Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim - Der Superintendent - wir-e

Die Seite wird erstellt Tom Klein
 
WEITER LESEN
Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim - Der Superintendent - wir-e
Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim
                      - Der Superintendent -

Herzlich Willkommen zu den wöchentlichen Nachrichten für den
Kirchenkreis Emsland-Bentheim. Heute ist der 16. April 2021.

Die Themen im Überblick:

1.Aktuelle Lage
2. Thema der Woche: KV Wahlen 2024
3. Personalnachrichten
4. Nachrichten im Überblick
5. Gedanken zum kommenden Sonntag

1.Corona-Lage aktuell

Es wird deutlich: Die dritte Welle der Corona-Pandemie läuft fast ungebremst weiter. Der
Inzidenzwert für die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim hat jeweils die Schwelle
von 100 überschritten. Aber das sind nur Momentaufnahmen. Daran wird sich auch so
schnell nichts ändern. Vermutlich wird dies bis in die Zeit von Himmelfahrt und Pfingsten
so weitergehen. Erst dann ist damit zu rechnen, dass die immer weiter steigende Zahl der
Impfungen und das verbreitete Sonnenlicht dafür sorgen, dass das Virus deutlich
geschwächt ist.
Bis Mitte/Ende Mai bleibt auch das kirchliche Leben eingeschränkt. Solange es noch keine
Medikamente gegen das Corona-Virus gibt, bleibt als Schutz nur das konsequente
Einhalten der Hygieneregeln.
Aber selbst dann ist immer noch eine Menge möglich. Das zeigen die ersten Konfirma-
tionsgottesdienste. Auch mit deutlich eingeschränkter Gästezahl konnten sie dennoch
feierlich stattfinden.

Die Kirchengemeinde Sögel stellt ihre Räume für das Impfen außerhalb des Impfzentrums
zur Verfügung. Ein Beispiel für praktische Nachbarschaftshilfe. Nachahmenswert! Gibt es
weitere Beispiele? Dann gerne an die Superintendentur melden. Vielen Dank!

Für die Mitarbeitenden des Kirchenkreises wird aufgrund der bestehenden Pflicht, seinen
Mitarbeitenden Corona-Tests anzubieten, zunächst für die Zeit bis Anfang Juni ein Angebot
zu einem wöchentlichen Test vorbereitet. Solange gilt auch die Verabredung zum Angebot
für das „Arbeiten von zuhause“. Die Tests werden an drei Standorten in der Grafschaft
Bentheim und dem Emsland bestellt, insgesamt 350 Stück. Zur Erinnerung: Die Kirchen-
gemeinden sind verpflichtet, das für ihre Angestellten mit Ausnahme der Kindergärten
ebenfalls zu organisieren.
Für Pastorinnen und Pastoren ist die Frage des Testangebotes derzeit noch nicht geklärt.
Es ist für die kommenden Tage dazu eine Verfügung des Landeskirchenamtes
angekündigt. Diese werden wir über die Superintendentur per Mail zeitnah weiterleiten.

Die lutherische Kirche an Ems und Vechte entdeckt in der Pandemie auch viel Neues, dass
vermutlich bleiben wird. Dazu gehört ein kreativer und souveräner Umgang mit digitalen
Medien. So auch die Erfahrung der letzten Kirchenkreiskonferenz. Am Anfang noch
Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim
                      - Der Superintendent -

ungewohnt, wird es Teil unserer Routine werden. Die großen
Entfernungen des Kirchenkreises schrumpfen dann zusammen.

Viel wird über ein neues digitales Tool berichtet, die LUCA-App. Sie ist
für die Landkreise Grafschaft Bentheim und Emsland zugelassen. Die lutherischen
Kirchengemeinden in Nordhorn machen gute Erfahrungen damit. Es entfällt dadurch die
handschriftliche Erfassung bei Veranstaltungen und Gottesdiensten. Frau Jacobs im
Kirchenbüro und die dortigen Pfarrämter beraten hier gern.
(Gemeindebüro Van-Delden-Str. 21, 48529 Nordhorn, Tel. 05921-34651)

2. Thema der Woche: Beteiligung am neuen Gesetz zu den KV-Wahlen

Stellen Sie sich vor: Die nächste Kirchenvorstandswahl steht bevor. Sie sind
Kirchenvorsteher*in oder Pastor*in. Und es läuft ganz anders als bei den vergangenen
Wahlen. Wie könnte das aussehen?

-   Alle Wahlberechtigten erhalten von einer zentralen Stelle Wahlunterlagen inklusive
    Stimmzettel der jeweiligen Kirchengemeinde.

-   Die Wahlunterlagen enthalten alles Nötige, um komfortabel zu Hause entweder per
    Brief zu wählen (allgemeine Briefwahl) oder um online die Stimme abzugeben
    (Onlinewahl).

-   Sie als Kirchenvorstand entscheiden, ob Sie daneben in Ihrer Kirchengemeinde noch
    ein Wahllokal aufmachen möchten.

-   Als Kirchengemeinde müssen Sie sich weder um die Herstellung noch um den
    Versand der Wahlunterlagen kümmern.

-   Es gibt ein Webportal, aus dem Sie die Wählerliste komfortabel tagesaktuell ziehen
    können.

-   Sie als Kirchenvorstand entscheiden unabhängig von der Gemeindegröße, wie viele
    Mitglieder Ihr Kirchenvorstand haben soll (mindestens drei).

-   Nach der ersten Phase der Kandidat*innenfindung können Sie als Kirchenvorstand die
    ursprünglich festgesetzte Zahl der zu Wählenden noch einmal verändern und
    nötigenfalls selbst herabsetzen.

-   Sie können Menschen in den Kirchenvorstand berufen, müssen es aber nicht.
Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim
                      - Der Superintendent -

Das soll kein reines Gedankenspiel bleiben, sondern Wirklichkeit
werden bei der nächsten Kirchenvorstandswahl 2024. Eine
Steuerungsgruppe schlägt vor, das Kirchenvorstandsbildungsgesetz
(KVBG) zu reformieren. Die oben stehenden und weitere Vorschläge
für das neue Wahlrecht finden Sie online. Die Adresse wird eingeblendet.
(https://wahl24.landeskirche-hannovers.de/).

Ein erster Entwurf steht dort zur Diskussion. Vorschläge und Ideen willkommen, bitte bis
30. April 2021. Über die Website können Sie den Gesetzentwurf kommentieren oder per
Mail (wiebke.volkhardt@evlka.de) Ihre Meinung äußern.

Ein neues Gesetz kann die Kandidat*innensuche leider nicht leichter machen. Sie wird
auch 2024 eine Herausforderung sein. Das neue Gesetz kann aber zur Verbesserung der
Wahl beitragen: Es möchte Verfahren vereinfachen, die Kirchengemeinden entlasten und
durch allgemeine Briefwahl und Onlinewahl mehr Menschen als bisher motivieren, an der
Wahl teilzunehmen.

Die Landeskirche freut sich auf Ihre Beteiligung an der Diskussion über den Entwurf.

3. Personalnachrichten
Neue Prädikantin. Eine Nachricht holen wir nach. Bereits am Sonntag, 28. März, ist
Frau Beatrix Kaiser-Pohlen in der Papenburger Nikolaikirche durch den
stellvertretenden Superintendenten Pastor Ralf Maennl in ihren Dienst als Prädikantin
eingesegnet worden. Wir wünschen Frau Kaiser-Pohlen für ihren wertvollen Dienst alles
Gute und Gottes Segen.

Einführung: Am Sonntag, 25. April wird um 10:00 Uhr in der Trinitatiskirche in Lingen
nach Ablauf der Probezeit Frau Juliane Schmalisch-Fischer in ihr Amt als Leiterin des
Büchereiringes eingeführt. Die Teilnahme ist durch die Coronabedingungen beschränkt.
Anmeldungen bitte an das Kirchenbüro der Trinitatiskirchengemeinde Lingen
(Gemeindebüro 0591-62550 oder KG.Trinitatis.Lingen@evlka.de)

Abschied: Am kommenden Sonntag, 18. April wird um 10:00 Uhr in der Johanneskirche
Lingen Pn Dr. Helen-Kathrin Treutler verabschiedet. Dieser Gottesdienst wird in
digitaler Form stattfinden. (Live-Stream auf YouTube-Kanal „Johanneskirche Lingen“). Sie
wird nach dem Ende der Probezeit eine Stelle in Hannover-Bothfeld antreten. Im
Kirchenkreis war sie für die Verbindung zum Pastoralkolleg verantwortlich. Außerdem lag
ihr viel am christlich-jüdischen Dialog. Wir danken ihr für ihren Einsatz und wünschen ihr
für ihren Start an der neuen Stelle alles Gute und Gottes Segen.

4. weitere Nachrichten im Überblick

Beginnen wir mit einem Blick auf den Baufortschritt am Haus der lutherischen
Kirche. Der Anfang ist gemacht. Es beginnt mit den Außenarbeiten. In Vorbereitung sind
Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim
                      - Der Superintendent -

die künftigen Aufnahmebehälter für Regenwasser, die sogenannten
Rigolen. Dazu wird der frühere Parkplatz freigeräumt.

Nordhorn gedenkt der Verstorbenen in der Corona-Pandemie.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bundesweit zu einem Corona-
Gedenktag am Sonntag, den 18. April 2021, aufgerufen. Auch die Städte und
Gemeinden im Landkreis Grafschaft Bentheim beteiligen sich daran mit verschiedenen
Angeboten.
Am Kreishaus und an den Rathäusern in der Grafschaft Bentheim wird an diesem Sonntag
Halbmast geflaggt.
In Nordhorn wird vor dem Rathaus ein Ort für das Gedenken geschaffen. Von 16.55 Uhr
bis 17.00 Uhr werden die Totenglocken der Nordhorner Kirchen geläutet. Im
Anschluss sind alle Einwohner*innen zu einer Schweigeminute aufgerufen. Damit beginnt
auch die sogenannte Klagezeit, eine öffentliche Online-Veranstaltung der Arbeitsge-
meinschaft Christlicher Kirchen in Nordhorn (ACK). Sie kann ab 17 Uhr über die
Internetseite www.ack-nordhorn.de oder über YouTube verfolgt werden.
Die zentrale Gedenkfeier richtet Bundespräsident Steinmeier um 13 Uhr in Berlin aus.
Sie wird unter anderem live im ZDF, im Deutschlandfunk und auf verschiedenen ARD-
Hörfunkwellen übertragen.
Deutschlandweit hat es bislang rund 79.000 Corona-Todesfälle gegeben, im Landkreis
Grafschaft Bentheim mehr als 110. Weltweit wird von rund drei Millionen Todesfällen
ausgegangen.
Meine Anregung: Vielleicht lassen sich spontan auch Gemeinden im Emsland auf die
Aktion ein? Wäre doch ein schönes Zeichen der Verbundenheit.

Verschoben. In diesem Jahr bedenken wir 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland.
Die dazu von Mai bis Juni in Nordhorn geplante Ausstellung „unsere Anne“ musste
leider aufgrund der anhaltenden Pandemie für dieses Jahr abgesagt werden. Für das
zweite Quartal 2022 wird ein neuer Termin geplant.

Aus der Jugend:

„Ad fontes“ – auf den Spuren Luthers bietet der Jugenddienst in der Zeit vom 10. – 13.
Juni 2021 eine Fahrt für Teamerinnen und Teamer nach Wittenberg an. Auf dem
Programm u.a.: Stadtführung, Besichtigung der Stadt- und Schlosskirche, sowie eine
Führung durch das moderne Lutherhaus-Museum. Leitfrage der Tour: Welche Bedeutung
hat die Reformation für uns und unsere Jugendarbeit noch heute?
Anmeldungen bitte über die Homepage www.ejeb.de.

Peer-Seelsorge „Unsere Lehrerinnen und Lehrer sind echt toll: Sie haben sich in der
Mottowoche auch verkleidet und versuchen wirklich - und trotzdem - alles so gut wie
möglich mitzugeben. Ich finde, das Miteinander ist ein anderes geworden – die Hierarchie
ist schon noch da, aber herzlicher, weil man zusammenhält und sagt: Wir müssen da jetzt
zusammen durch“, stellt Teamerin Evelyn Specht eindrucksvoll in einem Interview mit der
Landeskirche dar.
Ev.-luth. Kirchenkreis Emsland-Bentheim
                      - Der Superintendent -

Aus unserem Kirchenkreis berichteten vor Ostern die Teamerinnen
Philippa Heldt, Christina Zitzer und Evelyn Specht zum Thema Peer-
Seelsorge aus ihren eigenen, ganz persönlichen Situationen und ihren
Erfahrungen. Wie sieht der Alltag gegenwärtig unter pandemischen
Bedingungen aus? Welche Ängste und welche Mutmacher haben sie in der Corona-
Pandemie?

Wirklich spannend und lohnenswert. Das ganze Interview ist auf der Homepage
www.landeskirche-hannovers.de zu lesen.

https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-
medien/nachrichten/2021/04/2021-04-15_2

5. Wort zum Sonntag Misericordias Domini
Der zweite Sonntag nach Ostern heißt auch der Sonntag „vom guten Hirten“. Die Worte
des 23. Psalms sind vielen vertraut und bekannt. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts
mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“
Urbilder des Vertrauens, die uns auch heute noch unmittelbar ansprechen - auch wenn die
wenigsten je einen echten Hirten gesehen haben.
„Ich möcht, dass einer mit mir geht“ heißt es dazu in einem Lied aus dem Gesangbuch. Es
drückt eine tiefe Sehnsucht aus: Einmal nicht alles entscheiden müssen. Einmal sich
einfach zurücklehnen und sich jemandem anvertrauen, der den richtigen Weg für mich
kennt.
Es gibt doch diese Sehnsucht danach, dass es gut wird mit mir, auch wenn es in der
Gegenwart dunkel ist und ich die Vögel nicht mehr singen höre.
Es gibt aber leider immer wieder schlechte Hirten, die auch um diese Sehnsucht wissen
und das für sich ausnutzen. Die biblischen Texte des Sonntags warnen uns davor. Sie
werben dafür, sich an die Stimme des guten Hirten zu halten. Und das ist der, der sich für
mich einsetzt. Gottes Wort ist verlässlich. Mensch geworden in Jesus Christus, ist es mir
nahe.
Auch wenn wir ihn nicht mehr direkt anfassen können, bleibt er uns durch sein Wort und
seine Taten nahe. Er hat gelebt, was Gottes Liebe für Menschen bedeutet. Er hat
aufgebrochen, was verhärtete Herzen an Mauern aus Angst aufgebaut haben. Wer sich
von Jesus als dem guten Hirten leiten lässt, ist auf dem richtigen Weg. Er muss
niemandem mehr seine Stärke beweisen. Vertrauendes Geführtwerden ist dann die wahre
Stärke. Auf sein Wort zu hören, ist dann Grundstein verantwortlicher Führung anderer
Menschen.
Daran wollen wir uns immer wieder erinnern lassen. Und uns in Gemeinschaft stärken
lassen.
Und genau dazu feiern wir Gottes Gegenwart im Gottesdienst.

Danke fürs Zusehen. Die nächste Ausgabe dann am 23. April.

Bleiben Sie behütet unter Gottes Segen auch in der kommenden Woche.
Sie können auch lesen