt hat. Heute, im Zeichen von Digitalisierung und
»Industrie 4.0« bieten diese Gebäude vielfältige und attraktive   Mit dem Jahresthema »Vergangenheit mit Zukunft – Industrie-
Möglichkeiten für neue Wohn- und Arbeitsmodelle. Es lohnt         kultur in historischen Stadtkernen« hat sich die Arbeitsge-
sich, in den historischen Städten Brandenburgs der industri-      meinschaft ein Jahr lang der Geschichte der Industrialisierung
ellen Vergangenheit nachzuspüren. Die Qualität der hier           gewidmet und geschaut, welchen Einfluss diese auf die Stadt-
gezeigten Denkmale sollte zugleich Ansporn sein, auch an          entwicklung genommen hat. Es wurde auf ehemalige Produk-
heutige Gewerbe- und Industriebauten hohe baukulturelle           tionsorte in unseren Altstädten aufmerksam gemacht, deren
Ansprüche zu stellen.                                             Gebäudemauern spannende Geschichten erzählen oder
                                                                  auch spezielle Umnutzungen präsentiert. In den kommenden
Der Landesregierung, aber auch mir persönlich liegt sehr          Monaten des Jahres 2022 möchten wir Ihnen diese zwölf
daran, unsere brandenburgischen Städte bei der Pflege und         Denkmale vorstellen, die zeigen, dass die Industrialisierung
Entwicklung ihres baukulturellen Erbes zu unterstützen. Mit       auch in den historischen Stadtkernen Spuren hinterlassen
dem Bund-Länder-Programm »Lebendige Zentren« fördern              hat. Im Januar nehmen wir Sie mit nach Angermüde. Das
wir Erhaltung und Weiterentwicklung von Stadt- und Orts-          solitärständige Objekt des Schlosswalls 4 verkörpert in seiner
kernen mit historischer Bausubstanz und wir treten für eine       schlichten, jedoch opulenten Bauart das dynamische Streben
Stadtentwicklung nach dem Prinzip »Innenentwicklung vor           der gründerzeitlichen Lebensmittelindustrie in Angermünde.
Außenentwicklung« ein. Dies kommt auch der Erhaltung und          Die ehemalige Brauerei mit integrierter Mälzerei samt
Nutzung innerstädtischer Zeugnisse der Industriegeschichte        erhaltener, heute deutschlandweit einzigartiger Darre wurde
zugute.                                                           in den Jahren 1899–1900 erbaut. Aber sehen Sie selbst, was
                                                                  Sie in den kommenden Monaten erwartet.
Bei der Diskussion und Verwirklichung hoher Baukultur ist
das Wirken der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen        Ich hoffe, dass Ihnen der Kalender Lust macht, sich auf Ihre
Stadtkernen des Landes Brandenburg nicht wegzudenken.             ganz eigene Entdeckungstour vor Ort zu machen. Seien Sie
Für die langjährige konstruktive und vertrauensvolle Zusam-       herzlich willkommen im Jahr 2022 und feiern Sie mit uns das
menarbeit meinen herzlichen Dank.                                 30-jährige Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft!

Guido Beermann                                                    Ihr Frank Steffen

Minister für Infrastruktur und Landesplanung                      Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft und Bürgermeister
des Landes Brandenburg                                            der Stadt Beeskow
Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
IMPRESSUM                                            TEXTAUTOR:INNEN

HERAUSGEBER                                          ANGERMÜNDE
Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen          Klemens Reimann, Christian Radloff, Stadt Angermünde
Stadtkernen des Landes Brandenburg
                                                     BEESKOW
AUFLAGE                                              Kerstin Müller, Sanierungsbeauftragte der Stadt Beeskow
6.000 Exemplare
                                                     KREMMEN
KOORDINATION / REDAKTION                             Andrea Busse, Stadt Kremmen
complan Kommunalberatung GmbH                        Dr. Bert Lehmann, ehemals Stadt Kremmen

FOTOS                                                LANDESHAUPTSTADT POTSDAM
© Erik-Jan Ouwerkerk, Ouwerkerkfoto, Berlin          Landeshauptstadt Potsdam

ILLUSTRATION STADTKARTEN                             RHEINSBERG
Beritida, Malerei und Illustration, Rostock          Peter Köster, Architekt
                                                     Anja Holtz-Baumert, Stadt Rheinsberg
GESTALTUNG                                           Sigune Schmidt-Ulbrich, Stadt Rheinsberg
eckedesign
                                                     PERLEBERG
DRUCK                                                Anja Pöpplau, Torsten Foelsch, Stadt- und Regionalmuseum
Druckerei und Buchbinderei Rüss, Potsdam             Perleberg

                                                     FONTANESTADT NEURUPPIN
                                                     Michael Bake, Sanierungsträger DSK
                                                     Fontanestadt Neuruppin

                                                     BRANDENBURG AN DER HAVEL
                                                     Katrin Witt, Fachgruppenleiterin Denkmalschutz der
                                                     Stadt Brandenburg an der Havel
Der Kalender wurde gefördert durch das Bund-         Dr. Joachim Müller, Fachgruppe Denkmalschutz der
Länder-Programm »Lebendige Zentren – Erhalt          Stadt Brandenburg an der Havel
und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne« durch
das Bundesministerium des Innern, für Bau und        WERDER (HAVEL)
Heimat sowie das Ministerium für Infrastruktur       Patricia Kaschwig, Stadt Werder (Havel)
und Landesplanung des Landes Brandenburg.
                                                     ZIESAR
                                                     Walter Bitzer, ews Stadtsanierungsgesellschaft mbH

                                                     KYRITZ
                                                     Rainer Lehmann, ews Stadtsanierungsgesellschaft mbH

                                                     PEITZ
                                                     Cornelia Donath, Amt Peitz

Über den QR-Code gelangen Sie zu allen bisher        Im Kalender wird auf die Darstellung von Quellenangaben
erschienenen Hörführungen in der App HEARonymus.     verzichtet. Diese sind in den Steckbriefen zu den Denkmalen
                                                     der Monate auf www.ag-historische-stadtkerne.de nachzulesen.
Der Kalender wird aufgeklappt an die Wand gehängt.
Das Endformat ist DIN A2 hoch.

                                                           Vergangenheit
                                                           mit Zukunft –
                                                           Industriekultur
                                                           in historischen Stadtkernen
Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
JANUAR

    EHEMALIGE MÄLZEREI/DARRE, SCHLOSSWALL 4, ANGERMÜNDE
Sa     So       Mo       Di      Mi      Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo

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1.1. Neujahr | 31.01. – 05.02. Winterferien
Vergangenheit mit Zukunft-Arbeitsgemeinschaft Städte mit ...
EHEMALIGE MÄLZEREI/DARRE,                                                                                                     ANGERMÜNDE
SCHLOSSWALL 4

Auf dem exponierten Gelände der einstigen Burg entstand                                                                       Zwischen den beiden großen Landschaftsschutzgebieten,
1899–1900 die ehemalige Brauerei von Franz Pasche als                                                                         dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und dem
viergeschossiger Sichtziegelbau mit flachem Satteldach                                                                        Nationalpark »Unteres Odertal« im Süden der Uckermark,
und überhöhtem Bauteil, der einstigen Darre. Entwurf und                                                                      liegt der staatlich anerkannte Erholungsort Angermünde.
Ausführung werden dem Maurermeister Harpe zugeordnet.
Als elementarer Bestandteil ist die integrierte Mälzerei samt                                                                 Seit der Gemeindegebietsreform im Jahr 2003 umfasst das
erhaltener, heute deutschlandweit einzigartiger Darre hervor-                                                                 Stadtgebiet 326 km². 60 Prozent davon stehen unter Schutz
zuheben. Die Mälzerei gehörte früher zur Schultheiss-Brauerei                                                                 und ein Teil davon gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe
und war bis zum Zweiten Weltkrieg noch in Betrieb. Heute                                                                      »Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder
steht das Objekt unter Denkmalschutz.                                                                                         Deutschlands«.

Dieses solitärständige Objekt verkörpert an einem exponierten                                                                 Zentrum der Stadt Angermünde und ihren 23 Ortsteilen ist
Standort in seiner schlichten, jedoch opulenten Bauart das                                                                    die liebevoll sanierte historische Altstadt, die als Gesamt-
dynamische Streben der gründerzeitlichen Lebensmittel-                                                                        ensemble fast vollständig unter Denkmalschutz steht. Hier
industrie in Angermünde. Nach verschiedenen vergeblichen                                                                      finden Einwohnerinnen und Einwohner sowie Gäste Kultur,
Bestrebungen konnte das städtebaulich bedeutende Objekt                                                                       Erholung, Unterhaltung und eine Rundumbetreuung, die gern
2016/17 durch eine GbR saniert werden. Insgesamt wurden                                                                       in Anspruch genommen wird.
etwa 1.750.500 Euro Fördermittel eingesetzt. So wurde
die ehemalige Mälzerei zu barrierefreien Wohnungen bzw.                                                                       Autor: Christian Radloff, Stadt Angermünde
Pensionszimmern umgebaut, wobei die historische Darre
samt prägnanten großflächigen Gusseisenfenstern im
Originalzustand erhalten werden konnte. Stilvolle neue
Fenster fügen sich in die straßenseitige Fassade ein, die
durch Gesimse, Lisenen und stichbogige paarige Fenster-
öffnungen regelmäßig gegliedert wird und den heutigen
Wohnteil umfasst. Die zurückhaltend sanierten Fassaden
wurden am Westgiebel durch Balkone zur Steigerung der                                                                               TERMINE IM JANUAR
Wohnqualität ergänzt.

Federführend bei der Konzeption und Umsetzung dieses                                                                                01.01.
Projektes war die Miteigentümerin und Dipl.-Bauingenieurin                                                                          »Einstündige Entdecker-Tour« / Neustadt und Dominsel,
                                                                                                                                    Brandenburg an der Havel
Elke Hähnel, die bereits zahlreiche Sanierungsprojekte in
der historischen Altstadt begleitete bzw. privat realisierte.                                                                       22.01.
Durch die Sanierung und Umnutzung zu zum Teil mit Blick                                                                             »Unterwegs im Licht« / Potsdamer Mitte
auf den Mündesee ausgestatten Wohnungen, wurde die
letzte Industriebrache im Altstadtgebiet und wesentlicher
Schwerpunkt des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes
des Jahres 2007 wieder einer tragfähigen Nutzung zugeführt.

Die Bedeutung der ehemaligen Brauerei samt Mälzerei und
Darre für die Stadt Angermünde zeigt sich nicht nur in der
städtebaulichen Strahlkraft des Objektes, sondern markiert
aufgrund der technikgeschichtlichen Relevanz beispielhaft
den Konzentrationsprozess in der Lebensmittelbranche um
1900.

Heute bietet der offene, mit Findlings-Kunstwerken besetzte
                                                                1 Stadtmauer mit Pulverturm 2 Franziskaner Klosterkirche
Raum vor dem Bauwerk eine ungestörte Sicht auf das
                                                                3 Alte Ratswaage 4 Rathaus, Prangeresel und Marktbrunnen
einstige Industriegebäude. Das Ensemble der ehemaligen
                                                                5 Martinskirche mit Martinsplatz 6 Mündesee-Promenade mit           Über den QR-Code gelangen Sie zu den
Mälzerei schafft somit einen räumlichen Kontrast an
                                                                Findlings-Skulpturen-Galerie 7 Burgruine 8 St. Marienkirche         Hörführungen der Stadt Angermünde.
der nordwestlichen Grenze des Sanierungsgebietes zur
                                                                9 St. Mariä Himmelfahrt 10 Heilig-Geist-Kapelle
ansonsten typischen geschlossenen Blockbauweise der
vorwiegend kleinteilig errichteten Altstadt.

Autor: Klemens Reimann, Stadt Angermünde
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FEBRUAR

  BAHNHOFSTRASSE 33/WESTSTRASSE 18, BEESKOW
Di       Mi        Do          Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo

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31.01. – 05.02. Winterferien
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BAHNHOFSTRASSE 33/                                                                                                           BEESKOW
WESTSTRASSE 18

Am 31. August 1839 erschien Ausgabe 1 des Beeskower                                                                          Der historische Stadtkern macht den besonderen Charakter
Wochenblattes. In der ganzen Welt passierten Neuigkeiten                                                                     Beeskows aus. Die mittelalterliche Bauweise der Stadt ist
und die Bürgerinnen und Bürger wollten über die Industrielle                                                                 noch deutlich erkennbar. Das Stadtzentrum ist auf drei Seiten
Revolution in der weiten Welt informiert werden. Mit der                                                                     mit der zu großen Teilen restaurierten Stadtmauer umgeben.
Zeitungsgeschichte und dem Entstehen von Druckereien hat                                                                     Liebevoll sanierte Häuser prägen das Bild rund um den
auch Beeskow eine kleine Industriekultur.                                                                                    Marktplatz. Die bereits von weitem sichtbare Sankt Marien-
                                                                                                                             kirche bildet den Mittelpunkt der Stadt und ist eine der
Um 1900 erbaute Richard Weniger an der Ecke Bahnhofstraße/                                                                   schönsten und größten Backsteinkirchen Brandenburgs. Vom
Mauerstraße ein prächtiges Gebäude für seine Druckerei                                                                       Turm der Burg Beeskow – dem Bergfried – hat man einen
»Druck und Verlag von R. Weniger«. Beim Magistrat setzte er                                                                  herrlichen Blick auf die Spreelandschaft.
durch, dass 32 Meter der alten Stadtmauerbefestigung vor
seinem Haus abgerissen wurden, um der Werkstatt mehr Licht                                                                   Autorin: Kerstin Müller, Sanierungsbeauftragte der Stadt Beeskow
zu verschaffen. Aber schon 1909 verkaufte er die Druckerei.

Danach gab es verschiedenste Nutzungen – zum Beispiel eine
Apotheke – und nach der Wende fand dort die Tourismuszen-
trale ihren Platz. Danach standen die Objekte Bahnhofstraße
33 und 34 jahrelang leer. Das Gebäudeareal war in Privat-
besitz und der Sanierungsbedarf sehr hoch. Nach Jahren der
Versuche, Investoren zu gewinnen, erwarb die Stadt Beeskow
die Objekte und beantragte Fördermittel, immer mit der
Hoffnung verbunden noch einen Investor zu finden. Es wurden
Städtebaufördermittel in Höhe von 1.305.000 Euro bewilligt.
2016 wurde der Beschluss gefasst, dass die Stadt selbst als
Bauherr agiert und 14 Wohneinheiten schafft. Das Ingenieur-
                                                                                                                                   TERMINE IM FEBRUAR
büro Dierk Müller wurde mit dem Projekt betraut. Um die
Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, wurde das Gebäude in der
                                                                                                                                   08.02.
Weststraße 18 mit eingebunden. Nach zweijähriger Bauzeit                                                                           »Geburtstag Eva Strittmatter – Gedenk- und Feierstunde«
erfolgte die Schlüsselübergabe an den Arbeiter-Samariter-                                                                          Strittmatter-Platz, Fontanestadt Neuruppin
Bund. Schon vor Fertigstellung der sanierten und mietgünstigen
Wohnungen war die Nachfrage hoch. Bei der Grundrisslösung
wurde auf Barrierefreiheit geachtet, ein hofseitiger Aufzug
erleichtert die Zugänglichkeit zu den Wohnungen.

Mit der Sanierung der Gebäude am nördlichen Eingangsbe-
reich in den historischen Stadtkern wurde auch die Berliner
Straße aufgewertet. Es waren die letzten Häuser in diesem
Straßenzug, die jetzt in einem freundlichen Grün erstrahlen
und in denen gern gewohnt wird.

Autorin: Kerstin Müller, Sanierungsbeauftragte der Stadt Beeskow

                                                                   1 Burg 2 Fischerkietz 3 St.-Marien-Kirche am Kirchplatz
                                                                   4 Fachwerkhaus Kirchgasse 2 5 Superintendentur                  Über den QR-Code gelangen Sie zu den
                                                                   6 Mittelalterliche Stadtmauer 7 Ehem. Mönchsherberge            Hörführungen der Stadt Beeskow.
                                                                   8 Luckauer Torturm 9 Reste der Wallanlagen
                                                                   10 Stadtbibliothek / Archiv
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MÄRZ

 TORFSTECHERHAUS, NEUE KIETZSTRASSE 18, KREMMEN
Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do

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TORFSTECHERHAUS,                                                                                                               KREMMEN
NEUE KIETZSTRASSE 18

Die Ackerbürgerstadt Kremmen stand nie exemplarisch für                                                                        Die mehr als 700 Jahre alte Ackerbürgerstadt Kremmen
eine Industriekultur und doch gab es industrielle Produktions-                                                                 in ihrem Spannungsfeld zwischen Stadt und Landschaft ist
stätten, wenn auch nur in geringem Ausmaß. Eine Form der                                                                       eingebettet in das landschaftlich einzigartig schöne und
industriellen Produktion beeinflusste das die Stadt Kremmen                                                                    naturkundlich besonders reiche Rhinluch. Die nahezu un-
umgebene Rhinluch maßgeblich: der Torfabbau. Im Oberen                                                                         berührte Landschaft bietet zahlreichen Tier- und Pflanzen-
Rhinluch, an dessen schmalster Stelle die Stadt Kremmen                                                                        arten Lebensraum. Das Alte zu erhalten und behutsam mit
liegt, bauten einst zeitgleich bis zu 1000 Mann den Torf ab. Im                                                                dem Neuen zu verbinden steht in dieser Region ganz oben.
Kremmener Volksmund wird unser »Denkmal des Monats« als                                                                        Vor den Toren Berlins bietet Kremmen all jenen, die sich vom
»Torfstecherhaus« benannt. Der Eigentümer Bertold Teske,                                                                       Lärm der Großstadt erholen wollen, beste Bedingungen:
seines Zeichens Bildhauer, der bis zu seinem Tod vor einigen                                                                   Wandern, Rad fahren, Laufen, Boot fahren auf dem Kremmener
Jahren hier lebte, betitelte sein Haus im Bau- und                                                                             See. Für historisch Interessierte gibt es Geschichte aus der
Sanierungsantrag ebenso.                                                                                                       schon einst im Handel und Handwerk prosperierenden Stadt
                                                                                                                               zu erkunden. Zum Beispiel am Kremmener Damm, früher die
Der Sanierung des Objektes, und hier ganz besonders der                                                                        einzige Furt durch das Moor, der für Ackerbürger,Torfstecher,
Außenfassade, gab Bertold Teske seine ganz persönliche                                                                         Reisende und auch für Krieger ein strategisch wichtiger
gestalterische Note. Sein privates und künstlerisches Leben                                                                    Handelsweg war. Kremmen hat heute 7765 Einwohner (Stand
war von einem tiefen religiösen Verständnis geprägt. So ist                                                                    08/2021). Die ältesten Häuser der historischen Altstadt sind
die Fassade gut sichtbar in charakteristischer Schrift mit                                                                     gut 320 Jahre alt und im Original zu bestaunen. Ebenso wie
religiösen Sinnsprüchen verziert. Bereits die Vorfahren des                                                                    das Scheunenviertel, welches für das Spannungsverhältnis
»Alten Fritz« hatten mit der Melioration, der Bodenverbes-                                                                     zwischen Metropole und Landschaft, modern und historisch
serung beginnen lassen, um landwirtschaftlich nutzbaren                                                                        steht, das es zu entdecken und zu erleben gilt.
Boden für die brandenburgischen Einwohner und die, die es
werden wollten, zu gewinnen. Nur mit ausreichend Ackerland                                                                     Autoren: Andrea Busse / Dr. Bert Lehmann, Stadt Kremmen
konnten die ehrgeizigen Siedlungsprojekte umgesetzt werden.
So wurden bereits unter dem großen Kurfürsten Friedrich
Wilhelm Gräben durch das Luch gezogen, um das Wasser
abzuleiten. Dabei bemerkten Arbeiter zum Beginn des
18. Jahrhunderts, dass der schwarze Boden, wenn er denn
getrocknet war, über einen guten Heizwert verfügte und so
begann der gewerbsmäßige Abbau des Torfes im Rhinluch.                                                                               TERMINE IM MÄRZ
Bis zu zehn Metern Dicke erreichten die Torfvorkommen, die
im Rhinluch abgebaut wurden. Bis zur Ablösung des Torfs                                                                              03.03.
                                                                                                                                     »Suern-Hansen-Markt im Rahmen des Wochenmarktes« /
durch Kohle war er der wichtigste Brennstoff zur Ziegel-                                                                             Altstadt, Rolandstadt Perleberg
herstellung und auch für die vielen Herdfeuer im nahen Berlin
unentbehrlich. 1787 genehmigte König Friedrich Wilhelm II.                                                                           05.–06.03.
                                                                                                                                     »Frühlings- und Ostermarkt« / Alte Posthalterei, Beelitz
den Bau des Ruppiner Kanals, dessen komplette Fertigstel-
lung im Jahr 1791 er nicht mehr erlebte. Der Bau des Kanals                                                                          13.03.
war zu einem ganz bestimmten Zweck vorangetrieben worden:                                                                            »Geburtstag Karl Friedrich Schinkel – Gedenk- und
                                                                                                                                     Feierstunde« / Schinkel-Denkmal, Kirchplatz, Fontanestadt
dem Transport von Torf und Ziegeln für das prosperierende                                                                            Neuruppin
Berlin. Somit ist der Ruppiner Kanal, unweit der Stadt
Kremmen, heute einer der ältesten Kanäle im Land Brandenburg,
der bis heute als Landeswasserstraße nutzbar ist. Der Torf-
abbau im gesamten Rhinluch fand ein jähes Ende, als günstige
Braun- und Steinkohle, die über einen besseren Wirkungs-
grad verfügten, den Markt dominierten. Die Torfstecher mussten
sich nach anderen Einnahmequellen umsehen. Für die Stadt
Kremmen sind gemäß Tauf-, Ehe- und Sterberegister der
evangelischen Kirche Skt. Nikolai etwa 20 königliche Torf-
inspektoren belegt. Der letzte seines Standes starb 1920. Ob
eventuell einer dieser Inspektoren in unserem »Torfstecher-
                                                                                                                                     Über den QR-Code gelangen Sie zu den
haus« lebte, lässt sich nicht belegen. Zu wünschen wäre es
                                                                                                                                     Hörführungen der Stadt Kremmen.
ihm gewesen, denn das Häuschen in seiner Ecklage und dem
hohen Nebengebäude wird zu allen Zeiten seinen Reiz gehabt
haben.                                                            1 Scheunenviertel 2 Die ältesten Häuser der Stadt,
                                                                  Dammstraße 3 Pfarrkirche St. Nikolai (1200) und Kirchplatz
Autorin: Andrea Busse, Stadt Kremmen                              4 Marktplatz 5 Rathaus (1841)
APRIL

  EHEMALIGE SEIFENFABRIK / LUISENFORUM, LANDESHAUPTSTADT POTSDAM
Fr      Sa       So      Mo       Di      Mi       Do       Fr      Sa      So       Mo      Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa

1       2        3       4        5        6       7        8       9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
11.04. – 23.04. Osterferien | 15.04. Karfreitag | 17.04. Ostersonntag | 18.04. Ostermontag
EHEMALIGE SEIFENFABRIK /                                           LANDESHAUPTSTADT
LUISENFORUM                                                        POTSDAM

Die Brandenburger Straße 5 war zunächst ein Brauereigrund-         Potsdam ist ein Ort mit einer mehr als 1000-jährigen Vergang-
stück. Die Brandenburger Straße 6 wurde ab 1751 durch die          enheit, der immer wieder im Blickpunkt deutscher Geschichte
Seifensiederei Nürrenbach genutzt. Die Gebrüder Nürrenbach         stand. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der histori-       TERMINE IM APRIL
erweiterten ab 1874 die Fabrik und bezogen das Grundstück          schen Innenstadt durch einen Luftangriff und Artilleriebeschuss
Brandenburger Straße 5 mit ein. Die Hofgebäude entstanden          1945 zerstört. Der Bereich der 2. Barocken Stadterweiterung
um 1900. Das Fabrikgebäude mit dem Schornstein wurde               war jedoch größtenteils von Kriegsschäden verschont geblie-       01.04.
1911 errichtet. Die Nürrenbachs waren die Hoflieferanten           ben. Hier entwickelte sich nach dem Krieg ein lebendiges          »Sternfahrt / Anradeln« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
und wurden in Gewerbezeitschriften des 19. Jahrhunderts            Stadtzentrum mit der Brandenburger Straße als Hauptein-
                                                                                                                                     01.04.
mehrfach wegen ihrer Qualität und dem guten Preis-Leis-            kaufsstraße.                                                      »Konzert Colosseum« / Kulturhaus Stadtgarten, Fontanestadt
tungs-Verhältnis lobend erwähnt. Nach dem Zweiten Welt-                                                                              Neuruppin
krieg übernahm die Otto Stumpf AG die Fabrik. Diese wurde          Das Objekt bildet neben den drei großflächigen Einzelhandels-
                                                                                                                                     02./09./16./23./30.04. um 14.30 Uhr
1951 zur DHZ Chemie verstaatlicht und später in DHZ Pharmazie      standorten im östlichen Bereich der Brandenburger Straße          »Einstündige Schnupper-Tour Altstadt« / Altstadt, Branden-
Potsdam umbenannt. Erhalten sind heute noch die Seiten-            als Gegenpol einen Einzelhandelsmagneten im westlichen            burg an der Havel
flügel aus Backstein und der Schornstein. In den Neubau für        Bereich. Damit wird die Einzelhandelsfunktion der gesamten
                                                                                                                                     03.04.
den heutigen großflächigen Einzelhandel sind Fassaden eines        Straße gestärkt. Baulich sind inzwischen fast alle Gebäude        »Waldmops-Führung« / Stadtkerne, Brandenburg an der Havel
weiteren Fabrikgebäudes integriert.                                modernisiert und instandgesetzt. Mit ihrer Mischung aus
                                                                   Einzelhandel und Gastronomie zieht die Brandenburger              03./10./17./24.04. um 11.00 Uhr
                                                                                                                                     »Einstündige Entdecker-Tour« / Neustadt und Dominsel,
Das Ensemble gehört zu den wenigen ehemals industriell             Straße Menschen aus Potsdam und der ganzen Region an.             Brandenburg an der Havel
genutzten Objekten in der Potsdamer Innenstadt. Die heutige
Nutzung ist dem Umfeld angepasst und birgt Raum für                Autorin beider Texte: Landeshauptstadt Potsdam                    09.–10.04.
                                                                                                                                     »14. Kunsthandwerkermarkt« / Altstadt Rheinsberg
innovative Einzelhandelskonzepte. So eröffnete dort beispiels-
weise im Herbst 2020 eines der ersten innerstädtischen                                                                               09.–10.04.
Planungsstudios des Möbelkonzerns IKEA – mit einem hybriden                                                                          »Tulpenfest im Holländischen Viertel« / Holländisches Viertel,
                                                                                                                                     Potsdam
Ansatz aus stationärem Verkauf und Onlinehandel.
                                                                                                                                     10.04.
Die Sanierung erfolgte in mehreren Schritten. Bei der ersten                                                                         »Tulpenfest« / LAGA-Park Luckau
Sanierung von 1994 bis 1999, mit der das Büro Geyser & Tschirley                                                                     14.04.–31.10.
Architekten betraut war, wurden unter Einsatz von Städtebau-                                                                         »Landesgartenschau« / Stadt Beelitz
fördermitteln maßgeblich die Fassaden nach Vorgaben des
                                                                                                                                     15.–16.04.
Denkmalschutzes hergerichtet. Im Jahr 2010 ging es darum,                                                                            »Einstündige Entdecker-Tour« / Neustadt und Dominsel,
einen Neubau für großflächigen Einzelhandel zu schaffen. Die                                                                         Brandenburg an der Havel
ausführenden Büros waren Axthelm Architekten aus Potsdam
                                                                                                                                     23.04.
und Stefan Lomb Architekten aus Berlin. Um die Fassaden                                                                              »10 Jahre Bibliothek im Kontor« / Bibliothek, Wittstock/Dosse
der Fabrikgebäude in dem verbleibenden engen Hof erlebbar
zu lassen, wurden erste Pläne einer bis an die gründerzeitli-                                                                        23.04.
                                                                                                                                     »Tag des Buches« / Bibliothek, Wittstock/Dosse
chen Seitenflügel anschließenden gläsernen Welle verworfen,
wurden das Obergeschoss mit reflektierenden Platten versehen,                                                                        Ende April
sodass sich die Altbauten darin spiegeln. Die Fassade wurde                                                                          »Antikmeile« / Potsdamer Innenstadt
freigestellt, indem ein 1960 errichteter Aufzug abgerissen
wurde.

Die Liegenschaft weist insgesamt eine bewegende Sanierungs-
geschichte auf. Nach der Wende begann zunächst eine Berliner
Firma das Objekt zu sanieren. Die Baumaßnahmen kamen
aber ins Stocken, als die Firma wegen anderer Projekte in
rechtliche Schwierigkeiten geriet. Ein Immobilienfonds über-       1 Freundschaftsinsel 2 Neuer Lustgarten 3 Altes Rathaus /
nahm die Immobilie und sanierte sie mit Städtebaufördermit-        Potsdam Museum 4 Nikolaikirche 5 Marstall / Filmmuseum
teln bis 1999 zu Ende. Der Schornstein wurde dabei etwas           6 Neuer Markt 7 Stadtkanal 8 Hiller-Brandtsche Häuser
gekappt. Es ist der einzige noch erhaltene Industrieschorn-        9 Wasserwerk 10 Brandenburger Tor 11 Zweite barocke
stein in der Potsdamer Innenstadt. Der Immobilienfonds             Stadterweiterung 12 Jägertor 13 Nauener Tor 14 Holländi-
wiederum musste Insolvenz anmelden und 2009/10 übernahm            sches Viertel 15 Haus der Brandenburgisch-Preußischen
die Deutsche Gewerbehaus AG die Immobilie. Ein 1998/99             Geschichte 16 Katholische Pfarrkirche St. Peter u. Paul
errichtetes Hofgebäude wurde abgerissen. Der Neubau für den        17 Französische Kirche 18 Russische Kolonie Alexandrowka
großflächigen Einzelhandel wurde von der Architektin Annette       19 Kirche des Heiligen Alexander Newski 20 Belvedere auf
Axthelm entworfen und im Dezember 2010 vom Gestaltungsrat          dem Pfingstberg 21 Neuer Garten mit Schloss Cecilienhof
bestätigt. 2014 wurde das »Luisenforum« in seiner heutigen         22 Park Babelsberg mit Schloss Babelsberg 23 Park Sanssouci
Form fertiggestellt.                                               mit Schloss Sanssouci 24 Landtag 25 Museum Barberini
MAI

  NEUES RATHAUS, SEESTRASSE 12, RHEINSBERG
So      Mo      Di      Mi       Do      Fr      Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di

1       2       3        4       5       6       7    8    9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
01.05. Tag der Arbeit | 26.05. Christi Himmelfahrt
NEUES RATHAUS,                                                                                                                                    RHEINSBERG
SEESTRASSE 12

Rheinsberg hat eine lange Tradition in der Herstellung kerami-
scher Erzeugnisse. Bis heute produzieren zwei Keramikmanu-
                                                                                                                                                  Die Stadt Rheinsberg, gelegen in der Brandenburgischen
                                                                                                                                                  Seenplatte, zählt zu den attraktivsten Reiseregionen des
                                                                                                                                                                                                                 TERMINE IM MAI
fakturen traditionelle und auch zeitgemäße Tonwaren, die im                                                                                       Landes Brandenburg. Hier findet man neben Historischem
In- und Ausland verkauft werden. Ursprung dieser Entwick-                                                                                         viel Natur, Kultur und Geschichte. Aktiver und passiver
lung ist das Gebäude an der Ecke Seestraße / Königstraße.                                                                                         Urlaub lassen sich wunderbar kombinieren. Hotels, Gasthäu-     14.04.–31.10.
1761 gründete hier ein Intendant des Prinzen Heinrich von                                                                                         ser und -stätten, Campingplätze, Fahrrad- und Kanuverleih,     »Landesgartenschau« / Stadt Beelitz
Preußen Rheinsbergs erste Fayence-Manufaktur, die erste                                                                                           Museen und natürlich das Rheinsberger Schloss laden zum
                                                                                                                                                                                                                 Mai
fabrikähnliche Einrichtung in Rheinsberg überhaupt.                                                                                               Besuch und zum Verweilen ein. Man kann wählen zwischen         »Sonderausstellung: Prignitzer Lebenskunst – Perleberger
                                                                                                                                                  der Einkehr in ein Restaurant, dem Besuch eines Biergartens    Kaufmannsfamilien. Ihr Erbe und Auftrag für Identität und
Von außen sah das Gebäude einer Villa ähnlich oder gar einem                                                                                      oder dem »Fischbrötchen auf die Faust«.                        Nachhaltigkeit« / Museum, Perleberg
kleinen Palais. Hinter den Mauern wurden jedoch Töpfe                                                                                                                                                            täglich Mai bis September
gedreht, glasiert und gebrannt. Der stattliche, marktseitige                                                                                      Mit knapp 8.000 Einwohnern gehört die Stadt zu den kleineren   »Einstündige Schnupper-Tour Altstadt« / Altstadt,
Mittelflügel hat tatsächlich nur eine Raumtiefe von 5,50 m.                                                                                       Gemeinden in Deutschland. In der Fläche ist sie allerdings     Brandenburg an der Havel
Hier befanden sich keine vornehmen Wohnräume, sondern                                                                                             richtig groß: Platz 15 der eingetragenen Gemeinden belegt      täglich Mai bis September 12.00 Uhr
stützenfreie, langgestreckte Werkstätten über zwei Geschosse.                                                                                     Rheinsberg.                                                    »Orgelmusik zum Mittag« / St. Katharinenkirche,
Im November 1786 arbeiteten etwa zwanzig Beschäftigte in                                                                                                                                                         Brandenburg an der Havel
der Fayence-Manufaktur, neben Tagelöhnern, Mühlenwärtern                                                                                          Autorin: Sigune Schmidt-Ulbrich, Stadt Rheinsberg              täglich Mai bis September
und Pferdeknechten, waren auch Spezialisten, wie Modelleure,                                                                                                                                                     »Einstündige Entdecker-Tour« / Neustadt und Dominsel,
Former, Dreher und Glasurer – Berufe, die jeder Rheinsberger                                                                                                                                                     Brandenburg an der Havel
kennt – dort beschäftigt. 1866, nach knapp 100 Jahren, war                                                                                                                                                       01.05.
es mit der Keramikproduktion an diesem Standort vorbei. Um                                                                                                                                                       »Waldmops-Führung« / Stadtkerne, Brandenburg an der Havel
1900 begann Rheinsberg seine touristischen Qualitäten zu
                                                                                                                                                                                                                 01.05.
entdecken. So wurde das Haus zu einem Hotel umgebaut.                                                                                                                                                            »Tour de Prignitz« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
Die marktseitige Tür linker Hand erinnert an die fast 50 Jahre
dauernde Nutzung des Hauses. Einige Jugendstiltapeten                                                                                                                                                            06.–08.05.
                                                                                                                                                                                                                 »30. Mai- und Hafenfest« / Seepromenade, Fontanestadt
konnten geborgen werden und die jetzige Raumaufteilung                                                                                                                                                           Neuruppin
stammt aus dieser Zeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde
das Gebäude als Altenpflegeheim genutzt, erst 2010 wurde                                                                                                                                                         07.05.
                                                                                                                                                                                                                 »offene Stadtführung« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
es freigezogen, da es ohne umfassende Sanierung nicht mehr                                                        Marstall
nutzbar war. Im Jahre 2012 begann dann die Sanierung, die                                                         Remise mit Touristinformation                                                                  14.05.
sich auf Grund von Hindernissen und Störungen finanzieller                                                                                                                                                       »Tag der Städtebauförderung«
                                                                                                                  Kavalierhaus und
und politischer Natur bis 2020 hinzog. Mit dem Vorhaben war                                                       Schlosstheater                                                                                 22.05.
der Architekt Peter Köster aus Rheinsberg beauftragt.                                                             Schloss
                                                                                                                                                                                                                 »30-jähriges Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft« /
                                                                                                                                                                                                                 alle 31 Städte mit historischen Stadtkernen
                                                                                                                  Historische Stadtmauer
Die wechselseitige Nutzungsgeschichte, insbesondere aber
                                                                                                                  Marktplatz
die letzten Sanierungsmaßnahmen 1986/87 haben dem Denk-
mal arg zugesetzt und viele Zeugnisse der ursprünglichen                                                          Wohnhaus, Mühlenstraße 22

Nutzung sind verlorengegangen. Bei der jetzigen Sanierung                                                         Triangelplatz mit

wurde daher großer Wert darauf gelegt, die letzten, nur noch                                                      Postmeilensäule

fragmentarisch erhaltenen Spuren im Gebäude sichtbar zu                                                           Kirchplatz

machen. Dazu gehören freigelegte Felder der historischen                                                          St. Laurentius-Kirche
Bohlendecke, deren vorgefundene Oberfläche nicht verändert                                                        Wohnhaus, Lange Straße 40
wurde, fachwerksichtige Wandpartien und Ofenachsen. Einige                                                        Wohnhaus, Kirchstraße 1
Dielenböden aus der Erbauungszeit konnten geborgen und
                                                                                                             13   Uferpromenade
– wenn auch an anderer Stelle – wiederverwendet werden.
In einem der Treppenhäuser konnte eine gesamte Fachwerk-
wand nebst Zimmertür erhalten bleiben. Die in den damali-
gen Werkstätten notwendigen Holzkonstruktionen wurden            Stadtverantwortlichen davon zu überzeugen, dass es notwen-                       1 Marstall 2 Remise mit Touristinformation 3 Kavalierhaus
bei der Sanierung freigelegt und befinden sich nun mitten        dig und wichtig wäre, wenn die Stadt ihre eigenen, durch                         und Schlosstheater 4 Schloss 5 Historische Stadtmauer
in einer der heutigen Teeküchen, was dem Unkundigen viel-        Leerstand gefährdeten Denkmäler möglichst schnell einer                          6 Marktplatz 7 Wohnhaus, Mühlenstraße 22 8 Triangelplatz
leicht etwas befremdlich vorkommt. Wo das nicht mehr ging,       neuen Nutzung – warum nicht als Rathaus – zuführen würde.                        mit Postmeilensäule 9 Kirchplatz 10 St. Laurentius-Kirche
wurden zumindest traditionelle Materialien verwendet: Lehm-      Nicht zuletzt hätte das große Vorbildwirkung auf die vielen                      11 Wohnhaus, Lange Straße 40 12 Wohnhaus, Kirchstraße 1
                                                                                                                                                                                                                 Über den QR-Code gelangen Sie zu den
putze, Kalkfarben, geseifte Dielenböden, Ziegelpflaster. Die     Hausbesitzer im Denkmalbereich, die oft unter erheblichen                        13 Uferpromenade
                                                                                                                                                                                                                 Hörführungen der Stadt Rheinsberg.
Dächer wurden mit zweitverwendeten Biberschwänzen gedeckt.       Auflagen ihre Gebäude in Stand zu setzen versuchen. Der
                                                                 Gedanke konnte sich durchsetzen, wenn es auch sehr, sehr
Erste Überlegungen zum Sanierungsprojekt gab es bereits          lange gedauert hat.
Mitte der 1990er Jahre als eine Art Gegenentwurf zu dem
damals geplanten Neubau eines Rathauses. Kulturinteres-          Autor:in: Peter Köster, Architekt
sierte, Restauratoren und Architekten versuchten damals die      Anja Holtz-Baumert, Stadt Rheinsberg
JUNI

  KARL-MARX-STRASSE 9/10, PERLEBERG
Mi      Do      Fr      Sa       So     Mo     Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do

1       2       3        4       5       6     7    8    9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
05.06. Pfingstsonntag | 06.06. Pfingstmontag
KARL-MARX-STRASSE 9/10                                          PERLEBERG

Das stadtbildprägende Wohn- und Geschäftshaus steht im          Perleberg erlitt während des Dreißigjährigen Krieges eine
                                                                                                                                  TERMINE IM JUNI
Stadtzentrum von Perleberg innerhalb des Sanierungsgebie-       verheerende Zerstörung und den 90-prozentigen Verlust der
tes »Historischer Altstadtkern« und im »Bereich des flächen-    Bevölkerung. Vier Jahrhunderte danach ist man stolz auf die
haften Bodendenkmals mittelalterlicher/frühneuzeitlicher        erhaltene und sanierte Bausubstanz, die viele Einwohner           14.04.–31.10.
Stadtkern von Perleberg«, es ist Teil des Denkmalbereiches      unmittelbar nach der Friedlichen Revolution 1990 nicht zu         »Landesgartenschau« / Stadt Beelitz
der Altstadt. In direkter Nähe befinden sich die Stadtmauer     schätzen wussten. Erst Förderprogramme boten die Anschub-         Anfang Juni
und das alte Postamt unweit von Rathaus und Kirche ent-         finanzierung, auch private Investitionen im historischen Stadt-   »Böhmische Tage« / Potsdam-Babelsberg
fernt. Das Gebäude gehört zur Karl-Marx-Straße und besteht      kern bzw. in neu ausgewiesene Wohn- und Gewerbegebiete
                                                                                                                                  Juni
aus einem Vorderhaus mit Erdgeschoss und zwei Oberge-           zu tätigen. Gerettet wurden somit zahllose mehrhundertjährige     »Sonderausstellung: Prignitzer Lebenskunst – Perleberger
schossen sowie einem Dachgeschoss mit Satteldach. Die Vor-      Gebäude, geschaffen wurden Lebensräume und Lebensqualität.        Kaufmannsfamilien. Ihr Erbe und Auftrag für Identität und
derfassade ist im Bereich des zweiten Obergeschosses zu-        Die aktuelle Frage bleibt aber auch nach 30 Jahren Städte-        Nachhaltigkeit« / Museum, Perleberg
sätzlich als Mansarddach ausgebildet. Das Gebäude ist voll      bausanierung bestehen, wie passt sich der Stadtkern verän-        täglich Mai bis September 12.00 Uhr
unterkellert. Zum Gebäude gehörten einst ein Seitenflügel       derten Lebensgewohnheiten, Erwartungen und Ansprüchen             »Orgelmusik zum Mittag« / St. Katharinenkirche,
sowie Fabrikanlagen, die bereits vor der Sanierung 2015         an, um lebendig zu bleiben. In die Wertschätzung von Men-         Brandenburg an der Havel
abgerissen wurden. Mit seiner exponierten Lage als Wohn-        schen, die Wahrnehmung ihrer Kompetenzen und Bedürfnisse          täglich Mai bis September
und Geschäftshaus erfährt der Bereich der Karl-Marx-Straße      scheint sich die neue Ausrichtung sozialer Gemeinschaftsar-       »Einstündige Entdecker-Tour« / Neustadt und Dominsel,
eine außerordentliche städtebauliche und stadtgestalterische    beit in der Zukunft zu lohnen, wofür ein historischer Stadtraum   Brandenburg an der Havel
Aufwertung.                                                     unendliche Möglichkeiten bietet.                                  täglich Mai bis September
                                                                                                                                  »Einstündige Schnupper-Tour Altstadt« / Einstündige
Belebt wird das sanierte Wohn- und Geschäftshaus im Wesent-     Autorin: Stadt Perleberg                                          Schnuppertour Altstadt
lichen durch seine Mieter:innen und erfährt mit einer Psycho-                                                                     03.–05.06.
therapeutischen Praxis sowie einer Praxis für Physiotherapie                                                                      »Spargelfest« / Beelitzer Altstadt
und der PEBB zwei GmbH (Unternehmen für zeitnahe beruf-
                                                                                                                                  04.06.
liche Wiedereingliederung von Rehabilitand:innen) darüber                                                                         »offene Stadtführung« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
hinaus auch eine wichtige soziale Komponente für die Stadt.
                                                                                                                                  05.06.
                                                                                                                                  »Waldmops-Führung« / Stadtkerne, Brandenburg an der Havel
Die GWG Wohnungsgesellschaft mbH Perleberg/Karstädt ist
Eigentümerin des Gebäudes und hat mit der Sanierung,                                                                              10.–12.06.
für die circa 536.500 Euro Städtebaufördermittel eingesetzt                                                                       »Sabinchenfest« / Marktplatz, Treuenbrietzener Altstadt
wurden, ein wichtiges städtebauliches Ziel im Denkmal-                                                                            17.–19.06.
schutzbereich der Stadt Perleberg erreicht und einen großen                                                                       »Havelfest« / Stadtfest an den Ufern der Havel,
Missstand beispielgebend saniert und belebt. Mit der Sanie-                                                                       Brandenburg an der Havel
rung war das Architekturbüro Klaus Röpke aus Perleberg                                                                            21.06.
betraut.                                                                                                                          »Fête de la Musique« / u.a Potsdamer Innenstadt, Altstadt
                                                                                                                                  Wittstock/Dosse
Autorin: Julia Fitzer, Stadt Perleberg                                                                                            24.06.
                                                                                                                                  »Premiere 13. Sommertheatertournee in historischen Stadt-
                                                                                                                                  kernen« / Burghof Burg Eisenhardt, Bad Belzig

                                                                                                                                  23.06.
                                                                                                                                  »Konzert Marky Ramone« / Kulturhaus Stadtgarten,
                                                                                                                                  Fontanestadt Neuruppin

                                                                                                                                  26.06.
                                                                                                                                  »OTTMA Oldtimer-Teile-Trödel-Markt« / Schlosspark und
                                                                                                                                  Schlossruine, Dahme/Mark

                                                                1 Roland 2 Rathaus 3 St. Jacobi-Kirche (13.–15. Jh.)
                                                                                                                                  Über den QR-Code gelangen Sie zu den
                                                                4 Stadtmauer 5 Museum 6 Fachwerkhaus am Schuhmarkt
                                                                                                                                  Hörführungen der Stadt Perleberg.
                                                                7 Kino 9 Gymnasium 10 Wallgebäude

                                                                Außerhalb des historischen Stadtkerns: Oldtimer-Museum,
                                                                Wilsnackerstraße 12
JULI

  EHEMALIGE DRUCKEREI BUCHBINDER, FONTANESTADT NEURUPPIN
Fr      Sa     So      Mo      Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So

1       2       3      4       5    6    7    8    9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
07.07. – 20.08. Sommerferien
EHEMALIGE DRUCKEREI                                               DIE FONTANESTADT
BUCHBINDER                                                        NEURUPPIN
                                                                                                                                  TERMINE IM JULI

Nach dem Stadtbrand von 1787, der große Teile der histori-        Die Fontanestadt Neuruppin hat seit 1990 einen beispielhaften   Juli
schen Altstadt vernichtet hat, wurde um 1790 das Wohnhaus         Wandel durchlaufen: Bürgerinnen und Bürger arbeiten heute       »13. Sommertheatertournee in historischen Stadtkernen«
Friedrich-Engels-Straße 26 errichtet. Es wurde gewisser-          in modernen Verwaltungseinrichtungen und Gewerbegebie-          14.04.–31.10.
maßen in einem städtischen Entwicklungsgebiet, außerhalb          ten, wo über drei Jahrhunderte das Militär maßgebend war.       »Landesgartenschau« / Stadt Beelitz
der mittelalterlichen Stadtmauer, die ebenfalls beim Stadt-
                                                                                                                                  Juli
brand zerstört wurde, erbaut.                                     Heute stehen Natur und Urbanität im Einklang. Das kulturelle    »Sonderausstellung: Prignitzer Lebenskunst – Perleberger
                                                                  und städtebauliche Erbe der Fontanestadt und ihre Funktion      Kaufmannsfamilien. Ihr Erbe und Auftrag für Identität und
In den Jahren 1877 und 1899 wurden im Hof massive Seiten-         als überregionales Zentrum für Bildung und Gesundheit sind      Nachhaltigkeit« / Museum, Perleberg
gebäude angebaut. In diesem Zuge erfolgte auch 1899 die           die Säulen, auf denen sich die Kreisstadt noch erfolgreicher    täglich Mai bis September 12.00 Uhr
Erbauung des Druckereigebäudes durch Maurermeister                entwickeln wird. Die Gründung der Medizinischen Hochschule      »Orgelmusik zum Mittag« / St. Katharinenkirche,
Lindemann für die 1860 gegründete Druckerei Buchbinder.           Brandenburg »Theodor Fontane« im Jahr 2014 stellte einen        Brandenburg an der Havel
Diese gehörte neben Gustav Kühn und Oehmigke & Riemen-            bedeutenden Schritt auf diesem Weg dar. Mit ihrer malerischen   täglich Mai bis September
schneider zu den Herstellern der über die Stadtgrenze hinaus      Lage am längsten See Brandenburgs und ihren nach Norden         »Einstündige Entdecker-Tour« / Neustadt und Dominsel,
bekannten Neuruppiner Bilderbogen. Neben der Tuchfabrika-         weit ausgedehnten Wäldern und Heidelandschaften ist die         Brandenburg an der Havel
tion stellten die Neuruppiner Bilderbogen ein Aushängeschild      Fontanestadt nicht nur touristisch ein Magnet. Neuruppin ist    01./08./15./22./29.07.
der sich aus dem Handwerk entwickelnden Industrie in              eine lebens- und liebenswerte Stadt für Familien und alle       »Nachtwächter Rundgang« / Stadtkerne, Brandenburg an
Neuruppin dar. Später wurde es als Lager eines Sanitärgroß-       Generationen – in greifbarer Nähe zu Berlin.                    der Havel
händlers genutzt. Kurzeitig diente es auch als Ausstellungs-                                                                      02.07.
raum für zeitgenössische Kunst.                                   Autorin: Fontanestadt Neuruppin                                 »offene Stadtführung« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg

                                                                                                                                  03./10./17./24./31.07.
Bei dem Druckereigebäude handelt es sich um einen Sicht-                                                                          »Waldmops-Führung« / Stadtkerne, Brandenburg an der Havel
ziegelbau mit Sheddächern. Es ist das einzig noch erhaltene
Gebäude dieser Art in Neuruppin. Ein größeres Werksgebäude                                                                        09.07.
                                                                                                                                  »Kahnnacht« / Rund um den Stadtgraben, Luckau
ähnlicher Bauart im Bereich der ehemaligen Feuerlöschge-
rätewerke wurde vor wenigen Jahren abgebrochen. Um im                                                                             25.–26.07.
Zuge der Umnutzung als Wohnraum Zugänge zum neu einge-                                                    Gerhart                 »Kunst- und Handwerkerfest« / Landesgartenschaugelände,
                                                                                                                                  Beelitz
zogenen Obergeschoss schaffen zu können, war die Erneue-
rung des Dachstuhls erforderlich. Während die ursprüngliche                                                                       29.07.–06.08.
Sheddachkonstruktion aus Stahl bestand, ist die aktuelle                                                                          »Lotte Lehmann Woche« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
Dachkonstruktion in Holzbauweise errichtet. Zusätzlich wurde                                                                      30.07.
ein Lichthof mit umlaufendem Flurbereich geschaffen, von                                                                          »Erlebnisnacht Potsdam« / Potsdamer Innenstadt
dem aus die Bewohnerinnen und Bewohner mittels Aufzug
ihre Wohnungen im Obergeschoss barrierefrei erreichen
können. Während es sich bei dem Hauptgebäude Friedrich-
Engels-Straße 26 um ein Einzeldenkmal handelt, ist das
ehemalige Druckereigebäude selbst kein Einzeldenkmal. Der
damalige alleinige Eigentümer Dr. Ulrich Kaatzsch hat die
Sanierung mit eigenen Mitteln in den Jahren 2012 bis 2013
durchgeführt. Eine Unterstützung durch Städtebaufördermit-
tel erfolgte nicht.

Das Gebäude selbst mit seinen 16 Eigentumswohnungen ist
ein Zeugnis und ein Vorbild der städtischen Entwicklung von
der industriellen Nutzung hin zum barrierefreien Wohnraum
in der grünen Mitte.
                                                                  1 Pfarrkirche St. Marien (heute Kulturkirche) 2 Schinkel-
Da sich das Gebäude im Blockinnenbereich befindet, der sonst      denkmal 3 Fontane-Geburtshaus (heutige Löwen-Apotheke)
nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, soll im Rahmen der   4 Altes Gymnasium 5 Schulplatz mit Denkmal Friedrich
Reihe »Denkmal des Monats« das Entwicklungspotenzial von          Wilhelm II. 6 Fontane Therme 7 Predigerwitwenhaus (1736)
Hofgebäuden zur Stärkung des Wohnungsstandortes Innen-            8 Siechenhauskapelle St. Laurentius 9 Klosterkirche
stadt aufgezeigt werden.                                          St. Trinitatis 10 Seepromenade mit Parzivalskulptur
                                                                  11 Rathaus 12 Fontanedenkmal (1907) 13 Museum Neuruppin
Autor:in: Michael Bake, Sanierungsträger DSK,                     14 Tempelgarten mit Apollotempel 15 Wallanlagen
Fontanestadt Neuruppin
AUGUST

  HISTORISCHER SCHWIMMDAMPFBAGGER, BRANDENBURG AN DER HAVEL
Mo      Di      Mi     Do      Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi   Do   Fr   Sa   So   Mo   Di   Mi

1       2       3      4       5    6    7    8    9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31
07.07. – 20.08. Sommerferien
HISTORISCHER                                                   BRANDENBURG AN DER HAVEL
SCHWIMMDAMPFBAGGER
                                                                                                                                 TERMINE IM AUGUST
Der Schwimmdampfbagger mit Rammvorrichtung (Dampf-             Brandenburg an der Havel galt als bedeutende Industriestadt,
ramme) ist wegen seiner besonderen technik-, verkehrs- und     bekannt vor allem für die Fahrrad-, Spielwaren- und Auto-
wirtschaftsgeschichtlichen Bedeutung seit 1997 als techni-     industrie sowie als zweitgrößter Stahlstandort der DDR.
                                                                                                                                 August
sches Denkmal geschützt. Er wurde 1903 von der Firma           Bedeutende Erwerbzweige bereits im Mittelalter waren ein          »13. Sommertheatertournee in historischen Stadtkernen«
Menck & Hambrock in Hamburg-Altona als auf einem Schwimm-      groß angelegtes Brauereiwesen mit mehr als 250 Braustel-
prahm fest montierter Dampfbagger unter der Fabriknummer       len, die Schumacherei und vor allem das Tuchmacherhand-           14.04.–31.10.
                                                                                                                                 »Landesgartenschau« / Stadt Beelitz
3262 erbaut und war von vornherein so konstruiert, dass        werk. Bis weit ins 19. Jahrhundert waren hier hunderte von
eine Umrüstung als Dampframme möglich war. Der ehemals         Webermeistern, Gesellen, Spinnern, Färbern und Walkern            29.07.–06.08.
teilweise hölzerne Prahm wurde um 1973 durch einen stäh-       tätig, zunächst im Hausgewerk, später auch in kleinen             »Lotte Lehmann Woche« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
lernen Prahm, eine sogenannte Spülschute, ersetzt. Bereits     Tuchfabriken. Neben dem oft noch am heimischen Webstuhl           August
um 1912 erwarb die in der Stadt Brandenburg an der Havel       ausgeübten Handwerk steigerten seit Mitte des 19. Jahrhun-        »Sonderausstellung: Prignitzer Lebenskunst – Perleberger
ansässige Schiffswerft Fritz und Otto Mette das Gerät. Die     derts mechanische Webstühle und Dampfmaschinen den                Kaufmannsfamilien. Ihr Erbe und Auftrag für Identität und
                                                                                                                                 Nachhaltigkeit« / Museum, Perleberg
Werft war auf die Bergung havarierter Schiffe spezialisiert.   Ausstoß. Nach der großen Textilkrise von 1866 wurde die
Durch die ergänzende Ausrüstung des Baggers mit einem          Wirtschaft nahezu flächendeckend auf industrielle Metall-         05./12./19./26.08.
Rammbär und einer Ziehrute konnte das Gerät nicht nur als      verarbeitung umgestellt. Mit dem Einbruch der industriellen       »Nachtwächter Rundgang« / Stadtkerne, Brandenburg
                                                                                                                                 an der Havel
Bagger und Kran, sondern auch als Ramme und zum Ziehen         Wirtschaft ab 1990 musste sich die Stadt Brandenburg an der
von Pfählen eingesetzt werden.                                 Havel einem umfassenden und tiefgreifenden Strukturwandel         06.08
                                                               stellen, den sie in den letzten 30 Jahren erfolgreich vollzogen   »offene Stadtführung« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
Der Prahm besitzt keinen eigenen Antrieb. Auf dem Heck ist     hat.                                                              07./14./21./28.08.
auf einem Drehkranz der Oberwagen montiert, der den Kessel                                                                       »Waldmops-Führung« / Stadtkerne, Brandenburg
und den Maschinenteil mit Dampfmaschine, Baggerwinde           Autor: Dr. Joachim Müller, Stadt Brandenburg an der Havel         an der Havel
und Drehwerk trägt. Zudem trägt der Prahm die charakteris-                                                                       08.–28.08.
tischen stählernen Aufbauten zur Unterkunft der Bedien-                                                                          »Lotte Lehmann Akademie« / Altstadt, Rolandstadt Perleberg
mannschaft und Unterbringung der technischen Hilfsmittel.
                                                                                                                                 12.–14.08.
                                                                                                                                 »Weinfest« / Rosengarten und Schulplatz,
Durch seine Multifunktionalität war der dampfbetriebene,                                                                         Fontanestadt Neuruppin
schwimmende Universalbagger bestens geeignet für den Ein-
                                                                                                                                 13.08.
satz zum Ausbau und zur Unterhaltung von Binnenwasser-                                                                           »Open Air Gallery« / Bleichwall, Wittstock/Dosse
straßen bzw. allgemeine Wasserbau- und Bergearbeiten. Seit
seiner Indienststellung war er bis Anfang der 1990er Jahre,                                                                      Mitte August
                                                                                                                                 »Höfefest in der Altstadt« / Bewohner öffnen Höfe,
zuletzt bei der PGH Wasserbau, in Betrieb. Aufgrund der                                                                          Brandenburg an der Havel
Liquidation der PGH Wasserbau 1997 wurden der Schwimm-
dampfbagger »RAWA 02« und die dazugehörige Schute                                                                                20.08.
                                                                                                                                 »Altstadtfest« / Marktplatz, Uebigau
»RAWA 06« durch die Stadt Brandenburg erworben, um dieses
einzigartige technische Denkmal zu bewahren. Im Ergebnis                                                                         27.–28.08.
einer Revision 2012 wurde aufgrund starker Korrosionsschä-                                                                       »Stadtfest« / Altstadt Wittstock/Dosse
den ein erheblicher Instandsetzungsbedarf an beiden Schiffs-                                                                     27.–28.08.
körpern festgestellt, der eine sehr aufwändige Sanierung und                                                                     »Jazzfest« / Brandenburg an der Havel
teilweise Erneuerung der Außenhaut erforderlich machte, um
                                                                                                                                 28.08.
die Schwimmfähigkeit wiederherzustellen. Dies gelang 2014                                                                        »Fest der Kulturerben« / Potsdamer Mitte
mit Unterstützung des Bundes. Seither wird die weitgehend
original erhaltene Maschinen- und Dampftechnik schrittwei-
se ertüchtigt. Leider ergab eine Kesselprüfung durch den TÜV
2014, dass insbesondere wegen der Wanddickenminderung
des Mantels weder eine Inbetriebnahme noch die Reparatur
des Kessels möglich waren, so dass für den angestrebten
Schaubetrieb der Dampftechnik zwingend der Nachbau des
historischen Kessels notwendig wurde. Mit der finanziellen
Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, priva-     1 Jakobskapelle 2 Steintorturm 3 Stadtmauer, Wall- und Graben-
ter Spender und Sponsoren und großem ehrenamtlichen            zone 4 St. Katharinen, Pfarrkirche der Neustadt 5 Cultur
Engagement des Vereins »Historischer Hafen Brandenburg         Congress Centrum 6 St. Johanniskirche 7 Slawendorf
an der Havel e.V.« konnte die Mechanik inzwischen weitge-      8 St. Nikolaikirche 9 Aussichtsturm Friedenswarte 10 Plauer
hend repariert werden und ein originalgetreuer Kesselnach-     Torturm 11 Museum im Frey-Haus 12 Altstädtisches Rathaus
bau erfolgen. Gemeinsames Ziel bleibt es, die historische      13 Rathenower Torturm 14 St. Gotthardt, Pfarrkirche der
Dampftechnik hoffentlich bald Interessierten im Rahmen         Altstadt 15 Sumpfzypressenreihe 16 Dom St. Peter und Paul
eines Schaubetriebes zugänglich machen zu können.              17 St. Petrikapelle 18 Mühlentorturm 19 St. Paulikloster,
                                                               Archäologisches Landesmuseum Brandenburg
Autorin: Katrin Witt, Stadt Brandenburg an der Havel
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