NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
NEUE TÖNE
Kirchenmusik im Bistum Münster
2/2021
NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Impressum                                                                                VORWORT

                                                                                             Sehr geehrte Damen und Herren,
                                                                                             während dieses Heft entsteht, lockern sich nach und nach die Re-
    HERAUSGEBER                                                                              gelungen in der Coronaschutzverordnung. Gemeindegesang wird
    Bischöfliches Generalvikariat Münster                                                    wahrscheinlicher, gemeinsames Singen und Musizieren wieder
    Hauptabteilung Seelsorge                                                                 leichter möglich. Ich möchte mich ausdrücklich bei allen haupt-,
    Rosenstraße 16, 48143 Münster                                                            neben- und ehrenamtlichen Kirchenmusikern und -musikerinnen
                                                                                             sehr herzlich für ihr hohes Engagement in der zurückliegenden Zeit
                                                                                             bedanken.
    REDAKTION                                                                                                                                                     Maria Bubenitschek
    Ulrich Grimpe (v.i.S.d.P)                                                                Der Orgeldienst und der Dienst der Kantoren und Kantorinnen hat
                                                                                             durch das Schweigen-Müssen der Gottesdienstmitfeiernden eine neue Bedeutung und Be-
    GESTALTUNG                                                                               deutsamkeit erfahren. Kirchenmusiker und -musikerinnen stehen jetzt vor neuen Herausforde-
    Bischöfliches Generalvikariat                                                            rungen. Sie werden möglicherweise wieder oder auch ganz neu auf Menschen verschiedener
                                                                                             Altersgruppen zugehen und sie zum Singen in Chören und Chorgemeinschaften motivieren.
                                                                                             Vielleicht wird es an der ein oder anderen Stelle auch Zusammenschlüsse oder Vernetzungen
    DRUCK
                                                                                             von Chören geben. Stimmen müssen neu oder wieder behutsam aufgebaut werden; das Grup-
    Druckerei Joh. Burlage, Münster | www.burlage.de
                                                                                             pengefühl durch das gemeinsame Singen und Musizieren darf wieder erfahrbar werden. Das
                                                                                             gilt besonders für Kinder, die das gemeinsame Singen und Musizieren durch die Coronapande-
    REDAKTIONSSEKRETARIAT                                                                    mie kaum oder gar nicht bisher ausüben konnten.
    Bischöfliches Generalvikariat Münster
    Hauptabteilung Seelsorge                                                                 In diesem Zusammenhang möchte ich auf die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft „Singen
                                                                                             und Musizieren mit Kindern im Bistum Münster“ durch das Referat Kirchenmusik und auf
    Referat Kirchenmusik
                                                                                             einzelne Beiträge in diesem Heft verweisen.
    Rosenstraße 16, 48143 Münster
                                                                                             Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Durchhaltevermögen für die kommende Zeit. Ich wünsche
    Fon 0251 495-570                                                                         Ihnen Freude und Lust am gemeinsamen Singen und Musizieren. Ich wünsche Ihnen viel Krea-
    kirchenmusik@bistum-muenster.de                                                          tivität und Experimentierfreude in allen Feldern der Musik – von Formen der Gregorianik bis
                                                                                             zur geistlichen Popularmusik, die ja die Spannbreite der Kirchenmusik ausmachen.
    FOTOS                                                                                    Möge Sie Gottes Segen bei Ihrem Wirken begleiten und mögen Sie neue Informationen und
    Vermerke bei den Bildunterschriften.                                                     Ideen durch dieses Heft erhalten.

    TITELBILD
    Die Kirchengemeinden im Bistum Münster beteiligten sich mit 40 Veranstaltungen rund um
    den Orgeltag Westfalen am 13. Juni 2021.                                                 MARIA BUBENITSCHEK
                                                                                             Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge
                                                                                             im Bischöflichen Generalvikariat Münster

2                                                                                                                                                                                          3
NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Inhaltsverzeichnis

    INHALT
                                                                                                ORGELTAG
                                                                                                WESTFALEN 2021
     3    VORWORT                                  49   BERICHTE AUS DEN KREIS- UND
     5    ORGELTAG WESTFALEN 2021                       STADTDEKANATEN
     6    „Orgeltag Westfalen“ 40 Veranstaltun-    50   Kreisdekanat Borken
          gen im Bistum Münster                    52   Kreisdekanat Coesfeld
                                                   55   Stadtdekanat Münster
    25    ORGELKONZERTPROGRAMM ALS                 56   Kreisdekanat Recklinghausen
          KOMPOSITION                              58   Kreisdekanat Steinfurt
    26    Gastbeitrag: Das Orgelkonzertpro-        60   Kreisdekanat Warendorf
          gramm als Komposition                    62   Offizialatsbezirk Oldenburg

    32    AUS DEM REFERAT KIRCHENMUSIK             64   ORGELN
    33    Online-Studientage „Singen und Musi-     64   Neue Orgel für die Gnadenkapelle
          zieren mit Kindern“                           Telgte
    36    Orgelschulungen in den Dekanaten         65   Aus alt mach neu: Orgelupdate für St.
    37    Präventionsschulungen für Kirchen-            Margaretha, Lengerich
          musikerinnen und Kirchenmusiker          66   Eine neue Tuba für Billerbeck
    37    Auswertung der Umfrage zur Kirchen-
          musik im Bistum                          67 ANSCHRIFTEN
    38    IX. Werkwoche für Kirchenmusik in        68 Kreisdekanatspräsides und Regional-
          Warendorf/Freckenhorst                        kantoren
                                                   70 Bischöfliche Kirchenmusikschule
    39    BISCHÖFLICHE KIRCHENMUSIK-                    Münster
          SCHULE MÜNSTER                           71 Kirchenmusikausbildung im Offizialats-
    40    Tonsatz ist die Mathematik der Musik          bezirk Oldenburg
    41    Impulse für den ersten Orgelunterricht
    44    Workbook Orgelchoral
    45    Podcast zum Orgeltag Westfalen

    46    DIÖZESAN-CÄCILIEN-VERBAND
    47    Die Orgel – Die Königin

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Orgeltag Westfalen 2021

    „ORGELTAG WESTFALEN“                                                                          Gronau-Epe, St. Agatha: Am westfälischen Orgeltag 2021 beteiligte sich die Kirchengemein-
                                                                                                  de St. Agatha in Gronau-Epe mit dem musikalischen Märchen „Peter und der Wolf“. Sergej
    40 VERANSTALTUNGEN                                                                            Prokofjew komponierte dieses Werk, um Kindern die verschiedenen Klangfarben der Or-

    IM BISTUM MÜNSTER                                                                             chesterinstrumente vorzustellen. Deshalb waren Familien und Kinder besonders zu diesem
                                                                                                  Konzert eingeladen. Sie lauschten gespannt der von Pfarrer Thorsten Brüggemann erzählten
                                                                                                  Geschichte, die Kantor Martin Geiselhart mit der klangprächtigen Seifert-Orgel musikalisch
    Mit einer großen Kooperationskampagne haben die                                               darstellte. Die musikalische halbe Stunde entführte Groß und Klein in die wunderbare Welt
    Evangelische Kirche von Westfalen zusammen mit                                                der Märchen.
    den katholischen (Erz-)Diözesen Essen, Münster und
    Paderborn den „Orgeltag Westfalen“ am 13. Juni
    2021 ins Leben gerufen. Mehr als 100 Konzerte und
    Führungen konnten als Präsenzveranstaltung mit Pub-
    likum durchgeführt werden. Die Kirchengemeinden
    im Bistum Münster beteiligten sich mit 40 Veranstal-
    tungen am „Orgeltag Westfalen“. 100 Organistinnen
    und Organisten, Musizierende und weitere Künstle-
    rinnen und Künstler boten einen bunten Veranstal-
    tungsreigen rund um die „Königin der Instrumente“:
    Orgelwanderungen, Orgelkonzerte, Führungen sowie
    musikalischen Andachten und Gottesdienste fanden
    Dank der abflauenden Pandemie statt. Ein Schwer-
    punkt der bistumsweiten Veranstaltungen bildeten
    Konzerte und Führungen für Kinder und Familien. Im Rahmen der "offenen Kirchenmusik-
    schule" musizierten auch ganz junge Organistinnen und Organisten am Spieltisch in Müns-
    ters Hl. Kreuz-Kirche. Nachstehend ein Rückblick über die durchgeführten Veranstaltungen.

    KREISDEKANAT BORKEN

    Bocholt, St. Georg: Die „Orgelwanderung“ durch die Kirchen der Innenstadt, vorbereitet
    von den drei Kantoren Philipp Hövelmann (Liebfrauen), Norbert Langstein (St. Josef) und
    Werner Hespe (St. Georg), wurde umgeplant zu einer „Wanderung durch die Orgelmusik-
    Geschichte“ – einem Konzert in St. Georg. Die drei Organisten präsentierten den zahlreichen
    Konzertbesuchern Orgelmusik von 1490 bis 2011.                                                                                                              Martin Geiselhart spielte in Epe
                                                                                                                                                                „Peter und der Wolf“. Foto: privat

    Gronau, St. Antonius: Kantor Hans Stege spielte ein Konzert mit Werken von Bach, Pachel-
    bel, Rheinberger und Guilmant. Die 50 Corona konform platzierten Zuhörenden waren nicht
    nur von der Musik beeindruckt, sondern freuten sich auch über die Wiederaufnahme des
    Konzertbetriebes.

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Orgeltag Westfalen 2021

    Klein Reken, St. Antonius: Mit einem Gesprächskonzert beteiligte sich die Kirchengemeinde       Das Instrument wurde 2007 gereinigt und klanglich neu intoniert. Das zu hörende Stück ist
    St. Heinrich am Orgeltag Westfalen. An der Orgel des Elsässischen Orgelbauers Muhleisen         Bachs Präludium und Fuge a-Moll (BWV 551) – ein Jugendwerk aus seiner Arnstädter Zeit.
    spielte die Dorstener Konzertorganistin Felicia Meyerratken vor knapp 50 Zuhörern Sätze
    aus der Messe des Couvents des französischen Komponisten Couperin. Kirchenmusiker Udo
    Nobis gab dazu Erläuterungen zu den einzelnen Werken, sowie zu den Entwicklungen des
    französischen Orgelbaus. Exemplarisch für die sinfonische Orgelmusik erklangen dann Cho-
    ral h-Moll von Franck und das berühmte „Carillon de Westminster“ von Vierne.

                                                                                                    Das Video aus Burlo kann hier abgerufen werden: www.bistum-muenster.de/kirchenmusik

                                                                                                    KREISDEKANAT COESFELD

                                                                                                    Ascheberg-Herbern, St.-Benedikt: Uwe Reiner Bochmann gewährte einen besonderen Blick
                                                                                                    hinter die Kulissen der Fleiter-Orgel. Gleich mehrfach führte Bochmann interessierte Grup-
                                                                                                    pen durch die historische Orgel. Dabei betonte er, dass die Orgel seit dem Einbau vor 127
                                                                                                    Jahren baulich nicht verändert wurde. Theoretisch könne man mit Hilfe eines noch vorhan-
                                                                                                    denen Blasebalgs die Orgel auch ohne Strom spielen. Bochmann erklärte den mechanischen
                                                                                                    Vorgang vom Tastendruck bis zum Erklingen einer Orgelpfeife und brachte damit auch viele
                                                                                                    Jugendliche zum Staunen.
    Felicia Meyerratken aus Dorsten spielt in Klein Reken, St. Antonius. Foto: privat

                                                                                                    Billerbecker, St. Ludgerus: Mit einer Orgelvesper im Billerbecker Dom warb Kantor Lukas
                                                                                                    Maschke für den Orgeltag Westfalen. Im Wechsel mit geistlichen Impulsen gestaltete er eine
    Borken-Burlo, St. Marien: Kirchenmusikerin Elisabeth Klingner aus St. Ludgerus, Weseke,         Vesper an der großen und vielleicht bedeutendsten Orgel im nordwestdeutschen Raum mit
    hat ein Video zur Breil-Orgel in St. Marien in Borken-Burlo aufgenommen. Dort befindet          besonderer Orgelmusik und entlockte den 4.565 Pfeifen der Hauptorgel, den 338 Pfeifen
    sich die 1983 fertiggestellte Orgel aus der Werkstatt von Franz Breil aus Dorsten. Es ist ein   der Chororgel und den 23 Glocken des Carillon immer wieder neue Melodien und Klänge.
    mechanisches Orgelwerk auf zwei Manualen mit knapp 1.500 Pfeifen und 22 Registern.

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Chor undWestfalen
Orgeltag Corona – Stimmungsbilder
                  2021            aus dem Bistum Münster

                                                                                                     verdeutlichten die Vielseitigkeit der „Königin der Instrumente“. Parallel zur dargebotenen
                                                                                                     Orgelmusik wurden auf einer großen Leinwand zahlreiche Bilder und Fotos aus dem Inneren
                                                                                                     der Felizitas-Orgel gezeigt. Sie gaben einen Einblick in die technische Anlage der Orgel mit
                                                                                                     ihren rund 2.800 Pfeifen und veranschaulichten die einzigartige Kunst des Orgelbaus.

                                                                                                     Werne, St. Christophorus: In Werne fand eine musikalische Andacht statt. Auf Einladung
                                                                                                     der Stiftung „Musica Sacra Westfalica“ sangen und spielten Dagmar Borowski-Wensing (Sop-
                                                                                                     ran), Annemieke Corstens (Violine) und Kantor Dr. Hans-Joachim Wensing (Orgel). Zwischen
                                                                                                     Lesung, Psalmen und Gebeten erklangen Werke von Händel, Mozart und Haydn. Neben
                                                                                                     der einfühlsamen Begleitung an der Chororgel zeigte Wensing aber auch die Klangfülle der
                                                                                                     großen Seifert-Orgel auf der Empore auf. Für eine viersätzige Improvisation über Themen
                                                                                                     aus dem Gotteslob waren die Zuhörer eingeladen, Liedwünsche zu benennen.

     Lukas Maschke am Spieltisch der Domorgel in Billerbeck. Foto: Michaela Kiepe

     Havixbeck, St. Dionysius: Unter dem Titel „Sonntagsmusik“ erklangen in einem Orgelkon-
     zert Werke von Bach, Messiaen und Eben. Kirchenmusiker Matthias Schulte zeigte damit die
     klangliche Vielfältigkeit der Fleiter-Orgel. Darüber hinaus konnten sich auch die Besucher
     der Gottesdienste an dem Tag auf besondere Orgelmusik freuen. Dabei wies Schulte auf
     eine weitere außergewöhnliche Bedeutung der Orgel in diesem Jahr bei der virusbeding-
     ten Gestaltung der Gottesdienste hin: Die Orgel sei zurzeit die alleinige Vertreterin des
     fehlenden Gemeindegesangs. Dies sei Grund genug, das Instrument an diesem Tag auch in
     Havixbeck angemessen zu würdigen.

     Lünen, St. Marien: Mit „Feuer und Flamme“ erklangen in einem Orgelkonzert pfingstliche
     Werke an der großen Stockmann-Orgel. Der Organist Christian Drengk, der seit 2019 Kantor
     in der Reinoldi-Kirche in Dortmund ist, eröffnete mit Werken von Bach, Bunk und Duruflé
     („Veni Creator Spiritus“) gleichzeitig die diesjährige Konzertreihe „Orgelsommer 2021“.

     Lüdinghausen, St. Felizitas: Thomas Kleinhenz stellte die „Königin der Instrumente“
     mit einem gleichnamigen Orgelkonzert in den Mittelpunkt. Auf dem Programm standen
     Orgelwerke aus dem Zeitalter der Romantik von Mendelssohn, Renner und Reger. Das
     Orgelkonzert stellte aber nicht nur die klassisch-konzertante Seite der Pfeifenorgel vor: Be-
     arbeitungen und Transkriptionen von Orchesterwerken aus der Welt der Oper und Operette
                                                                                                     In Werne musizierten: Dr. Hans-Joachim Wensing, Dagmar Borowski-Wensing (Sopran) und Annemieke Corstens (Violine) – von links.
                                                                                                     Foto: Anke Schwarze

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Orgeltag Westfalen 2021

     STADTDEKANAT MÜNSTER                                                                                                KREISDEKANAT RECKLINGHAUSEN

     „Von 12 bis 12 – mit allen                                                                                          Marl, St. Georg: Die Pfarrei Heilige Edith Stein in Marl lud zu zwei „Orgel-Erklär-Konzerte“
     Registern!“: Unter diesem                                                                                           an der Metzler-Orgel in St. Georg ein: am Nachmittag für Kinder im Grundschulalter und am
     Motto standen die Veran-                                                                                            Abend für Erwachsene. Am Nachmittag erklärte Nicole Ahlert (Marl) als Kirchenmaus Karli in
     staltungen des Orgeltags in                                                                                         einem Musiktheaterstück gemeinsam mit Organist Markus Lienstromberg den Kindern und
     Münster und ergaben einen                                                                                           Eltern spielerisch die Orgel. Die Kinder lernten die verschiedenen Teile und Funktionen der
     bunten Reigen vielfälti-                                                                                            Orgel kennen: Labial- und Lingual-Pfeifen, Manuale und Pedale, verschiedenartige Musik
     ger Angebote. In St. Josef                                                                                          von träumerisch mit Zimbelstern („Weißt du wieviel Sternlein stehen“) über festlich (Hoch-
     Münster-Kinderhaus spielte                                                                                          zeitsmarsch von Mendelssohn, d-Moll-Toccata von Bach, Eurovisionsmelodie) bis Kinder-
     Sabrina Blüthmann unter                                                                                             lieder (Pippi Langstrumpf). Das letzte Musikstück galt Kirchenmaus Karli: die Melodie von
     dem Titel „Tiere auf der                                                                                            der „Sendung mit der Maus“ in einem schwungvollen Arrangement. Die Kinder konnten am
     Orgel“ Teile aus „Karneval                                                                                          Ende des Konzertes ein Orgel-Ausmalbild mit nach Hause nehmen. Wer sich traute, durfte
     der Tiere“ von Saint-Saens                                                                                          noch auf die Orgelempore kommen und die Orgel von Nahem sehen. Abends erklärten
     und Händels „Der Kuckuck                                                                                            Orgelbauer Bernhard Althaus aus Dorsten (Firma Klais) und Organist Markus Lienstromberg
     und die Nachtigall“. Markus                                                                                         den Erwachsenen die Orgel. Althaus gab Einblick in die Arbeit des Orgelbauers aus seiner
     Schröder fragte in St.                                                                                              mehr als 40-jährigen Berufserfahrung. Mit technischer Hilfe von Christian Koop (Ciko-Re-
     Sebastian, Münster-Nien-                                                                                            cords, Marl) wurde der Organist von der Orgelbühne auf einen Bildschirm nach unten
     berge, herausfordernd:                                                                                              übertragen. Eine Videodokumentation über den Tag in Marl ist auf dem YouTube-Kanal der
     „Orgel spielt!?“ und stellte                                                                                        Pfarrei Heilige Edith Stein nachzusehen: www.youtube.com/c/PfarreiHeiligeEdithSteinMarl/
     eindrücklich vor, wie man                                                                                           featured
     sinnvolle Liedbegleitung
     in ganz unterschiedlichen                                                                                           Orgelbauer Bernhard Althaus führte ein in die Kunst des Orgelbaus. Foto: Ciko-Records, Marl

     Stilen gestalten kann. Bei Adrian Greiner stellte online Orgel und Orgelmusik aus St. Gottfried vor. Foto: privat
     einer Zeit der Einkehr mit
     Barockmusik und Gebet konnten die Zuhörenden Diakon Ralf Ellwardt und Andreas Wickel
     (Orgel) in der Überwasserkirche lauschen. Die Liedzeile „Das Jahr steht auf der Höhe“ gab
     dem Konzert mit Dr. Winfried Müller in St. Joseph, Münster-Süd den roten Faden. Es erklan-
     gen Werke von Duruflé, Saint-Saens und Improvisationen. In der Mauritzkirche fand eine
     musikalische Andacht statt. Neben Orgelwerken von Sweelinck, Bach, Dubois und Gigout
     erklang die Kantate „Alles was ihr tut“ von Buxtehude, sowie Instrumental- und Vokalwerke
     von Händel, Diekamp und Duruflé. Die musikalische Leitung hatte Niklas Piel, der auch
     die Orgel spielte. Werke mit dem Vokalensemble „Voix humaine“ und Orgel standen am
     Abend in St. Lamberti auf dem Programm. Es erklang Musik von Bach, Brahms, Nystedt,
     Scheidemann, Parry und Escaich (Orgel und Leitung: Alexander Toepper). Den Schlusspunkt
     setzte am späten Abend Jutta Bitsch mit dem „KreuzKlang“ in der Heilig-Kreuz-Kirche. Mit
     Musik von Alain, Guilmant sowie Improvisationen klang der Orgeltag in Münster aus. Als
     Online-Angebote gab es eine Orgelführung (nicht nur) für Kinder aus der Lambertikirche
     mit Tomasz Adam Nowak und Niklas Piel sowie eine Orgelpräsentation aus St. Gottfried mit
     Adrian Greiner. Siehe: www.bistum-muenster.de/kirchenmusik

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Orgeltag Westfalen 2021

     KREISDEKANAT STEINFURT                                                                          Ibbenbüren-Püsselbüren, Herz Jesu:
                                                                                                     Zufall! Ausgerechnet am Tag des 70-jährigen Kirchweih-
     „Orgelspuren in und aus dem Kreis Steinfurt“ – die ursprünglich live geplante Veranstaltung     jubiläums fand der Orgeltag Westfalen 2021 statt. Das
     wurde von Stefan Peters und Andreas Wermeling als Video produziert. Die virtuelle Reise         Duo Ortmann-Brandt war mit einer Sommerandacht mit
     beginnt in Bevergern St. Marien. Die erste Station steht unter dem Thema „Orgelbau im           Musik für Orgel und Oboe zu Gast. So wurde die Herz-Je-
     Wandel der Zeit“. Ein Instrument von 1930 fand 1980 in der Kirche St. Marien eine neue          su-Kirche mit ihrer erneuerten Orgel zu einem Teil dieser
     Heimat. Die Orgelmanufaktur Peters aus Glandorf hat 2020 die Orgel restauriert, modifiziert     kulturellen Veranstaltungsreihe. Melanie Ortmann (Or-
     und einen neuen Spieltisch gebaut. Kirchenmusiker Konstantin Zacharow stellt die Orgel          gel) und Lukas Brandt (Oboe) hatten Musik von Bach bis
     klanglich vor. Die zweite Station führt in die evangelische Kirche nach Kattenvenne und         Piazzolla für zwei Konzertdurchgänge zusammengestellt.
     trägt den Titel „Ein seltenes Original“. Andreas Wermeling und Stefan Peters stellen hier ein
     Instrument von 1892 im Originalzustand vor und erklären die Technik der Röhrenpneumatik.
     Wermeling bringt das Instrument mit einem Andante von Flor Peeters zum Klingen. Die Rei-
     se endet in der Klavier- und Orgelmanufaktur Peters in Glandorf. Das Thema „Unter einem
     Dach – von der Idee zum Instrument“ zeigt eine moderne Orgelbauwerkstatt. Orgelbauer
     Peters erklärt die Abläufe eines Orgelbauprojektes. Die Reise schließt mit einer Demonstra-                                         Melanie Ortmann (Orgel) und Lukas Brandt (Oboe)
                                                                                                                                         spielten in Püsselbüren.
     tion der Arbeit des Orgelbauers an der Intonierlade.                                                                                Foto: privat

     Ein zweites Video hat Andreas Wermeling in der Basilika St. Antonius Rheine produziert.
     Unter dem Titel „Quo vadis, Orgel“ stellt Wermeling am neuen Gaida-Spieltisch unterschied-
                                                                                                     KREISDEKANAT WARENDORF
     liche Konzepte und Zukunftsaussichten im Orgelbau vor. Beide Videos sind hier abzurufen:
     www.bistum-muenster.de/kirchenmusik
                                                                                                     Beckum, St. Stephanus: An der historischen Klais-Orgel von 1913 konzertierte Elizaveta
                                                                                                     Suslova (Detmold). Auf dem Programm standen Werke von Bach, Franck, Mendelssohn und
                                                                                                     Liszt. Das Konzert konnte im Livestream mitverfolgt werden. Im Anschluss fand ein kurzer
     „Orgelspuren“ lautet der Titel eines Videos über Orgeln im Kreis Steinfurt.                     Austausch über das Instrument mit Kantor Berthold Labuda statt. Auf dem Y­ ouTube-Kanal
                                                                                                     „Klais-Orgel Beckum“ ist die Orgelführung mit Innenansichten des Instruments sowie die
                                                                                                     Aufzeichnung des
                                                                                                     gestreamten Konzertes
                                                                                                     anzusehen.

                                                                                                     Elizaveta Suslova konzertierte an
                                                                                                     der historischen Klais-Orgel in
                                                                                                     Beckum. Foto: privat

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Chor undWestfalen
Orgeltag Corona – Stimmungsbilder
                  2021            aus dem Bistum Münster

     Begeisterten in Sassenberg und Füchtorf: Philipp Hülshörster, Claudia Lawong, Malte Unverfehrt, Ida Laumann und Christian Ortkras   Ildefons Klein (Violine) und Gregor Lieckenbröcker (Orgel) musizierten im Gottesdienst in Oelde, St. Joseph. Foto: privat
     (von links nach rechts). Foto: privat

     Sassenberg, St. Marien und St. Johannes: Zwei wertvolle Instrumente finden sich in der fu-                                          Stromberg, St. Lambertus: Kirchenmusiker Wilfried Thorwesten rückte die beiden klangvollen
     sionierten Pfarrei. In Füchtorf wurde vor 30 Jahren von der Firma Sauer (Ottbergen) ein neu-                                        Instrumente in der Pfarrkirche St. Lambertus und in der Heilig-Kreuz-Wallfahrtskirche in den Fo-
     es Instrument unter Verwendung von Registern aus der Vorgängerorgel eingebaut. Einen                                                kus. Im Rahmen eines „Orgelspaziergangs“ lud er zu einer Orgelreise quer durch die Geschichte
     kompletten Neubau aus der Bautzener Orgelbauwerkstatt Eule beherbergt die Sassenberger                                              und Kulturen Europas ein. Die Veranstaltung begann mit einem Gesprächskonzert in St. Lamber-
     Pfarrkirche. Beide Instrumente wurden von Orgelschülern und Organisten der Pfarrei in den                                           tus in Unterstromberg. Thorwesten stellte an ausgesuchten Orgelwerken die Großartigkeiten
     Gottesdiensten am Orgeltag mit klangvollen Orgelwerken vorgestellt. Bereichert wurden die                                           und Eigentümlichkeiten der Orgelszene vor, die er durch heitere und besinnliche Kommentare
     Gottesdienste mit einer Solo-Messe für Gesang und Orgel von Johann Anton Kobrich. Für                                               erläuterte. Nach einem Spaziergang zur Wallfahrtskirche auf dem Burgberg ging die Orgelreise
     den vokalen Part konnte die Sopranistin Claudia Lawong gewonnen werden.                                                             mit einem zweiten Konzert mit Anekdoten zur Geschichte der Orgel und der Orgelmusik weiter.

     Oelde, St. Joseph: Die 1957 von der Firma Breil erbaute Orgel stand im Mittelpunkt der Got-
     tesdienste, die mit Originalwerken für Orgel und Violine von Rheinberger, Reger und Saint-
     Saens durch Ildefons Klein (Violine) und Gregor Lieckenbröcker (Orgel) gestaltet wurden.
     Orgelsolo-Stücke von Clerambault und Purcell komplettierten das Programm.

                                                                                                                                                                                                                                                             Im Fokus in Stromberg:
                                                                                                                                                                                                                                                             die Orgeln der Pfarr-
                                                                                                                                                                                                                                                             kirche St. Lambertus
                                                                                                                                                                                                                                                             (links) und in der Heilig-
                                                                                                                                                                                                                                                             Kreuz-Wallfahrtskirche.
                                                                                                                                                                                                                                                             Foto: privat

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NEUE TÖNE Kirchenmusik im Bistum Münster 2/2021 - Bistum Münster
Orgeltag Westfalen 2021

     Telgte, St. Clemens: Zu einem Kinderorgelkonzert mit einer Bearbeitung des berühmten                    Bach und mehr beim Werkstattkonzert
     „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens lud Kantor Michael Schmitt in die Wallfahrts-              Beliebt bei den Auszubildenden: die „acht kleinen Präludien und Fugen“ – Johann Sebastian
     kirche ein. Stephan Hinssen sprach dazu humorvolle Texte von Loriot.                                    Bach zugeschrieben – sie gelten als ideale Unterrichtsliteratur für Anfänger und Fortge-
                                                                                                             schrittene. Paul Krämer, Julia Reckermann, Jan-Philipp Pflügl (alle Münster) sowie Christophe
     Freckenhorst, St. Bonifatius: In der Stiftskirche fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe                König (Gronau) präsentierten eine Auswahl aus der Sammlung. Lavinia Dragoș (Münster)
     der Warendorfer Galeriekonzerte ein Konzert mit Susanne Ehrhardt (Berlin) Klarinette und                spielte aus Bachs Orgelbüchlein zwei Bearbeitungen: „Vater unser im Himmelreich“ und
     Blockflöte und Sergej Tcherepanov (Lübeck) statt.                                                       „Wer nun den lieben Gott lässt walten“. Pascal Kanngiesser (Münster) spielte ein Präludium
                                                                                                             c-Moll eines unbekannten barocken Komponisten. Romantischer wurde es mit Regers
                                                                                                             „Aus tiefer Not“ (Tobias Köttermann, Münster), Henry Smarts „Sopran-Melody“ (Monika
                                                                                                             Lukaszczyk, Geldern) und Emil Sjögrens „Legende“ sowie Gigouts „Allegro“ (aus Album
                                                                                                             Grégorien), gespielt von Johannes Winter (Münster). Richtung 20. Jahrhundert ging es mit
                                                                                                             Langlais „Librè“ (Dr. Thomas Hilker, Münster) und Duprés rasantem „Sortie“, vorgetragen
                                                                                                             von Tim Böing aus Bocholt.

                                                                                                             Tobias Köttermann, Münster                     Monika Lukaszczyk, Geldern

     In Freckenhorst musizierten Sergej Tcherepanov und Susanne Ehrhardt. Foto: Christoph Schulte im Walde

     WERKSTATT-KONZERT DER KIRCHENMUSIKSCHULE BEIM ORGELTAG WESTFALEN

     Eingebettet in den vielfältigen Reigen der Konzerte und Veranstaltungen des „Orgeltages                 Simon Halfmann, Münster                        Laura Opalinski, Recklinghausen

     Westfalen“ präsentierten sich die Auszubildenden der Kirchenmusikschule aus Münster
     und Xanten in Münsters Heilig-Kreuz-Kirche. „Wir öffnen unsere Kirchenmusikschule und
     geben einen Einblick wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Orgelspielen erlernen“,
     sagt Grimpe zu Beginn der Veranstaltung. Orgelschülerinnen und -schüler sowie Ehemalige
     präsentierten zahlreiche Orgelstücke am externen Spieltisch im Altarraum der Kirche. Das
     Besondere: der Spieltisch beinhaltet auch einige Register, die zudem eine Hörkontrolle des
     eigenen Spiels ermöglichen.

                                                                                                             Tobias Laufer, Recklinghausen                  Phileas Kuhlmann, Recklinghausen

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Orgeltag Westfalen 2021

     Ehemalige C-Schüler                                                                                    Der „Seelenvogel“ von Thorsten Maus
     Auch drei ehemalige Auszubildende der Kirchenmusikschule präsentierten ihre erlernten                  Um die musikalische Darstellung von Gefühlen geht es bei der Komposition von Thorsten
     Fertigkeiten im Orgelspiel: die beiden Münsteraner Simon Halfmann (C-Examen 2020) spiel-               Maus, der kurze Musikstücke zur Fantasiegeschichte „Der Seelenvogel“ von Michael Snunit
     te die „Fanfare in D“ von Lemmens und Matthias Konrad Adleff (C-Examen 2019) ein selbst                komponiert hatte. Die drei jungen Recklinghäuser Auszubildenden im Orgelspiel, Laura Opa-
     zusammengestelltes Triptychon: „Sollt ich meinem Gott nicht singen?“ mit einem Choral im               linski, Tobias Laufer, Phileas Kuhlmann musizierten die kurzen Charakterstücke. Orgellehre-
     Kantionalstil, Postludium von Karg-Elert und einem improvisierten „Ausklang a la Messiaen“             rin Lucia Müller las dazu entsprechende Abschnitte aus der Geschichte vom „Seelenvogel“.
     mit reichlich Vogelgesang und typischen Harmonien. Luisa Blas, Emsdetten, kam als Studen-
     tin der Kirchenmusik aus Regensburg angereist und überzeugte mit Bachs schwingenden
     Präludium in C-Dur und einem klangvollen „Cortège nuptiale“ von Mélanie Hélène Bonis.

     Matthias Konrad Adleff, Münster                                     Luisa Blas, Emsdetten/Regensburg

     Uraufführung: neue Orgelmusik für Kinder
     Eigens für diesen Anlass komponierten Jutta Bitsch und Thorsten Maus sogar etwas Neues:
     Bitsch hat, angelehnt an den Sonnengesang, Orgelminiaturen für Kinder geschrieben, die
     von zwei Schülern präsentiert wurden. Einer von ihnen war der elfjährige Johannes Lang,
     der seit vier Jahren Orgelunterricht nimmt. „Mich fasziniert die Vielfalt des Instrumentes“,
                                                                                                            Klangvolle Versetten für Kinder komponierte Thorsten Maus anlässlich des Werkstattkonzertes der Kirchenmusikschule.
     erklärte der Schüler. „Es gibt viele verschiedene Register und die Orgel kann ein ganzes
     Orchester mit unterschiedlichen Klängen darstellen.“ Das wurde beim Sonnengesang beson-                „Die Lockerungen der pandemie-bedingten Einschränkungen machten es möglich, dass wir
     ders deutlich. Jutta Bitsch gab einen Einblick in ihre Komposition, die verschiede Elemente            die Vielfalt der Orgel glücklicherweise vor Ort präsentieren durften“, resümierte Ulrich Grim-
                                                                          wie Wasser, Wind und              pe im Anschluss an das Werkstattkonzert und dankte den Anwesenden für ihr Kommen. 150
                                                                          Feuer in klangvolle musi-         Besucherinnen und Besucher saßen verteilt in Münsters Kreuzkirche, die mit den notwendi-
                                                                          kalische Sprache für Kin-         gen Sitzabständen komplett gefüllt war.
                                                                          der umsetzte. Beteiligt an
                                                                          dieser Uraufführung wa-
                                                                          ren die jungen Münstera-
                                                                          ner Organisten Johannes
                                                                          Lang und Johannes Hopf,
                                                                          die unterstützt von
                                                                          Orgellehrer Niklas Piel
                                                                          die abwechslungsreichen
                                                                          Episoden vortrugen.
     Johannes Hopf spielte die Uraufführung von Jutta Bitschs „Sonnengesang“.

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Orgeltag Westfalen 2021

     „Das Orgelkonzert war sehr, sehr schön!“
                                                                                                Wie habt Ihr die Klänge der Orgel und die Registrierungen gefunden?
     Im Rahmen des Werkstattkonzertes spielte Johannes Lang aus Münster als einer der
     jüngsten Schüler der Kirchenmusikschule Münster Orgelkompositionen für Kinder von Jutta
     Bitsch. Ulrich Grimpe sprach mit Johannes Lang und fragte ihn nach den Eindrücken vom
     Konzertnachmittag in Münsters Hl.-Kreuz-Kirche:                                            Wir haben die Stücke erstmal auf der Orgel in Hl. Kreuz drauflosgespielt. Dann haben
                                                                                                wir überlegt und probiert, welche Register ganz schön klingen. Wir hatten schon eine
                                                                                                Vorstellung, wie die einzelnen Register klingen und eine ungefähre Idee wie es dann
                                                                                                zusammenklingen soll. Dann haben wir für den Orgeltag alles einprogrammiert. Das
                                                                                                war eigentlich nicht so schwer.

                                                                                                Wie hast Du Dich konkret auf das Konzert in Hl. Kreuz vorbereitet?

                                                                                                Ich habe vorher an der Orgel von St. Michael bei uns zuhause um die Ecke geübt. Ich
                                                                                                habe dann zweimal an der Orgel in Hl. Kreuz gespielt. Da ist es ganz anders mit dem
     Johannes Lang mit Orgellehrer Niklas Piel am Orgelspieltisch in Hl. Kreuz.
                                                                                                Raum und dem Nachhall und der Verzögerung. Direkt vor dem Konzert konnte ich mich
                                                                                                in Hl. Kreuz leider nicht einspielen.

        Johannes, wie hast Du Dir die Stücke von Frau Bitsch erarbeitet und wie lange dauerte
        es, bis Du die Stücke „vorspielreif“ beherrscht hast?

                                                                                                Und dann das Konzert selbst: Wie hast Du das Vorspielen für Dich selbst erlebt? Was
                                                                                                hast Du davon heute noch in Erinnerung?
        Niklas Piel und ich haben uns mehr oder weniger direkt auf die neuen Stücke drauf-
        gestürzt. Dann habe ich ungefähr einen Monat gebraucht, um die Stücke perfekt zu
        beherrschen.

                                                                                                Das Orgelkonzert war sehr, sehr schön. Davor war ich ziemlich aufgeregt; nachdem ich
                                                                                                gespielt habe, aber nicht mehr, und dann fand ich es schön zu hören und zu schauen
                                                                                                wie die anderen spielen.

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Orgeltag Westfalen 2021

      Möchtest Du noch einmal solch ein Orgelkonzert geben?
                                                                                                 ORGELKONZERT-
                                                                                                    PROGRAMM
                                                                                               ALS KOMPOSITION
       Ja, ich würde sehr gern nochmal so ein Konzert spielen. Aber mit den ganzen Arbeiten
      gleichzeitig in der Schule und den Corona-Maßnahmen fand ich es auch ein wenig
      stressig. Vor allem, weil ich nicht so richtig viel in Hl. Kreuz üben konnte.

      Wann hast Du mit dem Orgelspiel begonnen und hattest Du zuvor schon ein anderes
      Instrument gespielt?

      Vor der Orgel habe ich schon Klavier gespielt – seit ich fünf bin. Mit sieben habe ich
      mich dann für die Orgel interessiert, auch weil wir mit dem Domchor immer unter der
      Orgel singen. Dann habe ich mit acht an der Orgel angefangen, aber zwischendurch
      wieder Pause gemacht. Seit ich im letzten Jahr bei Niklas Piel Orgelunterricht bekom-
      me, habe ich regelmäßig Unterricht. Mit Pausen bin ich also schon seit drei Jahren an
      der Orgel.

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Orgelkonzertprogramm als Komposition

     GASTBEITRAG: DAS ORGELKONZERT-                                                                      laut / leise
                                                                                                         langsam / schnell
     PROGRAMM ALS KOMPOSITION                                                                            lang / kurz
     Von Johannes Geffert, Köln                                                                          Dur / Moll
                                                                                                         alt / modern
     Von Orgelvesper über Lunchtime-Orgel, von Orgel-An-                                                 farbige Registerwechsel / gleichbleibender Klang
     dacht bis zur Orgel-Nacht und großen internationalen                                                heitere / tiefergehende Stimmung
     Konzertreihen gibt es zahlreiche Konzertformate. Allen                                              Tonartenwechsel
     gemeinsam ist die offene Tür der Kirche und oft auch
     eine überregionale Werbung. Besonders groß ist die                                               Kontraste schaffen
     Chance, kirchenfernere Menschen zu erreichen, die im                                             Nach dem Forte eines großen Bach-Präludiums wirkt die filigrane Struktur einer Pachelbel-
     Hören der Musik, im Wahrnehmen eines sakralen Raumes                                             Partita in farbiger Registrierung großartig. Nach dem Reichtum an Verzierungen bei de
     spirituelles Erleben spüren. Die Öffentlichkeit über die                                         Grigny hört man lieber die Geradlinigkeit eines Trios von Krebs, statt Böhms Choralbearbei-
     Kerngemeinde hinaus zu erreichen, ist ein segensreicher                                          tung „Vater unser“ mit seiner reichen Ornamentik. Wie „erholsam“ klingen Mendelssohns
     Auftrag für die Kirchenmusik – und gleichzeitig Verpflich-                                       Finalsätze in den Sonaten drei und sechs, weil sie jeweils einen Stimmungswechsel vollzie-
     tung. Denn an eine öffentliche Konzert-Veranstaltung sind                                        hen. Die Folge der Tonarten und die unterschiedlichen Formen und Affekte in Mendelssohns
     Qualitätsmaßstäbe anzulegen.                                                                     Sonate I können Beispiele sein, wie wir im größeren Zusammenhang eines Konzertprogram-
                                                                  Johannes Geffert. Foto: Schafgans   mes spannungsvolle Gegensätze schaffen können.
     Schlechte Orgelmusik!
     „Die Orgel wird öffentlich so schlecht gespielt wie kein anderes Instrument“, – leider ist       Gleiche Tonarten vermeiden
     diese Aussage wahr! Natürlich können Organistinnen und Organisten nicht die gleiche tech-        Eintönig erscheint eine Folge von Kompositionen in nur einer Tonart:
     nische Perfektion haben wie Pianisten, die mit einem oder zwei Programmen eine ganze Sai-           Buxtehude: Passacaglia in d
     son lang die Bühnen der Welt bespielen. Jede Orgel ist anders, allein die unterschiedlichen         Böhm: „Vater unser“ in d
     Tastenmensuren, die verschiedenen Pedalpositionen, die Klaviaturumfänge, die Bedienung              Bach: Triosonate III in d
     der Register, das jedem Instrument anzupassende Repertoire, all das macht das Konzertie-            Bach: Toccata d-Moll
     ren schwerer. Der Erfolg von Orgelkonzerten hängt zu einem Drittel von der spielerischen            Mendelssohn: Sonate VI
     Potenz ab, zu einem weiteren Drittel in der guten Registrierung und im letzten Drittel beruht       Guilmant: Final aus Sonate I in d
     er auf einem stimmigen Programm!
                                                                                                      Diese Auswahl hat zwar einen Querbezug mit dem „Vater unser“-Choral bei Böhm und Men-
     Der Konzertbesuch muss sich lohnen                                                               delssohn; die Werke sind von unterschiedlichem Charakter, aber wechselnde Stimmungen
     Wer zu einem Orgelkonzert einlädt, spielt für Menschen, die sich auf den Weg gemacht             werden durch wechselnde Tonarten besser erfahrbar gemacht.
     haben, auf harten Bänken sitzen und gelegentlich frieren müssen. Diese Menschen sollten
     mit dem Gefühl nach Hause gehen, dass sich der Besuch gelohnt hat, noch besser: dass             Mehr Querbezüge und Symmetrie hätten beispielsweise:
     man wiederkommen möchte. Über die musikalische „Bewirtung“ sollten wir uns Gedanken                Buxtehude: Toccata in d
     machen. Ein gutes Programm ist einer erlesenen „Speisefolge“, einem Menü vergleichbar,             Guilmant: Allegro op.18,2 fis-Moll mit Dur-Schluss
     auch wenn im Konzert ein „Hauptgang“ am Schluss stehen darf und „das Süße“ eher ein                Böhm: „Vater unser“ in d
     Zwischenspiel sein wird.                                                                           …?
                                                                                                        Mendelssohn: Sonate VI
     Eine abwechslungsreiche Programmfolge bieten zunächst einfache Gegensätze:                         Guilmant: Invocation op. 18,3 B-Dur
                                                                                                        Bach: Toccata d-Moll

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Orgelkonzertprogramm als Komposition

     Die Tonartenfolge und der „Architekturplan“ des Programms ist überzeugend. Vom ur-                   Frescobaldi: Toccata per Elevatione in e-Moll
     sprünglichen Konzept in d-Moll ist man gar nicht so weit entfernt. Einen Schwachpunkt stellt         Bruhns: Praeludium e-Moll
     allerdings der Übergang vom leisen Finalsatz Mendelssohns zur langsamen „Invocation“ Gu-             Bach: Triosonate G-Dur
     ilmants dar. Ob man die beiden Sätze des Franzosen tauscht? Und was kommt in die Mitte,              Mendelssohn: Sonate III A-Dur
     gleichsam als Zentrum des Programms? Etwas Kleines wie Guilmants op.18,4 „2 Versets et               Willscher: aus dem „Vogelarium“
     Amen“? Das wäre gut für die Querbezüge, inhaltlich passend zwischen den „Vater unser“-               Elmore: Toccata Rhumba b-moll/Dur
     Vertonungen, aber doch zu kleinteilig und unbedeutend.
                                                                                                       In diesem „bunten“ Programm gibt es eine fokussierende Einleitung mit Frescobaldi.
     Besonders nach der Statik des Böhm und vor der Ruhe der Einleitung bei Mendelssohn                Bruhns, Mendelssohn und Elmore werden auf Grund ihrer kraftvollen Mehrteiligkeit und
     bedarf es eines starken, lebhaften Ausdrucks. Ein solcher Gegensatz würde Böhm und                dynamischen Bandbreite als gewichtige Säulen wahrgenommen. Während die ungleich am
     Mendelssohn zu bester Wirkung verhelfen und zu dem machen, was sie sind: ruhige, große,           schwersten zu spielende Triosonate und die Vogelmeditationen einen filigranen „Zwischen-
     ernste Musik (selbst angesichts der virtuosen Steigerung in den Variationen des Letzteren).       raum“ eröffnen. Beachten Sie auch die Tonartenfolge.
     Also Guilmants „Grand Choeur“ op.18,1 dazwischen – oder etwas Modernes? Petr Ebens
     Choralfantasie „Amen – es werde wahr“ oder „Christ avec le Saint-Esprit dans la gloire du         Der folgende Programmausschnitt zentriert auf Bachs Choralvariationen; wie zwei Altarflü-
     Père“ von Naji Hakim?                                                                             gel auf ihr Zentrum hindeuten:
                                                                                                          Buxtehude: Präludium g-Moll
     Orgelprogramm als persönlicher Auftrag und Botschaft                                                 Bach: Partita „O Gott“ c-Moll
     Sie sehen, diese Überlegungen können weitergehen! Mich kostet das Nachdenken über die                Mendelssohn: Präludium und Fuge G-Dur
     „Komposition“ eines Konzertprogrammes viel Zeit. Und ein Programm ist eine Botschaft: es sollte   oder:
     unseren Auftrag als Kirchenmusikerinnen und -musiker sicht- und hörbar machen. Zusammen              Karg-Elert: „Jesu, meine Freude“ (Passacaglia aus op. 65)
     mit der jeweiligen Interpretation bildet es auch unsere musikalische Persönlichkeit ab.              Reger: Consolation (Tröstung) aus op. 65
                                                                                                          Franck: Choral II (Passacaglia)
     Ein unerlässlicher Ratgeber: Das Kirchenjahr
     Das Kirchenjahr ist ein hilfreiches Geländer und unerlässlicher Ratgeber für unsere Pro-          Gesamtaufführungen: Vorsicht!
     grammauswahl. Gedankenlos, wenn im Sommer als ruhiges Zwischenstück Bachs „Nun                    Zyklische Werke und Gesamtaufführungen sind ein Sonderfall bei der Programm-Kompositi-
     komm der Heiden Heiland“ gespielt wird. Widors Sinfonie „Romane“ ist nicht vor Ostern             on. Zunächst ordnet auch hier das Kirchenjahr. Bei einer Gesamtaufführung aller Orgelwerke
     vertretbar, Duprés „Variations sur un Noel“ oder „Der Kreuzweg“ auch nicht nach Ostern.           Bachs werden die Choräle ihrer jeweiligen Festzeit zugeordnet. Gerade hier lassen sich
     Sweelinks „Mein junges Leben hat ein End“ gehört ebenso wenig in die Advents- oder Weih-          gemischte Programme aus freien Werken und Chorälen zusammenstellen und entsprechend
     nachtszeit wie Bachs Pastorale am Ewigkeitssonntag. Choralbearbeitungen in allen Farben           im Jahreskreis terminieren.
     des Kirchenjahres gibt es in Hülle und Fülle. Selbst freie Stücke können den liturgischen
     Kalender affektvoll ausdeuten: zu „Himmelfahrt“ Bachs D-Dur. Bei der Komposition der              Spannend: die drei „Choräle“ von Franck an einem Abend bringen – jeweils davor Bachs
     Programme sind wir übrigens nicht nur als Ausübende, sondern oft als Veranstaltende für           Choräle „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ aus den „Leipziger Chorälen“ spielen. Bach und
     Gastorganisten in der Verantwortung. Wir dürfen unseren Solisteninnen und Solisten mit-           Franck: evangelisch und katholisch, Barock und Romantik, theologische Ausdeutung und
     teilen, was an ihren Programmen nicht stimmig ist, was wir gern anders hätten.                    subjektive Kontemplation; welch innerer Zusammenhang trotz größter Differenz.

     Architektur eines Konzertprogrammes                                                               Großwerke brauchen ihren Raum im Programm und die entsprechende Orgel:
     Aufbau und Architektur eines Programmes kann uns zu kreativen „Baumeistern“ machen.                  Reger: Introduktion, Passacaglia und Fuge op. 127
     Führt uns ein erstes Werk bereits mitten hinein in das „Mittelschiff“ einer Kirche, oder             Franck: Grande Piece Symphonique
     stehen wir zunächst in der „Vorhalle“? Welche gewichtigen, tragenden „Säulen“ hat das Pro-        Denn Franck ist völlig anders als Reger.
     gramm, welche „schmückenden Altäre“ finden sich dazwischen:

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Orgelkonzertprogramm als Komposition

     Nicht gut:                                                                                     Finale:
        Liszt: Ad nos                                                                               Man nehme:
        Reubke: Sonate                                                                                 die entsprechende Zeit im Kirchenjahr – ein Komponisten-Jubiläum
     Das gefällt zwar Fachleuten, aber für die spielen wir nicht!                                      alle Möglichkeiten des Instrumentes
                                                                                                       bedenke die Gegebenheiten von Raum und Akustik
     Besser:                                                                                           sortiere nach Abwechslung, Gegenüberstellung, Ordnungsprinzip
        Bach: Toccata, Adagio und Fuge C-Dur                                                           würze mit etwas persönlichen Vorlieben
        Mozart: f-Moll KV 608                                                                          akzentuiere mit passenden Tonartenfolgen
        Franck: Grande Piece Symphonique                                                               binde alles zusammen durch übergeordnete Gedanken, ein Thema
     Francks ruhiger Anfang in fis-Moll nach Mozarts f-Moll Schluss im Forte ist ein reizvoller        prüfe recht, werbe gut, übe lange mit Geduld!
     Übergang und eröffnet eine neue Stimmung. Aufsteigende Tonartenwechsel wirken übri-
     gens positiver als ein „Abstieg“ (nomen est omen). Und die unterschiedliche Behandlung der     Nachwort
     Großform in diesen drei Werken schafft Zusammengehörigkeit im Programm.                        Alle Fehler der Programm-Komposition, die „Sünden“, die ich beschrieb, habe ich selbst oft
                                                                                                    genug begangen. Machen Sie es besser!
     Zeitgenössische Musik richtig „verpacken“
     Viele Konzertbesucher tun sich schwer mit zeitgenössischer Musik. Deshalb programmiere ich
     das neue Stück immer in einem Kontext besonderer Publikumswirksamkeit. Der Erfolg liegt
     darin, dass die „schöne“ Musik Ausgeglichenheit und Zufriedenheit auslöst und das Neue nicht
     als „Ärgernis“ sondern als Bereicherung empfunden wird und zum Aufhorchen führt:

        Bach: Toccata, Adagio und Fuge C-Dur
        Henning Frederichs: Improvisationen über das Dies Irae für Pedal solo
        Widor: drei Sätze aus der Sinfonie Nr. 8

     Hier wird ein „schwieriges“ Werk mit beliebten Meisterwerken „verpackt“, die Dreisätzigkeit
     aller Kompositionen schafft ein Muster und vergleichbare Proportion.

     Die eigene Orgel „in Szene“ setzen
     Als Kirchenmusikerinnen und -musiker spielen wir in der Regel auf Instrumenten ohne be-
     sondere stilistische Ausrichtung. Manche Musiker bedauern das, doch für die Vielseitigkeit
     des möglichen Repertoires ist dies hilfreich. Die Wirkung unserer Programme hängt von der
     Kunst ab, wie wir die Instrumente in Szene setzen: Die Werke sollten klanglich abwechs-
     lungsreich präsentiert werden. Bei Variationen also immer die Manuale wechseln. Das
     Plenum jeder Komposition kann anders klingen; bei Buxtehude wenig Grundstimmen, mehr           Johannes Geffert 2011 beim Organistentag in Rheine. Foto: Referat Kirchenmusik
     Oberton, bei Bach mehr Gravität, bei Mendelssohn nicht schwer oder dick, bei Widor keine
                                                                                                    Zum Autor
     deutschen Mixturen – und bei Reger: alles (?).
                                                                                                    Johannes Geffert wuchs in den Traditionen des Kirchenmusikerberufes auf. Nach Kantoren-
                                                                                                    ämtern in Aachen und Bonn leitete er von 1997 bis 2015 die Abteilung evangelische Kirchen-
                                                                                                    musik an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Große internationale Konzerttätigkeit
                                                                                                    ließ ihn viele Programme erfinden und erproben. 2011 war er Gast im Bistum Münster beim
                                                                                                    Organistentag in Rheine.

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Aus dem Referat Kirchenmusik

     AUS DEM REFERAT           ONLINE-STUDIENTAGE „SINGEN UND MUSI-
                               ZIEREN MIT KINDERN“
     KIRCHENMUSIK              Interessen- und Arbeitsgemeinschaft im Bistum Münster gegründet

                               Wie kann das Singen und Musizieren mit Kindern und Jugendlichen wieder neu Fahrt auf-
                               nehmen? Mit dieser Frage beschäftigten sich mehr als 30 Chorleiterinnen und Chorleiter aus
                               dem Bistum Münster bei zwei Online-Studientagen.

                               Erster Online-Studientag „Singen und Musizieren mit Kindern“ im Februar 2021.

                               Drei Impulsreferate
                               Beim ersten Online-Studientag stellten in drei Impulsreferaten Sebastian Piel (Kevelaer),
                               Artur Jurczyk (Mettingen) und Niklas Piel (Münster) ihre Chor- und Instrumentalmethodik
                               vor. Als Schlüssel für eine erfolgreiche Arbeit mit Kindern kristallisierte sich eine Kooperation
                               mit örtlichen Grundschulen heraus: Artur Jurczyk berichtete dazu, dass er wöchentlich regel-
                               mäßig Singstunden in Grundschulen in Mettingen anbiete, die fest im Stundenplan integriert
                               seien. Sebastian Piel sagte, ein enger Kontakt zu den Eltern und die verantwortliche Einbin-
                               dung älterer Sängerinnen und Sänger in die Gestaltung des Chorlebens festige die Bindung
                               und den Zusammenhalt der Chorgemeinschaft. Niklas Piel stellte anhand von Notenbeispie-
                               len und Übungsmodellen Ideen für den Orgelanfängerunterricht für Kinder vor.

                               Im Anschluss galt es, eigene Erfahrungen und methodische Tipps auszutauschen. Stichworte
                               waren: die Begeisterung der Kinder wecken, generationsübergreifende Projekte initiieren,
                               Identität stiften durch gemeinsame Kleidung und Aktionen. Kirchenmusiker Andreas Rohne

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Aus dem Referat Kirchenmusik

     aus Lünen resümierte: „Ich fand es tröstlich und auch bestärkend, dass alle Kolleginnen und                                                                     Er stellte zunächst Einstiegsmöglich-
     Kollegen mit gleichen oder ähnlichen Schwierigkeiten und Herausforderungen in Bezug auf                                                                         keiten in die Mehrstimmigkeit vor:
     Erhalt und Entwicklung ihrer Chöre umzugehen haben.“ Auch ein ansprechendes Umfeld                                                                              spezifische Singübungen, die aus der
     mit Chorfahrten, Partnerchören und Freizeitaktivitäten sei für die Attraktivität eines Chores                                                                   Einstimmigkeit in die Zweistimmigkeit
     wichtig, so Rohne.                                                                                                                                              führen und das genaue Hören der
                                                                                                                                                                     Chormitglieder anregen, die gezielte
     Singen mit Kindern braucht Vernetzung                                                                                                                           Auswahl und Erarbeitung von Kanons
     „Mir hat die Teams-Sitzung sehr gut gefallen, auch wenn kein direkter Kontakt stattfinden                                                                       und so genannte Oberstimmen-Kom-
     konnte,“ sagte Chorleiterin Elke Blienert aus Warendorf. „Es hat mich in meiner Arbeit ge-                                                                      positionen, bei denen die Liedmelodie
     stärkt, und da ich im Moment an der Grundschule Musik unterrichte, werde ich versuchen                                                                          in der Unterstimme (Alt) liegt. Die Ton-
     die Schülerinnen und Schüler in die Familiengottesdienste einzubinden.“ Die Teilnehmerin-                                                                       silben „o“, „ü“ und „dü“ helfen, den
     nen und Teilnehmer des Online-Studientages waren sich einig: Wir brauchen Vernetzung,                                                                           Sitz der eigenen Stimme zu erspüren
     Austausch und gegenseitige Hilfestellung. Auch der gegenseitige Besuch untereinander bei                                                                        und unterstützen bei der Erarbeitung
                                                                                                     Singübungen helfen, in die Zweistimmigkeit einzuführen.
     einer Chorprobe wurde vereinbart.                                                                                                                               polyphoner Musik.

     Zweiter Studientag online im Juni                                                                                                                               Artur Jurczyk gab im zweiten Teil des
     Ende Juni fand der zweite Studientag – ebenfalls online – statt. Musikalische Hilfestellun-                                                                     Studientages Einblick in die vielfältigen
     gen zur Mehrstimmigkeit im Kinderchor war eines der zentralen Themenwünsche aus den                                                                             Möglichkeiten der Kölner Chorschule:
     Rückmeldungen des ersten Studientages. Sebastian Piel hatte dazu die Teilnehmerinnen und                                                                        er stellte den Aufbau der Singstunden
     Teilnehmer mit reichlich Notenmaterial ausgestattet.                                                                                                            vor, die Übungen und Handzeichen zur
                                                                                                                                                                     Darstellung von Tonhöhe und Tonlän-
                                                                                                                                                                     gen und eine Einteilung und Strukturie-
                                                                                                                                                                     rung von Chorproben. Besonders hob
                                                                                                                                                                     er seine positiven Erfahrungen hervor,
                                                                                                                                                                     durch Gesten und Zeichen Rhythmus
                                                                                                                                                                     und Tonhöhen für die Kinder erfahrbar
                                                                                                                                                                     zu machen.

                                                                                                                                                                               Am Ende des zweiten Online-Studien-
                                                                                                                                                                               tages gab es viel Zustimmung bei den
                                                                                                                                                                               Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
                                                                                                     Sebastian Piel stellte ein Beispiel für einen gut singbaren Kanon für den Auch konnten grundlegende Fragen
                                                                                                     Kinderchor vor.
                                                                                                                                                                               zur Gestaltung von Proben, zur
                                                                                                     Chor- und Probendisziplin und offene Punkte aus dem eigenen Probenalltag angesprochen
                                                                                                     werden. Ulrich Grimpe lud ein, die Interessengemeinschaft „Singen mit Kindern im Bistum
                                                                                                     Münster“ weiter fortzuführen. Eine weitere Veranstaltung mit Lea Tigges, Stimmbildnerin
                                                                                                     der Essener Domsingknaben, ist in Vorbereitung.

     Großes Interesse auch beim 2. Online-Studientag.

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Aus dem Referat Kirchenmusik

     ORGELSCHULUNGEN IN DEN DEKANATEN                            PRÄVENTIONSSCHULUNGEN FÜR KIRCHEN-
     Kreisdekanat Borken
                                                                 MUSIKERINNEN UND KIRCHENMUSIKER
     Spiel dich frei – Anleitung zur freien Orgelimprovisation
                                                                 Die geplante Präventionsschulung am 6. und 7. September 2021 muss abgesagt werden!
     Donnerstag, 26. August 2021, 19 bis 22 Uhr
                                                                 Neuer Termin: 16. und 17. Februar 2022 in der Domsingschule in Münster, Boeselager Stra-
     St. Georg, Bocholt
                                                                 ße 55, in der Zeit von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Referentinnen Maria Wagner und Ursula Bergel.
     Leitung: Werner Hespe

                                                                 Nach fünf Jahren ist eine Vertiefungsschulung für bereits geschulte Kirchenmusikerinnen
     Kreisdekanat Coesfeld
                                                                 und -musiker vorgesehen. Am 16. März 2022 ist diese Vertiefungsschulung von 9.30 bis 16
     NGL auf der Orgel – Groove und Patterns
                                                                 Uhr – ebenfalls in der Domsingschule – geplant.
     Samstag, 6. November 2021, 10 bis 12 Uhr
     St. Felizitas, Lüdinghausen
                                                                 Die Schulungen richten sich an hauptamtliche Kirchenmusikerinnen und -musiker. Informa-
     Leitung: Thomas Kleinhenz
                                                                 tionen zu den Inhalten können unter: www.praevention-im-bistum-muenster.de nachge-
                                                                 lesen werden. Informationen zu den Schulungsbedingungen können bei Maria Wagner, St.
     Stadtdekanat Münster
                                                                 Martinus, Greven, E-Mail: wagner-m@bistum-muenster.de erfragt werden. Anmeldungen
     Workbook Orgelchoral von Thorsten Maus –
                                                                 erbeten beim Referat Kirchenmusik: kirchenmusik@bistum-muenster.de.
     Vorstellung des Buchs und Workshop
     Donnerstag, 18. November 2021, 19 bis 21 Uhr
     Heilig Kreuz, Münster
     Leitung: Thorsten Maus
                                                                 AUSWERTUNG DER UMFRAGE ZUR KIRCHEN-
     Kreisdekanat Recklinghausen
     Johann Sebastian Bach – Streifzug durch das Orgelbüchlein
                                                                 MUSIK IM BISTUM
                                                                 Von Annegret Walbröhl
     Sonntag, 26. September 2021, 14 bis 17 Uhr
     St. Amandus, Datteln
                                                                 Ende 2020 haben die Mitglieder der Regionalkantorenkonferenz in Zusammenarbeit mit
     Leitung: Thorsten Maus
                                                                 dem Referat Musik und Jugendkultur einen Fragebogen an sämtliche Kirchenmusikerinnen
                                                                 und -musiker im Bistum Münster verschickt. Ziel: einen Überblick zu erhalten, wie viele
     Kreisdekanat Steinfurt
                                                                 Personen im Bistum kirchenmusikalisch aktiv sind und in welchen Bereichen Fortbildung,
     Das Convenience-Kochbuch des liturgischen Orgelspiels
                                                                 Information oder Kommunikation wünschenswert sind. 231 Personen haben den Frage-
     Samstag, 18. September 2021, 10 bis 13 Uhr
                                                                 bogen ausgefüllt und zurückgeschickt. Darüber hinaus haben die Regionalkantorinnen und
     St. Antonius, Rheine
                                                                 -kantoren in ihren Dekanaten recherchiert, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten.
     Leitung: Andreas Wermeling
                                                                 Im Bistum Münster sind insgesamt 448 Personen in der Ensembleleitung und als Organistin
                                                                 oder Organist tätig. Davon leiten 147 einen Chor oder eine Instrumentalgruppe, 121 spielen
     Kreisdekanat Wesel
                                                                 Orgel, 180 übernehmen Chorleitung und Orgelspiel. Der größere Teil der Kirchenmusikerin-
     Orgelspiel in der liturgischen Praxis –
                                                                 nen und -musiker im Bistum Münster, 219 Personen, ist nebenamtlich angestellt, 130 sind
     Orgelliteratur und liturgisches Orgelspiel
                                                                 hauptamtlich in der Kirchenmusik tätig, davon die Mehrheit in Vollzeitbeschäftigung. Anga-
     Samstag, 6. November 2021, 10 bis 14 Uhr
                                                                 ben zum Beschäftigungsumfang sind nicht von allen Teilnehmenden gemacht worden, daher
     St. Viktor und Evangelische Kirche, Xanten
                                                                 stimmt die Summe dieser Zahlen nicht mit der Gesamtzahl an Teilnehmenden überein.
     Leitung: Annegret Walbröhl, Matthias Zangerle

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Aus dem Referat Kirchenmusik

                                                                                                      BISCHÖFLICHE
     In unserem Bistum engagieren sich knapp 19.000 Menschen für die Kirchenmusik – mit ihrer
     Stimme oder ihrem Instrument. Davon singen 13.263 in 456 Erwachsenenchören verschie-
     dener Art. In 89 Jugendchören singen 1410 Jugendliche. Es gibt 148 Kinderchöre mit 3179

                                                                                                    KIRCHENMUSIK-
     Kindern. Der Gregorianische Choral wird in 46 Choralscholen mit 390 Mitgliedern gepflegt.
     In 57 Instrumentalgruppen musizieren 545 Menschen aller Altersstufen.

                                                                                                           SCHULE
     Auf der zweiten Seite des Fragebogens wurde nach Interessenschwerpunkten gefragt. Diese
     Angaben wurden sortiert und in Mailinglisten übertragen. So können sich Informationen und
     Fortbildungsangebote zukünftig konkret an Personen richten, die sich für die einzelnen Spar-

                                                                                                          MÜNSTER
     ten interessieren. In einem letzten Punkt wurden Informationen und Wünsche abgefragt.
     Die Antworten sind individuell ausgefallen, lassen sich aber in vier Themenbereiche einord-
     nen: Fortbildungen und Veranstaltungen, Service, Kommunikation sowie Finanzfragen.

     IX. WERKWOCHE FÜR KIRCHENMUSIK IN
     WARENDORF/FRECKENHORST
     Die geplante IX. Werkwoche für Kirchenmusik musste 2020 ausfallen. Für 2022 ist ein Neu-
     start der beliebten Kirchenmusiktagung geplant: von Mittwoch 12. Oktober bis Samstag
     15. Oktober 2022 in der Landvolkshochschule in Warendorf/Freckenhorst. Der Regenburger
     Domkapellmeister i. R. Roland Büchner und der bekannte Komponist und Musikpädagoge
     Peter F. Schneider aus München haben erneut ihr Kommen in Aussicht gestellt. Das gemein-
     same Singen und Musizieren und der Austausch unter Kolleginnen und Kollegen sollen im
     Mittelpunkt der Tage stehen. Bitte merken Sie sich die Kirchenmusik-Werkwoche vor.

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Bischöfliche Kirchenmusikschule Münster

     TONSATZ IST DIE MATHEMATIK DER MUSIK                                                                                             die Aufnahmeprüfung“, informiert Kloppenburg, der im fünften Semester Latein und Mathe-
                                                                                                                                      matik für das Lehramt an Gymnasien studiert und seit einem Semester eben auch Musik mit
     Julius Kloppenburg hat die Ausbildung zum C-Kirchenmusiker absolviert                                                            Hauptfach Klavier.
     Von Michaela Kiepe
                                                                                                                                      Am Orgelspiel fasziniert ihn die Möglichkeit, der Königin der Instrumente viele verschiede-
                                                                                                                                      ne Klänge zu entlocken. „Es ist sehr anspruchsvoll und koordinativ etwas völlig anderes als
                                                                                                                                      das Klavierspiel“, sagt er mit Blick auf das Pedalspiel. Aber er habe es als Herausforderung
                                                                                                                                      angesehen. Eine Herausforderung, die er bewältigt hat. Das Fach „Tonsatz“ habe ihn von
                                                                                                                                      Anfang an gefallen. „Ich habe gelernt, die Strukturen des Satzes klar zu erkennen. Das ist die
                                                                                                                                      Mathematik der Musik. Das gefällt mir“, sagt er mit einem Lächeln. Knapp sechs Stunden
                                                                                                                                      wöchentlich umfasste der Unterricht in der Gruppe. „Wir waren sieben Teilnehmende im
                                                                                                                                      Alter zwischen 20 bis 50 Jahren. Das war ein tolles Miteinander, bei dem ich mehr als nur
                                                                                                                                      etwas über Musik gelernt habe.“ Leider habe der Unterricht wegen der Corona-Pandemie
                                                                                                                                      online fortgeführt werden müssen, bedauert er. Geübt hat Kloppenburg im ersten Jahr
                                                                                                                                      vor allem an der Orgel in St. Felizitas. Dann ist er für sein Studium nach Münster gezogen.
                                                                                                                                      „Dort konnte ich in der Kirchenmusikschule an der Orgel üben“, ist er glücklich über diese
                                                                                                                                      Möglichkeit.

                                                                                                                                      Bereits nach eineinhalb Jahren Unterricht wurde es für Kloppenburg ernst. Er übernahm ers-
                                                                                                                                      te Gottesdienste in seiner Heimatgemeinde. „Am Anfang war ich sehr aufgeregt. Man muss
                                                                                                                                      auf so vieles achten. Aber so langsam kommt ein bisschen Routine rein“, sagt er. Besondere
                                                                                                                                      Überwindung habe ihn das solistische Singen beispielsweise von Psalmen oder beim Hallelu-
                                                                                                                                      javers gekostet. Einen Lieblingskomponisten hat Kloppenburg auch für sich entdeckt: „Bach.
     Julius Kloppenburg begleitet als C-Kirchenmusiker regelmäßig Gottesdienste an der Orgel in St. Felizitas. Foto: Michaela Kiepe   Der ist toll. Seine Literatur ist schwer, aber der Lerneffekt ist entsprechend hoch.“

     Die Goldhochzeit der Großeltern vor knapp vier Jahren hat in Julius Kloppenburg etwas
     bewegt. Zwar spielt der 20-Jährige seit seinem sechsten Lebensjahr Klavier – „gern und
     viel“ –, auch ist er in seiner Heimatgemeinde St. Felizitas immer schon bei den Messdienern
                                                                                                                                      IMPULSE FÜR DEN ERSTEN ORGELUNTERRICHT
                                                                                                                                      Von Niklas Piel
     aktiv, aber das Orgelspiel hat ihn nie interessiert. „Bis zu dem Zeitpunkt, als ich in der Kirche
     Trompete gespielt habe und von der Orgel begleitet wurde“, berichtet Kloppenburg. In dem
                                                                                                                                      Orgelunterricht ist ein Prozess, der Geduld und Disziplin erfordert. Dabei ist es gerade bei
     Moment war es um ihn geschehen. „Das ist ein cooles Instrument“, wurde ihm bewusst.
                                                                                                                                      Kindern mit und ohne Vorkenntnisse wichtig, dass diese möglichst schnell „ins Spielen“
     Er informierte sich bei Kantor Thomas Kleinhenz, erfuhr vom einjährigen „Schnupperkurs“
                                                                                                                                      kommen. Mit der Zeit sind Formen entstanden, die auch ohne Notenkenntnisse umsetz-
     des Bistums Münster und erlernte das Instrument. „Anschließend habe ich noch die zwei-
                                                                                                                                      bar sind. Durch die Praxis des liturgischen Orgelspiels bietet es sich an, nicht mit Literatur,
     jährige Ausbildung zum C-Musiker drangehängt. Dabei war mir nicht klar, wie facettenreich
                                                                                                                                      sondern mit Improvisation zu beginnen. Oft hilft zunächst die „Papagei-Methode“: Melodie
     die Ausbildung ist“, gibt er zu. Sicherlich, die Ausbildung sei aufwändig, aber für ihn gut
                                                                                                                                      vorspielen und nachspielen lassen. Bei übersichtlichen Melodien (als Beispiel dient in diesen
     zu schaffen gewesen. Neben dem wöchentlichen Orgelunterricht bei Kleinhenz führte ihn
                                                                                                                                      Ausführungen GL 387) kann die Vermittlung des Notentextes parallel stattfinden.
     sein Weg regelmäßig nach Münster. Dort fand der Unterricht in Fächern wie Chorleitung,
     Kinderchorleitung, Liturgiegesang, Liturgik, chorpraktisches Klavierspiel, Musiktheorie und
                                                                                                                                      „Parallel“ ist auch das Stichwort für den nächsten Schritt. Sobald die Melodie geläufig ist,
     Stimmbildung statt. „Auch wenn es viel ist, war es für mich gut machbar. Es hat mich sogar
                                                                                                                                      kann die Parallelbegleitung geübt werden:
     bestärkt, zusätzlich Musik zu studieren. Der C-Schein war eine wunderbare Vorbereitung auf

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