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12.5.2021 Grillpoulet anstatt Pizzen – Eine Güggeli-Beiz fürs Schwellenmätteli | Berner Oberländer
LOKALES
Abo Grillpoulet anstatt Pizzen
Eine Güggeli-Beiz fürs Schwellenmätteli
Das italienische Restaurant Casa beim Schwellenmätteli in Bern wird mit neuem
Konzept und neuem Namen aufmachen.
Claudia Salzmann
Publiziert: 06.05.2021, 11:17
Cédric Moser ist der neue Schwellenmätteli-Geschäftsführer. Das ehemalige italienische Restaurant
Casa, das ebenfalls zur Schwellenmätteli-Gruppe gehört, macht als Güggeli-Beiz neu auf.
Foto: Nicole Philipp
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Über 90 italienische Restaurants gibt es in der Stadt Bern. «Italienische Restaurants
laufen sehr gut. Aber weniger an unserem Standort», sagt Florian Eltschinger über
das Casa beim Schwellenmätteli. Dieses Lokal befindet sich im Holzhaus auf dem
Kiesplatz. Deshalb vollzieht er damit einen Konzeptwechsel zur Güggeli-Beiz. «Als
wir uns umgehört haben, wo es in Bern das beste Güggeli im Chörbli gebe, mussten
alle Berner, die wir angefragt haben, lange nachdenken.» Niemand habe eine Ant-
wort geben können, jemand habe die Migros genannt. Damit war für den Ge-
schäftsmann klar: Das ist eine unbesetzte Nische in Bern. «Wir Zentralschweizer
mögen Güggeli im Körbli – und die Berner sicher auch», sagt der 42-jährige
Luzerner.
Geplant sind 80 Innenplätze, draussen auf dem Kiesplatz gibts Platz für bis zu 120
Aussenplätze im Biergarten-Stil. Bis der Bundesrat die Restaurants drinnen wieder
geschäften lässt, behilft sich Eltschinger draussen mit einem Imbissstand und der
Terrasse über der Aare. Bei der nächsten Schönwetterperiode werde die Güggeli-
Beiz im Biergarten mit einer kürzeren Karte starten. Nebst halben Güggeli im
Chörbli, Mistkratzerli oder Flügeli gibt es Plättli oder passenderweise Brezel. Und
werden sich auch Familien ein Essen dort leisten können? «Ich erachte die Preise
als fair und korrekt», so Eltschinger.
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Ein Blick ins rustikale Stübli des ehemaligen Casa.
Foto: zvg
Drinnen haben die Eltschingers umgebaut, das Mobiliar erinnert an einen rustika-
len Landgasthof, an der Wand hängt ein schwarz-roter Mutz. Die Küche ist mit ei-
nem Hochleistungsgrill ergänzt worden – grilliert werden die Güggeli und Mist-
chratzerli während bis zu 35 Minuten bei 220 Grad. Jetzt eine Fleisch-Beiz zu eröff-
nen, wenn veganes Essen immer beliebter wird und sich das Flexitariertum ver-
breitet, wertet er nicht als aus der Zeit gefallen: «Man kann nicht immer alle zufrie-
denstellen. Zudem haben wir ein kleines Angebot für Veganer und Vegetarier.» Bei-
spielsweise «Planted Chicken» – ein aus Pflanzen entwickeltes, dem Pouletfleisch
ähnliches Produkt – mit Riz Casimir.
Die Mitarbeitenden werden aus dem zur Gruppe gehörenden Restaurant Schwel-
lenmätteli hierher umdisponiert (hier gehts zur Gastro-Rezension der Besseresser
vom «Schweller» ). Florian Eltschinger rechnet damit, dass bei vollem Betrieb
zwölf Mitarbeitende hier Beschäftigung finden. Für Arbeit sorgt er auch auf dem
Güggelihof Kneuss in der Zentralschweiz. «Wir haben dafür extra eine Zusammen-
arbeit mit dem Familienunternehmen und lassen uns die Poulets etwas kosten.»
In der Güggeli-Beiz soll ein breites Publikum satt werden, das Schwellenmätteli
hingegen sieht er als den eleganteren Bereich. Für die Schwellenmätteli-Gruppe, zu
dem auch der Event-Raum gehört, hat er kürzlich einen neuen Geschäftsführer an-
gestellt: den Berner Cédric Moser, der zuletzt auf dem Bürgenstock am Vierwald-
stättersee tätig war. «Eigentlich wollten wir schon lange aufmachen, der Probelauf
war geplant und die Gäste geladen. Jetzt machen wir einen Kaltstart mit reduzier-
tem Angebot», sagt Moser.
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Florian und Bastian Eltschinger von der Remimag Gastronomie AG führen schweizweit 28 Gastro-
und Hotelbetriebe.
Foto: zvg
Florian Eltschinger führt das Unternehmen Remimag gemeinsam mit seinem Bru-
der Bastian. Sie haben das Schwellenmätteli vor drei Jahren vom Berner Vorgän-
ger Thomas Käser, der es eröffnet hat, übernommen. Unter Remimag führen die
Gebrüder Eltschinger in Bern auch das Restaurant Toi & Moi am Berner Bahnhof.
Am Bärenplatz haben sie Lokale vom Gastronomen Christian Gfeller übernom-
men. Dort werden sie im Herbst das neue Konzept vorstellen.
Ihr Unternehmen mit Sitz im luzernischen Rothenburg hatte bis vor der Corona-
Krise 750 Angestellte. Derzeit seien es an die 500 Personen. «Aber nicht, weil wir
Kündigungen ausgesprochen, sondern weil wir die Saisonniers noch nicht ver-
pflichtet haben», sagt Florian Eltschinger, der für die Region Bern zuständig ist. In
Bern hat Remimag bisher 80 Personen unter Vertrag; sobald am Bärenplatz das
Bauvorhaben im Sommer 2022 zu Ende geht, dürften weitere 60 Arbeitsplätze
dazukommen.
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