Bewegt - Reformierte Kirche Ostermundigen

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                                                                                                                       9/18

                         M O N AT S Z E I T S C H R I F T – A U S G A B E S E P T E M B E R 2 0 1 8
BIL D : SPI ROS N ETOS

                         Wie alt möchten Sie werden?
                         Haben Sie sich diese Frage schon ein-          werdende Gesellschaft geschrieben, und        Engagement gelebt werden können.
                         mal gestellt? Möchten Sie 100 Jahre alt        es wird vor allem über finanzielle Belas-     Jeder und jede von uns ist gefragt, an
                         werden? Die Wahrscheinlichkeit dazu            tungen debattiert. Die Chancen, gesund        einem positiven Altersbild mitzubauen.
                         ist in der heutigen Zeit deutlich höher        und individuell das Alter und die neuen          Ich selbst kann mir nicht vorstellen,
                         als vor ein paar Jahrzenten. Das hat Aus-      Freiheiten zu geniessen, treten regelmä-      100 Jahre alt zu werden. Aber gerne
                         wirkungen auf die Gesellschaft, auf die        ssig in den Hintergrund. Ich finde es         würde ich sehen, wie meine Enkelkinder
                         Wirtschaft, auf unser soziales Mitein-         wichtig, dass sich ein positives Altersbild   aufwachsen. Adlai E: Stevenson spricht
                         ander und auch auf unsere persönliche          entwickelt, eines, das eine Vielfalt mög-     mir aus dem Herzen und sagt: «Nicht die
                         ­Lebensgestaltung. Wir werden mehr             licher Altersrollen ermöglicht. Dies kann     Jahre in unserem Leben zählen, sondern
                          denn je herausgefordert, auf diese Um-        gelingen, wenn Erfahrungen und Weis-          das Leben in unseren Jahren zählt.» Und
                          stände zu reagieren, neue Lebensent-          heit, Wissen und Können weitergegeben         so wünsche ich uns ein aktives und gelin-
                          würfe zu entwickeln und mitzutragen.          werden oder wenn Aktivität statt verord-      gendes Älterwerden.
                             In den Medien wird viel über die älter     nete Passivität sowie gesellschaftliches                      Béa Hertig, Sozialdiakonin

                         DEMENZ                                    3    VERANSTALTUNGEN                      5–7      «bewegt» stellt das Jahr 2018 ins Zeichen des
                         Eine Demenzdiagnose stellt alles auf den       Im September Spannendes erfahren über bi-     Fs und versucht sich elf Mal an den Frage-
                         Kopf, sowohl für Betroffene wie auch für An-   blische Familiendramen, -komödien und -in-    bogen von Max Frisch aus dem Jahr 1966.
                         gehörige. Informiert sein, kann helfen.        trigen sowie über heutige Familienformen.     Frisch, fromm, fröhlich, frei.
demenz                                                                                                                                                  2

 Demenz – weltweite Zunahme
 Früher ging man laut Neurologe Sebas-                                                                          es ja ohnehin keine Heilung gebe. Ich bin der

                                                                                                BI L D : Z VG
 tian von Arx davon aus, dass geis­tiger                                                                        Ansicht, dass zahlreiche Gründe für eine Ab-
 Abbau ein normales Alters­phänomen                                                                             klärung sprechen. In meinem Vortrag werde
 ist. Heute ist bekannt, dass Demenzer-                                                                         ich solche darstellen. So nehme ich zum Bei-
 krankungen dafür verantwortlich sein                                                                           spiel wahr, dass es für Patienten und Ange-
 können. Diagnose, Behandlung und Prä-                                                                          hörige oft hilfreich ist zu wissen, dass der
 vention sind daher bedeutungsvoll.                                                                             Grund für verändertes Verhalten eine Krank-
                                                                                                                heit ist und nicht eine plötzlich auftretende
 Herr von Arx, am 21. September ist Welt-                                                                       müh­same Facette einer Persönlichkeit. So
 Alzheimertag. Es gibt diverse andere                                                                           können Konflikte dank einer Diagnose eher
 Demenzerkrankungen. Warum wird Alz-                                                                            vermieden werden. Selbstverständlich müs-
 heimer so stark gewichtet?                                                                                     sen Zeitpunkt und Umfang einer Untersu-
 Im medizinischen Sprachverständnis be-                                                                         chung der individuellen Situation einer Pa-
 schreibt Demenz den Verlust von geistigen                                                                      tientin oder eines Patienten angepasst sein.
 Fähigkeiten. Tatsächlich führen verschie-                                                                      Eine Abklärung verläuft bei einer Person, die
 dene Krankheiten dazu; Alzheimer ist eine                                                                      90 Jahre alt ist und seit längerer Zeit Sym-
 davon, und es ist klar die häufigste.         Der Neurologe Sebastian von Arx ist Oberarzt                     ptome zeigt anders, als bei einer 50 jähri-
                                               an der Interdisziplinären Memory Clinic Bern.                    gen Person, die plötzlich kognitive Probleme
 Gemäss der Dachorganisation Alz­              Demenzerkrankungen interessieren ihn, weil                       bekommt. Wir machen kein Standardpro-
 heimer’s Disease International nimmt          bei der Diagnose und Behandlung medizini-                        gramm und gehen, wenn immer möglich,
 die Zahl der Alzheimererkrankungen            sche, psychologische und soziale Kompeten-                       auf individuelle Bedürfnisse ein. Dabei ist
 weltweit zu. Ist diese ­Tendenz auch bei      zen wichtig sind.                                                es wichtig, dass Betroffene und Angehörige
 anderen Formen zu erkennen?                                                                                    wagen, uns zu sagen, welche unserer Emp-
 Die Zahlen bei einer Demenz aufgrund einer    Sie werden am Welt-Alzheimertag im                               fehlungen ihren Vorstellungen entsprechen.
 Alzheimer-Krankheit sind am besten erfasst,   reformierten Kirchgemeindehaus Oster-
 doch die Zunahme betrifft auch andere         mundigen einen Vortrag halten. Welche                            Wie hoch ist das Risiko, dass eine in der
 Formen. Nicht nur bei uns werden immer        Themen werden Sie ansprechen?                                    Schweiz lebende Person im Alter von
 mehr Menschen älter. Auch in Ländern, in      In meinem Referat werde ich vor allem auf                        zirka 50 Jahren erkranken wird?
 denen die Lebenserwartung bis vor kurzem      die Diagnostik und den Stand der Thera-                          In der Altersgruppe zwischen dem 60. und
 deutlich geringer war, erreichen Frauen und   piemöglichkeiten eingehen. Ich werde über                        65. Lebensjahr sind ein bis zwei Prozent
 Männer ein zunehmend hohes Alter. Da ge-      Ansätze für Medikamente informieren, die                         betroffen. Diese Zahl verdoppelt sich dann
 rade das Alter das grösste Krankheitsrisiko   den Krankheitsprozess zu verlangsamen oder                       alle fünf Jahre bis zum 90. Lebensjahr. Es
 darstellt, muss man davon ausgehen, dass      zu stoppen versuchen, auch wenn ­solche                          ist offen, ob das Risiko für Menschen, die
 die Zahl der Demenzerkrankungen weltweit      heute leider noch nicht verfügbar sind.                          heute 50 und jünger sind, gleich bleibt. Es
 zunehmen wird.                                Weiter ­stelle ich Therapien vor, welche die                     gibt Hinweise, dass es eine Rolle spielt, wie
                                               Folgen der Krankheit lindern können. Weil                        gesund man im mittleren Lebensalter – also
 Spielen andere Tatsachen eine Rolle           die Krankheit jedoch stetig fortschreitet, ist                   zwischen 35 und 65 – gelebt hat. Weiter stellt
 für die Zunahme?                              auch hier die Wirksamkeit der Arzneimittel                       man fest, dass in Ländern, in denen Krank-
 Das zunehmende Alter ist ein ganz wesent-     limitiert. Mindestens so wichtig wie Medi-                       heiten wie Bluthochdruck frühzeitig behan-
 licher Punkt. Man weiss aber auch, dass er-   kamente sind ergänzende Massnahmen zur                           delt werden, die Häufigkeit der Demenz­
 höhter Blutdruck, Hirnschläge oder Zucker-    Unterstützung von Patienten und Angehö-                          erkrankungen nicht so ansteigt, wie man es
 krankheit zu Demenzen führen können.          rigen. Einen Vortrag zu diesem Thema wird                        befürchtet hat.
 Diese Erkrankungen gehen häufig einher mit    Nathalie Hamela von Alzheimer Bern halten.
 einem höheren Lebensstandard, und dieser                                                                       Gibt es Hinweise auf Massnahmen,
 ist in den sogenannten Schwellenländern       Auf welche Aspekte der Diagnostik                                die vorbeugend wirken?
 angestiegen. Das ist ein weiterer Grund für   werden Sie eingehen?                                             Den perfekten Schutz gegen Demenz gibt es
 die weltweite Zunahme von Demenzerkran-       Viele Leute fragen sich, ob sie eine formale                     leider nicht. Trotzdem sind eine ausgewo-
 kungen.                                       Diagnose gestellt bekommen wollen, wenn                          gene Ernährung, ein gewisses Mass an Be-
3                                                          würde bewahren

wegung und kein Übergewicht empfehlens-          Freitag, 21. September, 15 – 19 Uhr. Verschie­
wert, genauso wir die Behandlung eines er-       dene Institutionen laden ein zum Welt-Alz-        VORSCHAU
höhten Blutdrucks. Beobachtungen zeigen,         heimertag, im ref. Kirchgemeindehaus Oster­
dass diese Massnahmen, die auch vor Herz-        mundigen. Mit Nathalie Hamela, Fachspezia­
infarkt oder Hirnschlag schützen können,         listin Demenz, Alzheimer Bern, zum Thema          Dienstag, 30. Oktober, 13 bis 19 Uhr,
eine vorbeugende Wirkung haben. Untersu-         «Demenz – und alles wird anders! Wie              Tag der pflegenden Angehörigen.
chungen weisen auch darauf hin, dass geis-       kann man mit den Veränderungen um-                Info: Béa Hertig, Sozialdiakonin,
tige Aktivität und sozialer Austausch einen      gehen?», sowie mit Dr. med. Sebastian von         031 930 86 05.
schützenden Effekt haben. Dabei kommt es         Arx, Oberarzt, Interdisziplinäre Memory Clinic
nicht so sehr darauf an, was man macht. Der      Bern, zum Thema «Demenzerkrankungen:              Programm für beide Veranstaltungen
Turnverein ist nicht besser als der Kirchen-     Möglichkeiten von Diagnostik und The-             unter: www.refmundigen.ch. Flyer
chor.                                            rapie». Info: Béa Hertig, Sozial­diakonin,        liegen im Kirchgemeindehaus auf.
                   Interview: Hildegard Netos    031 930 86 05.

Eintauchen in eine fremde Welt
Ich finde es absolut wichtig – und in unse-      Zugang zu finden, bringe ich zum Beispiel        Betroffene in diesem Stadium glücklich sind.
rem ureigenen Interesse – gerade auch jenen      einen Wandtafelschwamm mit. Dieser kann          Vielleicht verbringen sie ihre Gegenwart in
Menschen, die an einer Demenzerkrankung          Erinnerungen wecken, der ehemalige Lehrer        einer guten Zeit ihrer Vergangenheit. An
leiden, respektvoll zu begegnen. Auch alte       erzählt von früher und kann sich so wieder-      Demenz Erkrankte können während eines
und kranke Menschen haben ein Anrecht            finden und verorten.                             Besuches von Moment zu Moment anders
darauf. Sie verlieren nicht durch Alter und         Im Heim besuche ich häufig Menschen,          reagieren. Vielleicht sitzt eine Person da und
Krankheit ihre Würde! Vergessen wir nicht        bei denen eine Demenz schon fortgeschrit-        spielt mit einer Puppe. Plötzlich kommt ein
Gustav Heinemanns Aussage: «Man erkennt          ten ist. Dabei erlebe ich immer wieder, dass     klarer Moment, und diese Person spricht in
den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit                                                    zwei, drei Sätzen über etwas, das sie beschäf-
den Schwächsten ihrer Glieder verfährt …».                                                        tigt, und widmet sich dann genauso plötz-
    Als Heimseelsorger besuche ich auch                                                           lich wieder der Puppe. Es ist wertvoll, wenn
Menschen, mit denen ich nicht mehr kom-                                                           in einem solchen klaren Moment jemand
munizieren kann, wie wir es gewohnt sind.                                                         da ist, zuhört, die Worte und Gefühle ernst
Ihre Gefühle sind aber noch da. Die Kommu-                                                        nimmt, darauf eingeht, sich Zeit nimmt.
nikation läuft oft über eine andere Schiene.                                                         Feiern wir Gottesdienst, dann singen wir
Um auf diese zu kommen, ist es für mich                                                           bekannte Lieder und spielen zum Schluss
wichtig, die Biografie eines Menschen zu                                                          eine vertraute Melodie. Das ist häufig ein
kennen. Wenn jemand sagt: «Ich muss in die                                                        alter Schlager – zum Beispiel «s’Ramseiers
Schule.», und ich weiss, dass er Lehrer war,                                                      wei go grase». Auf eine bekannte Melodie
kann ich verstehen, wo er gedanklich ist. Ich                                                     reagieren viele. Einige summen oder singen
versuche dann herauszufinden, was er mir                                                          sogar mit. Erinnerungen werden wach. Sol-
mitteilen will. Ihn mit der Realität zu kon-                                                      che Begebenheiten vermitteln Geborgenheit
frontieren, also zu sagen, er sei schon lange                                                     im Hier und Jetzt.
pensioniert, bringt nichts. Auch ist es nicht                                                                     Andreas Scognamiglio, Pfarrer
sinnvoll, mit ihm aufzubrechen, als wür-
den wir zusammen zur Schule gehen, denn                                                           Buchtipp:
dies geht ja nicht und möglicherweise rea-                                                        Das Herz wird nicht dement.
lisiert er später, dass wir ihn hier getäuscht   Demenz? Eine Diagnose, die alles auf den Kopf    Rat für Pflegende und Angehörige
haben. Um bei einem weiteren Besuch einen        stellt.                                          Udo Baer und Gabi Schotte-Lange, Beltz Verlag.
berichte                                                                                                                                                                                                      4

                                  Ds Pfarrteam bi de Lüt                                                                                                 Willkommen: Simon
                                                                                                                                                         Bärtschi, Vikar
                                  Ein Tisch, ein paar Stühle, ein Sonnenschirm, etwas zu Trinken, offene Ohren,
                                  Zeit: Die fünf Tage im Freiluft-Büro führten zu allerlei Begegnungen.                                                  Simon Bärtschi hat Mitte August sein Vika­
                                                                                                                                                         riat begonnen. Vorher studierte er an der
                                  Katrin Marbach kam sich zuerst etwas ausge-  ihm aufgefallen. «Er war für eine ältere, gehbe-                          Universität Bern Theologie und zwar im
                                  stellt vor. «Doch beim ersten Gespräch ist die-
                                                                               hinderte Nachbarin auf dem Weg zu ‹Tischlein                              Rahmen eines Programms, das Frauen und
                                  ses Gefühl verflogen», sagt die Pfarrerin. Auf
                                                                               deck dich›, um dort für sie Lebensmittel abzu-                            Männern offen stand, die bereits ein Hoch-
                                  die Frage einer Frau, was sie hier mache, habe
                                                                               holen.»                                                                   schulstudium abgeschlossen haben. Der
                                  sie geantwortet: «Ich bin da und habe Zeit für   Aline Berger hat während eines Gewitterre-                            46-Jährige hat im Jahr 2000 ein Lizenziat
                                  Sie.» Der überraschte Blick sei einem Lachen gens unter dem Glasdach an der Bushaltestelle                             in Pädagogischer Psychologie gemacht, an-
                                  gewichen. «Das ist ja wunderbar», habe die   frische Kirschen verteilt und viele kürzere Ge-                           schliessend doktoriert und bis 2015 beim
                                  Frau geantwortet, «genau das brauchen die    spräche geführt. Offen dafür seien Kinder und                             Kanton Bern gearbeitet. Er wohnt mit seiner
                                  Menschen: Zeit!»                             Senioren gewesen, Migrantinnen und Men-                                   Familie in Hünibach.
                                     Zwanzig Stunden waren es insgesamt, die   schen mit Beeinträchtigungen. «Die jesuani-                                  Das Vikariat dauert 14 Monate. Simon
                                  das Pfarrteam während einer Sommerwoche      schen Zielgruppen eben», meint die Pfarrerin                              Bärtschi wird sich in dieser Zeit vor allem
                                  im Dreieck bei der Haltestelle Zollgasse war.augenzwinkernd. «Mit Männern zwischen 25                                  mit den Bereichen Gottesdienst, kirchlicher
                                  Pfarrer Andreas Scognamiglio erfuhr dabei    und 50 hatte ich keine Gespräche. Die meinten                             Unterricht sowie Seelsorge beschäftigen. Er
                                  alles über Ostermundigens Brunnen: «Ein jun- vermutlich, ich wolle sie missionieren.»                                  wird aber auch an anderem vorbeikommen:
                                  ger Mann hat den Brunnen im Dreieck repa-        Der Vierte im Team und Schreibende – eben-                            an Kinder- und Altersarbeit, sozialen oder
                                  riert und mir von den anderen erzählt.» Ein  falls Pfarrer – traf Bekannte und Unbekann-                               kirchenrechtlichen Fragen zum Beispiel.
                                  anderer junger Mann mit Einkaufstrolley sei  te: vom ehemaligen Schüler etwa, der fand,
                                                                                                         die reformierte Kir-
 BI L D : M AT T H I A S J ÄGGI

                                                                                                         che sollte sich etwas
                                                                                                         modernisieren, bis
                                                                                                         zur Eritreerin auf
                                                                                                         dem Weg ins Tiefen-
                                                                                                         mösli – sie sei Protes-
                                                                                                         tantin und wolle mal
                                                                                                         bei uns hereinschau-
                                                                                                         en; von der regelmäs­
                                                                                                         sigen Gottesdienstbe­
                                                                                                         sucherin bis zum Ex-
                                                                                                         Junkie und Mick Jag-
                                  Ostermundigens reformierte Pfarrerinnen und Pfarrer verlegten das      ger-Imitator.                                   Am 9. September hält Simon Bärtschi seine erste
                                  Büro für eine Woche ins Dreieck.                                             Matthias Jäggi                           Predigt.           VG L . SE I T E 5 , G OT T E SD I E N ST E .

                                    na ch r ic ht e n
                                  AUFGETISCHT                nusswochen ab. Total                 ABSTIMMUNG                  tiert der Verein. Weiter   Gerechtigkeit und Soli-       16 000 Zuschauern ur­
                                  In Zusammenarbeit          45 Tonnen Nahrungsmit-               Der Vorstand von «oeku      solle auch der Import      darität.                      aufgeführt. Die Schwei-
                                  mit Spitzenköchen          tel pro Tag – so viel wer-           Kirche und Umwelt»          von Produkten aus                            R E F.C H   zer Uraufführung ist
                                  werden am diesjährigen     fen Bernerinnen und Ber-             empfiehlt, am 23. Sep-      grossen Monokulturen,                                    für den 3. November
                                  Foodsave-Bankett vom       ner im Durchschnitt weg.             tember für die Fair-Food-   Massentierhaltung oder     POP-ORATORIUM                 an der Olma St. Gallen
                                  21. September auf einer    Und das ist nur der Food             Initiative ein Ja in die    aus Produktionen mit       300 Sänger/innen trafen       geplant. «Luther» ist
                                  langen, eleganten Spei-    Waste aus privaten Haus-             Urne zu legen. Mit der      schlechten Arbeitsbedin-   sich zur ersten Probe         ein Projekt der refor-
                                  setafel Köstlichkeiten     halten. Über die ganze               Annahme würden Par-         gungen beschränkt wer-     des Pop-Oratoriums            mierten Landeskirche.
                                  aus der Foodsave-Küche     Nahrungsmittelkette wer-             lament und Bundesrat        den. Seine Entscheidung    «Luther». Im Jahr 2015        Die Plätze im Chor
                                  aufgetischt. Dieses Jahr   den in Bern täglich etwa             ermutigt, Sozial- und       begründet der Vorstand     wurde das Musical über        seien nach der Aus-
                                  schliesst das Foodsave-    120 Tonnen Lebensmittel              Umweltstandards bei         mit Grundwerten wie        das Leben des Reforma-        schreibung des Projekts
                                  Bankett auf dem Bahn-      verschwendet.                        ­Lebensmitten besser        Nachhaltigkeit, Schöp-     tors mit 3000 Singenden       schnell vergeben gewe-
                                  hofsplatz die Berner Ge-        F O O D S AV E - B E R N .C H    durchzusetzen, argumen-    fungsverantwortung,        in Dortmund vor rund          sen.              R E F.C H
5                                                             veranstaltungen

GOTTESDIENSTE                       Freitag, 21. September
                                    9.30 Uhr, ökumenischer
                                                                        GE SUCH T: P IA N IST/IN              Wugo
Sonntag, 2. September               Gottesdienst mit Pfr. Andreas       Die Ref. Kirche Ostermundigen         Im Radio gibt es das Wunsch-
9.30 Uhr, Gottesdienst mit          Scognamiglio im Tertianum,          sucht jemanden, der gerne eh-         konzert, Wuko. Bei uns gibt
Abendmahl zur Frage                 Mitteldorfstrasse 16.               renamtlich die halbstündigen          es ab November Wunschgottes-
«Warum, glaubst du, sind                                                Heimgottes­dienste im Tilia an        dienste, Wugos. Da nimmt die
wir hier? – Fragen nach             Freitag, 21. September              der Zossstrasse 2 auf dem Klavier     Pfarrerin oder der Pfarrer ein
dem Grund des Seins», mit           10.30 Uhr, ökumenischer             begleitet. Die Gottesdienste fin-     Thema auf, das Sie vorgängig
Pfrn Katrin Marbach. Musika­        Gottesdienst mit Pfr. Andreas       den zurzeit monatlich an einem        gewünscht haben. Die Themen-
lische Mitwirkung: AMBO             Scognamiglio im Tilia Seepark,      Freitag von 10.30 bis 11 Uhr statt,   palette darf breit sein: Ein heis­
­Unterhaltungsband.                 Zossstrasse 2.                      könnten aber anders gelegt wer-       ses gesellschaftliches Eisen, ein
                                                                        den. Interessierte wenden sich        Liedtext, ein Bild, ein spannen-
Dienstag, 4. September              Sonntag, 23. September              bitte an Andreas Scognamiglio,        der Zeitungsartikel, eine persön-
9.30 Uhr, Andacht mit Pfr.          9.30 Uhr, Gottesdienst zur          Heimseelsorger, 031 930 86 04.        liche Lebensfrage, ein Bibeltext
Andreas Scognamiglio im Atria,      Frage «Warum lässt Gott                                                   usw. Das Pfarrteam freut sich da-
Wiesenstrasse 10.                   sowas zu? – Über Lösungs-                                                 rauf, Ihr Thema aus christlicher
                                    ansätze der Theodizee-Fra-          SPIRITUALITÄT                         Perspektive zu beleuchten. mj
Sonntag, 9. September               ge», mit Pfrn. Katrin Marbach.
9.30 Uhr, Gottesdienst.                                                 Mo, 3./10./17. September              Ab November, sonntags um
Predigt: Vikar Simon Bärtschi.      Sonntag, 30. September              18 – 19 Uhr, Montagsmedi-             9.30 Uhr: Wugo. Gottesdienst zu
Liturgie und Taufe:                 9.30 Uhr, Gottesdienst zur          tation in der Krypta. Info:           einem Thema, das Sie gewünscht
Pfr. Matthias Jäggi.                Frage «Bittet, dann wird            Katharina Leiser, Kontempla­          haben. Bitte schicken Sie Ihren
VG L . S EI T E 4                   euch gegeben? – mensch-             tionslehrerin, 078 675 46 23.         Themenwunsch bis Ende
                                    liches Gebet und Handeln                                                  September an pfarrpersonen@
Freitag, 14. September              Gottes», mit Pfrn. Katrin           Samstag, 15. September                refmundigen.ch oder an das
10 Uhr, ökumenischer                Marbach.                            15 – 18 Uhr, Sakrales Tanzen          Pfarrteam der Ref. Kirche, Ob.
Gottes­dienst mit Pfr. Andreas                                          im Kirchgemeindehaus.                 Zollgasse 15, 3072 Ostermundi­
S­ cognamiglio im Tilia Stein-                                          Ein­fache Lieder und Tänze.           gen. Die ausgewählten Themen
 grüebli, Schiessplatzweg 36.       GOSPEL                              Info/Anmeldung (bis 12.9.):           werden rechtzeitig publiziert.
                                                                        Agathe Zinsstag, Pfrn. i. R.,
Samstag, 15. September              Das ökumenische Projekt             031 932 07 21.

                                                                                                              bar & film
10 Uhr, KinderKirche.               «Gospelchor 2018» bringt
Ökumenische Feier mit einer         Menschen zusammen, die              Mittwoch, 19. September
Geschichte für Kinder bis           gerne singen. Auf fünf Proben       9.30 – 11 Uhr, Bibel heute für
ca. 10 Jahre und Begleitperson.     folgen drei Auftritte in Gottes-    alle, die gerne in der Bibel lesen    Eine Hommage an drei heraus-
In der kath. Kirche Guthirt, Ob.    diensten.                           und darüber diskutieren.              ragende      afro-amerikanische
Zollgasse 31. Info: Aline Berger,                                       Text: 2. Samuel 1,19–27. Im           Frauen, die zu Beginn der sech-
Pfrn., 031 930 86 03.               Proben: jeweils montags, 29.10.     Tertianum, Mitteldorfstrasse 16.      ziger Jahre bei der NASA arbei-
                                    bis 26.11., 19.45 – 21.45 Uhr,      Info: Andreas Scognamiglio,           ten. Die brillanten Mathemati-
Sonntag, 16. September              in der Ref. oder Kath. Kirche       Pfr., 031 930 86 04.                  kerinnen sind Teil jenes Teams,
9.30 Uhr, ökumenischer              Ostermundigen, Ob. Zollgasse                                              das dem ersten US-Astronauten
Gottesdienst zum Dank-,             15/31. Auftritte: So, 2.12., 9.30                                         John Glenn die Erdumrundung
Buss- und Bettag. Mitwir-           Uhr, ref. Kirche Ostermundigen;     KULTUR                                ermöglicht.
kung beider Kirchenchöre.           So, 9.12., 9.30 Uhr, kath. Kir­
Mit Pfrn. Aline Berger und          che Ostermundigen; So, 16.12.,      Montag, 3./17. September              «Hidden Figures» (Theodore
kath. Theologin Gabriela            16.30 Uhr, ref. Kirche Bolligen.    19.30 – 21.30 Uhr, Café litté­        Melfi, Kanada 2017), Freitag,
Christen-Biner. In der kath.        Chorleitung: Pia Infanger. Info/    raire. Lese- und Diskus­              7. September; ab 19.30 Uhr
Kirche Guthirt, ob Zollgasse 31.    Anmeldung (bis 10.10.): Mat­        sionsrunde für Frauen und             Bar, 20 Uhr Film. In der Kath.
                                    thias Jäggi, Pfr., 031 930 86 01,   Männer. Im Kirchgemeindehaus.         Kirche Guthirt, Ob. Zollgasse 31.
                                    matthias.jaeggi@refmundigen.ch.     Info/Anmeldung: Regina Moser,         Eintritt frei. Info: Aline Berger,
                                                                        Sozialdiakonin, 031 930 86 07.        Pfarrerin, 031 930 86 03.
veranstaltungen                                                                                                                                           6

                 Tausch                               Donnerstag, 6. und
                                                      13. September
                                                                                          und Infoständen im ref.
                                                                                          Kirchgemeindehaus. Info:
                                                                                                                              AUSFLIEGEN
                 Die Kleider sehen chic aus, trotz-   TV-Tipp: Abenteuer                  Béa Hertig, Sozialdiakonin,         WANDERGRUPPE
                 dem wäre es toll, die Garderobe      Nachfolge                           031 930 86 05.                      GUTHIRT
                 zu verändern. Doch neue Sachen       Folge 3 und 4 mit Pfarrer Peter     VGL . S EITE 2 UND 3                Flyer liegen im Kirchgemeinde-
                 zu kaufen ist sozialpolitisch und    Christen i. R. und Pfarrerin                                            haus auf. Info Heinrich Gysler,
                 ökologisch wenig sinnvoll und        Aline Berger. 21.05 Uhr, SRF 1      VORANZEIGE                          031 348 35 55 / 079 446 81 21.
                 kostet. Darum gibt es die Frau-      oder srf.ch                         Dienstag, 30. Oktober
                 enkleidertauschbörse. Frauen ab                                          13 – 19 Uhr, Informations-          DEM SOMMER
                 18 Jahren bringen max. 15 Ar-                                            veranstaltung zum Tag der           ENTGEGEN
                 tikel mit (keine Unterwäsche).       KIRCHENCHOR                         pflegenden Angehörigen,             Dienstag, 11. September
                 Jede nimmt so viele Sachen mit,                                          mit Vorträgen und Infoständen       13 – ca.18.15 Uhr, Ausflug mit
                 wie sie gebracht hat.          hn    Donnerstags                         im ref. Kirchgemeindehaus.          dem Car ins Emmental.
                                                       20 – 21.30 Uhr, Proben im          Info: Béa Hertig, 031 930 86 05.    Abfahrt Ob. Zollgasse 15.
                 Freitag, 7. September, 18.30 –       Kirchgemeindehaus (ausser           VGL . S EITE 2 UND 3                Kosten: Fr. 30.– für Fahrt und
                 20.30 Uhr: Frauenkleider-            Schulferien). Info: Mischa Mat-                                         Zvieri. Info/Anmeldung für
                 tauschbörse mit Bistro. Im           ter, Chorleiterin, 079 289 10 16;                                       Kurzentschlossene noch mög-
                 Kirchgemeindehaus. Einschreibe­      Emilia Ferraro, Präsidentin         MODI U GIELE                        lich: Béa Hertig, 031 930 86 05.
                 gebühr: Fr. 2.–. Unterstützt vom     ­Kirchenchor, 079 608 50 23.
                 Elternverein und von der Ref.                                            VORANZEIGE                          MOVE
                 Kirche Ostermundigen. Info:                                              8. bis 10. Oktober                  Freitag, 14. September
                 evostermundigen@gmail.com.           BILDUNG                             Waldtage. Bauen, sagen, mat-        Wanderung auf dem Kloster-
                                                                                          schen, den Wald entdecken           weg von Meikirch – Chutzen-

                 GR_2019
                                                      Dienstag, 4. September              und auf dem Feuer kochen. Für       turm – Frienisberg. Treffpunkt
                                                      19.30 – 21 Uhr, ökumenische         Kinder vom Kindergarten bis         HB Bern, 12.45 Uhr. Wanderzeit
                                                      Bibelarbeit «Familien­              zur dritten Klasse. Mit Früh-       ca. 3 Std. Ankunft in Bern
                 Paulus und die Antike entde-         dramen, -komödien und               stück ab 8 Uhr. Ohne Frühstück      17.30 Uhr. Info/Anmeldung (bis
                 cken, traumhafte Landschaften        -intrigen in der Bibel».            8.45 Uhr. Das Programm endet        7.9.): Myrtha Schwarzenbach,
                 erkunden, gut essen in gemütli-      Im katholischen Pfarreizent-        um 16 Uhr. Die Kinder müssen        Sozialdiakonin, 031 930 86 06.
                 chen Tavernen, entspannen am         rum Guthirt, Ob. Zollgasse 31.      bis 17 Uhr abgeholt werden.
                 türkisblauen Meer: Reisen Sie        Info: Aline Berger, Pfrn.,          Kosten: Fr. 20.– für das erste      SPAZIERGRUPPE
                 mit uns von Thessaloniki über        031 930 86 03.                      Kind, Fr. 15.– für jedes weitere.   Donnerstag, 27. September
                 Athen in den Peloponnes! mj                                              Info/Anmeldung (bis 20.9.):         13.45 Uhr, Treffpunkt Bushalte-
                                                      Dienstag, 4./11. und                Carmen Zürcher, 031 930 86 19;      stelle Zollgasse, Info:
                 Auffahrt bis Pfingstmontag,          18. September                       carmen.zuercher@refmundi-           Béa Hertig, 031 930 86 05.
                 30. Mai – 10. Juni 2019: Grie-       14 – 16 Uhr, Deutschtreff in        gen.ch
                 chenland-Reise mit Pfarrer           der Kath. Kirche Guthirt. Mit                                           Sa 21. – So 30. September
                 Matthias Jäggi und Spiros Netos.     Kinderhüten. Info: Anny Hug,                                            Während der Me(e)hr Ferien
                 Der Reiseprospekt liegt im           031 932 15 00.                      KUW                                 finden Neugierige Neuigkeiten
                 Oktober auf. Mehr auf www.                                                                                   aus Spanien auf unserer Web-
                 refmundigen.ch/gr_2019. Info/        Mittwoch, 5. und                    Info: Katrin Marbach, Pfrn.,        seite: www.refmundigen.ch.
                 Voranmeldung: Matthias Jäggi,        19. September                       031 930 86 02; Susanna              Hineinschauen und ein biss-
                 031 930 86 01, matthias.jaeggi@      19.30 – 21.30 Uhr, Themen-          Bald­egger, Sekretariat KUW,        chen mit dabei sein!
                 refmundigen.ch                       reihe «Achtung: Familien!»          031 930 86 15. Unterrichtsdaten
                                                      Info: Regina Moser,                 und weitere Informationen:
 BI L D : Z VG

                                                      031 930 86 07.                      www.refmundigen.ch/kuw.             BEGEGNUNGEN
                                                      Freitag, 21. September                                                  Jeden Mittwoch, ausser
                                                                                          Die nächste Ausgabe von
                                                      15 – 19 Uhr, Informations­                                              26. September.
                                                                                          «bewegt» erscheint am
                                                      veranstaltung zum Welt-                                                 13.15 – 16.45 Uhr, Jassen, Spiel
                                                                                          25. September 2018.
                 Das Meteora-Kloster Rousanou.        Alz­heimertag, mit Vorträgen                                            und Spass im Saal des Kirch-
7                                                                          veranstaltungen

           gemeindehauses. Info: Myrtha           FREIWILLIGE                        ABDANKUNGEN                        AUSSERDEM
           Schwarzenbach, 031 930 86 06.
                                                                                     Zimmermann Eva-Maria
                                                  Montag, 17. September                                                 BLAUES KREUZ
                                                                                     Seniorenheim Steingrüebli
           Dienstag, 4. September                 18.15 – 20 Uhr, Ökumenische
                                                                                     geb. 1934, gest. 6.6.2018          Donnerstag, 6. September
           15 – 17 Uhr, Stamm der ehe-            Gruppe zur Integration von
                                                                                                                        Tagesausflug auf den Thu-
           maligen Aktiv-Gruppe im                Flüchtlingen. Im Kirchge-
                                                                                     Wüthrich Lieselotte Margaretha     nersee und Abendessen
           Säli des Restaurants National.         meindehaus. Info: Anny Hug,
                                                                                     Obere Zollgasse 25                 im neuen Blaukreuz-Treff-
           Info: Béa Hertig, 031 930 86 05.       031 932 15 00.
                                                                                     geb. 1933, gest. 10.6.2018         punkt Thun. Wir fahren per
                                                                                                                        Bahn und Schiff. Infoblatt
           Dienstag, 11. September
                                                                                     Saillen-Biedermann Anna Rosa       wird Interessierten zugestellt.
           19 Uhr, Grillabend des Dis-            KASUALIEN
                                                                                     Wegmühlegässli 50                  Info/Anmeldung (bis 31.8.):
           kussionsforums und des Café
                                                                                     geb. 1934, gest. 17.6.2018         Hans-Rudolf ­Brugger,
           littéraire in der Arena hinter         WOCHENDIENST
                                                                                                                        031 931 63 07;
           dem Kirchgemeindehaus. Info:           KW 35/27. August – 2. September,   Dudan Arthur                       www.blaueskreuzbern.ch.
           Matthias Jäggi, Pfr., 031 930 86 01;   Pfrn. Aline Berger.                Tertianum Ostermundigen
           Regina Moser, 031 930 86 07.           KW 36/3. – 9. September,           geb. 1933, gest. 28.6.2018         EGW
                                                  Pfrn. Aline Berger.
                                                                                                                        Bahnhofstrasse 39
           Dienstag, 18. September                KW 37/10. – 16. September,         Richner-Heller Marie
           14.30 – 17 Uhr, ökumenischer           Pfr. Matthias Jäggi.               Zossstrasse 2
                                                                                                                        Do, 6./20. September
           Seniorennachmittag. Thema              KW 38/17. – 23. September,                                            14.30 Uhr, Gespräch über
                                                                                     geb. 1918, gest. 19.7.2018
           «Demenz». In der Kath. Kirche          Pfr. Andreas Scognamiglio.                                            die Bibel und das Leben.
           Guthirt, Ob. Zollgasse 31.             KW 39/24. – 30. September,         Sager-Lauper Alice
           Info: Yasmin Gutiérrez, kath.          Pfrn. Katrin Marbach.              Zossstrasse 2                      Samstag, 1./15. September
           Sozialarbeiterin, 031 930 87 18.       KW 40/1. – 7. Oktober,             geb. 1929, gest 22.7.2018          17.30 Uhr, Teenagerclub
                                                  Pfr. Matthias Jäggi.                                                  Crossroad, inkl. Imbiss.
           Mittwoch, 19. September                TELEFONNUMMERN S IEH E S EITE 8    Schüpbach Heidi                    Weitere Veranstaltungen und
           11.30 – 13.15 Uhr, Mittagstisch                                           Dr.-Zuberstrasse 4a                Gottesdienste unter www.
           im Kirchgemeindehaus. Das                                                 geb. 1945, gest 23.7.2018
                                                  TAUFEN                                                                egw-ostermundigen.ch.
           Essen kostet, inkl. Getränke
           Fr. 14.–. Anmeldung bis am             Cattilaz Lauriane Ida              Blaser Kurt Friedrich              Info: Daniel Heer, Pfarrer
           Vortag, 10 Uhr, an: Myrtha             Wiesenstrasse 14                   Rütiweg 117                        EGW, 031 931 12 33, info@
           Schwarzenbach, 031 930 86 06.          geb. 23.11.2017                    geb. 1933, gest 11.8.2018          egw-ostermundigen.ch.

                                                                                                  Hinter den Kulissen
BI L D : M AT T H I A S JÄGGI

                                                                                                  Gottes Wort ist nicht immer leicht verständlich.
                                                                                                  Damit man die Person, die einen biblischen Text
                                                                                                  liest und auslegt, wenigstens akkustisch gut ver-
                                                                                                  steht, hat es in der Kirche eine Verstärkeranlage. Im
                                                                                                  Mai wurde diese erneuert. Ein zentrales Element
                                                                                                  ist das Mischpult. Hier kommt das Signal von den
                                                                                                  verschiedenen Mikrofonen an. Die Sigristin ist ver-
                                                                                                  antwortlich, dass immer der richtige Regler offen
                                                                                                  ist – und zu; nicht dass man beim Singen nur die
                                                                                                  Pfarrperson hört. Vom Mischpult geht der Ton auf
                                                                                                  zwei digitale Säulenlautsprecher. Diese beschallen
                                                                                                  nur den Raum, und nicht mehr – wie früher – auch
                                                                                                  die Wände. Das Resultat: deutlich weniger Hall und
                                                                                                  mehr Sprachverständlichkeit.                       mj
einer von 17 796                                                                                                                                                  8

 Laurent Ingold, 47                                                                                                              Reformierte Kirche
                                                                                                                                 Ostermundigen
                                                                                                                                 Obere Zollgasse 15
                                                                                                                                 3072 Ostermundigen
 Ich bin in Ruanda geboren.                                                                                                      Fax 031 930 86 18

                                                                                                                 BI L D : Z VG
 Meine Eltern arbeiteten dort für                                                                                                info@refmundigen.ch
                                                                                                                                 vorname.name@refmundigen.ch
 den Bund. Aufgewachsen bin ich
                                                                                                                                 www.refmundigen.ch
 aber in Villeneuve, am Genfer-
 see. Ich habe in Glion, oberhalb
                                                                                                                                 KONTAKTE
 von Montreux, eine Kochlehre
                                                                                                                                 Pfarrteam
 gemacht und dort meine Frau                                                                                                     Matthias Jäggi, 031 930 86 01
 Vreni kennengelernt. Sie kam                                                                                                    Katrin Marbach, 031 930 86 02
                                                                                                                                 Aline Berger, 031 930 86 03
 als Zimmermädchen in den                                                                                                        Andreas Scognamiglio, 031 930 86 04
 Betrieb, um Französisch zu ler-                                                                                                 Simon Bärtschi, Vikar, 031 930 86 08
 nen. Nach einer zusätzlichen                                                                                                    Team Sozialdiakonie
                                                                                                                                 Béa Hertig, 031 930 86 05
 Lehre als Konditor arbeitete ich                                                                                                Regina Moser, 031 930 86 07
 drei Sommer in einem Hotel im                                                                                                   Hildegard Netos, 031 930 86 16
                                                                                                                                 Myrtha Schwarzenbach, 031 930 86 06
 Tessin und je einen Winter in
                                                                                                                                 Carmen Zürcher, 031 930 86 19
 Saanenmöser und Zermatt. 1995                                                                                                   Weitere Mitarbeitende
 haben wir geheiratet und sind                                                                                                   Sigristenteam: Silvia Keller, Marlies
                                                                                                                                 Grossenbacher, Hans-Peter Galli,
 nach Ostermundigen gezogen.
                                                                                                                                 Richard Nagarajah, 031 930 86 10
 Natürlich war es für mich mit        Gegen Herbst trifft man Laurent Ingold oft dort, wo Pilze wachsen.                         Hp-KUW: Martina Zurkinden,
 etwas Wehmut verbunden, das                                                                                                     026 493 32 06
                                                                                                                                 KUW-Mitarbeiterin: Therese Schär,
 schöne Waadtland zu verlassen.       dazu. Das hat meinem Sozial­         ab Mitte Juli bis in den Herbst.                      031 931 58 11
 Aber meine Frau hatte hier eine      leben gut getan. Über einen          Zuerst sind die Eierschwämme                          KUW-Sekretariat: Susanna Baldegger,
                                                                                                                                 031 930 86 15
 Stelle und für mich als Koch war     Volleyball-Kontakt kam es auch       da, dann kommen die Stein­pilze                       Administration: Mirjam Reichen­
 es einfach, im Raum Bern Arbeit      zu mehreren Engagements in der       und die Habichtspilze. Diese                          wallner, 031 930 86 14
                                                                                                                                 Redaktion: Hildegard Netos,
 zu finden. 1996 und 1998 kamen       Kirchgemeinde. Ich habe dort         haben einen sehr pfefferigen Ge-                      031 930 86 16, Matthias Jäggi,
 unsere beiden Kinder zur Welt.       Nachtessen für Familien gekocht      schmack. Wir legen sie in Essig                       031 930 86 01
    Ich habe im Bären Ostermun-       und dieses Jahr ein gut besuchtes    ein und servieren sie zu Raclette.                    Kirchgemeinderat
                                                                                                                                 Sandra Löhrer, Präsidentin,
 digen, im Bellevue Bern und – als    Diner zum Valentinstag.              Auch die Eierschwämme legen                           079 481 41 33
 Küchenchef – im Löwen Münsin-           Seit etwa zehn Jahren gehe        wir zum grösseren Teil ein. Der                       Raumreservationen
 gen gearbeitet. Dort war ich quasi   ich wieder Pilze sammeln. Das        Rest kommt vorgekocht in den                          031 930 86 10
 immer im Betrieb und sah meine       tat ich zum ersten Mal als etwa      Tiefkühler. Daraus gibt es dann                       Fahrdienst Tixi
                                                                                                                                 031 932 14 14
 Kinder kaum mehr. Das bewog          Siebenjähriger, zusammen mit         Saucen. Die Steinpilze schliess-
 mich, eine Stelle mit regelmässi-    meinem Vater. Wir fuhren dafür       lich, die trocknen wir.                               IMPRESSUM
 geren Arbeitszeiten zu suchen.       ins Oberland, wo uns ein Kollege        Manchmal müssen wir etwas                          «bewegt» ist die Monatszeitschrift der
 Die fand ich im Burgerspittel        meines Vaters seine Fundstellen      bangen wegen des Gewichts. Er­                        ­Reformierten Kirche Ostermundigen.
                                                                                                                                  Sie geht gratis an alle Haushaltungen.
 Bern. Dort bildete ich mich wei-     zeigte. Dorthin gingen wir dann      laubt sind zwei Kilo pro Person
                                                                                                                                 Auflage: 9280 Expl.
 ter zum Diät- und Gastronomie-       öfters, jeweils am Samstagmor-       und Tag. Dieses Limit haben wir
                                                                                                                                                   Herausgeber:
 koch. Seit 2012 bin ich nun Kü-      gen um vier oder fünf Uhr, um        auch schon überschritten. Aller-                                        Kirchgemeinderat
 chenchef im Senevita Westside.       sammeln zu können, solange           dings gab es in den vierzig Jahren,                                     Redaktion:
                                                                                                                                                   Matthias Jäggi (mj),
    Seit ich regelmässigere Ar-       es noch kühl war und nicht zu        seit unsere Familie dort Pilze sam-                                     Hildegard Netos (hn),
 beitszeiten habe, pflege ich auch    viele Leute hatte.                   melt, noch nie eine Kontrolle.                                          Franziska Schwab
                                                                                                                                                   (externe Begleitung)
 wieder Hobbies. Zuerst begann           Wir gehen auch jetzt wieder          Andere Pilzsorten lesen wir
                                                                                                                                                   Grafische Gestaltung
 ich, Volleyball zu spielen. Eine     in die Region Zweisimmen. Das        kaum. Erstens sind die nicht                                            und Layout:
 Mannschaftssportart. Das war         ist etwas weit, aber meine Frau      so edel und zweitens habe ich                                           Atelier Bläuer, Bern
                                                                                                                                                   Druck: Bubenberg
 mir wichtig, weil ich in Oster-      und ich wollen jeweils nicht nur     wegen meiner Farbenblindheit                                            Druck- und Verlags-
 mundigen bis dahin kaum Kon-         Pilze sammeln, sondern mindes-       auch Mühe, sie zu erkennen.                                             AG, Bern

 takte knüpfen konnte. Wir sind       tens so sehr einen schönen Tag in                                                          Zuschriften bitte an:
 eine Supermannschaft. Es kom-        den Bergen verbringen. Vier bis                 O-Ton: Laurent Ingold                      «bewegt», z. H. Hildegard Netos,
                                                                                                                                 Ob. Zollgasse 15, 3072 Ostermun­digen
 men immer wieder neue Leute          zehn Mal pro Saison gehen wir,        Aufgezeichnet von Matthias Jäggi
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