Die Behandlung des hohen Cholesterins

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Die Behandlung des hohen Cholesterins
Volkshochschule                                           Die Behandlung des
       Siegen-Wittgenstein                                         hohen Cholesterins
           Haus des Gastes Bad Laasphe                               Top oder Flop?
                                     Der Mensch in unserer Mitte

                            29. September 2019
                             Hans-Peter Hobbach
                            Kreisklinikum Siegen
                            Medizinische Klinik III
                               Kardiologie und
                        Internistische Intensivmedizin

Kreisklinikum Siegen GmbH
Die Behandlung des hohen Cholesterins
Veröffentlicht am 25.10.2016
                            (2016 10 18 arte Doku)
                            arte Cholesterin, der große Bluff

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Die Behandlung des hohen Cholesterins
Der große Cholesterin-Bluff
                  Eier, Butter, Fette: Davor schürten Lebensmittelindustrie- und
                Pharmaindustrie jahrzehntelang die Angst – und verdienen daran.
                                      Vom Mythos Cholesterin.

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Wie lautet die Antwort?

                                     Wir wissen, dass eine
                                     jahrzehntelange
                              Statintherapie das Risiko
                              kontinuierlich reduziert sowie
                              gut verträglich und sicher ist.

                                    Es gibt wenig in der
                                    Medizin, was wir so gut
                              wissen wie diese Tatsache.

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Warum müssen wir über solche Dinge diskutieren?

             Der Glaube an die Therapie & die Therapietreue
             (“Compliance oder Adhärenz”):

                 • Vetrauen:
                                 Verhältnis Patient - Arzt

                 • Verstehen:
                                 Wissen über die Erkrankung
                                 Wissen über die Therapie

                 • Therapieerfolg:
                                 Subjektive und objektive Erfolge

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Entschuldigung:

                             Es bleibt nicht aus, dass ich ein paar
                               Abbildungen aus medizinischen
                                     Studien zeigen muss.

                             Lassen sie sich bitte NICHT irritieren
                             und nehmen nur die Information auf
                                (z.B. 15% weniger Herzinfarkte
                              Schlaganfälle oder Tod durch Herz-
                                   und Gefäßerkrankungen)

                               Unterbrechen sie mich bitte bei
                                 Fragen und Unklarheiten!

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Kardiovaskuläre Risikofaktoren

                                             Kardiovaskuläre Risikofaktoren
                                                   nicht beeinflussbare
                              Genetische Veranlagung                                 ♂
                              Alter
                                                                  Östrogene bis
                              Geschlecht                           Menopause         ♂
                                                      beeinflussbare
                              Nikotin                             Nikotin + Pille    ♂
                              Hypercholesterinämie                                   ♂
                              Arterielle Hypertonie                    ♀
                              Diabetes mellitus                     ♀ (x 2,6)       (x 1,8)

                              Übergewicht                              ♀
                              Bewegungsmangel                          ♀
                              Beruflicher Stress                                     ♂
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Wie wirkt das Cholesterin auf das Herz?

   Zu viel Cholesterin im Blut
 führt zu Ablagerungen in den
  Gefäßwänden und somit zu
  Verkalkung und Verhärtung
           der Gefäße:
        Arteriosklerose.

      Die fatalsten Folgen:          Arterie

     Herzinfarkt, periphere                    Ablagerungen
                                                                  Der Blutfluss ist
 arterielle Verschlusskrankheit                               teilweise unterbrochen

        und Schlaganfall.

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Arteriosklerose, ein vermeidbares Schicksal?

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Häufigsten Todesursachen in Deutschland
                                                      Insgesamt ca. 125.000
                                                   Menschen verstarben 2018 in
                                                    Deutschland an den Folgen
                                                  einer koronaren Herzkrankheit!

                                        ca. 50.000 Menschen
                                   verstarben 2018 in Deutschland
                                    an einem akuten Herzinfarkt!

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Wie erkenne ich ein erhöhtes Cholesterin:

       • Ein erhöhter Cholesterinspiegel macht keine
         Beschwerden. Deswegen bleibt er oft unbemerkt.
       • Der Cholesterinspiegel wird durch
         eine Blutanalyse bestimmt.
       • Es empfiehlt sich, den
         kostenlosen zweijährlichen
         Gesundheits-Check für
         Menschen ab 35 Jahren
         beim Hausarzt
         wahrzunehmen.

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LDL-Cholesterin:

                Als Träger des höchsten Cholesterinanteils
     ist das LDL maßgeblich für die Entstehung von Arteriosklerose
                             verantwortlich.
      Die Höhe des LDL-Cholesterins ist direkt mit den Risiken für
     Herzinfarkt und Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen
                              verbunden.
                              LDL-Cholesterin = das „schlechte“ Cholesterin.
                                    Es sollte möglichst niedrig sein.

                                               LDL – „Lass‘ Das Lieber“
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Bedeutung der LDL-C-Senkung für die
Sekundärprävention vaskulärer Ereignisse
      Eine Metaanalyse mit 90.056 Patienten zeigte, dass eine LDL-C-Senkung um 1 mmol/l
      (≈ 40 mg/dl) zu einer 21%-igen Reduktion von vaskulären Ereignissen führt.
                                   50%

                                                                                                                                                        Statin-Studien
 Reduktion vaskulärer Ereignisse

                                   40%

                                   30%

                                         21%                                                                       Gefäß-Ereignisse:
                                   20%
                                                                                                                   Durch eine Herz- oder
                                                                                                                   Gefäßerkrankung bedingter Tod,
                                                                                                                   Herzinfarkt, Schlaganfall,
                                   10%                                                                             Revaskularisation (Bypass, PTCA)

                                   0%
                                                 0,5             1,0            1,5                                    2,0       mmol/l
                                                ≈ 20            ≈ 40           ≈ 60                                   ≈ 80       mg/dl
                                                       Senkung LDL-Cholesterin
 Cholesterol Treatment Trialists' (CTT) Collaborators. Efficacy and safety of cholesterol-lowering treatment: prospective meta-analysis of data from 90.056 participants in 14
 randomised trials of statins. The Lancet 2008;366(9493):1267-78.; Cannon CP, et al. Ezetimibe Added to Statin Therapy after Acute Coronary Syndromes. N Engl J Med 2015 Jun
 3;372(25):2387-97.
                    Kreisklinikum Siegen GmbH
Charakterisierung des LDL-Rezeptors

                              Nobel-Preis:
                              Goldstein und Brown (1985)

                                M.S. Brown   J.L. Goldstein

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HDL-Cholesterin:

              Das HDL-Cholesterin hingegen ist ein Schutzfaktor für die
                                     Gefäße.
      Niedrige Werte des HDL-Cholesterins deuten auf ein erhöhtes
               Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

                              HDL-Cholesterin = das „gute“ Cholesterin.
           Die Höhe des HDL lässt sich allerdings durch Medikamente
                              nicht beeinflussen.

                                                HDL – „Hab Dich lieb“
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Triglyceride:

         Erhöhte Triglycerid-Werte begünstigen vor allem dann
     Arteriosklerose, wenn gleichzeitig hohe LDL- und niedrige HDL-
                      Cholesterin-Werte vorliegen.
           Niedrige Triglycerid-Spiegel schützen vor Erkrankungen der
                                     Gefäße.

                   Besser als LDL-Cholesterin in der Risikobewertung und
                                   Therapiekontrolle ist das
                                    Non-HDL-Cholesterin
                         (Ges. Cholesterin minus HDL-Cholesterin),
                        insbesondere bei hohen Triglycerid-Werten
                                (Zielwerte immer + 30 mg/dl)
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Lp(a), der eigenständige Risikofaktor:
                              •   Einmalige Bestimmung Lp(a) bei Therapiebeginn (≥ 30 mg/dl)

                                                                 The Emerging Risk Factors Collaboration, JAMA 2009;302:412-423

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ESC Score System: Hypercholesterinämie
Systematic COronary Risk Evaluation” (SCORE) system

    SCORE Diagramm:
 10-Jahres Risiko für eine
 tödliche kardiovaskuläre
    Erkrankung (CVD),
 basierend auf folgenden
      Risikofaktoren:
       • Alter                                                                                  Das Risiko eines 45-
       • Geschlecht                                                                            jährigen Mannes mit
       • Rauchen                                                                              hohem Risikoprofil ist
                                                                                              genauso hoch wie das
       • systolischer                                                                            eines 65-Jährigen
           Blutdruck                                                                           Mannes mit idealem
       • Gesamt-                                                                                 Risikoprofil (2%).

           Cholesterin

  Kreisklinikum Siegen GmbH
                              Alberico L. Catapano et al. Eur Heart J 2016;eurheartj.ehw272
Primärprävention:

                                      Jährliches Risiko für ein schwerwiegendes kardiovaskuläres Ereignis von ca. 1%;
                                                  Intermediäres Risiko, KEINE kardiovaskuläre Erkrankung
                                                                                     Kardiovaskulärer Tod,
                                                                                    Herzinfarkt, Schlaganfall

                                                                             N = 12.705

                                                                                               - 24%

  Kreisklinikum Siegen GmbH
                              Yusuf S et al. for the HOPE-3 Inverstigators, N Engl J Med 2016;374:2021-2031
Sehr hohes Risiko          •   Dokumentierter kardiovaskulärer Erkrankung
                                (Myokardinfarkt, ACS, stabile Angina, PTCA, ACB-OP,
                                Schlaganfall, TIA, pAVK, PTA, ausgeprägte Plaquebildung in
                                den Koronararterien oder supraaortalen Gefäßen > 50%
                                Stenose)
                            •   Diabetes mellitus Typ II mit Endorganschaden (z.B.
                                Proteinurie) oder in Kombination mit drei Major-
                                Risikofaktor (Nikotin, arterielle Hypertonie, Dyslipidämie)
                                oder Typ I (> 20 Jahre)
                            •   Ausgeprägte chronische Niereninsuffizienz Stadium 4 und 5
                                (GFR < 30 ml/min/1,73 m2)
                            •   Kalkuliertes 10-Jahres Risiko für ein tödliches
                                kardiovaskuläres Ereignis nach SCORE ≥ 10%
                            •   Familiäre Hypercholesterinämie mit einer kardiovaskulären     Risikokategorien:
                                Erkrankung oder einem weiteren Major-Risikofaktor
                                (Nikotin, arterielle Hypertonie)
                                                                                              Alberico L. Catapano et al.
 Hohes Risiko               •   Ausgeprägter singulärer Risikofaktor (Gesamt-Cholesterin >    Eur Heart J 2016;eurheartj.ehw272
                                310 mg/dl, LDL-Cholesterin > 190 mg/dl; arterielle
                                Hypertonie ≥180/110 mmHg)
                            •   Isolierte familiäre Hypercholesterinämie
                            •   Diabetes mellitus Typ II ohne Endorganschaden, ≥ 10 Jahre,
                                plus ein anderer Risikofaktor
                            •   Moderate chronische Niereninsuffizienz Stadium 3a und 3b
                                (GFR 30-59 ml/min/1,73 m2)
                            •   Kalkuliertes 10-Jahres Risiko für ein tödliches
                                kardiovaskuläres Ereignis nach SCORE 5 bis
Hypercholesterinämie:
Primäre Zielwerte ESC guidelines
   Nur ca. 30% der Patienten in Deutschland erreichen die empfohlenen LDL-C-Zielwerte.

 Empfehlung                                                                     Empfehlungsgrad   Evidenzlevel

 Für Patienten mit einem sehr hohen kardiovaskulären Risiko
 (bestehende kardiovaskuläre Erkrankung, Typ-2 Diabetes mit Organschäden,
 moderate/schwere chronische Nierenerkrankung, FH mit weiterem Risikofaktor
 oder ein SCORE* Level ≥ 10%):                                                      I (I; IIa)      A (C; C)
 Reduktion des Ausgangswertes um mindestens 50% UND
 LDL-Cholesterin < 55 mg/dl (< 1,4 mmol/l)
 Für Patienten mit einem sehr hohen kardiovaskulären Risiko UND einem
 zweiten kardiovaskulärem Ereignis innerhalb von 2 Jahren                              IIb             B
 LDL-Cholesterin < 40 mg/dl (< 1,0 mmol/l)
 Für Patienten mit einem hohen kardiovaskulären Risiko
 (Akkumulation mehrerer Risikofaktoren und/oder ein SCORE* Level ≥ 5% < 10%):
                                                                                        I              A
 Reduktion des Ausgangswertes um mindestens 50% UND
 LDL-Cholesterin < 70 mg/dl (< 1,8 mmol/l)
 Für Patienten mit einem moderaten kardiovaskulären Risiko
 (SCORE* Level ≥ 1 bis ≤ 5%):                                                          IIa             A
 LDL-Cholesterin < 100 mg/dl (< 2,6 mmol/l)
 Für Patienten mit einem niedrigen kardiovaskulären Risiko
 (SCORE* Level < 1%):                                                                  IIb             A
 LDL-Cholesterin < 116 mg/dl (< 3,0 mmol/l)
  Kreisklinikum Siegen GmbH
Änderung des Lebensstils:

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Änderung des Lebensstils

         •        Ernährung
                      •       90% des Cholesterins werden im Körper selbst produziert (1-2 g/die)
                      •       Cholesterinresorption 0,1 bis 0,3 g/die, maximale Steigerung auf 0,5
                              g/die (entspricht 30-60% des in der Nahrung enthaltenen Cholesterins)
         •        Bewegung
                               •   HDL-Cholesterin kann um bis zu 10% gesteigert werden
         •        Gewichtsreduktion
                               •   LDL-Cholesterin   fällt  um       8    mg/dl     pro    10       kg
                                   Körpergewichtsreduktion.
                               •   HDL-Cholesterin steigt     um    0,4   mg/dl    pro    Kilogramm
                                   Gewichtsreduktion

          Wichtige Basis, aber eingeschränkte Wirksamkeit

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Zusammenhang zwischen BMI und Mortalität:

               Berechnet sich aus Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht
 < 20  Untergewicht; 20-25  Idealgewicht; 25-30  Übergewicht; >30  Adipositas

                                                        JAMA. 2016;315(18):1989-1996

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Körperliche Aktivität vermindert die negative
Effekte einer sitzenden Tätigkeit:

                              35,5 MET = 60-75 Minuten stärkeres körperliches Training

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Ausdauertraining:

                   Bewegung (mögliche LDL-Cholesterin- Senkung: 5 %)

                   • 30 Minuten moderat, 5 Tage die Woche
                     z. B. Joggen, schnelles Gehen, Wandern, Schwimmen,
                     Radfahren
                          oder

                   • 20 - 30 Minuten mit spürbarer Belastung, mind. 3 Tage die
                     Woche z. B. Joggen, Ergometer

                           Mäßiges Krafttraining nur ergänzend (kein Bodybuilding!
                            Pressatmung erhöht den Blutdruck!)

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Gesunder Lebensstil schützt auch bei
hohem genetischem Risiko vor KHK:

55.685 Teilnehmer
Favorable lifestyle: kein Nikotin, BMI
Familiäre Hypercholesterinämie - Diagnosekriterien:

                 • Extreme Hypercholesterinämie
                   d.h. LDL-C >190 mg/dl oder Ges.-C >310 mg/dl

                 • Eigenanamnese der vorzeitigen KHK

                 • Befunde der körperlichen Untersuchung
                   (Xanthome, Arcus lipoides corneae)

                 • Familienanamnese der vorzeitigen KHK oder Hypercholesterinämie

                 • Vorhandensein einer pathogenen Variante eines Gens, welches mit
                   FH in Verbindung gebracht wird

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Vererbung:

         Mehr als 150 Gene sind inzwischen bekannt, die den Spiegel
                        der Blutfette beeinflussen.
         Dabei gibt es Genvarianten, die das Cholesterin senken, und
                     solche, die das Cholesterin erhöhen.

                                              Verdächtig ab LDL-
                                              Cholesterinwerte >190
                                              mg/dl, diese können bis über
                                              1.000 mg/dl ansteigen!
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Familiäre Hypercholesterinämie (FH):
 Genetische Ursachen der FH

 Die FH ist ein autosomal codominater Erbgang mit >700 identifizierten Mutationen

                         heterozygote FH (heFH)
                         • nur eines der beiden Allele ist von einer Mutation betroffen

                         • Inzidenz 1 : 200*

                         • LDL-Spiegel etwa 2-fach erhöht (190 - 400 mg/dl)

                         homozygote FH (hoFH)
                         • beide Allele sind von der entsprechenden Mutation betroffen

                         • Inzidenz 1 : 650 000*

                         • LDL-Spiegel stark erhöht (> 1.000 mg/dl)
                                               Nordestgaard et al.; Eur Heart J, 2013 Dec;34(45):3478-90a. doi: 10.1093/eurheartj/eht273

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Erhöhtes Arteriosklerose-Risiko bei FH-Patienten:

 FH-Patienten haben im Alter von 40 Jahren Arterien wie 80-jährige Gesunde

                                                                                                               heFH (n=315)
                                                                                                               Kontrolle (n=118)

                                                                                                                                         Kontrolle   heFH
                                                                                                     LDL                                 130 mg/dl   280 mg/dl

                                                                                                     IMT Verdickung mm/p.a.              0,004       0,009

                                                                                                             IMT: intima media thickness (Intima Media Dicke)

 de Groot E et al. : Measurement of arterial wall thickness as a surrogate marker for atherosclerosis. Circulation. 2004;109:III-33-38
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Familiäre Hypercholesterinämie (FH): Hochrisikopatienten:

                         FH Patienten erleiden früher und häufiger kardiovaskuläre Erkrankungen

                                           1,0
 Überleben ohne Herz-Kreislauferkrankung

                                           0,8

                                                                                                     Nicht-betroffene Verwandte
                                           0,6                                                       (n=1087)

                                                                                                     N543H/2393del9 LDL-R-Mutation
                                           0,4                                                       (n=124)
                                                                                                     alle anderen FH-Mutationen
                                                                                                     (n=484)
                                           0,2

                                            0
                                                 0        20                      40       60   80
                                                                           Alter (Jahre)
                         M. A. Umans-Eckenhausen et al., Circulation 106, 3031 (2002).

                       Kreisklinikum Siegen GmbH
Familiäre Hypercholesterinämie - Symptome:

                                                                                                               Xanthelasmen

                                                                                                               Xanthome

  Bildquelle: Leonardo da Vinci: La Gioconda; 1503; Lisa del Giocondo im Alter von 24 Jahren (Louvre, Paris)

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Familiäre Hypercholesterinämie - Symptome:

    Xanthelasmen: Lipidablagerungen im Augenlid

  Xanthelasmen sind gelbe oder rote, scharf begrenzte Einlagerungen von Cholesterin in der Haut.
  Häufig findet man die meist auf beiden Gesichtshälften auftretenden Xanthelasmen oberhalb der
  Augen an der nasalen Seite der Augenlider (Xanthelasma palpebrarum). Oft bilden sie sich nicht
  mehr zurück. Behandlung z.B. mit Trichloressigsäure

  Bildquelle: www.dr-leber.de/xanthelasmen
  Klose G, et al., "Familiäre Hypercholesterinämie: Entwicklungen in Diagnostik und Behandlung," 111(31-32), 523 (2014).

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Familiäre Hypercholesterinämie - Symptome:

  Arcus lipoides cornae: Lipidablagerungen in den
  Randbereichen der Hornhaut

                                          “Greisenring“
      Bildquelle: www.enacademic.com
      Klose G, et al., "Familiäre Hypercholesterinämie: Entwicklungen in Diagnostik und Behandlung," 111(31-32), 523 (2014).

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Familiäre Hypercholesterinämie - Symptome:

  Xanthome: Lipidablagerung unter der Haut

               Verbreiterung der                             Kutane Xanthome bei einem
          Achillessehnen bei FH durch                              Kind mit hoFH
             tendinöse Xanthome

  Xanthome sind an sich harmlose, orange-gelblich schimmernde, knoten- bis plaqueartige
  Fettablagerungen in der Haut. Sie entstehen durch Fettstoffwechselstörungen, überwiegend bei
  erhöhtem Cholesterinspiegel.
  Klose G, et al., "Familiäre Hypercholesterinämie: Entwicklungen in Diagnostik und Behandlung," 111(31-32), 523 (2014).

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Statine
Nach Aufnahme eines LDL-C-Partikels wird der LDL-C-Rezeptor bis zu 100 mal recycelt
und sorgt für die Aufnahme und den Abbau des LDL-Cholesterins im Hepatozyt

                                                                                                                           Statine hemmen das
                                                                                                                           Schlüsselenzym (HMG-
                                                                                                                           CoA-Reduktase) der
                                                                                                                           Cholesterinsynthese in
                                                                                                                           den Zellen.
                                                                                                                             • Cholesteringehalt
                                                                                                                               in der Zelle sinkt
                                                                                                                             • Vermehrte
                                                                                                                               Expression von
                                                                                                                               LDL-Rezeptoren

                               Modifiziert nach: Lambert G, et al. The PCSK9 decade. J Lipid Res 2012 Dec;53(12):2515-24
   Kreisklinikum Siegen GmbH
Therapeutische Aequivalenzdosierung von Statinen

       Alberico L. Catapano et al. Eur Heart J 2016;eurheartj.ehw272

  Kreisklinikum Siegen GmbH
Auch intensive Statin-Therapie führt nicht immer zum Ziel!

                             25,0
                                                  25,7% der Patienten mit LDL-C-Werten < 55 mg/dl [1,8 mmol/l].
                                                  37,1% der Patienten mit LDL-C-Werten ≥ 70 mg/dl [1,8 mmol/l].
                             20,0                                   19,2
                                                                            18,0

                                                             15,2
                             15,0
      Anteil Patienten (%)

                                                                                    13,3

                             10,0
                                                      8,2                                    8,3
                                                                                                                                                 n = 4.162
                                                                                                     5,6                                         Atorvastatin 80 mg/die
                              5,0
                                                                                                              3,2                     3,2
                                                1,7                                                                   2,1
                                                                                                                              1,4
                                    0,1   0,5
                              0,0

                                                            Erreichter LDL-C-Wert (mg/dl)

            Wiviott et al for the PROVE-IT TIMI-22 Investigators: Can low-density lipoprotein be too low? The safety and efficacy of achieving
            very low low-density lipoprotein with intensive statin therapy: a PROVE IT-TIMI 22 substudy. Am J Cardiol. 2005;46(8):1411-16.

  Kreisklinikum Siegen GmbH
IMPROVE-IT: Mittlerer LDL-C-Wert nach 1 Jahr (ITT und OT)
 n=18.144; ACS vor 10 Tagen; OT: LDL-C 50-100 mg/dl; ITT: LDL-C 50-125 mg/dl;
 Therapie: 40 mg Simvastatin +/- 10 mg Ezetimib, zwei LDL-C-Werte >79 mg/dl, Simvastatin auf 80 mg/die
                                                                                         LDL-C-Werte nach 1 Jahr
                          100 (2,6)                  Simva OT: LDL-C 69,5 mg/dl (1,8 mmol/l)                         Simva ITT : LDL-C 69,9 mg/dl (1,8 mmol/l)
                                                   EZE+Simva OT: LDL-C 52,5 mg/dl (1,4 mmol/l)                     EZE+Simva ITT: LDL-C 53,2 mg/dl (1,4 mmol/l)
                           90 (2,3)
                                                               OT: Δ LDL-C 17,0 mg/dl                                          ITT: Δ LDL-C 16,7 mg/dl
   LDL-C mg/dl (mmol/l)

                           80 (2,1)                                (0,44 mmol/l)                                                    (0,43 mmol/l)

                                                                                                                                    Simvastatin
                           70 (1,8)                                                                                                                       ITT
                                                                                                                                                          OT

                           60 (1,6)                                                                                      Ezetimib/Simvastatin
                                                                                                                                                          ITT

                           50 (1,3)
                                                                                                                                                          OT
                                                        ITT: Intent-To-Treat-Populatoin; OT: On-Treatment-Population.
                           40 (1,0)
                                       QE            4      1                2            3             4            5             6            7       8
                                                   Monate Jahr             Jahre        Jahre         Jahre        Jahre         Jahre        Jahre   Jahre

                                                Randomisierung                               Zeit seit Randomisierung
                   Cannon CP, et al. Ezetimibe Added to Statin Therapy after Acute Coronary Syndromes. N Engl J Med 2015 Jun 3;372(25):2387-97.

                                                 Ezetimib inaktiviert den Cholesteroltransporter im
  Kreisklinikum Siegen GmbH                      Dünndarm und hemmt die Cholesterinresorption um 50%.
Inzidenz von Myopathien durch Statine

                                                                                                                     Inzidenzrate

         muskuläre Symptome +                                               Rhabdo-                                  ~ 0,001 %
    Sehr stark erhöhte CK* > 40 x ULN                                       myolyse

     muskuläre Symptome
    + erhöhte CK > 10 x ULN                                  Myopathie / Myositis                                    0,01 bis 0,1 %

       muskuläre
       Symptome
                                                                            Myalgien                                 7 bis 29 %

    Stroes E et al. Statin-associated muscle symptoms: impact on statin therapy - European Atherosclerosis Society
    Consensus Panel Statement on Assessment, Aetiology and Management European Heart Journal 2014

  Kreisklinikum Siegen GmbH
Therapieschritte bei Dyslipidämie

                                                                                                                                                   500
                             12   Ernährungsumstellung

                                  Mono-                                                                                                            400
  LDL-Cholesterin (mmol/l)

                                  therapie

                                                                                                                                                             LDL-Cholesterin (mg/dl)
                              9

                                                            LDL-Apherese                                                                           300
                                        Kombinations-
                              6         therapie
                                                                                                                                                   200

                              3
                                                                                                                                                   100

                              0                                                                                                                       0
         Therapieschritte adaptiert nach: Z. Reiner, et al., "ESC/EAS Guidelines for the management of dyslipidaemias: the Task Force for the management
         of dyslipidaemias of the European Society of Cardiology (ESC) and the European Atherosclerosis Society (EAS)," Eur. Heart J. 32(14), 1769 (2011).

       Kreisklinikum Siegen GmbH
Nach Aufnahme eines LDL-C-Partikels wird der LDL-C-Rezeptor
bis zu 100 mal recycelt und sorgt für die Aufnahme und den
Abbau des LDL-Cholesterins im Hepatozyt

  Kreisklinikum Siegen GmbH   Modifiziert nach: Lambert G, et al. The PCSK9 decade. J Lipid Res 2012 Dec;53(12):2515-24
Die Bindung von PCSK9 (proprotein convertase subtilisin/kexin type 9) an den LDL-
Rezeptor verhindert das Recycling des Rezeptors, die Rezeptordichte auf
dem Hepatozyt nimmt ab und reduziert den Abbau des LDL-Cholesterins

                                                                                                                             Statine
                                                                                                                          erhöhen die
                                                                                                                            Synthese
                                                                                                                            und den
                                                                                                                           Export von
                                                                                                                             PCSK9

  Kreisklinikum Siegen GmbH   Modifiziert nach: Lambert G, et al. The PCSK9 decade. J Lipid Res 2012 Dec;53(12):2515-24
Antikörper gegen PCSK9 erhöhen die Verfügbarkeit des LDL-
Rezeptors und senken die LDL-Cholesterin-Spiegel

  Kreisklinikum Siegen GmbH   Modifiziert nach: Lambert G, et al. The PCSK9 decade. J Lipid Res 2012 Dec;53(12):2515-24
Aktuelle Studienergebnisse:

                              Differenz ca. 55-60 mg/dl

  Kreisklinikum Siegen GmbH
PCSK9 loss of function Mutation und LDL-Cholesterin
       •           PCSK9 loss of function (LOF) Mutationen verringern die Häufigkeit kardiovaskulärer Erkrankungen (KHK-Rate)

                            Afroamerikanische Probanden Wildtyp (n=3.278)                                                                12
                            Kaukasische Probanden Wildtyp (n=9.223)
                  30
Frequenz (%)

                                                                                                                                                                                47%

                                                                                                                      Koronare Herzerkrankung (%)
                  20                                                                                                                                                            Reduktion
                                                                                                                                                                                (p=0,003)
                  10                                                                                                                                8

                    0
                        0                  50   100         150         200          250          300 (mg/dl)
                                                   LDL-Cholesterin
                            Afroamerikanische Probanden mit LOF*-Mutation (n=85)                                                                                         88%
                            Kaukasische Probanden mit LOF*-Mutation (n=301)                                                                         4              Reduktion
                  30                                                                                                                                                (p=0,008)
Frequenz (%)

                  20

                  10
                                                                                                                                                    0
                    0                                                                                                                                     Nein              Ja
                        0                  50   100         150         200          250          300 (mg/dl)                                           loss of function Mutation
                                                   LDL-Cholesterin

       Cohen JC, et al.: Sequence variations in PCSK9, low LDL, and protection against coronary heart disease. N Engl J Med. 2006;354:1264-1272.
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Aktuelle Studienergebnisse:

                              Primärer Endpunkt:
                              Kardiovaskulärer Tod,
                              Myokardinfarkt, Schlaganfall,
                              Hospitalisation bei instabiler Angina
                              pectoris, Bypassoperation

                                                             - 15%

                              Sekundärer Endpunkt:
                              Kardiovaskulärer Tod,
                              Myokardinfarkt, Schlaganfall

                                                             - 20%

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Primary and Secondary Cambridge Neuropsychological
Test Automated Battery (CANTAB) End Points:

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                                       Giugliano RP et al. N Engl J Med ;377:633-643
Was wird es
                            sonst noch
                              geben?

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Bempedoinsäure:
                          wird in der Leber zu ETC-1002-Coenzym A
                           umgewandelt die inhibiert die ATP-Citrat-Lyase
                           und somit die Cholesterinsynthese

                                                  LDL-Cholesterinkonzentration sinkt, die
                                                   LDL-Rezeptor-Aktivität wir gesteigert
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Bempedoinsäure:

                             • Kann mit CSE-Hemmern und Ezetimib kombiniert
                               werden
                             • Kann zu Leberwerterhöhung führen

                             • Erhöht die Harnsäure (cave: Gichtanfälle)
                             • Ergänzung und Alternative zur Therapie mit CSE-
                               Hemmern
                             • Dosierung, einmal 180 mg/die (Nilemdo® und Nustendi®)

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Inclisiran:

                              • Eine kleine störende mRNA wird in die Zelle
                                eingeschleust und hemmt die Synthese von
                                PCSK9 in der Leber
                              • Inclisiran senkt das LDL-Cholesterin um ca. 50%
                              • Die zweimalige jährliche subcutane Gabe von
                                300 mg Inclisiran ist eine mögliche und sichere
                                Therapieoption bei Hypercholesterinämie
                              • Als Nebenwirkung tritt lediglich eine gering
                                vermehrte lokale Hautreaktion an der
                                Injektionsstelle auf
                              • Inclisiran kann problemlos mit CSE-Hemmern
                                kombiniert werden, beide Substanzen zusammen
                                wirken synergistisch
                              • Endpunktstudien müssen jetzt noch den
                                klinischen Nutzen nachweisen

                                                                Ray KK et al. N Engl J Med 2017;376:1430-1440
                                                                FJ Raal et al. N Engl J Med 2020. DOI: 10.1056/NEJMoa1913805
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                                                                KK Ray et al. N Engl J Med 2020. DOI: 10.1056/NEJMoa1912387
Triglyceride
                                 Patienten mit erhöhten Triglyceriden haben ein erhöhtes
                                     Risiko für ischämische Ereignisse und Mortallität

  Erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bei Patienten
     mit Diabetes mellitus und hohem versus                                     Erhöhte Triglyceridspiegel sind mit einer
         normalem Triglyceridspiegel trotz                                       erhöhten Mortalität bei Patienten mit
    Staintherapie zur LDL-Cholesterinkontrolle                                         bekannter KHK assoziiert

G.A. Nichols et al Diabetes, Obesity and Metabolism, First published: 17   R. Kempfner et al Circulation 2016;9:100–108
September 2018

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Triglyceride

  • Standardtherapie der Hypertriglyceridämie sind CSE-Hemmer (NICHT
    Fibrate!!!)
  • n = 8.179 – follow-up 4,9 Jahre
  • Bekannte KHK oder ≥ 50 Jahre plus Diabetes mellitus plus einen weiteren
    Risikofaktor
  • Statintherapie – Triglyceride 135 – 499 mg/dl, LDL-Cholesterin 41 – 100
    mg/dl
  • Primärer Endpunkt: Kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher Myokardinfarkt
    oder Schlaganfall, koronare Revaskularisation, instabile Angina pectoris
  • Sekundärer Endpunkt: Kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher
    Myokardinfarkt oder Schlaganfall
  • Hochreine Eicosapentaensäureethylester (EPA)
    = mehrfach ungesättigte Fettsäuren, gehören zur Klasse der Omega-3-
  •   Fettsäuren und reduzieren den Triglyceridspiegel
  • Therapie: 2 mal täglich 2g EPA versus Placebo
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Kumulatives Inzidenz von Ereignissen

    Kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher            Kardiovaskulärer Tod, nicht-tödlicher
       Myokardinfarkt, nicht-tödlicher                 Myokardinfarkt, nicht-tödlicher
  Schlaganfall, koronare Revaskularisation,                      Schlaganfall
          instabile Angina pectoris

      -15%                                          -16%

     DL Bhatt et al. N Engl J Med 2019;380:11-22.   DL Bhatt et al. N Engl J Med 2019;380:11-22.

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Zusammenfassung:
      •        Es besteht kein wissenschaftlicher Zweifel an der Wirksamkeit und Bedeutung
               der Cholesterinsenkung bei Patienten mit Gefäßerkrankungen
      •        Für jedes 1 mmol/l (40 mg/dl) LDL-Cholesterinsenkung, Reduktion des
               kardiovaskulären Risikos um ca. 20%
      •        “Je niedriger, desto besser!”
      •        Es gibt keinen Grenzwert, den man nicht unterschreiten darf; am liebsten LDL-
               Cholesterin < 40 mg/dl!
      •        Zur Verfügung stehende Therapien:
               Gesunde Ernährung und Bewegung  CSE-Hemmer  Ezetimib  PCSK9-
               Inhibitoren
      •        Es gibt KEINE Hinweise für negative Auswirkungen bei einer LDL-
               Cholesterinsenkung auf kleiner 40 mg/dl!
      •        Dies gilt auch bzgl. der Entwicklung einer Demenz (Blut-Liquor-Schranke)
      •        Auch Menschen größer 75 Jahre profitieren von einer Cholesterinsenkung, man
               sollte sich aber auf eine Sekundärprävention beschränken und mit niedrigeren
               CSE-Hemmer-Dosierungen starten und hoch titrieren
      •        Weitere Therapieoptionen (Bempedoinsäure, Inclisiran, EPA) stehen vor der
               Zulassung
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Zusammenfassung:

                                    Wir wissen, dass eine
                                    jahrzehntelange
                             Statintherapie das Risiko
                             kontinuierlich reduziert sowie
                             gut verträglich und sicher ist.

                                   Es gibt wenig in der
                                   Medizin, was wir so gut
                             wissen wie diese Tatsache.

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