Wood K plus entwickelt Materialien für hochbelastbare Bauteile aus dem 3D-Drucker Neue Wege der Ligninnutzung erforscht - Erfolgreicher Abschluss ...
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Wood K plus entwickelt Materialien für hochbelastbare
Bauteile aus dem 3D-Drucker
Neue Wege der Ligninnutzung erforscht – Erfolgreicher
Abschluss des Projektes SmartLi
Gestartet: Strategisches Grundlagenprojekt für
Hochleistungsmaterialien aus nachwachsenden
Rohstoffen
Feierlicher Startschuss für SusBind
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 1Wood K plus entwickelt Materialien
für hochbelastbare Bauteile
aus dem 3D-Drucker
Bericht: Andreas Haider, Jürgen Leßlhumer
Im europäischen Forschungsprojekt „3D- Zur Umsetzung der Ziele werden zwei Ansätze
CFRP“ (Additive Manufacturing of verfolgt. Einerseits sollen die
Continuous Fibers Reinforced Polymer Endlosverstärkungsfaser (z.B. Carbon- und
Cellulose-/Naturfasern) sowie die Kunststoff-
Composite Materials for High Performance Filamente im Druckkopf des 3D-Drucker
Structural Applications) erforscht Wood K zusammengeführt werden (Beispiel siehe
plus gemeinsam mit Industriepartnern und Abbildung 1). Anderseits sollen Kunststoff-
Universitäten neue, innovative Materialien Filamente, die bereits die
und Technologien zur Herstellung von Endlosverstärkungsfasern enthalten, entwickelt
Bauteilen für Strukturanwendungen. werden.
Endlosfaser-verstärkte Composite-Bauteile für
spezifische Industrien (Luft- und Raumfahrt,
Automotive, Wind-Energie etc.) werden in
aufwändigen und lohnintensiven
Verarbeitungsverfahren hergestellt. Zu nennen
wären Handlaminier-, Wickel- und
Harzinjektionsverfahren (z.B. RTM – Resin
Transfer Moulding). Die so hergestellten
Bauteile basieren zumeist auf Harzen, welche
einen Aushärteprozess benötigen. Abb. 1: 3D-gedruckte Strukturbauteile aus CFRP
(Quelle: ANISOPRINT)
Ziel des EU-Projektes „3D-CFRP“ ist es, die
Produktionskette für Strukturbauteile aus CFRP Wood K plus (Projektleiter und wissen-
durch den Einsatz der additiven schaftlicher Partner) entwickelt sowohl das
Fertigungstechnologie Material Extrusion (FFF Prozess-Know-how für die Filament-Herstellung
– Fused Filament Fabrication) zu vereinfachen (mit und ohne Verstärkungs-faser) als auch
bzw. zu verkürzen. Dadurch würden beispiels- Rezepturen für eine verbesserte Haftung
weise keine vorimprägnierten Halbzeuge (sog. zwischen Kunststoff-Filament und Endlosfaser.
Prepregs) sowie komplexe und teure Die Verarbeitung im 3D-Druck bedingt auch die
Werkzeuge und Harzinjektionssysteme mehr Bestimmung von Daten (Material und Prozess)
benötigt. für die Simulation des Druckprozesses und
gedruckter Bauteile. Dazu wird am Institut für
Zu beachten sind dabei aber die aktuell Polymer Extrusion und Compounding der JKU
existierenden Einschränkungen im Bereich von Linz (AUT) der 3D-Druckprozess modelliert
3D-gedruckten Kunststoff-Bauteilen. Diese sind sowie simuliert (auf Basis ermittelter
verfügbare Materialien und Technologien sowie Materialkennwerte). Die Charakterisierung der
Schichthaftung, Anisotropie und 3D-gedruckten Strukturbauteile wir am Institut
Materialperformance. In der FFF-Technologie für Konstruktiven Leichtbau der JKU Linz (AUT)
werden hauptsächlich unverstärkte Kunststoffe sowie an der Litauischen Technischen
eingesetzt. Je nach Anwendung werden Universität Kaunas (LTU) durchgeführt. Die
diskontinuierliche Füllstoffe wie Kurzfasern oder Firma PRIME aerostructures (AUT) wird ihr
Partikel zur Verbesserung von Eigenschaften Know-how im Bereich der Simulation von
eingesetzt. Diese sind jedoch um ein Vielfaches Strukturbauteilen und der 3D-Druck Simulation
niedriger als die zu erwartenden Kennwerte von einbringen. HAGE (AUT) sowie Karfidov Lab
CFRP-basierten Bauteilen.
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 2LLC (RUS) sind als Know-How-Träger für die Das dreijährige Projekt mit einem Projektbudget
Entwicklung der Drucker zuständig. von etwa € 1,3 Mio. wird von der
Komplettiert wird das Projektteam durch Österreichischen Forschungs-
PRIREVO (AUT), einem jungem und förderungsgesellschaft FFG gefördert.
dynamischen Unternehmen im Bereich 3D-
Druck.
Abb. 2: Kick-Off-Meeting in Moskau mit allen Projektpartnern (Quelle: IKL)
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 3Neue Wege der Ligninnutzung erforscht –
Erfolgreicher Abschluss des Projektes
SmartLi
Bericht: Pia Solt, Erik van Herwijnen und Miriam Lettner
Wien/Helsinki, Juni 2018. Im Rahmen des Klebstofftechnologien“ beschäftigt sich
EU-Projektes SmartLi stand in den letzten erfolgreich mit der Entwicklung ligninbasierter
drei Jahren ein Nebenstrom der Papier- und Phenolformaldehyd-Klebstoffe (PF) für den
Einsatz in Holzwerkstoffe. Das Team MAIF
Zellstoffindustrie im Fokus der Forschung: leitete das Arbeitspaket zur ökonomischen und
Lignin. Wood K plus war in dem dreijährigen ökologischen Bewertungen der neu
Forschungsprojekt mit zwei Teams vertreten. entwickelten Prozesse und Produkte
Neben der erfolgreichen Entwicklung neuer
Lignin-basierten Phenolformaldehyd- Der Weg: Neue Technologien und Produkte
Klebstoffe durch das Team „Neue SmartLi fand seinen erfolgreichen Abschluss im
Klebstofftechnologien“, wurde die gesamte Juli 2018. In der dreijährigen Projektlaufzeit
konnte gezeigt werden, dass bis zu 70%
Technologie- und Produktentwicklung mittels Phenol in PF Harzen durch Lignin substituiert
ökologische und ökonomische Bewertungen werden kann, ohne dabei Festigkeitseinbußen
durch das Team „Marktanalyse und zu erhalten. Hierbei wurden unterschiedliche
Innovationsforschung“ (MAIF) begleitet. Ligninaufschlussverfahren getestet und an den
Durch technologische Weiterentwicklung und finalen Klebstoffeigenschaften verglichen.
prozessbegleitende Bewertungen konnte Im Zuge der prozessbegleitenden Bewertung
Wood K plus einen wesentlichen Beitrag zur führte das Team MAIF ein Life Cycle
Assessment (LCA) durch um die neuen
zukünftigen Ligninnutzung leisten. Technologien und Produkte systematisch
hinsichtlich ihrer Umwelteigenschaften
Der Start: Stoffliche Nutzung von Lignin bewerten zu können. Um die Bewertung dieser
Seit Jahren wird über die Nutzung von Lignin – Aspekte bereits während der R&D zu
ein Nebenprodukt der Papier- und berücksichtigen, wurde ein, in die Entwicklung
Zellstoffindustrie diskutiert. Die chemische integrierter und iterativer Ansatz entwickelt.
Struktur von Lignin bietet dabei einen Dadurch konnte die Entwicklung von
vielversprechenden Ersatzstoff für Labormaßstab bis hin zur Pilotphase verfolgt
erdölbasierter Materialien und Produkte, und und bewertet werden. Wie sich beispielsweiße
bietet dadurch eine Vielzahl an die neuen lignin-basierten PF Klebstoffe im
Anwendungsmöglichkeiten. Bis heute konnte
Vergleich zu herkömmlichen Phenolharzen
das Potenzial von Lignin für Anwendungen schlagen wird aktuell innerhalb einer
jenseits der Energiegewinnung noch nicht Projektpartnerübergreifenden Publikation
vollständig genutzt werden. Um diesen Zustand behandelt (Abbildung 5 [a]). Neben der
zu ändern, wurde 2015 das EU-Projekt ökologischen Bewertung wurde ebenfalls eine
„SmartLi“ (Smart Technologies for the ökonomische Bewertung durchgeführt.
Conversion of Industrial Lignin into Sustainable Während sich die Bewertung der neuen
Materials) gestartet. 13 internationale Partner Technologien auf die potenziellen Kosten
aus Forschung und Industrie arbeiteten drei konzentrierte, zielte die Bewertung der neuen
Jahre an der Entwicklung von Produkte primär auf die Identifikation
Aufbereitungstechnologien und potentieller Barrieren und Anreize der
Anwendungsmöglichkeiten für technische Innovationsdiffusion ab. Hierzu wurden neue
Lignine. Wood K plus war mit dem Bereich Methoden aus der traditionellen Marktforschung
Massivholz & Holzverbundwerkstoffe in Tulln mit technologievorausschauenden Methoden
sowie dem Team Marktanalyse & verknüpft, um spezifische Anreize und
Innovationsforschung (MAIF) im Projekt gleich Barrieren für die Einführung der neuen
zwei Mal vertreten. Das Team „Neue ligninbasierten Produkte auf den Markt
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 4aufzuzeigen. Darüber hinaus wurden Manuskripte sind eingereicht, an zwei wird
verschiedene Stakeholdergruppen entlang der aktuell gearbeitet und eine weitere Publikation
neuen Wertschöpfungskette in die techno- ist noch geplant. Wood K plus konnte des
ökonomischen Bewertungen miteinbezogen. Weiteren die Ergebnisse des SmartLi Projekts
Durch diesen Ansatz war es möglich bereits im Zuge von 17 Vorträgen einem breiten
während der Entwicklungsphasen die Publikum aus der Wissenschaft und Industrie
verschiedenen Perspektiven der Stakeholder vorstellen. Neben dem wissenschaftlichen
zu erfassen und mögliche Erfolg, den dieses Projekt mit sich bringt, hat
Informationsasymmetrien im Innovations- auch die enge, länderübergreifende
prozess aufzuzeigen. Jene Asymmetrien Zusammenarbeit zwischen Industrie und
zeigen mögliche Engstellen entlang der Forschung eine wirtschaftlich große Bedeutung
Wertschöpfungskette für eine Markteinführung für Österreich.
der neuen Produkte auf. Am Beispiel
ligninbasierter PF Harze wurden spezifische
Barrieren und Anreize aus Sicht der Forschung,
Industrie und Holzwerkstoffplattenindustrie
mittels erweiterten Importance-Performance
Analyse identifiziert (Abbildung 5 [b]).
Bilanz für Wood K plus
SmartLi fand seinen erfolgreichen Abschluss im
Juli 2018. Neben der Organisation des SmartLi
Symposiums im November 2017 kann Wood K Abb. 3: Die Partner und Förderschiene von SmartLi
plus auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken.
Im Zuge des SmartLi Projektes wurden unter
anderem sieben Masterarbeiten verfasst. Die
Ergebnisse konnten bereits in zwei
Publikationen veröffentlich werden, drei
Abb. 4: In Arbeitspaket 3 wurden von Wood K plus LPF Harzen produziert (links), getestet (mitte) und als
Sperrholzklebstoff ausgeprüft (rechts)
Abb. 5 [a] Szenarien für die Identifikation von Umwelt-Hotspots verschiedener ligninbasierter Phenolformaldehyd
(LPF) Harze (Lettner M. & Solt P. et al. 2018 [b] Stakeholderperspektiven für die Identifikation von Einflussfaktoren
der Innovationsdiffusion durch die Importance-Performance Analyse (Lettner M. & Hesser F. et al. 2018)
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 5Gestartet: Strategisches Grundlagenprojekt
für Hochleistungsmaterialien aus
nachwachsenden Rohstoffen
Bericht: Christian Hansmann
Das strategische Projekt „HiPerNawaros“ konventionellen Materialien heutiger
wird die wissenschaftlichen Grundlagen für Verwendung eingesetzt zu werden.
die Entwicklung von Hochleistungs-
Der Schwerpunkt der Projektarbeiten soll dabei
materialien, -werkstoffen und Additiven bei grundlegenden materialwissenschaftlichen
basierend auf nachwachsenden Rohstoffen Fragestellungen liegen. Damit soll in den
schaffen und dafür neuartige, noch nicht behandelten Themengebieten ein verbessertes
umgesetzte Technologiepfade entwickeln. Verständnis sowie Ansätze für nachfolgende
Innovationsprojekte geschaffen werden. Um die
Im Fokus des Projekts steht die Entwicklung Komplexität der Fragestellungen abzudecken,
von Hochleistungsmaterialien, -werkstoffen und arbeitet ein interdisziplinäres Team aus den
Additiven basierend auf nachwachsenden Bereichen der Chemie, der Verfahrenstechnik
Rohstoffen. Als Einsatzgebiete werden die und der Holztechnologie zusammen. Im
thermische Isolierung und die Verklebung im Rahmen des Projekts werden so 3
Speziellen bzw. die Werkstoffindustrie im Dissertationen zu den genannten Fachgebieten
Allgemeinen angesehen. Der Schwerpunkt liegt durchgeführt.
damit bei materialwissenschaftlichen
Fragestellungen und ist eindeutig von anderen Das Projekt mit dem Titel „HiPerNawaros -
Themenschwerpunkten wie etwa Bioraffinerie, Hochleistungsmaterialien aus nachwachsenden
konstruktiver Holzbau oder energetischer Rohstoffen“ wird seit 1. Jänner 2018 für
Nutzung abgegrenzt, bietet aber insgesamt 4 Jahre vom Amt der
Anknüpfungspunkte zu diesen Themen im niederösterreichischen Landesregierung
Sinne einer kaskadischen Nutzung. gefördert. Das strategische Grundlagenprojekt
wird durch Wood K plus ohne die Beteiligung
Im Rahmen des Projekts sollen neuartige, noch von Firmenpartnern durchgeführt. Geleitet wird
nicht umgesetzte Technologiepfade für die das Projekt von Dr. Christian Hansmann,
stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe Bereichsleiter des Bereichs Massivholz und
entwickelt werden. Mittels chemischer Holzverbundwerkstoffe am Standort Tulln und
Modifikation und Konvertierung von Dr. Erik van Herwijnen, Bereichsleiterstellver-
erneuerbaren Biopolymeren sollen treter. Die Betreuung der
beispielsweise Super-Isolationsmaterialien Dissertationen erfolgt durch
basierend auf lignozellulosischen Stoffen Prof. Wolfgang Gindl-Altmutter
entwickelt werden. Während heute der und Prof. Johannes Konnerth
Aufschluss noch eine Herausforderung (BOKU MAP) sowie Prof.
darstellt, bieten diese Stoffe das Potenzial einer Thomas Rosenau (BOKU DCH).
günstigen Rohstoffquelle und Umsetzung.
Weitere konkrete Überlegungen bestehen
bereits hinsichtlich der Anwendung von
enzymatisch gebundenen Proteinen zur
Entwicklung neuer biogener Klebstoffe für
materialtechnologische Fragestellungen.
Arbeiten zu biobasierten bzw. umweltneutralen
Additiven, wie beispielsweise lignozellulosische
Fasern oder Flammschutzmitteln ergänzen das
geplante Forschungsprogramm und bieten im Die Doktorratsstudenten Elena Averina, Maria
Sinne einer noch rascheren Umsetzung Busquets-Ferrer und Jan Janesch (v.l.n.r.). Das
zusätzlich das Potenzial auch in internationale, interdisziplinäre Projektteam freut sich
auf die Herausforderungen.
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 6Feierlicher Startschuss für SusBind
Bericht: Erik van Herwijnen, Pia Solt
Hochkarätige Gäste aus Forschung und CE Delft, CSIC-CIB, CSIC-IRNAS, TU
Industrie gaben am Standort Tulln den Dresden) Bindemittelhersteller (Cargill,
offiziellen Startschuss für die von der EU Egger) Plattenhersteller (Egger, Valbopan)
Möbelhersteller (IKEA) Konsumenten
mitgeförderten Innovationsprojekte (RTDS Group). Das Team „Advanced Bonding“
SUSBIND und SUSFERT. des Bereichs Massivholz und Holzverbund-
werkstoffe in Tulln leitet ein Arbeitspaket für die
10 Millionen für die Niederösterreichische Entwicklung von alternativen, biobasierten
Forschung Klebstoffen auf Basis von Kohlenhydraten.
Mit den richtigen Partnern lassen sich auch Die Eröffnungsveranstaltung am 28. Mai am
Grand Challenges, globale bzw. überregionale Standort Tulln umfasste auch zwei
Herausforderungen, meistern. Die weltweit Podiumsdiskussionen, welche die Wichtigkeit
schwindenden Ressourcen effizienter zu von Kooperation zwischen Industrie und
nutzen, ist eine davon. Österreich ist in Sachen Forschung aufgriff. Wood K plus wurde hierbei
nachhaltige Innovationen eine der führenden von Dr. Erik van Herwijnen vertreten.
EU Nationen, wie Marta Campos Iturralde als
Vertreterin der Förderagentur BBI und SusFert und ABC-T
Projektkoordinator Dr. Stephen Webb
(RTDS Group) bei ihren Ansprachen zur Während der Veranstaltung wurden auch zwei
feierlichen Präsentation drei neuer Projekte weitere Forschungsprojekte vorgestellt, die am
betonten. Gemeinsam umfassen diese Projekte Standort Tulln stattfinden werden. Das
ein Niederösterreichisches Budget von ebenfalls BBI-JU geförderte Projekt SUSFERT,
€ 10 Millionen. beschäftigt sich mit der Entwicklung von
Tulln wird immer mehr zum Zentrum der Düngemittel auf Basis von nützlichen
niederösterreichischen Forschung, betonte Mikroorganismen und diversen Restströmen
Landesrätin Dr.in Bohuslav. (Forschungspartner in Tulln: BOKU-IFA & AIT).
Das Austrian Biorefinery Center Tulln (ABC-T)
ist ein neu geschaffenes Zentrum der
angewandten Grundlagenforschung der BOKU.
Eine gelungene Veranstaltung
Das Projekt „SusBind“
Die Veranstaltung wurde von Dr. Christian
Die Holzwerkstoffindustrie verwendet Hansmann resümiert und feierlich geschlossen
hauptsächlich Bindemittel auf Basis fossiler und fand ihren Ausklang unter dem Genuss von
Rohstoffe. Künftige Marktanforderungen Egger Bier und Österreichischen Weinen. An
können innerhalb der EU zu Anpassungen der den darauffolgenden Tagen fand das Kick-Off
Zusammensetzung sowie der technologischen Meeting von SusBind statt.
Umsetzung der verwendeten Klebstoffe führen.
In diesem Rahmen wird das SUSBIND- Für SusBind wurden im Rahmen der
Konsortium biobasierte Bindemittel für P2 Finanzhilfevereinbarung Nr. 792063
Spanplatten und mitteldichte Faserplatten Fördermittel aus dem Bio Based Industries
entwickeln. Dabei sollen auch Nebenprodukte Joint Undertaking bereitgestellt. Diese erhalten
aus bestehenden europäischen Bioraffinerien Unterstützung aus dem Horizon 2020
verwendet werden. Das Projekt deckt die Forschungs- und Innovationsprogrammen der
gesamte Wertschöpfungskette vom Rohstoff Europäischen Union und dem Bio Based
bis zur Pilotproduktion und Produktvalidierung Industries Konsortium.
durch relevante Partner aus Forschung,
Industrie und KMU ab: Rohstoffe (Cargill)
R&D (Wood K plus, JenaBios, Fraunhofer IGB,
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 7Abb. 6: Überblick Publikum, © Sorin Brici für RTDS-Group Abb. 7: Projektteam SusBind, © Sorin Brici für RTDS-Group Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 8
Neue Mitarbeiter/innen im Kompetenzzentrum
Frau DI Marilene Fuhrmann, Marktanalyse und Innovationsforschung
Mein Name ist Marilene Fuhrmann und ich studiere Stoffliche und
energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe (NAWARO) an der
Universität für Bodenkultur Wien. Seit 1.07.2018 bin ich als FEMtech-
Praktikantin im Team Marktanalyse und Innovationsforschung (MAIF) tätig. Im
Rahmen dieses Praktikums beschäftige ich mich mit meiner Masterarbeit,
welche ich am Institut für Marketing und Innovation verfasse, betreut durch
Peter Schwarzbauer und Franziska Hesser. Im Zuge meiner Arbeit setze ich
mich mit den Marktchancen eines neuen Holzwerkstoffes auseinander, um im
Bereich der Marktforschung zu dessen Weiterentwicklung beitragen zu
können. Meine Arbeit im Umfeld des MAIF Teams schreiben zu dürfen, ist für
mich eine einmalige und großartige Erfahrung, weshalb ich mich sehr auf
diese spannende Zeit freue.
Frau Viktoria Krause, BSc., Marktanalyse und Innovationsforschung
Ich freue mich auf die 6-monatige Erfahrung als FEMtech-Praktikantin bei
Wood K Plus. Mein Name ist Viktoria Krause und ich studiere Umwelt- und
Bioressourcenmanagement an der Universtität für Bodenkultur in Wien. Im
Rahmen meines Masterstudiums spezialisiere ich mich auf
Abfallmanagement und absolviere die Ausbildung zur Abfallbeauftragten. Im
Zuge des Praktikums im Bereich Marktanalyse und Innovationsforschung
(MAIF) beschäftige ich mich mit meiner Masterarbeit, welche ich am Institut
für Marketing und Innovation verfasse. Die Arbeit soll die Verwertungs- und
Entsorgungsmöglichkeiten von Hanfwärmedämmstoffen aufzeigen und
sowohl ökologisch, als auch ökonomisch mit konventionellen Dämmstoffen vergleichen.
Ich blicke einer spannenden Zeit mit meinen BetreuerInnen Peter Schwarzbauer und Franziska
Hesser, sowie dem gesamten MAIF-Team entgegen und bin dankbar für Chance, im
Kompetenzzentrum Holz Einblicke und Erfahrungen in einem wissenschaftlichen Berufsfeld
sammeln zu dürfen.
Herr Dipl. –Des. Klaus Hanke, Bereich Holz- und Papieroberflächentechnologie
Ich habe in Deutschland nach dem Abitur und Bundeswehr eine Lehre
als Gießereimodellbauer absolviert und anschließend Industrie Design
studiert, für verschiedene Designbüros, Messebaufirmen und anderen
Unternehmen gestaltet, bevor ich 1997 nach Kärnten gezogen bin.
"Arbeiten, wo andere Urlaub machen" dachte ich mir und habe nach 4
1/2 Jahren Design, Konstruktion & Projektmanagement für ein Villacher
Unternehmen den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Von der Idee
zum Produkt samt Präsentation mit Kreativität und Elan erstreckt sich mein Aufgabengebiet für den
Gewerbekunden mit dem Unternehmen id Hanke.
Durch Kontakte, Meetings und verschiedenste Projekte habe ich die Möglichkeit genutzt, meine
Erfahrungen im Bereich Industriedesign, Grafik und Praxis aus der Wirtschaft 2 Jahre als
Vertragslehrer an der HTL Ferlach der jungen Generation mitzuteilen und zu vermitteln. Die daraus
resultierende Wechselwirkungen zwischen Lernen und Lehren ergeben wiederum neue
Perspektiven in Bildung, Forschung und Wissenstransfer.
Durch die Kontakte zu den Schulen und zu vielen Unternehmen ergab sich die Zusammenarbeit für
das Projekt NoWaste mit Wood K plus in St. Veit. Ich freue mich sehr, neue interessante Menschen
mit Ideen und Projekten kennen zu lernen und mit diesen zu arbeiten.
Auf gute Zusammenarbeit und ideenreiche Grüße
Klaus.
Kompetenzzentrum Holz GmbH 219. Ausgabe 13.08.2018 9Sie können auch lesen