PROTOKOLL ZUR PREISGERICHTSSITZUNG AM 30.01.2020 - Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil mit vorgeschaltetem Auswahl- / Losverfahren ...

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PROTOKOLL ZUR PREISGERICHTSSITZUNG AM 30.01.2020 - Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil mit vorgeschaltetem Auswahl- / Losverfahren ...
PROTOKOLL ZUR PREISGERICHTSSITZUNG
                                                AM 30.01.2020

Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil mit
vorgeschaltetem Auswahl- / Losverfahren
"Turnerbundgelände und angrenzende Flächen", Stadt Weiden i.d.OPf.

Ausloberin
PROTOKOLL ZUR PREISGERICHTSSITZUNG AM 30.01.2020 - Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit Ideenteil mit vorgeschaltetem Auswahl- / Losverfahren ...
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                           Niederschrift über die Sitzung des Preisgerichts am
                           30.01.2020
                           Ort: Sitzungssaal der Stadtverwaltung, Dr.- Pfleger-Str. 15,
                           92637 Weiden

                           Das Preisgericht tritt am 30.01.2020 um 10:00 Uhr
                           zusammen. Herr Oberbürgermeister Kurt Seggewiß begrüßt
                           die Anwesenden und übergibt anschließend das Wort an
                           Herrn Oberpriller.
                           Herr Oberpriller stellt die Anwesenheit wie folgt fest:

                           Fachpreisrichter
                           Bettina Gerlach, Stadtplanerin, München
                           Klaus Nickelkoppe, Architekt, Regensburg
                           Prof. Karin Schmid, Architektin, München
                           Dr. Emil Lehner, Architekt, Weiden
                           Kurt Weber, Architekt, Eichstätt
                           Rupert     Wirzmüller,    Landschaftsarchitekt,   Stadtplaner,
                           Regensburg

                           Ständig anwesender stellvertretender Fachpreisrichter
                           Richard Waldmann, Architekt, Erlangen

                           Sachpreisrichter
                           Kurt Seggewiß, Oberbürgermeister, Stadt Weiden i. d. OPf.
                           Karl-Heinz Schell, Stadtrat SPD
                           Karlheinz Beer, Architekt, Stadtplaner, Stadtrat CSU
                           Stefan Rank, Stadtrat BLW
                           Veit Wagner, Stadtrat Grüne

                           Stellvertretende Sachpreisrichter
                           Reinhold Wildenauer, Stadtrat BLW

                           Ständig anwesender stellvertretender Sachpreisrichter
                           Oliver Seidel, Architekt, Bau- und Planungsdezernent, Stadt
                           Weiden i. d. OPf.

                           Sachverständige Berater (ohne Stimmrecht)
                           Birgitt Niegl, Regierung der Oberpfalz
                           Manfred Ahles, Regierung der Oberpfalz
                           Friedrich Zeiß, Amtsleiter, stv. Bau- und Planungsdezernent
                           Carl Philipp Grübel, Stadt Weiden i. d. OPf.
                           Lukas Moll, Stadt Weiden i. d. OPf.

                           Wettbewerbsbetreuung
                           Jakob Oberpriller, oberprillerarchitekten
                           Jonas Krempl, oberprillerarchitekten

                           Protokollführung
                           oberprillerarchitekten, Hörmannsdorf

                           Die Wettbewerbsbetreuung stellt die Vollzähligkeit und
                           Beschlussfähigkeit des Preisgerichtes fest.
                                                                                         2
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                           Anschließend leitet Herr Oberpriller die Wahl des
                           Vorsitzenden ein.
                           Aus dem Kreis der Fachpreisrichter wird Frau Prof. Karin
                           Schmid, bei eigener Stimmenthaltung, einstimmig zur
                           Vorsitzenden des Preisgerichtes gewählt.

                           Die Vorsitzende bedankt sich für das ihr entgegengebrachte
                           Vertrauen und übernimmt die Leitung der Sitzung.

                           Frau     Prof.     Karin   Schmid      stellt fest,    dass
                           Anwesenheitsberechtigung für alle Anwesenden und oben
                           protokollierten Personen besteht.
                           Sie erläutert für die Sachpreisrichter das Wettbewerbs-
                           verfahren      mit    den    verschiedenen,    wesentlichen
                           Anforderungen und die Beurteilungskriterien.

                           Die Vorsitzende umreißt nochmals die Zielsetzungen des
                           Wettbewerbs und weist auf die persönliche Verpflichtung der
                           Preisrichter zur objektiven, allein an der Auslobung
                           orientierten Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten hin und
                           erläutert den genauen Ablauf der Preisgerichtssitzung.

                           Durch Preisrichtervorbesprechung und Kolloquium sind
                           Situation und Aufgabenstellung hinlänglich bekannt.

                           Die Vorsitzende lässt sich von allen Anwesenden versichern,
                           dass sie außerhalb vom Kolloquium

                           - keinen Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern
                             über die Wettbewerbsaufgabe und deren Lösung geführt
                             haben,
                           - für    die     Dauer      des    Preisgerichtes    keinen
                             Meinungsaustausch mit Wettbewerbsteilnehmern führen
                             werden,
                           - bis    zum      Preisgericht    keine     Kenntnis    der
                             Wettbewerbsarbeiten erhalten haben (ausgenommen
                             Vorprüfung),
                           - die vertrauliche Behandlung der Beratung gewährleisten
                             werden,
                           - die Anonymität aller Arbeiten wahren und
                           - Vermutungen über mögliche Verfasser unterlassen
                             werden.

                           Frau Prof. Karin Schmid stellt den Anwesenden das Verfahren
                           bzw. den Ablauf des Preisgerichts, darüber hinaus die
                           Funktionen der Fach- und Sachpreisrichter sowie der
                           Vorprüfung, vor.

                           Die    Vorsitzende  bittet    die   Wettbewerbsbetreuung
                           anschließend um den Bericht der Vorprüfung.

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                           Bericht der Vorprüfung
                           Herr Oberpriller erstattet ab 10:12 Uhr den Bericht der
                           Vorprüfung, nachdem der Vorprüfbericht an die Preisrichter
                           und die Berater ausgegeben wurde.

                           Es haben 10 Büros eine Arbeit abgegeben.
                           Der Abgabetermin der geforderten Wettbewerbsleistungen
                           war der 06.12.2019, 16:00 Uhr für die Planunterlagen und
                           der 17.01.2020, 12:00 Uhr für die Modelle.
                           Alle 10 Arbeiten wurden fristgerecht eingeliefert, die Modelle
                           1006 und 1009 sind verspätet eingegangen.

                           WAHRUNG DER ANONYMITÄT
                           Alle abgegebenen Entwürfe der 10 Wettbewerbsteilnehmer
                           wurden auf ihre Anonymität geprüft.

                           TARNZAHL
                           Die sechsstelligen Kennzahlen der Arbeiten wurden mit
                           vierstelligen Tarnzahlen von 1001 bis 1010 überklebt.
                           Die Tarnzahlen, sowie auch die sechsstelligen Kennzahlen,
                           wurden für die spätere Auswertung in eine Sammelliste
                           eingetragen.

                           VOLLSTÄNDIGKEIT DER UNTERLAGEN
                           Alle Wettbewerbsleistungen waren auf 3 Plänen DIN A0,
                           Hochformat darzustellen. Lageplan und Grundrisse waren
                           so aufzutragen, dass Norden oben liegt. Die Pläne wurden
                           nebeneinander aufgehängt.

                           Geforderte Leistungen waren:

                           - Schwarzplan                                   M 1/2500

                           - Lageplan                              M 1/500
                             mit Einzeichnung der Baukörper und ihrer Abstands-
                             flächen sowie der Freianlagen

                           - 2 Schnitte, N-S und O-W                       M 1/500

                           Vertiefung geförderter Wohnungsbau, Teilbereich mit 50
                           Wohnungen entsprechend dem angegebenen Wohnungsmix:

                           - Alle wesentlichen Grundrisse              M 1/200
                             darzustellen waren auch die kritischen Eck- und
                             Anschlusspunkte und der Umgang mit Besonderheiten wie
                             z. B. dem Schallschutz; bei ebenerdigen Geschossen war
                             das unmittelbare Umfeld darzustellen, einschließlich der
                             notwendigen Behinderten- und Besucherstellplätze.

                           - Querschnitte/Ansichten                        M 1/200

                                                                                       4
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                           - 2 exemplarische Wohnungstypen als vertiefte Grundriss-
                             darstellung                               M 1/50
                             Darstellungstiefe M 1/100 mit Möblierung.

                           - Fassadenschnitt und –teilansicht      M 1/50
                             mit wesentlichen Materialangaben, der Wandaufbau
                             musste ersichtlich sein.

                           - Erläuterungen in Skizzenform und Text (nicht mehr als
                             drei DIN A4 Seiten) auf den Plänen. Fotorealistische
                             Darstellungen / Renderings waren nicht zulässig.

                           Zusätzlich waren folgende Unterlagen einzureichen:

                           - Berechnungen,         einschließlich     Flächen-       und
                             Raumprogramm

                           - Plansatz Vorprüfung

                           - Datenträger CD/USB-Stick

                           - Verfassererklärung

                           - Verzeichnis der eingereichten Unterlagen

                           Alle   vorgeprüften   Wettbewerbsarbeiten      haben    die
                           Anforderungen im Wesentlichen erfüllt. Kleine Abweichungen
                           wurden bei den Arbeiten 1001 und 1010 festgestellt.

                           Der     Prüfbericht    enthält   alle    zusammengefassten
                           Informationen, welche im Laufe der Vorprüfung ermittelt
                           wurden. Der Bericht der Vorprüfung unterteilt sich in die
                           formale und die fachtechnische Prüfung:
                           Im Bericht wurden die fachtechnischen Anforderungen nach
                           Vorgaben      der    Auslobung     unter    den     folgenden
                           Gesichtspunkten zusammengefasst und Besonderheiten,
                           ebenso wie objektivierbare Beurteilungskriterien aus neutraler
                           Sicht für jede Arbeit dokumentiert, zusammen mit einzelnen
                           Ausschnitten der Präsentationspläne.

                           - Städtebau, Verkehr

                           - Freiraum

                           - Wohnungen

                           - Konstruktion, Energie

                           Informationsrundgang
                           Um 10:35 Uhr beginnt das Preisgericht den Informations-
                           rundgang. In diesem Rundgang werden alle Arbeiten von der

                                                                                       5
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                           Vorprüfung ausführlich und ohne Wertung erläutert. Herr
                           Oberpriller stellt die Arbeiten anhand der Pläne vor.
                           Das Preisgericht beendet den Informationsrundgang um
                           12:10 Uhr.

                           Es wird zur Diskussion gestellt, ob die Überplanung von nicht
                           verlangten Flächen der Arbeiten 1001 und 1008 teilweise
                           abgehängt      werden.     Einstimmiger     Beschluss:   Die
                           entsprechenden Teile werden abgehängt und damit von der
                           Beurteilung ausgeschlossen.

                           Das Preisgericht beschließt einstimmig, alle abgegebenen
                           Wettbewerbsentwürfe zur Wertung zuzulassen, da alle
                           Wettbewerbsarbeiten      den     formalen    Bedingungen
                           entsprechen, in wesentlichen Teilen dem geforderten
                           Leistungsumfang entsprechen, im Wesentlichen termingemäß
                           eingegangen sind und keinen Verstoß gegen den Grundsatz
                           der Anonymität erkennen lassen.

                           Bindende inhaltliche Vorgaben, deren Nichteinhaltung zum
                           Ausschluss führt, wurden in der Auslobung nicht festgesetzt.

                           Wertungsrundgänge
                           Frau Prof. Karin Schmid geht auf die Beurteilungskriterien
                           ein, die im Bericht der Vorprüfung noch einmal wie folgt
                           abgedruckt sind:

                           -   Städtebauliches Konzept
                           -   freiräumliche Qualitäten
                           -   Architektonische und räumliche Gestaltung, Wohnqualität
                           -   Funktionalität
                           -   Konstruktion, Energie, Ökologie, Nachhaltigkeit
                           -   Wirtschaftlichkeit

                           Sie bittet die Preisrichter, die Arbeiten ausschließlich anhand
                           dieser Kriterien zu bewerten.

                           Erster Wertungsrundgang
                           Anschließend beginnt das Preisgericht mit dem ersten
                           Wertungsrundgang.
                           Im ersten Rundgang werden anhand der allgemeinen
                           Beurteilungskriterien und der vertiefenden Gesichtspunkte
                           aus dem Informationsrundgang nur diejenigen Arbeiten
                           ausgeschieden, die aufgrund von schwerwiegenden Mängeln
                           in den grundsätzlichen Zielsetzungen keinen weiterführenden
                           Beitrag zur Lösung der gestellten Aufgabe erwarten lassen.
                           Arbeiten werden im ersten Wertungsrundgang nur mit
                           einstimmigem Beschluss ausgeschieden.

                                                                                        6
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                           Der erste Wertungsrundgang wird um 13:30 Uhr durch eine
                           kurze Mittagspause unterbrochen und um 15:00 Uhr
                           beendet. Es wird keine Arbeit ausgeschieden.

                           Damit verbleiben 10 Arbeiten im zweiten Wertungsrundgang.

                           Herr Reinhold Wildenauer nimmt ab 14:00 Uhr an der
                           Preisgerichtssitzung teil und übernimmt ab 14:10 Uhr das
                           Stimmrecht von Herrn Stefan Rank.

                           Herr Stefan Rank verlässt um 14:10 Uhr das Preisgericht.
                           Herr Oberbürgermeister Seggewiß verlässt um 15:10 Uhr
                           das Preisgericht und übergibt sein Stimmrecht an den ständig
                           anwesenden stellvertretenden Sachpreisrichter Herrn Oliver
                           Seidel.

                           Zweiter Wertungsrundgang
                           Um 15:10 Uhr beginnt das Preisgericht mit dem zweiten
                           Wertungsrundgang. Im zweiten Wertungsrundgang werden
                           diejenigen Arbeiten mit Stimmenmehrheit ausgeschieden,
                           deren Konzept in einzelnen Prüfbereichen nicht vollständig
                           überzeugt.

                           5 Arbeiten scheiden mit Mehrheit wie folgt aus:

                               Tarnzahl    Abstimmungs-
                                           verhältnis
                               1002        10:1
                               1005        10:1
                               1006        11:0
                               1007         9:2
                               1009         9:2

                           Der zweite Wertungsrundgang         wird   um     16:20   Uhr
                           abgeschlossen.

                           Für die im 2. Rundgang ausgeschiedenen Teilnehmer werden
                           folgende Beurteilungstexte verabschiedet:

                           1002
                           Der Ansatz der Verfasser mit einer kleinräumigen
                           Zeilenstruktur die Körnigkeit des Kontexts aufzunehmen wird
                           anerkannt. Positiv bewertet wird die Lage des
                           Quartiersplatzes an der Schnittstelle zur umgebenden
                           Bebauung als Auftakt in das neue Quartier.
                           Der Schallschutz zur B 20 wird kritisch betrachtet, da die
                           vorgesehenen Zeilen in ihrer dargestellten Form
                           starkabriegelnd wirken. Insgesamt wirkt die Arbeit sehr
                           schematisch.

                                                                                       7
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                           1005
                           Der     städtebauliche     Ansatz    mit  einer    Mischung
                           unterschiedlicher Typologien (Zeile, Punkthaus, Reihenhaus)
                           den gewünschten Mix unterschiedlicher Wohnformen
                           abzubilden     gelingt    gut.    Leider  überzeugen      die
                           vorgeschlagenen Standorte der oberirdischen Parkhäuser
                           nicht, da sie als Auftakt in das neue Quartier nicht attraktiv
                           erscheinen, bzw. den Verkehr im Ideenteil sehr tief in das
                           Quartier hineinziehen.

                           1006
                           Die vorgeschlagene Zeilenstruktur wirkt sehr monoton und
                           nimmt keine Bezüge zur umgebenden Bebauung auf. Der
                           Quartiersplatz ist räumlich zu wenig definiert, der
                           vorhandene Baumbestand sehr wenig berücksichtigt.

                           1007
                           Der Ansatz einer von kurzen, volumetrisch ausformulierten
                           Zeilen flankierten Quartiersmitte als verbindendes Element ist
                           attraktiv, die hier angeordnete Quartiersnutzung richtig
                           verortet. Die Frage des richtigen Auftaktes und Endes wird
                           kontrovers diskutiert.
                           Kritisch hinterfragt wird die kleinteilige Körnigkeit der
                           Bebauung im Ideenteil.
                           Negativ beurteilt wird die Nordausrichtung von Wohnungen
                           in den Kopfbauten.

                           1009
                           Die klare städtebauliche Ordnung wird begrüßt, auch Lage,
                           Größe und Proportion des Quartiersplatzes sind gut gewählt.
                           Kritisch diskutiert wird die gewählte Adressierung der
                           Wohnbauten aus dem Innenhof, die den öffentlichen Raum
                           negiert.    In    Kombination  mit     den    notwendigen
                           Feuerwehrzufahrten wird vor allem die Qualität des
                           Freiraums in Frage gestellt.

                           Damit verbleiben folgende fünf Arbeiten in der engeren
                           Wahl:

                           1001
                           1003
                           1004
                           1008
                           1010

                           Engere Wahl
                           Mit der Bildung von Arbeitsgruppen tritt das Preisgericht um
                           16:35 Uhr in die ausführliche schriftliche Einzelbeurteilung
                           der in der engeren Wahl verbliebenen Arbeiten ein. Frau
                           Prof. Karin Schmid stellt im Vorfeld die Beurteilungskriterien
                           vor.

                                                                                       8
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                           Um 18:00 Uhr nimmt Herr Oberbürgermeister Seggewiß
                           wieder am Preisgericht teil. Das Stimmrecht verbleibt bei
                           Herrn Oliver Seidel.

                           Ab 18:10 Uhr werden die schriftlichen Beurteilungen vor den
                           Plänen verlesen, diskutiert und wie folgt vom Preisgericht
                           verabschiedet:

                           1001
                           Die Arbeit überzeugt im städtebaulichen Konzept durch ihren
                           kompakten konzeptionellen Lösungsansatz, der in hohem
                           Maße flächensparende Antworten bei sehr guter
                           Wohnqualität entwickelt und die Fähigkeit hat auch Impulse
                           für die Nachbarschaft zu setzen. Der Auftakt ins Quartier mit
                           dem Anger ist eine sehr gelungene räumliche Lösung die
                           durch     die   differenzierten   Höhenentwicklungen       der
                           Kopfbauten gestärkt wird. Hier finden sich folgerichtig auch
                           die Sondernutzungen in den Erdgeschosszonen. Von hier aus
                           werden auch schlüssig die Tiefgaragen der Wohnblöcke
                           erschlossen.     Die       Einbindung     des      kompakten
                           Einfamilienhaustyps in die grundsätzliche Systematik wird sehr
                           begrüßt. Die kleinen Plätze als Abschluss der internen
                           Erschließungsachsen werden als wohl proportioniert und mit
                           hoher Aufenthaltsqualität gesehen. Die Anbindung des
                           Quartiers an die Nachbarstadtteile bleibt offen.

                           Begrüßt wird der fast vollständige Erhalt des schützenswerten
                           Baumbestandes, da dies dem neuen Quartier von Beginn an
                           Identität verleiht. Trotz der sehr kompakten Bauformen in den
                           beiden Clustern entstehen gut proportionierte Freiflächen mit
                           Gassen, kleinen Plätzen und geschützten Gartenhöfen.
                           Dachgärten im 5. Obergeschoss stellen einen guten Beitrag
                           zur Freiflächenversorgung im Quartier dar, wenn die
                           barrierefreie Erreichbarkeit und gemeinschaftliche Nutzung
                           gewährleistet sind. Die aus dem kompakten Städtebau
                           resultierende Freihaltung der möglichen Bauflächen im
                           östlichen Ideenteil wird positiv bewertet.

                           Die Erschließung der Laubengangtypen einschließlich ihrer
                           Kopfbauten über ein einziges Treppenhaus wird als
                           problematisch beurteilt. Der Gedanke den Laubengängen
                           Fahrräder und Abstellplätze zuzuordnen wird weder
                           gestalterisch noch funktional befriedigend gesehen. Das
                           Angebot von Schlafräumen in der Innenecke der Kopfbauten
                           erzeugt unangenehme Einblicke. Die Wohnungsgrundrisse,
                           vor allem in den Punkthäusern sind hinsichtlich ihrer
                           räumlichen und Belichtungsqualität noch einmal kritisch zu
                           überprüfen. Die Einzimmerwohnungen erscheinen zu knapp
                           bemessen. Der geforderte Wohnungszuschnitt wird darüber
                           hinaus jedoch weitestgehend eingehalten.
                           Der Rücksprung der 7-geschossigen Gebäude ist
                           städtebaulich verständlich, vergibt jedoch die Chance eine
                           qualitativ höherwertige Terrassenfläche zu realisieren, die
                                                                                       9
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                           zum Grünbereich nach Süd-Osten orientiert ist. Die Vielfalt
                           der gestalterischen Angebote an Fassaden kann nicht
                           überzeugen.

                           Der gewählte Ansatz lässt aufgrund seiner Kompaktheit ein
                           hohes Maß an wirtschaftlicher Bauweise erwarten und geht
                           äußerst sparsam mit Grund und Boden um. Die stringente
                           und klare Organisation überzeugt durch ein hohes Maß an
                           Funktionalität.

                           Der Entwurf lässt sich nach erster Prüfung vor allem durch
                           den weitgehenden Erhalt der Grünstrukturen planungs-
                           rechtlich zügig umsetzen.

                           1003
                           Die Verfasser arbeiten mit modulartigen Baukörpern, was
                           sich positiv auf die Kosten bei der Erstellung auswirken kann.
                           Die räumliche Wirkung der Abwinkelung der Module wird
                           begrüßt, deren gleichmäßige Verteilung auf dem Grundstück
                           lässt jedoch Chancen räumliche Schwerpunkte zu bilden
                           ungenutzt. Die Geschossigkeit entwickelt sich logisch von
                           zwei und drei im Süden bis hin zu sechs im Norden und an
                           der Bundesstraße. Das Aufnehmen und die Fortschreibung
                           der vorhandenen gabelartigen Erschließung über den
                           Turnerweg im notwendigen Umfang wird als sparsame
                           Lösung anerkannt. Die Erschließung der Tiefgaragen von
                           beiden Armen des Turnerwegs wird positiv gesehen, da sie
                           die weitgehende Verkehrsfreiheit des Gebietes ermöglicht.
                           Durch die lockere Setzung der Baukörper entstehen
                           interessante Freiräume. Gleichwohl bildet sich trotz des
                           netzartigen Fußwegesystems eine gelenkte Durchwegung
                           sowohl in Nord-Süd-, als auch in Ost-West-Richtung, die
                           auch zum Quartiersplatz führt, der zwar eine vier- bis
                           fünfgeschossige Rahmung durch die Bebauung findet, aber
                           trotzdem von einer stärkeren baulichen Fassung profitieren
                           würde.
                           Der dargestellte erhebliche Eingriff in den vorhandenen
                           Baumbestand wird negativ bewertet. Das (auch für
                           Feuerwehrflächen) erforderliche engmaschige Wegenetz und
                           Tiefgaragen außerhalb der Gebäudebereiche lassen nicht
                           erwarten, dass dieser Eingriff in der Baufläche angemessen
                           ausgeglichen werden kann.

                           Im Ideenteil setzt sich die Konzeption des Gebietes auf
                           logische Weise fort.
                           Im Nordosten nimmt die Dichte der Bebauung zu und findet
                           Ausbildung Lärmschutzbebauung und Aufnahme des
                           geförderten Wohnungsbaus. Damit lässt die fehlende
                           Nutzungsmischung im Gebiet Fragen offen. Außerdem ist der
                           Wechsel der Lärmschutzausbildung vom Nordosten mit
                           Lösung innerhalb der Gebäude und im Südosten mit
                           Lärmschutzwall nicht befriedigend. Die Ausbildung des

                                                                                      10
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                           Übergangs der beiden Schallschutzarten ist gestalterisch nicht
                           gelöst.
                           Die Erschließung der Gebäude erfolgt über drei Schleifen, an
                           denen die Zugänge zu den Treppenhäusern angeordnet sind,
                           was nachvollziehbar erscheint. Die innere Erschließung über
                           die Treppenhäuser und angeschlossene Laubengänge, die
                           an ihren Enden zu einer spännerartigen Erschließung
                           übergehen führt jedoch beim geforderten Wohnungsmix
                           durch ihre Einseitigkeit zu Problemen, da dadurch Schlaf-
                           und Aufenthaltsräume eine Befensterung nur zum
                           Laubengang finden. Dies erscheint in der Ausformulierung
                           nicht realisierbar. Bestärkt wird diese Problematik in der
                           Schallschutzbebauung durch die Ausrichtung zur Lärmquelle.
                           Die angebotene Verglasung der Laubengänge mildert die
                           Problematik aus Sicht des Preisgerichts nicht. Die mögliche
                           Spännererschließung im Inneren des Quartiers mit
                           zweiseitiger Orientierung zum Grün wurde nicht genutzt. Die
                           Qualitätspotentiale der frei geformten Baukörper wurden in
                           die Grundrisse leider nicht übertragen.
                           Die Tiefe der Baukörper bewirkt ein günstiges Verhältnis von
                           Wohnfläche zur Kubatur. Allerdings werfen die winkelige
                           Ausbildung der Baukörper und die darunter liegende
                           Tiefgarage Fragen hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit auf.
                           Die Arbeit bleibt bezüglich der Nachhaltigkeit der
                           Baukonstruktion im üblichen und erwartbaren Bereich.
                           Die städtebauliche Idee wird vom Preisgericht gewürdigt. Die
                           Freiflächen sind wenig differenziert dargestellt. Insgesamt
                           bleibt die Qualität der weiteren Ausarbeitung hinter den
                           Erwartungen zurück.

                           1004
                           Ausgehend von der Idee der vorgefundenen Lichtung, schlägt
                           der Verfasser eine weitgehend geschlossene Großform mit
                           einer dichten Randbebauung und einem großen Binnenraum
                           als "Kollektivraum" vor, der sich identitätsstiftend auf die
                           Gesamtanlage auswirkt. Die Großform wird jedoch in ihrer
                           Maßstäblichkeit im Gesamtkontext kritisch bewertet. Die
                           Analogie zur "Gartenstadt" ist durch die großmaßstäbliche
                           Form inhaltlich nicht im vollem Umfang nachvollziehbar.
                           Begrüßt wird der weitgehende Erhalt des schützenswerten
                           Baumbestands, mit Ausnahme der erforderlichen Rodungen
                           im Norden. Die neuen Freiflächen sind gut durchgearbeitet
                           und ausdifferenziert. Die Zonierung in Privatgärten,
                           Gemeinschaftshöfe und Park ist gut gelöst.
                           Die Erschließung erfolgt konzentriert über den Turnerweg und
                           den Hammerweg. Das Wegesystem bindet sinnvoll an die
                           vorhandene Erschließung an. Das Entrée zum Binnenraum
                           bildet ein vorgelagerter Eingangsplatz, der grundsätzlich
                           richtig liegt und eine angemessene Größe hat. Im
                           Widerspruch dazu werden die einzelnen Gebäude über eine
                           fast durchgehende Umfahrung erschlossen, an der auch die
                           Einfahrten zu den Tiefgaragen und die Besucherstellplätze

                                                                                      11
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                           angeordnet sind. Damit wird der Ursprungsgedanke einer
                           Einbindung und Vernetzung in den Grünraum konterkariert.
                           Die geschlossene Gebäudestruktur ist in der Höhe wohltuend
                           differenziert. Der Übergang zur Nachbarbebauung im
                           Westen ist gut gelöst, die nordöstlichen 4- 5 geschossigen
                           Gebäude bilden die notwendige Schallabschirmung zur B22.
                           Die Anordnung aller Gemeinschaftsnutzungen zum
                           differenzierten Innenhof, der eine hohe Wohnqualität
                           verspricht     ist  konsequent,     wenn     auch     dadurch
                           Lärmemissionen zu erwarten sind. Es wäre zu überlegen, ob
                           diese nicht besser am Eingangsplatz angeordnet wären. Der
                           Wohnungsmix deckt den geforderten Umfang ab. Die
                           Wohnungszuschnitte werden positiv bewertet.
                           Die Fassaden zeugen in ihrer Gestaltung von großem
                           Geschick. Die Verfasser stellen damit eine hohe
                           Gestaltungssicherheit unter Beweis.
                           Eine Realisierung in Bauabschnitte ist gegeben, jedoch wird
                           eine Parzellierung als schwierig erachtet, da der Entwurf eine
                           Homogenität in der Umsetzung und Gestaltung voraussetzt.
                           Die einhüftige Straßenerschließung wird als sehr
                           unwirtschaftlich beurteilt.

                           1008
                           Die Bebauung wird in der Form von Clustern vorgeschlagen.
                           Die Addition dieses Grundelements führt zu einer
                           angenehmen kompakten städtebaulichen Struktur. Die
                           Baugruppen im Ideenteil wirken gegenüber dem
                           Realisierungsteil hinsichtlich der Situierung etwas abgesetzt,
                           was dem Grünzug zugute kommt. Der fast vollständige Erhalt
                           des Baumbestands und die differenzierte Durcharbeitung der
                           neuen      Freiflächen,    auch    in    den    umfangreichen
                           freigehaltenen Bereichen im Osten wird als sehr positiv
                           gewertet.
                           Der Cluster besteht aus gut dimensionierten Innenhöfen mit
                           einer 2-geschossigen Sockelzone, in der die Sonder-
                           nutzungen und Wohnen angeboten werden. Der
                           Versiegelungsgrad im Inneren der Hausgruppe wird als sehr
                           hoch eingeschätzt, die Platzfläche am Café als etwas zu
                           dezentral. Auch die kleine „Wiese“ im Kern des Quartiers
                           wird kritisch gesehen.
                           Zu hinterfragen sind allerdings die vorgelagerten, teilweise
                           nordorientierten Privatgärten an mehreren Häusern. Die
                           Sockelzonen werden mit bis zu 6-geschoßigen Punkthäusern
                           überstellt. Es entsteht eine lockere Silhouette zwischen den
                           vorhandenen Baumkronen. Damit wird das Baugebiet
                           angenehm strukturiert. Die Hauptbaumasse wird in dem
                           nordwestlichen Grundstücksbereich entwickelt, um den
                           wertvollen Grüngürtel im Südosten zu erhalten, was vom
                           Preisgericht begrüßt wird.
                           Die Erschließung der Wohngebiete erfolgt über zwei Straßen
                           an den Siedlungsrändern. Die Tiefgaragen sind den
                           Erschließungsstraßen zugeordnet. Damit gelingt es, die
                           weiteren Siedlungsbereiche vom Fahrverkehr freizuhalten.
                                                                                      12
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                           Einrichtungen für die Ver- und Entsorgung wurden
                           angemessen nachgewiesen.
                           Durch die Distanz der Baukörper von der B 22 entstehen
                           großzügige Freiräume, diese sollen u.a. durch Bauerngärten
                           und Streuobstwiesen genutzt werden. Die Gestaltung der
                           Freiräume ist gut gelungen.
                           Durch die einheitliche Fassadengestaltung mit Fenstertüren,
                           Schiebeläden und den Fassaden in Holzkonstruktion wird
                           eine positive Ausprägung erreicht.
                           Die Erschließung der Wohnungen und die Wohnqualität
                           werden grundsätzlich positiv bewertet. Die Dachflächen der
                           Sockelzonen können als Freiflächen und Kommuni-
                           kationszonen für die Punkthäuser zu nutzen und damit ruhige
                           und sonnige Dachgärten für die Geschoßwohnungen im 2.
                           OG vorzusehen, wird als sehr guter Diskussionsbeitrag
                           gewertet. Geringe Flächendefizite sind teilweise in den
                           verschiedenen Wohnungstypen vorhanden. Die Belichtung
                           und Belüftung der Küchen ist teilweise nicht gelöst. Ansonsten
                           weisen die Grundrisse eine gute Qualität auf.
                           Positiv bewertet wird auch der Versuch durch die
                           Kombination von "Stadthäusern" als Maisonetten mit
                           Geschosswohnbauten eine neue und innovative Typologie zu
                           entwickeln, die einen Beitrag zur Frage des Zusammenlebens
                           darstellt.
                           Die Konstruktion der Wände und Decken in Massivbauweise
                           sowie die der Fassaden in einer Holzbaukonstruktion mit
                           einer Lärchenholzschalung stellt eine zeitgemäße Lösung dar,
                           die wirtschaftlich umgesetzt werden kann, da ein guter
                           Vorfertigungsgrad möglich ist. Energetische Aspekte werden
                           gut berücksichtigt. Die starken Auskragungen der
                           Punkthäuser, die städtebaulich interessant angeboten
                           werden, sind sorgfältig weiter zu entwickeln, um die
                           wirtschaftlichen Aspekte zu berücksichtigen. Die möglichen
                           Auswirkungen von Verschattungen der tiefer liegenden
                           Geschosse sind im Bereich der Auskragungen kritisch zu
                           prüfen.
                           Die Qualität der Arbeit ist aufgrund der angebotenen
                           Ausprägungen zukunftsweisend, für ein Quartier im Grünen
                           überzeugend. Die geforderten Wohnformen werden gut
                           nachvollziehbar in dem städtebaulichen Konzept angeboten.

                           1010
                           Das Quartier öffnet sich mit großer Geste mit dem zentralen,
                           gut gegliederten und räumlich differenziertem Grünzug nach
                           Süden zur Stadt, das Umfeld der Kapelle und die Fortführung
                           nach Norden wird respektvoll behandelt.
                           Die vorgeschlagene Bebauung lässt damit einen großen Teil
                           der Wohnungen am Grünraum teilhaben. Dabei ergibt die
                           hier    durchgehende     3-Geschossigkeit     eine   ruhige,
                           harmonische        Gesamtwirkung.          Die      östliche
                           Schallschutzbebauung wirkt hingegen in ihrer Länge und 4-
                           Geschossigkeit zu rigide und findet im Süden keinen
                           ausreichenden Abschluss. Der lange Straßenraum sollte
                                                                                      13
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                           räumlich stärker differenziert werden. Die Haupterschließung
                           als Ring mit Stich nach Süden ist praktikabel. Die
                           angedeutete Variationsmöglichkeit der einzelnen Baufelder,
                           ohne deren Grundidee zu ändern, wird positiv gesehen,
                           allerdings      fehlen     die     geforderten    verdichteten
                           Einfamilienhäuser als Bautypus.
                           Die angebotenen Orte für Begegnung, Arbeiten,
                           Mehrgenerationenwohnen wirken beliebig im Quartier
                           verteilt, ohne die Chance zur Schwerpunktbildung zu nutzen.
                           Die dargestellte Bebauung erfordert einen erheblichen
                           Eingriff in den schützenswerten Baumbestand im Osten und
                           auch nördlich der Kapelle. Die wichtige vorhandene
                           Wegeverbindung         von     den    nördlichen    Stadtteilen
                           (Unterführung B 22) zur Stadtmitte wird stark entwertet und
                           funktional verschlechtert, die topografische Situation ist dort
                           nicht gelöst.
                           Die nachgewiesenen klassischen Grundrisstypen ergeben
                           grundsätzlich gute Wohnqualität. Einzelne Individualräume
                           liegen jedoch ohne ausreichend private Abschirmung sehr
                           nahe und niveaugleich zur Straße. Die um die Ecke geführte
                           Tiefgaragenzufahrt müsste korrigiert werden. Die mit
                           horizontalen, verblechten Bändern gegliederten Lärchenholz-
                           fassaden wirken lebendig und versprechen eine aus-
                           gesprochen gute Gesamtgestaltung. Der Verwendung von
                           Holz wird als ressourcenschonend anerkannt, beschränkt sich
                           leider auf die Fassaden, während als Tragstruktur Beton
                           vorgeschlagen ist. Die Trennung von Realisierungs- und
                           Ideenteil passt nicht mit der Gliederung der Baufelder
                           zusammen, wodurch ein Wohnhof zerschnitten wird.

                           Festlegung der Rangfolge der Arbeiten der engeren Wahl
                           Nach ausführlicher Abwägung der Vorzüge, aber auch der
                           kritischen Punkte bezüglich der Qualität der jeweiligen
                           Arbeiten wird vom Preisgericht folgende Rangfolge
                           einstimmig beschlossen:

                               Rang            Tarnzahl
                               1               1008
                               2               1001
                               3               1010
                               4               1003
                               5               1004

                           Festlegung der Preise und Anerkennungen
                           Das Preisgericht beschließt, Preise und Anerkennungen
                           entsprechend der beschlossenen Rangfolge, und die
                           Preisgelder entsprechend der Auslobung wie folgt
                           zuzuerkennen:

                                                                                       14
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                               Preis         Preissumme     Tarnzahl    Abstimmungs-
                                                                        verhältnis
                               1. Preis      39.200,-   €   1008        11/0
                               2. Preis      24.500,-   €   1001        10/1
                               3. Preis      14.700,-   €   1010        9/2
                               Anerkennung    9.800,-   €   1003        11/0
                               Anerkennung    9.800,-   €   1004        11/0

                           Das Preisgericht beschließt weiterhin einstimmig, dass im
                           Falle der Nichtzulassung einer mit einem Preis oder einer
                           Anerkennung ausgezeichneten Arbeit die frei werdende
                           Summe im Verhältnis der zuerkannten Beträge auf die
                           verbleibenden mit einem Preis oder einer Anerkennung
                           ausgezeichneten Arbeiten verteilt wird.

                           Empfehlung
                           Das Preisgericht empfiehlt dem Auslober einstimmig, die
                           Verfasser des mit dem 1. Preis ausgezeichneten Projekts, mit
                           der      Tarnzahl  1008    auf    der    Grundlage     ihres
                           Wettbewerbsentwurfs und unter Berücksichtigung der
                           schriftlichen Beurteilung, mit der weiteren Planung zu
                           beauftragen.
                           Bei der weiteren Bearbeitung sollen die in der
                           Einzelbewertung genannten Aspekte berücksichtigt werden.

                           Aufhebung der Anonymität
                           Um 20:00 Uhr werden dem Vorsitzenden die verschlossenen
                           Umschläge mit den Verfassererklärungen übergeben. Die
                           Vorsitzende überzeugt sich von der Unversehrtheit sämtlicher
                           Umschläge mit den Verfassererklärungen. Nach Öffnen der
                           Kuverts werden die Namen der Wettbewerbsteilnehmer
                           verlesen (siehe Anlage).

                           Verlesung des schriftlichen Protokolls
                           Das Preisgericht verzichtet einstimmig auf die vollständige
                           Verlesung des Preisgerichtsprotokolls und beauftragt die
                           Vorsitzende des Preisgerichts zusammen mit der Vorprüfung
                           die endgültige Fassung des Protokolls auf der Grundlage der
                           protokollierten Beschlüsse und Erkenntnisse und der
                           Zuerkennung der Preise zu erstellen.

                           Entlastung der Vorprüfung und Rückgabe des Vorsitzes
                           Die Vorsitzende des Preisgerichts dankt der Vorprüfung für
                           den ausführlichen und systematischen Bericht sowie die
                           sachkundige Begleitung und Beratung während des
                           Verfahrens und bittet um Entlastung der Vorprüfung, welche
                           einstimmig durch das Preisgericht erfolgt.

                                                                                    15
WETTBEWERB TURNERBUNDGELÄNDE

                           Die Vorsitzende dankt dem Auslober den Mitgliedern des
                           Preisgerichtes für die intensive und sehr konstruktive
                           Zusammenarbeit. Für die Architektenschaft und insbesondere
                           im Namen der Teilnehmer dankt die Vorsitzende des
                           Preisgerichts dem Auslober für die Durchführung des
                           Wettbewerbes für diese wichtige Planungsaufgabe.

                           Sie wünscht dem Auslober für die Realisierung auch im
                           Namen des gesamten Preisgerichts viel Glück und vollen
                           Erfolg. Damit gibt Frau Prof. Karin Schmid den Vorsitz an den
                           Auslober zurück.

                           Abschluss der Preisgerichtssitzung
                           Herr Oberbürgermeister Kurt Seggewiß dankt allen
                           Beteiligten für den guten und erfolgreichen Verlauf des
                           Wettbewerbsverfahrens und schließt um 20:12 Uhr die
                           Sitzung.

                           Der Anhang mit der Aufstellung der Wettbewerbsarbeiten
                           und deren Verfasser ist Bestandteil des Protokolls.

                           Weiden i. d. OPf., den 30.01.2020

                                                                                     16
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Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.
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Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.
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Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.
ANHANG
AUFLISTUNG DER WETTBEWERBSTEILNEHMER
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Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                              1. Preis
321608                                                                                                                            1008

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner                          Hilfskräfte
Zwinggel/Dilg                                                             Modellbau
Florian Dilg Dipl. Ing. (FH)                                              Winnfried Meyerspeer
Daiserstr. 18                                                             Hermanswie 10
81371 München                                                             82418 Murnau

LexKerfers Landschaftsarchitekten
Rita Lex-Kerfers Dipl. Ing (FH)
Emling Nr. 25
85461 Bockhorn

Mitarbeit
Jonas Wagner B. Eng (FH) C. Lanschaftsarchitektur
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                              2. Preis
091318                                                                                                                            1001

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner
H2R Architekten und Stadtplaner BDA PartmbB
Prof. Hans-Peter Hebensperger-Hüther
Lindwurmstr. 117
80337 München

liebald + aufermann landschaftsarchitekten
Katja Aufermann
Manzinger Weg 11
81241 München

Mitarbeit
Sophie Mehner CAND. ARCH
Linda Stark CAND. ARCH
Martina Lehmann
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                              3. Preis
305524                                                                                                                            1010

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner                          Mitarbeit Architektur
Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten und Stadtplaner                      Stephen Balmberger
Part GmbB                                                                 Frank Riedel
Friedrich Bär                                                             Benedikt Zarschizky
Bernd Stadelmann                                                          Mustafa Salihogu
Rainer Stöcker
Vordere Cramergasse 11                                                    Mitarbeit Landschaftsarchitektur
90478 Nürnberg                                                            Yiqun Le
                                                                          Phi Long Ngo
fischer heumann landschaftsarchitekten Part GmbB
Eva Fischer
Michael Heumann
Rotwandstraße 24
81539 München
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      Anerkennung
190813                                                                                                                            1003

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner                          Nikolina Raguz-Lucic M.A.
fischer_Z architekten                                                     Karlingerstr. 9
Prof. Florian Fischer Dipl. Ing. Architekt                                80992 München
Alexandra Zeilhofer Dipl. Ing. (FH) Architektin
Gabelsbergerstrasse 85                                                    Victoria Vinokurova B.A.
80333 München                                                             Helene-Mayer-Ring 7a
                                                                          80809 München
Logo verde Ralph Kulak Lanschaftsarchitekten GmbH
Dipl. Ing. (FH) Ralph Kulak                                               Farid Fazeli M.A.
Franz Hilger M.A. (TUM)                                                   Hamid Gohari M.Sc.
Isargestade 736                                                           Isargestade 736
84028 Landshut                                                            94028 Landshut

Mitarbeit                                                                 Hilfskräfte
Marita Schaefer M.A.                                                      Modellbau Peter Corbishley
Stadtjägerstr. 26                                                         München
86152 Augsburg
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      Anerkennung
280312                                                                                                                            1004

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner
BLAUWERK Architekten GmbH
Tom Repper
Christian Kern
Adlzreiterstraße 8 Rgb
80337 München

grabner huber lipp landschaftsarchitekten
Jürgen Huber
Gutenbergstraße 7
85354 Freising

Mitarbeit
Giulia Buzzoni
Nicole Manz
Hans Glockner
Bernadette Brandl
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      2. Rundgang
765312                                                                                                                            1002

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner                          Stefanie Huthöfer, Studierende Architektur
Dipl. Ing. Christian Kirchberger Architekt BDA
Bahnhofstraße 18                                                          Hilfskräfte
93047 Regensburg                                                          Lovis Toutouly
                                                                          Claus Albers
Dipl. Ing (FH) Sabina Sommerer Stadtplanerin/
Architektin                                                               Fachplaner / Berater
Messerschmittstraße 45                                                    Energiekonzept Luxgreen Climadesign
93049 Regensburg                                                          Tobias Saller M.Sc./ Dipl. Ing. Climadesign
                                                                          Andreas Str. 23
StrasinskyLand                                                            93047 Regensburg
Daniela Stransinsky Landschaftsarchitektin
Luckengasse 3                                                             Irl Rebmann Landschaftsarchitekten Stadtplaner PartG mbB
85354 Freising                                                            M. Rebmann
                                                                          Rossmarkt 6
Mitarbeit                                                                 80331 München
Edona Paqarizi, M. Sc. Architektur
Beatrix Stierstorfer, Studierende Architektur
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      2. Rundgang
130465                                                                                                                            1005

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner                          Mitarbeit
Dömges Architekten AG                                                     Sebastian Göltl, M.A. der Fachrichtung Architektur
Eric Frisch D.P.LG. Architekt BDA                                         Astrid Metz Architektin,M.A. der Fachrichtung Architektur
Boelckestraße 38                                                          Vincent Freimann, Master of Science, Stadt- und
93051 Regensburg                                                          Regionalplanung, Stadtplaner
                                                                          Martin Gebhardt, Dipl. Ing. Architekt, Stadtplaner
Landshaftsarchitekt Büttner+Klaus                Landschaftsarchi-        Dömges Architekten Regensburg
tekten PartGmbB
Sonja Klaus Landschaftsarchitektin
Eschenstraße 9
84148 Untergolding
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      2. Rundgang
327618                                                                                                                            1006

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner                          Mitarbeit
Stumpf Wolfinger Ried Architekten                                         Dipl. Ing. Andreas Dir
Dipl. Ing. (FH) Klaus Stumpf                                              Matthias Kraus M. Arts, M. Eng.
Dipl. Ing. (FH) Oliver Wolfinger                                          Bahnhofstraße 17
Dipl. Ing. (FH) Wolfgang Ried                                             86150 Augsburg
Bahnhofstraße 17
86150 Augsburg

Kling Consult GmbH
Dipl. Ing. (FH) Ferdinand Kaiser Landschaftsarchitekt
und Stadtplaner
Burgauer Straße 30
86381 Krumbach
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      2. Rundgang
141523                                                                                                                            1007

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner
Rudolph Langner - Station C23 - Architekten und Land-
schaftsarchitekten PartG mbB
Prof. Dr. Sigrun Langner Landschaftsarchitektin
Michael Rudolph, Architekt
Lützner Straße 91
04177 Leipzig

Scherzer Architekten Partnerschaft
Prof. Ronald Scherzer-Heidenberger, Stadtplaner,
Architekt
Merianstraße 45
90409 Nürnberg

Mitarbeit
Maria Trübenbach, MA Station C23
Christopher Hoffmann, BA Scherzer Architekten
N i c h t o f f e n e r Re a l i s i e r u n g s w e t t b e w e r b m i t I d e e n t e i l m i t v o r g e s c h a l t e t e m A u s w a h l - /
Lo s v e r f a h r e n
„Tu r n e r b u n d g e l ä n d e u n d a n g r e n z e n d e F l ä c h e n“ , S t a d t We i d e n i . d . O P f.

                                                      2. Rundgang
138956                                                                                                                            1009

Architekten / Landschaftsarchitekt / Stadtplaner
bogevischs buero architekten & stadtplaner GmbH
Rainer Hofmann
Schulstraße 5
80634 München

lohrer.hochrein landschaftsarchitekten und stadtplaner
gmbh
Ursula Hochrein
Bauerstraße 8
80796 München

Mitarbeit
Viktoria Khokhlova, MA (TUM) Arch.
Sabine Buchmann, stud. (Arch)

Hilfskräfte
Katharina Maihöfer Stud. (LA)
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