Funktionsblockdiagramm für Logix5000-Steuerungen

 
Funktionsblockdiagramm für Logix5000-Steuerungen Programmierungshandbuch 1756-PM009B-DE-P

Funktionsblockdiagramm für
Logix5000-Steuerungen

                                Programmierhandbuch

                   Bestellnummern 1756 ControlLogix,
                   1769 CompactLogix, 1789 SoftLogix,
                   1794 FlexLogix, PowerFlex 700S mit
                                          DriveLogix
Wichtige Hinweise für den Anwender
Die Betriebseigenschaften elektronischer Geräte unterscheiden sich von denen elektromechanischer Geräte. In der Publikation SGI-1.1
Safety Guidelines for the Application, Installation, and Maintenance of Solid State Controls (erhältlich bei Ihrem Rockwell Automation-
Vertriebsbüro oder online unter http://literature.rockwellautomation.com) werden einige wichtige Unterschiede zwischen elektronischen
und festverdrahteten elektromechanischen Geräten erläutert. Aufgrund dieser Unterschiede und der vielfältigen Einsatzbereiche elektro-
nischer Geräte müssen die für die Anwendung dieser Geräte verantwortlichen Personen sicherstellen, dass die Geräte zweckgemäß einge-
setzt werden.
Rockwell Automation ist in keinem Fall verantwortlich oder haftbar für indirekte Schäden oder Folgeschäden, die durch den Einsatz oder die
Anwendung dieses Geräts entstehen.
Die in diesem Handbuch aufgeführten Beispiele und Abbildungen dienen ausschließlich zur Veranschaulichung. Aufgrund der unterschied-
lichen Anforderungen der jeweiligen Anwendung kann Rockwell Automation keine Verantwortung oder Haftung für den tatsächlichen Ein-
satz der Produkte auf der Grundlage dieser Beispiele und Abbildungen übernehmen.
Rockwell Automation übernimmt keine patentrechtliche Haftung in Bezug auf die Verwendung von Informationen, Schaltkreisen, Geräten
oder Software, die in dieser Publikation beschrieben werden.
Die Vervielfältigung des Inhalts dieser Publikation, ganz oder auszugsweise, bedarf der schriftlichen Genehmigung von
Rockwell Automation.
Soweit erforderlich, werden in dieser Publikation folgende Hinweise verwendet, um Sie auf bestimmte Sicherheitsaspekte aufmerksam zu
machen.

                                 Dieser Hinweis macht Sie auf Vorgehensweisen und Zustände aufmerksam, die in explosions-
    WARNUNG
                                 gefährdeten Umgebungen zu einer Explosion und damit zu Verletzungen oder Tod, Sachschäden
                                 oder wirtschaftlichen Verlusten führen können.

     WICHTIG                     Dieser Hinweis enthält Informationen, die für den erfolgreichen Einsatz und das Verstehen des
                                 Produkts besonders wichtig sind.
                                 Dieser Hinweis macht Sie auf Vorgehensweisen und Zustände aufmerksam, die zu Verletzungen
     ACHTUNG
                                 oder Tod, Sachschäden oder wirtschaftlichen Verlusten führen können. Hinweise vom Typ
                                 ACHTUNG helfen Ihnen, Gefahren festzustellen und zu vermeiden und deren Konsequenzen zu
                                 erkennen.

STROMSCHLAGGEFAHR                Diese Aufkleber befinden sich entweder auf oder in einer Anlage, z. B. in einem Antrieb oder
                                 Motor, und weisen auf mögliche gefährliche Spannungen hin.

VERBRENNUNGSGEFAHR               Diese Aufkleber befinden sich entweder auf oder in einer Anlage, z. B. in einem Antrieb oder
                                 Motor, und weisen auf die Gefahr hoher Oberflächentemperaturen hin.

Allen-Bradley, Rockwell Automation und TechConnect sind Marken von Rockwell Automation, Inc.

Marken, die nicht im Besitz von Rockwell Automation sind, sind Marken der jeweiligen Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis
Vorwort                                     Zweck dieses Handbuchs. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
                                            Hinweise zur Verwendung dieses Handbuchs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

                                            Kapitel 1
Funktionsblockdiagramm                      Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
programmieren                               Funktionsblockelemente auswählen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
                                            Tag-Namen für ein Element auswählen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
                                            Ausführungsreihenfolge definieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
                                                Datenselbsthaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
                                                Reihenfolge der Ausführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
                                                Regelkreis auflösen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
                                                Datenflüsse zwischen zwei Blöcken auflösen. . . . . . . . . . . . . . . . . 15
                                                Verzögerung um einen Scan erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
                                                Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
                                            Anschlüsse identifizieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
                                            Programm-/Bedienersteuerung definieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
                                            Blatt hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
                                            Funktionsblockelement hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
                                            Textfeld erstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
                                                Sprachenwechsel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
                                            Verbindung von Elementen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
                                                Stifte einblenden und ausblenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
                                                Elemente miteinander verdrahten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
                                                Draht mit der Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“
                                                kennzeichnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
                                            Tag zuordnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
                                                Neues Tag erstellen und zuordnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
                                                Vorhandenes Tag zuordnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
                                            Unmittelbaren Wert zuordnen (konstant). . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
                                                IREF verwenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
                                                Wert in das Tag eines Blocks eingeben. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
                                            Blöcke mit einem OCON und einem ICON verbinden . . . . . . . . . . . 27
                                                OCON hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
                                                ICON hinzufügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
                                            Routine überprüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
                                            Kundendienst von Rockwell Automation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
                                                Unterstützung bei der Installation. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
                                                Rückgabeverfahren bei neuen Produkten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

3Publication 1756-PM009B-DE-P - July 2008                                                                                                               3
Inhaltsverzeichnis

4   Publication 1756-PM009B-DE-P - July 2008
Vorwort

Zweck dieses Handbuchs                         Dieses Handbuch beschreibt die Programmierung von Logix5000-Steue-
                                               rungen mit der Programmiersprache FBD (Funktionsblockdiagramm).
                                               Das Handbuch ist eines von mehreren Handbüchern einer Serie zu allgemei-
                                               nen Verfahrensvorschriften für die Programmierung und den Betrieb von
                                               Logix5000-Steuerungen. Eine vollständige Liste der Handbücher mit allgemei-
                                               nen Verfahrensvorschriften ist in der Publikation 1756-PM001 „Logix 5000
                                               Controllers Common Procedures Programming Manual“ enthalten.

                                               Der Begriff Logix5000-Steuerung bezieht sich auf alle Steuerungen, die auf
                                               dem Logix5000-Betriebssystem basieren, z. B. auf:
                                                  • CompactLogix-Steuerungen
                                                  • ControlLogix-Steuerungen
                                                  • DriveLogix-Steuerungen
                                                  • FlexLogix-Steuerungen
                                                  • SoftLogix5800-Steuerungen

Hinweise zur Verwendung                        Einige Textstellen sind anders formatiert als andere.
dieses Handbuchs
 Formatierung           Bezeichnung                           Beispiel                          Bedeutung
 Kursiv                 Bezeichnet den tatsächlichen          Klicken Sie mit der rechten       Klicken Sie mit der rechten Maustaste
                        Namen eines Elements, das auf         Maustaste auf                     auf das Element mit dem Namen
                        Ihrem Bildschirm oder in einem Bei-   Benutzerdefiniert …               „Benutzerdefiniert“.
                        spiel angezeigt wird.
 Courier                Bezeichnet Informationen, die Sie je Klicken Sie mit der rechten        Identifizieren Sie das konkrete Programm
                        nach Anwendung eingeben müssen Maustaste auf                            in Ihrer Anwendung. In der Regel handelt
                        (eine Variable).                     Name_des_Programms …               es sich dabei um einen Namen oder eine
                                                                                                Variable, den/die Sie definiert haben.
 Eckige Klammern        Bezeichnen eine Taste auf der         Drücken Sie die [Eingabetaste].   Betätigen Sie die Eingabetaste.
                        Tastatur.

5Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                                  5
Vorwort

Notizen:

6          Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel    1

                                                 Funktionsblockdiagramm programmieren

Einleitung                                       Für eine einfachere Navigation innerhalb einer Funktionsblockroutine unter-
                                                 teilen Sie die Routine in mehrere Blätter.
                                                      • Mithilfe der Seiten können Sie Ihre Funktionsblöcke einfacher anordnen
                                                        und auffinden. Die Blätter haben keinen Einfluss auf die Reihenfolge
                                                        bei der Ausführung der Funktionsblöcke.
                                                      • Wenn die Routine ausgeführt wird, werden alle Blätter ausgeführt.
                                                      • Verwenden Sie nach Möglichkeit ein Blatt pro Gerät (Motor, Ventil,
                                                        usw.).

                    BEISPIEL

                                  Motorsteuerungsroutine

                                      Blatt 1 von 4   Motor 1                      Blatt 2 von 4   Motor 2

                                      Blatt 3 von 4   Motor 3                      Blatt 4 von 4   Motor 4

7Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                    7
Funktionsblockdiagramm programmieren     Kapitel 1

Funktionsblockelemente                   Verwenden Sie zur Steuerung eines Geräts folgende Elemente:
auswählen
        Eingangsreferenz IREF                                                           Ausgangsreferenz OREF
           (Input Reference)         Funktionsblock                                       (Output Reference)

                                                                                                                    Ausgangs-
                                                                                                                    verbindungs-
                                                                                                                    punkt OCON
                                                                                                                    (Output Wire
                                                                                                                    Connector)

                                       Eingangsverbindungspunkt
                                                           ICON
                                           (Input Wire Connector)

                                         So wählen Sie Funktionsblockelemente aus:

      Sie möchten:                                                   Dann verwenden Sie eine:
      Bereitstellen eines Wertes über ein Eingangsgerät oder ein     Eingangsreferenz IREF
      Tag
      Senden eines Wertes an ein Ausgangsgerät oder ein Tag          Ausgangsreferenz OREF
      Durchführen eines Vorgangs an einem Eingangswert oder          Funktionsblock
      mehreren Werten und Erzeugen eines Ausgangswertes oder
      mehrerer Werte
      Übertragen von Dateien zwischen Funktionsblöcken, wenn sich Ausgangsverbindungspunkt (OCON) und Eingangsverbindungs-
      diese                                                       punkt (ICON)
      • weit voneinander entfernt auf demselben Blatt befinden
      • auf unterschiedlichen Blättern innerhalb derselben Routine
        befinden.
      Verteilen von Daten an mehrere Punkte der Routine              Einen Ausgangsverbindungspunkt (OCON) und mehrere Ein-
                                                                     gangsverbindungspunkte (ICON)

Tag-Namen für ein Element                Jeder Funktionsblock verwendet ein Tag, um Konfigurations- und Statusinfor-
                                         mationen zum Befehl zu speichern.
auswählen

8                                                                                            Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                                        • Wenn Sie einen Funktionsblockbefehl erstellen, generiert die RSLogix
                                                          5000-Software automatisch ein Tag für den Block. Sie können dieses
                                                          Tag übernehmen, umbenennen oder ein anderes Tag zuordnen.
                                                        • Bei IREFs und OREFs müssen Sie ein Tag erstellen oder ein vorhan-
                                                          denes Tag zuordnen.

                                           Element                                             Erforderliche Angabe
                                           Tag                                                 tag_name
                                           Bit-Nummer eines größeren Datentyps                 tag_name.bit_number
                                           Glied einer Struktur                                tag_name.member_name
                                           Element eines eindimensionalen Datenfelds           tag_name[x]
                                           Element eines zweidimensionalen Datenfelds          tag_name[x,y]
                                           Element eines dreidimensionalen Datenfelds          tag_name[x,y,z]
                                           Element eines Datenfelds innerhalb einer Struktur   tag_name.member_name[x]
                                           Glied eines Elements innerhalb eines Datenfelds     tag_name[x,y,z].member_name

                                                   Erläuterung:
                                                         x ist die Position des Elements in der ersten Dimension.
                                                         y ist die Position des Elements in der zweiten Dimension.
                                                         z ist die Position des Elements in der dritten Dimension.
                                                          Für eine Struktur innerhalb einer Struktur müssen Sie einen zusätzlichen
                                                          Gliednamen Glied_Name angeben.

                                    TIPP              E/A-Moduldaten werden asynchron zur Ausführung der Logik aktualisiert. Wenn
                                                      Sie einen Eingang in Ihrer Logik mehrfach referenzieren, kann der Eingang den
                                                      Zustand separater Referenzen ändern. Wenn der Eingang denselben Zustand für
                                                      alle Referenzen aufweisen soll, puffern Sie den Eingangswert, und referenzieren
                                                      Sie das gepufferte Tag.

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                            9
Funktionsblockdiagramm programmieren     Kapitel 1

Ausführungsreihenfolge                    Sie können die Ausführungsreihenfolge (Datenfluss) definieren, indem Sie
                                          Elemente miteinander verdrahten und ggf. Eingangsdrähte (Rückführungs-
definieren                                drähte) angeben. Die Position eines Blocks hat keinen Einfluss auf die Reihen-
                                          folge, in der der Block ausgeführt wird.

                                 Datenflüsse von Ausgangsstift zu Eingangsstift

                     Ausgangs-                Eingangs-          Ausgangs-       Eingangs-
                       stift          Draht      stift             stift   Draht    stift

     Drahtsymbole:
                       SINT-, INT-,
                       DINT- oder
                       REAL-Wert

                       BOOLESCHER
                       Wert (0 oder 1)

                                          Datenselbsthaltung

                                          Wenn Sie für die Festlegung von Eingangsdaten für einen Funktionsblock-
                                          befehl eine IREF verwenden, werden die in der IREF enthaltenen Daten für
                                          den Scan der Funktionsblockroutine zwischengespeichert. Die IREF speichert
                                          Daten aus Programmtags und Steuerungstags. Die Steuerung aktualisiert vor
                                          jedem Scan sämtliche IREF-Daten.

                                                          IREF

10                                                                                           Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                              In diesem Beispiel wird der Wert von TagA zu Beginn der Routineausführung
                                              gespeichert. Der gespeicherte Wert wird bei der Ausführung von Block_01
                                              verwendet. Derselbe gespeicherte Wert wird auch bei der Ausführung von
                                              Block_02 verwendet. Falls sich der Wert von TagA während der Routine-
                                              ausführung ändert, wird der gespeicherte Wert von TagA in der IREF bis
                                              zur nächsten Ausführung der Routine beibehalten.
                                                                                  Block_01

                                                                 TagA

                                                                                  Block_02

                                              Dieses Beispiel ist mit dem obigen identisch. Der Wert von TagA wird ein-
                                              malig zu Beginn der Routineausführung gespeichert. Die Routine verwendet
                                              während der Ausführung durchgängig diesen gespeicherten Wert.
                                                                                  Block_01

                                                                 TagA

                                                                                  Block_02

                                                                 TagA

                                              Ab Version 11 der RSLogix 5000-Software können Sie dasselbe Tag für meh-
                                              rere IREFs und eine OREF innerhalb derselben Routine verwenden. Da die
                                              Werte der Tags in den IREFs bei jedem Scan der Routine gespeichert werden,
                                              verwenden alle IREFs denselben Wert, auch wenn einer OREF während der
                                              Ausführung der Routine ein anderer Tag-Wert zugeordnet wird. Angenom-
                                              men, TagA hat einen Wert von 25,4, wenn die Routine mit der Ausführung des
                                              Scans beginnt, und Block_01 ändert den Wert von TagA auf 50,9. In diesem
                                              Fall würde die zweite, mit Block_02 verdrahtete, IREF weiterhin den Wert 25,4
                                              verwenden, wenn Block_02 den Scan ausführt. Bis zum Beginn des nächsten

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Funktionsblockdiagramm programmieren     Kapitel 1

     Scans würde der neue Wert für TagA von 50,9 von keiner der IREFs in dieser
     Routine verwendet werden.

     Reihenfolge der Ausführung

     Die RSLogix 5000-Programmiersoftware bestimmt die Ausführungsreihen-
     folge für die Funktionsblöcke einer Routine automatisch, wenn Sie
         • eine Funktionsblockroutine überprüfen
         • ein Projekt überprüfen, in dem eine Funktionsblockroutine enthalten ist
         • ein Projekt herunterladen, in dem eine Funktionsblockroutine enthalten
            ist.

     Sie können die Ausführungsreihenfolge definieren, indem Sie Funktionsblöcke
     miteinander verdrahten und ggf. den Datenfluss von Rückführungsdrähten
     angeben.

     Wenn die Funktionsblöcke nicht miteinander verdrahtet sind, spielt es keine
     Rolle, welcher Block zuerst ausgeführt wird. Zwischen den Blöcken findet kein
     Datenfluss statt.

     Wenn Sie die Blöcke der Reihe nach verdrahten, erfolgt die Ausführung vom
     Eingang zum Ausgang. Für die Eingänge eines Blocks müssen Daten verfüg-
     bar sein, damit die Steuerung diesen Block ausführen kann. Block 2 beispiels-
     weise muss vor Block 3 ausgeführt werden, da der Ausgang von Block 2 den
     Eingang von Block 3 speist.

                  1                    2                           3

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Kapitel 1      Funktionsblockdiagramm programmieren

                                                Die Ausführungsreihenfolge bezieht sich lediglich auf die miteinander ver-
                                                drahteten Blöcke. In diesem Beispiel sind die beiden Blockgruppen nicht mit-
                                                einander verdrahtet. Nur die Blöcke innerhalb der Gruppe werden in der
                                                Reihenfolge ausgeführt, die für die Blöcke innerhalb dieser Gruppe relevant
                                                ist.

                                                             1                   3                     5

                                                             2                   4                     6

                                                Regelkreis auflösen

                                                Um eine Rückführungsschleife um einen Block herum zu erstellen, müssen Sie
                                                einen Ausgangsstift des Blocks mit einem Eingangsstift desselben Blocks ver-
                                                drahten. Das Beispiel veranschaulicht dies. Der Regelkreis umfasst lediglich
                                                einen Block; die Ausführungsreihenfolge ist daher nicht relevant.

             Der Eingangsstift verwendet
            einen Ausgang, den der Block
                    beim vorherigen Scan
                             erzeugt hat.

                                                Wenn sich eine Gruppe von Blöcken in einem Regelkreis befindet, kann die
                                                Steuerung nicht bestimmen, welcher Block zuerst ausgeführt werden soll. Die
                                                Steuerung kann den Regelkreis nicht auflösen.

                                                              ?                      ?                  ?

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Funktionsblockdiagramm programmieren     Kapitel 1

                                            Um anzugeben, welcher Block zuerst ausgeführt werden soll, müssen Sie den
                                            Eingangsdraht durch den der Regelkreis erstellt wird (den Rückführungs-
                                            draht), durch die Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“ kennzeichnen. Im
                                            vorliegenden Beispiel verwendet Block 1 den Ausgang von Block 3, der bei der
                                            vorherigen Routineausführung erzeugt wurde.

                                                            1                         2                        3

     Der Eingangsstift verwendet
       den Ausgang, den Block 3
            beim vorherigen Scan
                     erzeugt hat.
                                                     Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“

                                            Durch die Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“ wird der Datenfluss
                                            innerhalb des Regelkreises definiert. Der Pfeil zeigt an, dass die Daten als Ein-
                                            gabe für den ersten Block des Regelkreises fungieren.

                                            Kennzeichnen Sie nicht alle Drähte eines Regelkreises mit der Anzeige „Ver-
                                            fügbare Daten heranziehen“.

                     Richtige Verwendung                                                  Falsche Verwendung

                      1                          2                                    ?                            ?

                                                                    Die Steuerung kann den Regelkreis nicht auflösen, weil alle Drähte
                                                                    des Regelkreises mit der Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“
              Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“                markiert wurden.

 Durch die Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“ wird der Daten-
 fluss innerhalb des Regelkreises definiert.

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Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                                  Datenflüsse zwischen zwei Blöcken auflösen

                                                  Bei Verwendung von zwei oder mehreren Drähten für die Verbindung zweier
                                                  Blöcke, müssen Sie für alle Drähte zwischen den beiden Blöcken dieselben
                                                  Datenflussanzeigen verwenden.

                       Richtige Verwendung                                              Falsche Verwendung

 Keiner der Drähte verwendet die Anzeige „Verfügbare Daten heran- Ein Draht verwendet die Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“,
 ziehen“.                                                         der andere nicht.

                                           Anzeige „Verfügbare
                                           Daten heranziehen“

 Beide Drähte verwenden die Anzeige „Verfügbare Daten heranzie-
 hen“.

                                                  Verzögerung um einen Scan erstellen

                                                  Wenn Sie zwischen zwei Blöcken eine Verzögerung um einen Scan erstellen
                                                  möchten, verwenden Sie die Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“. In die-
                                                  sem Beispiel wird Block 1 zuerst ausgeführt. Block 1 verwendet den Ausgang
                                                  von Block 2, der beim vorherigen Scan der Routine erzeugt wurde.

                                                                 2                  1

                                                                            Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                            15
Funktionsblockdiagramm programmieren     Kapitel 1

                            Zusammenfassung

                            Eine Funktionsblockroutine wird in der folgenden Reihenfolge ausgeführt:

                               1. Die Steuerung speichert alle Datenwerte in IREFs.

                              2. Die Steuerung führt die anderen Funktionsblöcke in der Reihenfolge
                                 aus, die sich aus ihrer Verdrahtung ergibt.

                              3. Die Steuerung schreibt Ausgänge in den OREFs.

Anschlüsse identifizieren   Genau wie Drähte übertragen auch Anschlüsse Daten von Ausgangsstift zu
                            Eingangsstift. Verwenden Sie in folgenden Fällen Anschlüsse:
                                • Die zu verbindenden Elemente befinden sich auf unterschiedlichen
                                  Seiten einer Routine.
                                • Andere Drähte oder Elemente können nur schwerlich mit einem Draht
                                  umgeben werden.
                                • Sie möchten Daten an mehrere Punkte der Routine verteilen.

                                                                                                Anschluss_A

                                                                         Daten

                                     Anschluss_A

                            Beachten Sie bei der Verwendung von Anschlüssen folgende Regeln:
                               • Für jeden OCON ist ein eindeutiger Name erforderlich.
                               • Für jeden OCON muss mindestens ein zugehöriger ICON vorhanden
                                 sein (z. B. ein gleichnamiger ICON).
                               • Mehrere ICONs können auf denselben OCON verweisen. Dadurch
                                 können Sie Daten an mehrere Punkte der Routine verteilen.

16                                                                       Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

Programm-/Bedienersteue-                      Mehrere Befehle unterstützen das Konzept der Programm-/Bedienersteue-
                                              rung. Dazu zählen folgende Befehle:
rung definieren                                   • Erweiterte Auswahl (ESEL)
                                                  • Gesamtwert (TOT)
                                                  • Erweiterter PID (PIDE)
                                                  • Anstieg/Sättigung (RMPS)
                                                  • Diskretes Gerät mit zwei Zuständen (D2SD)
                                                  • Diskretes Gerät mit drei Zuständen (D3SD)

                                              Mit der Programm-/Bedienersteuerung können Sie diese Befehle gleichzeitig
                                              sowohl über Ihr Anwenderprogramm als auch über das Bedienerschnittstel-
                                              len-Gerät steuern. In der Programmsteuerung wird der Befehl über die Pro-
                                              grammeingaben an den Befehl gesteuert, bei der Bedienersteuerung über die
                                              Bedienereingaben an den Befehl.

                                              Die Programm- bzw. Bedienersteuerung wird durch die Verwendung dieser
                                              Eingaben bestimmt.

                                               Eingabe                   Beschreibung
                                               .ProgProgReq              Programmanforderung zum Aufruf der Programmsteuerung
                                               .ProgOperReq              Programmanforderung zum Aufruf der Bedienersteuerung
                                               .OperProgReq              Bedieneranforderung zum Aufruf der Programmsteuerung
                                               .OperOperReq              Bedieneranforderung zum Aufruf der Bedienersteuerung

                                              Um zu bestimmen, ob es sich bei einem Befehl um einen Befehl der Pro-
                                              grammsteuerung oder der Bedienersteuerung handelt, überprüfen Sie den
                                              Wert „ProgOper“. Falls „ProgOper“ markiert ist, stammt der Befehl aus der
                                              Programmsteuerung. Falls „ProgOper“ nicht markiert ist, stammt der Befehl
                                              aus der Bedienersteuerung.

                                              Sind beide Eingabe-Request-Bits gesetzt, überschreibt die Bedienersteuerung
                                              die Programmsteuerung. Sind beispielsweise sowohl „ProgProgReq“ und
                                              „ProgOperReq“ gesetzt, wird der Befehl an die Bedienersteuerung ausgege-
                                              ben.

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                        17
Funktionsblockdiagramm programmieren             Kapitel 1

                                          Die Eingabeanforderungen des Programms haben Vorrang gegenüber den
                                          Eingabeanforderungen des Bedieners. Auf diese Weise können die Eingaben
                                          „ProgProgReq“ und „ProgOperReq“ dazu verwendet werden, um einen
                                          Befehl in einer bestimmten Steuerung zu „verriegeln“. Angenommen, ein
                                          TOT-Befehl soll stets in der Bedienersteuerung verwendet und das Ausführen
                                          oder Anhalten des Befehls grundsätzlich nicht über das Anwenderprogramm
                                          gesteuert werden. In diesem Fall können Sie einen literalen Wert von „1“ mit
                                          „ProgOperReq“ verdrahten. Der Bediener könnte dann den TOT-Befehl nicht
                                          über die Programmsteuerung ausführen, auch wenn er über das Bediener-
                                          schnittstellen-Gerät „OperProgReq“ setzt.

                                                                                                 Da die Eingabe „ProgOperReq“ immer
                                                                                                 gesetzt ist, hat das Betätigen der
                                                                                                 Schaltfläche „Program“ (Programm)
                                                                                                 auf der Faceplate (durch die die Ein-
                                                                                                 gabe „OperProgReg“ gesetzt wird)
                                                                                                 keine Wirkung. Normalerweise
                                                                                                 würde der TOT-Befehl durch Setzen
                                                                                                 der Eingabe „OperProgReq“ der Pro-
                                                                                                 grammsteuerung zugeordnet werden.
     Durch Verdrahten einer „1“ mit
     „ProgOperReq“ wird im Anwender-
     programm festgelegt, dass der
     TOT-Befehl ausschließlich über die
     Bedienersteuerung ausgeführt oder
     angehalten wird.

                                          Gleichermaßen kann ein Befehl durch Setzen von „ProgProgReq“ in der Pro-
                                          grammsteuerung „verriegelt“ werden. Dies bietet sich bei einer automatischen
                                          Startreihenfolge an, wenn Sie sicherstellen möchten, dass die Umsetzung des
                                          Befehls vom Programm gesteuert wird und ausschließen möchten, dass ein
                                          Bediener versehentlich die Steuerung des Befehls übernimmt. In diesem Bei-
                                          spiel wird „ProgProgReq“ während des Startens vom Programm gesetzt und
                                          nach Abschluss des Startvorgangs wieder gelöscht. Nach dem Löschen der
                                          Eingabe „ProgProgReq“ bleibt der Befehl so lange in der Programmsteue-
                                          rung, bis er eine Wechselanforderung erhält. Beispielsweise könnte ein Bedie-
                                          ner die Eingabe OperOperReq über eine Faceplate setzen, um die Steuerung

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Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                              des Befehls zu übernehmen. Das vorliegende Beispiel veranschaulicht die Ver-
                                              riegelung eines Befehls in der Programmsteuerung.

                                                    Wenn „StartupSequenceActive“
                                                    gesetzt ist, wird der PIDE-Befehl
                                                    der Programmsteuerung und
                                                    dem manuellen Modus zugeord-
                                                    net. Der Wert „StartupCV“ fun-
                                                    giert als Regelkreis-Ausgang.

                                              Anforderungseingaben des Bedieners an einen Befehl werden bei der Ausfüh-
                                              rung stets durch den Befehl gelöscht. Dadurch können die Bedienerschnittstel-
                                              len allein durch Setzen des gewünschten Modus-Request-Bits mit diesen
                                              Befehlen interagieren. Sie müssen die Bedienerschnittstelle nicht für das
                                              Zurücksetzen der Request-Bits programmieren. Wenn beispielsweise über eine
                                              Bedienerschnittstelle die Eingabe „OperAutoReq“ für einen PIDE-Befehl
                                              gesetzt wird, bestimmt der PIDE-Befehl während seiner Ausführung die
                                              geeignete Reaktion und löscht die Eingabe „OperAutoReq“.

                                              Anforderungseingaben des Programms werden in der Regel nicht durch den
                                              Befehl gelöscht, da sie im Allgemeinen als Eingaben mit dem Befehl verdrah-
                                              tet sind. Falls der Befehl diese Eingaben löschen sollte, würden diese einfach
                                              erneut durch die verdrahtete Eingabe gesetzt werden. In bestimmten Situati-
                                              onen bietet es sich an, eine andere Logik zu verwenden und die Programman-
                                              forderungen so zu setzen, dass sie vom Befehl gelöscht werden. In diesem Fall
                                              können Sie die Eingabe „ProgValueReset“ verwenden. Der Befehl löscht dann
                                              grundsätzlich die Anforderungseingaben des Programms bei der Befehlsaus-
                                              führung.

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                  19
Funktionsblockdiagramm programmieren       Kapitel 1

                               In diesem Beispiel wird ein Strompfad mit Kontaktplanlogik einer anderen
                               Routine verwendet, um durch Betätigen einer Drucktaste einmalig die Eingabe
                               „ProgAutoReq“ für einen PIDE-Befehl zu setzen. Da der PIDE-Befehl die
                               Anforderungen des Programmmodus automatisch löscht, müssen Sie keine
                               Kontaktplanlogik erstellen, um die Eingabe „ProgAutoReq“ nach dem Aus-
                               führen der Routine zu löschen. Der PIDE-Befehl erhält nur eine Anforderung,
                               nämlich in „Auto“ zu wechseln, sobald die Drucktaste betätigt wird.

                   Bei Betätigung der Drucktaste „TIC101AutoReq“ wird einmalig die Eingabe „ProgAutoReq“ für den PIDE-Befehl
                   „TIC101“ gesetzt. TIC101 wurde bei gesetzter Eingabe „ProgValueReset“ konfiguriert, d. h. wenn der
                   PIDE-Befehl ausgeführt wird, wird die Eingabe „ProgAutoReq“ automatisch gelöscht.

Blatt hinzufügen               So fügen Sie ein Blatt zu einer Funktionsblockroutine hinzu:

                                   1. Klicken Sie auf das Symbol                .

                                   2. Geben Sie eine Beschreibung des Blattes ein (bis zu 50 Zeichen).

Funktionsblockelement          Über die Symbolleiste „Language Element“ (Sprachelement) können Sie einen
                               Funktionsblock zu einer Routine hinzufügen.
hinzufügen                          IREF    OREF ICON OCON                          Funktionsblöcke

                                                                             Sonstige Funktionsblöcke

20                                                                                      Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                              So fügen Sie ein Element hinzu:

                                                    1. Klicken Sie in der Symbolleiste „Language Element“ (Sprachelement)
                                                       auf die Schaltfläche für das hinzuzufügende Element.

                                                    2. Ziehen Sie das Element an die gewünschte Position.

                                              Sie können auch die Schaltfläche für das Element direkt an die gewünschte
                                              Position ziehen.

Textfeld erstellen                            Mithilfe eines Textfelds können Sie Anmerkungen hinzufügen, um die
                                              Funktion eines FBD-Elements zu verdeutlichen, z. B. eines Blocks, einer
                                              Referenz oder eines Anschlusses. Textfelder werden lediglich off-line in
                                              der ACD-Projekt-File gespeichert. Textfelder werden nicht in den Speicher
                                              der Steuerung heruntergeladen.

                                              Sie können Textfelder auch für die Erfassung von Informationen zur späteren
                                              Verwendung nutzen, wie in diesem Beispiel dargestellt:

                                                    1. Klicken Sie auf das Symbol       .

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                    21
Funktionsblockdiagramm programmieren        Kapitel 1

           Ein Textfeld wird angezeigt.

        2. Ziehen Sie das Textfeld in die Nähe des Elements, auf das es sich
           bezieht.
        3. Doppelklicken Sie auf das Textfeld, und geben Sie den gewünschten
           Text ein.
        4. Drücken Sie anschließend die Tastenkombination
           [Strg] + [Eingabetaste].
        5. Für das Verschieben des Elements auf dem FBD können Sie das Text-
           feld wie folgt konfigurieren:

            Gewünschtes Verhalten des Textfelds           Erforderliche Aktion
            Das Textfeld soll an der jetzigen Position    Keine Aktion erforderlich. Sie sind
            bleiben.                                      fertig.
            Das Textfeld soll zusammen mit dem            Fahren Sie fort mit Schritt 6.
            zugehörigen Element verschoben werden.

                                   B

                                                   A

           Grüner Punkt

        6. Klicken Sie im Textfeld auf das Symbol mit der Pinnwandnadel, und kli-
           cken Sie anschließend auf das FBD-Element, an das Sie das Textfeld
           anhängen möchten.

           Der grüne Punkt zeigt einen gültigen Verbindungspunkt an.

     Sprachenwechsel

     In Version 17 der RSLogix 5000-Software haben Sie die Möglichkeit, die Pro-
     jektdokumentation, wie Tag-Beschreibungen und Strompfadkommentare, in
     einer vom System unterstützten, lokalisierten Sprache anzuzeigen. Sie können
     die Projektdokumentation in mehreren Sprachen in einer einzigen Projekt-File
     ablegen und müssen nicht für jede Sprache eine separate Projekt-File anlegen.
     Sie können die lokalisierten Sprachen definieren, die das Projekt unterstützen
     soll, sowie die aktuelle Sprache, die Standardsprache und eine optionale, spezi-
     fische, lokalisierte Sprache einstellen. Die Software verwendet die Standard-
     sprache, wenn in der aktuellen Sprache für eine bestimmte Komponente des
     Projekts kein Inhalt vorhanden ist. Sie können jedoch eine spezifische Sprache
     verwenden, um die Dokumentation auf einen bestimmten Projekt-File-Benut-
     zertyp anzupassen.

22                                                        Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                              Geben Sie die lokalisierten Beschreibungen in Ihr RSLogix 5000-Projekt ein.
                                              Dies können Sie entweder im Rahmen der Sprachprogrammierung tun oder
                                              indem Sie das Dienstprogramm zum Importieren und Exportieren verwenden
                                              und die Dokumentation zunächst off-line übersetzen und anschließend wieder
                                              in das Projekt importieren. Wenn Sie das Merkmal Sprachenwechsel in Ihrer
                                              RSLogix 5000-Software aktiviert haben, können Sie bei der Verwendung der
                                              Software dynamisch zwischen den Sprachen wechseln.
                                              Folgende Projektdokumentationen unterstützen mehrere Übersetzungen
                                              innerhalb eines Projekts:

                                                     • Komponentenbeschreibungen in Tags, Routinen, Programmen, benut-
                                                       zerdefinierten Datentypen und Add-On-Befehlen
                                                     • Betriebsmittel-Grundfunktionen.
                                                     • Trends
                                                     • Steuerungen
                                                     • Alarmnachrichten (in den Konfigurationen ALARM_ANALOG und
                                                       ALARM_DIGITAL)
                                                     • Tasks
                                                     • Eigenschaftenbeschreibungen für Module im Controller Organizer
                                                       (Steuerungsorganisator)
                                                     • Strompfadkommentare, Textfelder für sequenzielle Funktionsdia-
                                                       gramme und Funktionsblockdiagramme
                                              Weitere Informationen zur Aktivierung eines Projekts für die Mehrspra-
                                              chenunterstützung der Projektdokumentation finden Sie in der Online-Hilfe.

Verbindung von Elementen Stifte einblenden und ausblenden
                                              Wenn Sie einen Funktionsblockbefehl hinzufügen, wird der Block mit einem
                                              Stiftsatz für die Standard-Parameter angezeigt. Die übrigen Stifte sind ausge-
                                              blendet. So können Sie Stifte ein- und ausblenden:

                                                    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche        des Blocks.
                                                    2. Deaktivieren oder aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Vis“ des Stifts:

                                                        Sie möchten:                      Erforderliche Aktion
                                                        Stift ausblenden                  Kontrollkästchen „Vis“ des Stifts deaktivieren
                                                        Stift einblenden                  Kontrollkästchen „Vis“ des Stifts aktivieren

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                                 23
Funktionsblockdiagramm programmieren       Kapitel 1

                                 3. Klicken Sie auf OK.

                               Elemente miteinander verdrahten

                               Um zwei Elemente miteinander zu verdrahten (zu verbinden), klicken Sie auf
                               den Ausgangsstift des ersten Elements und dann auf den Eingangsstift des
                               zweiten Elements. Der grüne Punkt zeigt einen gültigen Verbindungspunkt an.

                                                               A            B

                                                Grüner Punkt

                               Draht mit der Anzeige „Verfügbare Daten heranziehen“
                               kennzeichnen

                               Um einen Draht als Eingang zu definieren, klicken Sie mit der rechten Maus-
                               taste auf den Draht, und wählen Sie „Verfügbare Daten heranziehen“ aus.
                                            1                      2                          3

               Eingangsdraht

Tag zuordnen                   Neues Tag erstellen und zuordnen

                                  1. Doppelklicken Sie in den Operandenbereich.

                                 2. Geben Sie einen Namen für das Tag ein, und drücken Sie die [Eingabe-
                                    taste].

                                 3. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Tag-Namen, und wählen
                                    Sie „New tag_name“ (Neuer Tag-Name) aus.

24                                                                              Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                                    4. Klicken Sie auf die Schaltfläche   .

                                                    5. Wählen Sie den Datentyp für das Tag aus.

                                                    6. Falls es sich bei dem Tag um ein Datenfeld handelt, geben Sie die
                                                       Anzahl der Elemente in jeder Dimension ein.

                                                    7. Klicken Sie auf OK.

                                                    8. Wählen Sie den Scope für das Tag aus.

                                                    9. Klicken Sie auf OK.

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                   25
Funktionsblockdiagramm programmieren       Kapitel 1

                      Vorhandenes Tag zuordnen

      Block_01           1. Doppelklicken Sie in den Operandenbereich.

                        2. Klicken Sie auf das Symbol >.

                        3. Wählen Sie das Tag aus.

                             Gewünschte Auswahl:          Erforderliche Aktion:
                             Tag                          Doppelklicken Sie auf den Tag-Namen.
                             Bit-Nummer                   A. Klicken Sie auf den Tag-Namen.

                                                          B. Klicken Sie rechts neben dem Tag-Namen auf das
                                                             Symbol >.

                                                          C. Klicken Sie auf das erforderliche Bit.

                        4. Drücken Sie die [Eingabetaste], oder klicken Sie in einen anderen
                           Diagrammbereich.

Unmittelbaren Wert    Wenn Sie einem Eingangsparameter anstelle eines Tag-Werts einen konstanten
                      Wert zuordnen möchten, stehen Ihnen folgende Optionen zur Verfügung:
zuordnen (konstant)
                      Sie möchten:                                            Erforderliche Aktion
                      Wert auf dem Diagramm und auf Berichten sichtbar        IREF verwenden
                      machen
                      Wert online ändern, ohne die Routine zu bearbeiten      Wert in das Tag eines Blocks ein-
                                                                              geben

                      IREF verwenden

                         1. Fügen Sie eine IREF hinzu.

                        2. Verdrahten Sie die IREF mit dem Eingangsstift, der den Wert erhalten
                           soll.

                                     3.

                        3. Doppelklicken Sie in den Operandenbereich der IREF.

                        4. Geben Sie den Wert ein, und drücken Sie die [Eingabetaste].

26                                                                         Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

                                              Wert in das Tag eines Blocks eingeben

                                              So ordnen Sie einem Parameter einen Wert zu, wenn ein Draht mit dem zuge-
                                              hörigen Stift verbunden ist:

                                                    1. Klicken Sie auf die Schaltfläche     des Blocks.

                                                    2. Geben Sie den Wert ein.

                                                    3. Klicken Sie auf OK.

Blöcke mit einem OCON                         Mithilfe eines OCONs bzw. ICONs können Sie Daten seitenübergreifend
                                              oder in komplexen Verdrahtungskonstellationen übertragen:
und einem ICON verbinden
                                                                 ICON OCON

                                              OCON hinzufügen

                                                    1. Fügen Sie einen Ausgangsverbindungspunkt (OCON) hinzu, und plat-
                                                       zieren Sie ihn in die Nähe des Ausgangsstifts, der den Wert bereitstellt.

                                                    2. Verdrahten Sie den OCON mit dem Ausgangsstift.

                                                    3. Doppelklicken Sie in den Operandenbereich des OCON.

                                                    4. Geben Sie einen Namen für den Anschluss ein, und drücken Sie die
                                                       [Eingabetaste].

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008                                                                                       27
Funktionsblockdiagramm programmieren     Kapitel 1

                     ICON hinzufügen

                        1. Fügen Sie einen Eingangsverbindungspunkt (ICON) hinzu, und platzie-
                           ren Sie ihn in die Nähe des Eingangsstifts, der den Wert vom zugehö-
                           rigen OCON erhalten soll.

                       2. Verdrahten Sie den ICON mit dem Eingangsstift.

                       3. Doppelklicken Sie in den Operandenbereich des ICON.

                       4. Wählen Sie den Namen des OCON aus, der den Wert für diesen
                          Anschluss bereitstellt, und klicken Sie anschließend in einen leeren
                          Diagrammbereich.

Routine überprüfen   Bei der Programmierung Ihrer Routine sollten Sie Ihre Arbeit regelmäßig
                     überprüfen:

                        1. Klicken Sie in der obersten Symbolleiste des RSLogix 5000-Fensters
                           auf das Symbol      .

                       2. Gehen Sie wie folgt vor, wenn im unteren Bereich des Fensters Fehler
                          aufgeführt werden:
                          a. Navigieren Sie zum ersten Fehler bzw. zur ersten Warnung, und
                             drücken Sie auf [F4].
                          b. Korrigieren Sie den Fehler gemäß der Beschreibung im Ergebnis-
                             fenster.
                          c. Fahren Sie fort mit Schritt 1.

                       3. Drücken Sie die Tastenkombination [Alt] + [1], um das Ergebnisfenster
                          zu schließen.

28                                                                 Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008
Kapitel 1    Funktionsblockdiagramm programmieren

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008            29
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                                                   Your comments on our technical publications will help us serve you better in the future.
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                                                   RADocumentComments@ra.rockwell.com.

Pub. Title/Type Logix5000 Controllers Function Block Diagram

Cat. No.         1756 ControlLogix, 1769 Pub. No.     1756-PM009B-EN-P         Pub. Date July 2008                   Part No.
                 CompactLogix, 1789
                 SoftLogix, 1794 FlexLogix,
                 PowerFlex 700S with
                 DriveLogix

Please complete the sections below. Where applicable, rank the feature (1=needs improvement, 2=satisfactory, and 3=outstanding).
    Overall Usefulness           1   2     3         How can we make this publication more useful for you?

                                 1   2     3         Can we add more information to help you?
        Completeness
  (all necessary information                               procedure/step                illustration            feature
          is provided)
                                                           example                       guideline               other
                                                           explanation                   definition

   Technical Accuracy            1   2     3         Can we be more accurate?
  (all provided information
          is correct)                                      text                          illustration

            Clarity           1      2     3         How can we make things clearer?
 (all provided information is
      easy to understand)

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                                                                                         ___Yes, please email me at _______________________
                                                                                         ___Yes, please contact me via _____________________
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                       Fax: 440-646-3525       Email: RADocumentComments@ra.rockwell.com

Publikation CIG-CO521D-DE-P- Juli 2007
HIER BEFESTIGEN (NICHT ZUSAMMENHEFTEN)

Sonstige Anmerkungen

                                                                                                          DIESEN ABSCHNITT ABTRENNEN
                                                   HIER KNICKEN

                                                                                         PORTO ZAHLT
                                                                                         EMPFÄNGER
                                                                                       (NUR IN DEN USA)

                       BUSINESS REPLY MAIL
                       FIRST-CLASS MAIL PERMIT NO. 18235 CLEVELAND OH

                       POSTAGE WILL BE PAID BY THE ADDRESSEE

                       1 ALLEN-BRADLEY DR
                       MAYFIELD HEIGHTS OH 44124-9705
Kundendienst von                                   Rockwell Automation bietet Ihnen über das Internet Unterstützung bei der Verwen-
                                                   dung unserer Produkte. Unter http://support.rockwellautomation.com finden Sie
Rockwell Automation                                technische Handbücher, eine Wissensdatenbank mit Antworten auf häufig gestellte
                                                   Fragen, technische Hinweise und Applikationsbeispiele, Beispielcode und Links zu
                                                   Software-Servicepaketen. Zudem finden Sie dort die Funktion „MySupport”, über die
                                                   Sie diese Werkzeuge individuell an Ihre Anforderungen anpassen können.

                                                   Zusätzlichen telefonischen Support für die Installation, Konfiguration und Fehlerbe-
                                                   hebung erhalten Sie über unsere TechConnect-Supportprogramme. Wenn Sie weitere
                                                   Informationen wünschen, wenden Sie sich an den für Sie zuständigen Distributor oder
                                                   Ihren Rockwell Automation-Vertreter. Sie können uns auch gerne auf unserer Website
                                                   http://support.rockwellautomation.com besuchen.

                                                   Unterstützung bei der Installation

                                                   Wenn innerhalb von 24 Stunden nach der Installation Probleme auftreten, lesen Sie
                                                   bitte noch einmal die entsprechenden Informationen in diesem Handbuch. Über eine
                                                   spezielle Kundendienstnummer erhalten Sie Unterstützung bei der Einrichtung und
                                                   Inbetriebnahme Ihres Produkts:

                                                    USA               +1 440 646 3434
                                                                      Montag bis Freitag, 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr EST
                                                    Außerhalb der     Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur technischen Unterstützung an
                                                    USA               Ihren lokalen Rockwell Automation-Vertreter.

                                                   Rückgabeverfahren bei neuen Produkten

                                                   Rockwell Automation testet alle seine Produkte, um sicherzustellen, dass sie beim Ver-
                                                   lassen des Werks voll funktionsfähig sind. Sollte Ihr Produkt dennoch nicht ordnungs-
                                                   gemäß funktionieren und zurückgesendet werden müssen, gehen Sie wie folgt vor:

                                                    Vereinigte        Wenden Sie sich an Ihren Distributor. Sie müssen Ihrem Distributor
                                                    Staaten           eine Kundendienst-Bearbeitungsnummer nennen (diese erhalten Sie
                                                                      über die oben genannte Telefonnummer), damit das Rückgabeverfah-
                                                                      ren abgewickelt werden kann.
                                                    Außerhalb der     Wenden Sie sich bei Fragen zum Rückgabevorgang an den für Sie
                                                    USA               zuständigen Vertreter von Rockwell Automation.

                                                                                                                                         backcover

Publikation 1756-PM009B-DE-P - Juli 2008 33
Ersetzt Publikation 1756-PM009A-DE-P - Juli 2007                                         Copyright © 2008 Rockwell Automation, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Printed in USA.
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