Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
Zukunftskonzept Wasserversorgung
                     Landkreis Osnabrück
              Erhebung der Ist-Situation und Erarbeitung von
           Zukunftsstrategien unter Berücksichtigung qualitativer,
                quantitativer und infrastruktureller Defizite

                             Auftaktveranstaltung am 02.05.2019

Niederlassung der CONSULAQUA Hamburg
Beratungsgesellschaft mbH
Ein Unternehmen von HAMBURG WASSER
Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
TAGESORDNUNG AUFTAKTVERANSTALTUNG 02.05.2019

     1. Begrüßung
     2. Anlass und Ziele des
        Projektes (LKOS)
     3. Vorstellung des Projektes
        (CAH / ahu)
     4. Rückfragen / Diskussion

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
CONSULAQUA HILDESHEIM

    Niederlassung der CONSULAQUA Hamburg                 Gründung: 1980
    Beratungsgesellschaft mbH                            Ø Jahresumsatz (2017): 5,9 Mio. €
    Tochter von HamburgWasser                            Mitarbeiter: 65

                                  Kernkompetenzen
    Wasserressourcenmanagement
    •   Nutzung, Sanierung, Schutz und Überwachung von
        Grundwasserressourcen
    •   Brunnenbau, Geothermie, Infrastruktur
    •   Fachgutachten, Grundwassermodellierung
    •   Genehmigungsverfahren & Nutzungskonflikte

    Wasserversorgung
    •   Wasserwerke, Aufbereitungsverfahren, Versuchsdurchführung
    •   Behälter, Pumpwerke, Netze, Infrastruktur, Energieoptimierung

    Abwasserwirtschaft
    Betrieb und Management

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
ahu GMBH WASSER · BODEN · GEOMATIK

    ahu GmbH Wasser · Boden · Geomatik                Gründung: 1979
                                                      Ø Jahresumsatz (2017): 3 Mio. €
    Eigentümer: Neuguss Verwaltungsgesell-
    schaft mbH (seit 2016)                            Mitarbeiter: 30

                                   Kernkompetenzen
    Wasser
       Bewirtschaftung von Grund- und Oberflächengewässern
       Wassergewinnung und Wasserversorgung

    Boden
       Grundwasser- und Bodensanierung
       Vorsorgender Bodenschutz und Bodenmanagement

    Geomatik
       GeoIT und Software

    Öffentlichkeitsarbeit
       Webauftritte, Flyer, Broschüren

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
DAS PROJEKTTEAM

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
NUTZUNGSKONFLIKTE UND „VERTEILUNGSDISKUSSION“

          Landwirtschaft /
      Beregnungslandwirtschaft
                                                                               Trinkwasserversorgung
    Steigende Qualitätsanforderungen                        Öffentliche
                                              Landwirt-      Wasser-           Ggf. steigender Bedarf
             an Produktion,
     steigender Wasserbedarf durch             schaft       versorgung         durch Klimawandel und
                                                                               Verbrauchsänderungen
    Zunahme des Beregnungsbedarfs
           (Flächen + Menge)

     Privatwirtschaft          private                 Grund-                 Veränderung des
       Angestrebte
                             Entnahmen                wasser-              Dargebotes und Bedarfs
                                (Industrie,
    Kapazitätssteigerung
                                Gewerbe)              dargebot               durch Klimawandel

       Naturschutz / Ökologie
       Zunehmende Bedeutung,                                                        Hydrologie
                                          Naturschutz       Oberflächen-
              speziell für                                                    Speziell Basisabfluss und
        grundwasserabhängige
                                                             gewässer
                                                                              Vorgaben der EU-WRRL
           Landökosysteme

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
BEGRIFFSDEFINITIONEN

    •    Wasserdargebot        Mengen an Grund- und Oberflächenwasser,
                               die in einem bestimmten Gebiet potentiell
                               genutzt werden können
    •    Wasserbedarf          Wassermenge, die zur ausreichenden
                               Belieferung eines Versorgungsgebietes, oder zur
                               Bedarfsdeckung von Industrie, Gewerbe und
                               Landwirtschaft benötigt wird
                               Dies umfasst den unmittelbaren menschlichen
                               Genuss (Trinkwasser) ebenso wie den zum
                               alltäglichen Leben (Waschen etc.) sowie für die
                               Landwirtschaft, das Gewerbe und die Industrie
                               abgegebene Wassermenge
    •    Wasserinfrastruktur   technische Einrichtungen zur Gewinnung,
                               Aufbereitung, Speicherung und Verteilung des
                               Wassers in einem Versorgungsgebiet (i.d.R. im
                               Eigentum der Wasserversorger)

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
KLIMAWANDEL

    Für die Wasserwirtschaft relevante
    Auswirkungen:

    • Langfristige, überregionale
      Veränderungen der Verfügbarkeit:
      => Veränderung der
      Grundwasserneubildung
    • Temporäre, lokale Veränderungen der
      Verfügbarkeit:
      => Zunahme Trockenwetterphasen
      und Hitzetage
    • Temporäre Nassphasen und
      Zunahme von Starkregenereignissen

                                            dwd, Deutscher Klimaatlas
                                            https://www.dwd.de/DE/klimaumwelt/klimaatlas

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KLIMATISCHE VERÄNDERUNGEN UND KONSEQUENZEN

    Klimaprojektionen LBEG, Netzwerke Wasser, Nov. 2018 – Änderungen der Grundwasserneubildung Simulation mit GROWA

        • große Spannbreite bei der Prognose der für die Wasserwirtschaft relevanten
          Randbedingungen (Temperatur, Neubildung, Niederschlag, etc.)
        • weitreichende Konsequenzen für Wasserdargebot und Wasserbedarf
        => Analyse der Versorgungssicherheit und Anpassungskonzepte an den
           Klimawandel müssen über die gesamte Prozesskette erfolgen:
               Wasserdargebot
               Wasserbedarf
               Versorgungsinfrastruktur

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Zukunftskonzept Wasserversorgung Landkreis Osnabrück - Landkreis Osnabrück
HERAUSFORDERUNGEN WASSERVERSORGUNGSKONZEPTE

     Zentrale Fragestellungen:
     1.   Dargebotsentwicklung (Menge + Qualität) unter Einfluss des Klimawandels und veränderter
          Nutzungskonflikte
          Wo steht welche Wassermenge und –qualität sicher zur Verfügung?
     2.   Unterschiedliche Bedarfsentwicklung in Stadt und ländlichem Raum sowie zunehmende
          Konkurrenzen bei Trinkwasser und Brauchwasser (Landwirtschaft, Industrie)
          Wo wird welches Wasser benötigt?
     3.   Bestand und Anpassungsanforderungen Versorgungsinfrastruktur
          Wie kommt das Wasser dorthin?

              Vielschichtige, sich gegenseitig beeinflussende Faktoren aufbauend
              auf unterschiedlich validen Prognosedaten bei Dargebot und Bedarf

                                            Konzept:
                          Herleitung von Entwicklungskorridoren unter
                                 Berücksichtigung von Szenarien

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BEARBEITUNGSKONZEPT
                                            Datenerfassung
                                                 bis
                                             Aug. 2019

                                              Feb. 2020

                                              Sommer
                                               2020

                                              Jul. 2021

           sektoral ≙ 5 Betrachtungsräume

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BEARBEITUNG IN BETRACHTUNGSRÄUMEN

                                         ENTWURF

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HERAUSFORDERUNGEN:
     BEDARFSPROGNOSE LANDWIRTSCHAFT (QUALITÄT, MENGE)
                     Zunahme des Beregnungsbedarfs (mm)
                                                                                                Zunahme der Beregnungsmenge (m³)
                     Zunahme der Beregnungsfläche (km²)

                     Zunahme des Wasserbedarfs durch gestiegene Qualitätsanforderungen

                                                                          2011-2040
                                                                          Fläche: + ca. 7%
                                                                          Menge: + ca. 28%
                                  1961-1990                               Beregnungshöhe: + ca. 22%
                                  Fläche: + ca. 11%
                                  Menge: + ca. 32%
                                  Beregnungshöhe: + ca. 16%

      Derzeitige Erlaubnisse
      Fläche: rd. 550 km²
      Menge: rd. 40 Mio. m³
      Beregnungshöhe: rd. 75 mm

     Vorläufige Daten beispielhaft für Landkreis Uelzen, nach LBEG 2009, aus Vortrag Mai 2018

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HERAUSFORDERUNGEN (2):
     NUTZUNGSKONFLIKTE - ENTWICKLUNG VON MENGE UND
     QUALITÄT
                                     Chemischer Zustand                                         Nitrat
                                     gesamt
       Gesamtheit der Wasserrechte

                                          Pestizide

                                                          WMS Service: WRRL_wms
                                                          (http://www.umweltkarten-
                                                          niedersachsen.de/arcgis/services/WR
                                                          RL_wms/MapServer/WMSServer?),
                                                          Stand Dez. 2018

                                                           Ergänzend: Gefahr durch höher mineralisierte
                                                           Tiefenwässer (Mittelgebirge) und durch Salzwasser
                                                           aus unterlagernden Salzstöcke

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HERAUSFORDERUNGEN (3):
     ENTWICKLUNG GRUNDWASSERDARGEBOT

                          Weitere Einflussfaktoren der Prognose:
                          •   Verlängerte Vegetationsperioden mit erhöhtem
                              Wasserbedarf der Pflanzen (=> Reduktion GWN)
                          •   Wandel in der Flächennutzung (Versiegelung,
                              Vegetation, etc.)
                          •   Auswirkungen veränderter Niederschlagsverteilung
                              auf Ergiebigkeit von Quellen und
                              Festgesteinsbrunnen
                          •   Ggf. Anpassung von Fruchtfolgen und
                              Bewässerungstechniken
                          •   Verändertes Abflussverhalten der Gewässer
                              (Starkregenereignisse, Niedrigwasser)

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HERAUSFORDERUNGEN (4):
     TECHNIK - VERSORGUNGSINFRASTRUKTUR

                                               Regionale Unterschiede:
                                               Städtisch – ländlich geprägte
                                               Versorgungsinfrastruktur
                                               Morphologie: Ebene - Mittelgebirge
                                               Untergrundverhältnisse:
                                               Lockergestein - Festgestein

                 Aus: http://geoinfo.lkos.de

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DAS TROCKENJAHR 2018

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ABFRAGE TROCKENJAHR 2018
     1 Wurde ein kritisches Minimum in Ihren Trinkwasserspeichern erreicht?

          Gab es Beschwerden aus der Bevölkerung bezüglich eines Druckabfalls oder
     2
          der Trinkwassertemperatur?
          Im Falle einer Wasseraufbereitung - war die Aufbereitungskapazität immer
     3
          ausreichend?
          Gab es Zonen in Ihrem Verteilungsnetz, die während der Trockenphasen
     4
          zusätzlich gespült werden mussten?
          Gab es außerplanmäßige externe Wasserlieferungen aufgrund von
     5
          Engpässen?

     6 Wie hoch war die Tagesspitzenabgabe?

     7 Wurde der bisherige Tagesspitzenwert (2003?) übertroffen, wie oft?

          Gab es aufgrund sinkender Grundwasserstände Probleme mit
     8
          Förderkapazitäten?

     9 Wurden die genehmigten Fördermengen (Tag, Monat, Jahr) überschritten?

     10 Gab es Aufforderungen / Vorgaben zur Nutzungseinschränkung?

        Mussten z.B. geplante Wartungs- Sanierungsarbeiten verschoben werden?
     11 Wirkt sich das Trockenjahr 2018 auf die weitere Maßnahmenplanung aus,
        wenn ja, wie?                                                                Grundwasserbericht Niedersachsen

        Gab es Auffälligkeiten bei den Analysenergebnissen (z.B. deutlich erhöhte    Sonderausgabe zur
     12 elektrische Leitfähigkeit als möglicher Hinweis auf höher mineralisiertes    Grundwasserstandssituation im
                                                                                     Trockenjahr 2018
        (Tiefen-)Grundwasser?

          Gab es andere Auffälligkeiten oder Probleme im Zusammenhang mit dem
     13
          Trockenjahr 2018, wenn ja, welche?

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ZEITPLAN UND MEILENSTEINE
                                                                                                                                        Gesamtlaufzeit
                                                                                            2019                                                       2020                                                 2021
                                                                Feb Mrz    Apr Mai      Jun Jul Aug Sep   Okt Nov Dez   Jan   Feb Mrz     Apr Mai    Jun Jul       Aug Sep   Okt Nov Dez    Jan   Feb Mrz   Apr Mai      Jun   Jul
                              Projektmonat                       1     2    3       4   5    6   7   8    9   10   11   12    13   14      15   16       17   18   19   20   21   22   23   24    25   26   27    28     29    30

                              Auftragsvergabe
                              Auftaktveranstaltung

                              Workshop (optional)

                              Zwischenberichte 2019 / 2020

                              Abschlussveranstaltung

                              Abschlussbericht                                                                                                                                                                   Entw.
                              Datenerfassung
                              Versorgungsstruktur
       IST-Analyse

                              Wasserbedarf
                              Dargebot
                              Gesamtbild Versorgungssituation
                              Defizitanalyse
                              Grundlagendaten Prognose
       Prognose / Szenarien

                              Versorgungsstruktur
                              Wasserbedarf
                              Dargebot
                              Gesamtbild Versorgungssituation
                              Defizitanalyse
                              Szenarien
     Konzepte /
     Strategien

                              Konfliktpotenziale
                              Handlungsoptionen
                              Monitoring
     unikation

                              Flyer
      Komm-

                              Kommunikationsstrategie

                                                                     Meilensteine

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DATENABFRAGE

       gestufte Datenabfrage vorgesehen
       1. Abfrage beim LKOS und NLWKN
       2. Abfrage bei den größeren
          Wasserversorgern
          (inkl. dort vorliegender Daten kleinerer
          Wasserversorger)
       3. Ergänzende Abfrage bei:
            a) kleinen Wasserversorgern
            b) Industrie und Gewerbe
            c) Landwirtschaft,
               Landwirtschaftskammer

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Herzlichen Dank
             für Ihre Aufmerksamkeit

            Hilger Schmedding            Frank Müller
                  Niederlassungsleiter   Geschäftsführer
                        Bördestraße 3    Kirberichshofer Weg 6
                    31135 Hildesheim     52066 Aachen
              Telefon 05121 /76 82 - 0   Telefon 0241 9000 11 -0

     Hilger.Schmedding@consulaqua.de     f.mueller@ahu.de
                   www.consulaqua.de     www.ahu.de

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