Design, Aerodynamik, Package

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Design, Aerodynamik, Package
Design, Aerodynamik, Package

 Gleichzeitig mit der Entscheidungsfindung bezüglich der Karosserieform
  und der zu verwendenden Aufbauten und Module wird das äußere
  Erscheinungsbild eines Fahrzeugs entwickelt.

 Hierbei dürfen Aerodynamik, Design und Package nicht getrennt
  betrachtet werden.

 Vielmehr ist ein interdisziplinäres Arbeiten zwischen den drei Bereichen
  erforderlich.

 Bei der aerodynamischen Gestaltung der Außenhaut stehen physikalische
  Gesetzmäßigkeiten im Vordergrund.

 Beim Package spielen Technik und Kundenanforderungen eine wichtige
  Rolle.

 Das Design neuer Modelle bestimmt die Anmutung des Fahrzeugs und
  ist weniger rationalen Kriterien zuzuordnen.
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Design, Aerodynamik, Package
Kapitel 06:

                 Design

          Prof. Christoph Wagener

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Design, Aerodynamik, Package
Design
Einflussgrößen auf die Fahrzeuggestalt

                                                                     Quelle: nach ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Design, Aerodynamik, Package
Definition von Design

 Der sprachliche Ursprung des Wortes Design stammt aus dem Lateinischen
  designare = bezeichnen, angeben, bestimmen, ernennen, (ab-) zeichnen,
  nachbilden.

 Im englischen Sprachgebrauch ist Design wesentlich weiter gefasst und kann in
  der Bedeutung die gesamte (auch rein technische) Entwicklung einschließen,
  während der Begriff im deutschen Sprachraum immer eine gestalterisch-kreative
  Komponente impliziert.

 Jobprofil eines Designers:
  In der Automobilindustrie kann die Aufgabe eines so genannten Designers von
  einer rein ästhetischen oder künstlerischen Tätigkeit bis hin zur wissenschaftlichen
  Arbeit variieren.

 Die wichtigste Funktion von Design ist es, dem Produkt eine Seele zu geben.

                                                                  Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Design, Aerodynamik, Package
Definition von Design
  Wesentliche Funktionen

 Definition des Begriffes (von lat. signum = Merkmal):
        „Design ist der Prozess der Anpassung eines Gegenstandes an die
        physischen und psychischen Bedürfnisse des Menschen.“

 Nach dieser Definition hat das Design eines Kfz drei wesentliche
  Funktionen:
    •       Praktische Funktion
    •       Ästhetische Funktion
    •       Symbolische Funktion

                                                                                      Quelle: BMW

                                                                Quelle: nach ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Design, Aerodynamik, Package
Wachsende Bedeutung von Design
Zielkonflikte für das Design

                                                           Quelle: nach Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Design, Aerodynamik, Package
Design
  Zielkonflikte

 Nicht alle Ingenieure haben ein Gespür für das enorme Ideenpotenzial, das in einer
  Designabteilung steckt. Wenn es aber gelingt, den Innovationswillen der Ingenieure mit der
  Kreativität der Designer zu verbinden, dann sind innovative Lösungen möglich. Wesentlichen
  Anteil daran wird meist der Studioingenieur haben.

 Er ist ein Ingenieur, der für die Designabteilung (das Studio) arbeitet und die Designer in ihrer
  täglichen Arbeit unterstützt: Er „füttert“ diese mit Informationen über neue Entwicklungen und
  Techniken und sorgt dafür, dass bei den Designentwürfen die Voraussetzungen für die
  Produktion und die gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind.

 Ein möglicher Konflikt für den Gestalter des äußeren Designs sind die Anforderungen der
  Aerodynamik versus der ästhetischen Fahrzeugaussage.

 Der Kunde möchte beides: Aufregendes, individualistisches Design aber auch alle Vorteile
  einer guten Aerodynamik.

 Für den Designer ist es von extremer Wichtigkeit, schon zu Beginn eines Projektes die
  physikalischen Gesetze der Aerodynamik in Einklang mit der Formgebung zu bringen.

 Weitere Zielkonflikte entstehen durch die Forderung nach Übersichtlichkeit = gutes Sichtfeld
  für den Fahrer und die neuen gesetzlichen Regelungen zum Fußgängerschutz.

                                                                       Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Design
Plattform- / Gleichteile-Konzept

                Unterschiedliche Fahrzeuge auf einer Plattform

                           Quelle: Volkswagen Newsroom                     Quelle: Volkswagen Newsroom

                                 Quelle: Seat Mediacenter                      Quelle: Skoda Storyboard

                                Quelle: Audi Mediacenter                       Quelle: Audi Mediacenter

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Design
Ausdrucksformen im Design

                             Semantik: Kindschema
                            Große Augen, hohe Stirn

                                                               Photos: Daewoo, EDAG DESIGN STUDIO
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Design
Ausdrucksformen im Design

                            Semantik: Schweben

                                                             Quelle: Daimler / Internet
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Design und Markenimage

 Menschen kaufen Image. Das Markenimage ist etwas, womit man sich
  gerne identifiziert. Es passt zum Lifestyle und zur Persönlichkeit.

 Wer einen Markenartikel kauft, erwirbt dessen Image gleich mit. Das
  Aussehen, also die Form des Produkts spielt dabei natürlich eine ganz
  entscheidende Rolle.

 Clevere Werbung und kritische Medienberichte können die
  Kaufentscheidung zwar beeinflussen, ausschlaggebend aber ist das
  Produktdesign: Es muss die Versprechen von Werbung, Medien und
  Image einlösen, es darf nicht (ent-)täuschen durch einen Widerspruch in
  der Markenidentität.

                                                             Quelle: nach Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Design als Marketinginstrument

 Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg ist, was der Markt verlangt,
   d.h. welche Bedürfnisse die Kunden haben – und in naher Zukunft haben
   werden.

 Erfahrungsgemäß sind die Designer mit ihren emotional bestimmten
   Form- und Farbvorstellungen näher am Geschmack der Kunden, und
   deshalb auch näher an zukünftigen Trends orientiert. Ihr Beruf ist ja
   gerade, aus gesellschaftlichen und kulturellen Strömungen künftige
   Stilrichtungen zu erahnen und sie zum richtigen Zeitpunkt im
   Automobildesign zu reflektieren.

                                                              Quelle: nach Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Design
Trendforschung

  Wichtigstes Hilfsmittel zum Aufspüren von Strömungen und Entwicklungen, die
   geeignet sind sich im Design niederzuschlagen, ist die Trendforschung.

  Ziel ist es, Trends vorauszuahnen, Vorhersagen zu machen und eine Art kreativer
   Prognose zu betreiben.

  In einer Marktsituation, in der Marke und Image so entscheidend für den
   Markenerfolg sind, ist es besonders wichtig, die Geschmäcker der Zielgruppen
   kennen zu lernen.

  Es hat sich bewährt, den angepeilten Kundenkreis nicht rein demographisch,
   sondern auch nach dem Prinzip der Sozialmilieus zu analysieren sowie deren
   Lifestyle. Wertvorstellungen und Ambiente jeweils anhand von Imageboards
   darzustellen.

                                                              Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Design
Trendforschung

                  Demographische Kriterien des Kunden bzw. Benutzers

          Alter                      Nationalität                          Ausbildungsgrad

 Geschlecht                             Beruf                                Bedienungsort

Körperlicher                        Jahreszeit der                         Bedienungsdauer
 Zustand                             Bedienung                              des Fahrzeugs

                                                                  Quelle: nach ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Design
Trendforschung Demographischer Wandel

                                                               Quelle: nach Bevölkerung Deutschlands bis 2060, DESTATIS

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Design
Trendforschung Demographischer Wandel

                                                 Quelle: nach Bevölkerung Deutschlands bis 2060, Statistisches Bundesamt

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Design
Trendforschung

                        Psychographische Orientierung

           Prestigeorientierung                         Sicherheitsorientierung

          Neuheitenorientierung                          Leistungsorientierung

           Ästhetikorientierung                        Sensitivitätsorientierung

   Minimalaufwandsorientierung                           Traditionsorientierung

                                                                  Quelle: nach ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Design
  Disziplinen

Die wesentlichen Bereiche des Design sind:

 Exterieur Design (entscheidend für die Kaufentscheidung)

 Interieur Design (entscheidend für die langfristige Kundenzufriedenheit)

 „Colour & Trim“

 Advanced Design
  (Entwicklung von „Concept“-Fahrzeugen)

                                                                   Quelle: Media Daimler

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Exterieur-Design

 Wer von Automobil-Design spricht, meint in erster Linie das Exterieur-
  Design, weshalb gerade auch in den Augen vieler Designer dieser Bereich
  die „Königsdisziplin“ darstellt.

 Das Aussehen des Autos kommuniziert seinen Charakter und damit die
  Produktseele.

 Durch das Zusammenspiel von
  Proportionen und Linien, Highlights
  und grafischen Elementen können
  Sportlichkeit oder Eleganz, Komfort
  oder Dynamik, Avantgarde oder
  Tradition ausgedrückt werden

                                                                                           Quelle: Audi Mediacenter

                                                            Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Exterieur-Design

Beispiele für Gestaltelemente, auf die sich die Designabteilungen
konzentrieren, sind im wesentlichen:

 Frontend, Heck

 Windschutzscheibenrahmen, insbesondere A-Säulen, Holme

 Formen der Oberflächen und Linien, z.B. Gürtellinien

 Anbauteile, graphische Elemente, Räder

 Farben

                                                              Quelle: ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Exterieur-Design
  Gesetzliche Vorschriften bei der Gestaltung der Außenform

 Positionierung für Scheinwerfer, Bremsleuchten, Schlussleuchten,
  Fahrtrichtungsanzeiger, Nebelschluss- und Rückfahrleuchten, seitliche
  Markierungsleuchten

 Stoßfängerhöhe

 Position der Nummernschilder

 Radabdeckungen

 Sichtverhältnisse des Fahrers

 Mindestradien für vorstehende Teile der Außenfläche

                                                                     Quelle: ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Exterieur-Design
  Grundkonzeptionen

 Generationenkonzept:
 •    Alle Fahrzeuge einer Generation weisen gleiche stylistische Merkmale auf
      (z.B. „New Edge“-Design von Ford).
 •    In jeder Generation ist ein Neubeginn möglich.
 •    Die Gefahr der Nichtakzeptanz des ersten Modells der neuen Generation ist
      jedoch recht groß, da ein erheblicher Sprung gewagt werden muss, um auch
      beim letzten Modell dieser Generation noch zeitgemäß zu sein.

 Evolutionsstrategie:
 •    Jedes neue Modell stellt einen weiteren Schritt dar (z.B. Mercedes, BMW).
 •    Einerseits kann dadurch die Kontinuität und Stetigkeit als Sinnbild der Marke
      zum Ausdruck gebracht werden.
 •    Andererseits unterliegt Design aber auch Modeerscheinungen, die durch die
      Evolutionsstrategie kaum abgedeckt werden können.

                                                                  Quelle: ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Interieur-Design

 Das Interieur-Design ist für die Zufriedenheit mit dem erworbenen
  Produkt in viel stärkerem Maße ausschlaggebend als das Exterieur.

 Das Interieur-Design muss mit der Exterieur-Sprache harmonieren, in
  Form, Farbe und Material.

 Ist beim Exterieur die Botschaft noch rein visuell („Liebe auf den ersten
  Blick“ – oder auch nicht), so werden beim Interieur alle Sinne in die
  Wahrnehmung mit einbezogen: Gehör, Geruch, Tast- und
  Geschmackssinn.

 Das Interieur-Design beeinflusst das „Wohlfühlen“ im Auto. In diesen
  Bereich fällt auch die Gestaltung der Sitze und Sitzposition, wovon
  Bequemlichkeit und Ergonomie wesentlich abhängen.

                                                              Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
  SS 2020                         Design / Prof. C. Wagener                                                   23
Interieur-Design
  Innenraumgestaltung

  Wesentliche Gestaltungsbereiche des Innenraums: Lenkrad und Instrumententafel

 Für das Design eines Lenkrades sind drei wesentliche Kriterien ausschlaggebend:
    •       Ergonomisch richtige Griffhaltung
    •       Schneller und richtiger Griffwechsel
    •       Freier Durchblick zu den Anzeigeinstrumenten

 Bei der Instrumentierung haben sich bis heute Analoginstrumente wegen ihrer klaren Struktur
  und ihrer schnellen Ablesbarkeit durchgesetzt.

 Auch für die übrige Innenausstattung, wie Sitze und Türverkleidungen, werden detaillierte
  Entwürfe angefertigt und verschiedene Modelle gebaut.

 Gestaltungsparameter sind dabei die Formgebung, die Farbe und die eingesetzten
  Werkstoffe.

                                                                        Quelle: ika Schriftenreihe Automobiltechnik, / Bild: Volkswagen
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Interieur-Design
  Innenraumgestaltung

 Zur Gestaltung eines angenehmen Innenraums müssen beispielsweise Flächen, die
  für den Insassen zusammengehören, in der gleichen Optik ausgeführt werden.

 Das gilt sowohl für die Farben als auch für die verwendeten Materialien.

 Optische Sprünge, z.B. Dekorleisten, sind nur dort vorzusehen, wo die
  Stylinggeometrie dies zulässt.

 Durchgehende Linien und weiche Übergänge können einen Gesamteindruck von
  optischer Großräumigkeit vermitteln.

 Bei der Farbabstimmung ist auf die Lichtverhältnisse zu achten.

                                                                 Quelle: nach ika Schriftenreihe Automobiltechnik
  SS 2020                            Design / Prof. C. Wagener                                          25
Interieur-Design
  Innenraumgestaltung

 Bei Einsatz von Polymerwerkstoffen ist auf die Innenraum-Emissionen zu
  achten.

                        Quelle: Audi Mediacenter

 Neben der optischen Gestaltung des Innenraums spielen in den letzten
  Jahren Aspekte wie die Funktionalität und Variabilität eine immer
  wichtigere Rolle. Insbesondere bei kleineren Fahrzeugen mit
  eingeschränktem Platzangebot im Innenraum entwickelt sich die
  Innenraumvariabilität zu einem immer wichtigeren Kaufanreiz.

                                                                     Quelle: nach ika Schriftenreihe Automobiltechnik
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Colour & Trim
  Magische Worte in der Schöpfungsgeschichte eines Automobils

 Die von Colour & Trim entwickelten Farben, Stoffe und Muster müssen
  sowohl mit dem Interieur als auch mit dem Exterieur des Fahrzeugs
  harmonieren, und sollen zugleich den Geschmack der Zielgruppe treffen.

 In einem langwierigen Prozess mit mindestens zwei Jahren Vorlauf
  werden die Lacke und Stoffe entwickelt, damit sie ihrem Einsatz am und
  im Automobil gerecht werden.

 Materialseitig geht es dabei vor allem um die Anforderungen an Qualität
  und Haltbarkeit, vom Designer verlangt es große Fachkenntnis auch
  hinsichtlich der neuesten Produktionsprozesse.

 Richtiges Timing: Dafür werden die künftigen Farb- und Modetrends
  beobachtet und versucht, mit den eigenen Entwürfen drei Jahre später im
  Trend zu liegen.
                                                                   Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
  SS 2020                              Design / Prof. C. Wagener                                                   27
Colour & Trim
Magische Worte in der Schöpfungsgeschichte eines Automobils

               Ohne Farben keine Emotionen.

          Ohne Materialien überhaupt kein Auto.

                                                                 Quelle: Automobil Produktion
SS 2020                              Design / Prof. C. Wagener                         28
Advanced Design

 Manchmal auch Concept Design genannt; beinhaltet die Ideenfindung für
  künftige Entwicklungen.
 Der Forschung auf technischer Seite entspricht das Advanced oder
  Concept Studio im Design.
 Es geht um neue Design-Themen in Exterieur und Interieur, um neue
  Materialien, Farben und Textilien, aber auch um ganz neuartige Produkte.
 Die Ergebnisse solcher Studios tauchen oft als Concept Studien oder
  Show Cars auf den großen Automobil-Messen auf und werden häufig
  dazu benutzt, die Resonanz im Markt abzufragen.

                                           Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage / Bilder: Daimler
  SS 2020                       Design / Prof. C. Wagener                                                     29
Advanced Design
Audi e-tron quattro Concept

SS 2020                       Design / Prof. C. Wagener   30
Der klassische Design-Prozess
 Design-Brief

 Auch Lastenheft genannt. Darin sind alle wesentlichen Informationen zur Definition des
  Produkts, sowie der detaillierte Entwicklungsplan bis zum Verkaufsstart enthalten.
  •    Produktdefinition und Positionierung (Beispiel: Zweisitzer in der Kleinwagen-Klasse)
  •    Käufer-Zielgruppe und Segment (Singles, mittleres Preissegment)
  •    Designcharakter (sportlich-dynamisch)
  •    Hauptwettbewerber (Benchmarking)
  •    Zeitplan
  •    Technische Ziele und Sicherheitsziele (Innovation, Anzahl der Airbags, Überrollbügel)
  •    Spezifikation von Technik und Ausstattung (zwei Motorversionen, zwei Interieur-Levels)
  •    Informationen über den Produktionsprozess und die –verfahren (Schalttafel-Montage durch
       die Frontscheibe, Größe der Lackierkabine, Bandaufnahmepunkte der Karosserie)
  •    Hauptmärkte und Verkaufsvolumen

                                                                       Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
 SS 2020                                   Design / Prof. C. Wagener                                                   31
Der klassische Design-Prozess
  Package-Data

 Grundlage ist meistens eine vorgegebene Plattform, worauf Antrieb und
   Hauptaggregate, beispielsweise Kühlung, Tank etc. platziert sind.

 Im Package werden die Sitzposition der Insassen, damit gleichzeitig H-
   Punkt und Sichtwinkel festgelegt („hard points“).

 Das Package nimmt auch Einfluss auf die Proportionen des Fahrzeugs, so
   hinsichtlich Höhe, Länge, Breite, Neigung der Windschutzscheibe,
   Überhänge, ..... also spezifisch designrelevante Faktoren.

                                                               Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
  SS 2020                          Design / Prof. C. Wagener                                                   32
Der klassische Design-Prozess
  Randbedingungen

 Die Skizzen werden unter Berücksichtigung der technischen
  Realisierbarkeit erstellt.

 Berücksichtigung markentypischer Stilelemente

 Streben nach einem möglichst geringen Luftwiderstand

                                                           Quelle: Media Daimler

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Der klassische Design-Prozess
Concept Phase / Ideation - Ideenkreierung

                                                                   Quelle: Audi /Quattro Concept

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Der klassische Design-Prozess
Concept Phase / Ideation - Ideenkreierung

                                                         Brainstorming

                                                         Zeichenblock und Stift

                                                         Imageboards

                                                         Formensprache

                                                         Reflektion des Marktes
                                  Quelle: Daimler
                                                        (Einbeziehung von Marketingexperten)

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Der klassische Design-Prozess
  Concept Phase / Ideation – Ideenkreierung

            Designstudie SEAT FORMULA                     SEAT FORMULA: Endprodukt

 Hand-“Scribbles“ (Skizzen, Sketche)
                                                                          VW Taigun
 Kreativste Phase

 Visualisierung der Ideen

      => Auswahl der Richtung (Screening)

  SS 2020                                Design / Prof. C. Wagener                    36
Der klassische Design-Prozess
  Theme-Refinement

 Die aus der Ideation-Phase ausgewählten Ideen werden weiterverarbeitet.

 Man geht mehr ins Detail und versucht, mit noch realistischerer
  Darstellung (Renderings) die Form und die Linien genauer festzulegen.

 Daran schließt sich meistens die erste Präsentation für das Management
  an, z.B. in Form von so genannten orthographischen Ansichten (Seite,
  Front, Heck, Draufsicht) und perspektivischen Darstellungen.

 Gemeinsam mit dem Management wird eine Auswahl getroffen, die die
  vorgeschlagenen Entwürfe auf eine Richtung festlegt oder zumindest auf
  wenige Favoriten einengt.

                                                            Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
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Der klassische Design-Prozess
  Tape-Drawing

 Designer und Studio-Ingenieur konstruieren, meistens im Maßstab 1:1,
  mit verschieden breiten, schwarzen Krepp-Klebebändern eine Art
  technische Zeichnung auf wandhohem Karopapier.

 Grundlage des Tape-Drawings ist eine Maßzeichnung, die die hard points
  vorgibt.

       Bentley Continental GT

                                                            Quelle: Bentley / BMW

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Der klassische Design-Prozess
  Modell-Phase

 Ziel der Modellphase ist, die Idee in die Dreidimensionalität zu übertragen.
 Die Modelleure nehmen die Maße vom Tape-Drawing ab und übertragen sie
  mittels einer Messmaschine ins Modell.
 Dies wird meistens aus Ton (Plastilin), manchmal aber auch in Epowood
  (Polyurethan-Harz) oder Gips (Plaster) gefertigt.

                                                    Quelle: Daimler / Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage

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Der klassische Design-Prozess
  Modell-Phase

 Modelle werden in 1:1 oder als maßstäbliche Modelle
   (i.d.R. bis 1:5) aufgebaut.

 Für realitätsnahe Begutachtungen klebt man Dynoc-
   Folie auf die Oberflächen, um die Form anhand von
   Lichtreflexen besser beurteilen zu können.

 Sign-off oder Design-Freeze: Das Modell wird lackiert,
   die Leuchteinheiten werden als Hartteile ausgeführt
   und der Aufbau oberhalb der Gürtellinie mit
   durchsichtigen Scheiben versehen.

 Nach dem Design-Freeze wird die abschließende
   Feasibility Untersuchung eingeleitet, nach deren
   Abschluss ein neues, digital vermessene

   Verifikationsmodell entsteht.
                                                                         Quelle: Daimler
  SS 2020                                    Design / Prof. C. Wagener              40
Der klassische Design-Prozess
Modell-Phase

                  Arbeiten am Plastilin-Modell

                                                       Quelle: Volkswagen / Opel / Internet
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Der klassische Design-Prozess
  Modell-Phase

                   Datenrückführung (3D-Scan durch Abtasten)

 Das reale Modell wird punktweise entlang von Form- und Konturlinien abgetastet; diese
  werden vorher auf das Modell gezeichnet
 Das Abtasten erfolgt zum größten Teil entlang von konstanten (X-, Y- und Z-) Schnitten
 Es entsteht ein 3D-Draht-Modell
 Die Abtastlinien werden nachträglich geglättet, um eine gute Basis für die Flächenerzeugung
  zu bilden
 Bei wenig vorhandenen Konturlinien (z.B. geringer Abstand von Linie zu Linie) werden nach
  der Austragungsmethode weitere Linien interpoliert
 Verfahren verliert zunehmend an Bedeutung bei Design-Entwicklung

                                                                                Quelle: Daimler / InnoWAmess
  SS 2020                                 Design / Prof. C. Wagener                                  42
Der klassische Design-Prozess
Modell-Phase

          Datenrückführung (3D-Photogrammetrie bzw. optische Digitalisierung)
  2 Kameras nehmen in verschiedenen K-Positionen das Objekt auf. Durch Überlagerung der
   beiden Kamera-Informationen wird das Objekt erkannt. Die verschiedenen K-Positionen
   müssen dabei bekannt sein. Es empfiehlt sich eine Kameraführung auf einer 3- bzw. 5-
   Achsenmess- oder Fräsmaschine.
  Es werden Punktewolken erzeugt, welche nachträglich direkt in Flächen überführt werden
   können, Messgenauigkeit ca. 0,1mm
  Standard-Datenschnittstellen (z.B. VDA, IGS, Step) werden für die Übertragung in einem 3D-
   Design-Modellierer oder einem Freiformmodellierer angewendet

                                                                       Funktionsprinzip der
                                                                       optischen Digitalisierung

                                                                                   Quelle: Daimler / GOM
SS 2020                               Design / Prof. C. Wagener                                 43
Der klassische Design-Prozess
Modell-Phase

                                                         Datenrückführung
                                                 (3D-Photogrammetrie bzw. optische
                                                           Digitalisierung)

                                                 Aufnahme in verschiedenen
                                                  Ansichten

                                                 Erzeugung einer Punktwolke in
                                                  wenigen Stunden

                                                 Digitalisierung mit bis zu 5 Mio.
                                                  Koordinatenwerten

                                                                         Quelle: Daimler / GOM
SS 2020                    Design / Prof. C. Wagener                                  44
Der klassische Design-Prozess
  Modell-Phase Interieur

 Gleichzeitig mit dem Exterieur-Modell fängt man auch mit dem Bau des
  Ergo-Buck („Sitzkiste“) an.

 Sinn ist es, die ersten Eindrücke vom Interieur zu bekommen, zum
  Beispiel vom Ein- und Ausstieg, der Sitzposition oder der Aussicht durch
  die Windschutzscheibe.

                                                             Quelle: BMW / Formula Student / Internet
  SS 2020                        Design / Prof. C. Wagener                                   45
Der klassische Design-Prozess
  Designprozess für Innenraumgestaltung

             Designentwurf                                            Plastilinmodell

VW E-Bulli

                                                                      VW I.D.
                                                                                  Quelle: Volkswagen / Daimler
  SS 2020                                 Design / Prof. C. Wagener                                   46
Der klassische (manuelle) Designprozess

          Graphik-Designer           Konzept-Phase                      Unternehmensdaten

                                          Ideation                          Design-Brief

                                                                         Marktinformationen
                                Festlegung der Stilrichtung

                                   Theme-Refinement

                                     Festlegung der
                               orthographischen Ansichten

                                     Tape-Drawings
                                                                        Packageinformationen
          Modell-Designer             Maßstab 1:1
                                                                             Feasibility
                                        Tonmodell

                                    Flächenrückführung
                                    - 3D-Scan d. Abtasten
                                  - Optisches Digitalisieren

             Feasibility            3D-Flächen-Daten

                                   Flächenbearbeitung

                             3D-Flächen für die Ankonstruktion
                                                                                               Quelle: Daimler
SS 2020                                     Design / Prof. C. Wagener                                47
Der digitale Design-Prozess
  Design-Brief, Package-Data, Concept-Phase

 Die wichtigsten Schritte entsprechen dem klassischen Prozess: Der
  Design-Brief muss die Programmziele klar definieren, im Package müssen
  die Daten genau festgelegt sein, und in der Konzeptphase sind die
  technischen und formalen Vorgaben richtig zu interpretieren.

 Ideation: Für diese sehr kreative und
  intuitive Phase lässt sich bereits der
  Rechner einsetzen, doch die meisten
  Designer bevorzugen für die ersten
  Scribbles noch die klassische Methode.

                                                                                                Quelle: Volkswagen Newsroom

                                                                    Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
  SS 2020                               Design / Prof. C. Wagener                                                    48
Der digitale Design-Prozess
  3-D-Design und Modelling

 In dieser Phase verschmelzen Theme-Refinement, Tape-Drawing und Modelling
  aufgrund der einheitlich verwendeten digitalen Daten.

 Im Tape-Drawing ist das Zusammenspiel der vier Ansichten manchmal schwer
  vorstellbar, während im digitalen Prozess nicht nur eine sehr plastische Darstellung
  des Wire-Frame-Modells im Computer, sondern auf Knopfdruck auch eine Ansicht
  aus allen Blickwinkeln möglich wird.

 Der Designer arbeitet nicht nur mathematisch genau – alle Flächen passen
  konstruktiv zueinander -, sondern auch effizienter, weil er die Proportion und Form
  seines Entwurfs ständig in einer dreidimensionalen Darstellung beurteilen kann.

 Auch für die Arbeit der Studio-Ingenieure bringen die im Rechner abgelegten 3D-
  Daten eine große Erleichterung: Die 1:1-Daten des jeweiligen Modellstandes sind
  jederzeit abrufbar und mit der CAD Software, beispielsweise CATIA, kompatibel.

 Gegenüber der Tape-Info lassen sich so Übertragungsfehler vermeiden und viel
  Zeit gewinnen.

                                                                  Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
  SS 2020                             Design / Prof. C. Wagener                                                   49
Der digitale Design-Prozess
  3-D-Design und Modelling

 Gleiches gilt für das computergesteuerte Fräsen eines weit fortgeschrittenen
  Modells, das sich aufgrund der digitalen Daten in kürzester Zeit (etwa 2 Tage)
  bewältigen lässt, und die spätere Entwicklung von Werkzeugen, die ebenfalls auf
  den abgespeicherten Datensätzen basiert.
 Man kann das Digitalmodell vielseitig einsetzen, beispielsweise für
  aerodynamische Untersuchungen, mit FEM-Ergänzungen für Crashsimulationen
  und Animation.
 Die Designbeurteilung eines digitalen Modells gelingt auf dem
  Computerbildschirm wesentlich besser, wenn man eine Umgebung simuliert.

                     Dreidimensionales Modell, rechnerbasiert

                                                                          Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
  SS 2020                                     Design / Prof. C. Wagener                                                   50
Der digitale Design-Prozess
 3-D-Design-Modellierung

 Mit 3D-Design-Tools (z.B. ALIAS) werden aus
  den 2-D-Renderings der Ansichten ein 3-D-
  Volumenmodell erstellt.
 Die Flächenqualität der 3D-Flächen dient
  lediglich der Visualisierung
  (keine „Class A“-Flächen).
 Wesentliche Proportionen und Design-
  Features werden in digitaler 3D-Form erzeugt.
 Package-Informationen, wie beispielsweise
  der Unterbau, werden eingebunden.
 Darstellung des Designentwurfes in „realen“
  Umgebungen (z.B. Showroom, Landstraße, …).
 Heute werden diese Designentwürfe im
  „Holospace“ oder der „Cave“ (VR) überprüft.

                                                               Quelle: Daimler
 SS 2020                           Design / Prof. C. Wagener         51
Der digitale Design-Prozess
 Surface-Layout

 3D-Scan-Daten oder Daten der 3D-Design-
  Modellierung werden in entsprechenden Flächen-
  Modellierern (z.B. ICEM-Surf, HELIOS)
  aufgearbeitet.
 Hier werden Class-A-Flächen erzeugt
 Trennkonturen zwischen den einzelnen Bauteilen
  (z.B. Motorhaube zum Kotflügel) werden hier
  explizit ausgeführt.
 Geringe Modifikationen der Flächen (z.B. Stracken
  v. Flächen) werden ebenfalls in dieser Phase
  durchgeführt. Die Qualität sowie die genaue Lage
  der Exterieur- und Interieur-Flächen werden
  iterativ in verschiedenen Entwicklungsstufen
  angenähert.
 Die in dieser Phase entstandenen Flächen sind die                „ICEM“-Flächen
  letztendliche Ausgangsbasis für die                           Innenraum Jaguar XK8
  Ankonstruktionen.
                                                                                       Quelle: Daimler
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Der digitale Design-Prozess

                                                      Die Simulation Surfvis 3D ermöglicht
                                                      eine fotorealistische Abbildung der
                                                      Oberflächen am späteren Bauteil.

Die Innenraumoberflächen im Opel Adam
kommen von Benecke-Kaliko und sind
durch den Einsatz von elastischen
Polymeren unempfindlich gegenüber
Kratzern.

   SS 2020                        Design / Prof. C. Wagener                                  53
Der moderne (digitale) Designprozess

     Graphik-Designer            Konzept-Phase                    Unternehmensdaten

                                    Ideation                          Design-Brief

                                                                   Marktinformationen
                           Festlegung der Stilrichtung

                               Theme-Refinement

                                 Festlegung der
                           orthographischen Ansichten
                                                                     Holospace (VR)

                            3D-Design-Modellierung                Packageinformationen

         Tonmodell                                                     Feasibility
      (Tape-Drawings)
    Flächenrückführung           Surface-Layout

      Nur zur Kontrolle!

                               3D-Flächen-Daten
                             für die Ankonstruktion
                                                                                         Quelle: Daimler
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Der Designprozess

                                                Quelle: Automobil Produktion
SS 2020             Design / Prof. C. Wagener                         55
Der digitale Design-Prozess
Vorteile und Stärken

•   Die Daten sind mathematisch genau und können vielseitig eingesetzt werden,
    beispielsweise für die Feasibility-Untersuchung, für Simulationen, für Animation,
    Rapid Prototyping und für Virtual Reality.
•   Der Datentransfer weltweit an andere Abteilungen und Lieferanten ist
    unkompliziert und schnell.
•   Die Konstruktionsabteilung kann viel früher mit der Feasibility beginnen, um so
    eine kürzere Entwicklungszeit zu erreichen.
•   Der digitale Prozess erlaubt zusätzliche digitale Modelle und dadurch mehr
    Auswahl und Variationsmöglichkeiten, die im Computer schnell dargestellt
    werden können.
•   Höhere Effizienz, das heißt jeder Designer, der am Computer entwirft, produziert
    in der gleichen Zeit mehr als ein Designer, der nach der klassischen Methode
    entwirft.
•   Höhere Qualität, weil die Daten mathematisch genau sind und deshalb auch die
    Hartteile perfekt passen.

                                                                 Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
SS 2020                              Design / Prof. C. Wagener                                                   56
Der digitale Design-Prozess
Nachteile und Schwächen

•   Die Beurteilung von digitalen Modellen ist schwieriger als von konventionellen
    Tonmodellen, weil auf dem Bildschirm nur ein kleiner Maßstab abgebildet wird,
    zudem der Kontext und die Informationen aus der Umgebung fehlen, z.B. alle
    Licht- / Schatteneffekte.
•   Die für den digitalen Designprozess notwendige Infrastruktur ist teuer und
    aufwendig.
•   Die Entwicklung eines Designs am Bildschirm erfolgt weitgehend isoliert, d.h. der
    Designer ist dem ständigen Feedback des Teams entzogen.
•   Soft- und Hardware veralten rasch
•   Wie bei allen computergestützten Verfahren kann der Rechner abstürzen, die
    einzelnen Funktionen können verrückt spielen.

                                                                Quelle: Vieweg Handbuch Kraftfahrzeugtechnik, 3. Auflage
SS 2020                             Design / Prof. C. Wagener                                                   57
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