Eine Schule für Afrika - Stadt ...

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Eine Schule für Afrika - Stadt ...
Eine Schule
 für Afrika
Eine Schule für Afrika - Stadt ...
Es war einmal…. eine Handvoll Personen, die sich im Dezember 2017 bei einer
                                     Weihnachtfeier im Oettinger Krankenhaus trafen. Stefan Rößle erzählte an diesem
                                     Abend von seinen Erlebnissen in Afrika und von Land und Leuten. Es war
                                     Weihnachten und ein stimmungsvoller Abend und so versprachen sich die
                                     Anwesenden, in Afrika eine Schule zu bauen.

                                     Alle Beteiligten nahmen das Vorhaben sehr ernst und so traf man sich am
                                     am 21.02.2018 im Foyer des Rathauses Oettingen zu einem Pressetermin.

Landrat Rößle, Bürgermeisterin Wagner, Frau Ingrid Kollmar und Tochter Pia von der Oettinger Brauerei sowie
Herr Stadtpfarrer Dr. Ulrich Manz und Herr Reinhold Bittner, Kirchenvorstand der evangelischen
Kirchengemeinde St. Jakob und stellvertretender Landrat, gaben den Startschuss für das Gemeinschaftsprojekt.

Bei der Sebastiansfeier der Schützen des Ries-Gau Nördlingen am 28. Januar 2018 in der Stadtpfarrkirche St.
Sebastian in Oettingen ergab die Kollekte den stolzen Betrag von 1.000,00 Euro. Pia und Ingrid Kollmar sagten
eine Spende in Höhe von 20.000 € zu. Damit war der Grundstock für die Schule in Afrika gelegt.
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Reiner Meutsch
            Stiftung
            FLY & HELP

Landrat Stefan Rößle vermittelte die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP, mit der er bei seinem Schulprojekt in
Afrika sehr gute Erfahrung gesammelt hat.
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Für Oettingen wurde
die Schule in Kaasya,
einer kleinen Stadt
200 km südöstlich
von Nairobi
ausgesucht.
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Schüler vor dem alten desolaten Schulgebäude.

Die bestehende Schule platzte aus allen Nähten. Neue Klassenräume und vor allem auch Latrinen mussten
dringend gebaut werden. Teilweise waren Gebäude schon vorhanden, aber in fürchterlichem Zustand.

Die Schule in Kaasya war ein Erweiterungsprojekt, das darauf abzielt, die Bildungsleistung und die
Schulbindung zu verbessern, die Abbrecherquote zu senken und die Gesundheit der Lernenden durch
verbesserte Schulinfrastruktur, bessere Hygiene- und Hygienebedingungen und –praktiken zu verbessern.
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Die Ziele des Oettinger Projekts in Kaasya:

• Sanierung von 4 alten Klassenzimmern
• Bau von 2 neuen Klassenzimmern (1 Vorschul- und 1
  Grundschulklasse)
• Bau von 3 Latrinen (Lehrer, Mädchen und Jungen getrennt)
• Sanierung des Verwaltungsgebäudes der Schule
• Einrichtung eines Schulteichs und eines Schulgartens
• Ausstattung der Klassenzimmer mit kindgerechtem Mobiliar
• Schulung der Eltern in Instandhaltung der Infrastruktur sowie in
  Hygiene- und Ernährungsfragen für Familien/Kinder
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Im Juli 2018 bekam die Stadt Oettingen von der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help bereits den 1.
Zwischenbericht. Beigelegt waren auch nachfolgende Fotos.

                                               Dieses Bild entstand beim ersten Treffen mit der
                                               Schulgemeinschaft, den Partnern, Eltern und der
                                               Repräsentanten der örtlichen Verwaltung entstanden. Das
                                               Treffen fand in der zweiten Maiwoche 2018 statt.

                                               Das Schulprojekt wurde gemeinsam besprochen sowie
                                               Vereinbarungen zwischen Eltern und Projektpartnern
                                               unterzeichnet
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Die Eltern steuerten ca. 70 % der benötigten lokalen Materialien (Sand, Schotter…) als Eigenbeteiligung bei,
wie laut Projektvereinbarung vereinbart, d. h. die Männer haben mit Hammer, Bickel und einfachem Werkzeug
Baumaterial aus abgebrochenen Gebäuden herausgeschlagen und gesammelt….
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… und die Frauen trugen das Baumaterial auf dem Kopf zur Baustelle.

Die Materialien für den Bau waren bereits im Juli 2018 beschafft, die Verträge mit Lieferanten und Baufirmen
abgeschlossen. Die erforderlichen Werkzeuge waren vorhanden und somit konnte im August 2018 mit dem Bau der
Schule begonnen werden.
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Handwerker vermessen die Größe der alten Klassenräume, um das
erforderliche Baumaterial ausrechnen zu können. Alte Gebäude
wurden soweit es möglich war renoviert.
Die Ausgrabungen für die Jungen- und Mädchen-Toiletten wurden ebenfalls im Juli 2018 begonnen .

Zunächst wurde der Standort für die Mädchen-Toilette festgelegt und…
wie man an den Personen und deren Kleidungsstücken beobachten kann, auch gleich mit
dem Aushub der Baugrube begonnen.
Im April 2019 bekam die Stadt Oettingen den zweiten Zwischenbericht von Fly & Help, wieder mit
  zahlreichen Fotos bestückt.

Mit einfachsten Werkzeugen wurde die Baugrube für die Toiletten fertiggestellt.
Die Dame im roten Kleid ist die Rektorin, die Dame im weißen Schal eine Inspektorin der Welthungerhilfe.
Die Welthungerhilfe ist „Partner vor Ort“ beim Oettinger Schul-Projekt.
Die Sanierung der 4 Klassenzimmer ist abgeschlossen, inkl. Malerarbeiten

Links sieht man den Block mit den 4 bestehenden Klassenzimmern.

Hinten die Blöcke quer: Zwei neu gebaute Klassenzimmer, davor liegt der Wassertank zur Installation bereit.
Hier nochmal eine andere Ansicht der vier renovierten und der zwei neugebauten Klassenzimmer.
Die elektrische Verkabelung ist verlegt und die Beleuchtung fertiggestellt.
Die zwei neuen Klassenzimmer fertig zum Verputzen.
Eltern und Handwerker gemeinsam bei der Renovierung des Verwaltungsgebäudes.
Durch den sehr harten Untergrund haben sich die Baufortschritte etwas verzögert.
Man muss beachten, dass auf der Baustelle keine Bagger zur Verfügung stehen und
die Baugruben mit Schaufel und Bickel und vollem Körpereinsatz ausgehoben
werden müssen.
Fertigstellung der Jungen-Latrine
Das ist der neu angelegte Schulteich, bereits mit aufgefangenem Regenwasser und halbvoll.
Das Schlammfiltersystem des Schulteiches
Der Schulgarten ist neu angelegt worden. In den Beeten, die mit Wasser aus dem Schulteich bewässert
werden, werden u.a. Kohl, Tomaten und Spinat angebaut.

Im Garten sollen zukünftig landwirtschaftliche Schulungen für die Nutzung des Schulgartens und des
Teiches durchgeführt werden.
Am Giebel der beiden neuen Klassenzimmer wurde der Wassertank mit 10 m³ l-Inhalt installiert und
inzwischen auch in Betrieb genommen. Hier sind die Dachrinnen und die Verbindung zum Wassertank
besonders gut zu sehen.
Der „Sanitation-Block“, hier die Mädchentoilette, ist fertiggestellt. Im Vordergrund: zwei Wasserhähne zum
Händewaschen.
Ein großes Plakat an der Außenseite mit Wappen unserer Stadt wurde angebracht. Auf dem Schild steht: Kaasya,
Grundschule gebaut mit Unterstützung der Stadt Oettingen in Cooperation mit der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help
und der Welthungerhilfe.
.
Ansicht der vier fertiggestellten Klassenzimmern
Auch hier ein großes Hinweisschild mit Oettingen Wappen.
Frisch renoviert: das Verwaltungsgebäude
Am Giebel der zwei neu gebauten Klassenzimmern wurde der 10 m³ l Wassertank installiert. Am Giebel
prangt nun ebenfalls ein Schild mit dem Oettinger Wappen.
… und hier der fertig eingezäunte Schulteich, ebenfalls mit Schild.
Die Kaasya Grundschule seht beeindruckend aus mit ihren renovierten und neuen Klassenzimmern und dem
Verwaltungsgebäude. Die Eltern arbeiten unermüdlich mit und ziehen große Motivation daraus, dass durch ihre
Mithilfe eine tolle neue Schule für ihre Kinder entstanden ist.
Zitat von Schuldirektor Mr. James Mulei aus einem Bericht der Fly & Help Stiftung:
„Dank der Reiner Meutsch Stiftung Fly & Help und deren Spender ist hier eine Schule entstanden, die wie ein
College aussieht. Tatsächlich ist diese Schule die beste in der ganzen Region. Aus fast nichts wurde so viel. Die
Schüler und Lehrer sind sehr glücklich über die neuen Klassenzimmer mit je zwei Tafeln. An die hintere Tafel
werden die Aufgaben für die Kinder geschrieben, an der vorderen erklärt der Lehrer den jeweils neuen Lehrstoff.
Das Lernumfeld war nie zuvor so gut für die Kinder.“
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