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Aktienmärkte
Corona-Sorgen schicken Dax auf Talfahrt
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Eine Warnung der WHO vor einer neuen Coronavirus-Variante hat die
Börsen zum Wochenausklang auf Talfahrt geschickt. Als weiterer
Belastungsfaktor kamen Hinweise aus dem Proktokoll der letzten
Sitzung der US-Notenbank, welche einen möglichen schnelleren
Anstieg der Zinsen verlauten ließen. Ebenfalls drückte der deutsche
Ifo-Index auf die Stimmung. Hier waren die Geschäftserwartungen am
Mittwoch mit 94,2 Punkten auf den niedrigsten Stand seit Januar
gefallen (siehe Seite 3). Jüngste Aussagen von Vertretern der EZB und
der Fed zum Thema Inflation deuten zudem darauf hin, dass sich die
Marktteilnehmer auf eine längere Periode mit erhöhten Inflationsraten
einstellen sollten.
Der Dax verlor auf Wochensicht 4,3 Prozent. In den USA fiel der Verlust
aufgrund einer verkürzten Handelswoche geringer aus. Für den Dow
Jones ging es um 1,7 Prozent bergab, der marktbreite S&P 500 verlor
1,8 Prozent.
In der kommenden Woche werden neben dem Infektionsgeschehen
auch wichtige Termine, wie die Tagung der OPEC und ihrer Partner am
Donnerstag, sowie der Arbeitsmarktbericht in den USA am Freitag den
weiteren Verlauf der Börsen bestimmen.

Renten und Volkswirtschaft
Fed-Mitglieder plädieren für zügiges Tapering
Gemäß dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll der November-
Sitzung der Federal Reserve plädieren angesichts der steigenden
Inflation einige Mitglieder der US-Notenbank für einen rascheren
Abbau der Anleihekäufe. Zum Abschluss seiner letzten Sitzung am 3.
November beließ der Ausschuss der US-Notenbank (FOMC) den
Leitzins in einer Spanne von 0 bis 0,25 Prozent und kündigte
gleichzeitig eine Drosselung der Anleihekäufe an. Die Fed werde ihre
Käufe von Staatsanleihen ab diesem Monat um 10 Milliarden Dollar
und die Käufe von hypothekarisch gesicherten Anleihen um 5
Milliarden Dollar reduzieren. Einige Teilnehmer sprachen sich
hingegen für eine schnellere Reduzierung der Käufe aus.

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26.11.2021
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Biden nominiert Fed-Chef für zweite Amtszeit
Jerome Powell soll auch nach 2022 im Amt bleiben
US-Präsident Joe Biden hat am Montag den amtierenden Fed-Präsidenten Jerome Powell für weitere vier Jahre als
Chef der US-Notenbank nominiert. Biden gab Powell den Vorzug gegenüber der Demokratin Lael Brainard. Die 59-
jährige Notenbankerin war die einzige Gegenkandidatin. Brainard gehört seit 2014 dem Zentralrat der US-Notenbank
an und galt als Favoritin der Powell-Kritiker aus dem linken Flügel der Demokratischen Partei. Der US-Präsident
betonte, dass Powell es verstanden habe, in der Corona-Pandemie die von Panik ergriffenen Finanzmärkte zu
beruhigen. In einer kurzen Stellungnahme nach der Nominierung rückte Powell die derzeitige Inflationsproblematik
besonders in den Fokus. Die Fed sei sich im Klaren darüber, dass eine hohe Inflation Familien und ärmere Menschen
deutlich belasten würde. Die Äußerungen dürften als Signal aufgefasst werden, dass die oberste Priorität der Fed
folglich sein dürfte, die rasant steigenden Teuerungsraten unter Kontrolle zu bringen.

USA zapfen strategische Ölreserven an
Weitere Länder wollen sich beteiligen
Die USA und mehrere andere Länder (unter anderem China,
Indien und Japan) haben sich dazu entschlossen ihre
nationalen Ölreserven anzuzapfen. Ziel der gemeinsam
koordinierten Aktion ist die Bekämpfung der stark
gestiegenen Benzinpreise, welche einen großen Beitrag zu
den aktuellen Inflationsraten leisten. Der Ölpreis hat für die
USA eine große wirtschaftliche Bedeutung, obwohl die
eigene Förderung in den vergangenen Jahren durch die
Fracking-Technologie verdoppelt wurde (siehe Grafik).
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die
strategischen Ölreserven die Ölpreise nicht bestimmen
werden, sondern das Verhältnis zwischen Angebot und
Nachfrage. Da die Nachfrage nach Öl zum Winter eher noch
weiter ansteigen wird, ist auf kurze Sicht kein signifikanter
Preisverfall zu erwarten. Zudem bleibt abzuwarten, wie die
OPEC und ihre Partner auf die Ölflut reagieren werden.
Durchaus denkbar ist die Möglichkeit, dass das Ölkartell
aufgrund der Freigaben der Ölreserven seine eigene
Förderung weniger anheben wird als bisher vom Markt
erwartet wird. Derzeit gebe es keine Hinweise auf eine
sinkende Nachfrage.
Laut dem neuesten Bericht der EIA (Energy Information Administration), dem Amt für Energiestatistik im US-
Energieministerium, ist vom dritten auf das vierte Quartal mit einem Anstieg der weltweiten Nachfrage von 98,6 auf
99,8 Millionen Barrel pro Tag zu rechnen. Bis zum Ende des kommenden Jahres soll die weltweite Nachfrage um
weitere 2,4 Millionen Barrel pro Tag steigen. Demgegenüber steht die bisher beschlossene Anhebung der
Fördermenge durch die OPEC um 0,4 Millionen Barrel pro Tag.

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Zentrale Marktdaten
  Aktienindex                  Indexwert                   52-W-Hoch                    52-W-Tief                   Prozentuale Veränderung

                                                                                                                    1 Woche                     1 Monat                   3 Monate                     12 Monate

  DAX                          15.459                      16.290                       13.009                      - 4,3 %                     - 1,8 %                   - 2,1 %                      + 16,4 %

  EuroStoxx 50                 4.146                       4.415                        3.401                       - 4,7 %                     - 1,7 %                   - 0,3 %                      + 18,4 %

  Dow Jones                    35.026                      36.517                       29.453                      - 1,7 %                     - 2,1 %                   - 0,6 %                      + 17,4 %

  S&P 500                      4.612                       4.743                        3.594                       - 1,8 %                     + 0,9 %                   + 3,2 %                      + 27,4 %

Stimmungslage ist nicht eindeutig
Die monatlichen Umfragen liefern unterschiedliche Ergebnisse
 Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte im November einen
 erneuten Rückgang (siehe Grafik). Die kräftige
 Ausbreitung des Coronavirus und anhaltende Liefer-
 engpässe in der Industrie drücken weiter auf die
 Stimmung. Die am Mittwoch veröffentlichten Daten des
 ifo-Institutes bestätigten somit das erwartete Bild.
 Umso überraschender war es, dass die Euro-
 Einkaufsmanagerindices am Dienstag einen leichten
 Anstieg auswiesen. Nach Aussage des IHS-Markit-
 Instituts, das die Indices jeden Monat veröffentlicht,
 ergab sich der Anstieg daraus, dass viele Unternehmen
 die akutelle Situation für Preiserhöhungen nutzen
 konnten. Das Institut rechnet selbst damit, dass sich die
 Stimmung im Dezember verschlechtern wird.
 Wir gehen davon aus, dass das Coronavirus die
 wirtschaftliche Aktivität erneut zu einer „Winterpause“
 zwingen wird. Mit steigenden Temperaturen wird aber
 im Frühjahr 2022 ein kräftiger Aufschwung folgen.

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Ausgewählte wichtige Termine
  30.11.2021                     Verbraucherpreisindex (Eurozone)                                                    02.12.2021                     Tagung der OPEC und wichtiger Partner

  01.12.2021                     Einzelhandelsumsätze (Deutschland)                                                  03.12.2021                     Arbeitsmarktdaten (USA)

                                                                                                                                                                                                                    Seite 3 | 5

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Wir sind für Sie da
Die Spielregeln der Finanzwelt haben sich fundamental verändert. Erfolgreiche Vermögensanlage ist heute eine kom-
plexe Herausforderung. Gefragt sind maßgeschneiderte Lösungen für Sie und Ihr Vermögen – transparent, flexibel, in-
dividuell und komfortabel. Hierfür stehen wir als Sparkasse Bremen mit unserem Finanzkonzept. Zusätzlich bieten wir
einen umfassenden Service und aktuelle Informationen.

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als zuverlässig erachtet werden, ohne allerdings zwingend von                                                        nicht als Grundlage oder Teil eines Vertrages. Weder diese Ver-
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aktuelle Einschätzung des Verfassers bzw. der Verfasser zum                                                          die Weitergabe ist vertraglich gestattet. Die Art und Weise wie
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kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung eines                                                    solche Einschränkungen zu beachten.
Finanzinstruments. Es besteht keinerlei Zusage, dass ein in die-
ser Veröffentlichung genanntes Portfolio oder eine Anlage eine
günstige Anlagerendite erzielt.
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Die Sparkasse Bremen                                                                                                 Quellenangaben

Dr. Sascha Otto                                                                                                      Charts & Marktdaten: Die Sparkasse Bremen AG/
Universitätsallee 14                                                                                                 S-Investor/Thomson Reuters/Bloomberg/vwd
28359 Bremen
0421 179-3542                                                                                                        Grafik auf Seite 2: EIA, Refinitiv Datastream, J.P.Morgan Asset
                                                                                                                     Management
sascha.otto@sparkasse-bremen.de
www.sparkasse-bremen.de                                                                                              Grafik auf Seite 3: eigene Darstellung auf Basis von ifo-Daten

                                                                                                                                                                                                                    Seite 5 | 5

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