Fokusthemen zum Klima-schutz im Gebäudebereich - dena-GEBÄUDEREPORT 2021 - Kapitel Zahlen, Daten, Fakten
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dena
GEBÄUDE
REPORT
2021
dena-GEBÄUDEREPORT 2021
Fokusthemen zum Klima-
schutz im Gebäudebereich
Kapitel Zahlen,
Daten, FaktenInhalt
Impressum
Herausgeber :
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Chausseestraße 128 a, 10115 Berlin
Tel.: + 49 (0)30 66 777-0
Fax: + 49 (0)30 66 777-699
Zahlen, Daten, Fakten www.dena.de
Bildnachweis:
06 Nichtwohngebäudebestand in Deutschland
Titelbild – GettyImages/Guido Mieth; GettyImages:
08 Endenergiebezogener Gebäudeenergieverbrauch S. 4 – Bim; Alle anderen Bilder Copyright: Deutsche
13 Entwicklung Antragszahlen Effizienzhäuser, Energie-Agentur GmbH (dena)
Sanierung und Neubau
Redaktion:
Thomas Bründlinger, dena
Heike Marcinek, dena
Christina Stahl, dena
Christian Stolte, dena
Konzeption und Gestaltung:
Heimrich & Hannot GmbH
dena-GEBÄUDEREPORT 2021
Stand:
Den gesamten dena-Gebäudereport 2021: 05/2021
Fokusthemen zum Klimaschutz im Gebäudebereich
mit den Kapiteln: Bitte zitieren als:
Deutsche Energie-Agentur (dena, 2021):
dena-Gebäudereport 2021 – Fokusthemen
- Zahlen, Daten, Fakten zum Klimaschutz im Gebäudebereich
- Ziele und politische Rahmenbedingungen
Diese Veröffentlichung des Projekts „dena-Gebäudereport
- Green Finance im Gebäudesektor
2021: Fokusthemen zum Klimaschutz im Gebäudebereich“
- Wärme und Kälte erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft
- Ressourcen im Bauwesen und Energie. Die dena unterstützt die Bundesregierung in
verschiedenen Vorhaben bei der Umsetzung der energie-
und klimapolitischen Ziele.
finden Sie online unter:
www.dena.de/gebaeudereport2021
gebaeudereport@dena.de
twitter.com/dena_news
dena.dedena
GEBÄUDE
REPORT
2021
Zahlen, Daten,
Fakten
Was Sie hier lesen:
Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über den Status quo des nationalen Gebäudebestands. Dabei sind Zahlen,
Daten und Fakten in übersichtlichen Diagrammen zusammengefasst. Dargestellt werden Bestand und Energiever-
brauch von Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden sowie die Entwicklung der Absatzzahlen von Wärmeerzeugern.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die 2020 umgestaltete Förderlandschaft und deren Antragszahlen.Kapitel 01/05 Zahlen, Daten, Fakten 5
Abb. 1: Wohngebäudebestand in Deutschland
Quelle: AGEB 2020, BMWi 2020a, Destatis 2020, eigene Berechnungen
3.216.005
Mehrfamilienhäuser
19.053.216 Anzahl der Wohngebäude
in Deutschland
15.837.211
Ein- und Zweifamilienhäuser
66 %
Anteil der Wohngebäude
am Gebäudeenergieverbrauch
Unsere Autorin
und unser Autor:
40.828.717
Wohneinheiten EEin- und Zweifamilienhäuser
(EZFH) haben im Vergleich zu
Mehrfamilienhäusern (MFH)
durchschnittlich größere Wohnflä-
chen je Wohneinheit und höhere
quadratmeterbezogene Energie-
verbräuche. Wohneinheiten in
EZFH betragen im Durchschnitt
118 m², während sie in MFH 69 m²
3.753.715 m
groß sind. Betrachtet man beide Alexandra Mayer und
Kategorien zusammen, hat jeder Simon Becker sind in
2 Einwohner 46,7 m² an Wohnfläche
zur Verfügung. Mit rund 15,8 Milli-
der dena für die Themen
Energieanalysen und
onen Gebäuden stellen EZFH die Energieeffizienz im
beheizte Nettogrundfläche in Tsd. zahlenmäßig größte Gruppe dar. Gebäudebereich tätig.6 dena-Gebäudereport
Abb. 2: Nichtwohngebäudebestand in Deutschland
Quelle: AGEB 2020, BMWi 2020a, IWU 2021, eigene Berechnungen
34 %
Anteil der Nichtwohngebäude
am Gebäudeenergieverbrauch
3.507.000 m
beheizte Nettogrundfläche in Tsd.
2
EIm Gegensatz zu den Wohnge-
bäuden gibt es für die Anzahl
an Nichtwohngebäuden (NWG)
keinen amtlichen Wert. Das
Institut für Wohnen und Umwelt
(IWU) erstellt in dem Projekt
ENOB:dataNWG eine Hochrech-
nung von 1,98 Millionen GEG-
relevanten NWG auf. Aufgrund
ihrer großen Fläche je Gebäude
und der hohen quadratmeter-
bezogenen Verbräuche liegt der
Anteil der NWG am Gebäudeener-
gieverbrauch bei 34 Prozent.
1,98 Mio.
Anzahl der GEG-relevanten
Nichtwohngebäude in DeutschlandKapitel 01/05 Zahlen, Daten, Fakten 7
Abb. 3: Endenergieverbrauch nach Sektoren und Energieträgern
Quelle: AGEB 2020, BMWi 2020b, eigene Berechnungen
Sonstige
0,8 %
Mineralöl
(exkl. Kraftstoffe)
Kraftstoff 0,2 %
30 % Erneuerbare Gas
7% 3,0 %
eistungen
enstl
del, Di Sonstige
an
e, H 1%
erb
ew Kernenergie
2,5 %
G
%
31
15
%
Ver
keh
r
2.514 Strom
20 %
27 % Privatha
Erneuerbare
Kohle 7,9 %
5% TWh
u sha
lte
Heizöl
7%
i e
str
I n du
Fernwärme 28 %
4% Kohle
5,6 %
Gas
25 %
Kraftstoff und Gas sind die dominieren- be, Handel, Dienstleistungen und Privat-
den Energieträger haushalte für die Bereitstellung von Raum-
wärme, aber auch in der Industrie für Pro-
Mit 30 Prozent Anteil am Endenergiever- zesswärme. Der Bedarf an Heizöl für die
brauch sind Kraftstoffe 2019 die dominie- Raumwärme hat 2019 zugenommen, wäh-
renden Energieträger in Deutschland. Diese rend der Gasbedarf konstant blieb.
werden überwiegend im Verkehrssektor
verbraucht, welcher damit den Sektor mit Bei der Strombereitstellung liegen die er-
dem größten Verbrauchsanteil darstellt. neuerbaren Energien mit 8 Prozent Anteil
Der Energieträger Gas hat den zweitgröß- am Endenergieverbrauch 2019 erstmals
ten Anteil (25 Prozent). Hier erfolgt der Ein- vorne und verdrängen die Kohlekraftwerke
satz hauptsächlich in den Sektoren Gewer- auf den zweiten Platz.8 dena-Gebäudereport
Abb. 4: Endenergiebezogener Gebäudeenergieverbrauch
Quelle: AGEB 2020, BMWi 2020b, eigene Berechnungen
Beleuchtung Klimakälte
10 TWh 1 TWh
Warmwasser
106 TWh
Wohngebäude
Klimakälte
Beleuchtung
66 TWh 10 TWh 66 %
Warmwasser
130 TWh Raumwärme
454 TWh
Alle Gebäude
865 TWh
Raumwärme
658 TWh
Klimakälte
9 TWh
Beleuchtung
56 TWh
Nicht-
Warmwasser wohngebäude
25 TWh
34 %
Raumwärme
204 TWh
Raumwärme hat größten Anteil am makälte fallen wenig an. Anders sieht dies
Gebäudeenergieverbrauch im Nichtwohngebäudebereich aus. Den
größten Anteil macht auch hier die Räum-
Mit 76 Prozent hat die Raumwärme den wärme aus, aber auf Platz zwei liegt die Be-
größten Anteil am Gebäudeenergiever- leuchtung und nur ein geringer Anteil wird
brauch. 2019 lag der Endenergieverbrauch für Warmwasser benötigt. Zwar ist die An-
für Raumwärme bei 658 TWh. Dieser ist zahl der Nichtwohngebäude im Vergleich
damit im Vergleich zu 2018 um 22 TWh an- zu den Wohngebäuden relativ gering, doch
gewachsen. Aufgrund der hohen Anzahl von machen sie aufgrund ihrer großen Fläche
19 Millionen Wohngebäuden fallen bei die- einen Anteil von 34 Prozent am gesamten
sen 66 Prozent des gesamten Gebäudeener- Gebäudeenergieverbrauch aus. Wie bei
gieverbrauchs an. Dabei wird die Energie in den Wohngebäuden liegt die Klimakälte
Wohngebäuden vor allem durch Raumwär- auf dem vierten Platz, wobei diese bei den
me und Warmwasser verbraucht. Endener- Nichtwohngebäuden mit 10 TWh eine grö-
gieverbräuche durch Beleuchtung oder Kli- ßere Bedeutung hat.Kapitel 01/05 Zahlen, Daten, Fakten 9
Abb. 5: Entwicklung des Endenergieverbrauchs für Raumwärme und
Warmwasser, klimabereinigt
Quelle: BMWi 2020b, DWD 2020, eigene Berechnungen
1.200
Endenergieverbrauch in TWh
1.000
800
600
400
200
0
1996 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Privathaushalte
Gewerbe, Handel, Dienstleistungen
Industrie
Nach 2018 steigt 2019 der Endenergie-
verbrauch wieder an
Im Jahr 2018 ist der Endenergieverbrauch
im Vergleich zu 2017 klimabereinigt um
1,9 Prozent auf 854 TWh gesunken. Wäh-
rend der Sektor Industrie um 4,8 Prozent
gestiegen ist, gab es im Bereich Gewerbe,
Handel und Dienstleistungen einen Rück-
gang um 5,4 Prozent und in den Privathaus-
halten um 1,2 Prozent.
Im Jahr 2019 ist der Endenergieverbrauch
von Raumwärme und Warmwasser wie-
der auf 865 TWh angestiegen. Dabei gab es
Rückgänge in den Sektoren Gewerbe, Han-
del, Dienstleistungen und Industrie von
12 TWh und einen Anstieg in den Privat-
haushalten von 23 TWh.10 dena-Gebäudereport
Abb. 6: Absatzzahlen Wärmeerzeuger
Quelle: BDH 2021, BSW-Solar 2020, BSW-Solar 2021
553.194
517.616
120.406
86.020
83.000
71.000
69.564
69.886
53.888
48.620
42.100
22.440
Öl-NT 2.992
Öl-NT 2.526
Biomasse
Wärmepumpen
Gas-NT
Gas-BW
Öl-BW
Solarthermie
Biomasse
Wärmepumpen
Gas-NT
Gas-BW
Öl-BW
Solarthermie
2019 Gesamtergebnis: 818.252
2020 Gesamtergebnis: 925.000
B 2019 und 2020 wurden am
meisten Gas-Brennwertkessel
verkauft. Der Marktanteil lag
2020 bei 60 Prozent. Die größten
Wachstumsraten konnten bei
Wärmepumpen (+40 Prozent)
und Biomasse (+140 Prozent)
verzeichnet werden.Kapitel 01/05 Zahlen, Daten, Fakten 11
Abb. 7: Beantragte Wärmeerzeuger im Förderprogramm „Heizen mit
Erneuerbaren Energien 2020“
Quelle: BAFA 2020a
160.000
143.638
140.000
Antragszahlen Wärmeerzeuger
120.000
100.000 95.755
80.000
60.000 57.509
40.000 37.298
20.000
0
Wärmepumpe Biomasse Solarthermie Gas Hybrid
B Zum Jahresbeginn 2020 wurde
das Förderprogramm Heizen
mit Erneuerbaren Energien
vom BAFA neu aufgelegt. Durch
attraktive Konditionen wurde
das Programm 3,9-mal so
häufig wie das Vorgängerpro-
gramm im Vorjahr beantragt.
Bei 40 Prozent der Anträge
wurde die Förderung erhöht, da
hier ein Ölkessel ersetzt wurde.
Alleine 48.000 Anträge für eine
Wärmepumpe wurden noch im
Dezember gestellt, sodass noch
nicht alle Geräte in den Absatz-
zahlen 2020 auftauchen.12 dena-Gebäudereport
Abb. 8: Antragszahlen Bundesförderung Energieberatung
für Wohngebäude
Quelle: BAFA 2020b
Antragszahlen Energieberatung für Wohngebäude
30.000
25.000 24.559
20.000
15.000
11.939
10.222
10.000 8.339 9.000 7.999 8.150 8.681
5.000
0
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
Starke Nachfrage nach geförderter iSFP lag bei 35 Prozent. Es ist davon aus-
Energieberatung zugehen, dass dieser Anteil mit der Einfüh-
rung der Bundesförderung für effiziente Ge-
Die Erhöhung der Bundesförderung Ener- bäude (BEG) weiter steigen wird. Seit dem
gieberatung für Wohngebäude zum 01.01.2021 gibt es bei der Umsetzung einer
01.02.2020 auf 80 Prozent hat zu einem förderfähigen Maßnahme aus einem zuvor
deutlichen Anstieg der Antragszahlen ge- geförderten iSFP einen Bonus von 5 Pro-
führt. Auch die mit einem individuellen Sa- zentpunkten. Der Trend der Nachfrage nach
nierungsfahrplan (iSFP) durchgeführten geförderter Energieberatung könnte also
Beratungen sind im Vergleichszeitraum Ja- generell im Jahr 2021 anhalten und der iS-
nuar bis April 2020 zu 2019 um 40 Prozent FP-Anteil zusätzlich weiter steigen.
gestiegen. Der Anteil der eingereichtenKapitel 01/05 Zahlen, Daten, Fakten 13
Abb. 9: Entwicklung Antragszahlen Effizienzhäuser,
Sanierung und Neubau
Quelle: KfW 2018, KfW 2019, KfW 2020
100.000
90.000
80.000
Anzahl Anträge für Effizienzhäuser Neubau
70.000
60.000
50.000
40.000
30.000
20.000
10.000
0
2018 2019 2020
EH 55
EH 40
EH 40 Plus
Anzahl Anträge für Effizienzhäuser Sanierung
12.000
10.000
8.000
6.000
4.000
2.000
0
2018 2019 2020
EH Denkmal EH 85
EH 115 EH 70
EH 100 EH 55
B Auch bei den Effizienzhäusern Sanieren“ liegt das EH Denkmal
(EH) lässt sich der Trend durch mit 19 Prozent der Anträge
die Erhöhung der Förderung vorn. An zweiter Stelle liegen
erkennen. 2020 gab es eine mit jeweils 15 Prozent die EH 85
deutlich höhere Anzahl an Effi- und EH 70.
zienzhäusern als in den Jahren
2018 und 2019. Sehr deutlich ist Insgesamt wurden die Förder-
dies im Neubau der Fall. Mit 79 programme so stark nachge-
Prozent wird hier 2020 am mei- fragt, dass das BMWi im Oktober
sten das EH 55 gebaut, gefolgt die entsprechenden Haushalts-
vom EH 40 Plus mit 13 Prozent. gelder noch einmal um 2,2
Milliarden Euro erhöhte.
Im Programm „Energieeffizient14 dena-Gebäudereport
Abbildungsverzeichnis
zu Kapitel 01
Abbildung 1: Wohngebäudebestand in Deutschland
Abbildung 2: Nichtwohngebäudebestand in Deutschland
Abbildung 3: Endenergieverbrauch nach Sektoren und
Energieträgern
Abbildung 4: Endenergiebezogener Gebäudeenergie-
verbrauch
Abbildung 5: Entwicklung des Endenergieverbrauchs für
Raumwärme und Warmwasser, klimabereinigt
Abbildung 6: Absatzzahlen Wärmeerzeuger
Abbildung 7: Beantragte Wärmeerzeuger im Förder-
programm „Heizen mit Erneuerbaren Energien 2020“
Abbildung 8: Antragszahlen Bundesförderung Energie-
beratung für Wohngebäude
Abbildung 9: Entwicklung Antragszahlen Effizienzhäuser,
Sanierung und NeubauKapitel 01/05 Zahlen, Daten, Fakten 15
Literaturverzeichnis
zu Kapitel 01
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abgerufen.gebaeudereport@dena.de
www.twitter.com/dena_news
www.dena.deSie können auch lesen