EV.-LUTH. KI RC H ENGEMEI N DE - AUSGABE 4-2020 - Luth. Kirchengemeinde Ascheberg
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E V. - L U T H . K I R C H E N G E M E I N D E
A S C H E B E R G
KIRCHENBOTE
AUSGABE 4-2020
DEZEMBER
JAN UAR
FEB RUAR2 E ditoria l
I N H A LT S V E R Z E I C H N I S
Liebe
2|EDITORIAL
Leserinnen,
3|ANGEDACHT liebe Leser!
Alles wird gut 3
4|AK TUELLES Auch dieser Gemeindebrief erscheint noch immer
in eine unsichere Zeit hinein. Social distancing
Die Weihnachtsgottesdienste 4 und Kontaktbeschränkungen prägen auch wei-
terhin unseren Alltag. Auf viele lieb gewonnene
5|ADVENTSGESCHICHTE Gewohnheiten und Traditionen der Advents- und
Weihnachtszeit werden wir in diesem Jahr leider
Die Weihnachtsgeschichte 5 verzichten müssen.
Gerne hätten wir zu Konzerten, Weihnachtsba-
Der Adventskalender 6
saren und Adventsnachmittagen eingeladen. Aber
das Gebot der Stunde lautet, in diesem Jahr bes-
9|DIE KINDERSEITE ser darauf zu verzichten. Dennoch kommt uns von
Weihnachten her der verheißungsvolle Ruf „Fürch-
10|KIRCHE FÜR EINSTEIGER tet euch nicht“ entgegen.
Aus diesem Grund haben wir uns hoffnungsvoll
Advent 10 und mutig daran gemacht, das Weihnachtsfest zu
planen. Die aktuelle Ausgabe des Gemeindebrie-
Adventskranz 11 fes lädt zu einer ganzen Reihe von Weihnachts-
gottesdiensten ein.
Adventskalender 12
Um Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu
können, haben wir die Anzahl der Gottesdienste
13|NACHRICHTEN AUS DER am Heiligen Abend erhöht und auf zwei Orte aus-
GEMEINDE geweitet. Damit möglichst vielen Menschen die
Teilnahme an einem Weihnachtsgottesdienst er-
Wunschzettelaktion möglicht werden kann, ist ausnahmsweise eine
Plöner Tafel Ascheberg 13 Reservierung erforderlich.
Alle Informationen finden Sie in der Rubrik „Ak-
tuelles“. Bitte unterstützen Sie uns und reservieren
14|GOT TESDIENSTE
Sie sich ab 1. Dezember Ihren Platz in einem der
zahlreichen Gottesdienste.
15|GRUPPEN UND KREISE Mit den besten Grüßen und Wünschen für eine schö-
ne und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.
16|FREUD UND LEID PS: Um besser miteinander in Kontakt bleiben
zu können, beachten Sie bitte auch unsere Home-
17| K O N T A K T | I M P R E S S U M page www.kirche-ascheberg.de, die wir nun noch
regelmäßiger aktualisieren!
1 8|DIAKONIE
Im Dezember 20
JAN PHILIPP STRELOW, PASTOR
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 0A ngedacht 3
Alles wird gut
Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, noch einen Blick: Gottes Reich, den vollkom-
Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein Kö- menen Frieden.
nig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Hel- Advent trägt in sich die Hoffnung auf ein gutes
fer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Ende von allem. Den vielen Schmuck dieser
Füllen der Eselin. (Sacharja 9,9) Zeit – drinnen und draußen – lassen sich Men-
schen und Städte etwas kosten. Man kann
Er jauchzt geradezu, der Prophet Sacharja. die Auswüchse des Advent kritisieren, man
Wenn der König kommt, sagt er, wird alles sollte darin aber auch immer die verborgene
gut. Das Zerbrochene heilt, die Völker le- Sehnsucht erfühlen: alles möge gut werden.
ben in Frieden und Gott, der große Befrieder, Ohne diese Hoffnung könnten wir nicht leben.
wird herrschen von einem Ende der Erde bis Schon gar nicht in diesen außergewöhnlichen
zum anderen. Zeiten. Auch wenn sich die Hoffnung bei man-
Größer, schöner und gewaltiger kann man chen Menschen wohl nicht auf Gott und den
nicht hoffen. Wer wirklich hofft, hat immer das Glauben gründet, doch auch sie hoffen auf
große Ziel: Alles wird gut. Darunter soll man ein gutes Ende für sich und die Welt.
es nicht machen. Und wer seine Hoffnung Die Hoffnung ist umfassend. Wir dürfen sie
auf Gott setzt, wird nicht enttäuscht werden. hören aus dem Munde dessen, der in Jerusa-
Das weiß auch Jesus, als er auf dem Füllen lem einzieht und den Menschen die Seligkeit
einer Eselin in Jerusalem einzieht. Sein Ver- verspricht (Matth 5,8): Selig sind, die reinen
trauen und Hoffen kennen keine Grenze. Und Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
wenn sich auf Erden und in einem Leben Wer in der Liebe einmal Gott geschaut hat,
längst nicht alle Hoffnung erfüllt, hat Jesus sieht in den Himmel und weiß: Alles wird gut.
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 04 A ktue l l es
Die Weihnachtsgottesdienste
ab 1. Dezember reservieren
Um möglichst vielen Menschen die Teilnahme an einem Weihnachtsgottesdienst zu ermög-
lichen, haben wir die Anzahl der Gottesdienste am Heiligen Abend erhöht und auf zwei Orte
ausgeweitet. Auf diese Weise können wir gleichzeitig die Einhaltung der Hygiene- und Ab-
standsregeln gewährleisten und für ausreichend Belüftung sorgen.
Für folgende Gottesdienste ist ausnahmsweise eine Reservierung erforderlich,
da die Sitzplätze begrenzt sind.
Die Reservierung ist ab 1. Dezember möglich, vorzugsweise über ein Buchungssystem auf
www.kirche-ascheberg.de. Alternativ kann auch über das Kirchenbüro persönlich oder tele-
fonisch unter 04526 290 reserviert werden.
Zu den Gottesdiensten bitten wir, die Reservierungsbestätigung mitzubringen.
Beim Betreten und Verlassen der Kirche bzw. Scheune bitten wir außerdem darum,
einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.
Christvesper in der Michaeliskirche, 24.12.
14:30, 15:45 und 17:00 Uhr
Ein traditioneller Weihnachts-Festgottesdienst am Heiligen Abend in der Michaeliskir-
che Ascheberg, musikalisch begleitet von Petra Charlotte Bleser und Freunden (Pastor
Jan Philipp Strelow)
Familiengottesdienst auf Gut Ascheberg, 24.12.
14:30, 15:45 und 17:00 Uhr
Ein Weihnachtsgottesdienst für die ganze Familie in der großen Scheune auf Gut Ascheberg,
musikalisch begleitet von Bo Boj Klupp (Merle Maas und Team)
Christmette in der Michaeliskirche, 24.12.
22:00 und 23:00 Uhr
Ein Weihnachtsgottesdienst für Liebhaber zum Ausklang des Festtages in der Michae-
liskirche Ascheberg, musikalisch gestaltet von Carl-Walter Petersen. Anschließend im
Schein des Tannenbaumes vor der Kirche Weihnachtslieder mit dem Posaunenchor (Pastor
Jan Philipp Strelow)
Stallgottesdienst am zweiten Festtag auf Gut Ascheberg, 26.12.
10:00 Uhr
Ein Gottesdienst am 26. Dezember, in dem wir eine Ahnung davon bekommen können, wie
sich die erste Weihnacht damals in Bethlehem angefühlt haben könnte (Pastor Jan Philipp
Strelow)
1. Sonntag nach dem Christfest in der Michaeliskirche, 27.12.
10:00 Uhr
Ein Gottesdienst in der noch immer weihnachtlich geschmückten Michaeliskirche Ascheberg
am Sonntag, dem 27. Dezember (Pastor Jan Philipp Strelow)
Jahresschlussgottesdienst am Altjahresabend in der Michaeliskirche, 31.12.
17:00 Uhr
Gottesdienst zum Jahresende am 31. Dezember mit Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr
und Ausblick auf das neue Jahr im Licht der Jahreslosung 2021 (Pastor Jan Philipp Strelow)
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 0A dventsgeschichte 5
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 06 A dventsgeschichte
Der Adventskalender
Eine Geschichte für die ganze Familie – auch zum Vorlesen
Markus hat einen Adventskalender. So einen Einsatz. Seine Eltern sind ganz schön stolz
aus Holz – er sieht aus wie ein großer Setz- auf diesen Kalender, weil sie ihn selbst ge-
kasten – mit 24 kleinen Schubladen. An jeder baut haben. Naja. Es war ein Bausatz – aber
Schublade ist eine Holzperle festgeschraubt – sie haben drei lange Abende daran geleimt,
als Schubladengriff. Den Kalender hat er vor gehämmert, geschraubt und gepinselt. Und
drei Jahren von seinen Eltern geschenkt be- Sterne mit den Zahlen draufgeklebt. Eine
kommen. Nun kommt er alle Jahre wieder zum Superleistung – weil Markus Eltern beide nicht
Qualität hat einen NamenA dventsgeschichte 7
sonderlich geschickt sind, was das Basteln baum aufsagen sollte. Darüber freuten sich
angeht. Außerdem geraten die beiden bei Markus Eltern diebisch.
solchen Aktionen gewöhnlich in Streit. Nicht Am ersten Dezember hüpft Markus aus
so bei diesem Adventskalender für Markus. dem Bett. Direkt vor den Adventskalender. Er
Friedlich ging es zu und einigermaßen an- hätte mit verbundenen Augen die 1 gefunden.
sehnlich ist das Ergebnis. Er greift nach der festgeschraubten Perle und
Im ersten Jahr mussten alle Verwandten, zieht … klemmt … zieht kräftiger … der Ad-
Nachbarn und Freunde das Gemeinschafts- ventskalender wackelt bedrohlich an der Wand.
werk bestaunen. Kaum hatte jemand die Markus zieht weiter … hält mit der anderen
adventlich geschmückte Wohnung betreten, Hand den Kasten fest. Die 1 sitzt fest. Mar-
wurde Markus von seinen Eltern gefragt: kus zieht energischer – beißt die Zähne auf-
„Willst du denn gar nicht deinen Adventska- einander. Der ganze Kasten knarrt und wa-
lender vorführen?“ Doch das wollte er immer. ckelt. „Ich brauch ein Messer“, denkt Markus
Und so wurden Tante Margret, Oma Gerda und und rennt in die Küche und holt das Brotmes-
die Schulzes von nebenan ins Kinderzimmer ser aus der Schublade. Seine Mutter, die ge-
geführt – wurden gebeten auf die Legosteine rade Frühstück macht, schreit auf: „Markus!
auf dem Fußboden zu achten. Und so stan- Um Himmels willen!“ Da ist er schon wie-
den einen Advent lang kleine Besuchergrup- der weg. Mutter hinterher. Als sie sieht, dass
pen in Markus Kinderzimmer und bestaunten Markus mit dem Brotmesser auf den Kalen-
die Geschicklichkeit und Kreativität von Mar- der losgeht, schreit sie wieder „Markus! Leg
kus Eltern. Und je nachdem, wann es im Ad- das Messer weg!“
vent war, konnte Markus auch darüber Aus- Jetzt kommt der Vater aus dem Badezim-
kunft geben, was sich in den verschiedenen mer – das halbe Gesicht voller Rasierschaum.
Schubladen befunden hat. Gummibärchen, „Was ist hier denn los?“ Markus sagt: „Die 1
ein Kreisel, Sammelbilder, sogar eine Legofigur. geht nicht auf.“ Mutter sagt: „Dein Sohn will
den Kalender zersägen.“ Vater sagt: „Mit dem
Im vierten Einsatz-Jahr des Adventskalen- Brotmesser?“ Markus sagt: „Die 1 geht nicht
ders ereignet sich nun Folgendes: Markus‘ El- auf.“ Mutter sagt: „Ja – mit dem Brotmes-
tern – genau genommen die Mama – hatten ser!“ Vater sagt: „Wieso geht die 1 nicht auf?“
die kleinen Schubladen wie in den Vorjah- Mutter fragt: „Wer geht nicht auf?“ Markus:
ren gefüllt. Ein paar Süßigkeiten, Kleinigkei- „Die 1.“ Vater sagt: „Lass mich mal.“ Er geht
ten zum Spielen und als besonderen Gag für zum Kalender. „Wo ist denn die Eins?“ Mar-
das 24. Türchen: einen Zettel mit einem Ge- kus zeigt mit dem Brotmesser auf die richti-
dicht, das Markus tagsüber auswendig ler- ge Schublade. „Gib das Messer her“, befiehlt
nen und am Abend unter dem Weihnachts- Markus‘ Mutter.
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Verzweiflung nahe. Seine Mutter zerbricht sich
den Kopf – Was ist denn da noch gleich drin?
Die Schokolade? Der Flummi? Sie weiß es
nicht mehr. Markus Vater grübelt auch.
Dann fängt er an, den Stern mit der Zahl
„1“ zu knibbeln. Mutter schlägt ihm auf die Fin-
ger. Ärgerlich wehrt er sie ab. Brummelt etwas
vor sich hin. Dann knibbelt er an der 24 und
löst sie ab. Jetzt tauscht er beide Sterne aus.
Die 1 ist jetzt die 24 und die 24 ist jetzt die
1. „So“, sagt er, „jetzt haben wir gut drei Wo-
chen Zeit, das Problem zu lösen.“
Markus hüpft vor Begeisterung. Was hat
er doch für einen patenten Vater und öffnet
die neue „1“. Im nächsten Moment guckt er
Jetzt zieht Vater an der Perle … und holt den Zettel etwas sparsam an. Immerhin hat
damit den ganzen Kalender von der Wand. er jetzt auch drei Wochen Zeit das Gedicht
Markus fängt ihn geistesgegenwärtig auf und zu lernen. Seine Mutter lacht: „Typisch mein
hängt ihn wieder an den Dübelhaken. Vater Mann. Und was, wenn die „24“ dann nicht
sieht seine Frau an und fragt: „Was ist da aufgeht? Verbringen wir dann den Heiligen
drin? Das hat sich verhakt.“ Sie antwortet: Abend hier mit dem Brotmesser und deinem
„Ich werde dem Kind doch nicht die Freude Werkzeugkasten?“ „Das werden wir ja sehen,
verderben und vorher sagen, was drin ist.“ wer am 24. die Schublade öffnet.“
„Aber die Schublade klemmt.“ Markus verdreht Am 24. werden die Türen geöffnet, die nie-
die Augen, soweit war er schon vor gefühlten mand sonst öffnen kann. Jesus kommt. Alle
zwei Stunden. Apropos Stunden – wie spät Jahre wieder stehe ich im Advent und erzäh-
ist es eigentlich? „Viertel nach sieben.“ „Der le vom Warten und von der Geduld, die uns
Schulbus!“, „Das Frühstück“ – „Ich bin noch Gott näher bringt – und davon, dass es der
nicht mal rasiert.“ Hektisch laufen alle drei Friede ist, den diese Welt braucht, und nicht
durcheinander. Die „1“ ist vorerst vergessen. die Gewalt und die Brotmesser. So warte ich
Am späten Nachmittag stehen sie alle drei wie Markus und seine Eltern auch in diesem
wieder vor dem Kalender und versuchen vor- Jahr geduldig und bewusst, dass der kommt,
sichtig durch Rütteln, durch Drücken und Zie- der alle Türen und Schubladen öffnen kann,
hen mit dem Brotmesser die „1“ aufzube- weil er uns kennt und führen will – alle Jahre
kommen. Nichts, kein Stück. Markus ist der wieder. Gott sei Dank.
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10 K irche f ü r E insteiger
Advent
Mit dem ersten Adventssonntag am 27. No- wird Gott in Jesus von Nazareth als Mensch
vember beginnt das neue Kirchenjahr. Der geboren. Jesus Christus wird damit zur Brü-
christliche Kalender wird geprägt von sei- cke zwischen Gott und den Menschen. Dies
nen drei Hauptfesten Weihnachten, Ostern ist der Kern der christlichen Heilsbotschaft.
und Pfingsten. Advent und Weihnachten wurden als christ-
Die Adventszeit ist für Christen die Zeit der liche Jahresfeste erst relativ spät im 4. bis
Vorbereitung auf die Feier der Geburt Jesu. 5. Jahrhundert eingeführt. In den vergangenen
Um die „stille Zeit“ vor Weihnachten hat sich Jahren ist bei vielen Menschen die Sehnsucht
ein reiches Brauchtum entwickelt: Adventska- nach mehr Spiritualität und meditativer Ruhe
lender und -kränze sowie besondere Speisen, in der Adventszeit gewachsen.
Süßigkeiten und Kirchenlieder zählen dazu. Besonders die Kirchen wehren sich gegen
Das Wort Advent ist abgeleitet von dem latei- verfrühten Weihnachtsrummel lange vor der
nischen Wort „adventus“ für Ankunft. Christen Adventszeit. Vorschläge zur Öffnung von Ge-
feiern in der Adventszeit das Kommen Got- schäften an den Adventssonntagen stießen
tes in die Welt. Nach christlichem Glauben bei den Kirchen auf scharfen Protest.
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Adventskranz
In Wohnstuben, Schulzimmern, Kirchenräu- Der Vater der protestantischen Diakonie, Jo-
men und Supermärkten hängen und stehen hann Hinrich Wichern, war vermutlich der
sie, die nach Tannengrün duftenden oder in erste, der in Hamburg einen Kronleuchter –
Porzellan und Plastik trendig verfremdeten nach anderen Quellen ein Wagenrad – zum
Kränze mit ihren Kerzen in allen Farben. Wer Adventskranz umfunktionierte. Die kleinen
die Symbolik nicht mehr versteht, zündet Waisen und Streuner, denen er in seinem
alle vier Kerzen auf einmal an, sobald der „Rauen Haus“ Heimat und Ausbildung gab,
November zur Neige geht. hatten ihn ständig gefragt, wann denn nun
Was aber die meisten Freunde schöner endlich Weihnachten sei. Um ihre Frage zu
Bräuche nicht wissen: Erfunden wurde der beantworten, aber auch um ihnen das Zäh-
Adventskranz erst 1839 im protestantischen len beizubringen, brachte er auf dem Kron-
Norddeutschland; die katholischen Milieus leuchter so viele Kerzen an, wie es Tage
übernahmen ihn knapp hundert Jahre spä- vom ersten Adventssonntag bis zum Heili-
ter. gen Abend waren.
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Adventskalender
Als „Erfinder“ des gedruckten Advents-
kalenders ließ sich der Münchner Dru-
ckereibesitzer Gerhard Lang feiern.
Ganz neu war seine Idee allerdings
nicht. Selbst gebastelte Vorläufer der
späteren Kalender hatte es schon im
19. Jahrhundert gegeben, und zwar
hauptsächlich in protestantischen Fa-
milien, wo sie mit einer Art Hauslitur-
gie Gesang, Gebet, Bibellesung ver-
bunden waren.
Die Formen scheinen denkbar einfach:
Kreidestriche wurden ausgewischt,
Blätter abgerissen, Kerzen ein Stück
weit abgebrannt. Aber der schlichte Ri-
tus genügte, um geheimnisvolle Span-
nung zu erzeugen. In Thomas Manns
Familienroman „Buddenbrooks“ und
ähnlichen Büchern finden sich zahl-
reiche Berichte von solchem Advents-
brauchtum in protestantischen Bür-
gerhäusern.
1942 erschien wieder in München im
Zauber der Erwartung Pausbäckige Engel ho- NSDAP-eigenen Franz-Eher-Verlag, der Hitlers
len die Wunschzettel für das Christkind ab, „Mein Kampf“ und den „Völkischen Beobach-
backen Plätzchen, reparieren Puppen und ter“ herausbrachte ein Adventskalender unter
Schaukelpferde, schmücken den Lichterbaum: dem Titel „Vorweihnachten“. Das Christkind
Vor hundert Jahren erschien in München einer verwandelte sich in ein „Lichtkind“, der Bi-
der ersten Adventskalender. Er hieß „Im Lan- schof Nikolaus in Gott Wotan, die Krippe unter
de des Christkinds“ und präsentierte eine dem „Julbaum“ in ein „Weihnachtsgärtlein“.
Märchenwelt in 24 Miniaturbildern, gezeich- All das setzte sich nicht durch, zeigt aber,
net vom renommierten Kinderbuchillustrator dass die Tradition des Adventskalenders wie
Richard Ernst Kepler. ein Seismograph kulturgeschichtliche Verän-
derungsprozesse abbildet.
Das Kind, das diesen „Münchner Weihnachts- Da marschierten einst Spielzeugsoldaten
kalender“ geschenkt bekam, hatte die 24 im Stechschritt durch das „Land des Christ-
Tage vor dem Heiligen Abend entschieden kinds“, nach dem Zweiten Weltkrieg gab es
mehr zu tun als seine heutigen Urenkel. Es stark von der katholischen Liturgie geprägte
musste das jeweilige Motiv aus einem Blatt Kalender („Der Dom“ oder „Engelamt“), und
mit bunten Bildern ausschneiden und mit heute dominieren humorvolle Allerweltsmoti-
der gummierten Rückseite auf einen starken ve, die auf jeden religiösen Bezug verzichten
Karton kleben. wie der Alltag einer Bärenfamilie.
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 0N achrichten aus der G emeinde 13
Wunschzettelaktion Plöner Tafel Ascheberg
Auch in einem ganz besonderen Jahr, in
dem wir von Corona stark beeinträchtigt
waren und immer noch sind, möchten
die Weihnachtswichtel der Plöner Tafel
in Ascheberg an einer langjährigen Tra-
dition festhalten.
Wie im vergangenen Jahr wird der Weih-
nachtsbaum, der uns von Casa Flora
zur Verfügung gestellt wird, mit den
Wunschzetteln zum 1. Advent in den
Räumen der VR-Bank aufgestellt werden.
Jeder, der einen Kinderwunsch erfüllen
möchte, kann hier einen entsprechen-
den Wunschzettel vom Baum nehmen.
Der Ablauf der Aktion ist auf der Rück-
seite der Zettel zu finden.
Die Kinder freuen sich, wie auch in den
vergangenen Jahren, über die Erfüllung
ihrer Wünsche!
Bei Ihnen allen bedanken wir uns für Ihre
Unterstützung und wünschen Ihnen und
Ihrer Familie eine besinnliche Advents-
zeit und ein gesegnetes Weihnachtsfest.
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DEZEMBER
29.11. 10:00 Uhr Musikalischer Gottesdienst am ersten Advent mit Nikolaus Krause und
Solisten, Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
06.12. 10:00 Uhr Gottesdienst am zweiten Advent,
Michaeliskirche (Pastor J.P. Strelow)
13.12. 10:00 Uhr Gottesdienst am dritten Advent,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor R. Scheel)
20.12. 10:00 Uhr Gottesdienst am vierten Advent,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
24.12. 14:30 Uhr Christvespergottesdienst*
15.45 Uhr musikalisch gestaltet durch Petra Bleser und Freunden
17:00 Uhr Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
24.12. 14:30 Uhr Familiengottesdienst mit Krippenszenen*
15:45 Uhr musikalisch gestaltet durch Bo Boj Klupp
17:00 Uhr Große Scheune auf Gut Ascheberg (Merle Maas und Team)
24.12. 22:00 Uhr Christmettegottesdienst*
23:00 Uhr mit musikalischer Gestaltung durch Carl-Walter Petersen,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
26.12 10:00 Uhr Stallgottesdienst am zweiten Festtag,
Große Scheune auf Gut Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)*
27.12. 10:00 Uhr Gottesdienst am 1. Sonntag nach dem Christfest,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)*
31.12. 17:00 Uhr Jahresschlussandacht, Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)*
JANUAR
03.01. 17:00 Uhr Gottesdienst am zweiten Sonntag nach dem Christfest,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
10.01. 10:00 Uhr Gottesdienst am ersten Sonntag nach Epiphanias,
Michaeliskirche Ascheberg (Diakon P. Keil)
17.01. 10:00 Uhr Gottesdienst am zweiten Sonntag nach Epiphanias,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor R. Scheel)
24.01. 10:00 Uhr Gottesdienst am dritten Sonntag nach Epiphanias,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastorin F. Dethloff)
31.01. 10:00 Uhr Gottesdienst am letzten Sonntag nach Epiphanias,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor R. Scheel)
FEBRUAR
07.02. 10:00 Uhr Gottesdienst am Sonntag Sexagesimae,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
14.02. 10:00 Uhr Gottesdienst am Sonntag Estomihi,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
21.02. 10:00 Uhr Gottesdienst am Sonntag Invocavit,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
28.02. 10:00 Uhr Gottesdienst am Sonntag Reminiscere,
Michaeliskirche Ascheberg (Pastor J.P. Strelow)
*Anmeldung erforderlich: www.kirche-ascheberg.de oder Tel. 04526/290 oder persönlich im Kirchenbüro
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M O N TA G
1. u. 3. 15:00 Uhr Seniorenkreis Gemeindehaus Ascheberg Fr. Isenberg (Tel. 8845),
Fr. Saggau (Tel. 8446)
Fr. Jakat (Tel. 1278)
2. u. 4. 15:00 Uhr Plattdütsch Gemeindehaus Ascheberg Fr. Biernacki (Tel. 04342/80912)
D I E N S TA G
1. – 4. 09:45 – Yoga Gemeindehaus Ascheberg Hilke Walter (Tel. 8916)
11:00 Uhr Stuhl-Yoga
1. 19:30 Uhr Kirchengemeinderat Gemeindehaus Ascheberg Pastor Strelow (Tel. 290)
1. – 4. 15:30 – Plöner Tafel Gemeindehaus Ascheberg Frau Ploch (Tel. 2065272)
16:00 Uhr
1. – 4. 17:00 Uhr Konfirmanden- Gemeindehaus Ascheberg Pastor Strelow (Tel. 290)
unterricht
MITTWOCH
1. – 3. 19:30 Uhr Bastelkreis Gemeindehaus Ascheberg Fr. Jakat (Tel. 1278)
1. - 4. 19:30 Uhr Posaunenchor Gemeindehaus Ascheberg Hr. Tischler, (Tel. 0176/62406951)
D O N N E R S TA G
1. – 4. 17:00 Uhr Konfirmanden- Gemeindehaus Ascheberg Pastor Strelow (Tel. 290)
unterricht
1. – 4. 20:00 Uhr Kirchenchor Gemeindehaus Ascheberg Hr. Krause (Tel. 04384/592509)
F R E I TA G
1. – 4. 14:00 Uhr Wandergruppe Gemeindehaus Ascheberg Klaus Rosenkranz
(Tel. 0 45 22 / 12 29)
1. – 4. 16:15 Uhr Pfadfinder Gemeindehaus Ascheberg Pastor Strelow (Tel. 290)
1. u. 3. 18:30 Uhr Pfadfinder- Gemeindehaus Ascheberg Pastor Strelow (Tel. 290)
Mitarbeiter
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1. + 3. 19:30– Tanzkreis Gemeindehaus Ascheberg Frau Schümann
21:30 Uhr (Tel. 0 45 22 / 7 46 62 80)
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 016 F reud und Leid
TA U F E N TRAUERFEIERN
Im Gemeindebrief der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ascheberg werden regelmäßig die kirchlichen Amtshand-
lungen (Taufen, Konfirmationen, kirchliche Trauungen und kirchliche Bestattungen) von Gemeindegliedern
veröffentlicht. Gemeindeglieder, die mit der Veröffentlichung ihrer Daten nicht einverstanden sind, können
dem Kirchengemeinderat ihren Widerspruch schriftlich mitteilen.
Die Mitteilung muss rechtzeitig vor dem Redaktionsschluss am 2. März 2021 vorliegen, da ansonsten die
Berücksichtigung des Widerspruchs nicht garantiert werden kann.
inhaber: christian Pohl
Langenrade 3, Ascheberg
GAST BESTATTUNGEN.
Telefon 04526 15 51
SiE SiNd NichT AllEiN.K ontakt | I mpressum 17
KIRCHENBÜRO KIRCHENGEMEINDER AT
UND FRIEDHOF SVERWALTUNG Albrecht Graf 04526 83 15
Astrid Stöck T 04526 2 90 von Brockdorff-Ahlefeldt
buero@kirche-ascheberg.de F 04526 16 76
Birthe Hinz 04526 86 68
Öffnungszeiten Gemeindebüro:
Mo. geschlossen! Marlies Jakat 04526 12 78
Di. 10.00-12.00 Uhr
Mi. 15.00-17.00 Uhr Eggert Kaack 04526 2 47
Do. 10.00-12.00 Uhr
Fr. 10.00-12.00 Uhr
Jens Krutein 04526 38 00 63
PASTOR
Friederike Leiber 04526 5 60
Jan Philipp Strelow T 04526 2 90
Plöner Chaussee 47 F 04526 16 76
pastor@kirche-ascheberg.de Jannis Redmer 0431 33 91 08 0
Ute Saggau 04526 84 46
KINDERSTUBE MICHAELISZWERGE
Ute Saggau T 04526 38 16 93 Sabine Seeck 04526 84 59
michaeliszwerge@ F 04526 16 76
kirche-ascheberg.de Pastor Jan Philipp Strelow 04526 2 90
KINDER- UND JUGENDARBEIT
Merle Maas T 01578 0 46 36 27 IMPRESSUM
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kirche-ascheberg.de Herausgeber: Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ascheberg
Verantwortlich: Jan Philipp Strelow
ausgenommen namentlich gekennzeichnete Beiträge
KIRCHENMUSIKER
Nikolaus Krause (Chor) 04384 59 25 09 Auflage: 2.500 Stück
Helge Tischler (Posaunenchor) 0176 62 40 69 51 Erscheinungsweise: vierteljährlich
Nächste Ausgabe: März 2021
FRIEDHOFSWART
Redaktionsschluss: 2. März 2021
Daniel Klassen 0162 2 95 55 34
Gestaltung und Layout:
KÜSTEREI KentschMedia, 24306 Plön, Telefon 04522 50 27 73
Andrea Lieske 04526 4 61 Druck:
0176 43 41 43 46 Gemeindebriefdruckerei, 29393 Gr. Oesingen
E V. - L U T H . K I R C H E N G E M E I N D E
A S C H E B E R G
Ascheberger Michaeliskirche
Plöner Chaussee 45
24326 Ascheberg
www.kirche-ascheberg.de
täglich von 8.30-16.00 Uhr geöffnet18 D iakonie
Ausgabe der Plöner Tafel Behördenlotse Preetz
Plöner Chaussee 49, 24326 Ascheberg Sprechzeiten: Mi, Do 10:00 – 12:00 Uhr
Di von 15.30-16.00 Uhr und 15:00 – 17:00 Uhr
Kontakt in Ascheberg Frau Ploch Am Alten Amtsgericht 5, Haus der Diakonie
T 04526 2065272 Telefon 04342 717 30
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Am Markt 26, 24306 Plön Kleidung für jedes Alter, Haushaltswaren
Mo-Fr von 9.00-11.30 u.15.00-17.00 Uhr und Bücher zu günstigen Preisen.
Kontakt in Ascheberg Frau Kersting Annahme von Spenden gut erhaltender
T 0174 3153413 Waren nach telefonischer Absprache
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Büro: Mo-Fr: 08.00-09.00 Uhr Mo-Fr. 08.00-12.00 Uhr
Möbellager: Mi: 15.00-17.00 und Do auch 14.00-18.00 Uhr
10.00-12.00 Uhr Termine nach Absprache
T 04342 71712 T 04342 71723
M 0170 9055153 info@schuldnerberatung-ploen.de
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Erziehungs-und Lebensberatung Plön
Behördenlotse Bornhöved Das Beratungsangebot richtet sich
Sprechzeiten: Mi 16:00 – 18:00 Uhr und an Kinder, Jugendliche,Erwachsene und
Fr 9:00 – 11:00 Uhr Familien
Lindenstr. 5 Vierschillingsberg 21, 24306 Plön
Telefon 04323 805 447 13 Termine nach Absprache
T 04381 6667
info-lb@beratung-fuer-alle.de
K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 0D iakonie 19 K I R C H E N B O T E 4|2 0 2 0
Ein frohes, besinnliches Fest und
alles Gute im neuen Jahr
wünscht Ihnen
Die Kirchengemeinde AschebergSie können auch lesen