Digital dabei - Menschen mit einer geistigen Behinderung im Umgang mit digitalen Medien

Die Seite wird erstellt Thomas Klemm
 
WEITER LESEN
Digital
                                                           dabei
                                                         !
                                                         Menschen mit
Informationen für Eltern – und weitere Begleitpersonen

                                                         einer geistigen
                                                         Behinderung im
                                                         Umgang mit
                                                         digitalen Medien
                                                         begleiten
Menschen mit einer geistigen Behinde-         Gefahr laufen, zu viel von sich Preis zu
rung im Umgang mit digitalen Medien           geben und dadurch negativen Reaktionen
begleiten                                     ausgesetzt zu sein.
                                              Wahrscheinlich geht es Ihnen gleich wie
                                              vielen anderen Eltern: Die Begleitung
                                              Ihres Kindes mit geistiger Behinderung im
                                              Umgang mit digitalen Medien und die
Der kompetente Umgang mit digitalen           Unterstützung beim Erlernen von Medien-

                                                                                                                           Stärken Sie die Beziehung zu Ihrem Kind.
Medien hat heute eine ähnlich hohe            kompetenz stellen eine grosse Heraus­
Bedeutung wie Lesen, Schreiben und            forderung dar.
Rechnen. Fehlen der Zugang zu oder            Die Balance zwischen Förderung und
Kompetenzen im Umgang mit digitalen           Schutz muss immer wieder neu ausgelo­-
Medien ist die gesellschaftliche Teilhabe     tet werden. Unsicherheiten, Ängste
gefährdet.                                    und Fragen gehören bei der Begleitung
Digitale Medien eröffnen Menschen mit         ebenso dazu, wie die Neugierde und
einer geistigen Behinderung in verschie-      Freude, wenn neue Möglichkeiten er-

                                                                                                                                                                                       Beziehung
denen Lebensbereichen neue Möglichkei-        schlossen und Entwicklungsschritte                                                                                                   1
ten: Mit digitalen Medien wird eine           beobachtet werden.
Kommunikation trotz physischer Barrieren

                                                                                                                                                                                         stärken
möglich. Mit Bild- und Sprachnachrichten      Wir möchten Sie ermutigen, die Medien-
kann auch kommuniziert werden, wenn           begleitung mit konkreten Schritten
die schriftsprachlichen Fähigkeiten           anzugehen! Die Mediennutzung Ihres

                                                                                            1
sehr eingeschränkt sind. Das Abrufen von      Kindes braucht Aufmerksamkeit – in
Fahrplänen, Einkäufe und vieles mehr          Form einer engagierten, offenen Beglei-
können am Computer im eigenen Tempo,          tung. Ziel dieser Broschüre ist es,

                                                                                                                                                                          Breite
zur frei gewählten Zeit und mit der indi­     Sie auf diesem spannenden aber auch                                                                                     2

                                                                                            Kindes beirren – es ist trotzdem auf Unterstützung angewiesen.
viduell benötigten Hilfe getätigt werden.     herausfordernden Weg zu unterstützen!

                                                                                            Lassen Sie sich nicht von der technischen Kompetenz Ihres
Barrierefreie Webseiten ermöglichen
es auch Menschen mit stärkeren Lese-          Beiliegend finden Sie zehn, thematisch
schwierigkeiten, sich zu informieren.         unterschiedliche Memo-Karten mit Tipps
Daneben bietet das Internet allen Men-        zur Medienbegleitung. Mit den Memo-
schen, auch jenen mit einer Behinderung,      Karten haben Sie die Möglichkeit, die
die Möglichkeit, sich kreativ zu äussern      verschiedenen Themen schrittweise und
und eigene Sichtweisen darzustellen.          in Ihrem Tempo anzugehen. Wählen Sie
Digitale Medien bieten Menschen mit           eine Karte aus, auf die Sie sich für einige
einer geistigen Behinderung viele Chan-       Zeit konzentrieren möchten. Hängen
cen – sie bergen aber auch Risiken.           Sie die Karte an den Kühlschrank, nutzen
Etwa dann, wenn digitale Inhalte nicht        Sie sie als Buchzeichen oder legen Sie
richtig verstanden oder eingeordnet           sie in Ihr Portemonnaie. So ist das Thema
werden können. Es steigt dann beispiels-      im Alltag präsent und kann immer wieder
weise das Risiko, dass Inhalte verstören      aufgegriffen werden für Überlegungen,

                                                                                                                                                                      Kompetenzen
oder die Nutzenden Opfer von Betrug           Gespräche und Lernimpulse.
und Missbrauch werden. Ein weiteres
Risiko liegt in der Entscheidungsfähigkeit,     Die Linksammlung am Schluss der

                                                                                                                                                                      sind                gefragt
welche Inhalte nur privat, welche öffent-     Broschüre bietet Ihnen die Möglichkeit,
lich gezeigt werden sollen. Fehlen diese      sich in die verschiedenen Themen zu
                                                                                            2

Fähigkeiten, können die Nutzenden etwa        vertiefen.
1                                                                                                                                                       Interesse
         Stärken Sie die Beziehung zu          Hören Sie Ihrem Kind zu, ohne das                                                                 3
         Ihrem Kind.                         Gesagte vorschnell zu bewerten.

         Vertrauen ist die Basis, auf der       Versuchen Sie die Bedürfnisse und

                                                                                                    Ihres Kindes mit digitalen Medien.
                                                                                                    Zeigen Sie Interesse am Umgang
Unsicherheiten, Ängste und Probleme          Wünsche Ihres Kindes zu erfassen und
angesprochen werden können.                  in Entscheidungen miteinzubeziehen.
Medienbegleitung beginnt bei ganz            Kompromisse stärken die Beziehung.
grundlegenden, nicht digitalen Aspekten
der Erziehung. Vertrauensvolle Bezie­          Halten Sie getroffene Absprachen ein.
hungen und vielfältige Alltagserfahrungen
bilden die Grundlage für einen kompe­           Unternehmen Sie immer wieder
tenten Umgang mit digitalen Medien.          freudvolle Dinge mit Ihrem Kind – auch
                                             das stärkt die Beziehung.

                                                                                          3
                                                                                                                                                                          zeigen

                                                                                                    gemeinsame, kreative Aktivitäten.
                                                                                                    Nutzen Sie digitale Medien für
2

                                                                                                                                         Sich informieren
          Kinder – auch Kinder mit einer
          geistigen Behinderung – sind
                                                Den technischen Umgang mit digitalen
                                             Geräten (z.B. ein Gerät ein- und auszu-
                                                                                                                                                                    4
                                                                                                                                                                     Gemeinsam
                                                                                                                                                                    digital
          teilweise sehr flink im Umgang     schalten, mit einem Smartphone ein Foto
          mit digitalen Medien. Lassen       zu machen,…) lernen viele Kinder häufig
Sie sich aber nicht von der technischen      relativ selbständig durch Ausprobieren
Kompetenz Ihres Kindes beirren – es ist
trotzdem auf Unterstützung angewiesen.
                                             sowie durch Kopieren unter Gleichaltrigen.
                                             Je nach Art und Grad einer Behinderung
                                                                                                                                                                    Gestalten

                                                                                          4
                                             ist jedoch auch beim Aneignen von tech-
Medienkompetenz umfasst verschiedene         nischen Kompetenzen Unterstützung
Aspekte: auch soziale, moralische und        geboten.
rechtliche. Genau dort sind Ihre (Lebens-)
Erfahrung und Ihr Wissen nicht nur wert­-       Für das Anwenden der Programme,
voll, sondern nötig.                         beim Gestalten mit digitalen Medien
                                                                                          Holen Sie sich Informationen zu
                                                                                          den sozialen Netzwerken, Apps
                                             (z.B. Bildbearbeitung), brauchen Kinder      und Spielen, die Ihr Kind nutzt.

                                                                                                                                            5
                                             oftmals Unterstützung durch Erwachsene.

                                                Insbesondere aber beim Nachdenken
                                             über das eigene Medienverhalten, beim
                                             Einschätzen von Risiken, beim Hinterfragen
                                             des Wahrheitsgehaltes von Medien­
                                             inhalten sowie beim sozialen Umgang mit
                                             digitalen Medien brauchen Kinder unbe-
                                             dingt Begleitung und Unterstützung. Und
                                             nicht zu vergessen: Auch das Internet
                                             ist kein rechtsfreier Raum. Alle Nutzenden
                                                                                          5

                                             müssen die rechtlichen Grenzen kennen.
3                                                                                                                                           Sich ins Kind
         Zeigen Sie Interesse am Umgang           Lassen Sie sich von Ihrem Kind zeigen,                                                   7
         Ihres Kindes mit digitalen Medien.     wie es die digitalen Medien nutzt.

                                                                                                                                           hineinversetzen
                                                Sprechen Sie mit ihm darüber, was es mit
           Eine interessierte, offene Haltung   digitalen Medien macht und warum

                                                                                               Denken Sie immer mal wieder über
                                                                                               Ihre eigene Mediennutzung nach.
bezüglich seiner digitalen Aktivitäten          diese Aktivitäten für Ihr Kind wichtig sind.
ist hilfreich. Dabei müssen Sie nicht alles     • Was machst du gerne mit deinem

                                                                                                                                                                         reflektieren
verstehen oder gutheissen. Greifen                Smartphone?

                                                                                                                                                             Eigene Mediennutzung
Sie aber lenkend ein, wenn Ihr Kind sich        • Warum interessiert dich diese App?
durch seine Mediennutzung gefährdet             • Warum ist es für dich wichtig, auf
oder wenn es die Auswirkungen seines              diesem sozialen Netzwerk zu sein?
Handelns nicht einschätzen kann.                • Gibt es auch Dinge, die dich unter
                                                  Druck setzen oder dir ein ungutes
                                                  Gefühl geben?

                                                  Spielen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam
                                                die Spiele, die es gerne ausübt. Das kann
                                                ein guter Anlass sein, um gemeinsam

                                                                                               6
                                                über das Spielverhalten nachzudenken.
                                                • Was gefällt dir an diesem Spiel?
                                                  Mit wem spielst du dieses Spiel?

                                                                                               Versuchen Sie einzuschätzen, wie Ihr Kind
                                                • Welche Spiele mögen deine Freunde
                                                  und Freundinnen?

                                                                                               Medieninhalte wahrnimmt und nutzt.
                                                • Gibt es Spiele, die du gerne auch mal
                                                  spielen würdest?
                                                • Wie geht es dir, wenn du längere Zeit
                                                  nicht spielen kannst?

                                                                                                                                                                6
4                                               5
         Nutzen Sie digitale Medien für                  Holen Sie sich Informationen zu
         gemeinsame, kreative Aktivitäten.               den sozialen Netzwerken, Apps
                                                         und Spielen, die Ihr Kind nutzt.
         Digitale Medien können nicht
nur konsumiert werden. Vielmehr bieten          Die Auseinandersetzung mit den medialen
sie auch Möglichkeiten zum kreativen            Aktivitäten Ihres Kindes ist wichtig.
Gestalten, was Anlass für Gespräche über        Kinder mit einer geistigen Behinderung

                                                                                               7
den Umgang mit digitalen Medien geben           sind zusätzlich auf Erklärungen von
kann.                                           Erwachsenen angewiesen, um die Inhalte
                                                und Aktivitäten angemessen einzuord­
   Gibt es Aktivitäten, die Sie mit Ihrem       nen. Scheuen Sie die Auseinandersetzung
Kind machen und bei denen Sie digitale          nicht, auch wenn Sie das Gefühl haben,
Werkzeuge einsetzen können? Gemein-             sich nicht gut auszukennen!
sam ein Fotoalbum erstellen, einen                                                             Regeln zur Mediennutzung.
Trickfilm machen, Bilder bearbeiten, etc.          Holen Sie sich weiterführende Informa-
                                                                                               Erarbeiten Sie gemeinsam

                                                tionen über die sozialen Netzwerke, Apps
Ein (digitales) Fotoalbum gestalten:            und Spiele, die Ihr Kind nutzt – auch über
  Lassen Sie Ihr Kind beim Erstellen eines      die rechtliche Situation. Besprechen Sie
Fotoalbums helfen. Dabei können Sie über        diese mit Ihrem Kind.

                                                                                                                                                Regeln
die Verwendung privater Bilder sprechen:                                                                                                       8
• Welche Fotos kommen ins Fotoalbum?
• Welche würde ich auch im Internet
  zeigen?

                                                                                                                                               gemeinsam erarbeiten
• Welche sind nur für mich bestimmt?
                                                                                               8
6                                            7                                                                                                        Über angemessenes
         Denken Sie immer mal wieder                  Versuchen Sie einzuschätzen, wie                                                                9
         über Ihre eigene Mediennutzung               Ihr Kind Medieninhalte wahrnimmt
         nach.                                        und nutzt.

                                                                                                                                                      Verhalten reden
Wie vieles andere lernen insbesondere        Mit welchen Inhalten und digitalen Geräten
Kinder auch den Umgang mit digitalen         Ihr Kind umgehen und was ihm zugemutet
Medien durch Nachahmung. Sie als             werden kann, ist nicht zwingend vom Alter
Mutter oder Vater sind dabei wichtige        abhängig. Vielmehr spielt der kognitive
Vorbilder.                                   und emotionale Entwicklungsstand eine
                                             zentrale Rolle – insbesondere bei Kindern

                                                                                            wieder über angemessenes Verhalten.
  Reflektieren Sie Ihren eigenen Umgang      mit einer geistigen Behinderung müssen

                                                                                            Sprechen Sie mit Ihrem Kind immer
mit digitalen Medien immer wieder.           Angebote individuell geprüft werden.
• Wie und wie oft nutzen Sie selber
  digitale Medien?                             Welche Inhalte faszinieren Ihr Kind? Wel­-
• Was macht Ihnen Spass, warum?              che sind angstauslösend oder überfordernd?
• Welches Vorbild wollen Sie für Ihr Kind    Besprechen Sie solche Medienerlebnisse.
  im Umgang mit digitalen Medien sein?
• Wie bewerten Sie Ihre Balance                 Greifen Sie ein, wenn Sie denken, dass
  zwischen On- und Offline-Leben?            Ihr Kind die Konsequenzen nicht abschätzen
                                             kann und Ihnen beispielsweise auffällt,
  Smartphones können Ihnen eine              dass Ihr Kind Schlafmangel hat, weil es das
Übersicht darüber geben, wie viel Zeit       Smartphone bis spät in die Nacht nutzt.
Sie mit welchem App verbracht haben.
                                               Die Herausforderung besteht darin, immer
                                             wieder eine Balance zwischen Über­be­hü­tung

                                                                                            9
                                             und Überforderung zu finden.

8                                                                                                                                                          Tabuthemen
         Erarbeiten Sie gemeinsam              Versuchen Sie, Regeln positiv zu                                                                       10
         Regeln zur Mediennutzung.           formulieren.

                                                                                            Menschen mit geistiger Behinderung besonders gefährdet.
                                                                                            Bei den Themen Sexualität, Pornografie und Gewalt sind
          Regeln im Umgang mit digitalen       Stellen Sie wenige Regeln auf.
Medien sind wichtig. Sie helfen, negative
Erlebnisse im Netz zu minimieren, eine         Die Regeln sollten nicht nur für Ihr Kind,
gute Balance zwischen Online- und Offline    sondern für die ganze Familie Gültigkeit
Aktivitäten herzustellen und sie regen Ihr   haben.
Kind an, die eigene Mediennutzung zu
reflektieren.                                  Der Entzug von digitalen Geräten sollte
                                             nicht als generelle Konsequenz dienen.
   Passen Sie die Regeln dem Entwick-
lungsstand Ihres Kindes an. Halten Sie       Beispiele für Regeln: Während dem Essen
sie je nach besonderen Bedürfnissen          schalten alle ihre Geräte aus. In der
oder Möglichkeiten Ihres Kindes schrift-     Nacht legen wir alle unsere Geräte an
lich, bildlich oder gegenständlich fest.     einen bestimmten Ort.

  Im Idealfall erarbeiten Sie Regeln ge-
meinsam mit Ihrem Kind. Wenn das nicht

                                                                                                                                                      nicht
möglich ist, dann versuchen Sie, die von
Ihnen aufgestellten Regeln zu erklären.

  Vereinbaren Sie gleichzeitig, was

                                                                                                                                                      ausklammern
passiert, wenn jemand die Regeln verletzt.
                                                                                            10

Das kann auch eine unterhaltsame
Aufgabe sein.
9                                                                                          Link­sammlung
         Sprechen Sie mit Ihrem Kind           Personen anzunehmen, die Ihr Kind
         immer wieder über angemes­            persönlich kennt.
         senes Verhalten.                    • Welche Bilder können an Online-
                                               Bekanntschaften geschickt werden?
Verhaltensregeln gelten sowohl on- wie         Was soll vor der Webcam gemacht
auch offline. Wobei der Online- Bereich        werden, was nicht? Ein Anhaltspunkt           Weiterführende Informationen     • www.internet-abc.de              • www.proinfirmis.ch/bildungs-
noch sensibler ist, da beispielsweise          wäre etwa, nur das von sich zu zeigen,                                           Informations- und Lernseite        klub
Inhalte im Internet kaum mehr gelöscht         was man auch in einem Restaurant            • digital-dabei.ch                   für Kinder und Erwachsene          Kurse der Pro Infirmis
werden können und die Mobbing-Spirale          unbekannten Gästen zeigen würde.              Broschüre «Digital dabei!»                                            Bildungsclubs
schneller dreht.                             • Was gilt es zu beachten, wenn Online-         zum Herunterladen sowie          • www.handysektor.de
                                               Bekanntschaften getroffen werden?             aktuelle Hinweise für Eltern       Tipps rund um Apps, Smart-         Kurse für Eltern eines Kindes
   Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche       Es ist zu empfehlen, grund­sätzlich nicht     und weitere Begleitpersonen        phones und Tablets               mit geistiger Behinderung
Bilder im Netz gezeigt werden können,          alleine an ein erstes Treffen zu gehen.       von Menschen mit einer
was bei der Selbstdarstellung wichtig ist,     In jedem Fall sollte vorher eine Vertrau-     geistigen Behinderung              Ideen für digitales Basteln      • www.bffbern.ch
welche persönlichen Daten weitergege­-         ensperson über Ort und Zeit des                                                                                     Kurse für Eltern an der BFF
ben werden dürfen und welche nicht. Ein        Treffens informiert werden. Die Treffen     • www.jugendundmedien.ch           • www.mekis.ch                       Berufsfachschule Bern
Anhaltspunkt könnte etwa sein, dass alles,     sollen an öffentlichen, belebten Orten        Nationale Plattform des            Hier sind 20 Aufgaben
was als Plakat in der Strasse aufgehängt       stattfinden.                                  Bundesamts für Sozialversi-        zum Gestalten mit digitalen        Beratungsstellen für Men-
werden darf, auch ins Netz kann.                                                             cherungen zur Förderung            Medien zu finden.                schen mit geistiger Behinderung
                                               Machen Sie Ihrem Kind bewusst,                von Medienkompetenzen mit                                           und Angehörige
  Thematisieren Sie, wie mit Online-Be-      dass auch Onlineshopping Geld kostet.           Informationen für Eltern,        • www.rananmausundtablet.de
kanntschaften umgegangen werden soll:        Legen Sie je nach Möglichkeiten und             Lehr- und Betreuungspersonen       Eine Webseite, die sich an       • www.insieme.ch
• Welche Freundschaftsanfragen dürfen        Entwicklungsstand Ihres Kindes fest,                                               Erziehende und Lehrkräfte der      Die Fachstelle Lebensräume
  in den sozialen Netzwerken angenom-        ob und falls ja, in welchem Rahmen            • www.skppsc.ch                      Unterstufe richtet und viele       von insieme Schweiz bietet
  men werden? Eine Orientierung wäre         Online-Einkäufe getätigt werden dürfen.         Plattform der Schweizeri-          Ideen für den kreativen            psychologische Beratung
  beispielsweise nur Anfragen von                                                            schen Kriminalprävention           Umgang mit digitalen Medien        für Menschen mit geistiger
                                                                                             mit Hinweisen und Materialien      bietet.                            Behinderung und ihre
                                                                                             für Eltern und Jugendliche –                                          Angehörigen in schwierigen
                                                                                             auch zur rechtlichen Situation   • gmk-m-team.chayns.net              Lebenssituationen

10
         Bei den Themen Sexualität,            Sprechen Sie im Alltag immer wieder                                              Unter den Praxisbausteinen
         Pornografie oder Gewalt             über diese Themen und helfen Sie, diese       • www.netla.ch                       finden sich konkrete Ideen zum   • www.skppsc.ch
         sind Menschen mit geistiger         einzuordnen. So kann Ihr Kind besser            Webseite zum Persönlich-           Basten mit digitalen Medien.       Beratung für die ganze
         Behin­derung besonders              damit umgehen, wenn es im Netz auf              keits- und Datenschutz für                                            Bevölkerung durch die
gefährdet, da sie Inhalte und Folgen         solche Inhalte trifft.                          Kinder und Erwachsene              Kurse und Angebote für             Schweizerischen Kriminal­
meist nicht gut einordnen und ab­-                                                                                            Menschen mit geistiger               prävention
schätzen können.                               Ermuntern sie Ihr Kind auch, sich an Sie    • www.zischtig.ch                  Behinderung
                                             (oder eine andere Vertrauensperson) zu          Verein für Medienbildung und                                        • www.jugendundmedien.ch
                                             wenden, wenn es etwas Beunruhigendes            Prävention mit Angeboten         • www.insieme.ch/insieme             Beratung für die ganze
                                             oder Verstörendes sieht. Diese Massnah-         für Kinder, Jugendliche und        Kurse der insieme Regional-        Bevölkerung rund um die
                                             men sind nachhaltiger als das Blockieren        Erwachsene                         vereine                            Förderung von Medienkompe-
                                             bestimmter Inhalte.                                                                                                   tenzen bei Kindern und
                                                                                           • www.klicksafe.de                 • www.insieme-zuerich.ch             Jugendlichen durch jugend-
                                               Natürlich können gewisse Themen               Plattform in Deutschland,          Technische Unterstützung           undmedien.ch – die nationale
                                             auch von einer anderen Vertrauensperson         welche sich im Auftrag der         in der «Technikecke» sowie         Plattform des Bundesamts für
                                             thematisiert werden.                            EU-Kommission für Medien-          das «Reporterteam» von             Sozialversicherungen
                                                                                             kompetenzförderung von             insieme Zürich – Video-
                                                Auch im Internet gibt es Dinge, die          Kindern und Jugendlichen           Reportagen planen und
                                             verboten sind. Informieren Sie sich             einsetzt                           umsetzen
                                             über rechtliche Rahmenbedingungen
                                             (s. «Weiterführende Informationen»).          • www.schau-hin.info               • www.vhsplus.ch
                                                                                             Ein Medienratgeber für             Kurse der Volkshochschule
                                                Wenn Sie unsicher sind, wie Sie mit          Familien                           für Menschen mit geistiger
                                             gewissen Thematiken umgehen sollen,                                                Beeinträchtigung
                                             wenden Sie sich an eine Fachstelle
                                             (s. «Weiterführende Informationen»).
www.digital-dabei.ch

Herausgeber                       In Zusammenarbeit mit                 Impressum

  insieme Schweiz                   Die Schweizerische Kriminal-        1. Auflage 2019
Dachorganisation der Elternver-   prävention (SKP): Interkantonale      Monika Luginbühl/BFF Bern,
eine für und mit Menschen mit     Fachstelle im Bereich Prävention      Corinne Reber/BFF Bern, Jill
einer geistigen Behinderung       von Kriminalität und Kriminalitäts-   Aeschlimann/insieme Schweiz
                                  furcht
  BFF Bern                                                              Gestaltung: www.herrpeter.ch
Berufsfachschule für Fachmann /   Jugend und Medien – Nationale
Fachfrau Betreuung (FaBe) und   Plattform zur Förderung von
Höhere Fachschule für Sozialpä- Medienkompetenzen, Bundesamt
dagogik und Kindererziehung     für Sozialversicherungen
Sie können auch lesen