Wegleitung zum Studium der Mathematik - Universität Zürich Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät

 
Universität Zürich
Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät

                       Wegleitung
               zum Studium der Mathematik
                            Ausgabe Januar 2011
Inhaltsverzeichnis

Angaben zur Mathematik                                                                                                                                                    3

Vorwort....................................................................................................................................................................3
§ 1 Bachelor- und Masterstudiengang Mathematik an der Universität Zürich .......................................................4
§ 2 Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Noten, Leistungsnachweise........................................................................6
§ 3 Zeitlicher Aufbau des Studiums........................................................................................................................8
§ 4 Mathematik als Nebenfach ............................................................................................................................ 13
§ 5 Mathematik als Serviceveranstaltung............................................................................................................ 14
§ 6 Lehrdiplom für Maturitätsschulen .................................................................................................................. 15
§ 7 Adressen und Informationsstellen ................................................................................................................. 16

Allgemeine Angaben zum Studium an der                                   Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität
Zürich                                                                                                                            17

Ausgabe Januar 2011

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Teil I:

Angaben zur Mathematik

Vorwort
Die vorliegende Wegleitung richtet sich an Studierende, die an der Universität Zürich Mathematik studieren
oder studieren wollen. Sie will ihnen behilflich sein, ihr Studium sinnvoll zu planen und enthält deshalb alle
wichtigen Angaben über Studienvorschriften und Lehrveranstaltungen im Fach Mathematik.
Es wird empfohlen, bereits zu Beginn des Studiums diese Wegleitung zu lesen, um sich einen Überblick über
den Aufbau des Gesamtstudiums zu verschaffen. Auch sollte man sich rechtzeitig über die Wahl und die De-
tails des Nebenfachstudiums informieren. Um das Bachelorstudium in der Richtstudienzeit zu absolvieren,
sollte bei der Wahl eines Nebenfachstudiums mit über 30 Kreditpunkten bereits im ersten Semester begonnen
werden. Bei Fragen zum Studium können Sie sich gerne an die Studienberatung unseres Instituts wenden
(www.math.uzh.ch/index.php?studienberatung).
Allgemeine Informationen zum Institut für Mathematik finden sich unter www.math.uzh.ch.

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§ 1 Bachelor- und Masterstudiengang Mathematik an der Universität Zürich

§ 1.1 Übersicht
Das Mathematikstudium an unserem Institut ist gestuft und besteht aus dem
   a) Bachelorstudium Mathematik mit Abschluss «Bachelor of Science in Mathematics»
      (Abkürzung: BSc in Mathematics),
   b) Masterstudium Mathematik mit Abschluss «Master of Science in Mathematics»
      (Abkürzung: MSc in Mathematics).
Das Bachelorstudium ist für sechs Semester ausgelegt und vermittelt solide Grundlagen in den wichtigsten
Gebieten der Mathematik und in einem Nebenfach.
Aufbauend auf der Bachelorstufe kann innerhalb von drei weiteren Semestern der Masterabschluss erreicht
werden. Er beinhaltet eine Spezialisierung in einem aktuellen mathematischen Forschungsgebiet. Der Schwer-
punkt liegt auf der Masterarbeit in Form einer Forschungsarbeit auf hohem wissenschaftlichen Niveau. Auch im
Masterstudium ist ein Nebenfach zu wählen; entweder kann das Nebenfach des Bachelorstudiums ausgebaut
oder ein anderes gewählt werden.
Der MSc in Mathematik ist die berufsbefähigende Qualifikation für akademisch-mathematische Berufe und
bildet die wissenschaftliche Grundlage für das Lehrdiplom für Maturitätsschulen. An den MSc-Abschluss kann
sich ein Promotionsstudium anschliessen; dieses beinhaltet eine zunehmend selbstständig ausgeführte
Forschungsarbeit und führt zum Doktorgrad (Dr.sc.nat.).
Der Bachelorabschluss ist weniger im Sinne einer Berufsqualifikation zu verstehen. Er ist vielmehr als Brücke
ins Masterstudium gedacht oder dient als Mobilitätsscharnier zum Einstieg in Masterprogramme an anderen
Universitäten oder anderen Fachrichtungen.

§ 1.2 Strukturierung

§ 1.2.1. Allgemeines
Das Studium bis zum Mastergrad gliedert sich in zwei Abschnitte:
Bachelorstudium
Im Bachelorstudium wird den Studierenden solides Grundlagenwissen und die Fähigkeit zu methodisch-
wissenschaftlichem Denken vermittelt. Der Abschluss ist der Bachelor of Science in Mathematics. Um den
Bachelorgrad zu erlangen sind 180 Kreditpunkte erforderlich. Die Richtstudienzeit für das Bachelorstudium
beträgt sechs Semester.
Masterstudium
Das Masterstudium vermittelt den Studierenden eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung und die Fähigkeit
zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten. Der Abschluss ist der Master of Science in Mathematics.
Um den Mastergrad zu erlangen sind 90 Kreditpunkte erforderlich. Die Richtstudienzeit für das Masterstudium
beträgt drei Semester.

§ 1.2.2 Nebenfach
Zum Bachelorstudium in Mathematik gehört ein Nebenfach im Umfang von mindestens 20 Kreditpunkten. Es ist
frei wählbar innerhalb derjenigen Fächer der Universität Zürich, die ein Nebenfach mit einem Mindestumfang
von 20 Kreditpunkten anbieten.
Zum Masterstudium in Mathematik gehört ein Nebenfach im Umfang von 20 Kreditpunkten. Entweder kann das
Nebenfach aus dem Bachelorstudium weiter ausgebaut werden oder ein anderes Nebenfach innerhalb der
Fächer der Universität gewählt werden. Studierende der Mathematik, die im Bachelorstudium ein Nebenfach
der Philosophischen Fakultät belegt haben, können ein konsekutives Nebenfach im Umfang von 15
Kreditpunkten belegen. Die restlichen 5 Kreditpunkte müssen in Veranstaltungen der Mathematik absolviert
werden.
Gesuche für Nebenfächer an anderen universitären Hochschulen sind an das Studiendekanat zu stellen.

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§ 1.3 Module

§ 1.3.1 Allgemeines
Das Studium setzt sich aus Modulen zusammen. Das sind inhaltlich zusammenhängende Lehrveranstaltungen,
die sich über ein oder zwei Semester erstrecken. Ein Modul umfasst eine oder mehrere Veranstaltungen. Für
jedes Modul wird ein Leistungsnachweis festgelegt, der darüber entscheidet, ob das Modul bestanden ist oder
nicht. Leistungsnachweise sind unbenotet. Neben den Leistungsnachweisen können für Module benotete
Prüfungen vorgeschrieben sein, aus denen dann die Bachelor- bzw. Masternote berechnet wird (vgl. § 2.2).

§ 1.3.2 Kreditpunkte und Studienzeiten
Für jedes bestandene Modul gibt es Kreditpunkte, in deren Anzahl der Aufwand für das Modul zum Ausdruck
kommt. Der Aufwand setzt sich zusammen aus Vorbereitungs-, Nachbereitungs- und Präsenzzeit für das
entsprechende Modul.
Richtlinien für die Vergabe von Kreditpunkten:
       1 Kreditpunkt entspricht 30 Arbeitsstunden.
       Die Richtgrösse für den Umfang eines Semesters für einen Vollzeitstudierenden beträgt
        30 Kreditpunkte.
       Das Bachelorstudium umfasst 180 Kreditpunkte.
       Das Masterstudium (ohne Bachelorstudium) umfasst 90 Kreditpunkte.
Daraus ergeben sich die Richtstudienzeiten von:
       6 Semester für das Bachelorstudium.
       3 Semester für das Masterstudium (ohne Bachelorstudium).

Die Rahmenordnung der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät setzt fest, dass die maximal zulässige
Studienzeit das Doppelte der Richtstudienzeit nicht überschreiten darf.

§ 1.3.3 Modularten
Es wird unterschieden zwischen Pflicht- und Wahlmodulen.
       Pflichtmodul: Modul, welches für alle Studierende der Mathematik obligatorisch ist.
       Wahlmodul: Modul, das aus dem Angebot eines Faches oder einer Fächergruppe frei wählbar ist.

§ 1.3.4 Modulprüfungen
Die Bachelor- und Masterdiplome sind benotet. Für einige Module sind (benotete) Prüfungen festgelegt. Die
Bachelornote ist das mit der jeweiligen Kreditpunktezahl gewichtete Mittel1 der benoteten Module in Haupt- und
Nebenfach.
Zusätzlich werden die gewichteten Mittel der Haupt- bzw. Nebenfachmodule getrennt auf der Bachelorurkunde
ausgewiesen. Diese Regelungen gelten sinngemäss auch für das Masterdiplom.
Die Regeln für die An- und Abmeldung zu Modulprüfungen, Prüfungsrepetitionen gelten einheitlich für alle Fä-
cher der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät und sind im allgemeinen Teil dieser Wegleitung erläu-
tert.

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 Explizit wird jede Modulnote aus dem Bachelorstudium mit den Kreditpunkten des zugehörigen Moduls multipliziert und
durch die Summe der Kreditpunkte aller benoteten Module dividiert. Diese gewichteten Modulnoten werden addiert und
ergeben die Bachelornote.
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§ 2 Lehrveranstaltungen, Prüfungen, Noten, Leistungsnachweise

§ 2.1 Lehrveranstaltungstypen im Mathematikstudium

a) Vorlesung (V)
Vorlesungsmodule werden in Pflicht- und Wahlvorlesungen unterteilt. Die Pflichtvorlesungen haben einen Um-
fang von vier Semesterwochenstunden (SWS) plus begleitenden Übungen von zwei SWS. Ausnahme bilden
die Vorlesungen MAT115 Grundlagen der Mathematik (2 V) und INFE1001 Programmierung für die Mathema-
tik (5V + 2U – Dauer erste Semesterhälfte). INFE1001 ist eine Veranstaltung des Institutes für Informatik. Bei
den Wahlvorlesungen wird der Umfang der SWS durch den Modulverantwortlichen bestimmt. Die Vorlesungen
werden alle mit einer benoteten Modulprüfung abgeschlossen (jeweils in den Prüfungsperioden 3 oder 6). Für
die Vorlesungen werden die Kreditpunkte nach der Formel 3/2 (V+U) berechnet, somit werden für die
Pflichtvorlesungen 9 KP vergeben.

b) Vorlesungsbegleitende Übungen (U)
Die vorlesungsbegleitenden Übungen tragen wesentlich zum Verständnis einer Vorlesung bei. Hier werden den
Studierenden einmal pro Woche Aufgaben gestellt – zur selbstständigen Bearbeitung allein oder in Gruppen.
In den betreuten Übungsstunden werden die Aufgaben besprochen. Studierende, welche eine Aufgabe korrekt
bearbeitet haben, sollten in der Lage sein, ihre Lösungen in der Übungsstunde an der Tafel vorzutragen.
In der Regel ist der Leistungsnachweis einer Vorlesung gekoppelt mit dem erfolgreichen Bearbeiten der
Übungsaufgaben. Die Kriterien für die Kreditpunktevergabe werden im kommentierten Vorlesungsverzeichnis
publiziert (www.vorlesungen.uzh.ch).

c) Seminar/Seminararbeit (S)
Ein Seminar beinhaltet das Erarbeiten eines vorgegebenen mathematischen Themas. Der oder die Studie-
rende hält im Seminar zu diesem Thema einen Vortrag und fertigt eine schriftliche Ausarbeitung an. Seminare
werden nicht benotet und geben in der Regel 4 KP.
Eine Seminararbeit (4 KP) beinhaltet das Erlernen und die schriftliche Ausarbeitung eines vorgegebenen
mathematischen Themas und kann unabhängig von einem Seminar vergeben werden. Der Umfang einer
Seminararbeit entspricht der schriftlichen Fassung eines zweistündigen Seminarvortrags.

d) Masterarbeit (M)
Die Masterarbeit ist ein ganz wesentlicher Teil des Mathematikstudiums, auf den entsprechend viel Wert zu
legen ist. Es wird empfohlen zu Beginn des Masterstudiums mit einem bzw. einer möglichen Dozierenden in
Verbindung zu treten, um das Thema zu vereinbaren und die sinnvolle Einarbeitung in das Gebiet zu bespre-
chen. Die Vorbedingungen, welche die einzelnen Dozierenden an ihre Diplomierenden stellen, werden von Zeit
zu Zeit im Bulletin des Fachvereins Mathematik veröffentlicht oder sind über die Homepages der Dozierenden
abrufbar.

e) Tutorat für Lehrdiplom-Studierende (T)
Lehrdiplom-Studierende mit einzigem Unterrichtsfach Mathematik können sich im Rahmen der
fachwissenschaftlichen Vertiefung mit pädagogischem Fokus für ein Tutorat (4 KP) bewerben. Das Tutorat
substituiert ein Seminar. Die Studierenden übernehmen die selbständige Leitung einer Übungsgruppe für eine
der Vorlesungen MAT182, MAT183, MAT151, MAT153, MAT154, MAT155, MAT156 oder der Junior Euler
Society (JES).

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§ 2.2 Prüfungen

a) Modulprüfungen
Alle Vorlesungen werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen. Die Prüfungen der Pflichtmodule werden
schriftlich durchgeführt, die Repetitionsprüfungen schriftlich oder mündlich. Für die Prüfung INFE1001
Programmierung für Mathematik gelten die Reglemente des Institutes für Informatik. Die Prüfungen und
Repetitionsprüfungen der Wahlmodule können schriftlich oder mündlich durchgeführt werden. Schriftliche
Prüfungen dauern 180 Minuten, mündliche 20 Minuten. Eine Ausnahme ist die schriftliche Modulprüfung
MAT115 Grundlagen der Mathematik, die 120 Minuten dauert.
Alle Modulprüfungen finden in Prüfungsperiode 3 (für Vorlesungen des Herbstsemesters) oder 6 (für Vorlesun-
gen des Frühjahrssemesters) statt, die Repetitionsprüfungen in den darauf folgenden Prüfungsperioden 5 bzw.
2.

b) Masterprüfung (MP)
Die Masterprüfung ist mündlich und dauert 60 Minuten. Inhalt der Masterprüfung ist die Masterarbeit und das
Umfeld der Masterarbeit gemäss Absprache mit dem/der Modulverantwortlichen der Masterarbeit.
Der Termin der Masterprüfung wird mit dem/der Modulverantwortlichen der Masterarbeit vereinbart. An der
Masterprüfung nimmt neben dem/der Modulverantwortlichen der Masterarbeit eine bis zwei weitere
prüfungsberechtigte Personen teil. Prüfungsberechtigte Personen sind die ordentlichen und ausserordentlichen
Professorinnen und Professoren, Assistenzprofessorinnen und -professoren, Titularprofessorinnen und -profes-
soren, Privatdozentinnen und -dozenten sowie Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Fakultät. Es kön-
nen entsprechende Personen anderer Fakultäten oder universitärere Hochschulen heranzogen werden. Zudem
können Beisitzerinnen und Beisitzer anwesend sein, die einen akademischen Abschluss auf Stufe Diplom bzw.
Master besitzen.

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§ 3 Zeitlicher Aufbau des Studiums

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Ablauf Masterstudium
 7. SEMESTER           8. SEMESTER            9. SEMESTER
 Herbst                Frühling               Herbst
 Wochen 38–51          Wochen 8–22            Wochen 38–51

 MAT 491/MAT 499
 Masterarbeit /Masterprüfung

                                                           30 + 5

 Wahlmodul             Wahlmodul
 Vorlesung             Vorlesung

                   9                      9

 Wahlmodul
 Vorlesung

                   9

 Wahlmodul             Wahlmodul
 Seminar               Seminar

            4                      4

 Nebenfach
 Frei wählbar oder ausbaubar.

                                                               20

                                       Total 90 Kreditpunkte

Kreditpunkte: 1 Kreditpunkt entspricht einer Arbeitsleistung von 30 Stunden.
Modulprüfung: Die Modulprüfung findet am Ende eines Moduls statt.

    Mathematik            Mathematik           Mathematik Seminar              Nebenfach   Frei wählbarer Punkteanteil aus
    Pflichtmodul          Wahlmodul            ohne Modulprüfung                           Wahlmodul, Seminar und Nebenfach

                                                                                   9
§ 3.1 Überblick über die Module im Bachelorstudiengang

a) Vorlesungen Grundstudium (Pflichtmodule)
MAT 111 Lineare Algebra I, II
MAT 121 Analysis I,II
MAT 115 Grundlagen der Mathematik
INFE1001 Programmierung für Mathematik 1)
1)
     Studierende mit Nebenfach Informatik müssen statt INFE1001 das Modul AINF1100 Informatik I buchen.

b) Vorlesungen nach dem Grundstudium
Pflichtmodule
MAT 221 Analysis III
MAT 211 Algebra I
MAT 701 Geometrie I / Topologie
MAT 801 Numerik I
MAT 901 Stochastik

Wahlmodule:
Weitere Vorlesungen in Mathematik aus vier verschiedenen Gebieten im Umfang von gesamthaft 45 KP, Semi-
nare im Umfang von mindestens 4 KP.
Das Modul MAT116 Programmierung-MatLab (2 KP) beginnt in der zweiten Hälfte des Herbstsemesters und
schliesst an die Vorlesung INFE1001 Programmierung für Mathematik an. MatLab ist die Programmiersprache,
die in der Vorlesung MAT801 Numerik I verwendet wird.

c) Nebenfach
Im Bachelorstudium ist ein Nebenfach im Umfang von mindestens 20 Kreditpunkten zu wählen. Dieses kann
innerhalb der Fächer der Universität Zürich frei gewählt werden. Um den Bachelorgrad zu erlangen sind 180
Kreditpunkte erforderlich. Die Kreditpunkte sind durch Module in Mathematik oder im belegten Nebenfach zu
erarbeiten.
Informationen zu den Nebenfachcurricula finden sich auf den Homepages der Nebenfächer oder können direkt
bei den Studienberatungen der Nebenfächer erfragt werden.

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§ 3.2 Tabellarischer Überblick über das Bachelorstudium

1. Studienjahr:
Pflichtmodule
 Modul                                    Anz.    Das Modul besteht aus              Typ Prüfung/
                                          KP                                             Periode
 MAT 111 Lineare Algebra                  18      MAT 111.1 Lineare Algebra I (HS)   V   Ja, 6
                                                  MAT 111.2 Üb.Lin. Algebra I (HS)   U
                                                  MAT 111.3 Lineare Algebra II (FS)  V
                                                  MAT 111.4 Üb. Lin. Algebra II (FS) U
 MAT 121 Analysis                         18      MAT 121.1 Analysis I (HS)          V   Ja, 6
                                                  MAT 121.2 Übungen Analysis I (HS) U
                                                  MAT 121.3 Analysis II (FS)         V
                                                  MAT 121.4 Übungen Analysis II (FS) U
 MAT115 Grundlagen der                    3       MAT 115.1 Grundlagen der           V   Ja, 3
 Mathematik                                       Mathematik
 INFE1001 Programmierung für              64      INFE1001.1 Programmierung für      V   Ja
 Mathematik 1)                                    Mathematik
 MAT 801 Numerik I (FS)                   9       MAT 801.1 Numerik I                V   Ja, 6
                                                  MAT 801.2 Übungen Numerik I        U
1)
     Studierende mit Nebenfach Informatik müssen statt INFE1001 das Modul AINF1100 Informatik I buchen.
Wahlmodul
 MAT116 MatLab-Programmierung             2       MAT116.1 MatLab-Programmierung          V      Nein

3. – 6. Semester:
Pflichtmodule
 Modul                                    Anz.    Das Modul besteht aus                   Typ Prüfung/
                                          KP                                                  Periode
 MAT 221 Analysis III (HS)                9       MAT 221.1 Analysis III                  V   Ja, 3
                                                  MAT 221.2 Übungen Analysis III          U
 MAT 211 Algebra I (HS)                   9       MAT 211.1 Algebra I                     V   Ja, 3
                                                  MAT 211.2 Übungen Algebra I             U
 MAT 701 Geometrie I / Topologie          9       MAT 701.1 Geometrie I / Topologie       V   Ja, 6
                                                  MAT 701.2 Übungen Geometrie I /         U
                                                  Topologie
 MAT 901 Stochastik                       9       MAT 901.1 Stochastik                    V      Ja, 6
                                                  MAT 901.2 Übungen Stochastik            U

Wahlmodule
Vorlesungen
Im Wahlbereich müssen Vorlesungen der Mathematik aus vier Gebieten im Gesamtumfang von 45 KP besucht
werden. Die folgenden Vorlesungen der UZH werden regelmässig angeboten:
Wahrscheinlichkeitsrechnung II und III
Statistik II und III
Numerik II und III
Geometrie II und IIII
Analysis IV (Einführung in die PDG) und V (Funktionalanalysis)
Algebraische Geometrie
Algebra II
Kommutative Algebra
Zahlentheorie
Kryptologie
Finanzmathematik
Topologie
Funktionentheorie, Riemannsche Flächen
Dynamische Systeme
PDE

                                                         11
Die Vorlesungen werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen, Vorlesungen des Herbstsemester in
Prüfungsperiode 3, jene des Frühjahrssemesters in Prüfungsperiode 6. Die Kreditpunkte werden nach Umfang
der Vorlesung berechnet (3/2 (V+U)).

Weitere, unregelmässig angebotene, Mathematikvorlesungen der UZH sowie der ETHZ können ebenfalls be-
sucht werden.

Seminare
Es müssen Seminare im Umfang von insgesamt 4 KP besucht werden.

Vorlesungen und Seminare an der ETH
Sämtliche Vorlesungen und Seminare der ETH können als Wahlmodule belegt werden, sofern sich diese an
Studierende im Bachelor- und/oder Masterstudium in Mathematik richten. Andere Veranstaltungen werden
nicht angerechnet.
Alle UZH-Studierenden, welche an der ETH Leistungskontrollen absolvieren, müssen bei der ETH als "Hörer"
registriert sein (http://www.rektorat.ethz.ch/students/admission/auditors/external), die Leistungseinheiten
belegen und sich bei Semesterend- resp. Sessionsprüfungen zusätzlich über myStudies
(www.mystudies.ethz.ch) zur Prüfung anmelden. Die Resultate werden wie für ETH-Studierende über
myStudies mitgeteilt resp. sichtbar sein. Die UZH-Studierenden erhalten zusätzlich zu Beginn des
Folgesemesters eine schriftliche Bestätigung zu den abgelegten Leistungskontrollen per Post zugestellt.

§ 3.3 Überblick über das Masterstudium

1. - 3. Semester:
Pflichtmodule
Modul                            Anz. KP Das Modul besteht aus              Typ Prüfung/
                                                                                Periode
MAT 491 Masterarbeit             30        MAT 491.1 Masterarbeit           M     Nein
MAT 499 Masterprüfung            5         MAT 499.1 Masterprüfung          MP    Ja (s. § 2.2)

Wahlmodule
Vorlesungen
Mathematikvorlesungen aus dem Wahlbereich im Umfang von mindestens 27 KP aus mindestens zwei
verschiedenen Gebieten. Die Vorlesungen werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen (Prüfungsperiode 3
oder 6, siehe § 2.2).
Seminare
Seminare der Mathematik im Umfang von 8 KP. Ein Seminar kann durch eine Seminararbeit ersetzt werden.

Nebenfach
Im Masterstudium ist ein Nebenfach im Umfang von mindestens 20 Kreditpunkten zu wählen. Entweder kann
das Nebenfach aus dem Bachelorstudium weiter ausgebaut werden oder es kann ein anderes Nebenfach ge-
wählt werden. Studierende, die im Bachelorstudium ein Nebenfach der Philosophischen Fakultät belegt haben,
können ein konsekutives Nebenfach im Umfang von 15 Kreditpunkten belegen. Die restlichen 5 Kreditpunkte
müssen in Veranstaltungen der Mathematik absolviert werden (siehe auch S. 18, Punkt 4).

                                                  12
§ 4 Mathematik als Nebenfach

§ 4.1 Allgemeines
Ein Nebenfach Mathematik beinhaltet mindestens 36 Kreditpunkte. Die Pflichtmodule sind MAT121 Analysis
und MAT111 Lineare Algebra. Das Nebenfach kann durch den Besuch weiterer Vorlesungen und Seminare in
Mathematik ausgebaut werden auf 60 KP.
Die Module Analysis bzw. Lineare Algebra bestehen aus den Vorlesungen Analysis I,II bzw. Lineare Algebra I,II
wie im Hauptfachstudiengang sowie den vorlesungsbegleitenden Übungen.

§ 4.2 Tabellarischer Überblick über das Nebenfachstudium Mathematik

Pflichtmodule
Modul                             Anz. KP    Das Modul besteht aus                     Typ    Prüfung/
                                                                                              Periode
MAT 111 Lineare Algebra           18         MAT 111.1 Lineare Algebra I (HS)          V      Ja, 6
                                             MAT 111.2 Übungen Lin. Algebra I (HS)     U
                                             MAT 111.3 Lineare Algebra II (FS)         V
                                             MAT 111.4 Übungen Lin. Algebra II (FS)    U
MAT 121 Analysis                  18         MAT 121.1 Analysis I (HS)                 V      Ja, 6
                                             MAT 121.2 Übungen Analysis I (HS)         U
                                             MAT 121.3 Analysis II (FS)                V
                                             MAT 121.4 Übungen Analysis II (FS)        U

Wahlmodule
Weitere Vorlesungen und Seminare in Mathematik bis 60 Kreditpunkte.

                                                   13
§ 5 Mathematik als Serviceveranstaltung

Hier sind die Module aufgeführt, welche als Serviceveranstaltungen von anderen Fächer benötigt werden. Die
Spezifikation, ob das Modul ein Pflicht-, Wahlpflicht- oder Wahlmodul ist, wird von den jeweiligen Hauptfächern
festgelegt.
Bemerkungen:
Die Prüfungen zu den Modulen MAT 182, MAT 183 sind schriftlich und dauern jeweils 120 Minuten.
Die jeweiligen Repetitionsprüfungen finden in Prüfungsperiode 6 statt.
Das Modul Bioinformatics II ist eine gemeinsame Veranstaltung der ETHZ/UZH. Das Modul Bioinformatics I
findet sich in der Studienordnung unter der Nummer BCH 401 der Biochemie.

Modul                               Anz. KP   Das Modul besteht aus                      Typ   Prüfung/
                                                                                               Periode
MAT 131 Analysis I für              9         MAT 121.1 Analysis I                       V     Ja, 2
Physikstudierende                             MAT 121.2 Übungen Analysis I               U
MAT 132 Analysis II für             9         MAT 121.3 Analysis II                      V     Ja, 5
Physikstudierende                             MAT 121.4 Übungen Analysis II              U
MAT 141 Lineare Algebra für         5         MAT 141.1 Lineare Algebra f. Physik        V     Ja, 2
Physikstudierende                             MAT 141.2 Übungen Lin. Alg. f. Physik      U
MAT 182 Analysis für die            6         MAT 182.1 Vorlesung AN                     V     Ja, 2
Naturwissenschaften (AN)                      MAT 182.2 Übungen AN                       U
MAT 183 Stochastik für die Natur-   6         MAT 183.1 Vorlesung SN                     V     Ja, 5
wissenschaften (SN)                           MAT 183.2 Übungen SN                       U
MAT 184 Mathematik für die Che-     4         MAT 184.1 Vorlesung MC I (HS)              V     Ja, 3
mie I (MC I)                                  MAT 184.2 Übungen MC I (HS)                U
MAT 185 Mathematik für die Che-     4         MAT 185.1 Vorlesung MC II (FS)             V     Ja, 5
mie (MC II)                                   MAT 185.2 Übungen MC II (FS)               U
PHY 312 Mathematische               5         PHY 312.1 Vorlesung MMP I                  V     Nein
Methoden in der Physik I (MMP I)              PHY 312.2 Übungen MMP I                    U
PHY 322 Mathematische               5         PHY 322.1 Vorlesung MMP II                 V     Nein
Methoden in der Physik II (MMP                PHY 322.2 Übungen MMP II                   U
II)
MAT 191 Biologische Datenana-       3         MAT 191.1 Vorlesung Bio. Datenanalyse      V     Nein
lyse                                          MAT 191.2 Übungen                          U
MAT 192 Lineare Algebra für die     3         MAT 192.1 Vorlesung Lineare Algebra        V     Nein
Biologie                                      für die Biologie
                                              MAT 192.2 Übungen                          U
MAT 193 Biologische Modellie-       3         MAT 193.1 Vorlesung Bio. Modellierung      V     Nein
rung                                          MAT 193.2 Übungen                          U
MAT 194 Einführung in die           3         MAT 194.1 Vorlesung Einführung in die      V     Nein
multivariate Analyse                          multivariate Analyse
                                              MAT 194.2 Übungen                          U
MAT 187 Bioinformatics II           4         MAT 187.1 Vorlesung Bioinformatics II      V     Ja
                                              MAT 187.2 Üb. Bioinformatics II            U
BINF 2180 Numerik und wissen-       3                                                    V     Nein
schaftliches Rechnen

                                                    14
§ 6 Lehrdiplom für Maturitätsschulen

§ 6.1 Studiengang Lehrdiplom für Maturitätsschulen

Die Ausbildung zum Lehrdiplom für Maturitätsschulen wird vom Institut für Gymnasial- und Berufspädagogik
angeboten. Detaillierte und aktuelle Informationen sind erhältlich auf www.igb.uzh.ch
Dieser Studiengang umfasst 60 Kreditpunkte. Es besteht die Möglichkeit, den Abschluss in einem oder zwei
Unterrichtsfächern zu machen (z.B. Mathematik als 1. Unterrichtsfach und Physik als 2. Unterrichtsfach).

Der Studiengang im Überblick:
                                                Studiengang         mit   Studiengang            mit
                                                Abschluss in 1 Fach       Abschluss in 2 Fächern
Erziehungswissenschaften (obligatorisch)        mindestens 16 KP          mindestens 16 KP

Wahlpflicht
Fachdidaktik im 1. Fach                         mindestens 10 KP          mindestens 10 KP
- 3 Pflichtmodule
- modulübergreifende Prüfung                                              mindestens 10 KP

Fachdidaktik im 2. Fach
Berufspraktische Ausbildung im 1. Fach          mindestens 15 KP          mindestens 14 KP
50 Lektionen (30 + 20)

Berufspraktische Ausbildung im 2. Fach                                    mindestens 7 KP
30 Lektionen (20 + 10)
Fachwissenschaftliche Vertiefung mit päda-      12 KP
gogischem Fokus
Fachwissenschaftliche Veranstaltungen mit
Ausrichtung auf die gymnasiale Lehrtätigkeit
Modulübergreifende Prüfung
- Erziehungswissenschaften
- Fachdidaktik
- Berufspraktische Prüfung im 1. Fach
- Berufspraktische Prüfung im 2. Fach

§ 6.2 Lehrdiplom mit 2. Unterrichtsfach Mathematik

Die fachwissenschaftliche Voraussetzung für das 2. Unterrichtsfach besteht aus den folgenden Modulen:

Nebenfach Mathematik (36 KP) mit Zusatzleistungen im Umfang von 44 KP, total 80 KP:
4 Module zu je 4V+2U aus 4 Gebieten (36 KP) und 2 Seminare (je 4 KP)

In jedem der fünf Bereiche (Analysis, Algebra, Geometrie, Numerik, Stochastik) wird pro Jahr mindestens ein
Seminar angeboten. Diese Seminare können auch Studierende des Lehrdiploms belegen.
Für Lehrdiploms-Studierende kann ein eigener Leistungsnachweis definiert werden, z.B. eine Ausarbeitung des
Vortrags.

§ 6.3 Lehrdiplom mit Mathematik als einzigem Unterrichtsfach (fachwissenschaftliche Vertiefung mit
pädagogischem Fokus)

Die fachwissenschaftliche Vertiefung mit pädagogischem Fokus (FVW) beinhaltet 2 Seminare zu je 4 KP und
eine Seminararbeit zu 4 KP. Für die FVW können die Studierenden die oben in § 6.2 erwähnten Seminare
belegen.

Ein Seminar kann durch ein Tutorat (4 KP) substituiert werden. Für das Tutorat müssen sich die Studierenden
bewerben (Anmeldeformular: www.math.uzh.ch). Die Studierenden übernehmen die selbständige Leitung einer
Übungsgruppe für eine der Vorlesungen MAT182, MAT183, MAT151, MAT153, MAT154, MAT155, MAT156
oder der Junior Euler Society (JES). Der/die Modulverantwortliche beurteilt zwei Mal pro Semester die
Durchführung der Übungen, für die die Studierenden je ein schriftliches Konzept ausarbeiten müssen. Der/die
Modulverantwortliche entscheidet über das Bestehen/Nichtbestehen des Moduls. Der Unterrichtsbesuch kann
an einen Assistenten oder eine Assistentin delegiert werden.

                                                  15
§ 7 Adressen und Informationsstellen

Homepage des Instituts für Mathematik: www.math.uzh.ch

Postadresse: Institut für Mathematik, Winterthurerstrasse 190, CH-8057 Zürich

Studienberatung:
Studienberatung: studium@math.uzh.ch
Fachverein Mathematik, fvm@math.uzh.ch

Informationen für Studierende: www.math.uzh.ch/index.php?studenten

Vorlesungsverzeichnis der UZH: www.vorlesungen.uzh.ch

Veranstaltungen der UZH: www.agenda.uzh.ch

Reglemente und Merkblätter: www.mnf.uzh.ch/studium/reglemente-merkblaetter

Fachverein Mathematik der Studierenden: fvm@math.uzh.ch

                                                  16
Teil II:
Allgemeine Angaben zum Studium an der
Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich

1. Was steht in dieser Wegleitung?
In diesem einleitenden Teil der Wegleitung zum Studium im Hauptfach Mathematik an der Mathematisch-
naturwissenschaftlichen Fakultät (MNF) werden die Angaben zusammengestellt, die für alle Fächer gelten.
In den folgenden Abschnitten finden Sie dann die spezifischen Angaben für den Bachelor- und den Master-
studiengang in Mathematik.

2. In welchen Unterlagen ist das Studium an der MNF geregelt?
Diese Wegleitung hat orientierenden Charakter. Verbindlich sind:
    a) Rahmenordnung für das Studium in den Bachelor- und Masterstudiengängen an der Mathematisch-
       naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich.
    b) Studienordnung für das Studium in den Bachelor- und Masterstudiengängen an der Mathematisch-
       naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich.
    c) Promotionsordnung der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich
Diese Reglemente finden sich unter: http://www.mnf.uzh.ch/studium/reglemente-merkblaetter.html

Die Rahmenordnung enthält die allgemeinen Bestimmungen für das Bachelor- und das Masterstudium.
In der Studienordnung werden die Studiengänge inhaltlich beschrieben. Die Promotionsordnung regelt das
Promotionsstudium, das aber nicht Gegenstand dieser Wegleitung ist.
Die vorliegende Wegleitung und die erwähnten Reglemente a), b) und c) gelten über einen längeren Zeitraum.
Für die aktuellen Informationen gibt jedes Fach für jedes Semester das «kommentierte Vorlesungsverzeichnis»
heraus, das u.a. detaillierte Angaben zu den Lehrveranstaltungen enthält.
Neben den kommentierten Vorlesungsverzeichnissen erscheint jedes Semester das Vorlesungsverzeichnis der
Universität, das alle Vorlesungen in zusammengefasster Form sowie weitere Angaben über die Universität
(Institute, Dozierende usw.) enthält.

3. Wie ist das Studium aufgebaut? Welche akademischen Grade kann ich erwerben?
Bei den Studiengängen an der MNF handelt es sich um gestufte Studiengänge. Die erste Stufe führt zum
Bachelor-, die zweite, daran anschliessende, zum Mastergrad. Im Bachelorstudium wird Ihnen solides
Grundlagenwissen und die Fähigkeit zu methodisch-wissenschaftlichem Denken vermittelt. Ein anschliessen-
des Masterstudium vermittelt Ihnen eine vertiefte wissenschaftliche Ausbildung und die Fähigkeit zum selbst-
ständigen wissenschaftlichen Arbeiten.
Das Bachelorstudium dient dabei vor allem als Scharnier zur weiteren Ausbildung in einem Masterstudium,
sei es im selben Fach an der eigenen oder an einer anderen Universität, oder sei es in einem andern Fach.
Die Studienordnung legt fest, unter welchen Bedingungen ein Fachwechsel zwischen dem Bachelor- und dem
Masterstudiengang möglich ist.
Als dritte Stufe können Sie im Anschluss an das Masterstudium ein Promotionsstudium aufnehmen, sofern eine
Betreuerin oder ein Betreuer sich bereit erklärt, ein Dissertationsprojekt zu leiten.
Der Mastergrad ist auch die fachliche Grundlage für das Lehrdiplom für Maturitätsschulen (Höheres Lehramt).
Weitere Informationen sind unter http://www.igb.uzh.ch/studium.html zu finden.

                                                   17
4. Was ist ein Nebenfach?
Ein Nebenfach ist ein vom Hauptfach verschiedenes Fach, dessen Umfang 20 Kreditpunkte nicht
unterschreiten darf. Studierende, die im Bachelorstudium ein Nebenfach der Philosophischen Fakultät belegt
haben, können im Masterstudium ein aufbauendes (konsekutives) Nebenfach im Umfang von 15 Kreditpunkten
belegen. Das Nebenfach wird in der Bachelor- bzw. Master-Diplomurkunde ausgewiesen. Die Curricula der
Nebenfächer und mögliche Kombinationen von Bachelor- und Ausbaustufen im Masterstudium werden von den
jeweiligen Studienfächern festgelegt.
Die für das Mathematikstudium wählbaren Nebenfächer sind aufgeführt unter:
- für das Bachelorstudium: http://www.vorlesungen.uzh.ch/current/lehrangebot/fak-50000008/sc-50503822.html
- für das Masterstudium: http://www.vorlesungen.uzh.ch/current/lehrangebot/fak-50000008/sc-50017160.html.
Das Studiendekanat kann auf Ihr Gesuch hin weitere Nebenfächer bewilligen.

5. Wie funktioniert das Kreditpunktesystem?
Alle Studiengänge werden nach dem Prinzip des Kreditpunktesystems durchgeführt. Bei diesem System wer-
den für alle Leistungen aufgrund eines Leistungsnachweises Kreditpunkte (KP) vergeben. Dabei gelten fol-
gende Grundsätze:
       Keine Punkte ohne Leistungsnachweis.
       Ein Kreditpunkt entspricht einer Arbeitsleistung von 30 Stunden. In dieser Zeit sind Präsenzzeit, Zeit für
        selbständige Arbeit (Selbststudium, Lösen von Aufgaben usw.) eingeschlossen.
       Die Arbeitsleistung für ein Semester (einschliesslich vorlesungsfreie Zeit) entspricht 30 KP.

6. Wie viele Kreditpunkte muss ich erwerben? Welcher Zeitraum steht mir dazu zur Verfügung?
Für die Erteilung des Bachelorgrades sind 180 KP, für die Erteilung des Mastergrades weitere 90 KP erforder-
lich. Dies bedeutet, dass das Bachelorstudium in der Regel sechs, das Masterstudium weitere drei Semester
dauert (Richtstudienzeit).
Die maximale Studienzeit für das Bachelor- bzw. das Masterstudium beträgt das Doppelte der Richtstudienzeit,
vom Beginn des jeweiligen Studiums an gerechnet. Wer innerhalb dieser Frist die Bedingungen für den Erwerb
des Bachelor- bzw. Mastergrades nicht erfüllt hat, kann an der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät
keinen Abschluss mehr erwerben. Die Fakultät kann auf begründetes Gesuch hin längere Studienzeiten bewilli-
gen.
Dadurch ist es insbesondere für Teilzeitstudierende möglich, die Zahl der Semester auf maximal das Doppelte
der Richtstudienzeit zu vergrössern. Mit etwas Anstrengung können umgekehrt in gewissen Fällen die erforder-
lichen Kreditpunkte auch in kürzerer Zeit erworben werden.

7. Kann ich meine Kreditpunkte beliebig zusammenstellen?
Nein. Kreditpunkte können nicht mit beliebigen Lehrveranstaltungen erworben werden. Diese Wegleitung
bzw. die Studienordnung gibt Auskunft darüber, inwiefern Lehrveranstaltungen obligatorisch sind und wo Wahl-
möglichkeiten bestehen. In Frage 10 finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

8. Wie erfahre ich meinen Kreditpunktestand?
Sie erhalten einmal pro Semester eine Aufstellung über die bisher erworbenen KP und, soweit erteilt, die erziel-
ten Noten. Sie sind verpflichtet, allfällige Unstimmigkeiten innert 30 Tagen dem Studiendekanat zu melden.

9. Wie sind die Studiengänge gegliedert? Was sind Module?
Die Studiengänge sind in Module gegliedert. Ein Modul besteht aus einer Lehrveranstaltung oder mehreren
Lehrveranstaltungen. Kreditpunkte werden ausschliesslich für Module vergeben. Module erstrecken sich in der
Regel über ein Semester. Die Absolvierung eines Moduls kann von der Erfüllung von Vorbedingungen abhän-
gig gemacht werden; das kommentierte Vorlesungsverzeichnis gibt darüber Auskunft.

10. Welche Arten von Modulen gibt es?
Es wird unterschieden zwischen:
       Pflichtmodul: Modul, welches für alle Studierende eines Studiengangs obligatorisch ist.
       Wahlpflichtmodul: Modul, das in einer bestimmten Anzahl aus einer vorgegebenen Liste auszuwählen
        ist.
       Wahlmodul: Modul, das aus dem Angebot eines Faches oder einer Fächergruppe frei wählbar ist.
                                                     18
Die Studienordnung der MNF bzw. diese Wegleitung legt die Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodule der einzel-
nen Studiengänge einschliesslich der entsprechenden KP fest.
Für Wahl- und Wahlpflichtmodule kann diese Festsetzung auch im kommentierten Vorlesungsverzeichnis erfol-
gen.

11. Wer ist für die Module (inkl. allfälliger Prüfungen oder anders gearteter Leistungsnachweise)
zuständig?
Für jedes Modul wird eine Modulverantwortliche oder ein Modulverantwortlicher bestimmt und jeweils im
kommentierten Vorlesungsverzeichnis genannt.

12. Wie schreibe ich mich für ein Modul ein?
Sie     können   sich   online   über    das     Modulbuchungssystem     der   Universität   Zürich   unter
http://www.students.uzh.ch/booking.html für ein Modul einschreiben.

13. Wie erwerbe ich meine Kreditpunkte?
Kreditpunkte werden nur aufgrund von Leistungsnachweisen vergeben. Zeitpunkt, Form und Umfang dieser
Nachweise werden im kommentierten Vorlesungsverzeichnis bekannt gegeben.
Werden bei einem Leistungsnachweis Unredlichkeiten begangen, so wird die Prüfung bzw. der Leistungsaus-
weis als nicht bestanden erklärt.

14. Was sind Modulprüfungen? Wie werden sie durchgeführt?
Eine Modulprüfung ist eine schriftliche oder mündliche Prüfung über den Stoff eines Moduls. Modulprüfungen
werden mit der üblichen Skala von 1 bis 6 benotet (halbe Noten sind zulässig). Wenn die Note 4 oder besser
ist, werden die Kreditpunkte für das betreffende Modul vergeben, wenn sie schlechter sind, werden keine KP
vergeben. Die Noten der Modulprüfungen werden mit einer der Anzahl der KP entsprechenden Gewichtung bei
der Festlegung der Noten in Ihrem Bachelor- bzw. Master-Diplomzeugnis berücksichtigt.

15. Muss ich mich für die einzelnen Modulprüfungen anmelden? Kann ich mich abmelden?
Mit der Einschreibung zu einem Modul sind Sie automatisch zu den betreffenden Modulprüfungen angemeldet.
Sie können sich aber ohne Begründung vom Modul samt Prüfung bis zur im Vorlesungsverzeichnis
veröffentlichen Stornierungsfrist abmelden.

16. Erhalte ich für jede Modulprüfung eine Einladung?
Nicht unbedingt. Zu den schriftlichen Modulprüfungen erhalten Sie keine Einladung. Sie können Datum, Zeit
und Ort der Prüfung unter http://www.math.uzh.ch/index.php?id=pruefungen nachsehen und in eigener
Verantwortung in Ihre Agenda eintragen. Für die mündlichen Modulprüfungen ist die oder der
Modulverantwortliche für die Festsetzung von Prüfungszeitpunkt und -ort sowie die Mitteilung (bis spätestens
drei Wochen vor dem Prüfungstag) an die Kandidierenden verantwortlich.

17. Wann finden die Modulprüfungen statt?
Für die Modulprüfungen stehen der Fakultät pro Jahr sechs Termine zur Verfügung. In der Studienordnung
und im kommentierten Vorlesungsverzeichnis wird für jedes Modul individuell festgelegt, an welchem dieser
Termine die betreffende Modulprüfung stattfindet. Pro Modul ist nur ein Termin vorgesehen.
Die Prüfungsperioden sind wie folgt festgelegt (KW = Kalenderwoche):
      Periode 1: KW 51 + 2
      Periode 2: KW 3 + 4
      Periode 3: KW 6 + 7
      Periode 4: KW 22 + 23
      Periode 5: KW 25 + 26
      Periode 6: KW 36 + 37
Im Mathematikstudium finden die Modulprüfungen in den Perioden 6 und 3 statt. Die jeweiligen Repetitionster-
mine liegen in Periode 2 beziehungsweise in Periode 5.

                                                  19
Die Prüfungen für die Module Analysis (MAT 121) und Lineare Algebra (MAT 111) des ersten Regelstudien-
jahres finden in Periode 6 statt, also in den beiden Wochen vor Vorlesungsbeginn des dritten Regelstudien-
semesters.

18. Wie und wann erfahre ich die Ergebnisse der Modulprüfungen?
Nach jeder Prüfungsperiode werden die Ergebnisse durch den Fakultätsausschuss validiert. Anschliessend
können Sie die Resultate in Ihrem persönlichen Konto einsehen.

19. Wie steht es mit den Repetitionsmöglichkeiten?
Nicht bestandene Modulprüfungen können für jedes Modul einmal (und nur einmal) wiederholt werden. Ist ein
Pflichtmodul nach der zulässigen Repetition nicht bestanden, kann das Studium in denjenigen Hauptfächern
nicht fortgesetzt werden, für welche dieses Modul obligatorisch ist. Genau ein Pflichtmodul im Bachelorstudium
des Hauptfachs kann auf Gesuch hin nach nicht bestandener Repetition nochmals repetiert werden. Ist ein
Wahlpflicht- oder Wahlmodul nach der zulässigen Repetition nicht bestanden, kann es einmal durch ein
anderes Modul substituiert werden.
Wenn Sie eine Modulprüfung nicht bestanden haben, erhalten Sie mit dem Prüfungsbescheid eine Anmeldung
zur Repetitionsprüfung. Sie können sich innerhalb einer in der Anmeldung gegebenen Frist für die
Repetitionsprüfung verbindlich anmelden. Wenn Sie sich innerhalb dieser Frist nicht zur Repetitionsprüfung
anmelden, müssen Sie das Modul wiederholen und können die Prüfung nur noch einmal ablegen.

20. Was geschieht, wenn ich einer Prüfung oder einer Repetitionsprüfung fernbleibe? Was habe ich in
diesem Fall zu tun?
Wer einer Modulprüfung fernbleibt, hat diese nicht bestanden. Die Fakultät kann beim Vorliegen wichtiger
Gründe oder eines ärztlichen Zeugnisses Ausnahmen bewilligen. In solchen Fällen müssen Sie bis spätestens
fünf Tage nach dem Prüfungstag ein schriftliches Gesuch mit den nötigen Unterlagen oder Zeugnissen an das
Studiendekanat richten.
Wenn die Fakultät das Gesuch bewilligt, legt sie gleichzeitig fest, wann die verpasste Modulprüfung abzulegen
ist. In der Regel wird dies der Repetitionstermin für die betroffene Modulprüfung sein.

21. Wie werden die Leistungsnachweise für die Module durchgeführt, für die keine Modulprüfungen
vorgesehen sind?
In diesem Fall sind die Modulverantwortlichen für die Modalitäten zuständig. Diese werden im kommentierten
Vorlesungsverzeichnis angegeben. Auch in diesen Fällen können die Leistungen benotet werden.
Wenn Sie aus gesundheitlichen oder andern wichtigen Gründen an der Teilnahme an einem solchen
Leistungsnachweis verhindert sind, haben Sie sich umgehend bei der oder dem Modulverantwortlichen zu mel-
den, die oder der dafür besorgt ist, dass der Leistungsnachweis nachgeholt werden kann.
Ist der Leistungsnachweis für ein Modul nicht erbracht, ist die Regelung für Repetitionsprüfungen (siehe
Frage 19) sinngemäss anzuwenden.
Wenn Sie die Bedingungen für den Leistungsnachweis nicht erfüllen, erhalten Sie Gelegenheit, diese nach-
zuholen. Je nach Art des Leistungsnachweises kann dies bedeuten, dass Sie das Modul wiederholen müssen.
Wenn Sie die Bedingungen auch dann nicht erfüllen, können Sie das Modul einmal durch ein anderes erset-
zen.

22. Wie steht es mit der Bachelorarbeit und der Masterarbeit?
Im Mathematikstudium wird keine Bachelorarbeit verlangt. Für den Erwerb des Mastergrades ist jedoch eine
Masterarbeit von maximal einem Jahr Dauer (52 Wochen) unabdingbare Voraussetzung. Einmalige Wiederho-
lung (mit neuem Thema) ist möglich. Zugelassene Sprachen sind Deutsch und Englisch, im Einverständnis mit
der betreuenden Person auch Französisch oder Italienisch.

23. Was ist die Masterprüfung?
Für den Erwerb des Mastergrades muss die Masterprüfung bestanden werden. Mit dieser Prüfung wird die
Breite Ihrer Kenntnisse im Fach überprüft. Für diese Prüfung gelten die Einschreibe- und Prüfungsvorschriften
sinngemäss. Der Prüfungstermin wird direkt mit dem oder der Modulverantwortlichen vereinbart. Eine Abmel-
dung ist bis zehn Tage vor dem Prüfungstermin direkt bei der verantwortlichen Person möglich. Einmalige
Wiederholung ist zugelassen.

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24. Erhalte ich den Bachelor- bzw. den Mastergrad automatisch, wenn ich alle Bedingungen erfüllt
habe?
Nein. Die Erteilung des Diploms für diese Grade erfolgt nicht automatisch aufgrund der erworbenen Kredit-
punkte. Vielmehr müssen Sie jeweils einen Antrag auf Studienabschluss an das Dekanat richten. Die
Antragsformular finden Sie unter :
Formulare aufschalten!!!!!!
 Wenn alle Bedingungen erfüllt sind, verleiht Ihnen die Fakultät den entsprechenden Titel an der nächsten
Fakultätsversammlung, sofern die Bewerbung mindestens drei Wochen vor der Fakultätsversammlung erfolgt
ist, andernfalls an der darauf folgenden.

25. Wie sieht meine Diplomurkunde aus?
Sie ist in deutscher und englischer Sprache abgefasst. Sie enthält auch eine Note, die aus den im Verlauf des
Studiums erzielten Noten gemäss Studienordnung berechnet wird. Für das Haupt- und das Nebenfach werden
getrennte Noten erteilt. Der Diplomurkunde wird eine Aufstellung der absolvierten Module mit Ihren Kreditpunk-
ten beigefügt, ebenso das «Diploma Supplement», das allgemeine Informationen über die Bildungsgänge in
der Schweiz und insbesondere an der Universität Zürich enthält.

26. Kann ich jedes Semester die Universität wechseln?
Ja. Die Kreditpunkte werden grundsätzlich an jeder Universität angerechnet, sofern diese ebenfalls das ECTS-
Kreditpunktesystem anwendet. Die Zieluniversität ist allerdings berechtigt, für das Studienprogramm gewisse
Vorschriften zu erlassen, falls sich der Studiengang wesentlich von jenem der Universität Zürich unterscheidet.
Wenn Sie ein Bachelor-Diplom der MNF erwerben wollen, so müssen Sie allerdings mindestens 90 der 180
erforderlichen KP an der Universität Zürich erworben haben, wobei aber die Fakultät auf Gesuch hin Ausnah-
men bewilligen kann.

27. Wie bringe ich Studium und Militärdienst unter einen Hut?
Die Termine der Modulprüfungen überschneiden sich mit den Rekrutenschulen und weiteren militärischen
Ausbildungsdiensten. Es wird deshalb empfohlen, diese Dienste vor dem Studienbeginn zu absolvieren. Falls
Sie während des Studiums Ausbildungsdienste absolvieren müssen, sollten Sie mit der Studienberatung Ihres
Faches Kontakt aufnehmen und die Planung des Studiums besprechen. Abwesenheit wegen Militärdienst kann
jedoch in keinem Fall zu Erleichterungen der Bedingungen für die Leistungsnachweise führen.

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