Qualitätssicherung in der Schlaganfalltherapie in Nordrhein - Projekthandbuch 2020 - Ärztekammer Nordrhein

Die Seite wird erstellt Amy Schmitt
 
WEITER LESEN
Qualitätssicherung in der Schlaganfalltherapie in Nordrhein - Projekthandbuch 2020 - Ärztekammer Nordrhein
Qualitätssicherung in der
Schlaganfalltherapie in Nordrhein

         Projekthandbuch 2020
Qualitätssicherung in der Schlaganfalltherapie in Nordrhein - Projekthandbuch 2020 - Ärztekammer Nordrhein
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

Inhaltsverzeichnis

Projektbeschreibung ................................................................3
 Historie ..................................................................................................................... 3
 Kooperationsvereinbarung ....................................................................................... 3
 Datenmanagement ................................................................................................... 3
 Auswertungen .......................................................................................................... 4
 Kontakt ..................................................................................................................... 4
Ausfüllanleitung zur Spezifikation Nordrhein 2020 ..............9
 Allgemeines .............................................................................................................. 9
 Ausfüllhinweise ......................................................................................................... 9
 Teildatensatz Basis (NOB) ....................................................................................... 9
 Teildatensatz Stroke (NOS) .................................................................................... 12
 Teildatensatz Nordrhein Stroke (NOSNO) .............................................................. 22
 Anlage: Lange Schlüssel ........................................................................................ 22
 Anlage: NIH Stroke Scale ....................................................................................... 26
EDV-Erhebungsinstrument „STROKE 2020“ .......................30
 Kurzanleitung ......................................................................................................... 30
 Installation .............................................................................................................. 30
 Start ........................................................................................................................ 30
 Einen neuen Datensatz anlegen ............................................................................ 31
 Das Hauptfenster.................................................................................................... 32
 Ausfüllhinweise ....................................................................................................... 33
 Fehler bearbeiten ................................................................................................... 34
 Optionen einstellen ................................................................................................. 35
 Daten exportieren ................................................................................................... 36
Einbezogene Hauptdiagnosen ICD-10-GM 2020 ..................40
Qualitätsindikatoren der ADSR .............................................41
Materialien ...............................................................................42

                                                                                                                          Seite 2
Qualitätssicherung in der Schlaganfalltherapie in Nordrhein - Projekthandbuch 2020 - Ärztekammer Nordrhein
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

Projektbeschreibung
Jährlich erleiden mehr als 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Der Schlaganfall ist
in Deutschland die dritthäufigste Todesursache und einer der wichtigsten Ursachen von schwerer und
lebenslanger Behinderung. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist mit einer weiteren Zunahme
der Erkrankungszahlen zu rechnen. Eine rasche, gut koordinierte und qualitativ hoch stehende statio-
näre Versorgung kann die Sterblichkeit und verbleibende Funktionseinschränkungen von durch
Schlaganfallerkrankung betroffenen Patientinnen und Patienten mindern.
Die medizinische Versorgung in der Schlaganfallbehandlung wird von einem qualitätssichernden Pro-
jekt begleitet, das die Messung und Darstellung der Versorgungsqualität in der Schlaganfalltherapie
anhand einer standardisierten Dokumentation ermöglicht. Durch regelmäßige Auswertungen sollen
Verbesserungspotentiale erkannt und eine Diskussionsplattform für die kontinuierliche Verbesserung
der Behandlungsqualität geschaffen werden.

Historie

Im Jahre 2000 wurde zu diesem Zweck durch die Ärztekammer Nordrhein und die Kassenärztliche
Vereinigung Nordrhein das interdisziplinäre Projekt „Qualitätssicherung in der Schlaganfallbehandlung
in Nordrhein“ unter dem Dach des Instituts für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein IQN etabliert.
In den vergangenen Jahren beteiligten sich daran auf freiwilliger Basis zunehmend mehr Einrichtun-
gen, in denen akute Schlaganfallpatienten versorgt werden. Aktuell wird bereits deutlich mehr als die
Hälfte der im Kammergebiet durchgeführten Schlaganfallbehandlungen in diesem Register erfasst und
ausgewertet. Seit 2004 ist das Projekt Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfall-
register ADSR, einem Zusammenschluss von Schlaganfall-Qualitätssicherungsprojekten in verschie-
denen Bundesländern.
Seit 2010 wird das Projekt durch die Ärztekammer Nordrhein koordiniert. Die Teilnahme an der Do-
kumentation erfüllt die Kriterien für die Zertifizierung von Stroke Units der Deutschen Schlaganfall-
gesellschaft DSG.

Kooperationsvereinbarung

Zwischen den teilnehmenden Einrichtungen und der Ärztekammer Nordrhein (Koordinationsstelle)
wird eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Danach ist die Teilnahme am Projekt (Mitgliedschaft)
freiwillig und steht diese allen Einrichtungen in Nordrhein unabhängig von ihrer Fachrichtung offen,
wenn sie an der Akutbehandlung von Schlaganfallpatienten teilnehmen. Die Mitgliedschaft ist kosten-
pflichtig. Die Kostenbeteiligung richtet sich nach dem geltenden Kostenindex. Die Dokumentation von
Schlaganfallpatienten erfolgt strikt anonymisiert. Das komplette Datenmanagement, die Datenaus-
wertung sowie die Erstellung von Berichten erfolgt durch die Koordinationsstelle. Die Daten selbst
bleiben Eigentum der einsendenden Einrichtung. Die Koordinationsstelle erhält das Recht, die Daten
oder Teile davon anonymisiert für wissenschaftliche Projekte oder Fragen der Versorgungsforschung
zu nutzen oder auszuwerten. Darüber hinaus stellen die beteiligten Einrichtungen die Daten anonymi-
siert der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlaganfallregister (ADSR) als Poolungsstelle für gemein-
same Auswertungen und ggf. für Publikationen der entstandenen Ergebnisse zur Verfügung. Eine
Weitergabe von Daten an Dritte ist nur mit schriftlicher Zustimmung möglich.

Datenmanagement

Die Dokumentation der Behandlungsdaten erfolgt elektronisch über die Dateneingabe in ein Kranken-
hausinformationssystem (KIS) oder über das von der Ärztekammer Nordrhein kostenfrei zur Verfü-
gung gestellte, netzwerkfähige EDV-Erhebungsinstrument „STROKE“. Für die elektronische Daten-
eingabe über das KIS-System ist der Einsatz eines projektspezifischen Schlaganfallmoduls des jewei-
ligen KIS-Anbieters erforderlich. Die dafür gültige Spezifikation wird auf der Projektwebseite der Ärzte-
                                                                                                   Seite 3
Qualitätssicherung in der Schlaganfalltherapie in Nordrhein - Projekthandbuch 2020 - Ärztekammer Nordrhein
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

kammer Nordrhein publiziert. Die erfassten Daten werden beim Datenexport anonymisiert und als
Mailanhang an die Ärztekammer Nordrhein geschickt. Eine Verschlüsselung der Exportdatei ist vorge-
sehen. Die Daten bleiben Eigentum der einsendenden Einrichtung. Die dokumentierten Daten werden
von den Teilnehmern in regelmäßigen zeitlichen Intervallen, mindestens quartalsmäßig, an die Koor-
dinationsstelle gesandt.

Auswertungen

Die Ergebnisrückgabe an die beteiligten Einrichtungen erfolgt in Form von mindestens zwei Auswer-
tungen pro Jahr. Für die Jahresauswertungen müssen alle Daten eines Erfassungsjahres bis spätes-
tens zum 28. Februar des Folgejahres der Ärztekammer vorliegen. Die Jahresauswertung erfasst alle
Patienten, die zwischen dem 01.01. und 31.12. des Erfassungsjahres aufgenommen und bis zum
31.03. des Folgejahres entlassen wurden. Die Jahresauswertungen werden im 2. Quartal des Folge-
jahres erstellt. In Tabellen und Grafiken werden die erhobenen Items anschaulich für jede Einrichtung
dargestellt. Ein Vergleich mit den Daten des jeweils vorangegangenen Auswertungsjahres vermittelt
den Trend über die Zeitachse. Über anonymisierte Benchmarking-Diagramme kann sich jede Einrich-
tung mit den anderen teilnehmenden Einrichtungen des Registers vergleichen. Im Rahmen der Aus-
wertung werden Qualitätsindikatoren berechnet, die in einem standardisierten Verfahren gemäß nati-
onaler und internationaler Empfehlungen durch einen multidisziplinär besetzten Expertenkreis unter
Koordination der ADSR definiert und weiterentwickelt wurden. Sie kommen seit 2006 in den Berichten
aller regionalen Qualitätssicherungsprojekte der ADSR zur Anwendung. Diese Indikatoren werden
kontinuierlich überarbeitet einschließlich Festlegung einheitlicher Zielwerte.
Auf Wunsch werden kurzfristig einrichtungsbezogene Sonderauswertungen beispielsweise für eine
geplante Zertifizierung erstellt.
Die Auswertungen werden den Einrichtungen in Papierform und als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.

Kontakt

Ärztekammer Nordrhein
Qualitätssicherung in der Schlaganfallbehandlung
Tersteegenstraße 9
40474 Düsseldorf

Projektkoordinator: Dr. med. Alfred Janssen
Telefon: 0211 4302-2210
Fax: 0211 4302-2709
Mail: qs-stroke@aekno.de

Projektwebseite:

                   Qualitätssicherung in der Schlaganfallbehandlung

                                                                                                Seite 4
Qualitätssicherung in der Schlaganfalltherapie in Nordrhein - Projekthandbuch 2020 - Ärztekammer Nordrhein
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                                              Erfassungsbogen 2020
   geändertes Datenfeld

                                                                     Seite 5
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                                                           Seite 6
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                                                           Seite 7
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

Entfallen:

                                                           Seite 8
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

Ausfüllanleitung zur Spezifikation Nordrhein 2020

Allgemeines
Erfasst werden alle stationären Patienten >= 18 Jahre mit den Hauptdiagnosen TIA, Hirninfarkt
und intrazerebraler (Massen-)Blutung. Seit 2018 nicht mehr erfasst werden die nicht-traumatischen
Subarachnoidalblutungen. Die ICD muss die Hauptdiagnose für eine stationäre Behandlung oder
Diagnostik in der dokumentierenden (konservativen) Einrichtung repräsentieren. Es werden alle stati-
onären Aufenthalte von Patienten mit diesen Diagnosen dokumentiert, auch wenn der Aufenthalt nur
wenige Stunden dauerte.

Nicht erfasst werden
- ausschließlich ambulante Behandlungen und Diagnostik
- stationäre Behandlungen in operativen Abteilungen

Bei Fallzusammenführungen (z. B. bei Wiederaufnahmen innerhalb der Grenzverweildauer) ist der
zusammengeführte Fall in einem Datensatz abzubilden. Inhaltlich müssen die Angaben der beiden
stationären Aufenthalte sinnvoll zusammengeführt werden, als hätte der Patient/die Patientin das
Krankenhaus nicht zwischenzeitlich verlassen.

                                     Spezifikation 2020 Nordrhein

Ausfüllhinweise
Die Änderungen 2020 sind farblich markiert:
 geänderter Ausfüllhinweis

Zeile     Bezeichnung           Kodierung                  Ausfüllhinweis

Teildatensatz Basis (NOB)
Basisdokumentation
1         Institutions-         -                          Gemäß § 293 SGB V wird bei der Datenübermittlung zwi-
          kennzeichen                                      schen den gesetzlichen Krankenkassen und den Leistungser-
                                                           bringern ein Institutionskennzeichen (IK) als eindeutige Identi-
                                                           fizierung verwendet. Mit diesem IK sind auch die für die Ver-
                                                           gütung der Leistungen maßgeblichen Kontoverbindungen
                                                           verknüpft. Die IK werden durch die "Sammel- und Vergabe-
                                                           stelle Institutionskennzeichen (SVI)" der Arbeitsgemeinschaft
                                                           Institutionskennzeichen in Sankt Augustin (SVI, Alte Heer-
                                                           straße 111, 53757 Sankt Augustin) vergeben und gepflegt.
                                                           Hier ist das bei der Registrierung für die Qualitätssicherung
                                                           angegebene IK zu verwenden.

                                                           Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbe-
                                                           legt werden.

                                                                                                           Seite 9
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

2         entlassender          -                          In diesem Datenfeld ist die Standort-
          Standort                                         nummer desjenigen Standortes zu do-
                                                           kumentieren, aus dem der Patient nach
                                                           Beendigung des stationären Aufenthaltes
                                                           entlassen wird.

                                                           Achtung: Dieses Datenfeld darf von der
                                                           QS-Software vorbelegt werden.
3         aufnehmender          -                          Der „aufnehmende Standort“ entspricht dem Standort, an dem
          Standort                                         die (erste) Aufnahme des Patienten in das aktuelle Kranken-
                                                           haus erfolgt.

                                                           Achtung: Liegt keine Differenzierung mehrerer Standorte vor,
                                                           soll dieses Datenfeld von der QS-Software vorbelegt werden.
4         Betriebsstätten-      Gültige Angabe:            Diese Betriebsstätten-Nummer dient zur Unterscheidung or-
          Nummer                ≥1                         ganisatorisch getrennter Bereiche bei gleichem Institu-
                                                           tionskennzeichen und gleicher Fachabteilungsnummer. Die
                                                           Betriebsstätten-Nummer ist standardmäßig "1". Ihre Verwen-
                                                           dung oder Nicht-Verwendung kann durch das Krankenhaus
                                                           bzw. den Träger frei festgesetzt werden, wenn es keine lan-
                                                           deseinheitliche Empfehlung bzw. Festlegung für die bestimmte
                                                           Verwendungsform gibt.

                                                           Die Betriebstätten-Nummern eines Krankenhauses sollen
                                                           jahrgangsübergreifend in der gleichen Weise vergeben wer-
                                                           den, falls keine organisatorischen Veränderungen stattgefun-
                                                           den haben. Die Angabe der Betriebsstätten-Nummer ist optio-
                                                           nal.

                                                           Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbe-
                                                           legt werden.
5         Fachabteilung         § 301-Vereinba-            -
                                rung:
                                http://www.dkgev.
                                de
6         Identifikations-      -                          Die (einrichtungsinterne) Identifikationsnummer wird dem
          nummer des                                       Patienten von der Einrichtung zugewiesen. Sie verbleibt in der
          Patienten                                        Einrichtung und wird nicht an die Datenannahmestelle über-
                                                           mittelt.
7         Geburtsdatum          Format:                    Achtung! Diese Information soll automatisch aus den stationä-
                                TT.MM.JJJJ                 ren Abrechnungsdaten Ihres Hauses übernommen werden.
8         Geschlecht            1 = männlich               Achtung! Diese Information soll automatisch aus den stationä-
                                2 = weiblich               ren Abrechnungsdaten Ihres Hauses übernommen werden.
                                3 = divers
                                8 = unbestimmt
9         Postleitzahl          -                          Verpflichtend ist die vierstellige PLZ des Patienten-Wohnortes
                                                           anzugeben; die Erfassung der 5. Stelle ist fakultativ.

                                                           Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbe-
                                                           legt werden.

                                                                                                         Seite 10
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

10        Aufnahmedatum         Format:                    Besonderheiten bei der DRG-Fallzusammenführung
          Krankenhaus           TT.MM.JJJJ
                                                           Bei DRG-Fallzusammenführung (z.B. Wiederaufnahme inner-
                                                           halb der DRG-Grenzverweildauer) ist das Aufnahmedatum
                                                           des ersten Krankenhausaufenthaltes und das Entlas-
                                                           sungsdatum des letzten Krankenhausaufenthaltes zu
                                                           wählen. Die QS-Dokumentation bezieht sich somit auf den
                                                           zusammengeführten Fall.

                                                           Beispiel
                                                           1. Krankenhausaufenthalt vom 05.01.2020 bis zum
                                                           10.01.2020
                                                           2. Krankenhausaufenthalt (Wiederaufnahme) vom 15.01.2020
                                                           bis zum 20.01.2020
                                                           Das "Aufnahmedatum Krankenhaus" des zusammengeführten
                                                           Falles ist der 05.01.2020, das "Entlassungsdatum Kranken-
                                                           haus" ist der 20.01.2020.
11        Aufnahmezeit          Format: HH:MM              Geben Sie hier bitte die Uhrzeit (Stunde, Minute) der Aufnah-
                                                           me an. Beachten Sie bitte, dass es die Uhrzeit 24:00 nicht gibt
                                                           und tragen sie in diesem Fall 00:00 Uhr ein und das Datum
                                                           des neuen Tages.
12        Hauptdiagnose         -                          ICD-10-Code des akuten Schlaganfalles
                                                           (Die zulässigen Codes ergeben sich aus dem QS-Filter, der
                                                           die Dokumentationspflicht anzeigt.)

                                                           Nach einer Lysetherapie ist auch nach vollständiger Rückbil-
                                                           dung der Symptome ein Code für Hirninfarkt anzugeben.

                                                           Achtung: Dieses Datenfeld darf von der QS-Software vorbe-
                                                           legt werden.
13        Vorzeitiger Ab-       1 = Ereignis älter         1: Ereignis älter als 7 Tage
          schluss des           als 7 Tage                 Bei einem Ereignis, das länger als 7 Tage bezogen auf die
          Falles                9 = sonstiger              erste Aufnahme in die Klinik zurückliegt, endet die Dokumen-
                                Grund                      tation mit dem Basisbogen (MDS).

                                                           9: sonstiger Grund
                                                           Der "sonstige Grund" muss im Feld "Erläuterung zum sonsti-
                                                           gen Grund" nachvollziehbar angegeben werden.
wenn Feld 13 = 9
14     Erläuterung zum                                     Hier muss eine nachvollziehbare Erläuterung für den Abbruch
       sonstigen Grund                                     der Dokumentation mit dem MDS angegeben werden.

                                                           Folgende Gründe kommen dafür in Frage: Verlegung des
                                                           Patienten vor einer Diagnostik, primäre palliative Versorgung.
                                                           Eine Hirnblutung oder eine transitorische Ischämie stellen per
                                                           se keinen Grund für die vorzeitige Beendigung der Dokumen-
                                                           tation dar. Gleiches gilt für innerhalb von 7 Tagen nach Akut-
                                                           ereignis zuverlegte Patienten.

                                                                                                         Seite 11
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

15        Entlassungs-          Format:                    Besonderheiten bei der DRG-Fallzusammenführung
          datum Kran-           TT.MM.JJJJ
          kenhaus                                          Bei DRG-Fallzusammenführung (z.B. Wiederaufnahme inner-
                                                           halb der DRG-Grenzverweildauer) ist das Aufnahmedatum
                                                           des ersten Krankenhausaufenthaltes und das Entlas-
                                                           sungsdatum des letzten Krankenhausaufenthaltes zu
                                                           wählen. Die QS-Dokumentation bezieht sich somit auf den
                                                           zusammengeführten Fall.

                                                           Beispiel
                                                           1. Krankenhausaufenthalt vom 05.01.2020 bis zum
                                                           10.01.2020
                                                           2. Krankenhausaufenthalt (Wiederaufnahme) vom 15.01.2020
                                                           bis zum 20.01.2020
                                                           Das "Aufnahmedatum Krankenhaus" des zusammengeführten
                                                           Falles ist der 05.01.2020 das "Entlassungsdatum Kranken-
                                                           haus" ist der 20.01.2020
16        Entlassungs-          siehe Schlüssel 1          Achtung! Diese Information soll automatisch aus den stationä-
          grund                                            ren Abrechnungsdaten Ihres Hauses übernommen werden.
                                § 301-Vereinba-
                                rung:
                                http://www.dkgev.
                                de

Zeile     Bezeichnung           Kodierung                  Ausfüllhinweis

Teildatensatz Stroke (NOS)
Aufnahme
17        Zeitintervall         1=≤1h                      Die Angabe erfolgt in den angegebenen Zeitintervallen. Bei
          Ereignis bis          2=1–2h                     "Inhouse-Stroke" sind sowohl das genaue Datum als auch die
          Aufnahme (bei         3=2–3h                     Uhrzeit des Ereignisses zu dokumentieren. Bei Patienten, bei
          Wake-up               4=3–4h                     denen Aufgrund des Ereignisses im Schlaf keine genaue An-
          Stroke: last          5=4–5h                     gabe zum Zeitpunkt des Schlaganfalls gemacht werden kann,
          seen well)            6=5–6h                     ist der Zeitraum zwischen dem letzten symptomfreien Zeit-
                                7 = 6 – 24 h               punkt und der Aufnahme in das Krankenhaus anzugeben.
                                8 = 24 – 48 h
                                9 = > 48 h
                                10 = Inhouse-
                                Stroke
                                11 = keine Ab-
                                schätzung möglich
wenn Feld 17 = 10
18.1   Datum des In-            Format:                    -
       house-Stroke             TT.MM.JJJJ
18.2   Uhrzeit des              Format: HH:MM              Geben Sie hier bitte die Uhrzeit (Stunde, Minute) des Inhouse-
       Inhouse-Stroke                                      Stroke an. Beachten Sie bitte, dass es die Uhrzeit 24:00 nicht
                                                           gibt und tragen sie in diesem Fall 00:00 Uhr ein und das Da-
                                                           tum des neuen Tages.

                                                                                                        Seite 12
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

19        Versorgungs-          1 = unabhängig             Bisherige Lebenssituation:
          situation vor         von zu Hause
          Akutereignis          2 = Pflege zu              unabhängig zu Hause
                                Hause                      Patient war bisher in der Lage, die Dinge des täglichen Le-
                                3 = Pflege in Insti-       bens selbständig auszuführen, zu Hause oder in einer Senio-
                                tution                     renwohnanlage.

                                                           Pflege zu Hause
                                                           Patient wurde durch Angehörige bzw. Pflegedienst in der ei-
                                                           genen Wohnung (oder in einer Seniorenwohnanlage) betreut.

                                                           Pflege in Institution
                                                           Pflegerische Betreuung in einer Einrichtung (betreutes Woh-
                                                           nen, Altenheim, Pflegeheim, Behindertenwohnheim).

Erstuntersuchung/Symptome
20.1      Motorische Aus-       0 = nein                   Hier werden zentral bedingte Paresen von Arm oder Bein
          fälle bei Auf-        1 = ja                     ohne Berücksichtigung der Seite pauschal erfasst.
          nahme                 9 = nicht be-
                                stimmbar                   Bei Bewusstlosen ist "nicht bestimmbar" einzugeben.
20.2      Sprachstörun-         0 = nein                   Umfassen alle Formen der Aphasie
          gen bei Auf-          1 = ja
          nahme                 9 = nicht be-              Bei Bewusstlosen ist "nicht bestimmbar" einzugeben.
                                stimmbar
20.3      Sprechstörun-         0 = nein                   Umfassen alle Formen der Dysarthrie
          gen bei Auf-          1 = ja
          nahme                 9 = nicht be-              Bei Bewusstlosen ist "nicht bestimmbar" einzugeben.
                                stimmbar
20.4      Schluckstö-           0 = nein                   Umfassen alle Formen der Schluckstörung
          rungen bei Auf-       1 = ja
          nahme                 9 = nicht be-              Bei Bewusstlosen ist "nicht bestimmbar" einzugeben.
                                stimmbar
21        Bewusstsein bei       1 = wach                   1: wach = adäquate Reaktion auf Ansprache und Auf-
          Aufnahme              2 = somno-                 forderungen
                                lent/soporös
                                3 = komatös                2: somnolent-soporös = abnorme Schläfrigkeit, auf Ansprache
                                                           jederzeit weckbar bis hin zu tiefschlafähnlichem Zustand, aus
                                                           dem der Betroffene nur durch starke Schmerzreize kurzfristig
                                                           geweckt werden kann

                                                           3: komatös = Bewusstlosigkeit, auch auf starke Schmerzreize
                                                           keine Reaktion

                                                                                                        Seite 13
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

22        Mod. Rankin-          0 = Keine Symp-            0: keine Symptome
          Scale bei Auf-        tome
          nahme                 1 = Keine we-              1: keine wesentlichen Funktionseinschränkungen = kann trotz
                                sentliche Funkti-          Symptomen alle gewohnten Aufgaben und Aktivitäten verrich-
                                onseinschränkung           ten
                                2 = Geringgradige
                                Funktionsein-              2: geringgradige Funktionseinschränkungen = unfähig alle
                                schränkung                 früheren Aktivitäten zu verrichten, ist aber in der Lage die
                                3 = Mäßiggradige           eigenen Angelegenheiten ohne Hilfe zu erledigen
                                Funktionsein-
                                schränkung                 3: mäßiggradige Funktionseinschränkungen = bedarf einiger
                                4 = Mittelschwere          Unterstützung, ist aber in der Lage ohne Hilfe zu gehen
                                Funktionsein-
                                schränkung                 4: mittelschwere Funktionseinschränkungen = unfähig ohne
                                5 = Schwere                Hilfe zu gehen, ohne Hilfe für die eigenen körperlichen Be-
                                Funktionsein-              dürfnisse zu sorgen
                                schränkung
                                                           5: schwere Funktionseinschränkungen = bettlägerig, inkonti-
                                                           nent, bedarf ständiger Pflege und Aufmerksamkeit
Diagnostik
23        Bildgebung            0 = keine Bildge-          Es ist die Bildgebung zu dokumentieren (CCT oder MRT),
          durchgeführt          bung erfolgt               welche für die aktuelle therapeutische und diagnostische Ent-
                                1 = 1. Bildgebung          scheidung als relevant betrachtet wird.
                                vor Aufnahme
                                2 = 1. Bildgebung          1 = 1. Bildgebung vor Aufnahme: die für die aktuelle Ent-
                                im eigenen Haus            scheidung relevante Bildgebung wurde in einer vorbehan-
                                                           delnden Einrichtung (ambulant oder stationär) aufgrund des
                                                           aktuellen akuten Ereignisses durchgeführt
wenn Feld 23 = 2
24.1   Bildgebung               Format:                    -
       durchgeführt am          TT.MM.JJJJ
24.2   Bildgebung               Format: HH:MM              Geben Sie hier bitte die Uhrzeit (Stunde, Minute) der Bildge-
       durchgeführt um                                     bung an. Beachten Sie bitte, dass es die Uhrzeit 24:00 nicht
                                                           gibt und tragen sie in diesem Fall 00:00 Uhr ein und das Da-
                                                           tum des neuen Tages.
wenn Feld 23 IN (1;2)
25.1   NIH-Stroke Sca-          0 – 42                     In diesem Feld wird der Summenscore der NIH Stroke Scale
       le bei Aufnahme                                     (NIHSS) bei der Aufnahmeuntersuchung eingetragen.

                                                           Anleitung zur Durchführung und Kodierung der NIHSS: Berger
                                                           K et al. Untersuchung der Reliabilität von Schlaganfallskalen
                                                           (Fortschr Neurol Psychiat 1999; 67-81-93)

                                                                                                          Seite 14
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

25.2      CT- bzw. MR-    0 = nein                         -
          bzw. DS-        1 = vor Aufnahme
          Angiographie    2 = direkt im An-
                          schluss an native
                          Bildgebung
                          3 = nicht direkt im
                          Anschluss an
                          native Bildgebung
                          aber spätestens
                          am Folgetag der
                          Aufnahme
                          4 = nicht direkt im
                          Anschluss an
                          native Bildgebung
                          und später als am
                          Folgetag der Auf-
                          nahme
26     Doppler /          0 = nein                         -
       Duplex             1 = vor Aufnahme
                          2 = im eigenen
                          Haus nach Auf-
                          nahme, spätes-
                          tens am Folgetag
                          3 = im eigenen
                          Haus später als
                          am Folgetag der
                          Aufnahme
wenn Feld 25.2  0 oder Feld 26  0
27     Gefäßver-          0 = nein                         Bei der Lokalisation ist Angabe mehrer Verschlüsse möglich.
       schluss            1 = ja                           Dabei ist aber zumindest der am weitesten proximal liegende
                                                           Verschluss zu codieren.
wenn Feld 27 = 1
28.1   Carotis-T                1 = ja                     -
28.2   M1                       1 = ja                     Sphenoidales Segment der Arteria cerebri media
28.3   M2                       1 = ja                     Inselsegment der Arteria cerebri media
28.4   BA                       1 = ja                     Arteria Basilaris
28.5   Sonstige                 1 = ja                     -

Thrombolyse/Rekanalisation
29        Systemische           0 = nein                   Intravenöse Thrombolyse bei Hirninfarkt
          Thrombolyse           1 = vor Aufnahme
                                2 = im eigenen
                                Haus
                                3 = Verlegung zur
                                Thrombolyse
wenn Feld 29 = 2
30.1   Beginn Lyse am           Format:                    -
                                TT.MM.JJJJ
30.2      Beginn Lyse um        Format: HH:MM              Geben Sie hier bitte die Uhrzeit (Stunde, Minute) der Lyse an.
                                                           Beachten Sie bitte, dass es die Uhrzeit 24:00 nicht gibt und
                                                           tragen sie in diesem Fall 00:00 Uhr ein und das Datum des
                                                           neuen Tages.

                                                                                                         Seite 15
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

31        Intraarterielle       0 = nein                   Die IAT beinhaltet sowohl eine intraarterielle Thrombolysebe-
          Therapie (IAT)        1 = vor Aufnahme           handlung, unabhängig davon, ob sie hochselektiv (d.h. bis
                                2 = im eigenen             zum Verschluss vorgeschobener Katheter) oder selektiv (Ge-
                                Haus                       fäßgebiet) durchgeführt wurde als auch die mechanische Ent-
                                3 = Verlegung zur          fernung eines Blutgerinnsels mittels Katheter beim Hirninfarkt
                                IAT                        (Thrombektomie).
wenn Feld 31 = 2
32.1   Punktion Leiste          Format:                    -
       am                       TT.MM.JJJJ
32.2   Punktion Leiste          Format: HH:MM              Geben Sie hier bitte die Uhrzeit (Stunde, Minute) der Punktion
       um                                                  an. Beachten Sie bitte, dass es die Uhrzeit 24:00 nicht gibt
                                                           und tragen sie in diesem Fall 00:00 Uhr ein und das Datum
                                                           des neuen Tages.
32.3      Erfolgreiche          (TICI = IIb, III)          Thrombolysis in cerebral infraction (TICI) nach Higashida et
          Rekanalisation        0 = nein                   al.:
                                1 = ja                     Grade 0: no perfusion
                                                           Grade 1: penetration with minimal perfusion
                                                           Grade 2: partial perfusion
                                                           Grade 2A: only partial filling (less than two-thirds) of the entire
                                                           vascular territory is visualized
                                                           Grade 2B: complete filling of all of the expected vascular terri-
                                                           tory is visualized but the filling is slower than normal
                                                           Grade 3: complete perfusion
Verlegung innerhalb 12 h
33        Verlegung nach  0 = nein                         Bei Weiterverlegung in ein anderes Krankenhaus/eine andere
          Primärdiagnos-  1 = ja, mit späterer             Einrichtung innerhalb von 12 h ohne spätere Rückübernahme
          tik / -therapie Rückverlegung                    kann der Bogen (nach Angabe der Zeit zwischen Bildgebung
          (innerhalb 12 h)2 = ja, ohne späte-              und Verlegung) abgeschlossen werden.
                          re Rückverlegung
wenn Feld 33 IN (0;1) und Feld 23 = 2
34     Zeit zwischen      1 = < 30 min                     Verlegung wird definiert als Zeitpunkt des physischen Verlas-
       Bildgebung und     2 = ≥ 30 – < 60                  sens des Patienten aus der Klinik
       Verlegung          min
                          3 = ≥ 60 – < 120
                          min
                          4 = ≥ 120 min
Behinderung
wenn Feld 33 IN (0;1)
35.1   Barthel-Index            0 = inkontinent            0: inkontinent = Einnässen mehr als einmal pro Tag
       bei Aufnahme             5 = gelegentlicher
       Blasenkontrolle          Verlust                    5: gelegentlicher Verlust = Einnässen höchstens einmal pro
                                10 = kontinent             Tag

                                                           10: kontinent = harnkontinent oder kompensiert seine Harnin-
                                                           kontinenz selbst ohne Einnässen von Kleidung/Bettwäsche
                                                           oder versorgt Harnkathetersystem komplett selbstständig

                                                                                                            Seite 16
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

35.2      Barthel-Index         0 = vollständig            0: vollständig abhängig = wird faktisch nicht aus dem Bett
          bei Aufnahme          abhängig                   transferiert
          Lagewechsel           5 = große Unter-
          Bett-Stuhl            stützung                   5: große Unterstützung = erhebliche Hilfe (geschulte Laienhil-
                                10 = geringe Un-           fe oder professionelle Hilfe)
                                terstützung
                                15 = vollständig           10: geringe Unterstützung = Aufsicht oder geringe Hilfe (un-
                                selbstständig              geschulte Laienhilfe)

                                                           15: vollständig selbstständig = komplett selbstständig aus
                                                           liegender Position in (Roll-)Stuhl und zurück
35.3      Barthel-Index         0 = vollständig            0: vollständig abhängig = mehr Hilfe als unter "5: große Unter-
          bei Aufnahme          abhängig                   stützung" notwendig
          Fortbewegung          5 = große Unter-
                                stützung                   5: große Unterstützung = kann mit Laienhilfe oder Gehwagen
                                10 = geringe Un-           vom Sitz in den Stand kommen und Strecken im Wohnbereich
                                terstützung                bewältigen oder ist im Wohnbereich komplett selbstständig im
                                15 = vollständig           Rollstuhl
                                selbstständig
                                                           10: geringe Unterstützung = kann ohne Aufsicht oder perso-
                                                           nelle Hilfe vom Sitz in den Stand kommen und mindestens 50
                                                           m mit Hilfe eines Gehwagens/Rollators gehen

                                                           15: vollständig selbstständig = kann ohne Aufsicht oder per-
                                                           soneller Hilfe vom Sitz in den Stand kommen und mindestens
                                                           50 m ohne Gehwagen/Rollator (ggf. mit Stöcken/Gehstützen)
                                                           gehen

Weitere Diagnostik
36.1      Schlucktest           0 = nein                   Kann nur angegeben werden, wenn ein standardisiertes Ver-
          nach Protokoll        1 = ja                     fahren (z. B. Wasserschlucktest nach Daniels: Daniels SK et
          nach Ereignis         9 = nicht be-              al: Clinical assessment of swallowing and prediction of dys-
                                stimmbar                   phagia severity. Am J Speech Lang Pathol 1997;6: 17-24)
                                                           durch geschultes Personal durchgeführt und protokolliert wur-
                                                           de. Eine Einschätzung der Schluckfähigkeit, die sich allein auf
                                                           Beobachtung oder Angaben Dritter stützt, reicht nicht aus.
36.2      Symptomatische        0 = nein                   Hier wird der Stenosegrad der Arteria carotis interna der be-
          ipsilaterale Ste-     1 = < 50 %                 troffenen Seite nach NASCET dokumentiert. Kontralaterale
          nose der Art.         2 = 50 – < 70 %            Stenosen werden nicht erfasst. Bei Dokumentation einer ipsi-
          carotis interna       3 = 70 – 99 %              lateralen ACI-Stenose von 50% bis 99% muss eine Angabe
          (nach NASCET)         4 = 100 %                  zum weiteren Procedere unter "Therapiemaßnahmen/frühe
                                9 = nicht unter-           Sekundärprävention" erfolgen.
                                sucht
36.3      Langzeit-EKG/-        mit spezifischer           Bei diesem Feld ist ein "ja" anzugeben, wenn
          Monitoring über       Vorhofflimmer-
                                                                  eine spezifische VHF-Diagnostik über mindestens 24
          mindestens 24 h       Detektion
                                                                   Stunden erfolgt ist
                                0 = nein                          bei kontinuierlichem Monitoring das EKG auch in Hin-
                                1 = ja                             blick auf Vorhofflimmern ausgewertet wurde

                                                                  bei schrittmacherabhängigen Patienten das EKG
                                                                   ausgelesen wurde und im Hinblick auf Vorhofflimmern
                                                                   ausgewertet wurde.

                                                                                                          Seite 17
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

Risikofaktoren
37.1      Diabetes melli-       0 = nein                   Pathologischer Glucosebelastungstest oder erhöhter zweima-
          tus                   1 = ja                     liger Nüchtern-Blutzucker oder vorbestehende medikamentö-
                                                           se Behandlung oder anamnestische Selbstangabe eines vor-
                                                           bestehenden Diabetes durch den Patienten.
37.2      Vorhofflimmern        0 = nein                   1: ja vorbekannt = Ein Vorhofflimmern (VHF) ist anamnestisch
                                1 = ja, vorbekannt         bekannt. Ein anamnestisch bekanntes (paroxysmales, persis-
                                2 = ja, neu diag-          tierendes, ...) VHF wird auch dann kodiert, wenn es während
                                nostiziert                 des stationären Aufenthaltes nicht auftritt.

                                                           2: ja neu diagnostiziert = Ein Vorhofflimmern war bislang un-
                                                           bekannt und ist im EKG oder Langzeit-EKG erstmals diagnos-
                                                           tiziert worden.
37.3      Früherer              0 = nein                   Angabe in altem Arztbrief oder Ergebnis aktueller Diagnostik
          Schlaganfall          1 = ja                     für in der Vergangenheit abgelaufenen Schlaganfall oder
                                                           anamnestische Angabe (aber keine traumatisch bedingte
                                                           Hirnverletzung)
37.4      Hypertonie            0 = nein                   Erhöhte Blutdruckwerte (> 140 mm Hg systolisch und/oder >
                                1 = ja                     90 mm Hg diastolisch) bei wiederholter Messung oder vorbe-
                                                           stehende medikamentöse Behandlung oder Selbstangabe
                                                           einer vorbestehenden Hypertonie
Therapiemaßnahmen / Frühere Sekundärprävention
38.1      Antikoagu-            0 = nein                   1: Vit. K-Antagonisten einschließlich Empfehlung im Entlas-
          lanzien               1 = Vitamin K-             sungsbrief
          (Therapie bzw.        Antagonisten
          Empfehlung im         2 = NOAK (Neue             2: NOAK (Neue orale Antikoagulanzien) einschließlich Emp-
          Entlassungs-          orale Antikoa-             fehlung im Entlassungsbrief
          brief)                gulanzien)
                                                           Hinweis: Sollte eine Vollheparinisierung durchgeführt worden
                                                           sein, oder die Art der oralen Antikoagulation noch nicht fest-
                                                           stehen, so ist das Feld "Vitamin K-Antagonisten" anzukreu-
                                                           zen.
38.2      Beatmung              0 = nein                   Maschinelle, vollständige oder unterstützende Beatmung,
                                1 = ja                     setzt oral oder nasal zugeführten, intratrachealen Tubus vo-
                                                           raus und wird unabhängig von der Beatmungsdauer angege-
                                                           ben
38.3      Revaskularisie-       0 = nein                   -
          rung der Carotis      1 = ja (Revaskula-
                                risierung während
                                des stationären
                                Aufenthalts bzw.
                                verlegt zur Revas-
                                kularisierung bzw.
                                Empfehlung im
                                Entlassungsbrief)

                                                                                                         Seite 18
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

Therapie
39.1      Physiotherapie        0 = nein                   Es ist anzugeben ob bzw. ab wann der Patient von einem
                                1 = Beginn ≤ 2             Physiotherapeuten oder Ergotherapeuten untersucht oder
                                Tage nach Auf-             behandelt wurde. (Aufnahmetag = Tag 0)
                                nahme
                                2 = Beginn > 2
                                Tage nach Auf-
                                nahme
39.2      Logopädie             0 = nein                   Es ist anzugeben ob bzw. ab wann der Patient von einem
                                1 = Beginn ≤ 2             Sprachtherapeuten untersucht oder behandelt wurde. (Auf-
                                Tage nach Auf-             nahmetag = Tag 0)
                                nahme
                                2 = Beginn > 2
                                Tage nach Auf-
                                nahme
Komplikationen (nur im Verlauf erworben)
40     Komplikationen           0 = nein                   Es werden nur Komplikationen erfasst, die im Verlauf des
       (nur im Verlauf          1 = ja                     jetzigen stationären Aufenthaltes auftraten.
       erworben)
wenn Feld 40 = 1
41.1   Pneumonie                1 = ja                     Es sollen nur Pneumonien dokumentiert werden, die sich im
                                                           Krankenhaus entwickelt haben.

                                                           Eine Pneumonie liegt dann vor, wenn eine Röntgenuntersu-
                                                           chung des Thorax entweder ein neues oder ein progressives
                                                           und persistierendes Infiltrat aufweist, eine Verdichtung, Kavi-
                                                           tation oder einen pleuralen Erguss

                                                           und mindestens eines der folgenden Kriterien:
                                                                  Fieber (>= 38,3 °C) ohne andere mögliche Ursachen

                                                                  Leukopenie (< 4.000 Leukozyten/mm3) oder Leukozy-
                                                                   tose (> 12.000 Leukozyten/mm3)

                                                                  Für Erwachsene > 70 Jahre: veränderter mentaler
                                                                   Status, der keine andere Ursache haben kann
                                                           und mindestens zwei der folgenden Kriterien:
                                                                  neues Auftreten von eitrigem Sputum oder Verände-
                                                                   rung der Charakteristika des Sputums

                                                                  neu aufgetretener oder verschlimmerter Husten, Dys-
                                                                   pnoe oder Tachypnoe

                                                                  Rasselgeräusche oder bronchiale Atemgeräusche

                                                                  Verschlechterung des Gasaustausches (PaO2/FiO2
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

41.2      Erhöhter Hirn-        1 = ja                     Es sind Hinweise auf einen erhöhten Hirndruck in bildgeben-
          druck                                            den Verfahren, z.B. Hirnödem oder Mittellinienverlagerung mit
                                                           klinischen Symptomen vorhanden.
41.3      Sympt. Intraze-       1 = ja                     Es ist eine Einblutung durch Bildgebung (CT oder MRT) mit
          rebrale Blutung                                  einer zugehörigen Symptomatik nachgewiesen.
41.4      Hirnarterienem-       1 = ja                     z.B. nach IAT
          bolie
41.5      Andere Kompli-        1 = ja                     Es sind andere Komplikationen als die oben genannten aufge-
          kation(en)                                       treten.

Behandlungsende

Behinderung
42        Mod. Rankin-          0 = Keine Symp-            0: keine Symptome
          Scale bei Ent-        tome
          lassung               1 = Keine wesent-          1: keine wesentlichen Funktionseinschränkungen = kann trotz
                                liche Funktions-           Symptomen alle gewohnten Aufgaben und Aktivitäten verrich-
                                einschränkung              ten
                                2 = Geringgradige
                                Funktionsein-              2: geringgradige Funktionseinschränkungen = unfähig alle
                                schränkung                 früheren Aktivitäten zu verrichten, ist aber in der Lage die
                                3 = Mäßiggradige           eigenen Angelegenheiten ohne Hilfe zu erledigen
                                Funktionsein-
                                schränkung                 3: mäßiggradige Funktionseinschränkungen = bedarf einiger
                                4 = Mittelschwere          Unterstützung, ist aber in der Lage ohne Hilfe zu gehen
                                Funktionsein-
                                schränkung                 4: mittelschwere Funktionseinschränkungen = unfähig ohne
                                5 = Schwere                Hilfe zu gehen, ohne Hilfe für die eigenen körperlichen Be-
                                Funktionsein-              dürfnisse zu sorgen
                                schränkung
                                6 = Tod                    5: schwere Funktionseinschränkungen = bettlägerig, inkonti-
                                                           nent, bedarf ständiger Pflege und Aufmerksamkeit

                                                           6: Tod
wenn Feld 42  6
43.1   Barthel-Index            0 = inkontinent            0: inkontinent = Einnässen mehr als einmal pro Tag
       bei Entlassung           5 = gelegentlicher
       Blasenkontrolle          Verlust                    5: gelegentlicher Verlust = Einnässen höchstens einmal pro
                                10 = kontinent             Tag

                                                           10: kontinent = harnkontinent oder kompensiert seine Harnin-
                                                           kontinenz selbst ohne Einnässen von Kleidung/Bettwäsche
                                                           oder versorgt Harnkathetersystem komplett selbstständig
43.2      Barthel-Index         0 = vollständig            0: vollständig abhängig = wird faktisch nicht aus dem Bett
          bei Entlassung        abhängig                   transferiert
          Lagewechsel           5 = große Unter-
          Bett-Stuhl            stützung                   5: große Unterstützung = erhebliche Hilfe (geschulte Laienhil-
                                10 = geringe Un-           fe oder professionelle Hilfe)
                                terstützung
                                15 = vollständig           10: geringe Unterstützung = Aufsicht oder geringe Hilfe (un-
                                selbstständig              geschulte Laienhilfe)

                                                           15: vollständig selbstständig = komplett selbstständig aus
                                                           liegender Position in (Roll-)Stuhl und zurück
                                                                                                          Seite 20
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

43.3      Barthel-Index         0 = vollständig            0: vollständig abhängig = mehr Hilfe als unter "5: große Unter-
          bei Entlassung        abhängig                   stützung" notwendig
          Fortbewegung          5 = große Unter-
                                stützung                   5: große Unterstützung = kann mit Laienhilfe oder Gehwagen
                                10 = geringe Un-           vom Sitz in den Stand kommen und Strecken im Wohnbereich
                                terstützung                bewältigen oder ist im Wohnbereich komplett selbstständig im
                                15 = vollständig           Rollstuhl
                                selbstständig
                                                           10: geringe Unterstützung = kann ohne Aufsicht oder perso-
                                                           nelle Hilfe vom Sitz in den Stand kommen und mindestens 50
                                                           m mit Hilfe eines Gehwagens/Rollators gehen

                                                           15: vollständig selbstständig = kann ohne Aufsicht oder per-
                                                           soneller Hilfe vom Sitz in den Stand kommen und mindestens
                                                           50 m ohne Gehwagen/Rollator (ggf. mit Stöcken/Gehstützen)
                                                           gehen
Sekundärprophylaxe
44        Statine               0 = nein                   Cholesterinsyntheseenzymhemmer wie z.B. Simvastatin, Ce-
          (Therapie bzw.        1 = ja                     rivastatin, Atorvastatin
          Empfehlung im
          Entlassungs-
          brief)

Entlassung
45        Ambulante oder        0 = nein                   Der Patient wurde in eine Reha-Klinik verlegt oder die Auf-
          stationäre Re-        1 = ja                     nahme in einer Reha-Klinik wurde terminiert oder es wurde
          habilitation ver-                                eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme verordnet oder im
          anlasst                                          Entlassungsbrief empfohlen.

                                                           Auch bei (ggf. interner) Verlegung in eine Geriatrische Klinik
                                                           ist "1 = ja" einzugeben.
46        Wurde in der          0 = nein                   Dieses Datenfeld darf nur mit "ja" beantwortet werden, wenn
          Patientenakte         1 = ja                     in der Patientenakte ausdrücklich ein Hinweis auf eine palliati-
          dokumentiert,                                    ve Zielsetzung, wie zum Beispiel "nur palliative Zielsetzung"
          dass während                                     oder "therapia minima" dokumentiert ist. Hinweise wie "keine
          des Kranken-                                     Reanimation" oder "keine Beatmung" sind nicht ausreichend.
          hausaufenthalts                                  Eine palliative Therapiezielsetzung ist in der Patientenakte mit
          eine palliative                                  Datum und Namen des behandelnden Arztes zu dokumentie-
          Therapiezielset-                                 ren. Das Patientenrechtegesetz in § 630 f BGB "Dokumentati-
          zung festgelegt                                  on der Behandlung" enthält dazu folgende Abätze: "Der Be-
          wurde?                                           handelnde ist verpflichtet, zum Zweck der Dokumentation in
                                                           unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung
                                                           eine Patientenakte in Papierform oder elektronisch zu führen.
                                                           Der Behandelnde ist verpflichtet, in der Patientenakte sämtli-
                                                           che aus fachlicher Sicht für die derzeitige und künftige Be-
                                                           handlung wesentlichen Maßnahmen und deren Ergebnisse
                                                           aufzuzeichnen, insbesondere die Anamnese, Diagnosen,
                                                           Untersuchungen, Untersuchungsergebnisse, Befunde, Thera-
                                                           pien und ihre Wirkungen, Eingriffe und ihre Wirkungen, Einwil-
                                                           ligungen und Aufklärungen."

                                                                                                          Seite 21
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

wenn Feld 46 = 1
47     Datum des Ein-             Format:                  -
       trags in der Pa-           TT.MM.JJJJ
       tientenakte
48     Behandlung auf             0 = nein                 Patient wurde während des stationären Aufenthaltes auf der
       Stroke Unit                1 = ja                   Stroke Unit behandelt.

Teildatensatz Nordrhein Stroke (NOSNO)
Aufnahme
49         Übernahme aus          0 = nein                 Einzutragen ist, ob die Aufnahme als Verlegung aus einem
           einem anderen          1 = ja                   anderen Krankenhaus erfolgte.
           Krankenhaus
Diagnostik
wenn Feld 23 = 2
50     Erste Bildge-              1 = CCT                  -
       bung mit                   2 = MRT
wenn Feld 33  2
51     Transthorakale             0 = nein                 -
       Echokardiogra-             1 = ja
       fie
52     Transösopha-               0 = nein                 -
       geale Echokar-             1 = ja
       diografie

Anlage: Lange Schlüssel
Schlüssel 1       0100 = Innere Medizin A
"Fachabteilungen" 0102 = Innere Medizin/Schwerpunkt Geriatrie
                  0103 = Innere Medizin/Schwerpunkt Kardiologie
                  0104 = Innere Medizin/Schwerpunkt Nephrologie
                  0105 = Innere Medizin/Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie
                  0106 = Innere Medizin/Schwerpunkt Endokrinologie
                  0107 = Innere Medizin/Schwerpunkt Gastroenterologie
                  0108 = Innere Medizin/Schwerpunkt Pneumologie
                  0109 = Innere Medizin/Schwerpunkt Rheumatologie
                  0114 = Innere Medizin/Schwerpunkt Lungen- und Bronchialheilkunde
                  0150 = Innere Medizin/Tumorforschung
                  0151 = Innere Medizin/Schwerpunkt Coloproktologie
                  0152 = Innere Medizin/Schwerpunkt Infektionskrankheiten
                  0153 = Innere Medizin/Schwerpunkt Diabetes
                  0154 = Innere Medizin/Schwerpunkt Naturheilkunde
                  0156 = Innere Medizin/Schwerpunkt Schlaganfallpatienten (Stroke units, Artikel 7 § 1 Abs. 3 GKV-SolG)
                  0190 = Innere Medizin B
                  0191 = Innere Medizin C
                  0192 = Innere Medizin D
                  0200 = Geriatrie
                  0224 = Geriatrie/Schwerpunkt Frauenheilkunde
                  0260 = Geriatrie/Tagesklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  0261 = Geriatrie/Nachtklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  0290 = Geriatrie
                  0291 = Geriatrie
                  0292 = Geriatrie
                  0300 = Kardiologie

                                                                                                                  Seite 22
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                  0390 = Kardiologie
                  0391 = Kardiologie
                  0392 = Kardiologie
                  0400 = Nephrologie
                  0410 = Nephrologie/Schwerpunkt Pädiatrie
                  0436 = Nephrologie/Intensivmedizin
                  0490 = Nephrologie
                  0491 = Nephrologie
                  0492 = Nephrologie
                  0500 = Hämatologie und internistische Onkologie
                  0510 = Hämatologie und internistische Onkologie/Schwerpunkt Pädiatrie
                  0524 = Hämatologie und internistische Onkologie/Schwerpunkt Frauenheilkunde
                  0533 = Hämatologie und internistische Onkologie/Schwerpunkt Strahlenheilkunde
                  0590 = Hämatologie und internistische Onkologie
                  0591 = Hämatologie und internistische Onkologie
                  0592 = Hämatologie und internistische Onkologie
                  0600 = Endokrinologie
                  0607 = Endokrinologie/Schwerpunkt Gastroenterologie
                  0610 = Endokrinologie/Schwerpunkt Pädiatrie
                  0690 = Endokrinologie
                  0691 = Endokrinologie
                  0692 = Endokrinologie
                  0700 = Gastroenterologie
                  0706 = Gastroenterologie/Schwerpunkt Endokrinologie
                  0710 = Gastroenterologie/Schwerpunkt Pädiatrie
                  0790 = Gastroenterologie
                  0791 = Gastroenterologie
                  0792 = Gastroenterologie
                  0800 = Pneumologie
                  0890 = Pneumologie
                  0891 = Pneumologie
                  0892 = Pneumologie
                  0900 = Rheumatologie
                  0910 = Rheumatologie/Schwerpunkt Pädiatrie
                  0990 = Rheumatologie
                  0991 = Rheumatologie
                  0992 = Rheumatologie
                  1000 = Pädiatrie
                  1004 = Pädiatrie/Schwerpunkt Nephrologie
                  1005 = Pädiatrie/Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie
                  1006 = Pädiatrie/Schwerpunkt Endokrinologie
                  1007 = Pädiatrie/Schwerpunkt Gastroenterologie
                  1009 = Pädiatrie/Schwerpunkt Rheumatologie
                  1011 = Pädiatrie/Schwerpunkt Kinderkardiologie
                  1012 = Pädiatrie/Schwerpunkt Neonatologie
                  1014 = Pädiatrie/Schwerpunkt Lungen- und Bronchialheilkunde
                  1028 = Pädiatrie/Schwerpunkt Kinderneurologie
                  1050 = Pädiatrie/Schwerpunkt Perinatalmedizin
                  1051 = Langzeitbereich Kinder
                  1090 = Pädiatrie
                  1091 = Pädiatrie
                  1092 = Pädiatrie
                  1100 = Kinderkardiologie
                  1136 = Kinderkardiologie/Schwerpunkt Intensivmedizin
                  1190 = Kinderkardiologie
                  1191 = Kinderkardiologie
                  1192 = Kinderkardiologie
                  1200 = Neonatologie
                  1290 = Neonatologie
                  1291 = Neonatologie
                  1292 = Neonatologie
                  1300 = Kinderchirurgie
                  1390 = Kinderchirurgie
                  1391 = Kinderchirurgie
                  1392 = Kinderchirurgie
                  1400 = Lungen- und Bronchialheilkunde
                  1410 = Lungen- und Bronchialheilkunde/Schwerpunkt Pädiatrie
                  1490 = Lungen- und Bronchialheilkunde

                                                                                                  Seite 23
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                  1491 = Lungen- und Bronchialheilkunde
                  1492 = Lungen- und Bronchialheilkunde
                  1500 = Allgemeine Chirurgie I
                  1513 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Kinderchirurgie
                  1516 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Unfallchirurgie
                  1518 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Gefäßchirurgie
                  1519 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Plastische Chirurgie
                  1520 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Thoraxchirurgie
                  1523 = Chirurgie/Schwerpunkt Orthopädie
                  1536 = Allgemeine Chirurgie/Intensivmedizin (§ 13 Abs. 2 Satz 3, 2. Halbsatz BPflV in der am 31.12.2003
                  geltenden Fassung)
                  1550 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Abdominal- und Gefäßchirurgie
                  1551 = Allgemeine Chirurgie/Schwerpunkt Handchirurgie
                  1590 = Allgemeine Chirurgie II
                  1591 = Allgemeine Chirurgie III
                  1592 = Allgemeine Chirurgie IV
                  1600 = Unfallchirurgie
                  1690 = Unfallchirurgie
                  1691 = Unfallchirurgie
                  1692 = Unfallchirurgie
                  1700 = Neurochirurgie
                  1790 = Neurochirurgie
                  1791 = Neurochirurgie
                  1792 = Neurochirurgie
                  1800 = Gefäßchirurgie
                  1890 = Gefäßchirurgie
                  1891 = Gefäßchirurgie
                  1892 = Gefäßchirurgie
                  1900 = Plastische Chirurgie
                  1990 = Plastische Chirurgie
                  1991 = Plastische Chirurgie
                  1992 = Plastische Chirurgie
                  2000 = Thoraxchirurgie
                  2021 = Thoraxchirurgie/Schwerpunkt Herzchirurgie
                  2036 = Thoraxchirurgie/Intensivmedizin
                  2050 = Thoraxchirurgie/Schwerpunkt Herzchirurgie Intensivmedizin
                  2090 = Thoraxchirurgie
                  2091 = Thoraxchirurgie
                  2092 = Thoraxchirurgie
                  2100 = Herzchirurgie
                  2118 = Herzchirurgie/Schwerpunkt Gefäßchirurgie
                  2120 = Herzchirurgie/Schwerpunkt Thoraxchirurgie
                  2136 = Herzchirurgie/Intensivmedizin (§ 13 Abs. 2 Satz 3 2. Halbsatz BPflV in der am 31.12.2003 gelten-
                  den Fassung)
                  2150 = Herzchirurgie/Schwerpunkt Thoraxchirurgie Intensivmedizin
                  2190 = Herzchirurgie
                  2191 = Herzchirurgie
                  2192 = Herzchirurgie
                  2200 = Urologie
                  2290 = Urologie
                  2291 = Urologie
                  2292 = Urologie
                  2300 = Orthopädie
                  2309 = Orthopädie/Schwerpunkt Rheumatologie
                  2315 = Orthopädie/Schwerpunkt Chirurgie
                  2316 = Orthopädie und Unfallchirurgie
                  2390 = Orthopädie
                  2391 = Orthopädie
                  2392 = Orthopädie
                  2400 = Frauenheilkunde und Geburtshilfe
                  2402 = Frauenheilkunde/Schwerpunkt Geriatrie
                  2405 = Frauenheilkunde/Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie
                  2406 = Frauenheilkunde/Schwerpunkt Endokrinologie
                  2425 = Frauenheilkunde
                  2490 = Frauenheilkunde und Geburtshilfe
                  2491 = Frauenheilkunde und Geburtshilfe
                  2492 = Frauenheilkunde und Geburtshilfe
                  2500 = Geburtshilfe

                                                                                                                   Seite 24
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                  2590 = Geburtshilfe
                  2591 = Geburtshilfe
                  2592 = Geburtshilfe
                  2600 = Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
                  2690 = Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
                  2691 = Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
                  2692 = Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
                  2700 = Augenheilkunde
                  2790 = Augenheilkunde
                  2791 = Augenheilkunde
                  2792 = Augenheilkunde
                  2800 = Neurologie
                  2810 = Neurologie/Schwerpunkt Pädiatrie
                  2856 = Neurologie/Schwerpunkt Schlaganfallpatienten (Stroke units, Artikel 7 § 1 Abs. 3 GKV-SolG)
                  2890 = Neurologie
                  2891 = Neurologie
                  2892 = Neurologie
                  2900 = Allgemeine Psychiatrie
                  2928 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Neurologie
                  2930 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychiatrie
                  2931 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Psychosomatik/Psychotherapie
                  2950 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Suchtbehandlung
                  2951 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Gerontopsychiatrie
                  2952 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Forensische Behandlung
                  2953 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Suchtbehandlung, Tagesklinik
                  2954 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Suchtbehandlung, Nachtklinik
                  2955 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Gerontopsychiatrie, Tagesklinik
                  2956 = Allgemeine Psychiatrie/Schwerpunkt Gerontopsychiatrie, Nachtklinik
                  2960 = Allgemeine Psychiatrie/Tagesklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  2961 = Allgemeine Psychiatrie/Nachtklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  2990 = Allgemeine Psychiatrie
                  2991 = Allgemeine Psychiatrie
                  2992 = Allgemeine Psychiatrie
                  3000 = Kinder- und Jugendpsychiatrie
                  3060 = Kinder- und Jugendpsychiatrie/Tagesklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  3061 = Kinder- und Jugendpsychiatrie/Nachtklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  3090 = Kinder- und Jugendpsychiatrie
                  3091 = Kinder- und Jugendpsychiatrie
                  3092 = Kinder- und Jugendpsychiatrie
                  3100 = Psychosomatik/Psychotherapie
                  3110 = Psychosomatik/Psychotherapie/Schwerpunkt Kinder- und Jugendpsychosomatik
                  3160 = Psychosomatik/Psychotherapie/Tagesklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  3161 = Psychosomatik/Psychotherapie/Nachtklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  3190 = Psychosomatik/Psychotherapie
                  3191 = Psychosomatik/Psychotherapie
                  3192 = Psychosomatik/Psychotherapie
                  3200 = Nuklearmedizin
                  3233 = Nuklearmedizin/Schwerpunkt Strahlenheilkunde
                  3290 = Nuklearmedizin
                  3291 = Nuklearmedizin
                  3292 = Nuklearmedizin
                  3300 = Strahlenheilkunde
                  3305 = Strahlenheilkunde/Schwerpunkt Hämatologie und internistische Onkologie
                  3350 = Strahlenheilkunde/Schwerpunkt Radiologie
                  3390 = Strahlenheilkunde
                  3391 = Strahlenheilkunde
                  3392 = Strahlenheilkunde
                  3400 = Dermatologie
                  3460 = Dermatologie/Tagesklinik (für teilstationäre Pflegesätze)
                  3490 = Dermatologie
                  3491 = Dermatologie
                  3492 = Dermatologie
                  3500 = Zahn- und Kieferheilkunde, Mund- und Kieferchirurgie
                  3590 = Zahn- und Kieferheilkunde, Mund- und Kieferchirurgie
                  3591 = Zahn- und Kieferheilkunde, Mund- und Kieferchirurgie
                  3592 = Zahn- und Kieferheilkunde, Mund- und Kieferchirurgie
                  3600 = Intensivmedizin
                  3601 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Innere Medizin

                                                                                                                  Seite 25
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

                        3603 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Kardiologie
                        3610 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Pädiatrie
                        3617 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Neurochirurgie
                        3618 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Chirurgie
                        3621 = Intensivmedizin/Herzchirurgie
                        3622 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Urologie
                        3624 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Frauenheilkunde und Geburtshilfe
                        3626 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde
                        3628 = Intensivmedizin/Schwerpunkt Neurologie
                        3650 = Operative Intensivmedizin/Schwerpunkt Chirurgie
                        3651 = Intensivmedizin/Thorax-Herzchirurgie
                        3652 = Intensivmedizin/Herz-Thoraxchirurgie
                        3690 = Intensivmedizin
                        3691 = Intensivmedizin
                        3692 = Intensivmedizin
                        3700 = sonstige Fachabteilung I
                        3750 = Angiologie
                        3751 = Radiologie
                        3752 = Palliativmedizin
                        3753 = Schmerztherapie
                        3754 = Heiltherapeutische Abteilung
                        3755 = Wirbelsäulenchirurgie
                        3756 = Suchtmedizin
                        3757 = Visceralchirurgie
                        3790 = Sonstige Fachabteilung II
                        3791 = Sonstige Fachabteilung III
                        3792 = Sonstige Fachabteilung IV
     Schlüssel 2        01 = Behandlung regulär beendet
     "Entlassungsgrund" 02 = Behandlung regulär beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
                        03 = Behandlung aus sonstigen Gründen beendet
                        04 = Behandlung gegen ärztlichen Rat beendet
                        05 = Zuständigkeitswechsel des Kostenträgers
                        06 = Verlegung in ein anderes Krankenhaus
                        07 = Tod
                        08 = Verlegung in ein anderes Krankenhaus im Rahmen einer Zusammenarbeit (§ 14 Abs. 5 Satz 2 BPflV
                        in der am 31.12.2003 geltenden Fassung)
                        09 = Entlassung in eine Rehabilitationseinrichtung
                        10 = Entlassung in eine Pflegeeinrichtung
                        11 = Entlassung in ein Hospiz
                        13 = externe Verlegung zur psychiatrischen Behandlung
                        14 = Behandlung aus sonstigen Gründen beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
                        15 = Behandlung gegen ärztlichen Rat beendet, nachstationäre Behandlung vorgesehen
                        17 = interne Verlegung mit Wechsel zwischen den Entgeltbereichen der DRG-Fallpauschalen, nach der
                        BPflV oder für besondere Einrichtungen nach § 17b Abs. 1 Satz 15 KHG
                        22 = Fallabschluss (interne Verlegung) bei Wechsel zwischen voll- und teilstationärer Behandlung
                        25 = Entlassung zum Jahresende bei Aufnahme im Vorjahr (für Zwecke der Abrechnung - PEPP, § 4
                        PEPPV 2013)

Anlage: NIH Stroke Scale
Bewusstseinszustand
                                                              Orientierung/ Fra-        Aufforderungen zur Ermittlung
                                                              gen zum Bewusst-          des Bewusstseinszustandes:
                                                              seinszustand              Augen öffnen und schließen,
                                                              nach aktuellem            Faust machen und öffnen (nicht
                                                              Monat,                    paretische Hand), ggf. Pantomime
                                                              Alter der/des Pat.
0       wach, unmittelbar antwortend                          beide Fragen rich-        beide Aufgaben richtig durchge-
                                                              tig beantwortet           führt
1       benommen, aber durch geringe Stimulation              eine Frage richtig        eine Aufgabe richtig durchgeführt
                                                                                                                    Seite 26
Projekthandbuch QS Schlaganfallbehandlung Nordrhein 2020

         zum Befolgen von Aufforderungen, Antwor-            beantwortet
         ten oder Reaktionen zu bewegen
2        stuporös, bedarf wiederholter Stimulation,          keine Frage richtig    keine Aufgabe richtig durchge-
         um aufmerksam zu sein, oder ist somnolent           beantwortet            führt
         und bedarf starker oder schmerzhafter Sti-          (2 Punkte sind auch    (2 Punkte sind auch bei Koma
         muli zum Erzielen von Bewegungen (keine             bei Koma einzutra-     einzutragen)
         Stereotypien)                                       gen)
3        Koma, antwortet nur mit motorischen oder
         vegetativen Reflexen oder reagiert gar
         nicht, ist schlaff und ohne Reflexe

Blickbewegungen
0        Blick folgt dem Finger des Untersuchers
1        partielle Blickparese.
         Dieser Punktwert wird vergeben, wenn die Blickrichtung von einem oder beiden Augen abnormal ist,
         jedoch keine forcierte Blickdeviation oder komplette Blickparese besteht
2        forcierte Blickdeviation oder komplette Blickparese, die durch Ausführen des okulozephalen Reflexes
         nicht überwunden werden kann

Gesichtsfeld                            visuelle Gesten oder Finger zählen
0        keine Gesichtsfeldeinschränkung
1        partielle Hemianopsie
2        komplette Hemianopsie
3        bilaterale Hemianopsie (Blindheit inkl. kortikaler Blindheit)

Facialisparese                          Zähne zeigen, Stirn runzeln, Augen schließen
0        normale symmetrische Bewegungen
1        geringe Parese
         (abgeflachte Nasolabialfalte, Asymmetrie beim Lächeln)
2        partielle Parese
         (vollständige oder fast vollständige Parese des unteren Gesichts)
3        vollständige Parese von ein oder zwei Seiten
         (Fehlen von Bewegungen im oberen und unteren Teil des Gesichts)

Motorik von Armen und Beinen            Arme in 90° Position bringen               Beine in 45° Position bringen
                                        (Prüfung über 10 Sekunden)                 (Prüfung über 5 Sekunden)
0                                       kein Absinken; der Arm wird über die       kein Absinken; das Bein bleibt über
                                        geforderte Zeit in der 90 Grad (oder       5 Sekunden in der 30 Grad Positi-
                                        45 Grad) Position gehalten                 on.
1                                       Absinken; der Arm wird zunächst bei        Absinken; das Bein sinkt am Ende
                                        90 Grad (oder 45 Grad) gehalten,           der Zeit, berührt das Bett oder
                                        sinkt aber vor Ablauf der geforderten      eine andere Unterlage nicht.
                                        Zeit ab; das Bett oder eine andere

                                                                                                            Seite 27
Sie können auch lesen