Politik, Forschung und - Focus Report Technologie-centrope Regional Development Monitoring.

 
Politik, Forschung und - Focus Report Technologie-centrope Regional Development Monitoring.
centrope Regional Development Monitoring.
         Technologie-
Focus Report
politik, Forschung und
Innovation Kurzfassung
Politik, Forschung und - Focus Report Technologie-centrope Regional Development Monitoring.
centrope Partner                                              centrope Agentur

Österreich                                                    centrope Koordinationsbüro I thematische und operative
• Land Burgenland                                             Koordination, Kommunikation & Sekretariat:
• Land Niederösterreich                                       Europaforum Wien, Rahlgasse 3/2, A-1060 Wien
• Stadt und Land Wien                                         office@centrope.info
• Stadt Eisenstadt
• Stadt St. Pölten                                            centrope regionale Kooperationsstellen

Tschechische Republik                                         Büro Österreich I Entwicklungsschwerpunkt „Wissensregion“:
• Kreis Südmähren                                             Regionalmanagement Burgenland,
• Stadt Brno                                                  daniela.schuster@rmb.co.at
• Kreis Vysočina (Beobachterstatus)                           Regionalmanagement Niederösterreich,
                                                              hermann.hansy@euregio-weinviertel.eu
Ungarn                                                        Wirtschaftsagentur Wien,
• Komitat Győr-Moson-Sopron                                   tatzberger@wirtschaftsagentur.at
• Komitat Vas                                                 Büro Slowakei I Entwicklungsschwerpunkt „Kultur & Tourismus“:
• Stadt Győr                                                  Slovenský Dom Centrope, domcentropy@gmail.com
• Stadt Sopron                                                Büro Tschechische Republik I Entwicklungsschwerpunkt
• Stadt Szombathely                                           „Humankapital“: HOPE-E.S. v.o.s., pala@euservis.cz
                                                              Büro Ungarn I Entwicklungsschwerpunkt „Räumliche Integration“:
Slowakei                                                      CEURINA NKft,
• Selbstverwaltungskreis Bratislava                           szokolayors@invitel.hu
• Selbstverwaltungskreis Trnava
• Stadt Bratislava                                            Konsortium des centrope capacity Pilotprojekts “Regional
• Stadt Trnava                                                Development Monitoring”

Juli 2012                                                     Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung
                                                              Mendel-Universität Brno, wirtschaftliche Fakultät
Der Gesamtbericht steht unter www.centrope.com als download   Slowakische Akademie der Wissenschaften, Institut für
zur Verfügung.                                                Wirtschaftsforschung
                                                              Ungarische Akademie der Wissenschaften, Westungarisches
                                                              Forschungsinstitut des Zentrums für regionale Studien
                                                              Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche
Politik, Forschung und - Focus Report Technologie-centrope Regional Development Monitoring.
Inhalt

         Vorwort: Innovation – Ein Schlüsselfaktor regionaler Wettbewerbsfähigkeit    2

         Unzureichende Datenlage: Ein gravierendes Hindernis für zielgerichtete
         Politikgestaltung in der Region                                              3

         Institutionelle Vorbedingungen: Innovationssysteme, Clusterstrategien
         und strukturelle Zusammenarbeit bei F&E                                      4

         Innovationsregion centrope: Indikatoren                                      7

         Grenzüberschreitende Patentnetzwerke                                        11

         Politische Schlussfolgerungen: Gestaltung der Kernpunkte
         eines grenzüberschreitenden Innovationssystems                              16

         www.centrope.com
         © centrope 2012

         Unterstützt durch Mittel der Europäischen Union
         im Rahmen des Programms CENTRAL EUROPE

                                                                                          01 ●
Politik, Forschung und - Focus Report Technologie-centrope Regional Development Monitoring.
Vorwort:
   Innovation – Ein Schlüsselfaktor
   regionaler Wettbewerbsfähigkeit

       Die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen hängt immer         Stärken und Schwächen der gesamten Region
       stärker von der Effizienz der in der jeweiligen Region    sowie ihrer einzelnen Teile bei F&E, Wissenschaft
       aktiven Unternehmen sowie vom regionalen Innova-          und Innovation? Was sind die besonderen F&E- und
       tionsmilieu ab, das seinerseits von lokalen externen      Innovationsmerkmale der Partnerregionen?
       Effekten bestimmt wird. Während Effizienz oft eng
                                                                 Dafür griff die Erarbeitung des Focus Reports sowohl
       mit der Innovationskraft der Unternehmen in einer Re-
                                                                 auf das verfügbare statistische Material als auch auf
       gion und deren Forschungs- und Entwicklungstätigkeit
                                                                 mehrere von den Projektpartnern vorgelegte Länder-
       verbunden ist, wird das Innovationsmilieu durch politi-
                                                                 studien zurück. Zuerst vergleicht der Report nationale
       sche Interventionen auf lokaler und regionaler Ebene
                                                                 und regionale Innovationssysteme der centrope-
       beeinflusst, die auf Wissenschaft, technologischen
                                                                 Regionen mittels der Länderstudien; zweitens werden
       Hintergrund, Clusterprozesse und Netzwerke sowie an-
                                                                 Ausgaben und Personal im F&E-Bereich, Human­
       dere Bereiche des Wissenstransfers ausgerichtet sind.
                                                                 ressourcen in Wissenschaft und Technologie sowie
       Der Focus Report zu Technologiepolitik, F&E und In-       die Beschäftigungslage in Hochtechnologiesektoren
       novation des Projekts „centrope Regional Develop-         in Zusammenschau mit dem EU-Durchschnitt analy-
       ment Monitoring“ beobachtete und analysierte aktuelle     siert; drittens werden europäische Patentanträge als
       F&E-Maßnahmen und Verknüpfungen innerhalb von             Basis der F&E- und Innovationsleistung der centrope-
       centrope zum Vergleich der Wettbewerbsstellung            Regionen sowohl untereinander verglichen als auch
       der centrope-Partnerregionen im europäischen Kon-         für centrope insgesamt dem Durchschnitt der EU-27
       text. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den Methoden       gegenübergestellt und bestehende grenzüberschrei-
       zur Innovationsentwicklung in centrope, z.B. durch        tende Patentnetzwerke beschrieben.
       F&E in Unternehmen, in Zusammenarbeit mit öffentli-
                                                                 Die vorliegende Broschüre bietet eine Kurzfassung
       chen Einrichtungen wie Universitäten oder in Clus-
                                                                 der Ergebnisse des im Rahmen der Pilotaktivität
       tern/Netzwerken. Schließlich wurde auch die Rolle
                                                                 „centrope Regional Development Monitoring“ erstell-
       der Politik in Bezug auf Strategie und Umsetzung
                                                                 ten Focus Reports zu Technologiepolitik, Forschung
       analysiert. Die zentralen Fragen der Untersuchung
                                                                 und Innovation. Der Volltext des Reports ist als
       lauteten daher: Wie wettbewerbsfähig ist centrope
                                                                 Gratis-download erhältlich über die Website
       auf der Karte des EU-weiten Wissenschafts- und
       Innovationssystems? Wo liegen die wichtigsten                             www.centrope.com
● 02
Politik, Forschung und - Focus Report Technologie-centrope Regional Development Monitoring.
Unzureichende Datenlage: Ein gravierendes Hindernis
für zielgerichtete Politikgestaltung in der Region

                        In Bezug auf das erste Ziel des Focus Reports
                        (Vergleich von centrope mit anderen Regionen)
                        stellen die verfügbaren Daten hinsichtlich ihrer
                        Aktualität und ihres Geltungsbereichs eine große
                        Herausforderung dar.

Häufig hat dies gut verständliche Gründe, z.B. die      und viele europäische Studien (wie etwa die Arbeits­
Tatsache, dass die Abarbeitung von Budget- und          kräfteerhebung der Europäischen Union) gelten
Finanzdaten auf regionaler Ebene ein zeitaufwän­        nur auf NUTS 2-Ebene als repräsentativ. So stehen
diger Prozess ist; daher sind offizielle Budgetdaten    politischen EntscheidungsträgerInnen nur sehr weni­
zu den allgemeinen Aufwendungen einer Region für        ge empirische Orientierungshilfen zur Formulierung
Forschung und Entwicklung (general expenditure          einer lokalen Innovationspolitik zur Verfügung.
on research and development, GERD) nur mit fünf
Jahren Verzögerung verfügbar. Die Patentanmeldung       Wie begannen daher mit einer Analyse der auf NUTS 3­
beim Europäischen Patentamt (European Patent            Ebene nur recht begrenzt vorhandenen vergleichba­
Office, EPO) ist ebenfalls ein langwieriger und kom­    ren Indikatoren und erweiterten diese Informationen
plizierter Rechtsvorgang, weshalb die auswertbaren      dort, wo keine NUTS 3-Daten verfügbar waren, durch
Patentstatistiken derzeit nur bis zum Jahr 2007 rei­    Daten auf NUTS 2-Ebene. Schließlich sammelten
chen. Diese Sachlage stellt sowohl für Forschende,      wir auch selbst Daten im Bereich des Patentwesens,
die aktuelle Daten benötigen, als auch für politische   was uns auf NUTS 3-Regionsebene ermöglichte,
EntscheidungsträgerInnen, die neueste Trends beob­      mit eigenem Datenmaterial einen Überblick bis zum
achten wollen, ein evidentes Problem dar.               Jahr 2008 zu erstellen (die offiziellen Statistiken für
                                                        NUTS 2-Regionen reichen nur bis zum Jahr 2007).
Erschwert wird die Situation dadurch, dass das ver­     Während wir also mit relativ alten Daten arbeiteten,
gleichbare europäische Datenmaterial weitgehend         konnten wir so dennoch die offizielle Datenlage
nur auf NUTS 2-Ebene vorhanden ist, während die         durch etwas neueres Material mit korrekter regiona­
meisten centrope-Regionen (nämlich jene in Un­          ler Disaggregation verbessern, was im Gegensatz zu
garn, der Slowakei und der Tschechischen Republik)      offiziellen Statistiken auch eine Analyse grenzüber­
als NUTS 3-Regionen definiert sind. Auch hier sind      schreitender Patentnetzwerke in centrope erlaubt
die Ursachen der Datenlücken klar – die EU-Regi­        – ein Thema, das unseres Wissens bislang noch nie
onalpolitik konzentriert sich auf die NUTS 2-Ebene,     untersucht wurde.

                                                                                                                  03 ●
Institutionelle Vorbedingungen: Innovationssysteme,
   Clusterstrategien und strukturelle Zusammenarbeit bei F&E

                                                                    Demnach sind Lenkung und Finanzierungsmecha­
                            Es bestehen ausgeprägte
                                                                    nismen des österreichischen regionalen Innovations­
                            Unterschiede zwischen natio­
                                                                    systems selbstständiger und von der Zentralebene
                            nalen und regionalen F&E- und
                                                                    stärker abgekoppelt als in den anderen drei Staaten.
                            Innovationssystemen der ein­
                                                                    Der andere bedeutsame Unterschied ergibt sich aus
                            zelnen centrope-Länder.
                                                                    der geschichtlichen Vergangenheit; folglich beein­
                                                                    flussen unterschiedliche politische Traditionen und
       Trotz dieser angespannten Datenlage zeigt eine               wirtschaftliche Niveaus noch immer klar die gegen­
       erste Analyse der Innovationssysteme der Mitglieds­          wärtige Lage wie auch die Weiterentwicklung der
       regionen von centrope bereits mehrere wichtige               Innovationssysteme in centrope.
       stilisierte Fakten auf. Erstens betrifft dies die evidente
       Heterogenität der einzelnen Teile von centrope, was          Diese Charakteristika ziehen auch grundlegend un­
       bereits für institutionelle Faktoren gilt. Ein Vergleich     terschiedliche Strukturen der für F&E und Innovation
       der Innovationssysteme im centrope-Raum lässt die            zuständigen zentralen (Regierungs-) Institutionen nach
       beträchtlichen Unterschiede zwischen Österreich, der         sich: Während das Management der Innovationssys­
       Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei in           teme in Österreich eher fragmentiert ist, stellt es
       Bezug auf Geschichte, Politik und Staatsstrukturen           sich in den anderen drei Ländern zentralisierter dar.
       klar hervortreten. Hinsichtlich der regionalen Kompe­        Dennoch wurden die gesetzlichen Bestimmungen
       tenzverteilungen umfasst centrope zwei Arten von             für Innovationssysteme in allen centrope-Ländern
       Ländern: Österreich ist ein föderaler Staat, während         ungefähr im selben Zeitraum formuliert (in den
       die Tschechische Republik, Ungarn und die Slowakei           tschechischen, ungarischen und slowakischen Re­
       zentralstaatlich organisiert sind. Diese Unterscheidung      gionen von centrope) bzw. grundlegend reformiert
       bestimmt auch die jeweiligen Beziehungen zwischen            (in Österreich), nämlich nach dem Jahr 2000. Diese
       der zentralen und der regionalen (bzw. Bundesländer-)        Maßnahmen waren die Folge einer Neueinschätzung
       Ebene der Staaten und wirkt sich auf Struktur und            des Sektors und der Aufnahme von EU-Richtlinien
       Finanzierung der Innovationssysteme aus.                     und -Anforderungen in nationales Recht.

● 04
Institutionelle Vorbedingungen: Innovationssysteme,
Clusterstrategien und strukturelle Zusammenarbeit bei F&E

                                                           Trotz dieser Unterschiede ist jedoch der Einfluss der
                    Stabile regionale und nationale        nationalen Behörden auf alle regionalen Innovations­
                    F&E-Systeme bestehen nur               systeme in centrope von grundlegender Bedeutung.
                    in Österreich und in der               Typisch ist hier die zentrale Finanzierung regionaler
                    Tschechischen Republik.                Innovationssysteme: Zentral gewährte Subventionen
                                                           und Zuschüsse stellen den Hauptteil der Einnahmen
                                                           dieser Einrichtungen dar, obwohl solche Tendenzen
Politische Kultur und Mentalität wirken sich eben­         infolge der territorialen Kompetenzaufteilung in
falls auf das entsprechende nationale Institutionswe­      Österreich und des starken Engagements in der
sen aus. So entwickelte sich trotz der Veränderungen       Tschechischen Republik in diesen beiden Ländern
in Politik und Regierung ein solides innovationspoli­      weniger ausgeprägt sind. Im Gegensatz dazu wurde
tisches System in Österreich wie auch in der Tsche­        das ungarische Innovationssystem, obzwar unabhän­
chischen Republik, und zwar als Konsequenz einer           gig und spezifisch regional verankert, durch zentrale
langen und stabilen gesellschaftspolitischen Tradition     Kräfte und mit Hilfe des gesamtstaatlichen Innovati­
(Österreich) bzw. der Bereitschaft der politischen         onssystems ausgestaltet.
Führung zur Innovationsförderung (Tschechische
Republik). Im Gegensatz dazu führten Regierungs­
wechsel in den beiden anderen Staaten (Ungarn,                                 centrope kann auf gut entwick­
Slowakei) wiederholt zu Richtungsänderungen bei                                elte regionale und nationale
Politik und wichtigen institutionellen Reformen, häu­                          Innovationsstrategien verwei­
fig mit dem Nebeneffekt von Umordnungen, die auch                              sen – Clusterstrategien hinken
das Innovationssystem in Mitleidenschaft zogen.                                hinterher.

Aufgrund der erwähnten Traditionen und des Enga­
gements der EntscheidungsträgerInnen scheinen die          Dabei haben alle vier Länder ihre jeweils eigenen
regionalen Innovationssysteme in den österreichi­          nationalen Innovationsstrategien; darüber hinaus
schen und tschechischen Teilen von centrope ein­           behandeln mehrere nationale Dokumente verschie­
heitlicher als in anderen centrope-Regionen. Obwohl        dene Aspekte der Innovation. Dies gilt insbesondere
auch in Ungarn und der Slowakei F&E-Organisatio­           für Ungarn und die Slowakei. Die Struktur der natio­
nen auf regionaler oder Gebietsebene bzw. Innovati­        nalen und regionalen Innovationsstrategien ist damit
onseinrichtungen existieren, beschneiden der starke        innerhalb von centrope vollständig. Dies bedeutet
Einfluss der Zentralregierung auf die Steuerung der        jedoch nicht vollständige Kohärenz; in mancher Hin­
Innovationspolitik, der Mangel an Kompetenzen und          sicht steht zu erwarten, dass regionale Strategien in
die finanzielle Abhängigkeit der regionalen Akteure        naher Zukunft neu überdacht und an nationale Ziele
oft ihre aktive Beteiligung an der Politikgestaltung. Im   angepasst werden.
Fall der ungarischen centrope-Regionen wird diese
Situation weiters durch den Umstand erschwert, dass        Im Gegensatz zu Innovationsstrategien fehlt es
die auf Komitatsebene verwalteten Gebiete kleiner          in centrope häufig an Clusterstrategien. Obwohl
sind als der ungarische Teil von centrope, während         zahlreiche Cluster in centrope aktiv sind, verfolgt
die Verwaltungsebene der ungarischen Regionen              nur die Tschechische Republik eine Clusterstrategie
wiederum größere Gebiete vorsieht.                         auf nationaler Ebene. Während die meisten regiona­
                                                           len Innovationsstrategien sehr wohl das Thema der
                                                                                                                   05 ●
Institutionelle Vorbedingungen: Innovationssysteme,
       Clusterstrategien und strukturelle Zusammenarbeit bei F&E

       Clusterentwicklung und -unterstützung ansprechen,                            Humanressourcen, Technologie­
       behandeln sie diese im Allgemeinen lediglich als                             transfer sowie die verstärkte
       Instrument der Innovation. An regionalen Strategien,                         Zusammenarbeit von Wissen­
       die ausschließlich auf die Clusterbildung abzielen,                          schaft und Unternehmen werden
       mangelt es allerdings in centrope, sogar in der                              in allen Innovationsstrategien in
       Tschechischen Republik, wo die regionale Ebene                               centrope aufgegriffen.
       bloß für die Umsetzung der nationalen Clusterpolitik
       zuständig ist.
                                                                Schließlich fällt auf, dass trotz eines gewissen
       Weiters gibt es in centrope mehrere Strategiedoku­       Maßes an Koordination zwischen den centrope-
       mente auf regionaler Ebene. Einerseits umfassen          Regionen innerhalb einzelner Länder im tschechi­
       diese alle Abschnitte regionaler Strategiedokumente      schen und slowakischen Teil von centrope sowie
       zur Innovation; andererseits bestehen auch viele         einiger Anzeichen sich anbahnender strategischer
       separate regionale Innovationsstrategien – d.h.          Zusammenarbeit zwischen den österreichischen
       Strategien einzelner Regionen – innerhalb eines          Bundesländern praktisch keine grenzüberschrei­
       Landes. Hier ist zwischen verschiedenen Formen der       tende Strategiekooperation besteht. Die grenzüber­
       Innovationsstrategieentwicklung zu unterscheiden:        schreitende Zusammenarbeit im Bereich F&E und
       Der erste Typ wäre der Fall Österreichs, wo nicht nur    Innovationspolitik ist vor allem projektgebunden und
       regionale Innovations- und Technologiestrategien,        damit temporärer Natur.
       sondern auch regionale Entwicklungsstrategien als
       regionale Innovationsdokumente betrachtet werden         Dennoch weisen die Strategiedokumente der ein­
       können und zahlreiche Regionen über eigene Strate­       zelnen centrope-Regionen mehrere gemeinsame
       gien für Innovation und Regionalentwicklung verfü­       Ziele auf. Allerdings sind diese oft recht allgemeiner
       gen. Zweitens ist das „tschechoslowakische“ Modell       Art, wie etwa die Entwicklung von Humanressourcen
       zu nennen, das neben der eigenen Strategie einer                                        (d.h. Entwicklung der
       Region oder Stadt auch gemeinsame regionale Inno­                                         (Aus-) Bildung, besse-
       vationsinitiativen aufweist, die sich aus der Zusam­         Die grenzüberschrei­          re Qualifizierung von
       menarbeit verschiedener Regionen (Slowakei) bzw.             tende Zusammenarbeit          Arbeitskräften) sowie
       Verwaltungseinheiten auf verschiedenen Ebenen der            im Bereich F&E und In-        von Technologietrans­
       Regionsregierung (Tschechische Republik) ergeben.            novationspolitik ist vor      fer bzw. verstärkte
       Der dritte Fall ist jener Ungarns, wo sowohl regionale       allem projektgebunden         Zusammenarbeit
       Innovationsstrategien und das regionale Innovations­         und damit temporärer          zwischen Wissen-
       system Gebiete abdecken, die größer sind als der             Natur.                        schaft, Bildung und
       ungarische Teil von centrope.                                                            Unternehmen.

                                   enter the growth market. enter centrope.

● 06
Innovationsregion centrope: Indikatoren

                                                         Auf regionaler Ebene wird diese Uneinheitlichkeit
                    In Bezug auf technologische Ka­      noch durch die vorherrschende Stellung der Haupt­
                    pazitäten sind die Unterschiede      städte Bratislava und Wien sowie der Stadt Brno
                    zwischen den großen Ballungs­        verstärkt, obwohl es für Brno als separate regiona­
                    räumen und anderen centrope-         le Einheit an Daten mangelt. Wie Tabelle 1 zeigt,
                    Regionen beträchtlich …              spielen diese Städte in ihren jeweiligen nationalen
                                                         Innovationssystemen eine ganz besondere Rolle und
Diese Heterogenität der Regionen gilt auch für die       sind Arbeitsplatz für durchschnittlich 40 % bis 50 %
technologischen Kapazitäten in centrope. Dies wird       des Forschungspersonals der einzelnen Länder,
bereits auf nationaler Ebene deutlich: Nach dem          während die verbleibenden Regionen jeweils weniger
Leistungsanzeiger der Innovationsunion für das           als 5 % beschäftigen. Damit sind diese Städte die
Jahr 2010 differiert die allgemeine Innovationsleis­     drei Zentren des Innovationssystems von centrope.
tung der centrope-Länder stark. Österreich gilt unter
den EU-27 als „Innovationsfolger“ und liegt nach
dieser Quelle an siebter Stelle in der EU. Dagegen                           ... doch in seiner Gesamtheit
gelten die Tschechische Republik (17. Platz), Ungarn                         übertrifft centrope den EU-
(21. Platz) und die Slowakei (23. Platz) bloß als „mä­                       Durchschnitt bei vielen Indika­
ßige Innovatoren“. Gleichzeitig erwiesen sich auch                           toren der Innovationskapazität.
die Veränderungen in den technologischen Kapazi­
täten der centrope-Länder als sehr unterschiedlich,
wobei insbesondere Ungarn und die Slowakei weni­         Allerdings ergibt sich als zweites stilisiertes Faktum
ger gut abschneiden als Österreich und die Tsche­        aus der Analyse dieser Daten, dass die Leistung
chische Republik (obwohl bei einigen Indikatoren ein     von centrope trotz der oben beschriebenen Unein­
Aufholprozess sichtbar wird). Vor jeder Analyse auf      heitlichkeit und dank der beiden Hauptstädte sowie
Regionalebene muss also eingeräumt werden, dass          der Stadt Brnos den EU-27-Durchschnitt in Bezug
die einzelnen Regionen von centrope in unterschied­      auf viele Indikatoren übertrifft (Tabelle 2). Dies gilt
lich hoch entwickelte nationale Innovations- und         vor allem bei Maßnahmen für Humanressourcen
Technologiesysteme eingebunden sind.                     im Bereich F&E, bei denen centrope in Bezug auf

                                                                                                                   07 ●
Innovationsregion centrope: Indikatoren

       alle Indikatoren in Tabelle 2 den EU-27-Durchschnitt    postindustrieller Dienstleistungsgesellschaften
       erreicht bzw. sogar leicht übertrifft. In den ungari­   widerspiegelt. Der Schwerpunkt der Beschäftigung
       schen und slowakischen Teilen von centrope ist der      im HTC-Sektor liegt in den slowakischen und un­
       Großteil des F&E-Personals im Hochschulwesen            garischen Regionen, während die KIS vor allem in
       tätig, während das Forschungspersonal im österrei­      Wien und Bratislava angesiedelt sind – Zeichen einer
       chischen Teil von centrope (vor allem im Burgenland     klaren territorialen und regionalen Arbeitsteilung im
       und in Niederösterreich) überwiegend in Gewerbe         Hochtechnologiebereich.
       und Industrie beschäftigt ist; umgekehrt ist die An­
       zahl der Forschenden im Unternehmenssektor in den       Ein weiteres gemeinsames Merkmal fast aller
       meisten tschechischen, slowakischen und ungari­         centrope-Regionen mit Ausnahme Wiens sind jedoch
       schen Regionen von centrope sehr niedrig.               relativ niedrige Aufwendungen für F&E. Berücksich­
                                                               tigt man die gesamten allgemeinen Aufwendungen
       Während außerdem der Anteil des F&E-Personals an        für F&E (GERD) als % des BIP, liegt Wien als einzige
       der Beschäftigtenzahl für centrope insgesamt über       Region von centrope über dem EU-Durchschnitt.
       dem EU-Durchschnitt liegt, beträgt der durchschnitt­    Auch differieren die Wachstumsraten für F&E-Auf­
       liche Anteil des F&E-Personals an der Erwerbsbevöl­     wendungen stark zwischen den einzelnen Regionen.
       kerung insgesamt nur 52 % des EU-Durchschnitts,         Die durchschnittliche Wachstumsrate für inneruniver­
       sobald Wien aus diesen Zahlen herausgenommen            sitäre F&E-Aufwendungen (in % des BIP) von 11 %
       wird. Ähnliches lässt sich auch für andere Indikato­    zwischen 2000 und 2007 ist in centrope allerdings
       ren auf NUTS 2-Ebene sagen.                             beträchtlich höher als in den EU-27. Daher ist die
                                                               Finanzierung ein eindeutiger Schwachpunkt im F&E­
                                                               und Innovationssystem von centrope.
                          Während die zahlreichen
                          Forschenden und Studierenden         In Bezug auf F&E und Innovation kann man also
                          einen Vorteil für den F&E-           zusammenfassen, dass centrope keine einheitliche
                          Sektor in centrope bedeuten,         und ausgewogene Region mit gleich verteilten räum­
                          ist die F&E-Finanzierung eine        lichen Möglichkeiten und Potenzialen darstellt. Das
                          Schwachstelle.                       Rückgrat des interregionalen F&E- und Innovations­
                                                               systems von centrope wird durch die Hauptstädte
       Gleichermaßen beträgt der durchschnittliche             Wien und Bratislava sowie die Stadt Brno gebildet;
       Beschäftigungsanteil in Hochtechnologiefertigung        für Brno als separate regionale Einheit sind jedoch
       (HTC) und hochtechnologischen wissensintensiven         keine Daten vorhanden. Umgekehrt sind die anderen,
       Dienstleistungen (knowledge-intensive services,         oft höher industrialisierten Regionen von centrope
       KIS) etwa 4,8 % gegenüber 3,7 % in der EU, was          meist mit stärker praktisch orientierten Innovations­
       die strukturellen Erfordernisse moderner globaler,      tätigkeiten befasst.

● 08
Innovationsregion centrope: Indikatoren

      Wichtige Indikatoren für F&E und Innovation von centrope auf NUTS 3-Ebene
                                      (Tabelle 1)

centrope als Kombination von NUTS 3-Regionen
Indikatoren                                                                                                                                                   Statistik
Anzahl des F&E-Personals (2009)                                                                                                                                  67.697
Anzahl der Forschenden (2009)                                                                                                                                    45.403
Forschende als Prozentsatz des F&E-Personals insgesamt (2009)                                                                                                     66,7%
F&E-Ausgaben in Mio. EUR (2009)                                                                                                                                    3.706
Durchschnittliche jährliche F&E-Ausgaben pro F&E-MitarbeiterIn in EUR (2009)                                                                                     39.288
Anteil von centrope an nationalen F&E-Ausgaben (2009)
- Wien und Bratislava (Durchschnitt) (2009)                                                                                                                       44,8%
- Sonstige Regionen von centrope (Durchschnitt) (2009)                                                                                                              5,2%
Anteil von centrope an nationalem F&E-Personal (2009)
- Wien und Bratislava (Durchschnitt) (2009)                                                                                                                       44,5%
- Sonstige Regionen von centrope (Durchschnitt) (2009)                                                                                                              5,7%
Anteil von centrope an nationalem Forschungspersonal (2009)
 - Wien und Bratislava (Durchschnitt) (2009)                                                                                                                      51,6%
- Sonstige Regionen von centrope (Durchschnitt) (2009)                                                                                                              5,9%

Quellen: Eurostat – Regionale Statistiken über Wissenschaft und Technologie (reg_sct), Statistisches Jahrbuch der Region Südmähren 2010, Jahrbuch für Wissenschaft und
Technologie in der Slowakischen Republik 2010, Forschung und Entwicklung 2009 – Ungarn (Ungarisches Statistisches Zentralamt).

                                                                                                                                                                           09 ●
Innovationsregion centrope: Indikatoren

           Überblick – Technologie, F&E und Innovation in centrope und der EU (Tabelle 2)

                                                                                                                                                             centrope im
                                                                                                                    centrope                   EU            EU-Vergleich
                                                                                                                                                                in %
                                                               Allgemeine Aufwendungen für F&E
       GERD , gesamt, in Mio. EUR (2007)
                 1
                                                                                                                           3.648              229.233
       GERD, gesamt, als % des BIP (2007)                                                                                      1,2                   1,9                    65,4
       GERD, gesamt, in EUR pro Einwohner (2007)                                                                              353                   462                     76,3
       GERD, gesamt, im Unternehmenssektor als % des BIP (2007)                                                                0,8                   1,2                    63,6
       Anteil des Unternehmenssektors als % der gesamten GERD (2007)                                                         62,0                   63,8                    97,2
                                                                           Forschungspersonal
       F&E-Personal, Bestand (2007)                                                                                      73.845              2.363.460
       F&E-Personal als % der erwerbstätigen Bevölkerung (2007)                                                                1,6                   0,9                  175,8
       Anteil des Unternehmenssektors als % des gesamten
                                                                                                                             45,2                   52,1                    86,7
       F&E-Personals (2007)
                                                                                  Studierende
       Anzahl der Studierenden in Universitätsausbildung (2009)                                                        422.895          19.139.061
       Anteil der Studierenden in Universitätsausbildung als Prozent aller
                                                                                                                             22,9                   17,9                  128,1
       in Ausbildung befindlichen Personen (2009)
       Personen im Alter von 25-64 Jahren mit Universitätsausbildung
                                                                                                                             20,9                   25,9                    80,7
       als % der Gesamtbevölkerung (2010)
                                  Beschäftigung in Hochtechnologie- und wissensintensiven Sektoren
       Beschäftigte in Hochtechnologie- (HTC) und wissensintensiven
                                                                                                                       180,902               8.089.974
       Sektoren (2009)
       Anteil der HTC-Beschäftigten an allen NACE2 -Aktivitäten in %
                                                                                                                               4,8                   3,7                  128,7
       (2009)
       Beschäftigte in wissensintensiven (KIS) Sektoren (2009)                                                         120.291               5.689.692
       Anteil der KIS-Beschäftigten an allen NACE-Aktivitäten in % (2009)                                                      3,2                   2,6                  122,1
       Anteil der KIS an HTC-Beschäftigung insgesamt in % (2009)                                                             66,5                   70,3                    94,9
                                               Humanressourcen in Wissenschaft und Technologie                                           3

       Humanressourcen in Wissenschaft und Technologie (HRST)
                                                                                                                           1.854              106.634
       in 1.000 (2010)
       Humanressourcen in HRST als % der erwerbstätigen Bevölkerung
                                                                                                                             37,6                   38,4                    97,9
       (2010)

       1: GERD = Allgemeine Aufwendungen für F&E. 2: NACE = Statistische Klassifizierung aller Wirtschaftsbranchen in der EU. 3: HRST = Personen mit Universitätsausbildung oder
       mit einer höhere Bildung erfordernden Tätigkeit.
       Quellen: Eurostat – Regionale Statistiken über Wissenschaft und Technologie (reg_sct), Statistisches Jahrbuch der Region Südmähren 2010, Jahrbuch für Wissenschaft und
       Technologie in der Slowakischen Republik 2010, Forschung und Entwicklung 2009 – Ungarn (Ungarisches Statistisches Zentralamt).

● 10
Grenzüberschreitende Patentnetzwerke

Neben verschiedenen typischen Input- und Out­          Strukturen der Patentanmeldung); zweitens stellte
putindikatoren weisen regionale Innovationssysteme     sich die Frage, wie stark die einzelnen Mitgliedsre­
jedoch auch viele Verknüpfungen und Wechselbe­         gionen von centrope innerhalb dieser Netzwerke
ziehungen zwischen einzelnen Akteuren (Erfinder,       verbunden sind (d.h. Grad der inneren Integration);
mit Forschungsarbeiten befasste Unternehmen und        drittens war centrope in Bezug auf Aktivitäten zur
Einrichtungen) auf, die auch in unterschiedlichen      Entwicklung und Einreichung von Patenten mit den
Regionen angesiedelt sein können. Diesen Verknüp­      EU-27 zu vergleichen; viertens mussten die Struk­
fungen wird in jüngster Zeit in der wirtschaftlichen   turen der verschiedenen Arten von Patentnetzwer­
Fachliteratur zunehmend Aufmerksamkeit geschenkt,      ken sowohl innerhalb von centrope als auch in der
da mehrfach argumentiert wurde, dass ihr Wesen und     Wechselbeziehung mit anderen Ländern nach den
ihre Struktur die Leistungsfähigkeit regionaler und    jeweiligen Technologien unterschieden werden (ge­
sektoraler Innovationssysteme beeinflussen können.     messen am IPC-Code der entsprechenden Patente).

                                                       Die dafür herangezogenen Daten wurden der REG­
                                                       PAT-Datenbank der OECD entnommen und enthiel­
                   centrope ist eine Region, in der    ten detaillierte Informationen über alle Erfinder,
                   viele Erfindungen gemacht,          Einreicher und Technologiefelder aller beim Europä­
                   aber nur wenige Patente ange­       ischen Patentamt von 2000 bis 2008 angemeldeten
                   meldet werden.                      Patenteinreichungen; neuere Daten sind aufgrund
                                                       des für jede Patentlizenzierung erforderlichen langen
                                                       Zeitraums nicht verfügbar. Diese Daten geben den
Hier musste der Focus Report zu Technologiepolitik,    IPC-Code sowie den Standort (auf NUTS 3-Ebene)
Forschung und Innovation in centrope vier zentralen    aller Erfinder und Einreicher für jedes einzelne in
Zielsetzungen nachkommen: Erstens war zu klären,       diesem Zeitraum bei der EPO eingetragene Patent
wie centrope und seine einzelnen Mitgliedsregionen     an. Unter diesen Patenten wählten wir nur jene aus,
in internationale und europäische Netzwerke von        bei denen wenigstens ein Erfinder oder wenigstens
Erfindern und Patenteinreichern integriert ist (d.h.   ein Einreicher zum Zeitraum der Eintragung in den
Grad der äußeren Integration in verschiedene           EU-27 ansässig war.

                                                                                                               11 ●
Grenzüberschreitende Patentnetzwerke

       Innerhalb dieses Analyserahmens konnten wir also                                            Analyse je nach der Art der Betrachtung des verfüg­
       die Daten entweder für die Einreicher (oder Patent­                                         baren Datenmaterials variieren:
       inhaber) – und damit wie die offiziellen Patentsta­
       tistiken von Eurostat – oder für die Erfinder (oder                                         • Die Analyse nach Standort der Einreicher legt nahe,
       tatsächlichen Patententwickler) aus der Region                                              dass centrope insgesamt beträchtlich weniger
       centrope auswerten. Als wichtige Feststellung ergab                                         Patentanmeldungen aufzuweisen hat als andere
       sich aus diesem Ansatz, dass die Ergebnisse der                                             Regionen, im letzten Jahrzehnt in Bezug auf

          Patente pro 1.000 Einwohner in centrope-Regionen nach Standort der Einreicher
                                          (Abbildung 1)

       1,00
                                                                                                                                                                        centrope
                              Gesamt
                                                                                                                                                                             EU-27
       0,90                                                                             a = Güter des täglichen Bedarfs*
                                       0,90

                                                                                        b = Arbeitsverfahren, Transport
                                                                                        c = Chemie, Metallurgie
       0,80
                                                                                        d = Textilien, Papier
                                                                                        e = Bauten
       0,70                                                                             f = Maschinenbau, Beleuchtung, Heitzung, Waffen,
                                                                                            Sprengungen
                                0,67

                                                                                        g = Physik
       0,60                                                                             h = Elektrizität
                                                                                        z = Sonstige

       0,50

       0,40

                                                                   b
       0,30
                                                                                    c
                                                    a
                                                                       0,27

                                                                                                                                                   g              h
       0,20
                                                                                  0,21

                                                                                                                                   f
                                                 0,19

                                                                0,19
                                                0,18

                                                                                                                                                      0,17

                                                                                                                                                                      0,17
                                                                               0,17

                                                                                                   d               e                                                           z
       0,10
                                                                                                                                  0,12

                                                                                                                                               0,10

                                                                                                                                                               0,10
                                                                                                0,03
                                                                                               0,02

                                                                                                                               0,08
                                                                                                                0,07

                                                                                                                                                                             0,00
                                                                                                                                                                             0,00
                                                                                                               0,05

       0,00
              * Klassifizierung gemäß der International Patent Classification (IPC). Güter des täglichen Bedarfs umfassen u.a. Arnzeimittel, Nahrungsmittel,
              Einrichtungsgegenstände und landwirtschaftliche Produkte. Quelle: REGPAT-Patentstatistik der OECD, eigene Berechnungen.
● 12
Grenzüberschreitende Patentnetzwerke

Patenteinreichungen hinter andere EU-Regionen                                            • Im Gegensatz dazu stellt sich centrope bei der
zurückgefallen ist und bei der Entwicklung und                                           Datenanalyse mit Fokus auf den Standort der Erfinder
Einreichung nur weniger Technologien vergleichs­                                         als Region dar, die insgesamt etwa genauso viele
weise klar im Vorteil ist (Abb. 1). Außerdem deutet                                      Patente anmeldet wie andere Regionen der EU, ge­
diese Perspektive darauf hin, dass der Schwerpunkt                                       genüber anderen EU-Regionen im Laufe des letzten
der beim EPO eingereichten Patente aus centrope                                          Jahrzehnts in Bezug auf Patenteinreichungen Boden
eindeutig in Wien liegt.                                                                 gutgemacht hat und in allen außer drei Technologie-

       Patente pro 1.000 Einwohner in centrope-Regionen nach Standort der Erfinder
                                      (Abbildung 2)

1,40
                                                                                                                                                              centrope
                                                                                                                                                                EU-27
                          Gesamt
1,20                                                                         a = Güter des täglichen Bedarfs*
                                                                             b = Arbeitsverfahren, Transport
                               1,19

                                                                             c = Chemie, Metallurgie
                           1,13

                                                                             d = Textilien, Papier
1,00                                                                         e = Bauten
                                                                             f = Maschinenbau, Beleuchtung, Heitzung, Waffen,
                                                                                 Sprengungen
                                                                             g = Physik
0,80                                                                         h = Elektrizität
                                                                             z = Sonstige

0,60

0,40                                                          b
                                               a                             c                                                                            h
                                                                                                                                         g
                                                                0,31

                                                                                                                           f
                                          0,26

                                                                                            d
                                                 0,25

                                                                                                                                                     0,25
                                                                                                                                       0,24

                                                                                                                                                     0,24
                                                                         0,24

0,20
                                                         0,23

                                                                                                                                     0,21
                                                                                0,21

                                                                                                           e                                                        z
                                                                                                                             0,17
                                                                                          0,06
                                                                                        0,03

                                                                                                                      0,12

                                                                                                                                                                 0,01
                                                                                                                                                                        0,01
                                                                                                       0,08
                                                                                                              0,07

0,00
         * Klassifizierung gemäß der International Patent Classification (IPC). Güter des täglichen Bedarfs umfassen u.a. Arnzeimittel, Nahrungsmittel,
         Einrichtungsgegenstände und landwirtschaftliche Produkte. Quelle: REGPAT-Patentstatistik der OECD, eigene Berechnungen.
                                                                                                                                                                               13 ●
Grenzüberschreitende Patentnetzwerke

       feldern bei der Entwicklung und Einreichung von         • Hinsichtlich der grenzüberschreitenden Zusammen­
       Patenten einen leichten Vergleichsvorteil genießt       arbeit unter Patenteinreichern beschränken sich die
       (Abb. 2).                                               derzeitigen, bescheidenen grenzüberschreitenden
                                                               Aktivitäten auf die Kooperation zwischen Einreichern
       In der Zusammenschau weisen diese Ergebnisse            in den tschechischen, slowakischen und ungarischen
       darauf hin, dass zwar viele Schöpfer von Patenten       Teilen von centrope. In den acht Jahren von 2000
       (d.h. Erfinder), aber nur wenige Patentinhaber (d.h.    bis 2008 kam es praktisch kaum zu gemeinsamen
       Einreicher) in centrope ansässig sind. Dies spiegelt    Patentanmeldungen österreichischer Akteure mit
       die Struktur der Region als zentrale FDI-Empfängerin    außerhalb Österreichs in einer anderen centrope-
       in Europa wider. Ausländische Direktinvestoren          Region ansässigen Partnern (Abb. 3).
       führen offensichtlich viele zu Patenten führende
       Forschungsarbeiten in centrope durch, lassen die        • Gleichermaßen umgehen Patentkooperationen
       Patente aber andernorts anmelden.                       unter centrope-Partnern meist den österreichischen
                                                               Teil von centrope, wobei leicht vermehrte Anzeichen
                          centrope ist gut in die europä­      für grenzüberschreitende Kooperation unter Partnern
                          ischen Patentnetzwerke inte­         aus den anderen Teilen von centrope auszumachen
                          griert – grenzüberschreitende        sind. Davon abgesehen sind Patentkooperationen in
                          Patentkooperationen innerhalb        den tschechischen, slowakischen und ungarischen
                          der Region aber haben Selten­        Regionen von centrope jedoch generell stärker inter­
                          heitswert.                           national angelegt als in den österreichischen Teilen.

       Allerdings zeigt sich, dass grenzüberschreitende        • Darüber hinaus sind außerhalb von centrope
       Zusammenarbeit bei Patenteinreichungen auf              angesiedelte Patenteinreicher für in centrope ge­
       Einreicher- wie Erfinderseite nur selten vorkommt.      machte Erfindungen häufig in den EU-27 ansässig.
       Insbesondere liegt die Kooperation zwischen dem         Viele Patente für in centrope entwickelte Erfindun­
       österreichischen und den anderen Teilen von centrope    gen werden daher von Einreichern angemeldet, die
       eindeutig unter dem von einer gut integrierten grenz­   in EU-27-Ländern ansässig sind, welche ebenfalls
       überschreitenden Region zu erwartenden Niveau.          die hauptsächlichen FDI-Geberländer in centrope
       Folgende Aspekte fallen hier besonders ins Auge:        darstellen.

● 14
Grenzüberschreitende Patentnetzwerke

            Patentkooperation von Einreichern aus centrope nach Standort der Partner
                                       in % (Abbildung 3)

     Burgenland                                                                     45,0                                                    35,0                        20,0

Niederösterreich                                                                                                          68,5                                 25,5      6,0

             Wien                      16,8                                                                                                             70,0            13,2

     Südmähren                                                                                                                             79,2 4,2            8,3       8,3
   Győr-Moson-
        Sopron                                                                                                   62,5                                                   37,5

               Vas                                                                           50,0                                                                       50,0

       Bratislava                                                                                          59,3               11,1         7,4                       18,5 3,7

           Trnava                                                                                                                                       85,8    7,1      7,1

                   0              10              20              30              40              50               60              70              80          90          100

                                                                                              Selbes Land                                                  EU-27-Land
                                                                         centrope-Region in anderem Land                                                     Sonstige
                                                                                           centrope-Land

  Quelle: REGPAT-Patentstatistik der OECD, WIFO, eigene Berechnungen.
  Anmerkung: Tabelle zeigt EPO-Patente und Einreicherstruktur für Patente, bei denen wenigstens ein Einreicher in einer centrope-Region ansässig ist.

                                                                                                                                                                                15 ●
Politische Schlussfolgerungen: Gestaltung der
       Kernpunkte eines grenzüberschreitenden Innovations­
       systems

                  Abschließend ist zu sagen, dass es verfrüht
                  wäre, die Innovationsmechanismen von centrope
                  als ein einheitliches und integriertes grenzüber­
                  schreitendes Innovationssystem zu bezeichnen.
                  Vielmehr steckt die Entwicklung eines solchen
                  Systems noch in den Kinderschuhen und wird
                  vermutlich auch wiederholte Rückschläge auf­
                  grund der unterschiedlichen Ausgangspunkte
                  und institutionellen Strukturen der jeweiligen
                  nationalen Innovationsmechanismen der
                  centrope-Länder einstecken müssen. Aus
                  politischer Perspektive bedeutet dies, dass sich
                  grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei F&E
                  in der Region für die einzelnen Mitgliedsregionen
                  wohl dann als vorteilhaft erweisen wird, wenn sie
                  sich auf einzelne Untersysteme des Innovations­
                  systems und konkret zu befolgende Politiken
                  konzentriert.

                    meet expectations. meet centrope.

● 16
Politische Schlussfolgerungen: Gestaltung der
Kernpunkte eines grenzüberschreitenden Innovations­
systems
                                                        Das deutet darauf hin, dass Bemühungen um eine
                   Ein stärker strategisch ausge­       stärker strategisch und langfristig ausgerichtete
                   richteter Ansatz für grenzüber­      grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gegen­
                   schreitende Zusammenarbeit           satz zu den derzeitigen projektgebundenen, kurzfris­
                   ist gefordert.                       tigen grenzüberschreitenden Aktivitäten potenziell
                                                        für alle Regionen von centrope beträchtliche Vorteile
                                                        schaffen könnten. Allerdings würde dieser stärker
Ungeachtet des spezifischen Politikbereichs der         strategisch ausgerichtete Ansatz auch größere
Kooperation erfordern alle damit zusammenhängen­        Anstrengungen erfordern, um mögliche Ergebnisse
den Maßnahmen – insbesondere in einem Bereich           grenzüberschreitender Initiativen für die generellen
wie der Technologiepolitik, bei dem entsprechende       Prioritätsfelder zu konkretisieren. Hier kann die
Ergebnisse oft erst nach einem gewissen Zeitraum        vorliegende Studie einige Bereiche aufzeigen,
sichtbar werden – vermutlich einen stärker strate­      die unserer Analyse nach als Kernelemente eines
gisch und langfristig ausgerichteten Ansatz für die     grenzüberschreitenden Innovationssystems dienen
grenzüberschreitende Zusammenarbeit.                    könnten.

Ein auffälliges Merkmal der F&E- und Innovationspo­
litik in centrope besteht darin, dass nur sehr wenige                       Das Universitätswesen und die
regionale Innovationsstrategien in Erwägung ziehen,                         Studierenden könnten Träger
die F&E-Ressourcen der Nachbarregionen zu koor­                             der Entwicklung eines grenz­
dinieren oder zu nutzen. Bei der Zusammenstellung                           überschreitenden Innovations­
dieses Berichts stieß das Forschungsteam bloß auf                           systems werden.
ein einziges Strategiedokument (aus Niederöster­
reich), das die Forschungs- und Innovationspoten­
ziale in den Regionen anderer centrope-Länder           Insbesondere könnte das Universitätssystem von
ansprach. Wir stellten auch fest, dass die meisten      centrope einen Kooperationsbereich darstellen, der
bestehenden grenzüberschreitenden Kooperationen         Vorteile für alle centrope-Regionen generiert. Mit
bei der F&E- und Innovationspolitik projektgebun­       insgesamt 61 Bildungseinrichtungen auf Universi­
den und damit temporärer Natur sind, was nahelegt,      tätsniveau in centrope (siehe Liste in Anhang 1) und
dass die Idee eines strategischeren Ansatzes für die    insgesamt fast 423.000 Studierenden leben 2,2 %
grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der F&E­         aller Studierenden der EU-27 in centrope, obwohl
und Innovationspolitik noch im Frühstadium steckt.      der Anteil der Region an der EU-Gesamtbevölkerung
                                                        nur 1,6 % beträgt. Die vielen Studierenden und
Dennoch enthalten die Strategiedokumente der            Universitäten der Region stellen damit eine wertvolle,
centrope-Regionen zur Technologiepolitik mehrere        aber zu wenig ausgeschöpfte Ressource regionaler
gemeinsame Ziele, die mögliche Bereiche für grenz­      Entwicklung dar. Hier sollten sich ein verstärkter
überschreitende Kooperationen darstellen könnten.       Austausch von Studierenden und Lehrenden sowie
Dies sind die Entwicklung von Humanressourcen           engere Zusammenarbeit bei Gemeinschaftsprojek­
(Entwicklung der (Aus-) Bildung, bessere Qualifi­       ten, was langfristig zu vertieften Formen der Integra­
zierung von Arbeitskräften) sowie von Technologie­      tion führen könnte (etwa zur Entwicklung gemeinsa­
transfer bzw. verstärkte Zusammenarbeit zwischen        mer Studienpläne), als sinnvoll erweisen.
Wissenschaft, Bildung und Unternehmen.
                                                                                                                 17 ●
Politische Schlussfolgerungen: Gestaltung der
   Kernpunkte eines grenzüberschreitenden Innovations­
   systems
       Dennoch muss gesagt werden, dass trotz der großen        bei Organisationsstruktur und Zielsetzungen ein
       Anzahl von Universitäten in der Region nur wenige        zeitaufwändiges Unterfangen sein kann. Es ist an­
       unter ihnen an der Spitze einschlägiger internationa­    zunehmen, dass sich eine derartige Kooperation in
       ler Ranglisten zu finden sind. Kürzlich durchgeführte    Form grenzüberschreitender Maßnahmen als noch
       Untersuchungen zur Mobilität Studierender sowie          anspruchsvoller erweisen und klare, langfristige Ziele
       zu Kooperationsplänen der Universitäten in cen­          erfordern könnte, die jedoch noch zu definieren sind.
       trope zeigen, dass die Beteiligten es oft vorziehen,
       mit prestigeträchtigeren Einrichtungen in anderen
       Ländern zu kooperieren. Eine Politik, die auf tiefe­
       re Integration universitärer Bildungseinrichtungen                           Der Abbau der Abhängigkeit
       in centrope abzielt, wird kaum Erfolg haben, wenn                            von externen Patenteinrei­
       sie nicht gleichzeitig versucht, das Abschneiden der                         chern könnte ein gemeinsames
       nationalen Universitäten im internationalen Umfeld                           politisches Ziel darstellen.
       zu verbessern. Daher sind Komplementäreffekte
       zwischen der Aufwertung des internationalen Pres­
       tiges dieser Bildungsstätten und der Intensivierung      Ein dritter möglicher Ausgangspunkt für grenz­
       regionaler Zusammenarbeit denkbar.                       überschreitende Initiativen könnten transnationale
                                                                Innovations- und Patentnetzwerke sein. Insbe­
                                                                sondere ist hier die beschränkte Zusammenarbeit
                           Die Zusammenarbeit zwischen          zwischen den österreichischen centrope-Regionen
                           den zahlreichen Clustern der         einerseits und den tschechischen, slowakischen oder
                           Region könnte einen weiteren         ungarischen centrope-Regionen andererseits recht
                           Ausgangspunkt für Kooperatio­        überraschend, vor allem da dieser Mangel an innerer
                           nen auf dem Gebiet angewand­         Kooperation mit relativ enger Zusammenarbeit mit
                           ter Technologien darstellen.         internationalen und EU-Partnern einhergeht. Je nach
                                                                Form der Zusammenarbeit und Region kommen
       Clusterpolitik ist ein weiteres Gebiet, von dem          zwischen 10 % und 20 % aller Kooperationspart­
       Kooperationen ausgehen könnten. Jeder Teil von           ner bei Patentnetzwerken aus anderen Regionen
       centrope weist eine Anzahl von Clustern auf, die in      der EU. Außerdem legen diese Ergebnisse nahe,
       dieser Region tätig sind; in centrope insgesamt beste­   dass im Bereich der Patenteinreichung weniger
       hen nach den Recherchen für die vorliegende Studie       Verknüpfungen bestehen als in der grundlegenden
       etwa 50 solche Cluster (siehe Liste in Anhang 2),        Forschungstätigkeit (etwa bei der Zusammenarbeit
       die sich häufig auf recht ähnliche Bereiche und ver­     innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms).
       gleichbare Ziele konzentrieren. Wiederum ist hier die    Eine kürzlich durchgeführte Studie hat gezeigt, dass
       Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusam­          die Forschungseinrichtungen der centrope-Länder
       menarbeit unter diesen Clustern nicht ohne Her­          gut in die europäischen Forschungsnetzwerke integ­
       ausforderungen. Insbesondere die österreichischen        riert sind und die Einrichtungen der centrope-Länder
       Erfahrungen haben gezeigt, dass die Integration von      auch häufig miteinander kooperieren, obwohl einige
       Clustern verschiedener Regionen auch innerhalb           wichtige Akteure (wie die Ungarische Akademie der
       eines einzigen Staates aufgrund der Unterschiede         Wissenschaften, die Akademie der Wissenschaften

● 18
Politische Schlussfolgerungen: Gestaltung der
Kernpunkte eines grenzüberschreitenden Innovations­
systems
der Tschechischen Republik oder die Technische und      reize (z.B. der im Rahmen von centrope entwickelte
Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest)      und umgesetzte grenzüberschreitende Forschungs­
außerhalb der Grenzen von centrope liegen.              scheck) und erhöhte Bewusstseinsbildung (etwa
                                                        durch Informationskampagnen usw.) zu nennen.
Einerseits spiegelt dies wohl die Struktur der Region
wider, in der viele ausländische Direktinvestoren vor   Doch so nützlich diese Instrumente auch sein
Ort Forschungsarbeiten durchführen lassen, aber die     mögen – sie können das Problem vermutlich nur
sich daraus ergebenden Patente andernorts anmel­        abfedern, nicht aber lösen. Insbesondere werden
den. Andererseits lässt die enge Zusammenarbeit mit     die in grenzüberschreitendem Rahmen gewährten
anderen EU-Regionen auch darauf schließen, dass         Geldmittel wahrscheinlich in nächster Zukunft kaum
viele in centrope entwickelte Patente andernorts        zunehmen, da die Nationalregierungen vor allem an
eingetragen werden und daher das Eigentumsrecht         der Finanzierung ihrer jeweiligen nationalen Innova­
an vielen in centrope entwickelten Innovationen         tionssysteme interessiert sind und die Bereitstellung
(und damit ihr wirtschaftlicher Wert) gleichermaßen     von Informationen alleine kaum die große Anzahl
an anderem Ort erwächst. Daher könnte centrope          von Projekten hervorbringen wird, die für die Region
beispielsweise die Strategie verfolgen, nicht nur die   wünschenswert wäre. Diese kurzfristigen Maßnah­
Anzahl der Erfinder in der Region, sondern auch die     men sollten daher durch mehr langfristig organi­
Anzahl der Patenteinreichungen zu erhöhen. Dies         sierte, indirekte Maßnahmen begleitet werden (z.B.
wäre etwa durch verstärkte Kooperation in der Regi­     Studierendenaustausch, Ausbildung in englischer
on zu verfolgen. Unter den geeigneten kurzfristigen     Sprache), welche die Integration in internationale
Instrumenten zu diesem Zweck sind finanzielle An­       Netzwerke ergänzen.

                                           Bemühungen um eine
                                           stärker strategisch und
                                           langfristig ausgerichtete
                                           grenzüberschreitende
                                           Zusammenarbeit könn­
                                           ten für alle Regionen
                                           von centrope beträchtli­
                                           che Vorteile schaffen.

                                                                                                                19 ●
Anhang 1: Universitäten in centrope
                                Name                                                                                              Ort                                 Studierende
        centrope Österreich     Universität Wien                                                                                  Wien                                         85.708
                                Wirtschaftsuniversität Wien                                                                       Wien                                         26.825
                                Technische Universität Wien                                                                       Wien                                         23.438
                                Universität für Bodenkultur Wien                                                                  Wien                                          9.127
                                Medizinische Universität Wien                                                                     Wien                                          7.381
                                Donau Universität (Universität für Weiterbildung)                                                 Wien                                          5.054
                                Fachhochschule Campus Wien                                                                        Wien                                          3.215
                                Universität für Musik und darstellende Kunst Wien                                                 Wien                                          3.091
                                Fachhochschule Technikum Wien                                                                     Wien                                          2.939
                                Fachhochschule Wiener Neustadt                                                                    Wiener Neustadt                               2.763
                                Fachhochschul-Studiengänge der Wiener Wirtschaft                                                  Wien                                          2.362
                                Veterinärmedizinische Universität Wien                                                            Wien                                          2.320
                                IMC Fachhochschule Krems                                                                          Krems                                         1.750
                                Fachhochschule St. Pölten                                                                         St.Pölten                                     1.698
                                Universität für angewandte Kunst Wien                                                             Wien                                          1.586
                                Fachhochschule des bfi Wien                                                                       Wien                                          1.502
                                Fachhochschulstudiengänge Burgenland                                                              Eisenstadt / Pinkafeld                        1.453
                                Akademie der bildenden Künste Wien                                                                Wien                                          1.211
                                Konservatorium Wien                                                                               Wien                                              908
                                Sigmund Freud Privatuniversität Wien                                                              Wien                                              716
                                Webster University Vienna                                                                         Wien                                              537
                                Theresianische Militärakademie                                                                    Wiener Neustadt                                   314
                                Fachhochschule Wien                                                                               Wien                                              305
                                Lauder Business School                                                                            Wien                                              296
                                MODUL University Vienna                                                                           Wien                                              231
                                New Design University                                                                             St.Pölten                                         218
                                PEF, Privatuniversität für Management                                                             Wien                                               79
                                Danube Private University                                                                         Krems                                              44
        centrope                Masaryk Universität                                                                               Brno                                         38.216
        Tschechische            Technische Universität Brno                                                                       Brno                                         21.695
        Republik                Mendel-Universität                                                                                Brno                                         10.617
                                Veterinärmedizinische und Pharmazeutische Universität Brno                                        Brno                                          2.899
                                Universität für Verteidigung                                                                      Brno                                          1.912
                                Akademie STING Brno                                                                               Brno                                              941
                                Private College of Economic Studies in Znojmo                                                     Znojmo                                            789
                                Janáček-Akademie für Musik und darstellende Kunst Brno                                            Brno                                              695
                                Karel Engliš College Brno                                                                         Brno                                              575
                                B.I.B.S – Brno International Business School                                                      Brno                                              478
                                Rašín College                                                                                     Brno                                              464
                                Hochschule für Handel und Hotelwesen                                                              Brno                                              359
                                NEWTON College                                                                                    Brno                                              279
                                Real Estate College – Institute of Frank Dyson                                                    Brno                                               20
        centrope Ungarn         Universität West-Ungarn                                                                           Sopron                                       14.261
                                István-Széchenyi-Universität                                                                      Győr                                         10.786
                                Berzsenyi Dániel Tanárképző Főiskola                                                              Szombathely                                       245
                                Theologische Hochschule Győr                                                                      Győr                                              153
        centrope Slowakei       Comenius-Universität in Bratislava                                                                Bratislava                                   24.292
                                Slowakische Technische Universität Bratislava                                                     Bratislava (1 Fakultät in Trnava)            17.697
                                Wirtschaftsuniversität Bratislava                                                                 Bratislava                                   12.697
                                Hochschule für Gesundheitswesen und Sozialarbeit St. Elizabeth                                    Bratislava                                   11.745
                                Universität Trnava                                                                                Trnava                                        7.414
                                Universität St. Cyril und Method Trnava                                                           Trnava                                        5.910
                                Hochschule für Wirtschaft und das Management der öffentlichen Verwaltung Bratislava               Bratislava                                    4.287
                                Pan-European University                                                                           Bratislava                                    4.214
                                Hochschule Sládkovičovo                                                                           Sládkovičovo                                  3.014
                                Slowakische Medizinische Universität Bratislava                                                   Bratislava                                    2.653
                                Akademie des Polizeikorps Bratislava                                                              Bratislava                                    1.478
                                University of Central Europe                                                                      Skalica                                       1.109
                                Akademie für darstellende Künste                                                                  Bratislava                                        977
                                Akademie der bildenden Künste                                                                     Bratislava                                        616
                                Bratislava International School of Liberal Arts                                                   Bratislava                                         57

       Anmerkung: Die Daten für Österreich, die Tschechische Republik und Ungarn beziehen sich auf das Jahr 2009/10, jene für die Slowakei auf das Jahr 2010/11.

● 20
Anhang 2: Cluster in centrope
                         Name                                                 web-Adresse
Österreich               Life Science Austria Vienna Region (LISAVR)          http://www.lisavr.at/siteLayout.php
                         Mobilitätscluster Wien                               http://www.clusterwien.at/
                         Lebensmittel Cluster Niederösterreich                http://www.ecoplus.at/en/ecoplus/cluster/food
                         Bau.Energie.Umwelt Cluster Niederösterreich          http://www.ecoplus.at/en/ecoplus/cluster/green-building
                         Kunststoff-Cluster Niederösterreich                  http://www.kunststoff-cluster.at/
                         Logistik Cluster Niederösterreich                    http://www.ecoplus.at/en/ecoplus/cluster/cluster-logistics-lower-austria
                         Mechatronik-Cluster Niederösterreich                 http://www.mechatronik-cluster.at/
                         Wellbeing Cluster Niederösterreich                   http://rdir.at/ecoplus/cluster/wbc_en/34800.htm
                         Umweltcluster Wien                                   http://www.wirtschaftsagentur.at/service/technologienetzwerke/fokus_umwelt/
                         IT-Cluster Wien                                      http://it.clusterwien.at/page.aspx
                         ICT Cluster Burgenland                               http://www.ict-burgenland.at/
                         KunststoffNetzwerk Burgenland                        http://www.kunststoff-burgenland.at/pages/en/plastics-cluster.php
                         Austrian Traffic Telematics Cluster (ATTC)           http://www.attc.at/
                         Rail Technology Cluster Austria (RTCA)               http://www.rtca.at/
                         Austrian Aeronautics Industries Group                http://www.aaig.at/
                         Austrian Automotive Association                      www.aaa.or.at/
                         Netzwerk Metall                                      http://www.netzwerk-metall.at/
Tschechische Republik    Water Treatment Alliance                             http://www.wateralliance.cz/
                         Cluster der tschechischen Möbelbauer                 http://www.furniturecluster.cz/?lang=en
                         CEITEC Bioinformatikcluster                          http://www.ceitec-cluster.com/
                         CREA Hydro&Energy (erneuerbare Energien)             http://www.creacz.com/
                         ENERGOKLASTR                                         http://www.energoklastr.cz/cz/
                             Network Security Monitoring Cluster              http://www.nsmcluster.com/en/
                         Innovation in Transport                              http://www.nca.cz/cs/katalog-eskch-klastr
Ungarn                   Arrabona West-Transdanubischer Regionalcluster für Umweltschutz
                         Biogas- und Vergärungscluster
                         Cluster der ungarischen Möbelindustrie               http://www.mabuk.hu/index.html
                         West-Transdanubischer Weinbau- und
                                                                              http://www.soproniborvidek.hu/hu/nyertesprojekt.php?link=klaszter
                         Weintourismuscluster
                         West-Pannonischer Ökocluster                         http://www.okoklaszter.hu/
                         Pannon Automotive Cluster                            http://www.autocluster.hu/content_2-en.html
                         Pannonischer Holz- und Möbelindustriecluster         http://www.panfa.hu/
                         Pannonischer Cluster für lokale Produkte             http://www.zalaifalvak.hu/index.php?cid=394
                         Pannon IT Cluster                                    http://www.it-klaszter.hu/
                         Pannonischer Logistikcluster                         http://www.panlogklaszter.hu/
                         Pannon Mechatronics Cluster                          http://www.pfa.org.hu/panel /
                         Pannonischer Cluster für erneuerbare Energie         http://www.panenerg.hu/projektek/a-pannon-megujulo-energia-klaszter-szolgaltatasainak-fejlesztese#
                         Pannonischer Thermalcluster                          http://spahungary.info/index.php
                         Pannonischer Textilcluster
                         Professio Metallindustrie und Fachausbildung
                                                                              http://professio-gyor.hu/
                         Cluster
                         Regionaler Pelletcluster                             http://www.pannonpellet.hu
                         Informatikcluster Region Sopron                      http://www.itklasztersopron.hu/
                         Logistik Cluster Region Sopron                       http://www.gysevcargo.hu/en/our_services/logistics/sopron_region_logistics_cluster/
                         T-Arrabona Zulieferantencluster
                         Content- und Wissensindustriecluster                 http://ttklaszter.pannonprojekt.hu/
                         West-Pannonischer Cluster für audiovisuelle Medien
                         Hungarian Vehicle Engineering Cluster (HVEC)         http://www.engineering-cluster.com/
Slowakei                 Westslowakischer Automobilcluster (AKS)              http://autoklaster.sk/
                         Westslowakischer Elektronikcluster (EKS)             http://www.elektroklaster.sk/
                         Energie Cluster centrope                             http://www.centrope.com/de/newsletter-3-2011/energie-cluster-centrope
                         Westslowakischer Energiecluster                      http://www.enks.sk/
                         Westslowakischer Tourismuscluster                    http://www.trnava-vuc.sk/
Quelle: Eigene Recherchen.

Impressum
Herausgegeben von der centrope agency im Namen der                                          Redaktion:
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Kouba (MENDELU), Mihaly Lados (WHRI), Roman Römisch (wiiw),
Petr Rozmahel (MENDELU).                                                                    Druck: Simply More Printing, Vienna
                                                                                                                                                                                   21 ●
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