MERKBLATT Administrativen Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B, BLE
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Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 MERKBLATT Administrativen Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B, inhaltlich: Vergabe von Aufträgen, Verlängerungs- und Änderungsanträge, Verwendungsnachweis sowie sonstige Hinweise Richtlinie Richtlinie zur Förderung der Energieeffizienz und CO2-Einsparung in Landwirtschaft und Gartenbau vom 18.08.2021 Teil B – Erneuerbare Energieerzeugung Bitte beachten Sie auch die Vorgaben aus den nachfolgenden Merkblättern, in den zum Zeitpunkt der Antragsstellung aktuellen Versionen: Antragstellung und Bewilligung CO2-Einsparkonzept B Einzelmaßnahmen B Erneuerbare Energieerzeugung, Verteilnetze B ________________________________________________________________________________________________ Die BLE behält sich vor dieses Merkblatt bei Bedarf anzupassen. Es ist jeweils nur in seiner zum Zeitpunkt der Antragstellung aktuellen Fassung gültig. Regelungen und Anforderungen vorangegangener oder nachfolgender Versionen haben keine Gültigkeit für die jeweils aktuelle Antragstellung, sofern dieses nicht explizit benannt wird. Sie können somit auch nicht zur Begründung oder Ablehnung von Ansprüchen geltend gemacht werden.
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 1. Durchführung der Maßnahme Mit der Durchführung der Maßnahme (Vorhabenbeginn) darf erst mit dem im Zuwendungsbescheid genannten Datum begonnen werden. Ausnahmsweise kann, in begründeten Fällen und auf eigenes finanzielles Risiko, auch mit der schriftlichen Maßnahmenfreigabe oder nach der Zustimmung zum vorzeitigen, förderunschädlichen Vorhabenbeginn begonnen werden Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertag. Planleistungen dürfen vorher bereits erbracht werden. Planleistungen sind zum Beispiel Genehmigungen, Architekten- oder Ingenieurleistungen (im Finanzierungsplan/ Auszahlungsantrag Position 0835) Für Beratungen nach Nr. 2.1 der o. g. Richtlinie sind Planleistungen nicht förderfähig. Ein Vorhabenbeginn, bevor die BLE schriftlich in den förderunschädlichen Vorhabenbeginn oder die Maßnahmenfreigabe eingewilligt hat bzw. vor dem im Zuwendungsbescheid genannten Datum, führt zum Förderausschluss. Der Bewilligungszeitraum beträgt: 9 Monate für Maßnahmen nach Nummer 2.1 und 3.1, 12 Monate für Maßnahmen nach Nummer 3.2 und 3.3. 2. Vergabe von Aufträgen Die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit sind zu beachten. Aufträge sind nur an fachkundige und leistungsfähige Anbieter nach wettbewerblichen Gesichtspunkten zu wirtschaftlichen Bedingungen zu vergeben. Soweit möglich, sind dazu mindestens drei vergleichbare Angebote, unter Beachtung der untenstehenden Wertgrenzen, einzuholen. Verfahren und Ergebnisse sind schriftlich zu dokumentieren. Unabhängig vom Gesamtbetrag der Zuwendung und vom Auftragswert können Leistungen der Energieberatung sowie Architekten- und Ingenieursleistungen nach Nr. 5.1.1 Buchstabe c) ohne Vergleichsangebote vergeben werden. Aufgrund der COVID 19 - Pandemie hat das Bundeskabinett im Juli 2020 vergaberechtliche Erleichterungen beschlossen, welche – zeitlich befristet bis zum 31.12.2021 – auch für die Vergabe von Aufträgen im Bereich der Projektförderung gelten. Aus diesem Anlass gelten folgende Bedingungen: Aufträge für Bauleistungen Bis zum 31.12.2021 sind für Vergabeverfahren nach dem ersten Abschnitt der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen Teil A (VOB/A) ergänzend zu den normierten Wertgrenzen in § 3a Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 Seite 3 von 8 Absatz 2, Absatz 3 und Absatz 4 VOB/A beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb, freihändige Vergaben und Direktaufträge ohne nähere Begründung zugelassen, soweit bei einer zu vergebenden Leistung der geschätzte Auftragswert die folgenden Wertgrenzen voraussichtlich nicht überschreitet: - 1.000.000,00 Euro (ohne USt.) für beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb, - 100.000,00 Euro (ohne USt.) für freihändige Vergaben, - 5.000,00 Euro (ohne USt.) für Direktaufträge. Die genannten Wertgrenzen beziehen sich auf das jeweilige Vergabeverfahren (Fachlos), bei Zusammenfassung mehrerer Lose in einem Vergabeverfahren auf die Summe der Lose. Freihändige Vergaben bis 50.000,00 Euro (ohne USt.) können im Bestellscheinverfahren vergeben werden, wenn mindestens drei Angebote eingeholt wurden. Auf eine breite Streuung der Aufträge und einen fairen Wettbewerb ist besonders zu achten. Auf die Transparenzpflichten des § 20 Absatz 3 und 4 VOB/A wird hingewiesen. § 20 Absatz 4 VOB/A gilt mit der Maßgabe, dass die Informationen auch für freihändige Vergaben zu veröffentlichen sind. Sowohl die Informationen entsprechend Absatz 3 (Ex-Post-Transparenz) als auch diejenigen entsprechend Absatz 4 (Ex-Ante-Transparenz) sind auch auf dem Internetportal des Bundes www.service.bund.de zu veröffentlichen. Die Eignung der Unternehmen ist vor der Aufforderung zur Angebotsabgabe zu prüfen. Die Regelungen zur Bewerberauswahl entsprechend Richtlinie 111 Nummer 7 des VHB gelten uneingeschränkt. Insbesondere sind sowohl die Gründe für den Rückgriff auf nicht präqualifizierte Unternehmen als auch für den Verzicht auf Änderung der Bewerberlisten zu dokumentieren. Aufträge für Lieferungen und Dienstleistungen Bis zum 31.12.2021 können Direktaufträge bis zu einem Auftragswert von einschließlich 3.000,00 Euro (ohne Ust.) vergeben werden. Die sonstigen Voraussetzungen nach § 14 UVgO bleiben unberührt. Bis zum 31.12.2021 können in Abweichung zu § 8 Absatz 2 Satz 2 UVgO wahlweise Beschränkte Ausschreibungen ohne Teilnahmewettbewerb oder Verhandlungsvergaben mit oder ohne Teilnahmewettbewerb bis zu einem geschätzten Auftragswert in Höhe von 100.000,00 Euro (ohne USt.) ohne weitere Begründung durchgeführt werden. Diese Verfahrensvereinfachung greift allerdings nur, soweit der Auftraggeber im jeweiligen Verfahren eine ausreichende Marktkenntnis besitzt, um mindestens drei potenziell zur Angebotsabgabe geeignete Unternehmen vorab zu benennen und die Eignung auf Nachfrage auch begründen und nachweisen kann. In Vergabeverfahren, die ohne Teilnahmewettbewerb erfolgen, sind bei einem geschätzten Auftragswert ab 25.000,00 Euro (ohne USt.) die beabsichtigten Aufträge auf dem Internetportal des Bundes www.bund.de in angemessener Zeit vor der Einleitung des Vergabeverfahrens zu veröffentlichen, sofern Sicherheitsinteressen nicht entgegenstehen. Die Veröffentlichung muss mindestens folgende Angaben enthalten: − Name, Anschrift, Telefon-, Faxnummer und E-Mail-Adresse des Auftraggebers, − Gewähltes Vergabeverfahren, Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 Seite 4 von 8 − Auftragsgegenstand, − Ort der Ausführung, − Art und voraussichtlicher Umfang der Leistungen, − voraussichtlicher Zeitraum der Ausführung. Ab dem 01.01.2022 sind folgende Bedingungen einzuhalten: Nach Maßgabe von § 14 Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) kann bei Direktaufträgen bis zu einem voraussichtlichen Auftragswert von 1.000,00 Euro (ohne USt.) unter Berücksichtigung der Haushaltsgrundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit auf die Einholung von Vergleichsangeboten verzichtet werden. Für Zuwendungen, deren Gesamtbetrag 100.000,00 Euro übersteigt, gilt ergänzend zu den Regelungen in den ANBest-P: bei der Vergabe von Aufträgen für Bauleistungen der Abschnitt 1 des Teils A der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A), bei Vergabe von Aufträgen für Liefer- und Dienstleistungen die Verfahrensordnung für die Vergabe öffentlicher Liefer- und Dienstleistungsaufträge unterhalb der EU-Schwellenwerte (Unterschwellenvergabeordnung – UVgO) mit Ausnahme folgender Vorschriften: o § 22 zur Aufteilung nach Losen, o § 28 Absatz 1 Satz 3 zur Veröffentlichung von Auftragsbekanntmachungen, o § 30 zur Vergabebekanntmachung, o § 38 Abs. 2 bis 4 zu Form und Übermittlung der Teilnahmeanträge und Angebote, o § 44 zu ungewöhnlich niedrigen Angeboten, o § 46 zur Unterrichtung der Bewerber und Bieter; Aufträge für Lieferungen und Dienstleistungen, auf die gemäß Nr. 3 ANBest-P die UVgO anzuwenden ist, dürfen – bis zum Inkrafttreten einer einheitlichen Auftragswertgrenze für Bund und Länder in der UVgO – in Anwendung von § 8 Abs. 4 Nr. 17 UVgO bis zu einem Höchstwert von 25.000,00 Euro (ohne USt.) im Verfahren der Verhandlungsvergabe mit oder ohne Teilnahmewettbewerb gemäß § 12 UVgO vergeben werden. Die Zulässigkeit einer Verhandlungsvergabe nach § 8 Abs. 4 Nr. 1 bis 16 UVgO bleibt unberührt. Bitte beachten Sie die jeweils auch die gültigen Vergabevorgaben gemäß der Richtlinie, der ANBest-P sowie Ihres Zuwendungsbescheides. 3. Verlängerungs- und Änderungsanträge Jegliche Abweichungen gegenüber dem Antrag/ des Zuwendungsbescheides sind nach Bekanntwerden unverzüglich schriftlich anzuzeigen. Dazu gehören: Höhe der Ausgaben gegenüber dem Finanzierungsplan um mehr als 20 % Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 Seite 5 von 8 Änderungen des Antragstellers oder der Verbundpartner (z.B. durch Betriebsübergaben) Nicht Erteilung oder weitreichende nachträgliche Änderungen von benötigten Genehmigungen zur Durchführung der Maßnahme Nicht Erreichung des Zuwendungszweckes Nicht möglicher Abschluss der Maßnahme im Durchführungs- / Bewilligungszeitraum Erweiterung des Projektumfangs Bei Erweiterung des Projektumfangs, die zu wesentlichen Änderungen des Vorhabens führen, kann dies den Widerruf des erteilten Zuwendungsbescheides zu Folge haben. Unter Vorlage des geänderten Einsparkonzeptes kann das Vorhaben erneut beantragt werden. Bei technischen Änderungen gegenüber dem CO2-Einsparkonzept ist eine korrigierte Fassung des Selbigen einzureichen. Zudem ist hinreichend zu begründen, wieso die Änderungen zur Fertigstellung des Projektes notwendig sind. Für eine solche Änderung ist sowohl eine erneute fachliche als auch haushälterische Prüfung notwendig. Bei nicht hinreichender Begründung werden Änderungsanträge abgelehnt. Dies kann zudem zu einem Widerruf des Zuwendungsbescheides führen Eine Verlängerung des Durchführungs- bzw. Bewilligungszeitraums ist nur im begründeten Ausnahmefall und nur dann möglich, wenn sie schriftlich vor Ablauf des Durchführungs- bzw. Bewilligungszeitraums beantragt wird. Aufgrund des administrativen Aufwandes sollte der Antrag spätestens einen Monat vor Ende des Bewilligungszeitraumes gestellt werden. Bei Maßnahmen nach Nr. 3.2 in Verbindung mit der Neuerrichtung baulicher Anlagen ist eine Verlängerung des Bewilligungszeitraums grundsätzlich möglich, sofern mit dem Antrag auf Verlängerung nachgewiesen wird, dass die bauliche Umsetzung des Vorhabens begonnen wurde. Im Verlängerungsantrag ist ein Datum anzugeben, wann mit dem Abschluss der Maßnahme gerechnet wird. Bei Maßnahmen nach 3.2 ist ein angepasster Projektablaufplan einzureichen. Falls das Vorhaben nicht begonnen wurde bzw. nicht umgesetzt werden soll, ist der Antrag schriftlich zurückzuziehen. 4. Auszahlungsantrag und Verwendungsnachweis Anforderungsverfahren: Für Maßnahmen nach Nr. 3.2 und 3.3 erfolgt die Auszahlung der bewilligten Zuwendung grundsätzlich gemäß Nr. 1.2 der ANBest-P über das Anforderungsverfahren. Die angeforderten Mittel sind innerhalb von 6 Wochen nach Auszahlung zweckentsprechend zu verwenden (Bezahlung von Rechnungen, die dem Zuwendungszweck entsprechen). Die Anforderung jedes Teilbetrags muss die zur Beurteilung des Mittelbedarfs erforderlichen Angaben enthalten. Die Anforderung ist mittels des dafür bereitgestellten Formulars bei der BLE einzureichen. Es können kumuliert maximal 90% der bewilligten Zuwendung angefordert werden. Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 Seite 6 von 8 Bei der ersten Anforderung von Verbundvorhaben ist zusätzlich der unterzeichnete Abnahmevertrag, der bei Antragstellung als Entwurf eingereicht wurde, in Kopie vorzulegen. Die Auszahlung der Restmittel erfolgt nach positiver Prüfung des zuvor vollständig und fristgerecht vorgelegten Endverwendungsnachweises durch die BLE. Die Frist zur Vorlage des Endverwendungsnachweises bleibt hiervon unberührt. Auszahlung nach Vorlage des Endverwendungsnachweises: Die Auszahlung für Maßnahmen nach den Nummern 2.1.1 und 3.1 erfolgt abweichend der ANBest-P nach positiver Prüfung des zuvor vollständig und fristgerecht vorgelegten Endverwendungsnachweises durch die BLE. Für Maßnahmen nach 3.2 sowie 3.3 kann im Antrag auf die Teilnahme am Anforderungsverfahren verzichtet werden. Die Auszahlung erfolgt dann ebenfalls nach Vorlage des Endverwendungsnachweises. Der (End-)Verwendungsnachweis muss insbesondere enthalten: Für alle Maßnahmen Nachweis der für die durchgeführte Beratung / Errichtung der Anlage in Rechnung gestellten Ausgaben (Belegliste sowie Rechnungen in Kopie) sowie der Zahlung (z.B. Kopie des Kontoauszuges), einschließlich einer Kopie des Liefer- und Leistungsvertrags, o Bei mehr als 20 Belegen ist die Belegliste zudem elektronisch an nape@ble.de zu senden, die Vorlage der elektronische Belegliste wird auf der Homepage zur Verfügung gestellt. Bei Investitionsmaßnahmen Nachweis des antragsgemäßen Einsatzes hocheffizienter Technologie und der Betriebsbereitschaft der technischen Anlage durch: o Bestätigung der sachverständigen Person (Bei Maßnahmen nach Nr. 3.2 und 3.3der o. g. Richtlinie) o Fachunternehmererklärung (Bei Einzelmaßnahmen) o Sachbericht (Wann wurde welcher Teil der Maßnahme durch welche Firma durchgeführt, welche Einsparung ist erzielt worden? Wurde der Zuwendungszweck erfüllt?) und o Fotodokumentation (Fotos vor, während und nach Durchführung der Maßnahme), Darlegung der erreichten CO2-Einsparungen entsprechend der Merkblätter zu den einzelnen Förderbereichen, Liste der Vergleichsangebote je Gewerk (bei Zuwendungen bis 100.000 Euro) bzw. Vergabevermerk je Gewerk (bei Zuwendungen über 100.000 Euro) Ggf. weitere Nachweise entsprechend der Merkblätter Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 Seite 7 von 8 Bei Beratungen nach Nr. 2.1. Gesamtbetriebliches CO2-Einsparkonzept als Ergebnis der durchgeführten Beratung Erklärung der sachverständigen Person zum CO2-Einsparkonzept Bei Verbundvorhaben: Erklärung der landwirtschaftlichen Verbundpartner, dass die im CO2- Einsparkonzept B dargestellten, sie selbst betreffenden Sachverhalte zutreffend sind. Hinweise! Soweit die bewilligte Zuwendung nicht (mehr) zweckentsprechend verwendet oder ihre Verwendung nicht oder nicht fristgerecht nachgewiesen wird, wird der Bewilligungsbescheid im Regelfall widerrufen und die Zuwendung, auch wenn sie bereits verwendet worden ist, unverzüglich zurückgefordert. Von einem Widerruf des Bewilligungsbescheides kann im Einzelfall etwa dann abgesehen werden, wenn der Zuwendungsempfänger nachvollziehbar darlegt und erforderlichenfalls auch nachweist, dass er die Versäumnis der Frist zur Vorlage des Endverwendungsnachweises nicht zu vertreten hat. Bei Maßnahmen nach den Nummern 2.1.1 und 3.1 wird der Auszahlungsantrag grundsätzlich abgelehnt, soweit der Zuwendungsempfänger den Endverwendungsnachweis nicht innerhalb der hierfür geltenden Frist vorlegt. Dem Auszahlungsantrag kann trotz Versäumnis der Frist im Einzelfall ausnahmsweise stattgegeben werden, wenn der Zuwendungsempfänger nachvollziehbar darlegt und erforderlichenfalls auch nachweist, dass er die Versäumnis der Frist zur Vorlage des Endverwendungsnachweises nicht selbst zu vertreten hat. Für Maßnahmen, die nicht am Anforderungsverfahren teilnehmen kann grundsätzlich nur ein Auszahlungsantrag gestellt werden. Nur bei bewilligten Zuwendungen über 20.000,00 € sind Teilauszahlungen zulässig. Alle für den Verwendungsnachweis erforderlichen Unterlagen sind spätestens innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Bewilligungszeitraums bei der BLE einzureichen. 5. Sonstiges Zweckbindungsfrist Geförderte Technische Anlagen und Einrichtungen, Maschinen und Geräte sind nach der Inbetriebnahme (erstmalige bestimmungsgemäße Verwendung einer Technologie) mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu betreiben (Zweckbindungsfrist). Innerhalb der genannten Zeiträume darf eine geförderte Investition nur dann veräußert werden, wenn deren zweckentsprechender Weiterbetrieb gegenüber der BLE nachgewiesen wird. Eine Veräußerung oder Stilllegung der geförderten Investition bzw. eine Veräußerung, Stilllegung oder ein Abriss des Gebäudes, mit dem die geförderte Investition im Sinne von § 94 Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs fest verbunden ist, innerhalb dieses Zeitraums ist der BLE unverzüglich anzuzeigen. Bei einem Verstoß gegen die oben genannten Verpflichtungen wird die Zuwendung anteilig zurückgefordert. Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
Version 1.0, Gültig ab 15.09.2021 Seite 8 von 8 Teilnahme am Betriebsvergleich Gartenbau für Gartenbauunternehmen Um den Betriebserfolg des eigenen Unternehmens interpretieren und bewerten zu können, sind häufig Durchschnittswerte ähnlich strukturierter Unternehmen erforderlich. Erst ein Vergleich mit Branchenmittelwerten ermöglicht die Einordnung des eigenen Betriebes und erlaubt Aussagen zur wirtschaftlichen Situation und zur Struktur des Betriebes. Um die Datengrundlage für diesen Betriebsvergleich zu erweitern besteht die Verpflichtung, nach Abschluss einer Investitionsmaßnahme über 20.000,00 Euro und mehr für mindestens fünf Jahre, beginnend mit dem Wirtschaftsjahr, in dem die Bewilligung erfolgt, am Betriebsvergleich des Zentrums für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V. (ZBG), Hannover, teilzunehmen und einen Nachweis über die Teilnahme bei der Bewilligungsbehörde nach Abschluss eines jeden Wirtschaftsjahres vorzulegen. Hierzu ist der „Erhebungsbogen zum Betriebsvergleich“ beim Zentrum für Betriebswirtschaft im Gartenbau e.V. Herrenhäuser Str. 2 30149 Hannover Telefon: +49 (0)511 762-5409 Telefax: +49 (0)511 762-19245 E-Mail: zbg@zbg.uni-hannover.de Internet: www.zbg.uni-hannover.de einzureichen. Das entsprechende Formular kann unter der Internetadresse https://www.zbg.uni-hannover.de heruntergeladen oder postalisch beim ZBG angefordert werden. Sofern Sie bisher nicht am Betriebsvergleich teilnehmen, wenden Sie sich bitte an Ihren betriebswirtschaftlichen Berater oder Steuerberater bzw. Ihr Buchhaltungsbüro. Wenn eine Teilnahme am Betriebsvergleich über den vorgenannten Pflichtzeitraum hinaus nicht gewünscht wird, ist dies gegenüber dem ZBG schriftlich zu erklären. Merkblatt Maßnahmenumsetzung und Auszahlungsverfahren B
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