MÜNCHENSTIFT - Viele Wohn- und Pflege-alternativen Hilfreich
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MÜNCHENSTIFT Heft Nr. 96
Juni 2021
Magazin
Hilfreich:
Viele Wohn-
und Pflege-
alternativen
Michaela May: Wege aus der Einsamkeit • Im Einsatz: Tablets für Bewohner*innen •
Neue Wege: Digitaler Kunstgenuss • Sich zeigen: Ausstellung zum WeltfrauentagEDITORIAL
Liebe Leser*innen,
in der Pandemie standen lange Zeit gerade die Senioren ein klimaneutrales Unternehmen geworden! Durch die
einrichtungen im Zentrum der Berichterstattung. Inzwischen Beteiligung an Wiederaufforstungsprojekten in Oberbayern
sind mehr als 70 Prozent der Bewohner*innen geimpft, (Eschenlohe bei Garmisch) und in Südamerika haben wir
zusammen mit den Genesenen sind über 90 Prozent immu- unseren CO2-Ausstoß mit Äquivalenten in der Größen-
nisiert. Bei den Mitarbeitenden ist die Zahl nicht ganz so ordnung von 8.075.150 kg kompensiert. Wir stellen uns
hoch, aber auch hier liegt der Immunisierungsgrad inzwi- erfolgreich der Zukunft und der damit verbundenen Ver
schen nahe der 70 Prozent. Altenheime sind von Hot Spots antwortung. Vor allem, aber eben nicht nur in der Pflege
inzwischen (wieder) zu den sichersten Orten für ältere Men- und Betreuung der älteren Menschen.
schen geworden. Bei uns können bei aller Vorsicht wieder
viele Veranstaltungen stattfinden. Und auch die Zahl der Viel Freude bei der Lektüre
Besucher*innen steigt stetig an. Zeit also, einmal das breit
gefächerte Angebot unterschiedlicher Wohn- sowie Betreu-
ungs- und Pflegeangebote darzustellen, die auf vielfältige
Bedürfnisse von Senior*innen eingehen.
Kaum merklich haben wir in dieser schwierigen Zeit ein Ihr
besonders wichtiges Ziel erreicht: die MÜNCHENSTIFT ist Siegfried Benker
INHALT
4 Panorama: Neue MÜNCHENSTIFT-Website u. a.
6 Fokus: Flexible Wohn- und Pflegeformen
9 Portrait: Michaela May
10 Wohnen und Pflege: Diagnose Demenz, Tablets u. a.
13 Kultur: Digitale Bildbesprechungen u. a. Fotos: Titel: Janine Guldener; Stefan Hellweger, MÜNCHENSTIFT
14 Aktuell in der MÜNCHENSTIFT:
Balkantage u. a.
16 Häuser
13 Impressum
E
ONLIN
INFORMIERT BLEIBEN
Im MÜNCHENSTIFT Online-
Altenpflege Gesicht magazin finden Sie weitere
und Stimme geben Themen und hilfreiche Tipps
(siehe Seite 4) (www.muenchenstift.de).
2 MÜNCHENSTIFT MagazinBerhard Lammel Sevgi Özbey Annegold Jaugstetter
Wir
fühlen
uns
wohl
bei der
MÜNCHENSTIFT
Mihret Skiljo Ramona Hollmann
Stephanie Alramseder Emine Camdal Sigismund Jähnichen
3PANORAMA
aLTENPFLEGE WUSSTEN SIE SCHON?
aLS bErUFUNG 21.782 Kilometer
Mit einer Image-Foto-Kampagne legten die MÜNCHENSTIFT-
gibt die Agentur für Gemeinnüt-
ziges beCAUSE-wir.tun.was. Pfle-
Mitarbeitenden mit ihren
gefachkräften ein Gesicht und Dienst-Pedelecs im letzten Jahr zurück.
eine Stimme. Zu ihnen gehören
Seo Seada Ibisevic aus dem
Alfons-Hoffmann-Haus und
Ajsa Jukic aus dem Haus an der
Tauernstraße.
neue MÜnchenstift-
WEbSITE oNLINE
Die neue Website der MÜNCHENSTIFT zeigt sich
mehrsprachig und übersichtlich. Auch von unter-
wegs können jetzt Interessent*innen auf ihren
Smartphones einen guten Überblick über die Vielfalt
an Pflege- und Wohnangeboten bekommen. Dem
Mehr Fotos und Leitbild der Vielfalt entsprechend sind die Infor-
Geschichten: mationen jetzt in Deutsch und Englisch. Weitere
www.facebook.com/ Sprachversionen, wie z. B. Serbokroatisch, Türkisch,
beCAUSEwirtunwas Arabisch, Französisch und Spanisch, folgen.
www.muenchenstift.de
FOLGEN SIE UNS
Auch wenn Sie nicht bei Facebook angemeldet
sind, können Sie hier weitere Nachrichten der
MÜNCHENSTIFT lesen: www.facebook.com/
muenchenstift
EHRENAMT. Im YouTube-Video
„Das Ehrenamt bei der MÜNCHEN-
VIDEO STIFT“ kommen Menschen zu
Wort, die sich in den Häusern der
MÜNCHENSTIFT engagieren
(www.muenchenstift.de/ehrenamt).
KuLtur- und freiZeit-
aNGEboTE FÜr SENIor*INNEN
Viele aktuelle Veranstaltungshinweise für Senior*innen gibt es auf der
neuen digitalen Plattform der „Koordinierungsstelle für Freizeit und
Kultur für ältere Menschen in München“ (KOM). Besonderes Augenmerk
liegt auf günstigen oder kostenlosen Angeboten, damit Kultur-, Sport-
und Freizeitaktivitäten auch für diejenigen zugänglich sind, die mit
einem kleinen Budget auskommen müssen. www.komuenchen.de
4 MÜNCHENSTIFT MagazinMit 65 durch 15 Länder Die Online-
Bestsellerautorin Margot Flügel-Anhalt hält es nach Omi gärtnert
ihrem Motorradtrip um die halbe Welt nicht lange
in Deutschland: Mit 65 Jahren, einem 24 Jahre alten Renate Bergmann zieht die
Benz und ohne Reisepass macht sie sich auf, um Gummistiefel an und packt
über 18.000 Kilometer bis nach Südostasien zu rei- Handy und Rosenschere ein.
sen. In „Einfach abgefah- Ein Abenteuer in einer Klein-
ren“ erzählt sie nicht nur gärtnerkolonie beginnt. Die
von berührenden Begeg- 82-Jährige aus Berlin-Spandau
nungen mit Menschen war Trümmerfrau, Reichsbah-
und atemberaubenden nerin und hat vier Ehemänner
Landschaften, sondern überlebt. Sie ist Haushalts-Profi
auch von bedrohlichen und Online-Omi mit riesiger Fangemeinde. Renate Bergmann
Momenten in Kriegs- ist auch das Pseudonym von Torsten Rohde, der Betriebs-
und Krisengebieten. wirtschaft studiert und als Controller gearbeitet hat. Sein
Margot Flügel-Anhalt, Twitter-Account @RenateBergmann entwickelte sich zum
Einfach abgefahren, Internet-Phänomen. Es folgten mehrere Bestseller und viele
Ullstein Paperback, ausverkaufte Tourneen.
16,99 Euro, www. Renate Bergmann, Fertig ist die Laube, Ullstein Taschenbuch,
ullstein-buchverlage.de 11,99 Euro, www.ullstein-buchverlage.de
Digitalisierung eröffnet neue Chancen
Das neue digitale Format dieses Online-Angebot nach schön, weil ich einige schon
des MÜNCHENSTIFT-Ver- Corona bleibt“, erzählt er. seit 10 Jahren kenne. In-
anstaltungsprogramms Auch Traude März freut zwischen sind es schon 50
bietet nicht nur aufgrund sich über das Digitalformat, zoom-fähige Teilnehmen-
der Pandemie viele Vor- denn seit einer schweren de.“ Insbesondere Kunst
teile. Auch Interessierte Krankheit leidet sie an ei- und Städtebesichtigungen
mit geringer Mobilität nem Schwindel und ist we- interessieren sie, doch
können jetzt (wieder) am nig mobil. „Frau Joachimi, auch einen Vortrag über
Programm teilnehmen. die Veranstaltungsleiterin, Astrofotografie fand sie
hat mir erklärt, wie die sehr spannend. Manchmal
Egbert Kuhlmay ist seit Zoom-Treffen funktionieren kommt eine Freundin, die
15 Jahren dabei, nahm und ich habe es einfach keinen eigenen Computer
Fotos: adobe.stock.com – wavebreak3, Stefan Hellweger, MÜNCHENSTIFT
Elisabeth Joachimi
an vielen Vorträgen und ausprobiert“, freut sie sich. hat, vorbei und sie nehmen
Ausflügen teil und genoss „Beim ersten Mal waren wir gemeinsam an einem Vor-
die Geselligkeit. Da seine nur wenige trag teil. „Inzwischen findet menzubringen. In den 20
Mobilität im Laufe der Zeit und haben jeden Freitagabend auch ein Jahren, in denen ich dabei
aber abnahm, konnte er seit miteinander Guten-Abend-Meeting statt, bin, interessierten mich die
vier Jahren nicht mehr daran geplau- das von den Teilnehmen- Ausflüge und der Austausch
teilnehmen. Seitdem die dert. Das den selbst organisiert wird. mit den Menschen.“ Beson-
Veranstaltungen nun on- war sehr Beim Einladen mit ‚Zoom‘ ders gefiel ihr ein Online-
line stattfinden, wechseln wir uns ab, so gut „Lachtraining“: „Es hilft,
änderte sich können wir das schon!“ sich wieder ins Gleichge-
das schlagartig. Helga Coburger sieht das wicht zu bringen. Auch die
„Ich habe mich etwas anders. „Ich finde Körperübungen wirken sehr
sehr darüber die Technik lästig, doch positiv. Ob auch digitales
gefreut, wieder mit Unterstützung meines Ratschen klappt, muss ich
am kulturellen Mannes hat es geklappt. erst ausprobieren.“
Leben teilneh- Ich finde es sehr schön, Mehr Informationen:
Die Leica: eines von vielen
men zu können. dass ein Weg gefunden Tel. 089 62020-340 oder
Themen des MÜNCHENSTIFT-Programms
Ich hoffe, dass wurde, uns online zusam- 62020-308
5FOKUS Flexible Wohn- und Pflegeformen
Genau das Richtige
Für die unterschiedlichsten Lebenslagen und individuellen Bedürfnisse
gibt es bei der MÜNCHENSTIFT viele Wohn- oder Pflegealternativen.
Marianne Luig entschied sich für das „Wohnen mit Service“ im Haus an der
Effnerstraße. Ihr demenziell erkrankter Mann fand eine Etage darunter
Unterstützung in einem Pflegebereich.
TEXT MONICA FAUSS FOTOS BARBARA DONAUBAUER, Kerstin Groh, Marcus Schlaf,
Daniel Simon UND MÜNCHENSTIFT
Marianne Luig
A
ls mein Mann an vaskulärer dings weit weg in München und Lon- spezielle Einrichtung für Demenzer-
Demenz erkrankte, war es don lebten. Doch im Verlauf der Zeit krankte zu suchen. „Doch ich hatte
anfangs nicht dramatisch“, wurden die Demenz-Symptome stär- mir geschworen, meinen Mann nicht
erzählt Marianne Luig. Acht ker. Marianne Luig wurde klar, dass wegzugeben, sondern, wenn über-
Jahre lang betreute sie ihren Mann zu sie immer weniger ohne tatkräftige haupt, dann mit ihm mitzugehen“,
Hause in Erftstadt bei Köln. Zunächst Hilfe vor Ort klarkommen würde. Zwei erzählt sie von dieser schwierigen
halfen die beiden Söhne, die aller- Ärzte rieten ihr, für den Ehemann eine Zeit. Als sie bei ihrem Sohn in Mün-
6 MÜNCHENSTIFT MagazinVom Ambulanten Dienst über das
chen zu Besuch war, schaute sie sich „Wohnen mit Service“ bis zur Wohn-
einige Pflege- und Wohnangebote gruppe für demenziell Erkrankte
in der Stadt an. Sie entschied sich oder die palliative Versorgung: Neun
für den gemeinsamen Umzug in ein Häuser mit Pflegeangeboten, vier
MÜNCHENSTIFT-Haus und die Wahl Häuser für selbstständiges Wohnen
fiel auf das „Wohnen mit Service“ im und ein bedarfsorientiertes Service-
Haus an der Effnerstraße. „Ausschlag- Angebot mit Essenslieferungen oder
gebend waren die helle freundliche Beratung pflegender Angehöriger
Atmosphäre sowie der Garten und stehen Senior*innen bei der MÜNCHEN
der dahinterliegende Park.“ Doch als STIFT zur Auswahl. Das gemeinnützige
es schließlich soweit war, verschlech- städtische Unternehmen der Landes
terte sich der Gesundheitszustand hauptstadt München steht für Pflege
von Franz-Joseph Luig. „Ich meldete qualität und Transparenz sowie weg-
ihn für ein Pflegezimmer auf der weisende innovative Pflegeansätze.
Demenzstation an, das er nach weni-
gen Wochen bekam. Für mich wurde
eine kleinere Wohnung im ‚Wohnen
mit Service‘ frei. Auch wenn es nicht
mehr mit unserem gemeinsamen
Appartement klappte, konnten wir
nah beieinander wohnen. Er wurde
pflegerisch versorgt und ich konnte
jederzeit bei ihm sein und die Arbeit
der Pflegekräfte ergänzen.“
Flexibel Neues ermöglichen
„Obwohl mein Mann mich nicht
mehr erkannte, spürte er, wenn ich
bei ihm war, und wurde ruhiger. In
diesem Stadium der Demenz merkte
er auch nicht, dass wir nicht mehr ‚zu
Hause waren‘. Als er zweimal sagte
‚Hier ist es aber schön‘, beruhigte
mich das sehr. Wir gingen täglich im wurden wach. „Nach dem Tod
Park spazieren, saßen auf einer Bank meines Mannes veränderte sich
und beobachteten die Kinder auf dem sie noch einmal ihren Lieblings- mein Leben sehr“, so Marianne Luig.
einem Spielplatz“, erzählt die 83-Jäh- tanz, den langsamen Walzer, tanzten. Die beiden Söhne und die Schwieger-
rige. Besonders gerne erinnert sie sich Erinnerungen an schöne Bälle in der tochter unterstützten sie beim Umzug
an den letzten Tanztee im Hause, an Vergangenheit in den Festsälen Kölns aus dem Haus im Rheinland, in dem
7FOKUS Flexible Wohn- und Pflegeformen
sie viele Jahrzehnte gemeinsam mit zeitangebote im Haus – vom Musik-
ihrem Mann gelebt hatte. konzert über Filmvorführungen bis zu
Ausflügen, organisiert von Rosanna
Wege zu einem Neuanfang Hoppe, der Betreuerin des „Wohnen
„Ich habe nun viel Zeit für mich. Ich mit Service“ und ihrem Kollegen Flo-
gehe täglich spazieren, habe nette rian Fischer. „Hier wohnen häufiger
Kontakte mit Bewohner*innen im Paare zusammen, oft mit einem der
Hause. Auch die Besuche bei Sohn Partner*innen in einem separaten
und Schwiegertochter sind immer Pflegebereich. Es gibt aber auch viele
sehr schön und abwechslungsreich.“ Alleinstehende, die nicht mehr allein
Beim Ankommen im neuen Leben wohnen wollen“, erzählt Marianne
halfen ihr auch die Kultur- und Frei- Luig. Auch wenn in Corona-Zeiten
viele Veranstaltungen der-
zeit ruhen müssen, so gibt
es in den Außenbereichen
immer wieder stattfindende
Veranstaltungen oder bei-
Dazu gehört das Bezugspflegesystem spielsweise digitale Kunst-
Primary Nursing, das eine besonders besprechungen (siehe Seite
zugewandte und flexible Betreuung 13 und 14). Gut aufgehoben
ermöglicht, oder die Öffnung der Pflege und nicht mehr isoliert, wie
für Menschen aus unterschiedlichen in ihrem ehemaligen großen
Kulturkreisen und vielfältigen Lebens- Haus, fühlt sich jetzt Mari-
weisen. Auch Menschen unterschiedli- anne Luig. „Den Unterschied
cher sexueller Identität wird dabei eine merkte ich, als ich zur Haus-
Atmosphäre der Wertschätzung gebo- auflösung eine Weile wieder
ten. Besonders beliebt ist die tier- und dort wohnte. Ich habe nicht
pflanzengestützte Pflege und Betreuung mehr so viel Kraft
im Rahmen von „Green Care“: Für eine in den Beinen, hier
hohe Lebensqualität sorgen auch viele brauche ich nur vor
gesunde Bio-Lebensmittel sowie ein viel- die Tür zu gehen
fältiges Betreuungs- und Kulturangebot. und bin unter Men-
schen. Dadurch
habe ich nicht das
Gefühl, allein zu
sein.“ Sie muss sich
auch nicht um alles
selbst kümmern.
Das Mittagessen
wird beispielsweise
täglich in der Cafe-
teria serviert. Für
das Frühstück und
Abendessen kauft
sie im Einkaufszen
trum in der Nähe ein
und bereitet im Appartement
das Essen selbst zu. „Auch
die Corona-Impfungen wur-
den vom Haus organisiert,
fünf Ärzte kamen mit dem
Impfmaterial, ich musste nur
die Unterlagen unterschrei-
ben und nach drei Stunden
war alles vorbei. Ein großes
Lob, denn es war perfekt
organisiert.“
8 MÜNCHENSTIFT MagazinPORTRÄT Michaela May
Wege aus der Einsamkeit
Michaela May enga- eine Stunde pro Woche am
giert sich bei den Telefon aktiv. Viele einsame
Menschen sind es gar nicht
„Telefon-Engeln“, um mehr gewohnt zu reden, für
älteren Menschen aus die Telefonate braucht es
ihrer Isolation heraus- daher viel Zeit und Feinge-
fühl, um zu verstehen, was
zuhelfen. Ihr eigenes der andere jetzt braucht.
Lebenselixier ist die
Schauspielerei. Wie gelingt ein erfülltes
Altern?
Wichtig ist es, sich nicht
Wie kam es, dass Sie abzuschotten und zu mei-
sich beim Retla-Verein nen, Neues sei nur noch für
einsetzen? junge Menschen, sondern
Ich wurde angefragt von neugierig und offen zu
den zwei Initiatorinnen, die bleiben. Man muss nicht
zuvor die „Sternstunden“ alles gut finden, es aber
betreut hatten. Ich habe auch nicht ablehnen. Meine
zunächst gezögert mitzuma- Mutter hat sich noch mit
chen, weil ich mich bereits 90 Jahren einen Computer
beim Mukoviszidose e.V., gekauft, um SMS und Bilder
der Welthungerhilfe und verschicken und erhalten
den SOS-Kinderdörfern stark zu können, z. B. von den
engagiere. Elmar Wepper Enkeln oder von mir. Sie
konnte mich aber überzeu- hat auch ihre Hobbies wei-
gen und jetzt sind wir beide ter gepflegt, hat gemalt
Schirmherren. Einsamkeit im und modelliert, Gedichte
Alter ist ein großes gesell- geschrieben, bis ihre Augen
schaftliches Thema. Ich habe mit 95 Jahren nicht mehr
in dem Seniorenstift, in dem mitmachten.
meine Mutter lebte, gese-
hen, dass trotz gut geführter Gibt es einen Traum, den
Pflegeeinrichtung viele Men- Sie sich noch realisieren
schen sehr einsam sind. Das startete die Aktion „Telefon- zum Vorlesen, Spazieren- wollen?
sieht man auch bei denen, Engel“, bei der sich Men- gehen, Kaffeetrinken oder Mein Traum ist es, solange
die sich zu Hause noch schen unter einer Telefon- Kartenspielen zusammenzu- arbeiten zu können, wie ich
selbst versorgen können, Nummer melden können, bringen. gesund bin. Mein Beruf ist
denn brechen die alten Kon- um zu reden. Es haben sich auch mein Hobby, in dem
takte weg, droht die Verein- unglaublich viele Helferinnen Wie unterstützen Sie ich so viele Leben lebe und
samung und vielen fehlt der und Helfer gemeldet und persönlich das Projekt? mit jeder Rolle neue Men-
Mut und die Lebensenergie, die Aktion läuft inzwischen Neben der Sponsorensuche schen erkunden darf. Diese
neue Kontakte zu knüpfen. deutschlandweit. Rentnerin- mache ich Werbung für Spielfreude hält mich jung.
nen und Rentner sind dabei, die „Telefon-Engel“, damit
Um was geht es konkret? aber auch Jüngere, die wäh- einsame Menschen von der
„Telefon-Engel“
Es ging zunächst darum, vor rend Corona Kapazitäten frei Aktion erfahren, z. B. im
(Mo. bis Fr., 10 bis 18 Uhr):
Ort zu helfen, mit Rikscha- haben, um zu unterstützen. Frühstücksfernsehen oder
089 18910026 (kostenfrei)
Fahrten, Konzerten und Unser Ziel ist, dass die Kon- in Talkrunden. Viele Ältere
Fotos: Janine Guldener
auch darum, Sponsoren für takte längerfristig halten sind über das Internet nur
die Projekte zu finden. Dann und persönliche Treffen nach schwer erreichbar, besser Vollständiges Interview:
kam Corona. Auf einmal Corona stattfinden. Deshalb ist da das Medium Fernse- MÜNCHENSTIFT
waren nur noch telefonische versuchen wir Menschen mit hen. Außerdem sind Elmar Onlinemagazin
Kontakte möglich. Im März ähnlichen Interessen etwa Wepper und ich jeweils (www.muenchenstift.de)
9Wohnen und Pflege
GUT ZU
WISSEN Gut durch Corona
Diagnose „Demenz“ – Das Pflegebezugsystem „Primary Nursing“ ermöglicht es, Pflegeprozesse
Tipps für Angehörige besonders flexibel an wechselnde Situationen anzupassen. Davon profi
tierte während der Pandemie auch die Kommunikation mit Angehörigen.
Der eigene Wohnraum ist eine
vertraute Umgebung mit vielen „Ich hatte immer einen Ansprechpartner,
Erinnerungen, die ein Gefühl der informiert war und bei Fragen zeit-
von Geborgenheit vermittelt. nah antwortete“, erzählt Gilbert Christi-
Deshalb ist es gerade für an an Klepsch, dessen Vater aufgrund einer
Demenz erkrankte Menschen Demenz im beschützenden Bereich lebt.
wichtig, so lange wie möglich „Auch in Zeiten des Besuchsverbotes
zu Hause zu bleiben. konnte ich immer mit ihm reden, und
Da Alleinlebende vielen sei es nur am Fenster“, so der Vater von
Gefahren ausgesetzt sind, zwei Kindern, der sich auch um seine
sollte die Wohnung an den Mutter kümmert. Daher ist Gilbert Chris- „Informationsfluss und Ausfallma-
Verlauf der Demenz ange- tian Klepsch froh, wenn er gut darüber nagement sind die wichtigsten Bereiche,
passt werden. Beispielsweise informiert ist, wie es seinem Vater geht. in denen Primary Nursing uns in der
können Erkrankte nicht mehr „Mein Hauptansprechpartner und zwei Pandemie geholfen hat. Gegenüber
elektrische Geräte bedienen, Kolleg*innen wussten immer Bescheid, Angehörigen konnten wir damit für
lassen häufig den Herd an oder auch wenn eine Krankenhausbehand- eine sehr gute Kommunikation sorgen“,
sind sturzgefährdet. Um diese lung nötig war. Ich empfinde die Pflege erzählt Armin Boskovic, Pflegedienst-
Gefahren zu verringern, gibt und Kommunikation als sehr menschlich leitung im Haus St. Martin, in dem
es mittlerweile verschiedene und pragmatisch. Und wenn es doch „Primary Nursing“ seit 2015 etabliert
Möglichkeiten. Ergänzend mal etwas zu beanstanden gab, konnten ist. In zwei weiteren Häusern startet die
bietet sich die Installation von wir sofort miteinander darüber reden“. Einführung in diesem Jahr.
Frühwarnsystemen an, wie
z. B. Rauchmelder, Hausnotruf-
system und Bewegungsmelder
sowie eine Sensorik zum pro-
grammierten Abschalten von
Haushaltsgeräten.
NEUE LEBENSUMSTÄNDE
Lose Teppiche und Tür-
schwellen sind Stolperfallen.
Zusätzliche Lichtquellen und
Haltegriffe im Bad und Toilette
können Stürze vermeiden, eine
Not- und Nachtbeleuchtung
die nächtliche Orientierung
beim Toilettengang verbessern.
Das Telefon sollte mit den
wichtigsten Rufnummern über
Kurzwahltasten programmiert
werden. Eine Kennzeichnung
durch Fotos der Kontakte ist zu
empfehlen.
Die Fachstelle für pflegende
Angehörige bietet Beratung
und Unterstützung bei der
Wohnraumanpassung und
Finanzierung.
Vollständiger Artikel: Anfänglich war Annemarie G. (79) wegen des Bisses einer radioaktiven Spinne
www.muenchenstift.de etwas beunruhigt, aber mit der freundlichen Hilfe des Hauspersonals konnte
(Onlinemagazin) sie sich schnell an ihre neue Lebenssituation gewöhnen.
10 MÜNCHENSTIFT MagazinTablets für Bewohner*innen
Damit die Bewohner*innen während der Lockdowns mit ihren
Angehörigen in Kontakt bleiben konnten, wurde für jeden Wohnbereich
ein Tablet angeschafft. Bis Ende 2021 sollen alle Häuser vollständig mit
WLAN-Netzen ausgestattet sein und von überall aus auch mit eigenen
Geräten kommuniziert werden können.
Rosmarie A. lebt nach einem Schlag- Schichtführung an und geben Bescheid,
anfall seit Mai 2020 im Haus St. Maria wann sie mit ihren Angehörigen spre- lieferung haben wir 14 Tage gebraucht.
Ramersdorf. Täglich telefoniert die chen wollen. „Die meisten wollen sich Das war eine Herausforderung, geeigne-
84-Jährige mit ihrer Tochter, zwischen am Wochenende miteinander austau- te lieferbare Geräte zu finden, denn der
den Lockdowns im Sommer waren auch schen. Ich sorge für die Verbindung und Markt war durch Corona leergefegt.“
gemeinsame Spaziergänge möglich. Seit stelle den Bewohner*innen das Gerät „In dieser Zeit ist das eine wunderba-
dem zweiten Lockdown treffen sie sich auf – manche sitzen davor, andere lie- re Alternative und hat uns schon über
am Sonntag zusätzlich über Videochat. gen im Bett. Nur bei demenziell Erkrank- manche Augenblicke hinweggeholfen“,
„Wir telefonieren zwar täglich“, erzählt ten bleibe ich zur Hilfe dabei.“ überlegt die Tochter von Rosmarie A.
ihre Tochter, „doch wenn wir uns über „Die Bewohner*innen können über „Ich kann mit meiner Mutter vielleicht
Video sehen, ist das sehr viel persönli- WhatsApp kostenlos ein Videochat auch mal von einem Urlaub aus per
cher. Manchmal vergisst meine Mutter abhalten“, beschreibt Roland Horvath Videochat in enger Verbindung bleiben.“
sogar, dass wir nicht direkt voreinander von der IT-Abteilung den technischen Bis Ende 2021 sollen die kompletten
sitzen.“ Hintergrund. Die Verbindung in das Häuser mit WLAN ausgerüstet werden.
Unterstützung erhalten Mutter und Internet besteht über WLAN, als Inte- „Unsere Vision ist, dass jede*r neue
Tochter von der Betreuungsassisten- rimslösung auch über Mobilfunkkarten. Bewohner*in wie beim Check-in in
tin des Wohnbereichs. Laureta Caja 55 Tablets sind in den Häusern im Ein- einem Hotel am Anfang den Zugang
ist dafür verantwortlich, dass es mit satz, je eines pro Wohnbereich, sowie zum WLAN erhält und dann von überall
den Videochats zwischen den Bewoh einige weitere, die nach der Erstversor- aus auch mit den eigenen Geräten kom-
ner*innen und ihren Angehörigen gung von den Wohnbereichen angefor- munizieren kann“, so Alexander Jany,
klappt. Die Angehörigen rufen bei der dert wurden. „Von der Idee bis zur Aus- Leitung IT.
Unser Team
sie so fit sind, auch in
Notsituationen souve-
rän und sicher handeln
2.000 Mitarbeitende sind in den 13 MÜNCHENSTIFT-Häusern zu können.
tätig. Mit ihrem Wissen und ihrer Zuwendung sorgen sie dafür,
dass es den Bewohner*innen gut geht. Zum Beispiel Svetlana Wie werden Sie
Lemke (Hygienefachkraft, Hauptverwaltung): unterstützt?
Ich wurde im Team der
Seit wann sind Sie bei der bekannt, nachvollziehbar Abteilung Qualität sehr
MÜNCHENSTIFT? Wie ging es los und eingehalten werden. herzlich aufgenommen
und was tun Sie? Dadurch können die und fühlte mich sofort
Svetlana Lemke
Ich bin seit Juni 2019 bei der MÜN- wichtigsten Aufgaben der pudelwohl. Komisch,
CHENSTIFT. Bei meiner vorherigen Hygiene, nämlich Infekti- aber gerade wegen
Arbeit in einem Klinikum hatte ich onsschutz und Erhaltung der Gesund- Corona entstanden in kurzer Zeit gute
mir mehr Abwechslung, Herausfor- heit, gewährleistet und laufend ver- Verbindungen zu den Häusern. Da
derung und auch Selbstständigkeit bessert werden. ich wegen der Ausbrüche oft vor Ort
gewünscht. Als ich dann auf die Stel- sein musste, wurden die Kontakte
lenanzeige der MÜNCHENSTIFT stieß, Was ist Ihnen bei Ihrer Arbeit schneller und intensiver geknüpft.
bewarb ich mich und bekam zu mei- besonders wichtig? Man könnte sagen, Corona hat meine
ner großen Freude die Stelle. Ich versuche das Thema Hygiene so Einarbeitung um einiges beschleunigt.
Fotos: MÜNCHENSTIFT
einfach wie möglich, transparent und Ich fühle mich und meine Arbeit sehr
Wie sorgen Sie dafür, dass es den nachvollziehbar zu vermitteln. Mein geschätzt und bin mir sicher, dass
Bewohner*innen gut geht? Ziel ist es, ein klar strukturiertes und die Entscheidung, zur MÜNCHENSTIFT
Indem ich mit meiner Arbeit erreiche, solides Fundament mit Hygienewissen zu wechseln, eine meiner besten
dass die Hygienevorschriften allen für das Personal zu schaffen, sodass war.
11WOHNEN UND PFLEGE
STarKE FraUEN
Der Weltfrauentag wird bei der MÜNCHENSTIFT im Verlauf des Jahres mit
einem vielseitigen Kulturprogramm begangen. Dazu gehört die Ausstellung
„Frauenbilder“ mit großformatigen Frauenporträts der Künstlerin Gloria
Gans, denen die Betrach-
ter*innen auf Augenhöhe
begegnen. In der über viele
Jahre entwickelten Bilder-
serie finden sich als Bildtitel
nur die Vornamen und es
liegt an den Besucher*innen,
welches Bild sie sich von den
Frauen machen.
Mehr Informationen
und Termine:
www.muenchenstift.de
(Onlinemagazin)
auf Zu neuen freiheiten!
Als Kind der Kriegsgeneration erlebte Ingeborg
Grothe, die heute im Alfons-Hoffmann-Haus in Pasing
lebt, viele Einschränkungen. Auch ihre persönlichen
Freiheiten musste sie sich erkämpfen.
„Wegen der Angriffe im einzusteigen, probierte die
Krieg waren wir dauernd auf junge Frau vieles aus, ging
der Flucht, ich wurde mal schließlich auf die Kunstaka-
bei den Großeltern, mal bei demie in Düsseldorf. „Wir
einer Tante untergebracht, waren in der Nachkriegszeit
überall war es unsicher,“ hungrig und leer, sehr gierig,
erzählt die 92-Jährige. Als alles aufzunehmen, alles
der Krieg zu Ende ging, war war interessant.“ Sie brach
Ingeborg Grothe
Ingeborg Grothe 16 Jahre das Kunststudium bald ab,
alt. Es gab kaum Schulen, weil sie davon nicht leben
keine Bücher oder andere konnte. In einer Redaktion Mann, der dort eine Stelle schön zu sehen, wie die
Anregungen. Und die Eltern in Aachen kam sie mit dem in einer Redaktion fand. Kinder miteinander spielen“.
hatten keine Zeit für sie, Journalismus in Berührung Bald schon wurde ihr Sohn Die Liebe zur Literatur ist
sondern waren mit dem und lernte dort auch ihren Benedikt geboren. „Ich habe Ingeborg Grothe ein Leben
Wiederaufbau beschäftigt. späteren Mann kennen. versucht, ihn für ein anderes lang treu geblieben, das
Der Vater, ein Metallinge- „Ich hatte mir meine per- Leben zu erziehen. Für ihn zeigen die vielen Bücher auf
nieur, wollte seine Tochter sönliche Freiheit erarbeitet ist es heute selbstverständ- ihrem Tisch. Und jetzt kann
in seiner Firma in Krefeld und genoss es jetzt, ein lich, mit seiner berufstätigen sie ihre Eltern besser verste-
beschäftigen. „Ich wollte freier Mensch zu sein und Frau in einer gleichberech- hen, wie schwer diese es
das aber nicht“, erinnert zu schreiben, was ich wollte, tigten Partnerschaft zu damals hatten. „Am meisten
sich Ingeborg Grothe. „Er z. B. über Kinder und leben, damals war die Welt freue ich mich über den
hatte sich immer einen Sohn Schule. Es war damals eine aber noch nicht so.“ Weg meines Sohnes, seine
gewünscht. Ich als Tochter revolutionäre Zeit mit neuer Sie schaut nachdenklich Erziehung zur Partnerschaft-
versuchte, ihm lange Zeit Pädagogik.“ aus dem Fenster: „Ich mag lichkeit ist das Beste, was
diesen Sohn zu ersetzen.“ Nach München kam den Blick auf den Park mit ich im Leben hinbekommen
Anstatt in das Unternehmen Ingeborg Grothe über ihren dem Kindergarten. Es ist habe.“
12 MÜNCHENSTIFT MagazinKultur
Digitaler Kunstgenuss
Es ist der 17. Dezember. Eine mit ihnen austauschen.
Premiere steht im Haus Heilig Dabei zoomt sie mit
Geist an. Damit die Google Arts
beliebten Kunst- & Culture
besprechungen in die Bil-
in Coronazeiten der hinein
weiter stattfinden und macht
können, kommen auf Details
sie in digitaler Form aufmerk-
zu den Bewoh sam, die im
ner*innen. Im Museum
geräumigen Ein- leicht über-
Jessica Krämer
gangs- und
Sitzbereich
haben sich uns dadurch Kunstwerke Ende März einen Anlass, sich
10 Interes aus den verschiedensten mit der Kunst berühmter
sent*innen Kunstinstitutionen weltweit Künstlerinnen vertraut zu
zusammen- anschauen – und das in machen. „Mir ist es wich-
gefunden. hochaufgelösten Formaten. tig, Älteren, die nicht mehr
Draußen Wenn die Einschränkungen mobil sind, mit Kunst anre-
fällt der von Corona wegfallen, wer- gende und schöne Stunden
Schnee, den die Onlinebetrachtun- zu ermöglichen“, so Jessica
während gen die Betrachtungen vor Krämer über diese gelun-
hier eine Reise durch die sehen worden wären. Sogar Ort wunderbar ergänzen.“ gene Mischung aus Bildung
Jahrhunderte der Malerei, einzelne Pinselstriche wer- So bot der Weltfrauentag und Unterhaltung.
zu Museen in ganz Europa den sichtbar. „Diese Details
beginnt. Winterlandschaften bieten Ansatzpunkte für
von Pieter Bruegel über Cas- Gespräche“, freut sich Jes-
par David Friedrich bis Franz
Marc stehen im Mittelpunkt.
sica Krämer, die mit einigen
Kolleg*innen von „Kunst-
Rückenkomfort nach Maß
Kunsthistorikerin Jessica Zeit“ seit vier Jahren mit
Krämer führt die Teilneh- Originalkunstwerken in den Weil Sitzhöhe, Sitztiefe und
menden digital durch jedes Häusern unterwegs ist. Seit die Armlehnen maßgefertigt
einzelne Bild. Während die der Adventszeit bieten die sind, findet Ihr Rücken in jeder
Kunstwerke inmitten der digitalen Kunstbetrachtun- Sitzposition sehr bequemen,
großen Leinwand zu sehen gen eine gute Gelegenheit, guten und sicheren Halt.
sind, ist sie daneben zuge- sich weiter mit Kunst zu
Verstellbare Lenden- und
schaltet und kann sich direkt beschäftigen. „Wir können
Nackenstützen erhöhen den
Sitzkomfort. Aufstehhilfen und
Drehteller sparen Kraft und
IMPRESSUM
erhalten die Selbstständigkeit.
HERAUSGEBER: MÜNCHENSTIFT GmbH, Gemeinnützige Gesellschaft
Fotos: Gloria Gans, Markus Krämer, MÜNCHENSTIFT
der Landeshauptstadt, wohnen und pflegen in der Stadt, Kirchseeoner
Straße 3, 81669 München, Tel. (089) 62020-340, Fax (089) 62020-336
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KONZEPTION: VIOS Medien GmbH, Carola Ostler und Monica Fauss
Ihren Anruf: 089-291989-0
REDAKTION: Christian Liesenhoff (MÜNCHENSTIFT,
verantwortlich), Monica Fauss, Carola Ostler
GESTALTUNG: Sabine Löffler
ANZEIGEN: VIOS Medien GmbH
DRUCK: Fink GmbH Druck und Verlag, Pfullingen
Das MÜNCHENSTIFT Magazin erscheint
viermal im Jahr und wird kostenlos verteilt. www.muckenthaler.de
Auflage: 11.000 Exemplare
Alle Rechte vorbehalten, Juni 2021
Muckenthaler Ergonomie · Pacellistraße 5 · 80333 München
13AKTUELL BEI DER MÜNCHENSTIFT
BaLKantage 2.0 Kinder erZieher*innen
Unter Beteiligung der MÜNCHENSTIFT finden
auch dieses Jahr wieder die Balkantage statt.
GESUCHT
Das Festival ist seit 14 Jahren ein fester Bestand- Anfang Mai startete im Haus densten Mitarbeitenden zu
teil der Kulturszene Münchens und mehr als ein St. Josef eine Großtagesbetreu- sein“, so Geschäftsführer Sieg-
reines Kultur- ung für Kinder von Mitarbeiten- fried Benker. „Ein Angebot wie
festival. Es ist ein den der MÜNCHENSTIFT. „Wir in St. Josef ist ein Baustein in
Friedensprojekt, möchten den Kolleg*innen, diese Richtung.“
das sich für die nach einer Elternzeit wie- Angefangen wird mit 10 Voll-
Verständigung der beruflich einsteigen, dabei zeitplätzen, womit aufgrund
und Austausch helfen, die Arbeit und Kinder- des Schichtdienstes der Eltern
zwischen den betreuung besser unter einen rund 15 Kinder im Alter von 10
Ländern des Hut zu bekommen“, erläutert Monaten bis 4 Jahren wochen-
Balkans einsetzt. Veronika Schmidt, die Hauswirt- tags betreut werden können.
Elf Veranstal- schaftsleitung und Projektverant- Sobald mehr Erzieher*innen
tungen in den wortliche im Haus. Dafür stehen angestellt sind, sollen die Betreu-
MÜNCHENSTIFT- schöne, kindgerecht eingerich- ungszeiten ausgeweitet werden.
Häusern bieten tete Räumlichkeiten inklusive Doch erst eine Erzieherin konnte
Gelegenheit, gemeinsam die verschiedenen Toiletten, Küche, Ruheraum bisher mit ihrer Arbeit beginnen.
Kulturen der Balkanregion kennenzulernen. und auch Spielmöglichkeiten Da auch eine weitere Großtages-
im Freien zur Verfügung. „Wir pflege im Haus an der Rümann-
Mehr Informationen zu den einzelnen haben bei der MÜNCHENSTIFT straße geplant ist, werden
Veranstaltungen: www.muenchenstift.de den Anspruch, der modernste dringend weitere Erzieher*innen
(Onlinemagazin) Pflegeanbieter mit den zufrie- gesucht.
KÜNSTLErISCHES
ENGaGEMENT
Mit mehr als 200 Werken, die seit 2009 in fes-
ten oder wechselnden Ausstellungen in sechs
Häusern der MÜNCHENSTIFT zu sehen sind, ist
das Hauptanliegen der Künstlerin Liane Riss, mit
Liane Riss
Witz, Farbe und künstlerischem Können den
Bewohner*innen eine Freude zu bereiten. Ihre
Ausstellungen haben in
der MÜNCHENSTIFT längst
legendären Charakter und
sind bei Bewohner*innen
und Mitarbeitenden glei-
chermaßen beliebt. Zu
ihnen gehören die Fotodo- men. Deswegen arbeitet Liane Riss an zwei neuen Bildse-
kumentation einer gemein- rien, die explizit für die Aufmunterung und Erheiterung der
samen Sargbemalung „Die Bewohner*innen von der Künstlerin geschaffen werden. Zum
letzte Wohnung“, „Wohn- einen greift sie ihre Liebe zur Architektur wieder auf und
raumateliers – der Platz an präsentiert in rätselhaften Bildern ein München in Leuchtfar-
Fotos: Liane Riss, MÜNCHENSTIFT
dem ich male“ oder „Vene- ben. Ob neu oder alt, ob Glaspalast oder Ruine: mit der ihr
zianische Reflexionen“. eigenen Sichtweise versteht sie es, selbst einfachen Dingen
Gerade jetzt, wo alte einen Hauch von Besonderheit zu verleihen. Dies spiegelt sich
Menschen coronabedingt auch in einer weiteren Bilderserie wider, in der die Künstlerin
sehr isoliert leben müs- eigene Tierfotografien mit digitalen Collagen in einen fanta-
sen, sind Anregungen sievoll gestalteten, fabelhaften Kontext stellt. Architektur oder
von außen in Form von Tiere – gemeinsam sind allen Bildern eine gewisse Portion
Bildern äußerst willkom- Humor, Fröhlichkeit und immer wieder leuchtende Farben.
14 MÜNCHENSTIFT MagazinAdvertorial
RÜCKENTRAINING IM SCHLAF
Warum nicht den Rücken während der Nachtruhe entspannen und gleichzeitig trainieren?
goodn8 ist ein revolutionäres, aktives Bettsystem, bestehend aus speziellem Bewegungsrahmen, Latten
rost und Matratze. Konstruiert ist es als Komplett-Einlegesystem für Ihr vorhandenes Bett. Während
Ihres Schlafes bewegt der lautlose Hochleistungsmotor den geteilten Lattenrost kontinuierlich bis zu
80 Minuten sanft auseinander und wieder zusammen.
Gut zur Bandscheibe Sanfte Dehnung Entspanntes Schlafen
Das sagen unsere Nutzer:
„Ich konnte feststellen, dass
goodn8 bei Verspannungen des
Rückens schnell entspannend wirkt
und auf Dauer meinen Rücken
stabilisiert!“
„Nun habe ich die ersten 3 Nächte
mit dem Bett verbracht und ich
kann Ihnen meine Erfahrungen
damit schildern. Meine Beschwer-
den haben sich von Freitag auf
Samstag um ca. 50 Prozent gebes-
sert. Dies hatte zur Folge, dass die
geplanten Cortison- und Schmerz
injektionen nicht mehr nötig
U
nsere Rückengesundheit und -fit- einen geteilten Lattenrost mit einer ange- waren.“
ness hängen maßgeblich von drei passten Matratze während des Schlafes
Faktoren ab: der Stärkung der kontinuierlich (bis zu 80 Minuten) sanft „Abgesehen vom hervorragenden
Rückenmuskulatur, der Entspannung auseinander und wieder zusammen. Das Service und der super Einweisung
und Entlastung des Rückengewebes und System passt problemlos in Standard- ist neben Bewegung an frischer
unserem psychischen Wohlbefinden. Bettmaße, sodass der gewohnte Bett- Luft das Bett das Beste, was mei-
rahmen nicht ersetzt werden muss. nem Rücken passieren konnte. Ich
Das goodn8 Rückenbett bedient alle drei benutze es nicht nur in der Nacht,
Faktoren. Es fördert aktiv Nachhaltige Performance sondern auch am Tag, wenn es
» die Regeneration und Entspannung Der goodn8 Rahmen ermöglicht eine mal wieder besonders im Rücken
für Rücken und Bandscheiben lautlose Bewegung, die durch einen zwickt. Es entspannt herrlich und
» den Erhalt und die Verbesserung der speziell optimierten Steppermotor über- ist so entlastend, dass es Schmerz-
muskulären Rückenbeweglichkeit, tragen wird. Das System ist hervorragend tabletten komplett überflüssig
sodass ein unbeschwerteres Aufste- ausbalanciert in Bezug auf hohe Perfor- macht.“
hen ermöglicht wird mance, lange Lebensdauer und große
» das Ein- und Durchschlafen: denn die Robustheit. Der Energieverbrauch beträgt
langsame und gleichmäßige Bewe- maximal 15 Watt. Das ist weniger, als
gung kann beruhigend und schlaf- eine Glühbirne zum Leuchten benötigt.
fördernd wirken.
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15DIE EINRICHTUNGEN DER MÜNCHENSTIFTGMBH
Allach-Untermenzing AMD Laim/Pasing Schwabing/Milbertshofen
Hans-Sieber-Haus Alfons-Hoffmann-Haus Karl-Rudolf-Schulte-Haus
Manzostraße 105, 80997 München Agnes-Bernauer-Straße 185, 80687 München Leopoldstraße 261, 80807 München
Tel. (089) 14375-0, -230 (AMD) Tel. (089) 546 47-0 Tel. (089) 356360-0
Bogenhausen AMD Neuhausen Sendling AMD
Haus an der Effnerstraße Haus Heilig Geist Haus St. Josef
Effnerstraße 76, 81925 München Dom-Pedro-Platz 6, 80637 München Luise-Kiesselbach-Platz 2, 81377 München
Tel. (089) 99833-0, -230 (AMD) Tel. (089) 17904-0 Tel. (089) 74147-0, -230 (AMD)
Giesing Nymphenburg Zentrum
Haus St. Martin Münchener Bürgerheim Mathildenstift
St.-Martin-Straße 34, 81541 München Dall’Armistraße 46, 80638 München Mathildenstraße 3b, 80336 München
Tel. (089) 62020-0 Tel. (089) 15709-110 Tel. (089) 549156-55
Ambulanter Dienst (AMD)
In diesen Häuser befinden sich
AMD-Standorte:
Hans-Sieber-Haus
Haus an der Effnerstraße
Haus St. Josef
Haus an der Tauernstraße
Haus an der Rümannstraße
Hadern Ramersdorf Münchner Menü-Service
Margarete-von-Siemens-Haus Haus St. Maria Ramersdorf Tel. (089) 62020-378
Heiglhofstraße 54, 81377 München St.-Martin-Straße 65, 81669 München
Tel. (089) 741550-0 Tel. (089) 49055-0
Hauptverwaltung
Tel. (089) 62020-340
Kirchseeoner Straße 3, 81669 München
Internet: www.muenchenstift.de
Fachstelle für pflegende An-
gehörige bei der MÜNCHENSTIFT
Tel. (089) 62020-308
E-Mail: fachstelle@muenchenstift.de
Harlaching AMD Schwabing AMD
Haus an der Tauernstraße Haus an der Rümannstraße
Tauernstraße 11, 81547 München Rümannstraße 60, 80804 München
Tel. (089) 64255-0, -230 (AMD) Tel. (089) 30796-0, -230 (AMD)Sie können auch lesen