Ernährung und Essen - PH Zürich
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Ernährung und Essen Eine ausgewogene Ernährung sowie genussvolles Essen und Trinken sind Teil eines gesundheitsförderlichen Lebensstils. Nahrung versorgt unseren Körper mit Energie, lebenswichtigen Nähr- sowie Schutzstoffen und fördert unser Wohlbefinden. Bei der Förderung der Ernährungskompetenz steht die Gestaltung eines genussvollen, bedarfsgerechten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Essalltags im Zentrum. Dabei wird nicht zwischen gesunden und ungesunden Nahrungsmitteln unterschieden und das Essen ist nicht auf physiologische Vorgänge beschränkt. Im Schulalltag soll eine Esskultur gelebt werden, in der z.B. das gemeinsame Zubereiten und Verzehren von Speisen und das Erkunden von Nahrungsmitteln positiv besetzt sind. Das Erkunden umfasst dabei auch Fragen rund um die Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln. Ernährung und Essen im 3. Zyklus Während der Pubertät kommt es zu physiologischen Veränderungen, die mit einem erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf einhergehen. «Der Energiebedarf ist individuell sehr unterschiedlich, da dieser u.a. von Alter, Geschlecht, der körperlichen Aktivität und vom individuellen Entwicklungsstand abhängt» (Keller et al. 2012, 20). Jugendliche unterscheiden sich von Erwachsenen aber auch bezüglich ihres Lebensstils sowie ihrer Ess- und Trinkgewohnheiten. Das Essverhalten ist eng mit dem Wunsch verbunden, sich vom Elternhaus abzugrenzen und eine eigene Identität zu entwickeln. Dies trägt dazu bei, dass bestimmte Lebensmittel und Essmuster (z.B. Snacking) bei Jugendlichen sehr beliebt sind.[9] Zudem können im dritten Zyklus Störungen des Essverhaltens – mit daraus resultierendem Über- oder Untergewicht oder einem durch Ess-Brech-Gewohnheiten regulierten Normalgewicht – besonders manifest werden. Diese Schülerinnen und Schüler leider häufiger unter Stigmatisierung und Diskriminierung.[23] Im Folgenden werden die aktuellen Zahlen zu Übergewicht und Adipositas aufgeführt, wobei zu beachten ist, dass die Prävalenzen in Abhängigkeit der Erhebungsmethode leicht variieren. In der HBSC-Studie aus dem Jahr 2018[5] weisen rund drei Viertel der Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren ein Normalgewicht auf (Selbstangaben zu Körpergewicht und Körpergrösse). Etwas mehr als 11 Prozent sind übergewichtig und ungefähr 2 Prozent adipös. Rund 9 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind leicht untergewichtig und circa 3 Prozent moderat bis stark untergewichtig. Während der Anteil an Übergewichtigen bei den Jungen signifikant höher ist als bei den Mädchen, finden sich unter den leicht bis stark Untergewichtigen mehr Mädchen als Jungen. Zudem wächst der Anteil übergewichtiger und adipöser Schülerinnen und Schüler mit steigendem Alter. Gemäss Daten der schulärztlichen Dienste der Städte Basel, Bern und Zürich aus dem Schuljahr 2018/2019 liegen die Anteile in den drei Städten etwas höher: Knapp 19 Prozent der Jugendlichen im dritten Zyklus weisen Übergewicht auf und rund 7 Prozent sind als adipös zu bezeichnen. Dies ist gegenüber den Vorjahren ein leichter Anstieg. Zudem zeigen auch diese Daten, dass der Anteil übergewichtiger und adipöser Schülerinnen und Schüler mit steigendem Alter zunimmt. Zwischen Mädchen und Jungen zeigt sich kein nennenswerter Unterschied. Allerdings sind Jugendliche mit Migrationshintergrund und Jugendliche, deren Eltern über eine geringere Schulbildung verfügen aufweisen, häufiger betroffen.[19] Neben der Thematik von Übergewicht und Adipositas sind auch die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper sowie Essstörungen ein wichtiges Thema, insbesondere bei Schülerinnen. Die Unzufriedenheit mit dem Körpergewicht wird auf der einen Seite mit der Identitätsfindung und auf der anderen Seite mit den in der Gesellschaft stark verankerten Schönheitsidealen, dem Körperkult und Social Media in Verbindung gebracht.[11] Die Unzufriedenheit kann zur Entwicklung von Essstörungen führen, die mit schweren psychischen und somatischen Problemen einhergehen. Gemäss HBSC-Studie aus dem Jahr 2018 sind rund die Hälfte der 13- bis 15-jährigen Jugendlichen mit ihrem Gewicht zufrieden. Mädchen sind unzufriedener mit ihrem Körpergewicht und ihrer Körpererscheinung als Jungen. Etwa 17 Prozent der Schülerinnen und Schüler nehmen sich als zu dünn und ein Drittel als zu dick wahr. Weiter geben knapp 15 Prozent an, Massnahmen zur Gewichtsoptimierung ergreifen zu wollen. Mädchen stimmen dieser Aussage stärker zu als Jungen.[5]] Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 1/9 3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.
Lehrmittel und Unterrichtshilfen
«Das elementare Lernen aus den ersten beiden Zyklen wird im 3. Zyklus fortgesetzt. Kenntnisse,
Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in fachspezifisch aufgegliedertem Unterricht vertieft und erweitert …
Überfachliche Kompetenzen werden kontinuierlich und vertiefend geübt. Einstellungen und Haltungen
werden reflektiert, so dass die Schülerinnen und Schüler zunehmend in der Lage sind, eigenständig und
eigenverantwortlich zu lernen» (S. 54). (vgl. Grundlagen Lehrplan 21).
Deshalb werden für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler auch die Lehrmittel zur
Förderung der überfachlichen Kompetenzen empfohlen.
Für die Förderung der Ernährungskompetenz sind ernährungsphysiologische, emotionale, gesellschaftliche,
kulturelle, ökologische und ökonomische Dimensionen der Ernährung bedeutsam. Im Folgenden sind drei
Aspekte aufgeführt, welche unterschiedliche Dimensionen der Ernährung fokussieren. Weiter werden für
jeden Aspekt Bezüge zum Lehrplan 21 hergestellt sowie empfohlene Lehrmittel und Unterrichtshilfen
aufgelistet. Zudem finden Sie unten auf der Seite die Quellenangaben zu den Lehrmitteln.
Thema Ernährung und Essen im dritten Zyklus
• Essen im Alltag – gesellschaftliche und kulturelle Dimension
• Körper und Gefühle – ernährungsphysiologische und emotionale Dimension
• Nachhaltiger Konsum – gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Dimension
Weitere Inhalte dieser Seite
Good Practice-Beispiele
Quellenangaben zu Lehrmitteln
Essen im Alltag – gesellschaftliche und kulturelle Dimension
Zentrale Inhalte • Erkennen, dass Geschmack verschieden wahrgenommen wird und
die Wahl der Nahrungsmittel und Getränke beeinflusst
• Bescheid wissen über verschiedene Ernährungs- und Essgewohnheiten
• Kochen als lebensnotwendige Haus- und Familienarbeit verstehen
• Gemeinsam Mahlzeiten gestalten, zusammen geniessen und sich der
Umgebung beim Essen bewusst sein
Bezüge zum Lehrplan 21 Grundlagen des Lehrplans 21, Bildung für Nachhaltige Entwicklung,
fächerübergreifendes Thema Gesundheit
Die Schülerinnen und Schüler …
• «diskutieren und erproben Handlungsmöglichkeiten und Gewohnheiten,
die Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und fördern. Dazu gehören
die Nutzung von Ressourcen im sozialen Netz, Kenntnisse über
gesundes Ess- und Bewegungsverhalten, ...» (S. 43)
Weitere Informationen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Bedeutung und Zielsetzungen Fachbereich NMG: Inhaltliche Perspektiven
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH)
Die Schülerinnen und Schüler …
• befassen sich mit Rahmenbedingungen, Situationen und
Entscheidungen in Haushalten, Arbeits- und Berufswelten sowie mit
Fragen zu Gesundheit und Ernährung und erarbeiten Kompetenzen in
der Nahrungszubereitung.
Weitere Informationen zu inhaltlichen Perspektiven
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 2/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Essen im Alltag – gesellschaftliche und kulturelle Dimension
Didaktische Hinweise zu Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH), Praktisches
Lernen bei der Nahrungszubereitung
Die Schülerinnen und Schüler ...
• erleben sich als selbsttätig und selbstwirksam bei der
Nahrungszubereitung.
• üben sich im Umgang mit Nahrungsmitteln, Rezepten und in der
Zubereitung von Gerichten und lernen, selbstständig zu planen.
• nutzen unterschiedliche Varianten der Zusammenarbeit, reflektieren und
evaluieren ihren Arbeitsprozess sowie das dabei entstandene Gericht.
Forschende Vorgehensweisen ermöglichen den Lernenden zudem,
Eigenschaften von unterschiedlichen Nahrungsmitteln differenzierter
wahrzunehmen oder die Wirkung von Vorgehensweisen bei der
Zubereitung nachzuvollziehen.
• erleben, dass organisiertes Arbeiten sowie Selbstständigkeit und
Kooperationsfähigkeit das Zubereiten von Nahrung vereinfachen.
Weitere Informationen zu didaktischen Hinweisen
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH.4)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• können soziale und kulturelle Aspekte beim Essen und Trinken erkennen
und deren Einflüsse auf die Entwicklung von Essverhalten reflektieren
(z.B. familiäre Gewohnheiten, Peers, Werbung, kulturelle Eigenheiten in
Bezug auf Wahl von Nahrungsmitteln und Zubereitung von Mahlzeiten).
(WAH.4.2.a)
• können Nahrungsmittel über die Sinne vergleichen (z.B. Aussehen,
Geruch, Geschmack bei Orangensaft), sensorische Eigenschaften
beschreiben (z.B. Farbton, Geruchsintensität, Süssegrad) und
Vermutungen formulieren, wie Unterschiede entstehen. (WAH.4.2.b)
• können Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderndes Essen und
Trinken erkennen sowie Anforderungen bei der Umsetzung diskutieren
(z.B. täglicher Flüssigkeitsbedarf, Umgang mit zuckerhaltigen
Getränken). (WAH.4.2.c)
• können Essen und Trinken unterschiedlichen Situationen anpassen und
variantenreich gestalten. (WAH.4.2.d)
• können Gerichte mithilfe eines Rezeptes selbstständig zubereiten.
(WAH.4.4.b)
• können Eigenschaften von Nahrungsmitteln bei der Verarbeitung und
Zubereitung berücksichtigen (z.B. Erhalt von Geschmack, Konsistenz,
Nährwert; Veränderung durch Temperatur, Wasser, Fett). (WAH.4.4.c)
• können Mahlzeiten situationsangepasst planen und zubereiten (z.B.
wenig Zeit für die Nahrungszubereitung, Berücksichtigung von
Nahrungsmittelunverträglichkeiten, vorhandene Nahrungsmittel
verwerten, finanzielle Möglichkeiten). (WAH.4.4.e)
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• können ausgewählte Gebote und Regeln verschiedener Religionen
erläutern und entsprechende Auslegungen, Bräuche und
Verhaltensweisen im Alltag erkennen und respektieren (z.B. Ernährung,
Kleidung, Ruhezeiten). (RKE.4.2.c)
Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG)
Die Schülerinnen und Schüler ...
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 3/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Essen im Alltag – gesellschaftliche und kulturelle Dimension
• können einzelne Aspekte des Alltagslebens aus verschiedenen Zeiten
vergleichen und Ursachen von Veränderungen benennen (z.B. Wohnen,
Ernährung, Freizeit). (RZG.5.3.b)
Empfohlene Lehrmittel Das WAH-Buch (Wespi u. Senn 2019)
Speisekarte (Högger 2013)
Im Schla(u)raffenland (Gugerli-Dolder 2004)
So essen sie! (Imhof 2007)
Tiptopf (Affolter 2014)
Greentopf (Stöckli et al. 2019)
Webseiten mit Informationen Auf dieser Webseite von RADIX finden sich Informationen rund um die
und Unterrichtsmaterialien Schweizer Qualitätsstandards für Mittagstische
Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE)
• Essen in der Schule / Schulverpflegung Zur Webseite
Auf dieser Webseite des Migros-Kulturprozents wird ein vertiefter Blick auf den
Zusammenhang zwischen Esskulturen und Migration geworfen.
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Körper und Gefühle – ernährungsphysiologische und emotionale Dimension
Zentrale Inhalte • Sich mit dem Gesundheitswert ausgewählter Nahrungsmittel
beschäftigen.
• Lebensmittel und Getränke der Lebensmittelpyramide zuordnen können.
• Ausgewogene Ernährung, Notwendigkeit von Essen und Trinken
(Essverhalten und Leistungsfähigkeit).
• Bedeutung der Hygiene verstehen und wichtigste Regeln dazu kennen.
• Strategien im Umgang mit Stress und unangenehmen Gefühlen kennen.
• Zusammenhänge zwischen körperlichem Erscheinungsbild,
Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Wohlbefinden und
Essgewohnheiten erkennen.
• Sich mit Essstörungen sowie deren Ursachen und Auswirkungen
auseinandersetzen.
Bezüge zum Lehrplan 21 Grundlagen des Lehrplans 21, personale überfachliche Kompetenzen
Die Schülerinnen und Schüler …
• können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen
ausdrücken.
• können ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren.
• können auf ihre Stärken zurückgreifen und diese gezielt einsetzen.
• können eigene Einschätzungen und Beurteilungen mit solchen von
aussen vergleichen und Schlüsse ziehen (Selbst- und
Fremdeinschätzung).
Weitere Informationen zu personalen überfachlichen Kompetenzen
Grundlagen des Lehrplans 21, Bildung für Nachhaltige Entwicklung,
fächerübergreifendes Thema Gesundheit
Die Schülerinnen und Schüler …
• «lernen zunehmend, Mitverantwortung für ihr Wohlbefinden und ihre
Gesundheit zu übernehmen. Dafür erwerben sie Wissen über den
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 4/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Körper und Gefühle – ernährungsphysiologische und emotionale Dimension
menschlichen Körper, dessen Funktionsweise und über verschiedenste
Faktoren, die Wohlbefinden und Gesundheit beeinflussen. Dazu
gehören Bereiche wie Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit,
soziale Netze, Sexualität, Partnerschaft, Sucht und Gewalt. Die
Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Krankheit, gesundheitlichen
Risiken und Unfällen und erkennen vielfältige Einflüsse auf die
Gesundheit.» (S. 43)
Weitere Informationen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH.4)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• können den Zusammenhang unterschiedlicher Einflüsse auf die
Gesundheit erklären (z.B. Ernährung, Bewegung, Entspannung,
Körperhaltung, Arbeitsbedingungen, Belastungen). (WAH.4.1.a)
• können im Alltag Bedingungen, Situationen und Handlungsweisen
erkennen und benennen, die für die Gesundheit eine förderliche bzw.
abträgliche Wirkung haben (z.B. Genuss, Sucht,
Bewegung).(WAH.4.1.b)
• erkennen Gesundheit als Ressource und können sowohl
Herausforderungen als auch Strategien für deren Erhaltung benennen.
(WAH.4.1.c)
• können die Wahl von Nahrung aus gesundheitlicher Perspektive
beurteilen und Handlungsalternativen formulieren. (WAH.4.3.a)
• können im Umgang mit Nahrung die Wirkung von Mikroorganismen
berücksichtigen (z.B. Haltbarkeit, Hygiene, Zubereitung). (WAH.4.4.a)
Religionen, Kulturen, Ethik (RKE)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• lernen auf Gefühle und Bedürfnisse zu achten, Spannungen
wahrzunehmen und wo nötig auszuhalten. (RKE.5.4.a)
• können vereinnahmende Einflüsse auf mögliche Ursachen analysieren
und sich abgrenzen (z.B. Manipulation, Modetrends, Gruppendruck,
Mobbing). (RKE.5.4.d)
Berufsorientierung (BO)
Die Schülerinnen und Schüler …
• können Schwierigkeiten, belastende Gefühle und Gründe für Frustration
im Bildungs- und Berufswahlprozess benennen, sich damit
auseinandersetzen und sich ihrer Ressourcen bewusst bleiben (z.B.
Fähigkeiten, Unterstützung im Umfeld). (BO.3.2a)
• können bei Schwierigkeiten ressourcenorientiert Lösungen entwickeln
(z.B. alleine, mit Erziehungsberechtigten und/oder Fachpersonen).
(BO.3.2c)
Natur und Technik (NT)
Die Schülerinnen und Schüler …
• können Stoffwechselvorgänge analysieren und Verantwortung für den
eigenen Körper übernehmen. (NT.7.2)
• können Ergebnisse experimenteller Untersuchungen (z.B.
Nährstoffnachweise in Lebensmitteln, Verdauung im Reagenzglas) dazu
nutzen, um die Ansprüche des eigenen Körpers einzuschätzen und
entsprechend zu handeln. (NT.7.2.c)
Empfohlene Lehrmittel NaTech 7–9 (Autor/-innen-Team NaTech 2019)
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 5/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Körper und Gefühle – ernährungsphysiologische und emotionale Dimension
Das WAH-Buch (Wespi u. Senn 2019)
Speisekarte (Högger 2013)
Webseiten mit Informationen Ergebnisse zum Körperbild von Jugendlichen in der Deutschschweiz. Online
und Unterrichtsmaterialien verfügbar
Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE)
• Schweizer Lebensmittelpyramide mit ergänzenden Empfehlungen für
Jugendliche
• Hygienischer Umgang mit Lebensmitteln Online verfügbar
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Nachhaltiger Konsum – gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Dimension
Zentrale Inhalte • Sich der eigenen Verantwortung bei der Nahrungsmittelwahl bewusst
sein
• Produktionswege von Nahrungsmitteln (z.B. vom Korn zum Brot, von der
Milch zum Käse) kennen
• Informationen zu Nahrungsmitteln gewinnen und verstehen
• Kriterien für Kaufentscheidungen kennen
• Verstehen, wie Werbung die Menschen beeinflusst
Bezüge zum Lehrplan 21 Grundlagen des Lehrplans 21, Bildung für Nachhaltige Entwicklung,
fächerübergreifendes Thema Gesundheit
Die Schülerinnen und Schüler …
• erkunden Produktions- und Arbeitswelten und lernen wirtschaftliche
Regeln und Prozesse kennen. Sie erwerben Kenntnisse über Herkunft,
Produktion und Verbrauch von Gütern sowie über die Bereitstellung von
Dienstleistungen. Sie analysieren deren Bedeutung für Wirtschaft,
Umwelt und Gesellschaft.
• setzen sich mit Konsum und Konsumgestaltung sowie möglichen
Einflussfaktoren auseinander. Sie können Konsumentscheide begründen
und reflektieren ihr Konsumverhalten im Hinblick auf einen nachhaltigen
Umgang mit Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich
mit dem Thema Ernährung sowohl in Bezug auf gesundheitliche,
ökologische und ökonomische Aspekte im Lebensalltag wie auch als
globale Herausforderung. (S. 44)
Weitere Informationen zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung
Bedeutung und Zielsetzungen Fachbereich NMG: Inhaltliche Perspektiven
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH)
Die Schülerinnen und Schüler …
• befassen sich mit Rahmenbedingungen, Situationen und
Entscheidungen in Haushalten, Arbeits- und Berufswelten sowie mit
Fragen zu Gesundheit und Ernährung und erarbeiten Kompetenzen in
der Nahrungszubereitung.
Weitere Informationen zu inhaltlichen Perspektiven
Natur und Technik (NT)
Die Schülerinnen und Schüler …
• können sich angeleitet über die Bedeutung von naturwissenschaftlich-
technischen Anwendungen für den Menschen informieren, insbesondere
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 6/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Nachhaltiger Konsum – gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Dimension
in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Ethik (z.B. Gentechnik,
Nanostoffe, Haltbarmachung von Milch, Antibiotika). (NT.1.3.a)
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH.1)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• können ökonomische, ökologische und soziale Überlegungen in der
Güterproduktion bzw. der Bereitstellung von Dienstleistungen aus Sicht
des Produzenten bzw. Anbieters beschreiben und Interessens- und
Zielkonflikte erklären. (WAH1.3.b)
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH.3)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• können unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des
Konsumalltages erkennen und benennen, sowie deren Bedeutung für
das eigene Konsumieren reflektieren (z.B. Marktangebot, finanzielle
Ressourcen, Medien, soziales Umfeld). (WAH3.1.b)
• können bei Konsumgütern ausgewählte Marketingstrategien untersuchen
und deren Einfluss auf Konsumentscheidungen diskutieren (z.B. Werbe-
und Verkaufsstrategien, Marken). (WAH.3.1.c)
• können ökonomische, ökologische oder soziale Folgen des Konsums
aus verschiedenen Perspektiven betrachten (z.B. Konsument,
Produzent, Arbeitnehmer, Gesellschaft). (WAH.3.2.b)
• können anhand des Produktlebenszyklus von Gütern aufzeigen, welche
ökonomischen, ökologischen und sozialen Überlegungen in
Konsumentscheidungen einfliessen. (WAH.3.2.c)
• können ausgehend von Situation und Bedarf sowie den
Konsumangeboten eine an Kriterien orientierte Kaufentscheidung
ableiten. (WAH.3.3.b)
Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH.4)
Die Schülerinnen und Schüler ...
• können den Einfluss von politischen, ökonomischen, sozialen und
kulturellen Faktoren auf gesundheitsfördernde Lebensbedingungen von
Menschen erklären (z.B. Wohnumfeld, Arbeitsplatzbedingungen, Höhe
des Einkommens). (WAH.4.1.d)
• können Gerichte unter Berücksichtigung von gesundheitlichen und
ökologischen Aspekten auswählen und zubereiten (z.B. Energie- und
Nährwert von Nahrungsmitteln, nährstofferhaltende Zubereitung,
saisonale Nahrungsmittel). (WAH.4.4.d)
• können an exemplarischen Lebensmitteln globale Zusammenhänge der
Lebensmittelproduktion aufzeigen (z.B. Produktionsstandorte,
Produktionsprozesse, Umgang mit Ressourcen wie Luft, Boden, Wasser,
Arbeits- und Einkommensbedingungen). (WAH.4.5.a)
• können Lebensmittelangebote nach lokalen und globalen Wirkungen
analysieren (z.B. Fleisch, Fisch, Gemüse, Früchte). (WAH.4.5.b)
• setzen sich mit Fragen der zukünftigen Ernährungssicherung einer
steigenden Weltbevölkerung auseinander. (WAH.4.5.c)
• können Handlungsmöglichkeiten als Beitrag zur weltweiten
Ernährungssicherung diskutieren. (WAH.4.5.d)
Empfohlene Lehrmittel «1024 Ansichten» (Pitteloud 2015)
ICH DU WIR KONSUM (Kaufmann et al. 2015)
Alltagsstark (Brändle et al. 2017)
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 7/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Nachhaltiger Konsum – gesellschaftliche, ökonomische und ökologische Dimension
Das WAH-Buch (Wespi u. Senn 2019)
Iss was?! Tiere, Fleisch & Ich (Heinrich-Böll-Stiftung 2018)
Rind und Fleisch – umsetzen 7 (Wüst et al. 2014)
Migrationsspuren auf dem Teller (Migros-Kulturprozent 2014)
WAHandeln (Bamert u. Schütz Lenggenhager 2018)
Der kluge Einkaufswagen (Ahmandi u. BAFU 2008)
Die Zukunft in der Tasche (Ahmandi u. BAFU 2012)
Webseiten mit Informationen Auf der Webseite von healthy3 finden sich verschiedene Hinweise auf Lehrmittel
und Unterrichtsmaterialien und Unterrichtsmaterialien zum Thema nachhaltige Ernährung für Schülerinnen
und Schüler ab 12 Jahren.
WWF - nachhaltig leben - Auf der Webseite finden sich viele praktische Tipps für
den Alltag.
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Good Practice-Beispiele
Bodytalk PEP – Sprich über Bodytalk PEP ist ein Angebot der Fachstelle PEP (Prävention, Essstörungen,
deinen Körper Praxisnah) für 13- bis 20-jährige Jugendliche und junge Erwachsene. In
Workshops werden die jungen Menschen mittels verschiedener
Workshopbausteine und Übungen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit
überzogenen Schönheitsidealen, Schlankheitswahn und damit verbundenem Ess-,
Diät- und Bewegungsverhalten angeregt.
GORILLA GORILLA ist das Gesundheitsförderungs-Projekt der Schtifti Foundation. Mit
Freestylesportarten und durch junge Instruktor:innen wird die Begeisterung
an Bewegung und einer gesunden Ernährung in Tagesworkshops weitergegeben.
Angesprochen werden Jugendliche der Oberstufenschule.
Lernvideos ergänzen das Angebot und richten sich direkt an die Jugendlichen,
damit diese auch ausserhalb der Schule die Sportarten erlernen können.
Zusätzlich bietet das GORILLA Schulprogramm diverse Unterrichtslektionen an,
unter anderem für die Fachbereiche WAH und BS. Die Lektionen orientieren sich
am Lehrplan 21 und lassen sich fächerübergreifend behandeln.
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Quellenangaben zu Lehrmitteln und Sachbüchern
Der kluge Einkaufswagen Ahmandi, Markus, und Bundesamt für Umwelt (BAFU). 2008. Der kluge
Einkaufswagen: Unterrichtseinheit zu den Themen Umwelt, Konsum,
Ökobilanzen. 4.-7. Schuljahr. Lehrerheft mit Arbeitsblättern. Bern: Bundesamt für
Umwelt (BAFU).
Die Zukunft in der Tasche Ahmandi, Markus, und Bundesamt für Umwelt (BAFU). 2012. Die Zukunft in der
Tasche: Unterrichtseinheit zu Umwelt, Konsum, Ökobilanzen. Ab 9. Schuljahr.
Heft für Lehrpersonen, mit Arbeitsblättern. Bern: hep verlag ag.
Tiptopf Affolter, Ursula. 2014. Tiptopf – essen, trinken, sich wohlfühlen. 25. unveränderte
Auflage. Bern: Schulverlag plus.
NaTech 7–9 Autorinnen-/Autoren-Team NaTech. 2019. NaTech 7–9. Zürich: Lehrmittelverlag
Zürich.
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 8/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Quellenangaben zu Lehrmitteln und Sachbüchern
WAHandeln Bamert, Ursi, und Claudia Schütz Lenggenhager. 2018. WAHandeln. Rohrschach:
Lehrmittelverlag St.Gallen.
Brändle, Lea, Sabrina Bürgi, Mariangela Eggmann, Nicolai Kozakiewicz, und
Alltagsstark Oliver Zähner. 2017. Alltagsstark für Wirtschaft, Arbeit, Haushalt, Sekundarstufe 1.
Mörschwil: KLV Verlag AG.
Nähere Informationen zum Lehrmittel finden sich auf der Webseite von
Alltagsstark.
Im Scha(u)raffenland Gugerli-Dolder, Barbara. 2004. Im Schla(u)raffenland. Eine Unterrichtshilfe zum
Thema Pausenkiosk und Ernährung. Zürich: Verlag Pestalozzianum (PHZH).
Iss was?! Tiere, Fleisch & Ich Heinrich-Böll-Stiftung e.V. 2018. «Dossier: Iss was?! Tiere, Fleisch & Ich.». Berlin:
Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Zugriff 3.9.2021. Zur Webseite
Speisekarte Högger, Dominique. 2013.Speisekarte. Eine Orientierungshilfe durch das Land
von zu viel und zu wenig. Unterlagen für Unterricht und Ernstfall rund um
Esskultur, Übergewicht und Essstörungen. 3., angepasste Aufl. Windisch:
Beratungsstelle Gesundheitsbildung und Prävention, Zugriff 3.9.2021. Artikel
lesen
So essen Sie! Imhof, Christine. 2007. So essen Sie! Fotoportraits von Familien aus 15 Ländern.
Ein Erkundungsprojekt rund um das Thema Ernährung. Mülheim an der Ruhr:
Verlag an der Ruhr GmbH.
ICH DU WIR KONSUM Kaufmann, Hänsu, Sabine Schnell, und Heinrich Werthmüller. 2015. ICH DU WIR
KONSUM. 2. Aufl. Bern: Schulverlag plus.
Migrationsspuren auf dem Migros-Kulturprozent. 2014. «Migrationsspuren auf dem Teller: Mittelstufe.».
Teller Zürich: conTAKT-spuren.ch, Zugriff 3.9.2021. Zur Webseite
1024 Ansichten Pitteloud, Marie-Françoise. 2015. Poster «1024 Ansichten» – Essen einkaufen:
ein kritischer Blick auf unseren Konsum. Bern: Stiftung éducation21, Zugriff
3.9.2021. Artikel lesen
Greentopf Stöckli, Franziska, Rolf Hiltl, Dorrit Türck, Marsha Lehmann, Desirée Fischer,
Christian Graf, Bettina Biedermann, und Schulverlag plus AG. 2020. Greentopf:
Vegetarisch, Vegan, Vielfältig. 3., erweiterte Aufl. Bern: Schulverlag plus AG.
Das WAH-Buch Wespi, Claudia, und Corinne Senn. 2019. Das WAH-Buch. Bern: Schulverlag plus.
Rund und Fleisch – umsetzen Wüst, Letizia, Andrea Wettstein, Christoph Buchs, Verena Muheim, Christine
7 Künzli David, und Franziska Bertschy. 2014b. «Rind und Fleisch – umsetzen 7.»
In Querblicke - Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung. Herzogenbuchsee:
INGOLDVerlag.
nach oben
Fachteam Gesundheitswissenschaften. 2018. «Planungshilfen Gesundheitsförderung und Prävention – Ernährung und Essen 9/9
3. Zyklus.». Pädagogische Hochschule Zürich, letzte Aktualisierung 03.09.2021. https://phzh.ch/plh-ges.Sie können auch lesen