Olympia Doping Klasse G6a - Klosterschulen Offenburg

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Olympia Doping Klasse G6a - Klosterschulen Offenburg
Olympia
                                     Doping
Klasse G6a
Karolina Schulz - Samantha Wurth -
Ornesa Bytyqi - Lara Sauer
Olympia Doping Klasse G6a - Klosterschulen Offenburg
Geschichte des Dopings
Unerlaubte Substanzen zur Leistungssteigerung und physischen kraft sind nichts Neues. Von den
Olympischen Spielen der Antike über die Inka-Kultur bis hin zum staatlich verordnetem Doping totalitärer Systeme im
20. Jahrhundert: Die Geschichte des Dopings hat eine jahrtausendelange Geschichte hinter sich. Die
doping stoffe wurden am anfang für das Militär entwickelt .
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Leistungssteigerung im Altertum

Schon die Olympiateilnehmer der Antike kannten einige Mittel zur
Leistungssteigerung. Um die Kraft vor Wettkämpfen zu steigern, nahmen viele
Athleten nur bestimmte Nahrungsmittel zu sich: Stierblut, Alkohol, Stierhoden oder
Atropin, ein Wirkstoff aus der Alraunwurzel, waren beliebte frühe Dopingmittel.

Andere Stimulanzien tauchten erstmals bei den Berserkern der nordischen
Mythologie auf: Aus Fliegenpilzen gewannen sie die Droge Bufotenin, die angeblich
eine Steigerung der Kampfkraft um das Zwölffache bewirkte. Griechen und Römer
griffen zu Mohn und Opium zu.
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Die Methoden der Inka
Auch aus dem süd- und mittelamerikanischen Raum ist eine Vorstufe des Dopings
bekannt. Etwa um 1500 nutzen die Inka stimulierende Mittel, um Höchstleistungen zu
vollbringen. Sie tranken Mate-Tee und Kaffee und kauten Koka-Blätter, um so ihre
Laufleistungen zu steigern.

Der Legende nach sollen die Inka die 1750 Kilometer lange Strecke von ihrer Hauptstadt
Cuzco nach Quito in Ecuador in fünf Tagen bewältigt haben – und das vor allem deshalb,
weil sie beim Rennen Kokablätter gekaut wurden.

Tatsächlich wirkt das Kauen von Koka-Blättern stimulierend. Bei solch einer Laufleistung
hätten die Inka allerdings über fünf Tage einen Schnitt von 15 Kilometern pro Stunde
halten müssen. Das war und ist physiologisch unmöglich.
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Farm von Kokablättern
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Doping im Pferdesport

Um die Schnelligkeit ihrer Pferde zu steigern, verabreichten schon römische Wagenlenker den Tieren
ein Gemisch aus Honig und Wasser. Mitte des 17. Jahrhunderts wird das Doping von Pferden zum
ersten Mal in einem öffentlichen Dekret einer englischen Kleinstadt erwähnt.

In dieser Zeit stand allerdings das leistungsmindernde Doping im Vordergrund. Das heißt, man
vergiftete die Pferde, zum Beispiel mit Arsen, und setzte sein Geld dann auf einen Konkurrenten. Da
man die illegalen Substanzen aber noch nicht nachweisen konnte, wurde erst 1812 ein Dopingfall
entdeckt – weil man den Täter auf frischer Tat ertappte.

Erst mit den Fortschritten der pharmazeutischen Industrie gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde im
Pferdesport das leistungssteigernde Doping ein Thema. 1910 wurde in Österreich erstmals das Doping
bei Pferden nachgewiesen: Im Pferdespeichel wurden Spuren von Alkaloiden entdeckt.

Durch seine konsequente Anwendung und Verbreitung hat Pferdedoping ebenso entscheidende wie
zweifelhafte Schrittmacherdienste für das Doping beim menschlichen Sportler geleistet.
Erste Dopingtote

Bereitsim 16. Jahrhundert erreichten die ersten koffeinhaltigen Drogen Europa, und auch Kaffee gab es schon.
Beweise für Doping im Sport finden sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit
war es bei Radrennfahrern gang und gäbe, die Leistung durch die "schnelle Pulle" zwischendurch zu steigern.

Der Begriff "schnelle Pulle" meint eine Trinkflasche, die dem Radrennfahrer von seinem Betreuer auf der
Strecke gereicht wurde – und deren Inhalt mitunter aus waghalsigen Mischungen bestand.

Manche Fahrer bevorzugten Mischungen auf Koffeinbasis, andere setzten auf einen Mix aus alkoholhaltigen
Getränken – und insbesondere die Sprinter bauten auf Nitroglycerin.

1886 gab es den ersten Dopingtoten im Radsport: Beim Rennen Bordeaux-Paris starb der Engländer Linton an
einer Überdosis Trimethyl. Der erste olympische Dopingtote wurde 1960 beklagt. Bei den Spielen in Rom fiel der
Däne Knud Enemark Jensen vom Rad und starb. Wie sich im Nachhinein herausstellte, war er mit Amphetaminen
gedopt.
Der erste Dopingtote

Der erste deutsche Sportler, der nachweislich an den Folgen von Doping starb, war der Boxer Jupp Elze. Auch
wenn er seine fatalen Gehirnverletzungen im Ring bei der Ausübung seines Berufes erlitt: Jupp Elze war kein
Opfer des Boxens, sondern ein Opfer des Dopings.

Am 12. Juni 1968 kämpfte Jupp Elze gegen Titelverteidiger Carlos Duran um die Europameisterschaft im
Mittelgewicht. In der 15. und letzten Runde traf Duran Elze am Hinterkopf, der Deutsche sackte bewusstlos
zusammen. Nach acht Tagen im Koma starb Elze an einer Gehirnblutung.

Die Obduktion ergab, dass er mit verschiedenen Substanzen gedopt war, darunter mit dem Aufputschmittel
Pervitin. Ohne Doping Einfluss hätte Elze aller Wahrscheinlichkeit vorzeitig wegen Erschöpfung aufgeben
müssen – und hätte so zumindest diesen Kampf überlebt.

So aber erlangte Jupp Elze traurige Berühmtheit: Er war der erste deutsche Sportler, der nachweislich an den
Folgen von Doping starb.
Doping im Arbeiter- und Bauernstaat

verbotenen leistungssteigernden Mitteln wird in beinahe allen Staaten dieser Welt
gegriffen, auch in Deutschland. Doch es handelt sich meist um "individuelles" Doping,
für das der einzelne Sportler die Verantwortung trägt.

Anders war das im Sportsystem der DDR. In keinem anderen Land wurde der Sport so
eindeutig im politischen Sinne instrumentalisiert. "Siege des Sports sind Siege des
Sozialismus", war die Devise.

Sportler waren "Diplomaten in blauen Trainingsanzügen", die der ganzen Welt beweisen
sollten, wie erfolgreich das sozialistische System funktionierte.
Doping bei Minderjährigen

Die Studie, die mit Mitteln des Bundesinstituts für Sportwissenschaft gefördert wurde, sollte
den Umgang mit Doping in Westdeutschland in den Fokus rücken. Die Dopinggeschichte der
DDR wurde regelmäßig in den Medien thematisiert und auch wissenschaftlich untersucht.

Dass Dopingmittel auch bei Spitzenathleten der Bundesrepublik systematisch zum Einsatz
kamen, sei grundsätzlich keine neue Erkenntnis, meint der Sportmediziner und Doping
Experte Perikles Simon von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Fachleute hätten davon schon länger gewusst. Dennoch lobt er die Studie, denn sie habe die
Forschungslage zum Thema sehr gut zusammengefasst: "eine Sisyphusarbeit". Einer breiten
Öffentlichkeit dürften die Erkenntnisse möglicherweise dennoch nicht bekannt sein.
Amphetamine in Schokolade

Welche Mittel kamen zum Einsatz, mit welchem Ziel? Fußballspieler nahmen beispielsweise
Amphetamine zu sich – und zwar um das Jahr 1950 herum in Form der sogenannten
"Kampfflieger-Schokolade".

Diese enthielt den Wirkstoff Methamphetamin, der früher unter dem Namen Pervitin
gehandelt wurde. Er wirkt euphorisierend und aufputschend und ist heute in der Droge
Crystal Meth enthalten.

Pervitin wurde bereits im Zweiten Weltkrieg systematisch und millionenfach eingesetzt, unter
anderem in Form der "Panzerschokolade". Sie sollte Piloten und Soldaten über Tage hinweg
wachhalten, ihre Leistungsfähigkeit steigern und ihre Angst mildern.
Olympia
                       Doping und Fails
•Mexiko-Stadt 1968 waren die ersten Spiele, bei denen das IOC
Dopingtests durchführte. Die ersten, die ihre Trophäen wieder
hergeben mussten, waren die Mitglieder des schwedischen Teams
im Modernen Fünfkampf.
Olympia
                   Doping und Fails

•Auch Deutschland taucht auf. Die Mannschaft im
Springreiten musste sich 2004 von Gold trennen, weil das
Pferd des Fahnenträgers Ludger Beerbaum unerlaubt
medikamentiert worden war. 2000 fand man beim
siegreichen Ringer Alexander Leipold Nandrolon im Urin. Die
DDR dopte indessen so clever, ihre Medaillen sind alle noch
gültig.
Olympia
                  Doping und Fails

        Weg vom roten Teppich !
Der Medaillenspiegel der Schande: 119 Gold, Silber
und Bronze wurden schon wegen nachgewiesenem
Doping aberkannt
Statistik
der Aberkannten Medaillen
Quellen und Zeitangaben

●   Neue Antidoping- und Medikationsregeln ab 1. Januar 2021 - EWU

●   https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Findex

●   https://www.swr.de/

●   https://mein-durchblick.de/doping-im-alltag/
Wir bedanken uns herzlich für eure Aufmerksamkeit und bitten um
Verständnis, wenn irgendwelche Fehler aufgetreten sind.
Diese Präsentation wurde von Schülerinnen der Klasse G6a aus der
Klosterschule erstellt.

Karolina Schulz - Samantha Wurth - Ornesa Bytyqi - Lara Sauer
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