Gesundheitsversorgung 2020 des Kantons Graubünden Provediment da la sanadad 2020 dal chantun Grischun Assistenza sanitaria 2020 nel Cantone dei ...

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Gesundheitsversorgung 2020 des Kantons Graubünden Provediment da la sanadad 2020 dal chantun Grischun Assistenza sanitaria 2020 nel Cantone dei ...
Kurzübersicht der

Gesundheitsversorgung 2020 des Kantons Graubünden
Provediment da la sanadad 2020 dal chantun Grischun
Assistenza sanitaria 2020 nel Cantone dei Grigioni
Akutsomatik | Rettungsdienste | Rehabilitation | Psychiatrie | Pflegeheime | Spitexdienste | Ärzteschaft
Somatica acuta | servetschs da salvament | reabilitaziun | psichiatria | chasas da tgira | servetschs da spitex | medi
Medicina somatica acuta | servizi ambulanza | riabilitazione | psichiatria | case di cura | servizi spitex | medici

                                                                                                                                             te   r
                                                                                                                                 nlin   e un
                                                                                                                           Sie o
                                                                                                                  fi n den
                                                                                                             020 r i c ht
                                                                                                       ng 2
                                                                                       v e r s o rg u g u ng s b e
                                                                             ndhe
                                                                                  it s               r s o r g b a r).
                                                                                            i t s ve
                                                               z u r G e s u e s u n d h e s c h ve r f ü
                                                    B er ic
                                                            ht              h/g           eut
                                                                   u l s .c     auf D
                                    ü h r l i c h en w.g r imp t a n nur
                              aus f                ww             en
                         D en                             (m o m

          Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
          Departament da giustia, segirezza e sanadad
          Dipartimento di giustizia, sicurezza e sanità
ai16020712703_2020_Akutsomatik_Patientenzahlen_

                                                                         Patientenzahlen der Akutspitäler im Kanton Graubün-
  Akutsomatik                                                            den, 2010–2018

                                                                         40000

  Spitallandschaft Akutsomatik                                           30000
  Die Bündner Spitallandschaft ist in zwölf Spital-
  regionen unterteilt. Bis auf Mesolcina-Calanca                         20000
  verfügt jede Region über ein öffentliches Akut-
  spital. An den Standorten St. Moritz und Fläsch                        10000
  ist darüber hinaus die Privatklinik Gut vertreten.
  Zentrumsspital ist das Kantonsspital in Chur.                               0
  Die verschiedenen Spitäler arbeiten in zahlrei-                                  2010       2012       2014    2016       2018
  chen Kooperationen miteinander zusammen.                                        Privatkliniken
                                                                                  Übrige öffentliche Grundversorgung
  Stationäre Leistungen der Akutspitäler                    Öffentliche Zentrumsversorgung/Kantonsspital
  Die Bündner Akutspitäler haben im Jahr 2018
  gegen 35 000 Patientinnen und Patienten sta-
  tionär behandelt, wovon 75 Prozent aus dem Der Mehrjahresvergleich zeigt, dass die Zah-
  Kanton stammten. Mit rund 17 600 Patientin- len der Bündner und ausländischen Patientin-
  nen und Patienten wurde gut die Hälfte im Kan- nen und Patienten seit 2010 insgesamt sta-
  tonsspital versorgt. Rund 14 600 entfielen auf bil geblieben sind. Deutlich zugenommen hat
  die übrigen öffentlichen Spitäler und 2700 auf hingegen die Anzahl Patientinnen und Patien-
  die Spitäler der Klinik Gut. Im Vergleich zum ten aus der übrigen Schweiz; sie ist zwischen
  Jahr 2010 haben sich die Patientenzahlen wenig 2010 und 2018 um jährlich 211 Fälle oder etwa
  verändert.                                        4,3 Prozent auf über 6500 Patienten ange-
  In den öffentlichen Spitälern verfügten im Jahr stiegen.
  2018 rund 20 Prozent der behandelten Patien- Das Durchschnittsalter der in den Akutspitälern
  tinnen und Patienten über eine Halbprivat-, Pri- versorgten Patientinnen und Patienten betrug
  vat- oder sonstige Spitalzusatzversicherung; die 2018 rund 51 Jahre; je rund ein Viertel war
  restlichen 80 Prozent waren allgemeinversichert. 15–44 Jahre, 45–64 und 65–79 Jahre alt.
  Bündner Patientinnen und Patienten liessen sich Der durchschnittliche Aufenthalt dauerte 2018
  2018 in 86 Prozent der Fälle in den öffentlichen rund 5 Tage. Im Zeitvergleich zeigt sich insge-
  oder privaten Akutspitälern des Kantons behan- samt wenig Veränderung. Erfahrungsgemäss
  deln; 14 Prozent suchten ausserkantonale Ein- fällt die Aufenthaltsdauer aufgrund der im
              ai16021467011_2020_Akutsomatik_Entwicklung_de_bunt.pdf       1    08.10.20    10:45
  richtungen auf.                                   Schnitt höheren Fallschwere (CMI) im Kantons-

  Entwicklung der Patientenzahlen und der Pflegetage der Akutspitäler, 2010–2018
                  140
                                                                                            Pflegetage
                  130                                                                                Privatkliniken
                                                                                                     Kantonsspital
Index 2010 =100

                  120                                                                                Übrige öffentliche Spitäler

                  110                                                                       Patientenzahlen
                                                                                                     Privatkliniken
                  100                                                                                Kantonsspital
                                                                                                     Übrige öffentliche Spitäler
                   90
                                                                                                     Bevölkerung
                   80
                        2010   2011   2012   2013   2014   2015   2016     2017    2018
ai160208224839_2020_Akutsomatik_Alter_de_bunt.pdf                1     07.10.20   16:50

Patientenalter in den Akutspitälern, 2018                         gung verzeichneten bei den ausserkantonalen
                                                                  Patientinnen und Patienten zunächst Einbussen
                 2%     14%                                       von 7 Prozent zwischen 2011 und 2014. Seither
      11%
                                            0 – 14 Jahre          hat die Zahl ausserkantonaler Patientinnen und
                                            15 – 44 Jahre         Patienten jedoch auch dort um jährlich 5,2 Pro-
                                            45 – 64 Jahre         zent zugenommen.
                                            65 – 79 Jahre
                                            80 – 89 Jahre         Spitalbetrieb Akutsomatik
                                            90 + Jahre            Die Bündner Spitäler beschäftigten im Jahr
                                  24%                             2018 insgesamt 4427 Personen im Umfang von
                                                                  3175 Vollzeitstellen. Aufgeteilt nach Berufs-
24%                                                               gruppen wies das Pflegepersonal mit 38 Pro-
                                 Total Patientinnen               zent den grössten Anteil aus. Der Anteil der
                 25%             und Patienten = 34 939           Ärztinnen und Ärzte belief sich auf durch-
                                                                  schnittlich 17 Prozent aller Vollzeitstellen. Das
spital etwas höher aus als in den übrigen öffent-                 medizin-technische und therapeutische Perso-
lichen Akutspitälern und den Privatkliniken.                      nal erreichte 16 Prozent, ebenso das nicht-me-
                                                                  dizinische Personal (Administration und tech-
Spitalversorgung der Bevölkerung                                  nisches Personal).
Fast neun von zehn Bündner Patientinnen und                       Zwischen 2010 und 2018 verzeichneten die Spi-
Patienten wurden 2018 in einem Bündner Spi-                       täler ein Personalwachstum von durchschnitt-
tal stationär behandelt; rund 60 Prozent davon                    lich 1,8 Prozent pro Jahr. Wird die gesamte
in ihrer eigenen Spitalregion.                                    Belegschaft betrachtet, entfielen rund 11 Pati-
Mit der Einführung der freien Spitalwahl im Jahr                  entinnen oder Patienten auf eine Vollzeitstelle;
2012 hat die Zahl der Patientinnen und Pati-                      beim Pflegepersonal waren es rund 29 Pati-
enten aus anderen Kantonen zugenommen: im                         entinnen oder Patienten, bei der Ärzteschaft
Kantonsspital seither jährlich um 6,1 Prozent                     66 Patientinnen oder Patienten.
und in den Privatkliniken um 8,6 Prozent. Die                     Die Auswertung nach Nationalitäten des Per-
übrigen Spitäler der öffentlichen Grundversor-                    sonals zeigt die hohe Bedeutung der ausländi-

Betriebskosten und -erlös, Deckungsgrad, EBITDA 2018

                                                             Gesamtbetrieb ( stationär und ambulant )
                                                                         Erlös inkl.
                                             Betriebskosten
                                                                    ­Beiträge GWL              DG       EBITDA-Marge
                                                   ( Mio. Fr. )
                                                                          (Mio. Fr.)
Kantonsspital Graubünden                                 302,0                 323,1         107 %           + 10,6 %
Spital Oberengadin, Samedan                                40,4                 43,2         107 %            + 7,5 %
Ospidal Engiadina Bassa, Scuol                             17,3                 17,3         100 %            + 7,3 %
Spital Davos                                               33,1                 31,1          94 %            – 4,3 %
Regionalspital Surselva, Ilanz                             30,1                 31,5         105 %            + 5,2 %
Spital Thusis                                              18,9                 18,4          97 %            – 0,5 %
Center da Sanadad, Savognin                                 5,5                  4,8          86 %           – 11,6 %
Spital Schiers                                             30,0                 29,2          97 %            + 8,5 %
Center da sandà Val Müstair                                 1,7                  1,8         107 %          – 36,3 %*
Ospedale San Sisto, Poschiavo                               7,1                  6,3          89 %          + 8,1 %**
Centro Sanitario Bregaglia                                  1,1                  0,9          83 %           – 5,3 %*
Öffentliche Akutspitäler                                 487,3                 507,7         104 %
Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann die Summe vom angegebenen Total abweichen.DG = Deckungsgrad = Erlös aus
Hospitalisationen/Betriebskosten; GWL = Gemeinwirtschaftliche Leistungen; *EBITDA-Marge des gesamten Gesundheits-
zentrums; Spitalbereich wird nicht separat ausgewiesen; ** nur Zahlen der Akutabteilung
schen Arbeitskräfte im Bündner Gesundheits-              heitlich aus dem EU-Raum. In den Privatklini-
wesen: rund 28 Prozent des Personals in den              ken war der Anteil ausländischer Arbeitskräfte
Akutspitälern stammte aus dem Ausland, mehr-             mit 33 Prozent noch höher.

                                                                                  2020_Reha_Pflegetage_de_bunt.pdf             1   21.10.20
                                                         Entwicklung der Patientenzahlen und der Pflegetage in
Rehabilitation                                           der Rehabilitation, 2010–2018

                                                                                  Pflegetage
                                                                                  Anzahl Patientinnen und Patienten total
Rehalandschaft                                                                    Anzahl Bündner Patientinnen und Patienten
Der Kanton Graubünden verfügt über fünf                                           Bevölkerung
Rehabilitationskliniken, wobei die Hochgebirgs-
                                                                         110
klinik Davos über den umfassendsten Leistungs-
                                                                         105
auftrag verfügt. Weitere Kliniken sind die Klinik
                                                                         100
Davos der Zürcher Reha-Zentren, die Reha See-
                                                       Index 2010 =100
                                                                          95
wis, die Reha Andeer sowie das Gesundheits-
                                                                          90
zentrum Unterengadin (CSEB). Da die Bündner
                                                                          85
Kliniken nur einen Teil der breiten Palette an
                                                                          80
Rehabilitationsleistungen abdecken, umfasst
                                                                          75
die kantonale Spitalliste weitere, ausserkanto-
                                                                          70
nale Kliniken.
                                                                          65
                                                                          60
Stationäre Leistungen der Rehakliniken                                         2010     2012       2014      2016       2018
Die Rehakliniken im Kanton Graubünden haben
im Jahr 2018 insgesamt etwas über 4300 Pati-
entinnen und Patienten stationär behandelt,                blieben die Patientinnen und Patienten im Jahr
wovon rund ein Drittel zwischen 45 und 64 und              2018 im Schnitt 25 Tage, in der Reha Andeer
rund die Hälfte über 65 Jahre alt war.                     war die Aufenthaltsdauer hingegen nur rund
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in den              halb so lang.
Rehakliniken liegt naturgemäss deutlich über               Die gesunkene Aufenthaltsdauer hat, kombi-
dem akutsomatischen Bereich und unterschei-                niert mit insgesamt rückläufigen Patientenzah-
det sich zudem aufgrund der Angebote und                   len, zu einem Rückgang der Pflegetage geführt.
Spezialisierungen stark zwischen den einzel-               Im Zeitraum 2010 bis 2018 sank diese Zahl im
nen Kliniken. In der Hochgebirgsklinik Davos               Rehabereich jährlich im Durchschnitt um rund
             2020_Reha_Alter_de_bunt.pdf          1    21.10.20     11:23
                                                           2,3 Prozent auf rund 97 500 Pflegetage. Die
                                                           Gegenüberstellung der Anzahl Bündner Pati-
Patientenalter in den Rehakliniken, 2018                   entinnen- und Patienten und Bevölkerungsent-
                                                           wicklung lässt auf eine insgesamt gesunkene
                1% 7%                                      Hospitalisationsrate im Bereich der stationä-
      12%
                             9%          0 – 14 Jahre      ren Rehabilitation schliessen, was nicht zuletzt
                                         15 – 44 Jahre     auf den zunehmenden Ersatz von stationären
                                         45 – 64 Jahre     durch ambulante Rehabehandlungen zurück-
                                         65 – 79 Jahre     zuführen ist.
                                       80 – 89 Jahre
                                       90 + Jahre        Rehaversorgung der Bevölkerung
                                                         Die Patientenzahl lag 2018 rund 12 Prozent
                              35%                        unter dem Wert von 2010, wofür hauptsäch-
 36%                        Total Patientinnen und       lich der Rückgang der ausländischen Rehapati-
                            Patienten* = 2804            entinnen und -patienten (-71 Prozent seit 2010)
            *ohne Zürcher RehaZentren | Klinik Davos     verantwortlich ist. Unverändert stark waren
die Rehakliniken auf ausserkantonale Patien-       Klinikbetrieb Reha
tinnen und Patienten ausgerichtet: Insgesamt       Die Bündner Rehakliniken beschäftigten im Jahr
stammten rund zwei Drittel aller Patientinnen      2018 insgesamt 602 Personen im Umfang von
und Patienten aus der übrigen Schweiz. Umge-       461 Vollzeitäquivalenten. Diese Zahlen haben
kehrt liessen sich rund 60 Prozent der Bünd-       sich seit 2010 kaum verändert. Im Rehabereich
ner Rehapatientinnen und -patienten im Kan-        entfielen 2018 durchschnittlich 9,4 Patientin-
ton behandeln.                                     nen und Patienten auf eine Vollzeitstelle.

                                                   Patientenzahlen der Psychiatriekliniken, 2010–2018
Psychiatrie
                                                    2500

Spitallandschaft Psychiatrie                        2000
Die psychiatrische Betreuung wird seit 2019
sowohl für Kinder und Jugendliche, als auch         1500
für Erwachsene von den Psychiatrischen Diens-
ten Graubünden sichergestellt. Die stationären      1000
Versorgungsangebote befinden sich in Chur
und Cazis. Sie werden ergänzt um regionale            500
Angebote mit Tageskliniken und ambulanten
Sprechstundenstellen.                                   0
                                                             2010      2012       2014          2016     2018
Stationäre Leistungen der Psychiatrie
Im Bereich Psychiatrie wurden im Jahr 2018 ins-             Clinica Holistica Susch (ab 2012)
gesamt rund 2250 Personen stationär behan-                  KJPGR Jugendstation Chur
delt. Im Vergleich zum Jahr 2010 entspricht dies            PDGR Waldhaus Beverin
                                                                ai160208221635_2020_Psychiatrie_Alter_de_bunt.p
einer Zunahme um rund 670 Fälle oder 4,5 Pro-
zent pro Jahr. Etwas mehr als die Hälfte dieser
Zunahme ist auf die ab 2012 tätige private Cli-    Patientenalter in der Psychiatrie, 2018
nica Holistica in Susch zurückzuführen. In den
Kliniken Waldhaus und Beverin stieg die Zahl                  4% 1% 2%
der Patientinnen und Patienten zwischen 2010          11%                                        0 – 14 Jahre
                                                                                  43%
und 2018 um 2,1 Prozent pro Jahr, wobei der                                                      15 – 44 Jahre
Zuwachs vor allem bei den ausserkantonalen                                                       45 – 64 Jahre
(+100% seit 2010) und ausländischen Patientin-                                                   65 – 79 Jahre
nen und Patienten (+21% seit 2010) stattfand.                                                    80 – 89 Jahre
Anders als in der Akutsomatik und Rehabili-                                                      90 + Jahre
tation stammen in der Psychiatrie die Patien-
tinnen und Patienten hauptsächlich aus dem
jüngeren Teil der Bevölkerung. 2018 waren
                                                    39%
43 Prozent der Patientinnen und Patienten zwi-                                        Total Patientinnen
schen 15 und 44 Jahren alt, weitere 39 Prozent                                        und Patienten = 2242
waren 45–64-jährig.
Der Anstieg der Patientenzahlen aus dem Kan-       iatriebereich geschlossen werden. Die mittlere
ton Graubünden betrug 2010 bis 2018 durch-         Aufenthaltsdauer betrug 2018 rund 37 Tage.
schnittlich 1,3 Prozent pro Jahr. Da die Bevöl-
kerung im gleichen Zeitraum jährlich nur um        Ambulante Leistungen der Psychiatrie
0,4 Prozent zunahm, kann entsprechend auf          Im ambulanten Bereich betreuten die PDGR im
eine gestiegene Hospitalisationsrate im Psych-     Jahr 2018 rund 7500 Patientinnen und Patien-
2020_Psychiatrie_Pflegetage_de_bunt.pdf      1   2

ten. Über 90 Prozent der diesbezüglich ver-            Entwicklung der Patientenzahlen und der Pflegetage in
rechneten Taxpunkten betrafen Bündner Pati-            der Psychiatrie, 2010–2018
entinnen und Patienten, wobei vor allem die                                     Pflegetage
ambulanten Angebote und Sprechstunden in                                        Anzahl Patientinnen und Patienten total
Chur und in den Regionen Mittel- und Süd-                                       Anzahl Bündner Patientinnen und Patienten
bünden gefragt waren.                                                           Bevölkerung
                                                                       160
Versorgung der Bevölkerung
Knapp 1450 Bündner Patientinnen und Pati-                              145
enten wurden im Jahr 2018 in den innerkan-

                                                     Index 2010 =100
tonalen Psychiatriekliniken stationär betreut.                         130
Dies entsprach rund 85 Prozent der Personen
aus dem Kanton, die eine stationäre psychiatri-                        115
sche Behandlung benötigten. Umgekehrt wur-
den 261 Bündner Patientinnen und Patienten                             100
ausserhalb des Kantons stationär behandelt.
                                                                        85
Klinikbetrieb Psychiatrie                                                    2010     2012       2014      2016       2018
Das Personal der psychiatrischen Kliniken im
Kanton Graubünden im Jahr 2018 umfasste                Zunahme von rund 6 Prozent pro Jahr. Auf eine
827 Personen respektive 609 Vollzeitäquiva-            Vollzeitstelle entfielen 2018 rund 3,7 Patientin-
lente. Gegenüber 2010 entspricht dies einer            nen und Patienten.

                                                       Im Durchschnitt waren die Bewohnerinnen und
Pflegeheime                                            Bewohner in den Bündner Pflegeheimen in den
                                                       letzten Jahren 85 Jahre alt. Dabei waren gegen
                                                       80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner
Heimlandschaft                                         über 80-jährig und 97 Prozent über 65-jährig.
Der Kanton Graubünden ist in 17 Pflegeheim-
regionen unterteilt, welche zusammen 51 Pfle-          Heimversorgung der Bevölkerung
geheime mit insgesamt 2547 Betten umfassen.            Im Bereich der Pflege weist der Kanton Grau-
                                                       bünden insgesamt einen hohen regionalen
Stationäre Leistungen der Pflegeheime                  Eigenversorgungsgrad aus: Im Jahr 2018 konn-
Die Zahlen der Bewohnerinnen und Bewoh-                ten rund 83 Prozent der Personen, die einen
ner in den Bündner Pflegeheimen haben sich in          Pflegeheimplatz benötigten, in der eigenen
den letzten Jahren insgesamt wenig verändert           Heimregion versorgt werden.
und lagen 2018 bei rund 3500 Personen. Rund
ein Viertel war leicht pflegebedürftig (Pflege-        Betrieb der Pflegeheime
zeit von unter 1 Std. pro Tag), während rund           Die Bündner Pflegeheime beschäftigten 4265
40 Prozent mittel-pflegebedürftig (Pflegezeit          Personen im Umfang von 2463 Vollzeitstel-
von 1–2 Std.) und 35 Prozent stark pflegebe-           len im Jahr 2018, rund die Hälfte der Stellen-
dürftig (Pflegezeit > 2 Std.) war. In rund 35 Pro-     prozente betrafen Pflegeleistungen. Der Per-
zent der Fälle hielten sich die Bewohnerinnen          sonalbestand ist seit 2014 insgesamt konstant
und Bewohner für maximal 90 Tage im Heim               geblieben. Da sich auch die Zahlen der Bewoh-
auf, bei weiteren 20 Prozent dauerte der Heim-         nerinnen und Bewohner nur wenig verändert
aufenthalt zwischen 90 Tagen und einem Jahr.           haben, ist auch die durchschnittliche Pflegezeit
Die durchschnittliche Heimaufenthaltsdauer lag         pro Vollzeitstelle von rund 570 Stunden weit-
bei zwei Jahren.                                       gehend konstant geblieben.
ai160208221937_2020_Pflegeheime_Alter_de_bunt.pdf   1   07.10.20   16:50
                                                            ai16021467753_2020_Pflegeheime_Belegungstag_de_

Alter der Heimbewohnerinnen und -bewohner, 2018          Kosten je Belegungstag, 2018

                3%                                                    350
                                                                                                    Kosten total,            Übrige Kosten,
  34%                      19%                                                                      301 Fr./Tag              4 Fr./Tag
                                                                      300
                                      0 – 64 Jahre                                                      15%                  Kosten Betreuung,
                                      65 – 79 Jahre                                                                          45 Fr./Tag
                                                                      250
                                      80 – 89 Jahre
                                      90+ Jahre
                                                                      200
                                                                                                        44%                  Kosten Pension,
                                                                                                                             133 Fr./Tag
                                                                      150

                             Bewohnerinnen und
                             Bewohner total = 3476                    100
                     44%                                                                                                     Kosten Pflege,
                                                                                                        40%                  119 Fr./Tag
                                                                                    50
Zwischen 2011 und 2018 stiegen die Kosten
pro Belegungstag durchschnittlich um 2,3 Pro-                                        0
zent pro Jahr auf rund 301 Fr. pro Person und
Tag. Treiber dieses Kostenanstiegs waren unter
anderem die Pensions- und Betreuungskosten,              Ihnen stand ein Ertrag von insgesamt rund 239
die seit 2011 durchschnittlich um 3,3 respek-            Mio. Franken gegenüber. Dies entspricht einem
tive 4,2 Prozent pro Jahr zunahmen.                      Kostendeckungsgrad von 94 Prozent.
Im Jahr 2018 lagen die Kosten im Pflegeheim-
bereich bei insgesamt rund 255 Mio. Franken.

                                                                                                ai160207527215_2020_Spitex_Kunden_de_bunt.pdf

                                                         Kundinnen und Kunden der Spitex-Dienste, 2010–2018
Spitex                                                                                                    Kundinnen und Kunden mit:
                                                                                                          Mahlzeitendienst
                                                                                                          Dienstleistungen
Spitex-Landschaft                                                                   6000                                                  5567
Das kantonale Netz der Spitex besteht aus 21
                                                      Anzahl Kundinnen und Kunden

Diensten mit einem kommunalen Leistungs-                                            5000
auftrag und acht weiteren Diensten. Ein breites
Leistungsangebot ermöglicht es der Bevölke-                                         4000
rung, bei Krankheit, Unfall, Altersbeschwerden
sowie sonstigen Beeinträchtigungen zu Hause                                         3000
unterstützt zu werden.
                                                                                                                                          1762
                                                                                    2000
Leistungen der Spitex-Dienste
Die Spitex-Dienste in Graubünden haben im                                           1000
Jahr 2018 Dienstleistungen für rund 5500 Kun-
dinnen und Kunden erbracht. Drei Viertel der                                             0
                                                                                             2010        2012       2014       2016       2018
Kundinnen und Kunden bezogen pflegerische
und rund 70 Prozent hauswirtschaftliche oder             Anspruch. Wird nur die über 65-jährige Bevöl-
sozialbetreuerische Leistungen. So nahm rund             kerung betrachtet, lag der Anteil der von der
die Hälfte der Kundinnen und Kunden meh-                 Spitex betreuten Personen mit 8 Prozent bei
rere Leistungen in Anspruch. Insgesamt nahmen            den pflegerischen Leistungen und 7,6 Prozent
2,8 Prozent der Bündner Bevölkerung regel-               bei hauswirtschaftlichen und betreuerischen
mässig mindestens eine Spitex-Dienstleistung in          Leistungen noch höher.
2020_Spitex_Stunden_de_bunt.pdf                                        1   21.10.20

Der Mahlzeitendienst versorgte 2018 rund 1800           Dienstleistungsstunden und ausgelieferte Mahlzeiten
Personen und lieferte gegen 175 000 Mahlzei-            der Spitex-Dienste, 2010–2018
ten aus. Wie bei den Dienstleistungen hat auch                                       500 000

                                                    Anzahl Stunden bzw. Mahlzeiten
beim Mahlzeitendienst der Kundenkreis seit                                           450 000
2014 ein beschleunigtes Wachstum erfahren.                                           400 000
                                                                                     350 000
Versorgung der Bevölkerung                                                           300 000
Die pflegerischen Leistungen wurden zu 54 Pro-                                       250 000
zent von Frauen über 65 Jahren in Anspruch                                           200 000
genommen. Rund 29 Prozent entfielen auf über                                         150 000
65-jährige Männer. Ähnlich verhielt es sich bei                                      100 000
den hauswirtschaftlichen und sozialbetreueri-                                         50 000
schen Leistungen.                                                                            0
                                                                                                  2010       2012    2014      2016                                2018
Betrieb der Spitex-Dienste                                                                       Dienstleistungsstunden (verrechnet)
Das Personal der Spitex-Dienste umfasste im                                                      Ausgelieferte Mahlzeiten
Jahr 2018 rund 417 Vollzeitstellen. So kamen
auf eine Vollzeitstelle durchschnittlich 17 Kun-        Personalkosten. Der Betriebsertrag belief sich
dinnen und Kunden im Dienstleistungs- oder              total auf rund 43,3 Mio. Franken. Darin ent-
Mahlzeitenbereich.                                      halten waren Beiträge des Kantons und der
Der Betriebsaufwand der Spitex belief sich im           Gemeinden (teilweise als Defizitgarantie) von
Jahr 2018 auf insgesamt rund 42,8 Mio. Fran-            rund 16,7 Mio. Franken bzw. 38 Prozent des
ken. Davon entfielen rund 82 Prozent auf die            Gesamtertrags.
                                                                                                  ai160207914721_2020_Rettung_Einsätze_de_bunt.pd

                                                        Rettungsdiensteinsätze pro Monat, 2018
Rettungsdienste                                                                       1800
                                                                                      1600
                                                                                      1400
                                                    Anzahl Einsätze

Rettungsdienstlandschaft                                                              1200
Die Rettungsdienste sind ein wichtiges Binde-                                         1000
glied in der medizinischen Versorgungskette.                                           800
Sie haben die Aufgabe, im Notfall bei Patien-                                          600
tinnen und Patienten vor Ort lebensrettende                                            400
Massnahmen durchzuführen, ihre Transport-                                              200
fähigkeit herzustellen und sie in das nächstge-                                          0
legene, für die Behandlung der Krankheit oder
                                                                                                 Jan
                                                                                                       Feb
                                                                                                             Mrz
                                                                                                                   Apr
                                                                                                                         Mai
                                                                                                                               Jun
                                                                                                                                     Jul
                                                                                                                                           Aug
                                                                                                                                                 Sep
                                                                                                                                                       Okt
                                                                                                                                                             Nov
                                                                                                                                                                   Dez

der Verletzungen kompetente Spital zu trans-
portieren. Der Kanton Graubünden zählt zwölf                                                 Übrige Regionen*
Rettungsdienste (RD) und sieben Ambulanz-                                                    «Wintersportregionen»*
stützpunkte (AS).
                                                        * «Wintersportregionen»: ⩠ Rettungsdienste REO Oberen-
                                                           gadin, RD Surselva, REDA Davos, RD Prättigau, RD Scuol,
Leistungen der Rettungsdienste                             RD Sursès, AS Arosa, AS Cadi, AS Samnaun
                                                           Übrige Regionen: ⩠ Rettung Chur, RD Thusis, RD
2018 wurden rund 12 800 Einsätze durchge-                  Poschiavo, RD Bregaglia, RD Val Müstair, SAM Mesol-
führt, wovon gegen 9800 Primäreinsätze mit                 cina, AS Zernez
Erstversorgung des Patienten am Einsatzort
waren. Drei Viertel aller Einsätze wurden mit           Versorgung der Bevölkerung
einer Hilfsfrist (d. h. Ausrück- und Wegzeit) von       Entsprechend den Einwohnerzahlen wurden am
maximal 15 Minuten durchgeführt, bei 98 Pro-            meisten Rettungseinsätze (rund 37%) im Churer
zent lag die Hilfsfrist bei höchstens 30 Minuten.       Rheintal durchgeführt. Überdurchschnittlich
ai16021469045_2020_Rettung_Unfälle_de_bunt.pdf      1    08.10.20       10:48

Zahl und Art der Unfälle (Primäreinsätze), 2018

REO Oberengadin
    Rettung Chur
        RD Davos
         RSS Ilanz
     AS Samnaun
          AS Cadi
     RD Prättigau
         AS Arosa
  SAM Mesolcina
        RD Thusis                                                     RD Rettungsdienste
        RD Sursès                                                     AS Ambulanzstützpunkte
         RD Scuol                                                         Sport
    RD Poschiavo                                                          Verkehr
        AS Zernez                                                         Arbeit
   RD Val Müstair                                                         Andere
     RD Bregaglia

                     0     100       200      300   400     500     600       700         800   900

hoch war die Anzahl Einsätze pro 1000 Einwoh-        120 Vollzeitstellen. Davon waren fast drei
ner in den Tourismusregionen, dies vor allem in      Viertel Rettungs- oder Transportsanitäter. So
den Wintermonaten Dezember bis März.                 wurden pro Vollzeitstelle durchschnittlich rund
                                                     90 Einsätze durchgeführt. Bei den Ambulanz-
Betrieb der Rettungsdienste                          stützpunkten war der Personaleinsatz um ein
Das Personal der Rettungsdienste und Ambu-           Drittel höher und lag bei 1,4 Vollzeitäquivalen-
lanzstützpunkte im Jahr 2018 umfasste                ten je 100 Einsätze.

Ärzteschaft des ambulanten                           in Spezialgebieten tätig, am häufigsten in den
Sektors                                              Bereichen Psychiatrie und Psychotherapie (9%
                                                     des Totals), Ophthalmologie und Gynäkologie
Ärztelandschaft                                      und Geburtshilfe (je 5%).
Die hausärztliche Grund- und Notfallversor-
gung wird durch die frei praktizierenden Ärz-        Versorgung der Bevölkerung
tinnen und Ärzte im Kanton Graubünden sicher-        Die Anzahl der frei praktizierenden Ärztinnen
gestellt.                                            und Ärzte im ambulanten Sektor hat seit 2010
                                                     um 15 Prozent zugenommen, was grössten-
Leistungen der Ärztinnen und Ärzte des               teils dem gestiegenen Frauenanteil zuzurechnen
ambulanten Sektors                                   ist: von einem Viertel im Jahr 2010 auf einen
Im Jahr 2018 waren 244 der 415 respektive rund       Drittel im Jahr 2018. In Graubünden waren im
60 Prozent der frei praktizierenden Ärztinnen        Jahr 2018 total 141 Ärztinnen und 274 Ärzte
und Ärzte Graubündens Grundversorger: 185            des ambulanten Sektors frei praktizierend tätig.
in der Allgemeinmedizin, 41 praktische Ärztin-
nen und Ärzte, 18 Kinder- und Jugendärztin-
nen und -ärzte. Die restlichen 40 Prozent waren
Impressum
Herausgeber                                             Gestaltung und Druck
Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit       Somedia Production, Chur
des Kantons Graubünden
                                                        Auskünfte/Informationen
Autorinnen und Autoren                                  Gesundheitsamt Graubünden
Marc Herter,                                            Planaterrastrasse 16, 7001 Chur
Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung, ­          Tel. +41 81 257 26 44
Fachhochschule Graubünden                               info@san.gr.ch

Peter Tromm,                                            Erscheinungsdatum
Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung, ­          November 2020
Fachhochschule Graubünden
                                                        Daten
Nicola Katharina Kull,                                  Gesundheitsamt Graubünden
Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit

Ausführliche Informationen zur Gesundheitsversorgung 2020 des Kantons Graubünden
finden Sie online unter: www.grimpuls.ch/gesundheitsversorgungsbericht
(momentan nur auf Deutsch verfügbar).

Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit
Hofgraben 5, 7000 Chur, Telefon +41 81 257 25 13
Fax +41 81 257 21 66, info@djsg.gr.ch, www.djsg.gr.ch
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