CORONA-KOMPASS UPDATE Februar 2021 - Schlüsselkennziffern für den Tourismus
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CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
UPDATE Februar 2021
Alle Bestandteile dieses Dokuments sind urheberrechtlich geschützt. © 2021 dwif (Bild: DisobeyArt/stock.adobe.com)dwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
UMSATZAUSFÄLLE IM TOURISMUS
Umsatzausfall im Deutschland-Tourismus durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Monate
März bis Dezember 2020: knapp 69 Mrd. Euro Wöchentliche Umsatzeinbußen von knapp 1,6 Mrd. Euro
Lockdown im Januar/Februar 2021 führt zu weiteren Milliardenausfällen
Exklusive Berechnungen des dwif
Umsatzausfall für die Monate März bis Dezember 2020
im Deutschland-Tourismus
34,7 Mrd. EUR 68,7 Mrd. EUR 34,0 Mrd. EUR
ÜBERNACHTUNGSTOURISMUS TAGESTOURISMUS
inkl. Privatquartiere, Touristik- und Tagesausflüge und
Dauercamping, Reisemobilisten -geschäftsreisen
Quelle: dwif 2021, Hinweise zur Datengrundlage: Für die Berechnung des Umsatzausfalls wurden die Übernachtungszahlen der amtlichen Statistik für
März bis November (Hochrechnungen für Dezember sowie Privatquartiere, Dauercamping, Reisemobilisten) sowie aktuelle Zahlen des dwif-
Tagesreisenmonitors bis einschl. Dezember 2020 berücksichtigt.
EINSCHÄTZUNG DWIF
UMSATZAUSFÄLLE IM TOURISMUS WAS BEDEUTET DAS FÜR POLITISCHE
• Umsatzausfall von rund 69 Mrd. Euro verteilt sich
ENTSCHEIDER & DESTINATIONEN?
gleichermaßen auf rückläufige bzw. ausgebliebene • öffentliche Wahrnehmung der Tourismus- und
Nachfrage im Tages- und Übernachtungstourismus Freizeitbranche als Wirtschaftsfaktor stärken
• Anteil der Monate März, April, Mai sowie November • Diskussionen rund um das Thema „freiwillige
und Dezember 2020 (stark von den Lockdowns Aufgabe Tourismus“ anstoßen
betroffene Monate) zusammen 50,8 Mrd. Euro
• wettbewerbsfähige Destinationsmanagement-
• im Zeitraum Juni bis Oktober 2020 kamen weitere organisationen bilden (Aufgaben & Finanzierung)
17,9 Mrd. Euro hinzu
• Schulterschluss kommunaler Entscheider*innen
• Umsatzausfälle durch ausbleibende Gäste und und Touristiker*innen schaffen
zunehmend unter Druck geratende öffentliche
Haushalte führen bei Tourismusorganisationen zu • Landes-/Bundeshilfen für Betriebe und Kommunen
existenziellen Fragen sowie zur Überprüfung der weiter wichtig (flexibler Einsatz notwendig)
freiwilligen Aufgaben durch Kommunen • Spätfolgen der Corona-Pandemie im Blick
haben (Arbeitsmarkt, Finanzierung,
Qualität etc.)dwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
NACHFRAGE IM BEHERBERGUNGSGEWERBE
Rund 169 Mio. gewerbliche Übernachtungen weniger als im Vorjahreszeitraum Branche seit November im Lockdown
Übernachtungsrückgänge im Zeitraum Januar bis November 2020 zwischen 16 und 62 Prozent Hoher Rückgang der
Übernachtungen deutscher Gäste im Ausland und ausländischer Gäste im Inland hält aufgrund der internationalen
Reisebeschränkungen an Schere zwischen Ferienregionen und Städten geht weiter auseinander
Gewerbliche Übernachtungen
Deutschland -36,4 Januar bis November ggü. Vorjahr (%) ÜN Jan-Nov 2020 ggü. Vorjahr (%) in Deutschland
-72,1 November ggü. Vorjahr (%)
-10,0 Auslastung Januar bis November ggü. HERKUNFT
Vorjahr (%-Punkte)
Inland Ausland
-52,8 -30,7 -62,5
-85,4 -16,8
-27,4 -68,9
-3,3 -15,7 -62,0 BETRIEBSTYPEN
-78,1 -86,5
-44,4 +1,9 Camping -3,8
-34,3
-75,7
-33,0 Ferienwohnungsmarkt -14,2
-17,7
-68,2 -25,4
-27,8 Hotellerie -43,5
-6,1 -59,6
-65,6
-44,3 -5,1
-7,0 Gruppenunterkünfte -58,8
-72,6
-14,3 -46,7 -32,4 -30,7
-68,0 -67,9 -69,6 DESTINATIONSTYPEN
-30,4 -14,0 -7,6 -9,4
-72,6 Küsten -17,4
-5,6
Seenregionen -20,7
-37,8
-34,9 -37,8 -72,6 Bergregionen -22,2
-60,3 -67,0 -10,6
-11,2 -10,9 Mittelgebirge -34,6
Städte -55,1
Quelle: dwif Februar 2021, Daten Destatis/Statistische Landesämter
EINSCHÄTZUNG DWIF
ÜBERNACHTUNGSNACHFRAGE WAS BEDEUTET DAS FÜR BETRIEBE &
• 2020 gibt es keine „Krisen- Gewinner“ im
DESTINATIONEN?
Deutschland-Tourismus (einzelörtliche Ausnahmen • verändertes Buchungsverhalten berücksichtigen
z. B. an der Küste), lediglich weniger (Kurzfristigkeit, flexible Stornobedingungen etc.)
stark betroffene Destinationen
• Hygienemaßnahmen vor Ort konsequent umsetzen
• Trend zu stärkerem Kurzfristgeschäft hält an; und vorab transparent darüber informieren
Buchungsansturm bei Lockerung der Restriktionen
zu erwarten • Kund*innen-Bindungsmaßnahmen nach wie vor
sehr bedeutsam
• Leisure-Tourismus und Inlandsmärkte stabilisieren
die Nachfrage, können Ausfälle bei Geschäftsreisen • nachfrageseitig bislang keine Signale für eine
und im Incoming aber nicht kompensieren mittelfristige Verhaltensänderung im Vergleich zur
Zeit vor der Corona-Pandemie
• Incoming-Niveau 2019 wird laut DZT-Studie erst
2024 wieder zu erreichen sein • mittelfristig auf veränderte
Angebotsstrukturen einstellendwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
NACHFRAGE IM BEHERBERGUNGSGEWERBE – REGIONEN
Küstendestinationen: Nachfragerückgang moderater als in anderen Destinationstypen, lokal tlw. Zuwächse durch
Sommersaison Städte verlieren weiter überdurchschnittlich Oktober 2020: einige Regionen profitieren von der
Nachfrage in den Herbstferien, aber breite Spanne zwischen +19 Prozent (Rügen/Hiddensee) im Vergleich zum
Vorjahresmonat und -71 Prozent (Berlin) November 2020: erneuter Lockdown für Beherbergungsbetriebe führt zu
ÜN-Rückgängen von bis zu -87 Prozent
Gewerbliche Übernachtungen
Januar bis November ggü. Vorjahr in % ÜN Jan-Nov 2020 ggü. Vorjahr (%)
4 GERINGSTE VERLUSTE
1 Lausitzer Seenland (-5,0)
2
2 Meckl. Schweiz/Seenplatte (-8,3)
3 Chiemgau (-10,6)
1 Ostsee (SH) (-10,8)
4
Sächsische Schweiz (-10,8)
1
2
5 4
GRÖSSTE VERLUSTE
-20% und besser
4 1 Berlin (-62,0)
-20 bis unter -25%
2
Düsseldorf und
k.A.
-25% bis unter -30% Kreis Mettmann (-60,4)
-30% bis unter -35% 3 München (-59,3)
-35% bis unter -40%
4 Main und Taunus (-57,2)
3 -40% bis unter -45%
3 5 Köln und Rhein-Erft-Kreis (-54,5)
mehr als -45%
Quelle: dwif Februar 2021, Daten Destatis/Statistische Landesämter
EINSCHÄTZUNG DWIF
ÜBERNACHTUNGSNACHFRAGE – WAS BEDEUTET DAS FÜR BETRIEBE &
REGIONEN DESTINATIONEN?
• temporäres Aussetzen der Marktregeln hält an – von • Anforderungen an ein Krisen- und Recovery-
gesättigten zu ungesättigten Märkten: nicht die Monitoring steigen
Attraktivität/Begehrlichkeit einer Destination
• Sicherheit und transparente Kommunikation
entscheidet, sondern politische Entscheidungen
mit/für Besucher*innen, Beschäftigte, Bevölkerung
(Lockdown, Risikogebiete, Einreisebestimmungen etc.)
und Betriebe entscheidend
• Strukturumkehr und zunehmende Segmentierung bzw.
• Geschäftsmodelle überdenken und neue Wege der
Fragmentierung im Übernachtungstourismus nimmt zu
Kund*innenansprache gehen (z. B. Themen- und
(unterschiedliche Entwicklungen zwischen Betriebs-
Zielgruppenausrichtung anpassen)
und Destinationstypen, aber auch zwischen einzelnen
Betrieben vor Ort) in Abhängigkeit der Bedeutung
einzelner Marktsegmente (Geschäftsreiseverkehr/
MICE, Ausland, Gruppengeschäft, Betriebsformen)dwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
NACHFRAGE IM BEHERBERGUNGSGEWERBE – PERSPEKTIVEN
Marktanteile der Monate Dezember/Januar/Februar im Vergleich zu einem „Normaljahr“ (= durchschnittliche
Volumina der Jahre 2017-2019) 10 bis 21 Prozent Bergregionen und einmal mehr die Städte vor besonderen
Herausforderungen durch den aktuellen Lockdown Incoming-Tourismus in den Wintermonaten in Normaljahren
mit höherer Bedeutung als im Jahresdurchschnitt; entsprechend stärker sind die Auswirkungen des derzeitigen
Lockdowns auf Destinationen mit hohem Incoming-Anteil
Gewerbliche Übernachtungen
Durchschnitt Dezember/Januar/Februar 2017 bis 2019
in Deutschland 80,5 ÜN-Volumen (Mio.) HERKUNFT
16,9 Anteil ÜN am Gesamtjahr (%) ÜN Dezember/Januar/Februar 2017-2019
in Deutschland
Inland Ausland
2,7
3,4 64,7 Mio. 15,8 Mio.
18,7
10,3 3,2 16,6% 18,2%
10,2 Anteil am Gesamtjahr
0,5 6,5
19,9 6,3 19,8
13,9
1,9
DESTINATIONSTYPEN
1,4
16,4 13,9 Anteil ÜN Dezember/Januar/Februar
11,0 2017-2019 am Gesamtjahr (%)
21,0 3,8
1,8
7,0 17,7 18,9 Küsten 10,1
20,2
3,1 Mittelgebirge 18,6
13,5
Städte 20,8
0,6 17,8
9,6
18,5 18,2
17,4
Quelle: dwif Februar 2021, Daten (gerundet) Destatis/Statistische Landesämter
EINSCHÄTZUNG DWIF
ÜBERNACHTUNGSNACHFRAGE – WAS BEDEUTET DAS FÜR BETRIEBE &
PERSPEKTIVEN DESTINATIONEN?
• Marktentwicklung weiterhin sehr labil: Lockdown, • Lobbyarbeit für den Tourismus stärken
Reisewarnungen und Ängste potenzieller Reisender
• sich schon jetzt auf die neuerliche Recovery-Phase
• fehlende Perspektive führt zu zusätzlicher einstellen (z. B. Hygienekonzepte, Kommunikations-
Unsicherheit bei Anbieter*innen und und Vertriebswege)
Nachfrager*innen für die Planungen in den
• weiteren „wellenförmigen“ Weg im Umgang mit der
kommenden Monaten
Corona-Pandemie soweit möglich einkalkulieren
• schrittweiser Saisonstart ab März/April 2021 wichtig,
• Perspektiven über Phasen zur Wiedereröffnung
sofern mit Blick auf das Infektionsgeschehen
(auch der Politik) aufzeigen
realistisch
• Informationen über Landes- und Bundeshilfen
weiterhin transparent kommunizieren
und Betriebe sensibilisierendwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
KAPAZITÄTEN IM BEHERBERGUNGSGEWERBE
Rückgang der verfügbaren Beherbergungskapazitäten im Sommer 2020 um -5,5 Prozent im Vergleich
zu 2019 Städtisch geprägte Bundesländer und Destination sowie die Kategorien Gruppenunterkünfte und Hotellerie
stärker von Kapazitätsrückgängen betroffen Angebotsverknappung setzt sich fort: Zahl der geöffneten Betriebe
im November 2020: -16 Prozent ggü Vorjahr; angebotene Schlafgelegenheiten -15 Prozent Ausnahme:
Ferienwohnungsmarkt angebots- und nachfrageseitig mit Zuwächsen 2020
Angebotene Schlafgelegenheiten
Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten und auf Schlafgelegenheiten Juli 2020 ggü. Juli 2019 (%)
Campingplätzen im Juli 2020 in Deutschland
BETRIEBSTYPEN
70 314
-4,3 -1,7 328 +1,4
Ferienwohnungsmarkt
-0,1
16 138
Hotellerie -4,3
-6,8 -10,3
386
Camping -7,0
-5,2
76 126
Gruppenunterkünfte -18,6
-2,7 -1,8
354
-7,9 82 151
240 -1,0
-4,5
-10,4
224
-3,9
Deutschland 3.617 Schlafgelegenheiten Juli (Tsd.)
24 688 -5,5 Veränderung ggü. Vorjahresmonat (%)
-2,1 401 -4,8
-5,3
Quelle: dwif Februar 2021, Daten (gerundet) Destatis
EINSCHÄTZUNG DWIF
KAPAZITÄTEN IM WAS BEDEUTET DAS FÜR BETRIEBE &
BEHERBERGUNGSGEWERBE DESTINATIONEN?
• Rückgänge bei den angebotenen Kapazitäten zeigen, • Krisen- und Recovery-Monitoring kurz- und
dass selbst im Sommer 2020 einige Anbietenden nicht mittelfristig durchführen, um frühzeitig auf
wieder an den Markt gegangen sind strukturelle Veränderungen im Angebot reagieren
zu können
• noch nicht abschließend zu bewerten (u. a. aufgrund
des Aussetzens der Insolvenzantragspflicht): Was • Netzwerke zu den Betrieben intensivieren
sind temporäre Effekte und wo handelt es sich
• Landes- und Bundeshilfen für bestimmte
tatsächlich um dauerhafte Schließungen?
Branchensegmente/Betriebstypen (z. B.
• dwif-Befragungen zeigen jedoch, zunehmende Veranstaltungswirtschaft, Freizeitwirtschaft,
Marktaustritte insbesondere in den stark Zulieferer) spezifizieren
wirtschaftlich betroffenen Segmenten Gastronomie
• Investitionsstärkungsprogramme
und Eventanbieter; im Beherbergungs-
auflegen
gewerbe noch kein klarer Trend erkennbardwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
GASTGEWERBE IN DEUTSCHLAND
Großteil der Betriebe seit Anfang November geschlossen oder mit geringeren Kapazitäten am Markt Auslastung der
Hotelbetriebe sinkt im November und Dezember 2020 unter 15 Prozent Besonders betroffen sind MICE-Betriebe und
der Kultur- und Eventbereich DEHOGA-Umfrage im Dezember 2020: Verstärkt Liquiditätsengpässe im Gastgewerbe
Rund 76 Prozent der Betriebe (deutlich mehr als im Oktober) sehen ihre Existenz gefährdet EU erhöht Beihilfegrenze
von 0,8 auf 2,0 Mio. Euro und ermöglicht höhere Hilfsbudgets
DEHOGA-Blitzumfrage &
Hotellerie in Deutschland
dwif-Umfrage im Gastgewerbe
Januar bis Dezember
2019 2020 Veränderung der befragten geben an, dass
Betriebe sehen sich Mitarbeiter*innen und
AUSLASTUNG 76% durch die Corona- 61% Fachkräfte in andere
Krise in ihrer Existenz Branchen abwandern.
71,7% 31,8% -56% gefährdet.
PREIS
103,1 € 89,4 € -13% ist der Umsatz der der Betriebe schätzen,
Betriebe im Gesamtjahr dass sie länger als 12
43% 2020 im Vergleich zum
48% Monate benötigen, bis sie
REVPAR Vorjahr durchschnittlich wieder das Nachfrage-
gesunken. niveau 2019 erreichen.
73,9 € 28,4 € -62%
Quelle: dwif Februar 2021, Daten STR Global Quelle: Daten DEHOGA 2021 Quelle: dwif 2021
EINSCHÄTZUNG DWIF
GASTGEWERBE WAS BEDEUTET DAS FÜR BETRIEBE &
DESTINATIONEN?
• wachsende Verunsicherung der Akteur*innen seit
Beginn des Lockdowns Anfang November 2020 • Unternehmen müssen sich kurz- bis mittelfristig auf
• Hotels mit Lage an touristischen Sommer Hot-Spots fortlaufende Einschränkungen einstellen
konnten finanziellen Puffer bilden, • primär die Liquidität des Betriebes durch gutes
Sommersaisonbetriebe vom aktuellen Lockdown Kennzahlenmanagement und Gesprächen mit der
wenig(er) betroffen Bank und dem Steuerberater sichern
• Reserven größerer Betriebe und mittelgroßer, • Zeit für strategische Überlegungen,
regionaler Kettenbetriebe sowie Produktentwicklungen und (sofern Mittel vorhanden)
Systemgastronomen zunehmend aufgebraucht für Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen nutzen
(tlw. mangelnde Passfähigkeit der Hilfsprogramme)
• Fachkräftesicherung durch gute, häufige und
• Betriebe an Standorten mit hoher internationaler transparente Mitarbeiter*innen-Kommunikation
Nachfrage kurz- bis mittelfristig überdurchschnittlich
stark betroffen • Konzept für mögliche erste/eingeschränkte
Öffnungsschritte erstellen
• Gastronomiebetriebe müssen weiterhin auf
Lieferservice und To-Go-Angebote setzen • fortlaufende Prüfung möglicher
Einsparungspotenzialedwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
FREIZEITWIRTSCHAFT
Freizeitwirtschaft durch Lockdowns weiterhin hart getroffen Saisonbetriebe vom zweiten Lockdown kaum
beeinträchtigt Outdoor-Einrichtungen wie Landschaftsattraktionen und Zoos/Tierparks kommen am besten durch
die Krise dwif-Umfrage im Rahmen der Sparkassen-Tourismusbarometer Anfang Dezember: jede 5. Freizeiteinrichtung
in ihrer Existenz bedroht kommunale Einrichtungen geraten zunehmend unter Druck 45 Prozent der Einrichtungen
haben bereits Hilfsprogramme in Anspruch genommen über die Hälfte der Einrichtungen muss geplante
Investitionen verschieben oder streichen
Besucherzahlen in der Freizeitwirtschaft
Januar bis Dezember 2020 ggü. 2019 in % Besucherzahlen 2020 ggü. 2019 (%)
Landschaftsattraktionen -6,1 GESAMT
Bergbahnen -13,9
Zoos/Tierparks -18,2
-41,1
Private Eisenbahnen -26,8
SAISONVERLAUF*
Freilichtmuseen/Besucherbergwerke -31,4
Januar +9,4
Freizeit-/Erlebniseinrichtungen -33,2
Februar +0,2
Ausflugsschiffe/Fähren -35,0
Naturinfozentren März -59,5
-41,0
Kirchen -42,2 April -96,0
Burgen/Schlösser -43,3 Mai -62,1
Museen/Ausstellungen -51,3 Juni -50,1
Erlebnisbäder/Thermen -57,8 Juli -17,9
Denkmäler/historische Bauwerke -59,0 August -20,9
Stadtführungen -70,9 September -14,4
Quelle: dwif Februar 2021, Daten dwif-Besuchermonitoring Freizeitwirtschaft 2020 Oktober -21,7
(in teilnehmenden Bundesländern), u. a. Basis der Sparkassen-Tourismusbarometer November -90,0
* Vorläufige Werte, Stand 29.Januar 2021 Dezember -95,7
EINSCHÄTZUNG DWIF
TAGESREISEN & FREIZEITWIRTSCHAFT WAS BEDEUTET DAS FÜR BETRIEBE &
DESTINATIONEN?
Erwartungen bei einem Re-Start: • Belastung durch steigenden Individualverkehr
• Sehenswürdigkeiten/Kulturangebote mit langsamer • Abstands- und Hygienekonzepte langfristig anlegen
Regeneration, keine Überkompensation (z. B. und Hygiene-Aufschlag einkalkulieren (und
weiterhin Besucherbeschränkungen) kommunizieren)
• Veranstaltungen auch nach dem Re-Start noch über • transparente Kommunikation von Maßnahmen/
Monate hinweg weit unterdurchschnittlich (durch Reglementierungen durch die Politik und
Beschränkungen, Vorlauf für Planungen etc.) Multiplikator*innen
• Outdoor-Aktivitäten während der Lockdowns häufig • Landes- und Bundeshilfen für Betriebe weiterhin mit
einzige Möglichkeit für Ausflüge; auch in der ersten hoher Bedeutung; Einrichtungen in kommunaler
Re-Start-Phase überdurchschnittlich stark Trägerschaft sollten Unterstützungsmöglichkeiten
• Gastronomie mit schneller Regenerationsphase, in ebenfalls prüfen
den ersten Wochen leichte Überkompensation
• bei Investitionsaktivitäten nicht
• Shopping mit schneller Regeneration aber keine nachlassen bzw. unterstützen
Überkompensationdwif-CORONA-KOMPASS
Schlüsselkennziffern für den Tourismus
TAGESREISEN DER DEUTSCHSPRACHIGEN BEVÖLKERUNG
Tagestourismus milliardenschweres Standbein im
Jan-Dez 2020 ggü. Normaljahr in Deutschland (%)
Deutschlandtourismus und wichtig für eine kontinuierliche
Auslastung vieler Einrichtungen und Anbieter*innen Rückgänge
TAGESREISEN -19
der Tagesreisen im Corona-Jahr 2020 um rund 19 Prozent
schnelle Regenerations-geschwindigkeit mit AKTIVITÄTEN (AUSWAHL)
Kompensationseffekten aus dem Übernachtungstourismus Wandern/Radfahren +25
(Juli, August, September 2020) aber: Verlagerung auch in Landschafts-/Naturattraktionen +7
Re-Start-Phase auf „naturnahe Aktivitäten“ und Tagesausflüge
Erholungs-/Spazierfahrt +2
im näheren Wohnumfeld Ausflugsverhalten (Motive/Aktivitäten)
Verwandten-/Bekanntenbesuch -16
im November/Dezember2020 vergleichbar mit Trends im
Frühjahrs-Lockdown Shopping-Aktivitäten -20
Besuch von Restaurants, Cafés etc. -29
Sehenswürdigkeiten/Attraktionen -30
Veranstaltungen, Aufführungen etc. -64
dwif-Tagesreisenmonitor
Niveau privater Tagesausflüge pro Kopf und Kalenderwoche 2020
Diskussion um dt.
Risikogebiete (Unsicherheit /
Osterwoche Vorboten
+25% 2. Lockdown) Weihnachts-
woche
+19%
KW 32/33:
Überschneidung -31%
der Sommerferien in -20%
11 Bundesländern
-53%
-67% -58%
KW 18: bundesweite Maskenpflicht
ab KW 19: schrittweise KW 45: Ausgangsbeschränkung,
KW 12: Kultur-/Freizeiteinrichtungen und Einzelhandel
Lockerungen in verschiedenen Kultur-/ Freizeiteinrichtungen und
schließen; Absage von Veranstaltungen
Bundesländern Gastronomie schließen („Lockdown-Light“)
KW 13: Ausgangsbeschränkung, Treffen nur innerhalb des
KW24: Lockdown-Phase in allen KW 51: Einzelhandel schließt, strenge
eigenen Haushaltes; Gastronomie schließt
1 2 3 4 5 6 7 8 9
Bundesländern weitestgehend
10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37Kontaktbeschränkungen,
38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 1
beendet z. T. Ausgangssperren (Lockdown)
2021
KW IHRE ANSPRECHPARTNER
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 1
Tagesausflüge Normaljahr Tagesausflüge 2020 Veränderung 2020 gegenüber Normaljahr
Quelle: dwif 2021 , Daten dwif-Tagesreisenmonitor 2021WIR UNTERSTÜTZEN SIE
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