Potsdam ist Technologieführer in Brandenburg - WFBB zieht Zwischenbilanz: 8.800 Arbeitsplätze in 20 Jahren

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PRESSEMITTEILUNG

Potsdam, den 15.09.2021

Potsdam ist Technologieführer in Brandenburg
- WFBB zieht Zwischenbilanz: 8.800 Arbeitsplätze in 20 Jahren -

„In keiner anderen Brandenburger Region haben wir in den 20 Jahren seit
Gründung der WFBB so viele Technologie- und Gründungsvorhaben begleitet wie
in der Landeshauptstadt Potsdam. Das macht Potsdam für uns zu einem
Technologieführer im Land. Auf diesen Erfolg kann Potsdam zu Recht stolz sein.
Vor allem die Cluster Medien, IT und Gesundheitswirtschaft prägen den
Innovationsstandort Potsdam“, sagt der Geschäftsführer der
Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB), Dr. Steffen Kammradt.
Anlässlich des 20jährigen Bestehens der WFBB zieht er eine Zwischenbilanz.

In Potsdam hat die WFBB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 insgesamt 1.653
Unternehmensprojekte mit 8.830 Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von 865
Millionen Euro aktiv unterstützt. Rund 1.300 der Projekte richten sich auf Technologieförderung
und Gründungen. Hinzu kommen 453 Beratungen zu Fach- und Arbeitskräften.

„Jahr für Jahr ist Potsdam ein Spitzenreiter in der WFBB-Projektbilanz. Potsdam punktet als
Standort für Film und Medien, Software und IT, Life Sciences und Gesundheitswirtschaft.
Schlüsselansiedlungen der 20 Jahre sind unter anderem das SAP Innovationszentrum am
Jungfernsee, UFA und das Volucap Studio in der Medienstadt Babelsberg sowie in der
Gesundheitswirtschaft die Ansiedlungen der britischen Isansys, des Schweizer Unternehmens
Oviva oder des Teleradiologie-Zentrums von Medneo am Klinikum Ernst von Bergmann.
Potsdam profitiert zudem von der hohen wissenschaftlichen Exzellenz in der Stadt mit der
Universität Potsdam, der Filmuniversität, der Fachhochschule sowie den außeruniversitären
Forschungseinrichtungen. Das Fraunhofer Leistungszentrum Funktionsmaterialien am Standort
Potsdam-Golm korrespondiert mit dem erfolgreichen Projekt ,Innovative Hochschule‘ der
Universität Potsdam. Aus diesen Entwicklungen entsteht ein starkes Entwicklungspotenzial für
die Landeshauptstadt“, betont Dr. Kammradt.

Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH (WFBB) Babelsberger Straße 21, 14473 Potsdam
V.i.S.d.P.: Alexander Gallrein (Pressesprecher), Tel.: 0331 - 730 61-111, presse@wfbb.de      Seite 1/5
„Trumpfkarten für die weitere Entwicklung der Landeshauptstadt sind neben Potsdam-Golm die
Medienstadt, der IT-Standort Campus Jungfernsee, das RAW-Gelände am Hauptbahnhof und das
künftige Kreativquartier in der Innenstadt“, so Dr. Kammradt weiter. „Hier finden
Technologieunternehmen geeignete Labor- und Gewerbeflächen und digital Arbeitende im
CoWorking ihr zu Hause in Potsdam. Die Landeshauptstadt hat beste Voraussetzungen, ihre
Technologieführerschaft auf dieser starken Grundlage weiter auszubauen.“

Beispiele für Unternehmensprojekte in Potsdam, die die WFBB seit 2001 aktiv begleitet hat:

Ansiedlungen/Investitionen:

Das 2004 fertiggestellte VW-Design-Center ist das zweite Zentrum dieser Art für den
Autokonzern, neben dem Zentrum in Wolfsburg. Der 27 Millionen Euro teure Bau wurde von
Moritz Kock aus Potsdam entworfen. Hinter den verschlossenen Türen des Zentrums arbeiten
rund 50 Designer, Modellbauer und Computerexperten.

Die UFA GmbH in Potsdam-Babelsberg ist eng mit der Geschichte des deutschen Films
verbunden und zählt zu den ältesten Filmfirmen in Europa. Die UFA GmbH ist ein
Tochterunternehmen des international tätigen Medienkonzerns Bertelsmann und gilt
gegenwärtig als eine der größten deutschen Firmen im Bereich der Fernsehfilm- und TV-
Produktionen. Die UFA steht für zahlreiche preisgekrönte internationale Filme sowie für Serien
und tägliche Formate. Aktuell sind bei der UFA am Standort Potsdam rund 500 Mitarbeitende
beschäftigt.

Das Teleradiologie-Unternehmen Medneo siedelt sich 2013 auf dem Gelände des Ernst-von
Bergmann-Klinikums an. Medneo investiert gut drei Millionen Euro in die Errichtung eines
Forschungs- und Entwicklungszentrums für modulare Produkte und Dienstleistungen in der
Radiologie. Damit verbunden sind 8 Arbeitsplätze.

Die Volucap GmbH eröffnete 2018 ihr volumetrisches Studio in Babelsberg — das erste seiner
Art auf dem europäischen Festland. In einem volumetrischen Studio werden Menschen und
Gegenstände von allen Seiten in allen Details erfasst, aber es entstehen keine klassischen
Filmaufnahmen, sondern realgetreue, natürlich wirkende, authentische 3D-Darstellungen der
Aufnahmeobjekte — sozusagen ein Echtzeit-3D-Scan.

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Der weltweit agierende IT-Konzern SAP errichtet 2011 in Potsdam ein Innovationcenter. Damit
verbunden sind 100 Arbeitsplätze und ein Investitionsvolumen von 14 Millionen Euro. 2014 baut
SAP den Standort aus. Damit verbunden sind 100 Arbeitsplätze und ein Investitionsvolumen von
15 Millionen Euro – Startschuss für den „Campus Jungfernsee“

Das von Inhaber Christoph Miethke geführte gleichnamige Medizintechnik-Unternehmen zieht
2003/2004 von Kleinmachnow nach Potsdam. Heute beschäftigt der Spezialist für die
Herstellung von Implantaten zur genau dosierten Ableitung von Gehirnwasser für Patienten mit
Hydrozephalus (Wasserkopf) rund 200 Mitarbeitende.

2005 kommt Katjes nach Potsdam. Das Süßwaren-Unternehmen expandiert in der Folgezeit
mehrfach am Standort und beschäftigt derzeit mehr als 100 Mitarbeitende.

2010 siedelt sich das für seine Navigations-Apps bekannte Unternehmen komoot in Potsdam an.
Das IT-Unternehmen startet mit neun Mitarbeitenden.

Das britische Unternehmen Isansys siedelt sich 2018 mit einer digitalen Patienten-Dienstleistung
in Potsdam an. Damit verbunden sind ein Investitionsvolumen von 120.000 Euro und 20
Arbeitsplätze.

Die Schweizer Oviva AG siedelt sich in Potsdam mit einer digitalen Ernährungsberatung an.
Damit verbunden sind eine Investition von 4,5 Millionen Euro und 15 Arbeitsplätze. Dieses
Ansiedlungsprojekt ist auf die verstärkten Brandenburger Akquisitionsaktivitäten in der Schweiz
zurückzuführen. Zwei Jahre später entwickelt das Unternehmen eine Technologie für die
medizinische Ernährungsberatung.

Die Getränke Essmann GmbH errichtet 2013 in Potsdam einen Getränkelogistik-Betrieb. Damit
verbunden sind eine Investition von 18 Millionen Euro und die Schaffung von 75 Arbeitsplätzen.

Gründungen und Technologieförderung:

Das Unternehmen ME Energy – Liquid Electricity GmbH in Potsdam entwickelt 2019 in einem
Technologieprojekt netzunabhängige Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität. Die

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Elektroenergie wird dabei direkt am Ladepunkt über die Verstromung von Biokraftstoffen
erzeugt.

In Potsdam gründet sich 2015 das Unternehmen PERMETEX GmbH mit der Entwicklung und
dem Vertrieb von innovativen Insektenschutz-Textilprodukten (z.B. Schlafsäcke, Kissenbezüge).

Das Potsdamer Unternehmen visionYOU GmbH ist seit 2017 als Kreativagentur für digitale
Bildung am Markt und begleitet Kunden auf ihrem Weg zu digitalen und hybriden
Bildungsangeboten – von der didaktischen Konzeption bis zur technischen Umsetzung.
visionYOU entwickelt digitale Bildungsangebote, darunter Apps, E-Learnings in Virtual Reality,
Film- und Eventformate. Das Unternehmen zählt derzeit 8 Mitarbeiter.

Das Potsdamer Unternehmen breazy-health entwickelt 2018 in einem Gründungsprojekt einen
Service zur Alltagsunterstützung von Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie
Asthma bronchiale oder COPD. breazy-health hilft Menschen dabei, ihre individuelle Therapie in
Abstimmung mit dem Arzt einzuhalten.

Das Startup Marktkost entwickelt 2020 in Potsdam in einem Gründungsprojekt die erste Kantine
speziell für kleinere und mittlere Unternehmen. Das Essen wird in vakuumdichten Mehrweg-
Gläsern geliefert – und damit erheblicher Verpackungsmüll gespart. Das Unternehmen hat 2020
die Startup-Days auf der Grünen Woche gewonnen.

Die Gründung der heutigen Wirtschaftsfördergesellschaft Brandenburg (WFBB) erfolgte im Jahr
2001, damals noch unter dem Namen ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die Bündelung von
Ansiedlung, Technologieförderung, Außenwirtschaft und Energieberatung in der ZAB war ein
Novum in Deutschland. Seit 2014 bietet Brandenburg mit der WFBB als erstes deutsches
Bundesland neben der Wirtschaftsförderung auch Arbeitsförderung aus einer Hand.

Kontakt
Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB)
Team Marketing, Kommunikation
Alexander Gallrein
Tel. +49 331 - 730 61-111
alexander.gallrein@wfbb.de

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