Die Irrtumslosigkeit der Bibel - Erste Chicago-Erklärung von 1978 - Bibelbund-Verlag

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Die Irrtumslosigkeit der Bibel
   Erste Chicago-Erklärung von 1978

          Bibelbund-Verlag
© 1978 des englischen Originals:
International Council on Biblical Inerrancy

© 1992/2004 der deutschen Übersetzung:
Institut für Weltmission und Gemeindebau (Martin-Bucer-Seminar) e.V.

© 2003/2008 der Ausgabe für den Bibelbund e.V.
Bibelbund-Verlag, 07926 Gefell, Ahornweg 3

Satz: KHV Gefell
Umschlag: E. Platte, Wuppertal
Druck: Druckerei Wilhelm Tiedemann
08258 Markneukirchen
3

                                      Vorwort
I
    st Gottes Wort, wie wir es in der Bibel    wird sogar mit Kleinglauben gleichge-
    vor uns haben, in jeder Hinsicht abso-     setzt, da man ja in der Bibel einen schein-
    lut unfehlbar? Ist die Bibel vollkom-      bar äußerlichen Halt brauche. Die Vertre-
men irrtumslos, obwohl sie doch von feh-       ter dieser Meinung übersehen dabei, dass
lerhaften Menschen niedergeschrieben           uns die Heilstatsachen nur durch die Bibel
wurde? Gilt die Irrtumslosigkeit der seit      offenbart und bezeugt sind. Ist nun die Bi-
fast 2000 Jahren abgeschlossenen Bibel         bel nicht irrtumslos, woher könnten wir
auch in den Fragen des heutigen Lebens?        Gewissheit über die Heilstatsachen neh-
Sind die Aussagen der Bibel, zu denen die      men?
moderne Naturwissenschaft, Völkerkun-              Aufgrund dieser Problematik schlos-
de, Soziologie oder Psychologie andere Er-     sen sich 1977 Theologen aus unterschied-
kenntnisse vertritt, ebenfalls irrtumslos?     lichen Konfessionen und Regionen der
    In Kirchen und Gemeinden, in der wis-      ganzen Welt zum „Internationalen Rat für
senschaftlichen Theologie und selbst in        biblische Irrtumslosigkeit“ (ICBI) zusam-
evangelikalen Kreisen, die sich als aus-       men.1 Er arbeitete im Wesentlichen von
drücklich bibeltreu verstehen, gibt es zu      1978 bis 1986.
diesen Fragen widersprüchliche Aussagen            Ziel seiner bibelwissenschaftlichen Ar-
und vieldeutige, relativierende Antworten.     beit war es, Ansichten entgegenzutreten,
Da wird auf scheinbare Widersprüche in         die die Irrtumslosigkeit der Heiligen
der Bibel, auf Probleme bei der Überliefe-     Schrift infrrage stellten. Gleichzeitig be-
rung der biblischen Texte und Abweichun-       wegte die beteiligten Theologen die Frage,
gen in den alten biblischen Handschriften      wie die Heilige Schrift ihrem göttlichen
hingewiesen. Selbst Christen, an deren         Charakter entsprechend heute ausgelegt
festem Glauben kein Zweifel besteht, ha-       werden kann. Neben durchgeführten Kon-
ben Probleme mit der Irrtumslosigkeit der      ferenzen und weiteren Veröffentlichungen
Heiligen Schrift. Einige spielen dann die      waren es die drei so genannten Chicago-
Zuverlässigkeit der Bibel, an der sie keinen   Erklärungen, die als geistliche Ergeb-
Zweifel hegen, gegen die Irrtumslosigkeit      nisse des ICBI gewertet werden können:
der Bibel aus, die ihnen nicht ganz so rele-    1978 „Chicago-Erklärung zur Irrtums-
vant erscheint. Andere meinen, dass das            losigkeit der Bibel“
Festhalten an den zentralen Heilstatsa-         1982 „Chicago-Erklärung zur bibli-
chen des Evangeliums wichtiger sei als das         schen Hermeneutik“
Bekenntnis zur Irrtumslosigkeit der Bibel.      1986 „Chicago-Erklärung zur bibli-
Das Festhalten an der Irrtumslosigkeit             schen Anwendung“2
___________________________
1 Unter anderen haben folgende bibeltreue Theologen daran mitgearbeitet: Gleason L. Archer,
   Jay Adams, Greg Bahnsen, Henri A. G. Blocher, James M. Boice (Vorsitzender), Edmund P.
   Clowney, Charles L. Feinberg, Norman Geisler, Harold W. Hoehner, Kenneth Kanzer, D. James
   Kennedy, Samuel Külling, Gordon Lewis, Harold Lindsell, John MacArthur, Josh D. McDo-
   well, John W. Montgomery, James I. Packer, Earl D. Radmacher, R. C. Sproul, John F. Wal-
   voord.
2 Der vollständige Text aller drei Erklärungen wurde von Thomas Schirrmacher übersetzt und
   1993 unter dem Titel Bibeltreue in der Offensive veröffentlicht (2. überarb. Aufl. Bonn: 
4
    Die „Chicago-Erklärung zur Irrtums-       vieler bibeltreuer Seminare, Mis-
losigkeit der Bibel“ hat von diesen Erklä-    sionswerke und Gemeinden auf-
rungen die weltweit größte Bedeutung er-      genommen. Sie bildet heute ein weltweites
langt.                                        geistliches Band zwischen unterschied-
    Obwohl die Kommissionsmitglieder          lichsten bibeltreuen Seminaren, Hoch-
aus verschiedenen christlichen Traditio-      schulen, Werken, Missionsgesellschaften,
nen kamen und in manchen theologischen        Gemeinden und bibeltreuen Einzelperso-
Fragen unterschiedliche Positionen vertra-    nen.
ten, haben sie mit der „Chicago-Erklärung         Sie ist eine theologisch fundierte Be-
zur Irrtumslosigkeit der Bibel“ ein eindeu-   gründung, um das Eindringen der Bibel-
tiges gemeinsames Bekenntnis zur Quelle       kritik in theologische Ausbildungsstätten,
unserer Offenbarung abgelegt.                 Kirchen, Gemeinden und Glaubenswerke
    Dabei stellt die „Chicago-Erklärung       aufzuhalten.
zur Irrtumslosigkeit der Bibel“ theolo-           Sie ist eine geistliche Hilfe für bibel-
gisch-wissenschaftliche Arbeit an der Bi-     treue Christen, auch in persönlichen An-
bel nicht infrage, sondern bietet eine        fechtungen.
Grundlage an, von der aus bibeltreue              Deshalb ist der „Chicago-Erklärung
Theologie betrieben werden kann.              zur Irrtumslosigkeit der Bibel“ auch
    Deshalb wurde die „Chicago-Erklä-         weiterhin eine große Verbreitung zu wün-
rung zur Irrtumslosigkeit der Bibel“ in ih-   schen.
ren Grundaussagen oder auch als Gesamt-
bekenntnis in die Statuten und Ordnungen                           Der Bibelbund-Verlag

___________________________
   VKW 2004. Der Text kann von der Homepage des Martin-Bucer-Seminars Bonn als PDF-Da-
   tei kostenfrei heruntergeladen werden (http://www.bucer.eu).
5

                   Die Chicago-Erklärung
               zur Irrtumslosigkeit der Bibel
                                      Vorwort
D
         ie Autorität der Schrift ist für die   die allgemein über diese Lehre herrschen,
         christliche Kirche in unserer wie in   als unsere zeitgemäße Pflicht an, dieses
         jeder Zeit eine Schlüsselfrage. Wer    Bekenntnis abzulegen.
sich zum Glauben an Jesus Christus als              Die Erklärung4 besteht aus drei Teilen:
Herrn und Retter bekennt, ist aufgerufen,       einer zusammenfassenden Erklärung, den
die Wirklichkeit seiner Jüngerschaft durch      Artikeln des Bekennens und Verwerfens
demütigen und treuen Gehorsam gegenü-           und einer angefügten Auslegung. Sie wur-
ber Gottes geschriebenem Wort zu erwei-         de im Rahmen einer dreitägigen Beratung
sen. In Glauben oder Leben von der Schrift      in Chicago erarbeitet. Diejenigen, die die
abzuirren ist Untreue unserem Herrn             zusammenfassende Erklärung und die Ar-
gegenüber. Das Anerkennen der absoluten         tikel unterschrieben haben, bekennen da-
Wahrheit und Zuverlässigkeit der Heiligen       mit ihre eigene Überzeugung von der Irr-
Schrift ist für ein völliges Erfassen und an-   tumslosigkeit der Schrift und wollen sich
gemessenes Bekenntnis ihrer Autorität           gegenseitig und alle Mitchristen zu wach-
unerlässlich.                                   sender Wertschätzung und wachsendem
    Die folgende Erklärung bekennt3 er-         Verständnis dieser Lehre ermutigen und
neut diese Irrtumslosigkeit der Schrift, in-    herausfordern. Wir wissen um die Gren-
dem sie verdeutlicht, was wir darunter ver-     zen eines Dokuments, das in einer kurzen,
stehen, und gleichzeitig davor warnt, sie       intensiven Konferenz erarbeitet wurde,
zu leugnen. Wir sind davon überzeugt,           und beantragen nicht, ihm das Gewicht ei-
dass ihre Leugnung bedeutet, dass man           nes Glaubensbekenntnisses zu verleihen.
sich über das Zeugnis von Jesus Christus        Dennoch freuen wir uns darüber, dass sich
und dem Heiligen Geist hinwegsetzt und          unsere Überzeugungen durch unsere ge-
sich weigert, sich den Ansprüchen von           meinsamen Diskussionen vertieft haben,
Gottes eigenem Wort zu unterwerfen, was         und wir beten, dass die Erklärung, die wir
doch ein Kennzeichen wahren christlichen        unterzeichnet haben, zur Verherrlichung
Glaubens ist. Wir sehen es angesichts des       unseres Gottes für eine neue Reformation
gegenwärtigen Abgleitens von der Wahr-          der Kirche in ihrem Glauben, ihrem Leben
heit der Irrtumslosigkeit unter unseren         und ihrer Mission gebraucht werden mö-
Mitchristen und der Missverständnisse,          ge.
___________________________
3 Wörtlich: bekräftigt, bestätigt. Das englische to affirm wird in dieser Übersetzung entspre-
   chend dem historischen Gebrauch in deutschen Bekenntnistexten immer mit bekennen
   wiedergegeben.
4 Gemeint ist hier nur die erste der drei Chicago-Erklärungen.
6                            Die Chicago-Erklärung

    Wir legen diese Erklärung nicht in po-     unter das göttliche Wort zu brin-
lemischer Absicht vor, sondern im Geist        gen.
der Demut und Liebe, den wir durch Got-            Wir laden jeden ein, auf diese Erklä-
tes Gnade in allen zukünftigen Gesprä-         rung zu reagieren, wenn er Gründe dafür
chen, die aus unseren hier gemachten           sieht, die Bekenntnisse dieser Erklärung
Äußerungen entstehen, beibehalten              über die Schrift zu berichtigen. Freilich
möchten. Wir anerkennen erfreut, dass          muss das im Licht der Bibel geschehen,
viele, die die Irrtumslosigkeit der Schrift    unter deren unfehlbarer Autorität wir ste-
leugnen, die Konsequenzen dieser Leug-         hen, während wir unser Bekenntnis
nung in ihrem übrigen Glauben und Leben        niederlegen. Wir nehmen für das Zeugnis,
nicht bestätigen, und wir sind uns be-         das wir weitergeben, keine persönliche
wusst, dass wir, die wir uns zu dieser Lehre   Unfehlbarkeit in Anspruch und sind für je-
bekennen, sie in unserem Leben oft leug-       den Beistand dankbar, der uns dazu ver-
nen, indem wir es versäumen, unsere Ge-        hilft, dieses Zeugnis über das Wort Gottes
danken und Taten, unsere Traditionen und       zu stärken.
Gewohnheiten in wahre Unterordnung
7

           Zusammenfassende Erklärung
1. Gott, der selbst die Wahrheit ist und nur die Wahrheit spricht, hat die
Heilige Schrift inspiriert, um sich damit selbst der verlorenen Mensch-
heit durch Jesus Christus als Schöpfer und Herr, Erlöser und Richter zu
offenbaren. Die Heilige Schrift ist Gottes Zeugnis von seiner eigenen Per-
son.

2. Da die Heilige Schrift Gottes eigenes Wort ist, das von Menschen ge-
schrieben wurde, die der Heilige Geist dazu ausrüstete und dabei über-
wachte, ist sie in allen Fragen, die sie anspricht, von unfehlbarer gött-
licher Autorität: Ihr muss als Gottes Unterweisung in allem geglaubt
werden, was sie bekennt; ihr muss als Gottes Gebot in allem gehorcht
werden, was sie fordert; sie muss als Gottes Zusage in allem aufgenom-
men werden, was sie verheißt.

3. Der Heilige Geist, der göttliche Autor der Schrift, beglaubigt sie durch
sein inneres Zeugnis und dadurch, dass er unseren Verstand erleuchtet,
um ihre Botschaft zu verstehen.

4. Da die Schrift vollständig und wörtlich von Gott gegeben wurde, ist sie
in allem, was sie lehrt, ohne Irrtum oder Fehler. Dies gilt nicht weniger
für das, was sie über Gottes Handeln in der Schöpfung, über die Gescheh-
nisse der Weltgeschichte und über ihre eigene, von Gott gewirkte literari-
sche Herkunft aussagt, als für ihr Zeugnis von Gottes rettender Gnade im
Leben einzelner.

5. Die Autorität der Schrift wird unausweichlich beeinträchtigt, wenn
diese vollumfängliche göttliche Unfehlbarkeit in irgendeiner Weise be-
grenzt oder missachtet oder relativiert wird durch eine Sicht der Wahr-
heit, die der Sicht der Bibel von sich selbst widerspricht. Solche Abwei-
chungen führen sowohl für den Einzelnen wie auch für die Kirche zu
ernsthaften Verlusten.
8                            Die Chicago-Erklärung

                      Artikel des Bekennens
                         und Verwerfens
Artikel I                                    Artikel IV
     Wir bekennen, dass man die Heilige          Wir bekennen, dass Gott, der den Men-
Schrift als das autoritative Wort Gottes schen in seinem Bild geschaffen hat, die
aufnehmen muss.                              Sprache als Mittel seiner Offenbarung be-
                                             nutzt hat.
     Wir verwerfen die Auffassung, dass die
Schrift ihre Autorität von der Kirche, der       Wir verwerfen die Auffassung, dass die
Tradition oder irgendeiner anderen menschliche Sprache durch unsere Krea-
menschlichen Quelle erhalte.                 türlichkeit so begrenzt wäre, dass sie als
                                             Träger göttlicher Offenbarung ungenü-
                                             gend sei. Wir verwerfen ferner die Auffas-
Artikel II                                   sung, dass die Verdorbenheit der mensch-
                                             lichen Kultur und Sprache durch Sünde
     Wir bekennen, dass die Bibel die obers- Gottes Werk der Inspiration vereitelt habe.
te geschriebene Norm ist, durch die Gott
das Gewissen bindet, und dass die Auto-
rität der Kirche derjenigen der Bibel unter- Artikel V
geordnet ist.
                                                 Wir bekennen, dass Gottes Offenba-
     Wir verwerfen die Auffassung, dass rung in der Heiligen Schrift eine fort-
kirchliche Bekenntnisse, Konzilien oder schreitende Offenbarung war.
Erklärungen eine der Bibel ebenbürtige
oder gar höhere Autorität hätten.                Wir verwerfen die Auffassung, dass ei-
                                             ne spätere Offenbarung, die eine frühere
                                             Offenbarung erfüllen mag, diese jemals
Artikel III                                  korrigiere oder ihr widerspreche. Wir ver-
     Wir bekennen, dass das geschriebene werfen ferner die Auffassung, dass irgend-
Wort in seiner Gesamtheit von Gott gege- eine normative Offenbarung seit dem Ab-
bene Offenbarung ist.                        schluss des neutestamentlichen Kanons
                                             gegeben worden sei.
     Wir verwerfen die Auffassung, dass
die Bibel lediglich ein Zeugnis solcher
Offenbarung sei oder dass sie nur durch Artikel VI
die Begegnung mit ihr Offenbarung wer-
de oder dass sie in ihrer Gültigkeit von         Wir bekennen, dass die Schrift als
den Reaktionen des Menschen abhängig Ganzes und alle ihre Teile bis zu den einzel-
sei.
Artikel des Bekennens und Verwerfens                     9

nen Wörtern des Urtextes von Gott durch         Artikel IX
göttliche Inspiration gegeben wurden.
                                                   Wir bekennen, dass die Inspiration
    Wir verwerfen die Auffassung, dass man      zwar keine Allwissenheit verlieh, aber
die Inspiration der Schrift in ihrer Ganzheit   wahre und zuverlässige Aussagen über alle
ohne ihre Teile oder in einigen Teilen ohne     Dinge garantierte, über welche die bibli-
ihre Ganzheit recht bekennen könne.             schen Autoren auf Gottes Veranlassung
                                                hin sprachen und schrieben.

Artikel VII                                      Wir verwerfen die Auffassung, dass die
                                             Begrenztheit oder das Gefallensein dieser
    Wir bekennen, dass die Inspiration je- Schreiber notwendigerweise oder auf an-
nes Werk war, in dem Gott uns durch sei- dere Weise Verzerrungen oder Fehler in
nen Geist durch menschliche Schreiber Gottes Wort eingeführt habe.
sein Wort gab. Der Ursprung der Schrift
ist Gott selbst. Die Art und Weise der gött-
lichen Inspiration bleibt für uns zu einem Artikel X
großen Teil ein Geheimnis.
                                                 Wir bekennen, dass die Inspiration,
    Wir verwerfen die Auffassung, dass In- streng genommen, nur auf den autogra-
spiration auf menschliche Einsicht oder ei- phischen5 Text der Schrift zutrifft, der aber
nen höheren Bewusstseinszustand irgend- durch die Vorsehung Gottes anhand der
einer Art reduziert werden könne.            zur Verfügung stehenden Handschriften
                                             mit großer Genauigkeit ermittelt werden
                                             kann. Wir bekennen ferner, dass Abschrif-
Artikel VIII                                 ten und Übersetzungen der Schrift soweit
                                             Gottes Wort sind, als sie das Original ge-
    Wir bekennen, dass Gott in seinem treu wiedergeben.
Werk der Inspiration die charakteristi-
sche Persönlichkeit und den literari-            Wir verwerfen die Auffassung, dass
schen Stil des jeweiligen Schreibers, den irgendein wesentlicher Bestandteil des
er ausgewählt und zugerüstet hatte, be- christlichen Glaubens durch das Fehlen
nutzte.                                      von Autographen6 beeinträchtigt sei. Wir
                                             verwerfen ferner die Ansicht, dass solches
    Wir verwerfen die Auffassung, dass Fehlen das Bekenntnis zur biblischen Irr-
Gott die Persönlichkeit dieser Schreiber tumslosigkeit nichtig oder irrelevant ma-
ausgeschaltet habe, als er sie dazu veran- che.
lasste, genau die Worte zu gebrauchen, die
er ausgewählt hatte.
___________________________
5 autographisch. Urschriftlich, eigenhändig geschrieben.
6 Autographen. Urschriften, Originalschriften der Verfasser.
10                                Die Chicago-Erklärung

Artikel XI                                         griff für die vollständige Zuverlässigkeit
                                                   der Schrift zu gebrauchen.
    Wir bekennen, dass die Schrift unfehl-
bar ist, da sie durch göttliche Inspiration            Wir verwerfen die Auffassung, dass es
gegeben wurde, so dass sie – weit davon            angemessen sei, die Schrift anhand von
entfernt, uns irrezuführen – wahr und zu-          Maßstäben für Wahrheit und Irrtum zu
verlässig in allen von ihr angesprochenen          messen, die ihrem Gebrauch und ihrem
Fragen ist.                                        Zweck fremd sind. Wir verwerfen ferner die
                                                   Auffassung, dass die Irrtumslosigkeit infra-
    Wir verwerfen die Auffassung, dass die         ge gestellt werde durch biblische Phänome-
Bibel zur gleichen Zeit unfehlbar und in ih-       ne wie das Fehlen moderner technischer
ren Aussagen irrtümlich sein kann. Un-             Präzision, Unregelmäßigkeiten der Gram-
fehlbarkeit und Irrtumslosigkeit können            matik oder der Orthographie, Beschrei-
unterschieden, nicht aber voneinander ge-          bung der Natur aus dem Blickwinkel der
trennt werden.                                     subjektiven Beobachtung, Berichte über
                                                   Unwahrheiten, durch den Gebrauch des
                                                   Stilmittels der Hyperbel5 oder gerundeter
Artikel XII                                        Zahlen, thematischer Anordnung des Stof-
                                                   fes, unterschiedlicher Auswahl des Materi-
   Wir bekennen, dass die Schrift in ihrer         als in Parallelberichten oder der Verwen-
Gesamtheit irrtumslos ist und damit frei           dung freier Zitate.
von Falschheit, Betrug oder Täuschungen.

    Wir verwerfen die Auffassung, dass sich        Artikel XIV
die biblische Unfehlbarkeit und Irrtumslo-
sigkeit auf geistliche, religiöse oder die Erlö-     Wir bekennen die Einheit und innere
sung betreffende Themen beschränke und             Übereinstimmung der Bibel.
dass Aussagen im Bereich der Geschichte
und Naturwissenschaft davon ausgenom-                  Wir verwerfen die Auffassung, dass
men seien. Wir verwerfen ferner die Ansicht,       angebliche Fehler und Widersprüche, die
dass wissenschaftliche Hypothesen über die         bis jetzt noch nicht gelöst worden sind,
Erdgeschichte mit Recht dazu benutzt wer-          den Wahrheitsanspruch der Bibel hinfällig
den dürfen, die Lehre der Schrift über             machen.
Schöpfung und Sintflut umzustoßen.

                                                   Artikel XV
Artikel XIII
                                               Wir bekennen, dass die Lehre von der
     Wir bekennen, dass es angemessen Irrtumslosigkeit in der Lehre der Bibel
ist, Irrtumslosigkeit als theologischen Be- über die Inspiration gegründet ist.
___________________________
7 Hyperbel. Übertreibung zum Zweck der Verdeutlichung.
Artikel des Bekennens und Verwerfens                          11

    Wir verwerfen die Auffassung, dass Artikel XVIII
man die Lehre Jesu über die Schrift mit
dem Hinweis auf die Anpassung an seine       Wir bekennen, dass man den Text der
Hörer oder auf irgendeine natürliche Be- Bibel durch grammatisch-historische Exe-
grenztheit seines Menschseins abtun kön- gese auslegen muss, indem man die litera-
ne.                                      rischen Formen und Wendungen berück-
                                         sichtigt, und dass die Bibel durch die Bibel
                                         ausgelegt wird.
Artikel XVI
                                                Wir verwerfen die Berechtigung jedes
    Wir bekennen, dass die Lehre von der    Umgangs mit dem Text und jeder Suche
Irrtumslosigkeit ein integraler Bestandteil nach hinter dem Text liegenden Quellen,
des Glaubens der Kirche während ihrer       die dazu führen, dass seine Lehren relati-
ganzen Geschichte gewesen ist.              viert, für ungeschichtlich gehalten oder
                                            verworfen werden, oder dass man seine
     Wir verwerfen die Auffassung, dass die Angaben zur Verfasserschaft ablehnt.
Irrtumslosigkeit eine Lehre sei, die der
scholastische8 Protestantismus erfunden
habe, oder dass sie als eine Abwehrreak- Artikel XIX
tion auf die Bibelkritik postuliert worden
sei.                                            Wir bekennen, dass ein Bekenntnis zu
                                            der vollumfänglichen Autorität, Unfehl-
                                            barkeit und Irrtumslosigkeit der Bibel für
                                            ein gesundes Verständnis des ganzen
Artikel XVII                                christlichen Glaubens lebenswichtig ist.
                                            Wir bekennen ferner, dass ein solches Be-
     Wir bekennen, dass der Heilige Geist kenntnis dazu führen sollte, dass wir dem
Zeugnis für die Heilige Schrift ablegt und Bild Christi immer ähnlicher werden.
den Gläubigen Gewissheit über die Zuver-
lässigkeit des geschriebenen Wortes Got-        Wir verwerfen die Auffassung, dass ein
tes gibt.                                   solches Bekenntnis zum Heil notwendig
                                            sei. Wir verwerfen jedoch darüber hinaus
     Wir verwerfen die Auffassung, dass auch die Auffassung, dass die Irrtumslo-
dieses Zeugnis des Heiligen Geistes losge- sigkeit ohne schwerwiegende Konsequen-
löst von der Schrift oder gegen die Schrift zen für den Einzelnen und die Kirche ge-
wirke.                                      leugnet werden könne.

___________________________
8 scholastisch. Die Scholastik versuchte mit philosophisch-theologischen Mitteln die christliche
   Lehre denkerisch zu begründen, gilt heute als Synonym für Engstirnigkeit und Spitzfindigkeit.
12                            Die Chicago-Erklärung

                                 Kommentar

U
         nser Verständnis der Lehre von       stus als Ziel- und Höhepunkt. Innerhalb
         der Irrtumslosigkeit muss in den     dieses Rahmens hat Gott sündigen Men-
         größeren Zusammenhang der            schen von Zeit zu Zeit besondere Worte
umfassenderen Lehre der Schrift über sich     des Gerichts und der Gnade, der Ver-
selbst gestellt werden. Dieser Kommentar      heißung und des Gebots gesagt. Damit rief
legt die Grundlehren dar, aus denen die zu-   er sie in eine Beziehung der gegenseitigen
sammenfassende Erklärung und die Arti-        Verpflichtung hinein, in einen Bund zwi-
kel gewonnen wurden.                          schen ihm und ihnen, worin er sie mit Ga-
                                              ben der Gnade segnet, und sie ihn als Ant-
Schöpfung, Offenbarung und Inspiration        wort darauf preisen. Mose, den Gott zur
    Der dreieinige Gott, der alle Dinge       Zeit des Auszugs als Mittler gebrauchte,
durch sein Schöpferwort formte und alle       um sein Wort seinem Volk zu überbringen,
Dinge nach seinem Ratschluss regiert,         steht am Beginn einer langen Reihe von
schuf den Menschen nach seinem eigenen        Propheten, in deren Mund und Schrift
Bild zu einem Leben in Gemeinschaft mit       Gott sein Wort hineinlegte, um es Israel zu
ihm. Das geschah nach dem Vorbild der         überliefern. Gottes Absicht mit dieser Ab-
ewigen Gemeinschaft der von Liebe be-         folge von Botschaften war es, seinen Bund
stimmten Kommunikation innerhalb der          zu erhalten, indem er sein Volk veranlas-
Gottheit selbst. Als Träger der Ebenbild-     ste, seinen Namen, das heißt sein Wesen,
lichkeit Gottes sollte der Mensch das an      und seinen Willen in seinen Geboten und
ihn gerichtete Gotteswort hören und in        seinen Absichten für die Gegenwart und
freudigem und bewunderndem Gehorsam           die Zukunft kennenzulernen. Diese Linie
beantworten. Über Gottes Selbstoffenba-       der prophetischen Sprecher Gottes fand
rung in der Schöpfung und der Abfolge ih-     ihren Abschluss in Jesus Christus, dem
rer Ereignisse hinaus haben Menschen seit     fleischgewordenen Wort Gottes, der selbst
Adam verbale Botschaften von Gott emp-        ein Prophet war – mehr als ein Prophet,
fangen und zwar entweder direkt, wie sie      aber nicht weniger –, und in den Aposteln
in der Bibel vorliegen, oder indirekt in      und Propheten der ersten christlichen Ge-
Form von Teilen oder der ganzen Bibel         neration. Als Gottes endgültige und auf
selbst.                                       den Höhepunkt zulaufende Botschaft, als
    Als Adam sündigte, überließ der           sein Wort an die Welt in Bezug auf Jesus
Schöpfer die Menschheit nicht dem end-        Christus gesprochen und von den Apo-
gültigen Gericht, sondern verhieß das Heil    steln erläutert worden war, endete die Ab-
und begann in einer Folge von histori-        folge der Offenbarungsbotschaften. Von
schen Ereignissen sich selbst als Erlöser     da an sollte die Kirche durch das leben und
zu offenbaren. Er tat das mit der Familie     durch das Gott erkennen, was Gott für alle
Abrahams als Brennpunkt und dem Le-           Zeiten schon gesagt hatte.
ben, Sterben und Auferstehen samt dem             Am Sinai schrieb Gott die Bedingun-
gegenwärtigen himmlischen Dienst und          gen seines Bundes als sein beständiges
der verheißenen Rückkehr von Jesus Chri-      Zeugnis auf Steintafeln, damit es stets zu-
Kommentar                                     13
             gänglich sei. Während der Zeit      Das Alte Testament sah ihm entgegen, das
             der prophetischen und aposto-       Neue Testament schaut auf sein erstes
lischen Offenbarung veranlasste er Men-          Kommen zurück und seinem zweiten
schen, die Botschaft, die er ihnen und           Kommen entgegen. Der biblische Kanon
durch sie gab, aufzuschreiben, zusammen          ist das göttlich inspirierte und deswegen
mit Berichten über sein Handeln mit sei-         normative Zeugnis von Christus. Aus die-
nem Volk, mit ethischen Betrachtungen            sem Grund kann keine Hermeneutik ak-
über das Leben in seinem Bund und mit            zeptiert werden, in der der historische
Formen des Lobpreises und der Gebete für         Christus nicht der Brennpunkt ist. Die
die Bundesgnade. Die theologische Wirk-          Heilige Schrift muss als das behandelt
lichkeit der Inspiration bei der Entstehung      werden, was sie ihrem Wesen nach ist,
der biblischen Dokumente entspricht der          nämlich das Zeugnis des Vaters von sei-
Inspiration der gesprochenen Prophetien:         nem fleischgewordenen Sohn.
Obwohl die Persönlichkeit der mensch-                Es ist zu erkennen, dass der alttesta-
lichen Schreiber beim Schreiben zum Aus-         mentliche Kanon zur Zeit Jesu bereits fest-
druck kam, wurden die Worte und Wörter           stand. Der neutestamentliche Kanon ist
doch von Gott bestimmt. Deswegen gilt:           nun ebenfalls abgeschlossen, weil heute
Was die Bibel sagt, sagt Gott, ihre Auto-        kein neues apostolisches Zeugnis vom hi-
rität ist seine Autorität, denn er ist ihr ei-   storischen Jesus mehr abgelegt werden
gentlicher Autor. Er übermittelte sie durch      kann. Bis zur Wiederkunft Christi wird
den Geist und die Worte von auserwählten         keine neue Offenbarung (die vom geistge-
und zugerüsteten Menschen, die in Frei-          wirkten Verstehen der bereits vorhande-
heit und Treue „von Gott her redeten, ge-        nen Offenbarung zu unterscheiden ist),
trieben vom Heiligen Geist” (2Petr 1,21).        mehr gegeben werden. Der Kanon wurde
Die Heilige Schrift muss Kraft ihres gött-       prinzipiell durch die göttliche Inspiration
lichen Ursprungs als Gottes Wort aner-           geschaffen. Die Aufgabe der Kirche war es
kannt werden.                                    nicht, einen eigenen Kanon aufzustellen,
                                                 sondern den Kanon, den Gott geschaffen
Autorität: Christus und die Bibel                hatte, festzustellen.
   Jesus Christus, der Sohn Gottes, der              Der Begriff Kanon bezeichnet eine
das fleischgewordene Wort, unser Pro-            Richtschnur oder Norm und weist auf
phet, Priester und König ist, ist der letzt-     Autorität hin, also auf das Recht, zu herr-
endliche Mittler der Botschaften sowie der       schen und zu lenken. Im Christentum ge-
Gnadengaben Gottes an den Menschen.              hört die Autorität Gott in seiner Offenba-
Die von ihm gegebene Offenbarung ge-             rung. Das meint einerseits Jesus Chris-
schah nicht nur durch Worte; denn auch           tus, das lebendige Wort, andererseits die
durch seine Gegenwart und seine Taten of-        Heilige Schrift, das geschriebene Wort.
fenbarte er den Vater. Dennoch waren sei-        Die Autorität von Christus und die Auto-
ne Worte von entscheidender Bedeutung,           rität der Bibel sind eins. Als unser Pro-
da er Gott war und im Namen des Vaters           phet hat Christus bezeugt, dass die
sprach, und weil seine Worte alle Men-           Schrift nicht aufgelöst werden kann (Joh
schen am letzten Tag richten werden.             10,35). Als unser Priester und König galt
   Als der geweissagte Messias ist Jesus         sein ganzes irdisches Leben der Erfüllung
Christus das zentrale Thema der Schrift.         des Gesetzes und der Propheten, und er
14                            Die Chicago-Erklärung

starb sogar im Gehorsam gegenüber den          Wert, weil sie ausdrücklich posi-
Worten der messianischen Weissagun-            tive, entscheidende Wahrheiten
gen. So wie er die Schrift als Beglaubi-       sichern.
gung für sich und seine Autorität sah, be-         Der Begriff unfehlbar bezieht sich auf
glaubigte er durch seine eigene                die Eigenschaft, dass die Bibel weder in die
Unterordnung unter die Schrift ihre            Irre führt noch irregeleitet ist und schützt
Autorität. So wie er sich unter die in sei-    so kategorisch die Wahrheit, dass die Hei-
ner Bibel (unserem Alten Testament) ge-        lige Schrift eine gewisse, sichere und zu-
gebenen Weisungen seines Vaters beugte,        verlässige Regel und Richtschnur in allen
erwartet er dies auch von seinen Jüngern.      Dingen ist.
Das soll jedoch nicht isoliert vom aposto-         In ähnlicher Weise bezeichnet der Be-
lischen Zeugnis über ihn selbst gesche-        griff irrtumslos die Eigenschaft, dass die
hen, sondern im Einklang mit diesem,           Bibel frei ist von allen Unwahrheiten oder
dessen Inspiration er durch seine Gabe         Fehlern, und schützt so die Wahrheit, dass
des Heiligen Geistes bewirkte. Somit er-       die Heilige Schrift in allen ihren Aussagen
weisen sich Christen dadurch als treue         vollständig wahr und zuverlässig ist.
Diener ihres Herrn, dass sie sich unter die        Wir bekräftigen, dass die kanonische
göttlichen Anweisungen in den propheti-        Schrift immer auf der Grundlage ihrer Un-
schen und apostolischen Schriften beu-         fehlbarkeit und Irrtumslosigkeit ausgelegt
gen, die zusammengenommen unsere Bi-           werden sollte. Wenn wir jedoch feststellen
bel ausmachen. Indem Christus und die          wollen, was der von Gott unterwiesene
Schrift sich ihre Autorität gegenseitig be-    Schreiber in jedem Abschnitt aussagt,
glaubigen, verschmelzen sie zu einer ein-      müssen wir dem Anspruch der Schrift und
zigen Quelle der Autorität. Der biblisch       ihrem Charakter als menschlichem Er-
interpretierte Christus und die Bibel, wel-    zeugnis die größtmögliche Aufmerksam-
che Christus in den Mittelpunkt stellt und     keit widmen. Gott gebrauchte in der Inspi-
ihn verkündigt, sind von diesem Stand-         ration die Kultur und die Gebräuche der
punkt aus eins. So wie wir aus der Tatsa-      Umwelt des Schreibers, eine Umwelt,
che der Inspiration schließen, dass das,       über die Gott in seiner souveränen Vorse-
was die Schrift sagt, Gott sagt, können        hung Herr ist. Etwas anderes anzuneh-
wir aufgrund der offenbarten Beziehung         men, heißt falsch auszulegen.
zwischen Christus und der Bibel ebenso             So muss Geschichte als Geschichte be-
bekennen, dass das, was die Schrift sagt,      handelt werden, Dichtung als Dichtung,
Christus sagt.                                 Hyperbel und Metapher6 als Hyperbel und
                                               Metapher, Verallgemeinerungen und An-
Unfehlbarkeit, Irrtumslosigkeit, Auslegung     näherungen7 als das, was sie sind usw.
    Es ist angemessen, die Heilige Schrift     Unterschiede zwischen den literarischen
als das inspirierte Wort Gottes, das autori-   Konventionen in biblischer und in unserer
tativ von Jesus Christus zeugt, als unfehl-    Zeit müssen ebenfalls beachtet werden:
bar und irrtumslos zu bezeichnen. Diese        Wenn zum Beispiel nichtchronologische
negativen Begriffe sind von besonderem         Erzählungen und ungenaue Zitierweise
___________________________
6 Metapher. Bildlicher und übertragener Ausdruck.
7 Annäherungen zum Beispiel durch Auf- und Abrunden von Zahlen.
Kommentar                                        15
            damals üblich und akzeptabel              Insofern die ganze Schrift nur einem
            waren und den Erwartungen in          einzigen göttlichen Geist entspringt, muss
jenen Tagen nicht widersprachen, dürfen           sich die Auslegung innerhalb der Grenzen
wir diese Dinge nicht als Fehler ansehen,         der Analogie der Schrift halten und Hypo-
wenn wir sie bei den biblischen Schreibern        thesen meiden, die einen biblischen Ab-
finden. Wenn in einer bestimmten Sache            schnitt durch einen anderen zurechtrük-
vollständige Präzision nicht erwartet oder        ken wollen, ganz gleich, ob dies im Namen
angestrebt wurde, liegt kein Irrtum vor,          fortschreitender Offenbarung oder mit
wenn sie nicht erreicht worden ist. Die           Verweis auf die unvollkommene Erleuch-
Schrift ist irrtumslos, aber nicht im Sinne       tung der inspirierten Schreiber geschieht.
einer absoluten Präzision nach modernem               Obwohl die Heilige Schrift nirgends in
Standard, sondern in dem Sinne, dass sie          dem Sinne kulturgebunden ist, dass ihre
ihre eigenen Ansprüche erfüllt und jenes          Lehren keine universale Gültigkeit be-
Maß an gebündelter Wahrheit erreicht,             säßen, ist sie doch manchmal von den
das seine Autoren beabsichtigten.                 Bräuchen und den traditionellen Anschau-
    Die Zuverlässigkeit der Schrift wird          ungen einer bestimmten Zeit geprägt, so
nicht dadurch unwirksam gemacht, dass             dass die Anwendung ihrer Prinzipien heu-
sie Unregelmäßigkeiten der Grammatik              te eine andere Handlungsweise erfordert.8
oder der Rechtschreibung, Beschreibungen
der Natur vom Standpunkt des Beobach-             Skeptizismus und Kritizismus
ters aus, Berichte von falschen Aussagen              Seit der Renaissance und insbesondere
(zum Beispiel der Lügen Satans) oder              seit der Aufklärung wurden Weltanschau-
scheinbare Widersprüche zwischen zwei             ungen entwickelt, die Skeptizismus gegen-
Abschnitten enthält. Es ist nicht redlich, die    über grundlegenden christlichen Wahr-
sogenannten „Phänomene“ der Schrift der           heiten beinhalten; so etwa der Agnosti-
Lehre der Schrift über sich selbst entgegen-      zismus, der die Erkennbarkeit Gottes leug-
zuhalten. Augenscheinliche Unstimmigkei-          net, der Rationalismus, der die Unbegreif-
ten sollten nicht ignoriert werden. Lösun-        lichkeit Gottes leugnet, der Idealismus, der
gen dafür, wenn sie auf überzeugende Art          die Transzendenz Gottes leugnet und der
gefunden werden können, werden unseren            Existentialismus, der jede Rationalität in
Glauben stärken. Wo im Moment keine               Gottes Beziehung zu uns leugnet. Wenn
überzeugende Lösung zur Hand ist, sollen          diese un- und antibiblischen Prinzipien auf
wir Gott in besonderer Weise ehren, indem         der Ebene der Denkvoraussetzungen in
wir seiner Zusicherung vertrauen, dass sein       die Theologien von Menschen eindringen,
Wort trotz dieser Erscheinungen wahr ist,         was sie heute häufig tun, wird eine zuver-
und indem wir weiterhin darauf vertrauen,         lässige Auslegung der Heiligen Schrift un-
dass sich diese Unstimmigkeiten eines Ta-         möglich.
ges als bloßer Schein erweisen werden.

___________________________
8 Samuel R. Külling fügt in seiner Übersetzung die folgende Anmerkung hinzu: „Dieser Satz
   kann in seinen Konsequenzen bedenklich sein, was ist ‘kulturgebunden’ oder ‘kulturell be-
   stimmt’? Allzu leicht und allzu schnell könnte man dann von ‘zeitbedingten’, ‘kulturell beding-
   ten’, ‘überholten’ Vorstellungen in der Bibel sprechen.“ (Külling, Das Anliegen des ICBI, die
   Chicago-Erklärung und wir. Bibel und Gemeinde Nr. 1-1979 S.15).
16                            Die Chicago-Erklärung

Überlieferung und Übersetzung                   schließt, stehen wir bewusst mit
    Da Gott nirgends eine unfehlbare            Christus und seinen Aposteln,
Überlieferung der Schrift verheißen hat,        ja, mit der ganzen Bibel und dem Haupt-
müssen wir betonen, dass nur der autogra-       strom der Kirchengeschichte von der er-
phische Text der Originaldokumente in-          sten Zeit bis in die jüngste Vergangenheit
spiriert ist, weshalb wir an der Notwendig-     in Einklang. Wir sind darüber beunruhigt,
keit der Textkritik festhalten als Mittel zum   mit welcher Gleichgültigkeit, Unachtsam-
Aufdecken von Schreibfehlern, die sich im       keit und scheinbaren Gedankenlosigkeit in
Laufe der Textüberlieferung in den Text         unseren Tagen so viele eine Glaubensüber-
eingeschlichen haben könnten.                   zeugung mit so weitreichender Bedeutung
    Das Urteil dieser Wissenschaft lautet       preisgeben.
indes, dass der hebräische und griechische          Wir sind uns auch dessen bewusst,
Text erstaunlich gut erhalten ist, so dass      dass große und schwerwiegende Verwir-
wir mit gutem Recht mit dem Westmin-            rung die Folge ist, wenn man aufhört, die
ster-Bekenntnis die einzigartige Vorse-         ganze Wahrheit der Schrift festzuhalten,
hung Gottes in dieser Frage bekräftigen         deren Autorität man anzuerkennen er-
und erklären können, dass die Autorität         klärt. Die Folgen dieses Schrittes sind,
der Schrift in keiner Weise durch die Tat-      dass die Bibel, die Gott gegeben hat, ihre
sache, dass die Abschriften nicht völlig oh-    Autorität verliert, und was stattdessen als
ne Fehler sind, in Frage gestellt wird. In      Autorität bleibt, ist eine Bibel, die in ihrem
ähnlicher Weise ist keine Übersetzung           Inhalt nach den Forderungen des eigenen
vollkommen noch kann sie es sein; alle          kritischen Denkens reduziert worden ist
Übersetzungen sind ein zusätzlicher             und prinzipiell immer weiter reduziert
Schritt weg von den Autographen.                werden kann, wenn man einmal damit an-
    Die Sprachwissenschaft urteilt jedoch,      gefangen hat. Das bedeutet, dass im Grun-
dass die Christen unserer Tage mit einer        de nun die Vernunft im Gegensatz zur bi-
großen Zahl ausgezeichneter Übersetzun-         blischen Lehre die Autorität hat. Wenn
gen außerordentlich gut versorgt sind und       man dies nicht erkennt, aber dabei noch
ohne Zögern darauf bauen können, dass           immer grundlegende evangeliumsgemäße
das wahre Wort Gottes für sie erreichbar ist.   Lehren festhält, dann können Leute, die
Angesichts der häufigen Wiederholung der        die volle Wahrheit der Schrift verwerfen,
wesentlichen Themen in der Schrift, mit de-     noch immer eine evangelikale Identität in
nen sie sich beschäftigt, und auch aufgrund     Anspruch nehmen, obwohl sie, metho-
des ständigen Zeugnisses, das der Heilige       disch gesehen, sich längst von dem evan-
Geist dem Wort und durch das Wort gibt,         geliumsgemäßen Prinzip der Erkenntnis
wird keine ernsthafte Übersetzung der Hei-      zu einem unsicheren Subjektivismus weg-
ligen Schrift ihre Bedeutung so zerstören,      begeben haben und es schwer finden wer-
dass sie unfähig wäre, ihre Leser „weise        den, sich nicht immer weiter davon zu ent-
zum Heil durch den Glauben an Christus Je-      fernen.
sus zu machen“ (2Tim 3,15).                         Wir bekennen, dass das, was die
                                                Schrift sagt, Gott sagt. Ihm gebührt alle
Irrtumslosigkeit und Autorität                  Ehre. Amen, ja Amen.
   Mit unserer Bekräftigung der Autorität
der Schrift, die ihre völlige Wahrheit ein-
17

                      Weiterführende Literatur
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Der Bibelbund                               19

Der Bibelbund ist ein Zusammenschluss bibeltreuer Christen, die sich in
einem eingetragenen gemeinnützigen Verein organisieren. Er nimmt
Stellung zu kritischen Fragen über die Bibel. Sein Anliegen ist es, den
Gläubigen vor Ort in ihren Auseinandersetzungen mit unbiblischen Ent-
wicklungen in ihrer Umgebung zu helfen und ihr Vertrauen in die Irr-
tumslosigkeit der Heiligen Schrift zu stärken. Deshalb gründet er auch
keine eigenen Gemeinden.

1894 wurde der Bibelbund in einem pommerschen Pfarrhaus gegründet,
um ein Forum für schriftgebundene christliche Lehre zu bilden. Durch
den Bibelbund wollte man sich besser gegen das massive Vordringen der
Bibelkritik und die zunehmende Liberalisierung der Theologie zur Wehr
setzen. Bekannte Mitglieder des Bibelbundes waren unter anderen: Fritz
Rienecker, Wilhelm Möller, Erich Sauer, General von Viebahn, Kurt
Koch, Otto Riecker, Hans Bruns, Wilhelm Busch, Heinrich Jochums.
Heute wird die Arbeit des Bibelbundes von Christen aus Kirchen und
Freikirchen, Gemeinschaften und Brüdergemeinden getragen, die durch
das Bekenntnis zur Heiligen Schrift verbunden sind.

Die Mitglieder bekennen sich zu dem Glauben, dass allein die Bibel Alten
und Neuen Testaments nach ihrem Selbstzeugnis bis in den Wortlaut
hinein das durch göttliche Inspiration empfangene, wahre Wort Gottes
und verlässliche Zeugnis von seiner Offenbarung in der Geschichte ist.
Sie halten an der völligen Zuverlässigkeit und sachlichen Richtigkeit aller
biblischen Aussagen - auch in geschichtlicher und naturkundlicher Hin-
sicht - sowie ihrer uneingeschränkten Geltung in ihrem heilsgeschicht-
lichen Zusammenhang fest. Sie ist in allem, was sie sagt, uneinge-
schränkte göttliche Autorität und Norm für Lehre und Leben.

In die Öffentlichkeit tritt der Bibelbund durch Vorträge und Tagungen,
vor allem aber durch seine Zeitschrift »Bibel und Gemeinde«, die seit fast
100 Jahren erscheint. Dazu kommt der Vierteljahresbrief »Biblisch Glau-
ben, Denken, Leben«, der noch in der DDR als Mitarbeiterhilfe entstand
und kostenfrei weitergegeben werden kann.
Besuchen Sie uns im Internet:

                         www.bibelbund.de
Wir empfehlen Ihnen außerdem unsere beiden Zeitschriften, die auch auf elektroni-
schem Weg erhältlich sind:

                       Bibel und Gemeinde
Die 80-seitige Schrift erscheint viermal im Jahr und enthält wichtige Artikel zur Bibel-
frage, zur Kritik der Bibelkritik, zu Fragen der Schöpfungsforschung, der biblischen Ar-
chäologie, außerdem Bibelarbeiten, Stellungnahmen zu aktuellen Themen, Sekten und
Irrlehren, Buchbesprechungen.

          Biblisch Glauben, Denken, Leben
Der Informationsbrief des Bibelbundes, der ursprünglich in der ehemaligen DDR ent-
stand, wird kostenfrei weitergegeben. In der achtseitigen Loseblattsammlung wird das
Anliegen des Bibelbundes wie oben vertreten, jedoch mit fasslicheren Artikeln. Der Info-
brief eignet sich von daher gut zur Weitergabe an Glaubensgeschwister und zur Wer-
bung für den Bibelbund.

                    Probeexemplare und Bestellungen:
                            Bibelbund e.V. Geschäftsstelle
                            Postfach 470268, 12311 Berlin
                            E-Mail: Kontakt@Bibelbund.de
                  Telefon: (030) 4403 92-53 Telefax: (030) 4403 92-54
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