August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...

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August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
August, September und Oktober 2020
                              68. Ausgabe unserer Heimzeitung

 Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter
August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                            Seite   2                   Heimzeitung SeniorenZentrum Durach     Seite   3

                                                                                         Maibaum Überraschung im Seniorenzentrum
Vorwort
                                                                                         Mit musikalischer Begleitung wurde zur Über-
                Sommer-Urlaubszeit-Entspannungszeit
                                                                                         raschung vieler Bewohner im Seniorenzentrum
                                                                                         Anfang Mai ein Maibaum aufgestellt. Wolfgang
                Liebe verehrte Seniorinnen und Senioren, verehrte Leserinnen und
                                                                                         Gruber und Jürgen Hubrig hatten diese Idee und
                Leser,
                                                                                         die beiden Familie haben mitgeholfen, den Baum
                                                                                         zu gestalten und die Schilder zu bemalen. Un-
                 das ist es, was uns in den Monaten Juli und August beschäftigt. An
                                                                                         ser Bild zeigt den „Festzug“ beim Einzug in den
                 lauen Sommerabenden bei einem Gläschen Wein noch auf der Ter-
                                                                                         SZ-Garten, mit Abstand flankiert von Zuschauern,
                 rasse sitzen, mit der Familie grillen, einfach das Leben in guter Ge-
                                                                                         die gerade mal unterwegs waren und aus dem
                 sellschaft genießen.
                                                                                         Betreuten Wohnen. Die Musikanten (v.li.) Wolf-
Und dann steht bei den meisten von uns der heiß ersehnte Urlaub vor der Tür. Lange       gang Gruber, Thomas Kühling und Erich Hipp
geplant und vorbereitet, freuen wir uns auf die Wochen im Jahr, in denen wir losgelöst   hatten natürlich auch ein wenig Zeit mitgebracht
von Arbeit, Schule und Alltag die Seele baumeln lassen können.                           um den Bewohnern in diesen Corona Zeiten ein
Einfach Momente zur Entspannung zu haben. Entspannung ist sehr individuell, habe         Ständchen darzubringen. So gab es bekannte
ich erst gelesen. Der eine braucht Bewegung, der andere Ruhe, der eine braucht Ge-       Evergreens, fetzige Volksmusik und als besonde-
sellschaft, der andere ein wenig Einsamkeit. Fakt ist, wir alle benötigen dringend im-   res Schmankerl Volksmusik aus Sloweni-
mer wieder Phasen der Erholung, um für die Anforderungen unserer Zeit gewappnet          en und Kroatien.
zu sein.
                                                                                         Herbert Seger bedankte sich zusam-
Insbesondere in diesem Jahr, in dem unsere Urlaubspläne teilweise durchkreuzt wur-
                                                                                         men mit der Einrichtungsleitung Claudia
den und wir anders planen müssen.
                                                                                         Kiechle und Stellvertreterin Andrea Stef-
Insbesondere in diesem Jahr, in dem wir, egal ob viel oder wenig oder gar nicht gear-    fen recht herzlich für dieses außerordent-
beitet, vor außergewöhnliche Herausforderungen gestellt sind.                            liche Geschenk an die Senioren. Für den
Auch wir hier im Seniorenzentrum sehnen uns im Moment ganz besonders nach et-            zweiten Innenhof des Seniorenzentrums
was Entspannung. Leider bleibt coronabedingt die Lage im Bereich Altenpflege wei-        gibt es ebenfalls einen Maibaum, der von
terhin angespannt. Auch wenn unsere Bewohner mehr Besuche bzw. Besucher emp-             den Mitarbeitern in der Tagespflege neu
fangen können, sind wir noch weit vom Normalzustand entfernt. Immer noch können          gestaltet wurde. Vielen herzlichen Dank
keine Gruppenveranstaltungen stattfinden und unser schönes Sommerfest muss               allen Akteuren.          Text: Herbert Seger
auch entfallen.
Die Mitarbeiter arbeiten weiterhin unter erschwerten Bedingungen, z.B. mit Mund-Na-
sen-Schutz und zeitaufwändigen Besuchsorganisationen. Dafür haben sie ein ganz
dickes Lob verdient!! Und auch Urlaubszeit, also Entspannungszeit.
Einem gemütlichen Abend mit einem Gläschen Wein und guten Freunden steht nichts
im Wege, nicht mal Corona.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine erholsame, sommerliche und entspan-
nende Urlaubszeit.

Mit herzlichen Grüßen
					Ihre

                                 Claudia Kiechle
                                     Einrichtungsleiterin
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Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                            Seite       4                     Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                        Seite   5

Besuchsregelung ab 09.05.2020                                                                 Zusammenhalt und Solidarität
                                                Die Bayerische Staatsregierung hat            Wir bedanken uns nochmal bei unseren Spendern, die große Anteilnahme für unsere
                                                am 05.05.2020 entschieden, dass               schwierige Situation genommen haben. Einige Firmen spendeten uns Desinfektions-
                                                Besuche in den Einrichtungen ab               mittel, Mund-Nasen-Schutz-Masken oder andere Schutzartikel. Hierfür möchten wir
                                                Samstag, dem 09.05.2020, wieder               uns nochmal bedanken.
                                                vorsichtig reduziert möglich sein sol-        Firma Topp Textil GmbH Durach, Firma Codesys und Lions Club Kempten.
                                                len. Davor konnten sich die Bewoh-
                                                ner nur über den Gartenzaun sehen.            Auch vielen Dank an das Landratsamt, das die Pflegeheime wöchentlich im Oberall-
                                                                                              gäu mit kostenlosen Schutzartikeln versorgt hat. 				           Text: Andrea Steffen
                                                Da die Besuche für die Gesundheits-
                                                behörden transparent sein müssen,
                                                muss die Einrichtung die Besucher-
                                                ströme nachvollziehbar leiten, dazu
                                                sind folgende Regelungen notwen-
                                                dig.
                                                • Ohne vorherige Anmeldung dürfen
                                                  keine Besucher die Einrichtung be-
                                                  treten. Für die Terminvergabe sind
                                                  die Wünsche und Belange der Be-
                                                  wohner zu berücksichtigen.
                                                • Die Besuchszeiten sind an 7 Tagen
                                                  in der Woche von 9:00 bis 11:00
                                                  und 14:00 bis 17:45. Ausnahmen              Andrea Steffen u. Claudia Kiechle mit den Vertretern des
                                                                                              Lions Club, Michael Piesbergen u. Dr. Hannes Huber
                                                  von dieser Regelung kann die Lei-
                                                  tung treffen.
• Jeder Wohnbereich führt eine Besucherliste mit den exakten Terminen und Uhr-
  zeiten. Die einzelnen Terminvergaben übernehmen die Wohnbereiche (Mitarbeiter
  Pflege und Betreuung.
• Die allgemein bekannten Hygieneregeln sind zu beachten. (Abstand, Händedesin-
  fektion, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes)
Liebe Bewohner. Es tut uns allen sehr leid, dass wir so restriktiv handeln müssen.
Auch wir wünschen uns mehr Nähe und Gemeinschaft. Äußerlich zeugen Masken,
Abstand und die Umsetzung der Regeln von Distanz, doch mit unseren Gedanken
sind wir mit Ihnen allen verbunden und verstehen Ihre Sorgen. Wir hoffen mit Ihnen
und mit vielen in unserem Lande, dass die Situation sich bald verbessert. In schwieri-
gen Zeiten müssen wir einfach zusammenhalten und solidarisch sein.
                                                                       Text: Andrea Steffen
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Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                           Seite   6                  Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                         Seite   7

Wiedereröffnung der Tagespflege                                                          Pfingstmontag 01.06.2020
Am 24. März 2020 wurde aufgrund der Corona Pandemie die Tagespflege auf An-
ordnung der Behörden geschlossen, unsere Besucher mussten zuhause bleiben und            Am Pfingstmontag erfreuten wir uns das erste Mal an dem Alleinunterhalter Herrn
von den Angehörigen und/oder vom ambulanten Pflegedienst versorgt werden.                Dietmar Langer. Seine stimmungsvolle Musik kennt vielleicht der ein oder andere von
                                                                                         den Tanzveranstaltungen im Altstadthaus. Mit seiner tollen Anlage, die er im Garten
Wir Pflegekräfte dachten, dass es sich nur um eine kurze Pause handeln würde. Es         aufgebaut hatte, konnten die Bewohner vom Pflegeheim sowie die Nachbarn vom
vergingen jedoch zwei Monate bis wir am 18. Mai 2020 mit hohen Hygieneauflagen           Betreuten Wohnen einen fetzigen Nachmittag erleben. Vorübergehende Spaziergän-
die Pforten der Tagespflege wieder öffnen konnten. Um den geforderten Mindestab-         ger tanzten sogar auf dem Gehweg.
stand von 1.50m einhalten zu können, mussten wir die Räumlichkeiten umgestalten
und die Möbel auseinanderrücken.                                                         Wir haben ihn auf jeden Fall für das nächstes Jahr für einen Tanznachmittag vorge-
                                                                                         merkt. Vielen Dank an Herrn Langer der ehrenamtlich uns diesen schönen Nachmit-
An vier Tagen in der Woche besuchen jetzt bis zu 12 Gäste täglich die Tagespflege.
                                                                                         tag ermöglichte. 										Text: Claudia Kiechle
Die Pflegekräfte arbeiten mit Mundschutz, was für die Besucher zuerst etwas be-
fremdlich war. Inzwischen haben sie sich an den Anblick gewöhnt.
Die Angebote wurden angepasst, um den engen Kontakt untereinander zu vermei-
den.
Alle Aktivitäten werden vom jeweiligen Sitzplatz aus gestaltet.
Mit Gymnastik, Rätseln, Zeitung vorlesen, Spiele die abgewandelt wurden, Mitmach-
geschichten, Singen und Erzählrunden füllen wir den Tag.
Bei schönem Wetter genießen wird den Aufenthalt im Garten.
Die Gäste freuen sich und finden es super, dass sie wieder die Tagespflege besuchen
dürfen - da sind sich alle einig und die Angehörigen erfahren dadurch Entlastung.
Der Tag bietet Abwechslung und Unterhaltung. Die Begegnung mit den anderen Be-
suchern macht das Leben lebenswerter.
Ab Juli 2020 wurden weitere Besucher an den Tagen Dienstag und Freitag einge-
                                                                                               Dietmar Langer in Aktion!
plant, die schon sehnsüchtig darauf gewartet haben, wieder in die Tagespflege zu
kommen.
Der Wunsch eines Tagespflegegastes: „Hoffentlich muss die Tagespflege nicht mehr
schließen und wir können den Friseur im Hause wieder besuchen.“    Text: Angela Märkli

                                                                                               Robert und Maria Mader
                                                                                               hatten auch ihre Freude!
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                                                                                          15 Jahre Danuta Bergmann
20 Jahre Frau Katharina Popp                                                              Vor 15 Jahren hat Danuta ihr Lebensweg
Seit stolzen 20 Jahren ist Frau Popp ein fester Bestandteil unseres Küchenteams.          ins Seniorenzentrum geführt. Wie sie selbst
Durch ihre jahrelange Erfahrung und routinierte Arbeit ist sie eine wichtige Stütze für   sagte, wollte sie damals nur für kurze Zeit
                                               ihre Kollegen und Kolleginnen in der       bleiben, bis sich etwas anderes ergeben
                                               Küche.                                     hätte.
                                                                                          In diesen 15 Jahren haben wir zusammen
                                                Frau Popp ist eine offene, tatkräftige
                                                                                          Höhen und Tiefen, Änderungen und Neue-
                                                und hilfsbereite Mitarbeiterin und da-
                                                                                          rungen erlebt im Berufs- und auch Privatle-
                                                her bei allen sehr beliebt.
                                                                                          ben .
                                                Wenn in der Küche mal „Not am             Wir sind dankbar, dass Danuta uns treu ge-
                                                Mann“ ist, steht sie immer zur Verfü-     blieben ist. Ohne sie wäre unser Team der
                                                gung und das nun schon seit so lan-       Hauswirtschaft deutlich ärmer. Sie nimmt mit ihrer leisen Stimme und ihrer guten für-
                                                ger Zeit.                                 sorglichen Seele alle unsere neuen Kolleginnen an die Hand. Mit Geduld, Lob und
                                                Liebe Frau Popp, wir sind froh und        Akzeptanz hilft sie durch den beruflichen Neubeginn.
                                                dankbar, dass wir Sie haben!              An Geburtstagen überrascht sie uns mit liebe- und ideenvollen gestalteten Geschen-
                                                                                          ken und oft anonymen Grußkarten. Auf den ersten Blick wissen wir aber sofort, dass
                                                                                          sie von unserer Danuta sind.
                                                                                          Wir hoffen auch weiterhin auf ihre Treue! 				                 Text: Erika Müller

15 Jahre Erika Müller                                                                     10 Jahre Heidrun Hörburger
                                                                                                                                                  Seit 10 Jahren ist Heidrun Hörbur-
Seit mittlerweile 15 Jahren ist Frau Erika
                                                                                                                                                  ger im Seniorenzentrum Durach
Müller in unserem Hause tätig. Eigentlich
                                                                                                                                                  als Pflegehelferin tätig.
ja fast schon ein Urgestein. Als hauswirt-
                                                                                                                                                  Vom 1.4.2007 – 30.11.2007 arbei-
schaftliche Mitarbeiterin im Nachtdienst
                                                                                                                                                  tete sie auf der Pflegestation.
hat sie einst angefangen und ist mittler-
                                                                                                                                                  Aus familiären Gründen musste
weile seit 8 Jahren als kompetente und
                                                                                                                                                  Heidrun eine Pause einlegen.
engagierte Hauswirtschaftsleiterin bei
                                                                                                                                                  Seit 01.10.2015 gehört sie zum
uns tätig. Egal ob Wäsche, Reinigung
                                                                                                                                                  Team der Tagespflege. Zusätzlich
oder Dekoration, sie sorgt mit ihrem
                                                                                                                                                  half sie für 10 Monate in der ambu-
Team zu einem großen Teil dafür, dass
                                                                                                                                                  lanten Pflege aus.
sich unsere Bewohner wohl und zu Hau-
                                                                                          Daraus lässt sich sehen, dass Heidrun überall einsetzbar ist.
se fühlen. Frau Müller ist darüber hinaus
                                                                                          Frau Hörburger ist bei allen Gästen, Klienten und Kolleginnen durch ihre liebenswer-
unsere Hygienebeauftragte. Ihrem Fach-
                                                                                          te, ruhige und ehrliche Art beliebt und geschätzt.
wissen und ihrer Gewissenhaftigkeit ist
                                                                                          Heidrun spielt mehrere Instrumente, die man zeitweise im Seniorenzentrum hören
es zum großen Teil zu verdanken, dass
                                                                                          kann. Sie ist vielseitig interessiert und bildet sich stets weiter.
wir bisher gut durch die Corona Zeit gekommen sind.
                                                                                          Auch als geprüfte Kräuterfachfrau ist sie oft eine gefragte Anlaufstelle für viele Kolle-
Liebe Erika, danke für Deine Professionalität, Deinen Einsatz und Deine Loyalität. Wir    ginnen.
sind froh, dass wir Dich haben.						                           Texte: Claudia Kiechle    Danke liebe Heidrun für Deine Mitarbeit und Deine gute Laune, die Du in der Ta-
                                                                                          gespflege versprühst.								                                          Text: Claudia Kiechle
August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                                Seite   10                      Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                           Seite    11

 Pfarrer Josef Gomm:                                                                                BEI DIR BIN ICH GEBORGEN
 Vergelts Gott für 21 Jahre Dienst im Seniorenzentrum                                               Die Plastik „Jesus und Johannes“ ist um 1320 von einem unbekannten Künstler ge-
                                                                                                    schaffen worden und steht im Kloster Heiligkreuztal.
 Am 1. September 2020 beginnt für unseren Herrn Pfarrer Josef Gomm die Zeit des
                                                                                                    Die Zeit damals:
 Ruhestandes. Seit 1999 ist er Pfarrer von Durach und seit einigen Jahren auch von
 Weidach und Bodelsberg. Von Anfang an war es ihm ein Anliegen, im Seniorenzent-                    Die Furcht geht um im ganzen Land. Die großen Herren führen Krieg, die kleinen be-
 rum Durach mitzuarbeiten. Die alten Menschen zu betreuen und für sie dazu sein, war                fehden sich untereinander. Die Ritter verarmen, manche Burg wird zur Raubritterburg.
 ihm ein wichtiges seelsorgliches Anliegen. Ob bei den regelmäßigen Gottesdiensten,                 zu alledem zieht noch die Pest durchs Land. Ganze Dörfer werden entvölkert. Der
 bei den Maiandachtsfeiern am Bäuerlingerweg, bei unseren Sommerfesten, Jahres-                     Papst in Rom ist gefangen genommen und nach Frank-
 schlussfeiern, seine geistlichen Worte in unserer Heimzeitung, der Besuch mit der                  reich entführt. Schließlich gibt es in Rom einen Gegen-
 Fronleichnamsprozession, die Mitarbeit im Stiftungsrat unserer Stiftung oder die Seg-              papst, der auch die Macht für sich beansprucht.
 nung der Fahrzeuge des ambulanten Krankendienstes, bei Krankensalbungen, Kom-                      Vielen Menschen ist es, als verlören sie den Boden un-
 munionspendung und Überreichung der letzten Ölung. Er war gerne dabei und immer                    ter den Füßen.
 auch ein gern gesehener Gast. Ein herzliches Vergelts Gott für den großartigen Ein-                In solcher Unsicherheit und Not suchen sie Halt und
 satz. Pfarrer Gomm wird in Durach als Ruhestandsseelsorger bleiben und wir können                  Trost im Glauben. Da lädt dieses Bild sie ein, sich in die
 bestimmt davon ausgehen, dass er weiterhin gerne bei uns sein wird. Text: Herbert Seger            Hand eines stärkeren Freundes zu begeben.
                                                                                                    Der schlafende Johannes und der wachende Beschüt-
                                                                                                    zer Christus.
                                                                                                    Beide Gestalten bilden eine Einheit. Wie sie innerlich
                                                                                                    zusammengehören, so auch äußerlich. Nur der Chris-
                                                                                                    tuskopf ragt aus dem Block heraus. Verstehen und Güte
                                                                                                    sprechen nicht nur aus dem Christus-Gesicht, sondern
                                                                                                    auch aus der Geste seiner Hände. Jesus hält mit seiner rechten Hand die rechte Hand
                                                                                                    des Johannes, während er seine linke Hand auf die Schulter des Johannes legt.
                                                                                                    Dass Johannes schläft, ist sichtbarer Ausdruck seines Vertrauens.
                                                                                                    Er liegt ja buchstäblich Jesus am Herzen.
Erstmals Gast beim Sommerfest begrüßt durch      Gottesdienst in unserer Hauskapelle                Ihre wunderbare Einheit wird auch deutlich in den Falten der Gewänder, die im tota-
Sonja Seger                                                                                         len Gleichklang miteinander sind. Eigenartig und auffällig ist, dass die beiden nicht
                                                                                                    miteinander reden. Sie brauchen offensichtlich gar keine Worte, sie spüren auch so
                                                                                                    ihre Übereinstimmung und Zusammengehörigkeit.
                                                                                                    Die mittelalterliche Frömmigkeit sah darin auch ein Bild für die Kirche, die sich sozu-
                                                                                                    sagen in blindem Vertrauen ihrem Herrn überlassen darf.
                                                                                                    Zum Christsein gehört also nicht nur das caritative Engagement, sondern auch dieser
                                                                                                    innere Friede, das Ruhig-Wrden vor Gott, das Sich-Geborgen-Wissen in seinen guten
                                                                                                    Händen.
                                                                                                    Dieses Bild lädt uns ein, dass wir in Jesus den absolut zuverlässigen Freund suchen
                                                                                                    und finden, den wir alle brauchen. Wer bietet uns diesen Platz an seiner Seite und in
                                                                                                    seiner Nähe an. Diese innere Ruhe und Kraft wünschen Ihnen
Jubiläum Krankenverein: Spende eines Tretbeckens Nie mit Weihwasser gespart! Hier bei der Segnung   								 Ihre Pfarrer
durch den Verein an das Seniorenzentrum Durach   unserer neuen Büroräume.
unterstützt von der Firma Steinmetz Jocham,                                                         			                             Josef Gomm                    Andreas Gatz
Durach und Metallbau Gast.
August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                             Seite    12                  Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                           Seite    13

                                                                                            Nachruf Frau Doris Schroeter                    20.05.2020
            ...Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt,
                             der wird leben, auch wenn er stirbt... Joh. 11:25              Überraschend ist im Juni unsere langjährige Mitbe-
                         Wir gedenken noch einmal all unserer lieben verstorbenen           wohnerin Doris Schroeter verstorben.
                                          Bewohner und Freunde                              Sie war insgesamt 16 Jahre bei uns, zunächst im
                            Frau Erika Kraus			              03.05.2020                    Betreuten Wohnen und zuletzt dann in der Pflege
                            Frau Charlotte Deiser		          14.05.2020                    beheimatet.
                            Frau Doris Schroeter		           20.05.2020                    Sie war eine ungewöhnlich interessierte Frau. In
                            Frau Maria Zwiesler		            21.05.2020                    den Anfangsjahren gab sie Leseunterricht und Le-
                            Herr Jürgen Brettschneider       22.05.2020                    sehilfe für die Schüler der Schule Durach. Wenn sie
                            Frau Anni Frisch			              23.05.2020                    die Heimzeitung als Letzte korrigiert hatte, wussten
                                                                                            wir wirklich, jetzt ist kein Fehler mehr drin. Beim Ge-
                            Frau Valeria Gaßner		            23.05.2020
                                                                                            dächtnistraining war sie lange dabei.
                    		      Frau Helena Roscher		            04.06.2020
                            Frau Anna Schuller		             03.07.2020                    Sie hat bei unterschiedlichen Anlässen Gedichte
                                                                                            auswendig rezitiert. Schriftstellerisch war sie sehr
                            Frau Hedwig Michel		             27.07.2020
                                                                                            breit gefächert. Beim Literarischen Frühstück hat sie
                                                                                            sich durch Vielfalt und Besonderheiten ausgezeich-
                                                                                            net. Nie verlegen, immer für eine Überraschung gut.
Corona trifft alle, auch den Vatikan!                                                       Beim gemütlichen Beisammensein gehörte sie im-
Während der Osterzeit musste auch uns Papst Franziskus ohne Menschen bei den                mer zum harten Kern derer, die am Schluss noch
großen Feiern auf dem Petersplatz in Rom vorlieb nehmen! Unser Bild zeigt den Hl.           da waren. Dann hat sie schon mal die Mundharmo-
Vater: In der Bildmitte, ganz allein sprach er die Karfreitagsliturgie. Es waren eigenar-   nika herausgezogen, um noch ein Abschiedslied zu
tig anmutende Bilder aus Rom.                                                               spielen.
                                                                                            Auf ihr Aussehen war sie bedacht. Sie war unse-
                                                                                            re älteste Bewohnerin und immer äußerst schick.
                                                                                            Deshalb war Sie auch bei den regelmäßigen Mode-
                                                                                            schauen dabei, sie war sozusagen unsere „Grand
                                                                                            Dame“, der Stargast unter unseren Models.
                                                                                            Viel Freude hatte sie am Mitsingen im Teen-
                                                                                            ager-Spätlesechor, der aus einem Projekt entstan-
                                                                                            den ist zwischen Schulchor und dem Seniorenzent-
                                                                                            rum. Nach der Tagesschau hat sie sich dann schon
                                                                                            mal ein Glaserl Merlot genehmigt, ganz nach dem
                                                                                            Motto: „Schütt die Sorgen in ein Gläserl Wein!“ Sie hatte schon immer deutliche Wor-
                                                                                            te parat und sie wusste immer was sie wollte. Wir haben mit ihr viel erlebt, wir hatten
                                                                                            miteinander sehr viel Spaß und Freude.
                                                                                            Beim Abschiedsgottesdienst in der Evang. Christuskirche in St. Mang war es mir ein
                                                                                            Anliegen, unserer langjährigen Mitbewohnerin Doris Schroeter durch einige Worte zu
                                                                                            danken und über ihre Lebenseinstellung zu sprechen. Sie wird uns über die Zeiten
                                                                                            hinaus in guter Erinnerung bleiben.                             Text: Herbert Seger
August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                            Seite    14                 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                         Seite   15

Dankeschön – für die Blumen-                                                               Musikalische Grüße für unsere Bewohner
pracht!!!                                                                                  Bereits in der letzten Heimzeitung
                                                                                           konnten wir berichten, dass der Co-
Immer wieder hören wir, dass unser Seni-
                                                                                           rona-Alltag durch Musikgruppen in
orenzentrum wunderschöne Gartenanla-
                                                                                           den Innenhöfen aufgeheitert wird.
gen hat, die es in dieser Großzügigkeit und                                                Auch in diesem Heft können wir
Schönheit selten gibt. Ja wir können auf                                                   wieder von solchen guten musika-
unsere Innenhöfe sehr stolz sein. Unsere                                                   lischen „Geistern“ berichten. Auch
Gärtner verdienen ein großes Lob. Danke                                                    wenn Corona bedingt viele unse-
vor allem unserem Gartenmeister Franz                                                      rer Veranstaltungen nicht stattfin-
Miller, er wird unterstützt von Hausmeister                                                den können, versuchen wir doch,
Klaus Kick und Wolfgang Hindelang. Wun-                                                    unseren Bewohnern möglichst viel
derschön blühen auch wieder die Blumen                                                     Abwechslung zu bieten. Wir ha-
an unseren Balkonen. Liebe Balkonblu-                                                      ben das große Glück, dass wir
menbesitzer: „Dankeschön, das macht ein-                                                   hier, gerade in dieser besonderen Zeit, Musiker haben, die uns ihre Küns-
fach einen tollen Eindruck!“                                                               te anbieten. Einer davon ist der stadt- und landbekannte Alleinunterhalter
                                                                                           Herr Maurus aus Durach. Alte Schlager und Volkslieder sind sein Repertoire, das die
                                                                                           Zuhörer zum Mitsingen und Schunkeln animierte. Vielen Dank, Herr Maurus für den
                                                                                           mitreißenden Nachmittag.
                                                                                           Am 29.7. besuchte uns Frau Andrea Becker mit ihrem Mann und verzauberte unse-
                                              Besonders prächtig blühten in diesem
                                                                                           re Bewohner mit einem wunderschönen Gartenkonzert. Akkordeon und Gitarre spielt
                                              Jahr wieder die Rosen am Pavillon die
                                                                                           das Duo. „Die Frau spielt ja sagenhaft Akkordeon“, kam da von einem der Besucher.
                                              uns Frau Sieghilt Uhl aus Ilmenau vor
                                                                                           Auch sangen die Gäste das Kufstein Lied
                                              vielen Jahren spendiert hat. Ein lieber
                                                                                           und schöne alte Schlager mit. Auch dieser
                                              Gruß von hieraus an Frau Uhl in Ilme-
                                                                                           Nachmittag war eine willkommene und er-
                                              nau. Erstmals gab es im hinteren Innen-
                                                                                           frischende Abwechslung. Vielen Dank dem
                                              hof eine Blumenwiese. So wollen auch
                                                                                           Duo. Bei all unseren musikalischen Beiträ-
                                              wir einen Beitrag leisten, damit die Bie-
                                                                                           gen war großes Interesse seitens der Be-
                                              nen genügend Nahrung vorfinden.
                                                                                           wohner. Ein Dankeschön unserem Personal
                                                                                           die mit ihrem Einsatz dies ermöglichten.
                                                                                                                       Text: Claudia Kiechle

Der Steinbrunnen am Gartenteich ist auch wieder in Betrieb. Die Taube ist vor Schreck
davongeflogen. 										                                            Text: Herbert Seger
August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                         Seite   16                  Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                            Seite   17

       Veranstaltungen für August, September und Oktober                               Der Corona-Virus (Covid 19) und die Auswirkungen
 Normal stehen hier immer eine Menge von Veranstaltungen und Einladungen. Wegen
                                                                                       Lieber Bewohner, gerne möchte ich Ihnen folgendes mitteilen: Viele von uns hat-
 den Corona Anordnungen der Behörden sind weitere Veranstaltungen nicht möglich
                                                                                       ten davon schon im Radio gehört, in den TV-Nachrichten die Bilder von Menschen
 und sinnvoll. Derzeit wird ohnehin die Entwicklung nach der „Urlaubs-Zeit“ abgewar-
                                                                                       mit Mund-Nasen-Schutz gesehen oder auch in der Zeitung darüber gelesen. Dieser
 tet. Für Sept. oder Okt. wollen wir aber intern etwas im Speisesaal machen, um uns
                                                                                       Virus, der alles auf den Kopf stellte und innerhalb kürzester Zeit das gewohnte Leben
 wieder zu begegnen.
                                                                                       zum Stillstand brachte. Aber das betraf doch nicht uns! Oder? Da war von China die
 Wir werden uns rechtzeitig mit entsprechenden Postwurfsendungen und Hinweisen         Rede, am anderen Ende der Welt also. So weit weg! Und deshalb auch für uns nicht
 melden, wenn es wieder etwas gibt, wo wir uns in Gemeinschaft und Freunde mitein-     mehr als eine Nachrichten-Meldung. Wir sollten uns täuschen!
 ander treffen und feiern können.
                                                                                       Irgendwann war abzusehen, dass dieser Virus auch vor Ländergrenzen nicht Halt
                                                                                       machen würde. Ein erster Fall in Bayern wurde bekannt. Dabei blieb es leider nicht
Es ist nicht alles abgesagt                                                            und der Virus verbreitete sich in einer Geschwindigkeit, die alle Verantwortlichen dazu
                                                                                       zwang, entsprechende Schutzmaßnahmen anzuordnen. Maßnahmen, die auch für
                                                                                                                                   uns im Seniorenzentrum Durach weitrei-
                                                                                                                                   chende Folgen mit sich brachten.
                                                                                                                                 Seitdem sehen alle Bewohner die Mitar-
                                                                                                                                 beiter der Pflege, der Alltagsbegleitung
                                                                                                                                 und der Hauswirtschaft mit eben diesem
                                                                                                                                 Mund-Nasen-Schutz, der Sie vor einer
                                                                                                                                 möglichen Infektion mit dem Corona-Vi-
                                                                                                                                 rus schützen soll. Dies ist ungewöhnlich
                                                                                                                                 und beeinträchtigt den Kontakt zugege-
                                                                                                                                 benermaßen, da sie von uns nur die Au-
                                                                                                                                 gen sehen und Ihnen unsere Mimik ver-
                                                                                       borgen bleibt. Deshalb lächeln und lachen wir ganz oft, damit Sie an unseren Augen
                                                                                       erkennen können, dass wir gerne bei Ihnen sind.
                                                                                       Seit mehr als 4 Monaten also ist alles anders! Aber warum? Sie haben viele Fragen
                                                                                       gestellt und wir haben uns immer bemüht, Ihnen die Umstände zu erklären. Immer
        Sommer ist nicht abgesagt,                                                     wieder, wenn nötig, weil sich ständig etwas änderte. Besuche der Angehörigen waren
                                                                                       untersagt – das war schlimm und nicht leicht zu verstehen. Petra und Daniela durften
         Sonne ist nicht abgesagt,                                                     zum Haare schneiden etc. nicht mehr ins Haus. Physiotherapie, Fußpflege und vielen
   Freundschaften sind nicht abgesagt,                                                 anderen Dienstleistern waren auf einmal der Zutritt zum Haus aus Sicherheitsgrün-
         Liebe ist nicht abgesagt,                                                     den versagt. Auch die Unterstützung durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter fiel aus.
    Zuwendungen sind nicht abgesagt                                                    Innerhalb des Hauses war auf einmal vieles anders. Gruppenangebote wie Gymnas-
                                                                                       tik, Basteln, Chor usw. waren untersagt und es durfte keine Kontakte zwischen den
     Freundlichkeit ist nicht abgesagt,                                                einzelnen Wohnbereichen auf der Pflegestation sowie zum Betreuten Wohnen oder
 Gespräche von Balkon zu Balkon sind nicht                                             der Tagespflege geben. Sie und wir waren eingesperrt. Bitter war das für alle und
                 abgesagt,                                                             der fehlende Kontakt zu den Angehörigen war das Schlimmste. Von Normalität nun
        Hoffnung ist nicht abgesagt.                                                   wirklich keine Spur. Die Möglichkeit des Kontaktes über „Skype“ (eine Art Bildtelefon)
              Es wird wieder!!                                                         brachte auch keine wirkliche Besserung, da Hör- und Sehbeeinträchtigungen dies in
August, September und Oktober 2020 - Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter - Seniorenzentrum ...
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                         Seite   18                    Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                            Seite    19

vielen Fällen nicht möglich machten. Von
fehlender Nähe und Körperkontakt ganz
                                                                                        Neues vom literarischen Frühstück
zu schweigen. Knuddeln und einfach mal
in den Arm nehmen sind weiterhin nicht
                                                                                        Ländliches Brauchtum im Juli
                                                                                        Text von Hans Weixler (*1934   2008)
möglich.
Eine willkommene Abwechslung in den                                                     Landschaftsprägend waren anno dazumal bei uns die „Heinzen“, auf denen das Heu
vergangenen Wochen waren mehrere mu-                                                    getrocknet wurde. So lange ist es noch gar nicht her, dass man weitflächig und über-
sikalische Darbietungen, teils organisiert,                                             all, wie in soldatischer Disziplin, die „Heinzen“ auf den Feldern stehen hatte, die zu ei-
teils spontane Angebote von außen, die                                                  nem Landschaftssymbol des Allgäus wurden. Man sieht sie teilweise heute noch. Vor
mit viel Dankbarkeit aufgenommen wur-                                                   allem im südlichen Oberallgäu sind sie noch nicht ausgestorben.
den und eines deutlich zeigten: „Ihr seid                                               Im Monat Juli hatten die „Heinzen“ zumeist ihre Pflicht erfüllt. Es ging ans „Hoinze
nicht allein!“
                                                                                        flicke“, abgerissene und geschädigte Sprossen wurden neu eingesetzt. Zwischen
In den letzten Wochen hat sich die Situati-                                                                                           „Heuen“ und „Ohmahden“ verblieb
on Gott sei Dank ein Stück weit entspannt.                                                                                            für diese Arbeit genügend Zeit, die es
Ihre Angehörigen dürfen Sie wieder be-                                                                                                freilich auch zu nutzen galt. Bei der
suchen, wenn auch unter Einhaltung des                                                                                                heutigen Intensivwirtschaft gibt es
Sicherheitsabstandes und des Tragens                                                                                                  dagegen zwischen dem ersten, zwei-
eines Mund-Nasen-Schutzes. Wir freuen                                                                                                 ten oder gar dritten Mähschnitt kaum
uns für Sie und mit Ihnen!                                                                                                            mehr eine Pause.
Allen Einschränkungen zum Trotz geben
                                                                                                                                         Im Monat Juli war die Heuernte aber
alle Mitarbeiter ihr Bestes und sind immer für Sie da. Bei gutem Wetter sind der wun-
                                                                                                                                         oft noch nicht beendet. Einige Tage
dervolle Garten und die Terrassen ein beliebter Ort für einen Aufenthalt an der fri-    Erich Westendarp / pixelio.de
                                                                                                                                         waren als „Heiseicher“ (Tage, an de-
schen Luft, einen Spaziergang oder eine kleine Rundfahrt mit dem Rollstuhl.
                                                                                        nen es ins Heu regnet) gefürchtet. Dazu gehörten Maria Heimsuchung (2. Juli) und
Das gute und warme Wetter wurde von der Alltagsbegleitung genutzt und die Gym-          Sankt Ulrich (4. Juli), wie schon im Vormonat St. Kreszentia (15. Juni), Johannes der
nastik nach draußen auf die Terrasse verlegt. Im großen Kreis wurden die Übungen        Täufer (24. Juni) und Peter und Paul (29. Juni).
für Hände und Arme, Füße und Beine sowie Rücken und Bauch durchgeführt und
sorgen so für Abwechslung und Bewegung. Auch der Spaß kommt hier nicht zu kurz.         Diese Heiligenfeste waren auch weit verbreitet als Patroziniumsfeste, weil die Heili-
                                                                                        gen zur Erntezeit besonders angerufen wurden und man ihnen auch sehr viele Pfarr-
Zum kalendarischen Sommeranfang stand                                                   kirchen geweiht hatte.
die Idee einer sommerlichen Dekoration
für den Wohnbereich im Raum und so ent-                                                 Patroziniumsfeste waren kirchliche Familienfeste, zu denen man einen auswärtigen
standen Sonnen aus Papier, die ihre gel-                                                Festprediger holte. Nach dem Festgottesdienst gab die Musikkapelle auf dem Kirch-
ben und orangenen Strahlen aussenden.                                                   platz ein Standkonzert. Es gehörte sich auch, dass alle auswärtigen Verwandten „zum
Fleißige Mithilfe gab es beim Ausschnei-                                                Fescht“ kamen, an dem sich besonders die Weggeheirateten wiedersehen konnten.
den und zusammenkleben. Alles natürlich                                                 Sie alle waren in ihren Herkunftsfamilien zum Festessen eingeladen.
unter Einhaltung der Hygienevorschriften.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und                                                 Als es noch keine Supermärkte gab, war es im Übrigen eine kleine Sensation, wenn
wird die Bewohner den Sommer hindurch                                                   man von einem Obstbaum rund um den Hof „Jakobiäpfel“ pflücken konnte. Jakobi ist
begleiten.                                                                              am 25. Juli. Konnte die Bäuerin obendrein aus ihrem Hausgarten Jakobi-Frühkartof-
      Im Namen aller Mitarbeiter, Ihre Regina Vogelmann                                 feln herausholen, war die Freude über ein Gutes Jahr vollkommen.
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                                   Seite   20         Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                            Seite     21

Jakobi wurde auch als die Mitte des Som-
mers auf den Alpen gefeiert. Man begab sich
um diese Zeit zum „Schumpe luege“, um sich
über den Zustand der Alptiere zu informieren.
Vielfach verbreitet war an Jakobi auch die sog.
„Bergkirbe“, ein Treffen der Gemütlichkeit und
der Fachinformation für Bauern und Alphirten.
Viele betrachteten dies als Urlaubstag in der
Mitte des Alpsommers.                             Christoph Aron / pixelio.de

Zur Person Hans Weixler:
Hans Weixler war Landwirt auf seinem Familienbesitz Dorfberg Gemeinde Durach.
Er war als Gemeinderat und 2. Bürgermeister engagiert und hat viele Gedichte und
Betrachtungen zu unserer Heimat verfasst und geschrieben. Deshalb erhielt er auch
den Beinamen „Dichter und Bauer“. Seine Frau Annemarie ist im Seniorenzentrum
von Anfang an ehrenamtlich tätig, so z. B. bei den Hinterbliebenennachmittagen.
                                                                                                               Sommerfrische
                                                                                             ein Gedicht von Joachim Ringelnatz und Lieblingsgedicht von Doris Schroeter

                                                                                              Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,
                                                                                               das durch den sonnigen Himmel schreitet.
                                                                                              Und schmücke den Hut, der dich begleitet,
                                                                                                         mit einem grünen Reis.
                                                                                               Versteck dich faul in die Fülle der Gräser,
                                                                                                      weil‘s wohltut, weil‘s frommt.
                                                                                                Und bist du ein Mundharmonikabläser
                                                                                             Und hast eine bei dir, dann spiel, was dir kommt.
                                                                                                    Und lass deine Melodien lenken
                                                                                                 von dem freigegebenen Wolkengezupf.
  Alpe Oberberggund bei Gunzesried                                                                 Vergiss dich. Es soll dein Denken
 und Blick von Durach Richtung Süden 
                                                                                              nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.
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                                                                    Aktivitäten auf dem Wohnbereich Pflege
                                          Besprechung               Wöchentlich wiederkehrende Aktivitäten für Bewohner:
                                                                    Täglich: Frühstücksrunde (AB), gemeinsames Mittagessen (AB,PK), gemeinsames Abendessen (PK)
                                          in Zeiten
                                                                    Montag,     10.00 Uhr:       Bewegungsübungen für Arme und Beine (AB)
                                          von Corona                            17.30 Uhr:       Singrunde (PK)
                                                                    Dienstag,   09.30 Uhr:       Dienstagsrunde (AB)
                                                                                17.30 Uhr:       Leserunde (PK)
                                                                    Mittwoch,   17.30 Uhr:       Singrunde (PK)
                                                                    Donnerstag, 10.00 Uhr:       Bewegungsübungen für Arme und Beine (AB)
                                                                                17.30 Uhr:       Rätselrunde (PK)
                                                                    Freitag,    17.30 Uhr:       Singrunde (PK)
                                                                    Samstag,    14.30 Uhr:       Gemütliche Kaffeerunde (PK)
  Besuche in Zeiten                                                 Sonntag,
                                                                                17.30 Uhr:
                                                                                09.30 Uhr:
                                                                                                 Sprichwörter raten (PK)
                                                                                                 Gottesdienst im Fernsehen (PK)
       von Corona                                                               17.30 Uhr:       Singrunde (PK)
                                                                    Legende:   EA = Ehrenamtlicher Mitarbeiter; PK = Pflegekraft; SB = Soziale Betreuung; AB = Alltagsbegleitung
                                                                    Die Wochenpläne dienen zur Orientierung. Jahreszeit, Besucherumfang, aktuelle Tagesverfassung und Wünsche
                                                                    der Bewohner bestimmen den individuellen Tagesablauf, Gruppen- od. Einzelbetreuung

                                                                    Zusätzliche Aktivitäten auf den Wohnbereichen der Pflegestation vom
                                                                    03.08. - 09.08.2020 Wochenthema: „Kirschen“
                                                                    Montag                   14.45 Uhr Thema & Einführung „Kirschen“
                                          Beschäftigung in Zeiten   Mittwoch		              10.00 Uhr Kreativwerkstatt „Malen mit Wasserfarben“
                                          von Corona                Freitag		                 9.30 Uhr Backen: „Zitronenkuchen mit Kirschen“
                                                                    10.08. – 16.08.2020 Wochenthema: „Ab ins kühle Nass“

                                                                    Montag                 14.45 Uhr Thema & Einführung „Ab ins kühle Nass“
                                                                    Mittwoch               10.00 Uhr Kreativwerkstatt „Schiffe falten“
                                                                    Freitag                  9.30 Uhr Backen: „Zitronenkuchen mit Kirschen“

                                                                    17.08. - 23.08.2020 Wochenthema: „Eiszeit“
                                                                    Montag                 14.45 Uhr Thema & Einführung „Eiszeit“
  Und den Humor                                                     Mittwoch               10.00 Uhr Kreativwerkstatt „Eistütengirlande“
                                                                    Freitag                  9.30 Uhr Backen: „Zitronenkuchen mit Kirschen“
 nicht verlieren in
                                                                    24.08. - 30.08.2020                   Wochenthema: „Kräuter“
Zeiten von Corona
                                                                    Montag                  14.45 Uhr Thema & Einführung „Kräuter“
                                                                    Mittwoch                10.00 Uhr Kreativwerkstatt: „Duftmemory herstellen“
                                                                    Freitag                   9.30 Uhr Backen: „Ramazottikuchen“
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                    Seite    24              Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                       Seite       25

31.08. - 06.09.2020       Wochenthema:           „Italien“                     19.10. - 25.10.2020      Wochenthema:      „Laubbäume“
Montag         14.45 Uhr Thema & Einführung „Italien“                           Montag        14.45 Uhr Thema & Einführung „Laubbäume“

Mittwoch       10.00 Uhr Kreativwerkstatt „Duftmemory herstellen“              Mittwoch        14.45 Uhr Kreativwerkstatt: „Malen mit Wasserfarben“
                                                                               Freitag          9.30 Uhr Backen: „Marmorkuchen“
Freitag          9.30 Uhr Backen: „Marmorkuchen“

07.09. - 13.09.2020       Wochenthema:          „Schule“                       26.10. - 01.11.2020       Wochenthema:      „Wald“
                                                                                Montag        14.45 Uhr Thema & Einführung „Wald“
Montag         14.45 Uhr Thema & Einführung „Schule“
                                                                               Mittwoch        14.30 Uhr Kreativwerkstatt: „Basteln mit Naturmaterialien“
Mittwoch       14.45 Uhr Kreativwerkstatt „Mini-Schultüten“
                                                                               Freitag          9.30 Uhr Backen: „Käsekuchen“
Freitag         9.30 Uhr Backen: „Käsekuchen“

14.09. - 20.09.2020       Wochenthema:          „Biene, Honig, Imkerei“        Singen mit den Bewohnern der Pflegestation auf der Terrasse
Montag         14.45 Uhr Thema & Einführung „Biene, Honig, Imkerei“            Aufgrund der Corona Pandemie sind jegliche Veranstaltungen im Seniorenzentrum
Mittwoch       14.45 Uhr Kreativwerkstatt „Bienen basteln“                     untersagt.
Freitag         9.30 Uhr Backen: „Bienenstich“                                 Gerade den Bewohnern der Wohnbereiche fällt, auch durch das Besuchsverbot, viel
                                                                               Abwechslung im Alltag weg.
21.09. - 27.09.2020       Wochenthema:      „Tiere in Wald und Feld“
                                                                               Die Pflegekräfte und die Betreuungsassistentinnen bemühen sich, neben der Pflege
Montag         14.45 Uhr Thema & Einführung „Tiere in Wald und Feld“
                                                                               den Bewohnern, den Tag biografieorientiert zu gestalten.
Mittwoch       14.45 Uhr Kreativwerkstatt „Waldtiere aus Naturmaterialien“
                                                                               Bei gutem Wetter fand nun schon 3x ein gemeinsames Singen auf der Terrasse im
Freitag         9.30 Uhr Backen: „Käsekuchen“
                                                                               Erdgeschoss und Obergeschoss mit Angela plus Gitarre statt. Jeweils 40 Minuten
                                                                               wurden Liederwünsche gespielt und der Garten füllte sich mit bekannten Melodien.
28.09. - 04.10.2020       Wochenthema:          „Äpfel“
                                                                               Singen ist etwas Elementarisches. Singen stärkt das Gemeinschaftsgefühl und das
Montag         14.45 Uhr Thema & Einführung „Äpfel“                                                                                     Immunsystem. Singen
Mittwoch       14.45 Uhr Kreativwerkstatt „Basteln zum Thema Apfel“                                                                     macht Freude und be-
                                                                                                                                        reitet ein Glücksgefühl.
Freitag         9.30 Uhr Backen: „Apfelkuchen“
                                                                                                                                        Singen weckt Erinne-
                                                                                                                                        rung und hilft Trauer zu
05.10. - 11.10.2020       Wochenthema:      „Sauerkraut“                                                                                überwinden.
 Montag        14.45 Uhr Thema & Einführung „Sauerkraut“
                                                                                                                                         Die Zeit mit Musik ver-
Mittwoch       14.45 Uhr Kreativwerkstatt „Basteln im Herbst“                                                                            ging viel zu schnell und
Freitag         9.30 Uhr Backen: „Zwetschgendatschi“                                                                                     mit dem Lied „Auf Wie-
                                                                                                                                         dersehn“ verabschie-
12.10. - 18.10.2020       Wochenthema:          „Rad fahren“                                                                             deten wir uns bis zum
                                                                                                                                         nächsten Mal, wenn es
Montag         14.45 Uhr Thema & Einführung „Rad fahren“                                                                                 wieder heißt: „Singen
Mittwoch       14.45 Uhr Kreativwerkstatt „Basteln im Herbst“                                                                            auf der Terrasse“.
Freitag         9.30 Uhr Backen: „Zwetschgendatschi“                                                                                               Text: Angela Märkli
Heimzeitung SeniorenZentrum Durach                       Seite       26

Stammtisch sitzt im Museumsstadel
Der Stammtisch des Seniorenzentrums trifft sich nach langer Pause wieder jeweils
am Mittwoch ab 15 Uhr im Museumsstadel. Nachdem die Vorschriften dies zulassen,
wurden die Treffen möglich. Allerdings gelten die entsprechenden Vorschriften der
Corona-Verordnungen.
Beim ersten Treffen herrschte Sonnenschein und die Musik mit Alwin, Hannelore,
Sonja und Margret tat ein übriges, dass der Nachmittag schön war.
                                                                   Text: Herbert Seger                     Man wohnt
                                                                                                      so jung, wie Man
                                                                                                                  sich fühlt
                                                                                           Es ist für uns keine Frage des Alters, sich in den eigenen vier Wänden wohl zu fühlen.
                                                                                           Darum haben wir im Seniorenzentrum Durach auf sicheren Komfort geachtet:
                                                                                           Helle, freundliche Räume strahlen behagliche Geborgenheit aus. Großzügige
                                                                                           Gemeinschaftsräume geben Ihnen Gelegenheit, im geselligen Beisammensein
                                                                                           aktiv zu bleiben.
                                                                                           Leben Sie einfach so, wie es Ihnen gefällt.
                                                                                                                                                                                                        willkommen zuhause!

                                                                                           Bau- und Siedlungsgenossenschaft eG
                                                                                           Im Oberösch 1 | 87437 Kempten-Sankt Mang
                                                                                           info@bsg-allgaeu.de | www.bsg-allgaeu.de

                                                                                                 Impressum:
                                                                                         AnzSeniorenheim_190x140_4c_230412.indd 1                                                                                                           23.04.12 10:1
                                                                                                 Heimzeitung des Seniorenzentrums Durach
                                                                                                 August, September und Oktober 2020

                                                                                                 Herausgeber: Seniorenzentrum Durach
                                                                                                 		              Am Leitenacker 9, 87471 Durach
                                                                                                 		Tel. 0831/56426-0
                                                                                                 		Fax 0831/56426-90
                                                                                                 e-mail: sz@seniorenzentrum-durach.de
                                                                                                 Internet: www.seniorenzentrum-durach.de
                                                                                                                                                                              QR Code zu unserer Homepage

                                                                                                 68. Auflage: 350 Exemplare

                                                                                                 Mitarbeiter dieser Ausgabe in alphabetischer Reihenfolge:
                                                                                                 Lea Buchmüller, Manuela Dieng, Pfarrer Andreas Gatz, Pfarrer Josef Gomm, Paula Gomes Müller, Claudia Kiechle,
                Heimzeitung                                                                      Angela Märkli, Erika Müller, Michael Röllig, Herbert und Sonja Seger, Helga Siebert, Andrea Steffen, Marina Tuda Peric,
    Abschlussredaktion auch                                                                      Regina Vogelmann und die Mitwirkenden vom literarischen Frühstück

            mit Mundschutz                                                                       Redaktion: Andrea Steffen, Claudia Kiechle, Herbert Seger, Michael Röllig, Angela Märkli

  Bei den Abschlussarbeiten für diese                                                            PC-Technik: Michael Röllig
                                                                                                 Bilder: Wolfgang Nagelrauf, SZ, Creative Commons, Erich Westendarp / pixelio.de, Christoph Aron / pixelio.de
     Heimzeitung war für Herbert und
  Michael auch Mundschutz angesagt.                                                              Vielen Dank für Eure Mitarbeit.

                                                                                                 Verantwortlich: ViSdPR Herbert Seger
                                                                                                 Druck: Druckerei Gerung Durach
                                                                                                 Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf beide Geschlechter und
                                                                                                 Diverse.
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