Global Investor Study - Nachhaltige Anleger auf dem Vormarsch - Marketingmaterial - Schroders
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Global Investor Study
Nachhaltige Anleger auf dem Vormarsch
Global Investor Study 2020 1
MarketingmaterialInhalt
03
Überblick
09
Weshalb sich Anleger für
16
Eine harte Nuss: Umwelt
nachhaltige Investments oder Gewinn?
entscheiden
04
Die Ergebnisse im Überblick
10
Motoren der Nachhaltigkeit
18
Stakeholder für
Nachhaltigkeit
05
Auf die Nachweise
12
Unbewusster Einfluss
19
Vereinbarkeit von Gewinn
kommt es an und positiven Auswirkungen
07
Der Anlagekompass
14
Investments in eine
20
Wollen die Menschen ihr
bessere Welt? Finanzwissen verbessern?
Global Investor Study 2020 2Überblick
Nachhaltigkeit ist keine Kleinigkeit – sie erfordert,
dass wir uns alle stärker mit unserem Einfluss auf
Umwelt und Gesellschaft auseinandersetzen und
zusammenarbeiten, um einen Beitrag zu einer
nachhaltigeren Gesellschaft zu leisten. Wir haben
mit mehr als 23.000 Anlegern aus 32 Ländern und
Regionen auf der ganzen Welt gesprochen, um
ihre Meinungen zu nachhaltigen Investitionen
zu erfahren.
achhaltiges Investieren rückt immer stärker
N
in den Vordergrund. Die Menschen sind
sowohl engagierter als auch interessierter
und wünschen sich mehr Informationen
zu diesem Thema. Die Ergebnisse zeigten
mehrere Hürden auf, die eine allgemeine
Verbreitung nachhaltiger Anlagestrategien
hindern. Obwohl Nachhaltigkeit als eine
moralische Verantwortung betrachtet wird,
können unmittelbare Finanzziele diese in den
Hintergrund stellen.
Erfreulicherweise sind die Anleger der
Ansicht, dass nachhaltige Anlagestrategien
voraussichtlich auch höhere Renditen mit sich
1
Für 42 % der Befragten sind nachhaltige Fonds attraktiv, weil sie meistens mit höheren Renditen einhergehen. bringen.1
Über diese Umfrage
Im April 2020 gab Schroders eine unabhängige
Online-Befragung von weltweit mehr als 23.000
Anlegern aus 32 Ländern und Regionen in
Auftrag. Dazu gehörten Australien, Brasilien,
China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien,
Indien, Italien, Japan, Kanada, die Niederlande,
Österreich, Spanien und die USA. Für diese
Studie wurden Personen befragt, die in
den nächsten zwölf Monaten mindestens
10.000 Euro (oder den Gegenwert in einer
anderen Währung) investieren wollen und in
den vergangenen zehn Jahren Änderungen an
ihren Anlagen vorgenommen haben.
Hinweis: Bei den Zahlen ergibt sich
rundungsbedingt als Summe möglicherweise
ein von 100 Prozent abweichender Wert.
Global Investor Study 2020 3Die Ergebnisse im Überblick
Anleger benötigen Nachweise für die der Anleger sind der Auffassung, dass
Nachhaltigkeit von Anlagen Vermögensverwalter und Großaktionäre
Ein großer Teil der Befragten (34 %) gibt an, hierfür verantwortlich sein sollten. 61 %
dass die Zertifizierung einer unabhängigen der Befragten sehen die Unternehmen in
Drittpartei sie von der Nachhaltigkeit der Pflicht.
einer Anlage überzeugen würde. 33 % der
Befragten wären genauso überzeugt, wenn Einen Beitrag zu einer nachhaltigen
die Zertifizierung vom Fondsanbieter selbst Gesellschaft leisten
stammt. 47 % der Befragten investieren in
nachhaltige Anlagefonds, statt in Fonds,
Nachhaltigkeit ist untrennbar mit Moral die keine Nachhaltigkeitsfaktoren
verknüpft berücksichtigen, und möchten auf diese
77 % der Befragten würden nicht in Weise einen Beitrag zu einer nachhaltigeren
Anlagen investieren, die ihren persönlichen Gesellschaft leisten. Dies entspricht
Überzeugungen widersprechen. 23 % einer Steigerung gegenüber dem 2018
wären dazu bereit, wenn damit höhere verzeichneten Ergebnis (42 %).
Renditen erzielt werden.
Unternehmen sollten ihren Einfluss auf die
Der ökologische Fußabdruck und höhere Gemeinschaft in den Vordergrund rücken
Renditen sind die wichtigsten Gründe für Für die Befragten sind die Auswirkungen,
Anlagen in nachhaltige Fonds die ein Unternehmen auf Gemeinden und
Fast die Hälfte (47 %) der weltweiten Anleger die Gesellschaft erzielt, von wesentlicher
findet nachhaltige Investments attraktiv, weil Bedeutung (70 %) – dicht dahinter
damit eine größere ökologische Wirkung rangieren die Berücksichtigung von
erzielt wird. Erfreulicherweise investieren Umweltthemen (67 %) und der Umgang mit
weitere 42 % der Befragten in nachhaltige Mitarbeitern (66 %).
Fonds, weil sie der Ansicht sind, dass diese
höhere Renditen mit sich bringen. Anleger
gehen also davon aus, dass Gewinn und
positive Auswirkungen Hand in Hand gehen.
Darüber sprechen
65 % der Befragten sprechen ihre Berater
verstärkt auf nachhaltige Anlagen an; nur
25 % bringen das Thema häufig auf den
Tisch. 45 % der Befragten werden von ihrem
Finanzberater nur dann über nachhaltige
Anlagen informiert, wenn sie ausdrücklich
darum bitten, und nur 16 % erhalten diese
Informationen unaufgefordert.
Eine weltweite Verantwortung
69 % der weltweit Befragten sind
der Ansicht, dass die nationalen
Regierungen und Aufsichtsbehörden
für die Bekämpfung des Klimawandels
verantwortlich sind. Mehr als die Hälfte
(59 %) vertritt die Meinung, dass auch
jeder Einzelne Verantwortung für dieses
Thema übernehmen sollte. Nur 46 %
Global Investor Study 2020 4Auf die Nachweise
kommt es an
Der Nachhaltigkeitsbereich entwickelt sich Welche Informationen Anleger benötigen, um von der Nachhaltigkeit
rasant, und da es derzeit keine einheitlichen einer Anlage überzeugt zu sein
Standards oder Definitionen gibt, benötigen die
Anleger mehr Informationen, um sicher zu sein, Zertifizierung eines Drittanbieters (die Selbstzertifizierung des Fondsanbieters
dass ihr Geld in die richtigen Anlagen fließt. Nachhaltigkeit der Anlage wird von bezüglich der Nachhaltigkeit der Anlage
einer unabhängigen Partei bestätigt)
Anleger, die wirklich umweltfreundlichere
oder nachhaltigere Entscheidungen Regelmäßige Updates des Fondsanbieters Keine Informationen erforderlich
treffen möchten, haben es aufgrund
Nord- und
von „Grünfärberei“ schwerer, wahre von Weltweit Europa Asien Südamerika Sonstige
unwahren Behauptungen zu unterscheiden.
7% 9% 6% 5% 8%
„Grünfärberei“ (oder „Greenwashing“)
bezeichnet die Bereitstellung irreführender 34 %
Informationen über die Nachhaltigkeit eines 26 % 24 %
33 %
Unternehmens und seiner Produkte.. 21 %
Folglich überrascht es nicht, dass 93 % der
weltweit Befragten mehr Informationen
darüber benötigen, wodurch sich ein
Unternehmen als „nachhaltig“ klassifiziert,
um sich von der Nachhaltigkeit einer Anlage
überzeugen zu können. 32 % 38 %
33 %
72 % der Anleger verlassen sich auf ihre
34 %
eigenen Nachforschungen, um Wissen über
26 %
persönliche finanzielle Angelegenheiten
zu erlangen. Es ist also offensichtlich, dass
Informationen über die Nachhaltigkeit von
Anlagen immer wertvoller werden – sowohl
für den normalen Investor als auch für
Fondsanbieter.
38 %
Während der Großteil der Befragten (34
34 % 33 %
%) angibt, dass die Zertifizierung einer 32 %
unabhängigen Drittpartei sie von der
Nachhaltigkeit einer Anlage überzeugen 28 %
würde, wären fast ebenso viele (33 %)
genauso überzeugt, wenn die Zertifizierung
vom Fondsanbieter selbst käme. Mehr als
ein Viertel der Befragten (26 %) ist dagegen
bereit, auf ein „Nachhaltigkeitssiegel“ zu
verzichten, wenn die Anleger stattdessen
regelmäßige Updates von ihrem
Fondsanbieter erhalten.
Global Investor Study 2020 5Welche Informationen Anleger benötigen, um von der Nachhaltigkeit Ein Blick auf die in den einzelnen Regionen
einer Anlage überzeugt zu sein – nach Altersgruppe geforderten Nachhaltigkeitsnachweise zeigt,
dass bei einer überwältigenden Mehrheit
Keine Informationen erforderlich Selbstzertifizierung des Fondsanbieters Informationsbedarf besteht und es nur
bezüglich der Nachhaltigkeit der Anlage geringfügige Unterschiede bezüglich der
Art der gewünschten Informationen gibt.
Zertifizierung eines Drittanbieters (die Regelmäßige Updates
38 % der europäischen Anleger setzen bei
Nachhaltigkeit der Anlage wird von des Fondsanbieters
nachhaltigen Fonds auf die Zertifizierungen
einer unabhängigen Partei bestätigt)
von Drittparteien. Anleger in Nord- und
Südamerika bevorzugen eine solche
Zertifizierung nur zu 28 %. Stattdessen setzen
6%
die Anleger dort im gleichen Maße (34 %)
auf Selbstzertifizierungen und regelmäßige
23 %
Updates der Fondsanbieter.
Länder aus der Kategorie “Sonstige”
(Australien, die Vereinigten Arabischen
Emirate und Südafrika) hegen die größten
Zweifel an der Selbstzertifizierung
38 % nachhaltiger Investments. Nur 26 % der
Millennials (18–37 Jahre)
Befragten in diesen Ländern erachten diese
Methode als ausreichend. Stattdessen gibt es
eine klare Präferenz für Zertifizierungen von
Drittanbietern oder regelmäßige Updates der
Fondsanbieter (jeweils 33 %).
33 % Wenn man die Ansichten von Millennials
mit anderen Altersgruppen vergleicht, hat
es den Anschein, dass Millennials weniger
Bedenken hinsichtlich der Selbstzertifizierung
hegen (38 %) als Nicht-Millennials (30 %).
Letztere verlassen sich am ehesten auf
Zertifizierungen von Drittparteien (34 %).
8%
Interessanterweise gab es bei der Art der
bevorzugten Informationen keine großen
28 % Unterschiede zwischen den Anlegergruppen
“Anfänger” oder “Experten”. Das bedeutet,
dass Anleger ungeachtet ihres Anlagewissens
zahlreiche Informationen benötigen, um von der
30 % Nachhaltigkeit einer Anlage überzeugt zu sein.
Nicht-Millennials (über 38 Jahre)
58 % der Befragten sind der Ansicht,
dass eine mangelnde Transparenz bei
Nachhaltigkeitsnachweisen ihr Vertrauen in
einen Fondsanbieter untergraben würde, was
die Tragweite dieser Informationen noch erhöht.
Finanzberater und Fondsanbieter können
damit schnelle Erfolge erzielen. Da dieser
34 % Bereich einer zunehmenden Regulierung
unterliegt, sind Informationen immer leichter
verfügbar. Wenn diese Informationen besser
zugänglich gemacht werden, dient dies nicht
nur der Aufklärung – es erhöht auch das
Vertrauen der Verbraucher.
Global Investor Study 2020 6Der Anlagekompass
Tugendhafte Investoren nach Land Geld oder Moral? Es ist das ultimative
Dilemma, mit dem Menschen in diesem
Informationszeitalter immer mehr
Land Würden nicht in Anlagen Würden dies für höhere konfrontiert werden, da es zunehmend
investieren, die ihren Renditen in Kauf nehmen unmöglich wird „ein Auge zuzudrücken“. Die
persönlichen Überzeugungen Ergebnisse unserer Umfrage deuten jedoch
zuwiderlaufen darauf hin, dass die meisten Menschen nicht
China 90 % 10 % zu Abstrichen bereit sind, wenn es um ihre
persönlichen Überzeugungen geht.
Italien 82 % 18 %
Portugal 82 % 18 % Wie wahrscheinlich ist es, dass Anleger ihre
Belgien 81 % 19 % persönlichen Überzeugungen für höhere
Schweden 81 % 19 %
Renditen opfern? Erfreulicherweise würden
77 % der Befragten nicht in Anlagen
Dänemark 81 % 19 %
investieren, die ihren persönlichen
Schweiz 80 % 20 % Überzeugungen zuwiderlaufen. Die restlichen
Russland 80 % 20 % 23 % wären dazu bereit, wenn damit höhere
Renditen erzielt würden. Das ist nicht wirklich
Taiwan 80 % 20 %
überraschend, denn in der Umfrage des
Australien 80 % 20 % Vorjahres war eine Mehrheit der Anleger (60 %)
Deutschland 79 % 21 % der Ansicht, dass sie mit ihren individuellen
Niederlande 79 % 21 % Anlageentscheidungen einen Beitrag zu einer
nachhaltigeren Welt leisten können.
Großbritannien 78 % 22 %
Frankreich 78 % 22 % Was ist der Preis einer solchen Entscheidung?
Polen 78 % 22 % Die Befragten, die bereit wären, gegen ihre
persönlichen Überzeugungen zu investieren
Chile 78 % 22%
(23 %), gaben an, dass sie mit ihrer Anlage
Österreich 77 % 23 % durchschnittlich eine Rendite von 21 % erzielen
Brasilien 77 % 23 % müssten, um keine Schuldgefühle zu haben.
Spanien 76 % 24 %
Während sich die Anleger relativ einig darin
Japan 76 % 24 %
sind, Investments im Einklang mit dem
Mexiko 76 % 24 % eigenen Moralkodex zu tätigen, fällt der
Kanada 74 % 26 % prozentuale Anteil in den weltweiten Ländern
VAE 74 % 26 %
unterschiedlich aus.
Hongkong 73 % 27 %
Wie hoch ist Ihr Preis?
Argentinien 73 % 27 %
21 %
Südafrika 73 % 27 %
Indien 71 % 29 %
Indonesien 71 % 29 %
Südkorea 69 % 31 %
Die durchschnittliche
Thailand 68 % 32 % Rendite, für die
Singapur 67 % 33 % Anleger gegen
ihre persönlichen
USA 67 % 33 % Überzeugungen
investieren würden
Global Investor Study 2020 7Anleger in China neigen am wenigsten Bereitschaft, in Anlagen zu investieren, die den eigenen
dazu, ihre persönlichen Überzeugungen für Überzeugungen widersprechen – nach Generation
höhere Renditen zu opfern (nur 10 % wären
hierzu bereit). In Singapur und den USA sind Nein, ich würde nicht in Anlagen investieren, die Ja, wenn die Renditen
die Anleger mehr als drei Mal so oft bereit meinen persönlichen Überzeugungen widersprechen höher wären
(33 %), Anlagen zu tätigen, die ihren eigenen
Überzeugungen widersprechen. Millennials (18-37)
75 % 25 %
Über Generationen hinweg zeigt
sich ein interessantes Muster. Generation X (38-50)
Millennials – denen häufig ein höheres
Nachhaltigkeitsbewusstsein nachgesagt wird 76 % 24 %
– sind eher dazu bereit, ihre persönlichen
Überzeugungen für höhere Renditen zu Baby-Boomers (51-70)
opfern als ihre älteren Pendants (25 % wären 80 % 20 %
hierzu bereit).
Older (71+)
Bemerkenswert sind auch die Unterschiede
84 % 16 %
zwischen den Befragten, die sich als
„fortgeschrittene Anleger“ einstufen, und
jenen, die sich eher zu den Anfängern zählen.
82 % der „Anfänger oder Anleger mit Bereitschaft, in Anlagen zu investieren, die den eigenen
rudimentären Kenntnissen“ würden keine Überzeugungen widersprechen – nach Anlagewissen
Investments gegen ihre persönlichen
Überzeugungen tätigen. Bei den „Experten Nein, ich würde nicht in Anlagen investieren, die Ja, wenn die Renditen
oder fortgeschrittenen Anlegern“ geht meinen persönlichen Überzeugungen widersprechen höher wären
dieser Wert um 11 % zurück. Hier würden
sich 71 % von ihrem moralischen Kompass
leiten lassen, während 29 % der Rendite den 82 %
Vorrang geben würden.
Anfänger/rudimentäre Kenntnisse
Insgesamt ist dies ein außerordentlich
positives Ergebnis. Es zeigt, dass eine 18 %
große Nachfrage nach Fonds vorhanden
ist, die den persönlichen Überzeugungen
der Anleger entsprechen. Eine nachhaltige
Anlagestrategie wird also bei vielen
verantwortungsbewussten Investoren 80 %
Anklang finden.
Fortgeschrittene Anfänger
20 %
Die meisten
Menschen sind nicht 71 %
zu Kompromissen Experten/Fortgeschrittene
bereit, wenn es um 29 %
ihre persönlichen
Überzeugungen geht *Bitte beachten Sie, dass die Befragten sich selbst den Wissensgruppen zuordnen
Global Investor Study 2020 8Weshalb sich Anleger für
nachhaltige Investments
entscheiden
Es hat den Anschein, dass das nachhaltige
Sind nachhaltige Anlagen attraktiv? Investieren nicht nur eine persönliche
Entscheidung, sondern auch “Best Practice” ist.
Ja, weil sie eine größere ökologische Wirkung erzielen Was genau macht nachhaltige Anlagen also für
Anleger so attraktiv?
47 %
Fast die Hälfte (47 %) der Anleger weltweit findet
Ja, weil sie meistens mit höheren Renditen einhergehen
nachhaltige Anlagen attraktiv, weil sie eine größere
42 % ökologische Wirkung erzielen. Gutes zu bewirken
stellt also eine größere Motivation dar als die
Ja, weil sie meinen gesellschaftlichen Grundsätzen entsprechen
Aussicht auf potenziell höhere Renditen (42 %).
32 %
Viele Menschen sind von den ideellen Werten
Nein, weil sie keine höheren Renditen bieten nachhaltiger Anlagen überzeugt. nur eine kleine
11 % Minderheit (11 %) sieht darin keine attraktive
Anlagemöglichkeit, da sie davon überzeugt ist,
Nein, weil sie meinen Grundsätzen nicht entsprechen dass mit diesen Investments keine höheren
4% Renditen erzielt werden können. Diese Zahlen
sind äußerst erfreulich, denn sie zeigen, dass die
Mehrheit der Befragten der Ansicht ist, dass bei
nachhaltigen Fonds nicht auf höhere Renditen
Attraktivität nachhaltiger Anlagen – nach Wissensgruppe verzichtet werden muss.
Eine noch kleinere Minderheit (4 %) vertritt die
Ja, weil sie meinen gesellschaftlichen Ja, weil sie eine größere Meinung, dass nachhaltige Fonds keine attraktive
Grundsätzen entsprechen ökologische Wirkung erzielen Anlagemöglichkeit darstellen, weil sie nicht ihren
Grundsätzen entsprechen.
Ja, weil sie meistens mit höheren Nein, weil sie keine höheren
Renditen einhergehen Renditen bieten
Auch wenn es keine großen Unterschiede
Nein, weil sie meinen Grundsätzen zwischen Regionen oder Generationen gibt, zeigt
nicht entsprechen sich ein interessantes Muster, wenn man sich
anschaut, wie die verschiedenen Wissensgruppen
51 %
die Attraktivität nachhaltiger Fonds einschätzen.
45 %
44 %
Experten oder fortgeschrittene Anleger sind
42 %
42 %
am ehesten der Ansicht, dass mit nachhaltigen
38 %
Investments höhere Renditen erzielt werden
können (44 % – verglichen mit 35 % bei den
35 %
Anfängern oder Anlegern mit rudimentären
29 %
Kenntnissen). Anfänger oder Anleger
28 %
mit rudimentären Kenntnissen schließen
nachhaltige Anlagen fast doppelt so oft aus
(8 %) wie fortgeschrittene Anfänger oder
Experten/fortgeschrittene Anleger (4 %), da
15 %
diese Investments nicht ihren Grundsätzen
entsprechen.
11 %
9%
8%
Experten oder fortgeschrittene Anleger sind
4%
4%
am ehesten der Ansicht, dass mit nachhaltigen
Investments höhere Renditen erzielt werden
können (44 %), und seltener, dass damit
Anfänger/rudimentäre Fortgeschrittene Anfänger Experten/Fortgeschrittene keine höheren Renditen einhergehen (9 %).
Kenntnisse Erfreulicherweise sind die Anleger also der
Ansicht, dass Nachhaltigkeit nicht auf Kosten
*Bitte beachten Sie, dass die Befragten sich selbst den Wissensgruppen zuordnen höherer Renditen geht.
Global Investor Study 2020 9Motoren der Nachhaltigkeit
61 % der Befragten gaben an, dass es Aufgabe Wer treibt das Thema Nachhaltiges Investieren an?
der Finanzberater ist, sicherzustellen, dass
ihre Kunden über ausreichend Finanzwissen
25 %
verfügen. Deshalb ist es interessant zu sehen,
wie sich diese Dynamik im Zusammenhang mit
nachhaltigen Anlagen auswirkt. Häufig, fast immer, wenn ich mit
meinem Finanzberater spreche
65 % der Anleger sprechen ihre Berater auf
nachhaltige Anlagen an. 45 % der Befragten
sagen, dass sie von ihrem Finanzberater
nur dann Informationen über nachhaltiges
40 %
Investieren erhalten, wenn sie ausdrücklich Gelegentlich, manchmal
frage ich danach
darum bitten. Nur 16 % erhalten diese Wie häufig Anleger
Informationen unaufgefordert. nach Informationen
23 %
über nachhaltige
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass die Anlagen fragen
Mehrheit der Anleger mehr über nachhaltige Ich frage nie danach
Investments sprechen und darüber
erfahren möchte. Es muss also noch mehr
getan werden, damit nachhaltige Fonds zu
einem häufigen Gesprächsthema zwischen
Finanzberatern und Anlegern werden.
12 %
Nicht zutreffend – Ich
spreche mit keinem
Finanzberater
33 %
Häufig, fast immer, wenn ich mit
meinem Finanzberater spreche
Die Mehrheit der
45 %
Anleger ist daran Gelegentlich, nur wenn
Wie häufig
Finanzberater
interessiert, über
ich das Thema anspreche
Informationen
über nachhaltige
nachhaltiges
Anlagen
16 % bereitstellen
Investieren zu Gelegentlich, aber nicht nur,
wenn ich darum bitte
diskutieren und
6%
mehr darüber zu Nie
erfahren
Global Investor Study 2020 10Weltweit werden hier ähnliche Erfahrungen Finanzberater, die Informationen über nachhaltige Anlagen
gemacht – mit einer bemerkenswerten bereitstellen – nach Region
Ausnahme. Europäische Finanzberater
hinken allen anderen Regionen hinterher und Häufig, fast immer, wenn ich mit meinem Finanzberater spreche
sprechen nachhaltige Anlagen am seltensten
an. Nur 28 % der Befragten geben an, dass sie
von ihrem Finanzberater häufig Informationen
28 % 38 % 37 % 32 %
Europa Asien Nord- und Sonstige
über dieses Thema erhalten. Zum Vergleich: In Südamerika
Asien liegt der Anteil bei 38 % und in Nord-und
Südamerika bei 37 %.
Bei Anlegern, die “gelegentlich” oder
“nie” Informationen zu diesem Thema
anfordern, ergibt sich kein klares Muster.
Es ist jeboch eindeutig zu erkennen, dass
Experten oder fortgeschrittene Anleger
häufiger nach Informationen fragen als
fortgeschrittene Anfänger, Anfänger oder
Anleger mit rudimentären Kenntnissen.
Experten oder fortgeschrittene Anleger
fragen doppelt so häufig (34 %) wie Anfänger
oder Anleger mit rudimentären Kenntnissen
(16 %) bei fast jedem Gespräch mit ihrem
Finanzberater nach Informationen über
nachhaltiges Investieren.
In Anbetracht der Tatsache, dass 80 % der
Befragten entweder einen mittleren oder
hohen Wissensstand in Finanzangelegenheiten
anstreben, ist dies zweifellos ein Faktor, der
für nachhaltige Anlagen spricht. Je leichter Wie häufig Anleger bei ihren Finanzberatern Informationen über
Informationen zu diesem Thema zugänglich nachhaltige Anlagen anfordern – nach Wissensgruppe
sind, desto besser werden die entsprechenden
Kenntnisse der Anleger. Häufig, ich fordere fast immer Informationen Gelegentlich, manchmal frage ich nach
über nachhaltige Anlagen an, wenn ich Informationen über nachhaltige Anlagen
mit meinem Finanzberater spreche
Ich fordere nie Informationen Nicht zutreffend – Ich spreche
über nachhaltige Anlagen an mit keinem Finanzberater
Anfänger/rudimentäre Kenntnisse
16 % 39 % 26 % 19 %
Fortgeschrittene Anfänger
20 % 48 % 19 % 12 %
Experten/Fortgeschrittene
34 % 32 % 26 % 9%
*Bitte beachten Sie, dass die Befragten sich selbst den Wissensgruppen zuordnen
Global Investor Study 2020 11Unbewusster Einfluss
In der Investmentbranche haben ESG- 69 % der Befragten weltweit sind der Ansicht,
Themen (Kennzahlen zu Umwelt, Soziales dass die nationalen Regierungen und
und Unternehmensführung) in den letzten Aufsichtsbehörden für die Lösung dieses
Jahren eine immer größere Bedeutung Problems verantwortlich sind. Mehr als die
erlangt. Hierfür gibt es zahlreiche Gründe. Hälfte (59 %) vertritt die Meinung, dass auch
Es muss jedoch noch mehr getan werden, jeder Einzelne Verantwortung für dieses
damit Finanzberater diesen Themenkomplex Thema übernehmen sollte.
häufiger ansprechen – insbesondere
deshalb, weil es einen großen Beitrag zur Die steigende Staatsverschuldung
Bekämpfung globaler Probleme (wie dem im Verhältnis zum BIP zeigt, dass die
Klimawandel) leisten kann. Regierungen die dringend benötigten
Investitionen zur Abschwächung und
Die gleichmäßige Verteilung der Bewältigung der Auswirkungen des
Ergebnisse zeigt, dass wir alle einen Klimawandels nicht alleine aufbringen
Beitrag leisten müssen, wenn auch in können. 46 % der Anleger sind der
unterschiedlichem Ausmaß. An dieser Auffassung, dass Vermögensverwalter hierfür
Stelle sei darauf hingewiesen, dass die verantwortlich sein sollten – diese spielen also
globalen Ergebnisse auch für die Verteilung zweifellos eine wichtige Rolle. Insbesondere
der Verantwortlichkeiten in den Regionen deshalb, weil 61 % der Befragten auch die
repräsentativ sind . Unternehmen in der Pflicht sehen.
Wer nach Meinung der Befragten für die Bekämpfung des Klimawandels verantwortlich sein sollte
Nationale Regierungen / Aufsichtsbehörden
69 %
Zwischenstaatliche Organisationen (z. B. die UN)
65 %
Unternehmen
61 %
Ich als Individuum
59 %
Interessengruppen und öffentliche Kampagnen
56 %
NGOs (Nichtregierungsorganisationen) und Wohltätigkeitsorganisationen
55 %
Anlageverwalter / Großaktionäre
46 %
Global Investor Study 2020 12Das ist ein bemerkenswerter Unterschied, Wer für die Bekämpfung des Klimawandels verantwortlich sein sollte –
der deutlich macht, dass ihnen nach Generation
möglicherweise nicht bewusst ist,
welchen Einfluss Vermögensverwalter
Millennials (18–37 Jahre) Nicht-Millennials (über 38 Jahre)
und Aktionäre auf Unternehmen ausüben.
Zwar würden 77 % der Anleger keine
Anlagen tätigen, die ihren persönlichen
Überzeugungen widersprechen. Der
Zusammenhang zwischen Investments 66 %
Nationale Regierungen /
und ihren Auswirkungen wird jedoch Aufsichtsbehörden
nicht erkannt, und schwächt somit die 71 %
wahrgenommene Verantwortung, die
Vermögensverwalter bei der Lösung von
Problemen (wie dem Klimawandel) haben. Zwischenstaatliche 63 %
Organisationen (z. B.
Es gibt keine großen Unterschiede die UN) 67 %
zwischen den Ansichten der verschiedenen
Wissensgruppen. Beim Vergleich zwischen
Millennials und anderen Altersgruppen
58 %
treten jedoch interessante Punkte hervor. Ich als Individuum
Nicht-Millenials vertreten eher die Ansicht 59 %
als Millennials (66 %), dass die nationalen
Regierungen / Aufsichtsbehörden für
die Bekämpfung des Klimawandels
verantwortlich sein sollten (71 %). Ein 57 %
Unternehmen
ähnliches Bild ergibt sich im Hinblick auf 65 %
Unternehmen. Während 65 % der Nicht-
Millenials sich einig darin sind, dass
Unternehmen die Verantwortung hierfür
tragen sollten, schließt sich dieser Meinung NGOs 56 %
nur eine kleinere Mehrheit der Millennials (Nichtregierungsorganisationen)
und Wohltätigkeitsorganisationen 54 %
(57 %) an.
Interessanter als die Unterschiede sind
vermutlich die Ähnlichkeiten. Millennials wird 55 %
Interessengruppen und
häufiger ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit öffentliche Kampagnen
nachgesagt. Auch sollen sie in diesem 57 %
Bereich die proaktivste Generation sein.
Allerdings sind 58 % der Millennials und
59 % der Nicht-Millennials der Ansicht, dass
Anlageverwalter / 47 %
sie als Individuen für die Bekämpfung des
Klimawandels verantwortlich sind. Dieses Großaktionäre 45 %
Ergebnis deutet darauf hin, dass Millennials
bezüglich Nachhaltigkeit, in der Praxis
dieselbe Meinung vertreten wie jede andere
Generation auch.
Global Investor Study 2020 13Investments in eine
bessere Welt?
Auch wenn sich die Menschen als Individuen nachhaltigeren Gesellschaft – angefangen bei
nicht in der größten Verantwortung sehen, den Produkten, die sie kaufen, bis hin zu den
wenn es um die Lösung von Problemen Fonds, in die sie investieren. Denn all diese
wie dem Klimawandel geht, leisten sie Entscheidungen bringen Auswirkungen
doch zweifellos einen Beitrag zu einer mit sich.
Die häufigsten Methoden, mit denen die Menschen einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten
01 02 03
65 % 56 % 53 %
Ich reduziere oder recycle Haushaltsabfälle Ich kaufe regional produzierte Waren statt über Ich meide kontroverse Unternehmen oder
weite Strecken transportierte Produkte Unternehmen, die ihrer sozialen Verantwortung
nicht nachkommen
04 05 06
52 % 50 % 47 %
Ich berücksichtige bei meiner Wahl der Ich kaufe von Unternehmen mit nachweislicher Ich investiere eher in nachhaltige Anlagefonds
Verkehrsmittel und bei Entscheidungen zum sozialer Verantwortung als in Fonds, die Nachhaltigkeitsfaktoren nicht
privaten Energieverbrauch meine CO2-Bilanz berücksichtigen
07 08 09
46 % 44 % 20 %
Ich berücksichtige bei all meinen
Ich verwende keinen Ich kaufe gebrauchte Kleidung
Lebensmittelentscheidungen die
Einweg-Kunststoff
ökologischen Auswirkungen (z. B. vegan /
Lebensmittel aus der Region)
Global Investor Study 2020 14Das Engagement für Nachhaltigkeit ist Weltweite Investitionen in nachhaltige Fonds
erfreulicherweise gestiegen, denn das Thema
rückt immer stärker in den Vordergrund. Ebenso Ich investiere eher in nachhaltige Anlagefonds als in Fonds,
sind sich die Menschen mehr denn je bewusst, die Nachhaltigkeitsfaktoren nicht berücksichtigen
welche Auswirkungen ihr Handeln auf Umwelt
und Gesellschaft hat. 50% 52 %
49 %
65 % der Befragten reduzieren oder recyceln 44 %
40% 43 %
Haushaltsabfälle. Somit ist dies die am
weitesten verbreitete Art, um einen Beitrag zu
einer nachhaltigeren Gesellschaft zu leisten. 30%
Rund die Hälfte der Menschen weltweit
unterstützt indes „gute“ Unternehmen und 20%
meidet jene, die unverantwortlich agieren
(jeweils 50 % und 53 %).
10%
Investitionen in nachhaltige Fonds liegen im
Mittelfeld dieser Rangliste. 47 % der Befragten 0%
investieren jedoch häufig in nachhaltige Europa Asien Amerika Andere
Anlagefonds, um einen Beitrag zu einer
nachhaltigen Gesellschaft zu leisten – ein
beträchtlicher Anteil. Insbesondere deshalb, weil Die häufigsten Methoden, mit denen die Menschen einen Beitrag zu
weitere 35 % der Befragten manchmal durch einer nachhaltigeren Gesellschaft leisten – nach Generation
nachhaltiges Anlegen zu einer nachhaltigeren
Gesellschaft beitragen.
Millennials (18–37 Jahre) Nicht-Millennials (über 38 Jahre)
Noch erfreulicher ist, dass dieser prozentuale
Ich reduziere oder recycle 61 %
Anteil gegenüber den Umfrageergebnissen Haushaltsabfälle 68 %
2018 (42 %) um fünf Prozentpunkte zugelegt
hat. Der Wandel geht also zweifellos in die
Ich kaufe regional produzierte
richtige Richtung. 56 %
Waren statt über weite Strecken
transportierte Produkte 56 %
Wenn man sich die Ergebnisse in den Regionen
anschaut, wird deutlich, wie sich die Beliebtheit Ich meide kontroverse Unternehmen
54 %
von nachhaltigen Anlagen weltweit entwickelt oder Unternehmen, die ihrer sozialen
Verantwortung nicht nachkommen 52 %
hat. Die Befragten in Nord- und Südamerika
investieren am ehesten in nachhaltige Anlagen
(52 %), dicht gefolgt von asiatischen Anlegern (49 Ich berücksichtige bei meiner Wahl der
53 %
Verkehrsmittel und bei Entscheidungen zum
%). Dagegen entscheiden sich in Europa lediglich 52 %
privaten Energieverbrauch meine CO2-Bilanz
44 % der Befragten häufig für nachhaltige
Investments. Anleger in den Vereinigten
Ich kaufe von Unternehmen 53 %
Arabischen Emiraten, Südafrika und Australien mit nachweislicher sozialer
(„Sonstige“) neigen am wenigsten dazu, in 48 %
Verantwortung
nachhaltige Anlagen zu investieren.
Ich investiere eher in nachhaltige Anlagefonds
51 %
als in Fonds, die Nachhaltigkeitsfaktoren
Zwischen den Generationen gibt es auch 44 %
nicht berücksichtigen
interessante Unterschiede. Während
Millennials und Nicht-Millennials im gleichen Ich berücksichtige bei all meinen
Maße zu einer nachhaltigen Gesellschaft Lebensmittelentscheidungen die 48 %
beitragen, sind Nicht-Millennials eher bereit, ökologischen Auswirkungen (z. B. 45 %
vegan / Lebensmittel aus der Region)
ihre Haushaltsabfälle zu reduzieren und
recyclen(68 %) als Millennials (61 %). Ich verwende keinen 45 %
Einweg-Kunststoff 43 %
23 %
Ich kaufe gebrauchte Kleidung
18 %
Global Investor Study 2020 15Eine harte Nuss:
Umwelt oder Gewinn?
Auch wenn nur 46 % der Anleger die Ansicht
vertreten, dass Vermögensverwalter
für die Bekämpfung des Klimawandels
verantwortlich sind, sagen 58 % der
Nicht-Millennials sind
Befragten, dass sie ihr in fossile Brennstoffe
investiertes Vermögen abziehen sollten.
eher der Ansicht, dass
Dieser Widerspruch zwischen der Vermögensverwalter ihre
Beteiligung beibehalten sollten,
Verantwortung der Vermögensverwalter
und den Erwartungen der Anleger zeigt
eines: Wenn es um die Bekämpfung des
Klimawandels geht, erwarten die Anleger
trotzdem, dass die Vermögensverwalter ihren
um den Wandel voranzutreiben
Einfluss entsprechend nutzen.
Es gibt unterschiedliche Gründe dafür,
weshalb 41 % der Befragten glauben, dass
Vermögensverwalter nach wie vor in fossile
Brennstoffe investieren sollten. 14 % sind
der Ansicht, dass die Fondsanbieter in dieser
Branche investiert bleiben sollten, bis es nicht
mehr rentabel ist.
Wie sollten Vermögensverwalter mit Unternehmen umgehen, die im Bereich fossile Brennstoffe aktiv sind?*
36 % 27 % 22 % 14 %
Ihre Beteiligungen an In diesen Unternehmen Ihre Beteiligungen an Ihre Beteiligungen
diesen Unternehmen investiert bleiben, diesen Unternehmen an diesen
auflösen, um deren um den Wandel aus moralischen Unternehmen
Wachstumsmöglichkeiten voranzutreiben Gründen auflösen beibehalten, bis
einzuschränken es nicht mehr
rentabel ist
*Please note numbers may not add to 100% due to rounding
Global Investor Study 2020 16Die unterschiedlichen Ansichten bezüglich Wie Vermögensverwalter mit Unternehmen umgehen sollten, die im
des Umgangs mit Unternehmen, die im Bereich fossile Brennstoffe aktiv sind – nach Wissensgruppe * **
Bereich fossile Brennstoffe aktiv sind,
verdeutlichen, dass keine Einigkeit herrscht, Ihre Beteiligungen an diesen Ihre Beteiligungen an diesen Unternehmen
was verantwortungsbewusste und nachhaltige Unternehmen auflösen, um deren aus moralischen Gründen auflösen
Anlageentscheidungen eigentlich ausmacht. Wachstumsmöglichkeiten einzuschränken
Anleger sind bei ihren Investments also auf
glaubwürdige Nachweise angewiesen. Nur so
Ihre Beteiligungen an diesen Unternehmen Ihre Beteiligungen an diesen Unter nehmen
können sie sicherstellen, dass ihre Anlegen
aus moralischen Gründen auflösen beibehalten, bis es nicht mehr rentabel ist
ihren eigenen Grundsätzen entsprechen.
Anfänger/rudimentäre Fortgeschrittene Experten/
Am interessantesten ist vielleicht, dass Kenntnisse Anfänger Fortgeschrittene
Nicht-Millennials (31 %) im Vergleich zu
Millennials (23 %) eher der Ansicht sind, dass 34 % 38 % 36 %
Vermögensverwalter ihre Beteiligungen
beibehalten sollten, um den Wandel
voranzutreiben. Möglicherweise ist die
jüngere Generation also skeptischer, was den
Einfluss von Vermögensverwaltern angeht.
20 %
26 %
19 %
Nicht-Millennials
30 %
31 %
sind eher der 23 %
Ansicht, dass
Vermögensverwalter
ihre Beteiligung 15 %
13 %
15 %
beibehalten sollten,
um den Wandel
voranzutreiben * Bitte beachten Sie, dass die Befragten sich den Wissensgruppen selbst zuordnen.
** Hinweis: Die Summe kann rundungsbedingt von 100 % abweichen.
Global Investor Study 2020 17Stakeholder für Nachhaltigkeit
Anleger sind wichtige Stakeholder für Die Auswirkungen, die ein Unternehmen
eine nachhaltige Zukunft (und nicht nur auf Gemeinden und die Gesellschaft hat,
als Anleger) – welche Verhaltensweisen stehen für die Befragten an erster Stelle.
erwarten sie von den Unternehmen, in die Diese werden als “sehr wichtig” eingestuft
sie investieren? (70 %). dicht dahinter rangieren die
Berücksichtigung von Umweltthemen (67 %)
Die hohen Prozentsätze dieser Ergebnisse und der Umgang mit Mitarbeitern (66 %).
verdeutlichen, dass alle genannten
Verhaltensweisen aus Anlegersicht eine Verhaltensweisen, die eher mit den internen
Priorität für Unternehmen darstellen sollten, Praktiken eines Unternehmens verbunden
was an sich sehr positiv ist. Es kristallisieren sich sind, stehen für die Anleger dagegen weniger
jedoch auch einige Spitzenreiter heraus, auf die im Vordergrund. So räumen lediglich 52 % der
sich die Unternehmen konzentrieren können. Anleger der Vielfalt in der Belegschaft eines
Unternehmens Priorität ein, und nur 56 % halten
es für sehr wichtig, dass Unternehmen die
Verdienstunterschiede zwischen Führungskräften
und anderen Mitarbeitern angehen.
Die Erwartungen der Menschen sind klar:
Wichtigste Verhaltensweisen von Unternehmen Unternehmen sollen vorrangig Aktivitäten
vorantreiben, die größere ökologische und
gesellschaftliche Auswirkungen haben.
Soziale Verantwortung (z. B.
Auswirkungen auf Gemeinden Die Hierarchie bleibt unverändert, wenn
70 %
und Gesellschaft)
man die wichtigsten Verhaltensweisen
nach Wissensgruppe sortiert. Es zeichnet
Berücksichtigung von Umweltthemen sich jedoch ein bemerkenswerter Trend
(z. B. Emissionen, Nutzung von ab: Experten und fortgeschrittene Anleger
erneuerbaren Energien, Auswirkungen der 67 %
stufen Verhaltensweisen häufiger als
Geschäftstätigkeit auf die Ökosysteme etc.)
wichtig ein als Anfänger oder Anleger mit
rudimentären Kenntnissen.
Umgang mit Mitarbeitern 66 % 64 % der Experten und fortgeschrittenen
Anleger haben diese Verhaltensweisen von
Unternehmen im Durchschnitt als „sehr
Abschaffung des Lohngefälles wichtig“ eingestuft, verglichen mit 57 %
zwischen Frauen und Männern 59 % der Anfänger / Anleger mit rudimentären
Kenntnissen und 61 % der fortgeschrittenen
Anfänger.
Verringerung der
Verdienstunterschiede zwischen Zwischen den Regionen und Altersgruppen
Spitzenkräften und anderen 56 %
herrschte zwar ein Konsens, gleichwohl
Arbeitnehmern
gab es einige interessante Abweichungen.
Beispielsweise wird eine vielfältige
Vielfalt der Belegschaft (Geschlecht, Belegschaft in Europa am seltensten als
ethnische Zugehörigkeit, Alter, 52 %
„sehr wichtig“ eingestuft (46 %) – damit
Sexualität, sozioökonomischer
Hintergrund etc.) bleibt der Kontinent hinter dem globalen
Umfrageergebnis (52 %) zurück.
Global Investor Study 2020 18Vereinbarkeit von Gewinn
und Wirkung
Bei diesen „Nachhaltigkeitsindikatoren“ muss Zweitens halten es die Anleger für etwas
berücksichtigt werden, ob sie alle drei Säulen weniger wahrscheinlich, dass die wichtigsten
der Nachhaltigkeit in sich vereinen – Mensch, Verhaltensweisen (gesellschaftliche und
Umwelt und Gewinn. ökologische Verantwortung) zu höheren
Renditen führen. Dagegen vertreten sie
Sind die Menschen der Ansicht, dass das die Meinung, dass unternehmensinterne
Umweltbewusstsein eines Unternehmens Praktiken, wie der Umgang mit
oder ein guter Umgang mit Mitarbeitern zu Mitarbeitern und die Verringerung von
höheren Renditen führt? Verdienstunterschieden, gleichermaßen
oder mit einer höheren Wahrscheinlichkeit
Die Ergebnisse sind aus zweierlei Gründen höherer Renditen mit sich bringen,
interessant. verglichen mit ihrer allgemeinen Bedeutung.
Zum einen sind die Menschen der Ansicht, Erfreulicherweise ist dieses Muster auch in
dass die Verhaltensweisen, die sie in Bezug den Unterschieden zwischen den Regionen
auf Nachhaltigkeit als am wichtigsten und Generationen erkennbar. Das bedeutet,
erachten, auch den größten Einfluss auf die dass alle Anleger einen Zusammenhang
Renditen haben. Dies trifft auf alle genannten sehen zwischen verantwortungsvollen
Verhaltensweisen zu. Unternehmen und einer höheren
Kapitalrendite (ROI) und davon ausgehen,
dass verantwortungsbewusstes Handeln
letztendlich gut für das Geschäft ist.
Gewinn oder Wirkung: Sind die Anleger der Meinung, dass die wichtigsten Verhaltensweisen
von Unternehmen zu hohen Renditen führen?
Prozentualer Anteil der Anleger, die dieses Anteil der Menschen, die glauben, dass das Verhalten den
Verhalten als „sehr wichtig“ einstufen größten positiven Einfluss auf die Rendite hat
Soziale Verantwortung (z. B. Auswirkungen auf Gemeinden und Gesellschaft)
70 %
68 %
Berücksichtigung von Umweltthemen (z. B. Emissionen, Nutzung von erneuerbaren Energien, Auswirkungen der Geschäftstätigkeit auf die Ökosysteme etc.)
67 %
66 %
Umgang mit Mitarbeitern
66 %
67 %
Abschaffung des Lohngefälles zwischen Frauen und Männern
59 %
59 %
Verringerung der Verdienstunterschiede zwischen Spitzenkräften und anderen Arbeitnehmern
56 %
58 %
Vielfalt der Belegschaft (Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Alter, Sexualität, sozioökonomischer Hintergrund etc.)
52 %
56 %
Global Investor Study 2020 19Wollen die Menschen ihr
Finanzwissen verbessern?
Die Menschen sind offensichtlich bereit, die
notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um
verantwortungsbewusste Anlagen zu tätigen.
Die Umfrage zeigt, dass ein nachhaltiger
Anlageansatz, der die Faktoren Umwelt,
Soziales und Unternehmensführung
berücksichtigt, für Anleger attraktiv ist.
Gleichermaßen sind die Befragten davon
überzeugt, dass damit die Erträge erhöht
werden können.
Es wird entscheidend darauf ankommen,
genug Informationen und Wissen über die
Nachhaltigkeit von Fonds bereitzustellen, wenn
nachhaltige Investments zum Mainstream
werden sollen. Die Schließung der derzeit
bestehenden Informationslücken ist eine
Aufgabe, die von Vermögensverwaltern und
Finanzberatern leicht bewältigt werden kann
– das ist erfreulich und wird nachhaltiges
Investieren weiter vorantreiben.
Der Wert der Anlagen und der damit erzielten herangezogen werden. Individuelle Investitions- und/oder
Erträge kann sowohl steigen als auch Strategieentscheidungen sollten nicht auf Basis der Ansichten
und Informationen in diesem Dokument erfolgen. Nach bestem
fallen. Wechselkursschwankungen können Wissen wird angenommen, dass alle in diesem Dokument
dazu führen, dass der Wert von Anlagen in aufgeführten Informationen – auch von externen Quellen -
Fremdwährungen steigt oder fällt. zuverlässig sind, Schroders übernimmt jedoch keine Gewähr
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