Ausgabe 2018/2 - Aus dem Inhalt: Bistum Limburg

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Ausgabe 2018/2 - Aus dem Inhalt: Bistum Limburg
Aus dem Inhalt:

   Verabschiedung Frau Bergweiler
   Neues aus dem Generationenprojekt
   Erkundungsfahrt Bad Ems / Nassau
   Handyaktion von Kolping
   Sternsingeraktion

                                        Ausgabe 2018/2
Ausgabe 2018/2 - Aus dem Inhalt: Bistum Limburg
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                   „Weißt du, mein Akku ist leer; da geht nichts mehr.
                        Ich muss irgendwo wieder auftanken.“
    Kennen Sie das auch? Wahrscheinlich, vielleicht auch ganz sicherlich. Im Laufe eines Jahres geben
    wir alles, was wir haben, in unsere Arbeit, unsere Verpflichtungen, unser Engagement. Oft genug
    über unsere Kräfte hinaus, machen manchmal eine Pause zum Auftanken und legen dann wieder
    los. Aber irgendwann spüren wir: der Akku ist leer; jetzt haben wir keine Reserven mehr. Was tun?
    Es ist nicht leicht vom ständigen Tun und Schaffen abzuspringen, oftmals geht das auch gar nicht,
    zu viel hängt davon ab, denn das Leben will organisiert und abgesichert sein. Mir helfen in solchen
    Situationen kleine Veränderungen im alltäglichen Wettlauf. So genieße ich zum Beispiel die Früh-
    schichten in der Adventszeit donnerstags um 6.00 Uhr im Chorraum der Pfarrkirche.
    Um 6.00 Uhr in der Kirche zu sein, ist anspruchsvoll und zugegeben, das Aufstehen ist eine echte
    Herausforderung und der innere Schweinehund hat gute Argumente, liegen zu bleiben. Doch ist der
    Fuß erstmal vor dem Bett, dann geht´s, und wenn ich dann im Chorraum sitze, spüre ich, wie der
    Atem leicht und gleichmäßig geht und viel Gelassenheit da ist. Noch ist nichts geschehen an diesem
    Tag, noch will keiner irgendetwas von mir, noch jagen mich keine Termine. Ich bin einfach nur da,
    höre Worte der Bibel, Gedanken dazu, Gebete, singe mit noch einer etwas leiser Stimme geistliche
    Lieder und erfahre ganz konkret, was Jesu Wort sagt: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und
    schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.“ Gerade die geprägten Zeiten
                                                                  wie Advent- Weihnachten- Fastenzeit
                                                                  und Ostern geben dieser Erfahrung
                                                                  ganz viel Raum; ob in den Früh- und
                                                                  Spätschichten, den Roratemessen,
                                                                  den Sonntagsgottesdiensten, den
                                                                  Festgottesdiensten- überall heißt es:
                                                                  „Komm, nimm Platz, ruh dich aus, leg
                                                                  ab, hör mir zu, lass dich ein auf mein
                                                                  Wort, begegne mir im Wort und im
                                                                  Brot, in der Gemeinschaft und der
                                                                  Stille- ich, dein Gott, lade dich ein und
                                                                  will dir Gutes schenken.“
                                                                  Ich wünsche Ihnen und mir, viele
                                                                  solcher kleinen Ladestationen für
    unseren Akku, damit wir das Leben bestehen und spüren: Gottes Segen begleitet mich.
                                                                                              Hella Schröder
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    Handy Sammelaktion von Kolping und missio
                              Sage und schreibe 124 Millionen nicht mehr gebrauchte Handys sollen in
                              den Schubladen deutscher Haushalte liegen. Damit lässt sich viel Gutes
                              tun! Die Kolpingfamilie St. Martin Lahnstein stellt bei verschiedenen
                              Veranstaltungen eine Handy-Sammelbox auf. Hier können gebrauchte
                              Handys eingeworfen werden. Das Kolpingwerk Deutschland und das Hilfs-
                              werk missio führen die Sammlung als Kooperationspartner durch. Der Erlös
                              kommt missio-Projekten in der Demokratischen Republik Kongo zugute.
                              Dort leiden Menschen unter Gewalt und schlimmsten Menschenrechtsver-
                              letzungen. Außerhalb der Veranstaltungen steht die Sammeltonne im
                              Pfarrhaus St. Martin. Gebrauchte Handys können außerdem in die Kolping-
                              Briefmarken-Sammelbox eingeworfen werden, welche sich im Foyer des
                              Pfarrzentrums St. Martin am Europaplatz 10, Lahnstein, befindet. Da das
                              Sammeln gebrauchter Handys gesetzlich reguliert ist, hier noch einige be-
                              sondere Hinweise: Die Firma Schumacher, von Pidoll GbR, ist der rechtliche
    Träger und Betreiber des Handy-Rücknahmesystems Mobile-Box. Sie führt die Handysammlung
    durch, bereitet geeignete Geräte für den Wiederverkauf auf und sorgt für das fachgerechte Recyc-
    ling der Rohstoffe. Missio und das Kolpingwerk Deutschland sammeln nicht selbst, sondern bewer-
    ben als Kooperationspartner die Handysammlung von Mobile-Box. Für jedes Handy erhält missio
    einen Anteil des Erlöses für Hilfsprojekte in der DR Kongo. Das Kolpingwerk Deutschland unterstützt
    mit seinem Anteil des Erlöses die Bewusstseinsbildung für die Bekämpfung von Fluchtursachen zum
    Beispiel mit dem Infomobil des Kolping-Netzwerkes für Geflüchtete. Wer zuhause nicht mehr benö-
    tigte Handys liegen hat, kann diese zu den Öffnungszeiten im Pfarrbüro St. Martin abgeben.
                                                                                        Thomas Schneider

    Shanty-Chor Lahnstein veranstaltet Benefiz-Weihnachtskonzert am
    3. Advent 2018
    Wie schon im vergangenen Jahr veranstaltet
    der Shanty-Chor der Marinekameradschaft
    aus Lahnstein am 16. Dezember 2018 ein Be-
    nefiz-Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche
    Sankt Martin, Beginn ist um 18:30 Uhr. Moti-
    viert vom großen Erfolg des Vorjahres werden
    die Sänger und Musiker ihre Zuhörer wieder
    musikalisch in die „Weihnacht der Meere“
    entführen. Der Eintritt ist frei, um wohlwol-
    lende Spenden für soziale Zwecke der Kirchen-
    gemeinde wird gebeten.

                                                                                          Wolfgang Jäger
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    Jahresrückblick der Pfadfinder St. Martin
    Wie üblich begannen wir das Jahr gemeinsam mit unserem Stu-
    fenwechseltag. An diesem Tag wechseln regelmäßig einige unse-
    rer Kinder und Jugendlichen aufgrund ihres Alters ihre
    (Alters-) Stufe. Ebenso werden alle neuen Mitglieder herzlich be-
    grüßt. In großer Runde starteten wir mit einem geistlichen Impuls.
    Eine Schnitzeljagd führte dann über verschiedene Stationen vom
    Pfarrzentrum bis zum Gemeindehaus St. Barbara. Zur Stärkung
    gab es dort Nudeln mit verschiedenen Soßen. Nachdem wieder alle fit und munter waren, endete
    der Tag mit einem Gruppenfoto. Abends traf sich die Leiterrunde in der Koblenzer Altstadt zum
    nachträglichen Weihnachtsessen als Dankeschön des Vorstands für die geleistete Arbeit im
    vergangenen Jahr.
    Den Georgstag – der Gedenktag unseres Namenpatrons – feierten wir im April gemeinsam mit
    unserem Nachbarstamm Lubentius. Dabei führte eine Wanderung mit verschiedenen Stationen bis
    zu einem Gartengrundstück nahe des Freibades. Hier wurde gemeinsam Stockbrot gegessen und
    noch ein wenig verweilt, bis es wieder nach Hause ging.
    Neben all unseren Gruppenstunden, welche wir mit spielen, werken, Pfadfindertechniken und der
    Planung von Lagern verbrachten, wurde wieder viel gezeltet. Dieses Jahr war jede Stufe für sich
    unterwegs. Unter anderem ging es auf eine Fahrradtour ins Brexbachtal, ein Kennen-
    lernwochenende im Westerwald, mit der Diözese auf vers. Zeltlager und Aktionen und mit 4.000
    Pfadfinder*innen an Pfingsten nach Westernohe. Für Gruppenleiter fanden zudem ein Bundes-
    leitertreffen sowie zwei Leiterrundenwochenenden statt.
    Nach diesen vielen schönen Fahrten und Erlebnissen stand auch schon unsere Stammes-
    versammlung vor der Tür. Wie schon in den Vorjahren trafen sich alle Pfadfinder*innen, Eltern,
    Freunde und Förderer unseres Stammes dazu auf der Wiese hinter dem Pfarrzentrum standes-
    gemäß in einem großen Zelt. Sehr gefreut haben wir uns dabei über den Besuch von
    Vertreter*innen unserer Gemeinde. Die Zeit der Versammlung ging dank unterhaltsamer und
    interaktiver Beiträge schnell vorbei. Das war auch gut so, denn es lockten gegrillte Würstchen und
    Lagerfeuer mit Gitarrenmusik luden zum Verweilen ein.
    Nur zwei Wochen später nutzen wir die letzten warmen Tage und fuhren mit 100 Teilnehmer*in-
    nen auf unser Stammes-Eltern-Wochenend-Lager. Gemeinsam mit Eltern, Ehemaligen sowie allen
    Pfadfinder*innen verbrachten wir ein wundervolles Wochenende in Petterweil.
    Im Advent fahren unsere Gruppen auf ihr traditionelles Abschlusswochenende. Wir wünschen
    unseren Gruppen daher viel Freude auf ihren Fahrten und freuen uns, nächstes Jahr 12 neue
    Mitglieder begrüßen zu dürfen.

    Sie sind neugierig geworden? Wollen mehr über uns oder ein-
    zelne Aktionen erfahren? Oder Ihr Kind anmelden? Dann besu-
    chen Sie uns doch einfach auf www.dpsg-lahnstein.de oder mel-
    den Sie sich: kontakt@dpsg-lahnstein.de
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    Das Friedenslicht aus Bethlehem 2018
                                                             Jedes Jahr entzündet ein Kind das Frie-
                                                             denslicht an der Flamme der Geburts-
                                                             grotte Christi in Bethlehem. Seit 25 Jah-
                                                             ren verteilen Pfadfinderverbände das
                                                             Friedenslicht ab dem 3. Advent in
                                                             Deutschland. Die Friedenslichtaktion
                                                             steht 2018 unter dem Motto: „Frieden
                                                             braucht Vielfalt – zusammen für eine
                                                             tolerante Gesellschaft“.
                                                             Die diözesane Aussendungsfeier findet
                                                             am Sonntag, den 16. Dezember 2018, in
                                                             Königstein (Kapuzinerplatz) statt. Ab
                                                             13.30 Uhr versammeln sich dort Pfad-
                                                             finder*innen aus dem ganzen Bistum,
                                                             um gemeinsam auf das Friedenslicht zu
                                                             warten. Um 15.00 Uhr wird das Friedens-
    licht Königsstein erreichen und die Aussendungsfeier beginnen. Es sind alle Interessierten herzlich
    eingeladen.
    Wir, die Pfadfinder*innen der Stämme St. Martin und St. Lubentius, werden das Friedenslicht auch
    nach Lahnstein bringen. Die Übergabe an die Gemeinde findet an folgenden Gottesdiensten statt:

         Heilig Geist – Samstag 22.12.2018 18 Uhr
         St. Barbara – Sonntag 23.12.2018 11 Uhr
         St. Martin – Sonntag 23.12.2018 10 Uhr

    Weitere Infos finden Sie unter:
    www.friedenslicht.de
    www.dpsg-lahnstein.de
                                                                                         Hendrik Schmitt
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    Forum Erwachsenenbildung
    Das Forum Erwachsenenbildung bietet im Jahr 2019 eine Reihe von interessanten Vorträgen an.
    Neben vielen theologischen Themen soll auch über die Zukunft der Kirche von Morgen referiert
    werden. Hierzu konnten wir Herrn Dr. Christoph May, Bischofsvikar für Kirchenentwicklung, zum
    Vortrag gewinnen. Wir alle wissen, dass Kirche von Morgen nicht mehr die Kirche von Gestern und
    Heute ist. Doch wie soll es weitergehen? Was wird uns erwarten?
    Es gibt nicht auf alle Fragen eine Antwort, doch wir alle sind gefordert, die Zukunft der Kirche mit-
    zugestalten. Lassen wir uns darauf ein, oder lehnen wir es ab? Fest steht, Kirche wird sich verändern,
    und wir haben heute die Chance die Veränderung mitzugestalten. Eine Chance, die wir nutzen soll-
    ten.

    Katharina Kasper war unweit von unserer Pfarrei Sankt Martin in Dernbach zu Hause. Am
    14. Oktober 2018 wurde sie heiliggesprochen. Am 01. Februar ist ihr offizieller Gedenktag. Ein
    Grund für uns, sich mit ihrem Leben und ihrem Wirken auseinanderzusetzen.
    Was bedeutet Fastenzeit und Adventszeit? Wir alle kennen diese Zeiten, doch was ist der Hinter-
    grund, worin liegt der Sinn dieser besonderen Zeiten? Lohnt es sich, in einer Zeit wie heute hierüber
    noch einmal nachzudenken? Sind die Zeiten altmodisch oder nur hektisch? Warum sind sie doch
    wichtig für uns? Sicher lohnt es sich, hierüber noch einmal nachzudenken, über den Ursprung und
    was daraus geworden ist.
                                                    Es gibt eine neue Einheitsübersetzung der Bibel.
                                                    Warum brauchen wir diese? Was hat sich geändert?
                                                    Hat sich überhaupt etwas geändert? Die neue Ein-
                                                    heitsübersetzung zu entdecken, ist eine spannende
                                                    Geschichte. Ab dem 01. Advent 2018 werden wir die
                                                    Lesung nach der neuen Einheitsübersetzung hören.
                                                    Grund für uns, sich über die Veränderungen auszu-
                                                    tauschen. Ebenso interessant ist die Frage nach den
                                                    Frauen in der Bibel? Welche Rolle spielen sie? Was
                                                    waren ihre Aufgaben?
                                                    Das Christentum ist eine monotheistische Religion,
                                                    ebenso der Islam und das Judentum. Wie entstand
    der Islam? Wie verbreitete er sich? Was ist das Judentum? Welche Gemeinsamkeiten haben wir?
    Auch hierüber lohnt es sich, nachzudenken und zu diskutieren.
    Doch auch das tägliche Leben verlangt von uns Entscheidungen. So gehören die Patientenverfügung
    und auch die Vorsorgevollmacht, über die man sich früher oder später Gedanken machen muss,
    zum täglichen Leben. Was muss man beachten? Wie sieht es mit der Rechtsgrundlage aus? Wann
    sollte man sich darüber Gedanken machen oder eine erstellen? Es gibt viele Fragen hierzu, ein
    Vortrag soll mehr Klarheit über diese Themen bringen.

    Sind Sie neugierig geworden? Ich würde mich freuen, Sie bei den Vorträgen begrüßen zu können.
    Die Abende versprechen nicht langweilig zu werden.
    Hier das Programm mit den entsprechenden Terminen im Überblick:

    Ort: Katholisches Pfarrzentrum St. Martin, Europaplatz in 56112 Lahnstein
    Zeit: 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
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         Datum                              Thema                              Referent
     Di, 15.01.2019   Kirche der Zukunft beginnt jetzt               Bischofsvikar Dr. C. May
     Di, 05.02.2019   Katharina Kasper                               Dr. Barbara Weiland
     Di, 12.03.2019   Fastenzeit                                     Christopher Campbell
                      „Wieder mal was Neues?" -
     Di, 09.04.2019   Wozu wird die neue Einheitsübersetzung         Pfarrer Thomas Barth
                      gebraucht?
     Di, 14.05.2019   Jerusalem trifft Mekka                         Peter Eberhardt

     Di, 18.06.2019   Frauen in der Bibel                            Eva Knöllinger-Acker
                                                                     Maria Hamlischer,
     Di, 20.08.2019   Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht
                                                                     Ekaterina Kirsch (DRK, AWO)
     Di, 17.09.2019   Judentum                                       Eva Knöllinger-Acker
     Di, 15.10.2019   Religion für Atheisten                         Pfarrer Thomas Barth
     Di, 19.11.2019   Adventszeit                                    Christopher Campbell

                                                                                            Ulrike Simon
    Sonntagscafé nun im Turnerheim
    Das geplante Generationencafé im Altenzentrum
    St. Martin zu einem Treffpunkt im Stadtteil zu machen,
    ist eine der Aufgaben von Astrid Haderlein und Michaela
    Wolff im Generationen-Projekt Lahnstein. Doch bis dahin
    ist es noch ein weiter Weg. Das Gebäude wird nämlich
    bei laufendem Betrieb umgebaut, und so fällt beim dem-
    nächst anstehenden Umzug in den ersten Bauabschnitt
    erst einmal die große Cafeteria weg. Dort hatte das Ge-
    nerationen-Projekt mit der Hilfe von ehrenamtlichen Hel-
    ferinnen an zwei Sonntagen im Monat das „Sonntagscafé“ etabliert. So konnte der Wunsch vieler
    Bürger nach einer Einkehrmöglichkeit am Sonntagnachmittag in Oberlahnstein erfüllt werden. Auch
    die Bewohner erfreuten sich an neuen Begegnungen und „frischem Wind“ im Altenzentrum.
    Um dieses Angebot für die Zeit bis zur Fertigstellung des Caritas-Gebäudes mit dem integrierten
    Generationen- Café aufrecht zu erhalten, galt es einen Ausweichraum in fußläufiger Entfernung zu
    finden. Mit Annerose Thörmer, der Vorsitzenden der Turnergemeinschaft Oberlahnstein, konnte
    eine engagierte Mitstreiterin gefunden werden und so öffnete das „Sonntagscafé“ im September
    zum ersten Mal seine Türen im Turnerheim, in der Westallee 9. Hier bietet sich nun künftig immer
    am 1. Sonntag im Monat von 15-17 Uhr die Gelegenheit, bei leckerem Kaffee und selbst-
    gebackenem Kuchen zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
                                                                                       Michaela Wolff
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    Kolpingfamilie Lahnstein St. Barbara
    Unter dem Motto: "Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen", führt die Kolpingfamilie
    Lahnstein St. Barbara schon seit mehr als 30 Jahren regelmäßige Reisen durch.
    Für 2019 sind folgende Reisen geplant:
    Seniorenreise gemeinsam mit dem Bezirk Rhein-Lahn: Vom 5. bis zum 10. Mai 2019 im Kolping-Feri-
    endorf Herbstein. Das Dorf am Vogelsberg hat die Seniorengruppe bereits mehrfach bereist. Aufge-
    lockert wird die Zeit durch Ausflüge nach Schotten mit Besichtigung des Vulkanmuseums und der
    Liebfrauenkirche sowie einer Fahrt nach Fulda mit Besichtigung des Doms St. Salvator. Der Reise-
    preis beträgt pro Person im Doppelzimmer 370,00 € einschließlich aller Ausflüge und Vollpension.
    Die Einzelzimmer sind ausgebucht.
    Wanderreise:
    vom 23. bis 28. Juni 2019 findet eine Reise der Wandergruppe nach
    Pfronten und ins Tannheimer Tal statt. Die Unterkunft ist in Pfronten in
    der Kolpingferienstätte Haus Zauberberg. Die vorgesehenen Bergtouren
    sind alle als mittelschwer ausgeschrieben. Dennoch ist Trittsicherheit
    und Schwindelfreiheit erforderlich. Außerdem Bergschuhe, Stöcke und
    Wanderkleidung.

    Städtereise Südpolen
    vom 28. September bis 4. Oktober 2019 ist eine Städte-Reise nach Süd-
    Polen geplant. Auf unserer Polen-Reise besuchen wir neben bekannten
    Wallfahrtsorten auch die alte Königstadt Krakau und die ehemalige
    schlesische Hauptstadt Breslau. Außerdem ist ein Besuch in Tschen-
    stochau, dem größten und bedeutendsten Wallfahrtsort des Landes ge-
    plant. Auf der Anhöhe Jasna Gora liegt die Pauliner Kirche, in deren Ka-
    pelle Mariae Geburt sich das Gnadenbild der Muttergottes mit dem Christuskind - die Schwarze
    Madonna befindet.
    Auch die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, Symbol für den Holocaust, wird ebenso besucht wie
    die Hohe Tatra, der höchste Gebirgsstock der Karpaten. Die Reise kostet bei 40 Teilnehmern
    587,00 €. Der Einzelzimmerzuschlag beträgt 170,00 €. Eingeschlossen sind die Fahrt im modernen
    Reisebus, sechs Übernachtungen mit Frühstücksbüffet in guten Mittelklassehotels sowie alle
    Abendessen.
    Alle Reisen werden von Renate und Ferdi Müller begleitet, die auch nähere Auskünfte erteilen bzw.
    die Anmeldung entgegennehmen. Tel. 02621 926 288.
                                                                                                   Ferdi Müller

    Wald- und Wiesenrallye der KiTa St. Barbara
                                           Bei wunderbarem Wetter trafen sich die Familien der KiTa
                                           St. Barbara zur Rallye bei der Grillhütte in Frücht. Auch die Erst-
                                           klässler waren eingeladen. Beim Rundweg mit 7 Stationen konnten
                                           Eltern und Kinder beim Balancieren, Huckepack- Lauf, Hüpfen u. a.
                                           aktiv sein und Naturmaterialien sammeln. Im Anschluss gab es er-
                                           frischende Getränke und Beisammensein, während die Kinder mit
                                           Vergnügen in der Natur spielen und toben konnten. Ein Papa grillte
                                           für alle Bratwürstchen. Alle waren sich einig, dass es nicht die
    letzte Rallye dieser Art ein sollte.
                                                                                           Marientraut Altmeier
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    Ein Jahr „Treffpunkt Mittagstisch“
                                                          Seit einem Jahr gibt es nun den Mittagstisch
                                                          der Pfarrei Sankt Martin. Am 1. Samstag ei-
                                                          nes jeden Monats treffen sich um 12.00 Uhr
                                                          viele hungrige Gemeindemitglieder zum ge-
                                                          meinsamen Mittagessen im Gemeindehaus
                                                          St. Barbara. Jeder, der gerne in Gesellschaft
                                                          essen möchte, ist herzlich eingeladen, dabei
                                                          zu sein.
                                                          Im Oktober letzten Jahres hatte der Ortsaus-
                                                          schuss St. Barbara die Idee, einmal im
                                                          Monat ein kostenloses Essen für jedermann
                                                          anzubieten. Glücklicherweise war es kein
                                                          Problem, monatlich eine Gruppierung aus
                                                          der Pfarrei zu finden, die mit viel Engage-
    ment und guter Laune ein einfaches Mittagessen gezaubert hat. Die Zutaten hierzu werden aus den
    Spenden des bei jedem Essen bereitstehenden Spendenkörbchens bezahlt. Wenn Geld übrig bleibt,
    wird es für einen guten Zweck gespendet. Die Köche betonen immer, dass ihnen das Kochen Freude
    macht. Während des Essens hört man von den Gästen lobende Worte „Oh, ist das schön nicht al-
    leine essen zu müssen“ oder „Toll, heute brauche ich mal nicht zu kochen.“ Eine Tasse Kaffee rundet
    das Treffen ab und fördert die sozialen Kontakte.
    Der Ortsausschuss St. Barbara hofft, dass sich auch im nächsten Jahr wieder Köche finden, damit
    der Treffpunkt Mittagstisch bestehen bleibt.

    Dies sind die Termine für 2019
    Samstag, 02.Februar
    Samstag, 02.März
    Samstag, 06.April
    Samstag, 04.Mai
    Samstag, 01.Juni
    Samstag, 06.Juli
    Samstag, 03.August
    Samstag, 07.September
    Samstag, 05.Oktober
    Samstag, 02.November
    Samstag, 07.Dezember

                                                                       Stephanie Schuh und Claudia Flach
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    Stellungnahme der Kosovogruppe zur Partnerschaft
    Versöhnt.miteinander.leben.
    Diese drei kleinen Worte soll-
    ten das Motto der diesjährigen
    Begegnung im Partnerschafts-
    programm der katholischen
    Gemeinden Sankt Martin
    Lahnstein und St. Katarina in
    Peja, Kosovo werden. Drei
    kleine Worte, die so vieles auf
    den Punkt bringen: Nach rund
    13 Jahren Partnerschaft woll-
    ten wir uns in diesem Sommer
    mit einigen Verantwortlichen
    aus Peja in Lahnstein treffen
    und in einer „Zukunftswerk-
    statt“ über unsere Partner-
    schaft sprechen. Wir planten
    die Probleme der letzten Jahre offen anzusprechen und aus der Welt zu räumen, damit wir VER-
    SÖHNT in die Zukunft blicken können. Wir wollten MITEINANDER Ideen sammeln und unser Projekt
    angesichts der Veränderungen in beiden Gruppen neu ausrichten. LEBEN sollte die Idee einer Part-
    nerschaft über Grenzen hinweg. Doch uns wurde der Wind aus den Segeln genommen: Mitten in
    den Planungen steckend und voller Vorfreude erreichte uns kurz vor dem geplanten Besuch die
    Information, dass Leka Zimaj, der aktuelle Leiter des Jugendzentrums, kein Visum für unser Treffen
    bekommen hat. Es sei keine Rückkehrbereitschaft erkennbar: Die „familiäre und materielle Bindung
    an die Republik Kosovo“ sei zu gering, so heißt ist im Ablehnungsbescheid. Die Idee unseres dama-
    ligen Gemeindepfarrers, Pater Wolfgang Jungheim von den Arnsteiner Patres, eine Gruppe aus Peja
    im Kosovo zum Weltjugendtag 2005 in Köln nach Deutschland einzuladen, war der Beginn einer nun
    dreizehn Jahre langen Partnerschaft zwischen einer katholischen Gemeinde in Lahnstein, Deutsch-
    land und der katholischen Gemeinde in Peja, Kosovo. Ein Jahr nach dem Weltjugendtag reiste erst-
    mals eine Delegation aus Lahnstein zum Gegenbesuch nach Peja und sah sich das Jugendzentrum
    der Gemeinde vor Ort an. Danach war klar, dass dieses Jugendzentrum und somit ein gegenseitiger
    Jugendaustausch ein wichtiger Pfeiler der gemeinsamen Arbeit werden würde. Seither haben be-
    reits elf bilaterale Jugendbegegnungen, wechselnd in Peja und in Lahnstein, stattgefunden.
    Versöhnt.miteinander.leben.
    Das Motto passt nicht nur zu unserer Partnerschaft, es beschreibt auch treffend das Leben vor allem
    junger Menschen im Kosovo, einem der ärmsten Länder Europas. Der Bürgerkrieg im Kosovo 1999,
    in dem Freunde zu Feinden wurden und Nachbarn sich gegenseitig bekämpften, hat tiefe Narben
    hinterlassen. Das gesellschaftliche Vakuum der Nachkriegszeit drohte vor allem die kosovarische
    Jugend zu verschlucken.
    In Kooperation mit der Caritas Veneziana hat Engelbert Zefaj mit dem Pfarrer in Peja ein Jugend-
    zentrum aufgebaut, das Jugendliche aller Religionen und Ethnien des Kosovo zusammenbringen, sie
    bestärken und ihnen wieder eine Perspektive geben sollte. Das Jugendzentrum in Peja leistet einen
    wichtigen Beitrag für eine noch immer vom Krieg gezeichnete Gesellschaft. Mittlerweile wird das
    Jugendzentrum vollständig von Jugendlichen selbst verwaltet. Sie wachsen in ihre Aufgaben hinein:
    Schon im Kindergartenalter kann man am Programm teilnehmen und mit vierzehn Jahren selbst zu
    Gruppenleitern werden. Leka Zimaj war gerade einmal 21 Jahre alt, als er Anfang dieses Jahres die
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     Leitung des Zentrums übernahm. Dieses Projekt, das echte Friedens- und Zukunftsarbeit leistet, un-
     terstützen wir als Gruppe durch unsere Partnerschaft gerne und von Herzen – vor Ort, aber auch
     durch die Möglichkeit, für jeweils eine Gruppe Jugendlicher aus Peja, Deutschland kennenzulernen.
     So können sie das Land einmal verlassen und eine andere Seite Europas entdecken und erleben.
     Und sie fühlen sich als Europäerinnen und Europäer! Die Partnerschaft beeindruckt. Und sie tut dies
     nachhaltig! Sie schafft Brücken zwischen zwei katholischen Gemeinden und macht Fremdes erfahr-
     bar. Vielmehr noch: Sie sorgt dafür, dass Fremdes nicht Fremdes bleibt, sondern Vertrautes wird:
     die Basis für ein friedliches Zusammenleben in Europa, mit gemeinsamen Werten als Fundament
     für eine gemeinsame Zukunft.
     Auf persönlicher Ebene ist die Partnerschaft Grundlage für Freundschaften und Familienpatenschaf-
     ten. Sie bietet die Möglichkeit, sich gegenseitig zu unterstützen, voneinander zu lernen und offen
     über Konflikte und unterschiedliche Auffassungen zu sprechen. Sie hilft, Wunden zu heilen und er-
     möglicht es, gemeinsam Herausforderungen zu überwinden. Sie ist ein kleiner Schritt in die richtige
     Richtung, ein gelebtes Beispiel für eine gemeinsame europäische Zukunft, ein Stück Frieden, ein
     Stück Solidarität, ein Stück Versöhnung und ein buntes Miteinander.
     Die Zukunft dieser zukunftsweisenden Partnerschaft ist nun durch bürokratische Hindernisse von Sei-
     ten des deutschen Staats und aus unserer Sicht haltlose Unterstellungen bedroht, weil Leka Zimaj,
     dem Leiter des Jugendzentrums, das Visum verweigert wurde.
     Dabei ermöglicht nur direkter Kontakt und Austausch Gemeinschaft und Zusammenhalt – und der
     ist für Bürgerinnen des Kosovo in anderen europäischen Ländern nur mit Visa möglich. Interrail,
     Schnäppchenflüge und Erasmus gelten als Selbstverständlichkeiten im Europa des 21. Jahrhunderts,
     in dem das Reisen zu einer konstitutiven Freiheitserfahrung wurde. Das Schengen-Abkommen von
     1995, das Grenzkontrollen zwischen Staaten gegenstandlos machte, ist neben dem Euro der spür-
     barste Akt der europäischen Einigung. Für viele Europäerinnen, die nicht der Europäischen Union
     angehören, ist „Schengen“ jedoch keineswegs ein Symbol der Freiheit. Eine Ausreise aus dem Ko-
     sovo ist ein Privileg, auf das man monatelang warten muss. Was Leka Zimaj und alle Gruppenmit-
     glieder der Partnerschaft, die ihn in Deutschland und im Kosovo unterstützen, gerade erleben, be-
     schreibt ein Artikel in der ZEIT so:
     „Für einen Antrag auf Einreise verlangt die EU Bürgschaftserklärungen, Hotelrechnungen, Flugti-
     ckets, Kontoauszüge sowie Lohn-, Arbeits- oder Urlaubsbestätigungen vom Arbeitgeber. Die An-
     tragsprozedur ist aufwendig, kostspielig und entwürdigend. Das Botschaftspersonal bewilligt einen
     Reiseantrag, wenn die »Rückkehrindikatoren« überzeugen. Im Zeitalter von Schengen ist es die öko-
     nomische Potenz des Antragstellers am Heimatort oder ein Bürge am Ziel der Reise. Während wir
     unseren europäischen Traum leben, begegnen wir unserem europäischen
     Nachbarn mit einem pauschalen Betrugsverdacht.“ (ZEIT, 09/2010: https://www. zeit.de/
     2010/ 09/Öped-09)
     Für Albanien und Bosnien wurde die Visapflicht 2010 aufgehoben, für Serbien, Montenegro und
     Mazedonien bereits 2009. Der Kosovo bleibt das Schlusslicht.
     Zehn Jahre nach der lang ersehnten Unabhängigkeit des Kosovo, wollen viele der Kinder und Enkel-
     kinder jener, die diesen Staat erkämpft haben, ihn auch einfach mal verlassen können. Nicht, weil
     sie ihrer Heimat und dem so lange ersehnten eigenen Staat den Rücken zukehren und den Kosovo
     dauerhaft verlassen wollen – sondern, um die Welt kennenzulernen, zu lernen, Erfahrungen
     für ihre Heimat und die junge Demokratie zu sammeln und so Teil der Weltgemeinschaft zu sein.
     Genau dieser Antrieb war auch der Grund für Leka Zimajs Visumsgesuch. Die Zukunftswerkstatt
     sollte eine Neuausrichtung der Partnerschaft ermöglichen. Das Ziel: Eine passgenauere und wir-
     kungsvolle Unterstützung des Jugendzentrums bei der Vision, Kindern und Jugendlichen im Kosovo
     Chancen zu bieten. Das gesamte Projekt ist darauf ausgerichtet, dass Leben vor Ort im Kosovo für
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                                                                 die jungen Generationen zu verbessern,
                                                                 Perspektiven zu eröffnen und dabei die
                                                                 europäische Gemeinschaft zu stärken.
                                                                 Dem Leiter dieses Zentrums, Leka Zimaj,
                                                                 eine mangelnde Rückkehrbereitschaft zu
                                                                 unterstellen, halten wir deshalb für völlig
                                                                 haltlos und sehen darin pure Schikane, zu-
                                                                 mal er bereits drei Mal in Lahnstein zu
                                                                 Gast war und immer fristgerecht zurück-
                                                                 gekehrt ist. Es ist offensichtlich, dass eine
                                                                 Zukunftswerkstatt, die sich mit konkre-
                                                                 ten Maßnahmen zur Unterstützung des
                                                                 Jugendzentrums befassen sollte, ohne
                                                                 den Leiter dieses Zentrums wenig sinn-
     voll ist. So bedeutet das abgelehnte Visum eine ernsthafte Gefährdung der Zukunft der gesamten
     Partnerschaft.
     Wir sind fassungslos und enttäuscht, dieses Jahr feststellen zu müssen, dass einer Partnerschaft, die
     den (Wissens-)Austausch zwischen Deutschland und Kosovo seit Jahren fördert und durch reale Be-
     gegnungen die Vision und Werte einer europäi-
     schen Gesellschaft lebt, ausgerechnet von deut-
     schen Behörden, genauer der Deutschen Botschaft
     im Kosovo, solche Steine in den Weg gelegt werden,
     die schlimmstenfalls das Ende dieser Partnerschaft
     bedeuten können. Das geht gegen alle angekündig-
     ten Ziele und Forderungen einer Regierung, die
     stets betont, pro-europäisch zu handeln und für
     eine Stärkung und das Zusammenwachsen der jun-
     gen Generation in ganz Europa einzutreten. Gerade
     in einer Zeit, die von Populismus und Krisen geprägt
     ist, ist es umso wichtiger, Partnerschaften wie unsere zu stärken statt zu schwächen! Im Kosovo
     leben so viele Menschen unter 30 wie an wenigen anderen Orten Europas. In den Jahren nach der
     aktuellen Krise Europas wird es die Aufgabe eben dieser Generation sein, die Integration des Kosovo
     in die europäischen Strukturen fortzusetzen. In absehbarer Zeit sind sie diejenigen, die die Werte
     und Politik der europäischen Gemeinschaft in ihrer Gesellschaft vermitteln, fortschreiben und selbst
     mitgestallten können. Wir dürfen sie nicht vergessen!
     Diese Stellungnahme wurde auch an die Deutsche Botschaft in Prishtina gesendet.
                                                                                           Theresa Wagner
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     Leitungswechsel in der Kath. Kita St. Martin Lahnstein
     Gudrun Bergweiler nach 27 Jahren als Leitung in den Ruhestand
     verabschiedet – Judith Ulrich übernimmt. „Wir sind froh, vor 27
     Jahren eine so gute Entscheidung getroffen zu haben.“
     Mit diesen Worten endete die Dankesrede des stellvertreten-
     den Verwaltungsratsvorsitzenden Wolfgang Krebs bei den
     Feierlichkeiten zur Verabschiedung von Gudrun Bergweiler als
     Leitung der Kita St. Martin. Damit unterstrich Herr Krebs, der
     Frau Bergweiler einst selbst mit eingestellt hatte, die Wertigkeit
     der Kita- Leitung für den Träger, die Kath. Kirchengemeinde
     Sankt Martin Lahnstein, und für die Entwicklung der Kita selbst.
     Unter Gudrun Bergweiler vollzog die Einrichtung den Schritt von
     der Kindergarten- zur Kita -Betreuung. Der U3 Ausbau wurde
     vollzogen und mit der Kinderkrippe im Dr. Nohr Haus eine neue
     Gruppe angebaut. So ist die Kita strukturell gut für die
     gegenwärtigen Herausforderungen aufgestellt. Auch inhaltlich
     wurden neue Maßstäbe gesetzt.
     So wurde ein Qualitätsmanagementsystem etabliert und neue
     Angebote für Eltern und Familien durch die vor Ort angesiedelte
     Elternbegleiterin Frau Metten initiiert. Die Kita ist zudem heute als Sprach-Kita ausgewiesen und
     nimmt am gleichlautenden Bundesprogramm teil.
     Pünktlich zum 40jährigen Jubiläum im Sommer dieses Jahres konnte dann Frau Bergweiler stolz die
     neue Konzeption der Kita vorstellen, die sich damit inhaltlich für die Zukunft neu aufgestellt hat.
     Diese neue Konzeption mit Leben zu füllen, wird nun Aufgabe des Teams rund um die neue Leitung
     Judith Ulrich sein. Ihr zur Seite steht Martina Küster als Stellvertreterin. „Wir sind froh, dass wir mit
     Frau Ulrich und Frau Küster ein vielversprechendes Leitungsteam haben, das den eingeschlagenen
     Weg mit der neuen Konzeption weitergehen und die Kita gemeinsam mit dem Team voranbringen
     werden“ freut sich der zuständige Trägervertreter Peter Maxein auf eine gute Zusammenarbeit.
                                                                                                 Peter Maxein

     Der Treff 81 in der Herbstfreizeit
     Weibersbrunn in Unterfranken war der Zielort der Herbstfreizeit des „Treff 81“, der Gruppe von
                                                     Behinderten und weniger Behinderten der Pfar-
                                                     rei Sankt Martin. Von hier aus wurden eine Wo-
                                                     che lang tolle Unternehmungen gemacht. Zum
                                                     Beispiel: Kegeln auf einer Waldkegelbahn, Be-
                                                     such des Fecht-Leistungszentrums in Tauberbi-
                                                     schofsheim, Ökumenischer Abschlussgottes-
                                                     dienst der Landesgartenschau in Würzburg, Be-
                                                     such in einem SOS-Kinderdorf mit Dorfgemein-
                                                     schaft in Gemünden, Schifffahrt auf dem Main,
                                                     Besuch der Burgruine Wertheim, Besichtigung
     des Schlossmuseums in der Schneewittchenstadt Lohr am Main und Überfall durch Spessart-Räu-
     ber. Danke allen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrem freiwilligen Obolus eine solche Freizeit
     erst ermöglichen.
                                                                                             Thomas Schneider
15

     Kiss oder KIS oder was?
     Wenn Kirche Gebäude auf den Prüfstand stellt

     Was Abkürzungen angeht, gibt es eine schier unüberschaubare Anzahl, und sie ändern sich zudem
     auch noch rasant. Auch im
     kirchlichen Bereich sieht es da
     nicht viel anders aus und so
     begegnet Haupt- und Ehren-
     amtlichen der Begriff „KIS“.
     Hinter dieser Abkürzung ver-
     steckt sich die notwendige
     Maßnahme, an der keine Pfar-
     rei und auch Bistumseinrich-
     tung vorbeikommt:

     K- Kirchliche
     I-Immobilien
     S-Strategie

     Sie befasst sich damit, dass
     alle Gebäude (Kirchen, Kapel-
     len, Pfarrzentren und Pfarr-
     häuser) in Bezug auf ihren
     baulichen Zustand, die notwendigen Investitionen zum Bauerhalt und ihrer Nutzung hin auf den
     Prüfstand kommen. Dafür wurde für jede Pfarrei eine Gebäudeliste erstellt. Für die Pfarrzentren
     beispielsweise wurde aufgelistet, welche Veranstaltungen und Angebote wie häufig und mit wie
     vielen Teilnehmern dort stattfinden. Für die Kirchen und Kapellen wurden die Gottesdienste und
     die die Gottesdienstbesucherzahlen eingetragen. Hinzukam dann der jeweilige bauliche Zustand
     und die zu erwartenden notwendigen Investitionen, die zukünftig anstehen werden, um das Ge-
     bäude Instand zu halten. Was die Bewertung des baulichen Zustandes und der Investitionen angeht,
     wurde diese von einem Fachmann im Auftrag des Bistums erstellt. Die Nutzung der Gebäude stell-
     ten für St. Barbara Ferdi Müller, für St. Martin Wolfgang Krebs und für Heilig Geist Dieter Karbach
     zusammen. Auf die Zahlen der Gottesdienstbesucher konnte man auf die zweimal jährlich stattfin-
     denden Zählungen zurückgreifen. Insgesamt gibt es in der Pfarrei Sankt Martin 18 Gebäude; dabei
     gehören die KiTas nicht dazu, da sie nicht unter die Instandhaltungspflicht der Pfarrei fallen. Hier
     gibt es einen Vertrag zwischen Bistum und der Stadt Lahnstein. Das Ergebnis der Untersuchung
     machte klar: Der Instandhaltungsbedarf aller Gebäude übersteigt bei Weitem die finanziellen Mög-
     lichkeiten der Pfarrei und des Bistums. Bei einer Informationsveranstaltung für den PGR, VWR und
     die Ortsauschüsse am 18. November 2016 wurde dieses Ergebnis und die Auswertungen vorgestellt.
     Danach hat sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern des PGR und VWR gemeinsam mit
     Pfarrer Sturm und der Verwaltungsleitung, diese Auswertungen näher angeschaut. Bedingt durch
     die dann plötzlich entstandene Situation, dass die Fusion mit der Pfarrei St. Martin Bad Ems/Nassau
     schneller umgesetzt werden muss als geplant, stoppte zunächst einmal das weitere Vorgehen. Mit-
     lerweile ist klar, KIS muss bereits jetzt in der Pfarrei Sankt Martin angegangen werden.
16

                                                   In seiner Sitzung im August 2018 hat sich der PGR mit
                                                  dieser Aufgabe befasst und es wurde deutlich: jedes
                                                  Gebäude muss auf den Prüfstand. Jeder Kirchort ist
                                                  aufgefordert, sich ein Bild von „seinen“ Gebäuden, de-
                                                  ren Nutzung, deren Sanierungsbedarf zu machen und
                                                  zu schauen, wo die Schwerpunkte der pastoralen Ar-
                                                  beit liegen. In seiner vorletzten Sitzung formulierte der
                                                  PGR folgende Fragen:
                                                  „Was ist erhaltenswert, dringend notwendig für das
                                                  Gemeindeleben vor Ort?
                                                  Wo benötigen wir Räumlichkeiten für das gemeinsame
                                                  Pfarrleben?
                                                  Was wird nicht mehr zu halten sein und muss aufgege-
                                                  ben werden?“
                                                  Notwendig ist dabei auch der mutige Blick über den ei-
                                                  genen Tellerrand hinaus, etwa mit dem Ziel:
                                                  „Was könnte auch gemeinsam für alle Gemeinden
                                                  stattfinden, anstelle von drei parallel stattfindenden
                                                  Veranstaltungen?
                                                  Wo können wir mit anderen auch außerhalb des engen
                                                  pfarrlichen Rahmens zusammen kooperieren?“

     Deutlich wurde in der Diskussion, dass die Gottesdienstordnung eng mit KIS verbunden ist und
     beide sich gegenseitig bedingen. Darum wird beides in die zukünftige Planung mitaufgenommen
     werden müssen. Es geht um die Aufgabe, Nutzung, Gebäudezustand und den Sanierungsbedarf mit-
     einander in Verbindung zu bringen, auch unter Berücksichtigung des Rückgangs der Pfarreimitglie-
     der.
     „Wenn wir jetzt nichts machen oder keine klaren zukunftsweisenden Schwerpunkte in der pastora-
     len Arbeit setzen, wird es am Ende immer teurer.“ Diese Aussage von Seiten der Verwaltungslei-
     tung, Brigitte Herget, macht die Dringlichkeit des Auftrags deutlich.

     „Der PGR hat beschlossen, dass es eine Informationsveranstaltung für PGR, VWR und Ortsaus-
     schüsse geben wird, bei der noch einmal ganz aktuell Frau Verena Schäfer, Bistum Limburg, Dez.
     Finanzen, Projekt Immobilienbestandserfassung, KIS in der Pfarrei Sankt Martin erläutern wird.“ So
     beschreibt Clemens Klaedtke, Vorsitzender des PGR, den nächsten Schritt.
     Danach wird es einen Arbeitskreis geben, bestehend aus Mitgliedern des PGRs und des VWRs, die
     möglichst alle drei Kirchorte vertreten, sowie Pfarrer Sturm und Brigitte Herget. Dieser AK wird dann
     konkrete Vorschläge erarbeiten, die auch die Rückmeldungen aus den Ortsausschüssen in den Blick
     nehmen. Diese Vorschläge werden dann im PGR, dem VWR und auch den Ortsausschüssen disku-
     tiert werden müssen. Am Ende dieses Prozesses wird dann die Entscheidung der zukünftigen Nut-
     zung der Gebäude aber eben auch der zukünftigen pastoralen Schwerpunktarbeit fallen.
     „Kein einfacher Weg und sicher einer, der an manchen Stellen wehtun wird und nur in einem guten
     Miteinander gegangen werden kann.“ Darüber sind sich die Verantwortlichen einig und hoffen sehr,
     dass dies gelingt.
                                                             Brigitte Herget, Wolfgang Krebs, Hella Schröder
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     Sternsingeraktion 2019
     Anfang Januar 2019 werden die Sternsinger wieder in den Straßen unserer Pfarrei Sankt Martin
     unterwegs sein.
     WIR GEHÖREN ZUSAMMEN * IN PERU UND WELTWEIT! SEGEN BRINGEN * SEGEN SEIN - so lautet
     das Motto der Sternsingeraktion. In diesem Jahr geht es um ein respektvolles und würdiges Zusam-
     menleben von Menschen - mit und ohne Behinderung. Gerade in armen Familien ist es doppelt
     schwer, die tägliche Herausforderung zu leisten.
     So laden wir alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein, sich an dieser Aktion zu beteiligen, sei es
     als Sternsinger oder als Begleiter oder als großherzige Spender. Auf Wunsch wird eine Spendenbe-
     scheinigung (ab 10,-- €) ausgestellt.
     Wie im vergangenen Jahr kommen die Sternsinger in Heilig Geist, St. Martin und St. Barbara auf
     Anmeldung zu Ihnen. Die Listen liegen zum Eintragen in unseren Kirchen aus.
     In den Ortsteilen Friedland, Friedrichssegen sowie in der
     Martinssiedlung ist das Eintragen in Listen nicht notwendig,
     hier wollen die Sternsinger alle Haushalte erreichen.
     In der Zeit vom 3. bis 6. Januar 2019 sind die Sternsinger-
     gruppen unterwegs.
     Ein Vorbereitungstreffen für die Kinder und Begleiter ist
     am Dienstag, den 11.12.2018 um 17:00 Uhr im Pfarrzent-
     rum St. Martin am Europaplatz.
     Zum Abschluss der Sternsingeraktion feiern wir einen ge-
     meinsamen Gottesdienst mit allen Sternsingern am Sonn-
     tag, 6. Januar 2019 um 11.00 Uhr in der
     Kirche St. Barbara.
     Kinder, die sich an der Aktion beteiligen möchten, melden
     sich bitte an:
     Für die Gemeinden St. Barbara und St. Martin:
     Pfarrbüro Sankt Martin:
     Tel.: 02621/628980 oder st.martin@lahnstein.bistumlim-
     burg.de
     Für die Gemeinde Heilig Geist in Braubach,
     Birgit Damm: birgit.damm@t-online.de
     Für die Orte Dachsenhausen und Hinterwald:
     Bettina Bäcker: tina.forsthaus@web.de
     oder telefonisch oder per E-Mail im Pfarrbüro Sankt Martin.

                                                                        Dietmar Wittenstein und Angelika Bach
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     DEN WEG WOLLEN WIR GEHEN ….. Gedanken zur Pfarrei-Fusion

     ….so beginnt der Refrain eines neuen, geistlichen Sendungsliedes aus dem Jungen Gotteslob. Und
     weiter heißt es im Text: „ die Liebe geht mit uns, auf dem langen und steinigen auf dem weiten und
     unbequemen, auf dem Weg der die Mühe lohnt.“ In der Tat, die anstehende Fusion der Pfarreien
     Sankt Martin Lahnstein und St. Martin Bad Ems/Nassau und Arnstein ist ein beschwerlicher Weg.
     Vorab lässt sich sagen, dass der Zusammenschluss nicht allseits auf Begeisterung stößt. Man weiß:
     Fusionen mit Änderungen/Neuerungen erzeugen nicht selten Widerstand. Erfahrungen dieser Art
     sind etwa bei Vereinsfusionen oder auch bei Zusammenlegung von Ortschaften immer wieder
     feststellbar. Da wird eine langer Atem, Geduld und eine gute Portion Gelassenheit benötigt.
     Ende Oktober 2018 startete auf Einladung der Arbeitsgruppe Pfarreiwerdung eine Fahrt zum
     Kennenlernen, mit dabei 31 Mitglieder der kirchlichen Gremien der Pfarreien Sankt Martin
     Lahnstein und St. Martin Bad-Ems/Nassau. Die bei gutem Wetter durchgeführte Erkundungsfahrt
     war sorgsam organisiert, wobei sich die Damen Martina Voelz-Schönfeld und Andrea Zöller für ihre
     gute Moderation Bestnoten verdienten.
     Das Nassauer Land hat insbesondere in bunter Herbstlandschaft, Einladendes zu bieten. Stationen
     waren u.a.: Bad-Ems, Nassau, Winden, Weinähr, Singhofen und Kloster Arnstein bei Obernhof.
     Weitere Ortschaften wie Hömberg, Seelbach,
     Zimmerschied und Attenhausen, nicht zu
     vergessen Dausenau, Nievern und Miellen. Es
     kam zögernd ins Bewusstsein, dass nämlich
     auch diese Orte und Weitere zum
     Fusionsgebiet gehören. Bedenkt man es
     recht, so wird klar, welche Entfernungen,
     besonders auch im Blick auf die
     Wintermonate, zu überbrücken sind.

     Erfreulicherweise war bei der Rundreise zu
     spüren, dass in den verschiedenen Kirchorten
     der überwiegend gute Wille vorhanden ist,
     die Aufgaben der Zukunft zu bewältigen.

     Folgend nun Eindrücke und notierte Äußerungen von Teilnehmern der Erkundungsfahrt und von
     Gläubigen an den einzelnen Kirchorten:
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           In dieser Zeit des Umbruchs ist es wichtig, den Gläubigen nicht nur das Gefühl zu geben,
            sondern auch in der Tat, durch möglichst engen Kontakt deutlich zu machen, dass sie nicht
            alleine gelassen sind.
           Großpfarreien sind aufgrund ihrer meist großflächigen Räume nicht gut, derweil
            unübersichtlich und die Konzentration auf einzelne Kirchorte schwindet.
           Wir sind klein, aber noch brennt unser „Lämpchen“.
           Hauptamtliche und Ehrenamtliche müssen auf Augenhöhe zusammenarbeiten, sonst
            klappt es nicht.
           Uns gingen heute die Augen auf! Nach Kenntnis der Kirchorte mit ihren Fragen und Sorgen
            möchte ich nicht in der „Haut“ von Pfarrer Sturm stecken. Das ist ein dickes
            Auftragspaket.
           Die Tatsache, dass heutzutage Kinder, Jugendliche und überhaupt junge Familien in der
            Kirche kaum anzutreffen sind, erfährt durch die Bildung von Großpfarreien keine
            Verbesserung.
           Im Ehrenamt „bröckelt“ es. Zwar ist noch ehrenamtliches Engagement festzustellen; wie
            aber sieht es in 5 oder 1o Jahren aus? Meist sind es doch ältere Ehrenamtler; aus der Schar
            der Jüngeren kommt fast nichts nach!
           Der Pfarrer ist in erster Linie Hirte. Und der Hirte sollte/muss möglichst nahe bei seiner
            „Herde“ sein, sonst verirrt sie sich.
           Besonders in unserer Nachbardiözese Trier hagelt es wegen des Rückzuges der Kirche aus
            der Fläche kräftige Kritik. Zum Glück scheint der im Bistum Limburg eingeschlagene Weg
            weniger „steinig.“
           Nah bei den Menschen. Unter Hinweis auf das kirchliche Gesetzbuch CIC Kanon 517 § 2
            sollte ernsthaft erwogen werden, Gemeinde- oder Pastoralreferenten sowie auch fähige
            Laien als Gemeindeleiter einzusetzen, damit die Gläubigen vor Ort eine Bezugsperson bzw.
            Ansprechpartner haben.
           Hätten wir doch mehr Gottvertrauen und daraus schöpfend die erforderliche Gelassenheit!
            Dies ließe uns manche Verunsicherung ablegen und in eine gesündere Zukunft schauen.

     Im Sinne der letztgenannten Hoffnungsbitte auf mehr Gottvertrauen sei das nachstehende Gebet
     erneut ins Gedächtnis gerufen:

     Du Gott unserer Wege, segne uns, wenn Dein Geist uns anstößt, wenn Dein Ruf aufhorchen lässt,
     wenn wir aufbrechen zu Veränderung und Neubeginn. -
     Du Gott unserer Wege, sei Du mit uns, wenn wir gewohnte Wege verlassen, wenn wir Neues
     wagen, wenn wir an Kreuzungen Orientierungen brauchen, wenn wir uns einschränken müssen,
     wenn wir mit Wehmut zurückschauen und doch neue Wege wagen.
     Du Gott unserer Wege, strecke uns Deine Hand entgegen, wenn wir uns in Sackgassen finden, wenn
     Angst uns quält, wenn steile „ Berge „ vor uns liegen, wenn wir keinen Atem haben und umkehren
     wollen.
     Du Gott unserer Wege, sei Licht für uns, damit wir die Zeichen der Zeit erkennen, damit wir mit
     vielen ins Gespräch kommen, damit wir gestalten und ausprobieren, damit wir die Nahen und
     Fernen im Blick halten, damit das Leben mit allen in unseren Gemeinden gelingt.
     Du Gott unserer Wege, sei Quelle in uns, damit wir zur Quelle werden, lass uns gemeinsam
     aufbrechen, zu den Menschen, zu uns selbst, zu Dir.             - Amen -

                                                                            Günter und Catherine Krämer
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     Summerschool 2018
     Lokale Kirchenentwicklung für Einsteiger
     Die Pfarreien verändern sich. Größere Einheiten bilden sich, Umorientierung findet statt, zunächst
     noch fast unbemerkt, aber so allmählich dann doch. Hohe Festtage werden in der Großpfarrei zu-
     sammen gefeiert, wie Fronleichnam, Pfarrfest, Wallfahrt.
     Gemeindemitglieder der Pfarrei haben sich in einer Gruppe zusammen gefunden, die sich mit der
     Lokalen KirchenEntwicklung (LKE) befasst, sich um das Zusammenwachsen der Gemeinden bemüht
     und versucht, Kirche vor Ort mit geistlichem Leben zu füllen.
     Hierzu hat das Bistum Hilfestellung angeboten und zum Thema „Kirche vor Ort“ zu einem weiteren
     Seminar im Martin-Niemöller Haus in Schmitten eingeladen, zur „Summerschool“.
     Inhaltlich sollte es um Spiritualität, um handlungsleitende Kirchenbilder, Haltungen und Fähigkeiten
     gehen, die die Entwicklung einer Kirche vor Ort voranbringen können.
     Bereits eine zweite Gruppe interessierter Gemeindemitglieder, die sich schon seit längeren überle-
     gen, wie kann es mit der Kirche bei uns in Zukunft weitergehen, machten sich dann im August 2018
     auf den Weg. Zu dieser Gruppe gehörten auch zwei Gemeindemitglieder der Pfarrei St. Martin Bad
     Ems/Nassau.
     Gemeinsam mit Teilnehmern anderer Kirchengemeinden, die dabei sind zusammen zu wachsen o-
     der sich auch schon seit längerem im Prozess befinden, wurden Bibelstellen gelesen, geteilt, visua-
     lisiert und analysiert und auf unsere persönliche Situation übertragen. Es wurden Kirchenbilder auf-
     gezeigt, wie Kirche wahrgenommen wird durch Gemeindemitglieder, es gab Erfahrungsberichte aus
     anderen Gemeinden, und es wurde in der Gemeindegruppe ein Leitbild erarbeitet, wie Gemeinde
     aussehen könnte.

     Nachstehend einige persönliche Eindrücke:

               „Gemeinschaft in der Großgruppe war sehr schön, weil man mit Gleichgesinnten unter-
                wegs war.“
               „Die Teilnehmer aus St. Martin Bad
                Ems/Nassau und St. Martin Lahnstein
                waren sich sofort sympathisch.
                „In der gestellten Aufgabe, eine Vi-
                sion zu entwerfen, waren wir sehr
                schnell und gemeinsam auf die Idee
                gekommen.“
               „Die Mediatoren von Summerschool
                2018 waren sehr feinfühlig und haben
                uns mit dem Element Bibel teilen auf
                die richtigen Ideen gebracht und gut
                geführt.“
               „Besonders angetan war ich von den
                Bibelstellen die zum richtigen Zeit-
                punkt gelesen wurden.“
                „Ich habe mal wieder erfahren, dass
                die Inhalte der Bibel wirklich Orientie-
                rung für das Leben sind.“
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     Eine weitere Teilnehmerin beschreibt ihre Eindrücke der Summerschool so:
     „Ich fühlte mich nicht mehr in der Gemeinde so wohl und versuche nun dies durch Engagement
     im Arbeitskreis LKE zu ändern, der sich übrigens aus der „Summerschool 2017“ gründete. Als sich
     die Gelegenheit zur 4-tägigen Teilnahme an der Bistumsmaßnahme ergab, nahm ich die Gelegen-
     heit wahr und durfte erleben:
     *       ein sehr wertschätzendes und einfühlsames Vorbereitungsteam des Bistums
     *       eine sehr gute, harmonische Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmern der eigenen Pfar-
             rei St. Martin Lahnstein und Bad Ems/Nassau
     *       gelebte Liturgie, gelebter Glaube
     Für die Zukunft wünsche ich mir:
             * dass alle unsere Hauptamtlichen sich in der LKE engagieren
             * noch mehr Gemeindemitglieder für die LKE zu begeistern
             * noch weitere Beispielgemeinden kennenzulernen
             * noch mehr Zeit für die Vision in der eigenen Gemeinde
             *dass die Hauptamtlichen mehr Vertrauen und Kompetenz an Ehrenamtliche abgeben

     „Früher – als Kind - habe ich meinen Glauben vorgelebt bekommen. Mit den Menschen unserer
     Gemeinde habe ich meine Glaubenserfahrungen gemacht. Schon anders war es für meine Kinder
     und wie ist es heute? Unsere Gemeinde hat sich in den letzten 10-15 Jahren noch einmal stark
     verändert. Aber wir selbst auch? Das waren die Fragen, die mich antrieben, die Summerschool 2018
     zu besuchen. Unvoreingenommen wollte ich neue Erfahrungen machen, mit vielen anderen Men-
     schen aus dem Bistum. Was genau auf mich zukam, wusste ich nicht. Neue Wege wollte ich ken-
     nenlernen, um das Leben in unserer Gemeinde vor Ort mit Menschen neu zu füllen.
     Getroffen habe ich Gleichgesinnte. Menschen aus der Pfarrei Sankt Martin in Lahnstein, mit der wir
     in einigen Jahren zusammen gehen werden. Mich hat es berührt, dass wir als Fremde aufeinander-
     trafen und doch so viel gemeinsam haben. In der Erarbeitung eines zukünftigen Kirchenbildes von
     uns haben wir alle unsere Gedanken und Ideen eingebracht. Alles von uns allen fügte sich ZUSAM-
     MEN. Kein Nebeneinander; sondern es war eine Gemeinsamkeit, die ich so nicht erwartet hatte.
     Wie gelenkt… Das muss der Geist Gottes sein. Mein Empfinden, dass der Geist Gottes – Gottes
     Wort- über jedem von uns steht.
     Wir brauchen nicht die Gemeinde mit Menschen zu füllen, die Menschen sind schon da, überall.
     Wir müssen als Gemeinde für diese Menschen da sein. So die Vision unseres Kirchenbildes. Wir
     müssen hinsehen und hinhören. Das ist die Veränderung, die ich für mich erlebe. Die ich aus der
     Summerschool mitnehme. Und ich nehme neue Freunde mit, denen das Gleiche wichtig ist, wie mir.
     Schade, dass aus meiner Gemeinde nicht noch mehr an der Summerschool teilgenommen haben.
     Aber es kann werden… Langsam kommen die ersten Ideen, wie ich, wie wir den Menschen dienen
     können.
     Wichtig wurde für mich auch, in kleinen Schritten zu denken und dass die Veränderung mit uns
     beginnt.“

      „Das Wochenende war von einer sehr wohlwollenden und respektvollen Atmosphäre geprägt, in-
     tensiv, mit vielen Einheiten, die neue Horizonte geöffnet haben.
      Was ich sehr schön gefunden habe, war dieses hin und her zwischen besinnlichen Einheiten und
     Zeiten des Austausches. So hatte ich den Eindruck, immer wieder in meinem Glauben verwurzelt
     zu sein. Gott war nicht „nebenbei“ aber „mitten drin“.
     Es gab kein fertiges Schema für eine Vision, was mir den Eindruck gegeben hat, ernst genommen
     zu sein. Die Teilnehmer kamen mit den verschiedensten Anliegen und es gab für Jeden einen Platz.
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     Getrieben von der Sorge um die Zukunft, kann mein Glaube noch so weiter gelebt werden wie bis-
     her, und die Erkenntnis, dass es bei den gesellschaftlichen Veränderungen auch in der Kirche nicht
     so weitergehen kann wie immer, möchte ich aktiv an den Entwicklungen mitgestalten und nicht
     warten, bis etwas entwickelt ist. In Schmitten erlebten wir Gemeinschaft. Getragen von den glei-
     chen Bedürfnissen konnte sich ein Gemeindebild entwickeln, das sein kann, das leben kann, das
     weiterentwickelt werden kann. Über allem stand aber immer wieder der Bezug zur Bibel, das Le-
     sen der Bibelstellen und die Erkenntnis, dass es den Aposteln auch nicht leicht fiel, Gemeinde zu
     leben.“
     Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Teilnehmer begeistert zurück kamen und hoch moti-
     viert an der Kirchenentwicklung mitwirken möchten und gespannt sind, wie es in der Großge-
     meinde weitergeht.
                                                                                       Annerose Thörmer

     Lokale Kirchenentwicklung - es geht weiter!
     Schlägt man die Seite „Gruppierungen, Ausschüsse, Vereine, Einrichtungen“ im aktuellen Blickkon-
     takt auf, kommt man auf über 45 Kontaktadressen. Die Arbeitsgruppe „Lokale Kirchentwicklung“ in
     Sankt Martin hatte im Sommer an alle einen Brief mit der Bitte um einen Gesprächstermin ver-
     schickt. Mittlerweile haben über 20 solcher Gespräche stattgefunden.

     Jeweils zu zweit haben Vertreter des Arbeitskreises mit den Verantwortlichen dieser Gruppierungen
     gesprochen. „Alle Gespräche hatten eine große Offenheit und Ehrlichkeit zur Grundlage und es war
                       stets das beachtliche Engagement der Ehrenamtlichen zu spüren,“ so beschreibt
                       Doris Nürnberg die Gesprächsatmosphäre. Auch wenn noch nicht alle Gespräche
                       geführt wurden und eine intensive Auswertung noch aussteht, lässt sich bereits
                       jetzt feststellen, dass es drei Themen gibt, die immer wieder zur Sprache kommen:
                       Gerade weil sich Ehrenamtliche mit viel Energie, Zeit und Kompetenz in ihren Be-
                       reichen engagieren, erwarten sie von Seiten der Hauptamtlichen, in ihrem Tun
     ernstgenommen und wertgeschätzt zu werden. Dies geht leider im Alltag oft unter und führt zu
     Missverständnissen und manchem Unmut. „Hier kann
     noch vieles verbessert werden und es gibt noch Luft nach
     oben“, meinen die Mitglieder des Arbeitskreises. Zudem
     fordern die Ehrenamtlichen klar und deutlich ein Mitspra-
     cherecht bei Entscheidungen, die das Leben und die Seel-
     sorge der Gemeinde betreffen. Hier gibt es auf Bistums-
     ebene bereits Projekte, die Erfahrungen in diesem Bereich
     beschreiben und zur Information herangezogen werden
     können. Was ebenfalls oft thematisiert wird, ist der
     Wunsch nach einer verbesserten Kommunikation zwi-
     schen dem Zentralen Pfarrbüro und den Gruppierungen.
     Dabei wird deutlich, dass dies gerade auch im Hinblick auf
     das Vergrößern der Pfarrei ganz besonders zu beachten
     und gut zu organisieren sein wird. Am 5. November haben Astrid Haderlein, Conni Krebs und Hella
     Schröder die Auswertung der Gespräche vorbereitet. Sobald der Arbeitskreis dann die Gespräche
     ausgewertet hat, wird es eine Informationsveranstaltung für alle Interessierten zu den Inhalten der
     Befragung und der sich daraus ergebenen Handlungsperspektiven geben.
     Bleiben Sie am Ball! Wir informieren Sie gern! Kontakt: aufbrechen@lahnstein.bistumlimburg.de
                                                                                      Astrid Haderlein
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     Familientag der KiTas
     Kobolde und Feen beim Waldnachmittag am Remstecken
                                                                 Am 26.10.2018 machten sich Familien aus den
                                                                 Kitas der Pfarrei Sankt Martin auf den Weg
                                                                 zum Remstecken, um dort einen gemeinsa-
                                                                 men Waldnachmittag unter dem Motto
                                                                 „Waldwerkstatt für kleine Kobolde und Feen“
                                                                 zu verbringen.
                                                                 Initiiert von den Elternbegleiterinnen der Pfar-
                                                                 rei Sankt Martin, Kerstin Metten und Michaela
                                                                 Knorr, wurde die Veranstaltung in Zusammen-
                                                                 arbeit mit der katholischen Familienbildungs-
                                                                 stätte Westerwald/Rhein-Lahn geplant und
                                                                 durchgeführt.
                                                                 So konnten sich rund 70 Teilnehmer im Wald
                                                                 auf die Suche nach Kobolden und Feen ma-
                                                                 chen und den Bäumen mit Hilfe von Salzteig
                                                                 ihre Gesichter zurückgeben. Es wurde fleißig
                                                                 gebastelt, gesungen und unter Anleitung der
                                                                 Naturpädagogin Kerstin Adams-Osmers
                                                                 spielerisch die Natur erkundet.

                                                                 Trotz des ersten kühlen Herbstwetters hatten
                                                                 die Kinder viel Freude daran, sich im Wald zu
                                                                 bewegen und sich auf die spannende Suche
                                                                 nach den zauberhaften Wesen zu begeben.
                                                                 Um allen Teilnehmern den Weg nach Koblenz
                                                                 zu ermöglichen, wurde eigens für die
                                                                 Familienaktion ein Bus angemietet, der die
     Teilnehmer von Braubach bis Niederlahnstein an drei Stationen ein-
     sammelte und auch wieder sicher nach Hause brachte.
     Nach einem gelungenen Waldtag konnten sich alle kleinen Teilnehmer
     über eine Urkunde und eine Lupendose für weitere Naturerkundungen
     freuen und sind mit Sicherheit abends müde und zufrieden ins Bett ge-
     fallen.
                                      Kerstin Metten und Michaela Knorr
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