Wettkampfreglement Langlauf & Biathlon 2019

Wettkampfreglement Langlauf & Biathlon 2019

Wettkampfreglement Langlauf & Biathlon 2019

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 1 Wettkampfreglement Langlauf & Biathlon 2019 Swiss‐Ski

Wettkampfreglement Langlauf & Biathlon 2019

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 2 Inhaltsverzeichnis 1. Teil: Allgemeine Bestimmungen für Langlauf & Biathlon Seite 201 Gemeinsame Bestimmungen für alle Wettkämpfe 5 201.1 Anwendbarkeit 5 201.2 Teilnahmeberechtigung 5 201.3 Kontrolle 5 201.4 Strafen 5 201.5 Wettkampfjahr 5 201.6 Interregionen 5 201.7 Anträge für Änderungen des Wettkampfreglements 5 201.8 Rechte und Verfügungen der Kommission Wettkampforganisation 6 202 Einteilung und Arten der Wettkämpfe 6 202.1 Wettkämpfe mit speziellen Regeln und/oder beschränkter Teilnahme 6 202.2 Einteilung der Wettkämpfe 6 202.3 Schweizermeisterschaften 6 202.4 Regionale Meisterschaften 7 202.5 Wettkampfformen 7 203 Nationaler Terminkalender 7 203.1 Bewerbung und Anmeldung 7 203.2 Veröffentlichung des Nationalen Terminkalenders 8 203.3 Verschiebungen 8 203.4 Einsprachen 8 204 Lizenzen / Swiss‐Ski Mitgliederausweis / Stammclub 8 204.1 Ausstellung 8 204.2 Gültigkeitsdauer 8 204.3 Anwendungsbereich/Startberechtigung 8 204.4 Besondere Lizenzbestimmungen 8 204.5 Lizenzverweigerung 9 205 Verpflichtungen und Rechte der Wettkämpfer 9 205.1 Verpflichtungen 9 205.2 Rechte 9 205.3 Wetten auf Rennen 9 205.4 Werbung 10 206 Organisation von Wettkämpfen 10 206.1 Organisationsgremien 10 206.2 Massnahmen für schlechte Organisation 10 206.3 Versicherungen 10 206.4.

Programm und Ausschreibungen 11 206.5. Anmeldungen 11 206.6 Nachmeldungen 11 206.7 Startgeld 11 207 Mannschaftsführersitzungen 12 208 Startreihenfolge, Startnummernzuteilung, Auslosung, Kategorien 12 209 Veröffentlichung der Resultate 12 209.1 Allgemeines 12 209.2 Swiss‐Ski Internetbestimmungen und Austausch von Daten 12 210 Preise 13 210.1 Form der Preise 13

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 3 210.2 Zeitgleichheit 13 210.3 Ausgabe der Preise 13 210.4 Schweizermeisterschaften 13 210.5 Übrige Wettkämpfe 13 211 Akkreditierung 13 212 Medizinischen Dienste, Untersuchungen und Doping 13 212.1 Allgemeines 13 212.2 Doping 13 213 Wettkampfausrüstung 14 213.1 Anwendung 14 213.2 Kontrollen 14 214 Sanktionen / Strafen / Beschwerde 14 214.1 Allgemeine Bestimmungen 14 214.2 Strafen 14 214.3 Verfahrenskosten 15 214.4 Vollstreckung der Geldstrafen 15 214.5 Begünstigter Fonds 15 214.6 Zuwiderhandlung gegen Sanktionen 15 215 Beschwerdekommission 15 215.1 Ernennung 15 215.2 Verantwortung 16 215.3 Vorgehensweise 16 215.4 Weitere Beschwerden 16 2.

Teil: Langlaufbestimmungen 17 A. Wettkampfkomitee, Jury, TD, Mannschaftsführersitzung 17 300 Wettkampforganisation 17 301 Das Wettkampfkomitee 17 302 Die Wettkampffunktionäre und ihre Pflichten 17 303 Die Jury und ihre Pflichten 19 304 Der Technische Delegierte (TD) und seine Rolle 21 305 Erstattung von Unkosten 22 306 Mannschaftsführersitzung 23 B. Wettkampfformen, Skilanglaufstrecke, Homologierung, Technik‐Definitionen, Präparierung, Markierung, Stadion 24 311 Wettkampfformen und Distanzen 24 312 Beschreibung der Skilanglaufstrecke 24 313 Homologierung / Normen für Strecken 25 314 Technik‐Definitionen 27 315 Präparierung der Strecke 27 316 Markierung der Strecke 29 317 Verpflegungsstellen 29 318 Das Skilanglaufstadion 29 C.

Der Wettkampf und die Wettkämpfer 31 331 Anforderungen an die Wettkämpfer, Kategorien 31 332 Ärztliche Untersuchungen 31 333 Wettkampfanmeldung 32 334 Gruppierung und Startreihenfolge 32

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 4 335 Nachmeldungen und Ersatzwettkämpfer 32 336 Startnummern 33 337 Training und Besichtigung der Strecke 33 341 Die Wettkämpfer im Wettkampf 33 342 Funktionäre und andere Personen während dem Wettkampf 34 D. Start, Zeitmessung, Zieleinlauf, Ergebnisse 34 351 Start 34 352 Die Zeitmessung 36 353 Zieleinlauf 36 354 Berechnung der Ergebnisse 37 355 Veröffentlichung der Ergebnisse 37 E. Sprintwettkämpfe, Verfolgungswettkämpfe 38 361 Individuelle Sprintwettkämpfe 38 362 Teamsprint (Sprintstaffel) 42 363 Verfolgungswettkämpfe 44 364 Skiathlon 45 F.

Staffelläufe 46 371 Organisation 46 372 Technische Einrichtungen und Vorbereitungen 46 373 Die Strecke 46 374 Die Wechselzone 47 375 Startnummern 47 376 Der Wettkampf und die Wettkämpfer 47 377 Zeitmessung und Ergebnisse 49 G. Richtlinien für Volkslanglaufwettkämpfe 49 381 Allgemeines 49 382 Anmeldung der Wettkämpfer 49 383 Swiss Loppet 50 384 Masters‐Langlauf 50 385 Temperaturen zwischen minus 15° und minus 25°C 50 H. Keine Starterlaubnis, Bestrafungen/Sanktionen, Disqualifikation 51 Proteste, Beschwerde (siehe auch Art. 214 und 215) 390 Sanktionen und Bemessung 51 391 Keine Starterlaubnis 51 392 Bestrafungen 52 393 Disqualifikationen 52 394 Proteste 53

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 5 1. Teil Allgemeine Bestimmungen für Langlauf & Biathlon In allen Regeln und Bestimmungen beziehen sich sämtliche Geschlechtsbezeichnungen je nach Zusammenhang auf das männliche und/oder weibliche Geschlecht. Im allgemeinen Kontext stehen Wörter wie „er“, „ihm“ und „sein“ ebenso für „sie“ und „ihr“ 201 Gemeinsame Bestimmungen für alle Wettkämpfe 201.1 Anwendbarkeit Für die Organisation und Durchführung aller im Nationalen Terminkalender aufgeführten Wettkämpfe sind die entsprechenden Bestimmungen der Wettkampf‐ und Disziplinarregeln der FIS (IWO für FIS‐Wettkämpfe), des Swiss‐Ski (WR Swiss‐Ski für alle übrigen Wettkämpfe), der IBU (für Biathlon Wettkämpfe) anzuwenden.

201.2 Teilnahmeberechtigung An den im Nationalen Terminkalender ausgeschriebenen Wettkämpfen sind jene Wettkämpfer startberechtigt, welche die der Wettkampfstufe entsprechenden Zulassungsbedingungen erfüllen. Siehe Artikel Lizenzen/Swiss‐Ski Mitgliederausweis. 201.3 Kontrolle Alle im Nationalen Terminkalender ausgeschriebenen Wettkämpfe müssen durch einen Technischen Delegierten der FIS oder IBU beziehungsweise des Swiss‐Ski überwacht werden. 201.4 Strafen Jede rechtskräftig ausgesprochene und bekanntgegebene Disziplinarstrafe wird von Swiss‐Ski und ihren Regionalverbänden gegenseitig anerkannt.

201.5 Wettkampfjahr Das Wettkampfjahr von Swiss‐Ski beginnt am 1. Mai und endet am 30. April des folgenden Jahres. 201.6 Die Interregionen Die Interregionen setzen sich wie folgt zusammen:  West: GJ, SROM, SVAL  Mitte: BOSV, SSM, ZSSV, ZSV  Ost: BSV, FSSI, OSSV, SSW, LSV  SAS: Die Mitglieder der SAS‐Sektionen sind bei Regionalmeisterschaften bei den folgenden Regionalverbänden start‐ und titelberechtigt: SAS‐Sektion: Genf, Lausanne, Freiburg SROM Bern SSM Basel SSM Zürich ZSV Mitglieder von SAS‐Sektionen ‐ (welche zusätzlich A oder C‐Mitglied bei einem Skiclub sind, der einem Regionalverband angeschlossen ist) ‐ sind an den jeweiligen Regionalmeisterschaften start‐ und titelberechtigt.

Lizenzclub bleibt jedoch der SAS.

201.7 Anträge für Änderungen des Wettkampfreglements Anträge für Änderungen im Wettkampfreglement sind schriftlich bis Ende des Wettkampfjahres, 30. April an den Vorsitzenden der Kommission Wettkampforganisation Langlauf & Biathlon Swiss‐Ski einzureichen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 6 201.8 Rechte und Verfügungen der Kommission Wettkampforganisation Alle Änderungen des WR werden von der KWO Langlauf & Biathlon Swiss‐Ski getroffen. Ihre Beschlüsse sind der KWO vorzulegen und von der sportlichen Leitung von Swiss‐Ski zu genehmigen.

202 Einteilung und Arten der Wettkämpfe 202.1 Wettkämpfe mit speziellen Regeln und/oder beschränkter Teilnahme Die bei Swiss‐Ski angeschlossenen Skiverbände oder mit deren Erlaubnis auch Skiclubs, können Skiverbände oder Vereine der Nachbarländer zu eigenen Skiwettkämpfen einladen. Diese Wettkämpfe dürfen aber nicht international ausgeschrieben oder angekündigt werden. Die Beschränkung muss in der Ausschreibung zum Ausdruck kommen.

202.1.1 Für Wettkämpfe mit speziellen Regeln und / oder beschränkter Teilnahme oder mit Nichtmitgliedern kann der Organisator in Zusammenarbeit mit KWO Langlauf & Biathlon spezielle Bestimmungen beschliessen. Diese sind in der Ausschreibung bekannt zu geben. 202.2 Einteilung der Wettkämpfe ‐ Internationale Wettkämpfe ‐ Schweizermeisterschaften ‐ Regionale Meisterschaften ‐ Nationale und Regionale Wettkämpfe ‐ Jugendwettkämpfe ‐ Animationswettkämpfe ‐ Volksskiwettkämpfe ‐ Masterwettkämpfe ‐ Wettkämpfe mit besonderen Zulassungsbedingungen ‐ Wettkämpfe unter dem Patronat von Swiss‐Ski ‐ Kombinierte Wettkämpfe ‐ Sommerwettkämpfe 202.3 Schweizermeisterschaften 202.3.1 Schweizermeisterschaften werden durch das Präsidium Swiss‐Ski auf Antrag der KWO Langlauf & Biathlon an Regionalverbände oder Clubs vergeben.

Der Organisator erhält von Swiss‐Ski ein Pflichtenheft, dessen Inhalt für die Durchführung bindend ist. 202.3.2 Verantwortlich für das Wettkampfprogramm und die Wettkampfformen der SM ist die KWO Langlauf & Biathlon.

202.3.3 Detaillierte Ausführungen, in welchen Kategorien die Titel vergeben werden, sind in den speziellen Langlaufbestimmungen bzw. speziellen Biathlonbestimmungen zu finden. 202.3.3.1 (nur für Langlauf) Folgende Schweizermeistertitel werden vergeben: Einzellauf: ‐ Schweizermeisterin Damen ‐ Schweizermeister Herren ‐ Schweizermeisterin U20 ‐ Schweizermeister U20 ‐ Schweizermeisterin U18 ‐ Schweizermeister U18 ‐ Schweizermeisterin U16

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 7 ‐ Schweizermeister U16 Staffellauf: ‐ Schweizermeisterinnen Damen ‐ Schweizermeister Herren ‐ Schweizermeister Herren U20 ‐ Schweizermeisterinnen Mädchen U16 ‐ Schweizermeister Knaben U16 Bei den Kategorien Damen, Herren und Herren U20 werden die Titel jährlich alternierend in der traditionellen Staffel (3 ‐ 4 Mitglieder pro Mannschaft) bzw.

der Sprint‐Staffel (Teamsprint) vergeben.

202.3.4 Titel‐ und medaillenberechtigt sind nur Wettkämpfer, die auch international für Swiss‐Ski starten können. (IWO bzw. IBU) Ausnahme: Lizenzierte des Liechtensteinischen Skiverbandes 202.3.5 Die Meistertitel werden unabhängig der Anzahl Klassierten pro Disziplin und Kategorie vergeben. 202.3.6 Die Medaillen für die ersten drei Ränge stellt Swiss‐Ski zur Verfügung. 202.4 Regionale Meisterschaften 202.4.1 Die Regionalverbände bestimmen selbst über die Durchführung ihrer Meisterschaften. (Datum, Disziplinen, Anzahl Titel, Distanzen, Lauftechnik) 202.5 (nur für Langlauf) Wettkampfformen siehe Artikel 300 ff 203 Nationaler Terminkalender 203.1 Bewerbung und Anmeldung 203.1.1 Jeder Regionale Skiverband, Skiclub oder andere Organisation, die für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen garantieren kann, ist berechtigt, sich bei Swiss‐Ski für die Durchführung von Schweizermeisterschaften zu bewerben.

203.1.2 Jeder Regionale Skiverband, Skiclub oder andere Organisation, die für die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen garantieren kann, ist berechtigt Wettkämpfe anzumelden und durchzuführen. Anmeldungen sind an der regionalen Terminkalenderchef zu richten. 203.1.3 Alle im Nationalen Terminkalender zu veröffentlichende Wettkämpfe sind bis 31. August an den Terminkalenderchef im Regionalverband auf dem offiziellen Swiss‐Ski Meldeformular einzureichen. Für die Austragung von internationalen Wettkämpfen muss die Bewerbung via Swiss‐Ski an den Internationalen Verband eingereicht werden.

Für Nachmeldungen wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 100.‐‐ erhoben.

203.1.4 Kalendergebühren Für jeden Eintrag im Nationalen Terminkalender ist eine Gebühr von CHF 20.‐ zu bezahlen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 8 203.2 Veröffentlichung des Nationalen Terminkalenders Der Nationale Terminkalender ist auf der KWO‐Homepage von Swiss‐Ski www.swiss‐ski‐kwo.ch veröffentlicht. Absagen, Verschiebungen und andere Änderungen werden laufend von Swiss‐Ski aktualisiert. 203.3 Verschiebungen Im Falle einer Verschiebung eines im Nationalen Terminkalender aufgeführten Wettkampfes hat sofort eine entsprechende Meldung an den Chef „Nationaler Terminkalender“ zu erfolgen.

203.4 Einsprachen Einsprachen gegen den Terminkalender sind innert 10 Tagen nach Veröffentlichung beim Chef „Nationaler Terminkalender“ einzureichen.

204 Lizenzen / Swiss‐Ski Mitgliederausweis / Stammclub 204.1 Ausstellung Die Lizenz sowie der Mitgliederausweis werden von Swiss‐Ski ausgestellt. Der Eintrag in der Punktedatenbank entspricht einer Lizenz. Der FIS‐Code und die Swiss‐Ski Lizenz sind vom Stammclub des Wettkämpfers beim Sachbearbeiter Swiss‐Ski‐Punkte zu beantragen. Clubs, welche in der vorangegangenen Saison bereits Wettkämpfer eingeschrieben (lizenziert) hatten, erhalten vom Swiss‐Ski jeweils bis am 15. August die aktuellen Unterlagen zugestellt. Siehe Homepage Swiss‐Ski: http://www.swiss‐ski‐kwo.ch/index.php?Context=D 204.2 Gültigkeitsdauer Die Lizenz und der Mitgliederausweis hat Gültigkeit für die Dauer eines Wettkampfjahres.

Das Lizenzjahr entspricht dem Wettkampfjahr und dauert vom 1. Mai bis 30. April des folgenden Jahres. 204.3.1 Anwendungsbereich/Startberechtigung ‐ Internationale Wettkämpfe (FIS) gültiger FIS‐Code ‐ Nationale Schweizermeisterschaften gültige Swiss‐Ski Lizenz ‐ Nationale Serien  Biathlon Swiss‐Cup gültige Swiss‐Ski Lizenz  Biathlon Challenger gültige Swiss‐Ski Lizenz  Langlauf Nordic Trophy gültige Swiss‐Ski Lizenz  Langlauf Nordic Games gültige Swiss‐Ski Lizenz ‐ übrige Wettkämpfe keine Swiss‐Ski Mitgliederkarte erforderlich 204.4 Besondere Lizenzbestimmungen 204.4.1 Voraussetzung für die Lizenz ist die Mitgliedschaft bei Swiss‐Ski oder dem Liechtensteinischen Skiverband.

204.4.2 Stammclub Als Stammclub gilt derjenige Club, bei dem das Mitglied den Verbandsbeitrag bezahlt. Alle Mitglieder von Swiss‐Ski starten für ihren Stammclub. 204.4.3 Vorübergehender Clubwechsel (Saisonclub) Wettkämpfer, welche während der Wettkampfsaison an einem anderen Ort Wohnsitz nehmen, können mit Bewilligung ihres Stammclubs für den dort ansässigen Skiclub starten.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 9 204.4.4 Bei einem Clubwechsel muss der Sachbearbeiter für Swiss‐Ski Punkte unter Angabe des Namens des neuen Clubs schriftlich informiert werden.

Während eines Wettkampfjahres ist nur ein Clubwechsel gestattet. 204.4.5 Bei einem Clubwechsel werden die aktuellen Swiss‐Ski Punkte mitgenommen. 204.4.6 Clubwechsel vor Schweizermeisterschaften Ein Wettkämpfer, der an Schweizermeisterschaften teilnehmen will, muss einen allfälligen Clubwechsel 30 Tage vorher vollzogen haben.

204.4.7 Ein Wettkämpfer, dessen Lizenz zur Teilnahme an Swiss‐Ski Rennen eingezogen worden ist, kann eine neue Lizenz zur Teilnahme an Swiss‐Ski Rennen erst dann erhalten, wenn er den Nachweis erbracht hat, die ihm auferlegte Sanktion erfüllt zu haben. 204.5 Lizenzverweigerung Die Lizenz kann verweigert werden, wenn ein Wettkämpfer; 204.5.1 sich ungebührlich oder unsportlich benimmt oder benommen hat oder den medizinischen Kodex der FIS/IBU oder die FIS/IBU Anti‐Doping Regeln nicht respektiert hat, 204.5.2 für einen Wettbewerb regelwidrig direkt oder indirekt Geld annimmt oder angenommen hat, 204.5.3 einen Preis von grösserem Wert als durch das WR festgelegt, annimmt oder angenommen hat, 204.5.4 die individuelle Ausnützung seines Namens, Titels oder persönlichen Bildes für Werbung erlaubt hat, ausgenommen Swiss‐Ski ‐ oder dessen Pool – hat hierfür einen Vertrag betreffend Förderung, Ausrüstung oder Werbung abgeschlossen, 204.5.5 gesperrt ist.

205 Verpflichtungen und Rechte der Wettkämpfer 205.1 Verpflichtungen 205.1.1 Die Wettkämpfer sind verpflichtet, sich über die entsprechenden Swiss‐Ski Reglemente genau zu informieren und diese zu befolgen. Zudem müssen sie Weisungen der Jury Folge leisten. 205.1.2 Den Wettkämpfern ist es nicht erlaubt, Dopingmittel anzuwenden, (siehe Anti‐Doping Rules and Procedural Guidelines) 205.1.3 Die Wettkämpfer haben sich gegenüber Mitgliedern des Organisationskomitees, Offiziellen, sowie Funktionären und dem Publikum korrekt und sportlich zu benehmen.

205.2 Rechte 205.2.1 Die Athleten haben das Recht, die Jury bei Sicherheitsbedenken, die sie in Bezug auf die Trainingsstrecke und die Wettkampfstrecke haben, zu informieren.

205.2.2 Wettkämpfern, die der Preisverteilung unentschuldigt fernbleiben, ist der Preis nicht nachzusenden. Sie verlieren das Anrecht auf einen Preis. In Ausnahmefällen können sie sich durch Mannschaftsangehörige vertreten lassen. Diese dürfen aber nicht einen Platz auf dem Podium einnehmen. 205.3 Wetten auf Rennen Den Wettkämpfern, Trainern, Mannschaftsbetreuern und Technischen‐Offiziellen ist es untersagt, Wetten auf den Ausgang jener Wettkämpfe, an welchen sie beteiligt sind, abzuschliessen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 10 205.4 Werbung Jede Art von Werbung mit / oder auf Wettkämpfern mit Alkohol‐ oder Nikotinprodukten sowie Drogen (Narkotika) ist untersagt. Jeder Wettkämpfer hat die Werberegeln der FIS bzw. der IBU zu erfüllen. 206 Organisation der Wettkämpfe 206.1 Die Organisationgremien 206.1.1 Der Organisator 206.1.1.1 Organisator eines Swiss‐Ski Wettkampfes ist diejenige Person oder Personengemeinschaft, die den Wettbewerb am Ort selbst unmittelbar vorbereitet und durchführt.

206.1.1.2 Sofern nicht der Swiss‐Ski oder ein Regionalverband selbst als Organisator auftritt, ist er berechtigt, einen ihm angeschlossenen Club oder eine Organisation zum Organisator zu ernennen. 206.1.2 Das Organisationskomitee Das Organisationskomitee besteht aus Mitgliedern (natürliche oder juristischen Personen), die vom Organisator und von Swiss‐Ski bestimmt werden. Es ist Träger der Rechte, Aufgaben und Pflichten des Organisators. Die Zusammensetzung und Aufgaben sind in der WO‐Mappe Langlauf bzw. IBU Leitfaden für Organisationskomitees aufgeführt. http://www.swiss‐ski‐kwo.ch/index.php?Context=D 206.2 Massnahmen für schlechte Organisation Gegen Veranstalter, die aus eigenem Verschulden Wettkämpfe schlecht vorbereiten, dass deren Durchführung von der Jury oder vom TD Swiss‐Ski abgesagt werden muss, kann Swiss‐Ski Disziplinarmassnahmen ergreifen.

206.3 Versicherung 206.3.1 Für die im Nationalen Terminkalender eingetragenen Skiwettkämpfe und Veranstaltungen hat Swiss‐Ski eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Diese Versicherung gilt für die Mitglieder des Organisationskomitees, Funktionäre und Angestellte von Swiss‐Ski während deren Einsatz. Die Deckungssumme beträgt CHF 5 Mio. pro Schadenfall. Der Selbstbehalt beträgt pro Ereignis CHF 5'000.‐ für Sachschäden und Schadenverhütungskosten. Der Betrieb von Gaststätten, Clubhütten und Tribünen ist von dieser Haftpflichtversicherung ausgeschlossen. Ebenfalls ausgeschlossen sind der Fahrzeugpark, sowie Ansprüche der Wettkämpfer untereinander.

Von dieser Versicherungsdeckung ausgeschlossen sind Veranstaltungen, welche nicht von einem TD Swiss‐Ski oder TD Swiss‐Ski Kandidaten überwacht werden oder dessen angeordnete Sicherheitsmassnahmen und Weisungen nicht befolgt werden.

206.3.2 Jeder Wettkämpfer, der an Swiss‐Ski Wettkämpfen teilnimmt, muss über eine ausreichende Unfallversicherung verfügen, durch die in angemessenem Ausmass Unfall‐, Berge‐ und Transportkosten unter Einschluss des Rennrisikos gedeckt sind. Der Wettkämpfer, resp. bei Minderjährigen der gesetzliche Vertreter ist für den Versicherungsschutz verantwortlich. 206.3.3 Jeder Wettkämpfer, sowohl lizenziert wie nicht lizenziert, muss obligatorisch gegen Haftpflichtansprüche Dritter versichert sein.

206.3.4 Garantiesumme der Haftpflichtversicherung für alle Wettkämpfer, pro Schadenereignis: CHF 5'000'000.‐ Alle lizenzierten Wettkämpfer werden durch Swiss‐Ski zusätzlich gegen Haftpflichtansprüche Dritter subsidiär versichert.

Deckungssumme CHF 10'000'000.‐. Basis bildet jedoch die eigene Berufs‐ bzw. Privathaftpflichtversicherung.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 11 206.3.5 Haftpflichtansprüche gegenüber Organisatoren Bei formeller Richtigkeit der Lizenz können gegen Organisatoren von Wettkämpfen keine Haftpflichtansprüche wegen mangelnder Versicherungsdeckung geltend gemacht werden. 206.4 Programm und Ausschreibung Das OK muss das Programm und die Ausschreibungen für Wettkämpfe, die im Nationalen Terminkalender aufgeführt sind, rechtzeitig veröffentlichen. Die Veröffentlichung kann via KWO Homepage, Briefpost oder E‐Mail geschehen.

Die Inhalte dieser Informationsschriften sind in der WO‐Mappe Langlauf bzw. IBU Leitfaden für Organisationskomitees festgelegt. 206.5 Anmeldungen 206.5.1 Für alle Wettkämpfe sind die Anmeldungen so zeitgerecht an das Organisationskomitee zu richten, dass sie vor Meldeschluss in dessen Besitz sind.

206.5.2 Es ist untersagt, dieselben Wettkämpfer gleichzeitig für mehr als eine Veranstaltung, die gleichzeitig stattfinden, anzumelden und auszulosen. Der fehlbare Club wird durch die KWO Swiss‐Ski verwarnt. Im Wiederholungsfall kann die KWO Swiss‐Ski weitere Massnahmen in Erwägung ziehen. 206.5.3 Bei jeder Anmeldung müssen Mitgliednummer (P‐Nr), Familienname, Vorname, Geburtsjahr und Club, Kategorie und Wettkampfart ersichtlich sein. 206.5.4 Mit der Anmeldung bestätigt der Anmeldende, dass der Wettkämpfer eine gültige und ausreichende Unfall‐ und Haftpflichtversicherung für Training und Wettkampf abgeschlossen hat.

206.5.5 Für die Anmeldung ist ausschliesslich das Swiss‐ Ski Formular 4 (Anmeldeformular für Wettkämpfe) oder, wenn angeboten, die Online‐Anmeldung über der KWO‐Homepage zu verwenden. Die Formular‐4 Anmeldung kann per Post, Fax oder E‐Mail zugestellt werden. 206.6 Nachmeldungen Die Annahme von Nachmeldungen liegt im Ermessen des Organisators. 206.7 Startgeld 206.7.1 Der Organisator bestimmt die Modalität zur Zahlung des Startgeldes in der Ausschreibung des Wettkampfes.

206.7.2 Der Stammclub des Wettkämpfers haftet gegenüber dem Organisator für das Startgeld aller angemeldeten Wettkämpfer, die dem Wettkampf unentschuldigt fernbleiben. Als Entschuldigung gelten namentlich höhere Gewalt, Krankheit (mit Arztzeugnis) oder ein Swiss‐Ski‐Aufgebot. 206.7.3 Rückzahlung Das Startgeld wird grundsätzlich nicht zurückbezahlt. 206.7.4 Ausnahmen: Erfolgt die Absage bis zu 24 Stunden vor Wettkampfbeginn, sind 50% des Startgeldes an die Clubs der Wettkämpfer zurückzuzahlen.

206.7.5 Startgeldansätze Einzelwettkämpfe ‐ U16 und jünger: Höchstens CHF 15.‐ pro Wettkampf ‐ Wettkämpfer im Juniorenalter: Höchstens CHF 25.‐ pro Wettkampf ‐ Übrige Wettkämpfer: Höchstens CHF 30.‐ pro Wettkampf 206.7.6 Startgeldansätze Mannschaftswettkämpfe ‐ U16 und jünger: Höchstens CHF 15.‐ pro Wettkämpfer ‐ Wettkämpfer im Juniorenalter: Höchstens CHF 25.‐ pro Wettkämpfer

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 12 ‐ Übrige Wettkämpfer: Höchstens CHF 30.‐ pro Wettkämpfer Das Startgeld ist immer für die entsprechende Kategorie, in welcher der Wettkämpfer startet, zu bezahlen. Beispiel: Für einen U16 Läufer, welcher in der Kategorie U20 startet, ist der Ansatz für die Kategorie U20 zu bezahlen. 207 Mannschaftsführersitzungen Mannschaftsführersitzungen sind nur an den Schweizermeisterschaften obligatorisch. Sie können am Wettkampftag oder einen Tag vor dem Wettkampf stattfinden.

Die Form und deren Ablauf sind in der WO‐Mappe Langlauf bzw. im IBU Wettkampfreglement festgelegt. Siehe auch Art. 306. 208 Startreihenfolge, Startnummernzuteilung, Auslosung, Kategorien Die Startreihenfolge der Wettkämpfer wird für jede Disziplin nach eigener Formel bestimmt. Die Zuordnung der Startnummern wird in den speziellen Bestimmungen der einzelnen Disziplinen festgelegt.

208.1 (nur für Langlauf) Startreihenfolge, Startnummernzuteilung Auslosung siehe Artikel 300 ff 208.2 (nur für Langlauf) Die aktuelle Kategorienzugehörigkeit wird jeweils von Swiss‐Ski zusammen mit den Unterlagen für die Lizenzen vor Saisonbeginn bekannt gegeben. Siehe Homepage Swiss‐Ski: http://www.swiss‐ski‐kwo.ch/index.php?Context=D 209 Veröffentlichung der Resultate 209.1 Allgemeines 209.1.1 Die inoffiziellen und offiziellen Ranglisten werden gemäss den Bestimmungen der einzelnen Disziplinen veröffentlicht.

209.1.2 Die bei allen Swiss‐Ski Wettkämpfen erstellten Daten und Zeiten stehen Swiss‐Ski, dem Organisator, den Regionalverbänden und den Teilnehmern zum Gebrauch in eigenen Publikationen inklusive Webseiten zur Verfügung.

Der Gebrauch von Daten und Zeiten auf Webseiten unterliegt den Bedingungen der Swiss‐Ski Internetbestimmungen. 209.2 Swiss‐Ski Internetbestimmungen und Austausch von Daten in Bezug auf Swiss‐Ski Wettkämpfe 209.2.1 Die folgenden Bestimmungen wurden geschaffen um die Regionalverbände bei der Bereitstellung von Daten der Swiss‐Ski Wettkämpfe zu unterstützen, und um bestimmte Voraussetzungen in Bezug auf die Verwendung und Präsentation der Daten von Swiss‐Ski Wettkämpfen zu definieren. 209.2.2 Die Daten des Nationalen Terminkalenders dürfen in Homepage's von Regionalverbänden, Clubs oder Veranstaltern eingebunden werden.

Wenn die Einbindung nicht über einen direkten Zugriff auf die KWO‐Datenbank verfügt, muss aus Aktualitätsgründen darauf hingewiesen werden, dass die relevanten Daten auf der KWO Homepage www.swiss‐ski‐kwo.ch zu finden sind.

209.2.3 Die Datenrückführung von Resultaten von Punkterennen sollte in elektronischer Form noch am Wettkampftag erfolgen. Diese Resultate werden sofort, jedoch unter Vorbehalt, publiziert und haben noch die Überprüfungsprozedur der Swiss‐Ski KWO zu durchlaufen. Dies erfolgt bis spätestens zum Redaktionsschluss einer neuen Punkteliste. 209.2.4 Die Daten können auf der KWO‐Homepage www.swiss‐ski‐kwo.ch abgerufen werden.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 13 209.2.5 Die Rechte der Daten vom Terminkalender wie auch der Ranglisten liegen bei Swiss‐Ski.

Die Daten dürfen nicht zu kommerzieller Nutzung an Dritte weitergegeben werden. Für kommerzielle Nutzung muss das schriftliche Einverständnis bei Swiss‐Ski eingeholt werden. 210 Preise 210.1 Form der Preise Es können Preise in Form von Medaillen, Urkunden, Preiskarten, Bargeld, Erinnerungs‐ oder Gebrauchsgegenständen abgegeben werden.

210.2 Zeitgleichheit Erreichen zwei oder mehr Wettkämpfer bei einem Einzelstartwettkampf die gleiche Zeit, werden sie im gleichen Rang platziert. Sie erhalten die gleichwertigen Preise, Titel oder Urkunden. Die Vergabe der Titel oder Preise durch Auslosung oder Austragung eines neuen Wettkampfes ist nicht gestattet. Detaillierte Ausführungen sind in den Artikeln 353 und 354 zu finden. 210.3 Ausgabe der Preise Alle Preise sind spätestens bis am letzten Tag eines Wettkampfes oder einer Veranstaltung zu überreichen.

210.4 Schweizermeisterschaften Die Medaillen für die ersten drei Ränge stellt Swiss‐Ski zur Verfügung.

Das OK stellt für mindestens 30% der Rangierten Wettkämpfer pro Kategorie Preise zur Verfügung. Jeder Teilnehmer erhält einen Erinnerungspreis. Einzelheiten betreffend Preisgelder und deren Höhe werden mit der Vereinbarung zwischen Swiss‐ Ski und dem Veranstalter geregelt. 210.5 Übrige Wettkämpfe Damen, Herren, U18 und 20: Pro 4 Startende und Kategorie ist mindestens ein Preis abzugeben. Übrige Wettkämpfe U16 und jüngere Pro 3 Startende und Kategorie ist mindestens ein Preis abzugeben. 211 Akkreditierung Organisatoren Nationaler Wettkämpfe können den Zutritt zu den einzelnen Wettkampfzonen mittels einer Akkreditierung regeln.

Für speziell gefährdete Zonen können die Organisatoren den allgemeinen Zutritt beschränken. Ein Betreten solcher Zonen ist nur für Personen erlaubt, welche die dafür gültige Akkreditierung besitzen.

Für internationale Wettkämpfe gelten die Akkreditierungsregeln der FIS bzw. der IBU. 212 Medizinischen Dienste, Untersuchungen und Doping 212.1 Allgemeines Jeder Wettkämpfer nimmt am Wettkampf auf eigene Verantwortung betreffend der Gesundheit und des Trainingszustandes teil. 212.2 Doping 212.2.1 Doping ist verboten. Jegliches Vergehen gegen die Anti‐Doping Regeln wird gemäss Bestimmungen der FIS/IBU Anti‐Doping Regeln bestraft.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 14 212.2.2 Dopingkontrollen können bei jedem Swiss‐Ski Wettkampf (sowie ausserhalb des Wettkampfes) durchgeführt werden.

Reglement und Ausführungsbestimmungen sind in den FIS/IBU Anti‐Doping Regeln und FIS/IBU Ausführungsbestimmungen publiziert. 213 Wettkampfausrüstung 213.1 Anwendung 213.1.1 Ein Wettkämpfer darf an einem Swiss‐Ski Wettkampf nur mit einer den Swiss‐Ski Vorschriften entsprechenden Ausrüstung teilnehmen. Ein Wettkämpfer ist für die von ihm verwendete Ausrüstung (Ski, Bindung, Schuhe, Anzug, Biathlongewehr usw.) selbst verantwortlich. Er ist verpflichtet zu überprüfen, ob die von ihm verwendete Ausrüstung den Bestimmungen von Swiss‐ Ski und den allgemeinen Sicherheitsbestimmungen entspricht und funktionstauglich ist.

213.1.2 Der Begriff Wettkampfausrüstung umfasst die Gesamtheit aller Ausrüstungsgegenstände, die der Wettkämpfer im Wettkampf benützt, einschliesslich Bekleidung und Geräte mit technischen Funktionen. Die gesamte Wettkampfausrüstung bildet eine Funktionseinheit. 213.2 Kontrollen Vor jedem Start eines im Nationalen Terminkalender ausgeschriebenen Wettkampfes kann eine Materialkontrolle durchgeführt werden. Sie kann ebenfalls vor der Wettkampfsaison oder bei Eingang von Protesten beim Technischen Delegierten des betreffenden Wettkampfes durch den Technischen Delegierten oder einer von ihm bestimmten Person durchgeführt werden.

214 Sanktionen / Beschwerde 214.1 Allgemeine Bestimmungen 214.1.1 Detaillierte Bestimmungen zu Strafen/Sanktionen sind auch in den Langlauf WR Artikeln 300 ff bzw. IBU Disziplinarregeln festgelegt.

214.1.2 Alle Swiss‐Ski angeschlossenen Regionalverbände oder Clubs und alle mit der Durchführung der Wettkämpfe involvierten Personen, so wie alle Wettkämpfer und Betreuer müssen diese Regeln bzw. Sanktionen akzeptieren und anerkennen. Es besteht das Recht auf Einreichung einer Beschwerde ausschliesslich gemäss WR. Die Beschwerde ist an Swiss‐Ski zu Handen des Vorsitzenden der KWO L&B einzureichen. 214.1.3 Zur Beschwerde berechtigt sind betroffene Wettkämpfer, Mannschaftsführer oder Trainer, Clubs und Regionalverbände.

214.1.4 Beschwerden gegen einen schriftlichen Sanktionsentscheid der Jury sowie gegen offensichtliche Fehler in der Ergebnisliste können innerhalb 72 Stunden nach Veröffentlichung der offiziellen Ergebnisliste eingereicht werden.

214.2 Strafen 214.2.1 Zusätzlich zu den von den zuständigen Verbänden festgelegten Strafen ist ein Ausschluss aus Swiss‐ Ski möglich. 214.2.2 Die bei Swiss‐Ski angeschlossenen Regionalverbände oder Clubs haften gegenüber Swiss‐Ski für das Inkasso von Geldstrafen und entstandenen administrativen Kosten, die über Personen verhängt wurden, welche von ihnen zur Akkreditierung gemeldet worden sind.

214.2.3 Geldstrafen sind binnen 8 (acht) Tagen nach deren Verhängung zur Zahlung fällig. 214.2.4 Eine Jury kann die in Art 214 aufgeführten Strafen verhängen, darf aber keine Geldstrafen, die höher als CHF 500.‐ sind, aussprechen oder einen Wettkämpfer von einer anderen Swiss‐Ski Veranstaltung sperren, als an jener, wo das Vergehen begangen wurde.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 15 214.2.5 Die Kumulierung von Strafen ist zulässig. 214.2.6 Die Jury hat das Recht, Strafempfehlungen für höhere Strafen als CHF 500.‐ und Empfehlungen für Sperren, die über die Veranstaltung hinausgehen, im Rahmen derer das Vergehen stattfand an die Beschwerdekommission zu richten.

214.2.7 Der Swiss‐Ski Vorstand hat das Recht, der Beschwerdekommission Kommentare zu allen schriftlichen Strafentscheiden der Jury zu übermitteln.

214.3 Verfahrenskosten Gebühren, Barauslagen sowie Fahrtkosten (Verfahrenskosten) sind sinngemäss wie für Technische Delegierte zu berechnen und jeweils vom Verurteilten zu bezahlen. Im Falle einer Aufhebung des Juryentscheides, übernimmt Swiss‐Ski alle Kosten. 214.4 Vollstreckung der Geldstrafen 214.4.1 Das Inkasso von Geldstrafen und Verfahrenskosten obliegt Swiss‐Ski. Vollzugskosten gelten als Verfahrenskosten. 214.4.2 Nicht bezahlte Geldstrafen, die über einen Verurteilten verhängt wurden, gelten als Schulden des Regionalverbandes oder Club, dem der Verurteilte angehört.

214.5 Begünstigter Fonds Alle bezahlten Geldstrafen fliessen dem Jugendförderungsfonds von Swiss‐Ski zu.

Für Dopingvergehen gelten andere Regeln. 214.6 Zuwiderhandlung gegen Sanktionen Im Falle einer Zuwiderhandlung gegen eine gemäss WR oder die FIS/IBU Anti‐Doping Regeln verhängte Sanktion, kann das Präsidium des Swiss‐Ski weitere und andere Sanktionen verhängen. In solchen Fällen können einige oder alle der folgenden Sanktionen verhängt werden: 214.6.1 Sanktionen gegen beteiligte Personen: ‐ Ein schriftlicher Verweis; und/oder ‐ eine Geldstrafe nicht höher als CHF 10'000.‐; und/oder ‐ Wettkampfsperre auf der nächsten Sanktionsebene ‐ zum Beispiel wenn für ein Dopingvergehen eine dreimonatige Sperre verhängt wurde, führt eine Zuwiderhandlung gegen diese Sperre zu einer zweijährigen Sperre; wenn für ein Dopingvergehen eine zweijährige Sperre verhängt wurde, führt eine Zuwiderhandlung gegen diese Sperre zu einer lebenslänglichen Sperre; und/oder ‐ Entzug der Akkreditierung.

214.6.2 Sanktionen gegen Regionalverbände ‐ Entzug der finanziellen Unterstützung von Swiss‐Ski für Regionalverbände; und/oder ‐ Absage von zukünftigen Swiss‐Ski Veranstaltungen im betreffenden Regionalverband; und/oder ‐ Entzug von einigen oder allen Swiss‐Ski Mitgliederrechten, inklusive der Teilnahme an allen Swiss‐ Ski Veranstaltungen, so wie der Mitgliedschaft in den Swiss‐Ski Komitees. 215 Beschwerdekommission 215.1 Ernennung 215.1.1 Der Swiss‐Ski Vorstand bestimmt aus dem Sub‐Komitee für Regeln der jeweiligen Disziplin (oder Disziplinen Komitee, wenn es kein Regel Sub‐Komitee gibt) einen Vorsitzenden und einen Vize‐ Vorsitzenden der Beschwerdekommission.

Der Vize‐Vorsitzende präsidiert die Kommission, wenn der Vorsitzende entweder verhindert, oder wegen Befangenheit und Vorurteil nicht in Frage kommt.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 16 215.1.2 Der Vorsitzende ernennt für jeden Fall, gegen den Beschwerde geführt wird oder der zur Anhörung unterbreitet wurde, 3 Mitglieder aus dem Regel Sub‐Komitee der jeweiligen Disziplin oder Disziplinen Komitee in die Beschwerdekommission und kann sich selber einschliessen. Die Beschwerdekommission entscheidet durch Stimmenmehrheit. Während des Amtierens für die Beschwerdekommission sind die Mitglieder vom Swiss‐Ski Vorstand unabhängig. 215.1.3 Um entweder aktuelle Befangenheit und Vorurteil oder das Auftreten von Befangenheit und Vorurteil zu verhindern, sollen Mitglieder, die in die Beschwerdekommission ernannt werden, nicht Mitglied des gleichen Regionalverbandes des Beschuldigten sein.

Zudem müssen in die Beschwerdekommission ernannte Mitglieder dem Vorsitzenden freiwillig über jegliche Befangenheit oder jedes Vorurteil berichten. Personen, die befangen sind oder Vorurteile haben, sollen vom Vorsitzenden von der Arbeit in der Beschwerdekommission befreit werden, vom Vize‐ Vorsitzenden dann, wenn es sich um den Vorsitzenden handelt.

215.2 Verantwortung 215.2.1 Die Beschwerdekommission soll nur Anhörungen durchführen in Bezug auf Beschwerden des Beschuldigten oder des Swiss‐Ski Vorstandes zu Beschlüssen der Wettkampfjury, oder Fällen von Strafempfehlungen der Wettkampfjury, die höher sind als in den Sanktionen vorgesehen. 215.3 Vorgehensweise 215.3.1 Die Beschwerde muss innerhalb von 72 Stunden, nachdem der Vorsitzende diese erhalten hat, behandelt werden. Nur wenn alle, an der Beschwerde involvierten Parteien sich schriftlich damit einverstanden erklären, kann die Frist für eine Anhörung verlängert werden. 215.3.2 Alle Beschwerden und Antworten müssen schriftlich unterbreitet werden, einschliesslich aller Beweise/Zeugenaussagen, welche die Parteien für oder gegen die Beschwerde beabsichtigen einzubringen.

215.3.3 Die Beschwerdekommission bestimmt den Ort und die Vorgangsweise für die Beschwerde (Telefon Konferenz, in Person, E‐mail Korrespondenz). Die Mitglieder der Beschwerdekommission sind aufgefordert, die Vertraulichkeit der Beschwerde zu wahren, bis die Entscheidung veröffentlicht ist und sich während der Verhandlung nur mit den anderen Mitgliedern zu beraten. Der Vorsitzende der Beschwerdekommission kann zusätzliche Beweise von einer der beteiligten Parteien verlangen, vorausgesetzt dies benötigt nicht unverhältnismässige Mittel. 215.3.4 Die Beschwerdekommission soll die Kosten der Beschwerde gemäss 214.3 bestimmen.

215.3.5 Die Entscheide der Beschwerdekommission können mündlich am Ende der Anhörung bekannt gegeben werden. Der Entscheid wird mit der Begründung schriftlich an Swiss‐Ski übermittelt. Swiss‐ Ski leitet dies den beteiligten Parteien, deren Regionalverbände und allen Mitgliedern der Jury, gegen deren Entscheid Beschwerde eingereicht wurde, weiter. Zudem liegt der schriftliche Entscheid bei Swiss‐Ski auf.

215.4 Weitere Beschwerden 215.4.1 Gegen Entscheide der Beschwerdekommission, kann beim Swiss‐Ski Präsidium Berufung eingelegt werden. 215.4.2 Beschwerden an das Swiss‐Ski Präsidium müssen beim Swiss‐Ski Direktor schriftlich eingereicht werden. 215.4.3 Eine Beschwerde an die Beschwerdekommission oder an das Swiss‐Ski Präsidium hat keine aufschiebende Wirkung auf Strafentscheide der Wettkampfjury, der Beschwerdekommission oder des Vorstandes

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 17 2.

Teil: Langlaufbestimmungen A. Wettkampfkomitee, Jury, TD, Mannschaftsführersitzung 300 Wettkampforganisation 301 Das Wettkampfkomitee Das Wettkampfkomitee wird vom Organisationskomitee bestimmt. Das Komitee und der Wettkampfleiter sind für die technischen Angelegenheiten des Wettkampfes verantwortlich. Das Wettkampfkomitee setzt sich aus Spezialisten zusammen die für die zugewiesenen Aufgaben besonders gut qualifiziert sind.

301.1 Zusammensetzung (Vorschlag) ‐ Wettkampfleiter als Vorsitzender (Mitglied des Organisationskomitees) ‐ Wettkampfsekretär ‐ Streckenchef ‐ Chef der Zeitnahme und Datenverarbeitung ‐ Chef Stadion ‐ Chef des Ordnungsdienstes ‐ Chef der Kontrollposten ‐ Chef Start ‐ Chef Ziel ‐ Chef Medieninformation ‐ Chef des Sanitätsdienstes Weitere Mitglieder nach Bedarf. Die Stellvertretungen sind sicherzustellen. 302 Die Wettkampffunktionäre und ihre Pflichten 302.1 Der Wettkampfleiter ‐ ist Vorsitzender des Wettkampfkomitees ‐ ist verantwortlich für alle Aspekte des Wettkampfes ‐ informiert den TD regelmässig über den Stand der Vorbereitungsarbeiten und die allfällig notwendigen Änderungen ‐ muss prüfen, ob alle Funktionäre, die für die Organisation eines Wettkampfes verantwortlich sind, ausreichend qualifiziert sind, um sicherzustellen, dass der Wettkampf in Übereinstimmung mit dem Wettkampfreglement (WR) durchgeführt wird ‐ überwacht die Arbeit der Wettkampffunktionäre ‐ ist der Vorsitzende der Mannschaftsführersitzung und Vertreter des Wettkampfkomitees bei Verhandlungen mit dem TD und dem Vertreter des Swiss‐Ski oder des Regionalverbandes ‐ ist verantwortlich für Kontrollfunktionen und die Sicherheitsaspekte des Wettkampfes ‐ sorgt zusammen mit dem Chef der Medieninformation für optimale Arbeitsbedingungen für die Medien ‐ ist verantwortlich für die Bereitstellung der erforderlichen Räumlichkeiten für allfällige Dopingkontrollen ‐ ist Mitglied der Jury.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 18 302.2 Der Wettkampfsekretär ‐ erstattet dem Wettkampfleiter Bericht ‐ ist verantwortlich für alle Sekretariatsarbeiten, welche die technischen Aspekte des Wettkampfes betreffen ‐ bereitet alle Formulare für den Start, die Zeitnahme, Auswertung, Auslosung und Kontrolle vor ‐ organisiert die Mannschaftsführersitzung ‐ bereitet die Startlisten vor ‐ erstellt und verteilt die Protokolle der Mannschaftsführer‐ und Jurysitzungen ‐ arrangiert die frühestens mögliche Veröffentlichung der inoffiziellen Ergebnisse und die Verteilung der offiziellen Ergebnisse, einschliesslich der möglichen Disqualifikationen in Zusammenarbeit mit dem Chef der Zeitnahme/Datenverarbeitung und dem Wettkampfleiter ‐ stellt der Jury Proteste sofort zu.

302.3 Der Streckenchef ‐ erstattet dem Wettkampfleiter Bericht ‐ ist in Zusammenarbeit mit dem Wettkampfleiter verantwortlich für die Auswahl der Strecken entsprechend den WR‐Normen ‐ ist verantwortlich für die rechtzeitige Präparierung der Strecke, des Stadions, des Skitestbereiches ‐ ist verantwortlich für die Markierung und Absperrung der Strecke, Temperaturmessungen, Platzierung der Sanitätsposten und Verpflegungsstationen ‐ entscheidet zusammen mit dem Chef der Kontrollposten, dem Wettkampfleiter und dem TD über die geeignete Platzierung der Kontrollposten ‐ setzt die Präparierungsgruppen und die Vorläufer ein, um die bestmöglichen Bedingungen sicherzustellen, wenn sich die Witterungsverhältnisse während des Wettkampfes verschlechtern ‐ ist Mitglied der Jury.

302.4 Der Chef der Zeitnahme und Datenverarbeitung ‐ erstattet dem Chef des Wettkampfes Bericht ‐ erstellt die Teilnehmerlisten zu Handen der Mannschaftsführersitzung ‐ bereitet die elektronische Auslosung vor, falls vorgesehen ‐ ist verantwortlich für die Leitung und Koordinierung der für die Zeitnahme arbeitenden Funktionäre ‐ beaufsichtigt die manuelle und elektronische Arbeit der Zeitnehmer, der Zwischenzeitnehmer und die Resultatberechnungen ‐ koordiniert die Arbeit des Starters, des Zielrichters und des Zielkontrolleurs zusammen mit dem Chef des Stadions ‐ überwacht den Datenverarbeitungsservice und sorgt für Unterstützung bei der Information der Medien ‐ ist verantwortlich für das rasche Hochladen der Start‐ und offiziellen Ergebnislisten auf der KWO‐Seite.

302.5 Der Chef des Stadions ‐ erstattet dem Wettkampfleiter Bericht ‐ ist verantwortlich für alle Massnahmen im Stadionbereich. Dies beinhaltet die Skimarkierung (falls zutreffend), die Koordinierung der Dopingkontrolle, sowie die Einteilung und Absperrung des Stadionsbereiches ‐ koordiniert alle mit der Zeitnahme zusammenhängenden Massnahmen mit dem Chef der Zeitnahme und alle Präparierungsmassnahmen im Stadionbereich mit dem Streckenchef.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 19 302.6 Der Chef des Ordnungsdienstes ‐ erstattet dem Wettkampfleiter Bericht ‐ ist verantwortlich für die Sicherheit und die Zugänge an und entlang der Strecke, im Mannschaftsvorbereitungs‐ und im Stadionbereich ‐ koordiniert seine Massnahmen mit dem Chef des Stadions und dem Streckenchef.

302.7 Der Chef der Kontrollposten ‐ erstattet dem Streckenchef Bericht ‐ informiert die Kontrollposten über ihre Pflichten, rüstet sie mit Kontrollkarten und anderen erforderlichen Materialien aus und weist ihnen ihre Plätze zu ‐ sammelt nach dem Wettkampf alle sachdienlichen Informationen und Kontrollkarten ein und meldet Vorfälle an die Jury.

302.7.1 Kontrollposten ‐ Die Kontrollposten haben die ihnen zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen (Torrichter, Technikkontrolle usw.) ‐ Sie müssen dem Chef der Kontrollposten nach jedem Wettkampf über jede Verletzung der Regeln informieren und sich für Zeugenaussagen vor der Jury bereithalten. 302.8 Der Chef Start ‐ erstattet dem Wettkampfleiter Bericht ‐ ist verantwortlich für den Zugang der Wettkämpfer zum Start und den korrekten Startvorgang ‐ koordiniert seine Massnahmen mit dem Chef der Zeitnahme.

302.9 Der Chef Ziel ‐ erstattet dem Wettkampfleiter Bericht ‐ ist verantwortlich für den korrekten Zieleinlauf und den Abgang aus dem Zielraum ‐ koordiniert seine Massnahmen mit dem Chef der Zeitnahme.

302.10 Der Chef der Medieninformation ‐ arbeitet mit dem Wettkampfleiter zusammen und stellt, in Verbindung mit dem Streckenchef, dem Chefs des Stadions und dem Ordnungsdienst gute Standorte für die Medienvertreter sicher. Die Medienvertreter sollen einen guten Überblick über den Wettkampf haben, ohne diesen zu behindern.

‐ ist ebenfalls verantwortlich für den sachdienlichen Informationsfluss an Presse, Rundfunk, Fernsehen und das wirkungsvolle Funktionieren der Lautsprecher im Stadionbereich. 302.11 Der Chef des Sanitätsdienstes ‐ arbeitet mit dem Wettkampfleiter zusammen ‐ ist verantwortlich für medizinische und Erste Hilfe Vorkehrungen und den schnellen Transport von Patienten zur nächsten und geeigneten medizinischen Einrichtung. 303 Die Jury und ihre Pflichten 303.1 Zusammensetzung 303.1.1 Schweizermeisterschaften falls nicht international ausgeschrieben (FIS‐Kalender) Ernennung durch die KWO Langlauf & Biathlon (KWO L&B): ‐ TD‐Swiss‐Ski (Vorsitzender) Ernennung durch den Organisator: ‐ Wettkampfleiter ‐ Streckenchef

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 20 303.1.2 Schweizermeisterschaften U16 Ernennung durch die KWO L&B ‐ TD Swiss‐Ski (Vorsitzender) ‐ Race Director Swiss‐Ski Ernennung durch den Organisator ‐ Wettkampfleiter 303.1.3 Übrige Wettkämpfe Ernennung durch regionalen Chef TD: ‐ TD‐Swiss‐Ski (Vorsitzender) Ernennung durch den Organisator: ‐ Wettkampfleiter ‐ Streckenchef 303.1.4 Vertreter Swiss‐Ski Sofern Swiss‐Ski einen offiziellen Vertreter bestimmt, kann dieser in der Jury mit Stimmrecht Einsitz nehmen, sofern er ausgebildeter TD Swiss‐Ski ist.

303.1.5 Sofern ein TD‐Assistent zugeteilt wird, nimmt dieser in der Jury mit Stimmrecht Einsitz. 303.2 Pflichten der Jury 303.2.1 Die Jury muss sicherstellen, dass der Wettkampf gemäss den Regeln des Swiss‐Ski organisiert und durchgeführt wird. Die Verpflichtungen beginnen, sobald die Jury gewählt ist und enden, wenn allfällige Proteste des letzten Wettkampfes erledigt sind und die offizielle Rangliste erstellt ist. Das erste Jurymeeting sollte vor dem ersten offiziellen Training stattfinden. 303.2.2 Die Jury muss abklären und beschliessen ‐ ob ein Wettkampf verschoben, unterbrochen oder abgesagt werden soll.

Wenn die Temperatur unter ‐20°C beträgt, gemessen an der kältesten Stelle der Strecke, wird ein Wettkampf durch die Jury verschoben oder abgesagt. Bei schwierigen Witterungsbedingungen (z.B. starker Wind, hohe Luftfeuchtigkeit, starker Schneefall oder hohe Temperaturen) kann die Jury, in Rücksprache mit den Mannschaftsführern der teilnehmenden Mannschaften und dem für den Wettkampf verantwortlichen Arzt, den Wettkampf verschieben oder absagen ‐ ob bei Wettkämpfen mit künstlicher Beleuchtung die Lichtquellen ausreichend sind ‐ ob "höhere Gewalt" der Grund für das verspätete Erscheinen eines Wettkämpfers am Start war ‐ ob ein Ersatzläufer eingesetzt oder eine Ersatzmeldung akzeptiert werden kann ‐ ob Proteste akzeptiert werden und Sanktionen oder Disqualifikationen ausgesprochen werden sollen ‐ ob weitergehende Sanktionen gegen einen Athleten oder Betreuer beantragt werden sollen ‐ ob eine Änderung der Startreihenfolge und Startmethode in besonderen Fällen angebracht ist (siehe Art.

334) ‐ über andere Fragen, die durch die Regeln nicht abgedeckt sind. 303.2.3 In speziellen Situationen, insbesondere während dem offiziellen Training und dem Wettkampf, ist jedes stimmberechtigte Mitglied der Jury ermächtigt, mündliche Verweise zu erteilen und die Akkreditierung für den betreffenden Wettkampf einzuziehen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 21 303.2.4 Beschlüsse der Jury werden mit Stimmenmehrheit gemacht. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Jury‐Vorsitzenden. Alle Mitglieder haben Stimmrecht. 303.2.5 Ein Wettkämpfer darf nicht Mitglied der Jury sein. 304 Der Technische Delegierte (TD) und seine Rolle 304.1 Ermächtigung 304.1.1 Der TD ist Delegierter der KWO L&B gegenüber dem Veranstalter und sorgt im Namen der KWO L&B dafür, dass der Wettkampf entsprechend dem WR Swiss‐Ski durchgeführt wird.

Der TD ist für die Organisation der Arbeit der Jury verantwortlich. Er muss ein gültiges Brevet besitzen.

304.2 Pflichten des TD vor dem Wettkampf 304.2.1 Der TD muss so frühzeitig am Wettkampfort eintreffen, dass er den Stand der Vorbereitungen kontrollieren und falls nötig Verbesserungen für den Wettkampf rechtzeitig sicherstellen kann. 304.2.2 Verantwortlichkeiten vor dem Wettkampf ‐ vom Zeitpunkt seiner Ernennung an in Verbindung mit dem Organisationskomitee stehen ‐ sicherstellen, dass das offizielle Training in Übereinstimmung mit Art. 338 organisiert ist ‐ entscheiden, ob eine Ersatzstrecke benutzt werden kann oder ob Änderungen an gewissen Stellen der Strecke gemacht werden, wenn begrenzte Schneebedingungen herrschen oder durch höhere Gewalt verursachte Einschränkungen vorliegen.

‐ sicherstellen, dass genügend Geräte für eine ordnungsgemässe Präparierung der Strecken zur Verfügung stehen ‐ in Zusammenarbeit mit dem Chef des Wettkampfes und dem Streckenchef den Zeitpunkt der Streckenpräparierung beschliessen, die optimale Linienführung und Breite der Spuren sowie die Sicherheitsmassnahmen festlegen ‐ die Anlage des Stadions mit dem Wettkampfchef überprüfen, um im Start‐ und Zielgelände geeignete Arbeitsbedingungen für die Jury, die Wettkampffunktionäre und Trainer/Betreuer zu gewährleisten. Die Zugänge zum Start und die Möglichkeit zum Verlassen des Zielraumes für die Wettkämpfer kontrollieren ‐ das Verfahren für die Wettkampfform überprüfen ‐ die Vorkehrungen für die Jury und die Mannschaftsführersitzungen überprüfen ‐ mit dem Wettkampfsekretär die Verfahren der Anmeldungen, Gruppierung, Auslosung und der prompten Herausgabe von Start‐ und Ergebnislisten überprüfen ‐ sicherstellen, dass nur startberechtigte Wettkämpfer zum Start zugelassen werden ‐ die Qualität und Genauigkeit der an die Mannschaften ausgegebenen Informationen überprüfen ‐ wenn eine Computer‐Auslosung benutzt wird, eine Probe vor der aktuellen Auslosung durchführen ‐ mit dem Chef des Wettkampfes die Tagesordnung vorbereiten ‐ die Mannschaftsführersitzungen beaufsichtigen ‐ allgemeine Informationen geben und Regeländerungen abklären ‐ die Einteilung der Abteilungen, Gruppierung und Auslosung überwachen ‐ Ort und Zeit der Jury‐Sitzungen bestimmen ‐ den Standort für den Erste Hilfe‐Dienst und die Organisation der Medizinischen Versorgung überwachen.

‐ die Akkreditierungen und die Zutrittsermächtigungen zum Wettkampfgelände und zu den eingeschränkten Zonen überprüfen ‐ veranlassen, dass die Athleten‐Codes in der Resultatliste aufgeführt sind

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 22 ‐ die Standorte der Wettkampfkontrolleure mit dem Organisator koordinieren ‐ die Haftpflichtversicherung auf die zu erfüllenden Leistungen kontrollieren ‐ die Strecke mit Ski durchlaufen, um die Präparierung zu überprüfen.

304.3 Pflichten während des Wettkampfes 304.3.1 Während des Wettkampfes muss der TD ‐ jeden Aspekt, der den erfolgreichen Ablauf des Wettkampfes beeinflussen könnte, beaufsichtigen und verfügbar sein, wenn Schwierigkeiten auftreten ‐ regelmässig mit den übrigen Mitgliedern der Jury in Verbindung stehen ‐ eine gute Zusammenarbeit in den Bereichen der Zeitnahme, der EDV‐Prozesse und der Informationsverteilung aktiv unterstützen.

304.4 Pflichten nach dem Wettkampf 304.4.1 Nach dem Wettkampf muss der TD ‐ einen abschliessenden Bericht des Chefs des Wettkampfes, des Streckenchefs, des Chefs der Kontrollposten und anderen erhalten ‐ sich mit der Jury treffen und notwendige Entscheidungen fällen ‐ sich vom Wettkampfsekretär die inoffiziellen Ergebnislisten vorlegen lassen und sie mit ihm kontrollieren ‐ kontrollieren, ob sämtliche notwendigen Angaben in der Resultatliste enthalten sind ‐ evtl. den Wettkampf‐Zuschlag berechnen ‐ ein abschliessendes Gespräch mit dem Wettkampleiter führen und allenfalls Vorschläge für Verbesserungen machen ‐ vergewissert sich, ob die Resultate baldmöglichst und korrekt auf der KWO‐Seite hochgeladen sind.

304.4.2 Innerhalb von drei Tagen hat der TD einen Bericht zu verfassen (Bericht des TD) und diesen inklusive den verlangten Beilagen an die zuständigen Stellen zu senden. 304.4.3 Wenn eine Disqualifikation vorgenommen werden musste, ist eine ausreichende Dokumentation für einen Rechtsmittelprozess sicherzustellen. 305 Erstattung von Unkosten 305.1 Spesenregelung Die Organisatoren sind gegenüber dem TD zu folgenden Leistungen verpflichtet: 305.1.1 Eintägige Wettkämpfe: ‐ Pauschalentschädigung von Fr. 100.‐ ‐ Kosten für Verpflegung ‐ Auslagen für Bergbahnen und weitere Auslagen in direktem Zusammenhang mit dem TD‐Einsatz 305.1.2 Mehrtägige Wettkämpfe 1.

Tag: ‐ Pauschalentschädigung von Fr. 100.‐ und Kosten für Verpflegung und Unterkunft ‐ Auslagen für Bergbahnen und weitere Auslagen in direkten Zusammenhang mit dem TD‐ Einsatz ab 2. Tag : ‐ Tagespauschale von Fr. 80.‐ und Kosten für Verpflegung und Unterkunft

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 23 ‐ Auslagen für Bergbahnen und weitere Auslagen in direkten Zusammenhang mit dem TD‐ Einsatz 306 Mannschaftsführersitzung (nur an Schweizermeisterschaften obligatorisch) 306.1 Verfahren 306.1.1 Die Mannschaftsführersitzung kann am Wettkamptag oder einen Tag vor dem Wettkampf stattfinden. 306.1.2 Datum, Zeit und Ort der Durchführung einer Mannschaftsführersitzung sind im Wettkampfprogramm zu veröffentlichen (Art. 206.4). Die Jury kann festlegen, wie viele Vertreter pro Regionalverband oder Mannschaft zur Teilnahme an der Mannschaftsführersitzung zugelassen werden.

306.1.3 Die Mannschaftsführersitzung ist nicht öffentlich. 306.1.4 Der Wettkampfleiter oder der TD führt den Vorsitz 306.1.5 Die Mitglieder der Jury sind zu Beginn der Sitzung vorzustellen. 306.1.6 Die einfache Mehrheit der anwesenden Mannschaftsvertreter ist für eine Jury‐Empfehlung ausreichend. Jedes Team hat ein Stimmrecht. Stimmvertretung ist nicht gestattet. 306.1.7 Bei konsultativen Abstimmungen hat jedes Team ein Stimmrecht. Stimmvertretung ist nicht gestattet. 306.1.8 Wenn nötig, kann die Jury die Sitzung unterbrechen, um Entscheidungen vorzunehmen und bekanntzugeben.

306.2 Tagesordnung 306.2.1 Die Tagesordnung enthält folgende Punkte ‐ Anwesenheitskontrolle ‐ Vorstellung der Mitglieder des Wettkampfkomitees ‐ Vorstellung der Jury (Art.

303 ff) ‐ Wettervorhersage ‐ Überprüfung der Anmeldungen bzw. Gruppierung der Wettkämpfer (Art. 334) ‐ Auslosung (Art. 334) ‐ Beschreibung des Stadions (Zugang, Start, Zieleinlauf, Wechselraum, Ausgang usw.) ‐ Beschreibung der Strecke (Zugang, Profil, Abzweigungen, Zwischenzeitnahme, Verpflegungsstellen, Sicherheitsmassnahmen, Absperrungen ‐ Präparierung der Strecke ‐ Zeit, Standorte und Regelungen zum Testen der Ski ‐ Trainingszeiten und Trainingsstrecken ‐ Zeitlicher Ablauf des Wettkampftages ‐ allgemeine Informationen des TD - allgemeine Informationen des Veranstalters 306.3 Über die Mannschaftsführersitzung muss ein Protokoll geführt werden, das alle getroffenen Entscheidungen enthält.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 24 B. Wettkampfformen, Skilanglaufstrecke, Homologierung, Technik‐ Definitionen, Präparierung, Markierung, Stadion 311 Wettkampfformen und Distanzen 311.1 Tabelle für Wettkampfdistanzen und Längen der Strecken für U18 und älter Wettkampfform Wettkampfdistanz (km) Streckenlänge (km) Einzelstart 2.5, 3.3, 3.75, 5, 7.5, 10, 15, 30, 50 2.5, 3.3, 3.75, 5, 7.5, 8.3, 10, 12.5, 16.7 Massenstart 10, 15, 30, 50 2.5, 3.3, 3.75, 5, 7.5, 10 Volkslanglauf ohne Begrenzung ohne Begrenzung Skiathlon 5+5, 7.5+7.5, 10+10, 15+15 2.5, 3.3, 3.75, 5, 7.5, 10 Verfolgungswett‐ kämpfe 5, 7.5, 10, 15 2.5, 3.3, 3.75, 5, 7.5, 10 Staffelrennen (Mannschaften mit 3 oder 4 Mitgliedern, Möglichkeit von gemischten Staffeln 2.5, 3.3, 5, 7.5, 10 2.5, 3.3, 3.75, 5 Einzelsprint Herren 0.8 ‐ 1.4 0.4 ‐ 1.4 Einzelsprint Damen 0.8 ‐ 1.2 0.4 – 1.2 Sprintstaffel 2x (3‐6) 0.8 ‐ 1.0 0.4 ‐ 1.0 311.1.2 Falls mehr als 10 Runden für das Erreichen der Wettkampdistanz gelaufen werden müssen, hat das OK sicherzustellen, dass den Führenden im Wettkampf, die Anzahl der noch zu laufenden Runden auf einer Infotafel angezeigt werden.

311.2 Weitere Wettkampfformen Andere Formen von Einzel‐ und Teamwettkämpfen können nach Absprache mit der KWOL&B durchgeführt werden. 312 Beschreibung der Skilanglaufstrecke 312.1 Grundlegende Charakterisierung 312.1.1 Die Skilanglaufstrecke muss so angelegt sein, dass sie eine Prüfung der technischen, taktischen und konditionellen Qualitäten der Wettkämpfer erfordert. Der Schwierigkeitsgrad soll der Bedeutung des Wettkampfes entsprechen. Die Strecke soll so natürlich wie möglich mit kupierten Teilen, Anstiegen und Abfahrten angelegt sein, um Monotonie zu vermeiden. Der Laufrhythmus sollte nicht durch zu scharfe Richtungsänderungen und zu steile Aufstiege unterbrochen werden.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 25 Die Abfahrten sind stets so anzulegen, dass sie, selbst bei vereister Spur, gefahrlos bewältigt werden können. 312.1.2 Im Prinzip sollen die Skilanglaufstrecken bestehen aus: ‐ einem Drittel definierter Anstiege ‐ einem Drittel wellig‐kupiertem Gelände ‐ einem Drittel verschiedenartiger Abfahrten, die vielseitige Abfahrtstechniken erfordern Für die Kategorien U16 und jünger können zusätzliche Elemente eingebaut werden (Stangenwald, Wellen/Mulden, kleine Schanzen und dergleichen) 312.1.3 Die Strecken sind nur in der für den Wettkampf vorgesehenen Richtung zu benutzen.

312.1.4 Nach Möglichkeit sind genügend Einlauf‐ und Testspuren zur Verfügung zu stellen. 312.1.4.1 Wenn möglich, sollte eine separate Spur für Funktionäre und Zuschauer zur Verfügung stehen.

313 Homologierung 313.1 Geltungsbereich / Zuständigkeit 313.1.1 Für die Homologierung von Langlaufstrecken gelten die Regeln des Internationalen Ski‐Verbandes (FIS). 313.1.2 Die Strecken für Schweizermeisterschaften müssen homologiert sein. Die Gesuche zur Homologierung sind an Swiss‐Ski zu Handen der KWO L&B zu richten. Allfällige Ersatzstrecken müssen frühzeitig inspiziert werden. Für U16 Schweizermeisterschaften und Nachwuchs‐Trophy‐ Wettkämpfe müssen die Strecken vom zuständigen Verantwortlichen von Swiss‐Ski oder von einem durch ihn bestimmten Vertreter inspiziert werden.

313.1.3 Definition HD (Höhenunterschied) ist die Differenz zwischen dem tiefsten und dem höchsten Punkt der Wettkampfstrecke.

MC (Höchstanstieg) ist der Anstieg mit der grössten Höhendifferenz, mit anderen Worten, der grösste Anstieg. Dieser kann durch kupiertes Gelände bis zu einer Länge von 200 Metern oder einer Abfahrt mit weniger als 10 m PHD unterbrochen werden. TC (Gesamtanstieg oder Gesamtsteigung) stellt die Summe aller Anstiege der Strecke dar. 313.2 Technikzonen 313.2.1 Die Jury kann für bestimmte, markierte Abschnitte der Strecke die Anwendung spezifischer Techniken verbieten oder verlangen. Alle Verstösse werden der Jury mitgeteilt. 313.2 Normen für Strecken

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 26 313.2.1 Kategorien U18 und älter Streckenlänge Höhenunterschied (HD) Höchstanstieg (MC) Gesamtanstieg (Gesamtsteigung) (TC) Sprint frei max. 50 m 0 – 30 m 0 – 60 m Sprint klassisch max. 50 m 10 – 30 m 20 – 60 m 2.5 km max. 50 m 30 – 50 m 75 – 105 m 3.3. km max. 65 m 30 – 65 m 100 – 135 m 3.75 km max. 80 m 30 – 80 m 100 – 150 m 5 km max. 100 m 30 – 80 m 150 – 210 m 7.5. km max. 125 m 30 – 80 m 200 – 315 m 8.3 km max. 125 m 30 – 80 m 210 – 350 m 10 km max.

125 m 30 – 80 m 250 – 420 m 15 km max. 150 m 30 – 80 m 400 – 630 m Länger als 15 km max. 150 m 30 – 80 m Runden müssen mit o. a. Tabelle übereinstimmen 313.2.2 Wettkämpfe für die Kategorien U16 und jünger Die Anforderungen für Animationswettkämpfe richten sich nach der unteren Grenze der nachstehenden Tabellenwerte. Für Verfolgungswettkämpfe mit und ohne Pause sind die Distanzen ebenfalls entsprechend zu wählen. Für Sprintwettkämpfe ist je nach Kategorie eine Distanz von 0.4 bis 0.8 km angebracht. Es wird erwartet, dass mindestens 4 Technikelemente in die Wettkämpfe eingebaut werden.

Wettkampfdistanz Höhenunterschied (HD) Höchstanstieg (MC) Gesamtanstieg (TC) Mädchen U10 1 ‐ 3 km 20 m 20 m 30 ‐ 60 m U12 2 ‐ 3 km 30 m 20 m 40 ‐ 75 U14 3 ‐ 5 km 30 m 30 m 50 – 120 m U16 3 ‐ 6 km 40 m 30 m 50 – 150 m Knaben U10 1 – 3 km 20 m 20 m 30 ‐ 60 m U12 2 – 4 km 30 m 20 m 40 – 75 m U14 3 – 6 km 30 m 30 m 50 – 150 m U16 3 – 8 km 40 m 35 m 50 – 200 m 314 Technik‐Definitionen 314.1 Klassische Technik

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 27 314.1.1 Die klassische Technik beinhaltet die Diagonalschritt‐Technik, die Doppelstocktechnik, die Grätenschritt‐Technik ohne Gleitphase, Abfahrtstechniken und Richtungsänderungen.

Einfache oder doppelte Schlittschuhschritte sind nicht erlaubt. Die Techniken der Richtungsänderungen bestehen aus Ausfahrschritten mit seitlichem Beinabstoss zur Änderung der Laufrichtung. Bei einer gezogenen Spur sind Richtungsänderungstechniken nicht erlaubt. Dies gilt auch für Wettkämpfer, welche ausserhalb der Spur laufen.

314.2 Freie Technik 314.2.1 Die freie Technik beinhaltet alle Skilanglauftechniken. 315 Präparierung der Strecke 315.1 Präparierung vor der Saison 315.1.1 Die Strecken müssen vor dem Winter so vorbereitet werden, dass sie auch bei geringer Schneelage gelaufen werden können. Steine, Wurzeln, Baumstrünke, Unterholz und ähnliche Hindernisse sollten beseitigt werden. Abschnitte der Strecke die zur Vernässung neigen, müssen durch Drainage korrigiert werden. Die Vorbereitungen im Sommer sollen einen Standard erreichen, der bereits bei geringer Schneehöhe die Durchführung von Wettkämpfen erlaubt.

Besondere Sorgfalt ist auf die Abfahrten und das notwendige Anhöhen der Kurven zu richten. 315.2 Allgemeine Präparierung für den Wettkampf 315.2.1 Die Strecke sollte vollständig mit einem mechanischen Gerät präpariert werden. Wenn schwere Maschinen eingesetzt werden, sollten sie so gut wie möglich der ursprünglichen Beschaffenheit des Geländes folgen, um die Geländekupierungen zu erhalten.

315.2.2 Die Strecke sollte auf eine empfohlene Mindestbreite von 4 bis 6 Metern präpariert und so vorbereitet werden, dass die Wettkämpfer gefahrlos laufen und unbehindert überholen können. Schräghänge sollen so terrassiert werden, dass möglichst geringe seitliche Neigung entsteht. 315.2.3 Die Strecke muss vor dem offiziellen Training vollständig präpariert und markiert sein. Die Testspuren erhalten dieselbe Präparierung wie die Wettkampfstrecke. 315.2.4 Während des Wettkampfes sind die gleichen Bedingungen für alle Wettkämpfer sicherzustellen. Wenn es stark schneit oder verweht, muss eine genügende Anzahl Vorläufer und/oder ausgerüstete Helfer auf die Strecke geschickt werden, um möglichst gleichmässige Bedingungen zu gewährleisten.

Ein entsprechender Aktionsplan muss vorbereitet sein. 315.2.5 Alle künstlichen Mittel, welche die Gleitfähigkeit des Schnees verbessern, sind verboten. In speziellen Fällen ist der Einsatz von chemischen Hilfsmitteln zur Verfestigung der Oberfläche erlaubt.

315.3 Präparierung für die klassische Technik 315.3.1 Für Einzelwettkämpfe mit Einzelstart in der klassischen Technik sollten ein bis zwei Spuren gelegt werden. Bei Richtungsänderungen ist die Linienführung so zu wählen, dass die Ski ungebremst in den Spuren gleiten können. Wo dies wegen hohem Tempo oder engem Radius nicht gewährleistet werden kann, ist die Spur zu entfernen. Beim Entscheid muss von den konditionell

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 28 stärksten Läufern und der höchstmöglichen Geschwindigkeit ausgegangen werden.

In Kurven sollte die Spur so nahe an die Abgrenzung gelegt werden, dass ein Laufen zwischen der Spur und der Abgrenzung verhindert wird. 315.3.2 Die Spuren müssen so präpariert werden, dass sie die Kontrolle der Ski und ihr Gleiten ohne seitlichen Bremseffekt durch Bindungsteile ermöglichen. Die zwei Spuren (eine pro Ski) sollten 17‐ 30 cm auseinander liegen, gemessen von Mitte zu Mitte jeder Spur. Die Tiefe der Spuren sollte, selbst im Falle von hartem oder gefrorenem Schnee, 2‐5 cm betragen. 315.3.3 Wo mehrere Spuren benutzt werden, sollten diese 1.00 ‐ 1.20 Meter auseinander liegen, gemessen von Mitte zu Mitte jedes Spurpaares.

315.3.4 Die letzten 40 ‐ 60 m gehören zum Zieleinlauf. Der Beginn dieser Zone muss klar markiert werden. Diese Zone wird normalerweise in drei Korridore geteilt und gut markiert. Die Markierung darf die Skiführung nicht behindern. 315.4 Präparierung für die freie Technik 315.4.1 Für Wettkämpfe in der freien Technik mit Einzelstart sollte die Strecke mindestens 4 m breit gut gewalzt sein. In Abfahrten mit Spur sollte diese der Ideallinie der Strecke folgen. 315.4.2 Die letzten 40 ‐ 60 m gehören zur Zielzone. Der Beginn dieser Zone muss klar markiert werden. Diese Zone sollte 6 ‐ 9 Meter breit sein, wird in zwei bis drei Bahnen geteilt und gut markiert.

Die Markierung darf die Skiführung nicht behindern.

315.5 Präparation für Skiathlon‐ und Verfolgungswettkämpfe 315.5.1 Für Skiathlon sollten auf der klassischen Strecke zwei bis vier Spuren gelegt werden. Auf der freien Strecke sollte es möglich sein, dass 2 ‐ 3 Athleten nebeneinander laufen könnten. Somit sollte die Strecke in den Aufstiegen eine Breite von 6 ‐ 9 m aufweisen. 315.5.2 Für Verfolgungsrennen muss das Startgelände so angelegt sein, dass 2 ‐ 3 Startspuren/Korridore benützt werden können. Für die freie Technik muss die Breite jedes Startkorridors mindestens 3 Meter betragen. Bei Wettkämpfen in der klassischen Technik sollten entlang der Strecke 2‐4 klassische Spuren gelegt werden.

Bei Wettkämpfen in der freien Technik sollten 2 ‐ 3 Athleten ohne gegenseitige Behinderung auf dem grössten Teil der Strecke nebeneinander laufen können. 315.6 Präparation für Massenstart 315.6.1 Die ersten 50 Meter werden als Startzone bezeichnet. Diese Zone kann in Korridore aufgeteilt werden. Die Anzahl, Breite und Länge der Korridore wird von der Jury je nach Wettkampfformat und Stadionlayout festgelegt. Es ist sinnvoll, auch bei Wettkämpfen in der freien Technik, in der Startzone klassische Spuren zu legen.

Anschliessend gibt es eine Zone, in der die Startspuren in die normale Wettkampfstrecke übergehen. Bei Wettkämpfen in der klassischen Technik sollten entlang der Strecke 2‐4 klassische Spuren gelegt werden. Bei Wettkämpfen in der freien Technik sollten 2 ‐ 3 Athleten ohne gegenseitige Behinderung auf dem grössten Teil der Strecke nebeneinander laufen können. Entlang der Strecke dürfen keine Engpässe oder sonstige Hindernisse sein, welche ein Staurisiko verursachen. 315.7 Präparation für Sprint‐Wettkämpfe siehe Art. 361 ff.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 29 316 Markierung der Strecke 316.1 Die Markierung der Strecke muss so eindeutig sein, dass für die Wettkämpfer kein Zweifel über den Streckenverlauf besteht.

Dies ist besonders wichtig für Abfahrten und Richtungsänderungen, ferner bei ungenügender Sicht infolge Nebel oder Schneetreiben. Die Markierungsfähnchen sollen in der Regel stets auf der gleichen Seite der Strecke angebracht werden.

316.2 Für die Markierung der Strecke werden Tafeln, Richtungspfeile, Fähnchen und Bänder benutzt. 316.3 Abzweigungen sind durch deutlich sichtbare Markierungen zu kennzeichnen. 316.4 An den Schweizermeisterschaften ist die Strecke mit Km‐Tafeln auszustatten. Für die übrigen Wettkämpfe wird die Kilometermarkierung empfohlen. 317 Verpflegungsstellen 317.1 Bei Wettkampfdistanzen über 15 km ist in der Nähe des Stadions eine Verpflegungsstelle einzurichten. Diese ist so einzurichten, dass sich die Wettkämpfer ohne wesentlichen Zeit‐ und Rhythmusverlust verpflegen können.

317.2. Bei Massenstartwettkämpfen müssen die Betreuer beim Verpflegen der Athleten eine feste Position beibehalten.

317.3. Nach dem Zieleinlauf muss bei jedem Wettkampf eine Verpflegungsstelle eingerichtet sein. 318 Das Skilanglaufstadion 318.1 Der Stadionbereich Die Anordnung des Stadions soll eine funktionelle Einheit bilden. Die notwendigen Bereiche für die Startvorbereitungen, den Start (Anzahl Spuren/Korridore), den Transit, die Wechselzone, den Zieleinlauf und die Zielbetreuung müssen den Wettkampfformen entsprechend gut markiert und abgezäunt sein. Eine vorgängige Besprechung mit dem TD ist wichtig. 318.2 Arbeitsbedingungen 318.2.1 An Schweizermeisterschaften ist den Medienvertretern ein geeigneter Raum zur Verfügung zu stellen.

Den Teams sind in der Nähe des Stadions genügend Wachsplätze und Testspuren zur Verfügung zu stellen.

318.2.2 Für die Zeitnahme und Datenverarbeitung ist ein geschützter Raum zur Verfügung zu stellen. 318.2.3 Ein geheizter Raum muss dem Chef des Sanitätsdienstes in der Nähe des Stadions zur Verfügung stehen. 318.3 Zusätzliche Einrichtungen 318.3.1 Toiletten müssen in der Nähe des Stadions zur Verfügung stehen und leicht erreichbar sein.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 30 318.4 Einrichtungen für aktuelle Informationen 318.4.1 Zwischenzeiten und inoffizielle Ergebnisse müssen in geeigneter Form laufend bekannt gegeben werden.

318.4.2 Lautsprecher sollen für die Durchsage von laufenden Informationen eingesetzt werden.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 31 C. Der Wettkampf und die Wettkämpfer 331 Anforderungen an die Wettkämpfer 331.1 Kategorien 331.2 Altersgrenze Für die Kategorieneinteilung ist der Jahrgang massgebend. 331.2.1 Kategorien Altersgrenzen Kategorien Altersgrenzen Damen : Herren : U 10 9 Jahre und jünger U 10 9 Jahre und jünger U 12 10 ‐ 11 Jahre U 12 10 ‐ 11 Jahre U 14 12 ‐ 13 Jahre U 14 12 ‐ 13 Jahre U 16 14 ‐ 15 Jahre U 16 14 ‐ 15 Jahre U 18 16 ‐ 17 Jahre U 18 16 ‐ 17 Jahre U 20 18 ‐ 19 Jahre U 20 18 ‐ 19 Jahre Damen 20 ‐ 29 Jahre Herren 20 ‐ 29 Jahre Damen Masters 1 30 ‐ 34 Jahre Herren Masters 1 30 ‐ 34 Jahre Damen Masters 2 35 ‐ 39 Jahre Herren Masters 2 35 ‐ 39 Jahre Damen Masters 3 40 ‐ 44 Jahre Herren Masters 3 40 ‐ 44 Jahre Damen Masters 4 45 ‐ 49 Jahre Herren Masters 4 45 ‐ 49 Jahre Damen Masters 5 50 ‐ 54 Jahre Herren Masters 5 50 ‐ 54 Jahre Damen Masters 6 55 ‐ 59 Jahre Herren Masters 6 55 ‐ 59 Jahre Damen Masters 7 60 ‐ 64 Jahre Herren Masters 7 60 ‐ 64 Jahre Damen Masters 8 65 ‐ 69 Jahre Herren Masters 8 65 ‐ 69 Jahre Damen Masters 9 70 ‐ 74 Jahre Herren Masters 9 70 ‐ 74 Jahre Damen Masters 10 75 ‐ 79 Jahre Herren Masters 10 75 ‐ 79 Jahre Damen Masters 11 80 Jahre und älter Herren Masters 11 80 Jahre und älter 331.2.2 Zusammenlegen von Kategorien Bei weniger als fünf Startenden pro Kategorie, können diese zusammengelegt werden.

Ausgenommen sind die Kategorien U16 und jünger.

331.3 Start in einer höheren Kategorie Der Start in der nächst höheren Kategorie ist gestattet. Für Masters‐Wettkämpfer ist der Start in sämtlichen höheren Kategorien gestattet. Die Kategorien Damen und Herren gelten als höchste Kategorien. Dementsprechend gelten jüngere beziehungsweise ältere Kategorien als Damen und Herren, als tiefere Kategorien. 332 Ärztliche Untersuchungen 332.1 Medizinische Codes Der Wettkämpfer hat alle Aspekte des Medizinischen Codes zu befolgen (siehe Art. 212)

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 32 333 Wettkampfanmeldung 333.1 Anmeldung Die Anmeldungen sind termingerecht und in der vorgeschriebenen Form an die Meldestelle des Organisationskomitees zu senden.

333.1.1 Es ist den Clubs untersagt, denselben Wettkämpfer gleichzeitig für mehrere Veranstaltungen, die am gleichen Datum vorgesehen sind, anzumelden. Der fehlbare Club wird durch die KWO verwarnt. Im Wiederholungsfall kann die KWO Massnahmen in Erwägung ziehen. 333.2 Inhalt und Form der Anmeldung 333.2.1 Code oder Personalnummer, Familienname, Vorname, Geburtsjahr, Club und Punkte (aktuelle Liste).

333.2.2 Genaue Angaben für welche Disziplinen die Anmeldung bestimmt ist. 333.2.3 Mit der Anmeldung bestätigt der Club, der Wettkämpfer oder der Regionalverband dass die gemachten Angaben wahrheitsgetreu sind und übernimmt gleichzeitig dafür die Verantwortung. 333.2.4 Die von einem Club oder Regionalverband angemeldeten Wettkämpfer werden nur unter der Voraussetzung ausgelost, dass die Anmeldungen in der vom Organisator vorgesehenen Frist und auf dem offiziellen Meldeformular eingegangen sind.

334 Gruppierung und Startreihenfolge 334.1 Gruppierung Das Wettkampfkomitee teilt die Teilnehmer einer Kategorie je nach ihren bisherigen Wettkampferfolgen in Gruppen ein.

334.2 Startreihenfolge und Auslosung Einzellauf Der Organisator bestimmt in Absprache mit dem TD die Startreihenfolge der verschiedenen Kategorien und Gruppen, wobei der Gruppe mit den besten Wettkämpfern die voraussichtlich günstigste Startzeit zugewiesen werden kann. Die Gruppeneinteilung erfolgt gemäss den aktuellen FIS‐Punkten resp. U16 Swiss‐Ski‐Punkten. Läufer ohne Punkte werden in der schwächsten Gruppe ausgelost. Eine Gruppe umfasst normalerweise 15 Wettkämpfer. Innerhalb der Gruppe kann ausgelost werden. Die Jury hat das Recht, Mitgliedern eines Swiss‐Ski Biathlonkaders und/oder Mitgliedern eines Swiss‐Ski‐Kaders in der Nordischen Kombination eine ihrem Leistungsniveau entsprechende Startposition zuzuweisen.

334.3 Startreihenfolge Massenstart Die Startaufstellung erfolgt nach der letzten gültigen FIS‐Punkte Liste resp. U16‐Swiss‐Ski‐Punkte Liste. Läufer ohne Punkte werden in der schwächsten Gruppe ausgelost. Die Jury hat das Recht, Mitgliedern eines Swiss‐Ski Biathlonkaders und/oder Mitgliedern eines Swiss‐Ski‐Kaders in der Nordischen Kombination eine ihrem Leistungsniveau entsprechende Startposition zuzuweisen. 335 Nachmeldungen und Ersatzwettkämpfer 335.1 Zulassung von Nachmeldungen Die Zulassung von Nachmeldungen liegt im Ermessen des Veranstalters, in Absprache mit dem TD und dem Auswerter.

Es sollten ausserordentliche Gründe vorliegen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 33 336 Startnummern 336.1 Anforderungen Startnummern müssen von der Vorderseite und der Rückseite lesbar sein und dürfen die Athleten nicht behindern. Die Grösse, die Form und die Befestigungsart dürfen nicht verändert werden. Wenn möglich sollten die Ziffern auch seitlich aufgedruckt sein. 337 Training und Besichtigung der Strecke 337.1 Trainingsgelegenheiten 337.1.1 Den Wettkämpfern sollte Gelegenheit gegeben werden, auf der Strecke im Wettkampfzustand zu trainieren und diese zu besichtigen.

Die Strecke sollte, wenn möglich, einen Tage vor dem Wettkampf geöffnet sein. Bei aussergewöhnlichen Verhältnissen kann die Jury die Strecke sperren oder den Wettkämpfern bestimmte Streckenteile und Zeiten zuweisen. 341 Die Wettkämpfer im Wettkampf 341.1 Verantwortlichkeiten 341.1.1 Der Wettkämpfer ist selbst verantwortlich, dass er rechtzeitig am Start erscheint und zur korrekten Zeit startet. Er muss vom Start bis ins Ziel der markierten Strecke folgen und dabei alle Kontrollposten passieren und sich gegenüber anderen Wettkämpfern fair verhalten. Er muss die gesamte Strecke auf seinen (markierten) Ski und aus eigener Kraft zurücklegen.

Die Hilfe von Schrittmachern und schiebenden Helfern ist nicht erlaubt.

341.1.2 Bei allen Wettkämpfen dürfen Stöcke ausgewechselt werden. Die Skis dürfen nur gewechselt werden, wenn: ‐ Die Skis oder die Bindungen gebrochen oder beschädigt sind. Die Ausrüstungsbeschädigungen müssen von der Jury überprüft werden. ‐ Boxen für den Austausch von Ski platziert sind (Skiathlon und evtl. Langdistanzrennen). Im Falle eines Skiwechsels infolge Beschädigung, muss der Athlet diesen ausserhalb der Spur vornehmen und darf keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen. Wachsen, Abkratzen und Reinigen der Ski des Wettkämpfers während des Wettkampfes sind verboten. Ausnahme: In der klassischen Technik darf der Wettkämpfer Schnee und Eis von den Skis abkratzen und wenn nötig Wachs auftragen.

Der Wettkämpfer darf für das Nachwachsen von Hand nur Material benützen, welches im Einzelhandel erhältlich ist (Wachs, Klinge, Kork usw.). Der Wettkämpfer muss dies neben der Spur und ohne fremde Hilfe erledigen.

Wenn bei Langdistanzrennen Skiwechselboxen bereitgestellt sind, hat ein allfälliger Skiwechsel innerhalb der Boxen zu erfolgen. Die Jury entscheidet über das Bereitstellen der Boxen und gibt dies an der Mannschaftsführersitzung bekannt. Die Anzahl der Skiwechsel ist wie folgt limitiert: -1 mal bei Wettkämpfen bis zu 30 km -2 mal bei Wettkämpfen über 30 km. 341.1.3 In allen Wettkämpfen sind keine Behinderungen erlaubt. 341.1.4 Während eines Einzelstartwettkampfes muss ein Wettkämpfer, der von einem andern überholt wird, auf die erste Aufforderung hin den Weg freigeben, ausser im Sprintwettkampf und in

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 34 markierten Zonen (siehe 341.1.5).Dies gilt bei Wettkämpfen in der klassischen Technik, auch wenn die Strecke zwei Spuren aufweist und bei Wettkämpfen in der freien Technik, auch wenn der überholte Wettkämpfer dadurch seine Skating Tätigkeit einschränken muss. 341.1.5 In Streckenabschnitten mit markierten Korridoren müssen die Wettkämpfer einen Korridor wählen und darin laufen. Ein Wettkämpfer darf die Korridore wechseln, solange Artikel 341.1.3 beachtet wird (ausser in Startkorridoren; hier dürfen die Korridore nicht gewechselt werden).

341.1.6 In Verfolgungs‐ Massenstart‐ und Staffelwettkämpfen können Wettkämpfer oder Mannschaften, die überrundet werden, aus dem Wettkampf genommen werden.

Die Jury entscheidet, ob nach dem Zieleinlauf des Siegers die überrundeten Athleten die ganze Wettkampfdistanz laufen sollen oder den Wettkampf nach der aktuellen Runde mit dem Zieldurchlauf beenden sollen. Die überrundeten Wettkämpfer respektive Teams werden auf der Schlussrangliste nach Anzahl gelaufener Runden und gemäss Platzierung bei der letzten Zwischenzeit rangiert. 341.1.7 Der Wettkämpfer hat die Anweisungen der Wettkampffunktionäre und des Ordnungsdienstes zu befolgen.

342 Funktionäre und andere Personen während dem Wettkampf 342.1 Verantwortlichkeiten 342.1.1 Wenn erforderlich erlässt der TD spezielle Weisungen betreffend Ordnung und Sicherheit auf der Strecke, im Stadion und im Mannschaftsvorbereitungsbereich.

342.1.2 Für die Ordnung und Kontrolle auf der Strecke gelten die folgenden Grundsätze: ‐ über die ganze Dauer des Wettkampfes sollten Funktionäre, Trainer und alle anderen Nichtwettkämpfer an ihrer eingenommenen Position an der Strecke stehen bleiben. Die Ski sind während dieser Zeit zu deponieren.

‐ beim Geben von Zwischenzeiten und Informationen an die Wettkämpfer ist es nicht erlaubt, mehr als 30 Meter neben Wettkämpfern herzulaufen ‐ während dieser Arbeit ist sicherzustellen, dass keine Wettkämpfer behindert werden. ‐ drahtlose Unterstützung, Verbindung zwischen Athlet und Trainer ist nicht zugelassen. 342.1.3 Jedermann ist verpflichtet sich auf der Wettkampfstrecke immer in der Wettkampfrichtung zu bewegen und hat auf die Sicherheit anderer Personen, sowie auf die Strecke und die Präparierung zu achten. Elektronische Zeitmessungen für Skitests während des Wettkampfes sind nicht erlaubt.

D. Start, Zeitmessung, Zieleinlauf, Ergebnisse 351 Start 351.1 Startformen 351.1.1 Für Wettkämpfe des nationalen Terminkalenders werden Einzelstarts, Massenstarts, Blockstarts und Verfolgungsstarts durchgeführt. Einzelstarts erfolgen normalerweise in Halbminuten‐ Intervallen. Der TD kann kürzere oder längere Intervalle genehmigen, um faire Bedingungen für die Wettkämpfer zu schaffen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 35 351.2 Einzelstartverfahren 351.2.1 Der Starter gibt jedem Wettkämpfer 10 Sekunden vor dem Start die Ankündigung "Achtung". 5 Sekunden vor dem Start beginnt er den Count Down 5‐4‐3‐2‐1, gefolgt durch das Startkommando "Los", "Allez" oder "Go". Bei elektronischer Zeitnahme sollte ein elektronisch‐akustisches Startsignal simultan zum Startkommando gegeben werden. Die Startuhr ist so zu positionieren, dass sie vom Wettkämpfer gut gesehen werden kann.

351.2.2 Der Wettkämpfer muss seine Füsse hinter der Startlinie in Ruhestellung platziert haben, bevor der Starter das Startkommando gibt. Die Stöcke sollen vor der Startlinie und/oder dem Starttor in Ruhestellung postiert sein. 351.2.3 Wenn Handzeitnahme benutzt wird, muss der Wettkämpfer genau bei der in der Startliste festgelegten Zeit starten. Startet ein Wettkämpfer zu spät, gilt die Startzeit der Startliste. Die Sanktionen bei einem Frühstart sind in Art. 393.2 definiert.

351.2.4 Bei Benutzung elektronischer Zeitnahme kann ein Wettkämpfer zwischen drei Sekunden vor und drei Sekunden nach dem Startsignal starten.

Startet er mehr als drei Sekunden vor dem Startsignal, ist dies ein Frühstart. Die entsprechenden Sanktionen sind in Artikel 393.2 definiert. Wenn er mehr als drei Sekunden zu spät startet, gilt die Startzeit der Startliste. 351.2.5 Ein Wettkämpfer der zu spät startet, darf den Start anderer Wettkämpfer nicht behindern. 351.2.6 Sowohl bei elektronischer als auch bei Handzeitnahme muss die tatsächliche Zeit für den Fall notiert werden, dass die Jury entscheidet, der Spätstart sei auf "höhere Gewalt" zurückzuführen. 351.3 Massenstartverfahren 351.3.1 Gruppierung und Startreihenfolge Wie beim Einzelstart gemäss Artikel 334 351.3.2 Beim Massenstart ist ein Startverfahren zu wählen, das den Wettkämpfer nach aufsteigender Startnummer in gleichmässigen Abständen zurückversetzt.

Das heisst, der bestrangierte Wettkämpfer – oder das Team ‐ (gemäss aktueller Punkteliste) nimmt die vorteilhafteste Startposition ein, gefolgt vom nächst Bestplatzierten usw. In der Regel wird ein Start in Keilform angewendet. Jeder Teilnehmer soll auf die gleiche Distanz zum Vordermann gesetzt werden. (Siehe Anleitung zum Massenstartverfahren unter www.fis‐ski.com) 351.3.3 Das Startprozedere für einen Massenstart beginnt zwei Minuten vor dem Startsignal. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich alle Athleten in den ihnen zugewiesenen Startspuren. Auf das Kommando „eine Minute bis zum Start“ nehmen die Athleten ihre Startposition ein.

Das nächste Kommando lautet „30 Sekunden bis zum Start“. Wenn alle Athleten ruhig in der Startposition („set‐position“) verharren, erfolgt das Startkommando oder Signal. 351.4 Pflichten der Startfunktionäre 351.4.1 Der Starter muss sicherstellen, dass die Wettkämpfer zur korrekten Startzeit starten. Helfer, die einige Meter nach der Startlinie stehen, ergreifen geeignete Massnahmen, um die Wettkämpfer im Falle eines Fehlstarts aufzuhalten.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 36 351.5 Konsequenzen eines Fehlstarts 351.5.1 Beim Intervall‐ oder Verfolgungsstart wird keiner der Athleten, welcher einen Fehlstart gemacht hat, durch einen Startrichter oder ein Jurymitglied zurückgerufen. Dieser Fehlstart wird der Jury gemeldet und die Jury wird die entsprechende Sanktion vornehmen (z.B. Zeitstrafe). 351.5.2 Ein Fehlstart bei Massenstart hat zur Folge, dass nochmals gestartet werden muss. Der Starter ist verpflichtet, ein Neu‐Start Signal zu geben (2.

Schuss) und er benötigt weitere Helfer, welche entlang der Startstrecke stehen und die Athleten wieder zurückweisen. 352 Die Zeitmessung 352.1 Verfahren 352.1.1 Für die im Nationalen Terminkalender aufgeführten Wettkämpfe sollte wenn möglich eine elektronische Zeitmessung benutzt werden. Die elektronische Zeitmessung wird immer durch Handzeitnahme ergänzt. Die Ergebnisse beider Systeme werden gegenseitig überprüft. 352.1.2 Für die Kalkulation werden die Start‐ und Zielzeiten auf Hundertstel 1/100 (0.01) genommen. Die kalkulierte Nettozeit für alle Wettkämpfer wird bestimmt durch Abzählen der aufgenommen Startzeit von der registrierten Schlusszeit.

Die Endzeiten der Athleten werden nach Abschneiden der Nettozeit in vollen Zehntelsekunden 1/10 (0.1) gemessen. (z.B. aus 38:24.38 wird 38:24.3). 352.1.3 Nur in der Qualifikation der Sprintwettkämpfe werden die Zeiten auf die Tausendstelsekunde (1/1000) genau gemessen. Das Schlussresultat wird in 1/100 festgelegt.

352.1.4 Wenn ’Transponder' eingesetzt werden, ist es für die Wettkämpfer obligatorisch diese zu tragen. Beim Fotofinish entscheidet der Zielfilm und nicht der Transponder. Bei Schweizermeisterschaften muss die Zeit mit Starttor und im Ziel mit Fotozellen gemessen werden. 352.1.5 Wenn die elektronische Zeitmessung vorübergehend versagt, wird die Handzeitnahme benutzt, korrigiert durch die durchschnittliche Zeitdifferenz, die sich zwischen elektronischer Zeitmessung und der Handzeitnahme ergibt. Bei häufigerem oder komplettem Ausfall der elektronischen Zeitnahme während eines Wettkampfes, wird die Handzeitnahme für alle Wettkämpfer benutzt.

Wenn die Handzeitnahme verwendet wird, muss die tatsächliche Startzeit genommen werden. 352.2 Zwischenzeiten 352.2.1 Bei Wettkampfdistanzen von 10 km und mehr sollten Zwischenzeiten genommen werden. 353 Zieleinlauf 353.1 Verfahren 353.1.1 Bei Handzeitnahme wird die Zeit genommen, wenn der vordere Fuss des Läufers die Linie zwischen den beiden Zielpfosten überquert.

353.1.2 Bei elektronischer Zeitmessung wird die Zeit genommen, die durch die Kontaktunterbrechung ausgelöst wird. Der Messpunkt von Licht‐ oder Fotoschranken muss sich in einer Höhe von 25 cm über der Schneeoberfläche befinden.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 37 353.1.3 Wenn ein Wettkämpfer stürzt, während er die Ziellinie überquert, wird ihm nur dann diese Zeit berechnet siehe Art. 353.1.1 oder 353.1.2, wenn alle Teile seines Körpers ohne fremde Hilfe über die Ziellinie gelangen.

353.1.4 Der Zielrichter ist für das Führen einer Liste verantwortlich, in der die Reihenfolge des Zieleinlaufes der Wettkämpfer notiert wird. Er übergibt diese Liste dem Chef der Zeitnahme. 353.1.5 Bei Sprints, Verfolgungs‐ und Massenstartwettkämpfen sollten zwei Video‐Kameras zur Verfügung stehen, die auf jeder Seite der Ziellinie aufgestellt werden. Eine der beiden Video‐ Kameras soll in einem Winkel von 85° von vorne zur Ziellinie aufgestellt werden. Zusätzlich ist eine dritte Video‐Kamera empfohlen, welche die einlaufenden Läufer von hinten aufnimmt, um deren Startnummern erkennen zu können.

Das Fotofinish muss an der Vordergrenze der Ziellinienmarkierung ausgerichtet sein.

353.1.6 Bei Foto‐Finish werden die betroffenen Athleten in der Reihenfolge rangiert, wie sie mit der führenden Fussspitze die vertikale Fläche der Ziellinie überqueren. 353.1.7 Elektrizität Versorgungskabel sollen nicht innerhalb von +/‐ 2 Metern entfernt der Ziellinie vergraben werden. 353.1.8 Die Ziellinie muss deutlich durch eine farbige Linie markiert sein. Die Breite der Ziellinie darf maximal 10 cm betragen. (Holzbalken eingraben) 354 Berechnung der Ergebnisse 354.1 Verfahren 354.1.1 Die Ergebnisse werden anhand der Differenz zwischen Ziel‐ und Startzeit berechnet. 354.1.2 Wenn zwei oder mehrere Wettkämpfer die gleiche Zeit aufweisen, erhalten sie die gleiche Platzierung auf der Ergebnisliste.

Der Wettkämpfer mit der niedrigeren Startnummer wird als erster aufgeführt.

354.1.3 Für zusätzliche Resultatinformation bei Einzelsprints, Sprintstaffeln und Verfolgungswettkämpfen siehe WR Art. 361.3, 362, 363 355 Veröffentlichung der Ergebnisse 355.1 Verfahren 355.1.1 Die inoffizielle Ergebnisliste ist nach dem Wettkampf so schnell wie möglich ‐ mit Angabe der Zeit der Veröffentlichung ‐ an der offiziellen Anzeigetafel auszuhängen. Nach Ablauf der Protestfrist und allfälligen Jury‐Beschlüssen wird die Ergebnisliste offiziell. 355.1.2 Die offizielle Ergebnisliste muss enthalten: - Name des Organisators - Austragungsort und Datum - Wettkampfnummer - die Zusammensetzung der Jury - Lauftechnik - Startverfahren - Streckenlängen

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 38 - die endgültige Reihenfolge der Wettkämpfer - ihre Startnummer - Zeiten und evtl. Zwischenzeiten - Namen der angemeldeten Wettkämpfer, die nicht gestartet sind - Namen der gestarteten Wettkämpfer, die den Wettkampf nicht beendeten - Namen der disqualifizierten Wettkämpfer mit Auflistung des WR‐Artikels - Anzahl angemeldet, Anzahl gestartet, Anzahl rangiert - Wetter und Lufttemperatur - Schneeart und Schneetemperatur - Chef Zeitnahme und Datenverarbeitung Beispiele können auf der FIS‐Webseite Langlauf (www.fis‐ski.com) oder direkt beim FIS‐Büro nordisch bezogen werden.

355.1.3 Der TD unterzeichnet nach erfolgter Kontrolle die offizielle Ergebnisliste und bescheinigt damit deren Richtigkeit. E. Sprintwettkämpfe, Verfolgungswettkämpfe 361 Individuelle Sprintwettkämpfe 361.1 Der individuelle Sprintwettkampf besteht aus einem Qualifikationswettkampf mit Intervallstart und Finalläufen. Nach der Qualifikation starten die Athleten in Finaldurchgängen mit Massenstarts, die verschiedene Formen aufweisen können. 361.2 Qualifikation 361.2.1 Die Startreihenfolge für den Qualifikationswettkampf (Prolog) wird zuerst nach den FIS‐Sprint‐ Punkten, dann nach FIS‐Distanz‐Punkten aufsteigend festgelegt.

Wettkämpfer ohne FIS‐Punkte werden ausgelost. Für die U16 Kategorien werden die Swiss‐Ski‐Punkte berücksichtigt. 361.2.2 Die Startintervalle können 15, 20 oder 30 Sekunden betragen. 361.2.3 Wettkampfstrecke und ‐distanz müssen im Prinzip dieselben sein wie in den Finals. 361.2.4 Wenn der Wettkampf über zwei Runden führt, muss die Strecke in zwei Korridore aufgeteilt werden, falls keine Korridore möglich sind, sollte ein Blockstart durchgeführt werden (siehe Grundlagen FIS Website).

361.2.5 Im Falle von gleichen Zeiten in der Qualifikation, werden die Wettkämpfer gemäss ihren FIS‐ Sprint‐Punkten rangiert (siehe 361.2.1). Wettkämpfer mit der gleichen Qualifikationszeit, welche sich nicht für die Viertelfinals qualifizierten haben, erhalten den gleichen Rang auf der Rangliste. 361.3 Finaldurchgänge 361.3.1 Entsprechend der Teilnehmerzahl entscheidet der Organisator, ob die Finaldurchgänge mit 6 Athleten in 4 oder 5 Durchgängen oder mit 4 Athleten in 4 Durchgängen durchgeführt werden. Mit weniger als 20 Athleten in der Qualifikation kann die Jury entscheiden, dass eine verkürzte Version der nachstehenden Tabellen benutzt wird.

Die Jury kann aber auch entscheiden, dass direkt Halbfinale oder Finalläufe durchgeführt werden, falls die Anmeldungen sehr gering sind.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 39 361.3.2 Die Zuteilung der Athleten zu den Viertelfinals erfolgt anhand der Rangierung in der Qualifikation. Im Falle von gleichen Qualifikationszeiten werden die Wettkämpfer, welche das Viertelfinale erreicht haben, gemäss ihren FIS Sprint Punkten, respektive Swiss‐Ski Punkten in der Qualifikationsrangliste aufgelistet. Gibt es wiederum einen Gleichstand, werden die Positionen ausgelost. Eine Zeitgleichheit ändert die maximale Anzahl der qualifizierten Wettkämpfer nicht.

Die Startpositionen in den Halb‐ und Finals erfolgt gemäss der Rangierung und Zeit in der vorausgehenden Runden. Beispiel für die verschiedenen Sprintformen sind auf der FIS Webseite ‐ Langlauf oder beim FIS Büro Nordisch erhältlich. Die untenstehende Tabelle zeigt die Zuteilung der Athleten zu den jeweiligen Heats.

*Falls bei den Heats keine Zeitnahme erfolgt, qualifizieren sich die 3. platzierten Wettkämpfer aller Viertelfinal‐Heats für die 6. Position in den Halbfinal Heats. Der 3. rangierte Athlet mit der schnellsten Qualifikationszeit (Q R3‐1) wird in den Halbfinal S1 und der 3. rangierte Athlet mit der zweitschnellsten Qualifikationszeit (Q R3‐2) wird in den Halbfinal S2 gesetzt. Oder man verwendet: TABELLE B Viertelfinale mit 4 Heats, maximal 24 weiter Qualifiziert für Heats Q1 Q2 Q3 Q4 Verteilung 1 – 16 1 4 2 3 8 5 7 6 9 12 10 11 16 13 15 14 Erweiterte Verteilung 17 – 20 17 20 18 19 Erweiterte Verteilung 21 – 24 24 21 23 22 TABELLE A Viertelfinale mit 6 Athleten in 5 Heats, maximal 30 weiter Qualifiziert zu Heats Q1 Q2 Q3 Q4 Q5 Verteilung 1 ‐ 20 1 4 5 2 3 10 7 6 9 8 11 14 15 12 13 20 17 16 19 18 Verteilung 21 ‐ 25 21 24 25 22 23 Verteilung 26 ‐ 30 30 27 26 29 28 Tabelle A Fortsetzung Halbfinale (12) Finale (6 + 6) S1 S2 B Finale A Finale Q1 #1 Q4 #1 S1 #4 S1 #1 Q1 #2 Q4 #2 S2 #4 S2 #1 Q2 #1 Q5 #1 S1 #5 S1 #2 Q2 #2 Q5 #2 S2 #5 S2 #2 Q3 #1 Q3 #2 S1 #6 S1 #3 R3‐2* R3‐1* S2 #6 S2 #3

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 40 Tabelle B Fortsetzung Halbfinale (8) Finale (4 + 4) S1 S2 B Finale A Finale Q1 #1 Q3 #1 S1 #3 S1 #1 Q1 #2 Q3 #2 S1 #4 S1 #2 Q2 #1 Q4 #1 S2 #3 S2 #1 Q2 #2 Q4 #2 S2 #4 S2 #2 361.3.3 In den Finaldurchgängen werden die Startpositionen nach folgenden Kriterien festgelegt: ‐ Viertelfinale ‐ Wettkampfzeit (Rangliste) aus der Qualifikation ‐ Halbfinale ‐ Platzierung in den Viertelfinals und Qualifikationszeit ‐ Finale ‐ Platzierung in den Halbfinalen und Qualifikationszeit 361.3.4 Wettkämpfer mit dem gleichen Rang in den Viertels‐ oder Halbfinals (falls kein B‐Final stattfindet), welche nicht die nächste Runde erreichen konnten, werden gemäss ihrer Qualifikationszeit rangiert.

361.3.5 Sollte es in einem Viertel‐ oder Halbfinale ein totes Rennen zwischen 2 Läufern geben, wird der Wettkämpfer mit der besseren Qualifikationszeit (Qualifikationsrang) besser gereiht. Sollte es in einem A‐ oder B‐Finale ein totes Rennen geben, werden beide Wettkämpfer in der Ergebnisliste am selben Platz gereiht. 361.3.6 Startverfahren und Fehlstarts 361.3.6.1 Elektronische und/oder mechanische Start Gates, dürfen bei den Finalläufen einge‐ setzt werden, wenn sie durch den TD, TD Assistent oder RD Swiss‐Ski geprüft sind. Der Startbereich (18m) wird mit einer Startlinie und einer Vor‐Start‐Linie versehen; der Abstand der beiden Linien beträgt 2 m.

Die Athleten stellen sich an der Vor‐Start‐Linie auf, wo sie Anweisungen erhalten und wo ihnen die Startspuren/‐korridore zugewiesen werden. Der Starter gibt das Kommando: „take your positions“, die Wettkämpfer bewegen sich zur Startlinie und nehmen eine „Set“ Stellung (bewegungslos) ein. Nach 2 bis 5 Sekunden, wenn alle Athleten ruhig und in ihrer „Set“ Position sind, erfolgt das Startsignal.

361.3.6.2 Werden keine Start Gates verwendet, so gelten die gleichen Prinzipien und Abläufe wie oben beschrieben. 361.3.6.3 Fehlstarts werden vom Starter angezeigt ‐ durch Athleten oder technischen Fehler der Start‐ Gates ausgelöst. Jeder Wettkämpfer, der im gleichen Heat einen weiteren Fehlstart auslöst, wird aus dem Wettkampf genommen und wird als letzter des Finals, Halbfinals oder Viertelfinals rangiert (Rang 6, 12, 30 oder 4, 8, 16). 361.3.7 Wenn ein Wettkämpfer nicht startet oder nicht die gesamte Strecke absolviert, wird er auf den letzten Platz des Finals, Halbfinals oder Viertelfinals gesetzt (Ränge 6, 12, 30 oder 4, 8, 16).

Der Wettkampf ist für ihn beendet.

361.3.8 Wenn ein Wettkämpfer auf Grund „höherer Gewalt“ einen Lauf nicht beendet, wird er als letzter des jeweiligen Laufes gewertet. 361.3.9 Wenn in einem Sprint‐ und Teamsprintwettkampf ein Verstoss zu einer Disqualifikation führt und dieser Verstoss verhindert hat, dass ein anderer Wettkämpfer (oder Team) in die nächste Runde einzieht, kann die Jury diesem Wettkämpfer (oder dem Team) erlauben, in der nächsten Runde zu

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 41 starten.

In diesem Fall startet dieser Wettkämpfer (oder das Team) aus der am wenigsten vorteilhaften Startposition. 361.3.10 Behinderungen können auch durch Zurückversetzung des Wettkämpfers auf den letzten Rang des jeweiligen Laufs verbunden mit einer schriftlichen Verwarnung geahndet werden (Art. 390.2). 361.4 Strecke 361.4.1 Auf den ersten 20 ‐ 30 Meter sollten separate Korridore oder separate Spuren gelegt werden. 361.4.2 Die Strecke muss breit genug angelegt sein (6 – 10 m) und ohne viele enge Kurven, damit die Bedingungen für alle Konkurrenten dieselben sind.

361.4.3 Eine Sprintstrecke muss gerade Abschnitte beinhalten, welche genug breit sind und ein Überholen ermöglichen. 361.4.4 Auf langen Geraden der Strecke können Korridore markiert werden. Die Breite der Korridore für die freie Technik sollte 3 m und für die klassische Technik 1.5 m betragen. 361.4.5 Der Zieleinlauf soll drei bis vier Korridore aufweisen. Die Korridore sollen gerade und mindestens 40 m lang sein. 361.4.6 Die Zielzone soll mindestens 60 m lang sein. 361.5 Resultate 361.5.1 Bei Sprint Wettkämpfen mit 16 Athleten im Viertelfinale (siehe Tabelle B Art. 361.3.2) wird die Resultatliste wie folgt erstellt: ‐ 17  das Resultat der Qualifikationsrunde wird benutzt ‐ 13 – 16 der vierte Platz in jedem Viertelfinallauf basiert auf dem entsprechendem Rang der Qualifikationsrunde ‐ 9 ‐ 12 der dritte Platz in jedem Viertelfinallauf basiert auf dem entsprechenden Rang der Qualifikationsrunde ‐ 5 ‐ 8 basiert auf der Zielreihenfolge der B‐ Finale, falls diese ausgetragen werden ‐ 1 ‐ 4 basiert auf der Zielreihenfolge der A‐ Finale 361.5.2 In Sprint Wettkämpfen mit 30 Wettkämpfern im Viertelfinale (siehe Tabelle A, Art.

361.3.2) wird die Ergebnisliste wie folgt erstellt: ‐ 31. bis letzter Rang, das Ergebnis der Qualifikationsrunde wird benutzt ‐ 26.‐30. Rang, der sechste Platz in jedem Viertelfinallauf wird gemäss dem entsprechen dem Rang der Qualifikationsrunde festgelegt ‐ 21.‐25. Rang, der fünfte Platz in jedem Viertelfinallauf wird gemäss dem entsprechenden Rang der Qualifikationsrunde festgelegt ‐ 16./17.‐20. Rang, der vierte Platz in jedem Viertelfinallauf wird gemäss dem entsprechendem Rang der Qualifikationsrunde festgelegt (Ausnahme wenn einer dieser 4. Platzierten in das Semifinale kommt) ‐ 13.‐15./16.

Rang, der dritte Platz in jedem Viertelfinale, der nicht in das Semifinale kommt, wird gemäss dem entsprechenden Rang in der Qualifikation festgelegt ‐ 7.‐12. Rang, gemäss der Zielreihenfolge der B‐Finale, falls diese ausgetragen werden ‐ 1.‐6. Rang, gemäss der Zielreihenfolge der A‐Finale

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 42 361.6 Proteste 361.6.1 Aus Zeitgründen kann während den Viertelfinals und Halbfinals kein Protest angenommen werden. Proteste werden nur nach den Finals akzeptiert (analog den anderen Wettkämpfen). 362 Teamsprint (Sprintstaffel) 362.1 Der Teamsprint ist ein Staffelwettkampf, der von zwei Athleten bestritten wird, die abwechselnd je 3 bis 6 Runden absolvieren. Die Anzahl und Distanz der Runden müssen in der offiziellen Ausschreibung publiziert werden.

In männlichen Staffelteams können auch weibliche Wettkämpferinnen der entsprechenden Alterskategorie ohne Beschränkung ihrer Anzahl eigesetzt werden. Der Start in der nächst höheren Kategorie ist gestattet. Für Masters‐ Wettkämpfer ist der Start in sämtlichen höheren Kategorien gestattet. (Siehe Art. 331.3) 362.2 Anmeldung/Quoten 362.2.1 Die Anzahl der teilnehmenden Staffeln im Halbfinale sollte 15 und im Finale 10 nicht überschreiten. Normalerweise werden zwei Halbfinalläufe als Selektion für die Finalläufe genutzt. Die Qualifikationsverfahren von Halbfinalläufen für die Finalläufe basiert auf den folgenden Prinzipien: Werden die Zeiten in den Halbfinalläufen nicht gemessen, erreichen die 5 besten Mannschaften von jedem Halbfinallauf den Finallauf.

Werden die Zeiten der Halbfinalläufe gemessen, qualifizieren sich die besten 3 Mannschaften von jedem Halbfinal direkt, und zu‐ sätzlich qualifizierten sich die vier zeitschnellsten der beiden Halbfinalläufe in den Rängen 4 bis 7. Im Falle von Zeitgleichheit werden die Teams nach den Gesamtpunkten des Teams rangiert. Gibt es dabei wiederum einen Gleichstand, werden die Positionen ausgelost. 362.2.2 Wenn mehr als 30 Teams gemeldet sind, kann die Jury entscheiden, 3 Halbfinalläufe durchzuführen. Werden die Zeiten in den Halbfinalläufen nicht gemessen, erreichen die 4 besten Mannschaften von jedem Halbfinallauf den Finallauf.

Werden die Zeiten der Halbfinalläufe gemessen, qualifizieren sich die 3 besten Mannschaften von jedem Halbfinal direkt, und zusätzlich qualifizieren sich die drei zeitschnellsten der drei Halbfinalläufe in den Rängen 4 bis 6. Bei drei Halbfinalläufen erfolgt die Verteilung der Teams gemäss folgendem Prinzip: A 1 6 7 12 13 18 19 24 etc B 2 5 8 11 14 17 20 23 C 3 4 9 10 15 16 21 22 362.3 Startordnung 362.3.1 Die Mannschaft mit der kleinsten Summe der addierten FIS‐Sprint‐ Punkte respektive Swiss‐Ski‐ punkte startet in der ersten Position, die nächst höhere in der zweiten usw. Wenn zwei Mannschaften die gleiche Punktzahl aufweisen, wird jene die erste Position einnehmen, die den Athleten mit der tiefsten Punktzahl in ihrer Reihe hat.

Besteht auch diesbezüglich Gleichstand, wird die Startreihenfolge ausgelost. Die Mannschaften ohne Punkte werden ausgelost und starten am Schluss des Feldes.

362.3.2 Bis zwei Stunden vor dem Start kann die Zusammenstellung der Mannschaft geändert werden. In diesem Fall wird die Mannschaft am Ende des Startfeldes eingereiht. Falls mehr als eine

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 43 Mannschaft eine Änderung vornimmt, wird die Aufstellung am Ende des Feldes analog zu den Originalstartplätzen sein. Die Originalstartplätze bleiben frei. 362.4 Startaufstellung und Startprozedere Abhängig vom Startgelände werden zwei bis sechs Startspuren gezogen, die auf den ersten 30 ‐ 50 m parallel verlaufen.

Der Startläufer der ersten Mannschaft startet in der ersten Spur auf der Höhe der Startlinie. Der Startläufer der zweiten Mannschaft startet in der zweiten Spur, jedoch 1 ‐ 3 m hinter der Startlinie usw. Die Wettkämpfer dürfen die Startspurenkorridore nicht wechseln bevor diese das gekennzeichnete Ende der Startspuren ‐korridore überquert haben. Das Startprozedere ist im Artikel 351.3.3 umschrieben.

362.5 Strecke und Wechselzone 362.5.1 Teile der Strecke müssen gerade, genügend weit und lang genug sein um ein Überholen zu ermöglichen. 362.5.2 Die Wechselzone soll 10‐15 m breit und 40 m lang sein. Die Wechselzone muss so gewählt und vorbereitet werden, dass das Tempo der Athleten vermindert und ein einwandfreier Wechsel ermöglicht wird. 362.5.3 Ein Serviceplatz muss für die Präparierung der Ski in der Nähe der Wechselzone zur Verfügung stehen. Während den Halbfinalläufen und dem Final dürfen Serviceteams an den Ski der Athleten arbeiten.

362.5.4 Die Zielzone soll drei bis vier Korridore aufweisen.

Die Regeln für Zielfoto und Zielzone werden angewandt (siehe WR Art. 353.1). 362.6 Rangierungen 362.6.1 Für überrundete Wettkämpfer wird Art. 341.1.6 angewandt. 362.6.2 Die Schlussergebnisse werden wie folgt publiziert Alle Teams vom Finale werden in der Ergebnisliste gemäss ihrem Rang im Finale platziert. In den Halbfinaldurchgängen werden Teams, welche nicht ins Finale kommen, auf dem nächst freiem Platz in der Ergebnisliste gesetzt. Als Beispiel: Wenn 5 Teams von 2 Halbfinaldurchgängen das Finale erreichen, dann werden die als 6. eingelaufenen Teams auf die Plätze 11 und 12 gesetzt, gemäss ihrer Zeit in den entsprechenden Halbfinaldurchgängen; die als 7.

eingelaufenen Teams in jedem Durchgang erscheinen als 13. und 14. etc. im Schlussergebnis.

Werden in den Heats keine Zeiten gemessen, werden die Platzierungen in den Halbfinalläufen und die FIS‐Punkte, respektive Swiss‐Ski Punkte der Teams, die sich nicht qualifizieren konnten benutzt, um die Endplatzierung dieser Teams zu bestimmen. 362.7 Proteste 362.7.1 Auf Grund des Zeitdruckes eines geordneten Ablaufs des Sprintstaffel‐Wettkampfes ist es nicht möglich, während den Halbfinalläufen Proteste zuzulassen. Proteste werden nur nach den Finalläufen angenommen. 362.8 Schweizermeisterschaften 362.8.1 Zusammensetzung der Teams

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 44 Beide Athleten müssen dem gleichen Lizenzclub angehören.

In männlichen Staffelteams können auch weibliche Wettkämpferinnen der entsprechenden Alterskategorie ohne Beschränkung ihrer Anzahl eigesetzt werden. Der Start in der nächst höheren Kategorie ist gestattet. Für Masters‐ Wettkämpfer ist der Start in sämtlichen höheren Kategorien gestattet. (Siehe Art. 331.3) 362.8.2 Der Start ausser Konkurrenz ist nicht gestattet.

362.8.3 Ausländische Teams An den Schweizermeisterschaften qualifizieren sich die 10 besten Schweizerteams für den Final. Zusätzlich werden maximal fünf ausländische Teams für den Final zugelassen, wenn diese in den Halbfinalläufen vor dem letzten für den Final qualifizierten Schweizerteam rangiert sind 363 Verfolgungswettkämpfe 363.1 Definition Verfolgungswettkämpfe sind eine Kombination aus Wettkämpfen, bei der die Startzeiten der Wettkämpfer durch das/die Resultat(e) aus vorangegangenen Wettbewerb(e) festgelegt ist, und das Endergebnis durch den Zieleinlauf des letzten Wettbewerbes bestimmt ist.

363.2 Startverfahren Die Startreihenfolge und die Intervalle werden nach den Ergebnissen des ersten Teils bzw. des aktuellen Gesamtstandes des Etappenrennens festgelegt. Die Zehntelsekunden werden gemäss nachfolgendem Beispiel gestrichen.

Rang Name Nation Laufzeit (Gesamtstand) 1 SVENSSON, Lars SWE 25:12.(9) 2 ARKJANOW, Nikolai RUS 25:14.(2) 3 KRECEK, Jan CZE 25:21.(7) Die Startliste sollte gemäss nachfolgendem Beispiel vorbereitet werden: Startnummer Name Nation Startzeit Verfolgung 1 SVENSSON, Lars SWE 0:00 2 ARKJANOW, Nikolai RUS 0:02 3 KRECEK, Jan CZE 0:09 363.3 Die Jury kann entscheiden, für Wettkämpfer mit grossem Zeitrückstand einen Massenstart durchzuführen. In speziellen Situationen kann die Jury die Zahl der startenden Wettkämpfer für die Verfolgung reduzieren.

363.4 Der Verfolgungsstart erfolgt ohne elektronisches Starttor.

Die Startfunktionäre haben sicherzustellen, dass alle Wettkämpfer startbereit sind. 363.5 Um einen exakten Startablauf zu gewährleisten, muss eine grosse Startuhr mit Digitalanzeige benützt werden. Der Startplatz muss so präpariert sein, dass zwei und mehr Wettkämpfer nebeneinander starten können. Für Freistilwettkämpfe muss die Breite pro Startkorridor mindestens 3 Meter betragen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 45 363.6 Zeitnahme und Ergebnisse Die Berechnung der Gesamtzeit in einem Verfolgungswettkampf wird aus einer Kombination von den Ergebnissen (aktuelle Laufzeit) in den vorangegangenen Rennen ohne Berücksichtigung der Zehntelsekunden mit dem Endergebnis aus dem nachfolgenden Rennen unter Berücksichtigung der Zehntelsekunden gemacht. Die Reihenfolge des Zieleinlaufes bestimmt das Endergebnis. 364 Skiathlon 364.1 Definition Skiathlon ist ein kombinierter Wettkampf mit einem Massenstart in der klassischen Technik als erstem Teil gefolgt von einem obligatorischen Skiwechsel in einer Wechselbox im Stadion und einem abschliessenden zweiten Teil in der freien Technik.

364.2 Start Das Massenstartverfahren gemäss den Artikeln 351.3 bis 351.4 ist anzuwenden. 364.3 Strecken 364.3.1 Streckenlängen: gemäss Artikel 311 ff. 364.3.2 Zwei verschiedene Strecken für klassische und freie Technik sollten zur Verfügung stehen. Wird nur eine Strecke verwendet, muss diese entsprechend präpariert sein. 364.4 Boxenzone 364.4.1 Boxen: Länge: 2 ‐ 2,5 m; Breite: 0,8 m ‐ 1,2 m 364.4.2 Innerhalb der Boxenzone gibt es keine Technikkontrolle 364.4.3 Der Zugang zur Boxenzone soll mindestens 4 m breit sein. Der Abgang der Boxen soll mindestens 6 m sein.

364.4.4 Das Überholen in der Boxenzone ist nur auf der Außenseite erlaubt.

364.4.5 Die Ausrüstung für die freie Technik muss vor dem Massenstart in den Boxen deponiert werden. Ausser den Ski, Schuhen und Stöcken dürfen keine Gegenstände in den Boxen deponiert werden. 364.4.6 Skis müssen, Stöcke und Schuhe dürfen gewechselt werden. Jeder Ausrüstungswechsel muss vom Wettkämpfer selbst und ohne Hilfe in der zugewiesenen Box durchgeführt werden. 364.4.7 5 Minuten vor dem Massenstart müssen alle Trainer und Serviceleute die Boxenzone verlassen. 364.5 Resultate 364.5.1 Der Durchlauf kann umgehend nach Einlauf des ersten Läufers im Ziel geschlossen werden. 364.5.2 Für überrundete Wettkämpfer wird Art.

341.1.6 angewandt.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 46 F. Staffelläufe 371 Organisation 371.1 Grundregel 371.1.1 Die Organisation von Staffelläufen entspricht jener von anderen Skilanglaufwettkämpfen mit den Ergänzungen in den folgenden Artikeln. 371.2 Spezielle Funktionäre 371.2.1 Der Chef des Wettkampfes ernennt einen Chef für Massenstart und Staffelübergabe, der mit seinen Helfern den Massenstart durchführt und überwacht, dass die Staffelübergabe nach Art. 376.8.1 erfolgt. Einer seiner Helfer ruft die Wettkämpfer zur jeweiligen Übergabe in die Wechselzone.

Die Jury bestimmt aus ihren Mitgliedern einen Verantwortlichen, der den Massenstart und die Staffelübergabe überwacht.

372 Technische Einrichtungen und Vorbereitungen 372.1 Der Start 372.1.1 Das Startgelände Das Startgelände muss relativ flach sein. Die ersten 80 m sollten geradeaus führen. Das Gelände sollte für mindestens 7 Startspuren ausreichen. Der Abstand zwischen den Spuren sollte mindestens 1 m betragen. 372.1.2 Vorbereitung des Staffellaufstarts Die Startlinien werden in der Regel in Keilform gemäss WR Artikel 351.3 vorbereitet. In der Regel werden 7 oder mehr in ungerader Zahl aufsteigende Startspuren vorbereitet. Die Markierung der Startposition wird rechts von der Spur angebracht.

372.2 Die Startaufstellung 372.2.1 Die Wettkämpfer der ersten Staffelstrecke starten von der keilförmigen Startlinie aus.

Die Startnummer 1 startet auf der Mittelspur, die Wettkämpfer mit den geraden Nummern (Nr. 2, 4 usw.) rechts davon, die Wettkämpfer mit den ungeraden Nummern (Nr. 3, 5 usw.) links davon. 372.2.2 Falls mehr Mannschaften für den Wettkampf gemeldet sind, als Startspuren zur Verfügung stehen, werden weitere keilförmige Startlinien vorbereitet. Der Läufer auf der Mittelspur hat seine Startposition 1 m hinter den an der rechten und linken Aussenspur platzierten Wettkämpfern. Für Mannschaften ausser Konkurrenz ist dieser Abstand auf 4 m festzulegen. 373 Die Strecke 373.1 Streckenlänge Die Länge der ersten Staffelstrecke kann +/‐ 5 % von den anderen Teilstrecken, entsprechend der Stadionanlage, abweichen.

373.2 Klassische Technik In der Regel hat die Staffelstrecke zwei Spuren.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 47 373.3 Freie Technik Die Strecke wird so breit wie möglich und erforderlich präpariert. Für die Präparierung siehe Art. 315.6. 373.4 Kombination von klassischer und freier Technik Bei einer Kombination der beiden Techniken werden die beiden ersten Abschnitte in der klassischen Technik auf einer klassischen Strecke und die folgenden Abschnitte in der freien Technik wenn möglich auf einer Strecke für freie Technik gelaufen.

Bei Wettkämpfen mit Dreiermannschaften entscheidet der Organisator ob zweimal in klassischer oder zweimal in freier Technik gelaufen wird.

374 Die Wechselzone 374.1 Anordnung Die Wechselzone sollte ein Rechteck von 30 Meter Länge und genügender Breite (10 bis 15 m) sein, eindeutig markiert und abgesperrt und auf ebenem oder sanft ansteigendem Gelände in der Nähe von Start und Ziel liegen. Wenn die Wechselzone nach der Ziellinie liegt, so ist zwischen der Ziellinie und dem Beginn der Wechselzone ein Abstand von mindestens fünf Metern erforderlich, um zu verhindern, dass Wettkämpfer, die auf die Übergabe warten, unbeabsichtigt den Zeitkontakt auslösen.

375 Startnummern 375.1 Farben Für jede Teilstrecke der Staffel müssen Startnummern mit verschiedenen Farben verwendet werden.

1. Teilstrecke = rot; 2. Teilstrecke = grün; 3. Teilstrecke = gelb und 4. Teilstrecke = blau. Es sollten wenn möglich Startnummern mit einer zusätzlichen Nummerierung der Ablösestrecke verwendet werden. 376 Der Wettkampf und die Wettkämpfer 376.1 Grösse und Zusammensetzung der Mannschaften 376.1.1 In allen Kategorien bestehen die Mannschaften aus 3 bis 4 Athleten, die dem gleichen Lizenzclub angehören.

376.1.2 In männlichen Staffelteams können auch weibliche Wettkämpferinnen der entsprechenden Alterskategorie ohne Beschränkung ihrer Anzahl eigesetzt werden. 376.1.3 Der Start in der nächst höheren Kategorie ist gestattet. Für Masters‐Wettkämpfer ist der Start in sämtlichen höheren Kategorien gestattet. (Siehe Art. 331.3) 376.1.4 Die Teilnahme ausser Konkurrenz ist gestattet (Ausländische Teams, Teams mit Athleten aus verschiedenen Clubs). Die Klassierung dieser Teams hat am Schluss der entsprechenden Kategorie mit der Laufzeitangabe zu erfolgen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 48 376.2 Schweizermeisterschaften U16 In den Kategorien U16 und jünger können die Mannschaften auch aus Teilnehmern aus dem gleichen Regionalverband gebildet werden.

376.3 Anmeldung 376.3.1 Mannschaften und Namen der Läufer Zu dem in der Ausschreibung festgelegten Meldeschluss müssen alle Mannschaften mit den Namen der einzelnen Läufer und der Ersatzläufer gemeldet werden. 376.3.2 Änderungen Bis spätestens eine Stunde vor dem Start sind Änderungen der Laufreihenfolge und der Einsatz der gemeldeten Ersatzläufer bei der Jury schriftlich zu melden. Die erwähnte Zeitspanne gilt für den Start der entsprechenden Kategorie, für welche die Änderungen zutreffen. 376.4 Auslosung Bei Schweizermeisterschaften und Regionalen Meisterschaften werden alle Mannschaften in der Reihenfolge ihrer Vorjahresklassierung gesetzt.

Die übrigen Mannschaften werden im Anschluss an die gesetzten Mannschaften ausgelost. Bei mehreren ungesetzten Mannschaften pro Club werden zuerst die ersten, dann die zweiten usw. ausgelost. Diese Methode kann auch bei anderen Wettkämpfen angewendet werden.

376.5 Nachmeldungen 376.5.1 Die Zulassung von Nachmeldungen liegt im Ermessen des Organisators in Absprache mit dem TD. 376.6 Startform 376.6.1 Der Start erfolgt als Massenstart (siehe Art. 351.3) 376.7 Startbefehl 376.7.1 Der Starter hat sich am Start so aufzustellen, dass er von allen Wettkämpfern gut gehört werden kann. 376.7.2 Für das Startverfahren siehe Art. 351.3 ff 376.8 Der Wechsel 376.8.1 Dieser erfolgt durch Handschlag des ankommenden Wettkämpfers auf einen Körperteil des nächsten Wettkämpfers. Beide Wettkämpfer müssen sich dabei in der Wechselzone befinden. Im Falle eines Wechsels, der gegen diese Regel verstösst, wird die Jury eine Strafe festlegen.

Die ablösenden Wettkämpfer dürfen die Wechselzone erst dann betreten, wenn sie dazu aufgerufen werden. Jede Art des Anschiebens für den startenden Wettkämpfer ist verboten.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 49 377 Zeitmessung und Ergebnisse 377.1 Grundregel 377.1.1 Für Zeitmessung und Auswertung gelten die Regeln der anderen Skilanglaufwettkämpfe, Art. 352‐ 355 mit den folgenden Ergänzungen: 377.2 Zeitmessung 377.2.1 Die Messung der Zwischenzeiten für die einzelnen Wettkämpfer erfolgt, wenn sie in die Wechselzone einlaufen. Das ist gleichzeitig die Startzeit für den nächsten Wettkämpfer. 377.2.2 Die Gesamtzeit einer Staffel ist die Zeit, welche vom Start bis zum Zeitpunkt, wo der letzte Wettkämpfer die Ziellinie überquert, gemessen wird.

Die Reihenfolge, in der die Wettkämpfer der letzten Staffelstrecke am Ziel ankommen, entscheidet über die Rangfolge der Mannschaften. G. Richtlinien für Volkslanglaufwettkämpfe 381 Allgemeines 381.1 Teilnahmebegrenzung Volksskilanglaufwettkämpfe (VSLW) sind offene Wettkämpfe für alle lizenzierten und nichtlizenzierten Wettkämpfer ohne Begrenzung der Wettkampfdistanz. 381.2 Verschiedenartigkeit Der Charakter der Volksskiwettkämpfe ist von Ort zu Ort und von Wettkampf zu Wettkampf verschieden. Die nachfolgenden Bestimmungen sind deshalb als Hilfe für eine skisportlich vernünftig und zweckmässig reglementierte Durchführung zu betrachten.

381.3 Anwendung WR Swiss‐Ski Für die Organisation von Volksskiwettkämpfen gelten grundsätzlich die entsprechenden Artikel des WR. Ausnahmen sind in den folgenden Artikeln festgehalten. Sofern es die Sicherheit der Wettkämpfer erfordert, kann der Organisator zusätzliche Vorschriften erlassen. Diese sind in der Ausschreibung zu veröffentlichen.

382 Anmeldung und Wettkämpfer 382.1 Anmeldungen 382.1.1 Die Anmeldungen sind an die Meldestelle des Organisationskomitees zu richten und müssen vor Meldeschluss in der vorgeschriebenen Form in dessen Besitz sein. Bei späteren Anmeldungen können zusätzliche Gebühren erhoben werden. 382.1.2 Es ist den Clubs untersagt, denselben Wettkämpfer gleichzeitig für mehrere Veranstaltungen, die am gleichen Datum vorgesehen sind, anzumelden. Der fehlbare Club wird durch die Kommission Wettkampforganisation verwarnt. Im Wiederholungsfall kann die Kommission Wettkampforganisation Massnahmen in Erwägung ziehen.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 50 382.2 Startraum für Damen und Herren Für Damen kann am Rande des Feldes ein separater Startraum geschaffen werden, so dass sie durch nachfolgende Wettkämpfer nicht gefährdet werden. 382.3 Startgruppen Werden verschiedene Startgruppen vorgesehen, ist im Gelände ein angepasster Abstand einzuräumen. 382.3.1 Zieleinlauf Bei hohen Teilnehmerzahlen kann zum genauen Erfassen der Wettkämpfer im Ziel der Einlauf auf den letzten 50‐150 m auf zwei bis drei Einlaufspuren reduziert werden.

382.4 Ausschluss vom Wettkampf Stellen ein Sanitätsposten oder ein Mitglied der Jury fest, dass ein Wettkämpfer total erschöpft ist oder sich ernstlich verletzt hat, so sind sie berechtigt und verpflichtet, diesen aus dem Wettkampf zu nehmen.

382.5 Transport Für den Abtransport erschöpfter oder verletzter Wettkämpfer sind geeignete Transportmittel bereitzuhalten. 382.6 Zeitlimiten Die Jury kann im Voraus bestimmen, in welcher Maximalzeit verschiedene Kontrollposten passiert werden müssen, und um welche Zeit im Ziel Kontrollschluss ist. Wettkämpfer, die nach diesen Zeitlimiten die Kontrollposten passieren, sind von diesen aus dem Wettkampf zu nehmen. 382.7 Schlusspatrouillen Die Organisatoren sind verpflichtet, den Einsatz einer Schlusspatrouille zu organisieren. Diese hat in erster Linie dafür zu sorgen, dass keine erschöpften oder verletzten Wettkämpfer auf der Strecke bleiben.

383 Swiss Loppet 383.1 Die Swiss Loppet‐Serie ist eine von Swiss‐Ski koordinierte Volkslaufserie mit einer Gesamtwertung. An den einzelnen Wettkämpfen ist jedermann teilnahmeberechtigt. Für die Aufnahme in die Swiss Loppet Rangliste ist jedoch die Swiss‐Ski Mitgliedschaft Voraussetzung (Anmeldung bei den Wettkämpfen jeweils mit der Swiss‐Ski Mitgliedernummer). Das Swiss Loppet Reglement ist unter www.swiss‐ski/ch/breitensport ersichtlich. Der Terminkalender wird jeweils im Vorjahr an der Swiss Loppet‐Veranstaltersitzung definiert. 384 Masters‐Langlauf 384.1 Beim jährlich stattfindenden internationalen Masters World Cup ist für die Teilnahme die Swiss‐ Ski Mitgliedschaft Voraussetzung.

Für die Organisation und Anmeldung ist der Nationale Direktor Masters Langlauf Anlaufstelle.

385 Temperaturen zwischen minus 15° und minus 25° C 385.1 Wenn Temperaturen auf allen Punkten der Strecke zwischen minus 15° und minus 25° C vorausgesagt werden, müssen an die Wettkämpfer und Funktionäre Empfehlungen in Bezug auf den Schutz vor dem kalten Wetter gegeben werden. Unter solchen Voraussetzungen ist es Sache

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 51 der Teilnehmer diese Informationen zu beschaffen und sich an die Empfehlungen der Organisatoren zu halten.

385.2 Minus 25° C und darunter 385.2.1 Wenn die Temperatur auf dem grösseren Teil der Strecke unter minus 25° C ist, muss der Wettkampf abgesagt oder verschoben werden. H. Keine Starterlaubnis, Bestrafungen/Sanktionen, Disqualifikation, Proteste, Beschwerde (siehe auch Art. 214 u. 215) 390 Sanktionen und Bemessung 390.1 Mit Sanktionen bedroht sind: ‐ die Verletzung oder die Nichteinhaltung des vorliegenden Reglements ‐ die Nichtbefolgung von Weisungen und Beschlüssen der Jury bzw. eines stimmberechtigten Jurymitgliedes ‐ unsportliches Verhalten 390.2 Folgende Sanktionen stehen zur Wahl für alle diesem Reglement unterworfenen Personen: ‐ die Verwarnung (mündliche oder schriftliche) ‐ die Geldstrafe (siehe auch 214 ff) ‐ der Entzug der Akkreditierung (mündlich) ‐ der Ausschluss aus dem Swiss‐Ski (schriftlich) zusätzlich für Wettkämpfer: ‐ Disqualifikation (schriftlich) ‐ Zeitstrafe ‐ Verschlechterung der Startposition (mündlich) ‐ Verfall von Preisen und Prämien zugunsten des Organisators (mündlich) ‐ zeitliche Sperre für Swiss‐Ski Veranstaltungen bis zu einem Jahr (schriftlich) 390.3 Bemessung Bei der Bemessung der Sanktionen ist das persönliche Verschulden des Betroffenen zu berücksichtigen.

391 Keine Starterlaubnis Ein Wettkämpfer wird von der Wettkampfteilnahme ausgeschlossen, wenn er 391.1 ‐ die Teilnahmeberechtigung nicht erfüllt 391.2 ‐ obszöne Namen und/oder Symbole an Kleidern und Ausrüstung trägt oder sich anderweitig unsportlich verhält 391.3 ‐ infolge eines Dopingvergehens gesperrt ist 391.4 ‐ sich einer vor dem Wettkampf angeordneten Dopingkontrolle entzieht.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 52 392 Bestrafungen Eine Bestrafung des Wettkämpfers durch die Jury erfolgt in folgenden Situationen: 392.1 Missachtung des Werbeverbotes für Alkohol, Nikotin und Narkotika 392.2 Abänderung der Startnummer in einer unerlaubten Art (Art 337.1) 392.3 Bei Nichttragen der offiziellen Startnummer gemäss den Regeln (Art 337.1) 392.5 Missachtung des Startprozedere' (Art.

351 ff) 392.6 Missachtung der Regeln betreffend Skitesten und Aufwärmen (Art. 338.1.1) 392.7 Missachtung der Verhaltensregeln seitens des Wettkämpfers (Art 341.1.1 – 341.1.7) 392.8 Missachtung der Regeln betreffend Wechselboxen 392.9 Absolvierung von mehr als einer Teilstrecke bei Staffelwettkämpfen (Art. 376.2.4) 392.10 Fehlverhalten in der Wechselzone (Art. 376.8.1) 393.1 Disqualifikationen 393.1.1 Die Jury entscheidet, ob ein Wettkämpfer disqualifiziert wird. Alle verfügbaren Faktoren müssen berücksichtigt werden und der Wettkämpfer muss das Recht haben sich verteidigen zu können. Beispiele, die zu einer Disqualifikation führen können: 393.1.2 Teilnahme unter falschen Vorwand 393.1.3 Bei Gefährdung der Sicherheit von Personen, Eigentum, Verursachen von Verletzungen und/oder Beschädigungen 393.1.4 Verlassen der markierten Strecke um einen Vorteil gegenüber den Konkurrenten zu gewinnen (Art.

341.1.1) 393.1.5 Missachtung der vorgeschriebenen Technik (Art. 314.1.1) 393.1.6 Absichtliche Behinderung 393.1.7 Absolvierung von mehr als einer Teilstrecke bei einem Staffellauf (Art. 376.2.4) 393.1.8 Bei Erhalt einer zweiten schriftlichen Verwarnung während der gleichen Saison. 393.1.9 Nach der Disqualifikation wird der Name des disqualifizierten Wettkämpfers im Status „Disqualifiziert“ ohne Zeitangabe auf der Resultatliste aufgeführt. 393.1.10 Während Etappenrennen kann ein Vergehen, welches normalerweise zu einer Disqualifikation führt, mit einer Zeitstrafe sanktioniert werden. Es obliegt der Jury zu entscheiden, ob eine Disqualifikation oder eine Zeitstrafe verhängt wird.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 53 393.2 Zeitstrafen 393.2.1 Frühstarts sollen durch Zeitstrafen sanktioniert werden. 393.2.2 In Einzelstart‐Wettkämpfen oder Sprint Qualifikationen sollten Frühstarts mit einer Zeitstrafe von 15 Sekunden (tatsächliche Laufzeit des Wettkämpfers + 15 Sekunden Mindeststrafe) belegt werden. 393.2.3 In Wettkämpfen mit Handicap Start sollten Frühstarts mit einer Zeitstrafe mit der gleichen Zeit, welche gewonnen wurde (Startzeit laut Liste minus der tatsächlichen Startzeit) + mindestens 30 Strafsekunden belegt werden.

393.2.4 In Etappenwettkämpfen kann die Jury beschliessen, eine Disqualifikation durch eine Zeitstrafe von 3 Minuten zu ersetzen (siehe 393.1.10). 393.3 Schriftliche Verwarnungen 393.3.1 Schriftliche Verwarnungen sollten für alle Regelverstösse ausgesprochen werden, die nicht zu einem klaren Vorteil für den Zuwiderhandelnden führen. 393.4 Mündliche Verwarnung 393.4.1 Mündliche Verwarnungen sollten nur dafür verwendet werden, einen Wettkämpfer darüber zu Informieren, dass eine Technik oder sein Verhalten einer Regelverletzung nahe kommt. 393.5 Geldstrafen 393.5.1 Geldstrafen können gegen jede akkreditierte Person verhängt werden.

393.5.2 Geldstrafen sollten für Verstösse gegen Regeln von Werbung und kommerziellen Markenzeichen, für geringfügige Verstösse gegen die Disziplin auf der Strecke und Verstösse gegen Einschränkungen beim Ski testen und Aufwärmen angewendet werden. 393.5.2 Für Wettkämpfer kann eine Geldstrafe von einer schriftlichen Verwarnung begleitet sein. 394 Proteste 394.1 Arten von Protesten 394.1.1 Gegen die Zulassung des Wettkämpfers oder dessen Ausrüstung 394.1.2 Gegen die Strecke oder die Bedingungen 394.1.3 Gegen einen anderen Wettkämpfer oder gegen einen Offiziellen während des Wettkampfes (Ausnahmen siehe Art.

361.6.1 und Art. 362.7.1) 394.1.4 Gegen die Zeitmessung 394.1.5 Gegen die Juryentscheide (Ausnahmen siehe Art. 361.6.1 und Art. 362.7.1) 394.1.6 Gegen Schreibfehler

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 54 394.2 Ort der Eingabe Die verschiedenen Proteste sind wie folgt einzugeben: 394.2.1 Proteste gemäss Art. 331 – 377 am vorgesehen Ort an der offiziellen Informationstafel oder am bei der Mannschaftsführersitzung angekündigten Standort, im Zweifelsfall an den Wettkampfsekretär. 394.2.2 Proteste, welche Schreibfehler oder Verstösse gegen die Wettkampfregeln nach dem Wettkampf beinhalten, sind eingeschrieben an das Büro Nordisch von Swiss‐Ski zu Handen des Vorsitzenden der KWO L&B zu senden.

394.3 Termin der Eingabe 394.3.1 Gegen die Zulassung eines Wettkämpfers: ‐ vor der Auslosung 394.3.2 Gegen die Strecke oder den Zustand: ‐ Nicht später als 15 Minuten nach dem offiziellen Training 394.3.3 Gegen einen anderen Wettkämpfer oder eine Wettkampfausrüstung oder gegen einen Offiziellen, wegen irregulären Verhalten während des Wettkampfes: ‐ spätestens 15 Minuten nachdem der letzte Wettkämpfer die Ziellinie passiert hat 394.3.4 Gegen die Zeitnahme: ‐ spätestens 15 Minuten nach dem Aushang der inoffiziellen Liste 394.3.5 Gegen Juryentscheidungen: ‐ spätestens 15 Minuten nach dem Aushang der inoffiziellen Liste 394.3.6 Gegen Schreibfehler und Verstösse des WR nach dem Wettkampf ‐ spätestens einen Monat nach dem Wettkampf: 394.4 Form des Protestes 394.4.1 Proteste sind schriftlich einzureichen 394.4.2 Proteste müssen begründet sein.

Beweise und sämtliche Indizien sind beizulegen. 394.4.3 Dem schriftlichen Protest sind CHF 100.‐ beizulegen. Falls der Protest berechtigt ist, wird das Depot zurückerstattet, ansonsten fliesst es an Swiss‐Ski zu Gunsten der Nachwuchsförderung Langlauf.

394.4.4 Ein Protest kann vor dem Juryentscheid bzw. deren Entscheid zurückgezogen werden. In diesem Fall wird das Depot zurückerstattet. 394.4.5 Zu spät eingereichte Proteste oder ohne Beilage der Protestgebühr werden nicht behandelt.

WR 2019 Langlauf & Biathlon Kommission für Wettkampforganisation ‐ Commission pour l'organisation de concours 15.10.2018 www.swiss‐ski‐kwo.ch Seite 55 394.5 Berechtigung Folgenden Personen oder Organisationen haben die Berechtigung einen Protest einzureichen: ‐ Wettkämpfer ‐ Mannschaftsführer oder Trainer ‐ Skiclubs ‐ Regionalverbände 394.6 Abwicklung eines Protests durch die Jury 394.6.1 Die Jury bestimmt das Vorgehen einer Protestbehandlung bzw.

bestimmt die Termine und Veröffentlichung.

394.6.2 Bei der Urteilsfassung über einen Protest sind nur die Mitglieder der Jury anwesend. Den Vorsitz der Verhandlung führt der TD Swiss‐Ski. Über den Entscheid wird ein Protokoll erstellt, das von allen Mitgliedern der Jury zu unterzeichnen ist. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des TD Swiss‐Ski. Es herrscht der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Die Bestimmungen, die dem Entscheid zugrunde gelegt werden, sind so anzuwenden und so auszulegen, dass dem Sinne eines sportlich fairen Verfahrens entsprochen wird.

394.6.3 Die Entscheidung muss umgehend am offiziellen Anschlagbrett veröffentlicht werden.

Die Zeit der Veröffentlichung ist anzugeben. Schlussbestimmungen Dieses Wettkampfreglement tritt am 1. November 2018 in Kraft und ersetzt alle diesbezüglichen früheren Bestimmungen. Als Urtext gilt die deutsche Fassung. Folgende Personen haben am WR 2019 wesentlich mitgearbeitet: Robert Germann, Toni Lötscher, Robert Zwahlen, Edi Zihlmann