Essentials jesus-nachfolge konkret - Campus Connect
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
IMPRESSUM Campus Connect ist ein Arbeitsbereich von Campus für Christus © 2018 Campus für Chrisus e.V. – Alle Rechte vorbehalten Herausgeber: Campus für Christus e.V. Deutschland Campus für Christus e.V. Am Unteren Rain 2 35394 Gießen uniD@campus-d.de Gestaltung: Campus für Christus Fragen und Anregungen: Max.Richter@campus-d.de Dieses Dokument darf für den eigenen Gebrauch so oft wie nötig ausgedruckt werden. Inhalte und Gestaltung dürfen nicht ohne Zustimmung geändert werden.
inhalt ESSENTIAL 1: Berufung 3 ESSENTIAL 2: Sicher 5 ESSENTIAL 3: Leben im Licht 7 ESSENTIAL 4: Wer ist der Heilige Geist? 9 ESSENTIAL 5: Vom Geist erfülltes Leben 11 ESSENTIAL 6: Im Geist leben 13 ESSENTIAL 7: Der letzte Wille 15 ESSENTIAL 8: Neue Identität 17 ESSENTIAL 9: Empfehlung 19 ESSENTIAl 10: Gottes Wort 21 ESSENTIAL 11: Reinheit 23 ESSENTIAL 12: Gebet 25 ESSENTIAL 13: Gemeinschaft 28 Bibelübersetzung "Gute Nachricht Bibel" - Foto Cover: Istock © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 3
BERUFUNG
essentials 1
Willkommen! Schön, dass du da bist! Warum machst du mit? Was sind deine
Erwartungen?
INTRO
„Essentials“ soll dir helfen, von den Anfängen der weltweiten Jesus-Bewegung
für deine ganz alltägliche Jesus-Nachfolge zu lernen. Mit Gott zu leben und für
Jesus Zeuge zu sein. Ziel ist es nicht, deinen Kopf mit Infos zu füllen, sondern
Gott immer mehr von deinem Herzen zu geben. So hat Jesus das vor 2.000
Jahren mit den Männern und Frauen gemacht, mit denen er die Welt verän-
derte. Seine Berufung gilt auch für uns: „Kommt, folgt mir nach. Ich will euch
zu Menschenfischern werden lassen.“ (Markus 1,17)
LIES MATTHÄUS 4,18-22
Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder: Simon – bekannt
:
unter dem Namen Petrus – und Andreas. Sie warfen gerade ihr Netz aus, denn
sie waren Fischer. Jesus sagte zu ihnen: „Kommt, folgt mir! Ich mache euch zu
Menschenfischern.“ Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als
Jesus von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn von
Zebedäus, und seinen Bruder Johannes. Sie waren mit ihrem Vater im Boot
und richteten die Netze her. Jesus rief sie und sofort verließen sie das Boot
und ihren Vater und folgten ihm.
- Was taten diese vier Fischer, als Jesus sie traf? Was passierte danach?
- Warum denkst du, waren sie bereit, ihre Alltagsarbeiten zu stoppen und
Jesus nachzufolgen? (schau auch in die Verse 12-17)
- Warum hast du begonnen, Jesus zu folgen? Wie hat das deine normalen
Aktivitäten beeinflusst?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 4- Welche Erfahrungen hast du damit gemacht, Jesus an der Uni nachzufolgen? - Was hat Jesus den Fischern versprochen? Was bedeutet das? Was können wir davon lernen? - Welche Erfahrung hast du mit „Menschenfischen“ gemacht? WAHR ODER FALSCH? Wenn wir nicht fischen, folgen wir Jesus nicht nach. GEBET Entscheide dich dafür, auch im Studium ganze Sache mit Jesus zu machen und ihn über alles andere zu stellen. Bitte ihn, dir zu helfen, das Tag für Tag zu le- ben. Und bitte ihn um Klarheit, wie das praktisch aussehen soll. CHALLENGE Lade diese Woche noch jemanden zu euren Treffen ein. TIEFER GRABEN Finde mehr über den Hintergrund der ersten Jünger heraus. - Wie alt waren sie? - Was bedeutete es ihnen, Jesus nachzufolgen? - Was bedeutete es für ihre „Karriere“? - Wie starben sie? © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 5
SICHER?
essentials 2
Was war deine Aufgabe für die letzte Woche? Wie ging es dir damit?
INTRO
Was denkst du, macht jemanden zu einem Nachfolger von Jesus?
Wenn du eine Skala von 1-10 zur Verfügung hättest, wie sicher bist du, dass
du ein Kind Gottes bist und ewig mit ihm zusammen sein wirst? (1 = gar nicht
sicher, 10 = völlig sicher)
Erzähle den anderen in 2-3 Minuten, wie du ein Jesus-Nachfolger geworden
bist.
LIES 1. JOHANNES 5,9-13 (2X!)
:
Wenn wir schon die Zeugenaussage von Menschen annehmen, dann hat die
Zeugenaussage Gottes noch viel mehr Gewicht. Es ist die Aussage, mit der Gott
für seinen Sohn eingetreten ist. Wer den Sohn Gottes anerkennt, trägt dieses
Zeugnis in seinem Herzen. Wer Gott nicht glaubt, macht ihn zum Lügner; denn
er verwirft die Aussage, die Gott über seinen Sohn gemacht hat. Diese besagt:
Gott hat uns ewiges Leben gegeben, und wir erhalten dieses Leben durch sei-
nen Sohn. Wer den Sohn Gottes hat, hat auch das Leben. Wer aber den Sohn
nicht hat, hat auch das Leben nicht.
Ich habe euch diesen Brief geschrieben, damit euch aufs Neue bewusst wird:
Ihr habt das ewige Leben, so gewiss ihr euch zu seinem Sohn Jesus Christus
bekennt.
- Was will Johannes bei seinen Lesern erreichen (V.13)?
- Worauf weist Johannes hin, damit sie dies „wissen“ können (V.9-10)?
- Was ist der Unterschied zwischen Zeugenaussagen Gottes und solchen von
Menschen?
- Wie leicht fällt es dir, Gottes Zeugenaussagen zu vertrauen?
- Was ist der Schlüssel, um ewiges Leben zu bekommen? Was heißt es, „den
Sohn zu haben“ (V.12)?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 6- Wann beginnt deiner Meinung nach „ewiges Leben“? (Lies dazu Johannes 17,3.) - Wenn du diese Verse liest, wo siehst du dich selbst? Wie kannst du dir sicher sein? Übrigens: Dieser Abschnitt betont Gottes Zeugenaussage, sein Wort, sein Versprechen in Christus als Grund unserer Sicherheit. Johannes zeigt in sei- nem ersten Brief noch andere Gründe auf, warum wir sicher sein können: die Gegenwart des Heiligen Geistes in uns (1. Johannes 4,13), unseren Gehorsam gegenüber Gott (1. Johannes 2,3) und unsere Liebe untereinander (1. Johannes 3,14). WAHR ODER FALSCH? Wenn du ein echter Christ bist, wirst du dich auch immer so fühlen. GEBET Bitte Gott, dir eine tiefes Vertrauen in seine Güte, seine Liebe und seine Ver- sprechen zu geben. Betet füreinander. CHALLENGE Bete um „offene Türen“ für Gottes Wort (Kolosser 4,2-4) und erzähle in dieser Woche mindestens drei Leuten, dass du Jesus nachfolgst. TIEFER GRABEN Lies mehr darüber, was uns Zuversicht in der Beziehung zu Gott gibt: 1) Unser Vertrauen in die Autorität von Gottes Wort und seine Verheißungen. (2. Timotheus 3,16-17) 2) Der Heilige Geist in uns versichert uns, dass wir Gottes Kinder sind. (Römer 8,15-17) 3) Je länger wir mit Jesus leben, desto mehr Veränderungen werden in unserem Leben sichtbar. (Galater 5,22-23) © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 7
LEBEN IM LICHT
essentials 3
Wem konntest du erzählen, dass du Jesus nachfolgst? Wie haben deine Ge-
sprächspartner reagiert?
INTRO
Wenn du merkst, dass du etwas falsch gemacht hast, wie reagierst du dann?
Jeder macht Fehler. Mit Jesus hast du die Chance, der Wahrheit ins Auge zu se-
hen; es zuzugeben, Vergebung zu erfahren und die Sache wieder in Ordnung zu
bringen. Das ist besonders nötig, wenn es um Freundschaften und Beziehungen
geht. Also eigentlich immer.
LIES 1. JOHANNES 1,5–2,2
: Von ihm, Jesus Christus, dem offenbar gewordenen Wort, haben wir die Bot-
schaft gehört, die wir euch weitersagen: Gott ist Licht, in ihm gibt es keine Spur
von Finsternis. Wenn wir behaupten: „Wir haben Gemeinschaft mit Gott“, und
gleichzeitig im Dunkeln leben, dann lügen wir und gehorchen nicht der Wahr-
heit. Leben wir aber im Licht, so wie Gott im Licht ist, dann haben wir Gemein-
schaft untereinander, und das Blut, das Jesus, sein Sohn, für uns vergossen hat,
reinigt uns von jeder Schuld.
Wenn wir behaupten: „Wir sind ohne Schuld“, betrügen wir uns selbst und die
Wahrheit lebt nicht in uns. Wenn wir aber unsere Verfehlungen eingestehen,
können wir damit rechnen, dass Gott treu und gerecht ist: Er wird uns dann
unsere Verfehlungen vergeben und uns von aller Schuld reinigen. Wenn wir be-
haupten: „Seit wir Christen sind, haben wir nie mehr Unrecht getan“, machen
wir Gott zum Lügner und sein Wort lebt nicht in uns.
Meine lieben Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr kein Unrecht tut. Sollte
aber jemand schuldig werden, so haben wir einen, der beim Vater für uns ein-
tritt: Jesus Christus, den Gerechten, der ohne Schuld ist. Durch seinen Tod hat
er Sühne für unsere Schuld geleistet, ja sogar für die Schuld der ganzen Welt.
- Wie würdest du „Leben im Licht“ und „Leben in Finsternis“ mit eigenen Wor-
ten erklären?
- Wie wird unsere Beziehung zu Gott von unserem Lebensstil beeinflusst?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 8- Welche verschiedenen „Forderungen“ werden hier angesprochen? Was sind die Folgen dieser Forderungen? - Was ist die richtige Reaktion auf Sünde in unserem Leben? Wozu führt die- se Reaktion? (Übrigens: „Bekennen“ heißt wörtlich zustimmen, zu etwas ja sagen.) - Was ist die Grundlage unserer Vergebung (2,1-2)? Wie können wir sicher sein, dass das Beschriebene bei uns passiert ist? - Was lernst du darüber, was Jesus jetzt gerade tut (2,1)? Wie geht es dir damit? - Heißt „im Licht leben“, niemals zu sündigen? Warum? Bzw. warum nicht? - Wie oft ist es sinnvoll für uns, vor Gott unsere Sünden zu bekennen? WAHR ODER FALSCH? Was du nicht bekannt hast, wird dir nicht vergeben! GEBET Nimm dir jetzt Zeit, den Heiligen Geist zu bitten, dich auf eine Sünde in dei- nem Leben hinzuweisen, an der er arbeiten will. Schreibe auf, was dir an kon- kreten Sünden bewusst wird. Denke daran: Die allgemeinen Anschuldigungen Satans bringen nur Schuldgefühle. Gottes Geist dagegen fordert dich heraus, eine ganz konkrete Sünde anzugehen. (Bekenne z.B. eine konkrete egoistische Einstellung, aber weise zurück, was dich pauschal als „Egoist“ anklagen will.) Als ein Zeichen schreibe 1. Johannes 1,9 über deine Liste und dann vernich- te sie (siehe Kolosser 2,14)! Danke Gott für seine Vergebung. Wenn du Jesus vertraust, sind deine Sünden vergeben. Jesus hat für alles am Kreuz bezahlt (1. Petrus 3,18-19). Deine ewige Beziehung mit Gott ist sicher. Aber Sünde trübt deine tägliche Freundschaft mit Gott. Wenn du Sünde bekennst, sobald du sie bemerkst, kannst du in Freundschaft mit Gott leben und seine Liebe und Ver- gebung fortwährend erleben. CHALLENGE Präge dir 1. Johannes 1,9 bis nächste Woche ein. TIEFER GRABEN Lies Hebräer 9 und 10. Was lernst du dort über die Taten von Jesus? Was steht hier über Gottes Vergebung? © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 9
WER IST DER
essentials 4
HEILIGE GEIST?
Kannst du sagen, was in 1. Johannes 1,9 steht? Wie läuft’s bei dir mit persön-
lichen Gesprächen über Jesus? Was sind die häufigsten Fragen, die andere dir
über den Glauben stellen?
INTRO
Was verstehst du unter dem Heiligen Geist? Welche Gedanken kommen dir?
Welche Erfahrungen hast du schon mit dem Heiligen Geist gemacht?
LIES JOHANNES 14,15-21
: Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote befolgen. Und ich werde den
Vater bitten, dass er euch an meiner Stelle einen anderen Helfer gibt, der für
immer bei euch bleibt, den Geist der Wahrheit. Die Welt kann ihn nicht be-
kommen, weil sie ihn nicht sehen kann und nichts von ihm versteht. Aber ihr
kennt ihn, denn er wird bei euch bleiben und in euch leben. Ich lasse euch
nicht wie Waisenkinder allein; ich komme wieder zu euch. Es dauert noch eine
kurze Zeit, dann wird die Welt mich nicht mehr sehen. Aber ihr werdet mich
dann sehen, und ihr werdet leben, weil ich lebe. Wenn dieser Tag kommt, wer-
det ihr erkennen, dass ich in meinem Vater lebe und dass ihr in mir lebt und ich
in euch. Wer meine Gebote annimmt und sie befolgt, der liebt mich wirklich.
Und wer mich liebt, den wird mein Vater lieben. Auch ich werde ihn lieben und
ihm meine Herrlichkeit offenbaren.
Beachte: Jesus trifft seine Jünger das letzte Mal vor seinem Tod.
- Was lehrt Jesus über die Identität und den Charakter des Heiligen Geistes?
Das griechische Wort für „Beistand“ (Parakletos) kann den Sinn von „Anwalt“,
„Helfer“ oder „Tröster” bzw. „Ermahner“ haben. Wortwörtlich steht hier sogar
„ein anderer Beistand der genau gleichen Art“ (V.16). Mit anderen Worten: Der
Heilige Geist repräsentiert Jesus perfekt und ist hundertprozentig Gott, wie
Jesus auch.
- Was verspricht Jesus, was der Geist tun wird?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 10- Was meint Jesus, als er sagt: „Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen“
(V.18)?
- Wie werden sich die Jünger gefühlt haben, nachdem sie das gehört haben?
Warum?
- Welche Auswirkungen hat die Anwesenheit des Heiligen Geistes in uns auf …
a) unsere Bestrebungen, Gott gehorsam zu sein?
b) das Mitteilen unseres Glaubens?
c) unseren Umgang mit Schwierigkeiten?
Ein Leben als Christ, wie Jesus es sich vorstellt, kann man nicht aus eigener
Kraft leben. Das funktioniert nicht. Die einzige Möglichkeit ist, dass Jesus uns
verändert, uns die nötige Kraft gibt und die Regie über jeden Bereich unseres
Lebens übernimmt. Das tut er durch den Heiligen Geist.
WAHR ODER FALSCH?
Wir können nichts wirklich Bedeutungsvolles ohne den Heiligen Geist tun.
GEBET
Danke Gott, dass er (dir) den Heiligen Geist gegeben hat. Bitte ihn, dass er dir
hilft, den Heiligen Geist in deinem Leben zunehmend zu verstehen und zu erle-
ben. Betet zu zweit.
CHALLENGE
Lies das Heft „Erfüllt?!“ (info@campus-connect.de)
TIEFER GRABEN
Lies den Rest von Johannes 14-16. Was erklärt Jesus noch über den Heiligen
Geist?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 11VOM GEIST
essentials 5
ERFÜLLTES LEBEN
Was hast du in Johannes 14-16 noch über den Heiligen Geist gelernt?
Wie läuft es mit deinen persönlichen Gesprächen über Jesus? Was war gut? Wo
gibt es Schwierigkeiten?
INTRO
Was sind deine Erfahrungen beim Versuch, als Christ zu leben?
Für uns Christen ist klar, dass wir nicht einfach in die Hände spucken und dann
leben können, wie Gott es sich wünscht. Wir brauchen Gottes Hilfe dafür.
Sein Geist muss uns von innen heraus verändern. Jeder Christ hat den Heiligen
Geist, aber nicht alle vertrauen sich ihm an, um verändert zu werden.
LIES EPHESER 5,8-20
: Auch ihr gehörtet einst zur Finsternis, ja, ihr wart selbst Finsternis, aber jetzt
seid ihr Licht, weil ihr mit dem Herrn verbunden seid. Lebt nun auch als Men-
schen des Lichts. Aus dem Licht erwächst als Frucht jede Art von Güte, Recht-
schaffenheit und Treue. Fragt immer, was dem Herrn gefällt! Beteiligt euch nicht
an dem finsteren Treiben, das keine Frucht hervorbringt. Im Gegenteil, deckt
es auf! Man muss sich schämen, auch nur zu nennen, was manche heimlich
tun. Wenn es aber vom Licht, das ihr ausstrahlt, aufgedeckt wird, kommt es ans
Licht. Und was ans Licht kommt, wird selbst Licht. Darum singen wir: „Wach
auf, du Schläfer! Steh auf vom Tod! Und Christus, deine Sonne, geht für dich
auf.“ Darum achtet genau auf eure Lebensweise! Lebt nicht wie Unwissende,
sondern wie Menschen, die wissen, worauf es ankommt. Nutzt die Zeit; denn
wir leben in einer bösen Welt. Seid also nicht uneinsichtig, sondern begreift,
was der Herr von euch erwartet. Betrinkt euch nicht; denn zu viel Wein ver-
führt zu einem liederlichen Lebenswandel. Lasst euch lieber vom Geist Gottes
erfüllen! Ermuntert einander mit Psalmen und Lobliedern, wie der Geist sie
euch eingibt. Singt und spielt Christus, dem Herrn, von ganzem Herzen. Dankt
Gott, dem Vater, zu jeder Zeit für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus.
Paulus erinnert die Christen in Ephesus daran, wie toll das neue Leben ist, das
sie durch Jesus haben. Dann wird er ganz praktisch, wie man sein Leben als
Antwort auf dieses Geschenk leben kann.
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 12- Zu welchem Lebensstil ermutigt Paulus die Epheser (V.8-17)? - Warum bringt Paulus dabei den Heiligen Geist ins Spiel? - Warum benutzt er den Vergleich zwischen Betrunkenheit und Erfüllung durch den Heiligen Geist? - Welche Auswirkungen hat es, mit Heiligem Geist erfüllt zu sein? Welche Verben werden dafür gebraucht? Worauf können wir anhand dieser Verben schließen? - Was lernen wir aus diesem Abschnitt über das Erfülltsein mit dem Heiligen Geist? - Erinnerst du dich an das Bild des „geistlichen Atmens“ aus dem „Er- füllt?!“-Heft? Wie ging das? Ausatmen: Gestehe Gott ein, was du falsch gemacht hast, sobald es dir bewusst wird. Einatmen: Vertraue dich wieder bewusst Gottes Leitung an und vertraue, dass sein Geist dich erfüllt. Du kannst jederzeit „geistlich atmen“. Wir werden uns danach nicht immer an- ders fühlen. Aber obwohl Gefühle wichtig sind, definieren sie nicht immer, was wahr ist. Daher ist es weise, Gott auch zu vertrauen, wenn die Gefühle noch nicht „nachkommen“. (Vgl. das Zug-Beispiel im Erfüllt?!-Heft.) WAHR ODER FALSCH? Das Leben als Christ ist automatisch geisterfüllt. GEBET Nimm dir jetzt Zeit, um über einige der folgenden Fragen nachzudenken: Will ich mich wirklich voll und ganz Gott und seiner Leitung hingeben? Bin ich bereit, vor Gott einzugestehen, wo ich gegen seine Vorstellungen gelebt habe und mich von diesen Einstellungen, Gedanken und Taten abzuwenden? Bin ich bereit, mich vom Geist Gottes führen und bevollmächtigen zu lassen? Vertraue ich Gott, dass er mich mit seinem Geist füllt, wie er es versprochen hat (1. Jo- honnes 5,14-15)? Wenn du zu diesen Punkten Ja sagen kannst, bitte Gott jetzt, dich mit seinem Geist zu erfüllen. CHALLENGE Nimm dir vor, das „geistliche Atmen“ regelmäßig in der nächsten Woche zu praktizieren. Beobachte, wie du dich veränderst, wenn du dich permanent ehr- lich unter Gottes Leitung stellst. TIEFER GRABEN Lies Hesekiel 47,1-12 und Johannes 7,37-39. Was ist die Verbindung zwischen beiden Abschnitten? Was lernst du über das vom Geist erfüllte Leben? © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 13
IM GEIST LEBEN
essentials 6
Welche Erfahrungen hast du mit „geistlichem Atmen“ gemacht?
Wie geht es dir mit deinen Gesprächen über Jesus? Was hast du dabei in letzter
Zeit gelernt?
INTRO
Was bedeutet es, mit dem Heiligen Geist erfüllt zu sein?
Was ist der Unterschied zwischen „den Heiligen Geist haben“ und „erfüllt sein
mit dem Heiligen Geist“?
Letztes Mal haben wir über „geistliches Atmen“ gesprochen und wie wir Jesus
vertrauen und näher sein können. Jesus folgen hat immer Folgen! Leben unter
seiner Regie wird dein Leben verändern. Darum geht’s heute.
LIES GALATER 5,16-26
:
Ich will damit sagen: Lebt aus der Kraft, die der Geist Gottes gibt; dann müsst
ihr nicht euren selbstsüchtigen Wünschen folgen. Die menschliche Selbstsucht
kämpft gegen den Geist Gottes und der Geist Gottes gegen die menschliche
Selbstsucht: Die beiden liegen im Streit miteinander, sodass ihr von euch aus
das Gute nicht tun könnt, das ihr doch eigentlich wollt. Wenn ihr euch aber
vom Geist Gottes führen lasst, dann steht ihr nicht mehr unter dem Gesetz, das
euch diesem Widerspruch ausliefert.
Was die menschliche Selbstsucht hervorbringt, ist offenkundig, nämlich: Un-
zucht, Verdorbenheit und Ausschweifung, Götzenanbetung und magische
Praktiken, Feindschaft, Streit und Rivalität, Wutausbrüche, Intrigen, Uneinigkeit
und Spaltungen, Neid, Trunk- und Fresssucht und noch vieles dergleichen. Ich
warne euch, wie ich es schon früher getan habe: Menschen, die solche Din-
ge tun, werden nicht erben, was Gott versprochen hat; für sie ist kein Platz in
Gottes neuer Welt. Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von
Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit
und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung. Gegen all dies hat
das Gesetz nichts einzuwenden.
Menschen, die zu Jesus Christus gehören, haben ja doch ihre selbstsüchtige
Natur mit allen Leidenschaften und Begierden ans Kreuz genagelt. Wenn wir
nun durch Gottes Geist ein neues Leben haben, dann wollen wir auch aus die-
sem Geist unser Leben führen. Wir wollen nicht mit unseren vermeintlichen
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 14Vorzügen voreinander großtun, uns damit gegenseitig herausfordern oder ein- ander beneiden. - Wozu ermahnt Paulus die Gläubigen (V.16)? Was denkst du, meint er damit? - Was verstehst du unter „selbstsüchtigen Wünschen“ (V.16)? - Wie würdest du das Verhältnis zwischen Geist und menschlicher Selbstsucht beschreiben? - Welche Erfahrungen hast du mit diesem Spannungsfeld in deinem Leben gemacht? - Wie beeinflussen der Geist und die menschliche Natur unser Leben (die Be- ziehung zu Gott und anderen)? - Wie hilft uns die Metapher der „Frucht“ (V.22) zu verstehen, wie der Geist an uns wirkt? - Was denkst du, heißt es, sich auf Schritt und Tritt von diesem Geist bestim- men zu lassen (V.25)? - Wie würdest du zusammenfassen, was du über den Heiligen Geist gelernt hast? WAHR ODER FALSCH? Frucht hervorbringen ist harte Arbeit. GEBET Schaut euch zu zweit die Früchte an, die in Galater 5 aufgelistet sind. Welche Frucht ist bei dir noch Mangelware? Bittet Gott, euch zu helfen und durch den Hei- ligen Geist mehr Frucht (Gottes Wesen und Charakter) in eurem Leben zu sehen. CHALLENGE Überlege, in welchen Bereichen deines Lebens du am meisten versucht bist, „selbstsüchtigen Wünschen“ nachzugeben. Triff dich in dieser Woche mit einem Freund, dem du vertraust. Betet zusammen, dass der Heilige Geist dir hilft, diese Versuchungen zu überwinden und dass stattdessen die Frucht des Geistes wächst. TIEFER GRABEN Die Bibel beschreibt drei Hauptfeinde des Lebens als Christ: a) unsere „alte“ oder „sündige“ Natur, das „Fleisch“ (z.B. Galater 5,17), b) „die Welt“ (z.B. Johannes 16,33; 1. Johannes 2,15-17) und c) den Teufel (z.B. Jakobus 4,7). Wir können diese Gegner überwinden, indem wir uns vom Heiligen Geist füllen lassen und seiner Führung folgen. Findest du weitere Stellen, die das belegen? © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 15
DER LETZTE WILLE
essentials 7
Letzte Woche hattest du die Aufgabe, dich deiner „Lieblingssünde“ zu stellen.
Konntest du mit einem vertrauten Freund darüber beten? Wie ist es dir damit
gegangen?
Wie geht es dir mit den Gesprächen über Jesus?
INTRO
Warum, denkst du, nimmt Gott uns nicht sofort in den Himmel, wenn wir
Christen werden?
Die letzten Worte eines Menschen vor seinem Tod sind oft von besonderer
Bedeutung. Jesus gab seinen Jüngern einige wichtige „letzte Anweisungen“ mit
auf den Weg.
LIES MATTHÄUS 28,16-20
: Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, zu dem Jesus sie bestellt hat-
te. Als sie ihn sahen, warfen sie sich vor ihm nieder, doch einige hatten auch
Zweifel. Jesus trat auf sie zu und sagte: „Gott hat mir unbeschränkte Vollmacht
im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht nun zu allen Völkern der
Welt und macht die Menschen zu meinen Jüngern und Jüngerinnen! Tauft sie
im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie,
alles zu befolgen, was ich euch aufgetragen habe. Und das sollt ihr wissen: Ich
bin immer bei euch, jeden Tag, bis zum Ende der Welt.“
- Was ist der äußere Rahmen dieses Auftrags? (Ort, Zeit, Anwesende)
- Warum stellt Jesus zu Beginn dieses Auftrags seine Autorität klar?
- Was ist an dem Wort „geht“ wesentlich?
- Was bedeutet „macht zu Jüngern“ ganz praktisch? Welche Anhaltspunkte
finden wir in den Versen 18-20? (Übrigens: Das Wort Jünger (griech. „mathe-
tes“) bedeutet wortwörtlich „Schüler, Lernender“. Ein wahrer Jünger erwirbt
nicht nur Kopfwissen, sondern setzt das, was er weiß, in die Praxis um.)
- Was ist der geografische Handlungsspielraum für diese letzte Anweisung von
Jesus?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 16- Hast du jemals außerhalb deines Freundeskreises oder deiner Heimat von Jesus gesprochen? - Auf einer Skala von 1-10, wie begeistert bist du vom Missionsauftrag? (1 = gar nicht, 10 = ich brenne dafür) Was begeistert dich und was macht dir Angst? - Was hat Jesus seinen Jüngern versprochen? Wie kann dich das ermutigen? WAHR ODER FALSCH? Wer keine Jünger macht, trägt nicht dazu bei, den letzten Willen von Jesus zu erfüllen. GEBET Sprecht jeweils zu zweit darüber, wie sehr ihr euch engagiert, den Missionsauf- trag zu erfüllen. Betet dann ehrlich füreinander. CHALLENGE Rede mit Studenten, die jünger im Glauben sind als du und ermutige sie – aber nicht aufdringlich –, mit Jesus ganze Sache zu machen. TIEFER GRABEN Lies die verschiedenen Fassungen über den letzten Willen von Jesus in den anderen Evangelien (Markus 16,15; Lukas 24,44-49; Johannes 20,19-23) und in der Apostelgeschichte (1,6-8). Was wird jeweils hervorgehoben? © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 17
NEUE IDENTITÄT
essentials 8
Welche Erfahrungen hast du damit gemacht, als du andere ermutigen wolltest,
ganze Sache mit Jesus zu machen?
Was war bei dir ermutigend in Sachen Evangelisation und Jüngerschaft? Was
war schwierig?
INTRO
Wie sieht Gott dich wohl jetzt in diesem Augenblick? Warum denkst du das?
LIES 2. KORINTHER 5,16-21
:
Darum beurteile ich von jetzt an niemand mehr nach menschlichen Maßstäben.
Auch Christus nicht, den ich einst so beurteilt habe. Wenn also ein Mensch zu
Christus gehört, ist er schon „neue Schöpfung“. Was er früher war, ist vorbei;
etwas ganz Neues hat begonnen. Das alles aber kommt von Gott. Obwohl
ich sein Feind war, hat er sich durch Christus mit mir ausgesöhnt und mir den
Auftrag gegeben, seine Versöhnungsbotschaft zu verbreiten. So lautet diese
Botschaft: In Christus hat Gott selbst gehandelt und hat die Menschen mit sich
versöhnt. Er hat ihnen ihre Verfehlungen vergeben und rechnet sie nicht an.
Diese Versöhnungsbotschaft lässt er unter uns verkünden.
Uns Aposteln hat Christus den Auftrag und die Vollmacht gegeben, diese
Botschaft überall bekannt zu machen. Ja, Gott selbst ist es, der durch uns die
Menschen ruft. So bitten wir im Auftrag von Christus: „Bleibt nicht Gottes Fein-
de! Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!“ Gott hat Christus, der
ohne Sünde war, an unserer Stelle als Sünder verurteilt, damit wir durch ihn vor
Gott als gerecht bestehen können.
- Wie hat sich Paulus’ Art, Menschen zu sehen, verändert (V.16)? Wie verstehst
du das?
- Hast du schon mal jemanden nach rein „menschlichen Maßstäben“ beurteilt?
- Bevor du Jesus so richtig kennengelernt hast, was hast du über ihn gedacht?
- Was behauptet Paulus von allen Christen? Was bedeutet das?
- Kannst du dich damit identifizieren? Was sind einige der „alten“ und der
„neuen“ Dinge in deinem Leben? (Übrigens: „In Christus sein“ ist eine gängige
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 18Redewendung, die Paulus benutzt, wenn er sich auf die Christen bezieht, an die er schreibt. Er betont damit die Verbindung und Gemeinschaft mit Chris- tus. Wenn wir unser Leben Jesus anvertrauen, sind wir mit ihm verbunden und erleben durch den Heiligen Geist zunehmend seine Gegenwart und wie er in uns und durch uns handelt.) - Wie würdest du unsere Identität im Licht dieser Stelle beschreiben? Was er- möglicht diesen Identitätswechsel? - Was sagt Vers 21 über unsere neue Identität? In welchem Bezug steht das zu dem, was Jesus getan hat? - Wie würdest du den beschriebenen Identitätswechsel mit eigenen Worten jemandem erklären, der Jesus nicht kennt? Der große Tausch: Jesus war die einzige gerechte Person, die jemals lebte. Er war sündlos, aber am Kreuz trug er unsere Sünden („wurde zur Sünde für uns“). Uns wurden unsere Sünden abgenommen und stattdessen rechnet uns Gott jetzt die Gerechtigkeit von Jesus zu. Seitdem hat ein neues Leben als Kind Gottes in dir angefangen, du bist ein neuer Mensch geworden (vgl. auch Johannes 1,12-13). - Was ist der „Dienst der Versöhnung“ (V.18), von dem Paulus hier redet? Wie trittst du als „Gesandter“ (V.20) an deiner Uni und in deinem Umfeld auf? WAHR ODER FALSCH? Gott liebt mich nicht nur, er mag mich richtig gern. GEBET Danke Gott für deine neue Identität in Christus. Bitte ihn um seine Hilfe, dieses neue Leben auszuleben. Bitte darum, dass du seine Stimme trotz des ständigen Lärms unserer Gesellschaft, der Gott übertönen will, hörst. CHALLENGE Präge dir 2. Korinther 5,17 ein. TIEFER GRABEN Lies Zefanja 3,7; Römer 8,12-17 und Johannes 15,15 und denke darüber nach. © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 19
EMPFEHLUNG
essentials 9
Was steht in 2. Korinther 5,17? Was ist dir bei Zefanja 3,7; Römer 8,12-17 und
Johannes 15,15 wichtig geworden? Wie geht’s in Sachen Evangelisation voran?
Erlebst du Ermutigung? Kampf?
INTRO
Wann hast du das letzte Mal einem Freund eine Person empfohlen? Wen? Wa-
rum?
Wir empfehlen jemanden nur weiter, wenn er vertrauenswürdig ist.
Hier folgt ein Beispiel, wie Männer anderen Männern Jesus empfehlen.
LIES JOHANNES 1,35-45
:
Am nächsten Tag stand Johannes an derselben Stelle, und zwei von seinen
Jüngern waren bei ihm. Als er Jesus vorbeigehen sah, sagte er: „Seht dort das
Opferlamm Gottes.“ Die beiden hörten es und gingen Jesus nach. Jesus drehte
sich um, sah, dass sie ihm folgten, und fragte: „Was sucht ihr?“ Sie antworteten:
„Wo wohnst du, Rabbi?“ – Rabbi bedeutet Lehrer. „Kommt, dann werdet ihr
es sehen!“, antwortete er. Sie gingen mit ihm, sahen, wo er wohnte, und ver-
brachten den Rest des Tages mit ihm. Es war ungefähr vier Uhr nachmittags.
Der eine von den beiden, die Johannes reden gehört hatten und Jesus gefolgt
waren, war Andreas, der Bruder von Simon Petrus. Als er bald darauf seinen
Bruder Simon traf, sagte er zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden, den
versprochenen Retter.“ Dann brachte er ihn zu Jesus. Jesus sah ihn an und
sagte: „Du bist Simon, der Sohn von Johannes. Du wirst einmal Kephas genannt
werden.“ Kephas ist das hebräische Wort für Petrus (Fels).
Am Tag darauf wollte Jesus nach Galiläa aufbrechen. Er traf Philippus und for-
derte ihn auf: „Komm, folge mir!“ Philippus stammte wie Andreas und Petrus
aus Betsaida. Philippus wiederum traf Natanaël und sagte zu ihm: „Wir haben
den gefunden, über den Mose im Gesetz geschrieben hat und den die Prophe-
ten angekündigt haben. Es ist Jesus aus Nazaret, der Sohn Josefs.“
- Was war die Empfehlung von Johannes dem Täufer an die beiden Jünger?
- Wie reagierte Jesus auf die beiden Jünger, die ihm folgten?
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 20- Was war das erste, das Andreas tat? - Was war die Verbindung zwischen Philippus und den anderen? (V.43-44) - Was tat Philippus letztlich? WAHR ODER FALSCH? Fremde Leute ansprechen ist der „Königsweg” der Evangelisation. GEBET Siehe unter "tiefer graben". CHALLENGE Empfiehl in der kommenden Woche mindestens einer Person Jesus. TIEFER GRABEN Starte, wo du bist! In deinem Netzwerk von Freunden und Bekannten. Überle- ge dir deine „fünf Wahrscheinlichsten”. Wähle hierzu fünf Bekannte, mit denen du zusammen studierst, wohnst, Sport oder Musik machst etc. – Leute, denen du regelmäßig begegnest. Frage Gott, bei wem er schon am Arbeiten ist. Wie könnten sich diese Beziehungen weiter entwickeln? Wo ist es schon ein freund- schaftliches Vertrauensverhältnis? Wissen die fünf schon, dass du Christ bist? Stelle dich Gott im Gebet zur Verfügung: „Vater, du kannst mich gebrauchen, damit ich dich ihnen empfehlen kann. Gib mir eine Chance und lass mich sie nicht verpassen.“ Überlege dir, wie du ihnen Jesus weiterempfehlen könntest. Bete für sie und die Challenge. Beginne in dieser Woche mit einem von ihnen. © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 21
GOTTES WORT
essentials 10
Konntest du jemandem Jesus empfehlen? Wer sind deine „fünf Wahrschein-
lichsten?“ Was konntest du tun?
INTRO
Seit wann liest du die Bibel und was sind bis jetzt deine Erfahrungen damit?
Als er schon ein alter Mann war, schrieb Paulus so etwas wie seine letzten Wor-
te aus dem Gefängnis an Timotheus, einen jungen Gemeindeleiter in Ephesus.
Dabei betonte Paulus auch die Bedeutung der Bibel.
LIES 2. TIMOTHEUS 3,14 – 4,5
: Du aber bleibe bei dem, was du gelernt und worauf du dein Vertrauen gesetzt
hast. Du weißt, wer deine Lehrer waren, und du kennst auch seit deiner Kind-
heit die Heiligen Schriften. Sie können dich den Weg zur Rettung lehren, die dir
zuteil wird durch den Glauben, der sich auf Jesus Christus gründet. Sie dienen
dir aber auch bei deiner Aufgabe als Lehrer der Gemeinde. Denn jede Schrift,
die von Gottes Geist eingegeben wurde, ist nützlich für die Unterweisung im
Glauben, für die Zurechtweisung und Besserung der Irrenden, für die Erziehung
zu einem Leben, das Gott gefällt. Mit den Heiligen Schriften in der Hand ist der
Mensch, der sich Gott zur Verfügung gestellt hat, ausgerüstet für alle Aufgaben
seines Dienstes.
Ich ermahne dich nachdrücklich vor Gott und vor Jesus Christus, der alle Men-
schen richten wird, die Lebenden und die Toten! Ich beschwöre dich, so ge-
wiss Christus erscheinen und seine Herrschaft aufrichten wird: Verkünde den
Menschen die Botschaft Gottes, gleichgültig, ob es ihnen passt oder nicht!
Rede ihnen ins Gewissen, weise sie zurecht und ermutige sie! Werde nicht
müde, ihnen den rechten Weg zu zeigen! Denn es wird eine Zeit kommen, da
werden sie die gesunde Lehre unerträglich finden und sich Lehrer nach ihrem
Geschmack aussuchen, die sagen, was ihnen die Ohren kitzelt. Sie werden nicht
mehr auf die Wahrheit hören, sondern sich fruchtlosen Spekulationen zuwen-
den. Du aber musst in jeder Hinsicht ein klares Urteil behalten. Mach dir nichts
daraus, wenn du dafür leiden musst. Erfülle deinen Auftrag als Verkünder der
Guten Nachricht; tu deinen Dienst mit ganzer Hingabe.
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 22- Fertige eine Liste aller Dinge an, die Paulus in den Versen 14-17 über die Bibel lehrt. - Was bedeutet „von Gott eingegeben“ (V.16)? - Wie hat dich die Bibel bisher „gelehrt, zurechtgewiesen und trainiert“ (V.16)? - Kannst du einige aktuelle Beispiele erzählen? - Hast du das Gefühl, dass du durch die Bibel „ausgerüstet wirst für jedes gute Werk“ (V.17)? Wie? - Wozu wird Timotheus in 4,2 instruiert? Warum legt Paulus darauf solch ein Gewicht (V.3-4)? - In welcher Weise sind wir manchmal selektiv beim Hören auf „die Wahrheit“? - Wie sollte Timotheus darauf reagieren? Wie sollten wir heute darauf reagie- ren? Was sagt dir das für dich selbst? WAHR ODER FALSCH? Es ist falsch, unterhaltsamen Predigern und Bibellehrern zuzuhören. GEBET Betet in der Gruppe für ein tägliches Lesen und die Anwendung der Bibel in eu- rem Leben. Die Bibel ist absolut grundlegend für dein Leben mit Gott. Es ist das Buch des Schöpfers an seine Geschöpfe über seine Schöpfung. Das Wort des Vaters an seine Kinder. Hier kannst du lernen, wie Gott ist und wie er uns sieht. Wir können nicht in unserem Glauben wachsen, ohne in unserem Verständnis der Bibel zu wachsen und ohne das im Alltag umzusetzen, das wir daraus ver- standen haben. CHALLENGE Wenn du es noch nicht machst, lies diese Woche jeden Tag 15 Minuten in der Bibel. Vielleicht beginnst du mit dem 2. Timotheus-Brief. Führe dazu ein „geist- liches Tagebuch“ und notiere das, was dir wichtig wird. TIEFER GRABEN Mache dich mit der „EVA 3x3“ Bibellese-Methode bekannt. (www.Cam- pus-Connect.de/EVA3x3) Probiere diese Art des Bibellesens in deiner persönli- chen Zeit mit Gott aus. Studiere z.B. die folgenden Bibelstellen und finde mehr darüber heraus, was die Bibel über sich selbst sagt: Jakobus 1,19-27; Hebräer 4,12-13; Johannes 5,39-40. © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 23
REINHEIT
essentials 11
Wie ging es dir mit deiner Bibellesezeit in der letzten Woche? Wie waren deine
Erfahrungen mit „EVA 3x3“? Wie ging es dir mit deinen Gesprächen über Jesus?
INTRO
Zum Thema Sex heißt es oft: „Alle machen das!“ Wie kann ich als Christ da
nicht mitmachen? Will Gott wirklich, dass ich in dieser sexbesessenen Welt rein
lebe? Warum? Geht das?
LIES 1. THESSALONICHER 4,1-8
: Brüder, ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben sollt, um Gott zu gefallen; und
ihr lebt auch schon so. Nun bitten und ermahnen wir euch im Namen von
Jesus, dem Herrn, dass ihr darin auch weiterhin Fortschritte macht. Ihr wisst,
welche Anweisungen wir euch in seinem Auftrag gegeben haben. Gott will,
dass ihr heilig seid: dass ihm euer ganzes Leben gehört. Das bedeutet, dass ihr
euch von Unzucht fern halten sollt. Jeder von euch Männern soll lernen, mit
seiner Frau so zusammenzuleben, wie es Gott und den Menschen gefällt.
Ihr sollt nicht blind eurer Leidenschaft folgen, wie die Menschen, die Gott nicht
kennen. Es soll sich auch keiner Übergriffe erlauben und seinen Bruder bei Ge-
schäften übervorteilen. Wir haben euch das schon früher gesagt, und wir haben
euch nachdrücklich gewarnt: Wer so etwas tut, den wird der Herr bestrafen.
Gott hat uns nicht dazu berufen, dass wir zügellos und eigennützig leben,
sondern dass wir sein heiliges Volk sind und ihm Ehre machen. Wer also diese
Anweisungen in den Wind schlägt, lehnt sich nicht gegen einen Menschen auf,
sondern gegen Gott, der euch ja mit seinem Heiligen Geist erfüllt, damit ihr so
leben könnt, wie es ihm gefällt.
Paulus hat geholfen, die Gemeinde in Thessaloniki, der Hauptstadt der römischen
Provinz Mazedonien, zu gründen. In seinem Brief erinnert er die Geschwister
dort an einige wichtige Anweisungen, die er ihnen schon gegeben hatte.
- Wie geht es der Gemeinde in Thessaloniki? Wozu ermutigt er sie? (Mache
eine Liste!)
- Wie kannst du sexuelle Sünden vermeiden? (Übrigens: „Sexuelle Sünde“ ist
Sex außerhalb des Kontextes, für den er geschaffen wurde und seine ganze
Schönheit „im Sinne des Erfinders“ entfalten kann. Gott erfand Sex als Binde-
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 24glied zwischen Mann und Frau, die sich einander lebenslang anvertrauen, d.h. verheiratet sind.) - Wie lernt man, „nicht blind der Leidenschaft zu folgen“? Ist das möglich? - Was ist der Unterschied zwischen einem christlichen und einem nicht-christli- chen Lebensstil? Wohin führen die beiden? - Was lernen wir durch diese Anweisungen (V.8)? - Glaubst du wirklich, dass Gott das Beste für dich will? Was motiviert dich, auf Gottes Weise zu leben? WAHR ODER FALSCH? In Jesus haben wir alles, was wir brauchen, um Versuchungen zu widerstehen. GEBET Betet zu zweit (und geschlechtergetrennt) füreinander in Sachen sexuelle Reinheit. CHALLENGE Über die eigene Sexualität redet man in der Regel nicht viel. Übernehmt diese Woche Verantwortung füreinander, indem ihr euch bewusst miteinander über den Bereich „sexuelle Reinheit“ unterhaltet. Ihr werdet merken, ihr seid mit euren Kämpfen nicht allein. Gute Fragen für den Start wären: - Mit welchen Versuchungen kämpfst du gerade am meisten? - Erlebst du Gottes Vergebung, Liebe und Annahme, wenn du bekennst, was schief gelaufen ist? - Gelingt es dir, dich vom Heiligen Geist abhängig zu machen, damit er dich in diesem Bereich verändern kann? Wie machst du das? Erinnert euch daran, dass unsere ewige Beziehung mit Gott fest steht, wenn wir unser Leben unter seine Regie gestellt haben. Es gibt keine Verurteilung für die, die „in Christus“ sind (Römer 8,1). Unsere tägliche Freundschaft mit Gott muss aber dadurch frisch gehalten werden, dass wir ehrlich Sünde bekennen und uns wieder unter seine Leitung stellen. TIEFER GRABEN Vertiefe das Thema! Suche weitere Bibelstellen zu sexueller Reinheit und Unrein- heit im Neuen Testament. Wähle unter www.bibleserver.com die „Neue Genfer Übersetzung“ und suche nach „Sex“. Lies den Kontext der Stellen in deiner Bibel. Schau dir 2. Mose 22,16-17 an und überlege, welche Verantwortlichkeiten aus Gottes Sicht entstehen, wenn jemand unverheiratet miteinander schläft. © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 25
GEBET
essentials 12
Was ist dir in Sachen „sexuelle Reinheit/Unreinheit“ im Neuen Testament auf-
gefallen? Was hast du in 2. Mose 22,16-17 über Gott gelernt?
INTRO
Welche Erfahrungen hast du bis jetzt mit Gebet gemacht?
Jesus wurde gefragt, wie man beten solle. Seine Antwort war weniger eine
Gebetsformel als ein genialer Ratschlag, wie man mit Gott in Verbindung treten
kann: Das Vaterunser.
LIES LUKAS 11,1-13
: Einmal hatte sich Jesus zum Gebet zurückgezogen. Als er es beendet hatte, bat
ihn einer der Jünger: „Herr, sag uns doch, wie wir beten sollen! Johannes hat es
seine Jünger auch gelehrt.“ Jesus antwortete: „Das soll euer Gebet sein: Vater!
Mach deinen Namen groß in der Welt! Komm und richte deine Herrschaft auf!
Gib uns jeden Tag, was wir zum Leben brauchen. Vergib uns unsere Verfehlun-
gen, denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig geworden sind. Und
lass uns nicht in die Gefahr kommen, dir untreu zu werden.“
Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Stellt euch vor, einer von euch geht mit-
ten in der Nacht zu seinem Freund und bittet ihn: ‚Lieber Freund, leih mir doch
drei Brote! Ich habe gerade Besuch von auswärts bekommen und kann ihm
nichts anbieten.’ Würde da der Freund im Haus wohl rufen: ‚Lass mich in Ruhe!
Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder liegen bei mir im Bett. Ich
kann nicht aufstehen und dir etwas geben’? Ich sage euch, wenn er auch nicht
gerade aus Freundschaft aufsteht und es ihm gibt, so wird er es doch wegen
der Unverschämtheit jenes Menschen tun und ihm alles geben, was er braucht.
Deshalb sage ich euch: Bittet und ihr werdet bekommen! Sucht und ihr werdet
finden! Klopft an und es wird euch geöffnet! Denn wer bittet, der bekommt;
wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird geöffnet. Ist unter euch ein
Vater, der seinem Kind eine Schlange geben würde, wenn es um einen Fisch
bittet? Oder einen Skorpion, wenn es um ein Ei bittet? So schlecht ihr auch
seid, ihr wisst doch, was euren Kindern gut tut, und gebt es ihnen. Wie viel
mehr wird der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn dar-
um bitten.
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 26- Wie sollen wir Gott ansprechen? Was sagt das über unsere Beziehung zu ihm
aus?
- Nehmt euch als Gruppe jede einzelne Zeile des Gebetes vor. Redet über die
jeweilige Bedeutung.
- Denkt ihr, dass die Reihenfolge in diesem Gebet wichtig ist? Warum?
- Gibt es irgendetwas, worüber du mehr beten solltest, wenn du hier liest, wie
Jesus gebetet hat?
- Worauf will Jesus mit dem Gleichnis vom Freund (V.5-8) hinaus?
- Was sagt das über Gottes Charakter?
- Was ist die Anwendung zu diesem Gleichnis? Was wird versprochen?
WAHR ODER FALSCH?
Gott wird jedes Gebet beantworten, egal, worum wir bitten.
GEBET
Benutzt als Gruppe das Vaterunser als Grundlage für euer Gebet.
Unser Vater im Himmel! Dein Name Bete, dass Gott durch dein Leben und
werde geheiligt. an deiner Uni geehrt und geachtet
wird.
Dein Reich komme. Dein Wille ge- Bete, dass sich Gottes Herrschaft aus-
schehe wie im Himmel so auf Erden. breiten wird: in jedem von euch, den
Herzen derer, die Gott dir aufs Herz
gelegt hat und unter Mitarbeitern und
Studenten an deiner Uni.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Bitte Gott um Versorgung für Nöte,
die du zur Zeit hast.
Und vergib uns unsere Schuld, Bitte Gott, dir zu zeigen, ob es ir-
gendetwas zu bekennen gibt, „atme
geistlich“. Stell dich neu unter seinen
Segen.
wie auch wir vergeben unsern Schul- Bitte Gott darum, dir zu zeigen, ob es
digern. irgendjemanden gibt, dem du verge-
ben solltest. Dann tu es im Vertrauen
darauf, dass Gott dir hilft.
Und führe uns nicht in Versuchung, Bitte um Gottes Hilfe, Versuchungen
sondern erlöse uns von dem Bösen. zu widerstehen, mit denen du kon-
frontiert wirst.
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 27CHALLENGE Beginne ein Gebetstagebuch. Du kannst einfach aufschreiben, wofür du betest und du wirst mit der Zeit sehen, wie Gott reagiert. Oder du betest schriftlich. Wenn du deinem Vater z.B. eine Frage stellst, notiere auch, was dir danach in den Sinn kommt. Schreib es auf. Gott redet. Aufschreiben hilft, es wahrzuneh- men. Es kann Gottes Antwort sein. „Prüft aber alles, und nehmt nur an, was gut ist.“ (1. Thessalonicher 5,21) TIEFER GRABEN Schau dir an, wie Jesus in Johannes 17 und Paulus in Epheser 3,14-21 beten. © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 28
GEMEINSCHAFT
essentials 13
Wie ist es dir mit dem Gebetstagebuch ergangen? Welche Form hast du ge-
wählt? Gab es Gebetserhörungen? Oder neue Erlebnisse als Zeuge von Jesus?
INTRO
Macht ein Brainstorming: Woran denkst du, wenn du „Gemeinde“ hörst?
LIES 1. KORINTHER 12,12-30
: Der Körper des Menschen ist einer und besteht doch aus vielen Teilen. Aber all
die vielen Teile gehören zusammen und bilden einen unteilbaren Organismus.
So ist es auch mit Christus: mit der Gemeinde, die sein Leib ist. Denn wir alle,
Juden wie Griechen, Menschen im Sklavenstand wie Freie, sind in der Taufe
durch denselben Geist in den einen Leib, in Christus, eingegliedert und auch
alle mit demselben Geist erfüllt worden. Ein Körper besteht nicht aus einem
einzigen Teil, sondern aus vielen Teilen. Wenn der Fuß erklärt: „Ich gehöre nicht
zum Leib, weil ich nicht die Hand bin“ – hört er damit auf, ein Teil des Körpers
zu sein? Oder wenn das Ohr erklärt: „Ich gehöre nicht zum Leib, weil ich nicht
das Auge bin“ – hört es damit auf, ein Teil des Körpers zu sein? Wie könnte ein
Mensch hören, wenn er nur aus Augen bestünde? Wie könnte er riechen, wenn
er nur aus Ohren bestünde? Nun aber hat Gott im Körper viele Teile geschaffen
und hat jedem Teil seinen Platz zugewiesen, so wie er es gewollt hat. Wenn
alles nur ein einzelner Teil wäre, wo bliebe da der Leib? Aber nun gibt es vie-
le Teile, und alle gehören zu dem einen Leib. Das Auge kann nicht zur Hand
sagen: „Ich brauche dich nicht!“ Und der Kopf kann nicht zu den Füßen sagen:
„Ich brauche euch nicht!“ Gerade die Teile des Körpers, die schwächer schei-
nen, sind besonders wichtig. Die Teile, die als unansehnlich gelten, kleiden wir
mit besonderer Sorgfalt und die unanständigen mit besonderem Anstand. Die
edleren Teile haben das nicht nötig. Gott hat unseren Körper zu einem Ganzen
zusammengefügt und hat dafür gesorgt, dass die geringeren Teile besonders
geehrt werden. Denn er wollte, dass es keine Uneinigkeit im Körper gibt, son-
dern jeder Teil sich um den anderen kümmert. Wenn irgendein Teil des Körpers
leidet, leiden alle anderen mit. Und wenn irgendein Teil geehrt wird, freuen sich
alle anderen mit. Ihr alle seid zusammen der Leib von Christus, und als Einzelne
seid ihr Teile an diesem Leib.
So hat Gott in der Gemeinde allen ihre Aufgabe zugewiesen. Da gibt es erstens
© Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 29die Apostel, zweitens die, die prophetische Weisungen erteilen, drittens die, die zum Lehren befähigt sind. Dann kommen die, die Wunder tun oder heilen können, die Dienste oder Leitungsaufgaben übernehmen oder in unbekannten Sprachen reden. Nicht alle sind Apostel, nicht alle erteilen prophetische Wei- sungen, nicht alle sind zum Lehren befähigt. Nicht alle können Wunder tun, nicht alle Kranke heilen, nicht alle in unbekannten Sprachen reden, nicht alle diese Sprachen deuten. - Was sagt das Bild eines Körpers über eine Gemeinde aus? - Wie beurteilen einige ihre Mit-Glieder (V.15+21)? Wie reagiert Paulus darauf? - Verschiedene Menschen leisten unterschiedliche Beiträge zum Leib. Welche Beispiele werden genannt? - Wie hast du bisher von anderen im Leib profitiert? Wie könntest du es in Zukunft? - Findest du es leichter, von anderen in der Gemeinde zu profitieren oder ihnen zu helfen? - Was denkst du, ist dein Beitrag zur Gemeinde als Leib oder könnte es sein? In welchem Körperteil (14-27), welcher Gabe (28+30f) oder welcher Aufgabe (29) siehst du dich am ehesten? Gott will keine Einzelkämpfer. Er ist ein zutiefst liebender Vater und will, dass du Teil seiner Familie bist. Du bist auf andere angewiesen und andere auf dich. Du gehörst in eine konkrete Gemeinde. Sowohl für die Studienzeit als auch für alle weiteren Abschnitte in deinem Leben ist dies ein wichtiger Punkt deines Lebens in der Nachfolge. Es ist hilfreich, ein paar Kriterien zu haben, wenn man eine gute Gemeinde für sich sucht. Keine Gemeinde ist perfekt. Perfekt wird’s im Himmel. Auch in den Gemeinden, von denen wir im Neuen Testament lesen, gab es Probleme. Aber das Neue Testament zeigt ein paar Punkte, auf die man achten sollte: - Die Gemeindeleitung ist davon überzeugt, dass Jesus der Sohn Gottes ist; Gott in menschlicher Gestalt. (Kolosser 1,15) - Die Bibel ist Maßstab für die Lehre in der Gemeinde, nicht Meinungen des Predigers. (2. Timotheus 4,2-4) - Es herrscht Liebe untereinander. (1. Korinther 13) - Den Leuten in der Gemeinde ist es wichtig zu beten, Gott zu suchen, ihn zu loben und sich an ihm zu freuen. (Lukas 11,1-4) - Es ist ihnen ein Anliegen, Jesus in der Welt bekannt zu machen. (Matthäus 28,18-20) © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 30
WAHR ODER FALSCH? Die wichtigste Aufgabe der Gemeinde ist die gemeinsame Anbetung Gottes. GEBET Bete, dass du zu einem gebenden und empfangenden Teil deiner Ortsgemein- de wirst. Bitte Gott, dir zu zeigen, wie du anderen dienen und sie im Glauben stärken kannst. CHALLENGE Wen könntest du zu deiner Gemeinde einladen? Frage ihn diese Woche. TIEFER GRABEN Lies die folgenden Bibelabschnitte über einige der ersten Gemeinden: Apostel- geschichte 2,42-47; 4,32-35, 1. Thessalonicher 1-2. Wie sollten Gemeinden im Licht dieser Bibelstellen aussehen? © Campus-Connect.de | essentials | Stand 9/2015 31
Sie können auch lesen