KIRCHEN BLATT - Klosterkirche Thalbürgel
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KIRCHEN
Oktober / November 2021
BLATT
Der Kirchgemeinden
Bobeck Albersdorf Scheiditz Waldeck
Bürgel Beulbar Gerega Ilmsdorf Gniebsdorf Thalbürgel
Graitschen Nausnitz Poxdorf Rodigast-Lucka Taupadel
Hohendorf Göritzberg Nischwitz Karsdorfberg Schmörschwitz
Rauschwitz Döllschütz Pretschwitz
Serba Droschka Hetzdorf Klengel Silberthal Trotz
Dankbar und glücklich strahlen Anna-Sophie Riemann,
Chiara Nieswitz und Nelly Zetzsche am 18. September
nach dem Konfirmationsgottesdienst vor der Kirche in Hainspitz.INHALTSVERZEICHNIS
KIRCHENBLATT
Oktober / November 2021
03 | ANDACHT
Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten...
04 | EINLADUNG
Volkstrauertag – Gebet für den Frieden und Totengedenken
06 | EINLADUNG
Herzliche Einladung zum Erntedank
Das Michaelisfest in Hohendorf
07 | EINLADUNG
Termine und Veranstaltungen
08 | ANDACHT
Herr, bleibe bei uns. – Eine Andacht für zu Hause
11 | EINLADUNG
Gottesdienstplan Oktober / November 2021
14 | GESCHICHTLICHES
Kirchweihgottesdienst
15 | AKTUELLES
Bitte um Ihren Gemeindebeitrag
Spendenaufruf Kirche Rauschwitz
17 | BEKANNTMACHUNG
Taufe, Geburtstage
20 | IMPRESSUM
2 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021ANDACHT
Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten;
und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat,
nicht mit Unwillen oder aus Zwang;
denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
2. Korinther 9, 6-7
I
Krisenzeiten erfordern besondere nert uns daran, dass Brot und Wein,
Maßnahmen. Die persönliche Natur dass Sattwerden und Genuss unter
neigt zur Vorsicht. Sparen scheint jetzt uns ein Geschenk vom Himmel her-
angesagt. Wer investiert, riskiert seine ab für uns alle sind und bleiben: „Alle
Zukunft. Also gelte es, kärglich zu säen gute Gabe kommt her von Gott dem
und reichlich in Reserve zu halten!? Herrn. Drum dankt ihm, dankt und
hofft auf ihn!“ Immerhin, in unseren
Die gegenwärtige Situation ist schwie- Gottesdiensten halten wir daran fest,
rig. Worauf soll man sich einlassen? dass es richtig ist, im Herbst Gott, dem
Die Regierungsbildung ist noch un- Schöpfer und Bewahrer, für alle guten
gewiss. Ganz gleich, wie sie ausgeht, Gaben unseres Lebens Danke zu sagen.
das Füllhorn finanzieller Wohltaten II
scheint schon zuvor in der Coronakri- Doch beim Danke sagen sollten wir
se ausgeschüttet worden zu sein. Eine nicht stehen bleiben. Krise erfordert
wundersame Gelddruckmaschine Investition! Jetzt ist es an der Zeit,
wird selbst im Lager des Wahlsiegers sein Geld klug auszugeben! Wenn ein
nicht zu finden sein. Wieder werden Kind im Hause leidet, dann wird eine
Wahlversprechen unerfüllbar bleiben Mutter alles daransetzen, dass ihr
müssen! Kind wieder glücklich werden kann.
Wenn landwirtschaftliches Ackern,
Inzwischen ist es Herbst geworden. Viehzucht und herkömmliche Gemü-
Die Zeit des Erntedank- Sagens ist an- seproduktion ökologisch hinterfragt
gesagt! Unsere Landwirtschaftsbetrie- werden, dann wird ein kluger Bauer
be stimmen leider selten in den Lob- danach Ausschau halten, wie er sei-
gesang ein. Deutlich hörbarer bleiben ne Produkte umweltgerechter an den
das ganze Jahr über ihre Klagen! Allein Markt bringen kann. Er wird nicht
unser kirchlicher Festkalender erin- störrisch auf wohlmeinende Kritik re-
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 3ANDACHT
agieren! Er wird versuchen, neue Wege Abrahams Schoß? Es geht uns gut,
zu gehen. viel zu gut! Es lohnt unter uns eine
III Investition in die Ehrlichkeit unserer
Entscheidend bleiben wir als Verbrau- Alltagsbetrachtung! Wir leben nicht
cher! Wir konsumieren, ach; eigentlich arm, sondern reich. Es geht uns nicht
sollten wir genießen, was auf unsere schlecht, sondern gut! Wir leben auf
Tische kommt. Wir sollten nicht nör- der Sonnenseite dieser Welt. Warum
geln, sondern schmecken und fröhlich fällt es uns so schwer, sich diese Erfah-
sein! Ich staune immer wieder, wie be- rung ehrlich einzugestehen?
glückend ein noch ganz warmes Früh-
stücksei am Morgen schmeckt oder Ich freue mich auf Ihre Investition in
das frische Körnerbrötchen unseres Ihr Danke sagen im Erntedankgot-
Bäckers. Die Butter darauf, natürlich tesdienst unserer Kirchgemeinden
Bioproduktion, und dann den Honig – schlicht darauf, dass Sie sich aufma-
aus dem Gleisetal und den Kaffee aus chen und unsere Gottesdienste be-
frisch gerösteten Bohnen. Halleluja, suchen! Das Brot hinterher schmeckt
möchte ich dann rufen! Wo leben wir besser, wenn es unter uns mit Danksa-
eigentlich? Im Notstandsgebiet des gung gebrochen, ausgeteilt und geges-
„sogenannten Ostens“, im ausgedörr- sen wird!
ten Mitteldeutschland, oder doch in Ihr Pfarrer Eckhard Waschnewski
Volkstrauertag – Gebet für den Frieden und Totengedenken
Die Jahreszeit erinnert an Vergänglich- Täter auf die Opfer der Kriege und
keit. Die geschichtliche Überlieferung der Diktaturen, die in der Welt so viel
tut ein weiteres. Am Sonntag vor Unheil angerichtet haben. Anderer-
dem Totensonntag erinnern wir an seits haben Krieg und Gewaltherr-
die Opfer der Kriege und der Gewalt- schaft unter uns im deutschen Volk
herrschaft. Die Betrachtung unserer auch viele zu Opfern gemacht. Auch
eigenen deutschen Geschichte macht denen gilt es mit unserem Erinnern
es uns nicht leicht, ein angemessenes gerecht zu werden. Die friedliche
Gedenken zu finden. Schuldbewusst Revolution ging von den Christen in
blicken wir als Kinder und Enkel der unserer Kirche aus. Ihr Ruf Schwerter
4 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021EINLADUNG
zu Pflugscharen ermutigte, das Böse zu gedenken. Zuvor haben Sie Ihre
durch das Gebet für den Frieden zu Gräber schön gestaltet und für den
überwinden. Seit vielen Jahren ver- friedlichen Schlaf im Winter vorbe-
binden wir die kommunale Kranznie- reitet. Gut, das Sie heute auch Mut
derlegung und das stille Erinnern an haben, ein Licht des Gedenkens auf
den Gedenksteinen in Bürgel und in dem Grab anzuzünden. Weithin im
Serba mit dem Gebet für den Frieden. Dunkel können so Trauer und Hoff-
Die Zahl der Teilnehmer ging in den nung Ausdruck finden. Auf jedem
letzten Jahren spürbar zurück. Die unserer Friedhöfe bieten wir Ihnen
Augenzeugen jener düsteren Jahre des zugleich eine Andacht im Gedenken
Krieges werden immer weniger. Doch an Ihre Toten an. Erstmals können Sie
in vielen unserer Familien sind Spuren auch auf dem Friedhof in Thalbürgel
jener Zeit eingebrannt, ob als Enkel die Namen der im zu Ende gehenden
von Mitläufern und Tätern oder als Kirchenjahr Verstorbenen hören:
Enkel von mutigem Widerstand im Am Bußtag, den 17. November
Alltag oder als Enkel von Vertriebenen um 15 Uhr. Alle weiteren Gedenk-
und Flüchtlingen und auch als Zeu- orte finden Sie im Gottesdienstplan
gen jener Zeit, da man versucht hatte unseres Blättchens. Dass ein solches
Glaube und Kirche an die Wand zu Gedenken nicht allein an einem Tag
drücken! bewältigt werden kann, versteht sich
Bitte, kommen Sie am Volkstrauer- auch angesichts des immer früheren
tag zum Gebet des Friedens! Dunkelwerdens von selbst.
Denn Krieg und Gewalt plagen bis Als Christen begehen wir diesen Tag
heute die Völker! auch als Ewigkeitssonntag. Denn wir
trösten einander mit der Hoffnung,
Der Totensonntag gibt uns Zeit dass unsere Toten bei Gott nicht tot
und Gelegenheit unserer eigenen sind sondern leben!
Verstorbenen in unseren Familien
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 5EINLADUNG Herzliche Einladung zum Erntedank Wie es die örtlichen Traditionen Wein von einem dazu vorbereiteten vorgeben, laden wir Sie in unseren Tisch nehmen werden. Ihre Erntega- Dörfern zu den je unterschiedlichen ben kommen den Bewohnern der Sonntagen zum Erntedankgottes- Holzmühle in Kämmeritz, der statio- dienst ein. Wir wollen mit Ihnen ge- nären sozialtherapeutischen Einrich- meinsam das Abendmahl feiern. Der tung für suchtkranke Erwachsene im praktische Vollzug ändert sich ledig- Saale-Holzland-Kreis, zugute. lich darin, dass Sie sich selbst Brot und Das Michaelisfest in Hohendorf So kleine Kirchgemeinden wie Hohen- zertanten Spiel. Prof. Dr. Doris Planer dorf sind unmittelbar darauf ange- ermöglichte uns Kaffee und Kuchen wiesen, dass sie einander fröhlich und vor der alten Schule von Hohendorf von Herzen gern zueinander finden. im Freien einzunehmen. Danke dafür! Das Michaelisfest am 2. Oktober Der Kuchen hätte noch für zwei wei- zumal unter den wärmenden Strahlen tere Tage reichen können. Danke den der Sonne bot eine gute Gelegenheit Backfrauen! Die herzlichen Gespräche dazu. Nach dem Festgottesdienst in taten allen gut und der traumhafte der Michaeliskirche begeisterte Jörg Blick über die herbstlichen Felder Weber auf der Orgel mit seinem kon- atmete viel Frieden und sanfte Stille. 6 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021
EINLADUNG
Termine und Veranstaltungen
Gottesdienste für Senioren
Senioren- & Pflege- Mi, 6. Oktober 2021 16 Uhr
heim Thalbürgel Mi, 3. November 2021 16 Uhr
Köber - die Kom- Do, 21. Oktober 2021 16 Uhr
fortwohnanlage für
Senioren Do, 18. November 2021 16 Uhr
Seniorennachmittage
Bürgel Mi, 20. Okt. 2021 14 Uhr Stadtkirche Bürgel
Gemeinsame Sitzung aller Gemeindekirchenräte
Bürgel Mi, 20. Okt. 2021 18 Uhr Klosterkirche Thalbürgel
Sitzung der Gemeindekirchenräte
Bobeck Di, 12. Okt. 2021, 19 Uhr Kirche Albersdorf
Bürgel Mi, 27. Okt. 2021, 19 Uhr Pfarrhaus Bürgel
Graitschen Mi, 3. Nov. 2021, 19 Uhr Pfarrhaus Bürgel
Hohendorf Di, 2. Nov. 2021, 19 Uhr Pfarrhaus Bürgel
Rauschwitz Di, 26. Okt. 2021, 19 Uhr Kirche Rauschwitz
Serba Mi, 10. Nov. 2021, 19 Uhr Pfarrhaus Bürgel
Konfirmandenunterricht
Klasse 8 Sa, 23. Oktober 2021, 10 - 13 Uhr Stadtkirche Bürgel
Sa, 20. November 2021, 10 - 13 Uhr Pfarrhaus Bürgel
Klasse 7 Sa, 9. Oktober 2021, 10 - 13 Uhr Stadtkirche Bürgel
Sa, 13. November 2021, 10 - 13 Uhr Pfarrhaus Bürgel
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 7ANDACHT Herr, bleibe bei uns. – Eine Andacht für zu Hause Abendgeläut 18 Uhr – die Gebetskerze anzünden – Stille Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen Gebet: Nun sich der Tag geendet, mein Herz zu dir sich wendet und danket inniglich; dein holdes Angesichte zum Segen auf mich richte, erleuchte und entzünde mich. Ich schließe mich aufs Neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein; die irdischen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. (Text: Gerhard Tersteegen) Stille – Nachdenken über den Tag und was ihn bestimmt hat – Gespräch – Ein Wort der Bibel tut gut – die Tageslese Gebet Herr, unser Gott, wir kommen zu dir mit dem, was uns heute bewegt hat. Heile es. Löse es. Verwandle es zum Guten. Wir bitten dich: Herr, erbarme dich. 8 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021
ANDACHT
Erlöser Jesus Christus, was uns Sorgen macht, das bringen wir zu dir:
Unsere Angst, die Ungewissheit, ob uns Corona zu nahe kommt und
ob wir tatsächlich die nötige Vorsorge üben. Wir bitten dich:
Christus, erbarme dich.
Tröster, Heiliger Geist, nimm dich der Kranken, der Sterbenden und
der auf Heilung Hoffenden an. Hilf uns gemeinsam die Pandemie zu
überwinden. Sei bei uns und bei unseren Kindern und Enkeln, bei
unseren Nachbarn und Freunden. Mach Licht im Dunkel dieser Welt.
Schenke Gesundheit von Haus zu Haus. Lass Frieden werden auf Er-
den. Wir bitten dich: Herr, erbarme dich.
... Raum für persönliche Anliegen ...
Guter Gott, behüte alle,
die heute Nacht
wach liegen, weinen oder
über andere wachen;
und lass deine Engel
die beschützen, die schlafen.
Tröste die Kranken, gib Ruhe
den Erschöpften,
segne die Sterbenden
und sei Schutz
den Glücklichen um
deiner Liebe willen.
(Text: Aurelius Augustinus)
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 9ANDACHT Vaterunser Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Segen Gott, der Herr, segne uns und behüte uns, Er lasse sein Angesicht leuchten über uns, und sei uns gnädig, Er erhebe sein Angesicht auf uns, Stille – die Gebetskerze löschen 10 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021
EINLADUNG
Gottesdienstplan Oktober 2021
20. So. n. Trin. Freitag, Reformationstag
So, 17. Okt. 22. Okt. So, 31. Okt.
14 Uhr
Albersdorf
Erntedank
Bobeck 8.30 Uhr
Bürgel 17 Uhr
10 Uhr
Graitschen
Erntedank
Hetzdorf
Hohendorf
Ilmsdorf
Beulbar
Gerega
Poxdorf 17 Uhr
10 Uhr
Rauschwitz
Erntedank
Serba 14 Uhr
Taupadel 15.30 Uhr
17 Uhr
Thalbürgel
auf der Baustelle
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 11EINLADUNG
Gottesdienstplan November 2021
Drittletzt. So. Vorletzt. So. Bußtag,
des Kirchenjahres des Kirchenjahres
7. Nov. 14. Nov. 17. Nov.
Albersdorf
8.30 Uhr
Bobeck
Erntedank
10 Uhr
Bürgel Gebet für den
Frieden
14 Uhr
Graitschen Totengedenken
Friedhof
17 Uhr
Hetzdorf
Erntedank
14 Uhr
Hohendorf
Erntedank
Ilmsdorf
Beulbar
Gerega
15 Uhr
Poxdorf Totengedenken
Friedhof
Rauschwitz
10 Uhr 11 Uhr
Serba Gebet für den
Kirmes Frieden
14 Uhr
Taupadel Totengedenken
Friedhof
15 Uhr
Thalbürgel Totengedenken
Friedhof
12 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021EINLADUNG
Gottesdienstplan November 2021
Samstag, Ewigkeitsso., 1. Advent, 2. Advent,
20. Nov. 21. Nov. 28. Nov. 5. Dez.
14 Uhr
Albersdorf Totengedenken
Friedhof
15 Uhr
Bobeck Totengedenken
Friedhof
15.30 Uhr
Bürgel Totengedenken
Friedhof
Graitschen 14 Uhr
13 Uhr
Hetzdorf Totengedenken
Friedhof
9 Uhr 15 Uhr
Hohendorf Totengedenken
Friedhof AltaVilla
Ilmsdorf
Beulbar
Gerega
Poxdorf 17 Uhr
10 Uhr
Rauschwitz Totengedenken
Friedhof
14 Uhr
Serba Totengedenken
Friedhof
Taupadel 14 Uhr
Thalbürgel 10 Uhr 10 Uhr
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 13GESCHICHTLICHES
Kirchweihgottesdienst
Als die Dorfbewohner ihre Kirchen Blick auf die Unterzeichnung der Stif-
in unseren Dörfern mit viel Aufwand terurkunde im Dom zu Naumburg am
und Mühe fertiggestellt hatten, be- 13. Februar 1133 und den anderen,
schlossen sie, sich jedes Jahr mittels den Tag der Weihe des Sanctuariums,
des Kirchweihfestes daran dankbar zu also der „Mönchskirche in der Kloster-
erinnern. Albersdorf, Bobeck, Hohen- kirche“, heute Ruine, verbunden mit
dorf, Rauschwitz und Serba pfle- den Weihenamen „St. Maria und St.
gen diesen Brauch noch. Allein aus Georg“ am Tag Mariae Heimsuchung,
praktischen Erwägungen beschlossen den 2. Juli 1150.
sie später, die Kirmes mit dem Ernte-
dankfest zu verbinden: Bobeck und Die 1234 vom Kloster begründete
Hohendorf zwei Sonntage vor dem Stadt Bürgel selbst überliefert keinen
Totensonntag und Albersdorf und "Weihetermin", was nicht überrascht,
Rauschwitz immer am letzten Sonn- da Städte die Weihefeste ihrer Haupt-
tag im Oktober. kirche eher mit den Gedenktagen der
Lediglich Serba feiert zweimal, am Namenspatrone zusammen begangen
1. Oktobersonntag das Erntedankfest hatten. Verbunden waren dergleichen
und zwei Wochen vor Totensonntag Weihefeste immer auch mit einem
die Kirmes. entsprechenden Markt, der sich auch
über Tage hinziehen konnte. Die
In den Dörfern des Gleistales, also in Stadtkirche in Bürgel trägt den Na-
Graitschen, in Poxdorf und in Taupa- men "St. Johannis". Dessen Gedenktag
del gibt es kein Erinnern an ein Kirch- ist der 27. Dezember. Soll man daraus
weihfest. Das liegt wohl auch daran, mutmaßen, dass der Ursprungsbau
dass in allen drei Orten ursprünglich unserer Stadtkirche einst an einem
jeweils eine Marienkapelle als Ur- 3. Weihnachtstag geweiht worden
sprungskirche stand, die unmittelbar war? Undenkbar ist das nicht. Ob es
und ganz direkt dem Kloster Bürgel dazu einen Weihnachtsmarkt gab?
zugeordnet gewesen war. Das zu erfragen, regt unsere Kreativi-
tät an. Könnte sich Bürgel vielleicht
Die Klosterkirche in Thalbürgel selbst doch wieder dazu aufraffen: Am 3.
kennt zwei „Weihetage“, den einen mit Weihnachtstag einen kleinen Markt
14 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021AKTUELLES
abzuhalten? Und wenn ja, dann natür- einst die Zeit im Advent eine Fasten-
lich mit dem Gottesdienst und unse- zeit gewesen war und nicht schon wie
rer Stadtkirche verbunden! Wem die- heute das vorgezogene wochenlange
ser Gedanke zu fern aus romantischer Weihnachtsfest! Das können nur wir
Geschichtsbetrachtung hergeholt uns heute leisten!?
erscheint, der sei daran erinnert, dass
Bitte um Ihren Gemeindebeitrag (Kirchgeld)
Alles, was wir für Sie in unseren Kirch- der Kirche in die Gebäudesanierung,
gemeinden und für die Einwohner wovon unsere Kirchgemeinden in den
in unseren Orten tun, kostet Geld. letzten gut zwanzig Jahren dank des
Das, was dazu die kleine Schar der Engagements vor Ort Mittel in einer
Gottesdienstbesucher als Kollekte beachtlichen Höhe erhielten!
spendet, reicht nicht aus, um den
erforderlichen finanziellen Aufwand Ihr Gemeindebeitrag hilft kirchge-
aufzufangen. Und es wäre ja auch meindliches Leben und grundsätzlich
nicht gerecht, wenn diejenigen, die die dazu erforderlichen räumlichen
gerne geben, denen Vorschub leis- Voraussetzungen aufrecht zu erhal-
ten und die, die zwar gerne nehmen, ten! Ihren Gemeindebeitrag dürfen
jedoch selbst nur ungern geben! Die Sie steuerrechtlich geltend machen.
Kirchensteuer als Teil der Finanzsteuer Wir stellen Ihnen dazu die erforderli-
sichert Gehalt und Ruhestandsgeld che Spendenbescheinigung aus! Mit
der Pfarrer und kirchlichen Mitarbei- der Gabe Ihres Kirchgeldes können
ter im Verkündigungsdienst. Zusätz- Sie zugleich eine Zweckbestimmung
lich fließen erhebliche Steuermittel verbinden!
KIRCHENBLATT Oktober / November 2021 I 15AKTUELLES Spendenaufruf Kirche Rauschwitz Sehr geehrte Freunde und Freundin- Der Kirchenkreis steuert 5.000 € bei. nen der Rauschwitzer Kirche von 5.000 € erwarten wir an Fördermit- nah und fern! teln. Es fehlen noch 2.500 €. Die Dächer des Turms und der Nord- Deshalb bitten wir Sie herzlich um seite der Kirche sind stabil und dicht Ihre Spende auf folgendes Konto der durch alle Stürme der letzten Jahre Ev.-Luth. Kirchgemeinde Rauschwitz: gekommen. Sie können sich an ihnen IBAN: DE 13 5206 0410 0008 0065 39 erfreuen. Vielen Dank allen, die mit BIC: GENODEF1EK1 dafür gesorgt haben! Verwendungszweck: Spende Kirche Nun ist die Westseite des Kirchenda- Rauschwitz, Dachsanierung – und ches an der Reihe, damit dort kein Ihre Adresse, wenn Sie eine Bescheini- Regenwasser und Flugschnee mehr gung für das Finanzamt haben möch- eindringt – und Sie bei den schönen ten. Im Namen des Gemeindekirchen- Veranstaltungen in der Kirche ein rates danke ich Ihnen auch persönlich dichtes Dach über dem Kopf haben! ganz herzlich! Die Kosten betragen 12.500 €. Ihr Pfarrer Eckhard Waschnewski 16 | KIRCHENBLATT Oktober / November 2021
IMPRESSUM
KIRCHENBLATT 06 – Oktober / November 2021
Herausgeber: Ev.-Luth. Pfarramt Bürgel, Kirchplatz 1, 07616 Bürgel
Tel. (036692) 2 22 10, Fax (036692) 2 16 59
E-Mail buergel.pfarramt@t-online.de
Redaktion: Pfarrer Eckhard Waschnewski
Satz: Julia Köppe
Bildnachweis: Titelbild, S. 17 Riemann. S, 6 E. Waschnewski; S. 6, 17, 19 U. Seifert; S. 16, A. Waschnewski
Auflage: 500 Stück
Druck: Pfarramt Bürgel, gedruckt auf 100 % Altpapier
Wir danken allen Mitwirkenden für ihre Unterstützung und freuen uns auf neue Ideen und Vorschläge.
Fotos und Texte können bis zum 16.11.2021 im Pfarramt Bürgel eingereicht werden.
Über Spenden für das Kirchenblatt freuen wir uns sehr!
IBAN: DE97 5206 0410 0008 0006 62, Evangelische Bank eG
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© 2021 Ev.-Luth. Pfarramt BürgelSie können auch lesen