Transformation als Betriebsrat aktiv mitgestalten
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IMU Institut GmbH Transformation als Betriebsrat aktiv mitgestalten - ein betriebliches Beispiel aus der Automobilzulieferindustrie Transformationskongress der IG Metall 30-31.10.2018 Bonn Dr. Martin Schwarz-Kocher IMU Institut GmbH Telefon (0711) 23 70 5-22 Büro Stuttgart Telefax (0711) 23 70 5-11 Hasenbergstraße 49 E-Mail: mschwarz-kocher@imu-institut.de 70176 Stuttgart www.imu-institut.de
IMU Institut GmbH
Drei wesentliche Herausforderungen für die Transformation der
Automobilzulieferindustrie (AZI)
Management Betriebsrat
Rolle der Ausbau LCC Standorte
deutschen - Upgrade MOE sichern
Werke im ▪Innovationsrolle
- Management
internationalen
Netzwerk ▪Leitwerk
Netzwerk
E-Mobility Produkt- Standort-
▪ Batterie Transformation Transformation
▪ Entwicklung ▪ Kompetenzen
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▪ Leichtbau
▪ HS-Elektronik ▪ Akquisition ▪ Neue Produkte
Digitalisierung Prozess Qualität der
• Industrie 4.0 excellence Arbeit
• Digitales Büro • Synchronität • belastungsarm
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• Agilität • lernförderlich
Ziel: Ziel:
Rentabilität BeschäftigungIMU Institut GmbH
BR-Gestaltungsziele im
E-Mobility-Transformationsprozess
I. Eine gute Unternehmensstrategie ist wichtige Voraussetzung für den Erhalt
von Beschäftigung im E-Mobilitäts-Transformationsprozess!
II. Nicht jede gute Unternehmensstrategie ist eine gute Standortstrategie!
➢ Wenn alle Verbrennungsmotor-Standorte bis zum Schluss genutzt und dann
geschlossen werden.
➢ Wenn die neuen Kompetenzen durch internationale Firmenkäufe beschafft und
nicht an den bestehenden Standorten genutzt werden.
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III. Beschäftigungssicherung in Deutschland heißt immer auch nachhaltige
Entwicklung der bestehenden (Produktions-)Standorte!
➢ Neue Produkte müssen an den Standorten der Verbrenner-Standorte gefertigt
werden.
Deshalb muss die Unternehmensstrategie durch intelligente Standortsstrategien
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ergänz werden! Das wird ohne die aktive Gestaltungspolitik der Betriebsräte (und
engagierter Werksmanager) nicht gelingen.IMU Institut GmbH
Konzernstrategie und Standortstrategie
im Transformationsprozess
Was ist eine nachhaltige Standortstrategie im Transformationsprozess?
Die Forderung nach Zukunftsprodukten geht jetzt noch oft ins Leere:
➢ Zukunftsprodukte oft noch nicht bekannt.
➢ Über die Verteilung der Zukunftsprodukte entscheidet der Markt.
Jetzt Standortkompetenzen auf Zukunftsanforderungen weiterentwickeln!
➢ Passende Standortkompetenzen erhöhen Chancen auf neue Produkte und
Beschäftigung.
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Eine solche Standortstrategie verbessert auch die Unternehmensstrategie:
• Wettbewerbsvorteile ergeben sich in der Differenz zu den anderen Anbietern
und nicht durch deren Kopie.
• Konzern-Lösungen müssen aus Konzern-Kompetenzen entwickelt werden.
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• Die Innovationskraft der Zulieferer basiert auf deren Produktionswissen!IMU Institut GmbH
Betriebliches Beispiel - Ausgangslage
Automobilzulieferer (Stiftungsunternehmen):
■ Weltweit ca. 70.000 Beschäftigte, davon ca. 7.000 in Deutschland.
■ ca. 20 deutschen Standorten.
■ Mehr als 80% der deutschen Standorte vom Antriebsstrang
(Verbrennungsmotor) abhängig.
Unternehmensstrategie:
■ Portfolio-Transformation durch Zukauf von E-Mobility-Kompetenz.
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■ Akquisition eines E-Motor-Hersteller aus MOE (2.000 Beschäftigte) und eines
Elektronik-Herstellers aus WE.
IG Metall Strategie:
■ Im Aufsichtsrat wurde reklamiert, dass auch die deutschen Standorte in die
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Elektromobilität geführt werden müssen.
■ Vorstand wurde beauftragt mit den Standortbetriebsräten Zukunftskonzepte für
alle deutschen Standorte zu entwickeln. (IMU-Institut als Berater)IMU Institut GmbH
Vorgehensmodell Zukunftskonzept Standortstrategie E-Mobility
Produkt-Stückzahlen 2030
I. Betroffenheitsanalyse 2030
Zuordnung zu Antriebssträngen
Produktportfolio DLR-Szenarien
(Konv., Hybrid, Elektro, Brennstoffzelle)
II. Standort-Kompetenzprofil
Eigenbild Fremdbild
III. Zukunftspotentiale
Potential- Interviews
Standortentwicklung
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workshops BU Experten
Zukunftstrends Neue Produkte u.
bestehender Anwendungen
Produkte E-Mobility
Zukunftstrends Anforderung
Fertigungs- Innovationsrolle
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technologie
Technologie
Arbeitskreis IV. Ableitung konkreter Interviews
Maßnahmen ext. ExpertenIMU Institut GmbH
Betroffenheitsanalyse I. Betroffenheitsanalyse 2030
- Herleitung Produktportfolio DLR-Szenarien
Link zwischen Basisszenario und E-Mobility-Szenarien DLR-Szenarien
Umsatzplanung Produkte, 2017-2022
(Basisszenario)
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Vergleich Produkt-Stückzahlen im Jahr 2030 „konventionell“ +
„extrem“ und Darstellung der Betroffenheit
Zuordnung zu Produktkategorien (A-D)
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Zuordnung zu Antriebssträngen
(Konv., Hybrid, Elektro, Brennstoffzelle)IMU Institut GmbH
Betroffenheitsanalyse I. Betroffenheitsanalyse 2030
Produktportfolio DLR-Szenarien
Betroffenheit des Delta 2030
Volume Fcst.2 Volume Scenario Scenario Scenario Delta 2022
Standortproduktportfolio 2017 2022 XXX 2025 XXX 2030 "GP" 2030 zu 2030
zu 2030
by Product
"GP"
■ Volumenänderung
bei linearer 1,23 0,98 1,12 1,12 0,70 0,14 -0,42
0,70 0,89 0,68 0,63 0,13 -0,26 -0,50
Betroffenheit der
0,04 0,01 0,01 0,01 0,00 0,00 -0,01
Marktentwicklung
0,66 0,88 0,67 0,62 0,13 -0,26 -0,49
■ Mittelfristplanung 0,60 0,75 0,82 0,85 0,85 0,10 0,00
plus Szenarien 0,04 0,03 0,04 0,04 0,04 0,01 0,00
■ Federführung DLR 0,37 0,29 0,34 0,35 0,35 0,06 0,00
© IMU Institut GmbH
0,18 0,42 0,44 0,46 0,46 0,04 0,00
0,34 0,22 0,26 0,27 0,27 0,05 0,00
Wichtiger Einstieg für 0,03 0,03 0,03 0,03 0,03 0,00 0,00
ein gemeinsames 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Problembewusstsein. 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
■ Sollte regelmäßig 0,00 0,02 0,02 0,02 0,01 0,00 -0,01
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wiederholt werden. 0,01 0,01 0,01 0,01 0,01 0,00 0,00
Total Sales
4,20 4,53 4,44 4,41 2,98 -0,12 -1,43
by ProductIMU Institut GmbH
II. Standort-Kompetenzprofil
Ergebnis Kompetenzanalyse Eigenbild Fremdbild
Neue Erkenntnisse aus der Innovations-
rolle
Diskussion:
▪ Hohe Bedeutung der
Innovationsrolle für F&E Lage des Fertigungs-
Werks technologie
- Verbesserungsbedarf
▪ Bedeutung von Produktwissen
für hohe Fertigungsqualität
- fehlende Kommunikation
▪ Hohe Fertigungskompetenz
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und Serienerfahrung wichtig für
Produktentwicklung Qualifikation Wirtschaft-
und lichkeits-
▪ Produktionssystemkompetenz Flexibilität faktoren
auch über den Standort hinaus
von Bedeutung
Eigenbild Fremdbild
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Produkt- Produktions-
wissen systemIMU Institut GmbH
III. Zukunftspotenziale
Produkte E-Mobility
Ergebnis Zukunftspotenziale Technologie Innovationsrolle
Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios:
▪ Einsatz aktueller Serien-Fertigungstechnologien für XXX
▪ Ausbau Nutzfahrzeugprodukte
▪ Integration von Metallteilen und Elektronik in die Formteile
Neue Produkte aus E-Mobility und außerhalb Antriebsstrang:
▪ Batteriegehäuse mit Werkstoff XXX
▪ Teile für Brennstoffzellen
▪ Tragende Elemente im Fahrzeug
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Weiterentwicklung Fertigungstechnologie:
▪ Erweiterung um eine neue Fertigungstechnologie
▪ XXX
Neuausrichtung auf Innovationswerk:
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▪ Simultaneous Engineering ausbauen
▪ Industrie 4.0-Konzepte entwickeln
▪ Unterstützung anderer Werke: XXXIMU Institut GmbH
IV. Ableitung konkreter
Ergebnis Ziele und Maßnahmen (4 von 12) Maßnahmen
Notwendige
lfd.
Ziel Maßnahme Status Unterstützung Nächste Schritte
Nr.
BU/GF
Fertigungskompetenzen Aufbau von Fertigungs- Technologie AG Unterstützung In Zusammenarbeit
für neue Technologie kompetenz zusammen mit am Standort des Kompetenz- mit F&E erste Tests
1 XXX F&E entwickelt erste prozesses und Fertigungs-
Testkonzepte versuche Ende 2018
Standortübergreifendes Konzept: Technikum-MA Unregelmäßiger Zustimmung der Ausbau/Erhalt Quali
Technikum: Personaleinsatzkonzept Austausch BU-Leitung Prozessentwicklung
Ziel: Erhöhung Produkt-, XXX Prozess- am Standort,
2
Entwicklungskompetenz in entwicklung/F&E regelmäßiger
Öhringen und Optimierung Austausch mit F&E
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Simultaneous Engineering
Industrie 4.0- Pilotprojekt zu einem XXX Ressourcen zur Passendes
Pilotprojekte Industrie 4.0 – Auto- Vor- Anwendungsfeld
3 Konkrete Idee XXX matisierungsthema am projektierung suchen
Standort planen und freigeben
umsetzen
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Werkzeugbaukompetenz Konkretes noch keine Zustimmung der Aufbau Qualifikation
ausbauen Umsetzungskonzept Aktivitäten BU-Leitung und Abstimmung mit
4
XXX Stuttgart,
erster Versuch 2018Sie können auch lesen