März bis Mai 2022 - Alt-Katholische Kirche

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März bis Mai 2022 - Alt-Katholische Kirche
alt – katholisch
  in Düsseldorf

                  Thomaskirche

März bis Mai 2022
März bis Mai 2022 - Alt-Katholische Kirche
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Liebe Gemeinde,
was bedeutet für Euch/Sie Ostern?

Ostern bedeutet Urlaub, Ausspannen, ein paar freie Tage, vielleicht auch noch
Skifahren in den Dolomiten! Das wird aufgrund der zurzeit sinkenden
Infektionszahlen auch in der Pandemiezeit für viele möglich sein.
Ostern bedeutet mehr Zeit zum Radfahren, Schwimmen, Ausflüge mit der Familie
oder Freunden.
Ostern bedeutet Familie und Zusammensein mit den Kindern, die sich über den
Osterhasen freuen!

Das ist die eine Seite. Es gibt aber auch eine andere Seite:

Ostern bedeutet Auferstehung! Ohne Ostern gäbe es kein Leben nach dem Tod!
Ostern bedeutet das wichtigste Fest im Kirchenjahr!
Ostern bedeutet Freude, dass durch Christi Auferstehung all das Dunkle und
Finstere überwunden ist, überstrahlt wird durch das helle Licht der Auferstehung
des Herrn!

Menschen feiern Ostern - so oder so! Wir feiern Ostern. Was bedeutet Ostern für
uns? Was bedeutet Ostern für Euch/Sie? Wie und wo werdet Ihr/werden Sie das
Osterfest verbringen? Darauf kann ich keine Antwort geben. Die Antwort muss
sich jeder selber geben. Doch ich habe die Frage auch mir gestellt und nach einer
Antwort gesucht. Meine Antwort möchte ich an Euch/Sie als persönliches
Glaubenszeugnis weitergeben. Ob es für Euch/Sie hilfreich ist?

                 Ostern ist für mich ein Fest des Glaubens, ein Fest der Hoffnung,
                 ein Fest der Liebe! Es war für mich auch immer ein Fest, das ich
                 mit und in der Familie verbringen wollte!

                 Unsere kleine Familie, Melanie, Gloria und ich, wünscht
                 Euch/Ihnen ein gesegnetes und mit diesen Tugenden erfülltes
                 Osterfest.
                                                                       Lech
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Fasten

Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn (Mt 4,2)
Damit erinnern christliche Fastentraditionen an die vierzig Tage und Nächte, die
Jesus nach seiner Taufe in der Wüste verbrachte und fastete. Im Alten Testament
begegnen Menschen mit Fasten den Übergängen zwischen unterschiedlichen
Phasen und Sphären. In der Sphäre zwischen Leben und Tod, beim Trauern oder
in Lebensgefahr wurde gefastet – vornehmlich in Sack und Asche. Aber auch zu
Gerichtsprozessen, an der Grenze von Recht und Unrecht, enthielt man sich der
gewohnten Speisen. Und wer sich an Gott wenden will, bereitet sich mitunter in
einer Fastenzeit darauf vor. In diesem Sinne bedeutet Fasten, Gott gegenüber eine
fragende Haltung einzunehmen und zu hören, was er zu sagen hat. Im Verzicht der
Fastenzeit lebt die Erinnerung daran, dass wir es nicht immer allein und selber am
besten wissen, was gut für uns ist. Probehalber etwas anders zu machen – auch
wenn es schwerfällt – kann die Entdeckung mit sich bringen, dass es anders besser
sein könnte. Eine Weile das zu vermeiden, womit wir sonst viel Zeit verbringen und
uns besonders im Wege stehen, das setzt Kräfte frei.
Eine andere Skizze von mir
So kann das Fasten ein jährlicher kleiner Entwurf sein: Was wäre wenn? Was wäre,
wenn ich nicht jeden Abend auf dem Sofa zu bewegten Bildern einschlafen würde?
Wenn ich jeden Tag eine neue Begegnung wagen würde, wenn ich
vorwärtsschauen würde, statt zurück? Die Skizze eines anderen Alltags, der Blick
in eine andere Richtung, eine Perspektivverschiebung. Auch heute verlassen wir in
der Fastenzeit die bekannten Pfade, wir machen vielleicht einen Bogen um den
Kühlschrank, meiden den Zigarettenautomaten oder gehen überhaupt mal wieder
zu Fuß. Wir entziehen uns Kalorien, Konsum oder Komfort. Wir brechen mit
Gewohnheiten, selbstverständlichen Gesten des Alltags, machen etwas anders als
sonst und bringen damit, leise und ohne ruckartige Bewegungen, gewohnte
Ordnungen durcheinander. Vielleicht läuft alles nicht mehr ganz so rund und
vorhersehbar wie sonst. Vielleicht stolpert man auf einmal im gewohnten Takt.
Der Tagesablauf verschiebt sich, Zeit ist da, wo Hetze war. Ruhig und wach hören
wir uns selber wieder – und Gott. Diese Zeit im Kirchenjahr lebt auf Veränderung
und Erneuerung hin.
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Weiter Horizont
Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt zur Seite und es zeigt sich auf einmal etwas
anderes, Unerwartetes, lange Übersehenes. Wenn das gelingt, dann lassen wir
bekanntes und umrissenes Gelände hinter uns und fasten auf einen ständig weiter
werdenden Horizont hin. Dann finden wir danach den Weg in die Gewohnheit
vielleicht gar nicht wieder zurück – und gehen einen neuen. Dann leuchtet vom
Ende der Fastenzeit her Ostern auf, die Auferstehung, das Leben nach dem Tod.
Aus Kathrin Althans, 7 Wochen ohne, evangelisch.de
                                                    gefunden von Gabriele Nackler

                            Gebet zur Fastenzeit
                                       Gott,
                Du weißt, wer ich hinter all meinen Masken bin.
                     Vor dir kann ich mich nicht verstecken.
                  Du verstehst meine Gedanken und Gefühle,
                          die ich vor anderen verberge.
                  Wo immer ich bin, was ich tue, du weißt es.
              Deine Liebe hat mich von Anfang an wahrgenommen.

Fastenzeit – fast eine Zeit der….

Zu Fastenzeit fällt mit vor allem ein Wort ein: Verzicht. Verzichten, nur worauf?
Fleisch?         Esse ich nicht
Alkohol?         Trinke ich kaum
Partys?          Besuche ich selten
Kosmetika?       Verwende ich nicht
Fernsehen?       Schaue ich wenig
Bei näherem Betrachten des Wortes, kam mir dann folgendes Wortspiel in den
Sinn:
Fastenzeit - fast eine Zeit der…Stille. Was meine ich damit?
Still werden, auch im Sinne von unaufgeregt werden. Zurück zur Basis.
Nicht jeden Tag ein neuer Geschmack.             Pur werden
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Wasser schmecken.                                  Klar werden
Zu Hause besinnen.                                 Ruhig werden
Natürlich bleiben.                                 Echt sein
Mit sich selbst sein.                              Ich sein
Doch was ist mit uns? Unserer Seele innen drin? Fasten ist doch nichts
Oberflächliches. Vielleicht können diese Gedanken das Fasten in einem neuen
Licht erscheinen lassen:
Stille-Stille in unsere Gefühle bringen. Neid, Wut, Eifersucht still werden lassen.
Tief in unser Herz hören, welche Bedürfnisse stecken dort? Wie geht es mir
wirklich? Was brauche ich gerade? Ganz tief in mir.
Stille-Stille in unser Denken bringen. Sorgen über die Zukunft, Grübeln in der
Vergangenheit, Tagträume in einer anderen Realität still werden lassen. Wo bin
ich gerade? Was empfinde ich gerade im Hier und Jetzt? Was ist jetzt gerade
wichtig?
Stille-Stille in unsere Dialoge bringen. Den unbedingten Drang antworten zu
wollen, Ratschläge geben zu wollen, still werden lassen. Welche Bedeutung haben
die Worte meines Gegenübers? Was bewegt ihn gerade? Was bewirken seine
Worte in mir?
Stille-Stille in unseren Alltag bringen. Gehetzt sein, Perfektionismus, Freizeitstress
still werden lassen. Wie komme ich zu mir? Wo ist meine Mitte? Wo kommt meine
Energie her? Wer bin ich?
All diese „Stillen“ geben uns eine wunderbare Chance. Die Chance All ein zu sein.
Eins mit uns. Eins mit unserer Umgebung. Eins mit dem Universum. Eins mit Gott.
Nicht Fühlen, nicht Denken, nicht „über-Agieren“, nicht unbedingt „sein wollen“,
sondern einfach nur „sein“.
In der Meditation nennt man diesen Zustand Gedankenstille. Oft, wenn es einem
überhaupt vergönnt ist, diesen Zustand zu erleben, muss man dafür jahrelang
meditieren und trainieren. Es gibt verschiedenste Techniken und Anleitungen
hierfür.
Wir Christen können diesen Zustand Gebet nennen. Alles rundherum vergessen.
Nur mit Gott sein. Eins werden mit Gott.
Doch es ist gar nicht so wichtig dauerhaft in diesem Zustand zu sein oder zu 100
Prozent. Der Weg ist das Ziel. Ein Minimoment, einen Augenblick ganz im Hier und
Jetzt sein. Ein Geruch, ein Blick. Ein Gebet. Innehalten. Stille in uns selbst genießen.
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Stille statt Verzicht. Probieren Sie es aus und Sie werden sich wünschen, dass die
Fastenzeit ewig dauert.
                                                               Martha Holzhausen
Gottesdienste in der Thomaskirche

       Samstag 18.00 Uhr / Sonntag 10.30 Uhr (im 14-tägigen Wechsel)
       Mittwoch 19.00 Uhr (in der Regel als Lichtvesper oder Taizégebet)

Alle    Menschen – ganz gleich welcher Religion oder Konfession – sind
        eingeladen, mit uns Gottesdienst zu feiern.
Alle    Getauften, die mit uns an die Gegenwart Jesu Christi in den Zeichen von
        Brot und Wein glauben, sind zur Kommunion / zum Abendmahl
        eingeladen.
Alle    Gottesdienstbesucherinnen & -besucher sind im Anschluss an die
        Gottesdienste zu Tee, Kaffee, Wasser, Saft & Gebäck, vor allem aber zu
        Begegnungen & Gesprächen in den Gemeinderaum eingeladen.

                             MÄRZ 2022
  02.03.     Aschermittwoch        Mi   19.00         Eucharistiefeier mit
                                                 Austeilung des Aschenkreuzes
  05.03.      1. Sonntag der       Sa   18.00            Eucharistiefeier
            österlichen Bußzeit
  09.03.                           Mi   19.00   Gedanken zum Kreuzweg
  13.03.      2. Sonntag der       So   10.30 Eucharistiefeier
            österlichen Bußzeit               mit Kinderkirche

  16.03.                           Mi   19.00               Taizégebet
  19.03.      3. Sonntag der       Sa   18.00            Eucharistiefeier
            österlichen Bußzeit
  23.03.                           Mi   19.00         Gedanken zum Kreuzweg
                                                       mit Glaubensgespräch
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27.03.     4. Sonntag der      So   10.30         Eucharistiefeier
         österlichen Bußzeit
30.03.                         Mi   19.00            Taizégebet

                          APRIL 2022
02.04.     5. Sonntag der      Sa   18.00             Bußfeier
         österlichen Bußzeit                   anschl. Eucharistiefeier
         (Passionssonntag)
06.04.                         Mi   19.00      Gedanken zum Kreuzweg
10.04.     Palmsonntag         So   10.30           Eucharistiefeier
14.04.    Gründonnerstag       Do   20.15        Gemeinsame ökum.
                                                Abendmahlfeier mit der
                                             evang. Klarenbachgemeinde
15.04.       Karfreitag        Fr   15.00         Liturgie vom Leiden
                                                   und Sterben Jesu
17.04.     Ostersonntag        So   05.30         Auferstehungsfeier
20.04.                         Mi   19.00              Taizégebet
                                                    mit Bibel-Teilen
23.04.    2. Sonntag in der    Sa   18.00   Eucharistiefeier
              Osterzeit                     mit Kinderkirche
                                            Kirchweihfest St. Thomas
27.04.                         Mi   19.00             Lichtvesper
30.04.   3. Sonntag in der     Sa   18.00           Eucharistiefeier
         Osterzeit-Sonntag
         vom Guten Hirten
                          MAI 2022
04.05.                         Mi   19.00           Lichtvesper
08.05.    4. Sonntag in der    So   10.30         Eucharistiefeier
              Osterzeit
11.05.                         Mi   19.00           Taizégebet
14.05.    5. Sonntag in der    Sa   18.00         Eucharistiefeier
              Osterzeit
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  18.05.                           Mi   19.00           Lichtvesper
                                                  mit Feedbackgespräch
  22.05.    6. Sonntag in der      So   10.30 Eucharistiefeier
                Osterzeit                     mit Kinderkirche
                                              anschl.
                                              Gemeindeversammlung
  25.05.   Christi Himmelfahrt     Mi   19.00         Eucharistiefeier
  28.05.    7. Sonntag in der      Sa   18.00         Eucharistiefeier
                Osterzeit

Kinderkirche in der Thomaskirche…
… heißt das Angebot für Kinder im Alter von 4 bis 10 Jahren. Im Rahmen des
Gemeindegottesdienstes kommen die Kinder zusammen zum Basteln, Singen und
Spielen, damit erst gar keine Langeweile aufkommt.
Stillsitzen muss hier keiner! Viel wichtiger als „gutes
Benehmen“ ist hier die Gemeinschaft mit anderen, die auch
am Wort Gottes interessiert sind.

Die nächsten geplanten Termine:          13.03.2022 / 23.04.2022 / 22.05.2022

Andere Termine
23.03.2022     10.00 Uhr        Pastoralkonferenz NRW in Krefeld
25.04.2022     19.30 Uhr        KV-Sitzung
28.04.2022                      Sitzung des LSR in Düsseldorf
30.04.2022     10.00 Uhr        Dekanatstag NRW
03.05.2022     15.00 Uhr        ACK-Sitzungen Düsseldorf
22.05.2022     11.30 Uhr        Gemeindeversammlung
23.05.2022                      Visitation des Dekans in St. Thomas
16.-20.05.2022                  GPK 2022 in Neustadt/W
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Gemeindeversammlung

Hiermit laden wir Sie und Euch ganz herzlich zu unserer regulären
Gemeindeversammlung ein.
Sie findet am Sonntag, 22. Mai im Anschluss an den Gottesdienst (10:30 Uhr)
statt.

TAGESORDNUNG
Top 1      Begrüßung durch den Kirchenvorstand
Top 2      Bestimmung der Protokollführerin/ des Protokollführers
Top 3      Bericht des Kirchenvorstandes zur Lage der Gemeinde
Top 4      Seelsorgebericht 2021
Top 5      Jahresrechnung 2021
Top 6      Bericht der Kassenprüfer
Top 7      Entlastung des Kirchenvorstandes für 2021 und Empfehlung zur
           Entlastung des Kirchenrechners durch den Kirchenvorstand
Top 8      Genehmigung des Haushaltsplanes 2023
Top 9      Wahl von 2 Rechnungsprüfern
Top 10     Wahl der Ersatzmitglieder für den KV
Top 11     Anträge an die 63. Bistumssynode (29.09.-02.10.2022 in Mainz)
Top 12     Sonstiges
           a) Anregungen und Wünsche
           b) Neugestaltung des Gemeinderaums
Top 13     Annahme des Protokolls durch die Versammlung

Stimmberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet
haben. Bei der Wahl der Ersatzmitglieder für den KV sind alle ab Vollendung des
16. Lebensjahres stimmberechtigt.
Anträge zu TOP 11 können bis zum 29.04.2022 über das Pfarrbüro an den
Kirchenvorstand gestellt werden.

                                                          Der Kirchenvorstand
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Liebe Gemeindemitglieder und Freunde,

am 22. Dezember 2021 kam unsere Tochter Gloria Mathilda Kowalewski gesund
und munter zur Welt. Nun sind wir zu dritt und finden es ganz wunderbar. Wir
genießen die Zeit mit ihr sehr.

Vielen Dank für die lieben Wünsche
und Aufmerksamkeiten zur Geburt
unserer Tochter.

Wir haben uns sehr darüber gefreut!

Melanie und Lech
mit Gloria
S e i t e | 11

Im Gedenken an Caroline Hassbach
Am 16.11.2021 verstarb im Alter von 86 Jahren Frau
Caroline Hassbach. Am 25. 11.2021 fand in der Kapelle des
Nordfriedhofs Düsseldorf die Trauerfeier für die
verstorbene Caroline statt. Es war ein sehr persönlicher
Abschied, begleitet von Orgelklängen und Saxophon (dem
Lieblingsinstrument der Verstorbenen). Unzählige Kränze,
                                  Blumen und Kerzen
                                  verliehen           der
                                  Trauerfeier einen besonders feierlichen und
                                  würdevollen Charakter.
                                  An dieser Stelle sprechen wir nochmal Herrn
                                  Dr. Hassbach und Tochter Claudia mit Familie
                                  unsere herzliche Anteilnahme aus. Als
                                  Mitglieder der Gemeinde St. Thomas in
                                  Düsseldorf werden wir Caroline stets in guter
                                  Erinnerung behalten.

Zum Tod von Jupp Kirberg
Wenige Tage vor Weihnachten 2021 ist Jupp mit 87 Jahren gestorben. Er war seit
1993 Mitglied unserer Gemeinde, eine Reihe von Jahren auch in der
Verantwortung des Kirchenvorstands. Als Lehrer verstand er sich nicht in erster
Linie als der, der auf alles eine Antwort weiß, sondern vor allem als jener, der die
richtigen Fragen stellt. In vielen Gesprächen hat er im
Glauben um Antworten gerungen, offen für Denken
und Argumente der anderen. Er war immer auch
Lernender und damit nahe bei den Menschen.
Als kritischer engagierter Katholik und Politiker war er
aufmerksam für die leisen Töne, die geschenkten
Wunder und Gaben der Natur als anvertrauter
Schöpfung. Er hat es sich und anderen nicht immer
leichtgemacht, war aber immer einfach bereichernd.
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An dieser Stelle sprechen wir auch Margarete Lucks und der Familie unsere
herzliche Anteilnahme aus. Die Gemeinde darf seiner dankbar gedenken.

Der Termin der Beisetzung im Friedwald-Bad Münstereifel wird noch bekannt
gegeben.

Bericht aus Ghana von Hildegard
Ghana - jetzt bin ich schon über einen Monat hier in diesem
Land in Westafrika. Es ist heiß, jeden Tag über 30° und
                     trocken. Die Hitze macht mir schon zu
                     schaffen. Aber das gehört dazu. Warum
                     bin ich hierhergekommen? Trotz
                     Corona, trotz Schwierigkeiten bei der
                     Einreise, trotz Trennung von meiner
                     Familie und meinen Freunden? Dazu muss ich zurückgehen in
                     der Zeit. Im Jahre 2006 lernte ich auf einer meiner Reisen
                     durch dieses tolle Land einen Polizeibeamten aus Accra, Ali,
kennen, der mir unglaublich stolz und sehr liebenswert seine Heimatstadt Daboya
zeigte. Wir haben den Kontakt gehalten. Eines Tages bekam ich dann die
Nachricht: Ich habe endlich Verantwortung übernommen und geheiratet! Im Jahr
2012, bei meinem nächsten Besuch in Ghana konnte ich dann Isan auf den Arm
nehmen, seine Tochter. Ghana ist ein faszinierendes Land mit
großartigen Menschen und einer alten Kultur. Die Menschen
sind herzlich, hilfsbereit, äußerst tolerant, humorvoll, offen.
Bei meinen weiteren Reisen im Jahr 2014 und 2016 entstand
zwischen Ali, seiner Frau und mir eine wunderbare
Freundschaft. In langen Gesprächen mit Ali verstand ich
immer mehr von Ghana, den Gebräuchen und der Kultur -
und erzählte im Gegenzug über Deutschland und das Leben
bei uns. Vieles, was ich über Ghana weiß, weiß ich von Ali. Es
entstand eine tiefe Freundschaft. Diese Freundschaft hat wohl auch dazu geführt,
dass am letzten Abend meines Besuches in 2016 Ali um ein Gespräch gebeten hat.
In diesem Gespräch bat er mich „ein Auge auf seine Tochter Isan“ zu halten. Ich
habe es erst nicht ernst genommen, gesagt, er solle es doch bitte selbst tun. Aber
er drängte mich, es zu versprechen, für den Fall, dass er es nicht mehr könne. Er
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habe Angst um seine Tochter. Sein Sohn könne sich schon durchbeißen, als Junge,
aber seine Tochter... Ich habe es ihm versprochen.
                                        2017 ist Ali an Lebercarcinom mit
                                        Lungenmetastasen gestorben.3 Monate vor
                                        seinem Tod bekam Adiza, seine Frau, noch ein
                                        drittes Kind, eine Tochter. Die Verhältnisse
                                        für Witwen hier sind brutal, Adiza lebt nun
                                        mit ihren 3 Kindern in einem „Container“,
                                        ohne Küche, ohne Bad. Die Küche wird
                                        improvisiert, zwischen den Paletten mit
                                        Wasserflaschen, von deren Verkauf (und
                                        einer kleinsten Rente) Adiza nun lebt. Die
Finanzierung einer halbwegs guten Schulbildung ist davon nicht zu leisten.
Ich habe die Familie 2018 besucht, um zu sehen, was nötig ist. Meine Mittel
reichen nicht, der gesamten Familie unter die Arme zu greifen - aber mein
Versprechen Ali gegenüber, seine Tochter Isan im Auge zu behalten, erfülle ich
seitdem mit der Hilfe meines Bruders. Aber ich möchte auch
eine Beziehung zu Isan haben. Geld ist die eine Seite, das
Zwischenmenschliche ist bestimmt genauso wichtig. Isan ist
eine ausgesprochen fleißige Schülerin, die, obwohl die
jüngste in der Klasse, sie ist fast 11 Jahre alt, zu den Besten
gehört. Aber sie ist auch ein sehr verschlossenes Kind, das nur
selten lacht und nie ausgelassen oder albern ist. Es ist
schwierig, Zugang zu ihr bekommen. Deshalb war es richtig
und wichtig, hierher zu kommen. Jeden Nachmittag treffen
wir uns, unter der Woche zum Hausaufgaben machen und Schwimmen lernen
                              (eine gute Chance für mich, Vertrauen aufzubauen!),
                              am Wochenende nach den Arabischstunden in der
                              Moschee zum Lesen (z. B. Die Unendliche Geschichte
                              auf Englisch auf meine Kindle). Ich habe sie gestern
                              gefragt, ob sie sich nicht mit ihren Freunden trifft: die
                              Antwort war „Nein“. Wann sie denn spielen würde: Sie
                              spiele nicht. Sie lernt gern, aber ich habe das Gefühl,
                              dass „Leben“ bei ihr zu kurz kommt. Aber ich kann
wenig ändern, denn ich werde im April wieder nach Deutschland zurückkehren -
sie aber bleibt hier. Ich habe Isan als „Enkelkind“ adoptiert und sie ist mir ans Herz
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gewachsen. Sie ist ein großartiges Kind - und ich liebe es, hier in Ghana eine
Aufgabe zu haben.
                                                             Hildegard Sieffert

                             Dieses zerfledderte Buch ist die Bibel von Isan, meinem
                             (Paten-)Kind in Ghana. Es war das einzige Buch, dass
                             dieses Kind im Alter von 7 Jahren hatte - eine englische
                             Bibel für Erwachsene. Ich konnte mir nicht vorstellen,
                             dass ein Kind in ihr nicht nur buchstabiert, sondern mit
                             Verständnis liest. Deshalb habe ich sie gefragt, welches
ihre Lieblingsstelle ist. Die Antwort kam sofort: Die Heilung des Lahmen durch
Petrus! Um zu zeigen, welche Stelle sie meinte, schlug sie die Bibel an der richtigen
Stelle auf (Apg 3, 1-9).
Auf meine Frage, welches Buch sie sich denn als 2. Buch
wünschen würde, antwortete sie mit leiser Stimme: Grimms
Märchen! Zufällig hatte ich die Originalausgabe, auf Englisch
übersetzt, auf meinem Handy - Kindle macht es möglich. Ich
wollte damit meinen Wortschatz erweitern. Ich gab ihr mein
Handy und zeigte ihr, wie die App bedient wurde - nun kam sie
jeden Nachmittag nach der Schule vorbei und las. Sie war so
versunken in die Märchen, dass sie nichts mehr wahrnahm, sich
kaum noch bewegte. Das zeigt das 2. Bild.
Ich habe ihr später von Deutschland aus eine gebundene Ausgabe dieses Buches
geschickt.
Das Bild der zerlesenen Bibel aber ist Erinnerung für mich, wie gut es mir. meinen
Kindern und Enkelkindern geht.
                                                                   Hildegard Sieffert

Gute Vorsätze
Ja, jetzt ist es schon wieder fast vorbei: der Jahresbeginn. Dazu fällt mir eine kurze
Anekdote ein:
Irgendwann, als ich noch jung war; also so mit ca. 16 oder 17 Jahren (ja, ja lang ist
es her), war ich auf einem altkatholischen Skijugendlager über den Jahreswechsel.
Dort trafen sich Jugendliche aus aller Welt, bzw. europaweit und jedes Jahr wurde
in einem anderen Land eine schöne Skifreizeit mit Gleichgesinnten verbracht.
Natürlich haben wir nicht nur andächtig gebetet nebst dem Skifahren, sondern
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auch schon den ein oder anderen Abend gefeiert. Zu fortgeschrittener Stunde des
30.12 erklärte uns dann ein Schweizer Jugendlicher ihren Silvesterbrauch, den wir
natürlich am nächsten Tag sofort umgesetzt haben: Man nehme am frühen Abend
des 31.12 eine neue Rolle Toilettenpapier und schreibe alle guten Vorsätze für das
neue Jahr darauf. Wieder aufgewickelt wird diese dann Punkt Mitternacht, also
am 1.1 auf das Klo zur Benutzung frei gegeben. Frei nach dem Motto: Ist halt eh
alles für`n A…..sch.
Ein bisschen Recht hatte der Schweizer ja. Wie nehmen uns immer ganz viel vor
und Schwupps, 2 bis 3 Wochen sind rum und alles ist verloren und vergessen.
Sollen wir dann doch besser erst gar keine guten Vorsätze mehr fassen?
Ich habe eine bessere Idee: Vielleicht sollten wir unsere Vorsätze einfach
umformulieren. Wie startet denn unser guter Vorsatz meist:
 Ich will…abnehmen, weniger rauchen, mich mehr bewegen, mehr lernen, weniger
fernsehen, etc….. Wie wäre es, wenn wir unseren guten Vorsatz gar nicht für uns
selbst bestimmen würden, sondern für jemanden anders:
Ich möchte für Dich gesünder werden.
Ich möchte für Dich fitter werden.
Ich möchte für Dich weiblicher/männlicher werden.
Ich möchte für Dich ausgeglichener und friedlicher werden.
Ich möchte für Dich mehr Zeit haben.
Ich möchte für Dich…….

Das hört sich schon ganz anders an. Lasst uns unsere guten Vorsätze also
umformulieren und einander laut vorlesen oder vielleicht sogar in einem schönen
Brief verfassen. Was wird passieren?
Wie sind nicht nur motivierter, sondern wir können auch besser damit umgehen,
wenn unser Vorhaben ins Stocken gerät. Wir haben dann einen Partner mit im
Boot, der uns auffangen kann. Der uns sagen kann: “He, ich finde es super, dass
Du für mich gesünder werden möchtest. Na, und wenn es heute nicht so gut
geklappt hat, dann werde ich Dir morgen dabei helfen, dass es besser klappt.
Zusammen sind wir stark.“ Wir haben dann jemanden an unserer Seite, der uns
tröstet und zärtlich in den Arm nimmt; anstatt dass wir uns selbst zerfleischen in
Selbstvorwürfen und Selbstmitleid, weil wir wieder „schwach“ geworden sind.
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Und was, wenn wir alleine sind? Wenn da kein Partner ist, kein geliebter Mensch,
der uns tröstet. Auch dann sind wir nicht allein. Unser Vater, Gott ist hier. Wir
teilen unsere guten Vorsätze mit Ihm:
Vater, Du hast mir diesen wunderbaren Körper geschenkt, ich möchte ihn für Dich
gesund halten.
Vater, Du hast mich als Frau/ Mann geschaffen, ich möchte Für Dich in dieser Rolle
voll und ganz aufgehen.
Vater, Du hast mir ein Herz voll Liebe gegeben, ich möchte diese für Dich in die
Welt hinaustragen.
Vater, Du hast mich gelehrt zu beten, ich möchte mich für Dich auf das
Wesentliche konzentrieren.
Und wir können getrost vertrauen, sollten wir auch mal „schwach“ werden. Unser
Vater wird uns deswegen nicht von sich weisen. Im Gegenteil, er wird bei uns sein
und uns zärtlich in den Arm nehmen. Er wird uns Trost spenden und uns Mut
zusprechen, weiterhin den Weg zu gehen. Wenn wir jeden Tag unsere so
formulierten Vorsätze laut vorlesen, dann werden wir es auch schaffen mit Gottes
Hilfe. Denn wenn wir etwas nicht nur für uns selber wollen, sondern für unseren
Partner; unsere Kinder; unsere Eltern und schlussendlich für unseren geliebten
Vater im Himmel, ja dann werden am Ende auch wir selbst diese Liebe und
Zuversicht ernten können. Und dann sind die guten Vorsätze vielleicht doch nicht
alle für`n A….sch.
                                                                          Martha
                                                                     Holzhausen
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                                    EIN KLEINER BLUMENSTRAUß MIT TÖNEN
                                    SOLL DIR DEN HEUTGEN TAG VERSCHÖNEN.
                                    VIEL GLÜCK UND SEGEN WÜNSCHEN WIR
                                    UND FREUEN UNS, FREUEN UNS MIT DIR.
m März
04.03.     Rajka Kretschmann (G)
08.03.     Beate Ritschel-Sayed (N)
           Beate Wipperführt-Schmitz (N)
12.03.     Gregor Klingenhäger (N)
13.03.     Klaus Jittler (G)
15.03.     Gregor Klingenhäger (G)
17.03.     Gerda Breidenbach (N)
19.03.     Josef Wagener (N)
20.03.     Gisbert Giefer (N)
23.03.     Eva Wald (G)
24.03.     Annette Mertens(G)

im April
08.04.     Gisela Windheuser (G)
11.04.     Josef Wagener (G)
25.04.     Theresia Tettling (G)
           Markus Koegel (N)
           Markus Bonn (N)
28.04.     Elfriede Jittler (G)
29.04.     Gisbert Giefer (G)

im Mai
04.05.     Elvi Schulz (G)
07.05.     Gisela Windheuser (N)
12.05.     Jakob Koegel (G)
14.05.     Klaus Prothmann (G)
15.05.     Sophie Schmitz (N)
26.05.     Hannah Johnstone (G)
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Neue Informationen von Lukas Bundschuh,
Bistumsjugendleiter des BAJ Deutschland
im Bistum der Alt-Katholiken

Ring Frei Runde 11: 28.04.2022 bis 01.05.2022
Schloss Ortenberg Offenburg

Wir hoffen nach zwei Jahren Pause wieder mit euch unser beliebtes
Jugendwochenende mit Bischof Matthias verbringen zu können. Anmelden kann
man sich über die Webseite des BAJ

https://www.alt-katholisch.de/unsere-kirche/bund-alt-katholischer-jugend/

Sommerfahrt 2022: 29.07.2022 bis 07.08.2022
Coming soon

Als Reaktion auf die ausgefallenen Fahrten aufgrund von Corona und Teil unseres
neuen Fahrtenkonzepts, wird es 2022 ebenfalls eine Sommerfahrt geben. Es geht
wieder an einen See. Alle Infos zur Sommerfahrt 22 dann Anfang des Jahres
2022.

Internationaler Alt-Katholiken Jugend-Kongress (IOCYC): 01.09.2022 bis
04.09.2022
Bonn

Im September 2022 findet der Internationale Alt-Katholiken Kongress im
wunderschönen Bonn statt. Parallel dazu wird auch ein Internationaler Alt-
Katholiken Jugend-Kongress stattfinden, welcher von den Jugendvertretern der
verschiedenen Mitgliedsländer organisiert wird. Wir hoffen eine Vielzahl von
euch auch dort zu treffen.

Redaktionsschluss Gemeindebrief
Der nächste Gemeindebrief erscheint zum 01. Juni 2022 für die Monate
Juni bis August 2022. Redaktionsschluss ist der 01. August 2022. Beiträge bis dahin
an duesseldorf@alt-katholisch.de.
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Alt-Katholische Gemeinde Düsseldorf
Körperschaft öffentlichen Rechts
Steubenstraße 13      40599 Düsseldorf

T el.             0211/4 3838 35
Handy             0175/7 4317 97
Fax               0211/4 3838 37
Int ernet:        w w w .alt - kat holisch.de/gemeinden/
                  gemeinden/gemeinde - duesseldorf.htm l

Spendenkonto
IBAN:                    DE89 3506 0190 1011 7500 16; BIC: GENODED1DKD
Kontoinhaberin:          Alt-Katholische Gemeinde Düsseldorf

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Pfarrverweser
Pfarrer Jürgen Wenge
Jülicher Str. 28         50674 Köln              Tel. 0221/2405032

Geistlicher im Auftrag
Pfarrer Dr. Lech Kowalewski
Steubenstr. 13          40599 Düsseldorf        Tel. 0211/4383835 und 0175/7431797

Kirchenvorstand und weitere Kontakte
Gerda Breidenbach (KV, stellv. Vorsitzende):      0211/289788
Dr. Christian Flügel (D):                         0202/4292300
Michael Kaus-Brieger (LSyn):                      0151/70171696
Dr. Markus Koegel (KV, Schriftführer):            0176/38248579
Klaus Prothmann (KV, KR):                         0176/72400435
Karin Urner (KV):                                 0211/5865997
Karin Wichelhaus (KV, BSyn):                      0172/5944318
Josef Wagener (KV, LSyn):                         0201/755731

D = Diakon, KV = Kirchenvorstand, KR = Kirchenrechner, BSyn = Bistumssynodale, LSyn =
Landessynodale
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