OFFIZIELLES INLINE HOCKEY REGELBUCH 2005 2007
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OFFIZIELLES INLINE HOCKEY REGELBUCH 2005 – 2007 DEUTSCH Dieses Regelbuch ersetzt alle vorherigen Ausgaben Copyright 2005 by IIHF Kein Teil dieser Publikation darf in deutscher Sprache reproduziert oder in eine andere Sprache übersetzt werden. Sie darf nicht auf irgendeine Weise übermittelt oder auf elektronische oder mechanische Art (inkl. photokopiert) aufgezeichnet werden, oder auf irgendeine Art gespeichert werden, ohne die ausdrückliche, schriftliche Genehmigung der International Ice Hockey Federation IIHF.
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Inhaltsverzeichnis Kurzübersicht der Spielregeln 3 Abschnitt 1 – Spielfeld 5 Regel 101 – Definition des Spielfeldes 5 Regel 102 – Abmessungen des Spielfeldes 5 Regel 103 – Torpfosten und Netze 5 Regel 104 – Torraum und Torhüterzone 6 Regel 105 – Aufteilung der Spielfläche 6 Regel 106 – Anspielpunkt und –kreis in der Mitte 7 Regel 107 – Spezielle Anspielpunkte und –kreise 7 Regel 108 – Anspielpunkte und –kreise in der Endzone 7 Regel 109 – Spielerbänke 7 Regel 110 – Strafbänke 8 Regel 111 – Anzeige- und Spielzeit – Apparaturen 8 Abschnitt 2 – Mannschaften 9 Regel 201 – Zusammenstellung einer Mannschaft 9 Regel 202 – Kapitän einer Mannschaft 9 Regel 203 – Spieler in Uniform 9 Regel 204 – Mannschaftsaufstellung 10 Regel 205 – Spielerwechsel 11 Regel 206 – Verletzte Spieler 12 Abschnitt 3 – Ausrüstung 14 Regel 301 – Schläger 14 Regel 302 – Schuhe 14 Regel 303 – Torhüterausrüstung 15 Regel 304 – Schutzausrüstung 15 Regel 305 – Gefährliche Ausrüstung 17 Regel 306 – Puck / Ball 17 Regel 307 – Spieler Trikots 17 Regel 308 – Vermessung von Ausrüstungsgegenständen 18 Abschnitt 4 – Strafen 19 Regel 401 – Strafen 19 Regel 402 – Kleine Strafen 19 Regel 403 – Große Strafen 20 Regel 404 – Disziplinarstrafen 21 Regel 405 – Matchstrafen 22 Regel 406 – Strafschuss 23 Regel 407 – Strafen gegen Torhüter 24 Regel 408 – Aufgeschobene Strafen 25 Regel 409 – Aussprechen von Strafen 26 Regel 410 – Ergänzende Disziplinarmaßnahmen 27 Abschnitt 5 – Offizielle 28 Regel 501 – Ernennung von Offiziellen 28 Regel 502 – Schiedsrichter 28 Regel 503 – Andere Aufgaben des Schiedsrichters 30 Regel 504 – Torrichter 30 Regel 505 – Strafzeitnehmer 30 Regel 506 – Punkterichter 31 1
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 507 – Spielzeitnehmer 31 Regel 508 – Ligaverantwortliche 32 Abschnitt 6 – Spielregeln 33 Regel 601 – Beschimpfung von Offiziellen und andere Verfehlungen 33 Regel 602 – Richtigstellen der Ausrüstung 34 Regel 603 – Verletzungsversuch 35 Regel 604 – Body-Check und Bandencheck 35 Regel 605 – Zerbrochener Schläger 35 Regel 606 – Unkorrekter Körperangriff und Check von hinten 36 Regel 607 – Stockcheck und Stockendenstoß 37 Regel 608 – Verletzungsabsicht und Kopfstoß 37 Regel 609 – Spielverzögerung 38 Regel 610 – Ellbogencheck und Kniecheck 38 Regel 611 – Ausführen von Anspielen 39 Regel 612 – Fallen auf den Puck / Ball 40 Regel 613 – Raufhandel 41 Regel 614 – Torschütze und Assistenten 42 Regel 615 – Schwere Disziplinarstrafe (gestrichen) 42 Regel 616 – Spielen des Pucks / Balls mit der Hand 43 Regel 617 – Hoher Stock 44 Regel 618 – Halten eines Gegners 44 Regel 619 – Haken 45 Regel 620 – Unerlaubter Weitschuss (Icing) 45 Regel 621 – Behinderung 46 Regel 622 – Behinderung durch Zuschauer 47 Regel 623 – Treten eines Spielers 48 Regel 624 – Kicken des Pucks / Balls 48 Regel 625 – Verlassen der Spieler- oder Strafbank 48 Regel 626 – Abseits 50 Regel 627 – Passes 50 Regel 628 – Puck / Ball in Bewegung halten 51 Regel 629 – Puck / Ball oder Spieler außerhalb des Spielfelds oder unspielbar 51 Regel 630 – Puck / Ball außer Sicht und illegaler Puck 52 Regel 631 – Puck / Ball berührt einen Schiedsrichter 52 Regel 632 – Weigerung das Spiel zu beginnen 52 Regel 633 – Stockschlag 53 Regel 634 – Stockstich 53 Regel 635 – Beginn des Spieles und der Perioden 54 Regel 636 – Werfen des Stockes 54 Regel 637 – Spielzeit und Time-Outs 55 Regel 638 – Unentschiedene Spiele 56 Regel 639 – Beinstellen 57 Regel 640 – Übertriebene Härte 58 Glossar 59 Schiedsrichterzeichen 61 Spielflächendiagramm 63 Endanspielkreis 63 Index 64 2
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Kurzübersicht der Spielregeln Regel Beschreibung Alterseinteilung Unter 10 Unter 12 Unter 14 Unter 16 Unter 18 Junioren Unter 20 Senioren Über 20 Das Spieleralter am 31. Dezember ist ausschlaggebend für die Al- tersstufen Einteilung. Spielfeld Die Spielfeldgröße beträgt: Länge 40m – 61m und Breite 20m – 30m Für IIHF Meisterschaften hat die Größe mindestens 58m Länge und 27m Breite zu betragen. Spieler Gespielt wird mit 4 Feldspielern und 1 Torhüter (auf kleineren Spielfeldern kann mit 3 Feldspielern und 1 Torhüter gespielt wer- den). Mannschaften Maximal 16 Spieler plus 2 Torhüter Pflichtausrüstung für U 18 Spieler Helm für Hockey ausgelegt Vollgesichtsschutz, Ellenbogenschützer Handschuhe, Knie- und Schienbeinschützer Zahnschutz Spieler der Altersklasse U20 müssen Visiere tragen. Spieler über 20 Es gelten dieselben Regeln, mit den Ausnahmen: • Kein Zahnschutz • Kein Visier Es wird aber empfohlen, ein ½ Visier oder Vollvisier zu tragen. Puck / Ball Es wird entweder mit Puck oder Ball gespielt. Ein Puck soll aber erst verwendet werden, wenn die Spielfläche mindestens 100cm hohe Banden und einen adäquaten Schutz für Zuseher besitzt. IIHF Meisterschaften werden mit einem Puck ge- spielt. 3
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Kleine Strafen Eine Mannschaft kann nicht mit weniger als zwei Feldspielern plus einem Torhüter spielen. Für eine kleine Strafe wird der fehlbare Spieler für 1,5 Minuten vom Spiel ausgeschlossen und darf nicht durch einen anderen Spieler ersetzt werden. Ein Torhüter kann für eine kleine Strafe nicht ausgeschlossen werden. Große Strafen Für die erste große Strafe wird der fehlbare Spieler für 4 Minuten vom Spiel ausgeschlossen und darf nicht durch einen anderen Spie- ler ersetzt werden. Ein Torhüter kann für eine große Strafe nicht ausgeschlossen werden. Schiedsrichter Standard Zweimannsystem. Checks Absichtlicher Körperkontakt ist in keiner Spielkategorie erlaubt. Einwürfe Müssen an den dafür vorgesehenen Punkten durchgeführt werden. Raufhandel Raufhandel wird nicht toleriert – Matchstrafe. Handpass zu einem In der Verteidigungszone erlaubt. Mitspieler Schlagschüsse Sind in der Altersgruppe U10 und darunter verboten. Unerlaubter Der Puck / Ball darf nicht von hinter der roten Mittellinie über die Weitschuss gegnerische Torlinie geschossen werden. Abseits Spieler dürfen sich mit dem Puck / Ball über die rote Mittellinie be- geben, aber der Puck / Ball muss über die rote Linie geführt wer- den. Ein Pass zu einem Mitspieler, welcher sich über der roten Mit- tellinie befindet ist verboten. Außer der Puck / Ball wird von dem Mitspieler nicht angenommen. Spieler außerhalb des (nur bei temporären Spielfeldern) Das Spiel wird sofort unterbro- Spielfelds chen, wenn ein Spieler aus dem Spielfeld fährt oder über die Ban- den steigt. Spiellänge 4 Perioden mit einer Länge von 12 Minuten. Wenn mit Brutto-Zeit gespielt wird und der Spielstand 1 Tor unterschied oder weniger beträgt, werden die letzten 2 Minuten mit Netto-Zeit gespielt. Unentschiedener Spiele können unentschieden Enden, wenn kein Sieger feststehen Spielstand muss. Muss es einen Sieger geben, folgt eine 5 Minuten lange Sudden- Victory Overtime und anschließend ein Penaltyschießen. Time-Out Jeder Mannschaft steht ein eine Minute langes Time-Out pro Spiel zur Verfügung. Während des Time-Outs wird die Spielzeit angehalten. 4
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Abschnitt 1 – Spielfeld Regel 101 – Definition des Spielfeldes (a) Das InLine – Hockeyspiel wird auf einer Holz-, Zement-, Asphalt- oder Plastikflä- che, die als Spielfeld bezeichnet wird, gespielt. (b) Das Spielfeld kann sich im freien, teilweise überdacht oder in einer Halle befinden. Regel 102 – Abmessungen des Spielfeldes (a) Die Abessungen des Spielfeldes sollten so nahe wie möglich an 58m Länge und 30m Breite kommen. Maximale Abmessungen: 61m Länge und 30m Breite. Minimale Abmessungen: 40m Länge und 20m Breite. Für IIHF - Meisterschaften müssen die Abmessungen zwischen 58m bis 61m Länge und 27m bis 30m Breite betragen. Die Ecken müssen mit einem Radius von 7.0 bis 8.5m abgerundet sein. (b) Das Spielfeld muss mit Wänden aus Holz oder Kunststoff umgeben sein. Diese Wände werden als Banden bezeichnet. Die Höhe der Banden muss zwischen 20cm und 122cm ab der Spielfeldoberfläche betragen. Die ideale Höhe der Bande be- trägt 108cm. Am unteren Teil der Bande ist eine Kickleiste anzubringen. Die Farbe der Kickleiste sollte gelb sein. Die Banden müssen so beschaffen und konstruiert sein, dass die Fläche gegen das Spielfeld glatt und frei von jeglichen Hindernissen ist, die eine Verletzung von Spie- lern verursachen könnte. Die Befestigungen der Banden und des Schutzglases sind so anzubringen, dass sie sich außerhalb vom Spielfeld befinden. Es wird empfohlen, dass das gesamte Spielfeld, inklusive Spieler- und Strafbänke, von einem Schutzglas oder anderen Schutzwänden umgeben ist, welche die Spie- ler von den Zuschauern abschirmen. Regel 103 – Torpfosten und Netze (a) Der Torrahmen muss aus Metall oder einem anderen bewährten Material beste- hen. Die Torpfosten messen ab Eisfläche vertikal 122cm und stehen horizontal 183cm auseinander (Innenmasse). Die Torpfosten und die Querstange müssen rot gestrichen, alle anderen äußeren Flächen müssen weiß gestrichen sein. (b) An der Rahmenkonstruktion des Tores sind weiße Nylonnetze angebracht, die den Puck / Ball innerhalb des Tores zurückhalten. 5
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (c) Mit einem Abstand von mindestens 350cm und maximal 450cm zur Querbande sind an jedem Ende 5cm breite, rote Linien über die gesamte Breite und die Ban- den entlang in die Höhe aufzuzeichnen. Diese werden als Torlinien bezeichnet. Die Tore müssen in der Mitte der Torlinien so verankert sein, dass sie sich wäh- rend des Spieles nicht leicht verschieben lassen. Das Spiel muss sofort unterbrochen werden, wenn das Tor aus seiner normalen Position verschoben wurde. Regel 104 – Torraum und Torhüterzone (a) Vor jedem Tor befindet sich ein Torraum. Die Torraumfläche wird auf dem Spiel- feld mit einer roten 5cm breiten Linie markiert. Der Torraum wird wie folgt defi- niert: Ein Halbkreis mit einem Radius von 180cm und einer 5cm breiten Linie. Der Mittelpunkt dieses Halbkreises ist die Mitte der Torlinie. Zusätzlich sollen zwei „L“ - förmige Markierung mit 15cm Länge (beider Schenkel) in den Torraum gezeichnet werden. Die Position dieser „L-Markierungen“ wird aus- gemessen, in dem man eine imaginäre Linie parallel zur Torlinie mit einem Ab- stand von 122cm zieht. An dem Punkt, an dem diese Linie die Torraumlinie schneidet, wird dieses „L“ aufgezeichnet. (b) Der Torraum hat ein Volumen, welches horizontal durch die Tor- / Halbkreislinie auf dem Spielfeld, sowie vertikal bis zur Oberkante der Querstange des Tores von 127cm abgegrenzt ist. Die Linien sind Bestandteil des Torraumes. (c) Die Torhüterzone ist eine Zone, die hinten durch die Querbande, vorne durch eine imaginäre Line, welche die beiden Endanspielpunkte verbindet, und seitlich durch eine Linie welche von der Querbande zu den Endanspielpunkte verläuft, begrenzt ist. Regel 105 – Aufteilung der Spielfläche (a) Die Spielfläche wird durch eine 30cm breite rote Mittellinie in zwei Hälften aufge- teilt. Diese Linie wird quer über das gesamte Spielfeld und vertikal bis an die O- berkante der Banden gezeichnet. (b) Die Mittellinie wird als Teil der Hälfte angesehen, in welcher sich der Puck / Ball befindet. (c) Die Hälfte des Spielfeldes, in welcher das Tor steht, das von einer Mannschaft ver- teidigt wird, wird als Verteidigungszone dieser Mannschaft bezeichnet. Die Hälfte des Spielfeldes, welche von dem zu verteidigenden Tor weiter entfernt ist wird als Angriffszone dieser Mannschaft bezeichnet. 6
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 106 – Anspielpunkt und –kreis in der Mitte (a) Ein runder, blauer Punkt mit einem Durchmesser von 30cm muss genau in der Mit- te des Spielfeldes markiert sein. Mit diesem Anspielpunkt als Zentrum wird ein Kreis mit einem Radius von 450cm markiert. Die Farbe der Kreislinie ist rot und deren Breite beträgt 5cm. An beiden Seiten des Kreises sind zwei rote Linen, 60cm lang, 5cm breit und 120cm von ein- ander entfernt anzubringen. Regel 107 – Spezielle Anspielpunkte und –kreise (a) Vier rote Anspielpunkte mit einem Durchmesser von 60cm müssen genau auf einer Linie, welche die Endanspielpunkte der Länge nach miteinander verbindet, 990cm von jedem Endanspielpunkt entfernt auf dem Spielfeld markiert sein. Innerhalb dieser Anspielpunkte sollen jeweils zwei Linien gezeichnet werden. Eine 10cm von oben, die andere 10cm von unten entfernt. Der Bereich zwischen beiden Linien soll rot ausgefüllt werden. Regel 108 – Anspielpunkte und –kreise in der Endzone (a) Die Anspielpunkte und –kreise werden in beiden Endzonen und auf beiden Seiten der Tore auf dem Spielfeld markiert. Die Farbe der Anspielpunkte ist rot und deren Durchmesser beträgt 60cm. Innerhalb dieser Anspielpunkte sollen jeweils zwei Li- nien gezeichnet werden. Eine 10cm von oben, die andere 10cm von unten ent- fernt. Der Bereich zwischen beiden Linien soll rot ausgefüllt werden. Mit diesem Anspielpunkt als Zentrum wird ein Kreis mit einem Radius von 450cm markiert. Die Farbe der Kreislinie ist rot und deren Breite beträgt 5cm. An beiden Seiten des Kreises sind zwei rote Linen, 60cm lang, 5cm breit und 120cm von ein- ander entfernt anzubringen. (b) Die Endanspielpunkte sollen symmetrisch von den Längsbanden entfernt und 610cm von der Torlinie entfernt sein. Es wird empfohlen, dass der Abstand zwi- schen den beiden Anspielpunkten in einer Endzone 1350cm beträgt. Regel 109 – Spielerbänke (a) Am Spielfeld muss für jedes Team eine Spielerbank zur Verfügung stehen, welche für mindestens 10 Personen ausgelegt ist. Die Spielerbänke müssen auf der glei- chen Spielfeld-Längsseite, unmittelbar an der Spielfläche und so nahe wie möglich in der Mitte gelegen sein. Alle Türen müssen nach außen, weg von der Spielfläche, geöffnet werden können. (b) Die Spielerbänke müssen gegen den Zutritt von unbefugten Personen, mit Aus- nahme der je maximal vier Team-Offiziellen, geschützt sein. 7
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (c) Während eines Spieles dürfen sich Trainer, Manager und Betreuer nur auf ihrer Spielerbank aufhalten. Regel 110 – Strafbänke (a) Jedes Spielfeld muss mit Bänken für bestrafte Spieler, Zeitnehmer und Punkterich- ter ausgestattet sein. Die Strafbänke müssen sich entfernt von den Spielerbänken befinden, im Idealfall gegenüber den Spielerbänken. (b) Auf dem Spielfeld direkt vor der Strafzeitnehmerbank soll ein roter 5cm breiter Halbkreis mit einem Radius von 300cm aufgezeichnet sein, dieser Halbkreis wird als Schiedsrichterkreis bezeichnet. Regel 111 – Anzeige- und Spielzeit – Apparaturen (a) Jedes Spielfeld muss mit einer elektrischen Anzeigetafel ausgerüstet sein, von der die Zuschauer, Spieler und Spieloffiziellen zu jedem Zeitpunkt des Spiels wichtige Zeitangaben ablesen können. Einschließlich der verbleibenden Spielzeit. Anzeigetafeln müssen sowohl die verbleibende Spielzeit bzw. verbleibende Straf- zeit anzeigen können. (b) Das Spielfeld muss mit einer Sirene oder einem anderen akustischen Signal ausge- rüstet sein, welches das Ende der Spielzeit signalisiert. (c) Hinter jedem Tor müssen elektrische Lampen oder ähnliche Apparaturen ange- bracht werden, welche durch den Torrichter betätigt werden. Ein rotes Licht oder anderes Signal, soll betätigt werden, wenn ein Tor erzielt wurde. 8
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Abschnitt 2 – Mannschaften Regel 201 – Zusammenstellung einer Mannschaft (a) Eine Mannschaft besteht aus mindestens 5 Spielern, inklusive Torhüter, auf dem Spielfeld. Keiner Mannschaft ist es gestattet ein Spiel mit weniger als 5 Spielern zu beginnen. Maximal kann eine Mannschaft aus 16 Spielern und 2 Torhütern beste- hen. Regel 202 – Kapitän einer Mannschaft (a) Jedes Team bezeichnet einen Kapitän und maximal zwei Assistenten des Kapitäns. Auf dem Spielfeld ist es nur diesen bezeichneten Personen gestattet mit dem Schiedsrichter Fragen zu klären, die während des Spieles auftreten können, welche die Interpretation der Regeln betreffen. Der Kapitän muss mit dem Buchstaben „C” und die Assistenten müssen mit dem Buchstaben „A” bezeichnet sein. Diese Buchstaben müssen eine Höhe von 8 cm aufweisen, aus einer Kontrastfarbe zum Trikot bestehen und gut sichtbar auf der Frontseite des Trikots getragen werden. Spieler die weder ein „C” noch das „A” auf ihrem Trikot tragen ist es nicht erlaubt mit dem Schiedsrichter zu kommunizieren. Eine Beschwerde über eine Strafe ist keine Frage zur Regelauslegung. Eine solche Beschwerde, eines Kapitäns oder anderen Spielers, ist mit einer kleinen Strafe zu ahnden. (b) Vor Spielbeginn müssen den Schiedsrichtern und dem offiziellen Punktrichter die Namen des Kapitäns und dessen Assistenten, des jeweiligen Teams, überreicht werden. (c) Es ist nicht erlaubt, einen Torhüter, Spielertrainer oder Team-Offiziellen als Kapitän oder Assistenten zu benennen. (d) Jeder Kapitän oder Spieler, welcher von den Spielerbänken kommt und in irgend- einer Form gegen eine Schiedsrichterentscheidung protestiert, wird wegen Be- schimpfung von Offiziellen mit einer kleinen Strafe bestraft. Regel 203 – Spieler in Uniform (a) Vor Spielbeginn muss der verantwortliche Offizielle jedes Teams den Schiedsrich- tern oder dem offiziellen Punktrichter eine Liste mit den Namen und Nummern der berechtigten Spieler und Torhüter überreichen. Wenn das Spiel begonnen hat, ist es nicht mehr erlaubt eine Änderung oder Ergänzung dieser Aufstellung durchzu- führen. 9
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (b) Jeder Mannschaft ist es erlaubt nur einen Torhüter auf einmal auf dem Spielfeld zu haben. Der Torhüter kann jederzeit durch einen Feldspieler ersetzt werden. Die- sem Ersatzspieler werden aber nicht die Privilegien eines Torhüters zuteil. (c) Es wird empfohlen (für IIHF – Meisterschaften vorgeschrieben), dass sich auf jeder Spielerbank ein Ersatztorhüter in vollständiger Ausrüstung befindet. Wenn der Ersatztorhüter eingewechselt wird, so hat das ohne Verzögerung und ohne Aufwärmen zu geschehen. (d) Außer wenn alle ernannten Torhüter einer Mannschaft aktionsunfähig sind, ist es keinem Spieler auf dem offiziellen Spielbericht gestattet die Torhüterausrüstung zu tragen. Ist der Torhüter einer Mannschaft nicht in der Lage zu Spielen, muss die Mannschaft sofort einen Ersatztorhüter benennen oder einen zusätzlichen Feld- spieler auf das Spielfeld schicken. Dieser Spieler hat nicht die Rechte eines Torhü- ters. Wird ein Torhüter durch seinen Ersatztorhüter ausgewechselt, so stehen die- sem Ersatztorhüter sämtliche Rechte des Torhüters zu. (e) Ist es einem Team während des Spiels aufgrund von Strafen oder Verletzungen nicht mehr möglich, die korrekte Anzahl an Spielern auf das Spielfeld zu schicken, erklärt die Schiedsrichter das Spiel als „Forfait“ (Spielabbruch). Das sich nicht ver- fehlende Team wird als Sieger erklärt und das Spiel wird mit einem Spielstand von, falls zum Zeitpunkt des Vorfalles nicht besser, 5 – 0 gewertet. Regel 204 – Mannschaftsaufstellung (a) Von beginn des Spieles an und unmittelbar nach einem Spielunterbruch muss zu- erst das Gästeteam einen eventuellen Spielerwechsel durchführen. Bis das Spiel wieder begonnen hat, darf kein Wechsel mehr durchgeführt werden. Das Heim- team kann anschließend einen eventuellen Spielerwechsel durchführen, ohne dass das Spiel dadurch verzögert wird. Verzögert ein Team den Spielerwechsel unnötig, fordert der Schiedsrichter das sich verfehlende Team oder beide Teams auf, ihre Position sofort einzunehmen. Er ges- tattet keine weiteren Wechsel mehr. Wurde ein Spielerwechsel unter der oben beschriebenen Regel durchgeführt, darf bis zur Wiederaufnahme kein weiterer Spielerwechsel durchgeführt werden, Außer es wurde eine Strafe ausgesprochen. 10
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 205 – Spielerwechsel (a) Spieler können von der Spielerbank jederzeit ausgewechselt werden, auch wäh- rend das Spiel läuft. Vorausgesetzt die wechselnden Spieler befinden sich inner- halb einer imaginären Wechselzone. Die Wechselzone beschränkt sich auf die Länge der Spielerbank sowie eine Breite von 3 m von der Bande aus gerechnet. Alle wechselnden Spieler dürfen nicht am Spielgeschehen teilnehmen. Sollte der einwechselnde Spieler am Spielgeschehen teilnehmen, während der auswechselnde Spieler sich noch auf der Spielfläche befindet, so ist gegen die ver- fehlende Mannschaft eine kleine Bankstrafe wegen zu vieler Spieler auszuspre- chen. Sollte der einwechselnde Spieler zufällig von einem Puck / Ball angeschossen wer- den, so ist das Spiel nicht zu unterbrechen und keine Strafe auszusprechen. (b) Ein Torhüter kann jeder Zeit durch einen Spieler oder Ersatztorhüter ausgewech- selt werden, vorausgesetzt der Torhüter befindet sich innerhalb der Wechselzone bevor der Ersatz die Spielfläche betritt. Bei einer Verletzung dieser Regel ist keine Zeitstrafe auszusprechen, sondern das Spiel ist zu unterbrechen und das darauffolgende Anspiel am Mittelpunkt auszufüh- ren. (c) Ein Spieler der eine Strafe verbüßt hat, darf erst durch einen Mitspieler ersetzt werden, wenn er das Spielfeld von der Straf- zur Spielerbank überquert hat. Er muss sich innerhalb der Wechselzone seiner Spielerbank befinden, bevor ein Wechsel stattfinden darf. Bei einem Verstoß gegen diese Regel, erhält das sich verfehlende Team eine kleine Bankstrafe. (d) Während einer Spielunterbrechung, Time-Outs ausgenommen, ist es dem Torhüter nicht gestattet sich ohne die Erlaubnis der Schiedsrichter zur Spielerbank zu bege- ben. Wird er durch einen Spieler oder Ersatztorhüter ausgewechselt, so ist es dem Torhüter nicht gestattet vor der Wiederaufnahme des Spieles auf das Spielfeld zu- rück zukehren. Außer es wird eine Strafe ausgesprochen. Für eine Verletzung dieser Regel ist eine kleine Bankstrafe auszusprechen. 11
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (e) Bei einem Spielerwechsel während einer Unterbrechung nimmt der Schiedsrichter die Position für das nächste Anspiel ein. Der Schiedsrichter gewährt zuerst dem Gästeteam einen Zeitabschnitt von fünf Sekunden um einen Spielerwechsel durch- zuführen. Nach diesen fünf Sekunden hebt der Schiedsrichter seinen Arm und sig- nalisiert damit, dass das Gästeteam keinen weiteren Wechsel mehr vornehmen darf. Anschließend gewährt der Schiedsrichter, mit noch immer erhobenem Arm, dem Heimteam einen Spielerwechsel während einer Zeitspanne von fünf Sekun- den. Nach diesen fünf Sekunden senkt der Schiedsrichter seinen Arm und signali- siert damit, dass kein weiterer Wechsel mehr vorgenommen werden darf. Wenn ein Team versucht, nach der ihm zur Verfügung stehenden Zeit einen Spielerwech- sel vorzunehmen, schickt der Schiedsrichter den/die Spieler auf die Bank zurück. Für jeden wiederholten Verstoß gegen diese Regel, ungeachtet zu welchem Zeit- punkt des Spieles er stattfindet, erhält das fehlbare Team eine kleine Bankstrafe. Regel 206 – Verletzte Spieler (a) Wenn ein Spieler, Torhüter ausgenommen, verletzt oder gezwungen ist das Spiel- feld während des Spieles zu verlassen, kann sich der Spieler von dem Spiel zurück- ziehen und sofort durch einen anderen Spieler ersetzt werden. (b) Ist ein Torhüter verletzt oder erkrankt, muss er unverzüglich weiterspielen oder durch den Ersatztorhüter vertreten werden. Von den Schiedsrichtern wird keine zusätzliche Zeit gewährt, um den verletzten oder kranken Torhüter zu verarzten. Der Ersatztorhüter muss das Spiel ohne Verzögerung oder zusätzliche Aufwärmzeit aufnehmen. Für den Ersatztorhüter gelten dieselben Regeln wie für den Torhüter und er erhält dieselben Privilegien. (c) Wurde gegen einen verletzten Spieler eine kleine Strafe, eine grosse Strafe oder eine Matchstrafe ausgesprochen, hat das bestrafte Team an dessen Stelle unver- züglich einen Ersatzspieler auf die Strafbank zu schicken. Er darf auf der Strafbank nicht ausgewechselt werden. Der verletzte, bestrafte Spieler, darf erst nach Ablauf seiner Strafe wieder am Spiel teilnehmen. (d) Kann ein verletzter Spieler das Spiel nicht fortsetzen oder sich zu seiner Spieler- bank begeben, wird das Spiel so lange nicht unterbrochen, bis das Team des ver- letzten Spielers in den Besitz des Pucks / Balls gelangt. Ist das Team dieses Spie- lers zum Zeitpunkt seiner Verletzung im Besitz des Pucks / Balls, wird das Spiel unverzüglich unterbrochen, ausgenommen, es hat gerade eine aussichtsreiche Möglichkeit ein Tor zu erzielen. Hat sich der Spieler offensichtlich ernsthaft Verletzt, so ist das Spiel unverzüglich zu unterbrechen. 12
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (e) Ein Spieler, Torhüter ausgenommen, dessen Verletzung eine Unterbrechung recht- fertigt, darf solange nicht an dem Spiel teilnehmen, bis der darauffolgende Einwurf beendet ist. (f) Bei einem blutenden Spieler oder Torhüter ist das Spiel unverzüglich zu unterbre- chen und der verletzte Spieler hat das Spielfeld zu verlassen. Ein solcher Spieler darf erst wieder an dem Spiel teilnehmen, wenn seine Wunde vollständig ge- schlossen und mit geeignetem Verbandsmaterial versorgt ist. Dasselbe gilt für verletzte oder blutende Schiedsrichter. (g) Wurde das Spiel wegen eines verletzten Spielers, Torhüter ausgenommen, unter- brochen, muss der verletzte Spieler das Spielfeld verlassen. Er darf das Spielfeld erst wieder betreten wenn das Spiel wieder läuft. Weigert er sich, das Spielfeld zu verlassen, erhält er eine kleine Strafe wegen Spielverzögerung. 13
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Abschnitt 3 – Ausrüstung Regel 301 – Schläger (a) Die Stöcke müssen aus von der IIHF genehmigten Materialien wie Holz, Karbon, Graphit oder Aluminium hergestellt sein und dürfen keine Unebenheiten aufwei- sen. Klebebänder beliebiger Farbe können an jeder Stelle um den Stock gewickelt wer- den. (b) Die maximale Länge eines Schlägers darf von der Ferse bis zur Oberkante des Schafts 163cm und von der Ferse bis zum Ende der Schaufel 32cm nicht über- schreiten. Die Schaufel darf an keiner Stelle schmäler als 5cm und breiter als 7,5cm sein. Die maximale Krümmung der Schaufel beträgt 1,5cm. (c) Die maximale Breite eines Torhüterschlägers darf an keiner Stelle, die Ferse aus- genommen, 9cm überschreiten. An der Ferse ist eine Breite von maximal 11,5cm erlaubt. Die Länge einer Torhüterschaufel darf 39cm nicht überschreiten. Die Verbreiterung am Schaft darf von der Ferse aufwärts nicht länger als 71cm und nicht breiter als 9cm sein. (d) Wenn ein Spieler oder Torhüter mit einem Schläger spielt, welcher den oben ange- führten Spezifikationen nicht entspricht, so ist gegen ihn eine kleine Strafe auszu- sprechen. Wurde ein Tor mit einem illegalen Schläger erzielt, so ist eine entsprechende Stra- fe auszusprechen und das Tor ist zu werten. Regel 302 – Schuhe (a) Alle Spieler und Schiedsrichter müssen InLine Schuhe tragen, welche einer von der IIHF genehmigten Bestimmung entsprechen. Spieler und Schiedsrichter dürfen Schuhe mit maximal 5 Rollen tragen, sofern diese für InLine Hockey entworfen sind. (b) Die Verwendung von Speedskates oder anderen Schuhen, welche so konstruiert sind, dass sie eine Verletzung verursachen können ist verboten. Die Verwendung von Quadskates ist nicht verboten wird aber auch nicht empfohlen. 14
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 303 – Torhüterausrüstung (a) Mit Ausnahme der Schuhe und des Schlägers, darf die gesamte Ausrüstung eines Torhüters einzig zum Schutz von Kopf und Körper getragen werden. Die Ausrüs- tung darf keine besonderen Vorkehrungen aufweisen, welche dem Torhüter zu- sätzliche, unerlaubte Hilfe beim Hüten des Tores gewähren könnten. Schutzausrüstungen für den Unterleib, die bis an die Oberschenkel und über die Hosen reichen, sind nicht gestattet. (b) Die maximalen Abessungen eines Torhüter-Blockerhandschuhs betragen, an jedem Punkt, in der Länge 41cm und in der Breite 21cm. Die maximale Länge eines Torhüter Fanghandschuhs darf 41cm nicht überschrei- ten. Die Breite der Handgelenksmanschette darf 23cm nicht überschreiten. Jegli- che Befestigung zwischen der Manschette und dem Daumen darf nur in einer ge- raden Linie verlaufen. Jede, durch einen Hersteller oder andere, zusätzlich hinzu- gefügte Tasche macht den Handschuh illegal. Für eine Verletzung dieser Regel ist eine kleine Strafe auszusprechen. (c) Die maximale Breite der Torhüter-Beinschoner beträgt, an den Beinen befestigt, 30.5cm. Es ist nicht gestattet, an der Unterseite der Beinschützer vor den Schlitt- schuhen irgendein Material zu befestigen, um damit den Zwischenraum vom unte- ren Rand der Schoner bis zur Spielfläche abzudecken. Für eine Verletzung dieser Regel ist eine kleine Strafe auszusprechen. (d) Für alle Torhüter ist es vorgeschrieben einen korrekt befestigten Helm und eine Vollgesichtsschutzmaske, welcher für Hockey entworfen ist, zutragen. Alle Torhü- ter müssen einen Brustschutz tragen. Allen Torhütern wird vorgeschrieben einen Kehlschutz zu tragen. Ein Helm mit eingebautem Kehlschutz ist erlaubt. Sollte ein Torhüter eine illegale Ausrüstung verwenden oder tragen, so ist es dem Torhüter nicht erlaubt an dem Spiel teilzunehmen, bis die illegale Ausrüstung entfernt oder richtig gestellt wurde. Regel 304 – Schutzausrüstung Obwohl manche Schutzausrüstungen nicht in allen Altersklassen vorgeschrieben sind, emp- fiehlt die IIHF, dass alle Spieler in allen Altersklassen einen Zahnschutz, einen H.E.C.C. ge- prüften Helm und einen H.E.C.C. geprüften Vollgesichtsschutz für alle Spiele und Trainings tragen. 15
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (a) Jeder Spieler ist selbst verantwortlich Schutzausrüstung während allen Spielen, des Aufwärmens und des Trainings zu tragen. Empfohlene Ausrüstungsgegenstände für alle Spieler sind: Hüftschützer, gepolster- te Hockeyhosen, Tiefschutz, Brustschutz, Schulterschützer und Halsschutz. Augen- und Vollgesichtsschutz wird für alle Spieler äußerst empfohlen. Vorgeschriebene Ausrüstungsgegenstände für Spieler über 18 Jahre sind: Hockey- helm mit korrekt befestigtem Kinnband, Ellbogenschützer, Hockeyhandschuhe, Knie- und Schienbeinschützer. Ein Zahnschutz wird empfohlen. Vorgeschriebene Ausrüstungsgegenstände für Spieler unter 18 Jahre sind: Ho- ckeyhelm mit korrekt befestigtem Kinnband, Vollgesichtsschutz, Ellbogenschützer, Hockeyhandschuhe, Zahnschutz, Knie- und Schienbeinschützer. Spieler der Alters- klasse U18 müssen bei allen IIHF – Wettbewerben einen Vollgesichtsschutz tragen. Vollgesichtsschutzmasken müssen so konstruiert sein, dass weder der Puck noch eine Stockschaufel durchdringen kann. Spieler, welche 19 oder 20 Jahre alt sind, müssen ein Halbvisier tragen. Alle Schiedsrichter müssen einen Hockeyhelm mit korrekt befestigtem Kinnband, Ellbogenschützer, Knie- und Schienbeinschützer tragen. Ein Spieler der ungeprüfte Ausrüstungsgegenstände (Helm oder Gesichtsschutz), oder nicht die vorgeschriebenen Ausrüstungsgegenstände verwendet oder diese nicht in der dafür vorgesehenen Verwendung trägt, wird vom Spielfeld verwiesen und darf nicht eher zurückkehren, bis diese ausgewechselt oder richtiggestellt sind. Für die erste Verletzung eines Spielers einer Mannschaft, wird das verfehlen- de Team verwarnt. Für einen zweiten Verstoß durch irgendeinen Spieler der aus diesem Grund bereits verwarnten Mannschaft, erhält die verfehlende Mannschaft eine kleine Bankstrafe. (b) Die gesamte Schutzausrüstung, mit Ausnahme von Handschuhen, Kopfschutz und Beinschoner der Torhüter, muss vollständig unter dem Trikot getragen werden. Für eine Verletzung dieser Regel wird der Spieler vom Spielfeld verwiesen und sein Team erhält eine Warnung. Für einen zweiten Verstoß durch irgendeinen Spieler der aus diesem Grund bereits verwarnten Mannschaft, erhält die verfehlende Mannschaft eine kleine Bankstrafe. (c) Ein Spieler der seinen Helm während des Spiels verliert, muss diesen sofort wieder korrekt aufsetzen und mit dem Kinnband ordentlich befestigen, oder er darf nicht mehr am Spiel teilnehmen und muss sich auswechseln lassen. Falls ein Spieler oh- ne korrekt befestigten Helm in irgendeiner Form am Spiel teilnimmt, erhält er eine kleine Strafe. Sollte der Torhüter seinen Helm und / oder Gesichtsschutz während des Spieles verlieren, so haben die Schiedsrichter das Spiel unverzüglich zu unter- brechen. Wenn ein Torhüter während des Spielverlaufs seinen Helm und / oder Gesichtsschutz vorsätzlich entfernt, so ist gegen ihn eine kleine Strafe wegen Spielverzögerung auszusprechen. 16
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 305 – Gefährliche Ausrüstung (a) Die Verwendung von Schützern, welche aus Metall oder irgendeinem anderen Ma- terial hergestellt sind, die eine Verletzung verursachen können, ist verboten. Die Verwendung von Konturen oder Schienen, welche aus hartem oder unnach- giebigem Material hergestellt sind, ist verboten. Außer diese sind gepolstert. Ellbogenschützer, welche keinen mindestens 1,5cm dicken, weichen Überzug aus Gummi oder einem ähnlichen Material haben, werden als gefährliche Ausrüstung angesehen. (b) Ein Spieler, der während des Spieles Handschuhe trägt, deren Innenflächen ent- fernt oder ausgeschnitten wurden, um so den Stock mit den bloßen Händen halten zu können, erhält eine kleine Strafe Regel 306 – Puck / Ball (a) Pucks / Bälle sollen aus Plastik oder einem ähnlichen von der IIHF genehmigten Material hergestellt sein. Bälle sollen als nicht springende Bälle gekennzeichnet sein. Der Puck soll annähernd 2,54cm dick und 7,62cm im Durchmesser haben. Das Gewicht sollte zwischen 105 und 108g liegen. Der Ball sollte einen Durchmesser von 6,35cm bis 7cm und ein Gewicht von 50 bis 80g haben. (b) Der Puck / Ball sollte im Allgemeinen eine Farbe haben, die sich von der Farbe des Spielfeldes abhebt. (c) Bei allen Spielfeldern, bei denen die Bandenhöhe weniger als 100cm beträgt und / oder keine Schutzgläser vorhanden sind, muss ein Ball verwendet werden. Pucks dürfen nur verwendet werden, wenn die Bandenhöhe mindestens 100cm beträgt und Schutzgläser für die Zuseher vorhanden sind. Alle IIHF Meisterschaften werden mit einem Puck gespielt. Regel 307 – Spieler Trikots (a) Alle Spieler eines Teams, welche an einem IHF Spiel teilnehmen, müssen einheit- lich gekleidet sein. Die Trikots müssen langärmlig und in einheitlicher Farbe sein. Bei IIHF Meisterschaften müssen alle Spieler gepolsterte Hosen oder Trainingsho- sen tragen. (b) Jeder Spieler muss auf dem Rücken seines Trikots eine individuelle Nummer tra- gen, welche eine mindest Höhe von 20cm aufweisen muss. Die Nummern sind auf die Zahlen zwischen 0 und 99 begrenzt. 17
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (c) Gleichen sich die Farben der Trikots beider Teams derart, dass Fehlentscheidun- gen möglich sind, so liegt es in der Verantwortung des Heimteams ihre Trikotfar- ben zu wechseln, wenn sie vom Schiedsrichter dazu aufgefordert werden. Regel 308 – Vermessung von Ausrüstungsgegenständen (a) Das Vermessen von Ausrüstungsgegenständen ist auf einen Antrag pro Team in einem Spielunterbruch beschränkt. (b) Wird durch den Kapitän eines Teams bei den Schiedsrichtern eine formelle Be- schwerde hinsichtlich der Masse eines beliebigen Schlägers eingebracht, nehmen die Schiedsrichter unverzüglich die notwendigen Vermessungen vor. Ist die Be- schwerde ungerechtfertigt, erhält das Team, das die Vermessung verlangte, eine kleine Bankstrafe. Wird durch den Kapitän eines Teams bei den Schiedsrichtern eine formelle Be- schwerde hinsichtlich der Masse einer beliebigen Torhüterausrüstung eingebracht und die Vermessung längere Zeit in Anspruch nehmen, so wird diese Vermessung am Ende des ersten, zweiten oder dritten Viertels durchgeführt oder unverzüglich im vierten Viertel oder in der Verlängerung. Ist die Beschwerde ungerechtfertigt, erhält das Team, das die Vermessung verlangte, eine kleine Bankstrafe. (c) Weigert sich ein Spieler, seinen Stock oder irgendeinen Ausrüstungsgegenstand durch den Schiedsrichter vermessen zu lassen, erhält der verfehlende Spieler eine kleine plus eine Disziplinarstrafe. (d) Der Schiedsrichter ist berechtigt, von sich aus, jeden beliebigen Ausrüstungsge- genstand, der in einem Spiel verwendet wird, nachzumessen. (e) Gegen eine Mannschaft, welche nur zum Zweck der Spielverzögerung eine Ver- messung eines Ausrüstungsgegenstandes verlangt, wird eine kleine Bankstrafe ausgesprochen. (f) In der Unterbrechung nach einem erzielten Tor ist keinerlei Vermessung möglich. 18
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Abschnitt 4 – Strafen Regel 401 – Strafen (a) Alle Strafen entsprechen Netto Spielzeit und werden wie folgt eingeteilt: 1.) Kleine Strafe 2.) Kleine Bankstrafe 3.) Große Strafe 4.) Disziplinarstrafe 5.) Match Strafe 6.) Strafschuss (b) Ist das Spiel gerade unterbrochen und ein Spieler oder Mannschaftsoffizieller be- geht eine Strafe, so ist diese genauso zu ahnden, als ob das Spiel nicht unterbro- chen ist. Regel 402 – Kleine Strafen (a) Bei einer kleinen Strafe muss der fehlbare Spieler, Torhüter ausgenommen, das Spielfeld für 1,5 Minuten verlassen. Während seine Strafe abläuft, darf er nicht durch einen anderen Mitspieler auf dem Spielfeld ersetzt werden. Wenn mit Brutto Zeit gespielt wird und eine kleine Strafe oder kleine Bankstrafe während einer Un- terbrechung beendet wird, so muss der bestrafte Spieler so lange auf der Straf- bank verbleiben, bis das nachfolgende Anspiel durchgeführt wurde. (b) Bei einer kleinen Bankstrafe muss ein, vom verantwortlichen Mannschafts- Offiziellen oder durch den Kapitän bezeichneter Spieler, der Torhüter ausgenom- men, das Spielfeld für 1,5 Minuten Netto-Spielzeit verlassen. Während eine solche Strafe abläuft, darf er nicht durch einen anderen Mitspieler auf dem Spielfeld er- setzt werden. Der bezeichnete Spieler hat sich unverzüglich zur Strafbank zu be- geben, so als wäre gegen ihn eine kleine Strafe ausgesprochen worden. (c) Spielt ein Mannschaft infolge einer oder mehrerer kleiner Strafen oder kleiner Bankstrafen in „Unterzahl”, und die gegnerische Mannschaft erzielt ein Tor, so ist die erste dieser laufenden Strafen automatisch beendet. In „Unterzahl” bedeutet, dass ein Mannschaft aufgrund von Strafen gegenüber der gegnerischen Mannschaft, eine kleinere Anzahl Spieler auf der Spielfläche einsetzt. Die kleine Strafe oder kleine Bankstrafe, welche automatisch beendet ist, ist die jenige, welche die Unterzahl der Mannschaft verursacht hat. Wenn die gleiche An- zahl an Spielern beider Mannschaften Strafen verbüßt, so spielt keine Mannschaft in Unterzahl. Diese Regel wird auch angewendet, wenn ein Tor durch einen Strafschuss erzielt, oder ein Tor zugesprochen wurde. 19
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (d) Wenn die Strafen von zwei Spielern des gleichen Teams gleichzeitig ablaufen, teilt der Kapitän des bestraften Teams dem Schiedsrichter mit, welcher der beiden Spieler zuerst auf das Spielfeld zurückkehren soll. Der Schiedsrichter informiert den Strafzeitnehmer entsprechend. (e) Wird gegen den gleichen Spieler gleichzeitig eine große Strafe und eine kleine Strafe verhängt, ist zuerst die große Strafe zu verbüßen, außer die große Strafe ist zusammenfallend, in diesem Fall ist die kleine Strafe als erstes zu verbüßen. (f) Werden zusammenfallende kleine Strafen gegen Spieler beider Mannschaften aus- gesprochen, müssen sich die bestraften Spieler sofort auf die Strafbank begeben und dürfen diese erst in der ersten Unterbrechung nach Ablauf ihrer Strafzeit wie- der verlassen. Es erfolgt ein sofortiger Ersatz der bestraften Spieler auf der Spiel- fläche. Die „zusammenfallenden Strafen” verursachen keine „Unterzahl”. Sie wer- den nicht wie „aufgeschobene Strafen” behandelt. Regel 403 – Große Strafen (a) Für die erste große Strafe in jedem Spiel muss der fehlbare Spieler, Torhüter aus- genommen, das Spielfeld für 4 Minuten verlassen. Während seine Strafe abläuft, darf er nicht durch einen anderen Mitspieler auf dem Spielfeld ersetzt werden. (b) Für die zweite große Strafe in demselben Spiel, gegen denselben Spieler oder Tor- hüter wird zusätzlich zu der großen Strafe eine Spieldauerdisziplinarstrafe ausge- sprochen. Diese Spieldauerdisziplinarstrafe ist an Stelle jeder anderen notwendigen Spieldauerdisziplinarstrafen auszusprechen. Ein Spieler der fehlbaren Mannschaft hat sofort auf der Strafbank platz zunehmen, um die große Strafe zu verbüßen. (c) Werden zusammenfallende große Strafen oder zusammenfallende Strafen inklusive großer Strafen gleicher Länge gegen Spieler beider Mannschaften ausgesprochen, müssen sich die bestraften Spieler sofort auf die Strafbank begeben und dürfen diese erst in der ersten Unterbrechung nach Ablauf ihrer Strafzeit wieder verlas- sen. Es erfolgt ein sofortiger Ersatz der bestraften Spieler auf der Spielfläche. Die „zusammenfallenden Strafen” verursachen keine „Unterzahl”. Sie werden nicht wie „aufgeschobene Strafen” behandelt. Sollte es notwendig sein einen Spieler zu bestimmen, welcher eine aufgeschobene Strafe zu verbüßen hat (Regel – 408), so steht es der Mannschaft frei diesen Spie- ler zu bestimmen (in Anlehnung an Regel – 402). 20
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (d) Werden zusammenfallende Strafen gleicher Länge (jede inklusive einer großen Strafe) gegen einen Spieler jeder Mannschaft ausgesprochen, müssen sich die be- straften Spieler sofort auf die Strafbank begeben und dürfen diese erst in der ers- ten Unterbrechung nach Ablauf ihrer jeweiligen Strafen verlassen. Die Strafen, welche den Unterschied in der totalen Strafzeit ausmachen, werden von den bestraften Spielern als erstes verbüßt. Es erfolgt ein sofortiger Ersatz für die großen Strafen jedes Spielers. Regel 404 – Disziplinarstrafen (a) Für eine Disziplinarstrafe muss der fehlbare Spieler, Torhüter ausgenommen, das Spielfeld für zehn Minuten verlassen. Der bestrafte Spieler kann auf dem Spielfeld sofort durch einen Mitspieler ersetzt werden. Ein Spieler, dessen Disziplinarstrafe beendet ist, muss bis zum nächsten Spielunterbruch auf der Strafbank verbleiben. Erhält ein Spieler zur selben Zeit eine kleine oder eine große Strafe plus einer Dis- ziplinarstrafe, Spieldauerdisziplinarstrafe oder schwere Disziplinarstrafe, so hat die bestrafte Mannschaft sofort einen zusätzlichen nicht bestraften Spieler, Torhüter ausgenommen, auf die Strafbank zu schicken. Dieser Spieler darf dich gewechselt werden. Außer wenn diese kleine oder große Strafe unter die zusammenfallenden Strafen in den Regeln – 402 und 403 fällt. Jede Verletzung dieser Bestimmung wird als unkorrekter Wechsel unter Regel – 205 behandelt. Wird gegen einen Spieler in einem Spiel eine zweite Disziplinarstrafe ausgespro- chen, so erhält dieser Spieler automatisch eine Spieldauerdisziplinarstrafe. (b) Für eine Spieldauerdisziplinarstrafe wird der fehlbare Spieler, für den Rest der Spielzeit ausgeschlossen und von der Spielfläche verwiesen. Ein so bestrafter Spie- ler kann auf dem Spielfeld sofort durch einen anderen Mitspieler ersetzt werden. (c) Für alle Spieldauerdisziplinarstrafen erstellen die Schiedsrichter, unmittelbar nach dem Spielende, eine Meldung, inklusive aller Umstände, an die zuständige Instanz. Die zuständige Instanz ist berechtigt nachträglich noch eine Sperre auszusprechen. Für jede Spieldauerdisziplinarstrafe werden dem fehlbaren Spieler 10 Minuten im Spielbericht eingetragen. Ohne Rücksicht darauf, wann diese Spieldauerdisziplinar- strafe ausgesprochen wurde. (d) Einem Mannschaftsoffiziellen, gegen den eine Spieldauerdisziplinarstrafe ausge- sprochen wurde, ist es nicht gestattet in der Nähe seiner Spielerbank zu sitzen noch darf er auf keine Art und Weise versuchen seiner Mannschaft Anweisungen zu erteilen. 21
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 405 – Matchstrafen (a) Für eine Matchstrafe wird der fehlbare Spieler, für den Rest der Spielzeit ausge- schlossen und wird sofort in die Umkleidekabine geschickt. Die bestrafte Mann- schaft hat sofort einen anderen nicht bestraften Spieler, Torhüter ausgenommen, welcher nicht ausgewechselt werden darf, auf die Strafbank zu schicken, welcher die 4 Minuten für den bestraften Spieler verbüßt. Außer ein sofortiger Ersatz ist, wie in den Regeln 403 und 405 beschrieben, durch zusammenfallende Strafen er- laubt. Dieser Spieler hat auch alle weiteren kleinen oder großen Strafen des bestraften Spielers zu verbüßen. Außer er kann sofort durch einen Mitspieler, wie in den Re- geln – 402 und 403 beschrieben, ersetzt werden. Für alle Matchstrafen erstellen die Schiedsrichter, unmittelbar nach Spielende, eine Meldung, inklusive aller Umstände, an die zuständige Instanz. Die zuständige In- stanz ist berechtigt nachträglich noch eine Sperre auszusprechen. Für jede Matchstrafe werden dem fehlbaren Spieler 10 Minuten im Spielbericht eingetragen. Ohne Rücksicht darauf, wann diese Matchstrafe ausgesprochen wur- de. (b) Werden gegen einen oder mehrere Spieler beider Mannschaften zusammenfallen- de Matchstrafen oder zusammenfallende große Strafen plus Matchstrafen ausge- sprochen, kommt Regel – 403 in Hinsicht auf das Ersetzen von mit großen Strafen bestrafte Spieler zur Anwendung. (c) Ein Spieler, gegen den eine Matchstrafe ausgesprochen wurde ist, bis zur Klärung seines Falls durch die zuständigen Instanzen, von allen Spielen oder Trainings sus- pendiert. Eine obligatorische Anhörung hat innerhalb von 30 Tagen nach dem Vorfall statt zu finden, um den Vorfall und weitere Disziplinarmaßnahmen zu beschließen. Soll- te es der zuständigen Instanzen nicht möglich sein diese Anhörung innerhalb von 30 Tagen abzuhalten, endet die Suspendierung automatisch nach diesen 30 Ta- gen. (d) Einem Mannschaftsoffiziellen, gegen den eine Spieldauerdisziplinarstrafe ausge- sprochen wurde, ist es nicht gestattet in der Nähe seiner Spielerbank zu sitzen noch darf er auf keine Art und Weise versuchen seiner Mannschaft Anweisungen zu erteilen. 22
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 Regel 406 – Strafschuss (a) Der Schiedsrichter veranlasst, dass Name und Nummer des Spielers, welcher den Strafschuss ausführt, durch den Stadionsprecher benannt werden und platziert an- schließend den Puck / Ball am Anspielpunkt in der Mitte. Auf das entsprechende Zeichen des Schiedsrichters, führt der Spieler den Puck / Ball in Richtung der geg- nerischen Torlinie und versucht ein Tor zu erzielen. Sobald der Spieler den Puck / Ball einmal berührt hat, muss er ihn immer in Bewegung Richtung Tor halten. Die Aktion ist beendet, sobald der Puck / Ball einmal geschossen wurde. Es kann kein Tor mit irgendeinem Nachschuss erzielt werden, oder wenn der Puck / Ball die Torlinie einmal überquert hat. Nur einem Spieler, welcher als Torhüter, Ersatztorhüter oder temporärer Torhüter ernannt ist, ist es gestattet das Tor gegen einen Strafschuss zu verteidigen. (b) Der Torhüter muss in seinem Torraum bleiben, bis der den Strafschuss ausführen- de Spieler den Puck erstmals berührt hat. Verlässt der Torhüter beim Strafschuss seinen Torraum bevor der Spieler den Puck berührt hat, oder begeht der Torhüter irgendeinen anderen Regelverstoß, lässt der Schiedsrichter den Strafschuss aus- führen. Misslingt der Strafschuss, darf er wiederholt werden. Der Torhüter darf versuchen, den Schuss auf irgendeine Art abzuwehren, das Werfen seines Stockes oder irgendeines Gegenstandes ist verboten. Bei diesem Verstoß wird ein Tor zu- gesprochen. (c) Die Schiedsrichter haben den Spieler, gegen den der Regelverstoß begangen wur- de, als den Strafschuss ausführenden Spieler zu bestimmen, wenn der Regelver- stoß unter: 1.) Regel – 609 Absichtliches verschieben des Tors oder Abnehmen des Helms / Gesichtsschutzes während eines plötzlichen Gegenangriffs 2.) Regel – 609 Spielverzögerung 3.) Regel – 625 unkorrekter Spielerwechsel 4.) Regel – 636 Werfen des Stockes 5.) Regel – 639 Foul von hinten Wird der Strafschuss wegen eines Vergehens gegen Regel – 612 Fallen auf den Puck / Ball im Torraum oder gegen Regel – 616 Aufheben des Pucks / Balls aus dem Torraum, ausgesprochen, so hat der Kapitän der sich nicht verfehlenden Mannschaft die Möglichkeit einen Spieler, welcher sich zu dem Zeitpunkt des Ver- gehens auf der Spielfläche befand, auszuwählen, welcher den Strafschuss durch- führt. Er hat seine Entscheidung den Schiedsrichtern mitzuteilen und diese kann nicht mehr geändert werden. Ist es dem Spieler, der von den Schiedsrichtern bestimmt wurde den Strafschuss auszuführen, aufgrund einer Verletzung nicht möglich den Strafschuss auszufüh- ren, so hat der Kapitän der sich nicht verfehlenden Mannschaft die Möglichkeit ei- nen Spieler, welcher sich zu dem Zeitpunkt des Vergehens auf der Spielfläche be- fand, auszuwählen, welcher den Strafschuss durchführt. Er hat seine Entscheidung den Schiedsrichtern mitzuteilen und diese kann nicht mehr geändert werden. 23
InLine Hockey Regelbuch 2005 – 2007 (d) Wenn ein Spieler, dem ein Strafschuss zugesprochen wird, seinerseits ein Verge- hen, bevor oder nachdem ihm der Strafschuss zugesprochen wurde, begeht, so ist es ihm erlaubt zuerst den Strafschuss auszuführen und sich anschließend auf die Strafbank zu begeben. Außer wenn gegen ihn eine Spieldauerdisziplinar- oder Matchstrafe ausgesprochen wird. In diesem Fall hat der Kapitän die Möglichkeit ei- nen Spieler, welcher sich zu dem Zeitpunkt des Vergehens auf der Spielfläche be- fand, auszuwählen, welcher den Strafschuss durchführt. Hat der Torhüter der verfehlenden Mannschaft zu dem Zeitpunkt des Vergehens das Spielfeld für einen anderen Feldspieler verlassen, so ist es ihm erlaubt auf das Spielfeld zurückzukehren, bevor der Strafschuss durchgeführt wird. (e) Wenn ein Strafschuss ausgeführt wird, müssen sich alle Spieler, den am Straf- schuss teilnehmenden Spielern ausgenommen, auf ihre jeweiligen Spielerbänke zu- rückziehen. (f) Wenn ein Spieler des bestraften Teams den Spieler der den Strafschuss ausführt behindert oder ablenkt, wird ein Tor zugesprochen. (g) Wurde ein Tor erzielt, findet das Anspiel in der Mitte der Spielfläche statt. Wurde kein Tor erzielt, findet das Anspiel an einem der beiden Anspielpunkte in der End- zone statt, dort wo der Strafschuss ausgeführt wurde. (h) Unabhängig davon, ob ein Tor erzielt wurde oder nicht, wenn die Strafe wegen der der Strafschuss ausgesprochen wurde eine: 1.) Große, Match- oder Disziplinarstrafe nach sich zieht, so ist diese Strafe zu- sätzlich zu dem Strafschuss auszusprechen. 2.) Kleine oder kleine Bankstrafe nach sich zieht, so ist diese Strafe nicht auszu- sprechen. (i) Wurde das Vergehen wegen dem der Strafschuss ausgesprochen wurde während der Spielzeit begangen, so ist dieser in der nächsten Unterbrechung auszuführen. Die Zeit die für das Ausführen eines Strafschusses benötigt wird, wird nicht der Spielzeit angerechnet. Regel 407 – Strafen gegen Torhüter (a) Ein Torhüter kann für ein Vergehen, welches eine kleine, große oder Disziplinar- strafe nach sich zieht nicht auf die Strafbank gehen. Stattdessen wir seine Strafe von einem Mitspieler verbüßt, welcher sich zum Zeitpunkt des Vergehens auf dem Spielfeld befand. Dieser Spieler wird vom Trainer benannt und kann nicht ausge- wechselt werden. (b) Wenn gegen einen Torhüter eine Spieldauerdisziplinarstrafe ausgesprochen wird, wird seine Position von einem Mitspieler, Ersatz- oder temporären Torhüter über- nommen. Einem solchen Spieler ist es erlaubt die vollständige Ausrüstung des Torhüters zu verwenden. 24
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