Autofrei in die Wiener Hausberge - Alpintourismus und sanfte Mobilität - Ganzjahresausgabe 2018 - Österreichischer Alpenverein
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Autofrei in die
Wiener Hausberge
Ganzjahresausgabe 2018
Alpintourismus
und sanfte Mobilität
mit freundlicher Unterstützung vonDas Tourenportal
Touren Bedingungen Hütten Wetter
47° 09‘ 05“ N, 11° 16‘ 36“ O (2478 m)
Foto: Mario Zott
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Dieses Projekt wird durch den EFRE – Europäischer
Fonds für Regionale Entwicklung im Rahmen von IN-
2 TERREG Bayern – Österreich 2007–2013 gefördert.inhalt
Seite
Einleitung 4
impressum 9
■ Skitouren
Tirolerkogel.............................................................................................................................. 10
Schneeberg: Wurzengraben & Breite Ries................................................................. 12
Rax-Überschreitung............................................................................................................. 16
Rax: Heukuppe....................................................................................................................... 18
Stuhleck..................................................................................................................................... 20
■ Schneeschuhwanderungen
Eisenstein.................................................................................................................................. 22
Hennesteck/ Großer Kegel................................................................................................ 24
Gahns: Eng & Knofeleben................................................................................................. 26
Rax: Plateaurunde................................................................................................................. 28
Kreuzschober........................................................................................................................... 30
■ Wanderungen
Wiener Stadtwanderwege................................................................................................. 32
Über den Troppberg............................................................................................................ 34
Über den Anninger............................................................................................................... 36
Über den Lindkogel.............................................................................................................. 38
Auf ins Weinviertel! ............................................................................................................. 40
Über die Hohe Wand........................................................................................................... 42
■ Bergwanderungen
Wachauer Wechsel................................................................................................................ 44
Über den Hohenstein.......................................................................................................... 46
Schneeberg: Weichtalklamm – Losenheim ............................................................. 48
Schneeberg: Krummbachstein – Puchberg.............................................................. 52
Rax: Preiner Gscheid – Kesselgraben .......................................................................... 50
■ Klettersteige
Wienerwald: Mödlinger Klettersteig............................................................................. 54
Hohe Wand: Gebirgsvereinssteig................................................................................... 56
Hohe Wand: ÖTK-Steig und mehr!............................................................................... 58
Rax: Haidsteig......................................................................................................................... 60
Rax: Alpenvereinssteig........................................................................................................ 62
3Einleitung
Der Österreichische Alpenverein fördert natur- und umweltfreundliche Formen des Tou-
rismus und verschiedener bergnaher Freizeitaktivitäten. Der respektvolle Umgang mit den
Ressourcen ist in seinem Grundsatzprogramm „Natur-, Landschafts- und Umweltschutz,
nachhaltige Entwicklung und umweltverträglicher Bergsport“ von 2013 verankert. Die
Nutzung umweltfreundlicher und öffentlicher Mobilitätskonzepte zur Reise in die Berge
steht im Vordergrund des Projektes. Den Inhalt bildet eine breite Palette von ausgewählte
Bergsportaktivitäten (Wandertouren, Skitouren, Mountainbikerouten, Schneeschuhwan-
derungen) bis hin zu naturschutzfachlichen Interessensgebieten (Natura-2000-Gebiete)
und bietet so einer Vielzahl von interessierten Personen reichlich Abwechslung. Im Rah-
men dieser Initiative werden von Alpenvereinssektionen, die in größeren Ballungsräumen
beheimatet sind, Broschüren zur umweltverträglichen Anreise in ihre Hausberge aufge-
legt.
Obwohl die Wiener Hausberge zumindest teilweise relativ gut mit öffentlichen Verkehrs-
mitteln erschlossen sind, erfolgt die Anreise zu diversen Bergsportaktivitäten überwie-
gend mit dem eigenen PKW. Die Folgen sind nicht nur ein erhöhtes Verkehrsaufkommen
mit allen negativen Begleiterscheinungen im gesamten Einzugsgebiet, sondern auch teil-
weise prekäre Parkplatzsituationen an den beliebtesten Ausgangspunkten. Dies kann zu
Belästigungen der Anrainer führen und schmälert teilweise auch den Erholungswert der
Bergbegeisterten. Zum Berg stauen, mühsam Parkplatz suchen, schnell die Tour „erledi-
gen“, damit man möglichst rasch und ohne Stau wieder auf die Autobahn kommt, hat we-
nig mit Erholung in freier Natur zu tun!
Die Vorzüge einer öffentlichen Anreise liegen einerseits in der besseren Umweltverträg-
lichkeit, auch was die Schaffung und Erhaltung der notwendigen Verkehrsflächen betrifft,
andererseits darin, dass der Ausflug nicht erst am Parkplatz beginnt, sondern schon beim
Einsteigen in Straßenbahn, Bus oder Zug. Da kann man noch in Ruhe das Gepäck fer-
tig sortieren, ein zweites Frühstück nehmen, plaudern. Dass man nach erfolgreicher Tour
auch nicht überlegen muss, ob man sich das eine oder andere wohlverdiente Bier geneh-
migen darf, mag für manche auch von Bedeutung sein.
Wir haben versucht, in dieser Broschüre neben den üblichen „Klassikern“ auch zahlreiche
Touren unterzubringen, wo die öffentliche Anreise tatsächlich Vorteile gegenüber einer
PKW-Anreise bietet. So entfallen bei Überschreitungen zum Beispiel umständliche Über-
stellungsfahrten, wenn man eine oder beide Strecken mit Bahn oder Bus bewältigt.
In diesem Sinne wünschen wir entspannte und genussvolle Skitouren, Schneeschuhwan-
derungen, Wanderungen, Bergtouren und Klettersteigtouren, bei denen schon An- und
Rückreise zur Erholung und zum nachhaltigen Bergerlebnis beitragen.
Csaba Szépfalusi, Willi MacaGehzeiten Die Zeitangaben beziehen sich meist nur auf den Aufstieg und wurden nach folgendem Schlüssel berechnet: Pro Stunde bewältigt man 400 Höhenmeter bzw. 4 km Horizontal- distanz. Der kleinere der ermittelten Werte wird halbiert, dann werden die Zeiten addiert. Beispiel: Ein Aufstieg überwindet 1200 Hm bei einer Weglänge von 8 km. 1200 Hm = 3 Stunden, 8 km = 2 Stunden/2 = 1 Stunde Gesamtaufstiegszeit = 4 Stunden. Der Einfachheit halber werden die ermittelten Zeiten auf Viertelstunden gerundet. Die Be- rechnungsmethode arbeitet mit stark vereinfachten Werten und nimmt im Winter keine Rücksicht auf das verwendete Sportgerät. Da die tatsächlichen Gehzeiten von zahlreichen weiteren Faktoren wie Schneebeschaffenheit, Spurarbeit, gehtechnisches Eigenkönnen, Rucksackgewicht, Tagesverfassung, Kondition, Gruppengröße, etc. abhängen, sollen die Zeitangaben lediglich als Orientierung dienen und das Vergleichen der verschiedenen Touren erleichtern. Auf Schneeberg und Rax sind einige der vorgestellten Skitourenanstie- ge teilweise oder zur Gänze nur zu Fuß zu bewältigen. Die Zeit, die man für das Befestigen der Ski am Rucksack, bzw. für das Anlegen der Steigeisen benötigt, ist nicht in die ange- gebenen Zeiten eingerechnet. Planen Sie bei Schneeschuhwanderungen etwas mehr Zeit für Aufstieg und Abstieg ein: Empfehlung (bei selber Formel, siehe oben) für den Aufstieg: 300 Hm/Std. bzw. 3 km/Std. Bei Klettersteigen wurden für die gesicherten Passagen 200 Hm/Std. als Richtwert heran- gezogen, ungeachtet der technischen Schwierigkeit. Zur Lawinengefahr Wir verzichten bewusst darauf, Angaben zur Lawinengefahr auf den beschriebenen Tou- ren zu machen. Erfahrene Skitouren- bzw. Schneeschuhgeher sollten von sich aus in der Lage sein, die Lawinensituation bei der Planung und vor Ort einzuschätzen. Unerfahrenen empfehlen wir die Teilnahme an geführten Touren und/oder den Besuch einschlägiger Kurse (z.B. des Alpenvereins). Da die Lawinengefahr von vielen Faktoren wie Windrichtun- gen, Schneedeckenaufbau, Temperatur, Hangneigung und -exposition und letztlich auch vom Verhalten der Gruppe abhängt, würde eine allgemeine Angabe in den Tourenbe- schreibungen nur sehr vage ausfallen, womit sie wieder in der konkreten Situation wenig Nutzen brächte. Da in den Wiener Hausbergen lokal sehr unterschiedliche Wettersituati- onen herrschen können, und da auf Grund der Topografie der Plateauberge Schneeberg und Rax mit ihren Gräben und Steilrinnen die Hangneigungen und damit die Gefahr in- nerhalb weniger Meter wechseln können, wäre eine pauschale Angabe unseriös. Die bes- sere Vorgangsweise ist, den tagesaktuellen Lawinenlagebericht für Niederösterreich und die Steiermark (www.lawine.at) abzurufen und die Tourenplanung und das Verhalten auf Tour der herrschenden Situation anzupassen. Auf jeden Fall gilt, niemals ohne Standard- ausrüstung (LVS-Gerät, Sonde, Schaufel) loszugehen, auch wenn man nur eine „einfache“
Tour vorhat. Es kann immer passieren, dass man die Tour umplanen oder abbrechen muss
und sich plötzlich im Steilgelände wiederfindet.
Zur (Un)Sicherheit
Bei Skitouren oder Schneeschuhwanderungen kann aus einem entspannten Sonntags-
ausflug aufgrund der widrigen Ausgangssituation (Kälte, Dunkelheit) rasch ein Bergdra-
ma werden. Bedenken Sie bei Ihrer Tourenplanung immer, dass schon durch eine ver-
meintliche Kleinigkeit ihre Zeitplanung völlig durcheinander geraten kann. Eine kleine
Verletzung, ein technisches Gebrechen an der Skibindung oder dem Schneeschuh oder
ein Wetterumschwung genügen, um das Vorwärtskommen spürbar zu erschweren. Ein
kleiner Temperaturanstieg genügt, um eine gerade noch tragfähige Schneedecke in einen
grundlosen „Sumpf“ zu verwandeln.
Das gilt nicht nur beim Aufstieg, sondern auch bei der Abfahrt! Bedenkt man, dass es im
Hochwinter schon um 16:00 dunkel ist, und eine frostige Nacht im Freien fast immer mit
Lebensgefahr verbunden ist, erkennt man, wie wichtig es ist, sich durch das Mitführen
einiger Gegenstände gegen das Gröbste zu wappnen.
Biwaksack Ist nicht schwer und erhöht Komfort bei allen unfreiwilligen Verzöge-
rungen und steigert die Überlebenschancen enorm.
Erste-Hilfe-Set Zumindest einer in der Gruppe sollte eine kleine Rucksackapotheke
inkl. einer Alu-Rettungsdecke mitführen.
Kabelbinder, Kleine Pannen bei Skiausrüstung oder Schneeschuhen lassen sich oft
Draht, mit einfachsten Mitteln behelfsmäßig reparieren. Ein Fell, das nicht
Werkzeug mehr klebt, kann mit einigen Kabelbindern wieder rasch fixiert werden.
Licht Eine Stirnlampe gehört unbedingt in den Rucksack. Bei großer Kälte
Batterien am Körper tragen!
Handy Auch hier gilt: wasserdicht (also auch vor Schweiß geschützt) am Kör-
per tragen.
Karten- Die Tourenvorschläge sind mit Kartenempfehlungen versehen. Neh-
material men Sie immer eine (aus)gedruckte Karte mit auf Tour! Smartphone
oder GPS-Gerät sind kein echter Kartenersatz. Bedenken Sie auch, dass
im Winter auf Grund der Schneelage Markierungen unsichtbar sein
können und bereiten Sie sich gut auf Ihre Touren vor. Je höher Ihr In-
formationsstand ist, desto einfacher ist die Orientierung im Gelände!
Da einige Anstiege auf Schneeberg und Rax durch steiles, felsdurchsetztes Gelände füh-
ren, müssen die Ski teilweise getragen werden. Die Entscheidung, ab wann der Aufstieg
zu Fuß sicherer, bzw. einfacher ist, hat jeder Tourengeher selbst zu treffen! Auch der Zeit-
punkt, an dem man Steigeisen anlegt, muss von jedem selbst bestimmt werden! Tatsacheist aber, dass manche Passagen aufgrund von starker Begehung, Sonneneinstrahlung und Wind sehr stark zur Vereisung neigen, und sich hier immer wieder Unfälle ereignen. Also: Steigeisen rechtzeitig anlegen (auch für kurze Passagen) und im Zweifelsfall vor eisigen Abschnitten umkehren! Vergewissern Sie sich zusätzlich, ob Hütten, die Sie besuchen wollen, auch tatsächlich be- wirtschaftet sind! Wanderungen Die vorgestellten Wanderungen führen durch einfaches Wandergelände, das keine beson- deren gehtechnischen Herausforderungen aufweist. Gutes Schuhwerk (Profilsohle!) ist aber selbst bei „Wienerwaldtouren“ erforderlich, denn mit rutschigem Boden muss auch da mitunter gerechnet werden. Das Mitführen einer Grundausstattung (Wetterschutz, Bi- waksack, Erste Hilfe, Stirnlampe, Handy, Getränk) ist immer von Vorteil! Bergwanderungen Die vorgestellten Bergwanderungen führen bereits in anspruchsvolleres Gelände und können auch konditionell fordernder sein. Trittsicherheit ist jedenfalls gefragt, bei der ei- nen oder andere Stelle wird man auch Hand an den Fels legen bzw. kurze gesicherte Pas- sagen bewältigen müssen. Die alpine Grundausstattung (siehe oben unter Wanderungen) ist selbstverständlich! Klettersteige Die Schwierigkeitsangaben basieren auf der in Österreich gebräuchlichen Buchstabenska- la von A bis F. Wir verzichten auf Ausführungen zur Ausrüstung und zu ihrem Gebrauch und verweisen Interessierte auf die einschlägigen Kurse des Alpenvereins. Bereits nach einem zweitägigen Kurs haben Sie ausreichend Kenntnis erlangt, um selbständig Touren ihrem Leistungsniveau angepasst auswählen und diese sicher bewältigen zu können! Die Fahrpläne Die Fahrplantabellen enthalten Vorschläge zu Verbindungen, mit denen die entsprechen- den Touren sinnvoll durchführbar sind. Sie wurden an Hand der zum Redaktionsschluss zur Verfügung stehenden Informationen recherchiert (Stand 10.12.2017) und erheben weder Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Richtigkeit zum Zeitpunkt Ihrer Tour. Kursnummern mit einem oder zwei führenden Buchstaben (z.B. RJ 557) bezeichnen Bahnverbindungen, ohne führende Buchstaben (z.B. 7847) Busverbindungen. Informieren Sie sich bitte vor Ihrer Unternehmung, ob die angegebenen Verbindungen noch aktuell sind und ob es zusätzliche Verbindungen gibt, die Ihnen mehr entgegen kommen. Bei den Fahrplänen wurde bei der Rückreise nach Wien aus Platzgründen auf die Meidling- Zeile verzichtet. Alle Züge nach Wien Hauptbf halten aber vorher auch in Wien Meidling. Fahrpläne finden Sie bei jeder Tour auf www.alpenvereinaktiv.com sowie direkt auf ■ Verkehrsverbund Ostregion (VOR): https://anachb.vor.at ■ ÖBB: http://fahrplan.oebb.at
Alle Tourenvorschläge sind auf dem auch als APP verfügbaren Tourenportal www.alpen
vereinaktiv.com des Alpenvereins abrufbar. Die Fahrpläne sind dort mit digitalen Fahrplan-
abfragen verlinkt. Höhendiagramme und Karten mit Routendarstellung stehen ebenso
zur Verfügung wie Tracks zur Runterladen für Smartphone oder GPS. Weiters bieten wir
dort aufschlussreiche Bilder zur jeweiligen Tour und wichtige Links zur Planung (Wetter,
Lawinen, Hütten, etc.). Beschreibung, Bilder, Vektorkarte können auch ausgedruckt wer-
den. Auch aktuelle Verhältnisse lassen sich abrufen, sofern diese von einem anderen Nut-
zer mitgeteilt worden sind.
Bei jeder Tour in dieser Broschüre gibt es in der Titelleiste einen QR-Code, der zur jeweili-
gen Tour auf www.alpenvereinaktiv.com verweist.
Außerdem sind auf www.alpenvereinaktiv.com noch zahlreiche weitere Touren (auch aus
anderen Einzugsgebieten wie z.B. Salzburg, Innsbruck) abgelegt, die mit Öffis erreichbar
und auch als solche speziell gekennzeichnet sind.
INFOS
■ Lawinenlagebericht: www.lawinen.at
■ Wetterbericht: www.alpenverein.at/portal/wetter
■ Broschüren des Alpenvereins zur autofreien Mobilität:
www.alpenverein.at/portal/natur-umwelt/SanfteMobilitaet_Beispiele
TELEFONNUMMERN
■ Bergrettung Österreich: 140 (Vorarlberg 144)
■ Euronotruf: 112. Der Euronotruf kann von jedem betriebsbereiten Handy auch ohne
Guthaben oder Sim-Card erreicht werden. Wenn kein Netzempfang im eigenen Netz
entweder Notruf wählen ("nur Notrufe möglich") oder Handy ausschalten, nochmals
einschalten und statt dem PIN gleich 112 eingeben. Das Handy sucht sich dann ein
beliebiges Netz (sofern verfügbar).
BUCHTIPPS (Auswahl)
■ Csaba Szépfalusi: Skitouren light – Wiener Hausberge. Berndorf: Kral-Verlag 2017
■ Csaba Szépfalusi, Karel Kriz: Skitouren Wiener Hausberge. Horn: Edition berg&karte,
Verlag Berger 2011. www.bergundkarte.at
■ Csaba Szépfalusi, Karel Kriz: Bergerlebnis Schneeberg & Rax. Wien, Styria-Verlag 2013
■ Csaba Szépfalusi: Wandererlebnis Wienerwald und Gutensteiner Alpen. Berndorf:
Kral-Verlag 2014
■ Csaba Szépfalusi: Schneeschuhwandern Wiener Hausberge. Berndorf: Kral-Verlag 2015
■ Csaba Szépfalusi: Wandererlebnis Weinviertel. Berndorf: Kral-Verlag 2016
■ Csaba Szépfalusi: Bergtourenhighlights Wiener Hausberge – "nur für Geübte". Bern-
dorf: Kral-Verlag 2016
■ Csaba Szépfalusi: Klettersteig-Guide Österreich. Innsbruck: Tyrolia-Verlag 2016
8Gruß von der Brandschneide auf der Rax
IMPRESSUM
Herausgeber: Alpenverein Edelweiss, www.alpenverein-edelweiss.at.
Die Fahrplaninformationen wurden sorgfältig zusammengestellt (Stand 10.12.2017).
Trotzdem kann für die Richtigkeit der Angaben keine Gewähr übernommen werden.
Die Begehung der Touren erfolgt auf eigene Verantwortung und Gefahr.
Redaktion und Erstellung: Csaba Szépfalusi
Fotos: © Csaba Szépfalusi
Druck: Druckerei Berger, Horn, auf PEFC-zertifiziertem Papier
BEZUG
Alpenverein Edelweiss, Walfischgasse 12, 1010 Wien. Tel. +43(0)1/5138500,
office@alpenverein-edelweiss.at, www.alpenverein-edelweiss.at
Gefördert
durch den Österreichischen Alpenverein, Abteilung Raumplanung und Naturschutz.
9Tirolerkogel
Der Tirolerkogel ist von Annaberg ausgehend eine beliebte, leicht erreichbare Kurztour zu einer nagelneu-
en Gipfelhütte mit fantastischer Aussicht. Der Gipfelbereich darf bei Schlechtwetter allerdings nicht unter-
schätzt werden! Für Skitouren-Feinspitze bieten sich einige Erweiterungsoptionen an, auf denen zusätzliche
Abfahrtsmeter gesammelt werden können. Hervorzuheben ist insbesondere die so Voralpen-Haute-Route, also
die Überschreitung vom Tirolerkogel über Karnerhofspitze und Eibl nach Türnitz, natürlich ebenfalls mit
Busanschluss! Ein landschaftlicher Leckerbissen mit Ski – und auch mit Schneeschuh!
Ausgangspunkt karte
Annaberg, Ortsmitte, 925 m ÖK 50 Nr. 4205
Anreise Anreise täglich ab Wien
Bus Wien Hbf – Annaberg. Hauptbf (Bus)
Ab Wien Hauptbf (Bus) 552 07:00
An Annaberg Ortsmitte 09:30
Rückreise Mo - Fr nach Wien täglich außer So täglich außer So täglich nach
Hauptbf nach Wien Hauptbf nach Wien Hauptbf Wien Hauptbf (Bus)
Ab Annaberg 552 16:30 552 16:30
Ab Türnitz Ortsmitte 1545 15:00 1545 15:45 16:50 16:50
An Lilienfeld Bf 15:20 17:10
Ab Lilienfeld R 6769 15:44 R 6747 17:18
An Traisen Bf 17:28
Ab Traisen R 6619 17:31
An St. Pölten 16:25 16:54 17:55
Ab St. Pölten IC 649 16:32 RJ 867 17:02 RJ 565 18:02
An Wien Hauptbf 17:05 17:30 18:30 19:00
StützpunktE
■ Annaberger Haus, 1380 m, Alpenverein, auf dem Tirolerkogel
Tel. 0664/ 5231076, www.alpenverein.at/annabergerhaus.
Im Winter Mittwoch bis Sonntag geöffnet.
■ Teichhütte, 1002 m, privat, auf dem Eibl
Tel. 0676/ 4768246, www.troestl.info.
Im Winter Sa So Ft geöffnet, in den Ferien sowie bei ausreichender Schneelage täglich
Aufstieg 420 m 1 ½ Std.
Von Annaberg auf der Bundesstraße (Vorsicht) nach Osten und nach einer Rechtskurve
zum Beginn des Anstiegs auf den Tirolerkogel. Auf einer meist gut gespurten Forststraße
(Skidoo, Loipe) unter den steilen Waldhängen des Scheiblingbergs gemütlich aufs Gscheid,
101020 m. Nach dem Kreuz links und ansteigend auf dem Fahrweg bald wieder in den Wald.
Um einen Rücken (Lawinenwarnschild!) und Querung eines sehr steilen, felsdurchsetzten
Berghanges. Dann nach einem weiten Rechtsbogen auf den baumfreien Bergrücken und
links hinauf oder weiter auf der Straße (mitunter verweht) zum Annaberger Haus, 1380 m.
Abfahrt nach annaberg
Wie Aufstieg (Achtung auf touristischen Gegenverkehr!). Als Variante kann vom Gipfel
über den baumfreien Westrücken in schöner Fahrt in den Sattel vor dem Ahornberg ab-
gefahren werden. Von dort durch einen anfangs steileren Trichter links in den Wald zur
vom Aufstieg bekannten Forststraße. Auf dieser weiter oder den kurzen Hang darunter
ausfahren und dann rechts hinausqueren. Hinab aufs Gscheid und zurück nach Annaberg.
Überschreitung nach Türnitz
Vom Annaberger Haus zunächst nach Nordosten abwärts, dann flach weiter (Schneestan-
gen, rechts auf einer Kuppe das Ring-Gedenkkreuz) und schließlich leicht rechts haltend
in einen schwach ausgeprägten Sattel (Wegweiser, Weidezaun). Nun über die Kuppe Pkt.
1339 m hinweg in eine Mulde, die ins zunehmend steile Sterngassl leitet. Dort bei kriti-
schen Verhältnissen besser etwas rechts im Wald ausweichen, dann in schöner Fahrt im
Graben bis 1040 m. Links ab (Schild, event. schon hier anfellen) und den steilen Waldhang
querend in den Sattel mit der kleinen Österleinbrunnhütte (Bergrettung). Nun sanft an-
steigend westlich um den Schafkogel herum in einen weiteren Sattel. An einer Felsforma-
tion links entlang, zurück auf den mitunter verwechteten Kamm und hinüber auf die nahe
Karnerhofspitze, 1124 m. Gemütliche Abfahrt nach Nordosten über den Rücken (schö-
ne Bergahornbestände), dann rechts abdriften zu einer nahen Forststraße und auf dieser
links in einen Sattel. Fellaufstieg (rote Mark.) im Wald in einen Sattel, 920 m. Von dort
Pistenabfahrt (im Zweifel links halten) oder weiterer Anstieg hinauf zur nahen Teichhütte
auf dem Eibl, 1002 m, und genussvoll hinab zur Talstation des abgebauten Sessellifts, 500
m. Zu Fuß durch die Teichstraße, dann links über die Türnitz und rechts durch den Markt in
den Ortskern und zum Bushalt. 2 ½ Std.
In der Mulde oberhalb des Sterngassls
11schneeberg
Der Schneeberg, dessen schimmernde Firnflanken an klaren Tagen bis nach Wien zu sehen sind, bildet mit
dem Klosterwappen, 2076 m, den höchsten Gipfel Niederösterreichs. Und obwohl er auf keiner Seite eine
wirklich leichte Abfahrtsmöglichkeit bietet, gilt er schon seit über 100 Jahren als Skiberg. Während bis in die
Mitte des 20. Jhdt. hier ganze Skiurlaube verbracht wurden, führten die erhöhte Mobilität der Wintersportler
aus dem Wiener Raum und die wachsende Konkurrenz durch gut erschlossene Skigebiete dazu, dass der
Massenandrang an Skifahrern vorbei ist.
Dennoch ist der Schneeberg bei guten Verhältnissen gut besucht und bietet erfahrenen SkitourengeherInnen
ein breites Angebot an anspruchsvollen Genusstouren und teils extremen Steilabfahrten. Die Klassiker in
diesem Spektrum sind sicher der Wurzengraben und die Breite Ries.
Ausgangspunkt karte
Losenheim, Salamander-Sessellift, 872 m ÖK Schneeberg & Rax M 1:25 000
Anreise
ÖBB Wien – Ternitz. Weiter mit Bus nach Losenheim.
Anreise täglich ab Wien täglich ab Wien
Hauptbf Hauptbf
Ab Wien Hauptbahnhof RJ 553 06:58 RJ 557 08:58
Ab Wien Meidling 07:05 09:05
An Wr. Neustadt 07:28 09:28
Ab Wr. Neustadt R 2309 07:35 R 2317 09:35
An Ternitz 07:50 09:50
Ab Ternitz 1720 08:00 1720 10:00
An Losenheim Sesselbahn 08:39 10:39
Rückreise Sa nach Wien So nach Wien Mo - Fr nach Sa + So nach
Hauptbf Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf
Ab Losenheim Sesselbahn 1720 15:15 1720 15:15 1720 16:15 1720 17:15
An Puchberg am Schneeberg 15:30 16:30 17:30
An Ternitz 15:52
Ab Puchberg am Schneeberg R 6424 15:36 R 6426 16:36 R 6428 17:36
Ab Ternitz R 2350 16:11
An Wr. Neustadt 16:23 16:25 17:23 18:23
Ab Wr. Neustadt RJ 370 16:32 RJ 370 16:32 RJ 750 17:32 RJ 372 18:32
An Wien Hauptbahnhof 17:02 17:02 18:02 19:02
12Stützpunkte
■ Edelweisshütte, 1235 m, Alpenverein, am Faden
Tel. 02636/3616, www.edelweisshuette.at
Auch im Winter täglich geöffnet!
■ Fischerhütte, 2049 m, Touristenklub, am Kaiserstein
Offener Winterraum, Heizung mit €-Münzeinwurf, Notfalltelefon, eine Schlafstelle
AUFSTIEG Fadenweg 1200 m 4 Std.
Von der Talstation der Sesselbahn über einen der beiden ausgewiesenen Tourengeher-
Aufstiege zur Edelweisshütte, 1235 m, am Faden. Oder Auffahrt mit dem Sessellift (dzt.
€ 5,- für die Bergfahrt) zur Bergstation, 1210 m, und mit wenigen Schritten hinauf zur
Edelweisshütte.
Von der Edelweisshütte zunächst an der benachbarten ehem. Sparbacher Hütte rechts
entlang auf einer Forststraße bis zu einem Steilaufschwung, dem „Almgatterl“. Nach die-
sem durch den lichten Wald leicht ansteigend in südwestlicher Richtung bis zur Heinrich-
Krempel-Hütte (Bergrettung), 1561 m. Ab hier durch den Wurzengraben zur Fischerhütte.
Bei starkem Skiverkehr (entgegenkommende Abfahrer) besser links vom Wurzengraben
über den Schauerstein-Rücken (dieser Anstieg ist auch sicherer) zur Fischerhütte.
Abfahrt durch den Wurzengraben
13schneeberg
Aufstieg fadensteig 1200 m 3 ½ Std.
Wie oben von Losenheim zur Edelweisshütte. Weiter der gelben Markierung folgend zu-
nächst durch einen Wald, bald darauf über einen felsdurchsetzten Rücken zu Fuß gleich-
mäßig steil hinauf. Einige ausgesetzte Stellen sind mit einem Stahlseil gesichert. Wegen
der häufig auftretenden Vereisung wird die Mitnahme von Steigeisen dringend empfoh-
len! Bei Pkt. 1723 m wird die Hochfläche erreicht. Ab hier folgt man der Stangenmarkie-
rung bis zur Fischerhütte, 2049 m, nahe dem Kaiserstein, 2061 m. Von dort erreicht man
über einen flachen Kamm den höchsten Punkt, das Klosterwappen, 2076 m.
Abfahrt wurzengraben
Die Standardabfahrt von der Fischerhütte beginnt in der Mulde links des Rückens, der
vom Schauerstein heraufzieht. Im Graben oder in dessen linker Flanke abfahren, dabei
auf aufsteigende Skifahrer achten! Im unteren Bereich felsbegrenzter Graben, der je nach
Schneesituation (Wechten) recht enge und steile Abschnitte bereit hält. Danach über fla-
cheres Gelände zur Heinrich-Krempel-Hütte und wie oben beschrieben in der Gegenrich-
tung abfahren zur Edelweisshütte und über die Freeridepisten (keine Präparierung, kein
Pistendienst) zurück zur Talstation des Sessellifts.
Weitere beliebte Abfahrten: Hoyosgraben, Salvisgraben, Schneegraben.
Abfahrt breite ries
Die Einfahrt erreicht man von der Fischerhütte aus, indem man am Rand der Felsabbrüche
oder über den Obersten Fadensteig in Richtung Norden geht, bis man zu einer ebenen
Scharte kommt. Von hier führt eine steile, felsbegrenzte Rinne ostwärts in das große Kar
der Breiten Ries. Bei guten Schneeverhältnissen ist diese Einfahrt meist sehr ausgefahren
und gut erkennbar. Mit grandioser Aussicht auf Puchberg und die dahinterliegende Ge-
gend fährt man bis zum Beginn der Latschenzone. Von hier weiter am linken Rand des
Kares einen rot markierten Steig hinunter bis zu einem Karrenweg. Auf diesem zu einer
Forststraße, die in weiterer Folge zur Piste „Lahning“ führt. Über die Piste zurück zum Bus-
halt bei der Talstation des Sessellifts.
Weitere beliebte Abfahrten: Lahning Ries, Rote Schütt, Rote-Schütt-Flanke.
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auf grenzüberschreitende Bahnreisen in Europa von 15 %.rax-überschreitung
Die Rax bietet mit ihrem ausgedehnten Hochplateau großartige Möglichkeiten zu hochalpinen Winterwan-
derungen, egal, ob mit Ski oder Schneeschuhen. Der bequemste Zugang erfolgt von Hirschwang aus, von wo
man seit 1926 mit der Raxseilbahn in nur 8 Minuten die Hochfläche erreichen kann.
Da praktisch die gesamte Hochfläche rundherum in steilen Flanken abbricht, gibt es keine „leichte“ Skiab-
fahrt ins Tal. Die meisten Klassiker führen durch Rinnen und Gräben durch die Abbrüche. Die „Schöller“ und
die „Lahngrabenabfahrt“ benutzen den Steilwald im Bereich der Seilbahn.
Die Hochfläche selbst bietet auch mehrere kürzere Hänge und Rinnen, die, wenn man wiederholte Wiederauf-
stiege nicht scheut, feinstes Skivergnügen bieten.
Ausgangspunkt karte
Hirschwang, Talstation Raxseilbahn ÖK Schneeberg & Rax M 1:25 000
Anreise
ÖBB Wien – Bf Payerbach-Reichenau, weiter mit Bus zur Raxseilbahn.
Anreise Sa + So ab Wien Mo - Fr ab Wien Mo - Fr ab Wien täglich ab Wien
Hauptbf Hauptbf Hauptbf Hauptbf
Ab Wien Hauptbf RJ 553 06:58 R 2211 07:09 EC 151 07:58 RJ 71 08:58
Ab Wien Meidling 07:05 07:15 08:05 09:05
An Wiener Neustadt 07:28 08:28 09:28
Ab Wiener Neustadt R 2309 07:35 R 2213 08:35 R 2317 09:35
An Payerbach-Reichenau 08:08 08:35 09:08 10:08
Ab Payerbach-Reichenau 1748 08:15 1746 08:40 1746 09:15 1748 10:15
An Hirschwang Raxseilbahn 08:28 08:53 09:28 10:27
Rückreise Sa + So nach Mo - Fr nach Mo - Fr nach Sa + So nach
Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf
Ab Prein/ Rax, GH Oberer Eggl 1748 15:05 1748 15:25 1748 17:15 1748 18:15
An Payerbach-Reichenau 15:45 15:50 17:45 18:42
Ab Payerbach-Reichenau R 2350 15:55 R 2248 15:55 R 2256 17:55 R 2362 18:55
An Wiener Neustadt 16:25 16:25 18:25 19:25
Ab Wiener Neustadt RJ 370 16:32 RJ 370 16:32 RJ 372 18:32 RJ 754 19:32
An Wien Hauptbf 17:02 17:02 19:02 20:02
Stützpunkte
■ Raxalpen-Berggasthof und Ottohaus siehe Seite 28
■ Waxriegelhaus, 1361 m, Naturfreunde, am Waxriegel
Tel. 02665/ 237, www.waxriegelhaus.at
Auch im Winter täglich geöffnet!
16Plateauüberschreitung 400 m 2 ½ Std.
Eine schöne Kombination aus bequemem Seilbahnaufstieg, hochalpiner Plateauwande-
rung und rassiger Abfahrt! Vom Bushalt mit der Raxseilbahn hinauf auf die Rax-Hochflä-
che (Berggasthof).
Von der Bergstation erst zum Ottohaus, dann über den Seeweg zur Seehütte und Aufstieg
in den Trinksteinsattel, zuletzt vorbei an der kleinen Bergrettungshütte. Von hier aus zwei
Varianten:
Abfahrten
1.) Über den Trinksteinboden zum Predigtstuhl, Steilabfahrt über Langen Mann, Nazrinne,
bzw. Handtuch.
2.) Über den Pehoferweg westlich um den Predigtstuhl herum zur direkten Einfahrt des
Karlgrabens, bzw. weiter zum Karl-Ludwig-Haus. Weitere Abfahrten ins Tal nach Prein/ Rax
(GH Oberer Eggl) wie beschrieben auf S. 18-19.
Im Aufstieg zum Predigtstuhl
17rax – heukuppe
Der höchste Punkt der Rax liegt bereits auf steirischem Gebiet und bei guter Fernsicht erblickt man von dort
oben sogar den Dachstein! Da im Winter keine Busverbindung aufs Preiner Gscheid besteht, muss man bei
Öffi-Anreise eine gute Aufstiegsstunde mehr einkalkulieren. Der Anstieg ist mit Skiern gehtechnisch nicht
übermäßig anspruchsvoll, die Lawinensituation auf dem Schlangenweg und im Karlgraben ist aber unbe-
dingt zu beachten. Die letzten Viertelstunde zum Karl-Ludwig-Haus verläuft meist den Ketten entlang, die
insbesondere bei Sturm (auf der Rax keine Seltenheit, Rax kommt von rau!) sehr hilfreich sein können.
Ausgangspunkt karte
Prein an der Rax, GH Oberer Eggl, 700 m ÖK Schneeberg & Rax M 1:25 000
Anreise
ÖBB Wien – Payerbach-Reichenau, weiter mit Bus nach Prein/ Rax, GH Oberer Eggl.
Anreise Mo - Fr ab Wien Sa + So ab Wien Sa + So ab Wien Mo - Fr ab Wien
Hauptbf Hauptbf Hauptbf Hauptbf
Ab Wien Hauptbf RJ 131 06:25 RJ 553 06:58 RJ 71 08:58 RJ 559 09:58
Ab Wien Meidling 06:32 07:05 09:05 10:05
An Wiener Neustadt 06:55 07:28 09:28 10:28
Ab Wiener Neustadt R 2207 07:02 R 2309 07:35 R 2317 09:35 R 2321 10:35
An Payerbach-Reichenau 07:35 08:08 10:08 11:08
Ab Payerbach-Reichenau 1748 07:45 1748 08:15 1748 10:15 1748 11:20
An Prein GH Oberer Eggl 08:14 08:44 10:52 11:48
Rückreise siehe Seite 16
Stützpunkt
■ Waxriegelhaus, 1361 m, Naturfreunde, am Waxriegel
Tel. 02665/ 237, www.waxriegelhaus.at
Auch im Winter täglich geöffnet!
Aufstieg 1300 m 4 ½ Std.
Vom Gasthof „Oberer Eggl“ zunächst der Straße entlang bis zur ersten (Links-)Kehre der
Landstraße aufs Preiner Gscheid. Hier geradeaus in den Rettenbachgraben und immer
am Bach entlang weiter. Wo der Graben steiler wird, führt der Weg in spitzem Winkel
rechts bergauf zum ehem. GH Gruber. Von dort der Forststraße nach links bis zum Preiner
Gscheid folgen. Vom großen Parkplatz auf der ehem. Skipiste zur Siebenbrunnenwiese
(Vorsicht wegen entgegenkommender Skifahrer und Rodler). Weiter am linken Rand der
Siebenbrunnenwiese bis zum Ausläufer des Karlgrabens. Nun in weiten Kehren über den
18Schlangenweg rechts des Karlgrabens aufwärts, bis man diesen oberhalb der Felsen nach
links quert. Vorsicht, Querung oft vereist! Ab hier den Ketten folgend (meist zu Fuß) zum
Karl-Ludwig-Haus. Nun über die flache Wiese links des markanten, oft stark überwechte-
ten Schneegrabens Richtung Westen und rechtshaltend über den stumpfen Rücken auf
die Heukuppe.
Abfahrt
Vom Gipfel in östlicher Richtung, bis zum Schneegraben (insbesondere bei Nebel Vorsicht
wegen der Wechtenabbrüche). Links davon abfahren, dann entweder rechts zum Karl-
Ludwig-Haus, oder links in die sogenannte Blutrinne, die ins Taupental führt. Von hier
kurzer Wiederanstieg zur Einfahrt in den Karlgraben. Beginn der Abfahrt entweder bei der
Querung des Schlangenweges (Zufahrt von oben im Bereich des Aufstiegswegs den Ket-
ten entlang), oder bei geeigneter Schneelage direkt durch das „Törl“. Diese steilere Variante
ist vor allem in Verbindung mit den Abfahrten, die im Taupental enden, lohnend, kann
allerdings wegen starker Überwechtung schwierig sein.
Weitere Abfahrt entweder direkt durch den Karlgraben, oder – je nach Schneelage – auch
links davon im benachbarten „Kleinen Karlgraben“. Danach von der Siebenbrunnenwiese
über die Pistenschneise zum Preiner Gscheid. Weiter dem Aufstieg folgend (rote Markie-
rung) in die Kehre der Landstraße und zurück zum GH Oberer Eggl.
Aufstieg zur Heukuppe
19Stuhleck
In den vergangenen 20 Jahren hat das Stuhleck ein beachtliches Skitourenrevival erlebt, obwohl es heute mit
Liftanlagen bis zum Gipfel erschlossen ist und obwohl es immer schon einen Verruf hatte als kalter, sturm-
und nebelanfälliger Berg. Die Gründe: gute Erreichbarkeit auch mit Öffis, (Kunst-)Schneesicherheit sowie
das direkt auf dem Gipfel stehende gemütlich-warme Alois-Günther-Haus, das viel dazu beiträgt, dass die
Tour auch bei Schlechtwetter zumutbar ist. Was bleibt: bei starkem Wind ab der Baumgrenze die zuweilen
extremen Bedingungen, die keinesfalls unterschätzt werden dürfen (rechtzeitig warm anziehen: Anorak, dicke
Handschuhe, Haube, Gesichtsmaske). Der Anstieg durch den Kaltenbachgraben ist der nordseitige Klassiker.
Die Abfahrt erfolgt oft auf der Piste, weil der untere Teil des Kaltenbachgrabens meist geräumt und daher für
eine belagsschonende Abfahrt wenig geeignet ist. Urteilen Sie selbst beim Aufstieg!
Ausgangspunkt karten
Spital am Semmering, 789 m ÖK 50 Nr. 4212 + 4218
Anreise
ÖBB Wien – Mürzzuschlag, weiter mit Bus nach Spital am Semmering. Oder Bahn direkt
nach Spital/ Semmering.
Anreise täglich täglich Sa So Ft Mo-Fr
Ab Wien Hauptbf RJ 551 05:58 EC 151 07:58 RJ 71 08:58 RJ 71 08:58
Ab Wien Meidling 07:05 08:05 09:05 09:05
An Semmering 10:14
Ab Semmering R 6479 10:40
An Mürzzuschlag 07:28 09:28 10:28
Ab Mürzzuschlag 180 07:40 180 09:40 180 11:00
An Spital/ Semmering 07:50 09:50 10:49 11:10
Rückreise Mo-Fr Sa So Ft* Mo-Fr Sa So Ft
Ab Spital/ Semmering 180 15:40 180 17:10 180 17:13 R 6493 18:49
An Mürzzuschlag 15:49 17:19 17:22 18:56
Ab Mürzzuschlag RJ 750 16:32 RJ 372 17:32 RJ 372 17:32 RJ 374 19:32
An Wien Hauptbf 18:02 19:02 19:02 21:02
* auch ab 15:10 - an 17:02
Stützpunkte
■ Alois-Günther-Haus, 1782 m, Alpenverein, auf dem Stuhleck
Tel. 03853/ 300, www.aloisguentherhaus.at
Öffnungszeiten Winter: ab Anfang Dezember durchgehend geöffnet.
■ Mehrere Einkehrmöglichkeiten im Skigebiet (Friedrichhütte, Schwaigerhütte, Panorama-
restaurant Weißenelf, etc.)
■ Notunterstand (Winterraum) im Karl-Lechner-Haus, 1450 m
20Aufstieg durch den Kaltenbachgraben 1000 m 3 ½ Std.
Zu Fuß auf der Bundesstraße nach Südwesten, bald links in die Stuhleckstraße, nach der
Kirche rechts und dann links in die Kaltenbachstraße. In dieser talein zur Talstation der
Promibahn, 874 m. Nun im Kaltenbachgraben je nach Schneelage mit Ski oder noch zu
Fuß zu einer alten Mühle, dann weiter zu einer Jagdhütte. Wo die Forststraße rechts ab-
dreht gerade weiter zum Ausläufer des Lyragrabens. Über die Lichtung nur kurz aufwärts
und alsbald links in den Wald. Auf dem schmalen Steig in einigen Kehren höher, dann
eine längere, steile Rampe zu einer Forststraße, 1380 m. Auf dieser links, alsbald rechts
und in Kehren zur Lichtung mit dem Karl-Lechner-Haus, 1449 m, offener Vorraum. Nun
im Hochwald nach SO (gelber Wegweiser). Am oberen Rand einer Lichtung rechts und
ansteigende Querung an die Waldgrenze, 1660 m (Wasserreservoir, ab da stark dem Wind
ausgesetzt) und zunehmend aussichtsreicher Anstieg zum Alois-Günther-Haus.
Aufstieg auf der Piste
Derzeit verboten (Stand Winter 2017/18)
Abfahrt durch den Kaltenbachgraben
Bis zum Karl-Lechner-Haus wie Aufstieg. Auf der Forststraße rechts, am Rand der Lichtung
links auf einem Karrenweg zu einer weiteren Forststraße und links zu einer Jagdhütte. Dort
rechts, in Kehren in den Kaltenbachgraben zurück zum Ausgangspunkt.
Pistenabfahrt
Vom Alois-Günther-Haus über die Gipfelfläche zur Bergstation des nahen Steinbachlifts
(Vorsicht bei Sturm und Nebel!) und auf der rechten Piste hinab zur Ganzeben. Auf der
Piste in schöner Fahrt dahin, bei einer Pistengabelung links und zur Friedrichshütte. Im
unteren Pistenabschnitt nach dem Schieferhof wieder links halten durch eine Waldschnei-
se zum GH Winter. Zu Fuß in der Stuhleckstraße zur Kirche und weiter zum Bushalt bzw.
zum Bahnhof.
Alois-Günther-Haus auf dem Stuhleck
21Eisenstein
Das Musterbeispiel für eine einfache, wunderschöne Genusstour, genau richtig auch für EinsteigerInnen:
kurz und trotzdem abwechslungsreich, sonnseitig und zunehmend aussichtsreich, mit gemütlicher Gipfelhütte
zum Aufwärmen und Einkehren (nur an Wochenenden!). Daher ist dieser leicht erreichbare Voralpenberg an
schönen Hochwintertagen eine sehr gute Wahl für einen entspannten Aufenthalt in einer tief verschneiten
Winterlandschaft.
Ausgangspunkt karte
Türnitz, Ortsmitte, 466 m ÖK 50 Nr. 4205
Anreise
ÖBB Wien – St. Pölten, weiter mit Bus nach Türnitz. Oder Bus von Wien Hbf nach Türnitz.
Anreise täglich ab Wien täglich außer Sa Sa So Ft ab Mo - Fr ab
Hauptbf (Bus) ab Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf
Ab Wien 552 07:00 RJ 560 07:30 RJ 262 08:30 RJ 262 08:30
An St. Pölten 07:58 08:58 08:58
Ab St. Pölten 1545 08:06 R 6710 09:06 1545 09:06
An Lilienfeld 09:43
Ab Lilienfeld 1545 09:56
An Türnitz Ortsmitte 09:10 09:15 10:15 10:32
Rückreise Mo - Fr nach täglich außer So Mo - Fr nach täglich nach
Wien Hauptbf nach Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf
Ab Türnitz Ortsmitte 1545 15:00 1545 15:45 1545 16:45 552 16:50
An Lilienfeld 15:20
Ab Lilienfeld R 6769 15:44
An St. Pölten 16:25 16:54 17:54
Ab St. Pölten IC 649 16:32 RJ 867 17:02 RJ 565 18:02
An Wien Hauptbf 17:05 17:30 18:30 19:00
Stützpunkt
■ Julius-Seitner-Hütte, 1185 m, Alpenverein, auf dem Eisenstein
Tel. 0664/9107735, www.alpenverein.at/juliusseitnerhuette
Öffnungszeiten Winter: Sa So Ft
22Aufstieg 720 m 2 ½ Std.
Vom Markt nach dem Hotel Goldener Löwe rechts Richtung Eisenstein (rote Markierung).
Über die Bundesstraße und talein in den Sulzbachgraben, dann über eine Lichtung (Sulz-
böck), von einer Forststraße rechts ab und auf gutem Weg hinauf in einen Sattel. Nun links,
bei einem Kreuz gerade weiter über den Rücken, dann wieder mit der roten Markierung
Hangquerung unter einem Rücken (Pkt. 1071, unterwegs das Bertl-Kreuz). Bei der Ein-
mündung des Höhenwegs vom Hohenstein links weiter und zuletzt aussichtsreicher Über-
gang zur Julius-Seitner-Hütte, 1185 m.
Abstieg
Wie Aufstieg.
Alternativ auch auf dem Weg 622: Im Gipfelbereich herrliche Wiesenflächen mit Schnee-
bergblick, aber bis zum Knedelhof zum Teil Kollisionskurs mit Skitourengehern. Danach
unter der Paulinenhöhe nördlich vorbei (Kapelle) und auf Forststraße hinab nach Türnitz.
Gipfelblick vom Eisenstein zum Schneeberg, auch bei Skitourengehern beliebt!
23hennesteck & grosser Kegel
Die Annaberger Reidl-Lifte sind allen Skifans aus der weiteren Umgebung ein Begriff. Das Hennesteck als
„Gipfel darüber“ ist trotzdem weitgehend unberührt. Schneeschuhwanderern kann das nur recht sein, denn
so können sie eine schöne Rundtour erleben, mit einem Mix aus Lichtungen und einem schönen Hochwald-
stapfer zum Gipfel, einem panoramareichen Aufenthalt in der Anna-Alm und einem beschaulichen Abstieg.
Noch einsamer geht es auf dem Großen Kegel zu, ist er doch das Paradebeispiel für einen Berg, der erst durch
das Schneeschuhwandern touristische Bedeutung erlangt hat!
Ausgangspunkt karte
Annaberg, Parkplatz Reidl-Lifte, 925 m ÖK 50 Nr. 4205
Anreise
Bus von Wien Hbf nach Annaberg.
Anreise täglich Rückreise täglich
Ab Wien Hauptbf (Bus) 552 07:00 Ab Annaberg Reidl-Lifte 552 16:27
An Annaberg Reidl-Lifte 09:32 An Wien Hauptbf (Bus) 19:00
Stützpunkt
■ Anna-Alm, 1290 m, privat, Bergstation Hennesteck-Sessellift
Tel. 0699/12806183. Öffnungszeiten Winter: Bei Liftbetrieb 10:00 - 16:00
HENNESTECK, 1334 m, Aufstieg 450 m 2 ¼ Std.
Vom Parkplatz Reidl-Lifte am Kunstschneeteich rechts entlang, dann bei einer Lifttrasse
rechts und bald links (unter Strom!) mit roter Markierung Richtung Weißes Kreuz. Auf gu-
tem Weg durch den Wald zum Waldbauern, am Rand der Lichtung weiter, dann wieder im
Wald zum Weißen Kreuz. Kurz danach auf eine freie Fläche hinaustreten, und links Rich-
tung Hennesteck. Nur kurz der roten Markierung folgen, bis diese wieder links abbiegt,
und weiter nach Norden, vorbei an einem Jägerstand. Wo der Berghang etwas abflacht
links hinauf auf den Rücken und über eine Lichtung (Windbruchschäden) zur Einmün-
dung des Sommerwegs. Im schönen Hochwald weiter, über eine langgestreckte Lichtung
hinweg und nach einem weiteren Aufschwung rechts hinaus (Doline) auf den Kamm und
zum höchsten Punkt (Kreuz).
Abstieg 1 ½ Std.
Nach Südosten durch anfangs dichten Baumbestand hinunter in einen Sattel und den
Markierungen folgend am aussichtsreichen, teilweise verwechteten Kamm zur Bergsta-
tion des Sessellifts und zur nahen Anna-Alm. Danach einem dichten Waldabschnitt (Mar-
kierungen beachten) rechts ausweichen und wieder am Kamm in den Sattel vor dem
Hüttenfeld (dorthin lohnender Abstecher). Links abzweigen auf die Forststraße, die aus-
24sichtsreich in Kehren abwärtsführt. Von links mündet eine rote Markierung ein, mit dieser
durch Waldabschnitte, zuletzt auf einer Straße in einen Graben. Jenseits des Tannbachs
kurzer Gegenanstieg zur Reidlhütte und zurück zum Ausgangspunkt.
Grosser kegel, 1291 m, Aufstieg 400 m 2 Std.
Vom Parkplatz Reidl-Lifte wie bei der Tour aufs Hennesteck zum Weißen Kreuz, siehe
oben. Kurz darauf am Beginn einer Lichtung (Wegweiser) schräg rechts weiter und über
die weite Almfläche (unterwegs "Kegelbergstraße 1") zum jenseitigen Waldrand. Nach Os-
ten hinauf zum Wald, dort auf der Forststraße nach Süden ansteigend Richtung Schuster-
stein. Der Weg dreht links ein und dann bei einer schönen Lichtung links ab und über den
Rücken in den aussichtsreichen, wenig strukturierten Gipfelbereich des Großen Kegels.
Abstieg 1 ½ Std.
Abstieg wie Aufstieg. Oder vom Gipfel über den stumpfen Rücken ein wenig retour, dann
leicht rechts abdriften und in allgemein westlicher Richtung im mittelsteilen Wald am
Rand einer freien Fläche genussvoll abrutschen. Auf 1100 m auf einem Waldweg links
rausqueren und zurück zur Aufstiegsspur. Über die Almfläche nach Süden durch mulden-
artiges Gelände und auf 850 m (Hochstand) rechts auf einem Forstweg in den Wald. Den
Steinbach kreuzen und kurzer Gegenanstieg zurück zur rot markierten Forststraße. Auf
dieser zum Waldbauern und zurück zum Ausgangspunkt.
Nachmittagsstimmung auf dem Großen Kegel
25eng – knofeleben
Eine Tour der Superlative. Landschaftlich sensationell, mal wild und ein wenig anspruchsvoller in der Felsen-
welt der Eng, mal beschaulich an den Hängen des Krummbachsteins. Nicht immer leicht, nicht gerade kurz,
also für trainierte Schneeschuhgeher genau das Richtige. Und das alles nur eine knappe Stunde Fahrzeit von
Wien entfernt!
Ausgangspunkt karte
Bf Payerbach-Reichenau, 500 m ÖK Schneeberg & Rax M 1:25 000
Anreise
ÖBB Wien – Payerbach-Reichenau.
Anreise täglich ab Wien Mo - Fr ab Wien täglich ab Wien täglich ab Wien
Hauptbf Hauptbf Hauptbf Hauptbf
Ab Wien Hauptbf RJ 553 06:58 R 2211 07:09 EC 151 07:58 RJ 71 08:58
Ab Wien Meidling 07:05 07:15 08:05 09:05
An Wiener Neustadt 07:28 08:28 09:28
Ab Wiener Neustadt R 2209 07:35 R 2213 08:35 R 2317 09:35
An Payerbach-Reichenau 08:08 08:35 09:08 10:08
Rückreise täglich nach täglich nach täglich nach täglich nach
Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf
Ab Payerbach-Reichenau R 2346 14:55 R 2350 15:55 R 2354 16:55 R 2358 17:55
An Wiener Neustadt 15:25 16:25 17:25 18:25
Ab Wiener Neustadt RJ 656 15:32 RJ 370 16:32 RJ 750 17:32 RJ 372 18:32
An Wien Hauptbf 16:02 17:02 18:02 19:02
Stützpunkt
■ Naturfreundehaus Knofeleben, 1250 m, Naturfreunde, auf der Knofeleben
Tel. 0664/ 1289340, www.knofeleben.at
Öffnungszeiten Winter: bis Silvester und ab Ende März jeweils Sa So
Aufstieg 750 m 2 ¼ Std.
Vom Bahnhof am Parkplatz entlang und unter der Unterführung durch, bis links der Weg
Richtung Schneedörfl beginnt. Vom Schneedörfl mit prächtigem Blick auf Reichenau und
die Rax weiter mit roter Markierung Richtung Eng/Mariensteig und Naturfreundehaus
Knofeleben (ehem. Friedrich-Haller-Haus). Durch den Wald erreicht man den Marien-
steig am Beginn der „Eng“ genannten Schlucht. Durch diese aufwärts bis zur Abzweigung
des Promischka-Grabens (auch „Mitterberggraben“, „Promiskagraben“, „Promisquegra-
26ben“). In diesen links abbiegen (gelbe Markierung) und weiter bergauf. Ca. 500 m nach
der Abzweigung mündet von links eine Forststraße in den Graben, die eine etwas längere,
aber bequemere Variante zum Wanderweg darstellt, der erst gerade durch den Graben,
dann auf der (im Sinne des Aufstiegs linken) Flanke steil durch den Wald führt. Nach der
Wiedervereinigung mit der Forststraße links durch den Jungwald hinauf und nach kurzer
Strecke zum Naturfreundehaus Knofeleben.
Abstieg 2 ¾ Std.
Der Abstieg erfolgt über die Forststraße, die vom Naturfreundehaus zunächst entlang der
Wiese nach Südosten und dann sanft fallend mit anfangs einigen Windungen zum oberen
Ende des Lackabodengrabens führt. Hier rechts abbiegen und durch den romantischen
Lackabodengraben hinunter bis zur Abzweigung Eng/Promischkagraben. Ab hier den
Aufstiegsweg folgend zurück zum Bahnhof Payerbach-Reichenau.
Viel Spaß beim Schneeschuhwandern!
27rax – plateaurunde
Die Rax ist ein Schneeschuhparadies. Mit der Seilbahn tausend Meter hinauf und je nach Lust und Laune
kürzer oder länger auf dem Hochplateau herumstapfen und die Landschaft genießen. Tourenmöglichkeiten
gibt’s genug, auch Einkehrmöglichkeiten stehen zur Verfügung.
Allerdings sind Wind und Wetter, wenn sie es nicht gut meinen, ernste Widersacher, mit denen nicht zu
spaßen ist. Bei Nebel sollte man mit dem Seeweg und event. noch mit dem Abstecher zur Höllental-Aussicht
vorliebnehmen, und von der Route Jakobskogel – Preiner Wand und vom Abstecher von der Seehütte zum
Dreimarkstein die Finger lassen! Bei Sonnenschein und Pulverschnee bietet die Hochfläche der Rax aber
genau das, was Schneeschuhwandern zur großen Freude macht!
Ausgangspunkt karte
Hirschwang, Talstation Raxseilbahn ÖK Schneeberg & Rax M 1:25 000
Anreise
ÖBB Wien – Bf Payerbach-Reichenau, weiter mit Bus zur Raxseilbahn.
Anreise siehe Seite 16
Rückreise Mo - Fr nach Sa So Ft nach täglich nach Mo - Fr nach Wien
Wien Hauptbf Wien Hauptbf Wien Hauptbf Hauptbf
Ab Hirschwang Raxseilbahn 1748 15:05 1748 15:30 1746/ 16:25* 1748 17:30
An Payerbach-Reichenau 15:20 15:45 1748 16:40 17:45
Ab Payerbach-Reichenau R 2246 15:25 R 2350 15:55 R 2252/ 16:55 R 2256 17:55
An Wiener Neustadt 15:55 16:25 R 2354 17:25 18:25
Ab Wiener Neustadt R 2946 16:00 RJ 370 16:32 RJ 750 17:32 RJ 372 18:32
An Wien Hauptbf 16:32 17:02 18:02 19:02
* Sa, So, Ft ab 16:30
Stützpunkt
■ Raxalpen Berggasthof, 1547 m, in der Bergstation der Raxseilbahn
Tel. 02666/ 52450, www.raxalpe.com
Öffnungszeiten Winter: täglich ab 8. Dezember.
■ Ottohaus, 1642 m, Alpenverein, beim Jakobskogel
Tel. 02666/ 52402, www.raxalpe.com
Öffnungszeiten Winter: Sa So Ft bei Schönwetter
plateaurunde 300 m 3 ½ Std.
Auf meist vom Ratrac gespurtem Weg Richtung Otto-Haus die Schlepplifttrasse kreuzend
ansteigende Querung zum Gatterl-Kreuz und den Stangenmarkierungen folgend ebener
Übergang nach Südwesten zum Otto-Haus, 1642 m. Achtung bei Nebel auf die überwech-
tete Senke östlich der Hütte. ¾ Std.
28Vom Otto-Haus direkter Anstieg zwischen den Latschenfeldern über einen markanten
Schneestreifen zum Jakobskogel, 1736 m, und meist die Geländekante entlang aussichts-
reicher Übergang über die Hohe Kanzel und den Weißkogel zum großen Gipfelkreuz auf
der Preiner Wand, 1783 m. Abstieg in nordwestlicher Richtung am Rand der Latschen-
felder, nach einer kurzen Gegensteigung runter zu Stangen und diesen links folgend zur
Seehütte, 1643 m.
Von der Seehütte auf dem mit Stangen markierten „Seeweg“ sanftwelliger Übergang
durch die Latschenfelder des Grünschachers zurück zum Otto-Haus und weiter zur Berg-
station.
Dreimarkstein, 1948 m: Von der Seehütte Anstieg in westlicher Richtung anfangs durch
Latschenfelder in den weiten Trinksteinsattel, 1850 m, und nördlich über den abgebla-
senen Rücken (grüne Mark.) auf den nahen Gipfel, 1 Std.. Abstieg auf selber Strecke zur
Seehütte.
Höllental-Aussicht, 1620 m: Beim Ottohaus vom sogenannten Praterstern nach Norden,
dann nach Nordwesten einschwenkend lohnender Abstecher (blaue Mark.) zur Höllental-
Aussicht, mit atemberaubendem Tiefblick von der Plattform ins Große Höllental. Hin und
zurück 1 Std.
Kleine Freuden unterwegs!
29kreuzschober
Hoch über Mürzzuschlag erhebt sich die bewaldete Kuppe des Kreuzschobers als erster Gipfel eines ausge-
dehnten Gebirgszugs, der bis zur Veitsch reicht. Während Skitourengeher den Anstieg durch das Eichhorntal
wählen, sei Schneeschuhwanderern der Weg über den Stürzerkogel empfohlen. Mit dem Abstieg über die
Hönigsberger Alm ergibt sich sogar die Möglichkeit zu einer wunderschönen Überschreitung mit Bahn- oder
Busanschluss im Zielort.
Ausgangspunkt karten
Mürzzuschlag, Bahnhof, 680 m ÖK 50 Nr. 4211 + 4211
Anreise
ÖBB Wien – Mürzzuschlag.
Anreise täglich täglich täglich
Ab Wien Hauptbf RJ 553 06:58 EC 151 07:58 RJ 71 08:58
Ab Wien Meidling 07:05 08:05 09:05
An Mürzzuschlag 08:28 09:28 10:28
Rückreise Sa So Ft Mo - Fr täglich täglich außer So Ft
Ab Langenwang 180 15:08 180 16:03 S9 16:43 180 17:58
An Mürzzuschlag 15:24 16:19 16:50 18:14
täglich täglich täglich täglich
Ab Mürzzuschlag RJ 370 15:32 RJ 750 16:32 RJ 372 17:32 RJ 754 18:32
An Wien Hauptbf 17:02 18:02 19:02 20:02
Stützpunkt
■ Kaarlhütte, 1314 m, privat, unter dem Kreuzschober
Tel. 03857/ 8313, www.kaarl.at
Öffnungszeiten Winter: Fr Sa So Ft , Bewirtschaftung unsicher, vorher erkundigen!
Aufstieg 800 m 2 ½ Std.
Vom Bahnhof rechts und auf der Ortsumfahrung geradeaus Richtung Bruck/ Mur, dann
links zur stattlichen Pfarrkirche. Rechts auf einer Promenade den Fröschnitzbach entlang
und auf einer Brücke über die Mürz. Dort Erstkontakt mit den roten Markierungen zum
Kaarl. Kurz rechts, beim „Auwegstüberl“ links und steil durch die Lambachsiedlung (Rück-
blick auf Mürzzuschlag). Nach dem letzten Haus am Waldrand scharf rechts und durch
stimmungsvolle Waldabschnitte höher. Einer Querung folgen dichte Fichtenbestände zum
Pkt. 989 m (Blick zum Kreuzschober). Über den Waldrücken den Markierungen folgend
über den Stürzerkogel hinweg gemütlicher weiter (einige Aussichtspunkte) zur Kaarlhütte
und durch eine breite Schneise (Achtung auf Skifahrer!) zum Gipfelkreuz auf 1410 m.
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