Wie faul darf ein Gartenbesitzer sein? - Garten Zauner
←
→
Transkription von Seiteninhalten
Wenn Ihr Browser die Seite nicht korrekt rendert, bitte, lesen Sie den Inhalt der Seite unten
Wie faul darf ein Gartenbesitzer sein?
Das Pflegehandbuch für Ihren Garten
Wie viel Liebe braucht Ihr Garten
„ Ein Garten ist wie ein Kind…“
…ein Kind, welches nicht erzogen, gemahnt und gepflegt wird, wird verwahrlosen,
sich nicht an gesellschaftliche Rahmenbedingungen halten. Genau so verhält es sich
mit Ihrem Garten. Wer sich für einen Garten entschlossen hat, hat auch gleichzeitig
die Pflicht übernommen, den Garten zu hegen und zu pflegen.
Betrachten Sie Gartenarbeit nicht als Plage, sondern als Meditation, als Ausgleich
und Entspannung, und körperliche Betätigung.
1INHALTSVERZEICHNIS
Ein kurzer Überblick der Schnittzeitpunkte ab Seite 5
o Schnittzeitplan Frühjahr Seite 5
o Schnittzeitplan Sommer Seite 6
o Schnittzeitplan Herbst / Winter Seite 7
Die Vier-Jahreszeiten im Überblick ab Seite 8
o FRÜHLING ab Seite 8
- Rosenschnitt Seite 8-9
Beetrosen, Floribunda- und Polantharosen
Strauchrosen
Kletterrosen, Ramblerrosen
- Gräserschnitt Seite 10
- Rasenpflege Seite 10
- Staudenschnitt Seite 10
Polsterstauden
- Sträucher- und Gehölzschnitt ab Seite 11
Frostempfindliche Sträucher
Erika, Sommerheide
Moorbeet
Kletterpflanzen
Bodendeckende Gehölze
Hortensien
- Bambus Seite 16
- Teich- und Schwimmteichpflege Seite 16
o SOMMER ab Seite 17
- Blumenzwiebel Seite 17
- Sträucher und Gehölzschnitt ab Seite 17
Sommerschnitt bei Obstbäumen
Heckenschnitt
- Rosen Seite 19
- Remontierende Stauden Seite 19
2- Lavendel Seite 19
- Blauregen und Trompetenwinde Seite 20
- Schnitt Obstgehölze ab Seite 21
Pfirsich und Nektarinen
Marille
Kirsche
Sommerschnitt Echter Wein
Beerenobst
- Rhododendren und Azaleen Seite 23
- Blumenwiese Seite 23
- Rasen Seite 23
- Dachbegrünung Seite 23
o HERBST ab Seite 24
- Pflege im Staudenbeet Seite 24
- Gräser Seite 24
- Obstbäume, Ziersträucher etc. Seite 25
- Rosen Seite 25
- Teich und Schwimmteich Seite 25
- Rasen und Wiese Seite 26
- Bruch- sowie schneedruckgefährdete Pflanzen Seite 26
- Stammanstrich für Obstbäume Seite 26
- Blumenzwiebel Seite 26
- Wildverbissschutz an Bäumen und Obstgehölzen Seite 26
- Brombeeren Seite 27
o WINTER ab Seite 28
- Baumschnitt an Äpfel, Birne, Zwetschke und Wein Seite 28
- Radikale Schnitt- oder Verjüngungsmaßnahmen Seite 28
3Pflegetipps und weitere Informationen ab Seite 29
o RASENFLÄCHE ab Seite 29
- Bewässerung
- Schnitt
- Unkraut im Rasen
- Düngung
o NACH DEM PFLANZEN VON GEHÖLZEN ab Seite 32
- Pflege
- Schnitt
- Düngung
o ROSEN ab Seite 34
- Pflege
- Pflanzenschutz
o PFLANZENSCHUTZ ab Seit 35
- Blattläuse
- Schildläuse
- Nadelgehölze Seite 36
Fichte
Föhre
Thuje
Wacholder
- Laubgehölze Seite 38
Feuerdorn
Mandelröschen
Rhododendren
- Obst
- Nützlinge schonen
Quellen Angabe Seite 41
4SCHNITTZEITPLAN FRÜHJAHR
Blütensträucher
- welche im Sommer (ca. ab Juni) blühen, werden im zeitigen Frühjahr
geschnitten.
- Johanniskraut, Spierstrauch, Magnolie, Blasenstrauch, Kolkwitzie, Weigelie
etc.
Bodendecker
- März
- Fünffingerstrauch, Kaminrote Spiere, Kriechmispel, Schneebeere,
Kranzspiere etc.
Frostempfindliche Sträucher
- kurz vor dem Austrieb
- Sommerflieder, Bartblume, Blauraute, Hibiskus etc.
Erika und Sommerheide
- April
Polsterstauden
- Nach der Blüte
Rosen
- März, April
- Kletterrosen, Bodendeckerrosen, Strauchrosen, Edelrosen
5SCHNITTZEITPLAN SOMMER
Blütensträucher
- welche im Frühjahr blühen (bis ca. Mai), werden nach der Blüte geschnitten
Juli
- Kernobst
- Apfel
- Birne
- Wein
Ab Juli
- Heckenschnitt bei Hainbuche, Feldahorn, Liguster
Spalierobstbäume
- formen und schneiden
Nach der Ernte schneiden
Kirsche, Weichsel, Pfirsich, Marille, Himbeere, Stachelbeere, Brombeeren
August
- Blauregen
- Trompetenwinde
- Heckenschnitt bei Eibe, Thuje und Buchs
6SCHNITTZEITPLAN HERBST UND WINTER
Herbst
- Walnüsse
Winter ab Mitte Februar
- Apfel, Birne, Zwetschke
- Haselnuss, Wein
- Linde, Ahorn, Kastanie, Eiche
7Die vier Jahreszeiten im Überblick
aus dem Blickwinkel des Hegens und Pflegens
FRÜHLING
Rosenschnitt
- Rechtzeitiges Entfernen der Beschattung sowie der Rosenhauben
- Geben Sie eine stickstoffbetonte Düngung bei Blattaustrieb
- Anhäufelung im Rosenbeet verteilen
Beetrosen, Floribunda- und Polyantharosen
- Entfernen Sie altes Holz, kranke und beschädigte sowie sich kreuzende
und nach innen wachsende Triebe.
- Rückschnitt auf 4 bis 6 Augen (ca. 20cm) bzw. bis ins grüne Holz
- Starkwüchsige Sorten sollten Sie weniger stark zurückschneiden, dadurch
werden die Triebe mit Blütenbildung gefördert.
Schnitt Beetrosen
8Strauchrosen
- Strauchrosen werden im Vergleich zu Beet und Edelrosen wesentlich
weniger geschnitten.
- Die Seitenäste an den Haupttrieben werden auf 3 bis 4 Augen
zurückgeschnitten. Hauptäste alle 5-6 Jahre erneuern.
Schnitt Strauchrose
Kletterrosen, Ramblerrosen
- Einkürzen der abgeblühten Seitentriebe der Gerüstäste auf 3 bis
5 Knospen
- Vorjährige Triebe im unteren Bereich werden waagrecht auf das
Gerüst gebunden
Schnitt Kletterrosen vorher / nachher
9Gräserschnitt
- Gräser werden im zeitigen Frühjahr in Bodennähe gekürzt.
Bei einem Rückschnitt im Herbst besteht die
Gefahr des „Auswinterns“.
- Achtung: Immergrüne Gräser, wie z.B.:
Pampasgras, Blau-Schwingel oder Japan-
Segge nicht zurück schneiden, stattdessen
vertrocknete Halme entfernen und
„auskämmen“.
Rasenpflege
- Anfang Mai
- Zeitig im Frühjahr Rasen ausrechen
- Erste Rasendüngung, stickstoffbetont ca.50g/m²
- Vertikutieren (Belüftung und Anregung des Wurzelwachstums zur
Verminderung des Mooswachstums)
Achtung: frühestens nach dem zweiten Rasenschnitt
- Aussanden der Belüftungslöcher mit Quarzsand und gleichzeitige
Einbringung von Stickstoffbetonter Düngung, Rasensamen nachsähen und
kräftig eingießen.
- Ende Mai erfolgt die zweite stickstoffbetonte Düngung
Staudenschnitt
- Wurden Stauden im Herbst aus ökologischen oder dekorativen Gründen
nicht zurückgeschnitten, erfolgt der Schnitt zeitig im
Frühjahr.
Polsterstauden
- Nach der Blüte die Polster kräftig zurückschneiden
- z.B.: Steinkraut, Schleifenblume, Blaukissen
10Sträucher- und Gehölzschnitt
- Sträucher die im Frühjahr oder Frühsommer
blühen, werden nach der Blüte geschnitten. Die
Blütenknospen sitzen an den Zweigen, die im
Vorjahr gebildet wurden. Ein Rückschnitt im
Herbst oder Winter würde zum Ausbleiben der
Blüte im Frühjahr führen.
- Es erfolgt ein Auslichtungsschnitt, Triebe die älter
als 4 bis 5 Jahre sind werden herausgenommen.
- Zu dieser Gruppe zählen z.B.: Forsythie, Weigelie,
Flieder, Schneeball, Winter-Jasmin, Hartriegel, Ginster etc.
Frostempfindliche Sträucher
- Zu dieser Gruppe zählen z.B.: Sommerflieder, Bartblume, Blauraute,
Hibiskus etc.
- Kräftiger Rückschnitt um Triebwachstum zu fördern, da Blüten am
einjährigen Holz gebildet werden
- Entfernen der abgestorbenen Triebe
- Rückschnitt bis ins grüne Holz
Rückschnitt am Beispiel Sommerflieder
11Rückschnitt am Beispiel Blauraute Rückschnitt am Beispiel Bartblume
Erika, Sommerheide
- Eriken werden nach der Blüte kräftig, um ca. 1/3 zurück geschnitten
- Ein Schnitt der Blütenstände mit der Heckenschere erzielt einen
kompakten Wuchs und fördert gleichzeitig die Blütenbildung.
- Bei der Sommerheide erfolgt ein Rückschnitt ebenfalls im Frühjahr
Moorbeet
- Rhododendren, Azaleen
- Abgeblühte Blüten bis zu den ersten
Blättern abschneiden bzw.
herausbrechen, dies fördert Blüten- und
Knospenbildung
- Weißtorfgabe und leichtes Einarbeiten
- Flüssigdüngung im März, am Besten
eignet sich dafür Blaukorn- Spezial (aufgelöst) oder Moorbeetdünger
flüssig.
- Nach der Blüte etwa Mitte bis Ende Juni, zweite stickstoffbetonte Düngung
12Erhaltungsschnitt am Bsp. Rhododendron
Kletterpflanzen
- Werden im März eingekürzt und abgefrorene Triebe
entfernt
- z.B.: Clematis, Knöterich, Geißblatt etc.
Achtung: Warten Sie bei der Clematis bis zum Austrieb,
da viele Triebe nur scheinbar abgestorben sind.
13Bodendeckende Gehölze
- Werden alle 4 bis 5 Jahre in Bodennähe zurückgeschnitten, die Erhaltung
der Blüte wird gefördert und eine Verkahlung des Strauches verhindert.
- z.B.: Fünffingerstrauch, Schneebeere, Kranzspiere, Japanischer
Spierstrauch etc.
Rückschnitt bodendeckende Gehölze
Hortensien
- Die trockenen Blütenstände den Winter über an den Sträuchern lassen und
erst im Frühjahr zurückschneiden, da sie einen hohen Zierwert haben, und
gleichzeitig die darunter befindlichen Knospen schützen.
- Garten-Hortensie: Schnitt der Fruchtstände inkl. 1/3 der Triebe oberhalb
gut ausgebildeter Knospen
- Rispen-Hortensie: Einkürzen der vorjährigen Triebe auf kurze Zapfen im
späten Frühjahr
- Schneeball-Hortensie: Vorjährige Triebe um die Hälfte einkürzen, verträgt
auch einen Verjüngungsschnitt 10-15 cm über dem Boden
14Rückschnitt am Beispiel Garten-Hortensie
15Bambus
- Vorsicht: Vertrocknete Blätter nicht entfernen, Gefahr von
Verletzung der schlafenden Knospen - Blätter fallen von
selbst ab.
Teich- und Schwimmteichpflege
- Säubern und Absaugen des Teiches vor Beginn der Badesaison
- Entfernen Sie abgestorbenes Pflanzen-Material im Wasser
- Von April bis Mai ist die größte Wahrscheinlichkeit für leichtes
Grünalgenwachstum bei Schwimmteichen der Kategorie 1-3.
Haben Sie Geduld bis die Algen von selbst verschwinden!
- Teichtechnikpumpen in Betrieb nehmen
- Teichränder kontrollieren
16SOMMER
Blumenzwiebel
- z.B.: Narzissen, Tulpen, Krokus, Winterling etc.
- Zwiebelpflanzen werden erst Sommeranfang zurückgeschnitten, damit der
Pflanzensaft in die Knolle einzieht und die Pflanze im nächsten Frühjahr
genügend Kraft und Energie für eine neue Blüte hat.
Sträucher- und Gehölzschnitt
Sommerschnitt bei Obstbäumen
- Beruhigt das Wachstum und ist für die
Pflanzen besser verträglich als ein
Winterschnitt, Wunden werden noch
vor dem Winter verschlossen.
- Bei einem Schnitt im Juli, bilden sich
noch Triebe mit Blütenknospen für das
folgende Jahr.
- Erziehungs- und
Auslichtungsmaßnahmen
- Spalierobstbäume: der optimale Zeitpunkt zum Formieren und Binden ist
Ende Juni bis Anfang Juli
17Schnitt Spalierobst
Heckenschnitt
- Hecken sollten unten immer breiter sein als oben, da sie sonst verkahlen
- Schneiden Sie also Ihre Hecke regelmäßig damit sie von Innen her nicht
verkahlt.
- Anfang August, wenn die jungen Triebe leicht verholzt sind, ist der
günstigste Zeitpunkt zum Formieren und Schneiden der Hecke
- z.B.: Thuje, Hainbuche, Eibe, Feldahorn, Liguster, Berberitze, Buchs etc.
- Hecken aus Kirschlorbeer oder Immergrünem Schneeball schneidet man
nicht mit der Heckenschere, große Blätter werden beschädigt und werden
an den Schnittstellen braun.
- Vermeiden sie bei freiwachsenden Blütenhecken ebenfalls einen Schnitt
mit der Heckenschere
18- Tipp: Eiben tolerieren (als einziges Nadelgehölz) auch einen Schnitt ins
alte Holz
Beispiele für verschiedene Heckenformen
Rosen
- Schneiden Sie kontinuierlich verblühte Blüten bis zum ersten vollen
Laubblatt zurück, dies regt die Blütenbildung an.
- stickstoffbetonte Düngung der Rosen nach dem ersten Blütenflor etwa
Mitte Juli
Remontierende Stauden
- Dies sind Stauden, die nach einem Rückschnitt der ersten Blüte ein
weiteres Mal im Spätsommer blühen.
- z.B.: Rittersporn, Salbei, orientalischer Mohn, Frauenmantel etc.
Lavendel
- soll nach der Blüte kräftig bis ins Laub
zurückgeschnitten werden, so bleibt die Pflanze
kompakt und ein inneres Verkahlen wird verhindert
- Tipp: Die getrockneten Blütenstände bringen einen
herrlichen Duft in Ihr Haus
19Blauregen und Trompetenwinde
- Es ist wichtig, ein kräftiges und verholztes Gerüst auf zu bauen, an dem
jährlich neugebildete Seitentriebe die Blüten tragen
- Seitentriebe auf 3-4 Augen einkürzen
- Lassen Sie jedes Jahr 1m des Zuwachses der Haupttriebe stehen
Schnitt am Beispiel Blauregen
20Schnitt Obstgehölze
Pfirsich und Nektarinen
- Blühen und fruchten am vorjährigen Holz
- Überaltern und vergreisen sehr rasch, wenn sie nicht laufend durch
kräftigen Schnitt zu neuer Triebbildung angeregt werden.
- Bei hohem Kalkgehalt im Boden treten Chlorosen (Verfärbung der Blätter)
auf
- Nach der Frucht werden abgetragene Triebe bis zu den jungen zukünftigen
Blütentrieben auf 5 bis 6 Knospenpaare zurückgeschnitten
Marille
- Fruchtet am vorjährigen sowie am Fruchtholz des zwei-
und dreijährigen Holzes
- Nach der Ernte wird ein Teil des abgetragenen
Fruchtholzes herausgeschnitten, dadurch wird die
Bildung neuer Triebe angeregt.
Kirsche
- Wird nach der Ernte im Sommer geschnitten
- Steilstehende Triebe und Konkurrenztriebe zu den Gerüstästen werden
entfernt.
- Wichtig ist, dass die Krone locker aufgebaut ist, und genügend Licht in die
Kronenmitte eindringen kann.
Sommerschnitt Echter Wein
- Schneiden Sie Mitte Juli die einjährigen Triebe auf 3 bis 4 Augen zurück,
dies fördert größere und kräftiger ausgereifte Früchte.
21Schnitt Echter Wein
Beerenobst
- Ribisel, Stachelbeere: Nach der Ernte werden Triebe, die älter als 4 Jahre
sind in Bodennähe entfernt, junge Triebe werden als Ersatz belassen
- Himbeeren: Nach der Ernte werden alle Triebe entfernt die Früchte
getragen haben
Achtung: zweimaltragende bzw. herbsttragende Himbeeren werden erst im
Herbst nach dem ersten Frost geschnitten.
Schnitt Himbeere
22Rhododendren und Azaleen
- Werden im August das letzte mal stickstoffbetont gedüngt, dies fördert die
Knospenbildung für die Blüten im kommenden Jahr
Blumenwiese
- Der erste Schnitt erfolgt Ende Juni bis Anfang Juli
- Lassen Sie das Schnittgut liegen und abtrocknen damit es sich aussamen
kann
Rasen
- Dritte und letzte Stickstoffdüngung etwa Mitte bis Ende August
Dachbegrünung
- Kontrollschächte überprüfen und reinigen
- Fremdbewuchs durch Samenanflug entfernen
Schwimmteich
- Skimmer, Pumpe/ Filter warten
- Stiegen und Stufen im Wasser von Belägen befreien (Rutschgefahr!)
- Badesaison genießen
- Baderegeln beachten
- Fremde Kinder ins Thema Schwimmteich einweisen!
23HERBST
Pflege im Staudenbeet
- Aus ökologischen und ästhetischen Gründen, sollten Stauden erst im
Frühling geschnitten werden; wenn das nicht möglich ist, dann nach den
ersten Frösten (etwa im November) zurückschneiden
- Stark wuchernde Stauden wie z.B.: Astern, Knäuelglockenblume,
Frauenmantel etc. können durch teilweises Entfernen der Wurzelstöcke in
ihrer Ausbreitung eingeschränkt werden
- Eventuell Bodenlockerung
- Bodenverbesserung durch Kompostgabe
- Storchenschnabel, Schwertlilien, Purpurglöckchen etc. steigen mit ihren
Wurzeln gerne aus dem Boden heraus. Eine Kompostgabe für die
Abdeckung der Wurzeln wäre von Vorteil
- Frostempfindliche Stauden oder Gräser wie z.B.: Primeln, Pampasgras mit
Laub oder anderem Material abdecken
Gräser
- Lampenputzergras, Chinaschilf, Pampasgras, Steppenhafer, Waldschmiele
etc. dürfen im Herbst auf keinen Fall zurück geschnitten werden, aufgrund
der hohlen Stängel würde Wasser bis in die Wurzeln vordringen und
Frostschäden verursachen
- Gräser entfalten meist im Winter ihren schönsten Zierwert, daher erst im
Frühling schneiden.
24Obstbäume, Ziersträucher etc.
- Eine Düngung durch Kompostgabe, sowie leichtes oberirdisches
Einarbeiten (Baumscheibe) ist vorteilhaft
Rosen
- Entfernen der Früchte (Hagebutten)
- Leichter Rückschnitt (auf einheitliche Höhe)
- Anhäufeln der Rosensträucher (Astgabelung soll deutlich mit Kompost oder
Mist abgedeckt werden)
Achtung: Keinesfalls mit Rindenmulch
- Leichte Beschattung mit Reisig
- Anbringung von Filzhauben bei Rosenstämmchen (nicht vor Mitte
November)
Teich und Schwimmteich
- Vor dem ersten kräftigen Laubfall das Laubschutznetz über den Teich
spannen
- Hinweis: Dies sollte jedoch vor dem Zufrieren des Teiches wieder entfernt
werden!
- Unterwasserpflanzen schneiden
- Laub aus Teich entfernen
- Betriebs.- und Wartungsanleitung von Ihrem Schwimmteich beachten!
- Schutz der Teichränder wenn der Schwimmteich für Eislaufen oder
Eisstockschießen verwendet wird!
- Lassen Sie Pflanzen mit festen und holen Stängel stehen, denn diese
leiten giftige Gase aus dem Teich ab und führen Sauerstoff zu z.B.:
Rohrkolben, Binsen, Iris, etc.
- Pumpen und Technische Einrichtungen einwintern
- Tröge sowie Wasserbehälter sollten abgedeckt werden
- Ist ein Abfluss im Trog vorhanden soll dieser geöffnet werden
25Rasen und Wiese
- kalibetonte Düngung (Herbstrasendünger) fördert das Wachstum der
Wurzeln und somit die Winterhärte des Rasens
- Es ist darauf zu achten, dass der Rasen vor dem ersten Schneefall nicht zu
hoch ist, sonst droht Schneeschimmel.
Bruch- sowie schneedruckgefährdete Pflanzen
- Rechtzeitiges Zusammenbinden von z.B.: Säulenwacholder,
Sommerflieder, Ginster, Bambus etc.
Stammanstrich für Obstbäume
- Oktober/November
- Stamm mit Bürste abbürsten
- Lehmanstrich: 1 Eimer ca. 12 Liter
2/3 Lehm
1/3 Kuhfladen
200g Kieselerde (aus der Drogerie erhältlich) oder
Holzasche
Lehm mit Schachtelhalm- Tee anrühren (2 Wochen vorher, damit
der Lehm aufquillt)
Vor Gebrauch Kuhfladen und Kieselerde dazumischen.
- Preicobakt (im Handel erhältlich)
Blumenzwiebel
- z.B.: Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Krokus, Blaustern etc.
- werden im Herbst eingelegt
Wildverbissschutz an Bäumen und Obstgehölzen
- aus Drahtgitter oder Holzstäben
- keine Verwendung von Plastiksäcken oder Plastikschläuchen; dies wäre
ein idealer Aufenthaltsort für Schädlinge und Pilze.
26Umpflanzungen bzw. Neupflanzungen sind im Herbst am vorteilhaftesten
- Vergessen Sie nicht den Pflanzschnitt!
Brombeeren
- Blühen und Fruchten an den vorjährigen Ruten
- Etwas frostempfindlicher, daher Bodenabdeckung mit organischen
Mulchmaterialien
- Rückschnitt nach der Ernte
Schnitt Brombeere
27WINTER
Baumschnitt an Apfel, Birne, Zwetschke, Wein
- Erziehungsschnitt
- Erhaltungsschnitt
- Verjüngungsschnitt
Radikale Schnitt- oder Verjüngungsmaßnahmen an großkronigen Bäumen
- An z.B.: Linde, Ahorn, Kastanie, Eberesche
- Sind in der Ruheperiode am schonensten durchzuführen
- Ab Mitte Februar
Bruch- sowie schneedruckgefährdete Pflanzen
- Entfernen Sie vorsichtig zu schwere Schneelasten von Ihren Gehölzen
Vogelhäuschen rechtzeitig und katzensicher anbringen
28PFLEGETIPPS UND WEITERE
INFORMATIONEN
Rasen
Bewässerung
Neue Rasenflächen sollten mit einem Regner mit Schleifkufen bewässert werden.
Beim Sprühen mit dem Schlauch verdichtet sich die Oberflächenerde zu schnell.
Außerdem bringt man meist nicht die nötige Geduld auf, eine Stelle ca. ½ Stunde zu
begießen. Die kleinen Regner (Viereck- Regner) werden bei trockenem Boden zuerst
am entferntesten Teil der zu bewässernden Fläche aufgestellt.
Mindestens ½ bis ¾ Stunde pro Standort. Vermeiden Sie, in die feuchten Flächen
hinein zu steigen. Ziehen Sie den Beregner vorsichtig mit dem Schlauch auf den
Schleifkufen heraus und stellen Sie ihn um. Diese geringen Schleifspuren
beschädigen den aufkeimenden Rasen nicht.
Auch Sektoren-Regner, welche vom Rand her ¼ oder ½ Kreis weit besprühen, sind
gut, können aber erst umgestellt werden, wenn der Boden wieder trocken ist. Sie
können sich auch mit schmalen Brettern abhelfen, diese müssen jedoch alle 2-3
Tage umgelegt werden.
Für schmale Gartenteile gibt es die sogenannten Sprinklerschläuche, welche etwa
3m Breite und 7,5 oder 15m Länge bewässern. Am besten diese bis zum ersten
Schnitt liegenlassen und nur mit Schnellkupplung an den Schlauch anschließen.
Kupplungen: System Gardena oder Wolf bzw. bei Großanlagen Geka-Kupplungen
29Das bequemste System ist eine Versenkungsanlage, die vollautomatisch betrieben
werden kann. Ein betreten der Rasenfläche ist nicht mehr nötig.
Für eine längere Abwesenheit oder Urlaub kann ein Programmablauf gesteuert
werden.
Sorgen Sie für eine gewissenhafte Bewässerung: Wenn keimender Samen einmal
austrocknet, ist der Schaden beträchtlich
Schnitt
Der erste Schnitt erfolgt bei einer Rasenlänge von etwa 6-10cm.
• Es soll vor dem Schnitt 2 Tagen nicht gewässert werden, um den Boden
abtrocknen zu lassen.
• Mähmaschine muss scharfe Messer aufweisen
Beim Pflegeschnitt wird ein Drittel der Rasenhöhe abgemäht.
• Wohnrasen auf 3,5 bis 5cm
• Sportrasen auf 3cm
Zu lang gewachsener Rasen zum Beispiel nach dem Urlaub, im Abstand von 3-4
Tagen in zwei Arbeitsgängen auf gewünschte Höhe bringen.
Im Hochsommer eine Stufe höher schneiden, ein Ausbrennen während der heißen
und trockenen Sommerzeit wird verhindert.
Schnittgut zur Kompostierung oder zur Bodenabdeckung verwenden.
30Unkraut im Rasen
Sollte in Ihrem Garten Unkraut keimen, und dies schneller als das Gras – kein Grund
zur Sorge! Das rasch aus dem Boden sprießende Samenunkraut verträgt keinen
Schnitt, ist also spätestens nach einigen Schnitten verschwunden. Besonders bei
zugeführtem Ackerhumus sind Unkrautsamen von den Äckern enthalten wie zum
Beispiel: Ackersenf, Disteln etc.
Wurzelkräuter wie Löwenzahn, Breitwegerich oder Klee kommen erst nach 2-3
Jahren, je nach Anflug und sind leicht händisch auszustechen oder mit Herbiziden zu
bekämpfen.
Vorsicht: Zumindest 3 Tage Haustiere nicht in den Garten lassen. Nicht bei
Neuanlagen verwenden.
Dünger und Herbizide bekämpfen das Unkraut und begünstigen durch gezielte, lang
anhaltende Wirkung den Graswuchs. Bei trockenem Wetter, Wiese anfeuchten,
damit der Wirkstoff am Blatt bleibt. Es sollte zumindest 1 Nacht oder 1 Tag nicht
regnen. Warten Sie besser 2 Tage auf das Gießen.
Düngung
Es wird erst ab Mitte März bzw. Anfang April das 1. Mal gedüngt. Es empfiehlt sich,
mit einem Langzeitdünger zu düngen, um eine gleichmäßige Nährstoffversorgung
über mehrere Wochen zu gewährleisten.
Die 2. Düngung erfolgt Ende Mai bis Mitte Juni. Es kann derselbe Dünger wie bei der
ersten Düngung verwendet werden.
Die 3.Düngung erfolgt Anfang September mit einem stickstoffärmeren Dünger.
Verwenden Sie spezielle Dünger um einen richtigen Nährstoffhaushalt zu erzielen.
Mit einer ausreichenden Düngung, dem richtigen Schnitt und der optimalen
Bewässerung erzeugt man entweder einen strapazierfähigen, dichten Rasen oder
eine lockere Wiese.
31Pflegetipps nach dem Pflanzen von Gehölzen
Pflege
Alle neuen Pflanzen in Ihrem Garten brauchen eine Baumscheibe, im Hang eine
Baumgrube und bei Hecken einen seichten Graben.
Befüllen Sie den Graben mit einem Schlauch (ohne Mundstück), so dringt das
Wasser auch zu den Wurzeln vor.
Insbesondere Tröge und Dachgartenanlagen auch im Winter 1-3mal an frostfreien
Tagen durchdringend wässern. Ansonsten kann es zu Trockenschäden kommen.
Empfindliche Gehölze wie Rhododendren, Kalmien und Immergrüne im Jänner und
Februar vor allzu starker Wintersonne schützen. Diese Pflanzen beginnen früh zu
treiben und bei folgenden tiefen Nachttemperaturen gibt es Frostschäden.
Thujenhecken : Bei Trockenperioden alle 1-2 Wochen durchdringend wässern, damit
die Feuchtigkeit bis zu einer Tiefe von 30-40 cm eindringt.
Bei der Pflanzung selbst, Bodenverbesserungsmittel (am besten Kompost), der Erde
beimischen. Eine Flüssigdüngung etwa Mitte bis Ende Juni begünstigt das
Anwachsen der Ballenpflanzen.
Besonders Nadelgehölze und immergrüne Pflanzen sollten Sie im Herbst reichlich
wässern, und auch im Winter bei frostfreiem Wetter gießen.
Schnitt
Bei Laubgehölzen (Sträuchern) werden im unbelaubten Zustand von etwa November
bis März Schnittmaßnahmen vorgenommen. Mit Ausnahme von im Frühjahr
blühenden Arten wie Forsythie, Mandelröschen ; hier wird nach der Blüte
geschnitten.
32Hecken: Laubgehölze
-Rückschnitt im unbelaubten Zustand; Formierungsschnitt Juni (ev.
nochmals August)
Nadelgehölze
-Rückschnitt im späten Frühjahr, kurz vor dem Austrieb; besser noch im
Frühherbst von Ende August bis Anfang September
Immergrüne Hecken
-Rückschnitt spät zur Frühjahrsmitte; 2.Schnitt zur Sommermitte
Blütenhecke
-Erstmals im Spätwinter; 2.Schnitt etwa Mitte bis Ende Juni (ev. im
Sommer nochmals)
Düngung
Ein Jahr nach der Pflanzung im März/ April und Mai düngen.
33Rosen
Pflege
- Ausreichendes Wässern in Trockenperioden
- Beim Gießen nur den Boden benetzen und nicht das Blattwerk
- Nach dem Abblühen bis auf die Hälfte des Blütentriebes schneiden.
- Schwächere Triebe je nach Sorte auf 2 bis 3 Augen kürzen.
- Baldiges Abschneiden bringt reicheren Knospenansatz
Edel- und Polyantharosen
Im Herbst Edel- und Polyantharosen nur leicht schneiden und mit Erde anhäufeln.
Der endgültige Schnitt wird vor dem Austrieb im Frühjahr durchgeführt.
Hochstammrosen
Im Herbst Krontriebe von Hochstammrosen kürzen und Krone umlegen. Kronentriebe
mit Zeitungspapier oder Holzwolle ausstopfen und mit Jute oder Vlieshauben (im
Handel erhältlich) umhüllen. Keine Plastiksäcke verwenden!
Düngung
Im Herbst nach dem Anhäufeln organischen Dünger wie z.B.: Kompost aufbringen
oder im April und Juni mit einem wasserlöslichen Volldünger düngen.
Pflanzenschutz
Ab Mai, wenn die Triebe ca. 10-15 cm lang sind, eventuell alle 2-3 Wochen eine
vorbeugende Schädlingsbekämpfung vornehmen.
Spritzen Sie bei Mehltau bereits bei Austrieb, bei Sternrußtau und Rosenrost ab
Ende Juli, Anfang August.
Rosenrost
Mehltau
Sternrußtau
34PFLANZENSCHUTZ
Standortgerechte Pflanzen, richtige Sortenwahl, vor allem in genügendem Abstand
gepflanzt sind die Ausgangsbasis für ein gesundes Pflanzenwachstum. Pflanzflächen
sind unkrautfrei zu halten, wenn nötig ist der Boden zu lockern und mit einer
Mulchschicht zu bedecken. Diese Maßnahmen begünstigen ein rasches Anwachsen
und die Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge und Krankheiten.
Blattläuse
Laubgehölze werden je nach Art von verschiedenen Blattläusen befallen. Sie können
durch ihre Saugtätigkeit bei starkem Auftreten an Obst- und Laubgehölzen sowie an
Rosen und Blütenstauden die Pflanzen schwächen. Spritzungen mit entsprechenden
Mitteln schaffen Abhilfe. Zur Bekämpfung von Blattläusen sind auch schon
biologische Präparate im Handel, deren Wirkungsdauer allerdings nur kurz ist.
Blattläuse sind auch Überträger von Viruskrankheiten und sollten sich nicht
ungehindert vermehren können.
Schildläuse
Sind meist erst sehr spät erkennbar. Treten
auch auf Nadelgehölzen auf, wie etwa beim
Wacholder und sind sehr schwierig in der
Bekämpfung. Beste Erfolge werden mit einer
Austriebspritzung erzielt.
35NADELGEHÖLZE
Fichte
Fichtengalllaus: Es entstehen im Spätfrühjahr ananasförmige, grüne Gallen (gelbe
Fichtengallenlaus) oder kleine gelbe Gallen (kleine
Fichtengallenlaus). Gallen von Mai bis Juni entfernen.
Spritzungen vor Austrieb (März) mit einem
Austriebspritzmittel. Im August wandern die
geflügelten Läuse der Fichtengallenlaus auf die
Lärche. Dort entwickeln sie sich als Wollläuse weiter.
Sitkafichtenlaus: Befallen werden vor allem Blaufichten (Blautanne, Omorikafichte).
Es zeigen sich im Frühjahr im Inneren der Bäume Nadeln mit gelben Flecken, die
später rasch braun werden und abfallen.
Feststellung des Befalls: Weißes Papier unterhalten, Zweige schütteln. Läuse sind
winzig und oft nur mit einem Vergrößerungsglas zu sehen.
Spritzungen im März-Mai und Oktober/November mit Neudosan bzw. im Frühjahr mit
einem Austriebspritzmittel.
Föhre
Kiefern-Schütte: Von Herbst bis Frühjahr zeigen sich
braunfleckige Nadeln, die dann braun werden und im
April/Mai abfallen. Abgefallene Nadeln bis Juni entfernen.
Ab Ende Juni mit Dithane M 45 oder Cuprofor flüssig
spritzen. Die Spritzung im August wiederholen.
Kiefernknospentriebwickler: Triebknospen werden im Sommer befallen und von der
Raupe ausgehöhlt. Ersichtlich auch am Harzaustritt. Im Frühjahr fressen die Raupen
in den Jungtrieben, die umknicken und absterben oder ein verkrüppeltes Wachstum
zeigen. Befallene Triebe und Knospen sind auszubrechen und zu verbrennen.
36Thuje
Thujenminiermotte: Ab Mitte Juni, Anfang Juli fliegen
mottenähnliche Insekten, vor allem in den Abendstunden, um
die Pflanzen. Spritzungen mit Epigon+ Netzmittel, 3-mal in
Abständen von 10 Tagen vernichten die Insekten und die aus
den abgelegten Eiern schlüpfenden Larven. Dimilin, etwa 10
Tage nach dem ersten Auftreten gespritzt, ist ein
Entwicklungshemmer.
Schnitt im August, vor allem der Spitzentriebe und Verbrennen des Schnittgutes
tragen ebenfalls zur Vernichtung bei. Spritzungen im Frühjahr sind wirkungslos!
Thuja-Schuppenbräune: Gegen die „Schütte“, das
Braunwerden der Thujennadeln im Inneren der Pflanze,
mit einem Kupfermittel oder Antracol Ende Juni bis
Oktober spritzen. Erkrankte Triebe bis Juni entfernen.
Das Schadbild zeigt sich erst im August und September.
Wacholder
Schädigungen durch Schildläuse sind schwer erkennbar, da sie für Rindenschuppen
gehalten werden. Schildläuse lassen sich abheben. Spritzungen mit einem Insektizid
im Sommer sowie mit einem Austriebspritzmittel im Frühjahr.
Wacholderrost: Der Pilz überwintert in den Wacholdertrieben, es entstehen
Verdickungen. Im März und April bildet sich ein
schleimiges, orange gefärbtes Sporenlager. Wacholder
ist der Zwischenwirt des Birnengitterrostes, der auf den
Birnenblättern ab Mai an der Oberseite orange Flecken
und im Juli und August an der Blattunterseite
warzenartige Gebilde verursacht.
Wacholder im Herbst und Frühjahr mit einem Kupfermittel spritzen. Birnen ab Mitte
Mai und 10-12 Tage danach mit Baycor spritzen.
37LAUBGEHÖLZE
Feuerdorn
Feuerdornschorf: eine Pilzkrankheit, überwintert auf
den abgefallenen Blättern und infiziert im Frühjahr die
jungen Blätter. An den Früchten zeigen sich schwarze
Flecken. Vorallem bei feuchtwarmem Wetter kommt es
zu einer vermehrten Infektion.
Nach dem Austrieb, vorbeugende Spritzmaßnahmen in
7 bis 14 tägigen Abständen mit Baycor, Euparen, Dithane M45. Genaue Benetzung
der Blattober.- und Unterseite, besonders der Früchte, ist erforderlich.
Mandelröschen (Prunus triloba)
Spitzendürre: ist eine Pilzkrankheit. Kurz nach der Blüte oder schon vorher welken
Neutriebe und werden dürr. Abgestorbenes ist bis ins gesunde Holz zu entfernen.
Spritzmaßnahmen Anfang bis Ende der Blüte in 7 bis 10 tägigen Abständen mit
Benlate.
Rhododendren
Dickmaulrüssler verursachen ab etwa Ende Mai an den Blättern buchtenförmige
Fraßstellen. Der Rüsselkäfer ist nachtaktiv und kann am
besten abends mit Lannate W 25 bekämpft werden. Die
Pflanzen werden aber auch durch die im Boden lebenden,
engerlingähnlichen Larven durch Wurzelfraß geschädigt.
Bekämpfung der Larven im Frühjahr oder Herbst bei einer
Bodentemperatur von 15°C mit Nematoden im
Gießverfahren.
ÆDickmaulrüssler treten auch an Eiben, Azaleen, Thujen, Rosen,
Flieder und Feuerdorn auf!
38OBST
Überwinternde, tierische Schädlinge werden am besten mit einem
Austriebspritzmittel bekämpft. Die meist mineralölhältigen Mittel überziehen die
Triebe mit einem Ölfilm. Darunter gehen die Schädlinge zugrunde; eine
umweltschonende Pflanzenschutzmethode.
Auch Leimringe, an den Obststämmen angebracht, verhindern die Vermehrung von
tierischen Schädlingen.
Pilzkrankheiten wie Mehltau und Schorf müssen zeitgerecht behandelt werden. Die
Termine sind in den Pflanzenschutzstellen der Landwirtschaftskammern zu erfragen.
NÜTZLINGE SCHONEN
Nützlingen sind unter den Insekten z.B.: Florfliegen, Marienkäfer, Schwebfliegen und
Raubwanzen, die sich von Pflanzenschädlingen ernähren. Diese gilt es im Garten zu
schützen, da oft chemische Maßnahmen nicht nötig sind, vor allem dann, wenn sich
der Befall in Grenzen hält.
DÜNGER
Naturdünger & Bodenverbesserer von Oscorna.
Wir von GartenZauner bieten Ihnen auch den Einsatz von Naturdüngern an.
„Sie können in Ihrem Garten aromareiches und bekömmliches Obst und Gemüse
ernten und tragen damit zu einem gesünderen und natürlicheren Leben für sich, Ihre
Kinder und Enkel bei, und Sie erhalten dadurch in ihrem Garten auch die Vielfalt der
Pflanzen- und Tierwelt.“ Oscorna
Wir von GartenZauner beraten und unterstützen Sie gerne! Bei uns können Sie diese
Produkte erwerben.
39HABEN SIE FRAGEN?
Wenden Sie sich bei Fragen bezüglich Schädlingen oder Nützlingen an:
E. Bruckschweiger KG
Gartenbedarf - Fachhandlung
Graben 28
A-4020 Linz
Tel.: +43 732 773220
Fax: +43 732 773220
Email: office@samen-bruckschweiger.at
Internet: http://www.samen-bruckschweiger.at
biohelp GmbH
Kapleigasse 16
1110 Wien
Tel.: +43 1 769 97 69-0
Fax: +43 1 769 97 69-16
Email: office@biohelp.at
Internet: http://www.biohelp.at
40QUELLEN ANGABE
Sämtliche Abbildungen zum Schnitt finden Sie in dem Buch „Alles über Gehölzschnitt“, Ulmer Pirc H.,
2008,
Fotos der Schädlinge
Seite 34 Sternrußtau
http://www.gartenbauvereine.org/bilder/bildmerk/sternrusstau.jpg
Seite 34 Rosenrost
http://www.roselover.de/assets/images/rosenrost.jpg
Seite 34 Mehltau
http://www.scotts.de/images/doc/doc_290.jpg
Seite 35 Schildläuse
http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/pflanzenschutz/hausgarten/bilder/z02ag.jpg
Seite 36 Fichtengalllaus
http://www.pilzewelt.de/Galerie/gallery2/Rote_Fichtengalllaus2.jpg
Seite 36 Kiefern-Schütte
http://www.arbofux.de/img/pinus-lophodermium-seditiosum2-g.jpg
http://www.arbofux.de/img/pinus-lophodermium-seditiosum2-g.jpg
Seite 37 Thujenminiermotte
http://www.stadtbaum.at/spic/322_04.jpg
Seite 37 Thuja-Schuppenbräune
http://www.arbofux.de/img/thuja-didymascella-thujina1-g.jpg
Seite 37 Wacholderrost
http://admin.kleingarten-bund.de/_uploads/fachthemen/textfotos/2006/0603_gitterrost02.jpg
Seite 38 Feuerdornschorf
http://www.arbofux.de/img/pyracantha-spilocaea-pyracanthae2-g.jpg
Seite 38 Dickmaulrüssler
http://www.chilipepper.de/pictures/schaedlinge/dickmaulruessler.jpg
Der Inhalt dieses Pflegehandbuches ist Eigentum der Firma GARTENZAUNER. und
dient einschließlich der Verwendung von GARTENZAUNER.
41NOTIZEN……………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
…………………………………………………………………………………………………
42Sie können auch lesen