Fahrplan Solarwärme Strategie und Maßnahmen der Solarwärme-Branche für ein beschleunigtes Marktwachstum bis 2030 - Bundesverband Solarwirtschaft

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Fahrplan Solarwärme Strategie und Maßnahmen der Solarwärme-Branche für ein beschleunigtes Marktwachstum bis 2030 - Bundesverband Solarwirtschaft
Fahrplan Solarwärme
Strategie und Maßnahmen der Solarwärme-Branche
für ein beschleunigtes Marktwachstum bis 2030
Kurzfassung
Fahrplan Solarwärme
Strategie und Maßnahmen der Solarwärme-Branche
für ein beschleunigtes Marktwachstum bis 2030

Kurzfassung — Juni 2012

Technomar GmbH         Institut für Thermodynamik co2online gGmbH                      BSW - Bundesverband
                       und Wärmetechnik		                                              Solarwirtschaft e.V.
                       Universität Stuttgart

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des
Deutschen Bundestages.
Auftraggeber

BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Quartier 207, Friedrichstraße 78
10117 Berlin

Unter Mitwirkung von:
Timo Leukefeld, Matthias Reitzenstein

Technomar GmbH
Widenmayerstraße 46a
80538 München
Volkmar Ebert, Roland Günther, Zsolt Kremer, Raymond Pajor

Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik ITW
Universität Stuttgart
Pfaffenwaldring 6
70550 Stuttgart
Dr. Dan Bauer, Dr. Harald Drück, Karola Sommer

co2online gGmbH
Hochkirchstraße 9
10829 Berlin
Katy Jahnke

Redaktionsschluss: 31.12.2011

Titelfoto: Futuristisches Ferienhaus mit Solarwärme-Fassade in Oberwiesenthal
Inhaltsverzeichnis

1.				     Rahmen  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.1   		   Ausgangssituation und Handlungsbedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

1.2			     Vision und Ziele  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

2				      Analyse  . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  3
2.1   		   Künftiger Wärmebedarf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  3
2.2 		     Flächenpotential . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  3
2.3 		     Investitionsmotive . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  4
2.4 		     Vertriebspartner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  5
2.5 		     Wettbewerbstechnologien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  6
2.6 		     Kostensenkung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  7
2.7   		   Politik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  9
2.8 		     Kommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  9

3		   		   Szenarien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  11

4		   		   Volkswirtschaftliche Effekte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15

5 			      Handlungsfelder . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
1   | Studie    | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

    1|         Rahmen

    1.1        Ausgangssituation und Handlungsbedarf

    Der Wärmebedarf in Deutschland hat einen              Dennoch zeigen die Jahre seit 2008, dass sich
    Anteil von über 50% am gesamten Endener-              weiteres Wachstum nicht von selbst einstellt
    giebedarf. Es werden also erheblich mehr Kilo-        oder allein ein Ergebnis des steigenden Ölprei-
    wattstunden für Raumwärme, die Trinkwasserer-         ses ist. Branche und Politik müssen ihrerseits
    wärmung und Prozesswärme aufgewendet als              der Solarwärme einen Schub verleihen, der die
    für Strom und Mobilität zusammen. Eine voll-          Nachfrage nach Anlagen in allen Marktsegmen-
    ständige Energiewende mit dem Ziel, den CO2-          ten erhöht, die Kosten senkt und langfristig ei-
    Ausstoß bis zum Jahr 2050 gegenüber 1990 um           nen selbsttragenden Wachstumseffekt auslöst.
    mindestens 80% zu reduzieren, kann daher nur          Der „Fahrplan Solarwärme“ entwirft dieses Bild
    gelingen, wenn auch im Wärmebereich konse-            der solarthermischen Zukunft bis ins Jahr 2030.
    quent auf Erneuerbare Energien umgestellt wird        Er untersucht realistische Möglichkeiten, die
    und alle Einsparpotentiale erschlossen werden.        Anlageneffizienz zu steigern, Flächenpotentia-
                                                          le zu nutzen, neue Marktsegmente zu erobern,
    Die Solarwärme ist ein wichtiger Treiber für die-     den Vertrieb zu stärken und den Förderrahmen
    sen Prozess. Sie lieferte im Jahr 2010 zwar erst      zu optimieren. Im Ergebnis präsentiert der Fahr-
    einen Anteil von rund 1% an der Wärmeversor-          plan eine umfassende Branchenstrategie und ein
    gung deutscher Haushalte. Die Voraussetzungen         Bündel an Maßnahmen, um im Jahr 2030 rund
    für ein starkes Wachstum sind aber gegeben: Die       70 Gigawatt (GW) solarthermischer Leistung
    Technologie hat einen hohen Reifegrad erlangt.        oder rund 100 Millionen Quadratmeter Kollek-
    Sie ist im Markt etabliert. Es liegen noch gewalti-   torfläche auf deutschen Dächern installiert zu
    ge Ausbaupotentiale brach.                            haben.

    1.1        Vision und Ziele

    Solarwärme ist die mit Abstand natürlichste und       Gemeinsam mit ihrer Schwestertechnologie
    nachhaltigste Form der Wärmeerzeugung, da             Photovoltaik wird die Erreichung einer mög-
    sie ohne Brennstoffe auskommt und Sonnen-             lichst hohen Gesamteffizienz angestrebt. Dazu
    einstrahlung mit hohen Wirkungsgraden erntet.         ist es sinnvoll, die für die jeweiligen Bereiche
    Solarwärme sollte daher bei der überwiegenden         Wärme und Strom optimalen Konzepte und
    Zahl der dafür geeigneten Wohngebäude zur             Technologien einzusetzen. Daraus folgt die Kon-
    Grundausstattung in der Wärmeversorgung wer-          sequenz: Solarwärme für Wärmeanwendungen,
    den. Im Bereich der industriellen Prozesswärme        Solarstrom für Stromanwendungen.
    liefert sie einen substanziellen Anteil, um für die
    Unternehmen Energiekosten zu senken. Damit            Der BSW-Solar verfolgt zwölf messbare Ziele,
    leistet die Solarwärme einen wesentlichen Bei-        die den Ausbau der Solarwärme treiben und be-
    trag für einen künftig annähernd klimaneutralen       gleiten sollen. Die Ziele werden den energiepoli-
    Gebäudebestand in Deutschland, dessen Ener-           tischen Anforderungen an die solare Wärmeer-
    giebedarf weitgehend durch erneuerbare Ener-          zeugung mehr als gerecht. Sie unterstellen ein
    gien gedeckt wird. Durch weitere technologische       deutliches Wachstum bis 2020 und prognostizie-
    Erfolge und Kostensenkungen wird die Branche          ren einen Durchbruch bis 2030.
    eine führende Position im Weltmarkt erreichen
    und dadurch wachsende Exportanteile, Wert-
    schöpfung und Beschäftigung in Deutschland
    erzielen.
2

1 | Abbildung 1 | Kernziele des Fahrplans Solarwärme für 2020 und 2030

    Szenario                                                                                                                                Forcierte Expansion
                                                                                                                          2010              2020         2030
    Zubau Kollektorfläche in Deutschland p.a. (Mio. m2)                                                                    1,15              3,6           8,1
    Installierte Kollektorfläche in Deutschland (kumuliert, Mio. m2)                                                       14                39            99
    Installierte solarthermische Leistung (in GW)                                                                          9,8               27            69
    Solarthermische Energieerzeugung p.a. (TWh)                                                                             5                14            36
    CO2-Einsparung p.a. Mio. to
3   | Studie                           | Wegweiser Solarwirtschaft | Kurzfassung

    2|                               Analyse

    2.1                              Künftiger Wärmebedarf

    Alle Anstrengungen, den Endenergiebedarf zu                                                     Während der Raumwärmebedarf abnehmen wird,
    senken, kommen an einer detaillierten Betrach-                                                  gibt es Prognosen, die den Bedarf an Prozess-
    tung des Wärmebedarfs nicht vorbei. Studien                                                     wärme ansteigen sehen. Es ist daher eine wich-
    gehen davon aus, dass dieser Bedarf bis 2030                                                    tige gesamtgesellschaftliche Aufgabe, diese im-
    bedingt durch Effizienzsteigerungen, Rationali-                                                 mense Energiemenge möglichst nachhaltig und
    sierung und bessere Dämmung um ca. 30% sin-                                                     klimaneutral zu erzeugen. Die Solarwärme ist
    ken wird. Damit beläuft sich der Gesamt-Wärme-                                                  durch die Nutzung der Sonne die natürlichste und
    bedarf 2030 aber immer noch auf knapp 10.000                                                    dauerhafteste Form der Wärmeerzeugung. Daher
    Petajoule pro Jahr bzw. 2.778 TWh/a, wobei sich                                                 kommt ihr im Rahmen dieser Aufgabe ein beson-
    die Struktur des Wärmebedarfs verändern wird.                                                   ders hoher Stellenwert zu.

    2 | Abbildung 1 | Entwicklung des Wärmebedarfs bis 2050 gemäß verschiedener Prognosen

    600
           Endenergiebedarf in TWh

                                                              546

                                                                                            501
    500
                                      521

                                                                                                                          455

                                                                                                                                                        409
    400
                                                              408

                                                                                            327

    300
                                                                                                                                                                                261
                                                                                                                                                  242
                                                                                                                          259

                                                                                                                    223
                                                                                      205
    200                                                             184
                                                                                                                                                        198
                                            191

                                                                                                  147                                                         138
                                                                                                                                140
                                                                                                                                                                          106
     100
                                                                                      117
                                                                    116

                                                                           74
                                                                                                                    103

                                                                                 58                      70
                                                                                                  98

                                                                                                                                                  96

                                                                                                                                       66                           62
                                                                                                                                                                                89
                                                   88

                                                                                                               50
                                                                                                                                77

                                                                                                                                                              62
                                                                           61

                                                                                 56

                                                                                                         53

                                                                                                                                       47
                                                                                                               47

                                                                                                                                                                    45
                                                                                                                                             37
                                                         36

                                                                                                                                                                          30

      0
                                                  2010                    2020                          2030                          2040                         2050

     Endenergiebedarf Raumwärme Private Haushalte Endenergiebedarf Raumwärme GHD
     Endenergiebedarf Trinkwassererwärmung Private Haushalte Endenergiebedarf Prozesswärme GHD
     Endenergiebedarf Prozesswärme Industrie                        Spannweite der Studien
    Quelle: gemäß BMU 2005, DLR 2010, Greenpeace 2007, EWI 2008, FFE 2003, BEE 2009, IER 2007

    2.2                              Flächenpotential

    Das sogenannte technische Potential, das für die                                                lometer. Das wirtschaftlich erschließbare Potenti-
    Solarwärme in der Bundesrepublik errechnet wur-                                                 al für Solarwärme ist wiederum abhängig von der
    de, ist erheblich. Die für Solarwärme geeigneten                                                Zahl der zu beheizenden Gebäude mit geeigneten
    Flächen (Dächer, Fassaden und Freiflächen) sum-                                                 Dachflächen. Der Blick auf die Dächer von Ein-,
    mieren sich auf insgesamt über 2000 Quadratki-                                                  Zwei- (EZFH) und Mehrfamilienhäusern (MFH)
4

zeigt, dass zwischen 45% und 55% aller Dach-                                                          Bis 2030 wären je nach Zubau-Szenario zwischen
flächen geeignet und damit wirtschaftlich mit                                                         70% und 80% des zur Verfügung stehenden ge-
Kollektoren auszustatten sind. Legt man den Ge-                                                       eigneten Dachflächenpotentials für Solarwärme
bäudebestand von ca. 17,9 Mio. Wohngebäuden zu-                                                       ausgeschöpft, ohne dass es in der Summe zu Flä-
grunde, wären etwa 8 – 10 Mio. Dächer geeignet.                                                       chenkonflikten mit der Photovoltaik kommt. Nicht
Abzüglich der bereits mit Photovoltaik oder Solar-                                                    enthalten sind darin Fassaden- und Freiflächen
thermie belegten Dächer verbleibt ein Restpoten-                                                      sowie alle Dachflächen, die im Neubau, auf Nicht-
tial von zwischen 6 und 8 Mio. Dachflächen allein                                                     Wohngebäuden sowie im gewerblichen und indus-
im Wohngebäudebereich.                                                                                triellen Gebäudebereich zur Verfügung stehen.

2 | Abbildung 2 | Ausschöpfung des solaren Dachflächenpotentials auf Ein- und Zweifamilienhäusern
                  bis 2030
16
     EZFH Bestand (Mio. WE)

14
                                      ca. 45% nur bedingt
                                      für Solarenergie geeignet
12

10

8
                                                                                                                                   Dach-Potential Photovoltaik
6
                                       Dach-Potential Solarwärme

4

                                                                                                                                                          70%–80%
2                                                                                                     40%
                                     20%
0
                                                                                               2020

                                                                                                                                                                      2030
                                                                                                                                                        2028
                                                                                                              2022

                                                                                                                                   2025

                                                                                                                                                               2029
                                                                                                                            2024

                                                                                                                                          2026
                                                                                                                     2023

                                                                                                                                                 2027
                                                                                 2018
                                                     2014

                                                            2015

                                                                   2016

                                                                                        2019
                                       2012

                                                                                                       2021
                                              2013

                                                                          2017
                              2011

   Anzahl Solarwärme-Anlagen bzw. Dächer gemäß Forcierte Expansion     Anzahl Solarwärme-Anlagen bzw. Dächer gemäß
Gemäß Globaler Wandel (GW) Solarisierungsquote der Solarwärme auf geeigneten Dächern

2.3                             Investitionsmotive

Marktforschungsanalysen haben ergeben, dass                                                           hen wirtschaftliche Gründe, beide mit wachsen-
nahezu alle Zielgruppen, insbesondere die Ei-                                                         der Tendenz in den letzten 10 Jahren. Von etwas
gentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern die                                                         geringerer Relevanz aber deutlich ansteigend,
Solarwärme grundsätzlich sehr positiv bewerten                                                        bewegen die Sorge vor Preissteigerungen fossiler
(vgl. auch Abb. 2|3). Als Grund für die Nutzung                                                       Brennstoffe und der Wunsch sich unabhängig zu
von Solarwärme-Anlagen wird zunächst der Um-                                                          machen die Interessenten zur Investition in Solar-
weltschutzaspekt genannt. An zweiter Stelle ste-                                                      wärme-Anlagen.
5   | Studie    | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

    2 | Abbildung 3 | Gründe für die Nutzung von Solarwärme nach Baujahr der Anlage

    100%

     90%

                                                                                                                     81,6%
     80%                                   77,6%                                77,1%
                                                                                                             75,5%

                                                                        70,9%
     70%

                                                                                                     61,2%
                                   59,6%
     60%

                                                                51,8%                        51,0%
     50%

                           41,2%
     40%
                                                        36,1%

                   31,4%
     30%

     20%

     10%

      0%
                        2001 – 2005                         2006 – 2010                              nach 2010

     Umweltaspekte und Klimaschutz Wirtschaftlichkeit und Kostenaspekte Sorge vor Preissteigerungen fossiler Energieträger
     Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern
    Basis: Befragung von 1.469 Solarwärme-Nutzern und -Interessenten, Quelle: co2online 2011

    Der Hauptgrund, sich nicht für eine Solaranlage zu             onskosten für den Endkunden sowie auch die Wirt-
    entscheiden, ist – mit weitem Abstand vor allen an-            schaftlichkeit einer Solaranlage werden also kurz-,
    deren Gründen – für 47% der Befragten die hohen                mittel- und langfristig ein wesentlicher Schlüssel
    Kosten. Die künftige absolute Höhe der Investiti-              für den Erfolg der Solarwärme in Deutschland sein.

    2.4        Vertriebspartner

    Wichtigster Faktor in der Wertschöpfungsket-                   Vertriebskanal für die Solarwärme-Branche. Um-
    te vom Hersteller bis zum Endkunden ist das                    gekehrt hegt das Handwerk hohe und steigende
    Handwerk. Auch mittel- und langfristig bleibt das              Erwartungen an den solarthermischen Geschäfts-
    Handwerk insbesondere in den Marktsegmenten                    erfolg und etabliert sich damit in der Gewinner-
    der Ein- und Zweifamilienhäuser der wichtigste                 Gemeinschaft aus Herstellern und Installateuren.
6

2 | Abbildung 4 | Wirtschaftliche Bedeutung der Solarwärme fürs Handwerk — aktuell und bis 2020

80%
       wichtig/steigend

70%

60%
                                                               75%                                      75%

50%                                 63%

40%

30%

20%

10%
                  2011                                  2014                          2020
   0
                                                                                                              13%
       unwichtig/rückläufig

-10%
                                                                       21%
-20%

-30%                                       36%

-40%

Basis: 500 Befragte, auf 100% fehlende Antworten: keine Angabe, Quelle: Technomar Akteursanalyse 2011

Die Geschäftsfelder des solarwärmerelevanten                    erhalten und weiter zu verbessern. Eine wichtige
Handwerks, Heizung, Bad, Klima, Haustechnik                     Rolle spielen dabei die Gelegenheitsinstallateure
und Elektroinstallation werden in ihrer Bandbreite              von Solarwärme. Es gilt, sie vom passiven Vertrieb
künftig weiter wachsen. Die Anzahl der Handwer-                 auf Kundennachfrage auf ein aktives Marketing
ker wird jedoch auch mittelfristig weitgehend kon-              umzustellen. Dabei spielen die Intensivierung der
stant bleiben mit eher abnehmender Tendenz. Es                  Betreuung dieser Gruppe durch die Solarwärme-
ist daher von zentraler Bedeutung, die Attraktivi-              hersteller, aber auch die Höhe und Kontinuität der
tät der Solarwärme für das Handwerk aufrecht zu                 öffentlichen Förderung eine wesentliche Rolle.

2.5                           Wettbewerbstechnologien

Es ist davon auszugehen, dass die Wettbewerbs-                  zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstüt-
stärke der meisten Wärmeerzeuger, ob konventi-                  zung. Ihr Nachteil ist, dass sie einen geringeren An-
onell mit fossiler Energie oder mit regenerativen               teil an solarer Wärme am gesamten Wärmebedarf
Energien betrieben, sich künftig auf sehr hohem                 eines Haushalts beisteuern.
Niveau bewegen wird. Die zentrale Frage ist, wie
wirtschaftlich sich eine Heizung mit Solarwärme-                Gegenüber dem bisherigen Marktstandard, dem
unterstützung gegenüber einer Heizung ohne So-                  Brennwertkessel auf Öl- oder Gasbasis ist die Wett-
larwärmeunterstützung verhält. Um auch ohne                     bewerbsposition der Solarwärme sowohl kurz- als
Förderung wettbewerbsfähig zu werden, muss die                  auch längerfristig positiv zu beurteilen, weil sie aus
Branche die Wärmegestehungskosten von Anla-                     Wirtschaftlichkeitserwägungen eine gute Ergän-
gen mit Solarwärme substanziell verbessern. Da-                 zung zu dieser Technologie darstellt und zwar in
bei haben solare Systeme zur Unterstützung der                  der Modernisierung und im Neubau. Genauso gut
Warmwasserbereitung auch künftig leichte Wirt-                  lässt sich Solar mit Wärmeerzeugern auf Basis von
schaftlichkeitsvorteile gegenüber Kombisystemen                 Biomasse-Technologien kombinieren.
7   | Studie    | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

    2 | Abbildung 5 | Entwicklung der Wärmeerzeugeranteile in der Heizungsmodernisierung

                                                                                                      Bedeutung
     Absatz                            2010            2015              2020           2030
                                                                                                    für Solarwärme
     Brennwert Öl/Gas                  66%             67%               66%            66%                ++
     Niedertemperatur Öl/Gas           23%             19%               12%             5%                +
     Elektrische Wärmepumpe            6%              8%                10%             12%                -
     Gas Wärmepumpe                    0%              0%                3%              6%                -
     Biomasse                          4%              5%                7%              9%                +
     (Mikro)-KWK                        1%              1%               2%              2%                -
     Elektrische Direktheizung          0               0                 0               0                0
    Quelle: Technomar 2011

    2.6        Kostensenkung

    Die Komponenten einer Solarwärmeanlage be-                prognostiziert. Das betrifft zum einen den Ein-
    finden sich bereits heute auf sehr hohem tech-            satz neuer Materialien und Produktionsverfahren
    nischem Niveau. Kollektoren und Speicher in               beim Flachkollektor, zum anderen die Entwicklung
    den aktuellen Bauarten mit den derzeit verwen-            thermochemischer Speicher. Ein weiterer wesent-
    deten Materialen lassen sich nur noch schwierig           licher Erfolgsfaktor ist die kostenseitige Optimie-
    verbessern. In der Beschleunigung von Montage             rung integrierter Systeme zur Wärmeerzeugung
    und Installation bestehen noch Potentiale, die            inklusive Solarwärme. Dies betrifft die Systeme
    durch Verbesserungsmaßnahmen ausgeschöpft                 selbst im Sinne einer optimalen Abstimmung aller
    werden können. Die größten Wirkungen werden               Komponenten sowie die Vereinfachung der Mon-
    von Experten jedoch bei kompletten Technologie-           tage und Installation durch vorkonfigurierte, ggf.
    sprüngen in den Bereichen Kollektor und Speicher          standardisierte Baugruppen.

    2 | Tabelle 1 | Technologische Kostensenkungspotentiale der Solarwärme

       A) Kostensenkung       B) Vereinfachung       C) Einfachere,           D) Kunststoff-       E) TCM-Speicher
           Kollektor          Unterkonstruktion    schnelle Montage           kollektor oder
                                                                          gleichwertige Technik
     Substitution teurer      z.B. Veränderung    Standardisierung und    Prüfung, Entwicklung    Prüfung, Entwick-
     Materialien z.B. durch   Materialauswahl     Optimierung bzgl.       alternativer Herstel-   lung alternativer
     den Einsatz plattier-    und höhere          Fehlervermeidung        lungsprozesse           Langzeitspeicher
     ter Werkstoffe           Vorfertigung                                                        (siehe DSTTP)

    Der Fahrplan sieht vor, durch mehrere Maßnah-             en häufig zu Beginn die Kosten eher steigern, wird
    menbündel die Kosten einer Solarwärmeanlage               bis 2020 eine Kostensenkung für den Endkunden
    für den Endkunden bis 2030 um insgesamt 43%               von ca. 14% angestrebt, der volle Umfang der
    zu senken. Schritte dorthin liegen in den Berei-          Kostensenkung wird erst im Laufe der zwanziger
    chen Montagevereinfachung, Optimierung von                Jahre erreicht. Diese Kostensenkung wird dabei
    Komplettsystemen inklusive Wärmeerzeugern                 nicht nur von den Herstellern sondern durch die
    und den bereits erwähnten Technologiesprüngen             gesamte Wertschöpfungskette bis zum Endkun-
    beim Kollektor und Speicher. Da neue Technologi-          den realisiert.
8

2 | Abbildung 6 | Entwicklung der Endkunden-Systemkosten einer Solarwärme-Anlage bis 2030

120%

                                            Qualifikation Handwerk
                                                                               Technologiesprung
100%
                                                                                                   14%
                                                         Einfachere
80%                                                       schnelle
                                                                                                                     43%
                                                          Montage

60%

40%

                                                                                  TCM-Speicher

20%
                                                            Unter-                 Kunststoff-
                                                         Konstruktion             Kollektor o.ä.
 0%
                                     2000     2010                      2015                       2020             2030

  HW-MO-SK+EBITDA HW-SP+HW-SK+EBITDA FGH-SP+HW-SK+EBITDA HST-SP+HW-SK+EBITDA
  HST-SP+HW-HK HW-KO-SK+EBITDA FGH-KO-SK+EBITDA HST-KO-SK+EBITDA HST-KO-HK

Dank der angenommenen Kostensenkung ver-                                 durchschnittlich 16 Jahren (2011, 15 m2) auf 3 Jah-
ändert sich die Amortisationsdauer der Anlagen                           re im Jahr 2030. Größere Anlagen liegen nur we-
im Ein- und Zweifamilienhausmarkt deutlich von                           nig über diesen Werten.

4 | Abbildung 24 | Reduktion der Solarwärme-Amortisationsdauer abhängig von Kostensenkungen
         		        und Energiepreissteigerungen (ohne Speicher und Frischwasserstation)
20,0
       Amortationsdauer in Jahren

17,5

15,0

12,5

10,0

 7,5

 5,0

 2,5

 0,0
                                    2011     2015                       2020                       2025             2030

     Kombianlage mit 10 m2 Koll. Fläche, 8% p.a. Energiepreissteigerung        Kombianlage mit 15 m2 Koll. Fläche, 8% p.a. Energie-
preissteigerung       Kombianlage mit 10 m2 Koll. Fläche, 11% p.a. Energiepreissteigerung     Kombianlage mit 15 m2 Koll. Fläche,
11% p.a. Energiepreissteigerung, Quelle: ITW, Technomar
9   | Studie                              | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

    2.7                         Politik

    Im Fördervergleich zu Photovoltaik und Kraft-                                 Solarwärme mit diesen Technologien könnte die
    Wärme-Kopplung weist der Fahrplan nach, dass                                  Nutzung der Solarwärme deutlich gesteigert wer-
    die Wärmeleistung von Solarwärmeanlagen bis-                                  den und sich etwa auf das Niveau des Solar-Top-
    her bei der öffentlichen Förderung deutlich be-                               landes Österreich verdreifachen.
    nachteiligt wurde. Bei einer Gleichstellung der

    2 | Abbildung 8 | Vergleich der Förderung von Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung und Solarwärme

    0,20 €
              Förderung in Eurocent/kWh

                                                                                              x 13,8
    0,18 €
     0,16 €
                                                                     x 10,4
     0,14 €
     0,12 €
    0,10 €
    0,08 €
    0,06 €
    0,04 €
    0,02 €
    0,00 €
                                           Solarwärme             Photovoltaik             Photovoltaik        Kraft-Wärme-Kopplung-
                                          Eigenverbrauch         Eigenverbrauch            Einspeisung               Einspeisung

    Berechnungsparameter gemäß Fahrplan Solarwärme, Basisjahr 2011 Abb. 3|58, Quelle: Technomar 2011

    Ein Fördermodell, das die Ziele des Fahrplans zu                              ¬   Starke Impulswirkung
    unterstützen imstande ist, sollte folgende Kriterien                          ¬   Einfache Durchführung
    erfüllen:                                                                     ¬   Technologiedifferenziert, nutzenorientiert
    ¬ Degressiv gestaltete Fördersätze                                            ¬   Technologieeffizienz steigernd
    ¬ Haushaltsunabhängige Finanzierung

    2.8                         Kommunikation

    In der Kommunikation sollte sich die Solarwär-                                mente dienen mehr der begleitenden Information
    mebranche künftig sowohl auf immaterielle als                                 als der aktiven Überzeugungsarbeit. Sobald sich
    auch auf materielle Nutzenargumente stützen.                                  die Amortisationsdauer der Solaranlagen deutlich
    Die Topargumente sind hierbei Umwelt- und Kli-                                verbessert, wie im Fahrplan vorhergesehen ist,
    maschutz, Ressourcenschonung sowie die Kosten-                                kann auch die Wirtschaftlichkeit in den Argumen-
    ersparnis. Effizienznachweis und Renditeargu-                                 tationsschwerpunkt rücken.
10

2 | Abbildung 9 | Positionierung immaterieller Wert-Argumente für die Solarwärme in der
			               Kommunikation

          Wert-Argumente                Solarwärme-Vorteile für Investoren und im Vergleich   Priorität für die
                                                  zu Wettbewerbstechnologien                  Kommunikation

                                              niedrig       Durchschnitt          hoch

 Natürlichkeit, Unerschöpflichkeit                                                                    *
 Ressourcenschonung                                                                                  **
 Umwelt- und Klimaschutz                                                                             ***
 Unabhängigkeit                                                                                       *
Eher immaterielle Wert-Argumente

Quelle: BSW-Solar

2 | Abbildung 10 | Positionierung materieller Wert-Argumente für die Solarwärme in der
                   Kommunikation

           Wert-Argumente                         Solarwärme-Vorteile für Investoren          Priorität für die
                                             und im Vergleich zu Wettbewerbstechnologien      Kommunikation

                                                niedrig      Durchschnitt         hoch

 Schutz v. Preissteigerungen                                                                         *
 Kostenersparnis                                                                                    ***
 Vorsorge, Versorgungssicherheit                                                                     **
                               Sobald Tranzparenz über
 Effizienznachweis             Wärmeertrag vorhanden ist                                             **
                               Sobald Amortisation < 10
 Wirtschaftlichkeit/Rendite    Jahre in EZFH erreicht ist                                            *
Eher materielle Wert-Argumente

Quelle: BSW-Solar
11   | Studie                                      | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

     3|                                           Szenarien

     Ausgehend von Detailanalysen in den Themenge-                                                              und die Hersteller rücken enger zusammen, um
     bieten Technik, Wirtschaft, Gesellschaft und Poli-                                                         dem Strukturwandel im Markt pro-aktiv zu begeg-
     tik wurden drei Ausbauszenarien für die Solarwär-                                                          nen. Das Szenario basiert auf weiter steigenden
     me bis 2030 entwickelt. Das Szenario „Business                                                             Energiepreisen, wie im ersten Jahrzehnt des 21.
     as Usual“ geht hinsichtlich Vertrieb, Kostensen-                                                           Jahrhunderts (ca. 8% p.a.) und einer verstärkten
     kung und Innovation von keinen wesentlichen                                                                Förderung bis zum Erreichen der Wirtschaftlich-
     Fortschritten aus. Die fossilen Energiepreise stei-                                                        keitsschwelle ohne Förderung Anfang der zwan-
     gen moderat um ca. 3-5% p.a. Es gibt auch künftig                                                          ziger Jahre. Dieses Szenario wird als Basis für
     eine öffentliche Förderung der Solarwärme in der                                                           die quantitative und qualitative Entwicklung des
     heutigen Größenordnung.                                                                                    Fahrplans ausgewählt. Ferner wird noch ein drit-
                                                                                                                tes Szenario „Globaler Wandel“ (GW) errechnet,
     Im Szenario „Forcierte Expansion“ werden alle im                                                           das auf der gleichen Zielerreichung der Solarwär-
     Rahmen des Fahrplans gesteckten Ziele und Maß-                                                             mebranche basiert wie im Szenario „Forcierte Ex-
     nahmen realisiert. Dazu zählen mittelfristig eine                                                          pansion“. Die Unterschiede liegen darin, dass auf
     deutliche Kostensenkung im System, der Einsatz                                                             Ökologie künftig deutlich mehr geachtet wird, die
     neuer Technologien, die systematische Entwick-                                                             Energiepreise noch stärker steigen als bisher (ca.
     lung weiterer Marktsegmente für die Solarwärme                                                             11% p.a.) und die volle förderseitige Gleichstellung
     und der Einstieg in die industrielle Prozesswärme                                                          der Solarwärme mit den anderen regenerativen
     bis 100°C. Der Vertrieb wird deutlich gestärkt                                                             Technologien erfolgt.

     3 | Abbildung 1 | Gesamtleistung der in Deutschland installierten Solarwärme bis 2030

     70
          Kumuliert, installierte Leistung (GW)

     60

     50

     40

     30

     20

     10

      0
                      2010                        2011   2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030
                                 0,0              0,0    0,0   0,0     0,0    0,0   0,0   0,0    0,1    0,3    0,7    1,4    2,3    3,4    4,6    6,0    7,6    9,3    11,1   13,2   15,3
                                 0,0              0,0    0,0   0,0     0,0    0,1   0,1   0,1    0,1    0,2    0,2    0,2    0,3    0,3    0,4    0,5    0,6    0,7    0,8    1,0    1,2
                                 0,0              0,0    0,0    0,1     0,1   0,2   0,2   0,3    0,4    0,5    0,6    0,7    0,8    1,0     1,1   1,3    1,5    1,7    1,9    2,2    2,4
                                 0,0              0,0    0,0    0,1     0,1   0,2   0,2   0,3    0,4    0,4    0,5    0,6    0,6    0,7    0,8    0,8    0,9    1,0    1,0     1,1   1,2
                                 0,0              0,0    0,0    0,1    0,2    0,3   0,5   0,7    1,0    1,3    1,5    1,8    2,1    2,3    2,6    2,8    3,1    3,4    3,6    3,9    4,2
                                 0,0              0,0    0,0   0,0     0,0    0,1   0,1   0,1    0,1    0,2    0,2    0,3    0,3    0,4    0,5    0,6    0,7    0,9    1,0    1,2    1,4
                                0,0               0,0    0,0   0,0     0,0    0,0   0,0   0,1    0,2    0,4    0,6    0,9    1,2    1,5    1,9    2,4    2,9    3,4    4,0    4,7    5,3
                                    1,0            1,2   1,5    1,8    2,2    2,6   3,0   3,4    3,8    4,2    4,5    4,9    5,2    5,6    5,9    6,2    6,5    6,8    7,1    7,5    7,8
                                 2,9               3,1   3,4   3,6     4,0    4,3   4,6   4,9    5,3    5,6    5,9    6,2    6,5    6,9    7,2    7,5    7,9    8,3    8,7    9,1    9,6
                                 5,9              6,3    6,8   7,5     8,2    8,9   9,6   10,3   11,1   11,8   12,5   13,2   13,9   14,7   15,4   16,2   17,0   17,8   18,7   19,7   20,7
                       9,80 10,66 11,77                        13,18   14,81 16,55 18,40 20,35 22,45 24,75 27,32 30,19 33,32 36,73 40,41 44,37 48,64 53,22 58,14 63,42               69,1

       Industrielle Prozesswärme bis 100°C Nah- und Fernwärme Nicht-Wohngebäude Neubau MFH Heizungsmodernisierung
     und Ergänzung im Bestand MFH Sonnenhaus EFH & ZFH (S. D. ≥ 50%) Erneuerung bestehender Solarwärme-Anlagen
       Neubau EFH & ZFH Heizungsergänzung im Bestand EFH & ZFH Heizungsmodernisierung im Bestand EFH & ZFH     FE,
     MFH = Mehrfamilienhaus, EFH= Einfamilienhaus, ZFH= Zweifamilienhaus
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Fahrplan-Szenario „Forcierte Expansion“                  es erforderlich, die Wettbewerbsfähigkeit der
                                                         Solarwärme durch kostengünstige Systemlösun-
Das Szenario „Forcierte Expansion“ ist der zentrale      gen und aktive Entwicklung des Strukturwandels
Ausbaupfad des Fahrplans Solarwärme. In diesem           weiter zu steigern. Um die etablierten Segmente
Szenario werden insgesamt sechs strategische             abzusichern und auch in den neuen Segmenten
Schwerpunktthemen formuliert, die zwar nicht für         möglichst rasch erfolgreich zu werden, muss die
die Einzelsituation jedes Unternehmens der Solar-        Forschung künftig stärker priorisiert werden auf
wärmebranche gelten mögen, aber eine generelle           die Entwicklung kostengünstiger Lösungen in
Richtung für den Branchenerfolg vorgeben. Es             den etablierten Segmenten und der Industriellen
geht dabei um den beschleunigten Ausbau der So-          Prozesswärme. Dabei ist eine Verbundforschung
larwärme in den etablierten Marktsegmenten im            anzustreben und die Kräfte stärker als bisher zu
Bereich Ein- und Zweifamilienhaus, die Entwick-          bündeln. Ferner ist auch künftig eine aktive kom-
lung weiterer Marktsegmente durch den Erwerb             munikative Gestaltung der notwendigen Rahmen-
von Zusatzqualifikationen sowie den entschlos-           bedingungen für das Wachstum der Solarwärme –
senen Eintritt in den Solarwärme-Zukunftsmarkt           insbesondere im politischen Umfeld – erforderlich.
„Industrielle Prozesswärme bis 100°C“. Dazu ist

3 | Tabelle 1 | Strategische Fokusthemen

                        Strategische Fokusthemen im Rahmen der „Forcierten Expansion“

 Strategisches Fokusthema I:        Volle Kraft auf den Ausbau der etablierten Segmente im Bereich EZFH

 Strategisches Fokusthema II:       Entwicklung weiterer Marktsegmente durch Erwerb von Zusatzkompetenzen

 Strategisches Fokusthema III:      Entschlossener Eintritt in den Solarwärme-Zukunftsmarkt Industrielle Pro-
                                    zesswärme bis 100°C
 Strategisches Fokusthema IV:       Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch kostengünstige Systemlösungen
                                    und aktive Entwicklung des Strukturwandels

 Strategisches Fokusthema V:        Priorisierung der Forschung auf Entwicklung kostengünstiger Lösungen in
                                    den etablierten Segmenten und der Industriellen Prozesswärme

 Strategisches Fokusthema VI:       Aktive kommunikative Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen
                                    für das Wachstum der Solarwärme

Der Fahrplan betrachtet insgesamt elf Marktseg-          für Solarwärme-Anbieter neu sind und die grund-
mente im Hinblick auf ihre heutige und künftige          sätzlich erst erschlossen werden müssen.
Bedeutung hinsichtlich des Absatzpotentials für
Solarwärme-Produkte. Dabei wird unterschieden            Für die Marktsegmente wurde vorrangig das Sze-
zwischen Segmenten, in denen Solarwärme-Anbie-           nario „Forcierte Expansion“ (FE) als Hintergrund
ter bereits etabliert sind, d.h. über kundengerechte     für die Beurteilung des Segmentes unterstellt. Die
Produkte, Marktzugang, Vertriebskanäle verfügen          Marktsegmente weisen aus Sicht der Solarwärme-
und in denen bereits eine entsprechende kunden-          Branche eine unterschiedliche strategische Be-
seitige Nachfrage besteht, Segmente, in denen die        deutung auf, die in erster Linie auf die Höhe des
beschriebenen Eigenschaften weiter entwickelt            im Segment realisierbaren Absatzes abzielt.
und intensiviert werden müssen und Segmente, die
13   | Studie                              | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

     3 | Abbildung 2 | Strategische Bedeutung der Segmente im Zeitablauf

                                                        Segment                                                           Strategische Bedeutung (FE)
                                                                                                           2015                         2020                           2030
       1        Heizungsmodernisierung EZFH                                                                   ***                        ***                           ***
       2        Solarwärme-Ergänzung EZFH                                                                      **                         **                            **
       3        Neubau EZFH                                                                                    **                         **                            **
       4        Erneuerung bestehender Anlagen EZFH                                                            —                          **                            **
       5        Sonnenhaus EZFH                                                                                *                           *                            **
       6        Heizungsmodernisierung und Ergänzung MFH                                                       *                          **                            **
       7        Neubau MFH                                                                                     *                           *                            *
       8        Nicht-Wohngebäude                                                                              —                           *                            **
       9        Nah- und Fernwärme                                                                             —                           *                            *
      10        Industrielle Prozesswärme bis 100°C                                                            —                          **                           ****
       11       Industrielle Kälte und Klimatisierung                                                  Strategische Bedeutung im Rahmen des Exports und Szenarios Globaler Wandel

     Bewertung: * unter 300 T m2 Kollektorfläche p.a.: **, ab 500 T m2 p.a.: ***, ab 2 Mio m2 p.a.: **** Sterne, Quelle: ITW, Technomar

     Der Fahrplan sieht auf Basis des Szenarios „Forcier-                                             Hauptabsatzbringer sind hierbei nach wie vor die
     te Expansion“ vor, bis 2020 den Absatz von 1,15 Mio.                                             etablierten Segmente im Bereich EZFH, ergänzt um
     m2 Kollektorfläche (2010) derzeit auf ca. 3,6 Mio. m2                                            den wachsenden Markt für Nachrüstung bestehen-
     Kollektorfläche p.a. zu steigern. Bis 2030 ist eine                                              der Anlagen, und – insbesondere in den zwanziger
     weitere Ausdehnung auf 8,1 Mio. m2 vorgesehen.                                                   Jahren – die „Industrielle Prozesswärme“ bis 100°C.

     3 | Abbildung 3 | Prognose des jährlichen Solarwärme-Zubaus gemäß Szenario „Forcierte Expansion“

     9.000
                Absatz p.a. (in Tsd. m2)

     8.000

     7.000

     6.000

     5.000

     4.000

     3.000

     2.000

      1.000

            0
                       2011                2012   2013 2014 2015 2016       2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030
                                   0        1      1      1      2     5     7     105   315    630     998         1.260 1.544 1.764 1.985 2.205 2.426 2.657 2.888 3.119
                                   4        14    20     26      31    34    38    40    42     45       50          60    70    85      100     130     160     200     260        350
                                16          29    45     62      76    91    107   122   139    155      173        190   209    228     247     267     288     309     331        353
                                   6        23    43     65      85    92    95    95    95     96       96          96    97    97      97      97      98      98         98      98
                                    3       46    75    134     214   268   322    375   375    375      375        375   375    375     375     375     375     375     375        375
                                   9        14     19    24      28    33    39    46    54     63       74          87   102    120     141     166     195     229     270        317
                                   0        0      0     0       0     52    114   170   231    289      361        427   503   584     660      722     784     846     908        970
                        309                370    486   551     569   581    581   569   551    524     498         482   468   463      459     454     450     445     441        436
                         263               339    408   455     459   459   459    459   459    459     459         459   467    475     495     519     547     579        611     647
                           613             757    911   1.015   1.024 1.024 1.024 1.024 1.024   1024    1.024 1.024 1.042 1.060 1.104           1.158   1.220 1.292 1.363 1.443

       Industrielle Prozesswärme bis 100°C Nah- und Fernwärme Nicht-Wohngebäude Neubau MFH Heizungsmodernisierung
     und Ergänzung im Bestand MFH Sonnenhaus EFH & ZFH (S. D. ≥ 50%) Erneuerung bestehender Solarwärme-Anlagen
       Neubau EFH & ZFH Heizungsergänzung im Bestand EFH & ZFH Heizungsmodernisierung im Bestand EFH & ZFH, MFH =
     Mehrfamilienhaus, EFH= Einfamilienhaus, ZFH= Zweifamilienhaus
14

      Alle relevanten Solarwärme-Segmente können                                                                       wird deutlich, dass viele der sogenannten Ent-
      nach ihrem relativen Aufwand zur Marktbearbei-                                                                   wicklungssegmente einen vergleichsweise hohen
      tung und der jeweils vom Kunden geforderten                                                                      Aufwand zur Marktbearbeitung aufweisen. Es ist
      Wirtschaftlichkeit, bzw. der Amortisationszeit der                                                               daher zu prüfen, ob nicht stattdessen oder zusätz-
      Solarwärme-Anlage eingestuft werden. Das Port-                                                                   lich ein Einstieg in das Segment Industrielle Pro-
      folio stellt für Solarwärme-Hersteller, die bisher                                                               zesswärme die erfolgversprechendere Alternative
      ausschließlich in den etablierten Segmenten im                                                                   darstellt. Dies ist im Einzelfall aus Sicht des betref-
      EZFH tätig waren und ihr Betätigungsfeld erwei-                                                                  fenden Solarwärme-Unternehmens individuell zu
      tern wollen, eine Orientierungshilfe dar. Dabei                                                                  bewerten .

      3 | Abbildung 4 | Erschließung von Marktsegmenten 2020 und 2030 gemäß „Forcierte Expansion“
                                           hoch

                                                                                                 Industrielle                                                         hoch                    Industrielle
                                                                                                                                                                                                                Nicht-Wohngebäude
                                                                                                 Prozesswärme bis 100° C                                                           Prozesswärme bis 100°C
                                                                          Nicht-Wohngebäude
Wirtschaftlichkeitsbedarf der Solarwärme

                                                                                                                           Wirtschaftlichkeitsbedarf der Solarwärme

                                                         Heizungsmodernisierung und
                                                                    Ergänzung MFH                                                                                              Heizungsmodernisierung und
                                                                                                                                                                                          Ergänzung MFH

                                                                                              Nah- und Fernwärme
                                                                                                                                                                        Heizungs­
                                                    Neubau EZFH
                                                                                                                                                                        modernisierung
                                                                                                                                                                        EZFH                                        Nah- und Fernwärme
                                                                          Neubau MFH                                                                                                                Neubau MFH

                                                                        Solarwärme-Ergänzung EZFH
                                                                                                                                                                                                   Solarwärme-Ergänzung EZFH
                                                           Heizungsmodernisierung EZFH
                                                                                                                                                                                                  Erneuerung best. Anlagen EZFH

                                                                    Erneuerung best. Anlagen EZFH

                                                                             Sonnenhaus EZFH                                                                                                                 Sonnenhaus EZFH
                                                                                                                                                                      gering
                                           gering

                                                                                                                                                                                 Neubau EZFH

                                                                  Aufwand zur Marktbearbeitung                                                                                             Aufwand zur Marktbearbeitung

                                                                                                   ≈ 500T m2 p.a.                                                                                                          ≈ 500T m2 p.a.
15   | Studie                     | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

     4|                          Volkswirtschaftliche Effekte

     Die Solarwärme baut ihre volkswirtschaftliche Be-                                       einnahmen von mehr als 15,7 Mrd. € generiert. Ab-
     deutung kontinuierlich aus. Über die Wertschöp-                                         züglich der kumulierten Förderung von 9,7 Mrd.
     fungsstufen steigen die Staatseinnahmen stetig                                          € werden Staatseinnahmen in Höhe von 6 Mrd. €
     an. Bis 2030 wird durch Solarwärme ein kumulier-                                        erwirtschaftet.
     ter Umsatz von über 44 Mrd. € und damit Staats-

     4 | Abbildung 1 | Entwicklung Umsatz, Förderung und Staatseinnahmen gemäß Szenario
     			               „Forcierte Expansion“
     3.500
                        Mio. €

     3.000

     2.500

     2.000

     1.500

     1.000

      500

             0
                          2011     2012 2013 2014 2015 2016            2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030

            Umsatz                      Staatseinnahmen             Förderung       Staatseinnahmen abzüglich Förderung, Quelle: Technomar 2011

     Im Jahr 2015 können durch Solarwärme knapp 2                                            3 Mio. t CO2-Äquivalent an. Im dritten Jahrzehnt
     Mio. t CO2-Äquivalent vermieden werden. Bedingt                                         führen weiter steigende Energiepreise in Verbin-
     durch die fortschreitende Expansion der Solarwär-                                       dung mit sinkenden Kosten für Solarwärme-Anla-
     me in den Entwicklungssegmenten und unterstützt                                         gen fast zu einer Verdreifachung dieses Wertes auf
     durch die öffentliche Unterstützung der Solarwär-                                       8,0 Mio. t in 2030.
     me steigt dieser Wert bereits im Jahr 2020 auf über

     4 | Abbildung 2 | Eingesparte CO2-Äquivalente pro Jahr gemäß Szenario „Forcierte Expansion“
     9
          Mio. to CO2

     8

     7

     6

     5

     4

     3

     2

      1

     0
               2011              2012   2013   2014   2015   2016    2017   2018   2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030

     Quelle: Technomar 2011
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Für die Entwicklung der Beschäftigung in der                          Steigerung der Produktivität in den Jahren 2013
deutschen Solarwärme-Branche bedeutet die                             bis 2015 ist insbesondere auf Fortschritte in der
Absatzentwicklung im Szenario „Forcierte Ex-                          Vereinfachung der Montage zurückzuführen. Der
pansion“, dass sich die Mitarbeiterzahl bis 2020                      konstant bleibende Produktivitätsfortschritt in
etwa auf 40.000 verdoppelt, bis 2030 auf 55.000                       den zwanziger Jahren beruht darauf, dass die
fast verdreifachen kann. Hierbei ist ein Produkti-                    Hersteller die notwendigen Produktionstechno-
vitätsfortschritt innerhalb der Laufzeit des Fahr-                    logien immer besser beherrschen, die nach den
plans von insgesamt 30% unterstellt, der Herstel-                     Technologiesprüngen bei Kollektoren und Spei-
ler und Handwerk berücksichtigt. Die deutliche                        chern angewandt werden.

4 | Abbildung 3 | Entwicklung der Mitarbeiterzahl und Mitarbeiterproduktivität in der Solarwärme-
			               Branche
60.000                                                                                                                   160
         Anzahl Mitarbeiter

50.000                                                                                                                   150

40.000                                                                                                                   140

30.000                                                                                                                   130

20.000                                                                                                                   120

                                                                            Produktivitätsindex (2009=100)
10.000                                                                                                                    110

    0

                2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030

 Mitarbeiter                  Produktivität, Quelle: Technomar 2011
17   | Studie      | Fahrplan Solarwärme | Kurzfassung

     5|          Handlungsfelder

     Die im Rahmen des Fahrplans vorgesehenen Maß-                        Themenblöcke abdecken. Bei den im Fahrplan
     nahmen gliedern sich in folgende Themenblöcke:                       beschriebenen Maßnahmen handelt es sich um
     Kurzfristige Marktstimulation der Segmente Mo-                       Aktivitäten, die sinnvollerweise auf der Verbands-
     dernisierung und Solarwärme-Nachrüstung, Kos-                        oder Branchenebene bearbeitet werden. Für den
     tensenkung, Einstieg in die industrielle Prozess-                    erfolgreichen Ausbau der Solarwärme sind natür-
     wärme, Kommunikation und politischer Rahmen.                         lich auch individuelle Maßnahmen auf Unterneh-
     Insgesamt werden etwa 70 Einzelmaßnahmen im                          mensebene notwendig, deren Ausgestaltung aber
     Rahmen des Projektes beschrieben, die sämtliche                      nicht Gegenstand der Untersuchung war.

     5 | Abbildung 1 | Handlungsfelder im Fahrplan Solarwärme bis 2030

                2011 - 2015                       2016 - 2020                   2021 - 2025                    2026 - 2030

        Sechs strategische Fokusthemen
                 Ausbau der etablierten Segment im Bereich EZFH

                              Entwicklung weiterer Marktsegmente

                                                                               Entwicklung Industrielle Prozesswärme

                    Kostengünstige
                    Systemlösungen
                         Aktive Gestaltung
                        des Strukturwandels
        Priorisierung
        der Forschung

                              Intensivierung der Forschung

                                    Aktive kommunikative Gestaltung der Solarwärme-Rahmenbedingungen

       Solarwärme-Rahmenbedingungen
                                    Intensivierte Förderung der etablierten Segmente

                                     Spezielle Förderung der Entwicklungssegmente

                                                  Förderung der industr. Prozesswärme

        Forschung, Technologie
                    Kostensenkung
                       Montage
                    Kostensenkung
                  System + Installation
                                     Forschung        Technologiesprung
                                      Kollektor           Kollektor
                                     Forschung        Technologiesprung
                                      Speicher            Speicher

                                                                                        weitere Kostensenkungen System
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Sponsoren der Studie

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Intersolar Europe (Hauptsponsoren)

Aeroline Tube Systems Baumann GmbH, ALANOD-Solar GmbH & Co. KG, BlueTec GmbH & Co. KG, Cit-
rinSolar GmbH, Consolar Solare Energiesysteme GmbH, De Dietrich Remeha GmbH, Dr. Valentin Energie
Software GmbH, EJOT Baubefestigungen GmbH, GASOKOL GmbH, Grammer Solar GmbH, Monier Braas
GmbH, MP-Tec GmbH & Co. KG, Oventrop GmbH & Co. KG, Paradigma Deutschland GmbH, Peter Solar
und Wärmetechnik GmbH, REHAU AG + Co., SCHÜCO International KG, SOLVIS GmbH & Co. KG, SONNEN-
KRAFT General Solar Systems GmbH, STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG, TiSUN GmbH, Tyforop Chemie
GmbH, VELUX DEUTSCHLAND GmbH, WAGNER & Co Solartechnik GmbH, Zilmet Deutschland GmbH

Die Texte und Abbildungen dieser Studie einschließlich ihrer Kurzfassung wurden mit größtmöglicher Sorgfalt und
nach bestem Wissen erstellt. Da Fehler jedoch nie gänzlich auszuschließen sind und die Texte und Abbildungen
Änderungen unterliegen können, weisen wir vorsorglich auf folgendes hin:

Herausgeber und Autoren dieser Studie einschließlich ihrer Kurzfassung übernehmen keine Gewähr für die Aktu-
alität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Für Schäden materieller oder
immaterieller Art, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nut-
zung fehlerhafter und unvollständiger Informationen unmittelbar oder mittelbar verursacht werden, haften Heraus-
geber und Autoren nicht, sofern Ihnen nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur Last
gelegt werden kann.
BSW – Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Quartier 207, Friedrichstraße 78
10117 Berlin

Stand: Juni 2012                           www.solarwirtschaft.de
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